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PROM. NR. 2865
LANDSCHAFT UND STANDORT ALS BESTIMMENDE
EINFLÜSSE AUF DIE GESTALT DER STADT ISTANBUL
VON
DER
EIDGENÖSSISCHEN TECHNISCHEN HOCHSCHULE
ZUR ERLANGUNG DER
DOKTORS
ZÜRICH
WÜRDE EINES
DER TECHNISCHEN
GENEHMIGTE
IN
WISSENSCHAFTEN
PROMOTIONSARBEIT
VORGELEGT VON
ARMAGAN
AKGÜN DIPLOM-ARCHITEKTIN TÜRKISCHE STAATSANGEHÖRIGE
REFERENT: HERR PROF. DR. L BIRCHLER KORREFERENT: HERR PROF. DR. E. EGLI
DRUCK: ED.TRUNINGER,
ZÜRICH
1959
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MEINEN
LIEBEN
ELTERN
3
Inhalt
Seite
Vorwort
6
Einleitung
DIE ZWEI GESTALTENDEN KRÄFTE IM STADTBILD
7
I. Teil
DIE NATUR ALS GESTALTER
1.
Istanbuls
Lage
9
2.
Istanbuls
topographische Eigenart
und Umwelt
11
II. Teil
DER MENSCH ALS GESTALTER
14
Istanbuls Geschichte
TU. Teil
STUDIENGRUNDLAGEN
1.
Darstellungen
Abb.
"
7.
Tabula
von
Peutingeriana
Abb.
9 und Abb.
10.
Augustiners Onuphrius
Zwei Ansichten der Stadt
der türkischen
vor
Abb.
13.
Plan des Vavassore,
Abb.
14.
Venezianischer Plan,
Abb.
15.
Farbige Darstellung Istanbuls
vor
der türkischen
17.
18.
Vogelperspektive
Abb.
19.
Istanbuls Ansicht
1580
-
Melchior Lorichs,
Lorichs,
1574
aus
dem
in
gelehrten
Venedig, 1580.
Jahre 1453
24
25
.
27
.
aus
einem
Manuskript
des Nasuh-es-Silahi-
aus
einem
Manuskript
des Nasuh-
30
.
1580
-
1609.
Seidenvorhangbemalung
aus
dem
31
Istanbuls.
von
Nach
Dilich, 1557
1580
-
der Höhe oberhalb Galata.
32
.
Nach einer
Radierung
von
34
.
1559
22/23
26
Galatas und Üsktldars
SUleymaniye-Moschee
Umgebung.
und
Ausschnitt
aus
Istanbuls Panorama,
35
.
Fatih-Moschee und
1559
Eroberung
gedruckt
,
in Istanbul.
Abb.
Abb. 21.
1565)
.
Vogelperspektive Istanbuls,
Topkapu-Serail
Abb. 20.
Aus dem Werk des
1422.
28
Farbige Darstellung
Dilich, 1557
(1529
-
Buondelmonti,
nach
.
es-Silahi-el-Matraki, 1537/38
Abb.
1520
Konstantinopel,
Eroberung.
Panvinius aus Verona
Konstantinopel
16.
21
.
12.
Abb.
4
1420
Abb.
el-Matraki, 1537/38
der römischen Strassenkarte
20
Hippodrom
Das
aus
"
Plan des Buondelmonti,
8.
11.
Darstellung Konstantinopels
Die älteste bildliche
Abb.
Abb.
Istanbul und deren Studium
Umgebung.
Ausschnitt
aus
Istanbuls Panorama, Melchior
36
.
Abb. 22.
Farbiger
Abb. 23.
Vogelperspektive Istanbuls,
Abb. 24.
Der
türkischer Plan,
2. Hälfte des XVII. Jahrhunderts.
Topkapu-Serail-HUgel,
Grelot, 1671
Grelot, 1671
-
-
38
1677.
39
1677
41
.
Seite
2.
1742
Umgebung,
Abb. 25.
Istanbul und
Abb. 26.
Plan Istanbuls.
Aufgenommen
Abb. 27.
Plan Istanbuls,
v.
Auswertung
des Studiums
Darstellung
der
Entwicklung
I.
Konstantinopel
Plan 11.
Istanbul, 1453
Plan ffl.
Istanbul, 1481
Plan IV.
Istanbul, 1559
Plan V.
Istanbul, 1680
Plan
-
-
-
von
Moltke, 1845
F. Kauffer und I. B. Lechevalier, 1776- 1786.
45
46
.
47
Istanbuls in 5 Plänen:
vor
-
43
.
1453
48
.
1481
.
49
1559
.
50
1680
.
51
1780
.
52
IV. Teil
EINFLUSS VON LANDSCHAFT UND STANDORT AUF DIE GESTALT KONSTANTINOPELS VOR 1453
1.
Stadtbeschreibung
2.
Untersuchung
der
53
gegenseitigen Einflüsse
von
Natur und Mensch
Wohngebiete
55
Geschäftsviertel
56
Kulturzentren und Denkmalsbauten
57
Verwaltungszentren
58
Das
V.
.
Verkehrssystem
59
Teil
EINFLUSS VON LANDSCHAFT UND STANDORT AUF ISTANBULS ENTWICKLUNG NACH 1453
1.
Stadtbeschreibung
2.
Untersuchung
der
.
61
gegenseitigen Einflüsse
von
Natur und Mensch
Wohngebiete
66
Geschäftsviertel
67
Kulturzentren und Denkmalsbauten
68
Verwaltungszentren
69
Das
70
Verkehrssystem
VI. Teil
ERGEBNIS DER UNTERSUCHUNGEN
71
Anhang
Özet
1.
Angaben
2.
Literatur
über die
-
Quellen
der
a.
Werke
allgemeiner
b.
Werke
zum
Art
vorliegenden Gegenstand
(Türkische Zusammenfassung)
Lebenslauf
Darstellungen
74
Verzeichnis
76
76
78
80
Vorwort
In Istanbul
geboren
und
aufgewachsen,
nahm ich die
hin. Allein, dies dauerte nur, bis ich Istanbul
konnte. Damals wurde mir
klar,
Eigenart
zum ersten
der Silhouette meiner Heimatstadt als selbstverständlich
Mal verliess und
dass Istanbul einen unbeschreiblichen
strömt. Diese Erkenntnis veranlasste
Vergleiche
Zusammenklang
zu
Die
meinem sehr verehrten Lehrer Herrn Prof. Dr. E.
Arbeit wurde
Es ist für mich eine
von
Mit grosser Dankbarkeit denke ich auch
Herr Prof. Dr. F. Hess
schule in Zürich
zu
Herrn Prof.
mir für meine Arbeit
er
war
es, der
es
an
zur
Egli
für seine wertvollen
Verfügung stellte,
die sehr nützlichen
mir
ermöglichte,
Egli
Anregungen
mit grosser
und
meinen tiefsten Dank
Anregungen,
eine Dissertation
Sorgfalt geleitet.
Ratschläge
aussprechen
und für das
zu
dürfen.
die mir Herr Prof. Dr. L. Birchler
an
der
Eidgenössischen
gab.
Technischen Hoch¬
Direktor der Zentral-Bibliothek in Zürich, für seine freund¬
lichen Hinweise auf lehrreiche Literatur und das Zuvorkommen, das
er
mir bei
Benützung
verschiedener Werke in der
zeigte.
Zürich, im Februar 1959
6
aus¬
schreiben. Ich bin ihm dafür sehr dankbar.
Sehr danken möchte ich auch Herrn Prof. Dr. L. F orrer,
Zentral-Bibliothek
Natur und Architektur
studieren.
angenehme Pflicht,
kostbare Material, das
von
mich, die bestimmenden Einflüsse und deren gegenseitige Auswirkungen auf die
Gestalt des Stadtbildes Istanbuls
vorliegende
mit anderen Städten machen
Armagan Akgün
Einleitung
DIE ZWEI GESTALTENDEN KRÄFTE IM STADTBILD
Istanbul ist wie
jede
andere Stadt ein lebender
entwickelt. Doch wie die Natur den einen oder den anderen unter vielen auszeichnet, wurde auch diese Stadt
bung
der Natur besonders
begünstigt.
Sache der Menschen
war es
Zu ihrer vortrefflichen
aber, diese Möglichkeiten
bildet, und
formt und
Eigenschaften
seine
auszuwerten und zu
ihm selbst
es an
Eigenart
Zwei Kräfte formen also das Wesen und die
sind verschieden.
hingegen
Die
lichen
Eigenschaften
Frage
Wie schon vorhin
licher Art: die
weiteren
ter war,
Jedes
Volk hat seine
ist für dieses Studium ein
Lage
Umgebung
bestimmte
der
von
an
für einen
Vorbedingungen
an
Diejenigen
der Menschen
Die Stadt Istanbul mit ihren
gegenseitig?
aussergewöhn-
geeignetes Arbeitsfeld.
das Leben der
aussergewöhnliche Naturschönheit
ihre
auch
eigene Lebensweise, seine eigene Kultur und ein eigenes Tempera¬
Kreuzung durchgehender
Anfang
es
einer Stadt: Natur und Mensch.
Stadt;
am
er war
goldenen Hörn,
Landzunge
am
Zu diesen
Anfang
das asiatische Ufer und das weite Marmara-Meer üben über alle Zeiten
des
der
allerdings
Verbindung
ihr Urkeim. In
Welthandelsplatz.
hinzu. Die
von
aussergewöhn-
Land- und Wasserstrassen verbindet die Stadt mit ihrer näheren und
auf drei Kontinenten. Der natürliche Hafen
strassen besass er alle
liegt
der Natur herauszuholen verstehen.
aus
erwähnt, sind die Merkmale, die die Natur diesem Punkt der Erde verliehen hat,
an
von
hinzu.
Genau wie ein Mensch sich durch
diese gut oder schlecht auszuwerten,
liegt,
diese beiden Kräfte
sich
ist: Wie beeinflussen
ment.
gestalten.
sie verändern sich normalerweise kaum merklich.
sind bleibend;
Die Werte der Natur
Gelände-Eigenschaften
kommen besondere
Lage
Menschen, die eine Stadt aufbauen, ob sie das beste
den
Umge¬
der sich im Rahmen und unter dem Einfluss seiner
Organismus,
Vorzügen
Bosporus
früher viel
mit den grossen
ausgepräg¬
Durchgangs¬
kommen ihr mildes Klima und
mit dem
einzigartigen
Blick auf
einen Zauber aus, der besser erlebt als
hinweg
beschrieben werden kann.
Allerdings
müssen wir
uns
dessen bewusst
sein, dass dieser Zauber heute nicht
zum
mindesten
von
den beherrschenden
Bauwerken der Stadt ausströmt.
Istanbul hat eine schicksalsreiche und
schiedenartigen
Wendepunkte
und
vom
bewegte Vergangenheit.
Völkern bewohnt wurde und
ihrer Geschichte
Mittelalter
zur
von
gleichzeitig
Tempeln
war
Wohnort der
griechischen
Jahre 1453
von
Istanbul. Auch dieses
von
Ereignis
war
hat eine
Lebensgeschichte
das Altertum
studieren. Weshalb ich hierfür
aus
;
die
anderseits
ausgeprägten
...
ein
unbedingt
trauriger
vom
Altertum
von so ver¬
spielte,
zum
dass
Mittelalter
und
gestalten?
ausgeprägt
Einklang
und
aus
dem
im
Jahre 395
altgriechisch-heidni¬
Römer, die später die
wurde
Konstantinopel Haupt¬
Konstantinopel
wurde
wieder
griechisch
wurde die Stadt muhammedanisch und hiess
es
bedeutet den
einer Stadt
eigenartigen
vor
Anfang
Augen.
natürlichen
in
Wie beeinflussen dauernde
Diese
Fragen
ist nach den
Erscheinung
der Neuzeit.
An Istanbul wirkten sich
die
Vorzüge einerseits,
und Ausdruck,
so
Zusammenklang
wollte ich
an
Eigenschaften
Hand des
bisherigen Erläuterungen
der Natur
jeweils
vorliegenden Beispieles
verständlich. Die
gestalten¬
treten.
entsteht ein
bedrückend wirkt. Der trostlose Anblick vieler,
Beweis hierfür. Nur
an
mit seinen
Es waren die
In ihrem Zusammenwirken entstand Istanbul.
gerade Istanbul wählte,
gesteigert
Finden diese Kräfte nicht ihren
bild,
bedeutende Rolle
Byzanz
Goldenen Hörn.
weltgeschichtliche Bedeutung:
andere Menschen, die eine bestimmte Stadt
das
am
abgeschlossen. Später
Wie aber wirkten sich diese beiden Kräfte im Stadtbild aus?
den Kräfte mussten hier
so
Uebergänge
erlebte diese Stadt:
ereignisreiche Lebensgeschichte
aussergewöhnlicher Art
schicksalsreiche
Religionen
Gründer der Stadt
den Türken erobert wurde. Von dieser Zeit
Dieser kurze Ueberblick führt uns die
also Kräfte
wurden: die
eine
Konstantinopel verwandelten. Wenig später,
stadt des oströmischen Reiches. Damit
es im
wohl selten eine zweite Stadt, die
Neuzeit sind mit Istanbuls Geschichte untrennbar verbunden.
heidnische Stadt in das christliche
bis
gibt
Weltgeschichte
weltgeschichtlicher Bedeutung
Drei verschiedene Völker und drei verschiedene
schen
Es
in der
am
langweiliges,
unschönes und
unorganisches
Zeichenbrett entstandener, lebloser
der formenden Einflüsse kann eine sinn- und
Stadt¬
Siedlungen
ist
ausdrucksvolle,
7
eine schöne Stadt entstehen. Es soll
schon
jetzt
vorausgeschickt werden,
erstaunliche Harmonie erreicht hat. Wie anders könnte
man sonst
dass dieser
die edle,
ruhige
Zusammenklang
und doch
so
in Istanbul eine
spannungsreiche
Schön¬
heit der Stadt erklären?
Zum Schluss sei noch auf eine bedeutende
byzantinische
Geschichte wurde viel
hingegen weniger
Tschelebi's
Reisebeschreibungen
sche Zeit ist
vorliegende
XV., XVI.
nach
Arbeit
zwei
die bei den
Geschichtsschreibern oder
von
Jahrhunderte.
natürlich bildliche
Angaben
Darstellungen;
sie sind wohl nicht mehr
Auffassung überliefert;
liegen
Reisebeschreibungen. Evliyfi
für die Zeit des Eroberers Sultan
oder Einzelheiten ziemlich unbekannt. Von
nur
auf Grund solcher kann
so
grösster Wichtigkeit
man
lehrreiche
für
vergleichende
der Stadt machen. In dieser Hinsicht bieten das
reiche und wertvolle Dokumente. Vom XVIII.
Jahrhundert
aus
Ueber
Doch immer wieder stossen wir auf grosse Lücken. Auch die helleni¬
Entwicklungsgeschichte
und die
Untersuchungen auftauchte:
und genaue Studien Über die osmanische Zeit
enthalten manch wertvolle
Ueberlieferungen
manchen
waren
Beispiel
zum
jeweilige Erscheinung
und XVII.
neuerer
folgenden
uns trotz
Studien über die
geschrieben; eingehende
Gewiss erfahren wir vieles
vor.
Mehmet Fatih und die
die
Schwierigkeit hingewiesen,
Jahrhundert
anschaulich wie frühere
an
sind
einige Stadtpläne
Vogelperspektiven
oder Stadt-
Silhouetten, dafür aber nach wissenschaftlichen Grundsätzen gezeichnet worden. Die wenigen Darstellungen aber, die
aus
der Zeit
vor
der türkischen
Sie bezwecken im
allgemeinen
Stadt. Trotzdem sind sie für
Stadtauffassung
uns
man
von
geben
symbolischen Wiedergabe
aus
der
grossem Wert, da
Rückschlüsse auf das
Stadt,
dem IV.
vollständiges
kein
eines bestimmten
Ereignisses
aus
diesen
und auch kaum ein
symbolischen Darstellungen
sind in dieser Hinsicht
die vor allem in
Unger's
Quellen
"
zusammengefasst
Zeitabschnitt. Der Zeitraum
ders
geeignet:
1.
Der Wechsel
gestaltenden
2.
Der
von
zwei
vor
und nach 1453
grundverschiedenen
n.
Zur
von
Zeitabschnitt ist
an
Darstellung
Dar¬
die in Zusammen¬
Geschichtsschreibern dieser Zeit,
Völkern auf demselben
am
Veränderung.
Die
vorliegende
meines Themas wählte ich daher einen bestimmten
Chr., dem Eroberungsjahr, schien
Dokumenten
aus
und übersetzt worden sind.
Schauplatz
Kräfte und ihre Auseinandersetzung mit dem Standort im Stadtbild
angegebene
damalige
Peutingeriana
lediglich
Beschreibung bestimmter Tatsachen,
Das Gesicht einer Stadt verändert sich, denn die Stadt ist ein Lebewesen und leben bedeutet
Arbeit sollte sich aber nicht in die Zeit verlieren.
die
der
ärmsten. Ausser einer voll¬
stammt, besteht das Bildmaterial dieser Zeit
auf Münzen. Allein diese beziehen sich eher auf die
"
am
die sich in der berühmten römischen Strassenkarte Tabula
Jahrhundert
der Stadt.
ziehen kann.
mit der Stadt stehen, als auf die Stadt selbst. Dafür erfahren wir aber vieles
hang
richtiges Bild
symbolische Darstellung
oder die
damalige Stadtbild
frühbyzantinische Epoche Konstantinopels
befindet und wahrscheinlich
stellungen
stammen,
Wiedergabe
mitunter
abzulesen ist und
Die römische und die
kommen
Eroberung
die
reichsten und
mir
aus
zwei Gründen hiefur beson¬
sollte die Einflüsse der zwei nationalen
gesteigert
ermöglicht
in
Erscheinung
treten
dadurch eine mit Material
lassen.
belegte
wissenschaftliche Arbeit.
Um aber die Arbeit in ihre zeitliche
wiesen.
8
Umgebung einzufügen,
ist auf die
vorhergehende
und
nachfolgende
Zeit kurz
hinge¬
I.
Teil
DIE NATUR ALS GESTALTER
1.
Abb.
Istanbuls
1
Istanbul
zum
liegt
und Umwelt
Lage
der
an
.
Kreuzung
von
Mittelmeer und der uralten
die Stadt mit
dringt
bis
entlang
zu
einer
Umgebung
zwei äusserst
Landverbindung
von
Bosporus
gegenüber
gefüllt
wird gegen Norden
Küstengebieten.
beginnenden
und überdies
Menschen
in
tigen Umgebung,
an
Kein Wunder, dass
vor.
immer
Spitze
seine
ist
Im Westen
fangt
des Ostens mit
seiner
mit
Kämpfen
des
Mittelmeergebietes
Die
Vegetation
Eigenart
Möglichkeiten.
Zentral¬
Und Klein¬
unglaublich abwechslungs¬
Kultursledlungen
der Nomaden
verbindet
tsrückenstellung
die kontinentale
hier sehr sparsam mit ihren
des Ostens ;
Geschichte
Diese
Am Schwarzen Meer ist das Klima rauh.
spärlicher.
Die Natur
an.
Brückenlage
Pilgerfahrten
Istanrmls Leben beeinflusst?
Welthandels
am
mit
Schnittpunkt
Selbstverständlich.
ihr untrennbar verbunden. So
zweier
Berührung kam. Und
es
durchgehender
waren
die da zusammenstiessen.
Istanbuls ganz
Die
zu
.
angenehme Klima
grosse ode Wüsten und dazwischen vereinzelte
gewaltige Berge,
Knotenpunktlage
alter des
neuen
ist die ausserste
Bosporus
1)
Schwarzen Meer
vom
um
an
günstigen Fluss¬
fruchtbare Landstreifen
aus¬
ist.
Hat die
Süden,
Istanbul,
von
reichen Landschaft:
Das milde und
der Wasserstrasse
(Abb.
zwischen Europa und Asien
den Prinzeninseln und dem südlichen
den Ufern des
ufern und
wichtigen Durchgangsstrassen:
gegensätzlicher Eigenart.
europas schon bei den theodosianischen Mauem
asien,
Istanbuls Lage und Umwelt
im
Strassen,
Ist doch schon die
Mittelpunkt
war es
von
Gründung
der Stadt
Osten und Westen,
naheliegend,
dass Istanbul
manchmal ganz verschiedene Menschen und Kulturen
Zeit¬
Norden und
immer
aus
im
der
wieder
mit
vielgestal¬
Zweifellos haben die gegenseitigen Einflüsse dieser verschiedenen Kulturen
persönlicher Eigenart mitgewirkt.
war
manchmal sehr
gingen schon
seit
folgenschwer.
frühen Zeiten über
Manche
Völkerwanderung
Konstantinopel.
bedrohte die Stadt und
Der Erzbischof
von
Mainz soll
Eroberungszuge
mit
den Bischofen
wie
von
9
Utrecht, Bamberg und Regensburg und
vor
dem ersten
Kaiser
Kreuzzug
diesen
Weg
gastfreundlich aufgenommen
XII. Jahrhundert, Textband, S. 30)
.
mit siebentausend
für seine
worden
Dass
zlige,
die Über
Konstantinopel gingen.
um
die vorteilhafte
schon im
Pilgerfahrt eingeschlagen
(Salzenberg,
ist nicht
Und bei dem
Lage
zu
Jahre 1064,
haben. In
bezweifeln.
also
zweiunddreissig Jahre
Konstantinopel,
Alt-Christliche Baudenkmale
Konstantinopels damalige
grossen Einfluss auf das Abendland ausübte,
auch nicht zuletzt
Begleitern
von
Constantinopel
10
Istanbuls nähere
Umgebung
sei
vom
er vom
V. bis
Kunst die Besucher sehr beeindruckte und dadurch
Weniger angenehme Folgen
langen türkisch-byzantinischen Kampf
um
hatten spätere Kreuz-
Konstantinopel ging
der Stadt.
SCHWARZES
Abb. 1
heisst es,
MEER
BUYUKADA
es
Bosporus bildet
Der
Grenze und Brücke zweier Erdteile. Warum wurde aber Istanbul
und nicht etwa im Norden,
Landzunge
mit Wasser
an
der Ausfahrt
umgeben
Das war das
war.
beiden natürlichen Häfen
verlandet und
so
wirklich
bestreiten. Schöner als
Nein. Man kann die
ein anderer Ort
irgend
Siedlung sichern;
Anziehungskraft
am
Bosporus
Im
zu
dachten
früher her
Landzunge
dreieckigen
drei Seiten
er von
burgähnliche,
an
waren
die Leute
aus
damals noch
an
einer grossen
Aber
Megara.
und des Schönen eben dieser Stelle nicht
mit ihrem
einzigartigen Ausblick
Raum des nach Norden sich wendenden
Hier ist das Leben kein
angenehm.
das Leben entschieden
weil
vergessen ist der grosse Vorteil der
jedenfalls
Angenehmen
des
geschlossenen
der
Spitze
verteidigen,
von
gegründet
seinem SUdende
der
ein Handels- und ein Militärhafen
so
ist die
an
Marmara-Meer. Sie
am
-
zu
an
Kampf
sie bildet den schönsten Rahmen für Leben und Phantasie. Und am Schwarzen Meer?
