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Arbeitsmarktbericht Oktober 2014 - Kreis Steinfurt

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Arbeitsmarktbericht
Oktober 2014
Grundsicherung für Arbeitsuchende
(SGB II)
1
Arbeitslosigkeit und Grundsicherung
Entwicklungen im Bereich der
Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II)
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im Oktober
Nachdem der Beginn des neuen Ausbildungsjahres im September zu einer Reduzierung
der Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II geführt hat, war im Oktober ein leichter Anstieg
der Arbeitslosenzahl festzustellen. Die Zahl stieg auf 7.617 Personen, 67 Personen oder
0,9 Prozent mehr als im Vormonat. Während sich die Anzahl der arbeitslosen Männer um
53 Personen (+1,4 Prozent) erhöhte, fiel der Anstieg bei den Frauen mit 14 Personen
(+0,4 Prozent) moderat aus. Im Vorjahresvergleich ist einer deutlicherer Anstieg der Arbeitslosenzahl um 461 Personen oder 6,4 Prozent zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote
stieg im Oktober von 3,1 auf 3,2 Prozent.
Auch im Oktober zeigte sich der Ausbildungsmarkt beweglich. 234 Personen haben eine
Ausbildung oder vergleichbare Maßnahme begonnen. In der Personengruppe der unter
25-Jährigen sank die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat um 63 oder 7,5 Prozent
auf 772 Personen. In der Gruppe der 15 bis unter 20Jährigen ist sogar eine Reduzierung
um 18,7 Prozent (39 Personen) festzustellen.
Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften blieb mit einem Wert von 11.465 nahezu unverändert
(+4 Bedarfsgemeinschaften). Gegenüber dem Vorjahresmonat ist ein Anstieg zu verzeichnen (+220 oder +2,0 Prozent). Insgesamt haben im Oktober 23.887 Personen SGB II –
Leistungen bezogen. Dies bedeutet einen leichten Rückgang um 17 Personen oder 0,1
Prozent. Die Zahl der SGB II – Leistungsberechtigten liegt weiterhin über dem Niveau des
Vorjahresmonats (+731 bzw. +3,2 Prozent).
Auch im Oktober zeigte sich der Arbeitsmarkt sehr aufnahmefähig. 388 Personen konnten
durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Damit konnte ein
ähnlich hoher Wert wie im Vormonat (403) erreicht.
2
Neben der Handels- und Dienstleistungsbranche hat insbesondere die Lager- und Logistikbranche neue Mitarbeiter/innen gesucht. Das jobcenter Kreis Steinfurt sieht auch für die
letzten zwei Monate des Jahres optimistische Integrationschancen.
Allgemeine Presseinformation
Der Kreis Steinfurt ist als sog. Optionskreis vom Bund zugelassener kommunaler Träger der Aufgaben nach
dem SGB II, Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II). Er nimmt diese Aufgaben eigenständig und unabhängig von der Agentur für Arbeit wahr.
Die Städte und Gemeinden bewilligen im Auftrag des Kreises Steinfurt das Arbeitslosengeld II und stellen
die Ansprechpartner/innen in den Rathäusern vor Ort.
Die kreiseigene Anstalt „Gemeinsam für Arbeit und Beschäftigung“ (GAB) übernimmt als Fachdienst die
Arbeitsvermittlung für die Hilfesuchenden in den 24 Städten und Gemeinden vor Ort.
