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INFORMATIONSBROSCHüRE - Gemeinschaftskraftwerk Inn

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Informationsbroschüre | stand 08/2014
Gemeinschaftskraftwerk Inn
Inhaltsverzeichnis
Gemeinschaftskraftwerk Inn........................................................................4-8
Stauraum und Wehranlage.............................................................................6
Stollen...............................................................................................................7
Krafthaus..........................................................................................................8
Modernes Baustellenmanagement.............................................................9-12
Vor Ort produzieren........................................................................................9
Leise und staubarm zur Lagerfläche...............................................................10
Rücksichtnahme auf Mensch und Umwelt.....................................................11
Den ökologischen Zustand des Inn verbessern..............................................12
Betriebsführung und Sicherheit...................................................................13
Zeitplan..............................................................................................................14
Kontakt- und Servicestelle............................................................................15
Impressum
Herausgeber: Gemeinschaftskraftwerk Inn GmbH, Innstraße 52, 6500 Landeck, Tel.:+43 (0)50313-50501, www.gemeinschaftskraftwerk-inn.com,
Email: info@gemeinschaftskraftwerk-inn.com, Landesgericht Innsbruck (FN 277806 p), UID: ATU 62525529
Text & Gestaltung: P8 HOFHERR, Sparkassenplatz 2, 6020 Innsbruck
Bildnachweise: GKI, Gappmaier, Pfennig, Shutterstock
2
Liebe Leserinnen und Leser!
Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI) entsteht am Oberen Inn im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet das
größte, in diesem Jahrtausend im Alpenraum neu gebaute Laufwasserkraftwerk. Das in Österreich und der Schweiz
umfassend geprüfte Kraftwerk erzeugt im Anschluss an die rund vierjährige Bauphase (2014 – 2018) jährlich über
400 Gigawattstunden Strom aus der erneuerbaren, heimischen Ressource Wasserkraft. Damit wird das zwischen der
Schweizer Gemeinde Valsot und der österreichischen Gemeinde Prutz entstehende GKI zu einem Meilenstein für
die Stromautonomie Tirols, trägt zur Erreichung der Ziele der europäischen Energiestrategie bei und unterstützt die
energiewirtschaftliche Umstellung auf CO2-neutrale und nachhaltige Energieerzeugung maßgeblich.
Erste Pläne für ein Kraftwerk am Oberen Inn gab es bereits in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts. Seit
der Wiederaufnahme des Vorhabens durch die Gesellschafter der GKI – TIWAG, VERBUND und Engadiner Kraftwerke –
hat sich viel getan. Aus unserer Idee ist ein Vorzeigeprojekt entstanden, welches mehrfach optimiert wurde und heute
ökologisch höchste Ansprüche und Kriterien erfüllt. Ermöglicht wurde diese Entwicklung durch einen breiten Dialog mit
den Menschen des Oberen Gerichts und des Engadins und den zahlreichen beteiligten Experten und Planern. Hierfür
möchten wir uns bei allen herzlich bedanken und sichern Ihnen auch weiterhin eine partnerschaftliche Umsetzung zu.
Das Gemeinschaftskraftwerk Inn ist ein Projekt mit zahlreichen Vorteilen. Diese stellen wir Ihnen auf den folgenden
Seiten vor. Mit der Errichtung des GKI wird ein wesentlicher Beitrag zum Ausbau der heimischen, erneuerbaren Ressource
Wasserkraft und damit zur langfristig angestrebten Energieautonomie sowie zur Reduktion des CO2-Ausstoßes
geleistet. Das GKI wird nicht nur ökologisch und energiewirtschaftlich deutliche Vorteile mit sich bringen. Als größte
Einzelinvestition der letzten Jahrzehnte im Tiroler Oberland werden durch Errichtung und Betrieb auch wirtschaftlich
wichtige Impulse für die Region – in Form von Arbeit, Wertschöpfung und industrieller Entwicklung – gesetzt.
