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10.10.2014 - B19, Die Straßenglätter - Staatliches Bauamt Kempten

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Es wird gebaggert und ausgebessert auf der B 19 zwischen Immenstadt und Waltenhofen (links). Der Seitenstreifen der B 19 wird befestigt und dadurch sicherer für Autofahrer, die von der Fahrbahn abkommen (rechts). Bis zur Anschlussstelle Heuberg bleibt die Straße noch bis morgen, Samstag, voll gesperrt in Richtung Kempten. In den
nächsten Wochen kommt es wegen der Bauarbeiten weiterhin zu Fahrbahnverengungen.
Fotos: Edith Rayner
Die Straßenglätter
B 19 Arbeiter gleichen von Waltenhofen bis Immenstadt
mit Asphalt Stellen aus, an denen sich die Straße gesenkt hatte
VON EDITH RAYNER
Immenstadt/Thanners/Waltenhofen
Auf der B 19 von Immenstadt nach
Heuberg rollen zurzeit nur Bagger
und Baufahrzeuge. Eine „Generalsanierung vieler kleiner Stellen“
habe begonnen, sagt Thomas Hanrieder vom staatlichen Bauamt in
Kempten. Was zunächst verwundert: Genau dieser Bauabschnitt
wurde erst vor fünf Jahren für den
Verkehr freigegeben. Ist die Straße
schon wieder baufällig? Tatsächlich
ist der Belag noch einwandfrei.
Doch an einigen Stellen hat sich die
Fahrbahn zwischen 2,5 bis drei Zentimeter gesenkt. Bei der Sanierung
tragen die Straßenbauer die Fahrbahn an diesen Abschnitten um
sechs Zentimeter ab. Anschließend
bringen sie eine neue Asphaltdecke
auf und sorgen damit wieder für einen glatten Belag.
Wegen der Setzungen kann derzeit das Wasser nicht mehr vollständig ablaufen und es bilden sich Pfützen. Das von Autofahrern gefürchtete Aquaplaning kann die Folge
sein. Schon beim Bau der B 19 waren die Verantwortlichen über die
speziellen geologischen Besonderheiten im Seifener Becken informiert: Dort waren früher Baggerseen. Deshalb hätte man mit der Inbetriebnahme der autobahnähnlichen Kraftfahrstraße im Idealfall
noch fünf Jahre warten müssen,
„aber das war in der Praxis nicht
vermittelbar“, so der Straßenbauexperte. Deshalb sei klar gewesen,
dass „was kommen würde“.
Problematisch sind auch einige
Stellen, wo Brücken und Straßen
aufeinandertreffen. Während die
Asphaltdecke auf den Brücken unverändert blieb, hat sich die Fahrbahn an manchen Übergängen abge-
senkt. Um die Unebenheiten auszugleichen und die Straße wieder sicher zu machen, wird an diesen Stellen die Fahrbahndecke abgenommen und neu asphaltiert.
„Die B 19 ist ein extremer Kompromiss“, betont Thomas Hanrieder. Die Autofahrer nähmen die
vierspurige Straße wie eine Autobahn wahr, es sei aber keine. Deshalb fehle auch der Standstreifen,
der erheblich zur Sicherheit beitrage. Die B 19 hat lediglich Bankette
im Randbereich. Kommt ein Fahrzeug von der Fahrbahn ab, ist das
eine besonders gefährliche Situation. Deshalb werden die Bankette
nun sicherer gemacht. Sie werden
angehoben und teilweise mit Rasengittersteinen gepflastert. Weitere
Instandsetzungen: Die Parkbuchten
werden verlängert, denn laut einer
zwei Jahre alten Verordnung sind sie
aus heutiger Sicht zu kurz. Zudem
werden
Beschilderungen
und
Schutzvorrichtungen im Randbereich erneuert.
Die Gesamtkosten von 1,2 Millionen Euro fallen beim Straßenbauamt in die Kategorie Bestandserhaltung. So kann auf das laufende Budget zurückgegriffen werden, ohne
dass zusätzliche Gelder beantragt
werden müssen. Insgesamt erstrecken sich die Bauarbeiten auf 15 Kilometer Länge. Die Autofahrer werden sich noch bis Ende Oktober auf
wöchentlich geänderte Verkehrsführungen zwischen Kempten und
Immenstadt einstellen müssen.
O Ab Montag, 13. Oktober, 6 Uhr, wer-
den Fahrzeuge, die Richtung Immenstadt unterwegs sind, bei Heuberg ausgeleitet und über die Kreisstraße über
Thanners und Seifen bis Immenstadt umgeleitet. Die Umleitung dauert voraussichtlich bis Samstag 19. Oktober.
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