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fragen und antworten zum bewerbungsverfahren betroffenenrat

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FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM BEWERBUNGSVERFAHREN BETROFFENENRAT
ZUR BEWERBUNG:
Gilt der Bewerbungsbogen auch ohne Unterschrift?
Die Bewerbung ist auch ohne Unterschrift gültig und wird dem Auswahlgremium vorgelegt.
Was mache ich, wenn der Platz auf dem Bewerbungsbogen nicht ausreicht?
Wenn die Freiflächen des Bewerbungsbogens für Ihre Angaben nicht ausreichend Platz bieten,
können Sie zusätzliche Seiten anfügen.
Dürfen sich auch ehemalige Heimkinder melden?
Ja, selbstverständlich, alle Betroffenen von sexuellem Missbrauch können sich bewerben,
unabhängig davon, wo Missbrauch geschehen ist.
Wie binden Sie Interessen- und Betroffenenvereinigungen ein?
Es können sich Personen bewerben, die von Missbrauch in der Kindheit oder Jugend betroffen
waren. Es können sich also auch Betroffene bewerben, die sich bereits in anderen
Interessenvereinigungen gegen Missbrauch engagieren. Mitglied im Betroffenenrat werden
jedoch nur Personen, nicht Körperschaften (also Vereine oder Vereinigungen). Der
Betroffenenrat sollte dann Regelungen vereinbaren, wie Abstimmungsprozesse mit den
Betroffenen aussehen können, die nicht Mitglied im Betroffenenrat sind.
ZUM AUSWAHLVERFAHREN:
Gibt es nach Einreichung der Bewerbungen eine Vorauswahl?
Es findet keine Vorauswahl statt. Die Bewerbungen werden lediglich nach den Kriterien sortiert.
Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl?
Folgende Kriterien sind im Aufruf formuliert:
• Interesse an kontinuierlicher Mitarbeit im Betroffenenrat
• Bereitschaft und Fähigkeit, sich für Belange von Betroffenen insgesamt einzusetzen
• Bereitschaft, sich für das gesamte Themenfeld zu engagieren
• Bereitschaft zum Ehrenamt
• Bereitschaft zur Anerkennung von Regelungen durch eine Geschäftsordnung
Wichtig ist, dass sich möglichst unterschiedliche Erfahrungen und Belange im Betroffenenrat
widerspiegeln.
Werde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen?
Wenn es für eine sachgerechte Auswahlentscheidung notwendig erscheint, kann das
Auswahlgremium persönliche Gespräche in Betracht ziehen.
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ZU DEN SITZUNGEN:
Wie oft wird der Betroffenenrat tagen?
Damit eine regelmäßige Arbeit gewährleistet wird, sollte der Betroffenenrat regelmäßig tagen.
Möglich wären zum Beispiel vier bis sechs Sitzungen pro Jahr. Die genaue Anzahl sowie die
jeweilige zeitliche Dauer der Sitzungen legt der Betroffenenrat selbst fest.
Für die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen, insbesondere für das Lesen von Dokumenten
sowie für das Erstellen von Stellungnahmen müssen Sie zusätzliche Zeit einrechnen.
Wann erfahre ich von der nächsten Sitzung?
Die Termine der Sitzungen beschließt der Betroffenenrat selbst. Um eine regelmäßige
Teilnahme aller Mitglieder zu gewährleisten, könnten die Sitzungstermine z.B. vorab für das
ganze Jahr festgelegt werden.
Finden die Sitzungen in Berlin statt?
Die Sitzungsorte beschließt der Betroffenenrat selbst. Die Sitzungen können an jedem Ort in
Deutschland stattfinden, der für alle gut erreichbar ist, natürlich auch in Berlin.
Sind Übernachtungen möglich, wenn es einen langen Anfahrtsweg gibt?
Fahrtkosten und gegebenenfalls Übernachtungskosten werden auf Antrag nach den Richtlinien
des Bundesreisekostengesetzes erstattet. Danach ist eine Übernachtung beispielsweise dann
möglich, wenn diese aufgrund der Sitzungsdauer oder eines langen Anfahrtsweges nötig ist, um
an der Sitzung teilzunehmen.