Wir freuen uns, diesen Meilenstein in der umweltfreundlichen Stromerzeugung für Tirol und das Engadin errichten zu können.
Die Geschäftsführung
DI Johann Herdina, DI Peter Loidl, DI Michael Roth
3
KW Pradella-Martina
Leistung: 72 MW
Jahreserzeugung: 276 GWh
Fallhöhe brutto: 114 m
Gemeinschaftskraftwerk Inn:
Umweltfreundlich, nachhaltig
und grenzüberschreitend
Seit den 1950er Jahren wird am Obe-
Gemeinschaftskraftwerk Inn aus drei
ren Inn sauberer Strom aus Wasser-
Elementen: Stauraum und Wehranla-
kraft erzeugt. Die Kraftwerke Pra-
ge, Triebwasserstollen sowie Krafthaus.
della-Martina und Prutz-Imst bilden
Im Grenzgebiet zwischen Martina
dabei eine „Kraftwerkskette“, in die
und Nauders entsteht die Wehran-
sich nach der geplanten Fertigstellung
lage mit einem 15 m hohen Wehr
2018 auch das Gemeinschaftskraft-
zur Wasserfassung. Vom gestauten
werk Inn eingliedern wird.
Wasser werden bis zu 75 m3/s in den
Mit dem Gemeinschaftskraftwerk Inn
23,2
entsteht im schweizerisch-österreichi-
len geleitet. Dieser mündet in den
schen Grenzgebiet ein einzigartiges,
Druckschacht, der zu den Turbinen
grenzüberschreitendes
km
langen
„DURCH DAS GKI Reduziert
SICH DER DERZEIT
Beträchtliche IMPORTBEDARF
zur Stromversorgung
TIROLS deutlich.“
Triebwasserstol-
Laufwasser-
im Krafthaus in Prutz/Ried führt. Dort
kraftwerk. Das großteils unsichtbare,
erzeugen zwei leistungsstarke Maschi-
da hauptsächlich unterirdisch gebau-
nensätze, bestehend aus je einer Francis-
te, Kraftwerk erstreckt sich vom Orts-
Turbine und einem Generator, umwelt-
teil Martina der Schweizer Gemeinde
freundlichen Strom. Das dazu genutzte
Valsot über das Gebiet von sieben
Wasser fließt durch einen unter-
Gemeinden im Oberen Gericht in
irdischen Kanal wieder in den Inn
Tirol. Im Wesentlichen besteht das
zurück.
Factbox
Umweltdaten:
GKI spart jährlich im Vergleich zu einem modernen Steinkohlekraftwerk
• 322.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2)
•168 Tonnen Schwefeldioxid (SO2)
Job- und Investitionsmotor GKI
Für den Bau des Gemeinschaftskraft-
Bauphase deutlich. Bis zu 400 Fachkräfte
werk Inn investiert die GKI GmbH rund
werden vor Ort tätig sein, in der Region
461 Mio. Euro. Durch diese beträchtliche
wohnen, einkaufen und die heimische
Investition entsteht eine volkswirtschaft-
Gastronomie nutzen. Zudem profitieren
liche Gesamtwertschöpfung, die das ei-
die Gemeinden durch zusätzliche Kom-
gentliche Investitionsvolumen weit über-
munalsteuereinnahmen.
steigt. Die Region profitiert während der
4
•180 Tonnen Stickoxide (NOx)
Gemeinschaftskraftwerk Inn
•8 Tonnen Staub
Gemeinschaftskraftwerk Inn
•
Leistung: 89 MW
•
Jahreserzeugung: ca. 414 GWh (vorb. Optimierung)
•
Ausbaudurchfluss: max. 75 m3/s
•
Fläche Wassereinzugsgebiet: 1.960 km2
•
Investitionsvolumen: rund 461 Mio. Euro
•
Fallhöhe brutto: 160,7 m
KW Imst
Ein Projekt – viele Vorteile
Sauberer Strom aus Wasserkraft
Dank Schwallreduktion zum
Die Stromproduktion im GKI erfolgt
natürlichen Lebensraum
ohne den Ausstoß von Schadstoffen.
