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Internate: Wie findet man die besten? - openPR

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Internate: Wie findet man die besten?
Datum: 07.02.2011 08:34
Kategorie: Wissenschaft, Forschung, Bildung
Pressemitteilung von: Internatsberatung der AVIB gemn.e.V.
PR-Agentur: keine
Interview mit Ulrich Lange, Geschäftsführer der AVIB gemn.
e.V. in Ulrichstein/Hessen.
Das Gespräch führten Volker Geerth und Helge Kunow.
G-K: Herr Lange, traditionell gelten Internate als letzte
Rettung bei Schul - und Erziehungssorgen. Neuerdings ist aber
auch von einem Imagewandel die Rede und einer
zunehmenden Akzeptanz des Internats als elitäre
Bildungsstätte für die Förderung von Spitzentalenten oder
Modell der gehobenen Ganztagsschule. In welchen Fällen
können Sie einen Wechsel ins Internat wirklich empfehlen?
U.L.: Internate werden häufig als Patentrezept für Probleme in
allen Lebenslagen angesehen. Das können sie nicht sein. Erst
Ulrich Lange, Geschäftsführer der
AVIB-Internatsberatung
recht garantiert der Besuch eines Instituts, das als
Elite-Internat angesehen wird oder sich selbst dazu ernennt,
nicht automatisch die spätere Spitzenkarriere. Ich würde nie pauschal zum Besuch von
Internaten auffordern, so in der Art: „Da ist noch aus jedem was geworden!“ oder „Nur
durch den Besuch eines Elite-Internats schafft Ihr Kind es an die Spitze!“
G-K: Nun hört man aber doch häufig Wunderdinge von den Internaten.
U.L.: Ja, oder man erhält Erfahrungsberichte, die geradezu niederschmetternd sind!
Denken Sie nur an die Missbrauchsdiskussion, die das ganze Jahr 2010 bestimmt hat. In
der medialen Berichterstattung werden oft nur individuelle Erfolgsstorys aufgegriffen und
unzulässig verallgemeinert. Würde das mit negativen Erfahrungen, die es eben auch gibt,
in gleicher Weise geschehen, wäre das für die Internate fatal. Wer wäre dann noch bereit,
sein Kind der Obhut eines Internats anzuvertrauen?
G-K: Wie kommen denn solche „Wunder“, von denen immer wieder berichtet wird,
überhaupt zustande? Sind das nur Schönfärberei, Notenkosmetik, pädagogische
Korruption seitens der Internate?
U.L.: Im schlimmsten Fall von allem etwas. Wir haben immer wieder festgestellt, dass
private Internatsschulen sehr viel großzügiger benoten als öffentliche Schulen. Immer
wieder wird auch davon berichtet, dass Ermessensspielräume bis zur Unerträglichkeit
ausgeweitet werden, z.B. bei den Aufnahme- und Versetzungsbestimmungen, an die sich
staatlich anerkannte Privatschulen ebenso zu halten hätten wie öffentliche Lehranstalten.
Dann ist es aber auch so: Kinder und Jugendliche entwickeln sich, sie reifen, und sie
bewältigen dann plötzlich Anforderungen im Leistungs- oder Verhaltensbereich deutlich
besser als vorher. Es kommt zu regelrechten Reifesprüngen. Gern spricht man dann vom
„Platzen des Knotens“.
Mittlerweile können uns die Hirnforscher solche Reifungsprozesse und natürlich auch die
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Probleme, die sich aus Reifungsrückständen bzw. Akzelerationen bestimmter Hirnregionen
gegenüber anderen ergeben, sehr gut erklären.
G-K: Die Erfolge der Internate wären demnach überwiegend nur glückliche Zufälle?
U.L.: Dieses Platzen des Knotens, von dem ich eben sprach, erleben natürlich auch Eltern,
die Entwicklungs- oder Schulkrisen ihrer Kinder zu Hause und an der bisherigen Schule
durchstehen, anstatt den Nachwuchs ins Internat zu schicken. Aber natürlich hat man
immer nur die eine Erfahrungsebene. Wer die Internatslösung gewählt hat, neigt aus
naheliegenden Gründen dazu, die Wandlung seines Kindes den dortigen Gegebenheiten
zuzuschreiben, z.B. den kleineren Klassen, den vermeintlich engagierteren Lehrkräften
usw. Aber er weiß natürlich nicht, ob es ohne die Ausgaben für ein Internat nicht ebenso
gut oder sogar noch besser funktioniert hätte.
G-K: Gibt es denn wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie Erfolgschancen und
Misserfolgsrisiken eines Internatsaufenthalts verteilt sind?
