close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

(FAQs) zur Projektdurchführung (_27, 156 kB ) - NA beim BIBB

EinbettenHerunterladen
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
FAQs Leitaktion 1
Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung
und Erwachsenenbildung
Projektdurchführung
Antragsrunde 2014
Inhaltsverzeichnis
1. Finanzhilfevereinbarung
2. Übertragung von Fördermittel
3. Förderfähige Aktivitäten und Ausgaben
4. Teilnehmer/-innen-Vereinbarung / Lernvereinbarung / Arbeitsprogramm
5. Berichte /Berichtsdatenbank Mobility Tool+
6. Belege / Nachweise
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
1/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
Lese-Hinweis: Die Antworten auf die Fragen können sich auf beide Bildungsbereiche (berufliche Aus- und Weiterbildung auf der einen Seite und
Erwachsenbildung auf der anderen Seite) beziehen oder nur auf einen der beiden Bildungsbereiche. Die jeweilige Geltung haben wir deshalb farblich
(Hintergrund) markiert.
Ohne Farbe
Beide Bereiche (berufliche Bildung + Erwachsenenbildung)
blau
Berufliche Bildung
grün
Erwachsenbildung
1. Finanzhilfevereinbarung
Frage
Antwort
Die Finanzhilfevereinbarung reguliert die Beziehungen zwischen der Nationalen Agentur und dem Zuschuss-Empfänger. Bestandteil der Finanzhilfevereinbarung sind auch die
Dokumente Anhang I (Projektbeschreibung), Anhang II (Veranschlagtes Budget), Anhang III (Finanz- und Vertragsbedingungen).
Bitte beschäftigen Sie sich intensiv mit der Finanzhilfevereinbarung.
1.1. Wann wird die Vorauszahlung ausgezahlt?
Innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten der Vereinbarung erhält der Zuschussempfänger 80%
der bewilligen Fördermittel – vorbehaltlich der Bonitätsprüfung.
1.2. Was ist im Vertrag mit „Sachleistung Dritter“ (Art. II 16.5) gemeint?
Damit sind von Dritten erbrachte Sacheinlagen und –leistungen gemeint; diese sind nicht
förderfähig.
1.3. Gibt es eine gewisse Flexibilität bei der Projektdurchführung?
Aufgrund der Flexibilität bei der Gestaltung der Auslandsaufenthalte (Open-Flow-Management)
kann der Zuschussempfänger Änderungen des Aufenthaltszeitraums und der Partner sowie des
Ziellandes ohne vorherige Zustimmung der NA vornehmen. Dabei müssen die im Antrag
beschriebenen Inhalte des Projektes gewahrt bleiben und die Änderungen im Abschlussbericht
begründet werden. Die NA beim BIBB wird im Rahmen der Evaluation des Abschlussberichtes
die Begründung der Veränderung beurteilen.
Die maximale Fördersumme kann sich durch die Änderungen reduzieren (z.B. Aufenthaltskosten
bei Ziellandwechsel), sie kann jedoch nicht erhöht werden.
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
2/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
1.4. Wann ist eine Änderung der Finanzhilfevereinbarung notwendig,
d.h. in welchen Fällen muss ein Änderungsantrag bei der NA gestellt
werden?
Folgende Änderungen im Projekt bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der NA
beim BIBB und werden in der Regel in einer Änderungsvereinbarung festgehalten:
•
Mittel, die nicht mehr in Anspruch genommen werden, sind der NA beim BIBB
unverzüglich per Änderungsantrag zu melden, soweit die Reduzierung mehr als 10%
der bewilligten Fördersumme und gleichzeitig mehr als 5.000 € beträgt.
•
Falsch zugeordnete Zielgruppe der Lernenden im Antrag (eine Änderung muss vor
Ausreise von der NA beim BIBB bewilligt worden sein), s. 2.1.
•
Umfirmierung des Projektträgers.
•
Änderungen der inhaltlichen Ausgestaltung des Projektes (z. B. der fachlichen Inhalte,
Berufsgruppe).
