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Hier wachsen Tomaten wie wild - Bildungspool

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Freitag, 11. August 2006 / Nr. 184
K A N TO N / S TA DT Z U G 27
Neue Luzerner Zeitung
Simpson und
Muller, zwei
durstige Männer
EVZ-Headcoach Sean Simpson
(Bild) traf am Montagmorgen aus
Toronto wieder in Zug ein. Gleichentags und wie immer am ersten Montag im Monat spielte die
ZUGeflüstert
Band Triple Bypass im PickwickPub in Zug. Auftritte, die sich
Simpson und
sein Assistent
Colin Muller in
der Regel nicht
entgehen lassen. So auch
nicht an diesem
Abend. Trotz
eher kühlen
Temperaturen hatte das EVZ-Trainerduo mächtig Durst. Verständlich. Im «Piwi» gibts ja auch das
weitherum grösste Angebot an
Biersorten. Simpson und Muller
blieben ihrer einmal gewählten
Linie jedoch den ganzen Abend
lang treu. Der Chef trank helles
Lagerbier, sein Gehilfe dunkles
Guinness-Bier. Prost! Und auf
eine erfolgreiche Eishockeysaison.
(nus)
Zug
Hier wachsen Tomaten wie wild
Noch nie seien die Tomaten
im Garten so zahlreich
gewachsen, sagt Leonhard
Candraja aus Zug. Weshalb
das Gewächs dieses Jahr
gut gedeiht, weiss er nicht.
VON YVONNE ANLIKER
Grün und Rot. Das sind die Farben,
die hinter dem Haus der Familie Candraja dominieren. Zwölf Fleischtomatenstauden sind gepflanzt. Und jede
trägt unzählige Früchte. «So etwas habe
ich noch nie gesehen», sagt Leonhard
Candraja. «Bis zu 400 Gramm schwer
werden einzelne Tomaten», ergänzt seine Frau Marie. Das Rentnerehepaar
wohnt drei Minuten vom Zuger Stadt-
zentrum entfernt. Aber in ihrem Garten
wähnt man sich mitten auf dem Lande.
sonstiges Gemüse. Erklären, weshalb
die Tomaten dieses Jahr so gut wachsen, können sich die Candrajas nicht.
Tomaten als Geschenk
«Das heisse Wetter im Juni und Juli
Die meisten Tomaten werden die war gut», sagt Regine Duda vom Verbeiden, die 1965 nach Zug gezogen band Schweizerischer Gemüseprodusind, verschenken. Es sind zu viele, um zenten (VSGP). Die Tomaten kämen
sie alle selbst zu verwerten. «Wir haben ursprünglich von subtropischen Regioeinen Bekannten im
nen und liebten warBündnerland,
der
me Temperaturen,
«So etwas habe ich noch
sich immer besonso Duda.
Bei Gemüsebauer
ders freut, wenn er
nie gesehen.»
Bruno Niederberger
von uns Tomaten beLEONHARD CANDRAJA,
aus Lindencham sind
kommt», sagt Marie
R E N T N E R , T O M AT E N Z Ü C H T E R
hingegen die WetterCandraja. Seit mehr
auswirkungen kaum
als 35 Jahren pflanzt
sie und ihr Mann dieses Gewächs an. zu spüren. Es seien eher weniger, die
Die Setzlinge ziehen sie selbst. Am wachsen, sagt er. «Auch ist der Tomatenliebsten machen sie daraus Tomaten- preis Anfang August nicht zusammenMozzarella-Salat. Der Basilikum dazu gefallen, wie dies sonst jedes Jahr gewächst auch in ihrem Garten, wie schieht», so Niederberger. Dies weise
unzählige Blumen, Obstbäume und eher darauf hin, dass weniger Tomaten
EXPRESS
Im Garten der Familie
Candraja gedeihen Tomaten
besonders gut.
Seit mehr als 35 Jahren
pflanzen sie Jahr für Jahr
dieses Gewächs.
Bruno Niederberger, Zuger
Gemüsebauer, erlebt nicht
den gleichen Tomatenboom.
auf dem Markt seien. Über die Gründe,
weshalb es im Garten von Candrajas so
viele Tomaten wachsen, kann er nur
spekulieren: «Es spielen immer viele
Faktoren mit. Vielleicht war einfach der
Ausfall kleiner als letztes Jahr.»