Der derzeitige Schwallbetrieb am Inn
Das GKI nutzt nicht nur das vorhandene,
mit Abflussschwankungen von bis zu
erneuerbare Wasserkraftpotenzial zur
1:30 zwischen minimalem und maxima-
CO2-freien Stromerzeugung, sondern
lem Abfluss behindert eine positive Ent-
verringert
die
wicklung der Gewässerstrecke zwischen
Importabhängigkeit von Strom aus fos-
Martina und Prutz. Mit Hilfe des
silen und nuklearen Energieträgern.
neuen Stauraums und des Wehrbau-
Dynamisches Restwassermodell
werkes fängt das GKI diesen Schwall
In den Sommermonaten garantiert das
weitgehend auf und sorgt für eine
dynamische Restwassermodell ein na-
gleichmäßigere Wasserabgabe.
türliches Abflussverhalten des Inn. Dieses
Mindestwassermenge
eigens von Experten entwickelte Modell
die Entwicklung
der Flussbewohner
regelt die Abgabe des Restwassers am
Durch den Bau des GKI verbessert sich
Wehr. Als Referenz für die Abgabemen-
die Situation für Fische und Kleinstle-
ge dient der unbeeinflusste Pegel des Inn
bewesen im Inn wesentlich. Das GKI
bei St. Moritz in der Schweiz. Je mehr
garantiert eine kontinuierliche Was-
Wasser die dortige Messstelle passiert,
serabflussmenge von min. 5,5 m3/s im
desto mehr wird auch am Wehr in Ovella
ökologisch sensiblen Winter. Dadurch
abgegeben. Auch an extrem trockenen
können sich Fische und Kleinstlebewe-
Sommertagen garantiert das GKI eine
sen in der winterlichen Ruhephase un-
Mindestabflussmenge von 10 m /s.
gestört entwickeln.
gleichzeitig
auch
3
unterstützt
Leistung: 89,5 MW
Jahreserzeugung: 550 GWh
Fallhöhe brutto: 143,5 m
„Die Reduzierung des
Schwalls bedeutet für
den Inn eine wesentliche
ökologische Verbesserung.“
Gemeinschaftskraftwerk Inn
5
Stauraum und Wehranlage
Ein Kernbestandteil des Gemeinschafts-
Krafthaus. Am Wehr wird in der Winter-
kraftwerk Inn ist die Wehranlage. Sie
und Übergangszeit eine konstante, öko-
staut den Inn auf einer Länge von
logisch angepasste Dotierwassermenge
ca. 2,6 km im österreichisch-schweizeri-
abgegeben. In der Sommerperiode sieht
schen Grenzgebiet. Auf der orografisch
das dynamische Restwassermodell eine
Daten Stauraum:
rechten Seite der Wehranlage befindet
Anpassung der Restwassermenge an
• Länge: ca. 2,6 km
sich der Einlauf zum Triebwasserstollen.
die natürlichen Zuflüsse im Inn vor. Auch
• Wassertiefe: max. 15 m
Dort werden maximal 75 m /s Wasser
dieses Wasser wird energiewirtschaft-
• Nutzvolumen: 500.000 m3
zur Stromproduktion aus dem Stauraum
lich sinnvoll genutzt: Durch eine eigene
• Ausbauwassermenge: max. 75 m3/s
geleitet und gelangen über den Trieb-
Dotierturbine am Wehr werden dort
wasserweg und den Schrägschacht zum
7,84 GWh Strom erzeugt.
3
Ab 2018 wird der Inn bei Ovella gestaut und bis zu 75 m3 Wasser pro Sekunde in den Stollen
eingeleitet. Eine Auf- und Abstiegshilfe ermöglicht den Fischen die Passage über die Wehranlage.
