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27.10.14 - Conseillers Suisse

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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Sehr geehrte Anlegerinnen und Anleger
Einen goldenen Herbst haben die Aktienmärkte bisher wahrlich nicht gehabt – Sorgen um die
Weltwirtschaft und diverse Krisenherde haben ihnen seit Mitte September ordentlich zugesetzt. Da
war die vergangene Woche richtiggehend eine Wohltat. Denn zur Abwechslung deutet sich ein
positives Vorzeichen bei der Kursentwicklung im Wochenverlauf an. Euro Stoxx 50 und SMI lagen im
späten europäischen Freitagshandel mit mehr als 5% im Plus, während der Dow Jones nach vier
Wochen mit Kursverlusten im frühen US-Handel 2,1% vorne lag. Für diese leichte Erholung dürften
zum Grossteil Konjunkturdaten verantwortlich sein: Nachdem sie in den USA einen Monat enttäuscht
hatten, nahmen die stabile Lage am Häusermarkt und die weiterhin sehr niedrigen Erstanträge auf
Arbeitslosenhilfe den Konjunkturpessimisten ein wenig den Wind aus den Segeln. Hinzu kam, dass
am Donnerstag der vorläufige chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe bei
50,4 stabil blieb und auch das Abrutschen des PMI für die Eurozone scheint dank einer deutlichen
Erholung in Deutschland vorläufig gestoppt. Zudem konnten zahlreiche Unternehmen die Erwartungen
der Analysten übertreffen. In den USA überraschte Microsoft positiv mit solidem Umsatz und auch die
noch junge Berichtssaison in Europa übertraf in mehr als der Hälfte der Fälle die Gewinnerwartungen
der Analysten.
Neben steigenden Aktienkursen verzeichnete die vergangene Woche auch einen Anstieg des
Zinsniveaus bei Anleihen sicherer Häfen. Zehnjährige US-Treasuries rentierten am späten
Freitagnachmittag bei 2,243% und damit 0,05 Prozentpunkte höher als in der Vorwoche. Die
Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen gleicher Laufzeit stieg von 0,859 auf 0,877%.
Demgegenüber äusserte sich der steigende Risikoappetit der Marktteilnehmer in weiter fallenden
Zinsen bei Staatsanleihen aus der Eurozonenperipherie und aus Frankreich. Auch Gold litt. Der Preis
je Feinunze fiel um 0,6% und notierte zum Wochenschluss nur leicht oberhalb von 1'230 $.
Konjunktursensitivere Industriemetalle verteuerten sich im Wochenverlauf und passen damit in das
Bild eines steigenden Risikoappetits. Rohöl konnte sich dem allgemeinen Aufwärtstrend nicht
anschliessen und handelte im gesamten Wochenverlauf in einer Spanne zwischen 85.50 und 87.50 $
(Brent) sowie 81.50 und 83.50 $ (WTI). Damit legte die Abwärtsbewegung der letzten Monate
zumindest eine Pause ein. Neben US-Konjunkturdaten steht die Sitzung des Offenmarktausschusses
der US-Notenbank (Fed) im Fokus. Auch wenn das Ende des Anleihenkaufprogramms als sicher gilt,
bleibt es spannend, ob sich aus der nach der Sitzung veröffentlichten Erklärung Rückschlüsse auf die
erste Zinserhöhung ziehen lassen – sprich: Wird das Fed nicht mehr davon reden, die Zinsen für eine
lange Zeit niedrig zu halten? Da die US-Inflation weiter unter dem Ziel von 2% liegt, dürfte dies eher
unwahrscheinlich sein. Der Dollar sollte seine Aufwertung fortsetzen.
FACTS & FIGURES WOCHE 43
Seite
-
Schweizweit rekordhohes Angebot an Eigentumswohnungen
.
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2
-
Meyer Burger - Rückschlag in den USA belastet
.
.
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3
-
Dufry - Weitere Ausbreitung des Geschäfts in Afrika
.
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3
-
PSA Peugeot Citroen - China-Geschäft beflügelt
.
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4
-
Heineken - Wegen dem kühlen Sommer brauchte es weniger Durstlöscher
.
4
-
Yahoo - Alibabas Börsengang lässt die Kassen klingeln
.
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5
-
McDonald's & Coca-Cola: erhöhtes Gesundheitsbewusstsein belastet
.
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5
-
Märkte in Asien .
.