Eine Änderung in der Vereinbarung muss der NA beim BIBB rechtzeitig, bevor die Änderung
wirksam werden soll, übermittelt werden (s. Finanzhilfevereinbarung Art. II.1). Eine Vorlage für
einen Änderungsantrag finden Sie im Dokumentencenter auf der NA-Website.
1.5. Wann ist eine Änderung der Finanzhilfevereinbarung notwendig,
d.h. in welchen Fällen muss ein Änderungsantrag bei der NA gestellt
werden?
Folgende Änderungen im Projekt bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der NA
beim BIBB und werden in der Regel in einer Änderungsvereinbarung festgehalten:
•
•
Mittel, die nicht mehr in Anspruch genommen werden, sind der NA beim BIBB
unverzüglich per Änderungsantrag zu melden, soweit die Reduzierung mehr als 10%
der bewilligten Fördersumme und gleichzeitig mehr als 5.000 € beträgt.
•
Umfirmierung des Projektträgers.
Eine Änderung in der Vereinbarung muss der NA beim BIBB rechtzeitig, bevor die Änderung
wirksam werden soll, übermittelt werden (s. Finanzhilfevereinbarung Art. II.1). Eine Vorlage
für einen Änderungsantrag finden Sie im Dokumentencenter auf der NA-Website.
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
3/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
2. Übertragung von Fördermittel
Frage
Antwort
Mit einer Übertragung von Fördermitteln ist eine Anpassung des genehmigten Budgets durch Übertragung zwischen den verschiedenen Budgetkategorien untereinander
gemeint. Solch eine Übertragung von Fördermitteln gilt nicht als Vertragsänderung.
Eine Übertragung von Fördermitteln darf nicht die Umsetzung des Projekts (Anhang I: Projektbeschreibung) ändern.
2.1. Können bewilligte Fördermittel der Kategorie Lernende in
Unternehmen auf die Kategorie Lernende in schulische und andere
Einrichtungen übertragen werden?
Grundsätzlich nein. Es ist lediglich der andere Weg erlaubt (Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2.
Pkt e).
Falls Projektträger diesen Sachverhalt bei der Antragstellung nicht berücksichtigt haben sollten,
bieten wir den Projektträgern an, nachträglich – jedoch vor Ausreise – die Behebung dieses
Fehlers in einem Änderungsantrag zu begründen.
2.2. Können bewilligte Fördermittel der Kategorie Lernende in
Unternehmen oder Schulen/andere Einrichtungen auf die Kategorie
Bildungspersonal (staff) übertragen werden?
Nein. Es ist jedoch möglich, bewilligte Teilnehmer der Zielgruppe „Bildungspersonal“ in
„Lernende“ umzutauschen (s. Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2). Da diese Möglichkeit in der
Finanzhilfevereinbarung vereinbart ist, ist kein Änderungsantrag notwendig.
2.3. Können bewilligte Fördermittel der Kategorie sprachliche
Unterstützung auf die Kategorie Fahrtkosten und individuelle
Unterstützung/Aufenthaltskosten übertragen werden?
Ja, bis zu 50% (s. Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2).
2.4. Können bewilligte Fördermittel der Kategorie organisatorische
Unterstützung auf die Kategorie Fahrtkosten und individuelle
Unterstützung/Aufenthaltskosten übertragen werden?
Ja, bis zu 100%, siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2
2.5. Können bewilligte Fördermittel prinzipiell auf die Kategorie
Unterstützung bei besonderem Bedarf (Teilnehmende mit Behinderung)
übertragen werden?
Ja, siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2
2.6. Können bewilligte Fördermittel der Kategorie Fahrtkosten und
individuelle Unterstützung/Aufenthalt auf die Kategorie organisatorische
Unterstützung übertragen werden?