U.L.: Die gibt es leider nicht. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von einer
desaströsen Forschungslage, die der Legendenbildung Vorschub leiste. Nach meinem
Eindruck ist das Risiko sehr hoch, dass Eltern bzw. ihre Kinder beim Wechsel ins Internat
von der Rinne in die Traufe kommen. In den Internaten sammeln sich eben vor allem die
Problemfälle, Kinder und Jugendliche, die nicht nur Schwierigkeiten haben, sondern auch
Schwierigkeiten verursachen. Unter Umständen geraten sogar bis dahin völlig unauffällige
junge Menschen durch die schlechte Gesellschaft der Mitschüler und den Gruppendruck
auf Abwege. Eltern stehen dann plötzlich vor Problemen, die sie ohne Internat vermutlich
nie gehabt hätten.
G-K: Und trotzdem gehen immer noch so viele Eltern das Risiko eines Internatsaufenthalts
ein? Immer wieder ist die Rede von einem Nachfrageboom bei den Internaten.
U.L.: Einen Nachfrageboom kann ich nicht feststellen. Möglicherweise gibt es momentan
tatsächlich ein durch Medeinberichte künstlich angeheiztes Interesse an
Internatserziehung bei Eltern und sogar bei Kindern und Jugendlichen. Eine solche
Erhöhung der Akzeptanz von Internatserziehung kann ganz unterschiedliche Ursachen
haben.
G-K: Welche wären das zum Beispiel?
U.L.: Zum einen hat sich herausgestellt, dass die Förderung von Spitzensportlern in eigens
eingerichteten Schul- und Sportzentren mit Internatsunterbringung, z.B. an den
Eliteschulen des Sports, zumindest in manchen Sportarten zu sehr guten Ergebnissen
führt. Auch die Neubelebung oder Neugründung staatlicher Internatsschulen für besonders
talentierte oder allgemein hoch befähigte Kinder und Jugendliche hat dem Image der
Internate sehr genützt, obwohl diese neuen Einrichtungen, das gilt vor allem auch für die
Sportinternate, mit Internatserziehung nach traditionellen Vorstellungen kaum noch etwas
zu tun haben. Das ist einfach eine ganz andere Welt, eine andere Liga, bzw. geht es da um
einen neuen Typ des Internats.
G-K: Was ist denn von dem sogenannten „Harry-Potter-Effekt“ zu halten, also von der
Annahme, durch die Harry-Potter-Romane und –filme sei eine neue Internatsbegeisterung
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bei Kindern und Jugendlichen ausgebrochen?
U.L.: Neben der Imageverbesserung durch Internats-Neugründungen spielen
möglicherweise auch andere Phänomene eine Rolle; zum Beispiel die von Ihnen erwähnte
Harry-Potter-Welle oder andere Internatsgeschichten wie Fotoromane in
Jugendzeitschriften oder Daily Soaps des Trash-Fernsehens, in denen der Internatsalltag
als eine einzige aufregende Beziehungskiste dargestellt wird. Da ist vielleicht so eine
internatsromantische Strömung entstanden, die den einen oder anderen
erlebnishungrigen Teeny überlegen lässt, in ein Internat zu gehen, um endlich sein
Traumgirl oder seinen Traumboy zu treffen, im fahlen Mondlicht um gruselige Gemäuer
oder durch finstere Gänge zu schleichen, aber wohl vor allem, um sich elterlicher Aufsicht
und Kontrolle zu entziehen.
Sehr viel nachhaltiger als irgendwelche Romanfiguren oder Filmhelden hat sich aber wohl
die enorme Vermehrung der Vermittlungsagenturen für Internate ausgewirkt. Jede
einzelne dieser Agenturen versucht, auf der PR-Schiene gute Nachrichten über Internate
zu verbreiten. Das hat ein regelrechtes Trommelfeuer von Medienberichten ausgelöst, die
das Internatsleben idealisieren. Leider haben sich ja Schleichwerbung und
Hofberichterstattung selbst im öffentlich-rechtlichen Bereich derart ausgebreitet, dass
solche PR-Anstrengungen in der Berichterstattung direkt durchschlagen. Da wird nicht
mehr gegenrecherchiert, sondern die Reklame gleich wortwörtlich in die Magazine gesetzt,
einschließlich dem vorbereiteten Bildmaterial. Das mag teilweise seine Wirkung auf
schlichte Gemüter nicht verfehlen und vielleicht sogar bei manchem abstiegsängstlichen
Mittelschichtler die Vorstellung geweckt haben, er verschaffe seinem Nachwuchs durch
den Eintritt in ein Nobelinternat ein Leben auf der Überholspur – mit Karrieregarantie in
den Netzwerken der Reichen und Mächtigen.
G-K: Damit haben sich die Internate aber vielleicht doch eine neue Kundenschicht
erschlossen?
