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Fertigung im Automobilbau 2020 - Wie Volkswagen heute die Weichen

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Fertigung im Automobilbau 2020 Wie Volkswagen heute die Weichen stellt.
Prof. Dr.-Ing. Bernd Wilhelm
03. November 2011
Deutschland 2010/2011 im Urteil der Presse
11.3.2011
Germany
Europe‘s engine
März 2004
Les Misèrables bei Volkswagen
3.6.1999
The sick man of the euro
The biggest economy in the euro area, Germany‘s is in a bad
way. And it‘s ills are a main cause of the euro‘s own weakness
1999
2004
2
2010
Weltautomobilindustrie – Absatzranking 2010 nach Herstellern
Mio. Fzg.
Veränderung zum Vorjahr
Toyota
7,7%
GM*
11,8%
7,20
VOLKSWAGEN
13,7%
Renault-Nissan**
18,3%
Hyundai/Kia
19,6%
Ford
13,5%
PSA
13,0%
Honda
4,8%
Suzuki
12,2%
Fiat
-1,8%
Daimler
1,87
15,9%
Changan***
27,4%
Chrysler
15,0%
BMW
*) ohne Marke Wuling (1,15 Mio. Fzg.)
13,6%
1,46
**) ohne Marke Lada (0,57 Mio. Fzg.)
***) ohne ausl. JV-Partnermarken,
Quelle: Herstellerangaben, VGC, IHS Global Insight, Polk Germany (Stand: Februar 2011)
3
SAIC inkl. Wuling
Wesentliche Kennzahlen Volkswagen Konzern
2010
2009
Δ [%]
Auslieferungen an Kunden
Tsd. Fzg.
7.203
6.336
+ 13,7
Produktion
Tsd. Fzg.
7.358
6.055
+21,5
Belegschaft
Tsd. Mitarbeiter
399,4
368,5
+ 8,4
Umsatzerlöse
Mio. €
126.875
105.187
+ 20,6
Operatives Ergebnis
Mio. €
7.141
1.855
x
Wachstum:
Ø Weltautomobilmarkt
Volkswagen
Quelle: Volkswagen Konzern 2010
4
+ 8%
+ 14%
Bedeutung der Automobilbranche in Deutschland
– Jeder 7. Arbeitsplatz ist vom
Automobil abhängig
– Exporte in 2010:
4,8 Mio. Fahrzeuge
– Erzeugung von
2/3 des deutschen
Exportüberschusses
Quelle: VDA
5
Fertigung im Automobilbau 2020 Wie Volkswagen heute die Weichen stellt.
– Wo steht die deutsche
Automobilindustrie heute und
welche Standortvorteile hat sie?
– Welche Herausforderungen stellt
die Globalisierung an uns und wie
begegnen wir ihnen?
– Wie kann der Automobil- und
Industriestandort Deutschland
seine starke Wettbewerbsposition
halten?
6
Vier Erfolgsfaktoren von „Made in Germany“
In einem integrierten
Lösungsansatz!
Innovationskraft
nachhaltiges
Geschäftsmodell
Qualitätskultur
Qualifizierte
Mitarbeiter
7
Deutschland ist Innovationsführer.
Erfolge durch:
Innovationsfähigkeit
– Exzellente Hochschulen
– Leistungsfähige Forschung
– Hohe Investitionen in F&E
– Bildungswesen –
vom Shop floor zum Top Management
8
Weltweite Qualitätskultur – German Engineering
German engineering. Best in class.
9
Qualifizierte Mitarbeiter
Facharbeiter
Experten
Verfügbarkeit lokaler
Weiterbildungseinrichtungen
Die
Berufsausbildung
in Deutschland setzt
Maßstäbe!