Nein, siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. I.3.2
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
4/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
3. Förderfähige Aktivitäten und Ausgaben
Frage
Antwort
3.1. Was ist der förderfähige Zeitraum?
Projektaktivitäten können zwischen dem 01.06.2014 und 31.12.2014 beginnen und 12 oder 24
Monate andauern. Aktivitäten außerhalb dieses Zeitraumes sind nicht förderfähig (s.
Finanzhilfevereinbarung, Art. I.2.2).
3.2. Was ist mit Auftragsvergabe und Unteraufträgen gemeint?
Die Durchführung von Unteraufträgen betrifft Leistungen von Dritten (anderen als den
unmittelbaren Projektpartnern); ein Projektpartner kann keinen Unterauftrag durchführen.
Die Finanzhilfevereinbarung, Art. II.9 bzw. Art. II.10 definieren die Durchführung einer
Auftragsvergabe durch den Zuschussempfänger bzw. eines Unterauftrages durch einen Dritten.
Das Vergabeverfahren hängt v.a. von der Höhe des Auftrages ab: Liegt der Auftragswert unter
25.000,- EUR (netto) kann freihändig vergeben werden. Hierbei gilt:
•
Bei einem Auftragswert unter 500,- EUR (netto) muss kein Vergabeverfahren durchgeführt
werden, also insbesondere keine Vergleichsangebote eingeholt werden. Bei diesem
„Direktkauf“ sind die Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu
beachten.
•
Bei einem Auftragswert zwischen 500,- EUR (netto) und 1.000,- EUR (netto) können die
Vergleichsangebote telefonisch eingeholt werden. Die Preisermittlung ist aktenkundig zu
machen.
•
Bei einem Auftragswert zwischen 1.000,- EUR (Netto) und 10.000,- EUR (netto) sind drei
schriftliche Vergleichsangebote anzufordern.
•
Bei einem Auftragswert zwischen 10.000,- EUR (netto) und 25.000,- EUR (netto) muss die
Aufforderung zur Abgabe eines Angebots schriftlich inklusive Leistungsbeschreibung
erfolgen.
In jedem Fall sind die Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.
3.3. Ist der Projektträger verpflichtet, Unteraufträgen der NA anzuzeigen?
© NA beim BiBB
Nein.
Wenn der Zuschussempfänger für die Durchführung einer Veranstaltung zur kulturellen
Vorbereitung eine dritte Organisation beauftragt, müssen die Kosten hierfür (wenn nicht
anders genehmigt) aus der Kategorie Organisationskosten getragen werden. Bei der
Auftragsvergabe müssen die o.g. Bedingungen eingehalten werden. Da der Zuschussempfänger
diesen Unterauftrag gegenüber der NA nicht als förderfähige Ausgabe einreicht, ist kein Antrag
Stand: 27.10.2014
5/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
Frage
Antwort
und keine Genehmigung seitens NA notwendig.
3.4 Müssen für Fahrt- und Aufenthaltskosten von dem Projektträger
Vergleichsangebote eingeholt werden?
Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus, dass für Fahrt- und Aufenthaltskosten (die bspw.
durch ein Reisebüro gebucht werden) keine Vergleichsangebote eingeholt werden müssen.
Diese und andere Fragen sind z.T. noch in der Bearbeitung durch die Europäische Kommission.
3.5. Kann ich nachträglich einen (deutschen) Partner aufnehmen, um
dadurch eine Untervergabe zu umgehen?
In keinem Fall kann eine deutsche Einrichtung Partner im Sinne des Vertrages sein (Ausnahme
Konsortien). Ein neuer Partner muss eine aufnehmende Einrichtung in einem anderen
Programmland sein.
3.6. Kann eine Person mehr als einmal gefördert werden?
Ja. Ein Teilmehmender kann mehrmals unterschiedliche Mobilitäten durchführen.
Die Gesamtaufenthaltsdauer bei Lernende von max. 12 Monaten darf nicht überschritten
werden, und der Mindestsaufenthalt beträgt 14 Tage pro Mobilität (ohne Reisetage).
