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)ichterwie HöIry
{n ausländischen
ichlegel,Rückert,
n seinenspäteren
r Freundeskreises.
j vertontenLiedrtivenSujetsvielAnzahlnicht nur
zu geeignetwar,
rubertsin seinem
rstdoch eher das
Verwendbarkeit,
; in der'Wohnung
inbekbei Hamburg
IVolfgangRehm
tffihrend seinesAufenthaltes im Wiener Stadtkonvikt hatte Schubert - da
inzwischen gut vertrautl - ZumsteegsLieder und Balladen kennen gelern
,,aufdas tießte" ergriffen,2so sehr,dasswir ihnen ,,wohl auch die Richtu
nommen", verdanken.3Und es kann kein Zweifeldaran sein, dassZumst
ihm nicht nur in seinenfrühen Jahrenals Modell dienten, sondern dasse
wieder darauf zurückgriff. Es war auf der einen Seite die genaue Dekl
die er nachzuahmen suchte, auf der anderen das Zumsteegsche,,Kantate
keit, bei längeren,erzählendenGesängendurch freie Verbindung von R
Binnenlied die Monotonie zahlloserStrophenwiederholungenzu vermei
zum Frühjahr l8l4 nur ein einzigesreinesStrophenlied (Khglied,D 2
Folgezeit änderte sich das - anfangs allmählich, dann aber so deutlich
Bruch mit der vorangegangenenPraxiserscheint. Bis zum November l
variierte Strophenlied4 darauf,vom November l8l4 an, folgen mehrere
aufeinander,im März l8l5 wird das Strophenlied zur Regel.
Eine kleine Statistik möge das deutlich machen (in den Zahlen nich
lienische Arien; auch keine Chorlieder und mehrstimmige Gesänge;b
eingebauten Strophenliedern" handelt es sich l8l4 z.T. um Strophen
tivischeEinschübevorgenommensind- etwaDerAbend,D 108-,2.T.
Strophenlieder- erwa Lied ausder Ferne,D 107, dessenersteFassungein
lied ist, während die zweite Fassungvon I 8 l6 als reines Strophenlied ü
'art, Stuttgart 2005
.a.l2007
:n,Wirkung,Mün-
Liederinsgesamt reineStrophenliederLieder mit eingeb
18 1 1 -1 8 1 3
1814
l8l 5
18 1 6
18 1 7
16
24
148
109
59
3
5
91
72
23
(18,75o/o)
(20,8o/o)
(6r,50/o)
(66,10/o)
(39o/o)
0
4
)
I
0
Deutlich wird hier, dassdie Zahl der,,reinenStrophenlieder"in den Jahr
ansteigt, dann aber bereits 18 l7 - und danach noch deutlicher - wieder a
bei ist vor allem die Gruppe ,,Lieder mit eingebauten Strophenliedern
das Lieder auf lyrischeTexte von Johann Friedrich Matthisson, die Schube
lieder konzipiert hatte, die er dann aber mit rezitativischen Partien kombin
(oder neu fasst),nun eben als reine Strophenlieder.T
Vergleicht man nun dieseSchubertschenStrophenlieder mit denen
(von dem zahlreiche seiner Lieder - vor allem die späteren- bekanntli
dann zeigen sich sowohl Übereinstimmungen als auch bezeichnendeU
sam sind beiden Komponisten besondersgrundsätzlicheformale Eig
als Lieder des'STienerlGeises(insbesondereMozarts und Haydns),8
Lieder" aus dem Umfeld Schubartsund Zumsteegs
,,schwäbische
Lieder ausgedehnteVor- und Zwischen-, nicht selten auch Nachspiel
knappe, konzentrierte Strukturen (ein großer Teil von Schuberts St
weniger als 20 Takte; dx Heidenrösbinist damit 16 Täkten schon ein
Gesänge).Dazu gehört vor allem auch, dasssich ein Gedicht so in M
seine metrische Struktur aus der Vertonung unmittelbar ableiten lä
schließt endlich die knappe Form die'Wahl vergleichsweiseentlege
E-Dur) nicht ausr0- ja Schubert geht in EinzelPillen noch darüberhina
gis-Moll); LuisensAntwort (D 319: b-Moll); Nähe des Geliebten (D
Morgenstern(D 172: Ges-Dur); WandrersNachtlled (D 2242 Ges-D
Ges-Dur); Der Abend (D 221 H-Dur); Die Mondnacht (D 238: Fis
Schubert versucht, sein Vorbild in der'Wahl kompositorischer Mittel z
wie er es bereits bei Zumsteeg getan hat.l I
Das gilt vor allem für manches musikalische Detail. Um dies zu
zwei kleineren Liedern aufTexte von LudwigTheobul Kosegarten,b
Idens Nachtgesang(D 227, 15 Täkte, B-Dur, 2la-Takt,6 Strophen)
11 Takte, f-Moll, alla breve, 5 Strophen). Der beschriebenenAusw
bereichskorrespondiert im ersten der beiden Lieder (,,Vernimm es N
trauet") eine deutliche Neigung zu chromatischen Fortschreitungen
bei prinzipiellem Festhalten an der Grundtonart - zu kleinen Mod
Raum, die Farbe geben. Hinzu kommt eine erstaunlich variable B
3-4-stimmiger akkordischer Satz, in Gegenbewegungzur Singstim
liche Figuren; T.8 die erwähnte chromatische Linie mit nachschlagen
Zweiunddreißigstel-Arpeggien, an die sich die Singstimme stützen
anschließen,beide über einer in SkalenabsteigendenBasslinie;T.12-1
kadenz (IV-VI6- 14'u-V'-l), Sechzehntelakkorde
im Diskant, die a
Sechzehntelfigurenabgeleitetsind; darauf folgt ein Nachspiel (T. l3-1
1 10
s,,Typus" Reichardt
leutlich abweichen)
über das pp noch hinausftihrt und gleichzeitig ,,ritardando" bedeu
Ganz anders Vonldz (,,Der Morgen blütrt, der Osten glühi'). Da is
Das ganzeLied ist in streng dreistimmigem Satzgehalren (Sopran = S
rechte Hand, Tenor = Klavier, linke Hand);l2 die Stimmen beweg
:erschiede.Gemeinreiten. Anders etwa
er auch als manche
rmeiden Schuberts
ruhigen Vierteln. Auch hier finden wir chromatische Fortschreitu
zu Modulationen führen, eher den Charakter von Durchgängen
Vorschriften zur Dynamik ,,sempre pp" zu Beginn und wieder ein ,,
Gesangist zwar eine Klage (die Sonne lächelt ,,matt und lcank hervo
ielen überhaupt auf
henliedern umfasst
.erumfangreicheren
k umsetzt, dasssich
\7'ie bei Reichardt
lichen Konturen sind klar. Es scheint: Schubert lässtsich seit ieher
inspirieren und wählt danach seinemusikalischen Mittel.