Nähere Informationen zur Gesamtaufgabenwahrnehmung erhalten Sie unter:
www.jobcenter-kreis-steinfurt.de
Ansprechpartner/in:
Kreis Steinfurt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 02551/69-2160
E-Mail: kirsten.wessling@kreis-steinfurt.de
3
Arbeitslosigkeit und Grundsicherung
Eckwerte des Arbeitsmarktes im Kreis Steinfurt
Oktober 2014
Insgesamt (SGB II und III)
Veränderung gegenüber
Merkmale
Okt 14
Sep 14
Aug 14
absolut
Bestand an Arbeitslosen (SGB II und III)
Insgesamt
11.406
11.491
12.261
Vorjahresmonat 1)
Okt 13
Sep 13
absolut
in %
in %
Vormonat
in %
-85
-0,7
14
0,1
-2,6
Aug 13
in %
3,6
SGB II
Veränderung gegenüber
Merkmale
Okt 14
Sep 14
Aug 14
absolut
Bestand an Arbeitsuchenden SGB II
Insgesamt
Bestand an Arbeitslosen SGB II
Insgesamt
49,5% Männer
50,5% Frauen
10,1% 15 bis unter 25 Jahre
2,2% dar. 15 bis unter 20 Jahre
14,2% 55 bis unter 65 Jahre
24,3% Ausländer
6,9% Schwerbehinderte
Zugang an Arbeitslosen
Insgesamt
dar. aus Erwerbstätigkeit
aus Ausbildung/sonst. Maßnahme
Abgang an Arbeitslosen
Insgesamt
dar. in Erwerbstätigkeit
in Ausbildung/sonst. Maßnahme
Vorjahresmonat1)
Okt 13
Sep 13
absolut
in %
in %
Vormonat
in %
Aug 13
in %
11.924
11.997
12.260
-73
-0,6
293
2,5
3,1
9,5
7.617
3.770
3.847
772
170
1.079
1.849
523
7.550
3.717
3.833
835
209
1.072
1.808
526
7.883
3.877
4.006
950
268
1.110
1.859
547
67
53
14
-63
-39
7
41
-3
0,9
1,4
0,4
-7,5
-18,7
0,7
2,3
-0,6
461
307
154
26
6
118
342
31
6,4
8,9
4,2
3,5
3,7
12,3
22,7
6,3
4,4
5,0
3,8
6,5
14,8
15,0
18,1
8,5
15,1
17,3
13,0
10,3
20,2
42,7
25,3
45,5
1.448
368
235
1.222
335
211
1.293
312
331
226
33
24
18,5
9,9
11,4
169
54
-22
13,2
17,2
-8,6
-25,4
0,9
-24,4
-8,8
-1,6
-17,3
1.445
388
234
1.636
403
309
1.211
313
218
-191
-15
-75
-11,7
-3,7
-24,3
19
1
16
1,3
0,3
7,3
23,9
19,2
16,6
-13,6
-12,1
-12,8
3,2
2,9
3,5
2,7
1,7
2,7
15,4
3,1
2,9
3,4
2,9
2,1
2,7
15,1
3,3
3,0
3,6
3,3
2,7
2,8
15,5
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
3,0
2,7
3,3
2,6
1,7
2,5
13,5
3,0
2,8
3,3
2,7
1,9
2,5
13,7
2,9
2,6
3,2
3,0
2,3
2,1
13,3
1.729
628
281
130
595
1.834
698
306
136
601
1.703
607
310
143
563
-105
-70
-25
-6
-6
-5,7
-10,0
-8,2
-4,4
-1,0
-139
-59
37
-54
-52
-7,4
-8,6
15,2
-29,3
-8,0
1,8
1,7
28,6
-28,0
2,4
-2,6
-12,8
60,6
-21,4
-5,2
Bedarfsgemeinschaften 2)
Bestand
11.465
11.461
11.494
4
0,0
220
2,0
2,1
1,8
Personen in Bedarfsgemeinschaften 2)
erwerbsfähige Leistungsberechtigte
nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte
15.887
8.000
15.913
7.991
15.958
7.947
-26
9
-0,2
0,1
326
405
2,1
5,3
2,3
5,5
1,6
5,4
Arbeitslosenquoten (alle zivilen Erwerbstätigen) 1)
Insgesamt
dar. Männer
Frauen
15 bis unter 25 Jahre
dar. 15 bis unter 20 Jahre
55 bis unter 65 Jahre
Ausländer
Teilnehmer in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen 2)
Insgesamt
dar. vermittlungsunterstützende Leistungen
Qualifizierung
beschäftigungsbegleitende Leistungen
Arbeitsgelegenheiten
1) Bei den Arbeitslosenquoten werden Vorjahreswerte ausgewiesen.