Ingenieure
Forschung
10
Qualifizierte Mitarbeiter
Export der Facharbeiterausbildung
Eröffnung der Volkswagen India Academy in
Pune/India, Oktober 2010
Pune
11
Nachhaltiges Geschäftsmodell
Deutschland im Vergleich
ausgewählte Arbeitslosenquoten
unemployments
rates 2007-2010 2007 - 2010
– Langfristige Ausrichtung
12,0%
– Wachstum und Beschäftigung sind
gleichberechtigte Ziele
10,0%
9,6%
D
8,0%
– Mitbestimmung als substanzieller
Bestandteil
– Verantwortung für Umwelt und
Gesellschaft
7,7%
EU
6,0%
4,0%
USA
2,0%
Erfolgsindikator = Arbeitslosenquote
0,0%
2007
Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Eurostat, Bureau of Labor Statistics
12
2008
2009
2010
Nachhaltiges Geschäftsmodell
Verantwortung für Umwelt
Die Volkswagen Motoren- und Treibstoff-Strategie ‘BlueMotion‘
- Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit „dt. OEM – dt. Zulieferer“
4,2*
3,6*
Getriebe
109 g
CO2/km
Aerodynamik
geringer
Rollwiderstand
Ausgangswert (Polo Serie)
MotorApplikationen
Start-Stopp
Rekuperation
96 g
CO2/km
Polo BlueMotion
*Liter Diesel/100 km (NEFZ)
13
Fertigung im Automobilbau 2020 Wie Volkswagen heute die Weichen stellt.
– Wo steht die deutsche
Automobilindustrie heute und
welche Standortvorteile hat sie?
– Welche Herausforderungen stellt
die Globalisierung an uns und wie
begegnen wir ihnen?
– Wie kann der Automobil- und
Industriestandort Deutschland
seine starke Wettbewerbsposition
halten?
14
Fertigung im Automobilbau 2020 Veränderungen in der Welt und bei Volkswagen
Globale Trends
Verschiebung weltweiter
Gleichgewichte
Finanzielle Herausforderungen
bei steigender Volatilität
Erstarken neuer und alter
Wettbewerber
15
Regionale Verteilung der Welt-PKW-Produktion und Welthandelsströme
(Mio. Fzg.)
Nordamerika
1964
8,37
Nordamerika
Westeuropa
2000
0,11
8,37
7,28
Westeuropa
14,78
0,83
0,6
1,
1,
82
0,12
0,14
20
0,
07
0,73
11
,
1
3
0,6
0,9
9,56
0,6
Japan
andere Regionen
Export
0,96
andere Regionen
Produktion
Quellr: DRI, Marketing Systems
16
1,02
0,02
Nachfrage
8,36
Japan
0,19
Regionale Verteilung der Welt-PKW-Produktion und Welthandelsströme
(Mio. Fzg.)
Nordamerika
2020
Japan
andere Regionen
Export
Westeuropa
Produktion
Quelle: DRI, Marketing Systems
17
Nachfrage
China auf dem Weg zur Supermacht –
Indien und Brasilien unter den Top 5 Wirtschaftsnationen
Länderranking nach BIP nominal
Quelle: IHS Global Insight
18
Konzentrationsprozess in der Automobilindustrie
Prognose
Anzahl unabhängiger
Automobilhersteller (OEM)
100
Weltweite
PKW-Produktion [Mio. PKW/a]
52
39
30
24
17
12
1964
1980
2000
Quelle: ACEA, Presseveröffentlichungen / eigene Angaben
19
?