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6
-
Rohstoffe
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7
MITGLIED
.
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IM:
POLYREG ALLG.
SELBSTREGULIERUNGSVEREIN (S.R.O)
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DER EIDGENÖSSISCHEN FINANZMARKTAUFSICHT
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Allgemeines/International:
Schweizweit rekordhohes Angebot an Eigentumswohnungen
Worauf ist es zurückzuführen, dass sich der Markt für Eigentumswohnungen nun tatsächlich wie von
der SNB angestrebt abgekühlt hat? Die Banken verweisen gerne auf die verschärfte (aufgezwungene)
Selbstregulierung bei der Hypothekenvergabe. Ein unabhängiges Immobilienberatungsunternehmen
ortet den Hauptgrund anderswo.
Dass sich der Schweizer Eigenheimmarkt abgekühlt hat und die Preise nur noch gemächlich steigen,
ist mittlerweile unbestritten. Weniger Klarheit herrscht jedoch hinsichtlich der Gründe dafür. Vor allem
die Banken verweisen gerne auf ihre eigene Rolle. Sie argumentieren, die verschärfte
Selbstregulierung bei der Hypothekenvergabe habe dazu geführt, dass weniger Haushalte sich
Wohneigentum leisten könnten, was die Nachfrage gedämpft habe.
Die restriktivere Kreditvergabepraxis der Banken hat sicher dazu geführt, dass sich gewisse
Haushalte Wohneigentum nicht mehr leisten können. Der Hauptgrund für die Abkühlung am
Eigenheimmarkt ist dies laut dem Beratungsunternehmen Wüest & Partner (W&P) jedoch nicht.
Weder die wirtschaftlichen noch die regulatorischen Rahmenbedingungen, noch ein verändertes
Nachfrageverhalten vermöge diese Entwicklung befriedigend zu begründen, heisst es im neuesten
Immo-Monitoring. Verantwortlich für den Dämpfer bei den Preisen für Eigentumswohnungen sei
vielmehr die Anzahl angebotener Objekte – sprich die starke Neubautätigkeit der letzten Jahre.
Laut W&P standen im zweiten Quartal dieses Jahres 61'400 Eigentumswohnungen zum Verkauf, so
viele wie noch nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2003. Für 2015 wird deshalb in
verschiedenen Gebieten mit Preiskorrekturen gerechnet, was im Schweizer Mittel zu seitwärts
tendierenden Preisen (+0,2%) führen dürfte. Damit wären die Eigentumswohnungen in nächster Zeit –
anders als in den vergangenen Jahren – das Segment mit der schwächsten Preisentwicklung.
Bei den Einfamilienhäusern gab es diesen Bauboom nicht. Entsprechend hat sich das landesweite
Angebot nur leicht vergrössert. Laut W&P werden rund 40'000 Objekte pro Quartal angeboten. Hier
seien es mehrheitlich die bereits hohen Preise, die zu einer abflachenden Preisdynamik führten. Weil
in rund der Hälfte aller Gemeinden mehr als 1 Mio. Fr. für den Kauf eines mittleren Einfamilienhauses
bezahlt werden müssten, sei der Kreis der Nachfrager geschrumpft. Für 2015 sei bei den
angebotenen Einfamilienhäusern nur noch ein Preisanstieg von 0,8% zu erwarten.
Nochmals anders präsentiert sich die Situation bei den Mietwohnungen. Hier ist die Neubautätigkeit
ebenfalls sehr rege, doch hat sich das Angebot nur leicht erhöht. Auch die durchschnittliche
Insertionsdauer – es dauert rund 30 Tage, bis ein Mieter gefunden wird – hat sich nicht erhöht, was
von W&P als Beleg dafür gewertet wird, dass Objekte mit marktgängigen Preis-LeistungsVerhältnissen von den Nachfragern gut aufgenommen werden. Am schwierigsten zu vermieten sind
derzeit teure Wohnungen; ihr Anteil an den ausgeschriebenen Wohnungen hat sich erhöht. An teuren
Standorten wie der Stadt Zürich, der Region Pfannenstiel oder im Kanton Genf braucht es mittlerweile
auch länger, bis eine ausgeschriebene Wohnung (wieder) vermietet ist.