Gegenteil,
meter
gestaltet
Nicht
gelegen.
weniger ausgeprägt
-
asiatische Ufer, das weite Marmara-Meer und den
das milde Mittelmeerklima
Hügel
sehr
wie heute. Zwei solche Häfen,
das Leben einer
gewiss
das?
nur
Goldenen Hörn und
angeschüttet
Wasserstrasse konnten
war es
am
sehr leicht
war
gerade
Hügel
Der
damals. Den Griechen, die
ausschlaggebende
waren, kam der
befestigte Niederlassungen gewohnt
nicht
(Abb. 2)
Schwarzen Meer
zum
zwischen dem Marmara-Meer und dem Goldenen Hom
?
entfernt, ist das Klima rauh und unfreundlich wie die landschaftliche Umgebung.
auf das
Bosporus.
Und
mit der Natur.
Nur
dreissig
Kilo¬
Rauh müsste der Mensch hier
werden, anders auch Stadt und Geschichte.
Es ist also kein Zufall, dass Istanbul
dieses
am
SUdende des
Kein Zufall ist
Bosporus entstanden ist.
Istanbul wurde. Die Voraussetzung für das schöne Istanbul
lag gewissermassen
es
auch, dass Istanbul
schon in der Wahl des Stand¬
ortes.
Istanbuls
2.
Istanbul ist auf der
dreieckigen Landzunge
gebaut (Abb. 3).
Diese
Der
topographische Eigenart
zwischen dem Goldenen Hom und dem Marmara-Meer auf sieben
auf¬
Hügel sind:
1.
Topkapu sarayi
tepesi
das ist der
Hügel
des
2.
Tschemberlitasch i
tepesi
das ist der
Hügel
der Verbrannten Säule
Hügel
von
Topkapu-Serails
3.
Beyazit
tepesi
das ist der
4.
Fatih
tepesi
das ist der
Hügel
des Eroberers
5.
Sultan Selim
tepesi
das ist der
Hügel
von
Sultan Selim
6.
Edirnekapu
tepesi
das ist der
Hügel
des
Adrianopler
7.
Altimermer
tepesi
das ist der
Hügel
von
Altimermer
Bayrampascha
Hügeln
(Lykos),
deresi
Norden zieht sich eine Kette
der das Dreieck
sechs
von
Hügeln
durchquert,
Beyazit
Tors
unterteilt dieses in zwei
dem Goldenen Hörn
entlang.
Die
verschiedenartige Gebiete.
Seitenhänge
dieser Kette, die
vom
Im
Haupt-
rücken zunächst sanft abfallen, werden nachher ziemlich steil. Nur eine schmale flache Uferterrasse bleibt zwischen dem
Saum der
Hänge
und dem Goldenen Hörn
Das südliche Dreieck wird
und fällt in sanften
Der
Hauptrücken
von
dem breiten
Böschungen
der nördlichen
dem Goldenen Hörn
aus
Topkapu-Serail-HUgel.
sichts-Lage
auf der weit
eigentümliche
Hörn
waren
Form
(d. i. Serail-Nase)
Strandgebiete
war es
der
an
.
Auch
Marmara-Meer her
vom
die Istanbul
die
Mündung
ihm diesen
früher tiefer und die
eigene
Linie
niedriger
spitze
des
Vorzug.
Bosporus
Die
Form der
den Nord- und SUdufem der
übrigen
ist
es
Einbuchtungen
Landzunge
dieser
als der Nördliche
HUgelzug
Verlandung
am
Bosporus
Seine
den
niedrigeren
aus
beherrscht
vorgeschobene
Marmara-Meer und
ausgeprägter.
Aus¬
des Dreiecks und seine
Daher der Name
am
Goldenen
Saray
der Häfen verändert. Es entstanden
Landzunge. Dasselbe geschah
Später
aus.
ragenden Spitze
der beiden Häfen
dadurch damals
vom
Galata und
nur von
Hauptrücken, der,
Ansichten besonders
in das Marmara-Meer
der ihn im Laufe der Zeit zuschüttete.
Gemüsegärten (Langa bostanlari)
gesehen
Himmel zieht. Den Ausblick
am
Dieses Bild wurde allmählich durch die
Lykos-Bach,
Dieser ist
bestimmt Istanbuls natürliche Silhouette. Und dies nicht
Hügelkette
Dieser zeichnet sich auch in den
vor
geben
Altimermer-Hügel bedeckt.
gegen das Marmara-Meer ab.
gesehen.
Altimermer-HUgel überragend,
der
übrig.
burnu
sandige
auch mit dem Hafen des Theodosius. Hier
entstanden
an
diesem fruchtbaren Ort zahlreiche
.
11
N
I
JV
^^^1^0
/
/
7
WAÜMAß A
Abb
12
3
Istanbuls
Topographie
—
ME
ED
Der
grössere naturliche Hafen aber
arm, erfüllt alle
Anforderungen,
am
die
Eingang
man an
des Goldenen Homs, einem sieben Kilometer
einen Hafen stellen kann. Er ist
der Hafenbucht des Goldenen Homs erweitert werden und
strassen. Dazu kommt als weiterer Vorteil der
Hafen war, wie
Der
Bosporus
voll
aus
gross,
gesagt, Istanbuls Urkeim. Von Anfang
ist eine
für eine gute
um
liegt vortrefflich
Fischreichtum, den die
an
beeinflusste
Verbindung
der
an
er
die
zwischen dem Schwarzen Meer und dem
des
Bosporus mitbringen.
Entwicklung
Breite
(450
Meter bis 3
Die
enge vorhanden. Was hätte die Lage zwischen zwei Erdteilen und zwei Meeren genützt,
man
Richtung
Dieser
jeder Hinsicht.
Kilometer) langt
und ist trotzdem nicht so
Vorbedingungen
schen Osten und Westen einerseits, Norden und Süden anderseits sind in den natürlichen
eine unbefahrbare Stromschnelle
gewesen wäre, die
der Stadt in
Mittelmeergebiet
Landverbindung Europa-Asien darzustellen.
und tief, kann in
Meeres¬
Kreuzung zweier wichtiger Durchgangs¬
Strömungen
einunddreissig Kilometer lange Meeresstrasse. Seine
ein Hindernis für die
windgeschutzt
langen schmalen
für eine Brücke zwi¬
Eigenschaften
wenn
der
dieser Meer¬
Bosporus
zum
Beispiel
weder befahren noch überbrücken hätte können ?
13
Teil
II.
DER MENSCH ALS GESTALTER
Istanbuls Geschichte
Die
der Stadt
Gründung
Datum lässt sich
Jahr 657
v.
Goldenen Hom fällt, der
am
jedoch
Die
"Die
Chr., während in
dieser Stadt ist ihrer
die Dardanellenstrasse
des
heutigen Kadiköy.
denn die
Hafen
von
am
/ Glück, "Alt-Konstantinopel,
Goldenen Hörn
Der Name
war
nach, Dorer
Byzanz,
Sohn Neptuns, den
Siedlung
Seegott,
die auszogen um sich eine
heisst es, stammt
glaubten
nicht
sie die
gesehen
Byzanz,
neue
Deutung
und erkannt
und
verfolgt
Heimat
hatten, die
von
günstigste
einzigartigen
dreijährigen Verteidigung
Stadt
Ueberlieferung erzählt,
Byzanz
zu
einstige
im
Weltverkehr,
Leichtigkeit
und die
zu
die
die
es
Haupt-
Rom
"
Verbindung
der Stelle
mit dem natürlichen
Es siedelten
Niederlassung.
Sagen umwoben
an
sich, der
diesem Punkt
Mythologie
ist. Die
dass das
delphische Orakel
Siedlung
Chalcedon
haben: Menschen, die die vortreffliche
Später
wurde die Stadt
Jahre 196
n.
Chr.
von
von
zu
auf den
nennt
den
griechischen
Europa
den Leuten
am
Lage
einem
jahrzehntelang
aus
und
Megara,
asiatischen Ufer
drüben
der
an
sahen,
Serailspitze
von
Septimius
Schwerpunkt
Anlaufhafen
wichtigen
abwechselnd
Athen, später abhängig
dem römischen Kaiser
Befehle
von
hier
aus
von
Persien,
Rom. Nach einer
Severus erobert. All¬
inzwischen nach Osten
ver¬
326
war
die
So
begrenzte
er
Grundsteinlegung
wichtigsten
Taten Konstantins
die ihre
war
die
im
der
haben muss,
anhielt, bis
schöpferische
und war mit dem
zeigt
er
Einführung
Jahrtausend lang Basis,
Kraft
aus
diese mit dem Christentum verband und deren
spielt
des alten
Byzanz
waren
ihm klar:
die
günstige
Jahre 324
nach alter Sitte mit der
Pflugschar
westlichen, konstantinischen Mauer und
Hippodrom Konstantinopel genannt.
allerdings
wurde
den Raum für die
am
11. Mai des
Sie
war von
Konstantinopel "Nea Rome",
Jahres
jetzt
"das
genannt.
artigen Kultur,
hundert
Vorzüge
bis in die äussersten Provinzen seines grossen Reiches
und Residenzstadt des römischen Reiches. Amtlich
tum, das dann ein ganzes
14
von
Macht. Zudem hatte sich der politische
ermöglichte,
ungewöhnliche Naturschönheit.
Eine der
mit
an
erteilen, der vorzügliche natürliche Hafen, die leichte Verteidigungsmöglichkeit, das milde Klima
auszubauende Stadt.
neue
eine Stadt
späteren Akropolis-Hügel aufgebaut,
Ort für eine
kamen und die städtische
330 wurde die Stadt durch einen feierlichen Taufakt auf dem
an
gründeten Chalcedon,
durch
Diokletian residierte in Mailand und Nicomedia.
Lage
neu
Weg
blind gewesen sein.
mussten
im
v.
suchen, sagte, sie sollten sich gegenüber dem Land der Blinden niederlassen.
zu
gefunden
Byzanz
Jahr 634
das
Welthandel seinen
Bosporus (d.i. Rinderfurt) geht
Konstantin der Grosse traf eine bessere Wahl. Die verschiedenen
mit
Sie
beginnende
Fischern, Ackerbauern und Händlern, entwickelte sich
wurde
mählich verlor aber Rom seine
Prag 1878, S. 27,
Kuh verwandelt, durch die schmale Strasse zwischen
zur
das
GrUndungsjahr
diesem Anführer.
und dem Schwarzen Meer.
Aegäischen
S. 5, steht als
mit ihrem milden Klima in
Athen beherrscht, wurde dazwischen autonome Verbündete
Sparta,
legt.
von
dieser
Anfang
des Orakels
ein Gemeinwesen
zwischen dem
Hera
Chr. Ein genaues
Griechenland, die angeblich mit ihrem Führer Byzas kamen,
in
Stelle der späteren Stadt
zur
die Phönikier.
als Gründer dieser Stadt. Der Name
von
v.
S. 3, fällt die Gründung in das Jahr 685 v.Chr. und
verdanken. Als der
zu
Jahrhundert
"
Chr.
geschützte Landzunge
Megara
"
in Istanbul selbst aber wurde auf dem
sein soll. Eine andere
geschwommen
Träger
v.
für die Griechen offenbar der
aus
so
Mythos zurück, dass Io,
Als sie dann
seine ersten
waren
Es ist auch kein Wunder, dass der
Asien
geographischen Lage
drei Seiten durch Wasser
Ueberlieferung
an.
nahm,
Die erste
Constantinople,
of
Story
in das VII.
Weltgeschichtliche Bedeutung Konstantinopels",
1914, S. 135, lesen wir das Datum 660
von
Gründung
"The
nicht feststellen. In Hutton,
Chr. angenommen wird. Nach Diez
im Baedeker
Ueberlieferung nach,
schon allein der
843
täglichen
beendigt
des
Gerüst und
der
Christentums als
Krönung
der
Staatsreligion.
byzantinischen
Es
war
Kultur sein sollte ;
das Christen¬
einer^eigen-
hellenistischen, römischen und orientalischen Ueberlieferung nahm,
Sprache griechisch
Bilderstreit, der 726
war.
unter
werden konnte. In den ersten
Welch grosse Rolle die
Religion
in dieser Zeit ge¬
Kaiser Leo III. ausbrach und über ein ganzes
Jahrhunderten
vor
allem herrschte die
Religion
Jahr¬
über alles
Leben untrennbar verbunden. In den Hallen der alten Basiliken und Märkten soll damals nichts
grösserer Anteilnahme besprochen
worden sein als christliche
Dogmen
und
Definitionen;
dem
Beispiel
des asketischen
Lebens in den Klöstern
zierfahrten auf dem
sollen auch die reichen Leute trotz ihrem wertvollen Schmuck und ihren luxuriösen
folgend,
Bosporus
im Grunde genommen ein bescheidenes Leben
haben
geführt
(Hutton,
The
Story
Spa¬
of Constan-
tinople, S. 47, 66/67).
Konstantin hatte durch seine Mauern die alte Stadt
müdliche
ziellen
Beschreibung,
soll: ein
Capitol,
nach der
ein
von
es
ein
Constantinopel
Jahrhundert
das Fünffache erweitert. Dieser Raum wurde
Zeit ihren
justinianischen
die erst in der
Bautätigkeit,
in "Alt-Christliche Baudenkmale
um
vom
V. bis
nach der
nun
durch eine
Höhepunkt erreichte, ausgestattet. Salzenberg
zum
XII.
Jahrhundert", Textband,
Neugründung Konstantinopels folgende
S. 4,
Bauten
von
uner¬
berichtet
einer spe¬
gegeben
haben
Zirkus, zwei Theater, acht öffentliche-und hundertdreiundfünfzig Privatbäder, zweiundfünfzig Por¬
tiken, fünf Kornmagazine, acht Aquädukte, vier Hallen für Senats- oder Gerichtssitzungen, vierzehn Kirchen, vierzehn
Paläste und
fängliche
viertausenddreihundertachtzig Häuser,
grosse
die Stadt ein
und
von
Die
neue
da
Bautätigkeit bestätigt
Jahrhundert
an
sich
nur
Hauptstadt
die sich durch ihre Schönheit
auch Dr. H. Glück in
nachdem sie ihre
von
"Alt-Konstantinopel",
den anderen auszeichneten. Die
S.
10/11,
indem
er
an¬
schreibt, dass
Weltstellung erlangt hatte, ihre durch Mauern begrenzte Fläche schon ausgefüllt
mehr innerhalb dieser Grenze entwickelt habe.
wurde mit verschiedenen Menschen
gionen eingeteilt (Abb. 4)
von
überall her
ausgefüllt (Unger, Quellen, S. 62/66)
und in Re¬
.
USKUDAR
Abb. 4
Die
Anfänglich
Regioneneinteilung Konstantinopels
waren es
zwölf
Regionen innerhalb
Gebiet ausserhalb der Stadtmauern
men
.
war
der konstantinischen Mauern und eine
für die Gotensoldaten, die die Stadt
"Exokionion". Als sich später die Vergrösserung des
theodosianischen Mauern erbaut
einbezogene
Gebiet behielt
man
wurden, änderte
man
die
Stadtgebietes
ursprüngliche
den früheren Namen Exokionion bei.
zu
als
jenseits
des Goldenen Horns. Das
behüten hatten, reserviert und trug den Na¬
notwendig
erwies und
i.J.
413 n.Chr.
Regioneneinteilung nicht. FUr das
(A.SȆlgen,
Fatih devrinde
nun
die
in die Stadt
Istanbul, S. 11/14).
15
Blachernenviertel,
Das
das unter Kaiser Heraklius im
Jahre 627
mit Mauern
umgeben
einbezogen wurde,
und in die Stadt
bildete die vierzehnte Region.
Justinians
nopels.
(527
Zeit
-
565)
Jeder
in
war
Hinsicht der
Abschnitt in dem
goldene
Mehr als eine halbe Million Einwohner zählte damals schon
erstaunliche
Bautätigkeit
in dieser Zeit berichtet
Konstantinopel (Baedeker 1914,
in seinen "De Aedificiis
Procopius
stantinople, S. 40). Paläste, Kirchen, Bäder, Aquädukte, Zisternen,
Spitäler
seien in dieser Zeit entstanden.
Leben Konstanti¬
ainjahrtausendlangen
Ordnung
140). Ueber
S.
(558) (Hutton,
Marktplätze,
neue
Es scheint aber, dass Friede und
"
The
Story
Häuser für reiche Leute und
in dieser
goldenen
Zeit
nur
durch
strenge Autorität, Ja durch Diktatur erhalten werden konnte, da zuviel verschiedenes Volk sich angesammelt hatte
Vornehme,
die
Sommerpaläste
die
in Chalcedon und
sophistischen Gesprächen
an
am
und zuweilen auch
Bosporus besassen, Handelsleute
47).
Doch das Reich
Diese sollten erst unter
von
war
noch
jung
aus
Thron
vom
und stark. Auch wurde
Justinians Nachfolgern auftreten.
es
zu
stürzen
noch nicht
Das VII. und die
(Hutton,
....
843).
der äusseren Feinde hatten die
Angriffe
Sie veranlassten viele Maler
Aber auch noch andere schwere
störte
ungezählte
Kaum
war
beschädigt.
einen Zwölftel erhöht
diese
Katastrophe vorbei,
für
habe,
die
Festungen
Konstantinopel
wurde
von
so
wieder
sich
stantin V.
tinopel,
welchen Menschen
zu
er
durch Sklaven
(Hutton, The Story of Constantinople, S. 64
Solcherart innerlich und äusserlich
Während der mazedonischen
unter
den Komnenen
Doch
vom
XI.
(1057
Jahrhundert
geschwächt,
Dynastie (867
-
1185)
an war
66)
-
-
Konstantinopel
verwunderlich, dass nach
werden konnte.
Eroberung
Die
Spuren
aussen
1056)
Spielen
von
auf dem
byzantinische
Byzanz
Regierung
der
Palaiologen,
werden. Zu viele Kunstwerke
Ganze Stadtteile
lagen
waren
zu
können.
hauptsächlich Griechen,
in Trümmern. Die
zu
Im XII.
und der
Kreuzzug
viele
Bevölkerung
Jahrhundert
vor
und Heere der
der Schein
Kreuzzüge
im
(Hutton,
Jahre
The
konnte
Story
of
von
1402 hielt das türkische
zweiter. Im
16
April 1453
Belagerung
dauerte
von
Vordringen vorübergehend auf.
Constantinople, S. 99)
1203 versetzte der Stadt den letzten grossen
Kaisergräber geplündert,
zuviel
war
auf hunderttausend Menschen
Errichtung
Aber schon 1411
erfolgte
von neuem vor
Sieg
.
Schlag.
konnten auch nicht
vollständig
geraubt
behoben
und vernichtet worden.
zusammengeschmolzen.
der Schlacht gegen
1395 bis 1402. Timurlenks
kamen die Türken unter Mehmet II.
an
dem grossen Reichtum
einer Moschee und eines
Die
zogen
Glanz und Reichtum aufrecht erhalten
von
dreitägigen Plünderung angerichtet wurde,
war
von
späteren Yemisch iskelesi (der Schiffs
von
bewilligen.
und
besassen diese be¬
Inzwischen rückte die Macht der Türken immer näher. Bei seiner Rückkehr
zu
er
Aufschwung.
Yildirim Beyazit Konstantinopel und zwang den Kaiser, ihm die
in der Stadt
die
Sprache
zurückgebracht
die 1261 dem lateinischen Kaisertum ein Ende machten,
zerstört,
Von 745 bis 747
stark bemerkbar, dass Kaiser Kon¬
waren
Konstantinopel besuchte,
nicht genug erzählen
des unbeschreiblichen Schadens, der in der
während der
zer¬
Kon¬
ausgesetzt. Schwere Steuern lasteten auf dem Volk. Es ist
Zeitlang
der 1161
durch den lateinischen
739
von
Reich trotzdem noch einmal bessere Zeiten.
beeinträchtigt.
Serail-Spitze
Angriffen
hin trotzdem noch eine
Jude,
von
Sinken nicht mehr aufzuhalten. Seine wirtschaftliche Kraft wurde
verschiedenen
Hippodrom
Das Erdbeben
wurden manche verlorenen Provinzen wieder
zwischen der späteren
ein
-
suchen.
damals Alt-Griechisch noch eine lebende
erlebten Kunst und Kultur noch einmal einen
Benjamin Thudelensis,
der Stadt und den
Die
war
so
Es
lande, bei der Früchte verladen wurden). In Kleinasien drangen die Seldschuken
der Stadt vorbei.
zu
Folgen
(726
der Bilder
.
erlebte das
Konstantinopels
bevorrechtigte Niederlassungen
Heimat
grösseren heimgesucht.
auszugleichen.
war
den immer stärker werdenden italienischen Handelsstädten sehr
reits
Verehrung
dem Norden ausfüllte. An den hohen Lehranstalten in Konstan¬
aus
der ganzen Welt strömten,
aus
brachten eine Reihe
Theodosius I. Über der Goldenen
von
instandbringen
einer noch
diesen Verlust künstlich wieder
genötigt fühlte,
Constantinople,
grossen Schaden erlitten haben, dass Kaiser Leo
herrschte die Pest in der Stadt. Der grosse Menschenverlust machte sich nachher
in die Stadt brachte und deren Stellen
of
Aber noch schwerere
neue
Konstantinopel bereit.
Arcadius, die Statue
Auch die Stadtmauern sollen
um
Story
Bury (Vol. II, S. 423) wurden unter anderem die Statue
die Säule des
Attalus,
von
an.
der Bilderfeinde gegen die kirchliche
Jahrhundert
The
folgenden Jahrhunderte
verlassen und sich in Italien eine
hielt das VIII.
Schläge
der Pforte
an
Pforte und die Irenenkirche
um
zu
wertvolle Kunstwerke. Nach Prof.
stantin dem Grossen
die Steuern
Kämpfe
Konstantinopel
Osten, Mönche,
grossen äusseren Gefahren bedroht.
von
Belagerungen. Awaren, Perser, Araber, Bulgaren und zuletzt Russen griffen die Stadt
als die
dem fernen
:
kleineren Volksaufständen teilnahmen, barbarische Soldaten, die
an
auf den ersten Befehl hin sofort bereit waren, den Kaiser
S.
die
of Con-
Sigismund belagerte
eigenen Quartieres
über Yildirim
ein neuer türkischer
Konstantinopels Tore.
Die
Beyazit
Angriff,
im
Jahre
1422 ein
Byzantiner
hatten
-
die Einfahrt
einer
rung
Abb. 5
zum
Goldenen Hörn mit
Schleifbahn über die
von
1453 veranschaulicht diese
Die Urkiiche
Mai 1453 ging
Jetzt begann für
aus
die Stadt
in
zum
der
in
abgesperrt.
im
Jahre 1453
wie
bei den
Anfangen
der
und
neuen
Eine
einen
Teil ihrer Flotte nachts auf
eigenartige Darstellung
Massnahmen
(Abb. 5)
der
folgenschweren Belage¬
.
.