U.L.: Ich glaube eher, dass die Internatskundschaft sich seit Jahrzehnten kaum wandelt,
und wenn, dann nur mit der Tendenz zu einer noch schlechteren Schülerauswahl. Ganz
gleich, wie vornehm man tut oder wie „elitär“ man auftritt: Es kommen vor allem die
Eltern mit den schwierigen Kindern. Vielleicht lassen sich unter dem Einfluss der
derzeitigen Internatspropaganda ein paar geltungssüchtige Geringverdienerkinder mehr
als Stipendiaten in sozial exklusive Bezahlschulen locken, weil sie in der Gesellschaft von
Prominentenkindern oder Prinzen und Prinzessinnen zur Schule gehen wollen. Vielleicht
äußern auch ein paar abenteuerlustige
Teenager zusätzlich den Wunsch, im Internat ihre pubertären Träume zu verwirklichen.
Aber im Prinzip mobilisieren diese ganzen Imagekampagnen immer wieder nur die
Falschen bzw. eben die alte Kundschaft, der man mit den angeblich neuen
Nachfragetrends bestenfalls neue Tarnmotive in den Mund legt, mit denen dann die
Internatsbedürftigkeit ihres Nachwuchses bemäntelt werden kann. Bei den Eliteschulen
des Sports stehen dann die Familien mit den hyperaktiven Kindern vor der Tür, weil sie
finden, dass denen etwas mehr Bewegung gut tun würde. Hochbegabten-Internate werden
von Eltern gestürmt, deren Nachwuchs zumeist alles mögliche ist, aber auf keinen Fall
hochbegabt. Man hat gelesen, dass Hochbegabte oft Schwierigkeiten in der Schule haben.
Die Schwierigkeiten des eigenen Kindes lassen dann offensichtlich nur den Umkehrschluss
auf eine Hochbegabung zu.
Überhaupt gibt es unter der typischen Internatsklientel ein merkwürdiges Bedürfnis nach
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Selbstaufwertung. Für ein Kind mit extremen Schulproblemen sucht man ein
Spitzeninternat mit höchsten Leistungsanforderungen. Und je verhaltensauffälliger der
eigene Sprössling ist, desto höher sind die Erwartungen gegenüber den Mitschülern im
Internat. Die sollen alle Musterkinder sein und das eigene Kind günstig beeinflussen. Ich
bezweifele, dass all diese Nachfragemotive, die auf internatsromantischen Vorstellungen,
Prestigedenken, der Überschätzung des eigenen Kindes usw. beruhen, besonders tragfähig
sind. Wer mit derart verquasten Vorstellungen antritt, wird durch die Realität schnell
ernüchtert. Unter den vielen neu eintretenden Schülern, die bereits innerhalb der
Probezeit abbrechen oder maximal ein Jahr bleiben - hier handelt es sich immerhin um bis
zu 50% der Neuschüler - ist vermutlich eine große Zahl von Eltern und Kindern, die sich
völlig falsche Vorstellungen von Internaten machen.
G-K: Vielleicht kann man aber doch Folgendes festhalten: Es gibt schon ein gestiegenes
Interesse an Internatserziehung. Aber auf der anderen Seite führt die Enttäuschung
überzogener Erwartungen dann auch wieder zu einer größere Schülerfluktuation, die
diesen positiven Effekt neutralisiert?
U.L.: Schon bei den Angaben zur Belegungssituation der Internate wird nach meinem
Eindruck immer wieder kräftig geschummelt. Es gibt eine steigende Nachfrage im Bereich
allgemeinbildender Privatschulen, allerdings solchen ohne Internat. Ganz listig werden
dann in Verlautbarungen der Internatsträger oder Vermittlungsagenturen die privaten
Tages- und Ganztagsschulen und die Vollinternate in einem Atemzug genannt, um es so
aussehen zu lassen, als käme der Nachfrageboom auch Internatsschulen und
Schülerheime zugute.
Ich bin mir allerdings sicher, dass derzeit kaum einmal jemand in einem Internat
abgewiesen wird, weil sämtliche Plätze belegt seien. Viele Internate – vor allem die
weniger bekannten – haben alle Mühe, ihre Plätze zu besetzen und müssen ständig neue
Konzepte entwickeln, um mit Hilfe besonderer Profilierungen, z.B. als Sportinternat,
Musikinternat usw., zusätzliche Nachfrage zu generieren. Die besonders teuren
Privatinstitute wie Salem & Co. versuchen verzweifelt, neue Kundschaft unter den plötzlich
Reichgewordenen in Russland, China und sonstwo auf der Welt zu finden, da die
Mittelschicht im Inland zunehmend verarmt. Ärzte oder Rechtsanwälte mit schulpflichtigen
Kindern können sich ein Nobelinternat längst nicht mehr oder nur unter großen Opfern
leisten. In Salem wurde erst vor kurzem ein Unterstützungsfonds für die Kinder
zahlungsunfähig gewordener Eltern diskutiert. Das alles hört sich nicht nach einer stabilen
Belebung der Nachfrage an, wobei die langfristigen Auswirkungen der
Missbrauchs-Skandale in vielen Internaten noch gar nicht abzusehen sind.
