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1 PSO Magazin 3-14.indd - Deutscher Psoriasis Bund eV

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EDITORIAL
Sehr geehrte Mitglieder,
leider sind kürzlich zwei Mitglieder des
DPB-Vorstands von ihrem Amt zurückgetreten. Die übrigen Vorstandsmitglieder
haben mich gefragt, ob ich mir vorstellen
könnte, als kooptiertes Mitglied bis zur
ordentlichen Mitgliederversammlung im
Oktober diesen Jahres im Vorstand mitzuarbeiten.
Seit einigen Jahren engagiere ich mich
bereits im Politischen Beirat des DPBs. Da
ich das Wirken des DPBs als außerordentlich wichtig erachte und mir die bisherige
Mitarbeit viel Freude bereitet hat, fiel mir
die Entscheidung nicht schwer, mich den
Anforderungen eines Vorstandsamtes zu
stellen.
Zwar war mir durchaus bewusst, dass der
DPB recht „umtriebig“ ist. Als bislang ja
quasi Außenstehender war ich dann aber
doch überrascht, wie intensiv und in welch
unterschiedlichen Themenfeldern sich der
DPB nicht nur für seine Mitglieder, sondern
für alle Menschen mit Schuppenflechte in
Deutschland einsetzt.
Während meiner kurzen Amtszeit hat der
DPB zu zwei großen Gesetzesentwürfen
ausführliche Stellungnahmen abgegeben
und nicht zuletzt auch durch das Gespräch
mit dem Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, dazu
beigetragen, dass die chronische Psoriasis
weltweit als besonders zu unterstützende schwere Krankheit anerkannt wurde.
Aufgrund des Beschlusses der 67. Vollversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 26. Mai 2014 (Resolution EB
133.R2) ist die chronische Schuppenflechte nunmehr die fünfte, nicht infektiöse
Erkrankung mit diesem Status. Für die globale Psoriasis-Gemeinschaft – immerhin
über 125 Millionen Menschen – ist dies ein
historischer Tag.
Seit langem hat sich der DPB gemeinsam
mit den Kolleginnen und Kollegen auf der
europäischen (EUROPSO) und der interna-
PSO Magazin 3-2014
schon mal etwas gehört – aber kennen
Sie auch „Köbnerisin“ und „Psoriasin“ und
ihren Zusammenhang mit dem KöbnerPhänomen? Nein?! Macht nichts! Denn
diesem Thema widmet sich das aktuelle
PSO Magazin.
tionalen (IFPA – International Federation
of Psoriasis Associations) Ebene für dieses
Anliegen stark gemacht. Mit der Anerkennung der Psoriasis durch die WHO kann
der DPB einen weiteren Erfolg für sich
verbuchen. Unermüdlich haben sich Prof.
Dr. Joachim Barth vom Wissenschaftlichen
Beirat und der DPB-Vorsitzende Horst von
Zitzewitz in zahlreichen Gesprächen mit
den maßgeblichen Akteuren in Deutschland für die Zustimmung der Bundesregierung zur WHO-Resolution eingesetzt.
Dank dieses herausragenden Engagements
wird die Psoriasis künftig auch öffentlich
eine ganz andere Unterstützung erfahren
als bisher – das hoffe ich zumindest.
Vielleicht hilft diese „Aufwertung“ der
Psoriasis durch die WHO ja auch, die Versorgungssituation der Menschen mit
Schuppenflechte in Deutschland endlich zu
verbessern. Denn wie die sechste nationale Konferenz zur Versorgung der Psoriasis
offenbarte, ist die Zahl der unterversorgten Patienten mit Schuppenflechte zwar
leicht rückgängig, doch besteht die Unterversorgung – insbesondere von schwer an
Psoriasis erkrankten Menschen – nach wie
vor fort. Dieser Zustand ist unhaltbar und
darf nicht länger hingenommen werden.
Auch und gerade vor dem Hintergrund der
WHO-Resolution wird der DPB die Thematik der Unterversorgung weiterhin aktiv in
die Gesundheitspolitik hineintragen.
So historisch die WHO-Resolution, so historisch auch das Phänomen, das 1872 erstmalig von Heinrich Köbner beschrieben
und nach ihm benannt wurde. Klar, vom
Köbner-Phänomen haben Sie sicherlich
Und nun zum Wetter...
Wer den Sommer und die Sonne mag, darf
sich derzeit freuen. Menschen mit Schuppenflechte wissen sowohl die natürliche,
als auch die künstliche Sonne zu schätzen.
Die Psoriasis heilt unter UV-Licht ab – und
was kann es besseres geben, als einen erscheinungsfreien Zustand der Haut. Damit
aber der Dreiklang „Sommer, Sonne, Sonnenbrand“ nicht Wirklichkeit wird, sollten
stets die 15 DPB-Sonnenregeln – zu finden
in diesem Heft – beherzigt werden.
Und damit sich der Kreis schließt, möchte ich Sie abschließend nochmal auf die
eingangs erwähnte ordentliche Mitgliederversammlung am 12. Oktober 2014 in
Kassel hinweisen – natürlich verbunden
mit der Bitte, dort möglichst zahlreich zu
erscheinen. Denn schließlich ist nicht nur
über Änderungen an der Satzung und an
den Ordnungen des DPBs abzustimmen,
sondern es gilt auch, einen neuen Vorstand
zu wählen, der für die nächsten vier Jahre
die Geschicke des DPBs in Ihrem Interesse
lenken soll.
Ich wünsche Ihnen eine angenehme und
Psoriasis-arme Zeit!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Marius Grosser
Vorstandsmitglied
DPB -Mitgliederversammlung
12. Oktober 2014
Kassel
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