2020
Fertigung im Automobilbau 2020 Veränderungen in der Welt und bei Volkswagen
GlobaleTrends
Bedeutung für Volkswagen
Verschiebung weltweiter
Gleichgewichte
Profitable, lokalisierte
Produkte herstellen
Finanzielle Herausforderungen
bei steigender Volatilität
Robuste, unabhängige
Position ausbauen
Erstarken neuer und alter
Wettbewerber
Stärken erhalten und neue
Wettbewerbsvorteile schaffen
20
Wichtigste automobile Wachstumsmärkte bis 2018
Marktwachstum 2010 – 2018 (in Mio. Einheiten)
+40%
Gesamt
14,0
18,7 19,6
+14%
+92%
14,5 15,6 16,5
3,2 4,1
+40%
100,9
2010 2013 2018
Nordamerika
+59%
2010 2013 2018
Westeuropa
87,7
6,1
16,9
22,2 26,8
2010 2013 2018
Osteuropa
(inkl. Russland)
2010 2013 2018
China3
- 10%
+32%
71,9
+54%
4,9
2010
2013
6,0 7,5
2018
2010 2013 2018
Südamerika1
+101%
2,8 4,0 5,6
4,9 4,9 4,4
2010 2013 2018
Indien
2010 2013 2018
Japan
Inkl. Mittelamerika und Karibik 2 inkl. Türkei 3 inkl. Hong Kong
Quelle: IHS Global Insight, alle Zahlen geschätzt und gerundet, Stand 07.02.2011
Hinweis: Marktzahlen betreffen PKW und LNF
21
14,3
10,8 12,3
2010 2013 2018
Rest der Welt2
Lokalisierung der Wertschöpfungskette:
Lokalisierungsrate
Produkte
Bessere Wettbewerbsfähigkeit und Anpassung der Produkte an die Marktbedürfnisse
VW Gol
VW Lavida
VW Vento
VW Polo Sedan
VW Passat
80-90%
80-95% bis 2012
75% bis 2012
10-30% bis 2015
>80% bis 2015
*Gilt für produzierte Volumenmodelle in der Region.
Quelle: Volkswagen Konzern
22
Lokale Modelle – Der neue Passat für Nordamerika
23
Hohe Wettbewerbsfähigkeit der neuen Standorte durch Nutzung von Standards.
Standards in
der Produktion
Produkt
Technologie
Struktur
24
Arbeits- und
Prozessorganisation
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Standardisierung mit kundenorientierten Modulen: Die VW Modul-Strategie.
Bisher
Einführung der
Modul-Strategie
Quelle: Volkswagen Konzern
25
Einführung der
modularen
Werkzeug-Strategie
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Grundsätzlicher Konzeptansatz = Modularisierung* (Beispiel: PKW)
Dach
Frontklappe
Heckklappe
Heckend
Cockpit
Antriebsstrang
Tür
Sitze
Räder
Frontend
*) schematisch
26
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Bedeutung einer automatisierungsgerechten Produktkonstruktion
Beispiel: DFMA-Projekt Ölpumpe (I)
vor DFMA:
1. Befestigung
vereinfachen
nach DFMA:
(kleiner Umfang)
2. Verschlussplatte
verstemmen
27
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Bedeutung einer automatisierungsgerechten Produktkonstruktion
Beispiel: DFMA-Projekt Ölpumpe (II)
nach
nachDFMA:
DFMA:
(kleiner
(kleinerUmfang)
Umfang)
5. Saugleitung
in Ölwanne
integrieren
nach DFMA:
(großer Umfang)
3. Flachdichtung
durch Formring
ersetzen
28
4. Anschlag
ersetzen
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Bedeutung einer automatisierungsgerechten Produktkonstruktion
Beispiel: DFMA-Projekt Ölpumpe (III)
Verbesserungen durch
Design For Manufacture and Assembly Verfahren:
vor
nach DFMA
DFMA
kleiner Umfang großer Umfang
Teilekosten pro Pumpe (%)
100
-7
- 20
Werkzeug-/Anlagenkosten (%)
100
+ 57
?