So bauen wir die Wehranlage
6
Schon vor Baubeginn wird der gesamte
arbeiten zu schaffen. Als erstes wird das
Bereich der Wehranlage mit sieben zum
Wehrbauwerk hergestellt. Anschließend
Teil bis zu einigen hundert Meter langen
wird der Inn durch das vollendete Wehr ge-
Steinschlagschutznetzen gesichert. Der an-
leitet, um die orografisch rechte Seite tro-
schließende Bau der Wehranlage erfolgt in
ckenzulegen. Dort werden dann der Trieb-
Nassbauweise. Das bedeutet, dass der Inn
wassereinlauf, die Fischwanderhilfe und
je nach Bauphase kleinräumig umgeleitet
das Betriebsgebäude gebaut und somit der
wird, um „trockene“ Flächen für die Bau-
Wehranlagenkomplex fertiggestellt.
Gemeinschaftskraftwerk Inn
Factbox
Der Blick in den Tunnel: Auf einer Länge von 23,2 km fließt das Wasser durch den Berg bis zum
Krafthaus. Vor Ort produzierte „Tübbinge“ aus Stahlbeton sichern den Triebwasserweg.
Im unterirdischen
Stollen zur Turbine
Das Wasser fließt von der Wehranlage
ein geringer Druck, vergleichbar mit
in Ovella bis zum Krafthaus in Prutz/
dem Druck in einer gewöhnlichen
Ried durch einen rd. 23,2 km langen
Haushaltswasserleitung. Dieser steigt
Eckdaten Stollen:
Triebwasserstollen. Dieser führt durch
im steil nach unten fallenden, ge-
• Länge Triebwasserweg: 23,2 km
den Berg auf der orografisch rechten
panzerten Schrägschacht auf etwa
• Durchmesser Stollen: ca. 5,8 m
Talseite, je nach Lage zwischen 130 m
16 bar an. Im Krafthaus trifft das
• Anzahl verbauter Tübbinge: und 1.200 m tief unter der Oberflä-
Wasser dann auf die Turbinen und
che. Im Triebwasserstollen herrscht
treibt diese an.
Factbox
ca. 50.000
• Fallhöhe brutto: 160,7 m
• Durchmesser Schrägschacht: 3,8 m
Maria Stein: Ausgangspunkt für den Stollenvortrieb
Der Ausgangspunkt für den Stollenbau
Ovella und beim Krafthaus Prutz/Ried
ist der Fensterstollen in Maria Stein.
erfolgt ein Gegenvortrieb. Ausgeklei-
Von dort aus wird der eigentliche Trieb-
det und gesichert wird der Stollen im
wasserstollen ca. 12,7 km in Richtung
Inneren durch sogenannte „Tübbinge“
Wehranlage und ca. 8,9 km in Richtung
aus Stahlbeton. Insgesamt werden etwa
Krafthaus mit Hilfe von Tunnelbohrma-
1 Mio. m3 Gestein aus dem Berg gebro-
schinen gefräst. Bei der Wehranlage in
chen.
Gemeinschaftskraftwerk Inn
7
Krafthaus:
Energiegeladenes Herzstück
Das Krafthaus Prutz/Ried bildet das
erdverlegtes Kabel zum benachbarten
Herzstück
Gemeinschaftskraft-
Umspannwerk des Kraftwerks Kauner-
werk Inn. Dort wird mit Hilfe von zwei
tal geleitet und dort in das Netz ein-
Francis-Turbinen und zwei Genera-
gespeist. Das Wasser fließt über einen
toren Strom aus der Kraft des Was-
unterirdischen Kanal zurück in den Inn.