Sieger hervorgehen sollten, erfolgte
nach
dreiundfünfzig Tagen.
zweitenmal
ein
Leben. Die Osmanen machten
neues
Verkehrssprache Istanbul.
Dieser Name ist vermutlich
"
lztinbol"
Stadt, knUpfen sich Sagen auch
an
die
abgeleitet
Konstantinopel
von
dem
zu
ihrer
altgriechischen
Prophet,
so
heisst es,
sprach
zu
seinen
JUngem
:
"Habt Ihr
Eroberung Konstantinopels
gehört
von
Hauptstadt
£1$
Ti]U
worden.
durch die Türken,
muhammedanische Geschichtsschreiber berichten (Hammer, Geschichte des Osmanischen Reiches, Bd.
Der
Am
türkische Hände über.
2~OX.IV (in die Stadt) bezw. der späteren
Aussprache
So
So beforderten die Türken
Goldene Hörn.
ins
dem die Türken als
Konstantinopel
und nannten die Stadt
Kette
ungewöhnlichen
Eroberung KoruunünopeU
Der entscheidende Sturm,
29.
Hügel
einer
hinter Galata
einer
Stadt, deren
eine
wie uns
I, S. 397/8).
Seite Land und die zwei
17
anderen See?". Sie
sprachen: "Ja,
dieselbe erobert wird
und Wurfmaschinen
von
Gesandter Gottes. ",
o
er
sprach: "Die
Söhnen Ishaks. Wenn sie
siebzigtausend
letzte Stunde wird nicht kommen, ohne dass
selben kommen,
zur
so
werden sie nicht mit Waffen
sondern mit den Worten 'Es ist kein Gott als Gott, und Gott ist
kämpfen,
gross'
.
Da wird die eine
Seite der Seemauern zusammenstürzen und auf das zweite Mal stürzt die zweite und auf das dritte Mal die der Landseite
und sie werden fröhlich in dieselbe
zusammen
der beste Fürst ist der sie
nopel erobern,
begeistert haben,
Eba
war
dass sie siebenmal die
EyyUb-el-Ensari,
Konstantinopels
Muhammeds
der Stelle der
an
eingehen.
erobernde,
"
Ein anderes Mal
das beste Heer das
sprach
seinige
(Grabkapelle)
Sie werden Konstanti¬
Bei der dritten
in
Eyüpgefunden
worden sein,
so
sehr
siebenjährigen Belagerung
Sein Grab soll durch eine Vision während der
Fahnenträger, gefallen.
TUrbe
"
Prophet:
". Diese Worte sollen die Araber
Eroberung Konstantinopels versuchten.
heutigen
der
was
Eroberung
den Türken
neuen
Ansporn gab.
Die
Verfallsjahre
byzantinischen
des
Reiches hatten Konstantinopel sehr zugrunde
gerichtet.
Den
traurigen
Zustand der
verödeten Stadt drückte Mehmet II. beim Anblick der verwüsteten Hallen des kaiserlichen Palastes mit den Worten Fir-
devsi's
aus:
'
Die Eule ist die Wächterin im Lande
Die Spinne webt den
Um die Stadt
neu zu
bevölkern, wurden reiche Familien
Vorhang
aus
zu
des Kaisers Schloss'
.
Anatolien und Rumeli in Istanbul
angesiedelt.
Durch sein Gebet auf dem Hochaltar der Aja Sofia entweihte Mehmet II. die Kirche für die Christen und führte die muhammedanische
Religion
in Istanbul ein. Obwohl Istanbul
benen Christen ihre Glaubensfreiheit und setzte einen
sah
einen seiner Soldaten das
er
aber die Gebäude sind
und
so
ihr
völliger
Marmorpflastei
mein", sagte
Verfall verhindert. Nach
Bautätigkeit,
gion gestalteten
Hayrullah
die
überwiegende
Istanbul sehr rasch
Unter
haupt.
SUleyman
dem Grossen
Eroberungstag
in die
Aja
Zahlreiche Kirchen wurden in Moscheen
es
Sofia
"Die Schätze der Stadt habe ich Euch
folgende
Kirchen:
ging,
preisgegeben,
umgewandelt
Aja Sofia, H. Sergius
(Ülgen,
Altimermer- und Kilise camii
zu
Zahl der türkischen
und
Bacchus,
Fatih devrinde Istanbul,
(1520
-
des Reichtums
Reiches.
SUleyman
des Herrschers
wohnheit,
SUleyman
die
von
Eigenart
legte SUleyman
war
zog sich
erst
1566)
erlebte die Stadt in
völlig
fugten
zum
gab
Jahre 1474
wurde auch
vom
Üsküdar
ero¬
sich Türken hier nieder.
jeder Beziehung
durch seine
den
Höhepunkt
unvergleichlichen
ihrer Geschichte über¬
Bauten der Stadt die
Gestalt,
Ausdruck kommen sollte. Doch in dieser Zeit der Macht, der Kunst und
wahrscheinlich unbewusst die ersten Keime für den allmählichen
Untergang
des blühenden
Diwan zurück und wohnte ihm allenfalls hinter einem Gitterfenster bei. Diese
Trennung
nicht neu. Schon bei den alt-asiatischen Völkern stand der Herrscher über dem Volk. Aber diese Ge¬
SUleyman
in seiner Zeit ohne Bedenken wieder einführen
HUrrem Sultan
(Roxelane)
konnte, wurde später missbraucht. Auch dass sich
sehr beeinflussen liess, fUhrte später
der Verderb des Reiches werden sollte. Die
ten,
und die herrschende muhammedanische Reli¬
Bevölkerung
Bevölkerung Hessen
Der grosse Baumeister Sinan, Koca Sinan genannt,
durch die ihre natürliche
Janitscharen,
der wachsenden Macht des
zu
Harems, die
Über deren zahlreiche Aufstände die Geschichtsschreiber berich¬
mit der Zeit dem Staat grossen Schaden zu, bis Sultan Mahmut II. die ganze
Truppe
bei einem
neuen
Aufstand
Jahre 1826 vernichtete.
Wie in der
byzantinischen Zeit,
auch während der osmanischen
brach im
18
Efendi sind
er am
einer türkischen und orientalischen Stadt. Im
bert und anstelle der ausgezogenen venezianischen
m
Patriarchen für sie ein.
und bestrafte den Soldaten.
er
übriggeblie¬
9).
Die grosse
im
neuen
der Kirche aufbrechen.
Pantokrator, H. Theodosia, Pantepoptes, Myralaion,
S.
muhammedanisch war, versicherte der Sultan den
Mehmet II. mit dem Aufbau der Stadt. Als
Eroberung begann
Gleich nach der
nun
Jahre 1633
aus.
fehlte
Regierung
nicht
In einem Umkreis
ganzen zwanzigtausend Häuser
Naturverheerungen,
es an
von
abgebrannt
(Abb. 6)
.
besonders
an
zwei Vierteln der Stadt sollen
sein
Erdbeben und Feuersbrünsten,
in Istanbul
Eine der schrecklichsten FeuersbrUnste, die Istanbul je erlebte,
(Hammer,
nur
zwei Häuser
unbeschädigt geblieben
Geschichte des Osmanischen Reiches, Bd. III, S.
und
119).
( 1623
Anlasshch dieses Brandes liess Sultan Murat IV.
chen,
da durch diesen Genuss
in
-
und verbot das Tabakrau¬
1640) alle Kaffeehauser schliessen
Feuersgefahr
den Kaffeehausern der Stadt
drohe.
Tülgii
-bebten
>frJIM
Abb. 6
Die Aja Sofia und ihre
Vom XVII.
Jahrhundert
Staatsangelegenheiten
fest der
Umgebung
bei dem Unwetter
den Grosswesieren.
Es
Tulpenerleuchtung gefeiert.
Unter Ahmet III.
war
zeit). Lust- und Sommerschlösser wurden
wuchs dieses Luxusviertel
men,
die der
von
in
Eyüp
te
des Osmamschen Reiches,
seinerzeit durch
von
Bd.
IV, S. 246)
Sultansfamilie,
Das osmamsche
die
inneren
so meinte
Reichsgebäude
ortsgebundenen
aus
bis
war
eine
'
in
das tief
des Ahmet
(Zeit
Verse Zäsur
im
Gelegenheit
'
Serail das
im
der Laie devn
Im XVIII.
....
Frühlings¬
(Tulpen¬
Jahrhundert
Tal des
Kagithane deresi.
III.)
verschiedenen Massnah¬
zu
schildert Tschelebizade den An¬
(Tschelebizade, Bl. 103,
1766 Istanbul heimsuchte.
Jahre
nicht
gegliedert
wie
die
in Hammer, Geschich¬
vom
Grunde
und die drohenden
die Fremde
aus
Europa fest begründet. So
erschüttert.
äusseren
zu
Die Moschee des Eroberers soll
unberechtigten Aberglauben geführt
baufällig geworden. Europäer
und nationalen
Vergnügens,
eingeschnittene
Bei dieser
das osmamsche Reich in
in
erstenmal
.
was zu einem
Zeitlang
zum
sind die himmelhohen Hauser Istanbuls eng
gegliederter
das Volk,
Unordnungen
auch die Baukunst schien bich
eigenen
•
schweren Erdbeben, das
Reich,
1730) wurde
Hüsrevabad, Baharabad, Sadabad
•
Tschelebizade aufzählt.
Konstantinopels Eroberung
auch das ganze
(1703
einer Zeit der Feste und des
Eyüp gebaut
Istanbul
dabei den grössten Schaden erlitten haben,
nun
in
des menschlichen Leibes und roh
von einem
Anfang
der
und Pin Pascha
Reichsgeschichtsschreiber
Vasif beachtet
Sie verfielen dem Wohlleben und Uberliessen die
-
Istanbul veranlassten Grosswesir Ibrahim
blick der Strassen und die Bauweise
Gliederfugen
12. Juli 1490
sank die Macht der Sultane immer mehr.
an
Die vielen Feuersbrünste
\om
Gefahren dem Volk nicht
um
wie
seine
Tatsachlich konnten die
mischten sich
verirren,
habe.
in
die
erst unter
habe
Mehmet II.
Moschee
sei
Verweichlichung
der
langer verborgen bleiben.
inneren
Angelegenheiten
Mustafa Kemal Atatürk
zu
ein
und
ihrer
Sprache zurückzukehren.
19
Teil
III.
STUDIENGRUNDLAGEN
Darstellungen
1.
Istanbul und deren Studium
von
Abb.
7.
Die
bildliche
älteste
lung Konstantinopels
"
Strassenkarte
Die älteste der
erhalten
bene
Tabula
Zeichnung.
Tabula
säule
11 nge r la na
u
in
7
Abb.
in
Darstellung Konstantinopels
Die älteste bildliche
7
"
römischen Strassenkarte
Tabula
Peutingenana
ans
Drei Städte sind
ist durch den Einschnitt des Goldenen
an
der
Spitze
Porphyr¬
und der
Konstantin, die das dreistockige turmartige
S.
dem IV.
aus
18)
Abb.
Jahrhundert n.Chr.
.
stammt
Plan
8.
Oberhummer
E.
(E. Oberhummer, Konstantinopel
Karten sind
seine
in
Der Plan
19/20)
S.
ist trotz
Darstellung
von
Toren und der
von
kleinen
Die Aja Sofia,
sieht
an
spiralförmigen
meln der
vor
1453, die
wir besitzen.
Lage und
der Inschrift
Man sieht
Augusteon,
die
Porphyrsäule
das
erkenntlich,
den Palast des Kathisma und
Reliefbändern
Porphyrsäule
in
sehr
der Mitte den
Links
von
ist
von
der
des Konstantin
sehen.
der Säule.
'
ist die
wobei leider die Ur¬
Einzelheiten
in
unter
eine
einheit¬
Sultan Suleiman
vor
Rumpf
Aja Sofia
dass mit dieser die
eine Reihe
von
Die
Säulen.
und Bacchus.
Tatsächlich steht auf dem Plan
ist und die
an
ihren
die die acht Trom¬
eigenartige Darstellung
des
Julian
und des Theo¬
Unwahrscheinlich scheint die Be¬
musste
eine
fehlen die
Es sind die
die Theodosius-Saule
LoorbeerwUlste,
Hafenanlagen
Apostelkirche
Apostelkirche gemeint
worden. Am Nordende
Die beiden letzten Säulen sind
Weiter oben steht die Marcian-Säule, deren
der Marcian-Saule.
genaue
den verschiedenen
Schlangensaule, hingegen
der
ist
die horizontalen
Sergius
mit
eigentümlich gezeichnet
Konstantin auf dem Konstantin-Forum,
steht die Kirche H.
hinter der Marcian-Säule stehen.
einzige verhältnismässig
Stadtmauern
und die verschiedenen Säulen treten stark
Am Ufer des Marmara-Meeres sind die
Julian
für die kleine Kirche
Ich vermute daher,
Platz steht.
wiedergibt.
Hinter dem Hafen des
zeichnung 'Apostoli
Vogelperspektive
kennzeichnen.
er
Konstantinopels
Hippodrom
erkennbar, dagegen fehlen vollkommen
scheinbar eine gemauerte Säule
zu
gekommen,
(Nach E. Oberhummer, Konstantinopel
auf der Landseite. Die Aja Sofia,
ihrer
man
auf dem
uns
Aoweichungen
auf dem Theodosius-Forum und die Arcadius-Säule auf dem Arcadius-Forum.
20
Haus ange¬
dass diese Zeich¬
Sultan Suleiman dem Grossen,
unter
Handschriften auf
aller Unvollkommenheit ein sehr wertvolles Dokument, denn
Verdoppelung
Justinian-Saule
von
Kopien, abgesehen
grossen Obelisken des Konstantin und des Theodosius.
dosius
ist mit einem
nimmt an,
.
Konstantinopel
Hippodroms
Anzahl
einer
den spateren venezianischen Plänen
Gruppe gegenüber
dem Grossen,
des
(Sycas)
des Goldenen Horns
1420.
Buonde 1monti,
des
schrift fehlt. Trotzdem bilden aber all diese
hervor.
gekenn¬
Galata jenseits
.
Buondelmontis Werk und
liche
Niederlassung
"
deutet.
nung
uns
dieser Strassenkarte ausge¬
zeichnet. Die stadtische
de
die
wiedergege¬
Bauwerk sehr wahrscheinlich darstellen soll,
Abb.
".
der romischen Stras¬
aus
Peutingenana.
den Kaisersitz
von
mischen
Rom, Konstantinopel und Antiochia.
Konstantinopel
Horns,
ist die
Sie stammt
als Kaiserresidenzen
zeichnet:
Pe
Darstel¬
ro
Darstellungen Konstantinopels,
geblieben sind,
senkarte, der
der
aus
nach dem
bedeutend
Blickpunkt
der
grössere Kirche hinter
Bezeichnung 'Apostoli
'
am
falschen
Abb. 8
Plan des
Jenseits
Buondelmonli, 1420
des Goldenen Horns sehen
wir
Galata mit den Stadtmauern und dem Galataturm.
ken Ecke ist durch ein Kreuz auf dem Dach als Kirche
gekennzeichnet;
zelten Häuser ausserhalb der Stadtmauern ist Galatas Wachstum Über die
Üsküdar
auf der asiatischen Seite ist mit einer kleinen
Der kaiserliche Palast fehlt auf dem Plan.
Das
Gruppe
bestätigt
die
von
Ein kleines Gebäude in der Un¬
es ist die Kirche St.
ursprünglichen
Häusern
Domenico.
Grenzen
Durch die verein¬
angedeutet.
angedeutet.
Ueberlieferungen
Über den
damaligen
verfallenen Zustand
des Palastes.
21
Abb.
9
Abb.
und
10.
Zwei
Ansichten
der
Stadt
Konstantinopel,
Der Florentiner Christoforo Buondelmonti bereiste 1410 bis 1420 die
pelagi" (1422)
gingen die
nale,
Abb.
wie
beschrieb
Originale
zum
von
(A.M. Schneider, Konstantinopel)
Buondelmontis Städtebildern verloren.
Beispiel Abb. 8, Abb.
9 und Abb.
9 enthalt trotz grosser Verwandtschaft
zu
nung das ganz bewusste Hervorheben der Via
macht die
Zeichnung
10
Abb.
22
Ansicht der Stadt
8
nach
er
Wie schon bei der
in seinem
1422.
"Liber insularum Archi-
Besprechung
von
Dafür besitzen wir aber eine Anzahl
Abb.
von
8 erwähnt wurde,
Kopien der Origi¬
einige eigenwillige Abweichungen. Vor allem fällt
tnumphalis
ganz den Eindruck, als ob sie nicht
Konstantinopel,
die
Buondelm onti,
.
ben des Zeichners, das Wesentliche hervorzuheben.
Abb. 9
.
Aegäis,
nach
Buondelmonti, 1422
.
als die
nur
wichtigste
eine sture
Strasse
Kopie sei,
von
Konstantinopel
in
auf.
dieser Zeich¬
Ueberhaupt
sondern sie verrät vielmehr das Bestre¬
Auch Abb.
10 weist
Stadtmauern
einer
in
in
Galata
Spielzeug-Stadt,
wir diesen Karton
im
den
Darstellungen
der
einige Verwandtschaft
die auf
einem
Aja Sofia oder der Hafen
mit
Abb.
flachen Karton
8 auf.
aufgebaut
am
Marmara-Meer und auch
Im ganzen erweckt aber die
wurde.
10
Ansicht der Stadi
Zeichnung
Bei dem Hafeneinschnitt
am
der
Anordnung der
eher den Eindruck
Marmara-Meer sehen
Querschnitt'.
^CfTSTÄhUNOpOl
Abb.
in
Konstanunopel,
nach Buondelmotm,
1422
ts
~1
.
23
*Ä
&*^a$s#
''W^*'\^
ü».
'^^>^;Äv^,-'^_
Abb.
11
Das
VifOWSSjut
Hippodrom
«>-,
vor
Onuphrius Panvinius
Abb. 12
24
Konstantinopel
vor
,
V^/i.
'
y^WMT**^
der türkischen
aus Verona
der türkischen
Eroberung.
(1529
-
1565)
Eroberung
aus
**'
-
*
*
'
Aus dem Werk des
,
gedruckt
in
ItL^..,. J'f* <1
gelehrten Augustiners
Venedig,
dem Jahre 1453
.
EmS
Ai^t^k**
<^>i
ONAPHMI FAVVISII
'
1580
Abb.
11.
Das
Hippodrom
Panvinius
Augustiners Onuphrius
Zeichnung
Diese
sehen
wir
Ueber diesen erfahren
Spina
des
sind hier etwas
Hippodroms schmücken,
Die untere Bildhälfte
der Mese.
12.
schiedenen Tore, die
von
die
Justinian-Säule
einem Tor
abschüssige Gelände ausgeglichen
Hippodroms (rechts )
(Unger, Quellen, S. 296)
Gegend
der
war
und
Palast des Kathisma,
Die verschiedenen Bildwerke, die
.
was in
ist der
überzeugender
Anbetracht der sonst
Konstantinopel
sehen. Oberhalb dieser erstreckt sich der breite
des verfallenen
ist uns durch diesen
Die
auf der Landseite und die
Spitze
Landzunge
der
vor. Weiter hinten sieht
Rechts
vom
Abb.
13
man
des
Mündung
mächtige Kuppelbau
haben. Die
Aja Sofia ein.
der
Sofia steht der
sarayi
ver¬
sind
Vor dieser ragt
ist, dass das Wasser, das
sind diese beiden Säulen ihrer
Lykos andeutet,
Aja
zu
bei den Blachemen mit dem Tekfur
noch zwei Säulen. Da anzunehmen
Plan
des
kreuzförmige
Bau der
Lage
nach
ver¬
Apostelkirche.
1520.
Vavassore,
Vavassores Plan zeigt Istanbul kurze Zeit nach der türkischen
Der Verlauf der
Darstellungen
stellungen
Hartmann Schedels Welt¬
in
Goldenen Hörn ist Galata.
.
doppelten Mauern,
des Arsenals
am
die das
Eroberung. Ungefähr
Serailgebiet umgaben,
Marmara-Meer oder der Ruinen des
enthalt aber der Plan manche unerklärliche
nauigkeiten
1453.
Jahre
dem
aus
Holzschnitt, der sich
Befestigung
nimmt der
Strassenzug
Kaiserpalastes.
Eroberung
türkischen
Marmara-Meer fliesst, die
ins
zu
mutlich die Konstantin- und die Theodosius-Säulen. Oberhalb der
Serail".
1580.
Venedig,
in
beruhen. Am Südende des Hippodroms (links )
eigentümlich dargestellt,
justiman-Säule
die öde
vor
Verdoppelung
sorgfältig gezeichnet worden.
aus
gedruckt
gelehrten
des
befindet, erhalten. Grosse Aufmerksamkeit scheinen die Stadtmauern erregt
(Nürnberg, 1493)
Ubergross
zeigt
Konstantinopel
eigenartige Darstellung
chronik
Am Nordende des
.
Näheres durch das Cuzmenialbuch
wir
In der rechten Bildecke ist ganz gross die
Eine
)
zu
Werk
dem
überrascht.
Zeichnung
Abb.
289
S.
1565),
mit denen das
die Reste der Arkaden und darunter die Säulenbauten,
(Unger, Quellen,
-
Augenschein
scheint trotz manchen Willkürhchkeiten auf
Über die Codinus berichtet
die
(1529
Verona
aus
Aus
Eroberung.
türkischen
der
vor
der Moschee des Eroberers und der
in der Mitte sehen wir das
sind ziemlich genau
Im
Hippodroms überzeugen.
Eigentümlichkeiten.
gezeichnet.
Gegensatz
"Alte
Auch die
zu
diesen Ge¬
Vollkommen unwahrscheinlich sind die Dar¬
Aja Sofia, die allerdings bereits richtig mit zwei
Minaretten
gezeichnet
wurde.
Beim
Topkapu-Serail
ist trotz der ungenauen
halb des Alten Serails ist
Säule kann
Rechts
es
vom
ist der Ort
sich
eine
nur um
Goldenen Hom
Säule als
"
Colona
ist
des Planes
bei Lorichs wiederholt.
"
der türkischen Baukunst
festgehalten.
Links unter¬
bezeichnet. Hier ist zweifellos ein Fehler, denn bei dieser
Galata mit den Stadtmauern und dem Galata-Turm. Am unteren Ende ausserhalb der Mauem
"Byzantium
von
Legenden
Meister
Kanonen
dargestellt.
Im
Gegensatz
zu
Istanbul selbst ist Galata
hinausgewachsen.
sive
Constantineopolis"
Lorichs nahm wahrscheinlich
Augenschein beruhen, Pläne älterer
te, denn auch die
Eigenart
Serpentina
Tophane (Kanonenort) durch eine Reihe
Bezeichnung
die
die Verbrannte Säule handeln.
schon weit über die Grenzen der Stadtmauern
Die
Zeichnung
zu
zu seinen
Zeichnungen
Hilfe. Es ist nicht
stimmen zum Teil wörtlich
finden
von
wir mit
Istanbul
ausgeschlossen,
dass
der
( 1559)
er
gleichen Eigentümlichkeit
,
die
unbedingt
auf
sich auf Vavassores Plan stütz¬
Uberein.
