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Das Grenzland - jeck wie selten - Ortszeitungen.de

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Nr
ahrgang / 2 Euro
Nr.. 10 / 61. JJahrgang
Freitag, 07. März 2014
Nettetal: Ein besonders Konzert
in der Alten Kirche. Seite 6
Brüggen: Sohn überrascht seinen Vater
im Cockpit. Seite 7
Sport: Stadt Nettetal ehrt ihre
erfolgreichsten Sportler. Seite 26
Das Grenzland - jeck wie selten
Die aktuelle rtv
Big Band Sound trifft auf
kraftvoll-warme Stimme
Grenzland (hei). In eigener Sache: Auch wir von den
Grenzland-Nachrichten
wissen, dass die Fastenzeit
begonnen hat, und wir haben
selbstverständlich
Schminke und Kostüme tief
in die unterste Schublade
verbannt.
Aber die Jecken im Grenzland haben so bunt und fröhlich gefeiert, dass wir Ihnen die schönsten Bilder
nicht vorenthalten wollen.
Mittendrin im Getümmel
von Lobberich bis Overhetfeld waren unsere Fotografen Frank Hohnen,
Josef Rütten, Heike Ahlen,
Birgit Eickenberg und
Franz-Josef Cohnen. Sie
haben die Höhepunkte der
Session 2013/14, die Züge
im Grenzland, festgehalten. Auf 15 Seiten präsentieren wir vieles, was sie
zu bieten hatten.
Weitere Bilder aus Nettetal und Grefrath finden
Sie auf der Internetseite
von Frank Hohnen unter
http://www.pictrs.com/
digiman.de. Bilder der
Züge aus Niederkrüchten
und Overhetfeld präsentiert
GN-Mitarbeiter
Bernd Nienhaus unter
www.nienhaus-bernd.de.
Die Sportler hatten (fast) Pause
Nettetal.Im Rahmen einer
Reihe von Benefizkonzerten
präsentiert der Lions Club
Nettetal am 14. März ab
19.30 Uhr die Big Band des
Landespolizeiorchesters
NRW unter der Leitung von
Hans Steinmeier in der Werner-Jäger-Halle in Lobberich. Eine besondere Note im
umfangreichen Programm
des Orchesters mit Titeln
aus Soul-, Funk-, Rock-, Pop, Swing- und Weltmusik
wird die Gesangssolistin
Soleil Niklasson aus den USA
sein, die bereits mit Musikergrößen wie Stan Getz, Rod
Stewart, Udo Lindenberg
und Sascha zusammen gearbeitet hat. Schüler der Nettetaler Gesamtschule unterstützen unter dem Motto
„Big Band für Kids“ im Vorprogramm des Abends die
ca. 25 Profimusiker des renommierten Ensembles des
NRW-Innenministeriums.
Doch vor dem großen Konzert, das unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Christian Wagner steht,
gilt es für die Musiker der
weiterführenden Schule aus
Breyell, das Repertoire des
Konzertabends in zahlreichen Proben und in einem
Workshop mit Musikern des
Landespolizeiorchesters zu
erarbeiten. Sodann werden
die Schüler mit ihrer Big Band
und gemeinsam mit den Profi-Musikern den Auftakt des
Konzertabends bestreiten,
bevor Niklasson und die Big
Band des Landespolizeiorchesters NRW das Auditorium beschwingt und mit Spielfreude in ihren Bann ziehen
werden. Die Karten für das
Konzert mit anspruchsvollen und aktuellen Höhenpunkten verschiedener Musikstilrichtungen, Musicals
und spannenden Kompositionen aus Kriminalfilmen
kosten an der Abendkasse 17
Euro (Schüler 10 Euro); der
Preis im Vorverkauf in der
Nette-Agentur, im Sekretariat der Gesamtschule in
Breyell sowie in den Buchhandlungen Matussek, Lobberich, und im Buchladen
Kaldenkirchen beträgt 15
Euro. Der Erlös ist für das
bereits erfolgreich gestartete Lions-Projekt APKI bestimmt, das an verschiedenen Schulen Nettetals Schüler in akuten Krisensituationen mithilfe von speziell
ausgebildeten Psychologen
unterstützt.
Sport. Ruhig war es am
vergangenen Wochenende. Zumindest, was den
Sport angeht. Die Handballer aus Lobberich traten trotzdem an und reisten zum Pokalderby nach
Grefrath.
Mehr Sport Seite 26
Foto: Baum
Der TVL trat in Grefrath an.
Gesangssolistin Soleil Niklasson und Hans Steinmeier.
Foto: privat
Grenzland
Seite 2
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Ein bisschen Spaß muss sein
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Und jetzt? Die
einen sagen so, die anderen
sagen so. Zu viel Alkohol im
Tulpensonntagszug und um
den Zug herum. „Ein bisschen Spaß muss sein!“ sagen die anderen. Zu laute
Elektromusik, die im Karneval nichts verloren habe. Zu
laute Bässe in der Arche, die
die Musik der ziehenden
Karnevalisten noch übertönte, stellten die Anwohner fest, was sogar vibrierende Wohnzimmerböden
produzierte. Erwachsene,
die den Mitziehenden quasi
die Süßigkeiten aus den Händen rissen und forderten:
„Mein Kind hat „Helau!“
gesagt. Haben Sie das nicht
gehört?“ Die andere Seite der
Medaille ist: Die Vorbereitungen des Tulpensonntagszuges begannen in liebevoller Kleinarbeit mit viel Fantasie und schweißtreibendem Arbeitseinsatz bereits
vor einem Jahr. Viele wunderschöne Kostüme wurden
entworfen und genäht oder
auch gekauft. Wundervolle
Wagen wurden liebevoll gestaltet. Es wurde viel Geld in
überwiegend hochwertiges
Wurfmaterial gesteckt. Da
wird Brauchtum und Tradition gepflegt. Das ist eine Herzensangelegenheit. Auch der
respektvolle Umgang der
Menschen mit einander ist
eine Herzensangelegenheit.
Sicher kommt es wie in sämtlichen Lebensbereichen auch
beim Feiern auf das Maß an.
Der Karnevalsprinz meinte
ebenso: „Natürlich dürfen
wir beim Feiern Alkohol
trinken. Aber bitte nicht
während des Zuges und dabei direkt vor den Augen der
Kinder.“ Andere verzichten
gar komplett auf Alkohol.
Jeder wie er mag. Für den
Umgang mit dem und das
Maß dessen, was gut ist oder
auch nicht, ist jeder selbst
verantwortlich. Seien wir
doch einfach nett zu einander und besinnen uns im
nächsten Jahr, bevor der Tulpensonntagszug durch Kaldenkirchen zieht, in der Rückschau auf das Wesentliche:
Sich in Feierlaune mit Respekt
begegnen. Nicht Probleme
hochstilisieren, sondern Lösungen anbieten. Bewusst
das genießen, was uns wirklich gut tut. Üben wir uns in
Toleranz, dann erfahren wir
dieselbe. Gegen einander feiern geht nicht. Feiern lebt
vom Miteinander.“
Anwohner gegen
„Massenschweinerei“
Demonstranten auf dem Weg zu dem Bauernhof, auf dessen
Gelände die Mast-Anlage für Schweine errichtet werden soll.
Foto: Heike Ahlen
Dülken (hei). Am Dienstag haben rund 80 Menschen
- teils in Schweinekostümen
- auf der Dülkener Nette gegen den geplanten Bau eines
Mastbetriebes für 2.200
Schweine demonstriert.
Die Anwohner befürchten
den Gestank der Gülle, die
Verseuchung des Wasserschutz-Gebiets direkt an der
Niers, aber auch die Transporte von Tieren und Futter
mit LKW über die kleinen
Feldwege im Bereich der
Nette. Für die Umweltschützer steht der Schutz der Tiere im Vordergrund. „Wir
wollen keine Massentierhaltung - weder hier noch sonst
irgendwo“, sagt die KreisVorsitzende des BUND, Almut Grytzmann-Meister.
Sie spricht von einer „Mas-
senschweinerei“, die mit EUGeldern gefördert werde.
Ein Anwohner hat bereits
Klage gegen die vom Kreis
Viersen Anfang Januar erteilte Genehmigung eingereicht. Unter Hinweis auf
dieses laufende Verfahren
äußert sich der Kreis deshalb aktuell zu der Problematik nicht. Weitere Anwohner haben sich ebenfalls
eingearbeitet. Inge Weuthen
ist sicher, Fehler in den Akten entdeckt zu haben. Deshalb hofft auch sie, dass das
Gericht die Genehmigung
noch einmal kippen könnte.
Einen ausführlichen Bericht
zum geplanten Bau und den
Anliegen der Demonstranten lesen Sie in der nächsten
Ausgabe der GrenzlandNachrichten am 15. März.
Ihre Eltern hatten AIDS.
Sie hat trotzdem eine Chance.
Weil wir für ihre Bildung sorgen.
Wir helfen Aidswaisen in Afrika mit Büchern
und Schuluniformen. Damit sie eine Schule
besuchen können und eine Chance haben.
Spendenkonto 400
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
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Die Aschermittwochs-Wehen
Narren feierten vorwiegend friedlich
Polizei zieht positive Bilanz der „tollen Tage“
Grenzland (hei). Na also,
es geht doch. Jedenfalls fast.
Den vielen friedlich feiernden Narren war es ohnehin
ein Rätsel, wie sich einzelne
Feierwütige immer so „abschießen“ konnten, dass am
Ende Fäuste flogen, etwas
zu Bruch ging und die Polizei eingreifen musste.
Das war in diesem Jahr
deutlich seltener der Fall als
in anderen Jahren. Auch der
Slogan „Wenn Auto - dann
kein Alkohol“ scheint endlich in den Köpfen angekommen zu sein. Im Verlauf der
närrischen Tage überprüfte
die Polizei insgesamt 734
Autofahrer und führte 285
Alkoholtests durch. Die
Zahl der
wegen Alkohol oder Drogenkonsums angeordneten
Blutproben blieb mit zwölf
vergleichsweise gering. Nur
zwei Autofahrer mussten
ihre Führerscheine abgeben.
Insgesamt könne man von
einem disziplinierten Verhalten ausgehen, so ein Polizeisprecher.
Lediglich am Nelkensamstag gab es mehr zu tun
als im Vorjahr. Die Polizei
verhängte in Oedt und
Bracht 29 Platzverweise
und nahm zwölf Personen
entweder zu ihrem eigenen
Schutz aufgrund erheblicher Alkoholisierung oder
zur Verhinderung von
Straftaten in Gewahrsam.
Bei kleineren Schlägereien
oder Auseinandersetzungen wurden insgesamt acht
Personen leicht verletzt, ein
Polizeibeamter erlitt bei einem Widerstand leichte
Verletzungen. Zwölf Strafanzeigen wegen Körperverletzung schlugen zu Buche.
Davon gab es lediglich in
einem Fall mit einer Nasenbein- und Daumenfraktur
eine gravierendere Verletzung.
Um 18:15 Uhr war ein 16jähriger Grefrather nach
dem Karnevalsumzug in
Grefrath attackiert worden.
Der Jugendliche musste im
Krankenhaus behandelt
werden. Die Ermittlung der
Tatverdächtigen dauert
Fröhlich und ausgelassen feierten die Narren - wie hier in
Bracht - den Karneval im Grenzland. Sie stellten unter Beweis,
dass es auch ohne Randale geht. Foto: Heike Ahlen
noch an. Um 13.50 Uhr sollte ein angetrunkener 17-jähriger Tönisvorster am Rande des Karnevalszugs in
Oedt in Gewahrsam genommen werden. Gegen den
Transport zur Wache
sperrte sich der Jugendliche
und trat und spuckte nach
den Polizeibeamten. Die Beamten konnten den Randalierer nur mit dem Einsatz
von Pfefferspray zur Räson
und dann zur Wache bringen. Dem Jugendlichen wurde eine Blutprobe entnommen, ihn erwartet nun ein
Strafverfahren wegen Widerstands. Um 16.15 Uhr
kehrte ein 19-jähriger Kaldenkirchener trotz eines
zuvor erhaltenen
Platzverweises wieder
auf den Bischof-DingelstadPlatz in Bracht zurück.
Gegen
seine
Ingewahrsamnahme
setzte
sich der junge Mann so heftig zur Wehr, dass ein Polizeibeamter bei dem Gerangel mit dem Heranwachsenden leicht verletzt
wurde. Auch der Nettetaler wird sich wegen Widerstands und Körperverlet-
zung verantworten müssen.
Am Rosenmontag sprach
die Polizei 35 Platzverweise aus, sieben Personen
wurden in Gewahrsam genommen. Neben zwei kleineren Raubdelikten und einigen Körperverletzungen
fiel besonders ein Vorfall aus
dem Rahmen:
Ein Polizeibeamter, der
eigentlich gerade frei hatte,
bemerkte, wie ein 28-jähriger Dülkener aus einem Fenster im ersten Stock eines
Hauses auf der Martin-Luther-Straße eine Waffe auf
die orbeifahrenden
Karnevalswagen richtete.
Eine richterlich angeordnete Durchsuchung der entsprechenden Wohnung förderte einige Softair-Waffen,
Gaswaffen und unter anderem einen verbotenen
Schlagring zutage. Der 28Jährige, bei dem auch noch
eine geringe Menge Betäubungsmittel sichergestellt
werden konnte, wurde ins
Polizeigewahrsam
gebracht. Dort musste er sich
einer Blutprobe unterziehen.
Verletzt wurde bei seiner
Aktion niemand.
Grenzland
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Menschen im Grenzland:
Die Liebe zur Country-Music bestimmt sein Leben
Hans-Jürgen Wagner setzt sich auch für den Tierschutz ein
VON BIRGIT EICKENBERG
Bracht. Was treibt einen
Schlosser der rheinischenTonwerke mit Cowboy-Hut
auf die Bühne? Die Liebe zur
Country-Music. Und diese
hat Hans-Jürgen Wagner
fest im Griff. Auch wenn er
heute nicht mehr hauptberuflich als Musiker unterwegs ist. Der 53-jährige „Jay“
Wagner wanderte 1982 nach
Amerika aus. Dort erreichte
er in einem Talentwettbewerb im Palomino Club in
Hollywood - einer in der
Country-Szene bekannten
Location - als Deutscher den
zweiten Platz, was ihn sehr
stolz machte. Der Preis, den
er gewann, war ein Engagement in Palm Springs. „Jeden Mittwochabend trat ich
in einer Show dort auf. In der
Zeit lebte ich in Los Angeles
und bin für Auftritte bis nach
Chicago gefahren“,erinnert
sich „Jay“ Wagner. „Als
Deutscher in Amerika Country Music singen zukönnen,
da war ich richtig stolz drauf.
Es war eine sehr interessante Zeit“, meint er vielsagend.
1986 kam er dann wieder
nach Deutschland zurück.
„Es hat sich einfach so ergeben.“ Hier in Deutschland
suchte er lange, bis er eine
passende Band zusammengestellt hatte. „Wir waren
mit ‚Truck Stop‘ unterwegs,
haben am Nürburgring ge-
Für Jay Wagner steht die Country-Music ganz hoch im Kurs.
Foto: Birgit Eickenberg
spielt und viele Auftritte gehabt. Aber heute ist es
schwerer, als Band gut bezahlte Auftritte zu bekommen. Die Kosten sind hoch
und nicht jeder Veranstalter kann oder will so ein Gesamtkostenpaket bezahlen“,
gibt er zu bedenken. Nun ist
Hans-Jürgen „Jay“ Wagner
solo unterwegs. Ab und zu
spielt er mit Kollegen. „Aber
jeder davon macht auch sein
eigenes Ding.“ Vor kurzem
trat er in Bracht bei „Ottilia’s
Animal Rescue Party“ auf,
als Tierfreund für ihn eine
Selbstverständlichkeit dies
ohne Gage zu tun. „Ich kenne
die Ottie von der Band
‚Crossfire‘ schon 28 Jahre.
Sie ist mit Leib und Seele
beim Tierschutz. Auch ich
finde den Tierschutz sehr
wichtig. Es wird auch bei
uns in Deutschland definitiv
zu wenig gemacht. Unser
Staat könnte ruhig mehr tun,
wir zahlen ja auch Steuern
für die Tiere“, findet HansJürgen Wagner. Pudel Jerry
liegt derweil gemütlich auf
einer Decke auf der Couch.
Früher hatte Wagner auch
deutlich größere Hunde. Seine Lebensgefährtin Mira
Fraehsdorf schwärmt von
Jerry’s Charakter. „Das ist
eine liebe Seele.“ Mit sieben
Jahren bekam Wagner seine
erste Gitarre und begann mit
acht Jahren mit klassischem
Gitarrenunterricht. Auch
während der Bundeswehrzeit war er bei den Musikern
im Staatsdienst. Zu diesem
Zeitpunkt kristallisierte sich
die Liebe zur Country-Music heraus. Er empfiehlt jungen Musikern: „Wenn man
das wirklich von ganzem
Herzen machen möchte - egal
wie widrig die Umstände
sind oder die Eltern dagegen
sprechen - darf man das Ziel
nicht aus den Augen verlieren und muss weiter machen, hartnäckig sein und
Klinken putzen. Denn nach
der zehnten Absage kommt
auch eine Zusage.“ Aber er
weiß auch, wie wichtig es
heutzutage ist, eine Berufsausbildung
zu
absolvieren.„Das, was der
Bohlen bei DSDS sagt, ist richtig. Man muss einen vernünftigen Beruf erlernen. Die
Auftrittsmöglichkeiten sind
heute nicht mehr so gegeben, wie vor 20 Jahren.“ Er
würde auch gerne seine Kenntnisse in Form von Gitarrenunterricht weitergeben. Natürlich in Richtung Country. Wer
Interesse hat, kann sich über
die Homepage www.countrymusic.be oder per Telefon unter 02157/8105448 mitHansJürgen Wagner in Verbindung
setzen. Getreu seinem Lebensmotto:
Always keep it country!
Nettetaler Hospiz- und Palliativtag im Rathaus
Ängste nehmen und Beratung anbieten
Nettetal. Zum dritten Mal
lädt das Palliativteam des
Nettetaler Krankenhauses in
Zusammenarbeit mit verschiedenen lokalen Einrichtungen und Unternehmen
wie Pflegeheimen- und diensten, Hospiz und Hospizgruppen und Selbsthilfegruppen am 8. März von 11
bis 16 Uhr zu einem Hospizund Palliativtag in den Ratssaal des Nettetaler Rathauses ein. Informationen, Beratung und Lektüre gibt es für
die Besucher an über 20 Ständen. „Unser Ziel ist es, Berührungsängste zu nehmen
und Wege und Möglichkeiten
aufzuzeigen,
um
Schwerstkranke zu unterstützen“, gibt Elsbeth Steinfort, ärztliche Leiterin der
Palliativstation des Nettetaler Krankenhauses, an.
Was es bedeutet, auf eine
Palliativstation aufgenommen zu werden, erläutert
Oberärztin Steinfort in der
ab 12 Uhr beginnenden Vortragsreihe. Dabei geht sie
besonders auf Möglichkeiten ein, die zur Steigerung
des Wohlbefindens der Patienten beitragen. Anschließend diskutieren Dr. Micha-
el Pauw, Chefarzt der Inneren Medizin und Pia Kohnen-Pauw, Rechtsanwältin
das Thema Patientenverfügung und andere Vorsorgemöglichkeiten zur Selbstbestimmung. Hans Matussek
nimmt sich dem Thema
„Krankheit und Sterben“
anhand des literarischen
Werks von Thomas Mann an.
„Es gibt viele Wege, Erleichterung zu verschaffen.
Von der Massage bis hin zur
Aroma- oder Kunsttherapie
- alles was hilft, versuchen
wir auch zu nutzen“, sagt
Steinfort zu den Methoden
Beobachten und mitmachen Körbe flechten mit dem Heimatverein
Waldniel (bei). Am 9.
März werden in der Waldnieler Heimatstube in der
alten Kaplanei der Pfarre
St. Michael von 14 bis 18
Uhr Körbe geflochten. Wer
immer schon mal wissen
wollte, wie das geht und
was ein „Kütschke“, „eh
Körrevke“, „eff en“ oder
„Mang“ bedeutet, sollte
sich diesen Termin nicht
entgehen lassen. Dem
Waldnieler Heimatverein
ist es gelungen, mit dem
Korbmacher Gert Bongartz einen Fachmann zu
engagieren, der die alte
Kunst des Körbeflechtens
noch beherrscht und dies
auch an interessierte Menschen weitergeben kann.
Ebenfalls wird der Handwebstuhl in Betrieb sein.
Weiter
Infos
gibt es auf der
Homepage
www.heimat
vereinwaldniel.de.
Gert Bongartz
freut sich auf seine
Demonstration
desKörbe flechtens.
Foto: privat
zur Schmerzfreiheit und
Entspannung, oberstes Ziel
der Palliativmedizin und Pflege der Schwerstkranken
und Tumorpatienten. Drei
mögliche Entspannungsformen können die Besucher des Hospiz- und Palliativtags selber aktiv kennenlernen. So bietet Seelsorgerin Raphaela Ernst
Achtsamkeitsübungen an.