Wenn es überhaupt eine stärkere Nachfrage nach Internatserziehung geben sollte, dann
resultiert diese aus der stetig wachsenden Zahl schwieriger Kinder. Nach
Hunderttausenden von ADS- und ADHS-Kindern kommt nun das Millionenheer der kleinen
Tyrannen und außer Kontrolle geratenen Teenager auf die Internate zu. Man sieht es an
den Fortbildungsthemen, die für Internatserzieher angeboten werden. Da heißt es nicht:
„Wie bringe ich Elite-Kinder zu Höchstleistungen?“ sondern „Wie gehen ich mit
Hyperaktiven, Magersüchtigen und Selbstverletzern um?“ Mit anderen Worten: Die Zahl
der wirklich schwierigen Kinder nimmt in den Internaten weiterhin zu. Und noch immer
füllen gerade die nobelsten und teuersten Institute ihre freien Belegplätze mit
sogenannten „Jugendamtskindern“ auf, d.h. mit jungen Menschen, die im Rahmen von
Maßnahmen der freiwilligen Erziehungshilfe oder sozialen Eingliederungshilfe über
öffentliche Kostenträger im Internat untergebracht werden. Natürlich redet man nicht gern
öffentlich darüber, weil dies so gar nicht zu dem neuen Elite-Image passt.
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G-K: Häufig wurde in den letzten Jahren behauptet, die schlechten PISA-Ergebnisse
deutscher Schüler hätten auch den Internaten verstärkten Zulauf gebracht. Die Eltern
brächten ihre Sprösslinge im Internat in Sicherheit vor unengagierten Lehrern,
uninteressierten Mitschülern, Drogen und Gewalt im öffentlichen Bildungswesen.
U.L.: Das ist nur die übliche Propaganda, wie sie in regelmäßigen Abständen von
Internatsvermittlern und Privatschulverbänden in Umlauf gesetzt wird. Das läuft immer
nach dem gleichen Strickmuster ab. Egal, welches bildungspolitische oder
gesellschaftspolitische Problem gerade medienöffentlich diskutiert wird: Die Privatschulund Internatsschulanbieter
stehen schon in den Startlöchern und präsentieren die passende Lösung oder die richtige
Alternative. Eingeweihte wissen das und können das richtig einschätzen. Die Blöden sind
doch nur die, die aus Naivität auf diese Imagekampagnen hereinfallen oder sich – wie viele
Journalisten – alle Jahre wieder vor den PR-Karren der Internate spannen lassen.
Mit Drogen, Gewalt und schlechten Lernergebnissen haben gerade die sozial exklusivsten
Internate schon immer mehr zu tun gehabt als öffentliche Schulen. Daher kommt ja der
sarkastische Begriff von den „Rütli-Schulen für Reiche“. Ludger Wößmann,
Bildungsforscher am ifo-Institut, hat darauf hingewiesen, dass es schon in den 1960er
Jahren Schulvergleichstests gegeben habe, in denen Deutschland ähnlich abgeschnitten
hat wie heute bei PISA, nämlich im unteren Mittelfeld. Die Reaktion bestand damals
allerdings nicht in einem konzertierten Bashing des öffentlichen Bildungswesens in den
Medien und der Glorifizierung der angeblich leistungsorientierteren Privatschulen, sondern
darin, für die nächsten 25 Jahre an keiner internationalen Vergleichsstudie mehr
teilzunehmen. Der private Bildungssektor präsentierte sich seinerzeit übrigens nicht als
leistungsorientiertere Alternative, sondern in Abgrenzung zum Massenbetrieb der
Staatschule als Kuschelecke für Sensibelchen.
G-K: Kuschelecke oder Eliteschmiede – welchen Rat geben Sie Eltern, die sich für die
Internatslösung entschieden haben und nun von Ihnen wissen wollen, welches Institut Sie
für das am besten geeignete halten?
U.L.: Es kann immer wichtige Gründe geben zu sagen: Ich schaffe es nicht allein, mein
Kind auf den richtigen Weg zu bringen. Oder man sieht, dass das örtliche Schulangebot
oder die sonstigen Möglichkeiten nicht ausreichen, um ein wirkliches Spitzentalent optimal
zu fördern. Dann kommt eben tatsächlich unter Umständen nur ein Internat in Frage. Aber
dennoch sollte man Chancen und Risiken sehr sorgfältig abwägen und im Hinblick auf
seine Erwartungshaltung realistisch bleiben.
G-K: Das hieße, nicht zu viel zu erwarten oder auch mit Schwierigkeiten und Rückschlägen
zu rechnen?
