close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

findet man stets 2 Primor dien in einem Sektor. - Wie schon an

EinbettenHerunterladen
O e h 1 k e r s , Entwicklungsgeschichte von Monophyllaea Horsfieldii.
147
findet man stets 2 Primor dien in einem Sektor. - Wie schon an­
gedeutet, entbehren die Blüten normalerweise des Tragblattes.
Hin und wieder findet sich jedoch ein solches, und zwar für je
zwei nebeneinander stehende Blüten nur ein einziges an der
abaxialen Seite. Das Tragblatt ist dann stets in seiner unteren
Hälfte mit der älteren Blüte etwas verwachsen. Diese Erscheinung
würde wiederum die cymöse Natur der Infloreszenz wahrschein­
lich machen.
Zu entscheiden würde die Frage dann sein, wenn sich zeigen
ließe, daß sämtliche. Blüten homodrom sind, dann läge ein Monopodium vor, oder daß die jeweils jüngere Blüte zur älteren antidrom ist, dann wäre der Blütenstand als Sympodium aufzufassen.
Nun kommt sowohl Homodromie wie Antidromie, und zwar
etwa in gleicher Häufigkeit vor, eine glatte Entscheidung läßt
sich also nicht fällen, und eine Auflösung der Frage wird wohl
nur durch eine vergleichend entwicklungsgeschichtliche Unter­
suchung in weiterem Zusammenhange möglich sein.
IV.
1
Blütenentwicklung, ) Embryo- und
Samenbildung.
Die Blüte ist dorsiventral, und zwar ist die dem theoretischen
Tragblatt zugewandte, abaxiale Seite gefördert. K entsteht
median nach dem Tragblatt zugekehrt. Es wird sehr früh zu
einem großen, die ganze Anlage überwölbenden Blatt und ist als
Knospenschutz an Stelle des fehlenden Tragblattes denkbar.
Die beiden ersten Blumenblätter entstehen gleichfalls auf der
abaxialen Seite und mit ihnen alternierend median vor K das
I. Staubblatt, das zum Staminodium wird. Auch die Discusanlage trit,t zuerst auf der geförderten Seite auf. Die beiden Carpiden stehen median.
Die ausgewachsene Blüte hat fünf freie Kelchblätter, die
in dachiger Krtospenlage stehen. Sie hat eine sympetale, weiß­
liche bis hellgelbe Blumenkrone und vier entwickelte Staub­
gefäße, wovon je zwei mit ihren introrsen Antheren verwachsen
sind. Die Antheren liegen so, daß ihr Inhalt beim Öffnen sofort
auf die Narbe des kurzen Griffels fällt. Die Befruchtung erfolgt
durch Selbstbestäubung, was der Kleinheit und Unauffälligkeit
der Blüten entspricht. Der Fruchtknoten besteht-aus zwei Carpiden, die eine kugelige Placenta umschließen, auf der eine sehr
große Anzahl winzig kleiner, anatroper Samenanlagen stehen.
Am Grunde des Fruchtknotens liegt ein ringförmiger Discus.
x
1
N
Die Entwicklung der Samenanlagen weicht von der normaler
anatroper nicht ab. Sie besitzen ein Integument und einen Nucellus, der aus regelmäßig geschichteten, etwas vergrößerten
Zellen gebildet wird. Der Embryosack hat eine eigentümlich
flaschenförmige Gestalt/ An seinem unteren Drittel etwas auf­
geblasen nimmt er fast den ganzen Raum des Nucellus ein, nach
*) Herr Dr. H i r m e r war mir bei der Anfertigung
behilflich, wofür ich ihm meinen besten Dank sage.
einiger
Präparate
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
4
Dateigröße
534 KB
Tags
1/--Seiten
melden