Auf dem Mietwohnungsmarkt erwartet W&P im kommenden Jahr noch am ehesten steigende Preise
(+1,7%). Dies betrifft jedoch nur Wohnungen, die neu vermietet werden. Die Mieten bei bestehenden
Mietverhältnissen dürften vorerst auf dem derzeitigen Niveau verharren, denn einerseits steht der
massgebende Referenzzinssatz weiterhin bei 2%, anderseits ist ein überwälzbarer Teuerungsanstieg
nicht in Sicht.
MITGLIED
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Schweiz
STIMMUNGSBAROMETER ZÜRICH
WOCHE
43
MO
DI
MI
DO
FR
Leicht fester zum Wochenstart
SMI setzt Erholung fort - US-Daten stützen
SMI mit weiteren Gewinnen - Unternehmenszahlen, US-Daten
Fester - Gute Konjunkturdaten aus Europa und USA stützen
Leichte Abgaben nach volatilem Verlauf
•
Meyer Burger (CHF 8.30 / W% +2.34 / Y% -21.70): Rückschlag für Meyer Burger: Die Insolvenz
des US-Kunden GT Advanced Technologies (GTAT) führt zu Stellenstreichungen am Meyer
Burger-Standort in Colorado Springs in den USA. Die Gruppe hatte an dem Standort im
vergangenen Jahr den Mitarbeiterbestand für das Projekt mit GTAT im Bereich des Schneidens
von Saphir mit industriellen Diamantdrahtsägen erhöht. Derzeit gehe man aber davon aus, dass
das Projekt nicht wie geplant weitergeführt werde, teilte Meyer Burger am Freitagabend mit. In
der Folge werde die Anzahl Mitarbeiter per sofort um 105 auf rund 200 reduziert. Grössere
Projektaufträge seien bislang ausgeblieben und für 2014 zeichne sich erneut ein schwieriges
Jahr ab, lautet die Einschätzung der Bank Vontobel.
•
Dufry (CHF 130.40 / W% +0.23 / Y% -16.73): Der Reise-Detailhändler Dufry baut seine Präsenz
in Afrika weiter aus. Gemäss dem Branchenportal CapitalFM hat Dufry eine 10-jährige
Konzession zum Betrieb eines Duty-Free-Geschäfts am kenianischen Jomo Kenyatta Airport
erhalten. Dufry wird demnach am grössten Flughafen in Kenia eine Ladenfläche von 753
Quadratmetern betreiben. Mit der Eröffnung der neuen Ladenflächen in Kenia werde die
Geschäftsentwicklung in Afrika weiter vorangetrieben. Durfy betreibt auf dem afrikanischen
Kontinent bereits Geschäfte in Marokko, Algerien, Tunesien und Ägypten sowie in Ghana und in
der Elfenbeinküste.
•
ZKB (CHF n.v. / W% n.v. / Y% n.v.): Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) führt Gespräche über eine
mögliche Übernahme der Kantonalbanken-Fondsgesellschaft Swisscanto und bestätigt damit
entsprechende Medienberichte von letzter Woche. Entscheide dazu seien allerdings noch keine
gefällt worden, teilte die ZKB am Mittwoch mit. Die Bank will die Gespräche nicht weiter
kommentieren und erst darüber informieren, wenn Ergebnisse dazu vorliegen. Swisscanto sagte
letzte Woche gegenüber AWP, dass die Eigentümerstruktur regelmässig überprüft werde und
aktuell zwei Optionen diskutiert würden: Erstens eine engere Zusammenarbeit mit der ZKB und
zweitens der Status quo. Mit den Kantonalbanken würden nun Gespräche geführt. Mit einem
Entscheid sei aber nicht vor Ende Jahr zu rechnen, hiess es bei Swisscanto.
RESULTATE SCHWEIZ
INDEX
SMI
SPI
MITGLIED
BÖRSENPLATZ
STAND
Woche 43
Seit 01.01.
Zürich
Zürich
8'532.09
8'404.69
3.42%
3.37%
4.01%
7.23%
IM:
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Europa
STIMMUNGSBAROMETER PARIS/LONDON
WOCHE
43
MO
DI
MI
DO
Verluste nach schwachen Unternehmenszahlen
Hoffnung auf noch mehr Billiggeld treibt Kurse an
Weitere Erholung - Experten bleiben aber vorsichtig
EuroStoxx erholt sich weiter nach Konjunkturdaten
Verluste vor Ergebnissen des Bankenstresstest
FR
•
PSA Peugeot Citroen (EUR 9.20 / W% -0.81 / Y% -2.52): Vor allem dank der Autokäufer in
China hat der französische Autobauer PSA Peugeot Citroën im dritten Quartal einen weiteren
Schub verbucht. Im wichtigen chinesischen Markt stieg der Absatz von PSA-Autos dank neuer
Modelle um 44 Prozent, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Auch in Europa liefen die
Geschäfte mit einem Absatzplus von sieben Prozent deutlich besser. Allein in Frankreich ging es
um um 8,7 Prozent nach oben. Damit machte PSA Rückgänge in anderen Regionen wie
Lateinamerika oder Russland mehr als wett.