U.L.: Das auch. Selbst die besten Internate kochen nur mit Wasser. Und überall sorgt der
Faktor Mensch natürlich für Unzulänglichkeiten. Aber noch wichtiger ist Folgendes:
Wer sein Kind einem Internat anvertraut, sollte sich dessen Eigenschaften wirklich
nüchtern vor Augen führen und nichts beschönigen. Er sollte konkrete Vorstellungen
davon haben, welches Lebensmilieu, welche Form von Unterstützung oder besonderer
Förderung sein Kind in seiner individuellen Situation braucht. Er sollte die Fähigkeit und
Bereitschaft seines Kindes, sich in das neue Milieu einzufügen, sorgfältig prüfen. Und er
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sollte natürlich auch wissen, ob er sich die Leistungen, die er von einem Internat erwartet,
selbst auch finanziell leisten kann. Denn es ist keineswegs so, dass bestmögliche
Betreuung und Förderung von jeder Einrichtung und zu jedem beliebigen Preis angeboten
wird. Nur in hoch subventionierten staatlichen Elite-Internaten, die ihre Schüler nach
strengen Eignungskriterien auswählen, findet man ein optimales Angebot zu einem
günstigen Preis. Wer jedoch kein hoch talentiertes, hochbegabtes und hoch befähigtes
Kind ohne irgendwelche psychischen Handikaps hat, sondern ein eher schwieriges Kind
mit einem hohem spezifischen Betreuungsbedarf, der muss bereit sein, für die
angemessene Förderung sehr viel Geld zu bezahlen. Da nützt es nichts, auf die christliche
Barmherzigkeit kirchlicher Internate zu hoffen oder daruf zu verweisen, dass man doch
schließlich alleinerziehend sei.
G-K: Nun sind aber, wie wir bereits gehört haben, typische Internatseltern eher
unrealistisch. Wie gehen Sie damit um?
U.L.: Da sprechen Sie wirklich ein großes Problem, wahrscheinlich sogar das Hauptproblem
einer seriösen Internatsberatung an. Die meisten Ratsuchenden sind – zumindest in der
ersten Orientierungsphase – gegenüber den Möglichkeiten der Internatspädagogik
tatsächlich recht unrealistisch, oft sogar ausgesprochen unvernünftig. Das reicht bis hin
zur Beratungsresistenz. Ein guter Berater ist man vielfach ja nur dann, wenn man den
Ratsuchenden das erzählt, was sie gern hören möchten. Und viele sind auch sehr
ungeduldig. Sie wollen nicht lange diskutieren und nachdenken, nach Möglichkeit auch
nicht viel von sich oder ihrem Kind preisgeben, sondern ganz schnell eine Liste mit den
besten Internaten Deutschlands, aus der man dann auswählt wie im Reisebüro. Und
natürlich muss im Internat alles perfekt sein, es darf nichts anstrengen oder irritieren. Man
fragt nur danach, was das Internat bietet, aber nie nach den Voraussetzungen, die
vielleicht seitens des zukünftigen Internatsschülers oder seitens der Eltern erfüllt werden
sollten.
Hier muss ich natürlich versuchen, vorgefasste Meinungen aufzubrechen und so viel
Problembewusstsein vermitteln, dass bei dem Ratsuchenden echte
Entscheidungskompetenz entsteht.
Nicht ganz so schwierig ist es bei Ratsuchenden, deren Kinder als Bewerber für echte
Elite-Internate in Frage kommen. Die sind auf Auswahlverfahren nach strengen
Eignungskriterien vorbereitet, wissen, dass sie selbst etwas leisten oder etwas darstellen
müssen. Da gibt es nicht diese Anspruchshaltung. Aber natürlich kann auch in diesen
Fällen die Auswahlentscheidung recht schwierig sein. Nicht jedes begabte Kind ist wirklich
geeignet für das Leben im Internat. Besonders die sehr sensiblen Kinder oder
ausgesprochene Ästheten leiden unter dem internatstypischen Gemeinschaftsleben, unter
fehlenden Rückzugsmöglichkeiten, mangelhafter Hygiene und Ordnungsliebe ihrer
Mitbewohner, unter dem Dichtestress eines Lebens wie auf Klassenfahrt. Oder sie sind
selbst extrem unorganisiert und mit den Anforderungen des praktischen Lebens total
überfordert. Hochbegabte müssen sich auch oft in eine neue Rolle eingewöhnen. Zu Hause
waren sie die Champions. Jetzt stellen sie fest, dass es auch andere, ähnlich talentierte
Mitschüler gibt und die Anforderungen nicht mehr so leicht zu bewältigen sind.
G-K: Welche konkreten Entscheidungshilfen geben Sie denn, damit Eltern das passende
Internat für ihr Kind auswählen können?