des
sers erzeugt. Dieser wird über ein
Krafthaus Prutz/Ried
888,37
sstraße
Hallenkran
883,87
883,87
Trafo
874,70
Generator
873,85
derzeitiges
Gelände
Flachstrecke
Verteilrohrleitung
863,80
869,07
867,00
865,50
UW-Kanal
2 Turbinen
Turbinenachse
856,90
Betonplatte
HDI-Schirm
HDI-Schirm
846,08
01 2 3 4 5
Höhe in m über Adria
10 m
Anker
Stromerzeugung unter Tage
Das Krafthaus ist von außen kaum
und eines möglichst leisen Betriebs.
sichtbar. Lediglich 4,5 m des Gebäu-
Ein interessantes Detail des Krafthauses
des ragen über das Geländeniveau. Der
ist der fix in die Maschinenhalle integ-
Großteil der technischen Einrichtung
rierte Kran mit einer Spannweite von
– wie beispielsweise die Turbinen und
rund 21 m. Mit dessen Hilfe werden die
Generatoren – ist unterirdisch im rund
Turbinen und Generatoren eingebracht
26 m tiefen Krafthausschacht eingebaut.
und für Wartungsarbeiten wieder aus
Diese Bauweise bietet den Vorteil eines
ihren Verankerungen gehoben.
minimalen Eingriffs in das Landschaftsbild
8
Gemeinschaftskraftwerk Inn
Das Gelände des Krafthauses wird mit kleineren Senken und Hügeln
naturnah gestaltet und ein Teich mit rund 240 m2 Fläche angelegt.
Vor Ort produzieren
Auf dem Baustellengelände in Maria
Fensterstollens. Dadurch wird jeglicher
Stein werden in einer eigens errichte-
Straßentransport dieser Fertigteile aus
ten Produktionsanlage Tübbinge aus
Stahlbeton überflüssig. Die vor Ort pro-
Stahlbeton
Anlage
duzierten Tübbinge werden zur Ausklei-
befindet sich direkt beim Eingang des
dung des Triebwasserstollens verwendet.
produziert.
Die
„Die Produktion der Tübbinge
erfolgt direkt vor Ort und
geräuscharm, da eigens eine
Halle zur Einhausung der
Anlage errichtet wird.“
Ausbruchmaterial wiederverwerten
Bei den Aushubarbeiten bei der Wehr-
Lagerungskonzept zur Anwendung. Jener
anlage und beim Krafthaus, vor allem
Teil des Ausbruchmaterials, der sich für
aber bei den Tunnelbohrarbeiten, fallen
die Betonherstellung eignet, wird direkt
Aushub-
vor Ort in der Feldfabrik in Maria Stein für
bzw. Ausbruchmaterial an. Damit der
die Tübbing-Produktion verwendet. Der
Abtransport mittels LKW so gut wie
dafür nicht geeignete Teil wird überwie-
möglich vermieden wird, kommt ein
gend über Förderbänder zu naheliegen-
ausgeklügeltes Wiederverwertungs- und
den Lagerflächen transportiert.
insgesamt etwa 1 Mio. m
3
Modernes Baustellenmanagement
9
Leise und staubarm
zur Lagerfläche
bzw.
zu den Lagerflächen befördert. Die
Ausbruchmaterials aus dem Stollen
moderne Förderbandanlage ist so
wird auf den dafür vorgesehenen
konstruiert, dass sie im laufenden Be-
Flächen bei Maria Stein bzw. Schön-
trieb möglichst geräuscharm arbeitet.
egg gelagert. Um den Transport mit
Ein weiterer Vorteil ist die effiziente
Schwerfahrzeugen
minimieren,
Staubverringerung, da das Ausbruch-
wird das Material weitgehend über
material direkt vom Stollen zur Lager-
Förderbänder
stätte transportiert wird.
Der
Großteil
des
vom
Aushub-
zu
Fensterstollen
Vorher und nachher: Nach Abschluss der Bauarbeiten werden die Lagerflächen
in den Landschaftsraum eingebunden und wieder landwirtschaftlich genutzt.