Brigitte Tuchborn zeigt die
Arbeit der Kunst- und Poesietherapie. Außerdem entführt Aromaexpertin Jolanta Hirsch alle Interessierten ins Reich der Düfte.
Seite 3
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10–12 Uhr
und
14–16 Uhr
Fr. und Sa. 10–12 Uhr
und nach Vereinbarung
Lindenallee wird gesperrt
Breyell. Nach der Straße
Am Quellensee wird nun
auch die Lindenallee wegen
Baumpflegearbeiten
gesperrt. Betroffen ist der Abschnitt von Ritzbruch bis zur
Nettebrücke kurz vor der
Mühle. Die Lindenallee wird
in diesem Bereich von Montag, 10. März bis Freitag, 14.
März während der Arbeitszeit für den Durchgangsverkehr vollständig gesperrt.
Anliegergrundstücke sind
wahlweise über Ritzbruch
oder Sassenfeld erreichbar.
Netzwerksitzung: Themen
können eingereicht werden
Nettetal. Mittwoch, 19.
März findet um 18 Uhr im
Generationentreff Kaldenkirchen, „Haus Sonnenschein“, Friedrichstraße 2,
die nächste
Netzwerksitzung für behinderte Menschen statt. Alle
Interessierten sind herzlich
eingeladen, an der Netzwerksitzung teilzunehmen.
In der Sitzung soll über das
Vorgehen beim Signet NRW
informiert werden. Außer-
dem wird auf die Aktivmesse 50plus zurück geschaut
und die Nettetaler Gleichstellungsbeauftragte Birgit
Lienen wird sich vorstellen.
Über die Erstellung eines
Flyers zum Schwerbehindertenrecht in leicht verständlicher Sprache soll
ebenfalls gesprochen werden. Auf Wunsch werden
weitere Besprechungsthemen und Infopunkte auf die
Tagesordnung genommen.
Radeln mit dem
VN Lobberich
Nettetal. „Steig auf, fahr
mit!“ heißt es im März wieder. Die Mitglieder des VN
Lobberich und der Naturpark
Schwalm-Nette laden wieder
zum Radeln ein. An folgenden
Terminen begleitet Karl Engbrocks die Teilnehmer mit dem
Fahrrad durch den Naturpark
Maas-Schwalm-Nette und darüber hinaus: Donnerstag, 6., 13.
20. und 27. März. Ältere Radler
sind willkommen. Die Gruppe
passt ihr Tempo an. Auf halber
Strecke kehren die Radler ein.
Treffpunkt ist jeweils um 14 Uhr
auf dem Parkplatz an der Nordstraße und Rückkehr um 18.30
Uhr. Auch Tagestouren an Feiertagen sind nach Absprache
und Anmeldung bis spätestens
eine Woche vorher möglich. Auskunft unter Telefon 02153/
3587.www.npsn.de
Grenzland
Seite 4
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Aus dem Nettebad auf die großen Bühnen
Die Partyband Kleinstadtrokker aus Kaldenkirchen bastelt mit einem originellen
Musikvideo fleißig an der großen Karriere
VON JOACHIM BURGHARDT
Meldungen aus den Niederlanden
Jahreshauptversammlung
bei den „Mutigen“
Schaag (ww). Zur Jahreshauptversammlung lädt der
Behindertenverein „Die Mutigen“ ein am Samstag, 8. März,
15 Uhr, im Behindertenheim in Schaag, Moubisstraße 17.
Neben den Berichten des Vorstandes stehen auch die geplanten Aktivitäten dieses Jahres auf der Tagesordnung.
Wanderung durch
Wiesenlandschaft
Brüggen. Zu einer Wanderung durch die Wiesenlandschaft der Tackenbenden und
vorbei am Elmpter Schwalmbruch lädt die Biologische Station Krickenbecker Seen ein am
Samstag, 15. März, 14 Uhr, ab
Wanderparkplatz südlich der
L373 Brüggen-Swalmen (am
Fischverkauf). Unter Leitung
von Silvia Peerenbaum können auf der circa zweieinhalbstündigen
Wanderung
Schwarzkehlchen und Wiesenpieper beobachtet werden.
Sie sind aus ihrem Winterquartier zurückgekehrt und
erobern mit ihrem ausdauerndem Gesang ihre Brutreviere.
(Bitte Fernglas mitbringen.)
Am Samstag, 15. März, können im Naturschutzgebiet
Heidemoore im Brachter Wald,
Heimat und Lebensraum von
Moorfrosch und Kammmolch,
unter Leitung von Jürgen W.
Schwirk, Amphibienwanderungen beobachtet werden. Sie
machen sich an den ersten
feucht-milden Frühlingsabenden auf zu ihren Laichgewässern. Treffpunkt ist um 18.30
Uhr der Wanderparkplatz am
Waldrand in Brüggen-Heidhausen (kurz vor der Wegesperre links). Bitte Taschenlampe und gegebenenfalls Regenschirm mitbringen. Die
Teilnahme an beiden Veranstaltungen ist kostenfrei.
Meisterbetrieb
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Nachtschwärmer ziehen
durch Kaldenkirchen
Kaldenkirchen. Zum zehnten Mal findet in Kaldenkirchen das Nachtschwärmer-Kneipenfestival statt. Für einen
Eintritt von acht Euro kann man am 15. März in fünf Kneipen
sechs Band erleben. Auftreten werden in der Mühle „Ranzig“, im Tach! „The Juke Joints“, im Quartier Latin „Pencilcase“, im Alten Brauhaus „Rock School“ sowie im ESVClubheim die Gruppen „Sort Of Noise“ und „OK!“.
Nettetal. Autogrammkarten haben sie noch nicht,
doch irgendwann werden
ihnen die Fans zujubeln:
„Wir wären ja dumm, wenn
wir nicht genau davon
träumten“, gibt Alexander
Vitt zu. Die Jungs der Kaldenkirchener Band Kleinstadtrokker arbeiten daran,
haben schon einige Stufen
auf der Karriereleiter erklommen. Viel beachtet zum
Beispiel: Ihr neues Musikvideo mit hohem Spaßfaktor:
„Die Partypiraten“.
Sie meinen es durchaus
ernst, die fünf Vollblutmusiker, alle knapp unter oder über
40 Jahre alt, wenn sie vom
Erfolg in der Musikbranche
träumen. „Wir haben nicht
von ungefähr Arbeit, Zeit und
auch Geld investiert“, stellt
Jörg Simonett klar und verweist als Beispiel auf die Single „Summertime“ oder eben
das Video. Der Sänger und
Oberspaßvogel der Band fügt
hinzu: „Schließlich machen
wir alle seit 20 Jahren Musik,
haben meist zusammen gerockt, proben viel.“
Als Band „Herr Rossi“
waren sie eine durchaus bekannte Hausnummer in der
Region, sorgten mit ihrem
„Heimatrock“ für Partylaune auf Schützen- oder Stadtfesten. Als eigene Lieder wie
„Hey Schatz“ gut ankamen,
verschrieben sie sich ganz der
fetzigen Stimmungsmusik,
Partyrock eben. „Dabei haben wir keine Berührungsängste“, meint Vitt. So findet
sich Musik der Kleinstadtrokker auf Samplern wie
„Mallorca Megamix“ oder
„Ballermann Top 100“ - erste
Achtungserfolge der Band
(www.kleinstadtrokker.de).
Drei von fünf Bandmitgliedern beim Interview in der Gaststätte „Zur Mühle“, von links:
Alexander Vitt, Christoph Heussen, Jörg Simonett. Foto: Joachim Burghardt
Das neue Musikvideo soll
für weitere Furore sorgen.
Dafür haben sich Andre Gerhards (Bass), Christoph
Heussen (Gitarre), Guido Simonett (Schlagzeug), Jörg
Simonett (Gesang) und Alexander Vitt (Keyboards) allerhand einfallen lassen,
schlüpfen in die Rolle der
„Partypiraten. Dümpeln im
Schlauchboot übers blaue
Wasser, stilecht mit Augenklappe, Kopftuch und der einen oder anderen Pulle. Stehen dann bis zum Bauch im
Wasser und rufen: „Ahoi,
Ahoi!“ Zum Refrain tanzen
Piratenbräute: „Die Partypiraten entern den Hafen…“
Und dann geht die Party los:
„Mit Rum in den Adern, ner
Braut in der Hand, feiern wir
mit euch drei Tage an Land…“
Wer im Internet auf Youtube
Dabei soll es nicht bleiben,
hofft Keyboarder Vitt: „Einmal im ZDF-Fernsehgarten
auftreten, das wär schon
was!“ Dafür müssten sie
noch bekannter werden, am
besten „so wie der frühe
Wolfgang Petry, der war
eine ganz große Nummer“,
schwärmt Heussen. Doch erhoffte Karriere hin- oder her:
„Wir bleiben heimatverbunden“, verspricht Vitt. Ganz
bewusst haben sie die
Schreibweise Kleinstadtrokker gewählt: So steht „kk“ für
Kaldenkirchen.
Von hier wollen sie irgendwann aufbrechen zu ausverkauften Hallen, begeisterten
Fans Autogrammkarten
verteilen. „Wenn die Leute
mitsingen, dann geht einem
das runter“, schmunzelt
Sänger Simonett.
Karin´s Kinderladen mit frischem Wind
Brüggen (bei). Mit der
Übernahme von „Karin’s
Kinderladen“ hat sich Tina
Lamm einen Traum erfüllt.
„Karin Smetz hatte be-
schlossen, nach 19 Jahren in
den Ruhestand zu gehen. Da
habe ich die Chance ergriffen“, sagt sie. Zuvor hatte sie
bereits in dem Kindermo-
Stadt informiert Bürger über
Zukunftsstandort VeNeTe
Nettetal. Alle Nettetaler Bürger sind zu einer Informationsveranstaltung unter dem Titel „VeNeTe - unser Zukunftsstandort für Nettetal“ am Montag, 10. März, 19.30
Uhr, in die Realschule in Kaldenkirchen, Kornblumenweg 1
eingeladen. Fraktionenübergreifend werden hier die Hintergünde der Vermarktungsstrategie für das Gewerbegebiet VeNeTe aus erster Hand erläutert. Neben Vertretern
aus allen Fraktionen werden Bürgermeister Christian
Wagner, Wirtschaftsförderer Dietmar Sagel und Jörg Lennardt von der Dortmunder Unternehmensberatung ExperConsult Fragen beantworten, das Vermarktungskonzept
erläutern und stehen für Anregungen zur Verfügung.
(www.youtube.com/
watch?v=irzJRc7JiZ8) das
Filmchen anschaut, dem
wird manches bekannt vorkommen: Ja, das Schwimmbecken im Nettebad muss
als hohe See herhalten, das
Ensemble der Piratenbräute
entpuppt sich als Große Garde von „Alles det met“, und
das Finale mit Band und Tänzern spielt sich ab auf der
Bühne im Saal „Zur Mühle“.
Einen Ulk also wollten sie
machen, aber einen professionellen mit Pep: „Wir sind
dankbar, dass wir das so
arrangieren konnten und
alle, vom Nettebad bis zu
den Mädels von ‚Alles det
met‘, mitgezogen haben“,
sagt Gitarrist Christoph
Heussen. Übers Internet
könne man so durchaus auf
sich aufmerksam machen.
Tina Lamm freut sich auf Kundschaft. Foto: Birgit Eickenberg
dengeschäft gearbeitet und
weiß, was die kleinen Kunden wünschen. „Ich habe
selber eine vierjährige Tochter und kenne die Shopping-
Probleme. Darum möchte
ich ein Rundum-SorglosPaket anbieten, damit die
Eltern nicht in vielen Geschäften suchen müssen, bis
sie das gewünschte zusammen haben“, lacht Tina
Lamm.
Natürlich hält sie im Bekanntenkreis ihrer Tochter
Augen und Ohren offen und
versucht, auch den modischen Geschmack der Jungs
zu treffen. Sie bietet von Größe 52 bis Größe 176 Kleidung
bekannter Marken an. Das
Geschäft ist hell und freundlich eingerichtet. In Ruhe
kann dort anprobiert und
mit fachlich kompetenter
Beratung gestöbert werden.
Die Geschäftseröffnung
wird Samstag, 8. März von 10
Uhr bis 14 Uhr und Sonntag,
9. März von 12 Uhr bis 18 Uhr
gefeiert. Informationen zum
Geschäft gibt es bei Facebook
und unter www.karinskinderladen.de
Grenzland
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Jung wie eh und je
Die Spielzeugpuppe Barbie feiert am 9. März ihren 55. Geburtstag
und ist noch immer ein Erfolgsmodell
Nettetal (jb). Auf einer
Spielzeugmesse in New York
fing alles an - und das Ende
der Erfolgsgeschichte ist
nicht abzusehen: „Mit Barbies spiele ich natürlich nicht
mehr, aber ich habe alle meine Puppen aufbewahrt“, erzählt zum Beispiel Jana Karnatz. Der 16-Jährigen geht
wie fast allen Mädchen und
jungen Damen in Deutschland: Barbiepuppen gehören
zu ihrer Kindheit - und werden nicht vergessen. „Ich
würde meine Barbies nie
weggeben!“, gesteht Jana
Karnatz. Die junge Frau lächelt. Die vielen schlanken
Puppen mit den langen Beinen im Regal allerdings gehören ihr nicht, sie hat beruflich mit ihnen zu tun: Jana
Karnatz ist Auszubildende
bei Papier + Spiel Leuf in
Lobberich.
Dass die Puppe am 9. März
ihren 55. Geburtstag feiert,
sieht man ihr zwar nicht an.
Aber die Erfolgsgeschichte
Barbies wundert Jana Karnatz nicht: „Die verschiedenen Puppen lassen Mädchen
wunderbar träumen, früher
genau so wie heute.“ Das
kann ihr Chef Thomas Leuf
nur bestätigen: „Auch
wenn’s immer Kritik von
Pädagogen gibt, Mädchen
Seite 5
WERNER GÖTZKES
REINERSSTR. 15 41334 NETTETAL (Lobberich) TEL.: 02153/2468 FAX: 02153/4283
FENSTER
TÜREN
TORE
TORANTRIEBE
MARKISEN
E-mail: werner.goetzkes@freenet.de • Internet: www.werner-goetzkes.de
Kosten für den Neubau des
Umkleidegebäudes steigen
Brüggen (bei). Bei der
nächsten Bauausschusssitzung will das Gremium über
den Einbau einer Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung und einer Photovoltaikanlage bei der Neuerrichtung des Sanitär- und
Umkleidegebäudes
am
Sportplatz Bracht entscheiden. Für die Abluftanlage
entstehen geschätzte Mehrkosten in Höhe von 48.000
Euro, die überplanmäßig im
laufenden Haushalt bereitgestellt werden sollen. Insgesamt wird der Neubau die
Gemeinde wahrscheinlich
mit 545.000 Euro belasten,
die Abschreibung ist über
60 Jahre geplant. Die jährlichen Abschreibungen werden die Gemeinde in der
Ergebnisrechnung jeweils belasten, da das Gebäude in das
Anlagevermögen übergeht
und somit jährlich an Wert zumindest auf dem Papier verliert. Allerdings werden
durch die MaßnahmeWasserkosten gespart und die Wärmerückgewinnung würde die
Energiekosten reduzieren,
eine Amortisierung würde in
rund 16 Jahren erreicht werden können.
Jana Karnatz mit Barbie und Ken vor dem Barbie-Regal bei Papier + Spiel Leuf in Lobberich.
Foto: Joachim Burghardt
lieben Barbies, kaufen die
alten wie die neuen Modelle
und Spielwelten.“
Puppen mit hellen und
dunklen Haaren, dazu jede
Menge Kleidung und Zubehör, natürlich auch männlich Partnerpuppen - Barbies Welt scheint unendlich
„Es kommt auch immer was
Neues dazu, so bleibt die
Barbie mit 55 jung wie eh
und je“, weiß Thomas Leuf.
Die Folge: „Darum können
eben die Mädchen von heute
genauso wie die Mädchen
früher von Barbie schwärmen“.
Einen Nachteil allerdings
hat die große Auswahl an
Modellen für Barbie-Fans
wie Jana Karnatz. Die 16-Jährige schmunzelt: „Ich kann
eigentlich gar nicht mehr
sagen, welche Barbie damals
meine Lieblingspuppe war,
ich mochte und mag sie eben
alle.“ Und so geht es den
meisten: Laut Umfragen hat
und hatte jedes Mädchen in
Deutschland im Durchschnitt sechs bis sieben Barbies. Was niemand erwartet
hatte, als die Puppe zum ersten Mal 1959 in New York
präsentiert wurde.
Es wird wieder gegrillt
3. Nettetaler Grillmeisterschaft findet am 15. Juni statt
Andre Dückers: Der Mitorganisator der Grillmeisterschaft, selbst leidenschaftlicher Griller,
lädt zum Mitmachen ein. Archiv-Foto: Joachim Burghardt
Nettetal. Nach zwei erfolgreichen Grillveranstaltungen startet das Nettetaler
Bierkontor jetzt einen dritten Durchgang. Die 3. Nettetaler Grillmeisterschaft findet am 15. Juni auf dem
Rewe-Parkplatz in Kaldenkirchen statt.
Zehn Teams bruzzelten
sich letztes Jahr durch fünf
Gänge. Die Konkurrenz war
groß und das Zeitfenster
knapp. Dass trotzdem eine
so gute Stimmung herrschte
und hervorragende Ergebnisse erzielt wurden, begeisterte nicht nur die Organisatoren sondern auch das
Publikum, das zu Hunderten den Parkplatz füllte.
Eine Bewerbung für die
diesjährige Grillmeisterschaft ist ab sofort möglich.
Alle interessierten Teams, die
MS-Kontaktkreis trifft sich
Nettetal. Am Mittwoch, 12. März, 19 Uhr, trifft sich der
MS-Kontaktkreis Nettetal im Hinsbecker Parkstübchen.
Weitere Infos bei Monika Janßen, Telefon 02153/6884, EMail: monika.janssen@web.de oder bei Petra Küppers, Telefon 02153/912223, E-Mail: petra.kueppers@gmx.net.
PC-Senioren treffen sich
Kaldenkirchen. Die PC-Senioren Kaldenkirchen trefen
sich am Montag, 10. März, 16 Uhr, im ESV-Sportheim an
dder Bahnunterführung. Sie werden sich ausführlich mit
den Prorammen Skype und TeamViewer befassen. Gäste
sind herzlich willkommen.
sich aus bis zu sechs Grillbegeisterten zusammensetzen,
können sich für den Wettbewerb anmelden. Der zeitliche Ablauf wird ähnlich wie
im Vorjahr sein, lediglich die
Sonderaufgabe fällt weg.
„Fingerfood“, „Best of Chikken“, „Schaschlik - Sau am
Spieß“ und „Heiß und Süß“
sind die verheißungsvollen
Namen der einzelnen Gänge,
die am Wettkampftag zuzubereiten sind. Eine Herausforderung für jeden ambitionierten Hobby-Griller. Das Startgeld beträgt 70 Euro. Neben
Wasser, Strom und Kohle ist
hierin auch ein gut gefüllter
Warenkorb enthalten. „Die
Bewertung nimmt wieder
eine unabhängige Jury durch
Blindverkostung vor“, erklären die Veranstalter, Marcel
Fritz und André Dückers vom
Nettetaler Bierkontor.
Den drei Erstplatzierten
winken wieder tolle Preise im
Wert von 500 Euro. Außerdem erhält jedes Team einen
Pokal. Im Rahmenprogramm
locken Hüpfburg, Show-Cooking, Live-Musik und weitere
Attraktionen. Reglement und
Anmeldeformular können per
mail unter
info@seenstaedter.de angefordert werden.
Biologische Station Krickenbecker Seen
sucht Teilnehmer für den Bundesfreiwilligendienst
Nettetal. Bei der Biologischen Station Krickenbecker
Seen sind ab 1. Mai dieses
Jahres Stellen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) für mindestens 12 Monate zu besetzen. Die Teilnehmer unterstützen während dieser Zeit
die Stationsmitarbeiter in
ihren Einsatzgebieten. Sie
werden hauptsächlich in der
Besucherbetreuung, der Öffentlichkeitsarbeit und bei
Biotoppflegemaßnahmen
eingesetzt. Außerdem kann
die Unterstützung der Biologen bei den Kartierarbeiten zum Einsatzgebiet gehören. Daher sollten die Bewerber keine Scheu vor prakti-
schen Arbeiten im Freiland
haben und sich auch zutrauen vor Gruppen zu sprechen.
Ein weiterer Einsatzbereich
kann bei Interesse die Datenerfassung und -auswertung
mit Hilfe geografischer Informationssysteme sein. Die
„Bufdis“ erhalten so einen
umfassenden Einblick in die
Naturschutzarbeit einer
Biologischen Station. Sie
werden im BFD von einer
Fachkraft betreut und können eigene Projekte einbringen und umsetzen. Gemeinsam können auch einzelne
Schwerpunkte der Arbeit
festgelegt werden.
