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*UXQGODJHQ %RGHQ Haushälterischer Umgang mit Boden und

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Schut z des Bodens als Lebensgrundlage von Pilzen, Mikroorganism en,
Pflanzen, Tieren und Menschen.
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Haushält erischer Um gang m it Boden und Minim ieren der schädlichen
Einflüsse wie st offliche oder physikalische Belast ungen ( Erosion, Verdicht ung, Versiegelung) .
Vervielfält igung, ganze oder auszugsweise
Veröffent lichung ist nicht gestat t et .
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Boden ent st eht unt er Einfluss von Um welt fakt oren ( Wind, Regen, Klim a et c.) über lange Zeit räum e aus organischen und m iner alischen
Subst anzen. Er ist m it Wasser, Luft und Bodenlebewesen durchset zt .
Boden ist in der Lage, höheren Pflanzen als St andort zu dienen und
bildet dam it die Grundlage des Lebens von Pflanzen, Tieren und Menschen.
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Boden ist in der Lage, Wasser, Luft , organische und m ineralische St offe zu speichern. Er filt ert gelöst e und suspendiert e St offe und baut organische St offe ab. Boden ist Lebensgrundlage und Lebensraum für
eine Vielzahl an Organism en. Die m eist en Pflanzen können nur auf
Boden wachsen, und Tiere und Menschen sind direkt oder indirekt von
der pflanzlichen Nahrungsm it t elversorgung abhängig.
Boden dient weit er der Bereit st ellung von Rohst offen ( Erdöl, Ton et c.)
und als St andort von Baut en und Anlagen. Ausserdem ist er in der Lage, Hinweise auf längst vergangene Ereignisse wie z.B. Eiszeit en zu
geben.
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Die sogenannt e Bodenm at rix um fasst alle fest en Bodenbest andt eile.
Als m ineralische Feinerde werden die kleinen Mineralkörner bezeichnet . Sie sind zwischen wenigen Tausendst eln eines Millim et ers ( Ton) ,
einigen Hundert st eln ( Schluff) oder einigen Zehnt eln bis 2 Millim et ern
( Sand) gross. Die St einchen und St eine, welche grösser als 2m m sind,
werden Bodenskelet t genannt . Die lebenden, abgest orbenen und in
Zerset zung begriffenen Lebewesen wie Wurzeln, Bodent iere oder Pilze
bilden zusam m en m it den Hum inst offen – den Endprodukt en der Abbauprozesse – die organische Subst anz des Bodens.
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Ent scheidend für viele Eigenschaft en des Bodens sind aber die
Hohlräum e, die t eils m it Wasser, t eils m it Luft gefüllt sind. I n Grobporen ist das Wasser leicht beweglich; sie dienen auch zur Bodenbelüft ung. Die Mit t elporen halt en das Wasser
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durch Kapillarkräft e fest und bilden für Pflan✌✎✍✂✞✠✏✒✑✓✑✔☞☎✕✂✞✠☞✗✖✙✘☛✍☎✕✂✚
zen den Wasservorrat in niederschlagsfr eien
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Perioden. I n den Feinporen ist das Wasser so
st ark gebunden, dass Pflanzen nicht in der
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Lage sind, dieses zu nut zen.
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Die Bodenbildung läuft ext rem langsam ab.
Für die Ent st ehung eines 30 cm dicken Bodens braucht es 1’000 bis 10’000 Jahre. Die
haupt sächlichen Bodenbildungsprozesse sind
die physikalische Verwit t erung ( durch Frost ,
Wind, Wasser et c.) , die chem ische Verwit t erung – vor allem durch die Auswaschung von
löslichen Salzen – sowie die Hum usbildung,
also den Abbau von t ot en Lebewesen.
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Durch die Bodenbildungsvorgänge ent st eht zwischen Oberfläche
und unverwit t ert em Mut t ergest ein eine Folge von m ehr oder weniger scharf abgegrenzt en Schicht en, den Bodenhorizont en. Jeder Bodenhorizont hat gegenüber den darunt er- und darüberliegenden
Horizont en andere physikalische, chem ische oder biologische Eigenschaft en. Die ganze Abfolge der Horizont e wird Bodenprofil genannt . Grundsät zlich wird das Bodenprofil in drei Schicht en aufget eilt , den Oberboden, den Unt erboden und das Mut t ergest ein.
Vervielfält igung, ganze oder auszugsweise
Veröffent lichung ist nicht gestat t et .
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I m Boden gibt es eine Vielzahl von Lebewesen. Neben lebenden Wurzeln von Pflanzen
gibt es Pilze, Bakt erien und Tiere. Die Tiere
werden nach ihrer Grösse in vier Gruppen
aufget eilt :
x
Die Mikrofauna ( 0.002 bis 0.2 m m ) beinhalt et Einzeller wie Geisselt ierchen, Wurzelfüssler und Wim pert ierchen.
x
Die Mesofauna ( 0.2 bis 2 m m ) um fasst vor
allem Fadenwürm er, Milben und Springschwänze.
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15%
5%
18%
62%
Mikrofauna
Mesofauna
Makrofauna
Megafauna
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Der Makrofauna ( 2 bis 20 m m ) werden Kleinwürm er, Schnecken,
Spinnen, Asseln, Vielfüssler und Käfer sowie weit ere I nsekt en zugeordnet .
x
Der Gruppe der Megafauna ( grösser als 20 m m ) gehören Säuget iere wie z.B. Mäuse, vor allem aber die Regenwürm er an.
