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Blutkomponenten: Was, wann, wie - Blutbank Innsbruck

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Notfallpläne der Blutspendeeinrichtungen in Österreich
H. Schennach
Zentralinstitut für Bluttransfusion und Immunologische Abteilung,
Landeskrankenhaus-Universitätskliniken, Innsbruck
(Vorstand: Prim. Univ.-Doz. Dr. H. Schennach)
ÖGBT-JT-2011schennach
Blutaufbringung in Österreich
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
EURO 08: 7.–29. Juni 2008
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Etablierung ÖNK
(Österr. Notfallkoordinationsteam)
seit 2007 regelmäßige Meetings
Aufgaben:
generischer
Notfallplan für Ö
ÖGBT-JT-2011schennach
generischer
Notfallplan für T
Subpläne:
unterschiedliche
Szenarien
Entwicklung von
„Werkzeugen“
Z
I
B
Generischer Plan für Ö
Ziel
Leitlinie
Politik
Vorgaben
BASISINFORMATIONEN zum ÖSTERREICHISCHEN BLUTSPENDEWESEN
Dokumentenlenkung
Führungsstruktur - Command and control:
• Zusammensetzung Notfall-Koordinationsteam Österreich: ÖNK
• Aufgaben: ÖNK
• Aufgaben: Regionales Notfall-Koordinationsteam: RNK
• ALLGEMEINE PLANUNG
• SPEZIELLE PLANUNG
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Ziele
Identifikation verschiedenster Notfall/Krisen-/Katastrophen-Szenarien,
• die die Aufbringung von Blutkomponenten und /
oder
• die ausreichende Versorgung der Patienten mit
Blutkomponenten gefährden
Treffen von entsprechenden
Korrekturmaßnahmen
Risikoabschätzung der einzelnen
Szenarien auf ihren Einfluss auf die
Blutversorgung
Evaluierung der Maßnahmen
Planen von Maßnahmen
Erstellung von Notfallplänen für die
einzelnen Szenarien
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Leitlinie
Auch in Zeiten
der größten
Not versuchen,
den Blutbedarf
unserer
Krankenhäuser
und Patienten
zu decken
ÖGBT-JT-2011schennach
Schutz von
•
•
•
•
Spender,
Patient
Personal
Umwelt (cave
Epidemien)
Z
I
B
Patienten dürfen nicht zu schaden
kommen, weil wir die Spenden nicht
aufbringen!!
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Politik
Aufrechterhaltung der Blutversorgung für unsere Patienten
Bestmöglicher Schutz aller unserer Spender
Bestmöglicher Schutz aller unserer Mitarbeiter
Zeitgerechte und überregionale Zusammenarbeit mit allen Stakeholdern und Partnern, das sind in erster Linie
die Gesundheitsbehörden (v. a. Landessanitätsdirektionen), aber auch Lieferanten,
Klare Führungsstrukturen für Notfälle: national und regional
Höchste Aufmerksamkeit in Bezug auf mögliche Pandemien
Klare Kommunikationsstrukturen (vor und im Falle einer Krise oder Katastrophe bzw. eines PandemieAusbruchs), v. a mit den Katastrophenleitstellen
Transparente und effiziente Aufgabenverteilung
Übergabe- und Übernahmemöglichkeit von Blutkomponenten von/an andere(n) Blutspendedienste(n)
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Aufgaben: ÖNK
Teambildung und Kommunikation
Erstellung und Update eines generischen Notfallplans, Identifikation kritischer Prozesse (Großschaden,
Pandemie, Technischer Ausfall, …) und kritischer Ressourcen (Personal, Lieferanten, Transport)
BSD-Notfallplanerstellung und –Aufrechterhaltung,
Erstellung eines Organigramms bzw. einer Verantwortlichkeitsmatrix
Schnittstelle aufrechterhalten zum Pandemie-Krisenstab des BMG zur Überwachung und Entdeckung einer
Pandemie in der Österr. Bevölkerung
Schnittstelle zu den regionalen RNK-Teams darstellen und pflegen
Regelmäßige Meetings mit den Teammitgliedern (auch betriebswirtschaftliche Überlegungen anstellen)
Übungen entwickeln und durchführen, um den Plan zu testen (siehe UK cold blood), wenn notwendig Plan