U.L.: Das Wichtigste ist sicherlich, die Ratsuchenden anzuleiten, ihre Vorstellung von dem
zukünftigen Internatsmilieu nicht mit zu vielen Themen zu befrachten. Die eierlegende
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Wollmilchsau gibt es auch unter den Internaten nicht. Klüger ist es stattdessen, sich auf
Schwerpunkte zu verständigen, eine Hierachie der Anforderungen und Erwartungen
aufzustellen. Also zum Beispiel:: Welche Eigenschaften oder Angebote muss das Internat
unbedingt aufweisen? Welche sind bestenfalls wünschenswert? Auf welche könnte auch
verzichtet werden?
Als Zweites muss der Internatsberater sogenannte „heimliche Erwartungen“ ansprechen,
die eine große Rolle spielen können und eine rationale Entscheidung oft verhindern. Die
Eltern denken im Zusammenhang mit dem Internat beispielsweise vorrangig an
Freiheitsentzug und fleißiges Lernen, während die Kinder eher den Gesichtspunkt des
Feierns und der Gelegenheit zum Kontakt mit dem anderen Geschlecht im Blick haben.
Dann ist es auch sehr wichtig, der „Macht der inneren Bilder“ entgegenzuwirken. Diese
inneren Bilder führen oft zu falschen Erwartungen und Auswahlentscheidungen. So haben
die Bonner Psychologen Mey und Fitzek in einer Untersuchung über Internatserziehung
aus dem Blickwinkel der Eltern herausgefunden, dass Eltern mit einem Internat oft das Bild
des Schlosses oder der Burg verbinden, deren dicke Mauern das Böse der Welt fernhalten.
Nach Möglichkeit soll auch eine ehrfurchtgebietende, mächtige und große Organisation als
Träger des Internats auftreten, damit den Internatseleven der notwendige Respekt
beigebracht werde. Die Klassen der Schule stellen sich die Eltern besonders klein vor und
verbinden damit eine individuelle Förderung. Das Internat dagegen wird als „groß“
gedacht, damit das eigene Kind möglichst reichhaltige Auswahl unter vielen netten
Freunden hat.
Diese inneren Bilder stehen zumeist im Gegensatz zu den pädagogischen Notwendigkeiten
und führen bei der Auswahlentscheidung in die Irre. Kleine Klassen z.B. garantieren nach
allen wissenschaftlichen Untersuchungen eben keine besseren Leistungen. Und große
Internate sind unter sozialpädagogischen und organisationswissenschaftlichen Aspekten
kontraproduktiv, da kaum kontrollierbar sowie beziehungs- und damit erziehungsfeindlich.
Schließlich halten auch die dicken Schlossmauern Drogen, Alkohol und Gewalt nicht ab,
sondern diese Dinge werden durch die Internatsschüler selbst eingeschleppt.
G-K: Eltern die notwendige Entscheidungskompetenz bei der Internatsauswahl zu
vermitteln, bedeutet doch vor allem auch, ihnen die richtigen Kriterien oder Maßstäbe an
die Hand zu geben. Wie können Ratsuchende das beste Internat denn überhaupt
herausfinden?
U.L.: Diese Interview-Frage ist wohl schon jedem „Internatsberater“ gestellt worden. Die
Antworten, die da gegeben werden, sind zumeist ziemlicher Unsinn. Da ist von
leuchtenden Kinderaugen bei der Internatsbesichtigung die Rede, da sollen Eltern auf ihr
Kind hören oder einfach nur der Erfahrung eines Provisionsvermittlers vertrauen, der
natürlich nicht offenbaren wird, dass er nur diejenigen Institute empfiehlt, die ihm ein
hohes Erfolgshonorar zahlen.
Das Verkaufsbüro der Deutschen Landerziehungsheime z.B. präsentiert nach eigenem
Bekunden – ich habe das auswendig gelernt, weil’s so schön ist – nur Schulen, jetzt passen
Sie auf: „die sich einem hohen Qualitätsanspruch verpflichtet fühlen und in ihrem
alltäglichen Wirken das Ansehen der Internatspädagogik stärken können“. Ist das nicht
köstlich, insbesondere vor dem Hintergrund der Missbrauchsfälle seit Jahrzehnten?
G.K.: Es geht hoffentlich auch konkreter!?
U.L.: Selbstverständlich. Allerdings dürfen Sie nicht erwarten, dass ich Ihnen einfach eine
Rankingliste vorsetze, wo nach zwanzig Fünf- oder Siebensterne-Kriterien dann das erst-,
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zweit-, drittplatzierte Internat Deutschlands aufgeführt ist.
G-K: Schade eigentlich...
