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Beklagenswerter Zustand - Stadtportal city-rheinerft.de

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Beklagenswerter Zustand
Erstellt 30.10.2014
Ein unüberwindliches Hindernis sind die Treppen am alten Friedhof für Gehbehinderte. Horst Doerendahl vom
Beirat für Menschen mit Behinderungen kam an dieser Stelle nicht weiter. Foto: Engels
Ortsvorsteher Raimund Westphal will den alten Friedhof in Hürth-Fischenich aufwerten. Noch vorhanden sind dort
die alten Kriegsgräber, die auf der Denkmalliste der Stadt Hürth stehen. Allerdings seien sie kaum zu
erkennen. Von Andreas Engels
Hürth-Fischenich.
In einem beklagenswerten Zustand befinde sich der alte Friedhof an der MartinusKirche in Fischenich, der heute hauptsächlich als Parkanlage genutzt wird. Das findet
nicht nur Ortsvorsteher Raimund Westphal (CDU), das denken auch viele Bürger, die
am Donnerstagvormittag zum Ortstermin gekommen waren. Vor Ort waren auch
Vertreter der Stadt, der Stadtwerke, der Polizei, der Kirchengemeinde und des
Heimat- und Kulturvereins.
Ungepflegter Eindruck
In den 1970er Jahren wurde der Friedhof an der Kirche aufgegeben. Die meisten
Gräber wurden abgeräumt, einige Bestattete umgebettet. Noch vorhanden sind die
alten Kriegsgräber, die auf der Denkmalliste der Stadt Hürth stehen. Allerdings seien
sie kaum zu erkennen, bedauerte Ortsvorsteher Westphal. Er regte an, die zwar
sauber geschnittenen, aber seiner Auffassung nach zu hohen Hecken um das
Gräberfeld durch einen Zaun zu ersetzen oder zumindest zurückzuschneiden.
„Hilfreich wäre, wenn man ein Schild aufstellen würde, das auf das Bodendenkmal
hinweist“, meint der Ortsvorsteher, und die städtische Denkmalpflegerin Klaudia
Willing nahm die Anregung direkt auf.
Überhaupt beklagten Bürger, dass der Umgang mit dem Friedhof nicht eben
pietätvoll sei. Reiner Hollender kritisierte, dass der älteste Grabstein aus dem Jahr
1635 bereits 1999 entfernt worden und seitdem verschwunden sei. Andere
Grabsteine seien umgelegt worden.
Ebenfalls nicht mehr aufzufinden seien zwei Grabsteine mit kyrillischer Inschrift, die
an russische Zwangsarbeiter erinnerten, stellte Manfred Germund vom Heimat- und
Kulturverein fest.
Weitere Kritikpunkte betrafen den Park, der einen ungepflegten Eindruck mache und
voller „Tretminen“ von Vierbeinern sei. Die Treppenanlagen seien marode, außerdem
stellten sie eine Barriere für Gehbehinderte dar. Baufällig sei ein Teil der alten
Friedhofsmauer. Ein Besucher regte an, den Weg über den alten Friedhof zu
beleuchten. Westphal war klar, dass nicht alle Probleme sofort gelöst werden
könnten. Über viele Anregungen müsse diskutiert werden – so über den Vorschlag,
den Park zu einem Mittelpunktplatz umzugestalten. Das fand beim Ortstermin nicht
nur Fürsprecher. Nicht alles müsse gleich Geld kosten. Westphal: „Ich will die
Bevölkerung anregen, sich einzubringen.“
Quelle: ksta
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