'Wir
haben mit den beiden am selbenTäg geschriebenenLiedern z
liche Ausprägungen desTypus ,,Strophenlied" vor uns - jede unverw
Text vorgegeben.\Tichtig ist dem Komponisten die spezifischeInterp
Tonarten 1As-Dur,
AnMignon (D 161:
62: Ges-Dur); Der
Nägeli nennt das ,,Wahrheit des W'ortausdrucks", der,,das Gedicht bi
standtheile(Redetheile)in einer erhöhten Bedeutung lebendig wied
lich nur solangegut, wie der Text von einem einzigen Affekt beherrs
; Hffiung(D25r:
abervon Strophe zu Strophe modifiziert, wenn das Gedicht eher ei
einen Zustand, dann muss der Komponist nach den Vorstellungen
tonung möglichst neutral gestalten- es gerade vermeiden, auf die ,,
desGedichtes einzugehen.laSchuben ledoch ldsstsich oft nur von eine
verzichtet dann auch gelegentlichauf solcheStrophen, die seinerVe
In seinem Minnelied (D 429) nach einem Gedicht von Hölty vertonte
Strophen (= eine musikalischeDoppelstrophe), ließ die beiden folg
ein heiteresLiebeslied schreibenwollen - die Strophen, in denen d
Geliebten beklagt, passten nicht mehr dazu.t5 Oder er lässt sich
einzigen Strophe anregen,wie in Täuschung(D 230), wieder auf e
rr). Es scheint,dass
iberbieten- dhnlich
egen,greifenwir zu
,evom7. Juli 1815:
rdVonlda (D 228,
tung desTonarten;ht,wasIda dir ver7,8,10,14)und lationenauf engem
T.1-3 ein
;leitung:
;T.4-6 harfenähntAkkorden;
T 9-1 I
Sechzehntelfiguren
) einebreiteSchlussrdenvorangehenden
{), in demdie Sech-
Theobul Kosegarten. Dort heißt es in der zweiren Strophe, das Bildn
in der Abendluft" und ,,flötet in der'Wachtel Schlag". Schubert, de
Bilder sehr ansprechen,lässt sich von Flöte und Vogel- (nicht unb
inspirieren, entwirft ftir den Diskant des Klaviers eine völlig selbstä
die mehrfach Vogelrufe imitiert und von der ersten Strophe an da
obwohl es in dem Gedicht doch gar nicht um Musik geht, sondern
Liebenden ,,umlächelt" (Strophe l), umsäuselt(Strophe 2), einlullt
als ,,Bote einer beßren'Welt" als ,,Luftgebild" entfliegt (Strophen 4-
manzßn",wieDerFischer(D225,5. Juli l8l5) oderDerRattenJiinger
sondern auch vielstrophigeGesängewieDer Gott und die Bajadere(D
und KolmasKkge (D 217 , 22. Juni 1815). Es mag da kein Zufall se
SängerfreundJohann Michael Vogl das nur l8-taktigeLied Der Fisc
niederschrieb, mit ,,Veränderungen"in den Folgestrophen, die auf den F
sicht nehmen,le und dassSchubert selbstin der (inzwischen verscholle
von Der Gott und die Bajaderedurch ein ,,Nota bene" ausdrücklich fo
Liedes auf den unterschiedlichen Affekt der Strophen zu achten.2OSc
entnehmen, rechneteauch dann, wenn er selbstnur eine Strophe noti
ten Strophenlied", allerdings nicht unbedingt in der Art, wie er sie
Unter den Gesängenvon Zumsteeg, die Schubert 181 I mit Beg
war auch ein Ossian-Gesang:,,Hören Sie", habe er gesagt- nach S
Lied, das ich hier habe", und dann sang er ,,mit schon halb brechen
handelte sich dabei um Colma. Ein GesangOssians,erschienen 1793
inLeipzig.zz Zumsteeg hatte ftir seine sehr umfangreiche Kompositio
der Lieder uon Selmabenutzt, wie sie in den Leiden dzsjungen lVerthe
letzten Brief an den Freund \filhelm23 berichtet W'erthervon einer
übersetzungder drei Lieder. Bei dem Colma überschriebenenersten ha
Inhaltsangabeeiner 1769 erschienenenÜbersezung von Michael D
geschichte von Salgar und Colma, zweyen Verliebten, derer Gesc
Feindschaft pflegen"?aZumsteeg vertonte davon nicht nur Colmas ei
auch die einleitende Passage,,Sternder dämmernden Nacht", in der d
vorgestellt werden, und zwar - er hat eine Menge Text zu bewältigen
im Vordergrund steht und sich mit Ariosem eng vermischt".25
Obwohl nun Spaun diese Komposition als ersten der Gesängegen
Begeisterungweckten, orientierte sich dieser,als er im Juni I 8 I 5 selb
wollte, keineswegsan ZumsteegsMonodie - er vertonte auch nicht
sondern eine in Strophen gegliederte, lyrische Paraphrasewohl des G
die er in Johann Friedrich Reichardts Liedern der Liebe und der Eins
Die Haroldsche Prosaübersetzungder GesängeOssians,die Schubert v
benutzte, war ihm damals vermutlich noch nicht bekannt.2TBei R
eigentlich um drei jeweils dreistrophige Strophenlieder,die im Inhaltsv
unter dem Sammeltitel Lieder nach Ossian- jeweils für sich als
t t2
, 19.August1815),
18.August1815)
$s etwa Schuberrs
rllenvier Strophen
rgdesTextes
Rück,rstenNiederschrift
:,beim Vortrag des
t, soldsstsich dem
nit einem,,variiergeschrieben
hatte.