anpassen
Koordination von wechselseitigen Intern. Hilfsmaßnahmen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
ALLGEMEINE PLANUNG: Regionales NotfallKoordinationsteam: RNK
LokaleTeambildung
Abstimmung mit Österr. Notfallkoordinationsteam (ÖNK)
Leitung bei der Erstellung und beim Update eines regionalen Notfallplans, Bearbeitung kritischer
Prozesse und Ressourcen (Personal, Lieferanten, Transport)
Erstellung eines Notfall-Organigramms
Sensibilisierung des regionalen Krisenstabes für die Probleme des BSD
Schnittstellen pflegen zu den:
•Gemeinden,
•Bezirksbehörden,
•den Krisenstäben des Bundes und der Bundesländer,
•den Blutdepotbeauftragten,
•zu anderen wichtigen Partnern (Rettungsdienste und RK-Einrichtungen, Landesrettungskommandanten, Bundesheer, Polizei,
Feuerwehr, …)
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
SPEZIELLE PLANUNG: Regionales NotfallKoordinationsteam: RNK
Mitarbeitermatrix mit Darstellung des Schlüsselpersonals und dessen Erreichbarkeit festlegen (Mobiltel., ev. SMS) und entsprechende Vereinbarungen vorbereiten
Kommunikation:
•
•
•
•
•
Vorgaben zur Aufklärung und Aktivierung von Spendern entwickeln
SD-Platelet-Spender besonders aufklären über ihre Wichtigkeit bei Notfallsituationen
Vorgaben zur Aufklärung und Aktivierung von Mitarbeitern entwickeln
Kommunikation mit Krankenhäusern standardisieren
Kommunikation mit Medien standardisieren
Übungen entwickeln und durchführen, um Pläne zu testen(siehe UK cold blood), wenn notwendig Pläne anpassen
Familiäre Krisenpläne zur Kinderbetreuung initiieren (bei Pandemie)
BSD-MA und ZIB-MA als Schlüsselpersonal bei Krisensituationen definieren lassen
SOP „Vorgehen bei Mangel an Blutkomponenten“ erstellen und etablieren
Mit Krankenhäusern gemeinsam entwickeln und abstimmen
Erarbeiten von speziellen Triageplänen gemeinsam mit den KH, betreffend die Versorgung mit Erythrozytenkonz. Und Thr
Benennung von Schlüsselpersonal und Mindestpersonalgrenzen für BSD und ZIB
Hygiene-SOP für Personal über das Vorgehen im Pandemiefall: Hygienemaßnahmen darstellen zu ihrem Schutz und zu dem der Spender
Desinfektionspläne testen
Etablierung von Methoden zur Inaktivierung von Blutkomponenten,
Etablierung von Pool-Thrombozytenkonz. zusätzlich zu Einzelspender-Konz.(Reserven!)
Logistik des Konservenaustausch zw. den Blutspendediensten
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Virtueller Konservenpool
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Virtueller Konservenpool
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Alarmpunkte
400
SOLL: Bestand reicht für 8 Tage
Bestand reicht für 6 Tage
Bestand reicht nur für 4 Tage
350
300
250
200
150
100
50
0
neg
pos
neg
pos
neg
pos
neg
pos
O
O
A
A
B
B
AB
AB
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Virtueller Konservenpool
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Pandemieplan der BSD:
Basisinformationen
Ziele
Zu berücksichtigende Vorgaben
Leitlinien
Allgemeine Annahmen
Detailplanung
• entsprechend den Pandemiephasen 3-6
Auslösen der Phasen des Notfallplans im Falle einer Pandemie
Glossar
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
A/H5N1: „Vogelgrippe“
Quelle: Spektrum der Wissenschaft
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Pandemie-Phasen
Entstehung einer Pandemie gemäß WHO
Phase
1
Keine neuen Influenzavirus-Subtypen beim Menschen entdeckt
2
Keine neuen Influenzavirus-Subtypen beim Menschen entdeckt;
jedoch stellt ein im Tierreich zirkulierender neuer Subtyp für den
Menschen ein substantielles Krankheitsrisiko dar.
