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301 Wie die Erfahrungen der letzten Jahre gelehrt haben, vermag

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Physiologie.
301
Wie die Erfahrungen der letzten Jahre gelehrt haben, vermag sich
jede Pflanzenart nur bei einem ganz bestimmten (optimalen) ph-Intervall
normal zu entwickeln. Verf. stellt sich die Aufgabe, eine Nährlösung
aufzufinden, welche, ohne ausgewechselt zu werden, das ph während der
Vegetationsperiode auf einer bestimmten Höhe zu erhalten vermag. Unter
Ausnutzung der Pufferwirkung eines schwerlöslichen Phosphats (Ca (P0 ) )
und unter Verwendung von NH NO als physiologisch saurem und F e ( S 0 )
als hydrolytisch saurem Salz wird die v o n d e r Cr o n esehe Nährlösung
entsprechend abgeändert, und auf empirischem Wege, durch Variieren der
Eisendosen, diejenige Zusammensetzung ermittelt, bei der die Lösung das
für Zea Mays günstigste ph-Intervall zeigt, und die Maispflanze sich opti­
mal entwickelt. Diese Nährlösung hat folgende Zusammensetzung:
3
4
1.
2.
3.
4.
5.
6.
NH,NO . .
Ca (P0 )„ . .
Fe„(SO,) .7 aq
MgS0 . . .
KCl . . . .
CaSCv 2 aq. .
s
3
1
3
4
a
4
2
0,396
0,464
0,417
0,500
0,737
0,500
g
g
g
g
g
g
2
4
3
auf 1 1 Wasser
Im Vergleich zu 9 anderen normalen Nährlösungen zeigte die Mais­
pflanze in der neuen Nährlösung nach Länge und Ernteertrag die beste
E. Seeliger
(Naumburg).
Entwicklung.
Henderson, F. Y., O n t h e e f f e c t off l i g h t a n d o t h e r
con­
d i t i o n s u p o n t h e r a t e of w a t e r - l o s s f r o m t h e m e s o p h y 11. Ann. Bot. 1926. 40, 507—533. (8 Textabb.)
Der Verfasser sucht an Blättern mehrerer Pflanzen, vor allem Hedera
Helix und Aster adenophorum die Transpiration des Mesophylls gesondert
zu bestimmen, indem er durch Vaselinieren den Einfluß der Spaltöffnungen
ausschaltete und darauf längs der Hauptnerven Einschnitte machte (Methode
nach F r . D a r w i n ) . Die Zeit, innerhalb deren eine stets gleiche Gewichts­
änderung eintrat, wurde registriert, die Temperatur wurde über Zimmer­
temperatur bei etwa 25° konstant gehalten, ebenso die relative Luftfeuchtig­
keit durch Einleiten eines Luftstromes in den die Wage mit dem Versuchs­
objekt enthaltenden Kasten. Die Luft passierte eine Kalziumchloridlösung,
deren Dampfdruck durch eine in sie versenkte Lampe bei Ein- oder Aus­
schalten erhöht oder erniedrigt wurde. Die Regulation wurde durch ein
Haarhygrometer betätigt.
Die Transpiration zeigte erst einige Zeit nach der Präparation des
Blattes genügende Gleichmäßigkeit. Dann ergab sich bei einer Beleuchtung,
die das Versuchsblatt um 0,4° erwärmte, eine Transpirationszunahme um
im Mittel 5—7%, je nach der Versuchspflanze. Sie ist für verschiedene
Blätter bei gleichen Bedingungen ganz ungleich. Die Wirkung verschiedener
Lichtenergie wurde daher am gleichen Blatt nacheinander studiert. Geringe
Lichtenergie hat keine meßbare Wirkung. Weitere Zunahme steigert sie bis
zu einem Maximum.
Intermittierende Beleuchtung mit gleich langen Hell- und Dunkel­
perioden ergab bei schnellerem Wechsel meist eine Erhöhung der Transpi­
ration, obwohl die Blattemperatur kaum anstieg. Man kann daraus schließen,
daß die Erhöhung der Transpiration bei der Belichtung schneller erfolgt
als deren Abnahme bei Verdunkelung. — Die Transpiration des Mesophylls
ist zwischen 70 und 100% Luftfeuchtigkeit eine lineare Funktion des rela-
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Gesundheitswesen
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