Die Gesamtaufenthaltsdauer beim Bildungspersonal von max. 2 Monaten darf nicht
überschritten werden, und der Mindestsaufenthalt von 2 Tagen pro Mobilität (ohne Reisetage)
muss eingehalten werden.
Ja. Eine Person kann mehrmals unterschiedliche Mobilitäten durchführen. Die
Gesamtaufenthaltsdauer von max. 2 Monaten darf nicht überschritten werden.
Mindestaufenthalt von 2 Tagen pro Mobilität (ohne Reisetage) muss eingehalten werden. (s.
Artikel 2.4 der TN-Vereinbarung).
3.7. Wenn eine Person im Rahmen eines Projektes an mehreren
Mobilitäten teilnimmt, wie berechnet sich dann die Förderung
(Fahrtkosten, Aufenthaltskosten, sprachliche Vorbereitung,
Organisatorische Unterstützung)?
Für die Person können Fördermittel pro Mobilität für alle Kostenarten beantragt werden
(sprachliche Vorbereitung für Maßnahmen von 1 bis 12 Monaten nur für Lernende).
3.8. Wie wird die Entfernung von Standort der entsendenden Einrichtung
bis zum Standort der aufnehmenden Einrichtung berechnet?
Die Entfernung wird mit Hilfe des Online-Entfernungsrechners der EU Kommission festgestellt.
Der Link zum Online Tool „ Distance Calculator“ befindet sie auf der Homepage der NA im
Dokumentencenter. Die mit der Distanz verbundene Höhe des Zuschusses beinhaltet die Hinund Rückreise.
© NA beim BiBB
Für die Person können Fördermittel pro Mobilität für alle Kostenarten beantragt werden.
Stand: 27.10.2014
6/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
Frage
Antwort
3.9. Wie werden Begleitpersonen gefördert?
Begleitpersonen können als Begleitung für minderjährige und benachteiligte Lernende in der
Berufsbildung und für alle Teilnehmenden mit besonderem Bedarf beantragt werden. Das
Verhältnis der Begleitpersonen sollte ungefähr im Verhältnis 1:10 bestehen (Ausnahme:
Begleiter für behinderte Personen können im Verhältnis 1:1 gefördert werden). Die
Aufenthaltsdauer kann zwischen 2 und 60 Tagen betragen. Der Fördersatz für Begleitpersonen
entspricht dem Satz vom Bildungspersonal. Für Begleitpersonen erhält die Einrichtung keinen
Zuschuss für organisatorische Unterstützung (OM Mittel).
(s. auch Programmleitfaden, S. 245)
Ja.
3.10. Können Begleitpersonen auch jeweils einen An – und Abreisetag
innerhalb der Aufenthaltskosten geltend machen?
4. Teilnehmer/-innen-Vereinbarung / Lernvereinbarung / Arbeitsprogramm
Frage
Antwort
4.1. Können Teilnehmerverträge für ganze Gruppen statt für
Einzelpersonen gemacht werden?
Nein. Die bilateralen Teilnehmerverträge müssen in jedem Fall individuell ausgefertigt und
unterschrieben werden.
4.2. Dürfen Gruppenlernvereinbarungen oder Gruppenarbeitsprogramme
abgeschlossen werden?
Wenn die Lernvereinbarung oder das Arbeitsprogramm für eine Gruppe von Teilnehmenden
identisch ist, so darf eine Gruppenlernvereinbarung (Lernende) oder ein Gruppenarbeitsprogramm
(Bildungspersonal) abgeschlossen werden. Es muss jedoch auf der Unterschriftsliste deutlich
werden, auf welches Dokument sich die jeweiligen Unterschriften beziehen und wer und wann die
Liste unterschrieben hat.
4.3. Wann erhält ein Teilnehmender im Mobility Tool+ die Aufforderung,
den Bericht einzureichen bzw. ab wann läuft die 30-Tage-Frist?