2) Die letzten 3 Monate jeweils vorläufige und hochgerechnete Werte.
4
Anhang
1. Arbeitslosenzahlen
1.1 Arbeitslosenzahlen SGB II
8.000
7.270
6.979 7.156 7.159
6.059
6.255
7.883
7.557 7.608 7.587 7.589 7.553 7.605 7.739
7.550 7.617
6.565 6.499
4,0
6.000
4.000
2,6
2,7
2,8
2,8
2,9
3,0
3,0
3,0
3,2
3,2
3,2
3,2
3,2
3,2
3,2
3,3
3,1
3,2
3,0
2,0
2.000
1,0
0
0,0
Arbeitslosenzahl SGB II
1.3
5,0
Arbeitslosenquote SGB II (alle zivilen Erwerbspersonen) in Prozent
Arbeitslosenzahlen SGB II U25
950
1.000
800
736
775
746
784
807
793
810
799
830
845
5,0
835
800
772
712
586
600
3,0
3,3
418
400
376
2,5
2,7
2,6
2,5
2,7
2,8
2,7
2,8
2,8
2,9
2,8
2,9
4,0
2,9
2,7
2,0
2,1
200
1,4
1,0
1,3
0
0,0
Arbeitslosenzahl SGB II U 25
Arbeitslosenquote SGB II U25 (alle zivilen Erwerbspersonen) in Prozent
5
Anhang
2.
Bedarfsgemeinschaften
12.000
11.133
11.482 11.076
11.592 11.494
11.461 11.465
11.278 11.491 11.628 11.641 11.664 11.584 11.530
10.975 11.265 11.245 11.224
10.000
8.000
6.000
4.000
2.000
0
3.
Personen in Bedarfsgemeinschaften und SGB II-Quote
25.000
23.746
24.250
23.031 22.776 23.214 23.156 23.156 23.294
23.887
23.753 24.064 24.117 24.123 23.990 23.872 24.052 23.905 23.904
10,0
9,0
20.000
8,0
7,0
15.000
6,5
6,7
6,4
6,3
6,4
6,4
6,4
6,5
6,6
6,7
6,7
6,7
6,8
6,8
6,8
6,8
6,8
6,8
6,0
5,0
10.000
4,0
3,0
5.000
2,0
1,0
0
0,0
Personen in BG
SGB II-Quote in Prozent
6
Anhang
4.
Integrationen
800
700
628
600
500
400
300
520
460
419
391
357
369
413
384
390
355
250
231
238
265
297
200
100
0
* Als Integration wird die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, einer Ausbildung oder einer selbstständigen Tätigkeit gezählt. Daten werden mit einer Wartezeit von 3 Monaten
erhoben. Als Jahresergebnisse werden durchschnittliche Monatswerte ausgewiesen.
7
Glossar
Glossar zur Grundsicherung
Arbeitslose
Empfänger von Leistungen nach dem SGB II sind arbeitslos, wenn sie
- nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten
- eine versicherungspflichtige zumutbare Beschäftigung suchen und dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen und
- sich bei einer Agentur für Arbeit / ARGE / Kommune arbeitslos gemeldet haben.
Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gelten nicht als arbeitslos.
Nicht als arbeitslos gelten ferner Personen, die
- mehr als zeitlich geringfügig erwerbstätig sind (mindestens 15 Stunden pro Woche),
- nicht arbeiten dürfen oder können,
- ihre Verfügbarkeit einschränken,
- das 65. Lebensjahr vollendet haben,
- sich als Nichtleistungsempfänger länger als drei Monate nicht mehr bei der zuständigen Stelle gemeldet haben
- arbeitsunfähig erkrankt sind,
- Schüler, Studenten und Schulabgänger, die nur eine Ausbildungsstelle suchen sowie
- arbeitserlaubnispflichtige Ausländer und deren Familienangehörigen sowie Asylbewerber ohne Leistungsbezug, wenn Ihnen der
Arbeitsmarkt verschlossen ist.