•
Heineken (EUR 57.48 / W% +1.47 / Y% +17.11): Der miese Sommer in Europa macht dem
weltweit drittgrössten Brauereikonzern Heineken zu schaffen. Im dritten Quartal bremste der
Heimatkontinent mit spürbaren Rückgängen beim Absatz die Wachstumsmärkte der Niederländer
aus, wie das Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mitteilte. Dabei zog sich die Schwäche
quer von West- über Zentral- bis nach Osteuropa. Der Nettogewinn sackte um 5 Prozent auf 460
Millionen Euro ab, der Umsatz fiel um 1,5 Prozent auf 5,10 Milliarden Euro. Ohne
Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe wären die Erlöse knapp gestiegen.
•
Daimler (EUR 60.18 / W% +1.40 / Y% -4.32): Daimler steigt als Grossaktionär beim USElektroautopionier Tesla aus. Der Anteil von rund 4 % im Wert von mehr als 600 Mio. Euro sei
abgegeben worden, teilte Daimler in der Nacht auf Mittwoch mit. Die Zusammenarbeit bei
Fahrzeugprojekten bleibe davon aber unberührt. Daimler war im Mai 2009 mit 9,1 % bei Tesla
eingestiegen, hatte aber 40 % seines Anteils kurz darauf an den Staatsfonds Aabar aus Abu
Dhabi veräussert. Das war noch vor dem Börsengang der Firma Mitte 2010. Tesla hat für Daimler
am elektrischen Smart sowie der elektrischen A- und B-Klasse von Mercedes mitgearbeitet und
wird auch weiterhin Teile des Antriebs liefern. Für Daimler ist die Tesla-Beteiligung eine
Erfolgsgeschichte - in den letzten Jahren hat sich der Aktienkurs vervielfacht. Der Verkauf des
Anteils spült Daimler nun rund 780 Mio. USD in die Kasse.
RESULTATE EUROPA
INDEX
Dow Jones Euro Stoxx 50
DAX
CAC 40
FTSE 100
MITGLIED
BÖRSENPLATZ
STAND
Woche 43
Seit 01.01.
Zürich
Frankfurt
Paris
London
3'030.37
8'987.80
4'128.90
6'388.73
2.30%
1.55%
2.37%
1.24%
-2.53%
-5.91%
-3.89%
-5.34%
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
USA
STIMMUNGSBAROMETER NEW YORK
WOCHE
43
MO
DI
MI
DO
FR
Gewinne - Dow Jones trotzt schwachen IBM-Zahlen
Gewinne - Hoffnung auf Geldpolitik und Unternehmenszahlen
Rücksetzer nach Erholung - Boeing enttäuscht
Konjunkturoptimismus treibt Kurse an
Gewinne - Dow Jones mit grösstem Wochenplus im 2014
•
Yahoo (USD 43.50 / W% +13.13 / Y% +7.57): Der Internet-Konzern hat nach langer Durststrecke
etwas bessere Zahlen präsentiert. Der Umsatzschwund ist gestoppt, das Mobilgeschäft nimmt
Fahrt auf. Der Gewinn schoss durch die Decke - allerdings nur dank der Beteiligung an der
chinesischen Handelsplattform Alibaba. Yahoo steigerte den Umsatz im dritten Quartal im
Jahresvergleich um ein Prozent auf 1,09 Milliarden Dollar. Zudem sprang der Quartalsgewinn von
296,7 Millionen vor einem Jahr auf 6,77 Milliarden Dollar hoch. Grund war die Alibaba-Beteiligung
Der chinesische Online-Riese hatte im September ein fulminantes Debüt an der New Yorker
Börse gefeiert und Yahoo als Grossaktionär einen hohen Profit beschert.