Renaturierung Lagerflächen
Ein wichtiger Aspekt bei der Lagerung
und aufbewahrt, um nach Abschluss der
des Ausbruchmaterials ist die natürli-
Arbeiten wieder aufgetragen zu werden.
che Einbindung der Fläche in das Land-
Im Anschluss daran wird die Lagerfläche
schaftsbild und die Ermöglichung der
bepflanzt und begrünt, um sich best-
raschen landwirtschaftlichen Nutzung
möglich in die Landschaft einzupassen.
nach Abschluss der Arbeiten. Deshalb
Auch die landwirtschaftliche Bewirt-
wird noch vor Beginn der Lagerung die
schaftung wird wie bisher möglich sein.
fruchtbare Humusschicht abgetragen
10
Modernes Baustellenmanagement
Ungestört lernen: Bereits vor Baubeginn hat die GKI eine moderne Belüftungsanlage in die Neue
Mittelschule Prutz-Ried einbauen lassen. Diese ermöglicht die Frischluftzufuhr und eine optimale
Klimatisierung der Klassenräume, ohne dass die Fenster geöffnet werden müssen.
Rücksichtnahme auf
Mensch und Umwelt
Bereits in der Planungsphase haben wir
An der Baustellenausfahrt werden
in allen Bereichen auf eine möglichst
zudem die Reifen der Baustellenfahr-
rücksichtsvolle Bauausführung Wert ge-
zeuge mittels einer Reifenwaschanlage
legt. Im Bereich der Krafthausbaustelle
gereinigt. Mit diesen und vielen weite-
– dem einzigen Bereich, wo Arbeiten in
ren Maßnahmen werden die strengen
dichter besiedeltem Gebiet erfolgen –
Auflagen der Umweltverträglichkeits-
bleibt beispielsweise der Bewuchs rund
prüfung erfüllt. Zahlreiche Experten und
um das Schulzentrum unberührt und
die Behörde überprüfen laufend die
zusätzlich zu dieser natürlichen Barriere
Einhaltung aller Auflagen und Grenz-
wird eine Schallschutzwand zwischen
werte und stellen so eine möglichst
der Baustelle und der Schule errichtet.
schonende Projektumsetzung sicher.
Freie Bahn für die Fische
Damit
die
Fische
die
Wehranlage
über
81
stufenförmig
angeordnete
flussauf- und flussabwärts überwinden
Becken die Wehranlage flussaufwärts
können, wurde in Zusammenarbeit mit
überwinden.
Experten eine Fischwanderhilfe entlang
die Fische das Wehr über eine eigens
der orografisch rechten Uferseite in die
konstruierte Fischabstiegsanlage.
Flussabwärts
passieren
Wehranlage integriert. Die Fische können
Modernes Baustellenmanagement 11
Den ökologischen Zustand
des Inn verbessern
Mit der Umsetzung des GKI und
verschiedenste
der daraus resultierenden Schwall-
welche den Inn als Lebensraum lang-
reduktion geht eine Verbesserung
fristig verbessern. Beispiele dafür
des ökologischen Zustands des Inn
sind die Anlegung eines Biotops in
beziehungsweise seiner Ufer ein-
Maria Stein oder verschiedene Auf-
her. Durch zusätzliche Ausgleichs-
weitungen des Flussbetts des Inn,
maßnahmen und Rekultivierungen
wo langfristig Schotterbänke und
erfolgt
Strömungsinseln
eine
weitere
ökologische
Maßnahmen
hergestellt
um,
und
Optimierung des Inn.
Auwald angelegt werden. Sowohl
Generell werden alle beanspruchten
die Umsetzung der Ausgleichsmaß-
Flächen nach Abschluss der Arbei-
nahmen als auch die Renaturierung
ten begrünt, bepflanzt oder aufge-
werden von einer unabhängigen
forstet. Darüber hinaus setzen wir
ökologischen Bauaufsicht überwacht.