rng studiertharte,
s Bericht2r- ,,das
dmmeKolma".Es
reitkopf & Härtel
ethesÜbersetzung
rdenist. In seinem
ng ,,seiner"Prosa: essich- nach der
- um eine,,Tlauerrer untereinander
;hesLied, sondern
gerder drei Lieder
lass,,dasRezitativ
hat,die Schuberts
aasKlagevertonen
.hesübersetzung,
schenProsatextes,
ir gefundenhat.26
eptember
1815an
dt handeltessich
:hnisdesBandes-
Schubert hat folglich die drei Lieder zu einem einzigen zusamme
tonung aber wie Reichardt mit KolmalsKkge I überschrieben und ebe
Teils,,gleichweiter" notiert, obwohl dies bei seinerSchreibweiseohneh
gewesenwäre - beides deutliche Belegedafür, dasser den Text tatsäc
Druck übernommen hat. Er hat Reichardts zweite Sammlung der Lied
Einsamheit übrigens noch für ein anderes Lied als,,Texworlage" ben
(D 210), KlärchensLied aus GoethesEgmont (,,Freudvollund leidvoll")
nur dort) heißt Goethes - im Drama titelloses- Lied einfach Liebe,Sch
,,die" ergänzt, im Übrigen aber an Reichardts Titel festgehalten. In d
Diabelli & Co. erschienenenErstausgabevon Schuberts Lied heißt es da
Lied aus Egmont uon Göthe- entsprechendden meisten der zahlreiche
selbenJahr 1815 fertigte Schubert übrigens auch eine Abschrift von
Gesang in seiner Sammlung an Monolog aus Göthe'slphigenie. Probe
Behandlung diesesSchauspie ls.ze
Schubert hat sich also nicht nur generellmit dem Strophenlied und
ästhetik beschäftigt, sondern ganz konkret mit Reichardts Liedern der L
heit (und wahrscheinlich auch mit anderen ReichardtschenLiedersamml
etrva manche Parallelen in den Vertonungen von Goethes Gedicht Rast
entstandam 19. Mai I 8 I 5).30lm Zuge seinerAuseinandersevungmit d
ihn dabei vermutlich die Umgestaltung eines längeren, ihm von Zum
Gesangswie Goethes Colma zu einem strophisch organisierten Klageli
BereitsMichael Denis hatte den Text (wie generellin seinen Überse
[= JamesMacphersons] Gesängen)in gebundenen Versen wiedergegebe
ds bei Reichardt - sogar in gereimte Strophen verwandelt.3l Sehe.twir un
SchubertschenText etlvas genauer an und vergleichen wir ihn mit Goeth
Reichardt zweifellos vertraut war (ob Schubert den W'ertherje gelesenha
Goethe
Reichardt / Schubert
I.
Es ist Nacht! - Ich bin allein,
verloren auf dem stürmischen Hügel.
Der'Wind saust im Gebirge.
Der Strom heult den Felsenhinab.
Keine Hütte schützt mich vor Regen,
l. Rund um mich Nachtl Ich
Verloren am stürmigen Hüge
Der Sturm braust vom Gebir
Der Strom die Felsenherab.
Mich schützt kein Dach vor R
Aber hier muß ich sitzen allein auf dem
Felsendes verwachsenenStroms. Der Strom
und der Sturm saust, ich höre nicht die Stimme
meines Geliebten.'Warum zaudert Salgar?Hat
er sein S?'ortvergessen?
- Da ist der Fels und
der Baum und hier der rauschendeStrom! Mit
einbrechender Nacht versprachstdu hier zu
sein; ach! wohin hat sich mein Salgarverirrt?]
Mit dir wollte ich fliehen, verlassenVater
und Bruder, die stolzenl
Mit ihm flieh' ich den Va
Mit ihm meinenherrisc
Erschein',o Mond!
ILange sind unsere GeschlechterFeinde, aber
wir sind keine Feinde, o Salgarl]
Schweig eine'$7eile,o Wind!
still eine kleine W'eile,o Strom,
[daß meine Stimme klinge durchs Tal,]
daß mein'Wanderer mich höre.
Salgar! ich bin's, die ruftl
Hier ist der Baum und der Fels!
[Salgarlmein Lieber! hier bin ich;]
warum zauderst du zu kommen?
3. Ihr Stürme,schweigt
Mich höre, mein liebe
Wanderer]
Salgar!ich biris, die ruft,
Hier ist der Baum,hier d
W'arumverweilstdu läng
\Vie hör' ich den Ruf se
Ihr Stürme,schweigt!
II.