Bedarfsgemeinschaft (BG)
Eine Bedarfsgemeinschaft bezeichnet Personen, die im selben Haushalt leben und gemeinsam wirtschaften. Eine Bedarfsgemeinschaft
hat mindestens einen erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, außerdem zählen dazu:
a) weitere erwerbsfähige Hilfebedürftige,
b) die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das
25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
c) als Partner des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
-- der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
-- der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
-- eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem gemeinsamen Haushalt so zusammen lebt, dass nach
verständiger Wirkung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,
d) die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Buchstaben a) bis c) genannten Personen, wenn sie das 25.
Lebensjahr noch nicht vollendet haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes nicht aus eigenen
Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
Der Begriff der Bedarfsgemeinschaft ist enger gefasst als derjenige der Haushaltsgemeinschaft, zu der alle Personen gehören, die auf
Dauer mit einer Bedarfsgemeinschaft in einem Haushalt leben. So zählen z.B. Großeltern und Enkelkinder sowie sonstige Verwandte
und Verschwägerte nicht zur Bedarfsgemeinschaft. Von jedem Mitglied der Bedarfsgemeinschaft wird erwartet, dass es sein
Einkommen und Vermögen zur Deckung des Gesamtbedarfs aller Angehörigen der Bedarfsgemeinschaft einsetzt
(Ausnahme minderjährige Kinder). Zweckgemeinschaften (wie z.B. Studenten-WGs) fallen nicht unter die Definition der
Bedarfsgemeinschaft.
Erwerbsfähige
Leistungsberechtigte
(eLb)
Als erwerbsfähige Leistungsberechtigte (eLb) gelten gem. § 7 SGB II Personen, die
- das 15. Lebensjahr vollendet und das 65. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
- erwerbsfähig sind,
- hilfebedürftig sind und
- ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben.
Als erwerbsfähig gilt gem. § 8 SGB II, wer nicht durch Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den
üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarkts mindestens drei Stunden täglich erwerbsfähig zu sein. Hilfebedürftig ist gem.
gem. § 9 SGB II, wer seine Eingliederung in Arbeit sowie seinen Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt der mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, v.a. nicht durch Aufnahme einer
zumutbaren Arbeit oder dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe auch nicht
von anderen (Angehörige, andere Leistungsträger) erhält. Hierzu gehören z.B. auch Jugendliche unter 18 Jahren, die eine Schule
besuchen und in einer Bedarfsgemeinschaft leben.
Nicht erwerbsfähige
Leistungsberechtigte
Alle Personen innerhalb einer BG, die noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren) oder aufgrund ihrer gesundheitlichen
Leistungsfähigkeit und evt. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens 3 Stunden täglich unter den üblichen
Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten, können als nicht erwerbsfähige Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft
bei Hilfebedürftigkeit Leistungen erhalten. In Abgrenzung zum nichterwerbsfähigen Hilfebedürftigen nach SGB II erhalten die nicht
erwerbsfähigen Personen, die nicht in Bedarfsgemeinschaften mit Hilfebedürftigen leben, Leistungen im Rahmen der Sozialhilfe
gem. SGB XII.
SGB II-Quote
Die SGB II-Quote beschreibt das Verhältnis der Leistungsempfänger/innen zu der Einwohnerzahl der unter 65-jährigen
(Einwohner/innen U65 zum 31.12. des Vorjahres, Eingabe nach Bekanntgabe)
Instrumente der
Vermittlungsunterstützende Leistungen: Teilnahmen an Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung.
Arbeitsmarktpolitik Beschäftigungsbegleitende Leistungen: Eingliederungs- und Beschäftigungszuschüsse, Einstiegsgeld Beschäftigung/Selbständigkeit
8
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