•
Tekmira Pharmaceuticals (CAD 20.96 / W% -14.80 / Y% +148.05): Das kanadische
Unternehmen Tekmira Pharmaceuticals hat mit der Produktion eines Arzneimittels gegen Ebola
begonnen. Das neue Medikament TKM-Ebola, das in der Erprobungsphase ist, soll bis Anfang
Dezember verfügbar sein, teilte die Firma am Dienstag mit. Es werde aber nur im begrenztem
Umfang hergestellt. Bisher gibt es gegen die Viruserkrankung, an der vor allem in Westafrika
mehr als 4500 Menschen gestorben sind, kein zugelassenes Medikament. Die Aufsichtsbehörden
in den USA und Kanada genehmigten aber im September den Einsatz von TKM-Ebola bei
Infizierten und Verdachtsfällen.
•
McDonalds / Coca-Cola (MCD: USD 91.67 / W% +0.69 / Y% -5.52 // KO: USD 41.03 / W% -4.31
/ Y% -0.68): Die US-Fastfood- und Softdrink-Kolosse McDonald's und Coca-Cola tun sich schwer.
Vor allem im Heimatmarkt Amerika setzen Kunden auf Wettbewerber, die sich als frischer und
gesünder vermarkten. Bei McDonald's fiel der Gewinn im dritten Quartal um 30 Prozent auf knapp
1,1 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die Umsätze knickten um fünf
Prozent auf knapp sieben Milliarden US-Dollar ein. Auch bei Coca-Cola laufen die Geschäfte
schleppend. Von Juli bis Ende September fiel der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr von 2,4
auf 2,1 Milliarden Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz trat bei knapp zwölf
Milliarden Dollar auf der Stelle.
RESULTATE USA
INDEX
BÖRSENPLATZ
DJ Industr Average
NASDAQ Composite
S&P 500
MITGLIED
New York
New York
New York
STAND
Woche 43
Seit 01.01.
16'805.41
4'483.72
1'964.58
2.59%
5.29%
4.12%
1.38%
7.35%
6.29%
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Asien
STIMMUNGSBAROMETER
HONGKONG/MUMBAI/SHANGHAI/SINGAPUR/TOKIO
WOCHE
43
MO
DI
MI
DO
FR
Vorgaben aus USA und Europa beflügeln - Japan fährt voraus
Zurück auf Talfahrt - China-Daten im Blick
Überwiegend Gewinne - Notenbank-Euphorie beflügelt
Rückwärtsgang eingelegt - China-Daten können nicht helfen
Versöhnlicher Wochenausklang - Erholung setzt sich fort
Die meisten asiatischen Börsen sind am Freitag den guten Vorgaben aus Übersee gefolgt. Die
tags zuvor veröffentlichten Stimmungs- und Konjunkturdaten der Eurozone, aus China und den
USA hatten an den Handelsplätzen weltweit wieder für mehr Zuversicht in das globale
Konjunkturwachstum gesorgt. "Es sieht so aus, als übernähmen die Bullen wieder das Ruder",
kommentierte Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Der Stoxx 600 Asia/Pacific kletterte
um 0,65 Prozent auf 140,76 Punkte.
•
Japan: Auch in Japan endete die Woche für die Anleger nach einigem Auf und Ab sehr
versöhnlich: Der Nikkei 225 schloss 1,01 Prozent höher bei 15'291,64 Punkten, so hoch wie seit
zwei Wochen nicht mehr. Auf Wochensicht summierte sich das Plus auf mehr als 5 Prozent.
•
China / Hong Kong: Gegen den Trend schloss die chinesische Festlandbörse etwas schwächer
und verbuchte damit den zweiten Wochenverlust in Folge. Ein sich abkühlender Häusermarkt
belastete die Stimmung. Der CSI 300, der 300 börsennotierte Konzerne vom chinesischen
Festland umfasst, verlor 0,22 Prozent auf 2'390,71 Punkte. Börsianer schrieben neben der
anhaltenden Unsicherheit über die weitere Entwicklung der chinesischen Konjunktur einen Teil der
Verluste den Sorgen über die vielen Börsengänge in der jüngsten Zeit zu. Die zahlreichen IPOs
schürten Ängste, dass die Mittel aus schon länger gelisteten Aktien kleinerer Unternehmen
abgezogen und einfach umverteilt würden, hiess es am Markt. In Hongkong gab der Hang Seng
um 0,13 Prozent auf 23'302,20 Punkte nach.