Das Mobility Tool+ wird voraussichtlich ab November 2014 zur Verfügung stehen. Sobald die
Grunddaten eines bewilligen Projektes von der NA ins Mobility Tool+ überspielt sind, erhält die
Kontaktperson automatisch eine E-Mail. Erst nachdem der Projektträger seinen Zugang für das
Mobility-Tool erhalten hat, können Mobilitäten für Teilnehmende angelegt werden. Der Teilnehmer
selbst erhält automatisch einen Tag nach Rückkehr eine Mail mit Link zum personalisierten
Teilnehmerbericht und hat dann 30 Tage für die Beantwortung der Fragen Zeit.
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
7/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
Frage
Antwort
4.4. Benötigt eine Begleitperson eine Teilnehmervereinbarung?
Nein
4.5. Benötigt eine Begleitperson ein Arbeitsprogramm?
Nein.
4.6. Welchen Versicherungsschutz benötigen die Teilnehmenden?
Verpflichtend für Lernende sind:
• Krankenversicherung
• Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz
• Unfallversicherung am Arbeitsplatz
Eine Privathaftpflichtversicherung wird dringend empfohlen.
Weitere Informationen finden Sie im Dokumentencenter.
4.7. Wer bietet eine Haftpflichtversicherung am Arbeitsplatz an?
Hierfür gibt es keine allgemeinverbindliche Aussage.
Schäden, die im ausländischen Praktikumsbetrieb entstehen, können sowohl durch die
Betriebshaftpflicht des entsendenden Betriebes/Arbeitgebers versichert sein als auch durch die
Betriebshaftpflicht des aufnehmenden Unternehmens.
Die entsendende Organisation ist verpflichtet, die Versicherungsfrage zu klären.
4.8. Gibt es besondere Einreisebestimmungen in einigen Programmländern
(Visa/Meldung bei den Ausländerbehörden)?
Aktuelle verbindliche Informationen zu Einreisebestimmungen erhalten Sie über das Auswärtige
Amt bzw. die Botschaften der einzelnen Länder.
Es können Einreisebestimmungen existieren, die Auswirkungen auf das Projekt haben (z.B.
Visumspflicht), da sie Wochen oder Monate an Vorlaufzeit benötigen (russische oder türkische
Personen, die in Deutschland leben und eine Ausbildung absolvieren oder arbeiten, benötigen
beispielsweise ein Visum für die Reise in einige Länder).
4.9. Müssen sich die Teilnehmenden bei längeren Aufenthalten bei den
Ausländerbehörden anmelden?
Ja, in machen Ländern muss man sich bei längeren Aufenthalten anmelden. Diese Regelung gilt
teilweise auch für EU-Bürger/innen.
Es wird empfohlen, dass die Projektpartner diesen Sachverhalt bilateral im Einzelfall klären.
4.10. Gelten für Teilnehmende, die nach Deutschland kommen, ab 2015
die Bestimmungen des gesetzlichen Mindestlohns?
Zur Frage der Umsetzung des Mindestlohns in Deutschland gibt es zur Zeit noch keine verbindlichen
Durchführungsbestimmungen.
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
8/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
Frage
Antwort
4.11. Gibt es eine Definition von „Lernende mit geringen Chancen“ (fewer
opportunities)?
Siehe Programmleitfaden, S. 13,14.
5. Berichte /Berichtsdatenbank Mobility Tool+
Frage
Antwort
5.1. Muss ein Zwischenbericht erstellt werden?
Ja, siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. I.4.2.
Für die Erstellung des Zwischenberichtes ist zwingend die Verwendung des Instruments Mobility
Tool+ vorgeschrieben (vgl. Finanzhilfevereinbarung, Art. I.10.1.) Dieses Instrument liegt zur Zeit
noch nicht vor. Die Projektträger werden benachrichtigt, sobald das Werkzeug zur Verfügung steht.
5.2. Wann muss der Abschlussbericht erstellt werden?
Der Zuschussempfänger muss spätestens innerhalb von 60 Kalendertagen nach Beendigung des
Projektes im Mobility Tool+ einen Abschlussbericht erstellen.