Sieh, der Mond erscheint,
die Flut glänzt im Täle, [die Felsenstehen
grau den Hügel hinauf;l
aber ich seh ihn nicht auf der Höhe,
seine Hunde vor ihm her verkündigen nicht
4. Doch siehder Mond e
Der Hügel Haupt erhel
Die Flut im Thale glänz
Ein [Schubert:Im] Mon
Ihn sehich nicht im Tha
Ihn nicht am hellenHüg
Kein Laut verkündetihn
seine Ankunft.
Hier muß ich sitzen allein.
l1 4
Ich wandleeinsamhier.
Bruder,mein Bruder,warum hastdu meinen
'$7'arumerschlugstdu ihn?
Salgarerschlagen?
O mein Salgar,warum hast du meinen Bruder Und du, Salgar!warum?
erschlagen?
Ihr wart mir beideso lieb! O du warst schön
[an dem Hügel unter den Täusenden!]
Eswar schrecklichin der Schlacht.
Antwortet mir!
hört meineStimme,meineGeliebten!
Aber ach, siesind stumm, stumm auf ewig!
Kalt wie die Erde ist ihr Busen!
, Strom,
rer! [Schubert:
die Haide.
III.
O von dem FelsendesHügels,
von dem Gipfel desstürmendenBerges,
redet,Geisterder Toten! redet!
mir soll esnicht grausen!
'Sü'ohin
seid ihr zur Ruhe gegangen?
In welcherGruft desGebirges
soll ich euchfinden?Keine schwacheStimme vernehmeich im
'\7inde.
keine wehendeAntwort im Sturme
desHügels.
Ich sitzein meinemJammer,
Ich harre auf den Morgen in meinentänen.
W'ühletdasGrab, ihr Freundeder Toten,
aberschließtesnicht, bis ich komme.
[Mein Lebenschwindetwie ein Tiaum;]
wie sollt' ich zurückbleiben!
Hier will ich wohnen
mit meinenFreunden
an dem StromedesklingendenFelsens'W'ennt
Nacht wird auf dem Hügel,
und \7ind kommt über die Heide.
6. Du warstder Schönstemir.
Und er im Kampfe schrecklich.
Wie liebt' ich beideEuch.
Ihr SöhnemeinerLiebe!
Ach sprechtnoch holde'Worte!
Ach höret meine Klagen!
Doch ewig schweigtihr Mund!
Eiskalt ist ihre Brust!
7. GeistermeinerTodten,
Sprechtvom Felsenhügel,
Von desBergesGipfel,
Nimmer schrecktihr mich!
W'ogiengt ihr zur Ruhel
Ach, in welcherHöhle
Soll ich euch nun finden.
Doch estönt kein Hauch!
8. Hier in tiefem Grame
\fein ich bis zum Morgen,
Baut dasGrab ihr Freunde,
Schliessttnicht ohne mich.
'Wie
sollt' ich hier weilen!
An desBergstrohmsUfer
Mit den liebenFreunden
\Will ich ewig ruhn.
9. Deckt die Nacht den Hügel,
Schüttelt\[ind die Haide.
erst der unbekannte Übe.setre. hat sie so eingerichter - man möchte fa
ardt selbstdas getan hat, um darausein ,,Lied" zu machen, genauer:dre
es ja angibt. Deren erstesist ein Nachtlied; Kolma ist allein ,,am srü
Sdgar an, ihren Geliebten, und,,flieht" Bruder und Vater, die sie offenb
setzerlässt dabei den wichtigen Hinweis aus, dassKolmas und Salgar
verfeindet sind.33Das Gedicht zeigt einheitliches Metrum - auch wenn
nicht immer leicht auf dieselbeMelodie deklamieren lassen(,,der Strom
sieben,,,wo mein Geliebter ruht" jedoch nur sechsSilben; auch die Ak
gleich). Jede Strophe schließt mit einem Zweiheber, der den ersten Hal
Das zweite - metrisch wieder einheitliche (durchweg in jambischen
bene) - Lied hat eher erzählendenCharakter: Kolma berichtet, weshalbs
dass der Bruder und der Geliebte im Kampf gefallen sind, dasssie
sie doch deutlich unterschied: ,,der Schönste" war ihr Salgaa ,,im Ka
Bruder. Das Lied knüpft an das vorige an, bereits durch die Konjunktio
ardts ,,gleich weiter" unmittelbar herausfordert), dann durch den erste
zweite Strophe des ersten Liedesbezieht. Die einzelnen Strophen end
einem Kurzvers, jedoch jeweils signifikant mit einem Vers, der zu Begi
g^nzen Klage zurückverweist(,,ichirr'allein" -,,ich wandle einsam hie
dritten Strophe dann aber in eine Art zusammenfassendePointe münde
auf den Geliebten ebensobezieht wie auf den Bruder.
Das dritte Lied schließlich ist die eigentliche Klage: Kolma beginnt im
meiner Todten"), wendet sich dann aber eher an ,,die Freunde", die
sollen, in dem sie mit dem Geliebten und dem Bruder,,ewig ruhn" will.
greift der Dichter die allererste Strophe wieder auf: Er zitiert die N
Heide und die'Winde, verbindet die drei Teile so zu einem einzigen Lie
in regelmäßigendreihebigen tochäen, die im 18. Jahrhundert als pa
Metrum galten.3a
Reichardt (s. Notenbeispiel 1) setzt die eher reflektierenden oder me
das ,,Nachtlied" und die ,,Klage"- in ,,langsamem"Tempo, unterschie
(aItt das ersre,3l4 das andere) und Tonart (Es-Dur und As-Dur).35 Der
hingegen ist ,,etwaslebhaft", steht überraschenderweise
in der neutral
C-Dur (die allerdingsin der zweiten Strophenhälftenach c-Moll wech
Ihr,,Nachtlied" singt Kolma zu einer rhapsodischen,harfenartigenBe
1 16
.he vorgegeben,
ren, dassReich:, wie der Druck
en Hügel", ruft
Pianoforte.
htet. Der ÜberLienseit langem
ie drei Strophen
:lsen herab" hat
:rteilung ist unvieder aufgreift.
reberngeschriet, erzählt davon,
liebte und dass
chrecklich" der
rch" (die Reichder sich auf die
zwar nicht mit
den Anfang der
ler zweiten und
sich beide Male
braust vomGe-
dci Strähnr
etston (,,Geister
rs Grab" bauen
'letzten Strophe
den Hügel, die
:Klagendesingt
ches,feierliches
I
I
If.