Regenwürm er bilden gewicht sm ässig den grösst en Ant eil der Bodenlebewesen. So ist die Masse an Regenwürm ern auf einer Weide bedeut end grösser als diej enige des darauf weidenden Viehs. Regenwürm er
sind für die Frucht barkeit des Bodens v on grosser Bedeut ung. Sie befördern abgest orbenes Pfanzenm at erial in den Boden, fressen dieses
und führen ihm m it ihrem Kot Nährst offe zu; sie durchlüft en m it ihren
Gängen den Boden und schaffen dadurch gut e Vorausset zungen für
andere Lebewesen. Die Gänge erm öglichen überdies eine bessere Ent wässerung des Bodens.
Vervielfält igung, ganze oder auszugsweise
Veröffent lichung ist nicht gestat t et .
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x
Abbildung 2: Bodenlebewesen im Überblick
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Der Boden ist quant it at iven und qualit at iven Belast ungen ausgeset zt .
Als quant it at ive Belast ung gilt die Verm inderung der Bodenfläche
durch Baut en und Anlagen, aber auch durch Erosion und Bodenschwund. Qualit at iv kann der Boden sowohl durch um welt gefährdende
St offe und Abfälle als auch durch Verdicht ung und Versiegelung beeint rächt igt werden.
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St offliche Belast ungen um fassen einerseit s anorganische St offe wie
Schwerm et alle ( Blei, Kupfer, Cadm ium , Zink, Nickel, Chrom , Kobalt ,
Quecksilber et c.) oder Fluor. Sie gelangen haupt sächlich durch die
Luft verschm ut zung, aber auch durch die landwirt schaft liche Bewirt schaft ung in die Böden. Andererseit s gibt es Bodenbelast ungen durch
organische St offe w ie polychloriert e Biphenyle ( PCB) , polyzyklische
arom at ische Kohlenwasserst offe ( PAK) sowie selt enere Verbindungen
wie Dioxine, Phenole oder Benzole.
Die Bodenverdicht ung st ellt die häufigst e Form der Bodenbelast ung
dar und w ird haupt sächlich durch das Befahren des Bodens m it
schweren Maschinen verursacht . Dabei wird die Porenst ruk t ur des Bodens zerst ört . Derart verdicht et er Boden kann – obwohl er st ärker
vernässt - weniger Wasser speichern. Anst at t zu versickern fliesst das
Wasser an der Oberfläche ab und führt zu verst ärkt er Erosion und zu
Hochwasserproblem en. Die Abbauprozesse im Boden und das Pflanzenwachst um werden durch den Sauerst offm angel gehem m t . Die
Wiederherst ellung v erdicht et er Böden ist schwierig und braucht enorm
viel Zeit .
Vervielfält igung, ganze oder auszugsweise
Veröffent lichung ist nicht gestat t et .
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Erosion wird die Verlagerung von Bodenm at erial ent lang der Oberfläche durch Wind und Wasser genannt . Während die Wassererosion nur
bei Gefälle auft rit t , zieht die Winderosion haupt sächlich ebene Flächen
in Mit leidenschaft . Durch die Erosion v erliert der Boden hum ushalt ige
Abbildung 4: Überblick über die Bodenbelast ungen
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Feinerde, sodass seine Frucht barkeit erheblich sinken kann. Das abgeführt e, nährst offreiche Mat erial düngt unerwünscht erweise auch
Gewässer oder wert volle Biot ope. Die Schädigung des Bodens durch
Erosion verläuft m eist ens schleichend und unbem erkt über Jahrzehnt e hinweg. Die wicht igst en Gründe für erhöht e Erosion st ellen
m angelhaft er Bewuchs der Oberfläche und Bodenverdicht ung dar.
Die Versiegelung des Bodens durch wasser- und luft undurchlässige
Beläge bzw. Gebäuden verhindert den Gas- und Wasseraust ausch.
Vollst ändig versiegelt e Böden verlieren som it ihre Funk t ion als
Pflanzenst andort , Lebensraum für Organism en sowie als Grundwasserspeicher und –filt er.
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Aufgrund von Term inproblem en wird t r ot z des nassen Wet t ers der Boden m it einem schw eren Pneubagger befahren. Die dadurch erfolgt e
Verdicht ung des Bodens lässt sich auch noch nach Jahrzehnt en beobacht en, da in den Fahrbereichen des Baggers die Veget at ion deut lich
weniger üppig wächst .
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Nach der Rohplanie, die der Aushubunt ernehm er nach dem Hint erfüllen des Bauwerks ausführt e, lässt sich der Gärt ner Zeit m it der
Feinplanie und der Ansaat . Zwischenzeit lich regnet es heft ig, und ein
wesent licher Teil der frucht baren Feinerde wird auf die unt er dem
Grundst ück liegende Erschliessungsst rasse und von da in die Kanalisat ion gespült .
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Schweiz. Kont akt st elle für qualit at iven Bodenschut z:
ht t p: / / www.buwal.ch/ st obobio/ sol/ d/ index.ht m
Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz:
ht t p: / / www.soil.ch
European Environm ent Agency:
ht t p: / / t hem es.eea.eu.int / t hem e.php/ st at e/ soil
Gisi, Ulrich ( Hrsg.) : Bodenökologie, 2. Auflage 1996. Thiem e Verlag, St ut t gart
Scheffer F., Schacht schabel P.: Lehrbuch der Bodenkunde, 14. Auflage 1998, Enke Verlag, St ut t gart
Blum e H.P.: Handbuch des Bodenschut zes, 1992. Ecom ed Verlag,
Landsberg.
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