Gewicht pro Pumpe (g)
100
- 11
- 15
Teileanzahl (verschiedene Teile)
100
100
-5
- 22
- 26
18
Teilezahl insgesamt
29
Signifikante Wettbewerbsvorteile durch intelligente Produktkonzepte:
Bedeutung einer automatisierungsgerechten Produktkonstruktion
Beispiel: Ratio-Effekt beim Golf II
Effekt:
Eine automatisierungsgerechte Produktkonstruktion führt i. d. R. auch bei
manuellen Arbeitsprozessen zu geringerem Montage-Aufwand (spin-off-Effekt)
-2h durch Mechanisierung/
Automatisierung sowie
montagegerechte
Produktgestaltung
-1h durch „montagegerechte
Gestaltung, keine Automatisierung“
Ratio-Entwicklung
Golf I : II
Golf I
in WOB
Golf II
in BRX
30
Produktbeeinflussung und Technologie
Standardisierung
31
Merkmale neuer Fabriken
 Höhere Flexibilität durch die Plattform- und Modulstrategie*
neu
Ausgangspunkt
Modellreihe
Marke
X
Marke
Y
Marke
Z
Marke
…
Modellreihe
D
D/CD
C
C
B
B
A
A
A0
A0
A00
A00
Bisher: Primär markenorientierte
Produktkonzepte
*) schematische Darstellung
Marke
X
Marke
Y
Marke
Z
Marke
…
Soll: Zukünftige markenübergreifende
Strukturierung; vertikal + horizontal
32
Merkmale neuer Fabriken
 Markenübergreifender Flexibilitätsverbund* durch die Plattform- und Modulstrategie
Zukünftiger Flexibilitätsverbund der Fabriken
B
Marke
X
x1
x2
x3
x4
A
x5
A00
x5
A0
x6
S3
Marke
Z
D
S03 - VAN
*) schematisch, vereinfachte Darstellung
33
y1
C
y2
B
A
Marke
…
A
S13
S03
Marke
Y
A0
…1
…2
Hohe Wettbewerbsfähigkeit der neuen Standorte durch Nutzung von Standards.
Konzern-Produktionssystem
34
Hohe Wettbewerbsfähigkeit der neuen Standorte durch Nutzung von Standards.
Beispiel Teamarbeit/Gruppenarbeit als Basis einer modernen Arbeitsorganisation
Der Erfolg eines Formel 1 Weltmeisters
hängt maßgeblich von der
Prozesssicherheit und Schnelligkeit seines
Teams beim “Boxenstopp“ ab.
Leistungsfaktoren:
•reife Produktkonstruktion
• präzise Zielvorgabe
• beste Methode
• kürzeste Zeit
• absolut synchronisiert
• standardisiert
• im Team
35
Hohe Wettbewerbsfähigkeit der neuen Standorte durch Nutzung von Standards.
Die Rolle von MTM
 Prozesssprache für Gestaltung und Dokumentation sowie
Unterweisung von Arbeitsabläufen, international gültig
 Methoden- und Wissensvermittler
 Qualitäts- und Produktivitätstreiber für Produkt und Prozess
 Neutrale und anerkannte Methode für eine leistungsgerechte und
gesundheitsfördernde Arbeitsgestaltung ( Fürsorgepflicht)
 Integrations-Element
MTM ist Innovations- wie Sicherungselement für die Zukunft
unserer Industrieunternehmen im internationalen Verbund!
36
Die Volkswagen AG errichtet neue Fahrzeug- und Komponentenwerke in
wachstumsstarke Regionen und entwickelt bestehende Werke
systematisch weiter – Beispiel USA (Chattanooga)
Standort: Chattanooga / TN
Gründung: 2008
Fläche: 5,6 Mio.m²
Beschäftigte: 1.700
Produktion: US Passat (150.000/a)
37
Hohe Wettbewerbsfähigkeit der neuen Standorte durch Nutzung von Standards.
Standards in
der Produktion
Produkt
Technologie
Struktur
 Gemeinkosten:
- Q-robuste, bewährte Prozesse
 Technologie / Invest:
- Wiederverwendung / Flexibilität
- günstige Beschaffung
- gezielte Investitionen
 F-Zeit:
- Nutzung ‘best practices‘
- beherrschte Risiken
VerbesserungsEffekte*:
 Anlauf:
*) Auswahl
Arbeits- und
Prozessorganisation
- höhere Reife
- höhere Prozesssicherheit
38
Lokalisierte Beschaffung – Hohes Niveau des local content
Beispiel Volkswagen Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko)
der bisher Höchste!
Kanada
USA
Mexiko
Chattanooga
local content Chattanooga [%]
>80%
~45%
bis heute
39
~85%
2010/2011
SOP
2015
t
Fertigung im Automobilbau 2020 Wie Volkswagen die Weichen stellt.
– Wo steht die deutsche
Automobilindustrie heute und
welche Standortvorteile hat sie?