3
Menschen werden mit dem neuen Subtyp angesteckt. Es findet
jedoch keine Übertragung von Mensch zu Mensch statt, wenn
überhaupt, nur in sehr seltenen Einzelfällen bei engem Kontakt
mit einem/einer PatientIn
4
Ausbrüche beim Menschen, mit beschränkter Übertragung von
Mensch zu Mensch, geographisch klar lokalisiert
5
Ausbrüche bei einer größeren Anzahl von Personen mit
Übertragung von Mensch zu Mensch, aber auf ein bestimmtes
Gebiet beschränkt
6
Pandemie – verbreitete und anhaltende Übertragung des
pandemischen Virus in der Bevölkerung
ÖGBT-JT-2011schennach
Kurzbezeichnung
Interpandemische
Periode
Pandemische
Warnperiode
Pandemische
Periode
Z
I
B
Pandemie-Phasen
6a
Pandemie außerhalb Österreichs
Pandemie
6b
Pandemie erreicht Österreich oder
angrenzende Länder
Pandemie
(in A)
6c
Ende der Pandemie
Rückkehr zur interpandemischen
Periode
6d
Zweite und weitere
Pandemiewellen
ÖGBT-JT-2011schennach
postpandemische
Periode
Z
I
B
Pandemic
Severity Index (PSI)
Case Fatality
Ratio
≥ 2.0%
1.0 - < 2.0%
Kateg. 4
O.5 - < 1.0%
Kateg. 3
0.1 - < 0.5%
Kateg. 2
Kateg. 1
< 0.1 %
ÖGBT-JT-2011schennach
Kateg. 5
Z
I
B
geschätzte
Todesfälle
Case Fatality
Ratio
≥ 2.0%
1.0 - < 2.0%
9.000.0001,8 Mio
O.5 - < 1.0%
450.0009.000.000
0.1 - < 0.5%
90.000- 450.000
< 90.000
< 0.1 %
ÖGBT-JT-2011schennach
1,8 Mio
30%
Erkrankungsrate
Z
I
B
geschätzte
Todesfälle
Case Fatality
Ratio
≥ 2.0%
1.0 - < 2.0%
24.00048.000
O.5 - < 1.0%
12.00024.000
0.1 - < 0.5%
2.400 - 12.000
< 2.400
< 0.1 %
ÖGBT-JT-2011schennach
48.000
30%
Erkrankungsrate
Z
I
B
PSI und bisherige Pandemien
Case Fatality
Ratio
≥ 2.0%
Kateg. 5
1.0 - < 2.0%
Kateg. 4
O.5 - < 1.0%
Kateg. 3
0.1 - < 0.5%
< 0.1 %
ÖGBT-JT-2011schennach
Kateg. 2
Kateg. 1
Spanische Grippe
Asiatische Grippe
Hongkong-Grippe
Saisonale Grippe
„Schweine“-Grippe
Z
I
B
Empfohlene Maßnahmen lt CDC
ÖGBT-JT-2011schennach
http://www.cdc.gov/media/pdf/MitigationSlides.pdf
Z
I
B
Ziele des Plans
Aufrechterhaltung der Versorgung
Erstellung klarer Vorgaben
Kritische Punkte erkennen:
•
•
•
•
•
•
•
•
Unterschätzen der Thematik
Führungsstrukturen
Kommunikationsstrukturen
Verfügbarkeit von Spendern
Verfügbarkeit von Personal
Versorgung mit Gebrauchsgütern
Transportproblematik
Unklare Mehrkosten
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Allg. Annahmen / Vorgaben
Clinical Attack Rate (% erkrankte Bevölkerung)
Für wieviele Pandemiewellen muss geplant werden
"Best case"
"Mittlerer
Schweregrad"
„Worst Case"
5-15%
15-35%
35-50%
1-3
1-3
1-3
Dauer einer Pandemiewelle
Zusätzliche Sterblichkeitsrate (% der Erkrankten)
5-8 weeks
0.40%
Grenzen bleiben offen?