25
Abb.
13
.
Venezianischer
14.
Abb.
1520
Plan des Vavassore,
Plan,
1574.
Das Datum des Druckes dieser venezianischen
Sultan Murat III.
ist der
letzte
in
der Reihe.
Zeichnung
Seine Zeit sind die
Bei genauerem Betrachten des Planes fallt aber sofort
hier sind die Fatih-Moschee und die
Mauerringe
des
Topkapu-Serails
selbe Fehler bei der
Bezeichnung
enthält.
maniye-Moscheen (1557 ),
Der
Zusammenhang
spiel
dem Plan
hundert)
eine
von
Aja Sofia
in
um
um
26
Colona
zum
die bedeutendsten
Beispiel
David Kandel,
zusammenhangende
1550,
dem
Constantinople
Rand
festgelegt.
auf.
dargestellt.
'
sind
in
Die drei
ihrer
Schehzade-( 1548 ),
ineinanderliegenden
Der¬
Anordnung gleich.
befindet sich auch
wichtigen Bauten,
Auch
die
in
in
Zu
diesem Plan.
der Zwischenzeit
Sehmiye- (1522)
und die Sulev-
zu nennen.
Nürnberger
sie
bilden mit einer Anzahl sehr ahnlicher Pläne,
Plan und dem Stich
Gruppe ( E. Oberhummer,
Konstantinopel
S. 2f,
die
Art
Serpentina
unteren
.
Hippodroms
Plan keine der
fünfzig Jahre spätere
Mordtmann vermutet, dass das Urbild all dieser Pläne
Plan de
'
am
mit dem Plan von Vavassore
grosse Aehnlichkeit
dieser beiden Plane ist offensichtlich und
Sultans Mehmet Fatih nach
1574 bis 1595
gleichen merkwürdigen
der Verbrannten Säule als
Unter anderem fehlen
nur
der
seine
Jahre
sind wiederholt und die Ueberreste des
all dem kommt noch hinzu, dass der
entstanden waren,
durch die Sultansbildnisse
ist
von
Konstantinopel
von
M.
Seutter
kam und dort mit grosser
unter
Auszeichnung
im
Bei¬
Augsburg (XVIII. Jahr¬
bultan Suleiman dem Grossen, S.
unter
Gentile Bellini stammt, der
E. Oberhummer, Konstantinopel
in
zum
Jahre 1479 auf Einladung
behandelt wurde
(Mordtmann,
Sultan Suleiman dem Grossen, S.
22)
.
21/22).
des
Ancien
Abb.
14
Venezianischer Plan, 1574
.
27
'9
"awsffLy'-i
^
»
,'
.
u.
f
%
^
,<
$*?*'*
«i-,
Abb.
28
15
Farbige Darstellung
*
Istanbuls
7^
aus einem
<
<•
Manuskript
it,>-.'i.
—
des Nasuh-es-Silahi-el-Matraki,
1537/38,
Farbige Darstellung Istanbuls
15.
Abb,
el-Matraki,
Das
Nasuh-es-Silahl-
des
Manuskript
einem
1537/38.
Manuskript des Nasuh-es-Silahi-el-Matraki,
befindet,
aus
stammt aus der
Bibliothek des Yildiz-Palastes
Istanbul und
in
liegt
(oben)
An der Spitze
Pforte)
in
der Universitätsbibliothek
Eingang
Aja Sofia
kirche. Die
noch mit
ist
den Ruinen der Arkaden
noch
am
Schlangensäule
Die
errichtet wurde
( 1500
Die
sich der
28
Die
Schlangensäule
Nact
Bretschnetder.
gleichen.
In der
des
Bildhalfte sieht
und neben ihr die
erkennen ist.
Weiter
Sehmiye-Moschee
sieben Turme)
Abb.
16.
nung
nico.
fand,
Genauigkeit,
ist das
Minaretten
im
Farbige Darstellung
( 1522)
-
-
.
spiralförmigen
an
deren Stelle das
1505)
ist
wohl
eine
der
Zwischen dieser und der
(Der gedeckte Basar),
den
Ganz
unten
Beyazit-Bad
an
glücklichsten
Aja Sofia erstreckt
dessen linkem
(1463 ) steht. Unterhalb
'
mit dem ummauerten
Säulen)
nicht
der BevazitGarten.
Die
zu ver¬
.
Weiter rechts ist ganz klein die Ha sekl-Moschee
Reliefband und dem hohen Unterbau deutlich
Zwischen der Fatih-Moschee und dem Goldenen Hom sieht
.
(Verbrann¬
Weiter oben steht die
sind die
doppelten
Landmauern
mit
Yedlkule
zu
man
die
(Burg
der
Maimara-Meer.
Galatas
vom
Süden
Darstellung
von
gleichen Blickpunkt
aufgenommen.
und
Usküdars
Manuskript
einem
aus
Mündung
des.
Bosporus
schon bei Vavassore durch
eine
in
Zusammenhang
im
Galata und Usküdar.
aus
gezeichnet.
Die Mauern
Oben ragt der Galata-Turm gross hervor.
Rechts bei der
der Seemauer die Kütschük
Beyazit-Moschee gezeichnet wurde,
(Zwischen
1470)
des Nasuh-es-Silahi-el-Matraki befindet sich
wurden aber nicht
wie
(1463
ihrem
an
der die
arasi
damals
war
nicht mehr da.
ist
'Alte Serail
das
man
mit
des
Nasuh-es-
1537/38.
Istanbul auch diese farbige
von
tscharschi
Kapali
mit
Direkler
steht die Marcian-Säule.
mit den zwei
der Darsteller Galata
sein.
der
die Fatih-Moschee
und der Marmor-Turm
Manusknpt
von
gehören,
zu
ist mit
Arcadius-Saule, die
unten
Sllahi-el-Matraki,
In dem
man
),
Ende die Mahmut Pascha-Moschee
Rechts unterhalb des Alten Serail
unteren
( 1538)
Valens-Aquadukts
1505
diesem Plan.
in
Moschee sieht
Darstellung
-
Beyazit-Moschee (1501
Zeichnungen
.
Theodosius-Saule,
Justiman-Sdule.
von
Hippodroms
Den Tschemberli tasch
den horizontalen Linien.
an
man
Die
Rechts
gebaut.
Schlangensäule
Die
Hippodroms steht dicht hinter
Säule) erkennt
er¬
die Irenen¬
.
Aja Sofia (H. Sergius und Bacchus)
te
vome im
man
und der Obelisk des Theodosius auf dem
gezeichnet.
vollständig (Abb. 28 )
Unterhalb des
Im
.
Sudende. Der gemauerte Obelisk des Kon¬
sind sehr genau
Hippodrom
1580
Jahre
und
erstreckt sich das leere Feld des früheren
Aja Sofia
stantin, die
im
Gluckselig¬
Diwans)
gezeichnet.
Minaretten
zwei
anderen beiden Minarette wurden erst
der
des
erkennt
hUmayun
der
(Pforte
(Audienz-Zimmer)
Hof dicht unterhalb der Bab-tl
mit den
der KUchenbauten, dann
Kuppeln
(der Versammlungsort
dritten Hof steht das Arz odasi
hUmayun (grosse
kapu ( mittlere Pforte )
dritten Hof, die Bab-üs saade
das Kubbealtl
Istanbul.
in
mit seinen ver¬
Bemerkenswert sind die Bab-li
Rechts davon sind die
zum
keit), links
sten
Topkapu-Serail
das
wir
der Parkmauer und die Orta
in
beiden Türmen.
der
heute
sehen
schiedenen Pavillons.
Abb
farbige Darstellung
dem sich diese ausserordentlich eindrucksvolle
in
von
Kanonen
von
man
die
zur
Tophane,
angedeutet.
Arap
camn
der Ort,
Das Arsenal
wo
von
besprochenen Zeich¬
die offensichtlich zusammen¬
Westen her
Galata scheinen damals noch
In der Mitte sieht
von
Die beiden Plane,
Wahrend Istanbul
das Marmara-Meer ist
Reihe
mit der eben
in
gesehen wurde,
hat
gutem Zustand gewesen
umgewandelte Kirche S.
sich die
Selim I.
Dome¬
Kanonengiesserei
und
Süleyman
be¬
dem
29
#
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1.
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V
n ->
i
Abb. 16
30
Farbige Darstellung
Galatas und
Üskudars
•^
aus
einem
Manuskript
des
Nasuh-es-Silahi-el-Matraki, 1537/38
Grossen
am
Goldenen Hom, das damals der Stolz der Türken
finden ist, wurde mit grosser
Am rechten Bildrand ist
war
und auf den meisten
zeitgenössischen Darstellungen
zu
Sorgfalt gezeichnet.
jenseits
des
Bosporus Üsküdar. Ganz links sieht
Hörn. An den vereinzelten Häusern ausserhalb der Stadtmauern und
man
die
Bosporus
am
Eyup-Moschee ( 1458)
erkennt
man
am
Goldenen
den Wachstum dieses Stadt
teiles.
Abb.
Topkapu-
Eine
Spitze
gehoben
Die
Serai 1
in
und
zeigt die Stadt
nimmt das
von
-
1609.
vom
Istanbul befindet sich im
Meer
Topkapu-Serail
aus
Seidenvorhangbemalung
Beyazit-Moschee ( 1501
-
Aja Sofia
1505)
Topkapu-Serail
vier
Minarette.
wobei die beiden Türme der Orta
steht die Atik Ali Pascha-Moschee
Selimiye-Moschee (1522 )
dieser und der
Abb.
17
Beyazit-Moschee
Vogelperspektive Istanbuls,
-
ist an ihren
und oberhalb
erkennt
l'RO
Sie ist auf
man
1009
.
einen
Seidenvor¬
kapu besonders hervor¬
man
ist durch den grossen Abstand zwischen den beiden Minaretten
verhältnismässig klein gezeichnet wurde,
steht die
in Istanbul.
Weiter gegen das Marmara-Meer sieht
(1496)
.
Unter der
Parkmauem des Alten Serail und die zerstreuten leichten Bauten des Palastes.
die
dem
aus
gesehen.
mit den Parkmauern ein,
sind. Die Aja Sofia besitzt bereits
Zwischen ihr und der
1580
Istanbul.
eigenartige Vogelperspektive
hang gemalt
Die
Vogelperspektive Istanbuls,
17.
von
abgestuften
dieser die
Seidenvorhangbemalung
am
dem
der
( 1544
-
sehen
wir
Süleymaniye-Moschee ( 1550
zu
erkennen.
Fatih-Moschee
1548 )
Topkapu-Serail
Hippodrom.
gekennzeichnet.
Beyazit-Moschee
Minaretten sehr gut
Baugruppe
die Schehzade-Moschee
Die
das
in
( 1463
-
-
die
1557
),
Weiter rechts
1470)
.
Zwischen
.
Istanbul.
31
Yenibahtsche
Tal des
im
dicht bei der Landmauer steht der hohe
der Stadtmauern sieht
lich
man
Eytlp
mit
Yenibahtsche stehen drei
von
Pascha-
(1458)
deresi
Bayrampascha
(Lykos)
Baukdrper
der
EyUp-Moschee (1458)
(1538)
sein.
Auf der anderen Seite des Goldenen Horns ist Galata.
Stoffbemalung
Moschee
Abb.
(1609
18.
-
von
gar
aus
Abb. 18
32
Am Goldenen Hörn ausserhalb
Ubergrosse
(1555 )
,
Süd¬
Davut
Arcadiue-Saule.
ausserhalb der Mauern ist schon ziemlich
(1580)
gewachsen.
In
.
aber noch
aus
in
Kassel
gesehen
farbigen Darstellung
Istanbuls
herausgegeben
darstellt
von
noch früherer Zeit stammt,
Vogelperspektive
Nach
Istanbuls.
befindet sich in dem Werk des
das 1606
der Landseite
denn in der
?).
werden wahrscheinlich die Ahmet Pascha-
Beyoglu
muss
1556
vor
1609 entstanden sein,
da
sie
die Sultan Ahmet-
1617) nicht enthalt.
Vogelperspektive
Konstantinopel",
bul
stellt Istanbul nach 1580 dar,
Vogelperspektive
Diese
(1540
-
die Viertel Otaktschilar und Takkeci mahallesi.
Zwischen diesen steht die
steht bereits die Kilitsch Ali Pascha-Moschee
Tophane
Diese
es
,
Unmittelbar unter diesem leeren Fleck
gelassen.
der Mihnmah-Moschee
grössere Moscheen;
und Haseki-Moscheen
wurde ganz leer
Dilich,
Topographen
wurde.
1557
-
1580.
Wilhelm Dilich
Gurlitt meint,
sie
sei
"
Beschreibung
die einzige
(Gurlitt, Die Baukunst Konstantinopels, Textband
und Abnss der Stadt
Vogelperspektive,
,
S. 43 ),
was
die Istan¬
nicht stimmt;
Istanbul, die sich in dem Manuskript des Nasuh-es-Silahi-el-Matraki befindet und
wurde die Stadt auch
Nach Dilich,
1W
-
1S80
von
der Landseite her
gesehen dargestellt.
so¬
Zeichnung enthält bei
Die
Istanbul nicht
(oben)
dargestellt.
erkennen.
zu
Vor ihr die
retten.
wahrscheinlich
ihrer
angedeutet
weit entfernt
Lage
sehr klein und
und Grösse auf.
man
die
der Landmauer.
Am unteren Blattrand sind die
und die
Baugruppe
Hinter den
auf dem
)
.
unwichtig
-
1557)
Dagegen
fällt die
(1555
der Kara Ahmet Pascha-Moschee
doppelten Landmauern
EyUp-Moschee (1458)
Jenseits
?
)
sarayi
des Goldenen Homs ist
Aja Sofia steht
den vier Minaretten.
an
(1463
1470)
-
(Zisterne Mokios)
in
Rechts
in der Ver¬
mit
und dem
Topkapu, allerdings
zu
(1470)
bostanlari steht die Murat Pascha-Moschee
mit Yedikule und dem Tekfur
.
mit zwei Mina¬
punktiert, womit
ist
Selimiye-Moschee (1522)
Zwischen dem Altimermer tschukur bostani
Grubengärten Langa
Aja Sofia
Unterhalb der
war.
dass die Fatih-Moschee
Merkwürdig,
erscheint.
die
man
die Obelisken erkennt,
SUleymaniye-Moschee (1550
1505
-
man
Topkapu-Serail
Das
die KUchenbauten und das Kubbealti sind
damals schon verschwunden
Hippodrom
die
anzunehmen, dass Dilich
ist
hatte. Was sehen wir auf dem Plan?
die Bab-lis saade,
kapu,
Hippodroms,
man
Beyazit-Moschee (1501
deresi sieht
Königspalast), EyUp
des
werden wollte, dass das
Valens-Aquädukts
von
Die
Weiter unten erkennt
eigenartigen Darstellung
Bayrampascha
Quellen
Widerspruche. Daher
Hinter der Parkmauer steht die Irenenkirche und dicht unter ihr sieht
das Alte Serail und die
längerung
verschiedener Bauten manche
Die drei Höfe, die Orta
Justinian-Säule.
der Tschemberli tasch.
des
Wiedergabe
sondern für seinen Plan andere
gesehen hat,
ist sehr gut
deutlich
der
.
(Porphyrogonnetenpalast,
Galata, merkwürdigerweise ohne
den Galata-Turm.
Der Plan stellt Istanbul zwischen den
Aja Sofia
ist noch mit zwei Minaretten
1580 errichtet. Da
1548
zu
das Datum des Planes
nun
19.
Dilich,
Dilichs
nauen
Istanbuls
1557
-
Wie auf seinem Plan,
von
.
Höhe
ist
es
aber die
,
unverständlich, dass gerade die Schehzade- (1544
oberhalb
Lorichs
zu
vergleichen
ist
Galata.
Der Turm
kapu
aus
HUgel
fUr
ist
uns
sehr
und die
TopkapuySerail
Eigenart
Nach
Fatihs Zeit ist deutlich
von
zu
wenn
-
Radierung
einer
von
sie auch nicht mit den sehr
ge¬
.
mit grosser Aufmerksamkeit
der verschiedenen
scheinen für den Zeichner besonders
und weiter rechts die Parkmauem, welche
wertvoll,
(zum Beispiel Abb. 29)
hat Dilich auch in dieser Ansicht das
Die beiden TUrme der Orta
18)
SUleymaniye-Moschee (1557)
?) fehlen, obwohl viel weniger bekannte Moscheen gezeichnet wurden.
der
von
Gesamteindruck der Serailbauten auf dem 1.
mauem
festgelegt ist,
1556
die Istanbul in der Ansicht darstellt,
Aufzeichnungen
Plan, Abb.
Er enthält die
1580.
-
Radierung,
Ansicht
1580 dar.
-
sehen. Die beiden letzten Minarette der Aja Sofia wurden, wie schon gesagt,
) und die Mihrimah-Moscheen (1540
Abb.
1557
Jahren
bedeutungsvoll
Baugruppen
gewesen
zu
gezeichnet.
sind gut
erkennen. Am Ufer des Goldenen Horns sieht
diesen
festgehalten.
(Vergleich
sein
Der
man
mit dem
die See-
abzweigen.
Hinter den Parkmauem steht
die Irenenkirche. Die
Aja Sofia
hat wie auf dem Plan zwei Mi¬
narette.
Folgt
dem Höhen¬
man
zug weiter gegen Westen
rechts
)
stösst
man
Tschemberli tasch.
ner
unmöglichen
'
l'l
I
I
1
t'l
I
I
I
'•.
1,
c<sty^'>&-*g&K4^r^^-^§&*M
rechts steht der
IC
Moschee
Abb. 29
Die
SUleymaniye.
Nach einem Holzjchnm
von
Loticlu
(1501
er
Weiter
Beyazit-Turm
und neben ihm die
—dt—
Trotz sei¬
Höhe ist
doch unverkennbar.
J • f
(nach
auf den
-
Beyazit1505)
.
Sie
ist durch ihre
verhältnismässig
flache
und dem grossen
.
Kuppel
Abstand zwischen den beiden
Minaretten
Bei der
Darstellung
der
SUleymaniye-Moschee (1550
-
1557
)
überrascht
uns
der
Gegensatz
gekennzeichnet.
zwischen dem
Hauptkörper
und
den Minaretten. Die kleine Kuppel der Moschee ruht auf einem hohen Tambour!
Dagegen sind ihre abgestuften Minarette
sehr
wahrheitsgetreu.
33
Abb.
Istanbuls Ansicht
l'J
(1544
1.
-
mutlich
um
die
(Zeyrek
Zeyrek
Längsschiff
kilise camii,
Weiter rechts steht die Fatih-Moschee
Kuppelbau
2.
was
( 1540
ser
1556 ? )
-
Gegend überhaupt
(1463
nach der
-
Solche
Gegensätze
Eigenart
Im
er am
Flensburg
Westende
Zeichnung, die heute
Jede Einzelheit
In Abb.
20 sehen wir die
Einzelheiten getreu
34
Bögen
der
dass
möglich,
es
sich
um
aus
an
eine Kirche.
in Moscheen umge¬
eine
von
diesen,
welchem Grund
ver¬
es
auch
ihr sieht
man
Hügel
zu
Baukörper
aber mit der Tatsache
emporragenden
zu erwarten
er
die
Selimiye-
ist.
nach zweifellos die Mihrimah-
vereinbaren, dass auf dem Plan
Minarette stärken die
Vermutung,
beruhen. Dilich hatte anscheinend verschiedene
Unzulänglichkeiten
in die¬
ist aber das wesentliche
Quellen,
hervorgehoben,
dass sowohl
von
denen
nämlich die
mit den bekrönenden Moscheen.
und
Moschee
zu
eigentümlich gezeichneten
Vermutlich soll
benennen.
dieser Moschee im Plan
und ihrem hohen
Lage
noch einmal einen
der im Plan fehlt.
Ausschnitt
Umgebung.
aus
Istanbuls
Panorama,
nahm im
Jahre 1559,
in
von
wie
angegeben,
er
selber
indem
er
angibt,
die Stadt Istanbul auf. Den Standort,
sich selber
von wo
diesem Punkt zeichnend darstellte.
an
Galata, zwischen der Arap camii und dem Kutschuk mezaristan (Kleiner Friedhof)
einundzwanzig
Blatter
aufgeteilt
ist,
stellt eine der getreuesten
Wiedergaben
.
Istanbuls dar.
erweckt Vertrauen.
eigener Bemerkung oben
den
erinnert eher
wurde?
Augenschein
die Stadt aufnahm, hat Lorichs genau
Danach stand
Die
aus
um
Kuppel
einige grössere Kirchen, die
Galata mit der fremden Bauart und den Galata-Turm,
-
sich nicht
es
auf die Schehzade-
man
diese Moschee handelt.
1559.
Lorichs,
Melchior Lorichs
aus er
man
SUleymaniy e
20.
Melchior
sieht
.
1470) und neben
Feststellung
Trotz all diesen
Istanbuls Silhouette, die
von
Vordergrund
Abb.
waren.
.
In Dilichs Plan fehlt die Schehzade-Moschee,
und die zwischen den Hausem willkürlich
nicht alle verlässlich
es
Es ist
eigenartigen Darstellung
gezeichnet
die Ansicht als auch der Plan nicht auf
1580
-
Lage nach könnte
Der
Auch dieser Bau ist nicht leicht
ist. Wie ist diese
keine Moschee
gibt
stehen scheint,
Am Stadtrand steht noch eine grosse Moschee, die ihrer
Moschee
1557
der Ansicht fehlen ?
mit zwei sehr hohen Minaretten.
(1522) darstellen,
Moschee
zu
Eski miaret camii usw.)
in
Dllich,
und dem hohen Tambour unter der kleinen
kilise camii handelt.
Warum sollte sie nicht auch
sein mag.
von
ich aber, dass
glaube
Gründen
zwei
in der dieser Bau
Gegend Istanbuls,
wandelt wurden
Aus
Radierung
einer
Bau mit zwei Minaretten.
merkwürdiger
1548) schliessen.
Die Art des Baues mit dem
In dieser
Nach
der Höhe oberhalb Galata.
steht ein
SUleymaniye
Neben der
Moschee
von
SUleymaniye-Moschee (1550
im Bilde im Verhältnis
wiedergegeben
Seitenhallen, bei
:
vom
zu
den
Eingangstor
denen auch der
-
1557)
übrigen
mit ihrer
Bauten ein
und der Anzahl der
Rhythmus
der
grösseren
Umgebung.
wenig
zu
Kuppeln
Die Moschee selber ist nach Lorichs
klein. Sie ist aber bis in die kleinsten
bei den Hofbauten
und kleineren
angefangen
Bögen festgehalten wurde,
bis
zu
stimmt
'
alles mit der Wirklichkeit überein.
Sultan.
Links
von
Links unterhalb der Moschee erkennen
Auf dem Giebeldach unter der Moschee lesen
Am linken Ende des Blattes sehen
zum
So
wir
wir
"Jeutzer Aga
wir
den Platz
die Medreses
(Akademien)
Haus>s
", rechts
und die Mauern des Eski saray
büleyman
und der Hurrcm
und weiter links das Bad.
davon steht Sinans> TUrbe.