Was ist mit weiterer Gremienarbeit genau gemeint?
Es ist durchaus möglich, dass Mitglieder des Betroffenenrats in weitere Gremien oder
Arbeitsgruppen auf Ebene der Bundespolitik eingeladen und gebeten werden, sich dort zu
bestimmten Themen einzubringen. In einem solchen Fall können sie dann umgekehrt den
Betroffenenrat über die Arbeit dieser Gremien informieren.
Wichtig für Sie ist zu wissen, dass die Frage, ob Sie bereit sind auch in anderen Gremien
mitzuarbeiten kein zwingendes Auswahlkriterium für eine Mitarbeit im Betroffenenrat ist.
ZUR ÖFFENTLICHKEIT:
Muss der eigene Name genannt werden?
Die vom Betroffenenrat gewählten Sprecherinnen/Sprecher sollten bereit sein, auch in der
Öffentlichkeit namentlich aufzutreten. Eine Namensnennung der einzelnen Mitlieder im
Betroffenenrat sollte in der Gründungssitzung erörtert werden. Sie ist seitens des
Unabhängigen Beauftragten nicht zwingend vorgesehen.
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Wird es öffentliche Auftritte geben?
Der Betroffenenrat beschließt selbständig, wie und in welcher Form er durch wen bei
öffentlichen Auftritten vertreten sein wird.
Wird es Pressearbeit zum Beispiel mit einem Gruppenfoto geben?
Veröffentlichungen von Einzel- oder Gruppenbildern der Mitglieder des Betroffenenrats
beachten selbstverständlich immer das allgemeine Persönlichkeitsrecht. Niemand muss sich
fotografisch oder filmisch abbilden lassen, wenn sie oder er das nicht möchte – auch nicht auf
einem Gruppenfoto.
Wer macht die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Betroffenenrat? Der Betroffenenrat
oder die Pressestelle des Unabhängigen Beauftragten?
Der Betroffenenrat legt fest, welche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit er machen möchte. Der
Unabhängige Beauftragte bietet hierzu seine Unterstützung an.
ZU DEN AUFGABEN:
Was ist mit der „Bereitschaft, sich für das gesamte Themenfeld zu engagieren“ gemeint?
Oft sind Menschen besonders mit einem Thema beschäftigt, das ihnen sehr wichtig ist und
wofür sie kämpfen. Im Betroffenenrat geht es darum, nicht ausschließlich das eigene Thema
voranbringen zu wollen, sondern für möglichst viele Themen im Kampf gegen sexuellen
Kindesmissbrauch einzutreten, die in der Amtszeit des Betroffenenrats von Bedeutung sein
werden.
Soll der Betroffenenrat Stellungnahmen zur Arbeit des Unabhängigen Beauftragten abgeben
oder selbst Anregungen und Wünsche vorbringen?
Sowohl als auch. Es geht um Begleitung und Mitwirkung bei der Arbeit des Unabhängigen
Beauftragten. Das heißt, es geht um einen beständigen Austausch zwischen dem Unabhängigen
Beauftragten und dem Betroffenenrat zu allen wichtigen Fragen rund um das Thema des
sexuellen Kindesmissbrauchs. Der Unabhängige Beauftragte wird den Betroffenenrat frühzeitig
und regelmäßig über seine Vorhaben informieren und um Stellungnahme bitten. Der
Betroffenenrat ist darüber hinaus selbstverständlich eingeladen, eigene Vorschläge für die
Arbeit bzw. Aufgaben unterbreiten.
ZUR GESCHÄFTSORDNUNG:
Wer entwirft die Geschäftsordnung?
Der Betroffenenrat gibt sich seine Geschäftsordnung selbst. Sie bedarf der Zustimmung des
Unabhängigen Beauftragten. Auf Wunsch des Betroffenenrats kann der Arbeitsstab des
Unabhängigen Beauftragten bei der Entwicklung der Geschäftsordnung Unterstützung leisten.
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Bildung
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