1.50%
2.50%
Ja
Versammlungsverbot?
Nein
Möglich
Ja
Schließung von Schulen, Kindergärten, usw.
Nein
Wahrsch.
Ja
Elektive Therapien abgesagt?
Nein
Möglich
Ja
Wirksames Vakzin erhältlich?
Nein
Virostatica allg. erhältlich für Prophylaxe?
Nein
Virostatica allg. erhältlich zur Behandlung?
Dauer des grippebedingten Krankenstandes (in Tagen)
ÖGBT-JT-2011schennach
Möglich
Ja
Ja
9
10
11
Z
I
B
Einfluss auf die Blutversorgung
Angenommener Einfluss der Pandemie auf Blutspendedienste
Reduktion des Bedarfs an Erythrozytenkonzentraten
5%
10-25%
10-25%
Reduktion des Bedarfs an Thrombozytenkonzentraten
0%
0%
0%
Reduktion des Bedarfs an Frischplasma
0%
0-10%
0-10%
Reduktion des Bedarfs an Labordienstleistungen
Reduktion des Bedarfs an fraktionierten
Blutprodukten
Abhängig von Zahl der Transfusionen
0%
0%
0-5%
10-15%
15-25%
20-30%
Spenderabnahme zur Pandemiespitze (nur wegen
Erkrankung)
5%
10%
15%
Niedrigster Mitarbeiterstand* (inkl. Krankheit und
Pflege)
85-90%
70-80%
50-65%
2%
4%
7%
Unterbrechung der Versorgungskette
Nein
Ja
Ja
Probleme mit der allg. Infrastruktur (öffentl. Transport,
Treibstoff)
Nein
Ja
Ja
Abnahme der Spendewilligen
% zusätzlicher Krankenstandstage über die gesamte
Pandemiewelle
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Politik
Priorität: Bewältigung der Krise hat höchste Priorität
•Aufrechterhaltung der Versorgung der Blutempfänger
•Fokussierung auf Kernprozesse
•So wenig Unterbrechung der Standardprozesse wie möglich
Flexibilität:
•Die Aktivitäten sollten schnell und angepasst erfolgen
Schutz des Spenders:
•Spender unter sicheren Bedingungen zur Blutspende bewegen
Schutz der Mitarbeiter:
•Mitarbeiter unter sicheren Bedingungen zur Arbeit motivieren
•Adäquate Information der Mitarbeiter
Schutz der Öffentlichkeit:
•Eine Ausbreitung der Pandemie darf nicht durch inadäquate Maßnahmen der Blutspendedienste gefördert
werden
ZUSAMMENARBEIT:
•der Blutspendedienste
•der Blutdepots der Krankenhäuser
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Detailplanung:
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Indentifikation der Interessenspartner
Blutspender
Gemeinden, Betriebe, Schule: Aktionsorte
Personal des Blutspendedienstes / der Blutbank
Medien: Printmedien, Webseiten, ORF
Gesundheitsbehörden: V. a. Landessanitätsdirektion
Österreichisches Pandemie- und Notfallkoordinationsteam (ÖNK)
Krankenhäuser: Blutdepotbeauftragte
Österreichische Blutspendezentralen
Lieferanten
Bundesheer, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Blutspender/Blutspendeorte
Liste Pandemie-geeigneter Aktionsorte
Optimierung der Auswahlkriterien:
• Vorschläge mit den Behörden besprechen
• Hämochromatose-Spender zulassen
• Spendealter erweitern
• Hb senken: auf 120 g/L bei Frauen, 130 g/L bei Männern
• Spenderfrequenz auf 8 Wochen bei Männern reduzieren
• Spender, die sich von klin. Influenza erholt haben, nach 10 Tagen wieder einladen
Krankheitsexposition definieren:
Familiärer oder enger sozialer Kontakt mit Erkrankten
Engagierte Spender für Prophylaxeprogramme (Tamiflu/ Pandemie-Vakzinierung)
vorschlagen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Ablauf von Blutspendeaktionen
„SOP-Spende bei Pandemie“
für Ablauf von Spenden
Maßnahmen zum
Spenderschutz:
Etablierung eines primären Checkpoints am
Eingang zur Blutspendeeinrichtung (mobil und
Blutbank)
Einbahn-Lösung für Aktion
Spender erhalten Masken (chirurg.),
Versammlungen von Spendern vermeiden
Bei den einzelnen Stationen genügend
Zeitabstand inkludieren, um Handhygiene bei
MA und Spendern durchzuführen bzw. Geräte
zu desinfizieren: Einwirkzeiten beachten!