Die Zuger Polizei beschäftigt mit
Joe Müller einen Präventionsbeauftragten. Jüngst gelangte dieser
wieder einmal an die Medien. Mit
«Schulanfang! Achtung Kinder!»
war sein zweiseitiges Communiqué, gemailt von der TeilzeitInformationsbeauftragten Claudia
Kretschi-Truttmann, überschrieben. Inhalt, unter anderem: «Kinder sind klein.» Steckt hinter dieser Erkenntnis jahrelange, intensivste Ermittlungsarbeit? Von
Müller selbst? Von seinen Kollegen bei der Kripo? Wir wissen es
nicht. Sicher ist aber: Passen Sie
als Autofahrer in der kommenden
Zeit des Schulbeginns besonders
gut auf. «Vorsichtig fahren, die
Geschwindigkeit reduzieren und
immer bremsbereit sein», empfiehlt Müller. Wer diese Tipps befolgt, reduziert nicht nur die Unfallgefahr, sondern mindert auch
das Risiko, in einer Geschwindigkeitskontrolle hängen zu bleiben.
Diese werden im Bereich von
Schulhäusern nämlich ab sofort
intensiviert. Zu Recht. (nus)
Leonhard Candraja steht vor seinen grossen Tomatenstauden in seinem Garten in Zug.
IMPRESSUM
Redaktion Neue Zuger Zeitung: Gabrielle Keller (gk), Chefredaktorin; Kanton/Stadt Zug: Lukas Nussbaumer (nus), stv. Chefredaktor,
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BILD ALEXANDRA WEY
Berufliche Weiterbildung
Die Online-Drehscheibe für Lernwillige
Das Internetportal
bildungspool.ch hilft, das
Absagen von Weiterbildungskursen zu verhindern. Auch
Zuger Schulen machen mit.
Ein Einkäufer in der Textilbranche
will beruflich seinen Horizont erweitern und plant eine Fortbildung. Er
findet im Internet einen Kurs, der ihm
zusagen würde, meldet sich an. Doch
dann nach Anmeldungsschluss die für
ihn niederschmetternde Antwort: Wegen mangelnden Interesses kann der
Kurs nicht durchgeführt werden.
«Die meisten Leute lassen sich in
einer solchen Situation ein Jahr vertrösten oder suchen hilflos einen anderen
Anbieter», sagt Peter Rübenacker, Leiter
Weiterbildung beim Kaufmännischen
Bildungszentrum Zug (KBZ).
40 Prozent werden abgesagt
Diesen Leuten kann geholfen werden, ist der Basler Beat Felix Stocker
überzeugt. Seine Idee: Ein Bildungspool. Der Nordwestschweizer sieht dabei ein grosses Potenzial. In der
Schweiz werden jährlich 1,7 Millionen Zuger Schulen im Boot, und ein vierter
Weiterbildungskurse angeboten, wobei, Kandidat hat die Absicht mitzumachen.
so schätzt Stocker aufgrund von Erfah- Und das ist das Ziel von Felix-Beat
rungszahlen, gegen 40 Prozent gar nicht Stocker: «Je mehr Schulen mitmachen,
durchgeführt werden. «Wir kanalisieren desto grösser ist natürlich das Angebot
und platzieren die Lernwilligen», sagt an Ausweichmöglichkeiten für PersoStocker über seine
nen, die sich weiterArbeit und ergänzt:
bilden wollen.»
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beschränken, aktiv
P E T E R R Ü B E N AC K E R , L E I T E R
Schweiz und hat
für
ihre
Schule
WEITERBILDUNG KBZ
mittlerweile schon
Kursinteressenten zu
70 Anbieter von Weisammeln. Auf bilterbildungskursen ins Boot geholt. Im- dungspool.ch werden diese hingegen
merhin ein Fünftel der Institutionen, virtuell auf eine Schweizer Reise gedie schweizweit ihre Dienste anbieten. schickt. Dadurch entfällt für die potenNeben dem KBZ sind noch zwei weitere ziellen Kursteilnehmern die lästige
Suche auf den verschiedenen Webseiten. Und das helfe beiden, ist Stocker
überzeugt.
Plattform basiert auf Freiwilligkeit
Für Peter Rübenacker vom KBZ hat
sich der Beitritt gelohnt: Verlieren können wir nichts, gewinnen wir, dann hilft
es uns.» Wobei Stocker betont, dass
auch auf seiner Plattform alles auf
Freiwilligkeit basiere. Niemand werde
gezwungen, auf einen anderen Ausbildungszug aufzuspringen.
Rübenacker konnte jedenfalls schon
ein paar Weiterbildungsinteressenten,
die in seiner Schule angeklopft hatten,
deren Wunsch er aber nicht erfüllen
konnte, weiterreichen. Und das mit
einem Mitteleinsatz, der sich vertreten
lasse.
Im Interesse der Arbeitgeber
Stocker ist auf alle Fälle überzeugt,
dass er dem Einkäufer in der Textilbranche eine gleichwertige Schule hätte
vermitteln können. Deshalb versteht er
seine Plattform bildungspool.ch als
Drehscheibe für Lernwillige, die vorwärts kommen wollen. Und dies dürfte
ja im Interesse aller Arbeitgeber sein.
MARCO MOROSOLI
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Seele and Geist
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