Samml,
Notenbeispiel I
enden Partien :doch in Täktart
rlendeMittelteil
llerTonarten,in
pnd im 6/3-Takt.
(derKompo-
nist denkt an ,,Bardengesang")in unruhiger Bewegung (T l- I l: jede T
triole - Sechzehntel- Achtel - Achtelpause) in getragenemAffekt; anf
gleich in gewissermaßenarchaischem,dem Charakter der Dichtung a
schließt in Vers I jeder Strophe jede Phrasedurch weite, abwärts geri
T.I-2;
c"-d':T.3-4);
nacheinem Nonenaußchwung (d'-ei'; eigentl
Charakteristisch ftir Vers 1- 4 des Mittelteils ist fanfarenartige Dreiklang
stimme. In der zweiten Strophenhiilfte folgen darauf ausgeglichenereB
vorhalte eingeflochten sind. Die Begleitung ftihrt die Sechzehntelbew
Teil, die eigentliche Klage ist im Ton einer ,,Preghiera" gehalten, wirkt
beiden vorangegangenenTeilen liedhafter. Die innere Erregung der Sä
verkürzten Phrasender Singstimme: Es sind durchweg Dreitakter, auf
und 8 ein vierter Zwischenspiel-Takt folgt. Die Begleitung- jetzt in Acht
als zuvor, verleugnet aber auch jetzt die Orientierung an der Harfe nic
'Was
macht nun Schubert daraus?Bei ihm (s. Notenbeispiel 2) sind a
langsamem Tempo gehalten - die beiden ersten, das ,,Nachtlied" und d
teil, jedoch mit dem Zusatz,,Ziemlich" bzw. ,,Erwas" (langsam),die eige
,,Langsam, trauernd". Die Tonarten (c-Moll - As-Dur - f-Moll) entspr
schen in den Außenteilen, doch sind sie nach Moll eingetrübt, den Affe
tiefend. Auch die Tak tarten (aI a aIIa breve - uI t-t I n) zeigenParallelenzu
im Mittelteil. Im Detail freilich unterscheiden die Kompositionen sich
einem Vergleich von Schuberts frühen Gesängenund Zumsteegsche
ließ - dassnämlich Schubert nichts grundsätzlich anders machen mö
älteren Komponisten überbietend den Text neu interpretieren, vielle
illustrieren (wir begegnetendieserTendenz ja bereits in Schuberts Ko
zeigt sich auch hier, vor allem an der Klavierbegleitung. Sie ist im e
,,Nachtlied" dramatischerund,,malender" angelegt:Im Bass(der linke
Tremolofiguren (nur bei den Versen 3-4, ,,Der Sturm braust..." s
Stelle treten außteigende Achtelfiguren in Oktaven, die an ähnliche i
erinnern) und im Diskant (der rechten Hand) unruhige Akkordrepetitio
Sängerin sich wohl auf der Harfe begleitet, erinnert nichts mehr.
Die Singstimme geht in den drei Strophen auf die unterschiedlicheGe
ein: In T.9-11 deklamiert Reichardt die dritte Strophe wie die erste
wechselt von auftaktigem zu volltaktigem Beginn.37Ahnliche deklamat
den sich mehrfach in Schuberts Strophenliedern von 1815, etwa in Die
wfirend er in anderen Liedern wohl auf das Geschick der Sängervertra
in den einzelnen Strophen wechselndenMetren anzupassen.Die Singsti
wie bei Reichardt - zu Beginn durch Sprüngegeprägt,jedoch wohl nicht,
Ton zu vermitteln: Es fehlen die großen, eine Quinte überschreiten
setzt Schubert Thitonus-Sprünge,die er alsAusdruck verzweifelter,see
ll8
n, in die Seufzerg fort. Der dritte
rergleich
mit den
n spiegeltsich in
nachVersl, 4, 7
- ist akkordischer
JohannWolfgangvonCoethe
D 210
Sahn tonaco.Sehr
langsam
leid
reiAbschnittein
zihlendeMittelreKlagedann als
n denReichardtlerTonartenver:hardt,vor allem
lich.Vas sichan
dellenerkennen
:, wohl aberden
Lucheindeutiger
rten-Liedern)
-,
Abschnitt,dem
Lnd)dominieren
sieaus,an ihre
rubertsErlhönig
, Daran,dassdie
lngderAkzente
ruberthingegen
reVariantenfindnacht(D238),
rreMelodieden
istim Übrigeninenarchaischen
ntervalle.Dafür
:rErschütterung
Notenbeispiel2
beschränkt) und durch eine entsprechend liedhafte Gliederung in
Verse6 -7 bilden einen Dreitakter, der sich aber durch ein Klaviernachsp
komplettiert) mit zahlreichen sequenzartigen Formulierungen.