– Welche Herausforderungen stellt
die Globalisierung an uns und wie
begegnen wir ihnen?
– Wie kann der Automobil- und
Industriestandort Deutschland
seine starke Wettbewerbsposition
halten?
40
Lokale Produktion im Ausland sichert Wertschöpfung in Deutschland.
Wertschöpfung in Deutschland
Beispiel China:
aus Deutschland importierte Fahrzeuge
– Export von Fahrzeugen
– Zulieferung von Aggregaten
+115 %
40.000
35.000
– F&E
30.000
– Produkt- und System-Planung
25.000
– Produktionstechnik
20.000
15.000
10.000
– Fabrikausstattung
5.000
– Umwelttechnologie
0
2007
Quelle: Volkswagen Konzern
41
2008
2009
2010
Die Technologien für die Mobilität der Zukunft sind vielfältig.
Verbrennungsmotor
Hybrid-Antrieb
Bio-Kraftstoffe
Elektro-Antrieb
Ethanol-Antrieb
Leichtbau
Erdgas-Antrieb
42
Technologieführerschaft durch Innovationen
Das weltweite effizienteste Fahrzeugkonzept: XL 1
Leichtbau mit
CFK-Sicherheitszelle
2-Zylinder TDI Motor
Hochvoltbatterie
Impulsstartmodul
mit Elektromotor
7-Gang DSG
Verbrauch im Hybrid-Modus
Diesel: 0,9 l/100 km (NEFZ)
CO2: 24 g/km (NEFZ)
cw-Wert = 0,186
Reichweite im
Elektro-Modus: 35 km
43
Stellhebel der Karosseriestruktur für den Leichtbau
Extreme Sparsamkeit
1-Liter Auto
Fahrzeuggewicht:
290 kg
Verbrauch:
0,89 l/100km
Al-Profil
Al-Blech
Mg-Profil
Mg-Blech
CFK (transparent)
44
Stellhebel der Karosseriestruktur für den Leichtbau
Werkstoffkonzepte
 Einsatz von höchstfesten Stählen
 Einsatz von Aluminiumbauteilen
- Aluminium-Profile
- Aluminium-Druckgussteile
- Blechteile aus Aluminium
 Einsatz von Mischbauweisen aus verschiedenen
Materialien (z.B. Aluminium-Stahl)
 Einsatz von Magnesium, Titan, Kunststoff
45
Stellhebel der Karosseriestruktur für den Leichtbau erfordert neue
Fügeverfahren
Beispiel „Karosseriebau“

Widerstandspunktschweißen

Buckelschweißen

MSG-Schweißen

Laserschweißen und-löten

Mechanisches Fügen

Kleben

Normteile
46
Stellhebel der Karosseriestruktur für den Leichtbau
Karosseriekonzepte
Advanced
LM-Spaceframe
Al-Spaceframe
StahlSpaceframe
StahlSchalenbauweise
47
Produktbeeinflussung und Technologie
Neue Technologien
48
Beispiel Elektromobilität: Woher kommt die Energie?
Energieerzeugung
Energieversorgung
Energiemix EU 20081: 16% regenerative Energie
Flächendeckende Infrastruktur an Ladestation
Vergleich CO2- Emissionen (Well-to-Wheel):
Referenz: TDI / Diesel
111 g
Elektrofahrzeug Golf blue-e-motion
Braunkohle
188 g
Steinkohle
171 g
Heizöl
Erdgas
145 g
98 g
6 g Nuklear
1 g Grüner Strom (hier: Windenergie)
Quelle1: statista
49
Innovative Fertigung  Energie-effiziente Fabriken = ‘Blue Factory‘
Ziele: geringer Energie- und Materialverbrauch, geringe CO2-Emissionen
Beispiele:
Lackiererei
Reduzierung der Temperaturen
Energie-Erzeugung
durch Photovoltaik
Neue Technologien
„Near-Net-Shape-Konzepte
Blue Factory
Re-Nature
von Industrieflächen
entsprechend naturbelassene Flächen sichern
Nutzung Biomasse
für Hitze-Erzeugung
Ökolog. Logistik
Umstellung LKW  Bahn
50
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Bis 2020 werden 1,6 Mio. Akademiker
und 1,4 Mio. Facharbeiter fehlen*.