Der Bundesfreiwilligen-
dienst ist ein Angebot an
Frauen und Männer jeden
Alters, sich außerhalb von
Beruf und Schule zu engagieren. Die Biologische Station Krickenbecker Seen sucht
Menschen ab 27 Jahren, die
sich für die Natur begeistern
und ganz praktische Arbeit
leisten möchten. Weitere In-
formationen sind auf der Internetseite der Biologischen
Station unter www.bsks.de
erhältlich. Die Bewerbung
erfolgt direkt an die Station.
Informationen über die Rahmenbedingungen des BFD
sind unter
www.bundesfreiwilligendienst.de
erhältlich.
Grenzland
Seite 6
Bürgerverein lädt ein
Kaldenkirchen (hws). Der Bürgerverein Kaldenkirchen
lädt zur Mitgliederversammlung ein am Mittwoch,
19. März um 19 Uhr in das Bürgerhaus. Der Vorstand
wird über seine Arbeit berichten. Satzungsgemäß sind die
Mitglieder des Vorstandes im Zweijahresturnus zu wählen. Als Referent steht Landrat Peter Ottmann zur Verfügung, sein Thema: „Der Kreis Viersen macht sich fit für die
Zukunft.“ Gäste sind willkommen.
Fahrradweg Heidend kommt
Dilkrath (fjc). Nach jahrelangem Warten - die Gemeinde Schwalmtal bemüht
sich schon seit 20 Jahren darum - ist es nun endlich soweit: Die ersten Vorarbeiten
für einen Radweg an der
stark befahrenen L3 zwischen dem Ortsausgang Dilkrath und dem Sportplatz
Heidend (Volksbankstadion) und weiter nach Boisheim haben begonnen. In
diesen Tagen wurden Bäume und Gehölz auf dem ersten Teilstück entfernt. Wichtig ist dieser Abschnitt vor
allem für die Kinder, die aus
dem Ort mit dem Fahrrad
zum Sportplatz fahren und
bisher auf der schmalen Straße massiv dem Verkehr ausgesetzt sind. Möglich wird die
Durchführung des Vorhabens jetzt durch das Modellprojekt „Bürgerradweg“ des
Landes Nordrhein-Westfalen; hiervon kommen auch die
meisten Gelder. 100.000 Euro
muss die Gemeinde Schwalmtal beisteuern, diese werden
zu etwa zweidrittel durch Arbeitseinsätze der gemeindlichen Mitarbeiter aufgefangen.
Auf der Prioritätenliste des
Landes war dieser Radweg
immer wieder nach hinten gedrängt worden.
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Klänge für die Seele
Die berühmte Harfenistin Ulla van Daelen kommt am 8. März zu einer einzigartigen
Konzertlesung nach Lobberich in die Alte Kirche / Noch gibt es Karten
VON JOACHIM BURGHARDT
Nettetal. Es sind diese
Klangbilder, die verzaubern.
Diese Melodien, die anrühren. Diese Kompositionen, die
ergreifen. Wenn Ulla van
Daelen in die Saiten greift,
entsteht mehr als Musik: Als
„seelenvolle Klänge“ wird
ihr Spiel auf der Harfe beschrieben. Schnell hat sich
herumgesprochen, dass die
Künstlerin aus Köln bald in
der Alten Kirche in Lobberich zu sehen und hören sein
wird: Am Samstag, 8. März
um 19 Uhr beginnt dort die
einzigartige Konzertlesung
„Unterwegs“.
„Alte Kirchen haben für
mich immer etwas ganz Besonderes - und die Menschen,
die sich an einem solchen Ort
versammeln, ebenso“, gibt
sich die Künstlerin vor ihrem Auftritt in Lobberich
selbst gespannt. Für viel
Aufsehen hat diese Konzertreihe bisher gesorgt, nicht
nur unter den Fans der Harfenistin. Denn diese ebenso
einfühlsame wie kunstvolle
Verbindung von gesprochenem Wort mit van Daelens
Musik wird zu einer Pilgerreise für Seele und Herz.
Vom Sternenweg, von der
Sprache der alten Wege, von
den kleinen Gesten am Wegesrand handeln die Texte.
„Der unfertige Charakter der
Alten Kirche wird für die
Harfenklänge und die inhaltlichen Impulse eine tolle Atmosphäre bieten“, verspricht Bastian Rütten, zusammen mit Christoph
Schmitz Organisator der
Veranstaltung. Er wird die
Texte vortragen, zu denen
van Daelen die Musik komponierte.
Nicht erst seit ihrer neuen
CD „Harp & Glory“ hat von
Daelen eine große Fange-
meinde in Deutschland und
den Nachbarländern. Vorher schon lockte sie Musikfans in Scharen in die Konzertsäle, ob sie mit dem
WDR-Sinfonieorchester, mit
ihrem Trio oder als Solistin
auftrat. Und erst recht ihre
Konzertlesung „unterwegs“
beeindruckte und begeisterte bislang stets das Publikum.
Das wird in der Alten Kirche nicht anders. „Und es
gibt noch Karten!“, verrät
Rütten. Den Besuchern
macht die Musikerin Ulla
van Daelen ein Versprechen:
„Ich freue mich schon sehr
darauf, die schöne alten Kirche Lobberich mit meinen
Harfenklängen zu füllen!“
GN-Info: Karten für die
Konzertlesung mit Ulla van
Daelen am 8. März um 19
Uhr in der Alten Kirche gibt’s
für nur 10 Euro in der Buchhandlung Matussek und im
Ulla van Daelen kommt nach
Lobberich. Foto: privat
Pfarramt St. Sebastian in
Lobberich, Restkarten an der
Abendkasse. Vorstellungen
und weitere Infos übers Internet: www.altekirche.info
Adolf Bartsch wird 90 Jahre alt
in Niederschlesien geboren,
wuchs auf einem Bauernhof
auf und sollte die Landwirtschaft übernehmen. Aber
mit 18 Jahren wurde er einberufen und war drei Jahre
Soldat. Nach einer Verwundung und einem Aufenthalt in der Tschechei
machte er sich zu Fuß auf
Die Rodungsarbeiten für den Radweg an der L3 von Dilkrath
zum Sportplatz Heidend haben begonnen. Foto: Cohnen
Info-Veranstaltung zur
Patientenverfügung
Nettetal. Im Festsaal des Marienheims in Hinsbeck, Landstraße 28, findet am Mittwoch, 19. März, 18.30 Uhr, eine
Informationsveranstaltung zu den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
statt. Referenten sind die Rechtsanwältin Pia Kohnen-Pauw
und Dr. Michael Pauw. Der Vortrag dauert circa eine Stunde. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, Fragen zu
stellen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
den Weg nach Hause, wo er
seine aus Breslau stammende Ehefrau kennenlernte.
Geheiratet wurde 1946 in
Gerxheim. Vier von fünf
Söhnen wurden in Gerxheim geboren, der jüngste
in Kaldenkirchen. Adolf
Bartsch war beim Zoll beschäftigt und kam 1962
nach Kaldenkirchen, wo er
zunächst am Zollamt Bahnhof, später am Zollamt Heidenend tätig war. Er lebt
bei der Familie seines jüngsten Sohnes, wo er sich sehr
wohl fühlt. Neben seinen
Kindern und Partnern werden auch zehn Enkel und
fünf Urenkel mitfeiern.
Anna Kohnen feiert
90. Geburtstag
Adolf Bartsch feiert runden
Geburtstag.
Foto: Frank Hohnen
Kaldenkirchen (hws). Am
Dienstag, 12. März, feiert
Adolf Bartsch aus Kaldenkirchen, Heideanger 11, seinen 90. Geburtstag. Der Jubilar wurde in Martinsberg
Lötsch (hws). Anna Kohnen, geborene Schaap, wohnhaft in Lötsch 3, vollendet am
Sonntag, 9. März, ihr 90. Lebensjahr. Zusammen mit ihrem Mann Gerhard, der vor 25
Jahren verstarb, zog sie 1953
von Hinsbeck nach Lötsch.
Anna Kohnen nähte sehr viel.
Nicht nur zu Hause, sondern
auch in der Näherei Franz Pe-
ters in Lötsch. „Heute geht das
nicht mehr. Ich kann nicht
mehr gut genug sehen“, meinte das Geburtstagskind. Die
beiden Töchter, eine wohnt mit
ihrer Familie nebenan, versorgen sie gut. Zusammen mit
ihnen, ihren Ehepartnern und
den drei Enkeln wird am Sonntag im „Alten Braukeller“ in
Schaag gefeiert.
Anna
Kohnen
feiert
gemeinsam mit ihrer Familie.
Foto: Frank Hohnen
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Grenzland
Die Aschermittwoch-Story:
Ein Überraschung der besonderen Art
Brüggen (bei). Das war
eine Überraschung erster
Güte. Als Dennis Scheulen
seinen Sport-Pilotenschein
machte, erzählte er seiner
Familie nichts davon. Er
wollte zu gegebenem Zeitpunkt seinen Vater, Norbert
Ausländer, damit überraschen. Das ist ihm dann auch
mit einer spektakulären Aktion gelungen. Ein Jahr
brauchte der 32-Jährige von
der Anmeldung bis zur bestandenen Prüfung. Über
dem Heidecamp, dessen Geschäftsführer sein Vater ist,
absolvierte er seine Übungsflüge. Sein Vater saß zu diesem Zeitpunkt tatsächlich
im Garten und beobachtete
die kleine Sportmaschine,
eine Remos GX mit 460 Kilogramm Abfluggewicht, und
wunderte sich über den ‚regelmäßigen Besucher‘.
Lediglich die Mutter von
Dennis Scheulen war seit der
bestandenen Theorieprüfung in den Plan eingeweiht.
„Kurz nach der der bestandenen Flug-Prüfung haben
wir meinem Vater vorgegaukelt, dass er nun den zum
Geburtstag erhaltenen Gutschein für einen Rundflug einlösen könne“, grinst Dennis
Scheulen. „Miriam von der Grefrather Flugschule Follow me
war komplett eingewiesen.
Überall hatten wir Kameras
aufgebaut, das Video sollte Bestandteil des Geschenkes an
Dennis Scheulen und sein Vater Norbert Ausländer lieben die
Fliegerei. Foto: B. Eickenberg
meinenVater sein.“
Und dann war es soweit.
Dennis Scheulen tat so, als ob
er die Mitarbeiterin der Flugschule fragen würde, ob er
sich mal in die Sportmaschine setzen dürfe. Seinem Vater
fiel zu diesem Zeitpunkt noch
nichts auf. „Das ist eigentlich
ein Hammer, ich habe von den
ganzen zwölf Monaten nichts
mitbekommen“, staunt Norbert Ausländer immer noch.
„Das war hart, die ganze Zeit
den Mund zu halten“, fügt
Dennis Scheulen hinzu. Er gab
sich in der Sportmaschine
neugierig, setzte den Kopfhörer auf und schnallte sich an.
„Selbst als er den Schlüssel
herum drehte, hab ich gedacht, das wäre nur für das
Video. Ich habe mir ganz naiv
keine Gedanken gemacht und
immer gefragt, wo denn der
Pilot sei“, Norbert Ausländer muss jetzt noch lachen.
„Ich habe zwar gehört, dass
er mit dem Tower sprach,
aber irgendwie nicht richtig
wahrgenommen. Dann ging
es schnell, Dennis rollte los
und oben waren wir.“
Der Adrenalinspiegel des
Vaters war so hoch, ihm fehlen tatsächlich rund sechs
Minuten, an die er sich nicht
mehr erinnern kann. „Ich
habe zuerst gedacht, es liegt
jemand eventuell hinten in
der Maschine und steuert
von dort aus.“ Der flugbegeisterte Norbert Ausländer
war überwältigt. ImVideo,
welches bei youtube zu finden ist, sieht man auch, wie
er sich ein paar Tränen aus
den Augen wischt. „Es war
eine Wahnsinnsfreude und
das allerschönste ist, dass
dies nicht einmalig war.“
Wenn Dennis Scheulen seine
Pflicht-Flugstunden im Laufe des Jahres absolviert, darf
sein Vater als Begleitung
auch schon mal mitfliegen.
Das genießt er dann richtig.
Und Dennis Scheulen lernt
weiter, denn Aschermittwoch absolvierte er die theoretische Prüfung für die Privatpiloten-Lizenz „für deutlich schwereres Gerät“. Es
war immer sein Traum, die
Fliegerei zum Beruf zu machen, doch glaubt er, dass er
nun zu alt dafür ist. „Aber
wenn ich im Lotto gewinne,
dann würde ich gerne ein
eigenes Flugzeug haben“,
hofft Scheulen lachend.
Strahlende Kinderaugen und viel närrische Stimmung
Das Stadtprinzenpaar übergab die Erlöse aus der Karnevals-Button-Aktion und
wurde dabei bereits in bester Feierlaune von den Kindern begrüßt
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Am Altweiberdonnerstag hielt Stadtprinz Wolfgang I. gemeinsam mit seiner Prinzessin
Anne I. Einzug in die Nettetaler Kindergärten. Begleitet wurde er von seinem
Hofstaat sowie von den KKLMariechen und Helmut
Schatten, Inhaber des Hotel
Stadt Lobberich. Ganz oben
auf dem Programm standen
in diesem Jahr die Evangelische Kindertagesstätte Löwenzahn sowie der Städtische Bongartzstift. Beide Einrichtungen waren bei der
großen närrischen Party-Sit-
zung der Karnevalsgesellschaft „Kumm loss mer fiere“ im Seerosensaal als zu
Begünstigende der Karnevals-Button-Aktion ausgelost worden. Die Idee zu dieser Veranstaltung hatten Helmut Schatten und Sanitärinstallateur Stefan Cox bereits
drei Jahre zuvor entwickelt
und präsentieren sie seitdem
alljährlich im Hotel. Das amtierende Prinzenpaar presst
traditionell in elf Minuten und
elf Sekunden so viele NetteTaler wie möglich. Gemeinsam stiften Schatten und Cox
für jeden Nette-Taler mit dem
Stadtprinzenpaar als Motiv
einen Betrag von 5,55 Euro. So
hatte die im Januar gepresste
Menge von 158 Buttons die
stolze Summe von 876,90
Euro erbracht. Hinzu kamen
Erlöse aus dem Verkauf weiterer Nette-Taler und das Aufrunden der Summe durch den
Karnevalsprinz auf insgesamt 1.111,11 Euro. Nunmehr
wurden Wolfgang I. und Anne
I. zunächst mit viel Gejubel
und kräftigen Helau-Rufen in
der Kindertagesstätte Löwenzahn in Empfang genommen. Dort überreichte das
Prinzenpaar gemeinsam mit
Schatten einen Spendenscheck in Höhe von 555,55
Euro. Zusammen mit Kindern
und Erzieherinnen wurde das
Foto: Susanne Peters
Lied „Ach, wär’ ich nur ein
einzig’ Mal, ein schmucker
Prinz im Karneval…“ gesungen, das Wolfgang I. auf seinem Akkordeon begleitete.
„Wir freuen uns sehr, dass
wir in diesem Jahr die Begünstigten sind,“ strahlte Bettina
Flink, stellvertretende Leiterin, „für das Geld wurde bereits Spielzeug gekauft.“ Die
Kinder staunten, als der
Prinz ihnen auch noch einen
riesigen Karton mit einer
dicken Schleife übergab.
Zum Dank führten sie einen
lustigen Tanz auf und verabschiedeten die Tollitäten
schließlich mit lauten
Helauf-Rufen. Auch im Bongartzstift war die Freude
groß, als ein Spendenscheck
in Höhe von 555,55 Euro
überreicht wurde. Julian (6)
und Sina (5) hielten zu Ehren
des hohen Besuches eine kleine Rede und tanzten gemeinsam mit dem Prinzenpaar
zum weltberühmten Gangnam Style, einem K-PopSong (Korean Popular Music) des südkoreanischen Rappers Psy. „Wir freuen uns sehr
über die Spende“, erzählt auch
Hannelore Büttner, Leiterin
der Kindertagesstätte, „von
dem Geld werden wir ein
Spielgerät für unseren großen
Flur kaufen.“
Seite 7
Geplanter Minikreisel
sinnvoll oder ein Unfallrisiko?
Brüggen (bei). Der Bauausschuss wird in der kommenden Sitzung auch über
den geplanten Minikreisel in
Bracht am Knotenpunkt
BreyellerStraße/Kahrstraße
beraten, nachdem die Fraktionen Gelegenheit hatten,
intern über den bereits im
Januar vorgelegten Plan zu
beratschlagen. Das Amt für
Technischen
Umweltschutz und Kreisstraßen
glaubt, dass mit der Planung allen Verkehrsteilnehmern eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr
ermöglicht wird und teilt
die im Bauausschuss geäußerten Bedenken nicht.
Knackpunkt war, dass nicht
alle vier Knotenpunktarme
an den Minikreisel angegliedert werden würden und es
wurde darüber diskutiert,
ob es gefährlich sei, wenn
Autofahrer schnell aus dem
Kreisel herausfahren und es
dann eventuell mit dem aus
Boerholz oder nach Boerholz
abbiegenden Verkehr ein
erhöhtes Unfallrisiko geben
könnte. Außerdem herrschte kein Einvernehmen zu der
Lösung der Fahrradwegführung auf der Breyeller Straße. Es wurde auch darüber
spekuliert, ob die überfahrbare Mittelinsel zum schnellen Durchfahren des Kreisels
reizt. Die Bauausschusssitzung findet Dienstag, 11.
März, um 19 Uhr im großen
Sitzungssaal statt.
Bezirksveranstaltung der
Kolpingsfamilien
Breyell (ww). Im Regenbogensaal findet am Donnerstag,
13. März, 19.30 Uhr, eine Bezirksveranstaltung der Kolpingsfamilien statt. Martin Thees, der Vorsitzende der Diözese, berichtet vom Leben und Wirken Adolph Kolpings
und die Auswirkungen auf die heutige Zeit. Neben den
Kolpingsfamilien sind auch Gäste herzlich willkommen.
Brüggener FDP lädt ein
Brüggen. Die FDP, Ortsverband Brüggen, lädt zum Wahlparteitag anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl
ein am Mittwoch, 12. März, 19.30 Uhr, im Restaurant Genholter Hof in Brüggen, Genholter Straße 61. Gäste sind
herzlich willkommen.
Bundesfreiwilligendienst
in der GGS Breyell
Breyell. Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bietet die Gemeinschaftsgrundschule Breyell ab 1. September
zwei Plätze an. Das Angebot richtet sich besonders an junge
Lehramtsanwärter oder Sozialpädagogikstudenten unter
25 Jahren, die praktische Erfahrungen sammeln möchten.
Die Verpflichtung solle bis zum 31. Juli erfolgen. Interessenten sollten sich schnellstens melden, da die Plätze möglicherweise schnell vergeben sind. Bewerbungen bitte unter:
ggsbreyell@gmx.de
Kinderkleider- und
Spielzeugbörse in Hamm
Viersen. Sonntag, 9. März
findet von 10.30 bis 13 Uhr im
Pfarrheim St. Marien, PastorGrünig-Platz 3, 41748 Viersen-Hamm die nächste Kinderkleider- und Kinder- spielzeugbörse statt. Interessierte
Familien, Mütter, Väter können sich zur Tischreservierung bei Frau Ursula Scherer,
Telefon 02162 / 23855, anmelden. Das Team der katholischen öffentlichen Bücherei St.
Marien bietet an diesem Sonntag wieder lohnenden Büchertrödel - weit über 1000 Bü-
cher, Kinder- und Jugendliteratur, Romane, Biografien,
Heimatbücher, Kriminalromane usw. - wie immer zu
Minipreisen - zum Kauf an
und lädt außerdem an diesem
Morgen in die Cafeteria ein.
Auch das neue Gebetbuch
„Gotteslob“ kann an diesem
Morgen bestellt werden. Das
Standgeld der Aussteller und
der Erlös aus dem Bücherverkauf und der Cafeteria kommt
der Bücherei für die Anschaffung neuer Literatur zur Ausleihe zugute.
Kindertrödel in Schaag
Schaag (ww). Kindertrödel, Baby- und Kinderkleidung
sowie Spielzeug, wird am Samstag, 15. März, von 10 bis 13
Uhr im Kindter Eck angeboten. Wer mitmachen möchte,
sollte sich bei Eva Abels, der Leiterin des Kindter Treffs oder
unter der Telefon-Nummer 02153/72133 anmelden.
BlaulichtReport
Seite 8
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Polizei-Nachrichten aus dem Grenzland
LKW rammt Autobahnbrücke
Schwalmtal. Ein Leichtverletzter und erheblicher
Sachschaden im sechsstelligen Bereich - das ist die Bilanz eines Lkw-Unfalls von
Altweiber-Donnerstag gegen 3.5 Uhr. Ein 46-jähriger
Schwalmtaler war mit einer
Sattelzugmaschine mit Anhänger auf der Ungerather
Straße aus Richtung Leloh
kommend in Richtung Waldniel unterwegs.
Bei dem Anhänger handelte es sich um einen Muldenkipper, der offenbar hochgefahren war. Beim Passieren
der Autobahnunterführung
der A 52 stieß der hochgefahrene Kipper in seiner gesamten Breite gegen die Brücke.