Betten in Abstand von mindestens 1 m
aufstellen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Mitarbeiter
Liste mit Personal, das im Notfall verfügbar ist:
Schlüsselpersonal ist besonders anzugeben
•Tamiflu, Vakzinierung
Krankheitsexposition: Definiert als familiärer oder enger
sozialer Kontakt mit Erkrankten
Kriterien für Arbeitsfähigkeit
Frühere, geeignete, MA befragen, ob sie als Ersatz
einspringen können: „Veteranen-Liste“ anlegen
Hygienemaßnahmen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Mitarbeiter-Schutz
Chirurgische Masken und Übermäntel müssen in ausreichender Zahl vorrätig
sein,
Checkpunkt in/vor Blutspendeeinrichtung, um erkrankte MA nicht mehr in den
Arbeitsbereich einzulassen
In der Liste der MA wird vermerkt, wer auch von zu Hause arbeiten kann
Bereichsübergreifendes Training: Für die kritischen Bereiche einführen und
aufrechterhalten
Definierte Verteilungslogistik für persönliche Schutzkleidung, NeuraminidaseHemmer und Pandemie-Impfung innerhalb der jeweiligen Institution
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Andere Interessenspartner
Krankenhäuser: Blutdepotbeauftragte
• Gemeinsame SOP- „Mangel an Blutkomponenten“: Diese gilt auch
für Nicht-Pandemie-Scenarien
• Triagierungsrichtlinien
• Krankenhäuser müssen Wochenbedarf kalkulieren. Wenn absoluter
Mangel Rückgriff auf die Blutdepot-Kontingente der Krankenhäuser
und Verteilung an die KH, in denen die meist bedürftigen Patienten
liegen
• Transportlogistik: Backup-Möglichkeiten
Lieferanten:
• Frage nach Business continuity plan
• Das Ergebnis wird evaluiert
• Risikolieferanten identifizieren
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Vorgehen entsprechend
Pandemie-Phasen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6a: Allgemein
Reevaluierung der Pläne
• Prüfen ob Pläne komplett und verfügbar
• Kontrolle ob Personal ausreichend informiert ist
• Schlüsselpersonal informieren
• Zusatzpersonal informieren
Zurückziehen auf Kernkompetenzen
• Versorgungsauftrag erfüllen
• Forschung und Lehre zurückstellen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6a: Aufbringung
„Gelbe Phase“
•regelmäßige Kontrolle des Verbrauchs, auch der Krankenhäuser
Vollblut:
•Spender lt SOP-EP-communication informieren
•Erhöhen der Anzahl der Aktionen: Aufbringung um ca. 30% steigern
•Vermehrt Blutgruppre „O“ abnehmen
•Wenn möglich: Umsteigen auf gepoolte Thrombozytenkonz.
Erythrozytenkonz.:
•Verbrauch senken!
Thrombozytenkonz.: Erhöhung Lagerdauer auf 7 Tage?
