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Costa Verde vom 13. bis zum 18. 10. 2014, Bericht und - DCCB

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Reiseberichte beim DCCB
Auszüge
Übrige Bereichte siehe:
Hier stellt Helmut für den DCCB seine Videos zur Verfügung
Costa Verde vom 13. bis zum 18. 10. 2014, Bericht und Bilder von Jürgen Lange
Roland Kienle hat dem Club in den letzten Jahren schon viele spannende Reisen beschert. Dieses Mal hat er als Reiseleiter mit Unterstützung seiner Frau Gertrud diese
sechstägige, interessante Fahrt an die Costa Verde durchgeführt. Vorab hat er jedem Teilnehmer eine ausführliche Information über die geschichtlichen Zusammenhänge und kulturellen Bedeutungen der zu besuchenden Stätten zukommen lassen.
Los ging´s um 6 Uhr ab Calpe, gegen 7 Uhr stiegen dann die letzten der 50 Reiselustigen
– Clubmitglieder wie auch Gäste – in Teulada ein. Die Vorbereitungen zum Frühstück auf
dem Rastplatz La Safor so gegen 9 Uhr müssen wohl noch mitten in der Nacht im Hause
Kienle stattgefunden haben.
Der erste größere Halt erfolgte mittags in der
Nähe von Aranjuez im Restaurant Meson Quiñones in Chichón. Bemerkenswert war die Ausstattung des Lokals und der darunter liegenden Cuevas del Murcielago mit den vielen mannshohen
Weinfässern „tinajas“. Die sopa de ajo hat uns
hier besonders gut geschmeckt. Bei der Rückkehr zum Bus überquerten wir die Plaza Mayor,
die mit einer hohen Schicht Sand bedeckt war
und noch Spuren eines blutigen Spektakels
erahnen ließ, denn die Arena war mit Umläufen
geschützt und so zur Stierkampfarena umgerüstet worden. An den Häusern rundum standen die
Balkone zur Vermietung an Schaulustige zur Verfügung.
Die Weiterfahrt brachte uns zum ersten kulturellen Höhepunkt dieser Reise nach Burgos.
Bezeichnen-der Weise logierten wir unmittelbar neben der Kathedrale im sehr schönen
Hotel Meson del Cid. Der Morgen klarte dann auf und wir unternahmen einen angenehmen und interessanten Rundgang mit einer deutschen Führung um die Kathedrale, über
die Plaza Mayor, zu diesem martialischem Standbild:
Weiter führte uns der
Weg über die als Flaniermeile genutzte Platanenallee zum Arco de Santa
Maria. Dieser öffnet sich
auf den Vorhof der Kathedrale, die sowohl Museum als auch Gotteshaus ist. Im Inneren der
Kirche besticht die Menge der angebauten Kapellen in den Vorhof der
Kathedrale, die sowohl
Museum als auch Got-
teshaus ist. Im Inneren der Kirche besticht die Menge der angebauten Kapellen in den verschiedensten Kunststilen. In der Mitte der Vierung liegt nach diversen Umbettungen das
Grab des spanischen Nationalhelden El Cid und seiner Frau Doña Jemina.
Für eine Reisegruppe gibt es wohl keinen geeigneteren Ort als diese berühmte Kathedrale, auf deren
Stufen bei schönstem Sonnenschein das obligatorische Foto für den Bericht und die Nachwelt abzulichten - noch vor der Besichtigung ihres Inneren.
Der zweite Teil der Burgos-Visite galt der Cartuja
de Miraflores, einem Kartäuserkloster etwas außerhalb des Zentrums. In ihm liegen in einem achteckigen Sarkophag die Eltern von Isabella der Katholischen König Johannes II. und seiner Frau Isabella von Portugal.
Die Mahlzeiten im Meson del Cid bestachen kulinarisch u. a. durch einen erfrischenden Verdejo aus
dem kleinen Weingebiet Rueda bei Valladolid.
Wir haben dann Burgos verlassen um nach 875 km
das dreitägige Zwischenziel Santillana del Mar zu
erreichen, einem malerischen Örtchen in unmittelbarer Nähe zur Höhle von Altamira, die nun nachgebildet und begehbar ist und nicht erkrochen werden muss.
Nach der Besichtigung der Höhle und einem Rundgang durch Santillana wurde das nahegelegene Santander mit seinen weiten Stränden und der idyllischen Halbinsel Magdalena
besucht. Nach der Explosion von 1893 und dem Brand von 1941 ist kaum ein Gebäude
original erhalten aber vieles rekonstruiert worden.