Nach dem Aufprall stürzten
Sattelzugmaschine und Anhänger auf die linke Seite und
blieben unter der Brücke liegen. Der Fahrer wurde leicht
verletzt, konnte das Krankenhaus aber nach ambulanter Behandlung wieder
verlassen. Während der Bergung und notwendigen Säuberung der Straße blieb die
Ungerather Straße bis etwa
9.30 Uhr voll gesperrt.
Einbrecher nehmen auch
japanisches Geld mit
Schwalmtal. Am vergangenen Freitag zwischen 6.50 Uhr
und 16.05 Uhr gelangten unbekannte Täter durch Aufhebeln einer rückwärtigen Tür vom Garten aus in ein Einfamilienhaus an der Bahnhofstraße in Schwalmtal. Dort durchsuchten die Täter alle Räume und entwendeten einen Fotoapparat, ein Laptop und Bargeld in japanischer Währung.
Sachdienliche Hinweise zu den Tatverdächtigen nimmt das
Kriminalkommissariat 2 unter der Rufnummer 02162/3770 entgegen.
Autodieb auf
frischer Tat ertappt
Viersen (hei). Merke: Karneval schützt nicht davor,
dass Menschen gut hinsehen.
Ein aufmerksamer Zeuge
meldete am Karnevalssonntag gegen 17.30 Uhr, dass
sich ein Mann auffällig an
einem geparkten Auto in der
Viersener Innenstadt zu
schaffen machte. Er verfolgte den Mann von der Körnerstraße in Richtung Parkplatz
Allgemeines Krankenhaus
am Hoserkirchweg. Zeitgleich verständigte er über
Notruf die Polizei.
Auf dem Parkplatz am
Friedhof am Hoserkirchweg
beobachtete der Zeuge, wie
der Mann eine Scheibe an
einem geparkten Auto einschlug und das Navi klaute.
Durch die mittlerweile eingetroffenen Polizeibeamten
der Polizeiwache Viersen
konnte der Mann auf frischer
Tat festgenommen werden.
Ermittlungen ergaben, dass
es sich bei ihm um einen polizeibekannten 39-Jährigen aus
Viersen handelt. Da er zurzeit
ohne festen Wohnsitz ist,
wurde er vorläufig festgenommen und bekam erst einmal einen Platz im Polizeigewahrsam zugewiesen.
Betrügerinnen plaudern
über den Hund
Grefrath. Am vergangenen Freitag um 10 Uhr wurde eine 65-jährige Kempenerin vermutlich Opfer eines
dreisten Trickdiebstahls. Als
die ältere Dame nach dem
Einkauf in einem Supermarkt
an der Mülhausener Straße
wieder zu ihrem Auto zurückkehrte, sprachen sie
zwei südländisch aussehende Frauen auf ihren Hund an
und lenkten sie von einem
Mann ab, der etwa einen
halben Meter von ihr entfernt stand. Als die 65-Jährige dann in ihren Wagen einstieg, bemerkte sie, dass ihre
Geldbörse aus der Anoraktasche verschwunden war.
Die Geschädigte beschreibt
die beiden Frauen wie folgt:
Die ältere Frau war etwa 70
Jahre alt, hatte dunkle, lockige, halblange Haare. Ihre
Augenbrauen waren auffallend buschig, das Gesicht faltig. Sie trug einen braunen
Mantel und ein Halstuch. Die
jüngere Frau war etwa 40
Jahre alt und hatte dunkle,
kurze Haare. Zur Bekleidung
konnte die Geschädigte keine
Angaben machen. Den Mann
kann die ältere Dame nicht
beschreiben. Die Kriminalpolizei bittet mögliche Zeugen
oder weitere Geschädigte,
sich unter der Rufnummer
02162/377-0 zu melden.
Eisbär“ scheitert als Autodieb
Mit 2,68 Promille setzt er das geklaute Auto vor den davor geparkten Wagen
Viersen (hei). „Ich möchte
ein Eisbär sein“ - Ob der 18Jährige, der sich dieses Kostüm ausgesucht hatte, den
alten Grauzone-Ohrwurm
überhaupt kennt, ist ausgesprochen fraglich. Fest steht,
dass er sich in der Nacht von
Rosenmontag auf Veilchendienstag alles andere als bärig benahm.
Er versuchte nämlich, an
der Kaisermühle in Viersen
ein Auto zu klauen. Das allein ist schon verwerflich.
Allerdings war er mit später
festgestellten 2,68 Promille
auch gar nicht mehr in der
Lage, dieses Auto zu fahren.
Der Reihe nach: Gegen 0.30
Uhr an diesem Morgen
schreckten zwei Anwohner,
die noch vor dem Fernseher
saßen, durch ein lautes Motorengeräusch hoch. Als sie
auf der Straße nach dem
Rechten sahen, bemerkten
So ist’s richtig: Statt viel zu trinken, sollte man an den
Karnevalstagen fleißig in die Berliner beißen. Dann kommt man
auch nicht auf die Idee, Autos zu klauen. Symbolfoto: Heike Ahlen
sie einen Eisbären in einem
geparkten Auto. Der 18-jährige Viersener hatte alle Fenster heruntergefahren und
den Motor angelassen. Beim
Versuch, mit dem VW-Golf,
dessen Schlüssel der Halter
vermutlich im Fahrzeug vergessen hatte, auszuparken,
fuhr er mehrfach gegen das
Heck eines vor ihm stehenden Opels. Dadurch wurde
die Parklücke aber auch
nicht größer, raus ging es für
den Bären-Fahrer nicht. Als
ihn eine Zeugin ansprach,
warf er diverse Gegenstände aus dem Auto und entfernte sich torkelnd in Richtung Kaiserstraße. Kurze Zeit
später hielt die hinzu gerufene Polizeistreife den Tatverdächtigen auf der Kaiserstraße an. Aufgrund der eindeutigen Beschreibung: „Eisbär mit Schlagseite“ war das
auch nicht schwierig. Die
Zeugen erkannten ihn zweifelsfrei wieder.
Ein freiwilliger Alkoholtest auf der Polizeiwache ergab dann besagte 2,68 Promille. Der 18-Jährige musste sich
einer Blutprobe unterziehen
und wurde zur Verhinderung
weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen.
Schutzengel flog wohl mit
Schwalmtalerin kommt beim Dosenöffnen von der Straße ab
Schwalmtal. Einen guten
Schutzengel dürfte eine 27jährige Autofahrerin aus
Schwalmtal bei einem Alleinunfall auf der Roermonder Straße am Altweiberdonnerstag gehabt haben.
Die junge Frau war um 7.35
Uhr mit ihrem Toyota auf
der Roermonder Straße in
Richtung Hagen/Schier/Linde unterwegs. Nach eigenen
Angaben versuchte sie, wäh-
rend der Fahrt eine Dose „Red
Bull“ zu öffnen. Dies lenkte
sie kurz ab und sie kam nach
rechts von der Fahrbahn ab.
Als sie bemerkte, dass sie
auf einen Baum zufuhr, versuchte sie vergeblich nach
links auszuweichen. Sie
konnte den Aufprall jedoch
nicht mehr vermeiden. Nach
dem Aufprall auf den Baum
schleuderte das Auto weiter
und kam schließlich zum
Trickdieb gefasst - Polizei
dankt wachsamen Bürgern
Der Osnabrücker war mit der
Dachdecker-Masche bekannt
Grefrath. Dank der Mithilfe der Bevölkerung gelang es
der Kripo, einen vermeintlichen Trickdieb zu identifizieren. Am 13. Februar hatte die
Polizei darüber berichtet, dass
zwei falsche Dachdecker sich
unter der Handwerkerlegende Einlass in die Wohnung
eines 86-jährigen Rentners erschlichen hatten. Sie stahlen
dort Schmuck. Dank der Veröffentlichung in den Medien
meldeten sich mehrere Zeuginnen und gaben Hinweise
auf ein verdächtiges mögliches Täterfahrzeug. Diese Erkenntnisse wiederum gab die
Polizei am 17. Februar an die
Öffentlichkeit. Und auch diese Veröffentlichung hatte Erfolg: Es meldete sich zwei
weitere Zeugen, die Angaben
zu dem verdächtigen roten
Dachdeckerfahrzeug machten. Einer der Zeugen hatte
sich als wahrlich wachsamer
Nachbar gezeigt, als er in St.
Tönis in seinem Wohngebiet
den fremden, verdächtigen
roten Dachdeckerwagen gesehen hatte. Der Zeuge merkte sich das Kennzeichen und
ermöglichte so die Feststellung des Halters. Es handelt
sich dabei um einen 28-jährigen Mann aus Osnabrück, der
bereits wegen Trickdiebstählen als vermeintlicher Dachdecker polizeibekannt ist.
Mittlerweile haben der bestohlene Rentner und auch
die Zeugen den 28-Jährigen
eindeutig als den vermutlichen Trickdieb identifiziert.
Der Mann hatte in Grefrath
an einem weiteren Haus seine
„Dienste“ angeboten, war
aber abgewiesen worden. Die
Ermittlungen dauern an. Die
Polizei bedankt sich für die
Mithilfe der Bevölkerung.
Stillstand. Glassplitter verteilten sich auf der gesamten
Fahrbahn. Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt keine Fußgänger oder
Fahrzeuge in ihrer Nähe unterwegs. Bei Eintreffen der
Polizei am Unfallort kümmerten sich bereits vier Autofahrer, die zufällig an der
Unfallstelle vorbeigekommen waren um die 27-Jährige. Während der Unfallauf-
nahme fanden die Polizisten
die besagte Red Bulldose
zwar geknickt, aber noch
ungeöffnet im Feld. Am Fahrzeug entstand Totalschaden,
die Fahrerin kam glücklicherweise mit leichten Verletzungen davon. Ob das
Getränk mit der unmissverständlichen Werbung in diesem Fall tatsächlich einem
Schutzengel Flügel verliehen
hat, ist nicht überliefert.
Zeuge verfolgt
Trickdiebinnen - Festnahme
Viersen. Dank der Mithilfe
eines couragierten Zeugen
gelang am Donnerstagmittag
vergangener Woche die Festnahme von drei mutmaßlichen Taschendiebinnen. Die
drei Frauen aus Bulgarien
werden beschuldigt, in einem
Bekleidungsgeschäft an der
Löhstraße versucht zu haben, einer 85-jährigen Viersenerin ihre Geldbörse aus
der Handtasche zu stehlen.
Sie verdeckten die Tasche der
Seniorin mit vorgehaltener
Kleidung und hatten bereits
den Reißverschluss geöffnet.
Die ihre Mutter begleitende Tochter bemerkte das Ansinnen des Trios und verhinderte den Diebstahl. Ein Zeuge machte sich auf die Suche
nach dem flüchtigen Trio und
fand die Frauen am Busbahnhof. Er alarmierte die Polizei.
Es handelte sich bei den Verdächtigen um drei 21, 43 und
52 Jahre alte Frauen aus Bulgarien. Die beiden jüngeren
leben in Gelsenkirchen und
Saarbrücken, die ältere hat
keinen Wohnsitz in Deutschland. Alle drei sind bereits
einschlägig wegen ähnlicher
Delikte aufgefallen. In der Kleidung der jüngeren Frau fanden die Beamten knapp 200
Euro Bargeld unbekannter
Herkunft. Dieses stellten die
Kriminalbeamten als mutmaßliches Diebesgut sicher.
Die Ermittlungen dauern an.
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Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Lokales
Strahlender Sonnenschein und laute Partystimmung
Der alle drei Jahre in Lobberich statt findende Tulpensonntagszug sorgte nicht nur
für fröhliches närrisches Treiben, sondern gab auch Anlass zur Kritik
Karin‘s
Für glückliche Kinder und zufriedene Eltern.
VON SUSANNE PETERS
St ar ts ch us st ag
Lobberich. Das Wetter
schlug sich auf die Seite des
stets gut gelaunten Prinzenpaares und bescherte dem
Tulpensonntagszug traumhaft sonnige Vorfrühlingstemperaturen. Pünktlich um
14.11 Uhr hieß es „Feuer
frei!“, der Zug setzte sich auf
der Van-der-Upwich-Straße in Bewegung und es wurde an Kamelle und hochwertiger Schokolade geschmissen, was nur ging.
Das Stadtprinzenpaar in
seinem festlichen Wagen mit
der riesigen Pappnas’ am
Bug warf im Akkord Händevoll Süßigkeiten sowie Teddybären in die jubelnde
Menge und zog sich dabei
blaue Flecken zu. „Wir haben die ganze Zeit direkt an
der Brüstung des Wagens
gehangen, so dass wir uns
am Oberkörper sogar Striemen zuzogen,“ berichtet
Wolfgang I. mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Mit ihrem Amtsantritt als
Stadtprinzenpaar hatten er
Seite 9
und seine Prinzessin Anne I.
sich einen lang gehegten
Traum erfüllt. „Nach unserer Hochzeit im Jahr 1985
und der Geburt unserer beiden Kinder war dies ein weiteres absolutes Highlight für
uns,“ schwärmt der Prinz.
Vom Beginn der Planung vor
anderthalb Jahren, über die
Organisation bis zur Ausführung habe alles, auch
dank vieler netter Helfer,
perfekt funktioniert. Weniger glanzvoll erlebten die
Lobbericher Jecken den ein
oder anderen volltrunkenen
Karnevalisten im Zug oder
am Straßenrand. In einem
Fall waren die Begleiter eines Wagens gar komplett
berauscht und verärgerten
damit einige Besucher. Ein
Breyeller erzählt kopfschüttelnd: „Am Fenlandring kam
dieser Zug für circa zehn
Minuten ins Stocken. Die Kinder haben sich weinend die
Ohren zugehalten, weil
obendrein die Musik einfach
nur dröhnend laut war.“
Auch habe Elektromusik seiner Meinung nach nichts mit
dem Narrentum zu tun.
Andere sehen das anders
und tanzten ausgelassen zu
der nicht karnevalistisch
geprägten Musik oder berichteten, dass sie ihre
Kleinsten vorsorglich in der
Obhut von Oma und Opa
ließen, da die Lautstärke bis
zu einem gewissen Alter
eben eher erschrecke als für
kindgerechte Stimmung
sorge. Die Lobbericherin
Tatjana Gries meint: „Ich
fand den Zug wirklich gut,
viele tolle Ideen wurden
umgesetzt. Klar nutzen Jugendliche, die mitziehen,
das Ganze eher zur eigenen
Party, aber das ist auch
nichts Neues. Dann kann
man sich auch über Senioren in der ersten Reihe aufregen, die den Kids fast die
Süßigkeiten aus der Hand
schlagen oder betrunkene
Eltern, die unverantwortlich kleine Kinder am Wagen hochhalten, um besonders tolle Sachen zu erhaschen.“ Alles in allem seien
aber tolle Gruppen dabei
gewesen, denen man gerne
zugeschaut habe.
Alexander Barkow hat
den Tulpensonntagszug
hauptsächlich als „Wagenengel“ erlebt: „Ich finde den
Zug in Lobberich klasse.
Dass einige Wagen zu laute
Musik haben, ist in jeder
Stadt so. Von der Sicherheit in Lobberich kann ich
allerdings sagen, dass sich
die Leute überwiegend im
Griff hatten.“ Das habe im
krassen Gegensatz zum
Brachter Umzug vom
Samstag gestanden, wo er
als Zuschauer vor Ort war:
„Dort waren nicht nur verstärkt Polizei, Security,
Ordnungs- und Jugendamt
im Einsatz. Noch vor Zugbeginn gab es die ersten
Zwischenfälle durch übermäßigen Alkoholkonsum
und erhöhte Gewaltbereitschaft. Dort habe es sogar
ein Mannschaftsaufgebot
der Polizei wie bei einem
Fußballspiel gegeben.“ So
was zerstöre das Brauchtum leider.
Das sieht der Stadtprinz,
der auch auf die Vorbildfunktion der Erwachsenen
hinweisen möchte, ähnlich:
„In den karnevalistischen
Statuten ist der Verzicht
auf Alkohol verzeichnet.
Schließlich stehen ja auch
viele Kinder am Straßenrand und freuen sich über
das bunte Spektakel.“ Wer
derart über die Strenge
schlage, habe das Brauchtum nicht verstanden.
„Wir haben während des
Zuges nichts getrunken“
versichert Wolfgang I.,
„Fröhlichkeit geht auch
ohne Alkohol. Ein Bier trinken kann man anschließend
beim Feiern unter sich immer noch. Natürlich gilt
auch hier: Jeder nach seiner
Facon!“
DieFotosvomKarnevalstreiben im Grenzland
stammen von
Frank Hohnen,
Josef Rütten,
Heike Ahlen,
Birgit Eickenberg,
Susanne Peters,
Manfred Baum und
Franz-Josef Cohnen.
Weitere Fotos unseres
Fotografen Frank
Hohnen finden Sie auf
http://www.pictrs.com/
digiman.de.
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Karneval im Grenzland
Tulpensonntagszug in Nettetal
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
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Tulpensonntagszug in Nettetal
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Jubiläumszug in Lötsch
Lötscher lassen es zum Jubiläum krachen
Lötsch (vdV). 11 x 11 Jahre
„De Molveren Dei“ Lötsch:
Zum jecken Jubiläum der
ältesten Karnevalsgesellschaft Nettetals präsentierten die Lötscher Narren ihren traditionellen Nelkensamstagszug in diesem Jahr
bunter und größer denn je.
Bei freundlichen Temperaturen und ohne Regentropfen versetzte der Lötscher
Lindwurm die kleine Sektion in den Ausnahmezustand. Alle waren sie gekommen - Bürgermeister Christian Wagner, das Nettetaler Stadtprinzenpaar Wolfgang I. und Anne I. (dem
Adelsgeschlecht entspre-
chend auf einer Ponykutsche) sowie zahlreiche Abordnungen der befreundeten Karnevalsvereine folgten der Einladung und machten den Zug wieder einmal
zu einem besonderen Erlebnis.
Und so setzte sich der kleine aber feine Treck unter der
Führung von Zugleiter Ralf
Peters gegen halb drei in Bewegung, nachdem zuvor die
Schandtaten des „Fränzchen“ der Öffentlichkeit verkündet und das „Hohe Gericht“ sein Urteil fällte. Nicht
nur für das Kinderprinzenpaar Isabelle I. (Münster) und
Florian I. (Hansen) wurde der
Zug, in diesem Jahr nur in
eine Richtung und ohne
Wende durch die Sektion
zog, zu einem besonderen
Erlebnis. Da die bis April
andauernden Arbeiten an
der Eisenbahnunterführung
nicht abgeschlossen sind
und ein Befahren des Zugweges mit Traktoren oder
Autos nicht möglich war,
starteten die Jecken diesmal
im Lötscher „Dorfteil“ Brün,
um nach wenigen Metern
bereits die erste Pause einzulegen. Da sich viele Nachbarschaften am bunten Treiben beteiligen und mit „Verpflegungsstationen“ auf die
Narren warten, dauerte der
gut 800 Meter lange Zug
auch in diesem Jahr mehr als
zweieinhalb Stunden.
21 bunte Gruppierungen,
darunter Freundeskreise, die
Fußballer des SV Concordia
oder der Fanfarencorps
Kempen ließen die Herzen
der Lötscher Narren höher
schlagen. Als dann im eigens
zum Jubiläum aufgebauten
Festzelt die gute Stimmung
ebenfalls flott entfacht war,
konnte das Glück der „Kahlen Köpfe“ kaum größer sein.
Schollzoch in Hinsbeck
Hinsbeck (hk).
Pünktlich um
10.45 Uhr startete am Freitagmorgen der Hinsbecker „Schollzoch“ durch den
Ortskern, eine
gemeinsame
Veranstaltung
von Grundschule und Comeniusschule sowie
des katholischen
Kindergartens St. Peter und
des städtischen Kindergartens „Spatzennest“. Insgesamt ca. 370 Kinder mit ca.
50 Lehrpersonen und Erzieherinnen beteiligten sich an
diesem „Zug verkehrt“, begleitet vom Musikverein
Cäcilia, alle bunt kostümiert. Hierbei werfen die
Zuschauer das Wurfmaterial in den Zug, und die Zahl
der Zuschauer war groß.
Viele Eltern und Großeltern standen am Straßenrand und warfen fleißig, so
dass die Kinder ihre Tragetaschen schnell voll hatten. Diese waren dann teilweise so schwer, dass sie
an die Eltern zum Transport weitergegeben werden mussten. Trotzdem
liefen die Kinder weiter
hinter jedem geworfenen
Teil her. Vom Ortskern
führte der Umzug am Marienheim vorbei, wo die älteren Bewohner mit glänzenden Augen dem bunten
Treiben zusahen und ebenfalls fleißig warfen.
Diese Veranstaltung hat
in Hinsbeck schon eine lange Tradition. Bereits 1984
zog der erste Schollzoch
durch Hinsbeck, es war der
Erste im weiten Umfeld. Er
entstand aus einer Idee des
damaligen GrundschulRektors Helmut Dreßen, die
bis heute von den Verantwortlichen der vier Hinsbecker Kinderbildungseinrichtungen weitergeführt
wird. An der Sicherung der
Strecke beteiligen sich
auch die Freiwillige Feuerwehr und das DRK. Jeder
ist bereit, seine Freizeit für
die Freude der Kinder des
Ortes einzusetzen.