Im Ganzen wirkt Schubers Gesang- das mag überraschen- ausgeg
und doch neuartig: Die drei Parameter,die nach Hans Georg Nägeli ft
(das er erwartet, von dem er aber noch keine Beispielekennt) bestimm
rhythmisch" zu ,,einem höheren Kunstganzen verschlungen werden" srimme und Text - sind in dem für Schubert bezeichnendenVerf
lW:ihrend Reichardt im Grunde eine Ballade schreibt, die sich - obwoh
Strophenlied verpflichtet - von seinemja auch theoretischausgeftihrtenId
enrfernr,4oeinen gleichsam archaischenTon sucht, nfiert Schubert sich
Kontext dem Strophenlied an, der ihn sonst eher zur Durchkomposi
Dabei bewahrt Schubert jedoch die Besonderheitendes ,,polyrhythmisc
lichkeiten, den'Wortlaut desTextesdurch die Instrumentalstimme nic
sondern auch zu interpretieren (man denke etwa an den ,,Lamentobass
'Werfen
wir noch einen Blick auf den anderen Gesangaus Reichardt
dtr Einsamkeit, den Schubert als ,,Texworlage" für einen eigenen benuzt h
Es ist ein einstrophiges Lied (GoethesText im 3. Akt desEgmont umfas
der Mutter unterbrochen wird - nur eine Strophe, doch ist diese offenb
strophig vorgestelltenLiedes,von dem Goethe nur die erste mitteilt).
den liedhaften Ton in fünf regelmäßigen Viertaktern (er liest Goethes
und 4-5 jeweils als einen zweihebigen Doppelvers, der den übrigen
trotz aller dramatischerExpressivität,die die Singstimme auszeichne
stimme sich auf durchlaufende Sechzehntelfigurenim Diskant und e
beschränkt. Für die Sängerinbemerkenswertist der Umfang (ei-ai),
bei ,,zum Tod
malerei (eine chromatisch absteigendeLinie b'-a'-ai-g'
'Wiederholung
der beiden Refrainverse, die so einen jubelnden Achtta
Schubert (s. Notenbeispiel 3) greift auch hier vieles von dem auf; w
funden hat, verändert esaber sofort, oft im Sinne jener Übersteigerung,d
bei den Kosegarten-Liedernbeobachtenkonnten: ReichardtsTempoa
innig" wandelt sich zu ,,Sehrlangsam", anstellevon durchlaufenden Se
bei Schubert Sechzehnteltriolen,die freilich nur in T. 1- 8 Begleitung
T. 9 an hingegen fast orchestral wirken, in heftigen Schlägen.Von der S
dert (Umfan g g'- b') .Reichardts Viertakter übernimmt Schubert in T
r20
nemViertakter
'alsReichardts,
ukünftigeLied
ind und
"polyimme,Klavierrusgewogen.39
erdemModell
Strophenliedes
:minhaldichen
:ranlassthätte.
iedes,
die Mögzu illustrieren,
tenAbschnitt).
n dn Liebeund
'Liebe(D 210).
il Kldrchenvon
einesalsmehr;hardtbewahrt
rigeVerse1- 2
r entspricht)nddie KlavierfacheBasslinie
:igungzu Tonibt") sowiedie
ilden.
i Reichardtge:ingangsbereits
und
,,Langsam
:elnfindet man
ter haben,von
rwird ä"gefordann
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Der Sturm
ge - lei
Salgar
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hier
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ge
ist der
der Strom
wo mein
hier ist
Baum,
die Fel
Ge - lieb
der Baum,
hier
der
sbn
hier
hin - ab.
ter
ruht.
der
Fels,
Mich sch
Mit ihm
war - um
ict
f.
*)SchubertnotiertzudenTextstrophen:,,DiezweyteStrophewirddurchgehendsleisergesungen,dochdiedrittedestostü
**) Takt 7c-8c, Singstimme:In der Erstausgabe:
Wan
**x) Takt I l, Klavier unten:Itr der E$tausgabe
****) Takt 12, Singstimme:ln der Erstausgabe
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Ich bin s,
die
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Hei
schreck
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lich.
die Flut
Ist's, mein
Wie liebt'
*) Takt 1?, Singstimme:In der Erstausgabe
stattpunktierterhalberNote f t .
**) Takt 17, Klavier unten:In der E$tausgabeletztesAchtel I Oktavetiefer, ohne Stacc.- Punkt.
++*) Tald l8-31: Die dritte Srophe fehlt in der Erstausgabe.
x*x*) Takt 19,23,26, ossia: So in der Erstausgabe.
Notenbeispiel3
122
I
-l
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-I--
#
:
der
geund
-_-#FF-FF-
#
w
I
I
T---------------1
#H
Versen1- 3 in Es-Dur die Verse4-6 in c-Moll entgegenstellt,
oder dem
melhochjauchzend"daserwfinte, chromatischabsteigende,,zumTode
hingegenbilden bereitsT. I und 2 (,,freudvoll"-,,leidvoll")einenKont
verminderterSeptakkord),der sichin T. 5 - 6 (,,langen"
-,,bangen")wie
hoch jauchzend"dann steigertsichvom f zum ff; esfolgt ein subito p
Tode betrübt" - und dieseKontrastesetzensichdann in der durchaus
fon (T 13:tr; 14:p; 15:ft 16: trz-pp) - währenddasNachspiel,dasden
klang und vermindenemSeptakkorddesBeginnswiederaufirimmt, ver
Es bestätigtsichhier,waswir bereitsan den Kosegarten-Liedern
bem
demAffekt einesLiedesim Detail nachzuspüren,
esgehtihm, um wiederm
um die ,,\WahrheitdesWortausdrucks".\7ährend Reichardtimmer n
nierte,entwirft Schubertein Seelengemälde.