(des
alten
Serails)
in seiner
damaligen,
Teil veränderten Form. Im Vordergrund sind die Stadtmauern Galatas.
wie
jene der
gemeinsamen
Abb
der Moschee sind die beiden TUrbes des Sultans
20
Moscheeanlage,
Eigenschaften
Sulejmamye
-
erweckt auch die
Wiedergabe
der Wohnhäuser, die
sie
umgeben,
Vertrauen. Trotz ihrer
wurden die Verschiedenheiten der einzelnen Häuser nicht übersehen.
Moschee und
Umgebung
Ausschnitt
aus
Istanbuls Panorama,
Melchiot
Lorichs, 1559
.
36
Abb.
21.
Fatih-Moschee
Lorichs,
und
aus
Istanbuls
Panorama,
Melchior
1559.
In diesem Ausschnitt
aus
Lorichs
Zeichnung sehen
1559 hatte die Fatih-Moschee noch ihre
Ansichten auseinander.
Beweise
Ausschnitt
Umgebung.
Lonchs'
bestehen, durtte wohl
ursprungliche
Zeichnung,
eine
der
wir
die
die Fatih-Moschee
richtigsten
Ueber diese
Gestalt.
unbedingt
sein.
(1463
auf
1470)
ursprüngliche
Augenschein
Eine türkische
-
beruht
mit
ihrer
Umgebung.
Gestalt der Moschee
und über deren
Zeichnung (Abb. 30)
Genauigkeit
Im
Jahre
die
gehen
zahllose
stellt aber die alte Fatih-
Moschee anders dar.
Abb. ;i
Faiüi
Nach den
-
Moschee und
eingehenden
Zeichnung
auf
Umgebung,
Bogens
heutige
unter
wir nun
zu
(Fatih
gibt
Lonchs' Zeichnung zurück.
andere
camu,
Lorichs, lo59
Vakiflar
.
dergisi 1, 1938,
Links
S,
14)
,
Nasuh-es-Süahis
von
E.
Oberhummer
bezweifeln,
91
-
101) beruht auch diese
obere Abschluss
stufenartige
Zeichnung (Abb. 15) zeigt
die Nord-
ursprüngliche Gestalt,
der Fatih-Moschee lesen
wie
ist stark zu
für ihre
Nur der
S.
wir
annimmt
da diese
von
S. Andreas
'. Dass damit die
(E. Oberhummer, Konstantinopel
Lonchs' Standort
aus
kaum
in
jener
werden konnte.
Am Goldenen Hörn sehen
mit
Melchior
Anhaltspunkte
Koca Mustafa Pascha-Moschee gemeint wurde,
Lage gesehen
36
Panorama,
und stellt die alte Fatih-Moschee ziemlich genau dar.
Sultan Suleiman dem Grossen,
Galata
Istanbuls
scheint für H.B. Kunter unwahrscheinlich.
westansicht der alten Fatih-Moschee und
Kehren
aus
Studien Halim Baki Kunters
Augenschein
des seitlichen
Ausschnitt
einem
wir
die Stadtmauern und die schmale
Teil des Kutschük mezanstan.
Uferbebauung
ausserhalb der Mauern. Im
Vordergrund
ist
Abb
30
Abb.
Plan der alten Fatih-Moschee
Farbiger
22.
Aus
einer
türkischer
Karte für
Jahre 930
.
H
Pin Reis
( 1523/24) Sultan Süleyman
dass die Berliner
aus
Handschrift,
von
aus
der
Hälfte
Köpnllll-Bibliothek.
des
XVII.
Jahrhunderts.
Haci Mehmet Pin Reis befindet sich
ein
farbiger
der berühmtesten türkischen Seehelden. Aus der Geschichte
war einer
des Planes zeigt, dass dieser
2.
Plan,
In der Berliner Handschrift des See-Atlasses
(Abb. 22)
Wasserwege
in
sein
"Buch des Meeres
der zweiten Hälfte des
der anscheinend diese
XVII.
'
dem
stammt.
Daraus
muss
Onginal zugefugt wurde,
in
Istanbul
von
weiss man,
(Kitab-Ul-bahnye) Überreichte.
Jahrhunderts
Zeichnung
Plan
dass
er
im
Doch das Studium
man
schhessen,
das XVII.
Jahrhunden
gehört.
Was zeigt
nun
der Plan?
An der
denen Teile des Serails sind gut
und Sinan köschkU
(Yali-
und
Die bedeutendsten Moscheen
zahllose Häuser,
die
Aja Sofia,
Aja Sofia
mit
denen
Spitze sieht
zu
das
Topkapu-Serail
Sinan-Schlösschen)
.
Sie
geben
Zeit setzte der Zeichner
in
die
Eigenart
Die verschie¬
solcher türkischer Bauten vortrefflich wieder.
liebevollen und zutreffenden
die ganze Flache ausfüllte. Gleich neben der Parkmauer des
rechts oberhalb die Sultan Ahmet-Moschee
steht die Yeru cami
mit dem Park und den Parkmauem.
erkennen. Am Ufer des Goldenen Horns ausserhalb der Seemauem stehen die Yali-
seiner
er
man
(1597
-
1663)
mit
dem
(
1609
-
1617 )
,
beide
in
Darstellungen
zwischen
Topkapu-Serails
der Ansicht
L-förmigen kuppelgedeckten Baukörper
gezeichnet.
sieht
man
Unter der
des Misir tscharsclusi
87
Abb. 22
türkischer Plan.
Farbiger
2.Hälfte des XV11. Jahrhunderts.
(Aegyptischer Basar, 1663).
die
spektivisch gesehen
Moschee
(1544
Moschee
(1463
-
1548)
Weiter rechts sehen
Suleymamye-Moschee (1550
,
die
Edirnekapu (Adnanopler-Tor)
die
-
Beyazit-Moschee (1501
1557)
.
Ueber dem
-
1505)
sieht
man
die
sie mit
Baugruppe
kann
(1540
bekannten Moscheen wurden durch ein einheitliches Moscheebild
-
darunter per¬
steht die Schehzademan
den beiden Minaretten und dem Vorhof
der Mihrimah-Moschee
Ansicht,
der
in
Valens-Aquädukt
allerdings weniger sorgfältig gezeichnet wurde. Dasselbe
1470) feststellen, wenngleich
-
wir
1556
auch bei der Fatih-
gekennzeichnet
?)
ist.
Bei
.
angedeutet. Zwischen
diesen ragt
Die
übrigen weniger
die
Arcadius-Säule, die noch bis 1715 aufrecht stand, unwahrscheinlich gross hervor. Merkwürdig, dass der Tschemberli
tasch nicht
zu
sehen ist.
Grosse Aufmerksamkeit wurde der
licher
Vordergrund
sten
Ilyas Bey
sieht
man
camii
(H.
Yedikule
Moscheen
man
Studion
)
.
sich
um
Das
Dicht davor sieht
man
die Koca Mustafa Pascha
eine
camn
Moschee, deren kirch¬
(Andreas
en
Knsei)
.
(1580)
"türkische" dieses Stadtbildes wurde
die Iskele- oder grosse Moschee
(1571)
es
geschenkt.
Galata mit der Kilitsch Ali Pascha-Moschee
Teile des Planes ist Usküdar.
Hier sieht
38
von
Ursprung unzweifelhaft ist. Vermutlich handelt
oder die Imrahor
Im
Darstellung
(1574)
,
in der linken Ecke.
mit
den
ferner die Schemsi Pascha-
Einer der
ansprechend¬
Zypressen vortrefflich unterstrichen.
(1580)
und Rum Mehmet Pascha-
23.
Grelots
Zeichnung gibt
Osten her
1638
,
Zeichnung
Spitze sieht
Istanbuls,
der
vier
(Abb. 31),
Salzenberg
man
Zwischen der
Sofia.
Auch die
Minarette
Aja Sofia
( 1597
cami
Die Baugruppe der
je
Moschee sieht
Halbkuppelkranz
rettpaar
um
die
doch
man zum
mit
In der
Hauptkuppel.
Sofia der Wirklichkeit viel getreuer
sieht
einigen Fehlem
gezeichnet.
rechnen ist.
zu
Darstellung
Dieser
-
man
1663
)
eine
man
vom
Galerie'.
die
Kuppel
(
1403
man an
V.
Kuppeln
des
in
von
Topkapu-
Aja
zwei
Sofia-
Strebebogen,
Wirklichkeit
in
auch sehr
fraglich
Jahrhundert, Textband, S. 28/29)
( 1609
1617)
-
wo
.
und links die drei Monumente auf
ist
unverhaltnismassig
gross dar¬
steht nahe beim Ufer der Zentralbau der Kutschuk
Aja Sofia-Bades ( 1553 )
,
und
am
Ufer des Goldenen Horns
.
1501
1550
-
-
1505)
1557)
ist
ist an
Auch die seitliche
durch die
weit
auseinanderstehenden Minarette
den Minaretten
Halbkuppel
am
zu
1470)
und der
Hauptkorper
ist
unverständlich.
(1544
Selimiye-Moscheen ( 1522 ) hervor.
Stadtrand die Mihrimah-Moschee (1540
-
gekennzeichnet.
erkennen. Doch haben die beiden
und die beiden Minarette der Schehzade-Moschee
-
Zeichnung
jener
des
bis XII.
den Reifen erkennt,
meydam (Hippodrom )
die beiden
wurde
Gegensatz zeigt,
Bei den
auf der Westseite des Baues sechs
Beispiel
Constantinopel
von
und dem At
Beyazit-Moschee (
die Minarette der Fatiham
Perspektive
Bagdat koschku (Bagdad-
die Gotensaule zwischen den Bäumen hervor.
findet daher den Glockenturm auf der Westseite
SUlevmaniye-Baugruppe (
nur
Spitze ragt
die sechs Minarette der Sultan Ahmet-Moschee
Weiter rechts sieht
steht die Yem
wobei das
Topkapu-Serails,
der
Istanbul. Die
.
der
uns
an
Hippodrom hervorragen. Der Tschemberh tasch, den
gestellt.
nur
1677
Aja
Alt-Chnstliche Baudenkmale
Weiter oben sieht
Aja
-
des
von
und die oberen Stockwerke der Frauenchore auf den Sud- und Nordseiten sind auch
gar nicht vorhanden.
dem
lb71
grösstenteils genauen Zeichnungen
bestehen,
(Salzenberg,
Grelot,
Baugruppe
die
1677.
-
ziemlich genaues Bild
ein
erkennen ist. Ganz
hat Grelot die
Ansichten, die Grelot machte
nur
zu
man
Aja Sofia Überrascht
Serail-Hugels (Abb. 24)
dass bei Grelots
manchen kleinen Fehlem
) besonders gut
Vogelperspektive
Abb. 23
Bei der
An der
gemacht.
Schlösschen
trotz
1671
Grelot,
Vogelperspektive Istanbuls,
Abb.
-
1548 )
.
Links
äusseren
von
dieser
Weiter hinten ragen
Vermutlich soll das letzte Mina¬
1556 ?) darstellen. Die Mihrimah-Moschee hat
zur
Zeit aber
ein Minarett.
39
Abb. 31
Die
Nach Grelot
Aja Sofia,
.
Ausserhalb der Stadtmauern sehen
wir
die
(1703
wurde erst unter Sultan Ahmet III.
Eyllp-Moschee (1458)
-
mit einem Minarett
Im
die aufmerksame
Vordergrund
sind
Kaserne das Serail
Zeichnung
von
Usküdar.
und auf dem erhöhten Platz
In UskUdar selbst sieht
weiter landeinwärts die Eski Valide-Moschee
In Galata sieht
die Reste der Mauem
man
am
(1583 )
(tersane)
Darstellungsart
von
des Arsenals kann
Galata steht die
verkennbar ist, die
40
,
das damals
von
man
grosser
camii
man am
dazwischen,
an
der Stelle der
heutigen Sehmiye-
Ufer die Rum Mehmet Pascha-Moschee
(1571)
und
.
Galata ist schon weit über die
Bedeutung
auch in anderen
Azapkapu-Moschee (1577)
Arap
Moscheen und ganz hinten sieht
Ufer, den Galata-Turm und zahlreiche turmartige Gebäude, mit denen die
fremde Art dieses Stadtteiles unterstrichen wird.
Das Arsenal
weniger grossen
Yedlkule.
Üsküdar, Kadiköy
von
Das zweite Minarett
1730) zugefügt.
Im südlichen Stadtteil steht die Arcadius-Säule zwischen mehr oder
man
dargestellt.
(S. Domenico)
.
war,
ist
sehr
zeitgenössichen
ursprünglichen
sorgfaltig gezeichnet
Grenzen
hinausgewachsen.
worden. Diese
Plänen beobachten (Abb.
22)
.
und weiter hinten noch eine Moschee, deren kirchlicher
sorgfaltige
An der
Spitze
Ursprung
un¬
41
Abb.
24.
Grelots
Darstellung desTopkapu-Serail-HUgels
Galata
Den
Topkapu-Sera11
gemacht wurde,
aus
dergrund,
Der
von
eine
der
wertvolle
1677.
-
Ergänzung
Serail-Spitze
bis
zur
zu
Abb.
Aja Sofia,
23
Die
Zeichnung,
die
das asiatische Ufer
und,
.
von
im
Vor¬
der
ein¬
Galata.
langgezogenen Rucken des
zelnen Teile kann
Baugruppen
manche
man
vortrefflich
ist aber
hinter dem Turm des Fatih
gegen den
Bosporus sieht
ersten
das
ist
(Schlösschen
stehen die Bauten des Harems.
angeschrieben.
ist
die
wir
Seemauem
Wiedergabe
zerstreuten
Das Kubbealti, dessen
Rechts davon sind die Kasemenräume.
vermisst man hier die
mit der
Kuppeln
Am Abschluss
Gotensaule, die
,
Einbuchtung
bei dem versandeten alten
wobei das Yah kdschku irrtümlich als
der Seemauer ab und führt den
von
Fayencen
den
mit
Bei der
23
Abb.
in
verborgen.
(Schlosschen)
wurde. Weiter rechts zweigt die Parkmauer
Tschiruli köschk
Vordergrund
Bagdat koschkü. Merkwürdigerweise
türkische Koschke
zwei
Im
hinter den Bäumen
sie
die verschiedenen Bauten des Serails.
feststellen. Der Gesamteindruck der feinfühlend auf dem Hügel
Ungenauigkeiten
festgehalten.
Am Ufer des Goldenen Horns sehen
Hafen. Hier stehen
Hügels bedecken
verborgen bleiben,
man
Vermutlich
vorhanden ist.
net
bildet
enthält den Stadtteil
1671
Grelot,
Hügel,
-
Hang hinauf.
byzantinischen
koschkü
Alay
Hinter dieser steht das
1472 ) und die Irenenkirche. Am rechten Bildrand sehen
,
bezeich¬
wir
die
Aja
Sofia.
Zwischen der Stadtmauer und dem Goldenen Hörn erstreckt sich eine
eigenartige Uferbebauung,
die
auch heute in Istan¬
man
bul stellenweise beobachten kann.
Auf der asiatischen Seite sehen
steht
auch
Bosporus
im
Dieser Plan,
so
steht
unteren
am
Umgebung.
Istanbul und ihre nähere
Usküdar auf, der durch den
Ecke, Istanbuls Ansicht
Istanbul
hier
zu
als Pforte
zwei
Marmara-Meer;
Jeder
man
in
Eigenart
Daher die
Stellung
des
zu
den Stadttoren
Serailgebietes
in
Die einzelnen
Siedlungsinseln
Im
zu
Gegensatz
Galatas
ersten
Blick fallt der viel
zu
Er
von
aus
Usküdar. Vor Usküdar
als auf Abb.
Darstellungen
der
gibt
uns
einen
23,
die aber
Aja Sofia?
Ueberblick über die Stadt
kleine Zwischenraum zwischen
noch enger erscheint.
nur
Doch die kleine
Sarayburnu
Vogelschau
in
und
der linken
her, erklart die Absicht dieser zweifellos bewussten Verzerrung.
Zeichnung
sollte diesen Gedanken hervorheben.
Die
Zeichnung verfolgt
Durch verschiedene
anders.
eigentümliche Darstellung
Mit wenigen Linien wurde die Struktur des
aus
auch bei den
1742 veröffentlicht.
Jahre
diesem Plan nicht sehen.
lockerter Wachstumsstreifen erstreckt sich
punkten
wie
Zeichnung
anders
Sarayburnu
und Usküdar sind
geworden.
ist in seiner
hervorgehoben.
drei Teile klar
im
Leanderturm
die
und dazwischen das Serail
1742.
der Dardanellenstrasse
Pfeilern dieser Pforte
Teil
Auf den
übergrossen
von
zum
Auf Einzelheiten darf
drei Teilen.
Rand, wurde
Kadikoy
sieht auf dieser
Fehler unterlaufen
ein
Umgebung,
und
Istanbul
25.
der Bucht
in
Sein Dachabschluss
Grelot stammt. Ist hier dem Meister
von
Abb.
Usküdar,
wir
der Leanderturm.
von
Tophane
eigentlichen
aus
von
entlang
Istanbul
eine
Zeichnungsarten
Galata mit den
dem Ufer des
gekennzeichnet:
Istanbul besteht
andere Absicht.
aus
wurden die Unterschiede dieser
zugewachsenen
Vororten.
Ein
aufge¬
Bosporus.
die
Längsstrassen,
die
von
zwei
Knoten¬
fuhren, das Dichterwerden des Strassennetzes gegen das Goldene Hom und die abgesonderte
der Stadt.
Bosporus
am
ungegliedertem
sind
jeweils
durch
eine
Wachstum gegen den
Gruppe
von
Hausern rings
um
eine
Moschee
angedeutet.
Bosporus sind diese Niederlassungen noch klar voneinander
getrennt.
Im XVIII.
Jahrhundert
erlebte das obere Ende des Goldenen Horns und die Taler der
kurze Zeit des vornehmen Lebens.
noch andere Palaste
und der Reichen
Bd. II,
42
S.
21
-
wie
)
.
Anfang
Wassern
Dieses Luxusviertcl
Europas
ist
und
machte der 1689 erbaute Palast der Valide Sultan
Hüsrevabad, Sadabad, Baharabad
den Süssen
an
44
Den
Ahbey-
....
gestanden
auf Abb.
Kagithane
in
derelen eine
Eyüp. Spater
entstanden
Im ganzen sollen damals 170 Koschke der Sultansfamilie
haben
(Hammer, Geschichte
25 sehr anschaulich
wiedergegeben.
des Osmaruschen
Reiches,
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Abb. 25
Istanbul und
Umgebung,
1742
.
43
Zum Schluss sei noch auf eine
Pläne
sungstechnischen
Flächen stossen
wir
auf
vogelperspektivischen-
26.
Abb.
Eigentümlichkeit
zum
Aufgenommen
sogar XVIII.
eine
Jahrhunderten,
wie
gezeichnet.
von
F.Kauffer
die ersten
vermes¬
Doch inmitten solcher
Uebergang
einen
I. B. Lechevalier,
und
Plänen. Es sind die verschiedenen Kopien
bilden die zahlreichen sehr ähnlichen Plane
Beispiel der Plan
zum
Jahrhundert fangen
dieser Art
Der Plan bildet also gewissermassen
von
Gruppe
zusammenhängende Gruppe
zweite
in
vom
Plan.
vermessungstechnischen
Aus Istanbuls vortürkischer Zeit besitzen wir
Zeichnung. Eine
Im XVIII.
hingewiesen.
vogelperspektivische Darstellungen.
Istanbuls.
Plan
des Planes
Istanbul an. Teilweise wurde auch dieser Plan
von
(Abb. 13)
des Vavassore
den
aus
1776
1786.
-
Buondelmontis
von
XVI., XVII. und
(Abb.
und der venezianische Plan
)
14
,
deren Urbild Mordtmann auf Gentile Bellini führt.
gemeinsame Eigenschaft
Eine
pläne
"
im
ter weiter
sondern stellen die Stadt
heutigen Sinne,
Erst im XVIII.
ist all diesen und den anderen bisher
Jahrhundert
entwickelt wurden und die dritte
die bildliche
Darstellungsart
Der erste dieser
Stadtpläne
von
Ingenieur
F. Kauffers 1776 bis 1786
Richtung
auf. Die
ein
liegendes
)
von
Daher ihre meist sehr anschauliche Art
zugewachsenen Teile
Tophane
Sahpazari
sehen Stadtkern und
bilden mit
Homann
aufgenommener
in
Nürnberg (etwa 1720,
Umgebung
einer
(Abb. 26)
Plan
weist bereits eine bedeutende
gekennzeichnet,
angedeutet
auch heute noch
wie es
verhältnismässig geschlossenen
krass
des Alten-Serail und die
kapu-Serail,
Konstantinopel
Nach E. Oberhummer,
als vollkommen locker verbaut erscheinen. Nur
ist zu
die spa¬
Istanbuls Plänen bilden. Bei diesen Planen wurde
Kauffers Karte stellt die Kerne der drei Stadtteile Istanbul, Galata und UskUdar mit
und
....
unter
.
Baumbild
während alle
"Stadt¬
sind nicht
und Ortschaften durch besondere Zeichen ersetzt.
Gestalt des Geländes wurde durch Schraffur
topographische
einheitliches
J.B.
stammt von
sie
geometrisch aufgenommenen Stadtplane,
ersten
zusammenhangende Gruppe
Geländebewegungen
Sultan Suleiman dem Grossen, S. 24
durch
vogelperspektivisch dar.
wir, wie oben erwähnt, auf die
stossen
besprochenen Zeichnungen eigen;
hervorgehoben.
Gemüsegärten
leer
zum
einer
und
eine
Parkanlagen
Teil
gemacht
dieser
und Baumbestande
wird.
und der Stadtteil zwischen
Ausnahme. Dieser Gegensatz
In Istanbul selbst wurden wenigstens die
gelassen.
in
geschlossenen Bebauung dar,
Beyoglu
Bauweise
Entwicklung
Parkanlagen
des
zwi
Top-
In UskUdar aber sind die selbst heute noch vorhandenen
Grünflächen vollkommen übersehen.
Trotz dieser
zugte Lage
Stadt
Ungenauigkeit gibt
der nördlichen
eine
klare Uebersicht über Istanbuls
Entwicklung. Unzweideutig
tritt
die bevor¬
Hügelkette hervor, die auf ihren besonders hervorragenden Punkten die bedeutendsten Bauwerke der
trägt.
Wenn auch alle Strassen
gleichwertig gezeichnet sind,
Stadttore fortsetzen, deutlich
rend
aber der Plan
sie im
Süden die
Richtung
Galatas Stadtmauern sind
und der
Baustreifen,
verfolgen.
des
was
Tophane
lassen sich doch die
so
Strassenführung,
Bayrampascha
weggelassen,
der sich von
Die
deresi
die sich
im
Hauptlangsstrassen,
Norden den
wiederholt, lässt sich
von
Hängen
geben
die
die sich ausserhalb der
Hügelkette anpasst,
wah¬
dem Plan gut ablesen.
ihrem verfallenen Zustand entspricht. Die
nach Beschiktasch erstreckt,
der
aufgelockerte
Baumasse
Hauptentwicklungsrichtung
von
Beyoglu
dieses Stadt¬
teiles an.