Karneval im Grenzland
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Brachter Karnevalszug
Braut lässt es mächtig krachen
4x11-jähriges Jubiläum mit farbenfrohem Zug
VON HEIKE AHLEN
Bracht. „4x11, wir lassen’s
krachen - Braut hat immer
was zu lachen“ - das ist das
Motto des Nelkensamstagszuges in Bracht. Und das
Lachen ist den 555 Zugteilnehmern tatsächlich ins Gesicht getackert.
Denn schon wieder haben
sie der Wettervorhersage
getrotzt. Schon wieder lacht
über Bracht die Sonne - und
über Brüggen die ganze Welt.
Ob es tatsächlich der alljährliche Besuch auf dem Friedhof am Nelkensamstagmorgen ist, der die Sonne scheinen lässt, weiß niemand.
Aber statt der angesagten
Tropfen regnet es wieder nur
Kamelle satt auf das närrische Volk. Alte und Junge,
Neue und solche, die schon
ewig dabei sind, bilden den
Zug, der sich sogar mit Verfrühung durch das Dohlendorf in Bewegung setzt.
Oben auf ihrer Mühle sehen
Justin I. und Ayleen I. den
Zug an sich vorbeiziehen, bis
sich ihr Wagen als Letzter
anschließt. Vorher haben die
Besucher am Straßenrand
schon fantastische Frösche
gesehen, die sich darum sorgen, dass im Gottwald der
Teich bald leer sein wird. Die
Panzerknacker von der
Staubwolke aus Alst rauben
keine Gemeindekasse aus,
sondern feiern kräftig mit ihren Gästen. Traditionell hat
der Brachter Zug nicht nur
Spaß an der Freud, sondern
auch politische Themen zu
bieten. Der fehlende Ortsname auf den Autobahnschildern ist ein solches. Und natürlich die Frage, ob Bracht
wirklich „einfach unverbesserlich“ ist. Die stellen die Minions. Und die Antwort folgt
auf dem Fuß - oder besser ge-
sagt: Im Zug. Die Frico-Boys
sind für ein kunstvolles Bracht
zu haben. Auch geputzt wird
gern und reichlich - und ohne
Architekt, so werde Bracht
ganz nett. Ob die Giraffen
einen Seitenhieb nach Dänemark darstellen oder einfach
nur herrlich schön sind,
bleibt das Geheimnis des
Hühnerclubs. Tanzen, bis
der Arzt kommt, Eskimos,
Krümelmonster, Shrek, dazu
die Damen des Elferrats in
fantastischen Fantasie-Kostümen - Braut begeistert
einfach immer wieder.
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Karneval im Grenzland
Brachter Karnevalszug
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Tulpensonntagszug in Niederkrüchten-Brempt
Von der Sonne verwöhnt
Grandioser Endspurt - „Mit Vollgas durch den Karneval“
VON HEIKE AHLEN
Niederkrüchten. Sie hatten nichts anderes verdient
als Sonne satt. Werner I. und
Erika I. (Fregien) waren den
Brempter Narren von Maak
Möt ein so sonniges Prinzenpaar, das während der Session so viel Spaß in die Säle,
die Kindergärten und auf die
Bühnen der Umgebung gebracht hatte, dass sie diesen
Zug mit jeder Faser genießen
sollten. Schließlich hatte sich
das Paar auch einst in einem
Karnevalszug kennen und
lieben gelernt. „Mit Vollgas
durch den Karneval“ war in
Anspielung auf ihren Beruf
als Busunternehmer das Motto gewesen, und der Zug gab
schon kurz vor 14.11 Uhr
mächtig Vollgas. 24.000 Besucher wurden gezählt, die in
den Straßen kräftig feierten
und „Maak Möt“ riefen.
Traditionell erhalten die
Brempter starken Besuch aus
Merbeck. Und der war dieses
Jahr sehr international unterwegs - griechisch, alpenländisch und gallisch. Aber sogar aus dem All waren die
Zugteilnehmer gekommen.
Die Jugend aus Holzweiler
präsentierte sich völlig „abgespaced“. Und immer wieder wurden Kinderträume
war: Glücksbärchis, bunte
Schmetterlinge, Legosteine,
kuschelige Eisbären, Zebras,
Giraffen und Shaun, das Schaf.
Bald jeden dieser niedlichen
Gesellen hätten die Kleinen
sich zum Kuscheln gewünscht. Doch auch die gruselige Seite kam mit Schwalmgeistern, Schwalmpiraten
und Urwald-Kannibalen
nicht zu kurz. Und vor lauter
Feiern bemerkten die meisten
Besucher nicht, dass es an
diesem Tulpensonntag deutlich später wurde als sonst.
Während in den letzten Jahren immer schon gegen 16
Uhr alles in die Begegnungsstätte strömte, war es diesmal kurz nach halb fünf. Und
mit ihrem Besuch dort machten die Narren dem scheidenden Prinzenpaar das
schönste Geschenk: Es wurde rappelvoll, die tolle Stimmung des Zuges schwappte
in den Saal hinein und hielt
noch bis weit in den Abend.
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Tulpensonntagszug in Niederkrüchten-Brempt
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Rosenmontagszug in Overhetfeld
„Schön ist es, OKV zu sein“
Overhetfelder Kinder im siebten Himmel
VON HEIKE AHLEN
Overhetfeld. Sie haben
überall in der Gemeinde mitgefeiert - nun fiebern sie dem
Höhepunkt ihrer Session
entgegen, dem eigenen Rosenmontagszug im Dorf.
Und dann kommt der Regen.
Nach einem tollen Tulpensonntagswetter so etwas.
Aber schon der erste Blick
auf die Straße lässt alle Tränen trocknen. Denn niemand
ist zu Hause geblieben, weil
es ein bisschen nieselt.
Im Gegenteil: So viele Besucher wie nie säumen die
Dilborner Straße. Sie sind
gekommen, weil Overhet-
feld so familiär ist. Weil hier
die Kleinsten schon im Zug
mitgehen. Weil es keine Traktoren gibt, unter die ein Zuschauer geraten könnte. Und
weil es Karneval zum Anfassen ist. Oft mischen sich
Zugteilnehmer und Publikum, und den Höhepunkt,
den Prinzenwagen, umschwärmen ganz viele.
Der ist in diesem Jahr etwas wirklich Besonderes.
Prinzessin Lilly I. hat sich
eine Kutsche gewünscht
statt eines Wagens. Weil aber
aus verschiedenen Gründen
kein vierbeiniges Pferd zur
Erfüllung des Wunschtraums zur Verfügung steht,
müssen nun zwei zweibeinige Zugpferde ran. Die Eltern des Prinzenpaares,
Yvonne und Thomas Lankes, sind auch zu diesem Spaß
bereit, ziehen ihre Kinder
durch die Straße und lassen
es sich gefallen, dass die Besucher immer wieder die
Pferde mit Leckerchen füttern wollen.
Der Zug spiegelt die Bandbreite des Alters der Teilnehmer, die alle für ihr Motto selbst
verantwortlich sind: Die Kleineren kommen als Mäuse,
Schlümpfe oder Pinocchios,
die Größeren als „Men in
Black“. Und hinterher erklingt
das Lied, dass Prinzenpaar
und Garden durch die Session begleitet hat, und das inzwischen von der Kleinsten
bis zum Größten alle aus vollem Halse singen können:
„Schön ist es, OKV zu sein“.
Till I. und Carlotta I.
regieren im nächsten Jahr
Overhetfeld (hei). Es ist
Tradition beim Overhetfelder Karnevalsverein, dass
die Kinder, aus denen die
Gesellschaft besteht, am
Nachmittag des Rosenmontags
ihr Prinzenpaar verabschieden und ohne elterlichen Beistand aus ihrer Mitte die neuen
Regenten küren. Auf Cedric I.
und Lilly I. (beide Lankes), die in
diesem Jahr regiert haben, folgen im nächsten Jahr Till I.
(Lachmann) und Carlotta I.
(Büschgens).
Auch im Vorstand gibt es
Veränderungen. Ex-Präsident
Erik Ahlen (16) will sich ab nächstem Jahr seinen Abiturvorbereitungen widmen. In seine
Fußstapfen tritt seine Kusine,
die bisherige zweite Vorsitzende Wiebke Ahlen (14). Gemeinsam mit Kerstin Ahlen (14) und
dem scheidenden Prinzenpaar
Cedric (14) und Lilly (12) Lankes will sie die inzwischen 16jährige Tradition des reinen
Kinderkarnevals in Overhetfeld fortführen.
Karneval im Grenzland
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Die Züge in Born, Lüttelforst, Vogelsrath und Dilkrath
In Born werden die Kinder mit Süßem beworfen
Born (bei). Wie jedes Jahr
ist es beim Borner Schulzug
üblich, dass die Zuschauer
die Kinder mit Süßigkeiten
bewerfen. Mit vielen kleinen
„Wagen“ und natürlich
bunt kostümiert zogen die
Schüler und Lehrer durch
den Ort. Für die Musik sorgten die Jugendlichen des Borner Jugendtreffs. Auch die
Brüggener Karnevalsgesellschaften ließen es sich nicht
nehmen, den kleinen Zug mit
ihrer Anwesenheit zu beehren. Bereits am frühen Morgen traten die Tanzgarden
der Burg Garde in der
Grundschule bei einem bunten Rahmenprogramm, zu
dem alle Klassen etwas beitrugen, auf. Die CDU sponserte Teilchen und Getränke
Gut gelaunt und gut organisiert zog der Schulzug durch das Golddorf. Foto: Birgit Eickenberg
für die Zugteilnehmer, Mitglieder des Fördervereins
übernahmen die Verteilung
nach dem Zug. Die ergatterten Süßigkeiten werden nach
Karneval in den Klassen ver-
teilt und werden sicherlich
lange Zeit noch Erinnerungen an den Schulzug wecken.
Kamelleregen in Dilkrath
Der Mottowagen des Freundeskreises Dilkrath mit vielen gelben Minions. Foto: Cohnen
Dilkrath (fjc). Im Ochsendorf Dilkrath ist wieder mal
alles anders: Bei der heiteren
Karnevalsmesse, zelebriert
von Father Stanis und Diakon Cohnen mit gereimter
Predigt in „Dellekroer Plott“,
erklang in der Kirche am Ende
auch die Dilkrather Hymne
„Vör send an Heu on Öes
jewennt“. Anschließend
setzte sich der farbenfrohe
Zug in Bewegung. Voran zog
der Motto-Wagen des
„Freundeskreises
Dilkrath“ zum Thema „Dilkrath - einfach unverbesserlich“, der auch für die
nötige musikalische Power
sorgte. Es folgten zunächst
viele gelbe Minions, dann
die große Schar der bunt
kostümierten Kinder.
Nun wird in Dilkrath
nicht vom Zug aus auf die
Zuschauer mit Kamelle geworfen, sondern umgekehrt:
Von den Häusern und
den Zaumgästen am Rande regnet das Wurfmaterial auf die mitziehenden
Kinder herab. Diese hatten
alle Hände voll zu tun, die
vielen kleinen Leckereien
aufzusammeln und in mitgebrachten Tüten und Taschen abzuschleppen. Pe-
Party total von Lüttelforst für Lüttelforst und die Welt
VON WERNER PALMEN
Lüttelforst. Wenn anderenorts noch die letzten Zugvorbereitungen getroffen
werden, haben die Jecken in
Lüttelforst nicht nur das Dorf
fest im Griff, sondern am Nelkensamstag bereits ihr ganzes Pulver und die Kamellen
verschossen. Startpunkt der
zahlreichen Gruppen war in
diesem Jahr das Oberdorf.
Von dort stammte auch
der größte Wagen. Der Freundeskreis Oberdorf/Zenk präsentierte in Anlehnung an
den Bischof von Limburg
eine übergroße goldene Badewanne, verziert mit echt
aussehenden 1.000-EuroScheinen. Eine unwahrscheinlich große Zahl von Bischöfen, Kardinälen und
Schwestern liefen schmachtend - die Luxuswanne stets
im Blick - dahinter.
Die Kleingruppe (Ingeborg
und Heinz Kamps - genannt
Kampi) erinnerte lautstark
und im Zickzackkurs mit
dem Wagen „World Wide
Web“ an die scheinbar 67
Prozent verprellten Glasfaser- Interessenten im Waldhufendorf.
Die Gruppe „erwachsene
Jugend“ blickte - mit Kind
und Kegel - in bunten Pla-
stikraumanzügen mit ihrer
„X-WING“ Rakete in die
Zukunft. Wie jedes Jahr nehmen auch die „Grenadiere“
teil. Diesmal meinten sie als
Robin Hood verkleidet - den
Rächer der Enterbten - spielen zu müssen.
Farbtupfer im Zug waren
grünweiß geblümte Fußballer, dargestellt durch die
Gruppe „Junge Familien“.
Auf halber Strecke erhielt das
närrische Volk - wie jedes
Jahr - im Bauerncafe Bolten
kostenlos Stärkung. Der den
Zug begleitende Schupo,
konnte - wie immer- dem
närrischen Treiben tatenlos
zuschauen und trug seine
Handschellen vergebens zur
Schau.
Nach Auflösung des Zuges war im Zelt am Jugendheim Stimmung angesagt.
Als letztes „Highlight“ hatte dort Zugchef Porki (Markus Bolten) die Partyrakete
„TOBI“ engagiert.
Kinderwagen-Flachrennen
in Vogelsrath
Der „Brennende Iglu“ wird durch Vogelsrath gezogen.
Foto: Cohnen
Vogelsrath (fjc). Vogelsrath zeigte sich am Sonntagmorgen wieder außer Rand
und Band, war doch so ziemlich alles auf den Beinen, was
Rang und Namen hat: das
„Kinderwagen-Flachrennen“ war angesagt. Entstanden vor Jahrzehnten, als
man wirklich nur mit Kinderwagen und später auch
mit Bollerwagen durch die
Sektion zog, zeigen sich dabei heute viele lustige Einfälle, die Karneval und einen
Umzug auch mit einfachen
trus war den Kindern (und
auch den größeren Narren)
offensichtlich wohl gesonnen: Ein Mix aus Sonne und
leichten Wolken sorgte
auch für Heiterkeit vom
Himmel! Für die nötige Sicherheit am Karnevalswa-
Mitteln attraktiv machen.
Bis heute sind große Zugmaschinen verpönt, möglichst
soll nur Muskelkraft zur Fortbewegung eingesetzt werden. Viel Stimmung hatten
so unter anderem die „Fliegenpilze“, die Bewohner vom
„Brennenden Iglu“, das „junge Gemüse von Bonduelle“
wie auch die „Jungs vom
Gartenbau“, um nur einige
zu nennen. Etliche „Tankstellen“ am Zugweg sorgten dafür, dass den Akteuren die
Muskelkraft nicht ausging.
Haus am Rieth
gen und auf der Straße
sorgten die Kameraden der
Freiwilligen Feuerwehr
vom Löschzug Dilkrath.
Der Zug in Dilkrath wird
gemeinsam von den Ortsvereinen und Gruppen organisiert und getragen.
Karneval im Grenzland
Seite 20
Der Rosenmontagszug in Vinkrath
Närrische Extraklasse in Vinkrath
Römischer Prinzenwagen setzt Maßstäbe
VON MANFRED BAUM
Vinkrath. Kann ein Kinderkarnevalszug aus einem
2.000-Seelendorf noch schöner sein als er am Rosenmontag im närrischen Boosch
war? Ja, aber nur mit Blick auf
das Wetter. Denn die Märzsonne vom Tulpensonntag
war am Rosenmontag zunächst verschwunden. Ein
paar kleine Regentropfen störten jedoch die 1.000 Zugteilnehmer in 25 Gruppen und
Wagen nicht. Der Vinkrather
Kinderkarnevalsverein bewies mal wieder, dass im
Boosch ganz viel närrisches
Potentizal steckt. Es sind die
Nachbarschaften, die Straßengemeinschaften und Vereine,
die den Karneval in Vinkrath
tragen, der seine ursprünge in
der früheren Vinkrather
Volksschule hat. Doch auch
Vereine aus Oedt und Grefrath
beteiligten sich am Zug.
Und der geriet unversehens
zu einer Reise um die Welt und
durch die Zeit. Die unendlichen Weiten des Weltraums
waren ebenso vertreten wie
Engel und Teufel. Die Wikinger
fielen für kurze Zeit in Vinkrath ein, dazu die „gelbe Gefahr“ - ein Frisch-Import aus
China. Die Landlust Vampire
waren mit über 80 Personen
eine der größten Gruppen im
Zug, und eine Rolle rückwärts
in die Steinzeit gab es eben-
falls. Doch auch Asterix und
Obelix ließen sich sehen.
Und wo die sind, sind bekanntlich auch die Römer nicht
weit. Denn natürlich war der
stattliche Prinzenwagen mit
der herrlichen Gruppe von
Römern das wahre Prunkstück des Kinderkarnevalszuges 2014 in Vinkrath. Schwarze Rappen zogen den Prinzenwagen des jungen Kinderprinzenpaares Niklas I. (Weßling)
und Janina I. (Drießen). Mit
dabei die wohl drei Dutzend
starke Fußgruppe der Römer,
die ebenso wie der Wagen ein
Highlight des Zuges waren.
Das Bööscher Westend hatte
diesen Wagen gebaut, der sicherlich Vinkrather Kinderkarnevalsgeschichte schreiben wird. Im Zelt feierte man
den Ausklang des Zuges mit
Musik. Vinkrath war wieder
närrische Extraklasse.
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Karneval im Grenzland
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Seite 21
Der Nelkensamstagszug in Oedt
Längster Narrentreck aller Zeiten
Aufstellung erstmals in Mülhausen
VON MANFRED BAUM
Mülhausen/Oedt. Freude
ist Gesundheit für die Seele,
hat einst Aristoteles gesagt.
Insofern haben am vergangenen Nelkensamstag in
Mülhausen und Oedt einige tausend Besucher viel für
ihre Seele tun können, denn
die Freude war riesengroß
über einen prächtigen, bun-
ten, langen und mit Überraschungen gespickten
Zug, der schon vor 14 Uhr
auf der Gartenstraße startete. Die war ebenso rappelvoll mit Prunkwagen
und Fußgruppen wie die
Kirchstraße. Rund 1.500
Teilnehmer in 35 Gruppen
bedeuteten einen Rekord
für Oedt und Mülhausen.
Es war ein Zug, der offen-
sichtlich viele auswärtige
Gruppen, Vereine und Vereinigunghen ansprach. Vor
allen Dingen die Landjugendgruppen, die aus Dülken, Süchteln. Hinsbeck, Boisheim, Waldniel oder Tönisvorst, aber natürlich
auch aus Grefrath mit herrlichen Prunkwagen und bestens kostümierten Begleitpersonal nach Mülhausen
und Oedt gekommen waren. Dicht gedrängt standen die Besucher am langen
Zugweg. Und Organisator
Werner Hoerschkes war
happy über den RekordNarrentreck. Er bewies,
dass seine Entscheidung
vor vier Jahren die „Üdsche
Jaas“ wieder trekke tu loate, vollkommen richtig
war.
Ob Wikinger, Pinguin,
Schmusekätzchen, oder
Tanzbär - es war die Jugend, die den Zug prägte
und die die Fröhlichkeit
unters jubelnde Narrenvolk brachte. Mit einem
schmucken Wagen und
Gardisten als Fußgruppe
bewies die Oedter Feuerwehr, dass sie das Brauchtum pflegt. Selbst Schnee
Der Rosenmontagszug in Dülken
Dülken feiert bunt wie immer
Ein Narrentraum im Jubiläumsjahr
VON MANFRED BAUM
Dülken. „Gloria tibi Dülken!“ Rund um die Narrenmühle liegt traditionell das
Epizentrum der Narretei. Und
als sich kurz vor Toresschluss
doch noch ein Prinzenpaar für
das Jubiläumsjahr - 650 Jahre
lang hat Dülken nun das Stadtrecht - fand, war der Narrentraum perfekt. Selbstredend,
dass auch Petrus ein Einsehen
hatte und rechtzeitig zum
Zugbeginn die Wolken einfach
wegschob. Und mehr als
40.000 Besucher sahen den Jubiläumszug und waren restlos begeistert, denn der Zug ist
ganz sicher einer der besten
Karnevalsumzüge am Niederrhein. 3.500 Zugteilnehmer in
126 Zugeinheiten ließen das
dicht gedrängte Narrenvolk
immer wieder jubeln. Gloria
tibi Dülken - dieser wohl einmalige närrische Schlachtruf
war die Brücke zwischen den
Zugteilnehmern und den Zuschauern, die in überwiegender Zahl als Familie den Zug
sahen. Mit Zwei- und Vierbeinern standen sie am Straßenrand. Der Vaterstädtische
Verein als Veranstalter des
Zuges hatte alle närrischen Register für einen farbenfrohen
Rosenmontagszug gezogen,
dem einmal mehr die herrlichen Fußgruppen ihren Stempel aufdrückten. Sie sind und
waren stets das „närrische
Sahnehäubchen“ im Zug. Dabei überrascht immer wieder
der Einfallsreichtum der
Gruppen, Vereine und Freundeskreise. Ob Schafe on Tour,
Apres-Ski oder Schneewitt-
chen, ob die Überraschung
aus Dilkrath, das Narrenschiff
oder der knutschende Elch sie alle warfen Kamelle aus
vollen Händen und heimsten
bewundernde Blicke und offenen Jubel ein. Die Handballer aus Waldniel „krümelten“ durch den Zug, ihre Dülkener Kollegen feierten
schon die WM des anderen
Balles mit brasilianischen
Samba-Rhythmen. Und aus
den Dölker Möhnen waren
Satansweiber geworden.