„Mit dem Bau des
Gemeinschaftskraftwerk
Inn nähert sich die Ökologie
des Inn einem naturnahen
Zustand.“
Factbox
Überblick
Ausgleichsmaßnahmen:
• Stauraumgestaltung in Martina
• Biotop in Maria Stein
• Bepflanzung und Begrünung
beim
Krafthaus
• Aufforstung Innschlucht
• Erweiterung Uferflächen und
Schotterbänke des Inn
• Sicherstellen der Fischpassierbarkeit
der Seitenbachmündungen in den Inn
Ein Biotop für Maria Stein
In Maria Stein entsteht nach Abschluss
geschaffen. Dort finden Fische und
der Bauarbeiten ein weitläufiges Biotop.
Kleintiere einen geeigneten Lebensraum.
Durch offene Schotterflächen, Schilf-
Die Umgebung des Biotops wird komplett
zonen und Sukzessionsflächen werden
aufgeforstet, wodurch eine abwechs-
unterschiedliche Lebensräume mit per-
lungsreiche Auenlandschaft entsteht.
manenten und temporären Gewässern
12 Modernes Baustellenmanagement
24 Stunden vollständig überwacht: Von der Leitstelle aus beobachten und
steuern hochqualifizierte Techniker das vollautomatisch arbeitende GKI.
24 Stunden sicher überwacht
Der laufende Betrieb des GKI erfolgt
dem neuesten Stand der Technik.
vollautomatisch und wird von der
Bereits
rund um die Uhr besetzten Leitstelle
wurden alle erdenklichen Ereignisse
ferngesteuert und fernüberwacht.
analysiert
Bei
bei
der
und
Projektplanung
simuliert.
Die
die
die
Bauwerke des GKI wurden in Folge so
gehen
alle
ausgelegt, dass sie allen potenziellen
Messwerte und Betriebsmeldungen
Ereignissen standhalten bzw. deren
ein und werden gleichzeitig vom
Auswirkungen bewältigen können.
Zentralrechner protokolliert. Zudem
Vor
können
Sicherheitseinrichtungen
den
Technikern,
Leitstände
besetzen,
alle
relevanten
Bereiche
allem
sind
Verschlüsse
–
und
wie
des Kraftwerks mittels modernster
beispielsweise eine Rohrbruchklappe
Überwachungssysteme
– vorgesehen, die ein Ausfließen von
in
Echtzeit
beobachtet werden.
„DURCH UMFANGREICHE ÜBERWACHUNGSSYSTEME KÖNNEN
ALLE WICHTIGEN BEREICHE DES
GEMEINSCHAFTSKRAFTWERK
INN IN ECHTZEIT KONTROLLIERT
WERDEN.“
Wasser verhindern.
In puncto Sicherheit ist das GKI auf
Betriebsführung und Sicherheit 13
Zeitplan
Mit dem Baubeschluss durch die
oder Baustelleneinrichtungsarbeiten
Funktionsweise aller Maschinen und
Gesellschafter der Gemeinschafts-
für das Gemeinschaftskraftwerk Inn
mechanischen Elemente des Kraft-
kraftwerk Inn GmbH begannen im
begonnen. Gemäß unserer Zeitpla-
werks überprüft wird, beginnt der re-
Sommer 2014 die Bauarbeiten an
nung werden alle Elemente des Kraft-
guläre Betrieb. Ab diesem Zeitpunkt
den drei Baustellen in Ovella, Maria
werks voraussichtlich zur Jahresmitte
speist das Gemeinschaftskraftwerk
Stein und Prutz im vollen Umfang.
2018 fertiggestellt und für den Pro-
Inn sauberen Strom aus heimischer
Einige Monate zuvor hatten bereits
bebetrieb einsatzbereit sein. Im An-
Wasserkraft über das Umspannwerk
die bauvorbereitenden Maßnahmen,
schluss an den mehrmonatigen Pro-
des Kraftwerks Kaunertal in das öf-
wie etwa Felssicherungs-, Rodungs-
bebetrieb, bei dem die einwandfreie
fentliche Netz ein.