Er gibt sichMi.ihemit sein
ReichardmLieder ihm tatsächlichalsModell dienten, belegtseineinten
dessenLiedzrndn Llebeund derEinsamheit-, aberer schreibtgleichwob
von Liedern- ,,polyrhythmisch"
wird Nägelisie 1817nennen,noch
-n__-1
Anmerkungen
Ta -l e
lieb bei -
ter,
de
1 Vgl. vor allem Gunter Maier, Die LiedcrJohann RudolfZurnsteegsund ihrVerhäl
gen l97l (= Göppinger Akademische Beiträge 28); s. auch Wdther Dirr, Haga
uon Zamsteeg und Schubert. Zu Eigenart und tlfirhungsgeschichtedn ,,Schuäbisch
Zichen-Senung. Aa$ätze zur rnusihalischenPoetih, hrsg. von 'Werner Aderhold u
Kas s el1992,S. l0l- 113.
2 Nacheinem BerichtJosefvon Spauns(AufzeichnungenübnrneinenVerhehrm
bert. Die Einnmtngen seinerFreundz, gesammekund herausgegebenvon Otto Erich
s.149.
ebda.
3 Spaun,
4
Reine Strophenlieder sind da nur Die Befreier Earopas in Paris, D 104 (1
D 108 (Juli); selbst deutlich strophisch angelegtelyrische Gedichte wie Des Mäd
hat Schubert anfangswie ein erzählendesLied behandelt (D 6).
ln Der Abend (D 108) ist der plötzliche Gedanke an den eigenenTod Anlas
5
mit ,,Recit." überschriebenePassage,vgl. auch dasLied der Liebe (D 109).
vom 12. August 1815 (D 252) sowie dasLied aus dcr Ferne (D 107), ersteFass
lied vom Juli 1814 und zweite Fassungals reinesStrophenliedwohl vom Nove
8 Vgl. Irene Pollak-Schlaffenberg,Die\Yiener Liedmusih uon 1778-1789, in:
schaft 5 (1918), 5.97 -151, und Ernst August Ballin, Das'Vort-Tbn-Verhäh
Liedern \Y.A. Mozarts (= Schriftenreihe der Internationalen Stiftung Mozarte
in s besS.
. 118- 141.
9 Vgl. Kurt Haering, Fünf schwäbischeLiederkomponistendzs 18.Jahrhunderts
Schweglerund Christmann, mschr. Diss. Tübingen 1925, und 'Walther Dirr,
(1760-1802) oder BesonderheitendzsschwäbischenLiedesim Ausgangdes 18.J
Baden-W'ürttemberg.Jahrbuch 2002, S. 23 - 40.
l0 Die ersteAbteilung von Reichardts Sammlung Göthe'sLied.er Oden, Ballad
[1809], ND Hildesheim etc. 2003, eröffnet ein achttaktiges Lied in E-Drr (Se
weitere Lieder in E-Dur, drei in f-Moll und zwei in As-Dur. Diese Tonarten be
nicht selten.
I I Nfieres hierzu bei W'alther Diürr, Hagars Klage (Anm.1).
l2 Schubert dachte an eine Sängerin; hielt aber auch eine Männerstimme ftir
die Bemerkung hinzu: ,,NB. \(ird dieser Gesangim Tenor gesungen,so fällt die
um eine Oktave herab."
13 Hans Georg Nägeli, Historisch-hritische Erörterangen und Notizen über die d
Allgemeine MusikalischeZeiung l3 (1811),5p.631-642und645-652,hier
14 Johann Friedrich Reichardt, Auch ein guter Rath statt der Vonedezu Odzn un
Sprickmann, Votl und Thomson,Berlin 1780 (ND Hildesheim etc. 2003): ,,M
iederzeit aus wiederholtem Lesen des Gedichtes von selbst, und alleswas ich w
daß ich sie so lang mit kleinen Abänderungen wiederhole [...], als bis ich erken
logische,pathetischeund musikalischeAkzent so gut miteinander verbunden sin
spricht und angenehm singt, und das nicht ftir Eine Strophe, sondern ftir alle.
15 Vgl. hierzu dasVorwo rt zt Neue Schubert-Ausgabe,
SerieIV, Lieder.Band 1
Kasseletc. 2002. S.XXVI f.
16 Vgl. Franz Schubert, Lieder.Band l0 (a.a. O.), Nr. 19 (Schubert) und A
sowieVorwort, S.XXIII f.
17 Siehe W'alther Dirr, Das deutscheSolalied im 19. Jahrhundert. Untersuchun
\üilhelmshave n 22002 (= Taschenbücherzur Musikwissenschak 97),S. I 88 - 2
18 WienerZeinngvom 9. Mai 1925: ,,DieseBallade [...] reihet sich nicht nur
laden Zumsteeg'san, welche zu ihrer Zeit allgemeinenEnthusiasmuserregten,so
an Lebendigkeit des Ausdrucks und der Originalität", s. Franz Schubert.Doku
Band. Tixte, hrsg. von Till Gerrit \(aidelich, Tützing 1993 (= Veröffentlichungen
SchubertInstituts 10,1), 5.243.
19 SieheNeueSchubert-Ausgabe,
SerielY, Lieder.Band I hrsg.von'Walth
5.279-283 undVorwort,S.XVIIL
r24
iiertes Strophen6.
:ur Musikwissenhkuierbegleiteten
Gsseletc. 1984,
)icter, Eidcnbena
Rudolf Zumsteeg
rrr, in: Musik in
imanzen,Leipzig
. Sieenthält zwei
rchbei Zumsteeg
und setztedaher
ng durchgehends
'esangs-Cuhur,
in:
,onGöthe,Bürger,
lodien entstehen
n thue, ist dieses,
ergrammatische,
e Melodie richtig
rn \(alther Dürr,
r. 16 (Zumsteeg)
racheund Musih,
:ngefeyertenBal:nrift diesenoch
tI7-1830. Erster
'nationalenFranz
Gsseletc. 1970,
24 Die Gedichte Ossianseinesaben cehischenDichters, aus dzm Englischen überse
!7ie n 1769,S. 103.