•
Indien/Australien: An der Börse in Sydney nahm der Leitindex 200 nach eintägiger
Unterbrechung seinen Kurs Richtung Norden wieder auf und ging mit einem Zuwachs von 0,54
Prozent auf 5'412,25 Punkten in das Wochenende. Damit hat der australische Leitindex einen
Grossteil der Verluste aus der jüngsten Korrekturphase wieder wett gemacht und steht nun so
hoch wie seit einem Monat nicht mehr. Im indischen Mumbai rückte der länger gehandelte
Sensex-Index um 0,24 Prozent auf 26'851,05 Zähler vor.
RESULTATE ASIEN
INDEX
BÖRSENPLATZ
Nikkei 225
Hang Seng
Shanghai Composite
BSE 30
MITGLIED
Tokio
Hong Kong
Shanghai
Mumbai
STAND
Woche 43
Seit 01.01.
15'291.64
23'302.20
2'302.28
26'851.05
5.22%
1.21%
-1.66%
2.84%
-6.14%
-0.02%
8.80%
26.83%
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BÖRSENBRIEF - 27. Oktober 2014
Rohstoffe
•
Gold: Nachdem Gold im Oktober Kursgewinne verzeichnen konnte, fiel das Metall in der
Berichtswoche um 0,6% und handelt heute Montag Morgen bei 1'231 $/oz. Begründet wird die
Abwärtsbewegung primär durch robuste Wirtschaftsdaten, einem starken US Dollar, und zu guter
Letzt die niedriger als erwartete Inflation in den USA, welche wiederum die Nachfrage nach dem
US-Dollar in die Höhe trieb. Somit hat Gold als sicherer Hafen an Attraktivität verloren. Darüber
hinaus fielen Bestände in Gold ETFs auf ein 5-Jahrestief. Auch Gold Futures fielen in der
Berichtswoche um 0,7% auf 1'233 $/oz. Auf der Nachfrageseite sind es insbesondere die
Asiaten, die ihr Interesse an dem Metall kontinuierlich aufrechterhalten. Laut der Schweizer
Zollbehörde wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres mehr als 600 Tonnen Gold nach Asien
exportiert. Während im Juni noch 55,78 Tonnen Gold von der Schweiz nach Asien exportiert
wurden, waren es im September schon 173 Tonnen. Von diesen 173 Tonnen gingen etwa 95
Tonnen nach China, Hong Kong und Indien.
•
Öl: Die Ölpreise sind am Freitag deutlich gefallen, nachdem am Vortag eine Phase der Stablität
Einzug hielt, weil Saudi Arabien offenbar die Fördermenge drosseln wollte. Ein Barrel (159 Liter)
der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am späten Freitag-Nachmittag 85,71
US-Dollar. Das waren 1,12 Dollar weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der USSorte WTI sank um 1,43 Dollar auf 81,66 Dollar.
Am Vortag hatten Medienberichte über einen Rückgang der von Saudi-Arabien im September
angebotenen Ölmenge einen Preisanstieg ausgelöst. Die Fördermenge des Landes war jedoch
im September gestiegen. "Wenn Saudi-Arabien trotz einer steigenden Produktion weniger Öl am
Markt anbietet, deutet dies auf eine schwächere Nachfrage hin. Dies lässt sich kaum als
Argument für steigende Ölpreise interpretieren," kommentierten die Experten der Commerzbank.
Die Analysten senkten ihre Ölpreisprognose für das kommende Jahr, weil die Organisation Erdöl
exportierender Länder (Opec) bisher auf den Preisverfall der vergangenen Wochen nicht mit
einer Kürzung der Fördermenge reagiert hat.
RESULTATE ROHSTOFFE
ROHSTOFF
Rohöl WTI
Gold USD / oz
BÖRSENPLATZ
STAND
Woche 43
Seit 01.01.
Chicago
Chicago
81.01
1'230.70
-2.10%
-0.60%
-17.69%
2.11%
W% = Prozentuale Veränderung seit Ende der Vorwoche (Wochenresultat)
Y% = Prozentuale Veränderung seit Ende des Vorjahres (Resultat laufendes Jahr)
Die Conseillers Suisse SA ist eine unabhängige Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Sitz in Zürich. Wir arbeiten
über alle Sparten (Finanzplanung, Vermögensverwaltung und Immobilien) mit grossem Erfolg und erfreuen uns über
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