Wenn seitens des Zuschussempfängers ein Interesse am Erhalt einer früheren Schlusszahlung
besteht, so wird den Projektträgern empfohlen, den Abschlussbericht sofort nach Abschluss der
letzten Mobilität zu erstellen und an die NA zu senden.
5.3. Muss der Abschlussbericht in Papierform an die NA beim BIBB
gesendet werden?
Nein.
5.4. Was ist das Mobility Tool+?
Mobility Tool+ ist eine webbasierte Berichtsdatenbank. Es wurde von der Europäischen
Kommission entwickelt und ist europaweit verpflichtend. Die Zuschussempfänge erfassen dort
statistische und finanzielle Angaben zu Teilnehmenden, aktivieren den Teilnehmerbericht und
erstellen den Abschlussbericht. Die Anmeldung erfolgt mit dem ECAS-Konto, welches die
Kontaktperson unter ihrer e-Mailadresse angelegt hat.
Eine Anleitung zu Mobility Tool+ ist in Kürze im Dokumentencenter der NA verfügbar.
5.5. Welche finanziellen Angaben müssen im Mobuility Tool + gemacht
werden? (Anlage III der Finanzhilfevereinbarung)
In Mobility Tool+ werden alle Budgetkategorien für jede Mobilitätsaktivität berechnet und
dokumentiert. Das Tool berechnet
• die Fahrtkosten (es gilt i.d.R. Herkunftsort = Standort der entsenden Einrichtung / Zielort=
Standort der aufnehmenden Einrichtung)
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
9/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
•
•
•
•
•
•
5.6. Wie werden von in anderer Währung entstandenen Kosten in Euro
umgerechnet?
© NA beim BiBB
individuelle Unterstützung/Aufenthaltskosten auf Grundlage der Kosteneinheit
Start- und Enddaten der Mobilität. Falls zutreffend kann 1 Tag vor und nach der Mobilität
als An- und Abreisetag hinzugerechnet werden. Der Gesamtaufenthalt wird bei der
Berechnung der individuelle Unterstützung/Aufenthaltskosten berücksichtigt.
„Freie“ Tage zwischen Anreise und Beginn der Mobilität werden nicht gefördert, Bsp.:
Anreise am Samstag, Beginn des Praktikums am Montag => der Sonntag ist nicht in er
Kostenart individuelle Unterstützung/Aufenthaltskosten förderfähig
organisatorische Unterstützung auf Grundlage der Gesamtanzahl der im Tool
angegebenen Mobilitäten, unabhängig davon, ob ein Teilnehmer eine oder mehrere
Mobilitäten unternommen hat.
Für die Unterstützung bei besonderem Bedarf (für Teilnehmende mit Behinderung) gibt
die Einrichtung im MT+ Art und Höhe der zusätzlichen Ausgaben an.
sprachliche Unterstützung auf Grundlage der Kosteneinheit für jeden Teilnehmer, der an
einer sprachlichen Vorbereitung (nur Lernende Berufsbildung >30 Tage Aufenthalt)
teilgenommen hat
Für Außergewöhnliche Kosten (nur im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung)
müssen mit dem Abschlussbericht Belege der tatsächlichen Ausgaben eingereicht werden.
Kursgebühren (nur Erwachsenenbildung)
auf Grundlage der Kosteinheit (für die Berechnung gelten nur die Tage, an denen der Kurs
tatsächlich stattgefunden hat).
Siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. I.4.7.
Stand: 27.10.2014
10/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
6. Belege / Nachweise
Frage
Antwort
6.1. Müssen Rechnungen (bspw. für Fahrtkosten, Unterkunft, sprachliche
Vorbereitungen…), Quittungen (bspw. der Hotels, des ReiseVeranstalters…) aufgehoben werden?
Die finanzielle Abwicklung in Erasmus+ ist in vielen Bereichen in Form von Einheitskosten
organisiert, d.h. dass der Zuschussempfänger die Durchführung bestimmter Aktivitäten und
Leistungen belegt und für diese Aktivitäten und Leistungen bestimmten Einheitskosten erstattet
werden.