25 Gunter Maier (wie Anm. l), S. 157.
26 Johann Friedrich Reichardt, Lieder dzr Liebe und der Einsamkeitzur Harfe u
Zueiter Theil, kipzigo.J. [1 804], S. 39 -42.
27 Die GedichteOssiansdesCehischenHeAn und Bardzn. Aus dem Englischn und
Urspracheüberseat uon Freyhern [Edmund] uon HaroA f . ..f Zuelte uerbettertemit
GedichtenuermehrteAuJhge, Mannheim 1782. Auf dieseÜbersetzung hare Sc
Anton Holzapfel aufmerlaam gemacht; dieserberichtet darüber: ,,Um dieseZeft[i
war esauch, wo ich ihm eine alte [...] Scharteke,eine,wie ich nachherhörte, mise
lieh, an welche er unglücklicherweise mehrere seiner genialstenArbeiten verschw
ErinnerungenseinerFreund.e.wie Anm.2, S.69).
28 In der zweiten Abteilung der 1809 bei Breitkopf 6c Härtel in Leipzigersch
Göthe'sLiedzx Odcn, Balhden rnd Romanzen mit Musih uonJ. F. Reichardt ist de
enthdten (S.49), nun unter dem Titel Kkrchens Lied ausEgmont (ND Hildesheim
zur GeschichtedesdeutschenLiedes 10). Bei Beethovenheißt esjeweils,,Freaduo
YftrheXIl, Band l, Lieder und Gesänge
mit Klauierbegbhung,hrsg. von Helga Lüh
München 1990,S. 102.
29 In Schuberts Freundeskreishat man diesen Monolog der Iphigenie (,,Hera
\(zipfcl") für ein\üferk Schubertsgehalten (SchubertsundatiertesAutograph
Cambridge,Ms. 686, s. D Anh. III,7; Josef!(/ilhelm Witteczek datiert es mit l8
30 ReichardtsbeideVertonungen desGedichts, in D-Dur und c-Moll, finden sich
vonGötheiLieds... (wieAnm.28),S.8und10.Vgl. Nne Schabm-Ausgabe,Ser
Vorwort, S.XXII, und ThrasybulosG. Georgiades,Schubert.Musih und Lyik,
Dieser kommt zu dem Ergebnis:,,Die vielen Entsprechungenzu ReichardtsersterV
lassenvermuten, daß diese Schubert bekannt war."
31 Denis a. a. O. (wie Anm.24); Kolmas Klage beginnt bei ihm: ,,Die Nacht ist
Hügels Stürme schlingen mich ein."; sie endet: ,,Denn reizendsoll mein Leid um m
Neigung grub sie tief in Colmas Busenein." Srophisch und gereimt sind bei Denis
in die Erzählung eingebundene Lieder wie dieses,der Haupttext ist in Hexamet
32 Der GoethescheText entspricht hier dem in der sogenanntenHamburgerAusg
bis I10, der Reichardtschedem in den Liedzrn der Liebe und der Einsamheit. Gel
Haroldtchen Prosaübersetzung(wie Anm.27) ndher als dem Goetheschen,zu Ha
und Lilly Schochow, Franz Schubert.Die Texteseinereinstimmig homponiertenLiede
heim 1974, 5.424f .; dort findet man auch MacphersonsOriginaltext (5.427 f.
von Reichardts in einigen Details ab, handelt essich dabei um Abweichungen des\W
'Wenn
Goethes Überseeung keine Entsprechung bei Reichardt findet, sind die T
mern geseut.
33 Siehe den Schlussdes Mittelteils im ersten Lied.
38 Absteigende chromatische Skalen sind ein bei Schubert häufig verwende
Zwerg(D771),T.109-114: d-cis-c-ces-8,zudenVorten,,(daküßtderZw
drauf alsobald. . . vergehenihr die Sinnen." In Auf d.erDonau (D 553 - op.2
dreiäch wiederholten'Wort,,Untergang'< gar einen zweifachen chromatischen
Dis-D-Cis-11).
39 Hans Georg Nägeli, Die Liedzrhunsr,in: Allgemeine Musikalische Tritunglg
182, proklamiert ,,eineneue Epoche der Liederkunst (nach meiner Eintheilun
dem in Anm. l2 zitierten Außatz beschriebenewar die dritte. Siehehierzu'!ü'a
lied (wie Anm. l7), S. 14ff.
40 Reichardts Strophenlied orientiert sich sonst grundsätzlich zuerst an der
gleitet, für sich alleine sinnvoll sein sollte, vgl. etwa Heinrich \f. Schwab, S
Kunstlied, Regensburg 1965 (= Studien zur Musikgeschichte des 19. Jahrhun
Dirr, Das deutsche
Sololied(Anm.l7),5.47 -55.
4l Klärchen ,,summr" zu Beginn der Szeneoffenbar den gedachten Refrain,
erstenStrophe ,,Glücklich allein / Ist die Seele, die liebt" - bemerkenswertist, da
'l7iegenlied
gehörig empfindet (,,Laßdas Heiopopeio", sagtsie zu der Tochter, u
,,damit doch schon manchmal ein großes Kind schlafen gewiegt"). Offenbar
an jenen dramatischen Ton, den Reichardt anschlägt und der dann auch für
Vertonungenbezeichnendist.
42 Schubart,Idcen (Anm.35), 5.377.
43 Hierzu \(alther Dürr, Das deutscheSololied(Anm.l7), S. 198 t Schubart, a
gutes Gewissen, Hoffnung, Hinsehnen nach einer bessern'Welt."
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