Nur einen Prinzenwagen
hatte man in der kurzen Regentschaft der Tollitäten
nicht mehr gebaut. Das Prinzenpaar residierte auf dem
Wagen des Orpheums - gemeinsam mit Rector Magnificus Volker Müller - und das
bei wunderbarer Stimmung.
fiel in Oedt am frühlingshaften Nelkensamstag. Da
machte es auch nichts, dass
der künstlich war.
In der Mooren-Halle fand
am Abend der Oedter Karnevalsball statt. Am Sonn-
tagnachmittag endete der
Karneval in Oedt mit einem
Nachmittag für Kinder von
der Oedter Kolpingsfamilie. Rund 150 Kinder feierten in bunten Kostümen im
Mooren-Bau.
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Karneval im Grenzland
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Der Rosenmontagszug in Süchteln
Tolle Stimmung im jecken Süchteln
Tierische Motto-Gruppen feiern auch bei trübem Wetter
VON MANFRED BAUM
Süchteln. Unter dem Motto „Sötele öss wörr doa,
wöre fiere mött ött Prinzenpaar“ machte der Festausschuss Süchtelner Karneval am wolkenverhangenem Rosenmontagmorgen
deutlich, dass man mit Markus I. (Ophei) und Michaela
I.(Weuthen) nach zwei prinzenlosen Jahren im Soetelschen Rosenmontags-Treck
wieder ein Prinzenpaar hat.
Und das war mit ganzer
Kraft und Freude,sowie
Frohsinn für das Brauchtum
Karneval im Einsatz.
Ebenso hellauf begeistert
waren Karina I. (Kreuer) und
Tim I. (Lehmann), das Kinderprinzenpaar der KG De
Brook Müerkes. Vor allen Dingen aus dem Umfeld der jungen Prinzessin heißt es, dass
die den Karneval „heiß und
innig“ liebt. Der Zug, der sich
pünktlich um 10.11 Uhr auf
der Hindenburgstraße in Bewegung setzte, war farbenfroh und griff auch lokale
Themen auf. Das Irmgardiskrankenhaus warb mit hübschen Krankenschwestern,
Pflegern und Medizinern für
die „Geriatrie in Süchteln“.
Ein wahrer Märchentraum
im Narrentreck waren die
Sotelschen Diven, die den „Tiger von Eschnapur“ in ihr
närrisches Herz geschlossen
hatten. Überhaupt bot der
Zug manch tierisches Vergnügen, das sich in den
Gruppennamen und den Kostümen niederschlug. Da
sind die Jecken Höhner oder
der Freundeskreis Flattermann. Der Wagen der KG
Tüüt Poot war „Sau-Affig“.
Der Tulpensonntagszug in Viersen
Eingeigelte Rintger, eine ganze Frosch-Kolonie und Boisheimer Bienen komplettierten den Zoo, der mit insgesamt 1.500 Teilnehmern in
70 Gruppen gut zweieinhalb
Stunden durch Süchteln zog.
Und von da aus ging es für
die meisten - inzwischen
warm geschunkelt und abgetrocknet noch in der großen Karawane nach Dülken.
Karneval im Grenzland
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
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Die Rathausstürme im Grenzland
„Wenn ein Bürgermeister spricht, hat man hin zu hören“
Auch in diesem Jahr wurde am Altweiberdonnerstag ausgelassen im Rathaus gefeiert.
Lediglich ein paar wenige Karnevalisten sorgten für Störungen
VON SUSANNE PETERS
Lobberich. Auch in diesem
Jahr wurde zu Altweiber
traditionell ins Rathaus geladen: Circa 200 Närrinnen
und Narren durften bei Getränken und Musik mitfeiern. Die übrigen Karnevalisten suchten unter einem der
mit stabilen Böden und Heizgebläsen ausgestatteten Zelte auf dem Vorplatz des Rathauses Schutz und feierten
dort ebenfalls mit Getränken und närrischer Stimmungsmusik.
„Die Stimmung, sowohl im
Rathaus als auch auf dem
Vorplatz, war sehr gut,“
berichtet Arndt Venten,
Pressesprecher der Stadt
Nettetal. Daneben habe es
wie in jedem Jahr etliche
Platzverweise durch das
Ordnungsamt wegen übermäßigem Alkoholkonsums
unter Jugendlichen auf dem
angrenzenden Doerkesplatz
gegeben. Starke Windböen
und teils heftiger Regen hielten jedoch augenscheinlich
zahlreiche Zuschauer davon
ab, sich mehr als den Sturm
der Alten Weiber gegen
16.11 Uhr anzusehen.
Schließlich ergriff Prinz
Wolfgang I. das Wort und
rief reimend ins Mikrofon:
„Das Wetter ist uns scheißegal, denn heute, da ist Karneval.“
Nach der offiziellen
Schlüsselübergabe begrüß-
te das Prinzenpaar sein Volk
aus dem Feuerwehrkorb in
luftiger Höhe und warf Kamelle, die teils mit Regenschirmen aufgefangen wurden. Bei seiner Ansprache im
Rathaus erlebte das Stadtprinzenpaar ein paar enttäuschende Momente. „Es
war teilweise schon ein wenig traurig festzustellen,
dass bei unserer Ansprache
und bei der Rede des Bürgermeisters an verschiedenen
Stellen regelrecht Respektlosigkeit an den Tag gelegt
wurde.“ Denn sowohl das
Prinzenpaar, als auch Bürgermeister Christian Wagner hatten Schwierigkeiten,
bei den Karnevalisten in der
Kantine Gehör zu finden, da
Und schwups war der Schlips ab
Bracht (bei). Die Brachter
schunkelten sich zur Musik
aus dem Rathaus ein, hofften, dass das Wetter sich hält
und warteten auf die Möhnen. Mindestens 88 Möhnen
rückten dann gut gelaunt auf
das Verwaltungsgebäude
vorwährend sich Bürgermeister Gerhard Gottwald
im Inneren des Gebäudes gut
beschützt noch ein Bierchen
trank. „Ohne dich geht es
nicht“, erklang aus den Boxen und die Freude war groß,
als sich die Tür des Rathauses öffnete. Gottwald konnte
gar nicht so schnell schauen,
wieder Schlips abgeschnitten wurde. Bützend drangen die Möhnen in da sRathaus ein. Gerade rechtzeitig,
der einsetzende kalte Regen
konnte sie nicht mehr erwischen. Die Brachter „Wasserratten“ postierten sich
gemeinsam mit dem Kinderprinzenpaar symbolisch auf
der Treppe des Rathauses,
um die Machtübernahme zu
demonstrieren, während
auch vor dem Gebäude weiter gefeiert wurde.
Bützend und jubelnd eroberten die Möhnen das Rathaus. Foto: Birgit Eickenberg
ein paar durch Zwischenrufe und lautes Reden störten.
Der Prinz, dem dies unangenehm auffiel, ergriff schließlich das Wort: „Hört mir bitte einmal zu, ihr könnt euch
doch bitte mal für drei bis
vier Minuten zusammenreißen. Wenn ein Bürgermeister spricht, hat man hin zu
hören, diese Form der Nichtachtung kann man sich nicht
gefallen lassen.“
Sicher seien diese Beeinträchtigungen durch Minderheiten ausgelöst und zerstörten die feierliche Atmosphäre nicht nachhaltig, fasste Wolfgang I. später zusammen. Aber es liege ihm
grundsätzlich auf dem Herzen, zu bedenken zu geben,
dass man ohne Kinderstube
nicht angemessen feiern
könne. Das Prinzenpaar, das
nun fast am Ende seiner
Weltreise durch Nettetal
angelangt ist, muss es wissen. Prinzessin Anne I. resümiert: „Wir haben in den letzten Tagen eine Reihe von Kindertagesstätten und Seniorenstuben besucht. Dort
wurde sich auch prima benommen.“
Zu guter Letzt richtet das
diesjährige Stadtprinzenpaar auf diesem Wege noch
einmal das Wort an alle Nettetaler Karnevalisten: „Wir
möchten uns recht herzlich
bei der Bevölkerung bedanken. Es war alles annähernd
perfekt. Wir wurden bei un-
serer Weltreise in jedem
Ortsteil richtig nett aufgenommen.“ Und es habe von
ihrem ersten bis zum letzten
Auftritt nicht einen Karnevalisten gegeben, der zum
Rauchen den Raum verlassen hat. Auf der After ZugParty im Seerosensaal lobte
eine Närrin den Prinzen
ganz besonders: „Ihr seid
wirklich ein Spitzenprinzenpaar. Echt klasse seid ihr
beide! Toll!“ Dies belohnte
der bekanntermaßen sehr
emotionale Prinz sichtlich
gerührt mit ein paar warmherzigen Bützchen links und
rechts und rief bewegt: „Vielen, vielen Dank! Es macht
uns auch richtig viel Freud’
und Spaß.“
Auf dem Nikolausplatz
flogen die Süßigkeiten tief
Brüggen(bei). Aus den
Musikboxen des Rathauses
erklangen närrische Töne,als
der Nikolausplatz sich mit
vielen verkleideten Narren
füllte.Zum Möhnen-Frühstück waren lediglich 25
„Alte“ erschienen, die anschließend in Begleitung dreier Musikkapellen, der Kinder
und Erzieher des St. Nikolaus
Kindergartens und der Gemeinschaftsgrundschule
Brüggen auf den Platz zogen.
Das Brüggener Prinzenpaar, die Narren der BKG,
OeKaGe und der Burg Garde
hatten sich mit reichlichWurfmaterial bewaffnet.
Auch viele Eltern waren mit
ihrem Nachwuchs erschienen. Bürgermeister Gerhard
Gottwald neckte wie immer
die Möhnen, die zügig Einlass in das Rathaus begehrten, mit dem goldenen Rathausschlüssel vom sicheren
Platz hinter einem der Rat-
hausfenster aus. Doch lange
wehrte der Widerstand
nicht. „Wer der neue Meister des Rathauses werden
will, muss vor allem nett zu
den Möhnen sein“, teilte Gottwald mit, nachdem er den
Fall seines Herrschaftsitzes
verkündete. Für Pastor
Frank Schürkens war es der
erste Rathaussturm in Brüggen, doch er mischte sich
gerne mit unter das närrische Volk.
Der Rathaussturm auf dem Nikolausplatz erfreut vor allem immer die Kinder der Gemeinde.
Foto: Birgit Eickenberg
Karneval im Grenzland
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Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Die Rathausstürme im Grenzland
Auf Sonne folgt Regen Narren wollen ins Trockene
Viersen (maba). Was für
ein Unterschied - zwischen
den Stürmen die Rathäuser
in Dülken und Süchteln am
Morgen und am Nachmittag in Viersen. In Dölke on
Soetele: Sonne satt und elf
Grad plus. In Viersche: Regen satt und eine Temperatur, die sich mehr als halbiert hatte auf gerade mal
fünf Grad. Da wurde der
Stadthaussturm fast zum
Stürmchen, denn zahlreiche
Möhnen versuchten, recht
schnell ins Foyer des Stadthauses zu gelangen, um so
dem nicht aufhören wollenden Regen zu entweichen.
Im ersten Stock am Fenster des Bürgermeisterzimmer schauten derweil vor
Regen geschützt Günter
Thönnessen und Hans-Wil-
ly Bouren den radelnden
und tanzenden Möhnen zu
und waren recht guter Dinge, bestens für den kleinen
Sturm gerüstet zu sein. Zudem schien Hans-Willy Bouren fast ein wenig mehr
„Lust zum Spiel“ zu haben,
denn er warf Bälle unters
Narrenvolk, und außerdem
hatte Ex-Prinz Hans-Willy
schon am Morgen Michael
Aach mehr oder weniger hilfreich in Dülken zur Seite gestanden. Das hatte seine „Abwehrkraft“ ein wenig geschwächt.
Doch auch Thönnessen
schien ein wenig froh zu sein,
dass er jetzt die Macht den
Möhnen übergeben konnte.
Die ersten Möhnen waren
schon nach neun Minuten
im Stadthaus.
Wer hat diesen Regen bestellt?
Elmpt/Waldniel (hei).
Verflixt und zugenäht - was
Timing so alles ausmachen
kann. Oder besser gesagt:
Wer hätte je gedacht, dass es
einmal wichtig sein kann, ob
„frau“ das Rathaus um 14.11
Uhr oder um 15.11 Uhr unter Kontrolle bringt. Auf
eine Stunde kann es doch
nicht ankommen, oder? Der
vergangene
AltweiberDonnerstag lehrt die Möhnen: Es kann doch. Denn in
Elmpt bliesen die alten Weiber wie in jedem Jahr um
14.11 Uhr zum Angriff. Der
wurde dann kurz aber heftig vorangetrieben, weil
draußen gerade die ersten
Tropfen fielen. Und nass
werden wollte ja schließlich
niemand, das sahen auch die
Verantwortlichen im Rathaus ein. Für die Schwalmtaler Möhnen war um 14.11
Uhr gerade einmal Zeit, um
sich an der Volksbank zu
treffen und von dort aus
Anlauf zum Sturm auf die
vom stellvertretenden Bürgermeister Kurt van de
Flierdt bewachte Rathaustür zu nehmen. Als dort die
ersten Tropfen fielen, flüsterten sich die Alten noch
zu: Es wird schon wieder
aufhören. Aber Petrus hatte
andere Pläne: Er drehte die
Himmelshähne immer weiter auf und spuckte den
Möhnen so kräftig in die
Suppe. Die Rathaustür war
zwar schnell genommen, die
„Kurt’sche Kapitulation“
vollzogen, aber der Regen
hielt an und vertrieb so viele
Schaulustige, aber auch Vollblut-Karnevalisten vom
Marktplatz.
Doch die Waldnieler Möhnen wären nicht die Wald-
: Spieglein, Spieglein an der Wand - wer ist die Schönste im
ganzen Land? Die geheimnisvolle Frau Nummer sieben bekam
von der Jury aus Mitgliedern der Karnevalsvereine die meisten
Punkte. Foto: Heike Ahlen
nieler Möhnen, wenn sie
nicht trotzdem weiter getanzt und geschunkelt hät-
ten: Zuerst im Regen, später im Pfarrheim und in den
Kneipen.
Gegenwehr wie bei Schalke 04
Dülken (maba). Begeisterung war am sonnigen Altweiberdonnerstagmorgen:
Das ist der „närrische Treibstoff“, der Möhnen, Prinzenpaare und Narren. Die Frühlingssonne war der willkommene Begleiter für die fast
tanzwütigen Möhnen, die
wie Grazien übers Pflaster
schwebten und die „Rathausverteidiger“ rasch zur
Aufgabe zwangen.
Ein wenig verängstigt und
schüchtern lugten Ortsbürgermeister Michael Aach
und
Vizebügermeister
Hans-Willy Bouren aus dem
Fenster im ersten Stock der
Dülkener „Beamtenbettenburg“. Von tatkräftiger Unterstützung des Bettenburgpersonals war kaum etwas
zu spüren. Dafür große Töne
des Ortsbürgermeisters:
„Wir sind bestens gerüstet
um unser Rathaus zu verteidigen. Wir sind viel besser,
als gestern Schalke 04.“
Hans-Willy Bouren wollte
offensichtlich die Herzen der
Möhnen und des Prinzenpaares für sich gewinnen, als
er ein wenig verstohlen runter rief: „Auch ich war schon
Prinz Karneval in Viersen.“
„Hier ist heute richtig was
los. Wir haben uns akribisch
vorbereitet und sind uns der
Unterstützung
unseres
charmanten Prinzenpaares
sicher“, so Obermöhn Inge
Gartz. Jubel brach aus. Fahnen wurden geschwenkt.
Gloria-tibi-Dülken-Rufe
stiegen in den Narrenhimmel. Das Narrenvolk durfte
schnell über den Sieg jubeln
und zog in einer großen närrischen Karawane zum alten Markt, wo der Straßenkarneval eröffnet wurde.
Rathaus fällt lautlos
ohne Gegenwehr
Grefrath /Vinkrath
(maba). Bürostürmchen am
Altweiberdonnerstag. Und
das bei Regen satt. In der
jetzigen Zeit habe es nicht
mehr gepasst einen Rathaussturm alter Prägung durchzuführen, meint Bürgermeister Manfred Lommetz. Er
verwies dazu auf einen
„mehrtägigen Aufbau“, dem
der Abbau und die Reinigung erfolgte. So kam es bei
Altweiber-Regen, wie es
kommen
musste:
Das
„Stürmchen durch die Hintertür“ ging fast lautlos über
die Bühne. Zwar mit einigen
Helaurufen vom herrlich
kostümierten Bööscher Prinzengefolge, doch ohne Gegenwehr. Der Bürgermeister
kam mit Seemannsmütze in
den Flur im Anbau des Rat-
haus, nahm eine Kind auf
den Arm und gab ohne Gegenwehr den Rathausschlüssel ab. Begeisterung
bei den Bööschern und beim
jungen Prinzenpaar.
Kein Beamter war als Verteidiger bei Bürgermeister
Manfred Lommetz, vielmehr familiäre Unterstützung des Bürgermeisters
durch Gattin Michaela,
Tochter Pia und „Schwiegersohn in spe“ Fredy aus dem
fernen Nettetal. Sie alle waren den Bööscher Römern
überaus wohl gesonnen,
nahmen sie freundlich auf
und bewirteten sie anschließend. Stolz trug der Prinz
den Rathausschlüssel durch
das Rathaus. Karneval einmal anders am Altweiberdonnerstag anno 2014.
Einen Stern, der deinen Namen trägt
Süchteln (maba). Vom
Stern, der deinen Namen
trägt, sangen die Soetelschen
Möhnen, trugen Holzsterne
mit sich und zeigten sie rund.
Markus und Paul stand
drauf. Prinz Markus freute
sich, Rathaus-Chef Paul
(Mackes) ergab sich. Durch
das Fenster im Erdgeschoss (Feuerwehrfahrzeuge mit Leitern sind nur
in Viersen für die Möhnen
verboten) eroberte Obermöhn Margret das Rathaus.
Das Prinzenpaar mit Gefolge zog hinterher. Der alte
schmucke Ratssaal wurde
zum Tanz- und Ballsaal. „
Einen Stern, der deinen Namen trägt“ sang alsbald die
Möhnen-, Narren- und Rathausschar mit vereinten
Stimmen. Pirat Paul feierte
mit den Möhnen und bescheinigte ihnen, „eine clevere Taktik“ angewandt zu
haben. Perplex war Rathausboss Paul ebenso, dass
Schotten dabei waren. Die
kurzen Röckchen hatten ihn
ein wenig verwirrrt, denn
die kannte er bisher von den
Möhnen gar nicht. Der Narrentreck zog zum Lindenplatz, wo einige hundert
Narren mit dem Festaus-
schuss, den Ex-Prinzen und
den Gesellschaften die Eröffnung des Straßenkarnevals feierten. Umjubelter
Star auf der Bühne war dabei der 16-jährige Fahnenschwenker Leon.
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
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Schutz vor Pollen, Staub und
Schadstoffen: Innenraumfilter regelmäßig wechseln
Gute Luft im Auto ist heute zum Standard geworden:
93 Prozent der Neuwagen in
Deutschland sind bereits mit
einer Klimaanlage ausgerüstet, das hat eine GfK-Studie
im Auftrag der Deutsche Automobil Treuhand ergeben.
Gerade an warmen Tagen
wollen die meisten die Frischluftzufuhr auf Knopfdruck
nicht mehr missen - die automatische Klimatisierung
trägt zum Wohlbefinden am
Steuer, zu einer besseren Konzentration und somit zu mehr
Sicherheit bei. Doch damit jederzeit ein „prima Klima“ im
Auto herrscht, sollten PkwBesitzer regelmäßig den Filtereinsatz erneuern lassen.
Befreit aufatmen
Die Klimaanlage sorgt
nicht nur für die Wunschtemperatur im Innenraum zugleich hält ein Filter auch
unerwünschte Bestandteile
der Luft ab und schützt damit die Insassen vor Pollen,
Staub und Schadstoffen.
Nicht nur für Allergiker ist
es ein gutes Gefühl, befreit
aufatmen zu können. Doch
mit der Zeit lässt die Wirkung des Innenraumfilters
nach. „Durch die gesammelten Pollen und Staubpartikel wird die Kapazität des
Filters erschöpft. Wird er
nicht rechtzeitig ausgetauscht, lässt die Wirksamkeit nach und die Qualität
der Luft im Fahrzeug leidet“,
erläutert Serdar Derikesen
von Bosch. Ist der Filter zugesetzt, kann eine erhöhte
Konzentration
uner-
wünschter Luftbestandteile
im Fahrzeuginneren zu allergischen Reaktionen der Insassen führen. Auch die Wirkung der Klimaanlage selbst
lässt nach, wenn sich Ablagerungen auf dem Verdampfer bilden. Ein Tipp für Autofahrer: Ein typisches, sichtbares Zeichen für einen aufgebrauchten Filter sind häufig beschlagene Scheiben.