•Spender lt SOP-EP-communication informieren
•BactAlert-Testung weiterführen
•tw. Umsteigen auf gepoolte Thrombozytenkonz. (rechtzeitig validieren)
Plasma: Lagerstand wird automatisch erhöht-frühzeitiger Verkauf an Industrie, damit Lager
nicht überfüllt
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6a: Verarbeitung und Testung
Kontrolle der Verfügbarkeit des Personals
Kontrolle des Trainings (Crosstraining)
Nachtschichten vereinbaren
Lagerstand an Reagenzien erhöhen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6b: Allgemein
Weniger
Spender
verfügbar
Weniger
Ressourcen,
wie
Reagenzien,
TransportKapazitäten
ÖGBT-JT-2011schennach
Weniger
Personal
Z
I
B
WHO-Phase 6b: Aufbringung
„Rote Phase“
• regelmäßige Kontrolle des Verbrauchs, auch der Krankenhäuser
Vollblut:
• Spender lt Kommunikationsrichtlinie verstärkt informieren
• SOP „Blutspende unter Pandemiebedingungen“ in Kraft setzen
• Sicherheitsmaßnahmen für Spender und Personal erhöhen
• Vermehrt Blutgruppe 0 abnehmen
Erythrozytenkonz.:
• Verbrauch senken: Triagierung in den Krankenhäusern
• Umverteilung der Lagerbestände?
Thrombozytenkonz.:
• Spender lt Kommunikationsrichtlinie verstärkt informieren
• (100% BactAlert-Testung weiterführen)
• Erhöhung Anteil gepoolte Thrombozytenkonz.
Mit anderen BSD Komp. austauschen
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6b: Verarbeitung und Testung
Kontrolle der Verfügbarkeit des Personals
Reservepersonal vermehrt einsetzen
Nachtschichten wieder auslaufen lassen, wenn möglich
Personal darf flexibel arbeiten
Ev. Plasmaherstellung beenden
Möglicherweise muss NAT-Testung ausgesetzt werden
(Verfügbarkeit von Transport und externem Labor)
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6c: Allgemein
Rückkehr zur Normalität
Spender und Personal wieder verfügbar
zusätzliche Prozesse können sukzessive wieder erfüllt werden
•Forschung und Lehre wieder möglich
Review der gesetzten Maßnahmen und der Krisenbewältigung
Vorbereitung auf eine zweite Welle
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6c: Aufbringung
„Gelbe Phase“
•weiterhin regelmäßige Kontrolle des Verbrauchs, auch der Krankenhäuser
Vollblut:
•Spender lt Kommunikationsrichtlinie verstärkt informieren
•Sicherheitsmaßnahmen für Spender und Personal wieder normalisieren
Erythrozytenkonz.:
•Verbrauch noch niedrig halten
•Lager auffüllen
Thrombozytenkonz.:
•Spender lt SOP-EP-communication verstärkt informieren
•100% BactAlert-Testung weiterführen
•Anteil gepoolte Thrombozytenkonz. wieder zurückfahren
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
WHO-Phase 6c: Verarbeitung und Testung
Wiedereinführung der gesamten
Herstell- und Testkapazität
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
A/H1N1v
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
PSI und H1N1
Case Fatality
Ratio
≥ 2.0%
Kateg. 5
1.0 - < 2.0%
Kateg. 4
O.5 - < 1.0%
Kateg. 3
0.1 - < 0.5%
Kateg. 2
Kateg. 1
< 0.1 %
ÖGBT-JT-2011schennach
„Schweine“-Grippe
Z
I
B
Gesetzte Maßnahmen bei H1N1
Konserven-Lagerstände erhöht (>10d)
Gebrauchsgüter-Lagerstände erhöht (3 Monate)
Beobachtung der
Erkrankungszahlen/Spenderzahlen
SOP „Spende unter Pandemiebedingungen“nicht in
Kraft gesetzt, Einsatz war aber jederzeit möglich
MA auf Vakzinierungsmöglichkeit hingewiesen
Kommunikationsunterlagen wurden überprüft, aber
nicht eingesetzt
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
Dank den Mitgliedern der ÖNK
ÖGBT-JT-2011schennach
Z
I
B
ÖGBT-JT-2011schennach
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