Trotzdem kann der Zuschussempfänger Kontrollen und Prüfungen unterliegen. Deren Ziel es ist, zu
überprüfen, ob der Zuschussempfänger die Förderung entsprechend den in der Vereinbarung
niedergelegten Regelungen verwaltet hat, so dass der Endbetrag, auf den der Zuschussempfänger
einen Anspruch hat, festgesetzt werden kann.
In Annex III, Art. IV sind diese Kontroll-Instanzen erläutert. In KA1 ist eine bestimmte Anzahl von
Belegprüfungen und Vor-Ort-Prüfungen der Projektträger vorgesehen. Diese Vor-Ort-Prüfungen
können u.a. folgendes beinhalten:
ggf. Reise-Unterlagen (Rechnungen, Tickets, Boarding-Pässe…)
ggf. Quittung über Auszahlung der Mittel an TN
ggf. signierte TN-Vereinbarungen einschl. Lernvereinbarung/Arbeitsplan
ggf. Nachweis der Vorbereitungsaktivitäten/Sprachkurse
ggf. Rechnungen und Zahlungsflüsse (besonderer Bedarf, außergewöhnliche Kosten)
Belegt werden muss, dass die Aktivität, wie im Abschlussbericht angegeben, tatsächlich
stattgefunden hat. Es werden nur Unterlagen benötigt, die die Durchführung der Aktivität belegen
und nicht die Höhe der Kosten (s. Punkt 6.2.).
6.2. Wie lange müssen die Unterlagen aufbewahrt werden?
Alle Unterlagen müssen bei Projekten mit einer Zuschusssumme unter 60.000 € 3 Jahre und bei
Projekten mit einer Zuschusssumme über 60.000 € 5 Jahre nach Festsetzung der endgültigen Höhe
des Zuschusses aufbewahrt werden.
6.3. Muss die Höhe der Kosten/Ausgaben belegt werden?
Nachweise, die die Höhe der Kosten belegen, sind nicht erforderlich – mit Ausnahme der Kosten,
die bis zu 100% erstattet werden (Besonderer Bedarf bei Behinderung und Außergewöhnliche
Kosten). Belege für alle anderen Kostenarten müssen nachweisen, dass die „Aktivität“
stattgefunden hat.
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
11/12
FAQs - Leitaktion 1 Mobilität in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Erwachsenbildung
Projektdurchführung
6.4. Gibt es eine Vorlage für den „Nachweis der Teilnahme“, um die
Fahrtkosten, individuelle Unterstützung/Aufenthaltskosten und
organisatorische Unterstützung zu belegen?
6.5. Wie werden die Kosten für sprachliche Unterstützung (Leitaktion 1
Mobilität in der Berufsbildung) belegt?
Nein, es gibt aber Mindestangaben lt. Finanzhilfevereinbarung, Art. II.16.2:
Nachweis der Teilnahme an der Aktivität im Ausland in Form einer von der aufnehmenden
Einrichtung unterzeichneten Erklärung mit Angabe des Namens des Teilnehmers bzw. der
Teilnehmerin, dem Zweck der Aktivität im Ausland sowie ihres Anfangsdatum und Enddatums.
Die NA behält sich vor, im Falle einer Prüfung Belege einzusehen (s.o.).
Siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. II.16.2
Die NA behält sich vor, im Falle einer Prüfung Belege einzusehen (s.o.).
6.6. Wie wird die Kursgebühr (Leitaktion 1 Mobilität in der
Erwachsenenbildung) belegt?
Siehe Finanzhilfevereinbarung, Art. II.16.2
Die NA behält sich vor, im Falle einer Prüfung Belege einzusehen (s.o.).
© NA beim BiBB
Stand: 27.10.2014
12/12
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
11
Dateigröße
156 KB
Tags
1/--Seiten
melden