Anzahl Mitarbeiter
Durchschnittsalter in deutschen Industrieunternehmen
age
2013
Ø 42 Jahre
2003
Ø 37 Jahre
2020
Ø 44 Jahre
*) Quelle: Fraunhofer Institut
51
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Demographischer Wandel – Altersentwicklung in Industrieunternehmen
4000
3500
Anzahl
3000
Aktive MA
2008
2500
2000
M A 2018
1500
1000
TTKE 2008
a b s o lu t ( M A )
500
T T KE 2018
hochgerechnet
0
20
25
30
35
40
45
Alter
52
50
55
60
65
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Demographischer Wandel – Arbeitsunfähigkeitstage (in %) nach Diagnose und Alter
Schwerpunkte: Skelett- und Muskelerkrankungen
53
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Ergonomisch kritische Tätigkeiten: Beispiele*
Logistik
-Handling
-Sortieren / Vereinzeln
-Kommissionieren
-Bereitstellen
-Flexible „Verkettungen“
-Materialverteilung/-transport
Lack
-Abdichten
-Stopfen setzen
Aggregate / Komponenten
-Vormontagen / Agg.- und Modulmontage,
spez. Teile mit hohem Gewicht
Messen / Prüfen
-Prüfplätze innerhalb
maschineller Anlagen
Fahrzeug-Montage
-Überkopf-Arbeiten
-Innenraum-Montagen
Maschinen / Anlagen
-Bediener-Führung
-Mensch-Maschine-Kooperation
*) Auswahl / nicht vollständig
54
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Folgen / Risiken des demographischen Wandels = höhere körperliche Belastung
reduzierte Fitness, höhere gesundheitliche Belastung
vermehrte Fehltage
geringere Einsatzmöglichkeiten
höheres Risiko in der Produktionsfähigkeit bzw. Programmerfüllung
Höhere Kosten
55
Ergonomie im Automobilbau Bewertung und Schlussfolgerungen
1. Ergonomie = Schlüsselfaktor für
- Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter
- Qualität / Produktivität
- Beitrag zur Personalverfügbarkeit
- Beitrag zur Arbeitszufriedenheit
2. Bisherige Maßnahmen bestätigen: Ergonomie und Produktivität können sich ergänzen!
3. Erfolgreiche ergonomische Gestaltung erfordert
- Methodenkompetenz / Kreativität- Verständnis
- systematisches Arbeiten
- Disziplin
- Führungskompetenz
4. Herausforderungen  Grenzfälle, bei denen „klassische Ansätze“ scheitern
FAZIT: Neue LÖSUNGANSÄTZE erforderlich!
56
Ergonomie im Automobilbau Anforderungen aus Anwendersicht*
Belastungsarten
‘Gestaltungshebel‘
 Körperhaltung
Produkt/ -Konstruktion
 Lasten
Produktionstechnik:
Maschinen / Anlagen /
Werkzeuge / Bemi
 Kräfte
 Monotonie
Logistik/Produktionssteuerung
 Arbeitsumgebung
Arbeitsgestaltung/-organisation
 besondere Anforderungen an
Tätigkeit
Information/Kommunikation
Qualifizierung
 Psychische Belastung
*) Übersicht / vereinfacht
57
Ergonomie und neue Roboter-Technologien
Stand der Technologieforschung heute  Trends in der Industrierobotik
58
Ergonomie und neue Roboter-Technologien
Stand der Technologieforschung heute  Diverse innovative Einzeltechnologien
(z. T. noch in der Laborphase)
Beispiel: „Griff in die Kiste“ bei Pleuel-Rohteilen –
Erfolgreiche Zusammenarbeit von Volkswagen Salzgitter und TU Braunschweig
Beispiel für neue Geräte-Technologien,
„Mehr-Arm-Roboter“ / „Kooperative Roboter“
Beispiel für „Sensorik“, sog. „Vision-Systems“
Aber: Noch keine am Markt verfügbaren und für den Serieneinsatz
abgestimmte Gesamtsysteme!