Der nächste Tag bringt für Fahrer Juan-José eine schwierige Route im sehr engen Tal der
Deva nach Pontes und Fuentes Dé zu den Picos de Europa. Die Seilbahnfahrt verlief ruhig, doch oben auf ca. 1800 m Höhe pfiff es gewaltig und leider hatten wir keine Fernsicht.
Das Mittagessen fand in Potes mit köstlichen mit Bacalao gefüllten Pimientos statt. Das
Restaurant hieß Los Gallegos und Roland übte konsequenter Weise deren Technik, die
Sidra in hohem Bogen in Gläser zu füllen. Auf dem Rückweg nach Comillas passierten wir
leider ohne Fotostopp San Vincente de Barquera, einem auf einer Anhöhe über dem Fluss
malerisch gelegenen Örtchen mit Kirche und Burg, und die 600 m langen 28-bögigen
Brücke über die weite Bucht. In Comillas war dann der Palast Sobrellano des neureichen
und sogar geadelten Gewinnlers Marqués de Comillas López zu besichtigen, der Truppen transporte für die Krone in die Neue Welt organisierte. Besonders in dieser Gegend existieren viele
Villen von zu Reichtum gekommenen Rückkehrern
- hier Indios genannt - aus den Americas. Ebenso
in Comillas befindet eins der früheren Werke von
Gaudi: die Villa El Capricho, mit zum Teil überraschenden Details in der technischen Ausführung.
Der 5. Tag galt dann dem spektakulärem Guggenheim-Museum mit seinen reichen Kunstschätzen,
die man sehen muss aber hier nicht beschreiben
kann; dafür aber das Mittagessen im Restaurant
Victor Montes mit diversen „pinchos“, die hier
Toastscheiben mit aufgehäuften Leckereien waren.
Bilbao bietet noch eine für die meisten unbekannte
Attraktion: das ist diese Schwebefähre, die an ca.
40 m langen Stahlseilen über dem Wasser schwebt und einen Umweg von ca. 20 km er-
spart. Technikfreeks wie auch unser Reiseleiter, mussten die obere Plattform per Aufzug
im diesseitigen Pfeiler erkunden.
Die Weiterfahrt an diesem Tag endete in Zaragossa
und dort im Hotel Via Romana. Es liegt direkt neben
der Plaza del Pilar, auf der wir noch am Abend im
Flutlicht die mächtige Blumenpyramide zur Ehren
der Virgen del Pilar von ihrem Feiertag am 12. Oktober sehen konnten. Die Basilika del Pilar ist das
größte barocke Bauwerk Spaniens und wurde zu
Ehren der Jungfrau Maria erbaut. In ihr steht eine
Säule, auf der die Mutter Gottes erschienen und
Wunder vollbracht haben soll. Die Säule ist stets
umhüllt wie das hier draußen mit den Blumengestecken übergroß dargestellt wird.
Neben diesem beeindruckenden Platz steht die älteste Kirche Saragossas Cathedral de la Seo. Ursprünglich christlich-spätgotisch war sie aber auch
einmal Moschee, was sich an vielen architektonischen Merkmalen zeigt.
Noch deutlicher zeigt sich der Mudejar-Stil an dem
Stadtpalast Saragossas, der Aljafería; er ist heute zum Teil Museum und wird auch vom
aragonesischen Regionalparlament benutzt. Die Katholischen Könige Isabella und Ferdinand ließen sich ihre Staatsräume von maurischen Künstlern wie unten abgebildet gestalten und mit Umschriften ihre Herrschaft und Siege preisen: über Mauren, Juden und die
Neue Welt.
Mit diesen letzten Eindrücken
ging es dann auf der Autovia
Mudejar Richtung Costa Blanca;
doch noch vor dem Mittagessen
im Meson del Paco in Cariñena
wurde bei den Bodegas San
Valero vorbeige-schaut, um die
heimischen
Weindepots zu
füllen. Rechtzeitig und heimlich
hatte Sylvia Rentrop gesammelt, um der Reiseleitung mit
einem Karton editione limitada
8.0.1 und Gertrud noch mit
einem moscatel vendimia tardia für diese gelungene Reise im Auftrag aller Teilnehmer
ganz herzlich zu danken.
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