Die
Bebauung
Abb.
27.
auf der asiatischen Seite
Plan
Istanbuls,
zeigt
Kauffers Karte noch als einzelne inselhafte
v.Moltke,
1845.
Eine gewisse Aehnlichkeit zwischen Kauffers Plan und dem
phische
der
stellung
44
von
Moltke ist nicht
G«stalt der Stadt durch Schraffur wieder. Doch bei Moltkes
Hügel angedeutet,
sondern die ganze
Ansiedlungen.
Geländebewegung wurde
zu
verkennen. Beide
sechzig Jahre späterem
durch
Abstufung
der Park- und Grünflächen ist Moltke einen weiteren Schritt entfernt
vom
geben
Plan sind nicht
der Schraffur
die topogra¬
nur
festgehalten.
Vogelschau-Plan.
die Umrisse
Bei der Dar¬
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Abb. 26
Plan Istanbuls.
Aufgenommen
von
F.
Kauffer und l.B.
Lechevaliei,
1776- 1786.
45
5
Abb
46
27
Plan
Istanbuls,
v
Moltke,
184S
*
»r
«
Die
der Stadt selbst steht in einem
Darstellung
merkwürdigen Gegensatz
der natürlichen Beschaffenheit des Bodens. Alles erscheint steif;
die in ihrer
doch sehr
Aufteilung
an
zu
der wirklich sehr anschaulichen
Wiedergabe
die Gebäude, die Stadtmauern und selbst die Strassen,
Kauffers Plan erinnern. Deutlich
spürt
man
das Bestreben, die
Darstellung
auf
mög¬
lichst einheitliche Zeichen zurückzuführen.
Die Baumasse
von
Istanbul selbst hört bei den Stadtmauern auf. Ausserhalb diesen Mauern sind
nur
noch vereinzelte Sied¬
lungsgruppen eingetragen.
Jenseits
des Goldenen Horns
gezeichnet wurden,
Baumassen
sene
hingegen
keine Grenze mehr.
gezeichnet,
kern und
Umgebung
Beyoglu
SteinbogenbrUcke gebaut
Entwicklung
von
man
ungeachtet
ihres sehr zerstörten Zustandes
sind wie Galata selbst als
geschlossene
vollständig
und
zugewach¬
Kauffers" unterscheidet. Wohl hat sich die Stadt in den verflos¬
muss man
zeigt Istanbul
die PfahlbrUcke bei
annehmen, dass Kauffer den Gegensatz zwischen Stadt¬
im
Jahre 1845. Neben
Ayvansaray,
den beiden 1837 und 1845 erbauten
die vermutlich
an
der Stelle der
justinianischen
und bis 1845 bestand.
war
2.
der
Kasimpascha
Doch immerhin
stark betonte. Moltkes Plan
zu
Brücken über dem Goldenen Hörn sieht
Darstellung
und
worin sich Moltkes Plan
sechzig Jahren weiterentwickelt.
senen
bilden die Stadtmauern, die
Auswertung
des Studiums
Istanbuls in 5 Plänen.
Erklärungen:
a.
den
zu
Abkürzungen
in den Plänen:
C.
=
Cami
=
Moschee
Ca.
=
Carsi
=
Basar
Ces.
=
H.
(vor
H.
(nach
Ce§me
dem
Namen, wie H. Sophia)
dem
Namen, wie Beyazit H. )
Ha.
=
Han
Kl.
=
Kloster
KU.
=
KUtüphane
M.
=
Mescit
Medrese
=
Hamam
=
=
Bad
Med.
Pan.
=
T.
=
TUrbe
Zis.
=
Zisterne
Bibliothek
Kleines Gebetshaus
=
=
=
Hohe Lehranstalt
Panagia
türkischen Namen
zu
Hagia, Hagios, Hagioi
=
Geschäftshaus
=
In den Plänen II bis V
b.
Brunnen
=
der türkischen
Grabkapelle
=
sind die vortürkischen Bauten, die nach 1453 türkische Namen bekommen
haben,
mit ihren
aufgeführt.
Aussprache folgender Buchstaben:
dj
c
=
9
=
tsch
g
=
weiches
gh
l
=
dumpfes
i
seh
?
=
V
=
w
y
=
j
47
Plan I
KONSTANTINOPEL VOR U53
P ROPONTI S
CMDENu)'
(»OUT»
»UM»
BAUTEN
K0N5TANTIN0PE.US
Plan II
ISTANBUL, U53-1481
MARMA
800
RA-MEE5
BESTEHENDE BAUTEN
NEUE BAUTEN
49
Plan III
ISTANBUL/ 1481 -1559
N
»|»| M.
OKUI
ATIK M01TAFA PASA C
I
»»
^
KDEMtTItlOS KANANU
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YATASAN M
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PAPYIOS
8ANAUPSIS
X. NIKOLAI»
H KONSTAMT1NOS
BIMMHORHYAi
BEYC
MARMARA-Mttß
.800
BESTEHENDE BAUTEN
50
NEUE BAUTEN
Plan IV
ISTANBUL/ 1559 -1680
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EVI» C
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1*1. MAUMUT
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BESTEHENDE
NEUE
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i
800
BAUTEN
BAUTEN
51
Plan V
ISTANBUL, 1680-1780
MARMARA-MEER
BESTEHENDE BAUTEN
52
NEUE BAUTEN
Teil
IV.
EINFLUSS VON LANDSCHAFT UND STANDORT AUF DIE GESTALT
KONSTANTINOPELS
VOR 1453
Stadtbeschreibung
1.
Die
wenigen bildlichen Darstellungen
nur
eine
(Abb. 5)
oder
von
Kaiser
Mittelpunkt
Kaiserpalast
Septimius
bevorzugte
ahnen,
wenn
erstreckte sich
der
Aja
XI.
vom
Jahrhundert
Jahren
Forum
hallen
Augusteon
umgeben
Das ganze Palast-Gebiet
verliess
man
ihn
vom
VII.
von
grenzte
die
Aja Sofia.
die
an
Justinians
Meilenzählung
seine
Anlage
Agora
neue
Fortsetzung
Übrigen
war
vom
Konstantins-Forum. Dieser Platz,
Porphyrsäule,
aufstellen liess, bestand
die Verbrannte Säule
elliptisch
Sie
.
war
in der Form,
acht Trommeln. Ein
aus
genannt,
beidseitig
mit
war
frühen Palast
bei,
von
gehörte
Valens-Aquädukt
Richtung
des 7.
Oestlich
Hügels
Ausgangspunkt
des alten
vom
Strasse
war
war
ausgegraben
eines
Vor eini¬
worden. Das
Es war mit Säulen¬
In der Mitte befand sich
Hauptstrassenzuges,
der
Roms, der Ausgangspunkt für die
zugleich
mit Säulenhallen
ein Tor bezw. ein
eingefasst
"
repariert und später
Tschemberli tasch
"
(Säule
auch
sie im XII.
von
mit Reifen
Nympheum
)
zog die Via
triumphalis
vom
Forum Tauri
Er
einer der
war
dreissig
zum
von
der Via
nun
wer¬
Capitol.
Eine grosse
bis
zum
Halle, die
spiralförmigem
.
Philadelphion.
Weiter führte sie in
und dann durch das Forum des Arcadius
an
der
Eine ReliefSäule schmückte die Mitte des Arcadius-Forums.
triumphalis ab.
Sie führte
an
der
Apostelkirche
auf dem 4.
Hügel
vor¬
Adrianopler Tor.
eingefasst
wichtigsten
sehr, dass sie,
so
stammt daher.
Maximum und das
aus
heutigen Gegend Aksaray
Goldenen Tor, der Porta Aurea.
eine Strasse
Jahrhundert
Forum Tauri. Die Mitte des Forums schmückte eine Säule mit
zum
(Der lange Markt)
mit Arkaden
Augusteon
Sultan Mustafa II. mit Reifen versehen
Forum Tauri kreuzte eine Strasse in fast rechtem Winkel die Mese und führte
eine der
Schwibbogen,
und führte durch das
betreten. Die Mitte schmückte eine über
Blitzschlag beschädigte
Kaiser Komnenos
Forum Bovis in der
zum
Höhenzug folgend,
hiess Makron Envolon
Sie
zum
Philadelphion zweigte
dem
klargeworden.
Kaiserpalastes.
Reliefband. Sie trug eine silberne Theodosius-Statue. Die Säule stand bis nach 1500
Beim
nicht
zweistöckigen Säulenhallen umgeben.
Triumphbögen
Im Norden des Forum Tauri befanden sich die grosse Zisterne
Basilica Theodosiana,
Ostspitze
man
die auf einem sechs Meter hohen Postament stand. Die Säule, die Konstantin auf seinem Forum
den musste. Der türkische Name
zum
Stadt getrennt. Dieser weitläu¬
einer uralten Landstrasse war, die ins Innere des Landes führ¬
goldenen Meilenzeiger
öffentlichen Plätze und wurde durch zwei
südwestlicher
der
lässt die
einer Reihe im Grün
aus
vertraten, oder auch ein öffentlicher Platz benannt. Zwischen dem Forum Tauri und dem
trug die Hauptstrasse den Namen Mese (Strasse)
Parallel
war
unverständlich sind. Der
Sjnatsgebäude Magnaura.
der
Hippo¬
Gebäude über seinen Ruinen errichtet und
der Vorhof des
An der Ostseite stand das
Reiterstatue trug. Dieses Forum
fertiggestellt,
Eroberung (Abb. 11)
Spina
und Einzelheiten ist
war
befand sich hier. Das
und Bacchus. Er bestand
auf den kaiserlichen Heerstrassen. Mit diesem Namen wurde aber
Meilenzeiger
Meter hohe
der türkischen
Sergius
Jahrhundert
gann bei dem Milion. Das Milion war, ähnlich dem
wichtigsten
Aja Sofia,
die
durch eine Mauer von der
wurden
Ereignisses
Geschichtsschreibern dieser Zeit.
Kirche H.
auf dem Platze der früheren hellenischen
und
von
der Denkmäler auf der
an
eines bestimmten
Konstantin dem Grossen
vor
geben
stammen,
Trotzdem wissen wir ziemlich genau wie
Anordnung
war
Eroberung
Strasse, der Via triumphalis, wie sie genannt wurde, bewegten sich die Triumphzüge der Kaiser. Sie be¬
te. Auf dieser
die den
und
Hippodroms
des
völlig. Ueber
Goldenen Tor in Yedikule führte und die
zum
zur
Wiedergabe
Ueberlieferungen
sind ausserordentlich grosse und bewundernswerte Mosaikreste
Porphyrsäule,
eine
an
Darstellung
Sofia bis
zur
wichtigste Kirche,
Hügel angelegt
auch manche Willkür der
der türkischen
vor
(Abb. 7) gezeichnet.
bestehen zahlrieche
es
der Zeit
aus
Sie wurden meistens
der Stadt
Severus auf dem 1.
von
die
Kulturzentrum. Die
Palast verfiel aber sehr bald. Schon
fige
bis
das
Holzpavillons.
verstreuter
gen
war
denn
,
des öffentlichen Lebens. Eine
Pracht
einstige
(Abb. 32)
aussah
AkropolishUgel
drom,
Vorstellung.
symbolischen Darstellung
zur
Konstantinopel
Der
und ungenaue
unvollständige
Konstantinopel,
von
und befand sich in der
Gegend
des
heutigen
Querstrasse
Goldenen Hom hinab. Sie
Gedeckten Basares. Auch diese
und hinter diesen sollen sogar Gewölbe bestanden haben
Geschäftsstrassen. Eine andere grosse
zum
(Unger, Quellen,
verlief weiter westlich
S*
127)
.
ungefähr parallel
53
iL^Zj^Ssir-
TGPOöRflPHISCH-flRa^AOLOQI^CHER
^liy ^ \
£TAND
PLflN
^
fORSCHUNQ
DER
KRENIDE5
PEBA
yjLrirmrit
NEORION
KONDSka loN
WEN
d
i
JULIAN
u
»UKÖTtON
HAfEN
SOPHIA
PROPONTI!
ERKLÄRUNG DER ZQCWEN
ffl KKLfle PflNfiO
©AGIASMft
A
-
KIRCHE KLOSTER flülGS PflNAGIA
|
ZISTERNE
~?TBESTMTTUMfiOJ
aCöEBAUDERESTE
Abb
54
32
Plan
Konstantinopels.
•
FUNDSTELLEN
A/W
orri
VERÖFFENTLICHTE
C~Ci
TKTEKKESI ,T1>
TÖRBESi
ZJST.
konstantinischen Mauer und verband den Eleutherius-Hafen
zur
Marmara-Meer mit der Porta Platea
am
am
Goldenen
Hom.
Ausser den beiden ältesten Häfen
Meeres an, die aber wegen ihrer
auch nach der türkischen
Byzantiner legten auf
Die
auf dem 1.
der
aus
HUgel,
HUgel
Zisterne des
Das Biblion
im
heiligen
und
Goldenen
Foren
-
(Yere batan sarayi)
heutigen Saratschhane-Viertel,
Selimiye-Moschee,
Mokios auf dem 7.
in Gebrauch blieben. Nur der Hafen des
lange
Die
an.
wichtigsten
abspielte.
wo
Eine andere
war
sehr
eine der
wichtige
Julian
wurde
die beiden überwölbten Zisternen
(Blnbir direk)
beide
,
byzantinischen
Altimermer-HUgels
waren
Es war, nach diesen,
.
auf dem
aufgelockerte Bebauung
hauptsächlich
hatten. Aus
angesammelt
wichtigsten
Osthang
Byzantiner
war
Bergvorsprung
des 6.
des 5.
Hügels
Hügels
und die grosse
Kirchen
geben
auf dem 7.
die damals
uns
Gegenden gebaut
aus
wurden
(Abb.
),zeigt
Gegensatz
zu
491)
und
Justinian
am
der
I)
aus
-
den V.
gestanden haben,
Jahre
557 lesen wir, dass in
worden seien
"
Konstantinopel
In der
und VI.
565) gezwungen
nehmenden Bau- und Bodenwucher einzuschreiten.
Höhe
dem
aus
"
gedrängten
S.
9)
Bauweise
und
aufgeschla¬
.
vor
Hügelkette
und der
zu erwar¬
SUdhang
HUgel
der
Die durch Bäume
der türkischen
frei. Das obere
Am dichtesten bebaut
waren
die
der antiken
Lykos-Tal
Mayer
zu
Gegenden
polizeiliche Vorschriften gegen
Bauten. In den Nachrichten
Grosstädte, S. 101)
Einflüsse
dar¬
diesem
um
die
Blütezeit müssen hier sehr hohe Gebäude ge¬
von
von
von
-
474)
Zeno
den überhand¬
hundert Fuss
Agathias
zu
,
aus
(33m)
dem
einer Seltenheit ge¬
.
Regionen eingeteilt (Abb.
gegenseitigen
zu ver¬
Eroberung
nach Bauschutt kommt auch R.
4
)
geschriebenen Beschreibung (Unger, Quellen,
Untersuchung
ist nicht
es
Goldenen Hörn ist nicht
am
Konstantinopel
byzantinischen
zehnstöckige
ähnlich wie das alte Rom, in vierzehn
Uebervölkerung
einer lateinisch
Nordhänge
denn
an,
der
ein freier Platz und ein Blick auf den freien Himmel
war
2.
Hauptstrassen
ihre Stände
Jahre 1420 (Abb. 8) erkennen.
gewesen seien, durch
(R.
von
Juweliere
Nach diesen Nachrichten sollen damals Häuser
Pöhlmann, Die
erfahren wir
der
Jahrhunderten berichten, dass die Kaiser Leo I. (457
also wahrscheinlich sechs- bis
Konstantinopel
Die
.
Forschungen
Konstantinupolis, Istanbul,
(527
I.
Arkadengängen
Goldenen Hörn und lässt den 7.
sein. Auf Grund seiner
Augusteon bezeichnete.
standen haben. Alte Nachrichten
Hafen
zum
bebaut, während auf dem 7. HUgel selbst eine lockere Bebauung bestand.
im
Bebauung
zu
Ergebnis (R. Mayer, Byzantion,
Stadtmitte, die das Forum
der Mese bis
geschichtlichen Quellen (Unger, Quellen,
in den
bevorzugten Wohngebiete
(Plan
dem Plan des Buondelmonti
HUgel
eine dichte
scheint nicht besiedelt gewesen
von
der Makron Envolon. Am Strande des Goldenen Horns sollen
kennen. Auch der Holzschnitt in Hartmann Schedels Weltchronik, der
12
das Gebiet
Geschäftsstrassen. Hier sollen die
Geschäftsstrasse
demnach dicht
Diese Tatsache lässt sich auch
Regionen
(?)
auf einem
haben.
eingekauft
ten, dass Kirchen in unbewohnten
(474
Aspar (?)
die Zisterne des
die Zisterne des Aetius
sich Handel und Gewerbe
Die Mese
Die Standorte der
-
waren
und die Zisterne in der Basilika des Illus
wissen wir, dass sich das Geschäftsleben der
die Fischer ihre Waren
stellt
Ufer des Marmara-
am
HUgel.
byzantinische Zünfte)
Hom,
130)
gen haben.
des
vier weitere Häfen
Eparchikon enthält über die Lage der Geschäftsviertel in Konstantinopel lehneiche Nachrichten (A. Stöckle,
Spätrömische
127
Byzantiner
die
nachdem Sultan Mehmet Fatih ihn wiederherstellen Hess.
zahlreiche Zisternen
Cisterna Basilica
südwestlich der späteren
S.
Hügeln
nicht sehr
benutzt,
noch
legten
justinianischen Zeit, ferner die Zisterne Nympheum Maximum auf dem 3. HUgel, die Zisterne des Modestus
auf dem 4.
am
geringen Tiefe
Eroberung
den
Goldenen Hom
am
.
Die
Lagen
101
S.
-
und Grenzen dieser
109
)
.
Natur und Mensch
Wohngebiete.
Auf Grund verschiedener
Quellen
Zügen beschrieben. Welche
Einflüsse führten
Dem vortrefflichen Hafenraum
bis
zur
Mese und sein Kern
wurde die standortliche
am
war
zu
diesem
auch die
Lage
nicht die
Ergebnis
von
Konstantinopels Wohngebieten
Augusteon.
geometrische
Die
Agora
entsprach
Mitte bezeichnete.
bereits in grossen
?
Goldenen Hörn schloss sich im Landinnern ein Marktraum
das Forum
Das Gebiet zwischen dem Goldenen Hörn und der Mese
wenn
Verteilung
der Hellenen hatte schon
also der
City
Der Bodenwert
der
heutigen
steigt
an.
an
Dieser erstreckte sich
demselben Platz bestanden.
Städte. Hier
war
gegen die Stadtmitte.
die
Stadtmitte,
Aus diesem
55
Grunde entstand in dieser
Gegend
Handel und Schiffahrt
Goldenen Hom,
bindungsmöglichkeit
der
Höhenzug
nung
Hügel
zur
wie die
gestalteten
Hängen abfällt
und
mit seinen sanften
war
Stadtmitte und das
die nördlichen
Hänge
Byzantiner
waren
Akropolis-Hügel
Marmara-Meer
am
ein
Anfang
von
an
anlegten,
von
der
Es heisst in dieser Vorschrift:
hinauszubiegen
Die
Verteilung
von
und sich Gewalt anzutun,
Konstantinopels Wohngebieten
um
das Meer
sehen.
zu
lässt sich also mit der
"
So
Der
Häfen, die
Auch das mag ein Grund der Zunahme
an.
seines Hauses entzQgen werden, welche der Nachbar stehend oder sitzend in seinen Räumen
und seitwärts
Bebauung.
Bevölkerung bevorzugt.
"
72
S.
)
Naturgegebenheiten
der
Eigenart
irgendeiner
hat, ohne sich
(Unger, Quellen,
es vor
Auf keine Weise
dem Nachbar die freie und ungezwungene Aussicht auf das Meer auf
Ausdehnung
stufen¬
Entfer¬
des Kaisers Zeno lässt keinen Zweifel, dass
Bauordnung
Da
überzogen.
die vornehmen Leute in seine Nähe. Die vier
allem der Anblick des Wassers war, der die Menschen hierher zog.
darf aber durch solche
Hänge
Hänge
verhältnismässig grosse
Doch die
regten Marktbetrieb im Hinterland
der Dichte gewesen sein. Doch eine Vorschrift in der
wurden die
Ubriglässt,
einer ländlichen und lockeren
zu
auch hier im Süden die meeresnahen
zog
und die gute Ver¬
bevorzugten Wohngebieten.
Strassennetz
regelmässigen
führten hier
zu
berichten.
Ueberlieferungen
entlang wuchs,
Höhenzuges
günstiges Baugelände.
dazwischenliegende Lykos-Tal
Goldenen Hörn,
am
Markt weiter
des
Lagen
über die alte
eine schmale flache Uferterasse
nur
Böschungen
Bebauung,
hohe
verkehrsgebundene
dem der
an
und der flache Landstreifen mit einem engen und
Sitz der Kaiser auf dem
die
Stadtmitte
in schmalen
artig überbaut
Der 7.
am
zur
ungewöhnlich
eine dichte und
Seite
drehen
zu
.
der Stadt
durchaus erklären.
es
nicht. Häuser typen
ren
1537/38
Wohnviertel und Wohnhäuser
byzantinischen
Wie sahen die
kann
denen wir etwas über die
vorgeschrieben
man
überhaupt
(Abb. 15)
unterscheiden
.
byzantinische
wie sie Kaiser Zenos
zum
aus
?
Zeichnungen,
lediglich Ueberlieferungen
für
die Höhe der Häuser nicht beschränkt. Dieselbe
Aussicht auf das Meer auf keine Weise
beliebig
hoch
bauen
zu
:
"...
und
zu
dies im
wer
Häusern) dem soll gestattet sein, das Haus
Feuersbrünste waren, den
viele Holzbauten
sei die
Umgebung
bäude verzehrte.
Robert
gegeben
Mayer
"
hoch hinaufzuführen als
Ueberlieferungen nach,
haben
Konstantinopel
Eine Nachricht des
muss.
rasch zerstört,
in
indem das Feuer nicht
(Unger, Quellen,
S.
77)
nur
Stockwerke. Das
Erdgeschoss,
sehr
den Abstand
"
will
häufig.
von
aus
.
wer
Dagegen
4, 00 m)
-
zwölf Fuss zwischen zwei
man
S.