Aktivkohle schützt zusätzlich
Als Faustregel gilt, dass
der Innenraumfilter einmal
pro Jahr ausgetauscht werden sollte, bei Vielfahrern
durchaus auch häufiger.
„Dabei sollten gleichzeitig die
Filterumgebung, die Kanäle
und der Verdampfer von der
Kfz-Werkstatt
gereinigt
werden“, so Derikesen weiter. Er empfiehlt, sich am besten gleich für einen Aktivkohlefilter zu entscheiden.
„Neben Pollen und Feinstaub
bleiben so auch übelriechende und gesundheitsschädliche Gase wie Ozon und Stickoxid draußen“, sagt Derikesen. Die Aktivkohleschicht,
die aus Kokosnussschalen
hergestellt wird, bindet in
ihrer
schwammartigen
Struktur gasförmige Verunreinigungen. (djd/pt).
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Sport
Seite 26
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Hoffnung auf mehr Sportförderung
Tante Lucies Tagebuch
So langsam werden die
Sorgenfalten größer. Auch
beim vermeintlich schwächsten Team der Liga kamen
die Borussen nicht über ein
Unentschieden hinaus und
bleiben im Jahr 2014 weiter
ohne Sieg. „Jetzt patzt auch
noch unser Schnapper“, hat
der Mann neben Tante Lucie
den Aussetzer von MarcAndre ter Stegen noch immer nicht ganz verdaut.
Andere nehmen dem jungen Torwart-Talent seinen
Fehler nicht übel. „Natür-
lich sieht´s ziemlich dämlich
aus, auf der anderen Seite
hat uns der Junge in dieser
Saison auch schon jede Menge Punkte gerettet“, versucht der Herr am Ende des
Tresens, den Fauxpas vom
Wochenende herunterzuspielen. Doch ganz ehrlich:
Torwartfehler hin oder her,
ausschlaggebend für die
Gladbacher Negativserie ist
sicher nicht der Schlussmann. Borussia hat momentan ganz andere Probleme,
schwankt
zwischen
Wunschdenken und Realität. Und die findet momentan außerhalb der europäischen Plätze statt.
Wobei die Messe selbstverständlich noch lange
nicht gelesen ist und die Favre-Elf nun wirklich jede Menge weitere Möglichkeiten hat,
sich für das internationale
Geschäft zu qualifizieren. Und
wenn es nicht klappt? Dann
merkt vielleicht irgendwann
doch der ein oder andere, dass
auch ein siebter Platz in einer
der stärksten Ligen der Welt
nicht zu den schlechtesten
Ergebnissen gehört…
Holger Falk erfolgreich
bei den DM in Erfurt
Laufen/Oedt. „Bei dem
motivierenden Trainingslager im Vorfeld konnte eigentlich auch nichts schiefgehen“, freute sich Holger Falk
augenzwinkernd nach seinem siebten Platz über 800
Meter bei den Deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Erfurt. Der Mittelstreckler des TuS Oedt hatte
kurz zuvor das große Vergnügen die Toer de Kaap der
Handbiker in Südafrika zu
begleiten und wurde drei
Tage nach seiner Rückkehr
noch ganz von den motivierenden Eindrücken am Kap
der guten Hoffnung getragen.
Die brauchte er auch, denn
das neunköpfige Feld teilte
sich auf dem viermal zu
umlaufenden Oval recht
schnell. „Die ersten Drei, allen voran Meister Peter
Oberließen aus Wiesbaden,
sind eine Klasse für sich und
auch international weit vorne“, wusste Falk, dass es auf
einen harten Kampf dahinter hinauslaufen würde.
Vielleicht wäre auch noch
ein wenig mehr drin gewesen, aber eingangs der Zielgeraden und beim Ansetzen seines Überholmanövers wurde der 49-jährige
Im Nettetaler Rathaus wurden erfolgreiche junge Athleten
im Taekwondo und Shaolin Kung-Fu geehrt
VON JOACHIM BURGHARDT
Nettetal. Im Mittelpunkt
standen junge Spitzensportler. Und doch spielte auch
die Politik eine Rolle, denn
das insgesamt eher mäßige
Abschneiden der deutschen
Wintersportler bei der Olympiade in Sotschi könnte sich
positiv auswirken: „Jetzt
dürfte wohl endlich die
Sportförderung in Deutschland allgemein angehoben
werden, das käme dann auch
unseren Vereinen zugute“,
hofft Willi Wittmann. Der
Vorsitzende des Stadtsportverbandes Nettetal ehrte im
Rathaus zusammen mit Bürgermeister Christian Wagner (CDU) junge Spitzensportler, unter ihnen Madeline Folgmann, frisch gebackene Deutsche Meisterin im
Taekwondo in der Klasse bis
57 Kilo. „Es war sehr spannend, aber ich konnte mich
gegen die Konkurrenz durchsetzen“, berichtete Madeline
Folgmann von der TG Jeong
Eui Nettetal über ihren Erfolg
bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach.
Vorher hatte sie bereits den
Titel bei den A-Junioren geholt, wurde mittlerweile
auch in die Nationalmannschaft berufen. Sechs Mal in
Besondere Sportlerehrung im Rathaus Nettetal: Vorne von links: Nadina Aziz, Deutsche
Meisterin im Shaolin Kung-Fu, Luka Koka, Madeline Volkmann und Ricki Nöhles. Hinten v. l.:
Willi Wittmann, Christian Wagner und Björn Pistel. Foto: Frank Hohnen
der Woche trainiert die 16jährige Kämpferin aus Niederkrüchten-Brempt in ihrem Nettetaler Club. Erfolgstrainer Björn Pistel, der schon
Sportler wie Jens Leewen zu
Taekwondo-Meisterschaften
führte, wies auf die Kehrseite
der Medaille hin: „Leistungssportler auf diesem Niveau
müssen um die 12.000 Euro
im Jahr etwa für Fahrtkosten
oder Sportkleidung selbst
aufbringen“. Für Wittmann
ein Anlass, „solche Leistungen und auch die Unterstützung durch das Elternhaus
noch höher zu bewerten“.
Auch Pistel setzte darauf,
dass „künftig von der Sportförderung auch unsere Sportarten mehr profitieren“. Ne-
ben Folgmann wurde der 15jährige Ricki Nöhles, im Taekwondo Deutscher Meister
der A-Junioren, ebenso geehrt wie Nadina Aziz, 15,
Deutsche Meisterin im Shaolin Kung-Fu, Kategorien Formenlauf Softstyle und Hardstyle, und Luka Kosak, 12,
Dritter der Meisterschaft in
denselben Kategorien.
VVV verspielt leichtfertig Chance auf Direktaufstieg
Fußball/Venlo (op). Beim
1:3 gegen Telstar schliefen
die Venloer zu Beginn noch
tief und fest, fast als hätten
sie den Anpfiff in Velsen
überhört. Ganz anders der
Tabellensechzehnte, der sich
mit einem Heimsieg gegen
VVV endgültig aller Abstiegssorgen entledigte, und
das schon neun Spieltage vor
Saisonende. Nach neun Minuten führten die Gastgeber
bereits mit 2:0. VVV-Coach
Rene Trost war am Spielfeldrand bedient. Denn schon
in der Vorwoche hatte seine
Elf durch ein 0:2 im Heimspiel gegen Excelsior Rotterdam die Möglichkeit vergeben, deutlich an den schwächelnden Tabellenführer
Dordrecht heranzurücken.
Das hat jetzt Mitabsteiger
Willem II Tilburg bis auf einen Zähler geschafft. Die Brabanter profitierten vom Unentschieden der Dordrechter bei Fortuna Sittard, das
vom früheren VVV-Coach
Wil Boessen trainiert wird.
VVV hat hingegen sieben
Punkte Rückstand auf Dordrecht, das am übernächsten
Spieltag in Venlo zu Gast sein
wird. Zuvor müssen die
Schwarz-Gelben allerdings
beim Schlusslicht Achilles ’29
in Groesbeek antreten. Die
Halbprofis von Achilles gehören erst seit dieser Saison
zur Jupiler League und haben keine Punkte zu verschenken, wenn der Abstand zum Vorletzten FC
Oss nicht größer werden
soll. Denn der Letzte steigt
ab. Gegen Telstar verkürz-
Holger Falk wurde in Erfurt
Siebter. Foto: privat
durch den bewussten Spurwechsel eines Konkurrenten quasi ausgebremst.
„Das war nicht die feine Art,
aber im Ziel gab es ein „Sorry“ und man ist ja nicht
nachtragend“, steht für
Falk im Vordergrund, dass
er in der M50 in Deutschland
konkurrenzfähig
ist.I n t e n s i v e s T r a i n i n g
steht ehedem auch weiterhin auf dem Programm,
zumal die thüringische
Landeshauptstadt
im
Sommer auch zu den Freiluft-Meisterschaften lädt.
Julian freut sich gemeinsam mit seinem Vater über den Erlös des Benefizspiels. Foto: privat
ten die Venloer nach einer
halben Stunde durch Oguzan Türk auf 1:2. Das war
jedoch bis zum Beginn der
Nachspielzeit das einzig
Zählbare, bevor Telstar mit
dem letzten Konter auch
noch das 3:1 erzielte. Wenn
kein Wunder geschieht, wird
VVV seine Chance auf den
direkten Wiederaufstieg in
der Relegationsrunde im Mai
suchen müssen. Dafür ist der
Periodenmeister schon qualifiziert. Ein guter Tabellenplatz könnte aber die Teilnahme an der Vorrunde ersparen. Für gute Nachrichten sorgte VVV unterdessen
bei der Scheckübergabe aus
dem Benefizspiel zu Gunsten
der beiden krebskranken
Kinder Ben und Julian aus
Dilkrath. Julian und sein Vater freuten sich, von den Vereinsvertretern aus Dilkrath,
Waldniel, Viersen, Amern
und Venlo den Scheck in
Höhe von 2.254,82 Euro entgegen nehmen zu können.
VVV-Deutschland-Verantwortlicher Robert Pinior:
„Toll, dass wir mit unserem
Spiel gegen die GrenzlandAuswahl über 700 Besucher
anziehen konnten.“
Sport
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
TVL gewinnt Pokal-Derby
Hallen-Handball/Grefrath (maba). Turnerschaft
Grefrath - TV Lobberich
28:34 (10:22). Karnevalsstimmung herrschte bei den
rund 100 Lobbericher Fans
in der Grefrather Doppelsporthalle, wo der Tabellenzweite der Verbandsliga gegen den Bezirksligisten aus
Grefrath zu einem tollen
Pokalfight antrat.
Die Gäste starteten nach
einem 1:1 furios und überrannten in den ersten 20
Minuten die völlig überforderte junge Grefrather Hintermannschaft. Lautstark
angefeuert von den zahlreichen, teilweise kostümierten
Fans, wurde es zu einer Lehrstunde für die Gastgeber.
Die Lobbericher zogen auf
20:5 davon und ein Debakel
schien sich anzubahnen,
zumal es auch eine Vielzahl
von Abspielfehlern gab
und Lobberich das schnel-
Flüggen bleibt Trainer
Der TVL ließ Grefrath am Ende keine Chance. Foto: Manfred Baum
le Konterspiel bestens beherrschte. Doch dann kamen die Grefrather etwas
besser ins Spiel und beim
Stand von 10:22 ging es in
die Pause. Nach Wiederanpfiff stand die Grefrather
Abwehr kompakter und die
Lobbericher
schalteten
phasenweise einen Gang
zurück. Ein Lob an den jungen Tormann Benny Lauf,
der ein halbes Dutzend toller Paraden zeigte. Nach 54
Minuten führten die Gäste
mit 31:23 und die Konzentration ließ im Gefühl des
sicheren Sieges nach. Den
Grefrathern gelangen dadurch in den letzten drei
Minuten noch fünf Tore.
Fazit: Die Grefrather
schlugen sich achtbar,
wenn auch die Lobbericher
spielbestimmend waren
und verdient das Halbfinale
erreichten.
Jeder Stoß ist eine Denksportaufgabe
Christoph Goltz aus Nettetal hat in 25 Jahren keine WM verpasst
Billard. Wenn sich in diesem Monat die Billard-Welt
zum 25. Mal zur DreibandBillard-Weltmeisterschaft
in Viersen trifft, ist einer von
Anfang an dabei: der Nettetaler Christoph Goltz. „Im
Laufe der Zeit habe ich zu
vielen Spielern und deren
Familien enge Beziehungen
aufgebaut, denn zahlreiche
Spieler, wie auch der mehrfache WM-Gewinner Christian Rudolph, kommen bereits seit Jahrzehnten nach
Viersen“, so Goltz, der das
deutsche Team in diesem
Jahr als Ersatzspieler unterstützt. Die Dreiband-BillardWeltmeisterschaft wird von
Jahr zu Jahr größer. Bis heute
nahmen mehr als 30 verschiedene Nationen teil. Bei
den ersten Weltmeister-
Billard-Fan Christoph Goltz sammelt Erinnerungsstücke von allen DreibandWeltmeisterschaften in Viersen. Foto: Alois Müller
Seite 27
schaften starteten sechs
Teams, inzwischen sind es
18 bis 14 Teams. „Früher
wurde bei einem Sieg kräftig
applaudiert. Heute erinnert
die Stimmung mehr an ein
Fußballstadion. Da steht die
ganze Halle, das ist Gänsehaut-Feeling pur. Besonders
natürlich, wenn das deutsche Team gewinnt“, freut
sich Goltz. Etwas Besonderes sei aber auch der Austragungsort. So bietet die Viersener Festhalle mit einem
tollen Blick von den oberen
Rängen allen Zuschauern
die Möglichkeit, ganz nah
am sportlichen Geschehen
zu sein.
Der Hobbyspieler Christoph Goltz von den „Billard Freunden Lobberich“
opfert für die Weltmeisterschaft regelmäßig vier Urlaubstage und besitzt von
jeder Weltmeisterschaft
ein Plakat mit den Unterschriften der Spieler. „Dreiband-Billard ist wie Mathematik. Jeder Stoß ist eine
Denksportaufgabe“, so
Goltz auf die Frage, was für
ihn die Faszination des Billard-Sportes ausmache.
ECG-Junioren sorgten für Aufsehen
Frauen-Fußball/Kaldenkirchen. Noch vor Beginn
der Rückrunde verlängerte
der Vorstand des TSV Kaldenkirchen den Vertrag mit
Trainer Dirk Flüggen und
es wurde beschlossen, den
erfolgreichen Weg bis zum
Ende der Saison 2015/16 gemeinsam fortzusetzen.
Nach einigen Jahren in
der
Frauen-Landesliga
konnte der TSV unter dem
Trainergespann Flüggen/
Hardt in der Hinrunde dieser Saison erstmals im oberen Drittel mitspielen. Die
junge Truppe steht derzeit
auf dem dritten Tabellenplatz, mit sieben Punkten
Abstand zum Tabellenersten. Ende Januar konnten
die TSV-Damen mit dem
Dirk Flüggen hält dem TSV die
Treue. Foto: privat
„Masterssieg 2014“ beim
Hallen-Volksbank-Masters
in Dülken ihren bisher größten Erfolg feiern.
Bereits seit Mitte Januar
laufen die Vorbereitungen
zur Rückrunde. Trainer Dirk
Flüggen ist zuversichtlich,
an die erfolgreiche Hinrunde anknüpfen zu können.
Fußball- und Freizeitspaß
in Schaag
Schaag (ww). Während der Osterferien bietet Spiel und
Sport Schaag vom 14. bis 16. April wieder Fußball- und
Freizeitsport für Kinder vom Grundschul-Alter bis zum 14.
Lebensjahr an. Ein rund um den Fußball zusammengestelltes buntes Programm, unter anderem gibt es das McDonalds-Fußballabzeichen. Am ersten Tag ist Christopher
Zeller, der Doppel-Olympiasieger im Hockey zu Gast, der
eine Praxiseinheit „Fitness und Koordination“ durchführt.
Das Camp findet täglich von 10 bis 15 Uhr statt. Die Teilnahme kostet 30 Euro, hierin enthalten sind neben einer warmen Mahlzeit pro Tag auch Getränke und ein T-Shirt. Weitere Infos und Anmeldung beim Organisator Timo Tüffers,
Telefon 0157/88690996.
KSB weist auf
Regelungen hin
Grenzland (hws). Bei der Zusammenkunft der „SoKo
Ehrenamt“ des Kreissportbundes Viersen ging Klaudia
Schleuter noch einmal auf das seit dem 1. März in Kraft
getretene Ehrenamtsgesetz ein, wonach eine Verpflichtung
der Buchung der Vereinsfinanzen in die jeweiligen Tätigkeitsbereiche besteht. Bei Verlusten in der Vermögensverwaltung, die nicht durch Überschüsse des wirtschaftlichen
Geschäftsbetriebes ausgeglichen werden können, ist die
Gemeinnützigkeit gefährdet. Nachdem der Bundesfinanzminister die verbindlichen Muster für Spendenbescheinigungen grundlegend überarbeitet hat, regt der Kreissportbund an, die neuen Regeln zu beachten.
Weitere Infos hierzu unter www.kreissportbundviersen.de oder KSB@kreis-viersen.de.
KSB: Anträge
rechtzeitig stellen
Grenzland (hws). Bis spätestens 31. Mai müssen die Anträge auf Übungsleiterbezuschussung beim Landessportbund NW gestellt sein. Darauf weist der Kreissportbund
Viersen hin. www.kreissportbund-viersen.de.
Grefrather Eisschnellläufer bei den German Open in Inzell mit tollen Leistungen
Eisschnelllaufen/Grefrath.
Mit den German Open in der
Inzeller Max-Aicher-Arena
stand der letzte wichtige Wettkampf für einige Sportler des
EC Grefrath auf deutschem
Boden am Wochenende auf
dem Programm. Unter der Betreuung von Bundesstützpunkttrainer Jan Coopmanns
konnte das angereiste Team
vom Niederrhein mehr als
überzeugen. Bei den Juniorinnen freuten sich die beiden
Krefelderinnen Tamara und
Miriam Kapischke unter anderem über neue persönliche
Bestzeiten auf den 1.500 Metern. Die Seniorinnen des ECG
wurden durch die Oedterin
Katja Franzen und die Kempenerin Alexandra Lipp vertreten. Vor allem Franzen konnte
mit sehr ansprechenden Leistungen und einer neuen PB
über die 1.000 Meter aufhorchen lassen. Für Aufsehen sorgten die Junioren des EC Grefrath. Gleich drei Vereinsrekorde fielen auf dem schnellen
Inzeller Eis. Der Oedter Johannes Brunner sorgte auf den
1.000 Metern in 1:15,56 Minuten und über 1.500 Meter in
1:55,64 Minuten für zwei neue
Bestmarken. Über 1.500 Meter
verpasste Brunner nur denkbar knapp den deutschen Rekord des Inzellers Hubert
Hirschbichler. Zudem konnte
er über die 500 Meter in 38,18
Sekunden eine hervorragende
neue PB aufstellen.Maximilian
Frenken präsentierte sich ebenfalls in exzellenter Form und
durchbrach zum ersten Mal
die magische 40-SekundenMarke über 500 Meter. Nur ein
Läufer war weltweit in dieser
Saison in seiner Altersklasse
schneller und die von ihm gelaufenen 39,51 Sekunden bedeuten auch einen neuen Vereinsrekord. Was diese hervorragenden Zeiten international
wert sind, wird sich in der
kommenden Woche bei der inoffiziellen Junioren-Europameisterschaft, dem Viking
Race, im niederländischen
Heerenveen zeigen. Brunner
und Frenken wurden nach ihren starken Leistungen bei den
Deutschen Meisterschaften für
diesen Wettkampf vom deutschen Verband nominiert. Mit
Joshua Anderson konnte ein
weiteres großes ECG-Talent
mit neuen PBs über 500, 1.000
und 1.500 Meter überzeugen.
Dies gilt ebenfalls für Justus
Jahn und Berend de Haas, die
am Ende der Saison noch einmal einen sehr starken Auftritt hinlegen konnten.
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Wochenenddienste
Seite 28
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Gottesdienste
Katholische Pfarren
Apotheken-Bereitschaft
Apotheker Tipp
Lobberich, St. Sebastian: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.- Sonntag: 9.30
Uhr
Wortgottesfeier in der Krankenhauskapelle, 11.15 Uhr hl. Messe.
Hinsbeck: St. Peter: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Dornbusch, St. Maria: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Boisheim, St. Peter: Samstag: 18.30 Uhr Wortgottesfeier. - Sonntag: 9.30 Uhr
hl. Messe.
Kaldenkirchen, St. Clemens: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe. - Sonntag: 9.30
Uhr hl. Messe.
Leuth, St. Lambertus: Sonntag: 11.15 Uhr hl. Messe.