U.L.: So einfach ist es aber eben nicht, sonst brauchte es ja auch keine qualifizierte
Internatsberatung, sondern einfach nur eine Ranking-Behörde, die alljährlich die Internate
kontrolliert und dem Ergebnis entsprechend dann die Zahl der errungenen Sterne,
Kochmützen oder Rohrstöcke veröffentlicht. Übrigens sind Schulrankings außerordentlich
problematisch. Sie tragen nur wenig zur Objektivierung der Auswahlentscheidung bei, weil
die Kriterien eines solchen Rankings immer Gegenstand erbitterten Expertenstreits bleiben
und die Ergebnisse immer Raum lassen für alle möglichen Deutungen und Manipulationen.
Viele englische Spitzeninternate nehmen an Rankings schon nicht mehr teil, weil die
Ergebnisse häufig in den Medien sehr willkürlich interpretiert wurden und spezifische
pädagogische Qualitäten, auf die diese großen Wert legen, auch nur sehr schwer messbar
sind. Rankings vermitteln eben immer nur ein sehr oberflächliches Bild.
G-K: Es gibt also keine allgemeinen und objektiven Qualitätsmaßstäbe für Internate?
U.L.: Das habe ich nicht gesagt. Ich würde zum Beispiel behaupten: Je sorgfältiger und
strenger ein Internat seine Aufnahmekandidaten auswählt, je klarer und kompromissloser
die Aufnahmekriterien formuliert und in praxi auch exekutiert werden, desto besser
werden das Anforderungs- und das Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler sowie
das interne Klima
sein. Dann gibt es z.B. eine Vielzahl von nationalen und internationalen
Schülerwettbewerben. Da könnte man zählen, welche Rangplätze die Schüler des einen im
Vergleich zu denjenigen eines anderen Internats einnehmen. Oder man könnte den Output
an Stipendiaten der Studienstiftung des Deutschen Volkes, Gewinnern bei „Jugend forscht“
oder „Jugend musiziert“, Medaillengewinnern im Sport usw. vergleichen.
Dann gibt es Qualitätskriterien, die wir gern als „Hotelkategorien“ bezeichnen. Natürlich
unterscheiden sich die Internate auch nach gewissen äußerlichen Gegebenheiten. Die
einen bieten schon in der Mittelstufe Einzelzimmer an, die anderen nur Mehrbettzimmer,
die einen modernsten Sanitärkomfort im Zimmer, die anderen Gemeinschaftstoiletten
bzw. –duschen auf dem Korridor. Oder der Standort des einen Internats weist eine
hervorragende Infrastruktur auch im Freizeitbereich auf, das andere liegt eher in der
Einöde.
Und schließlich sind da noch Qualitätsunterschiede, die mir persönlich am wichtigsten
sind. Ich frage als erstes nach der pädagogischen Konzeption und der Stimmigkeit bzw.
Plausibilität, mit der die erzieherischen Ziele umgesetzt werden. Da liegen Welten
zwischen den Internaten. Viele sind reine Wohnheime. Die bieten eben nur Kost und Logis
und ein geregeltes Miteinander mit Hausmeisterservice und Putzkolonne. Dagegen ist gar
nichts einzuwenden, wenn ein junger Mensch tatsächlich auch nicht mehr braucht. Aber
das ist bei der Internatskundschaft ja wohl eher die Ausnahme als die Regel. Die meisten
Internatsschüler brauchen vor allem eine bessere Erziehung, keine besseren Schulen.
K-K: Aber kleinere Klassen oder weniger Massenbetrieb in den Schulen könnten auch ein
wichtiger Maßstab für die pädagogische Qualität sein...
U.L.: Da wäre ich vorsichtig. Kleinere Klassen sind vielleicht angenehmer und weniger
belastbaren Kindern auch zuträglicher. Aber es ist ein großer Irrtum zu glauben, dass die
Schülerleistungen proportional zu einer geringeren Klassenfrequenz und höheren
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Bildungsausgaben pro Schüler, also einer besseren Ausstattung der Schulen, ansteigen.
Diese Auffassung wurde von einer ganzen Reihe internationaler und nationaler Studien
immer wieder widerlegt. Und es hat sich ja auch bei dem Schulranking der Zeitschrift
Capital im Jahr 2005 deutlich gezeigt, dass Internatsschulen, die im Bereich Klassengröße
und Ausstattung ganz vorn lagen, in anderen Vergleichen, die vor allem den
Leistungsaspekt in den Vordergrund stellten, dann schwächelten oder gar auf den
hintersten Rängen landeten.
Oder nehmen Sie den Wettbewerb „Deutscher Schulpreis“. Da wird immer wieder gezeigt,
dass sehr große öffentliche Schulen mit eher durchschnittlichen Klassenfrequenzen
vorzügliche Pädagogik anbieten können. Gute Schule ist möglich, auch ohne
reformpädagogische Landschulen und sonderschulähnliche Kleinklassen. Wichtig sind nur
ein Schulkonzept, das von richtigen theoretischen Annahmen ausgeht, und ein
Lehrerkollegium, das dieses richtige Konzept ideenreich umsetzt.