72).
schliessen,
bestätigt
dies :
dass
es
"Von da
aus
die leicht entzündlichen, sondern auch die steinernen Ge¬
byzantinischen Bürgers
in grossen
Zügen
(R. Mayer, Byzantion, Konstantinupolis, Istanbul, S. 108).
meist
(3,66
( Unger, Quellen,
Daraus kann
dass
dem Nachbarn die freie
zwölf Fuss
Über eine Feuersbrunst
von
.
vermutet, dass das Wohnhaus des einfachen
terranen Haus ähnlich gewesen sei
Evagrius
er
von
Jah¬
Zeit,
Verordnung sagt,
Bedingung,
bei einer Strassenbreite
übrigen beobachtet, (nämlich
so
der
gibt
byzantinischen Wohngebiete
aber meine
..." (Unger, Quellen, S. 72)
Bauordnung gestattet (unter
,
für die
war
Konstantinopel befiehlt: "Da
beeinträchtigen)
den
aus
der Geschichtsschreiber dieser
Wohnart erfahren können. Offene Bauweise
Bauordnung
hierüber belehren könnten,
uns
erstenmal in dem Plan des Nasuh-es-Silahi- el-Matraki
Es sind also
bauen will, zwölf Fuss zwischen seinem und des Nachbarn Hause lassen soll,
war
die
Stein
gebaut,
soll den
Byzantinern
dem
griechisch-medi¬
Dieses besitzt zwei
als Geschäfts- und Vorratsraum
gedient
haben, während im oberen Geschoss sich Wohnräume befanden. Eine Holztreppe soll auf eine Galerie, die das Haus
drei Seiten
umgab, geführt
lich in den ländlichen
Zeichnung
des
Nur ist diese
haben.
Das Haus sei mit einem Giebeldach
Randgegenden Konstantinopels gestanden
Hippodroms
Darstellung
und seiner
nicht
Umgebung
aus
unbedingt zuverlässig,
der Zeit
wie
es
abgedeckt
gewesen.
haben. Ueber die Häuser in der Stadtmitte
vor
die
der türkischen
Eroberung
merkwürdige Anordnung
an
Diese Häuser werden sicher¬
eine
gibt
uns
die
Vorstellung (Abb. 11)
der Denkmäler auf der
Spina
zeigt.
Geschäftsviertel.
Konstantinopels Haupt- Handelsbis
Der
zur
vom
Neorion
-
dem Hafen
am
Goldenen Hörn
-
Mese. Dieser Standort des Marktraumes ist durchaus verständlich.
vorzügliche
Lebensquell
natürliche Hafen
am
Goldenen Hom
dieser Welthandelsstadt. Ganz
Handels- und Gewerbeviertel,
war
folgerichtig
Konstantinopels
Urkeim und blieb
entlang.
von
Anfang
entstanden aber hinter diesem Hafen die
ohne die ein Hafen nicht leben könnte. Mit den
Marktviertel dem Goldenen Hom
56
und Geschäftsviertel erstreckte sich
Hafenanlagen
an
immer der
notwendigen Markt-,
zusammen
wuchs auch das
.
Am Marmara-Meer befanden sich vier weitere
die seltenen, aber umso
der Schiffe. Der Eleutherius-Hafen wurde zudem
Tiefgang
Hafen lebten
julianische
der
heftigeren
Marmara- Küste bot also keine
übrigen Teilen
Anordnung
der Stadt auf den Stellen zwischen den Säulen
so zu
Gleichmässigkeit
(Kaiser
Zenos
bauen, wie
zu
beobachten ist, damit nicht,
Richtungen:
zogen Konstantinopel in allen
Tempel
der
Byzanz'
Kulturzentrum
zum
erachten wird,
des
und Gewerbe in ihre
Solche
.
von
dass
so
übrigens
für alle die
eingefasste
Arkaden
Strassen durch¬
Chrysoloras, Unger, Quellen, S. 128)
und Wohnhäuser
Wohngebiete
"
anderen untersagt werde.
die
jedermann zugänglichen Galerien,
und
gedeckten
aber die
übergehe
Beschreibung
Als die Hellenen
Stadtberg.
an
der
Daraus
.
er¬
hatten.
einbezogen
Landspitze
auf den
Heiligtümer
sie dieser Gewohnheit und setzten ihre
byzantinischen
Kaiser für ihren Sitz den
byzantinischen
Die lateinische
73)
S.
in den
aber, die
sind, befehlen wir hinsichtlich des Masses und
Goldenen
am
Akropolis-HUgel,
wurde.
So wie bei den Hellenen blieb auch in der
Warum die
Ich
auf den höchsten
Siedlung gründeten, folgten
neue
wichtiger Handelsplatz.
Denkmalsbauten.
Die alten Griechen bauten ihre
Hörn eine
"
Byzantiner Kleinhandel
und
Kulturzentren
versorgt wurden. Die
wohnten und durch diese
einigen Nachbarn zugelassen ist,
aufgewiesen werden,..." (Nachricht
fast durch die ganze Stadt
kennen wir, dass die
was
gegen
Der Hafen Bukoleon und
zugeschüttet.
entstand hier auch kein
zuträglich
Konstantinopel, Unger, Quellen,
für
Bauordnung
genügte
angelegt
Deine Hoheit für die Stadt
es
waren
bald nicht mehr dem rasch wachsenden
sich unter den Arkaden und Kolionaden ab: "Die Werkstätten
byzantinische Geschäftsleben spielte
Das
der
gunstige Hafenmöglichkeit. Deshalb
Häfen stellt. Sie
man an
fortwährend
Lykos
vom
Akropolis-Hügel
die Kaiser auf dem
solange
Tiefe
geringe
Südwinde offen. Ihre
die
Anforderungen,
erfüllten nicht die
Eigenschaften
Ihre natürlichen
tiger Markt?
Häfen. Warum entstand hinter diesen nicht auch ein wich¬
byzantinische
Konstantinopels
von
Zeit der
Akropolis-HUgel
Akropolis-HUgel wählten,
Mittelpunkt
der
wird im
folgenden
Regionen ( Unger, Quellen,
vierzehn
S.
101
des
Kulturgebietes.
Abschnitt untersucht.
-
110) zeigt unverkenn¬
bar, dass die grössten und schönsten öffentlichen Kulturbauten sich auf dem 1. Hügel in der Nähe des Kaiserpalastes
befanden.
Bedeutung. Sie
Oeffentliche Bäder und Thermen hatten im Leben der Römer eine grosse
sondern
waren
schreibung
palastes
zugleich
die
der vierzehn
Mittelpunkte
Regionen
wohnten. Daher ist
neben dem
Hippodrom
es
des
dienten nicht
nur
der
Körperpflege,
geselligen Lebens, besonders für die Reichen und Vornehmen. Aus der Be¬
wissen wir, dass die Vornehmen und
prächtigste Bad,
nicht verwunderlich, dass das
befand. Auch die arcadianischen Thermen, die in der 1.
Region unterhalb des Kai sei
in der 1.
Adeligen
das
Zeuxippos, sich
Region
in der 2.
-
Region
Akropolis lagen,
südlich der
müssen, den Beschreibungen nach, Prachtbauten gewesen sein.
Wie die römischen Kaiser, machten
es
da sie die
politische Bedeutung,
melt
war.
lichen
die
geht
des
Hippodroms
hinauf über die
bereitet ist
...
".
einzige Gelegenheit darboten,
auf dem 1.
den
Hügel
wo
das Volk öffentlich in
geheime Wendeltreppe
In der 2.
Region
ab. Diese
Verbindung
Augustios durchschreitend, geht
Schauspielen
Hippodrom
Gegenwart
er
mit dem
(der Kaiser)
Voraussetzungen
Kaiserpalast,
in den
zu
eine besondere
des Kaisers versam¬
S.
296)
am
.
Nordende des
Auch andere
werden ein Theater und ein
Hippodroms
von
nun
eindeutig
wie Constantinus
dort
und
Porphy-
von
dort
hinab, bis alles
vor¬
enthielt neben anderen Räumlich¬
Schauspielanstalten
Amphitheater
erklären
heiligen Stephanus
in das Schlafzimmer des Kathisma und sieht
Loge (Unger, Quellen,
Akropolis-HUgel.
Hippodrom
in unmittelbarer
Der sogenannte Palast des Kathisma
keiten die kaiserliche
dem
Kaiser zur Pflicht, das Volk mit
hatten die feierlichen Wettrennen im
und andere Hof- und Staatsanlässe im
rogenitus berichtet: "....
er
byzantinischen
Triumphe wurden hier gefeiert, grausame Bestrafungen hier vorgenommen, kurz, der Kaiser hielt seine öffent¬
Kundgebungen
Lage
sich auch die
Volksbelustigungen
unterhalten. Von den verschiedenen
befanden sich
und in der 1.
Region
grösstenteils
ein
auf
grösseres
Theater erwähnt.
Nicht genug kann die
schen Stadt
tet
hervorgehoben
wurde. An einer
tinischen
der
von
werden. Sie
Triumphstrasse,
Hauptstadt.
bildete den
Bedeutung
Sie
gemeinsamen
fing
beim
Arkaden
gehörten
eingefassten
zu
den
die mit solchen Bauwerken ausgestattet war, fehlte
Augusteon
an,
denn das
Kaiserpalast begannen.
Augusteon
Aja
war
Triumphtore
in der römi¬
mit denen das Stadt- und Strassenbild
wichtigsten Mitteln,
Vorhof für den Kaiserpalast, die
für grosse Prozessionen, die beim
Strassen und Foras, Säulen und
das
Sofia und das
es
wichtigste
natürlich nicht in der
Forum
Senatsgebäude
Zunächst wurde diese
Konstantinopels.
und war der
Hauptstrasse,
gestal¬
byzan¬
Es
Ausgangspunkt
die mit den
grössten
und
57
schönsten Foras
Es
Hügelkette geführt.
zügen
und anderen Bildwerken bereicnert wurde, über den First der
Konstantinopels, Triumphtoren, Säulen
aber Brauch, dass die Kaiser bei ihren feierlichen
war
die Stadt durch das Goldene Tor betraten. So wurde die grosse
queren sollte,
Goldenen Tor
Ungeachtet
dem entschieden ausdrucksvolleren
von
Triumphstrasse,
zur
Krönung
oder bei
und durch die südlichen
Hügelrücken abgelenkt
Triumph-
Konstantinopel
die ganz
durch¬
Gegenden
zum
geführt.
dessen
aber, dass durch die Via triumphalis der städtebauliche Schwerpunkt in den Süden verlegt worden
war, Hess
Justinian
berühmten
Apostelkirche
die schöne
Einzügen
Lage
die konstantinische Basilika auf dem 4.
Was hatte ihn dazu
erneuem.
Eher möchte
Hügel?
auf dem
man
Hügel
bewogen,
zu
zweitgrössten Kirche Konstantinopels,
der
dieser Kirche einen solchen
annehmen, dass
er
Vorzug
zu
geben?
der
War
es
dieser Kirche besondere Aufmerksamkeit
zollte, weil sie die Grabstätte der Kaiser enthielt.
bedeutendstes Bauwerk
Konstantinopels
verbunden mit ihrer vortrefflichen
umsonst tritt sie in den meisten
Aja Sofia grenzte
Die
kommt in ihrer
Beziehung
des
Achsenrichtung
Es
zeigt sich,
bunden
Zeichnungen
zum
und des
Konstantinopels
Aja Sofia. Durch
Akropolis-Hügel,
von
Augusteon
Orientierung
Kaiserpalastes
dass
zweifellos die
auf dem
Lage
das Forum
an
war
sie
war
ihre Grösse und ihren
Konstantinopel Ubergross
in
Beziehung
und stand in enger
Baudenkmal
das
Baudenkmäler
Konstantinopels.
Erscheinung (Abb. 8,
zu
den kaiserlichen
Ausdruck. Sie ist nicht ganz nach Osten
Hippodroms
prächtigen Innenraum,
12)
Nicht
.
Palastanlagen.
Diese
sondern passt sich der
gerichtet,
an.
durch die kaiserliche Macht bestimmt und mit ihr
weitgehend
waren. Diese Verbundenheit beobachten wir selbst bei der
deren Gestalt und Standortswahl
Aja Sofia,
ver¬
hohen
vom
künstlerischen Können ihrer Baumeister zeugt.
Indes,
Römer und
die Macht des Kaisers oder das
es
war
Byzantiner
stantinopels Baudenkmäler
waren nicht mit der
grosse Baudenkmäler wie die
mussten
Anlage
die die Natur für die
Möglichkeiten,
die
Aja
Natur
einem
zu
Sofia oder die
geeigneter Künstler,
Fehlen
jeweilige
von
Stadtkronen bot, nicht erkannt haben. Kon¬
überzeugenden
Apostelkirche
scheint jedenfalls, dass die
es
Gesamtkunstwerk verbunden;
vereinzelt in ihrer
Umgebung
deshalb
stehen.
Verwaltungszentren.
Die
Byzanz
auf der
Quellen,
Später,
S.
als
Verwaltungszentrums
Akropolis
237
)
"
:
die Kaiserresidenz an, die
(Pläne
Man
muss
die
Tafeln V,
der Ostseite des
1. Hügel verbunden. Was
Bestimmung,
Aus
wuchs
könne.
Hauptstadt
XXI,
um
im Süden des
XXVIII,
von
diese
Th.
LIII,
Marktplatz.
an
Akropolis-Hügel
an
der Stelle
Das Geschick der Stadt wurde auf ihr be¬
Agora.
der
Der Platz der
Agora
bezeichnete also
Burg (Akropolis )
in der
Socrates
übertreffen wollte.
suchte
:
..
zu
in der
XCI)
.
von
Verwaltung
zu¬
war
"
von
(Unger,
Anfang
Der Götterbezirk
Heiligtümer (Plan I)
.
Es
war
.und
um
nennen,
Hesychius
:
er
..."
war.
Marmara-Meer
Sultan Ahmet-Moschee
heutigen
Konstantinopel
Byzanz lag
auf dem
selbstverständlich,
zu
liegen
Das
zwischen
Hügel
dass die
Hauptstadt
so
Senatsgebäude Magnaura
mit dem
der weitblickenden Land¬
Agora, entsprechend
gestalten wollte,
aber sozusagen
wo er
einen
gleichzustellen, befahl er, indem
Rom
Hippodrom
sich in der Kaiser¬
ihrer
kam.
(Konstantin)
(Unger, Quellen, S. 62/63 ).
zum
Regierung vereinigten
Stadt, die Rom das Gegengewicht hielte, und
sie der Kaiserstadt Rom
bis
Konstantinopels Verwaltungszentrum
von
Akropolis
könne. Zosimus berichtet: "Da
eine
der
von
Festungsmauem abgetrennt
an
Konstantin in dieser Stadt
Hippodrom
Gegend
und
legte
war,
vom
Wiegand, Kaiserpaläste
wissen wir, dass Konstantin seine neue
er
geworden
wurde und sich
Hippodroms,
der Stadt durch
So blieb also
der Grund dafür ?
war
messen
"
sie das zweite Rom
58
standen
zwischen die Wohnviertel, in die Nähe der
werden nicht ertrug,
"
nur
befand sich auf dem
des Römischen Reiches
Mamboury /
Augusteons.
geschichtlichen Quellen
der alten
nicht
Nachfolgern ausgebaut
seinen
von
residenz, die in sich geschlossen und
spitze. Die Stadt
war
Landzunge
in der Stadt. Nach einem Bericht des Codinus wohnte schon der Gründer
Hauptstadt
neue
der kaiserlichen Paläste in E.
an
Agora
der
wissen, dass der Palast des Byzas
Hauptpalast Daphne lag
und Marmara-Meer,
stand
Spitze
.
Konstantinopel
erstreckte. Der
der
Verwaltungsgebäude
und entschieden und die
den Platz des
gleich
an
Die hellenische
Augusteons.
des späteren
sprochen
Siedlung
der hellenischen
Agora
war
also
von
dass sie sich mit
allen
geschmäht
Kaiserpalast
er
sie
einrichten
Konstantinopel
Konstantinopels Vorbild,
"Als Konstantin die römische Herrschaft überkommen hatte, wurde
es
zu
das
(Byzanz)
nannte,
man
Konstantinopel genannt
des Kaisers, der
hinaus
es
und
bewundernswürdig
der
platze,
es
glänzender
für den Platz seiner
Lage
Trennung
Eigenart
und
Hügels.
Die
nach
(Abb. 3) ermöglichte
wird
der Kaiserresidenz
eigentümliche
Byzanz.
Da
Schönheit dieser
(Konstantin)
er
Der Anblick des weiten Meeres
Lage
aber die
Hügels
errichten:
zu
eigenen
mit bunten und
sonstigen
schönen
Xanthopulus, Unger, Quellen,
Später
zogen die Komnenen
alte Palast nicht mehr ihren
Aufständen
am
werden wohl auch bei der Standortswahl der
Das
zu
und
und
vergrössern
zu
baute
er
grössten
Mauern
prachtvoll gegen
einfasste,
nannte er
das Meer hin,
geziert
gelegenen Ländereien." (Bericht des Nicephorus Callisti
gebracht haben,
Stadtrand besser schützen
Byzantion, Konstantinupolis, Istanbul, S. 200)
Das
Königshaus
an
zu
derem besonderen Schutz die ganze Stadt stand
unter
"
S. 62).
mit den
den Stadtrand
Ansprüchen. Wahrscheinlich glaubten sie auch
geneigten Proletariern
Blachernen,
vorgeschobenen
.
dem Entschluss
zu
von
Goldenen Hom und
Blachernenviertel, das schon seit alters eine eigene Befestigung besass.
in das
Gründe werden die Komnenen
am
des ohnehin weit
bewunderte, beschloss er, diese
(die Stadt)
auf den gen Osten
Dingen,
66)
S.
(Unger,
abgetrennt;
Bodensenkung
durch eine
Hügel
abgesonderte Stellung
(Unger, Quellen,
und indem er selbst sie
....
"
durch seine natürliche Beschaffenheit die erwünschte räum¬
er
der Stadt
Namen Konstantins-Stadt, und ein
sie mit seinem
der Stadt
Konstantin nicht entgangen, wie Zosimus berichtet:
war
Lage
auf dem Markt¬
ist.
wahrscheinlich, der Konstantin bewog, seinen Palast auf der SUd-Ostseite des
war es
"
war von
der Stadt. Damals waren die Einschnitte der beiden Häfen
von
es
konnte Konstantins Vorstel¬
Konstantinopel
in
geeignet sein. Da der erste
einem angemessenen Wohnsitz des Kaisers einzurichten."
ersten
palatinischen Hügel. Sie
Akropolis-HUgels
des
Residenz nicht besser
neuen
Marmara-Meer noch grösser als heute und unterstrichen die
ging
den Troadensischen Arkaden
zu
Ehrenbezeugungen empfangen, eingegraben
Die Kaiserresidenz in Rom befand sich auf dem
.
übrigen Hügelkette getrennt
liche
Schönheit machte und femer die Mauern bis
an
die Feldherren der Stadt die
wo
eine kleine Stadt für sich. Die
am
wechseln, wegen der überschwenglichen Grossmut
zu
machte und ihm alle Rechte nach dem Vorbilde des alten Rom verlieh, wie
Strategium heisst,
Quellen, S. 64)
der
seinen Namen
vorschob, während sie früher nicht jenseits des nach dem Kaiser benannten Forums lagen, durch Bäder und heilige
Gebäude aber
lungen
darauf ein,
ging willig
und die schöne
neuen
Kaiserresidenz
ziehen. Vielleicht
entsprach
in diesen Zeiten der Gefahr sich
können. Die
Legenden
(Papadopoulos,
Lage
zu
um
die
Viele
vor
Muttergottes
Palais des Blachemes, R.
der
den
zu
in den
Mayer,
mit dem Blick auf die Stadt und das Goldene Hom
mitgewirkt haben.
Verkehrssystem.
Lykos-Tal,
arten
das die Halbinsel
durchquert, unterteilt
dieser beiden Geländeteile kamen in
Die nördliche
brechen,
Hauptlängsstrasse folgte
Konstantinopels StrassenfUhrung
in grossen
wurden mit zwei nord-südlichen
diese in zwei Gebiete. Die unterschiedlichen natürlichen
Zügen
den
Biegungen
am
Ausdruck.
des Rückens. Die beiden Sattel, die diesen unter¬
Querverbindungen überschritten.
hier die Strassen gegen Norden. Auf der flachen Uferterrasse
zum
Eigen¬
Dem steilen
Goldenen Hom
war
Nordhang
sich
der Grundriss
anpassend, bogen
engmaschig
und
regel¬
mässig.
In dem
die
südlichen, sanft gewellten Teil der Stadt konnte
Zweigstrassen ungefähr parallel
Mauern aber
aus
der
byzantinischen
annehmen. Im übrigen
war
die
Lykos-Tal
zum
Konstantinopels Hauptlängsstrassen verzweigten
Beyazit-Moschee
Auffassung,
und beim untersten
bei der
do und Decumanus
StrassenfUhrung
untergeordnet
gerade
von
sich
waren. Wohl waren es
hügeligen
eigenartigen Geländes
waren
StrassenfUhrung
als die der
Byzantiner
Hügel weitmaschig.
bei zwei
Knotenpunkten.
Hauptstrassenkreuz
Diese
lagen
der sich
bei der
heutigen
nicht der römischen
rechtwinkelig
schneidenden Car-
Griechen, die das alte Byzantion gegründet hatten. Doch ihre
war
Konstantinopel,
Geschichtsschreibern wie Zosimus, Sacrates und
und
Heute verlaufen hier
strahlenförmige StrassenfUhrung entsprach
dem
Hügel. Konstantinopel
hier nicht ihren Grundsatz durch? Gerade in
heiten des
mit Sicherheit diese
strahlenförmig
Diese
Stadteinteilung
Stadt nahm nicht viel mehr ein als den 1.
man
auf dem südlichen
Lykos-Graben.
und
StrassenfUhrung anordnen.
und münden bei den Militärtoren der westlichen Mauern. Da die
Zeit stammen, kann
Strasseneinteilung
eine klare
man
also das Werk der Römer. Warum führten sie aber
das Rom
an
Schönheit übertreffen sollte, wie wir
Hesychius erfahren? (Unger, Quellen, S. 62
hier
zwingender
-
64).
Die
es
Gegeben¬
als ein Planschema.
59
Sahen
nun
aber
Konstantinopels
gängen eingefasst
Kollonaden
Strassen nicht römisch
durchzogen
durch die ganze Stadt
war, dafür
gibt
"
Ich
Marktstände
waren, reihten sich
an
Übergehe
so
dass
aber die
Konstantinopel
es
gedeckten
möglich
waren unter den
war,
Arkaden
und
waren
mit Säulenhallen und Arkaden¬
in allen
Chrysoloras
Richtungen
aus dem
von
Anfang
sie ganz ohne Kot und Sonnenbrand
aufgeschlagen.
libri IV.
"
Arkaden und
des XV.
jedermann zugänglichen Galerien,
den Strassen und oft schmückten Säulen ihre
Gyllius P., "De Constantinopoleos topographiae
breiteren Raum ein als heute.
60
Doch, gewiss. Sie
einen Beweis in der Nachricht des
es
aufgewiesen werden,
(Unger, Quellen, S. 128).
Säulenhallen in
?
und in ihnen herrschte römisches Leben. Dass
hunderts, wie bereits gesagt wurde:
umgeben
aus
zu
Jahr¬
die fast
durchwandern."
Axiale Plätze, die mit Säulenhallen
Mittelpunkte. Nach
nahmen die
einer
damaligen
Aufzählung
der
Strassen einen viel
Teil
V.
EINFLUSS VON LANDSCHAFT UND STANDORT AUF
ENTWICKLUNG NACH 1453
ISTANBULS
1.