Breyell, St. Lambertus: Samstag: 17.15 Uhr Vorabendmesse. - Sonntag: 11
Uhr
hl. Messe mit Rückführung der Sternsinger
Leutherheide, St. Peter und Paul: Sonntag: 8.15 Uhr hl. Messe.
Schaag, St. Anna: Sonntag: 9.30 Uhr Familienmesse mit Rückführung der
Sternsinger.
Grefrath, St. Laurentius: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse. - Sonntag: 10.30
Uhrhl. Messe
Vinkrath, St. Josef: Sonntag: 9 Uhr hl. Messe.
Oedt, St. Vitus: Sonntag: 9.30 Uhr hl. Messe.
Mülhausen, St. Heinrich: Samstag: 18 Uhr hl. Messe. - Sonntag: 8 Uhr hl.
Messe im Kloster.
Brüggen, St. Nikolaus: Samstag: 17.30 Uhr hl. Messe.
Kapelle Schloß Dilborn: Samstag: Keine hl. Messe.
Bracht, St. Mariä Himmelfahrt: Sonntag: 11.15 Uhr BBB hl. Messe.
Born, St. Peter: Sonntag: 9.45 Uhr hl. Messe.
Lüttelbracht, St. Maria Helferin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe BBB.
Dilkrath, St. Gertrud: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse. - Sonntag: 10 Uhr
Wortgottesdienst mit kleinen Kindern.
Amern, St. Anton: Samstag: 17 Uhr hl. Messe. - Sonntag: 19 Uhr hl. Messe.
Amern, St. Georg: Sonntag: 10.30 Uhr hl. Messe.
Waldniel, St. Michael: Samstag: 18.30 Uhr hl. Messe. - Sonntag: 9 Uhr hl.
Messe,
10.30 Uhr Wortgottesdienst im Altenheim, 11.15 Uhr hl. Messe.
Waldnieler Heide, St. Mariä Himmelfahrt: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse.
Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Lüttelforst, St. Jakobus: Sonntag: 10 Uhr hl. Messe.
Niederkrüchten, St. Bartholomäus: Samstag: 18 Uhr Vorabendmesse. Sonntag;
10.15 Uhr hl. Messe.
Oberkrüchten, St. Martin: Sonntag: 8.30 Uhr hl. Messe.
Elmpt, St. Laurentius: Samstag: 16 Uhr Vorabendmesse im Altenheim. Sonntag:
10.15 Uhr hl. Messe.
Overhetfeld, Kapelle an der Heiden: Samstag: 18.30 Uhr Vorabendmesse.
Dülken, St. Cornelius: Samstag: 18 Uhr hl. Messe. - Sonntag: 8 Uhr hl. Messe,
11.15 Uhr hl. Messe.
Dülken, Vikarie St. Ulrich: Sonntag: 10 Uhr Familien-Wortgottesfeier.
Dülken, Herz-Jesu: Samstag: 17 Uhr Vorabendmesse. - Sonntag: 11 Uhr hl.
Messe
Nettetal/Brüggen/Niederkrüchten/Schwalmtal
dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Freitag, 7. März 2014
Elefanten-Apotheke, Hubertusplatz 18, 41334 Nettetal (Schaag), 02153 71040
Sonntag, 9. März 2014
Engel-Apotheke, Hauptstr. 36, 41372 Niederkrüchten (Elmpt), 02163/81194
Dienstag, 11. März 2014
Neue Grenz-Apotheke, Bahnhofstr. 52, 41334 Nettetal (Kaldenkirchen),
02157 3048
Mittwoch, 12. März 2014
Adler-Apotheke, Steegerstr. 1-3, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153/2262
Regenbogen-Apotheke, Borner Str. 28, 41379 Brüggen, 02163/5780352
Donnerstag, 13. März 2014
Nette-Apotheke, Johannes-Cleven-Str. 4, 41334 Nettetal, 02153/1398485
Freitag, 14. März 2014
Rosen-Apotheke, Hochstr. 36, 41334 Nettetal (Lobberich), 02153/2121
Grefrath/Oedt/Kempen
dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Samstag, 8. März 2014
Kuhtor-Apotheke, Burgring 1, 47906 Kempen, 02152/3497
Montag, 10. März 2014
Thomas-Apotheke, Thomasstr. 25, 47906 Kempen, 02152/2424
Dienstag, 11. März 2014
Antonius-Apotheke, Rheinstr. 6, 47906 Kempen (Tönisberg), 02845/8141
Mühlen-Apotheke, Mülhauser Str. 2-4, 47906 Kempen, 02152/51530
Donnerstag, 13. März 2014
Marien-Apotheke, Hohe Str. 15, 47929 Grefrath, 02158/2346
Süchteln-Dülken-Viersen
dienstbereit jeweils von 9 Uhr bis 9 Uhr
Samstag, 8. März 2014
Marcus-Apotheke, Venloer Str. 2-6, 41751 Viersen, 02162/266490
Sonntag, 9. März 2014
Rosen-Apotheke, Große Bruchstr. 51-53, 41747 Viersen (Stadtmitte),
02162/12498
Montag, 10. März 2014
Aesculap-Apotheke, Theodor-Heuss-Platz 10, 41747 Viersen (Stadtmitte),
02162/351534
Dienstag, 11. März 2014
Linden-Apotheke, Hauptstr. 15, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/15079
Mittwoch, 12. März 2014
Rotering’sche Löwen-Apotheke, Hauptstr. 133, 41747 Viersen (Stadtmitte),
02162/13678
Donnerstag, 13. März 2014
Höhen-Apotheke, Düsseldorfer Str. 52, 41749 Viersen, 02162/77001
Freitag, 14. März 2014
Sonnen-Apotheke, Hauptstr. 121, 41747 Viersen (Stadtmitte), 02162/16881
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Telefonischer Abruf
Weiterhin können auch die bundesweit einheitlichen Notdienstservices der
ABDA genutzt werden: Unter der Nummer 0800 00 22 8 33 sind die
notdiensthabenden Apotheken rund um die Uhr abrufbar. Aus dem Festnetz
ist der Anruf unter Tel. 0800 00 22833 kostenlos, per Mobiltelefon ohne
Vorwahl unter Tel. 22833 kostet jeder Anruf pro Minute sowie jede SMS 69 Cent.
Weitere Informationen finden Sie unter www.abda.de/notdienst.html.
Fit ins Frühjahr trotz Allergie
Kirchliche Nachrichten
„In Bewegung kommen“
Kaldenkirchen. Am Samstag, 8. März, 15 Uhr, findet im
Evangelischen Gemeindehaus unter dem Motto „In Bewegung kommen“ eine meditative Tanzveranstaltung statt.
Bei meist einfachen Kreistänzen erfährt man die eigene
Mitte und kommt zur Ruhe. Weitere Infos und Anmeldung
im Gemeindebüro, Telefon 02157/6165 oder bei Christel
Korte, Telefon 02157/1240684.
Frauengemeinschaft
trifft sich
Breyell (ww). Alle Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft St. Lambertus Breyell trefen sich am Donnerstag, 13. März, 19 Uhr, im Regelbogensaal zur Jahreshauptversammlung. Neben den verschiedenen Berichten gibt es
auch eine Vorschau über die für dieses Jahr geplanten
Aktivitäten.
Trauergruppe soll
gegründet werden
Kaldenkirchen. Im Evangelischen Gemeindehaus wurde
eine neue Trauergruppe ins Leben gerufen, die sich an jedem
zweiten Sonntag im Monat, jeweils um 11 Uhr, im Clubraum in der 1. Etage trifft. Weitere Infos oder Anmeldung bei
Christel Korte, Telefon 02157/1240684.
Die GN jetzt auch auf Facebook
www.facebook.com/GrenzlandNachrichten
Allmählich beginnt wieder das Frühjahr, es wird
wärmer und wir wollen endlich nach draußen. Doch mit
dem Erwachen der Natur
fangen auch die Pollen an zu
iegen, und viele Menschen
reagieren darauf allergisch.
Juckende, tränende Augen,
laufende Nase und Niesanfälle sind die Symptome des
Heuschnupfens. In manchen
Fällen kann sich sogar Asthma bronchiale daraus entwickeln. Doch es gibt auch
andere Allergien, zum Beispiel auf bestimmte Lebensmittel, auf Metalle, Hausstaubmilben, Medikamente
oder die Sonnenallergie.
Allergien sind eine Überreaktion des Immunsystems
auf normalerweise harmlose Stoffe. Oft kann das Allergen mithilfe eines Hauttests
bestimmt werden. In diesem
Fall kann man versuchen,
den auslösenden Stoff zu
meiden. Eine weitere Möglichkeit ist die Hyposensibilisierung, bei der es durch
die langsam steigende Gabe
von Allergenen zu einer Gewöhnung an das Allergen
kommen soll, um so die Überreaktion des Immunsystems
zu verhindern. Für eine symptomatische Behandlung
des Heuschnupfens stehen
Augentropfen, Nasensprays
oder antiallergische Tabletten zur Verfügung. Bei Hausstaubmilbenallergie hilft es
oft, spezielle Bettwäscheund Matratzenbezüge zu
verwenden. Und bei Sonnenallergie muss ein geeignetes
Sonnenschutzpräparat verwendet werden. Ihr Apothekenteam weiß Bescheid und
berät Sie gerne!
Folgende Tipps sollen Ihnen helfen, die Allergiesaison besser zu überstehen:
Beginnen Sie rechtzeitig
mit der Behandlung, Nasensprays, auch kortisonhaltige, benötigen zehn bis 14
Tage, bis sich ihre Wirkung
voll entfaltet.
Ihre Akutmedikamente
sollten in greifbarer Nähe
sein!
Asthmatische Beschwerden, wie sie auch bei Allergikern auftreten können, gehören in ärztliche Behandlung. Regelmäßig Staubsaugen und Wischen in den
Wohnräumen verringert die
Zahl aufgewirbelter Pollen.
Spezielle Filter am Staubsauger verhindern ebenfalls
Verwirbelungen.
Kleidung nicht im Schlafzimmer wechseln, Pollen im
Schlafzimmer
können
nächtliche Allergieschübe
auslösen.
Abends Haare waschen.
Auf dem Land (also hier
bei uns) besser nachmittags
oder abends lüften, dann ist
die Pollenkonzentration
eher niedrig (in Ballungszentren gilt es andersherum!).
Glückwünsche
BREYELL
9. März: Maria Kienast, Paul-Therstappen-Straße 13, 82 Jahre
9. März: Anna Kohnen, Lötsch 3, 90 Jahre
KALDENKIRCHEN
10. März: Maria Häßlich, Stappstraße 27, 85 Jahre
10. März: Josef Semnet, Kiefernforst 17, 84 Jahre
12. März: Adolf Bartsch, Heideanger 11, 90 Jahre
12. März: Dorothea Elsheimer, Königspfad 51, 84 Jahre
12. März: Anna Hirt, Kreuzstraße 18, 86 Jahre
14. März: Jakob Katelaan, Kanalstraße 10b, 80 Jahre
LOBBERICH
10. März: Amalie Schwahn, Sassenfelder Kirchweg 51, 82 Jahre
11. März: Ella Brohmann, Wevelinghover Straße 91, 81 Jahre
14. März: Erna Klinkmann, Burgstraße 9, 85 Jahre
Gottesdienste Evangelische Gemeinden
Lobberich, Sonntag: 10.30 Uhr Gottesdienst.
Hinsbeck, Sonntag: 9 Uhr Gottesdienst.
Kaldenkirchen, Sonntag: 10 Uhr Gottesdienst.
Gottesdienstzeiten der evangelischen Kirchengemeinde Bracht/Breyell
Breyell, 09.00 Uhr
Bracht, 10.30 Uhr
Grefrath, Sonntag: Kein Gottesdienst.
Oedt, Sonntag: 10 Uhr Gottesdienst.
Elmpt, Sonntag: 9.15 Uhr Gottesdienst.
Brüggen, Sonntag: 10.30 Uhr Gottesdienst.
Waldniel-Schwalmtal, Sonntag: 10 Uhr Gottesdienst.
Amern, Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst.
Dülken, Sonntag: 10.30 Uhr Gottesdienst.
Süchteln, Sonntag: 9.30 Uhr Gottesdienst in der Stadtkirche, 11
Uhr Gottesdienst in der Johanniskirche (Rheinische Kliniken)
Viersen, Kreuzkirche, Sonntag: 9.45 Uhr Gottesdienst.
Tipps und Trends
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Seite 29
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Der GN-Kino-Tipp: Die Bücherdiebin
© 2013 Twentieth Century Fox
Auf der Grundlage des
gleichnamigen Bestsellers
von Markus Zusak erzählt
„Die Bücherdiebin“ die mitreißende Geschichte der lebhaften und mutigen jungen
Liesel, die während des 2.
Weltkriegs zu Pflegeeltern
kommt und nicht nur deren
Leben, sondern das aller
Menschen um sie herum
nachhaltig verändert.
Deutschland, 1938. Das erste Buch, das die neunjährige Liesel Memminger (Sophie
Nélisse) stiehlt, ist „Das
Handbuch des Totengräbers“, das sie auf der Beerdigung ihres Bruders findet.
Liesel ist auf dem Weg zu
ihren neuen Pflegeeltern
Hans (Geoffrey Rush) und
Rosa Hubermann (Emily
Watson) nach Molching. Sie
findet schnell Kontakt zu
Hans, der sie durch schlaflose Nächte begleitet, in denen
er auch erfährt, dass das
Mädchen weder lesen noch
schreiben kann. Er lehrt sie
das Lesen und weckt ihren
Hunger nach Büchern. Als es
auch in Molching zu einer
Bücherverbrennung auf dem
Marktplatz kommt, stiehlt
Liesel ein Buch aus dem Feuer. Diesem Diebstahl folgen
weitere, an ihrer Seite ist
immer der Nachbarsjunge
Rudi (Nico Liersch), der mit
Liesel durch dick und dünn
geht. Doch dann hat Liesel
ein großes Geheimnis, das
sie auch Rudi nicht verraten darf: Die Familie Hubermann hat den Juden Max
Vandenburg (Ben Schnetzer) in ihrem Keller versteckt und es beginnt ein
Versteckspiel auf Leben und
Tod. Als Max schwer erkrankt, ist es Liesel, die ihm
mit dem Vorlesen der gestohlenen Bücher und Berichten vom Leben außerhalb des dunklen Kellers die
© 2013 Twentieth Century Fox
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Corso Film Casino
Nettetal Kaldenkirchen
Telefon: 02157/3575
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Donnerstag bis Sonntag tägl. 20:00 Uhr
NICHT MEIN TAG
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zum Executive Housekeeper eines Leipziger Luxushotels gebracht, und der begnadete Nachwuchskicker
„Basti“ gilt schon als kommender Fußballstar. Dass
ihn
die
Profikarriere mehr
interessiert
als
seine schulischen
Leistungen
kurz vor
dem Abitur, sorgt
für gewisse Reibungen zwis c h e n
M u t t e r
und Sohn aber selbst
die nimmt
Katharina
sportlich.
Doch dann
werden die
Pläne der
b e i d e n
durch einen
Bild: ARD Degeto/Hardy Spitz(S2).
dramati-
schen Verkehrsunfall durchkreuzt: Sebastian ist für unbestimmte Zeit an den Rollstuhl gefesselt. Noch besteht
Hoffnung, dass er vielleicht
wieder laufen kann, und so
versucht Katharina jede erdenkliche Therapiemöglichkeit auszuschöpfen. Um mehr
Zeit für ihren Sohn zu haben,
verzichtet sie auf ihre ersehnte Beförderung zur Hotelmanagerin und arbeitet einstweilen als Zimmermädchen.
Das eingespielte Verhältnis
zwischen den beiden wird
dadurch belastet: Während
Katharina sich die Schuld an
dem Unfall gibt, fühlt Sebastian sich von seiner engagierten Mama erdrückt. Katharina lernt schließlich den
charmanten Fluglehrer Janik
(Götz Otto) kennen, der mit
viel Verständnis zwischen
ihr und dem pubertierenden
Basti vermittelt. Als sich herausstellt, dass die Chancen
auf eine Heilung verschwindend gering sind, trifft Sebastian eine einsame Entscheidung.
14.03.2014, 20.15, ARD
Freitag und Samstag tägl. 17:00 Uhr
POMPEII
in 3D Digital
ab 12 Jahre
'( )
Montag 20:00 Uhr
POMPEII
Digitales Bild nicht in 3D
ab 12 Jahre
-
Sonntag 17:00Uhr
&
Fack ju Göthe
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Sonntag 14:30 Uhr
ab 12 Jahre
01
FREE BIRDS
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7 # ab 6 Jahren
>Kaffee Kino<
in Zusammenarbeit mit der
Rheinischen Post
Dienstag 11. März 2014
ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG
0'4 Mr. Morgan´s Last Love
Einlass 14:00 Uhr
Eintritt € 6,00 (inkl. 1 Tasse Kaffee und 1 Stück Kuchen)
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>Ladies First<
Der Kinoabend für Frauen
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, Tage erhellt.
Die Begründung der FBW
für das Prädikat „besonders
wertvoll“ in Auszügen:
Wie war das Leben für ein
junges
Mädchen
im
Deutschland der NS-Zeit?
Diese Frage steht im Zentrum der Adaption des
gleichnamigen Bestsellers
von Markus Zusak. Als Pflegekind wird Liesel Meminger 1938 in einer deutschen
Kleinstadt von einem armen
Schildermacher und seiner
Frau aufgenommen. Sie ist
ein aufgewecktes Kind,
kann aber noch nicht lesen.
Ihr neuer Vater bringt ihr in
einer filmisch geschickt gestalteten Sequenz (die Wände des Kellers werden mit
Buchstaben bemalt, unter
die jedes neu gelernte Wort
geschrieben wird) die Liebe
Der GN-Fernseh-Tipp: Sprung ins Leben
Die alleinerziehende Katharina (Simone Thomalla)
und ihr 17-jähriger Sohn
Sebastian (Lucas Reiber)
sind ein eingespieltes Team.
Sie hat es von der Putzfrau
ab 12 Jahre
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Filmprogramm des Nettetaler Komfort Kino vom 06.03. bis 11.03.2014
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In Zusammenarbeit mit der
Rheinischen Post
Dienstag 11. März 2014
ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG
Mr. Morgan´s Last Love
Einlass 19:30 Uhr
Eintritt € 6,00 inkl. Sektempfang
Wir zeigen ab den 20.03.2014
im Deutschlandstart
NEED FOR SPEED
in 2D und 3D Digital
ab 6 Jahre
Kartenvorbestellungen für alle Vorstellungen unter 02157/3575 oder unter
karten@corso-film-casino.de ab sofort möglich !!
Programmänderungen und Irrtümer vorbehalten!
zum geschriebenen Wort
bei und so wird sie zu einer
leidenschaftlichen Leserin,
für die die Literatur eine
Flucht vor der schlimmen
Realität bietet.
„Die Bücherdiebin“ startet im Verleih der 20th Century of Germany
am 13. März 2014
Auch diese Woche verlosen die GRENZLAND-NACHRICHTEN zusammen mit den Kempener Lichtspielen
wieder 3 x 1 Kino-Freikarte für einen Kinobesuch Ihrer
Wahl.
„Zu welcher Zeit spielt die Geschichte
der kleinen Liesel?“
Wenn Sie die richtige Antwort wissen, können Sie
uns am Montag, 10. März 2014, um 11.00 Uhr unter der
Telefonnummer 02153/916812 erreichen.
Die ersten drei Anrufer, die die richtige Antwort
wissen, gewinnen je eine Freikarte. Falls Sie eine Kinokarte gewonnen haben, wird diese an der Kinokasse für
Sie hinterlegt. Pro Haushalt ist nur ein Anruf zum
Gewinnspiel gestattet. Mitarbeiter der Rautenberg
Media & Print Verlag KG und deren Angehörige dürfen
am Gewinnspiel nicht teilnehmen.
Bild: ARD Degeto/Hardy Spitz(S2)
Seite 30
Trauer
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Magazin
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
Seite 31
IMMOBILIEN
GERHARDTS
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Tel.: 02153 - 7 15 16
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Mobil 171 3 179 126
Wir bestatten auf
allen Friedhöfen.
Ausstellung auf 3 Etagen!
Mo. - Fr
07.00 - 17.00 Uhr
Sa.
10.00 - 13.00 Uhr
So. (1. + 3. im Monat) 11.00 - 15.00 Uhr
Weitere Termine gerne nach Absprache.
zeitgeist
Seite 32
zeitgeist 73...
die vielen gesichter des karnevals
Es ist so schön, ein Narr zu
sein… sich hinter einer Maske aus bunten Farben zu verstecken und die Welt anzulächeln. Der Welt den Spiegel vorzuhalten und selbst
glückstrahlend in den Spiegel zu schauen. Die einen
wollen furchteinflößend
aussehen, die anderen ein-
fach nur schön. Manche entfliehen der Realität mit ihrem Kostüm, wieder andere
nehmen sich selbst gehörig
auf die Schippe. Unzählige
solcher Gesichter sind unseren Fotografen in der letzten
Woche vor die Linse gekommen. Die für uns schönsten
zeigen wir Ihnen hier.
Freitag, 07. März 2014 / Nr. 10
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Seele and Geist
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