G-K: Was wäre denn die ideale Größe für ein Internat?
U.L.: Die Idealbedingungen des Erziehens sind ganz andere als die des Unterrichtens.
Guter Unterricht ist in Großsystemen möglich, gute Erziehung aber eben nicht. Aus diesem
Grund würde ich das Idealbild des Internats auch immer an dem der Familie ausrichten,
nicht an dem der Jugendherberge. In einer Kultur wie der unsrigen gilt die individualisierte
Lebensform als anzustrebendes Ideal, nicht das Leben in der Horde, im Kollektiv. Selbst
der schulische Bildungsprozess, der aus ökonomischen Gründen eher kollektive Züge
aufweist, bedarf eines individualisierenden Gegenpols. Ein Schüler braucht den Rückzug in
die Stille, eine Atmosphäre der Ruhe, um geistig und seelisch verarbeiten zu können, was
er im Unterricht aufnimmt. Der Stoff des Unterrichts sollte im Laufe des Tages noch einmal
wiederholt und vertieft werden. Deshalb ist eine ungestörte und konzentrierte Lernzeit am
Nachmittag so wichtig. Nur durch dieses Wiederholen und Vertiefen werden überhaupt die
Gedächtnisspuren gelegt, die den Lernfortschritt ausmachen. Aber in vielen Internaten
wird die Hausaufgabenzeit vertrödelt. Und man weiß inzwischen, dass die
Gedächtnisfunktion des Gehirns sehr wesentlich davon abhängt, dass der Mensch abends
früh zur Ruhe kommt sowie ausreichend lange und ungestört schläft. In den meisten
Internaten schlafen jedoch, etwas boshaft formuliert, nachts nur die Erzieher.
Gerade die Pubertierenden und Heranwachsenden brauchen auch den Müßiggang oder
das zweckfreie Tun, um zu regenerieren und sich seelisch zu entwickeln. Jedes größere
Internat muss aber versuchen, die Zeit des Einzelnen vollständig zu verplanen und in
Gemeinschaftsaktivitäten unter Aufsicht zu halten, damit sich die Kinder unter den
unnatürlichen Bedingungen des internatstypischen Hordenlebens gegenseitig nicht
ständig zu irgendeinem Blödsinn anstiften. Also, da haben Sie doch schon eine ganze
Reihe von Qualitätskriterien, auf die Sie bei der Internatsauswahl achten können und
sollten.
G-K: Was wäre der wichtigste Rat zur Internatsauswahl, den Sie Eltern geben würden?
U.L.: Mein erster Rat wäre: Stehlen Sie sich nicht aus der Verantwortung, indem Sie
einfach Ihr Kind entscheiden lassen. Kinder und Jugendliche sind mit der Auswahl des
richtigen Internats vollkommen überfordert.
G-K: Und der zweite Rat?
U.L.: Entscheiden Sie nicht nach oberflächlichen Kriterien, suchen Sie das Gute nicht im
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Schönen und das Beste nicht im Schönsten. Das beste Internat ist nicht das schönste,
prächtigste, berühmteste, teuerste oder was auch immer. Das Beste kann nur dasjenige
sein, das durch sein Konzept überzeugt, dessen Erziehungsarbeit nachhaltig angelegt ist.
Die alltägliche Lebensgestaltung darf nicht im Widerspruch zu dem Ziel stehen, Kinder und
Jugendliche seelisch reifen und diejenigen Persönlichkeitsmerkmale oder Eigenschaften
entwickeln zu lassen, auf denen sowohl der Schul- als auch der spätere Lebenserfolg
basieren.
G-K: Herr Lange, wir danken für dieses ausführliche Gespräch.
Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.
Internatsberatung der AVIB gemn.e.V.
Geschäftsführer: Ulrich Lange
Burgblick 3
35327 Ulrichstein
Tel.: 06645 918789
Fax: 03222 377 3040
Funk: 0170 5513947
eMail:
URL: gratis-webserver.de/AVIB02
Die Internatsberatung der gemeinnützigen Arbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz im
Bildungs- und Erziehungswesen (AVIB) e.V. ist die einzige anbieterunabhängige
Bildungsberatungsstelle mit dem Schwerpunkt Internate/Internatserziehung in der
Bundesrepublik.
Die AVIB-Internatsberatung berät Eltern und Schüler zu Fragen der Internatsauswahl und
informiert kritisch über alle Aspekte der Internatserziehung.
Gegründet wurde die Internatsberatungsstelle bereits 1983. Der Trägerverein "AVIB gemn.
e.V." wurde 1984 als gemeinnützig anerkannt.
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