59
Ergonomie und neue Roboter-Technologien
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Prozess: Ganzheitlicher Systemansatz
System-Definition
Bedienung / Wartung / Instandhaltung / Sicherheit
einmalig:
F+E / Planung /
Konstruktion
automat.gerechte
Produktgestaltung
regelmäßig:
Arbeitsvorbereitung/Logistik
Kunde
≙ Auftrag
Verbindungstechnik
Zuführsysteme
Spannen /
Positionieren
Automatisierungstechnik
= Roboter + ‘Hand‘
Erkennen
Messen
Transportieren
Steuern/
Überwachen
Optimieren / Ändern / …
Operative Wertschöpfungskette
60
Technisches
System
fertiges
Produkt
Arbeitssystem
 Mensch
Kunde
≙ Leistung
„Angebot“ der Robotation Academy
Komplettes Leistungsspektrum je nach Kundenbedarf
Basis: Ganzheitlicher Systemansatz
System-Definition
Technisches
System
Leistungsangebot
Schulung
Umsetzung/Inbetriebnahme
Produktgestaltung
Robotik
Detaillierungsgrad und ggf.
Ausschreibungen nach Entscheidung GF
fertiges
Produkt
Produktkonstruktion
Systemberatung/Feasibility
Arbeitssystem
 Mensch
Operative Wertschöpfungskette
61
Information / Kommunikation
Ergonomie und neue Roboter-Technologie
 Strategische Stoßrichtung
 Entwickeln und Planen von
- neuartigen Automatisierungstechnologien
- entsprechenden Methoden und Verfahren für Voll-Automatisierung sowie
Mensch-Maschine-Kooperation
 Bereitstellen von einsatzfähigen Systemen als Referenz-/ Musterlösungen
auf den Anwendungsfeldern:
mit Priorität auf:
- ergonomisch-kritische Arbeitsplätze
- qualitäts-kritische Prozesse
- Produktivität
- Handhaben
- Prüfen
- Vereinzeln
- Montieren
 Bereitstellen von spez. Informations- und Qualifizierungsprogrammen zwecks
ganzheitlichen Systemansatz für Entwickler / Planer / Maschinenbediener / Instandhalter
62
Die Auswirkungen der demographischen Lücke verringern.
Die dt. Industrieunternehmen investieren in ergonomisch günstige Arbeitsplätze.
 „Treiber“ für Qualität – Produktivität – Zufriedenheit - Engagement
63
Der Volkswagen Konzern investiert in Qualifizierung.
Ganzheitlicher Systemansatz erfordert fachliche und überfachliche Qualifizierung
Beispiel: Shopfloor
Zukünftig:
Überfachliche Ergänzungsqualifizierung/Kenntnisse
z. B. bzgl.
-Produktkonstruktion
-Prozesskette, Q-Methoden
-Arbeitsgestaltung, Ergonomie, TPM,
-Arbeiten im Team, Selbstorganisation
überfachliche
Qualifizierung
Merkmal:  „flexibler Prozessoptimierer“
Bisher:
Fachliche Ergänzungsqualifizierung
wie z. B. Elektronik, Pneumatik
Fachliche Grundqualifizierung
Merkmal:
„Mehrfach-Facharbeiter“  hochqualifizierter Spezialist
64
Der Volkswagen Konzern investiert in Nachwuchskräfte.
Einstellungen 2011
Auszubildende
3.300
2.500
weltweit Deutschland
Hochschulabsolventen
7.500
3.100
weltweit Deutschland
Quelle: Volkswagen Konzern
65
…bleibt Deutschland Automobilstandort Nummer 1
und Volkswagen weltweit auf der Pole-Position!
Mit diesem integrierten
Lösungsansatz…
Innovationskraft
nachhaltiges
Geschäftsmodell
Qualitätskultur
Qualifizierte
Mitarbeiter
66
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Automobil
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