2014
Ovella
Bau der Wehranlage
Bau von Dotierkraftwerk und Triebwassereinlauf
Technik und Installationen
Maria Stein
Bau des Fensterstollens
Vortrieb des Stollen Richtung Ovella
Vortrieb des Stollen Richtung Prutz
Abdichtung und Endausbau des Stollens
Prutz
Bau des Krafthauses
Vortrieb Zugangstunnel beim Wasserschloss
Vortrieb Schrägschacht
Errichtung Oberkammer
Technik und Installationen
Aushub Unterwasser-Kanal
Panzerung des Schrägschachts
14 Zeitplan
2015
2016
2017
2018
Der direkte Draht zum GKI: Fragen, Wünsche und im Anlassfall Beschwerden können
an die Kontakt- und Servicestelle des GKI gerichtet werden.
Fragen? Wünsche?
Beschwerden?
Die laufende Information der Bür-
Bürozeiten, werktags von 09:00 Uhr
gerinnen und Bürger sowie eine
bis 17:00 Uhr, aufgenommen. Nach
transparente Kommunikation sind
einer
uns
werden – falls erforderlich – Ver-
in
wichtig.
direkten
Die
Kontakt
Möglichkeit,
mit
den
umgehenden
Rückmeldung
besserungsmaßnahmen
veranlasst.
Verantwortlichen zu treten, gewähr-
Erreichbar ist die Kontaktstelle über
leistet die eigens von uns eingerich-
ein eigens eingerichtetes Infotelefon
tete Kontakt- und Servicestelle. An
bzw. eine E-Mail Adresse.
diese können die Bürgerinnen und
Bürger Fragen, Wünsche oder im
Anlassfall auch Beschwerden richten.
Die Eingaben werden zu den üblichen
info@gemeinschaftskraftwerk-inn.com
[AUT]
+4 3 6 6 4 8 2 6 4 7 7 0 [CH]
+4 1 8 1 8 5 1 4 3 1 3 i
Kontakt- und Servicestelle 15
Ö s t e r r e i c h
Zirmesspitze
S c h w e i z
Nauderer
Hennesiglspitze
2944 m
Schmalzkopf
2724 m
3042 m
Piz Lat
2808 m
Schuls, Davos
Nauders,
Reschenpass
Stauraum und
Wehr Ovella
Rad
urs
ch
Boden
Freitsberg
Fensterstollen
Maria Stein
Töse
ner B
ach
Ch
rist
ine
r Ba
ch
Breithaslach
St. Christina
t
940 m
n
Frauns
n
i
O
b
e
r
Ried
Leiten
876 m
Wasserschloss
Badeteich
Apparatekammer
Resc
he
n
967,00 m
Zugangstunnel
Schrägschacht,
gepanzert
Innen-∅ = 3,8 m
Länge = 415,7 m
ße
tra
ess
nd
u
B
Inn
1059,80 m
Krafthaus Prutz/Ried
Turbinenachse
863,80 m ü.A.
Flachstrecke
Innen-∅ = 3,8 m
Länge = 40,3 m
Unterwasserkanal
Länge = 300 m
Rückgabebauwerk
Verteilrohrleitung
Hauptschule
Prutz-Ried
Kraftwerk
Kaunertal
B 180
UW
Prutz
Landeck, Innsbruck
www.gemeinschaftskraftwerk-inn.com
Ein Projekt von:
Gstals
970 m
Argebach
1429 m
Serfaus
Schönegg
930 m
Steinbrücken
l
a
Druckstollen
Innen-∅ = ca. 5,8 m
Pfunds
Maria Stein
Tösens
Gfrans
Gsch
wen
dtb
ach
Bre
ith
as
lac
hb
ac
h
lba
ch
CH
Stauziel 1029,50 m
Absenkziel 1025,50 m
Bach
ner
neb
e
g
Ur
ach
telb
Beu
Fisser Höfe
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