Die
Stadtbeschreibung
Türken, die im Jahre 1453 Konstantinopel eroberten, fanden eine
begriffene
rend der
Stadt
Was die
vor.
Byzantiner
fünfzigtägigen Belagerung,
an
naturlichen Schönheiten reiche, doch im Verfall
an
Schätzen, Kunst und Wissenschaft noch
sodass die
Stadt, die sich ohnehin seit der Eroberung durch den lateinischen Kreuz¬
hatte, einen trostlosen und verwahrlosten Eindruck machte, wie
zug nicht mehr erholt
konnten, entführten sie wäh¬
retten
Mehmet II. mit Firdevsi's Vers
es
ausgedrückt hatte.
An die
Das
fünfzig
war von
Kirchen, verwahrloste öffentliche Gebäude, verödete Paläste und schlechte Strassen...
meist sehr verfallene
Konstantinopel übriggeblieben.
Am besten scheinen noch die Säulen erhalten
Mehmet II. beschloss mit dem Aufbau der Stadt, die
Als erstes setzte
einen Kadi
er
tungsangelegenheiten
In den
regeln.
zu
die
er
soll dieser Palast
einem mauerumfriedeten Garten
1454 ernannte
nach der
Notwendigkeit
fertiggestellt
er zur
Hauptstadt
er
Eroberung
Istanbul offiziell
in Istanbul
worden sein. Wie der Palast
gestanden haben,
wie ihn alle
Jahrhunderten
wurde das
Topkapu-Serail
Nachdem Mehmet II. in das
(Altes Serail)
ein,
Hauptstadt
zur
verbrachte,
lange
sein.
sofort
zu
Topkapu-Serails
beginnen.
die Rechts- und Verwal¬
des osmanischen Reiches.
ehe er nach Edirne
in diesem Palast.
durch An- und Neubauten erweitert
Topkapu-Serail
wollte,
um
(Adrianopel)
Ungefähr
auf dem 1.
Jedenfalls
fünfzehn
Hügel.
zurück¬
Innerhalb eines
Hügel.
wissen wir nicht genau.
aussah,
zu
muss er
zeitgenössischen Zeichnungen (Abb. 13,14,15 )
schon mit dem Bau der ersten Köschke des
er
für Istanbul
eines Palastbaues ftir sich und wählte für diesen den 3.
einstimmend darstellen. Sultan Mehmet Fatlh blieb aber nicht
Eroberung begann
seines Reiches machen
(Gouverneur)
und einen Subaschi
Jahre
Im
zwanzig Tagen,die MehmetII.
kehrte, erkannte
res
( Richter)
geblieben
Jahre
In den
Jah¬
in
über¬
nach der
folgenden
(Abb. 24).
gezogen war, diente der Palast auf dem 3.
Hügel,
der nunmehr Eski saray
genannt wurde, als Wohnort für die Familien der verstorbenen Sultane. Ein Brand unter Sultan
SUleyman
dem Grossen zerstörte diesen Palast.
Fatih brachte türkische Familien
Familien
gründeten
Heimatsorte
die ersten türkischen "Mahalle"s
haben
2., 3., 4.
gezeigt ( Ülgen,
und 5.
Hügeln
Goldenen Homs, in
Tophane
sich die Türken
Die
Goldenen Hörn
an.
waren
und
Fatlh devrinde
um
die
neue
Die westlichen
Istanbul,
neue
Hauptstadt
bevölkern. Diese
zu
denen sie die Namen ihrer
ursprünglichen
waren
die
Stadtgegenden
von
Der obere Teil des
Hauptstrassen
,
dass die Türken sich
niedergelassen haben.
herum
anfänglich hauptsächlich
Auch in
Kadlköy, Üsküdar
und
Kumkapu, Langa
Samatya,
Eyüp,
und
am
Nordufer des
Kuzguncuk
siedelten
ferner Fener und Balat
am
bevorzugt.
Gegenden
Ortschaft in Fatih
grösseren Anzahl
Istanbul, S. 18)
des Marmara-Meeres wie
um
dieselben Stadtteile, die auch während der
Die früheren
von
und Beschlktasch und auf der asiatischen Seite in
Ufergebiete
nicht
Am dichtesten bebaut
stand eine
(Quartlere)
die
um
gaben.
Untersuchungen
auf den
Anatolien und Rumeli nach Istanbul,
aus
um
des 7.
die
den Gedeckten
byzantinischen
Baugruppe
Hügels zeigten
Bäumen in diesem Teil seiner
Bayrampascha
byzantinischen
Basar,
Zeit
am
den
Divanyolu
und
um
die spätere Yeni cami, also
dichtesten bevölkert waren. Doch neben diesen ent¬
der Medreses der Fatih-Moschee.
eine lockere und ländliche
Bebauung,
die Nasuh-es-Süahi mit einer
Zeichnung deutlich hervorhebt.
deresi scheint nicht bebaut gewesen
Plätze wurden mit der Zeit
überbaut,
zu
sein
sodass diese
(Abb. 17).
Oeffnungen allmählich
aus
dem Stadtbild
verschwanden.
Die Mehrzahl der türkischen Wohnhäuser müssen
Silahis
dieser
Farbzeichnung
Zeichnung
zu
anfänglich
ein- bis
zweistöckig
gewesen sein,
wie
aus
Nasuh-es-
entnehmen ist. Die meisten, zwischen den Moschee- und Basarbauten zerstreuten Häuser in
weisen die
gleichen Eigenschaften auf:
ein
hohes,
oft fensterloses
Untergeschoss,
zum
Teil als
61
Abb. 33
Die ersten drei
Hügel
Istanbuls.
Plan des Architekten Martini, XX. Jahrhundert.
darüber ein
niednges femgegliedertes Obergeschoss,
Mauerwerk
gezeichnet,
Farbe
Untergeschoss abgehoben wird.
vom
Melchior Lorichs, der im
Häuser
62
(Abb. 20,21)
.
Jahre 1559
Auch heute noch
gibt
es
Istanbuls vielleicht genaueste
das durch eine andere Zeichenart und
in Istanbul solche
Hauser,
Darstellung machte,
wenn
zeichnete
auch viel seltener.
am
häufigsten
solche
ländlichen, locker bebauten Gegenden standen die Häuser inmitten
In den
In der Stadtmitte standen die Häuser direkt
Sackstrassen führten.
Strassenführung
Die ererbte
wurde in ihren
Grundztlgen
von
Gärten,
Gegenden
beibehalten. Dichtbebaute
winkelige
denen meist schmale
zu
der Strasse. Hier waren sie
an
Teil auch höher.
zum
steinbepflasterte
erhielten
Strassen.
Sechshundert bis tausend Meter entfernt
Basar, der damals
Stoffart)
und der
lich bezestan,
Hane
an
bedesten
ein
gedeckter
(Geschäftshäuser)
Hom erstreckte
Im XVII.
(Abb, 33)
bildeten die
an
für eine bestimmte
(Basar
gedeckter Antiquitäten-
gestreifte
(Bedesten, ursprüng¬
des Marktbetriebes.
Schwerpunkte
die sich nach ihren
Marktbuden,
Mehmet II. den Gedeckten
gründete
und
Waffen-Basar.)
getrennt in einzelnen Strassen
Handelszweigen
bis
Divanyolu
dieses Geschäftszentrum an, das sich mit der Zeit vom
Goldenen
zum
.
wurde im
Jahrhundert
Markt
byzantinischen
Basar für Stoffe. Heute ist bedesten ein
und zahlreiche
schlössen sich
zusammentaten,
dem früheren
(grosser Markt)
Buyük
war
von
die achtzehnhundert Läden umfasste. Der Sandal bedesteni
Zusammenhang
Die vereinzelten Holzladenbauten
mit der Yeni cami der
Misir tscharschisi
L-förmige
der hohen Hofmauer der Moschee in dieser
vor
Zeichnung geben
gebaut (Abb. 34)
.
ein Bild der da¬
uns
maligen Läden.
Ausser dem
Hauptgeschäftszentrum
den
um
Üsküdar bedestenleri.
Neben den
Basarbauten sollen
Gegenden
grossartigen gedeckten
gebaut
der Stadt
worden sein. Diese
zu
Sultan Mehmet Fatih liess fünfzehn
von
möglichst
rasch dem grossen Bedürfnis
(Mescit)
Istanbuls mit Holzdächern
Auf dem Platz der
den erhalten
Moscheen
an
gebliebenen byzantinischen
gerecht
dreitausend Läden in verschiedenen
Zeichnung (Abb. 15)
als
niedrige,
byzantinischen Apostelkirche
von neuem
(wie
zu
schon
gezeigt)
in
Eyüp, beim Grab des
(1463
wurde später
Jahre 1765
so
-
1470
Den Lehrern der Medreses
)
Eba
kleinen Moscheen
Eyüb-el-Ensari
bauen
(1458)
die Fatih-Moschee errichtet. Die
.
Kuppeln
grossen Schaden, dass Sultan Mustafa III. die
gehen
die Ansichten verschiedener Kunst¬
sechszehn Medreses, Darüschschifa
insgesamt
der auch eine Volksschule
-
ersten
stark auseinander.
küche), Bibliothek, Karawanserei und Tabhane (Herberge)
anderen Moscheehöfen auch
Moscheen umwandeln. Um
zu
können, wurden die
aufbauen liess. Ueber die Gestalt der ersten Moschee
An die Fatih-Moschee schlössen sich
zu
werden
Kirchen
gedeckt.
dieser Moschee erlitten bei dem grossen Erdbeben im
Baugruppe,
ungefähr
sind in Nasuh-es-Silahis
Ladengruppen
Die erste grosse Moschee in Istanbul liess Mehmet II.
historiker
Fatihs Zeit noch
Bauten in der ganzen Stadt verteilt.
langgezogene
Moschee
Üsküdar gedeckte
tscharschi liess Mehmet II. auch in Galata und
Kapali
Basare errichten: die Galata- und
zu
gehörte.
an
und bildeten
(müderris )
zusammen
Im Hof der Fatih-Moschee wurden
bestimmten Zeiten Büchermärkte
(Krankenhaus),
-
eine
wie
Imaret
überzeugende
übrigens
(Armen-
und klare
in verschiedenen
abgehalten.
wurde in der
Umgebung
der Fatih-Moschee Land für
nach der
Eroberung
schon
eigene
Häuser
zur
Verfügung
gestellt.
Dieses Universitätsviertel, achtzehn
erhört. Der Moscheeraum diente
Jahre
ausser
Wir sehen also, dass in der kurzen Zeit
kisch
geworden
tätigkeit
1953 )
.
war.
Eine
des Eroberers
den Gebetszeiten für öffentlichen und
von
der
Kapali
zwei
tscharschi
von
zusammen
zwei
Bauten
waren unter
aus
un¬
privaten Unterricht.
Fatihs Zeit ist ein Beweis für die rege Bau¬
ursprünglich
Arsenale,
insgesamt
damals in diesem Ausmass
eserleri, Istanbul fethi dernegi nesriyati No. 13, Istanbul
denen fünfzehn
Serails,
Kirktscheschme und noch viele andere Bauten
mimari
war
Istanbuls Gesicht sich schon sehr verändert hatte und tür¬
wichtigsten
(E.H. Ayverdi, Fatih devri
zweiunddreissig Bäder,
mit den Läden im
dreissig Jahren
Zusammenstellung
Hundertvierundachtzig Moscheen,
zwölf Hane,
fertiggestellt,
zwei
Kirchen waren,
Kasernen,
fünftausend Läden, die
zwei
zweiunddreissig Medreses,
Festungen,
Wasserleitungen
zwei Bedestens und
von
Haikali und
Sultan Mehmet Fatih entstanden.
<
Nach der
dritten
und
Baugruppe
Hügel
getreu
der Fatih-Moschee wurde die zweite grosse Moschee
der Stadt
gebaut.
Die
Eigenart
wiedergegeben (Abb. 15)
von
Istanbul, die Beyazit-Moschee, auf dem
dieser schönen Moschee wird in Nasuh-es-Silahis
Farbzeichnung
liebevoll
.
63
Im
1522 wurde auf
Jahre
Jahrhundert
Im XVI.
einem
des 5.
vollendete Sinan Istanbuls
Lehrlingswerk,
sage sein
Bergvorsprung
war im
Andenken
einen
mit
grosser Wahrscheinlichkeit annehmen kann
Für
seine
des 3.
Teil
der höchsten Punkte Istanbuls setzte Sinan
eigene Moschee hatte Sultan
HUgels gewählt (Abb. 33)
abgebrannt
Aehnlich
hane
wie
SUleyman
eine
den
bei der Fatih-Moschee,
Jahrhundert
nach der
cami
wie
man
das
vorspringenden Bergvorsprung
im
seiner
Jahre
1541
zum
grossen Zeit
grossten
würdig
war
SUleymaniye-Moschee Medreses, Karawansereien,
wurde
Hauptbau
die zweite Universität Istanbuls.
dass die
beschloss die machtvolle
in
die Moschee bis
(1663 )
der Moschee
eine
zusam¬
Gründung
Das osmarusche Reich
einer zweiten
Universitatsanlage
v.ar
in
in
der
dem damals
zu
-
von
Safiye Sultan,
Gründung
einer
Christen und Juden dichtbewohnten Geschäftsviertel bei
der ersten Fensterreihe
Jahres 1660,
ihren Ruhm durch die
gewachsen
war,
starb
Safiye
der auch diese Moschee nicht verschont
Sultan und der Bau
hatte, liess Turhan
.
Fertigstellung
und Ermnanii
war
mit dem
Schifa-
bei der Fatih-Moschee ausserhalb der Gebetszeiten öffentlichem
wie
gewachsen,
so
Erst nach dem Brand des
Sultan den Bau beenden
Yeni
Eroberung
Bauplatz
Bahtschekapu gewählt. Als
Abb. 34
-
war.
Jahrhunderts (1597)
sichern. Der
Wenige Jahre
SUleymaniye-Anlage
nach der
Hauptstadt nötig geworden
wurde unterbrochen.
Alten-berail an,
Arzneischule, Herberge, Imaret und Hamam (Bad)
,
Die
zu
Vermahlung
der Prinzessin Mihnmah
gegen das Goldene Hörn
weitesten
früher dem
bildeten auch bei der
menhangende Baugruppe.
Moschee
Prinz Mehmet errichtet und
Lieblingssohn
Moschee, die dem grossen Herrscher und
und privatem Unterricht.
Am Ende des XVI.
verstorbenen
Anlass der
.
(Krankenhaus)
einen
am
gehorte
Der Moscheeraum diente
dem
SUleymans
zum
nach Sinans eigener Aus¬
die Mihrimah-Moschee.
-
Dieser Platz
Hier baute Sinan
war.
(Abb. 20, 29, 35)
.
Selimiye-Moschee vollendet.
eigenartige Gestalt. Die Schehzade-Moschee,
Sultan
an
auf
gegen das Goldene Hörn die
Hügels
Platz.
dieser
Moschee, der Yeru
Grelot, XVU
cami,
zeichnete
sie
Grelot
(Abb. 34 )
.
Jahrhundert
64
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HANOKAMAU VOM
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Abb. 35
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Istanbul,
XX. Jahrhundert.
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i'-w*;
Diese
die mit den auf
Zeichnung,
Vakiflar
dergisi II, 1942)
zeigt
,
zugekommenen Nachrichten
uns
stehen kam, wurde
zu
Der grosse Platz, der heute
vor
(A. S. Ülgen,
Yeni cami,
die Moschee mit dem erhöhten Vorhof gegen das Goldene Hörn und rechts den nördlichen
Abschluss des Misir tscharschisi. Die Stadtmauern
hinter welche die Moschee
vollkommen übereinstimmt
der Moschee
abgerissen.
liegt,
Spitze
nur
ein kleiner Teil dieser
Zeichnung bestätigt
Grelots
damals noch
war
südlichen
vorspringenden
Auf der gegen das Marmara-Meer
Ufer bestanden damals noch,
am
vollständig
des 1.
Hügels
unter
diese Nachricht
Mauern,
(Abb. 34)
.
Wasser.
baute der Baumelster Mehmet
Aga
für
Sultan Ahmet I. die letzte grosse Moschee in Istanbul. Ihre sehr wohl bemessene Form mit den sechs schlanken Mina¬
retten
steht in einem
angenehmen Gegensatz
Mit der Sultan Ahmet-Moschee
in Wissenschaft und
XVII. Jahrhunderts
Kultur,
am
massigen
Aeusseren der
auch der
Höhepunkt
der Baukunst überschritten. Doch die Stadt, die
(Abb. 23) verkörperte
Goldenen Hom stand
Wesenszuge
die
den mit dem türkischen und muhammedanischen Geist. Was hatte sich in den zwei
Eroberung
verflossen waren, In Istanbul
am
.
Staatsgebäude,
Ende des
ihres natürlichen Standortes verbun¬
Jahrhunderten,
die seit der türkischen
abgespielt?
Untersuchung
2.
Aja Sofia (Abb. 23, 35 )
die Reihe grosser Moscheen in Istanbul aus. Wie im osmanischen
klang
war
dem etwas
zu
Einflüsse
gegenseitigen
der
von
Natur und Mensch
Wohngebiete.
Konstantinopels
einst über eine halbe Million zählende
ihre Wohnviertel
zerstört, als die Türken
grösstenteils
Besitzern
neuen
zur
Kapali
auch
gleichzeitig
am
wenige
tausend
Anlage
ergriffen.
hauptsächlich
Istanbuls wirtschaftlicher
war
zusammengeschmolzen
und
Die ganze Stadt stand also den
die 2., 3., 4. und 5.
Hügel?
byzantinischen Marktes
Mittelpunkt festgelegt.
Damit
den
waren
aber
geeigneten Stadtgegenden bestimmt. Die Gebiete der 2., 3., 4. und 5. Hügel
die für Wohnzwecke
die über den Rücken
Hauptstrasse,
auf
sechshundert bis tausend Meter nördlich des
Hess Mehmet II.
tscharschi errichten. Mit dieser
hatten durch die
von
war
der Stadt Besitz
Warum wählten sie für ihre Wohnviertel
Verfügung.
Eroberung
Gleich nach der
Bevölkerung
führte, die erwünschte gute Verbindung
zum
Markt und
zum
Hafen
Goldenen Hom.
Vielleicht
auch der Eski saray auf dem 3.
war
Hügel anfänglich
ein Hinweis für die neuankommenden türkischen Fami¬
lien, dass die Hügelrücken und Hänge gegen das Goldene Hom die schönsten Stadtgegenden sein müssten,
wenn
selbst
der Sultan seinen Wohnsitz hier wählte.
Das Universitätsviertel der Fatih-Moschee
Mehmet II. liess in
Eyup
diese wuchs die Ortschaft
beim Grab des
gab
Anlass
bevorzugten,
Wunschvorstellung
Quartiere
auf dem 5.
die erste grosse Moschee
Propheten
Byzantiner bewogen,
als noch die Auswahl
landes, wendeten sich die Türken
ihrer
neuer
Hügel.
von
Istanbul bauen. Um
Eyüp.
Marmara-Meer hatten sich ohnehin bereits als
am
Gründung
des
Fahnenträgers
Der Anblick des weiten Meeres hatte früher die
Die Türken aber
zur
nach
vom
an
Siedlungsland
ungünstig
weiten Meer ab. Der
Geborgenheit,
die
aus
den Ufern des Marmara-Meeres sich anzusiedeln.
an
Gegenden.
gross war, keineswegs diese
erwiesen.
Ursprünglich
geschlossene
dem Bedürfnis nach
ein Volk der
Steppe
Raum des Goldenen Homs
Begrenztheit
Die Häfen
und des Binnen¬
entsprach
inmitten der endlosen
besser
Steppen
ent¬
standen war.
Istanbuls Wohnviertel formten sich
eine grosse
Bedeutung
Gemeinschaft. In ihm
Krankenhaus
jeden
-
...
so
den örtlichen
66
spielt
ist die
einzige
Gegenden
Sackgasse
nur zu
und letzte
Inbegriff
auf den
allgemein sind.
Geländebewegungen
führt
-
zu
einzige
sich sein Leben ab. Das Mahalle besitzt alle
Türken ist das Mahalle der
kennzeichnend und
Die
im türkischen Gemeinschaftsleben. Es ist der
es
In den locker bebauten
wie in allen türkischen Städten
-
zu
des
"Mahalle's ". Das Mahalle (Quartier) hat
und wirkliche
nötigen Einrichtungen,
Gemeinschaftsorganisation.
Geborgenseins
und der
HUgelhängen Istanbuls
Sie sind nicht durch die
trifft
Treffpunkt
-
von
Moschee, Schule,
Ueber ihr steht schon der Sultan. Für
Zusammengehörigkeit.
man
oft
jene Sackgassen, die für türkische Städte
Topographie bedingt,
wie sie auch in Istanbul nicht mit
erklären sind. In ihnen drückt sich ebenfalls der Wunsch nach
einer beschränkten Zahl
des Türken in der
Wohnhäusern. Sie ist kein
Durchgang
für
Geborgenheit
Jedermann,
aus.
sondern
gewissermassen
Menschen
zu
der Gemeinbesitz einer kleinen Gemeinschaft;
ihr
Raum verbindet die dort wohnenden
abgeschlossener
einer grossen Familie.
allerdings
Im Grosstadtkem Istanbuls entwickelte sich
den herrschenden besonderen Wirtschaftsverhältnissen eine
aus
andere, regelmässigere Strasseneinteilung, die für dichtere Wohnbauweise geeignet
Das Strassen- und somit das Stadtbild wird nicht zuletzt
Das Istanbuler Wohnhaus,
türkische Familie duldet,
wie
so
es
Holzgitter
Auch hier
war es
vor
Wesen des Wohnhauses bestimmt.
(Abb. 15, 16)
Nasuh-es-Silahi sehr kennzeichnend darstellte
wie alle muhammedanischen Familien, keine fremden,
Leben. Die hohen Garten- oder oft fensterlosen
die feinen
vom
war.
neugierigen
Erdgeschossmauern,
Geborgenheit
und
Eigenleben
das sich in der Gestalt des Wohnhauses ausdrückte.
reich
an
Holz als Baustoff
war
Quelle
ihre
was
für Istanbul nicht
Wäldern gewesen sein muss, wie Prokop
dem Goldenen Tor beschreibt:
*
er
Paradies
ficiis I, 3,
von
"
Obergeschosse anbelangt, grösstenteils
unbedingt zwingend,
zum
Einen anderen
Früchten, eine Quelle,
Beispiel
wenn
Tempel gründete
aus
Behausung,
ortsgebunden
(Justinian I.)
er
der süsses Trinkwasser
.
Doch
in der
feingegliederte,
sprossend
Leichtbau,
leichte Holzhaus für das türkische Wohnhaus
gebaut (Abb. 15,
Umgebung
Justinians I."
Gegend,
arm an
die
von
'
für den
Pavillon,
sehr
die
Gegend
Bei der
Blumen
Steinen war Istanbuls
könnte die Holzbauweise in Istanbul im Hinblick auf die
Gewiss ist aber die Vorliebe der Türken für den
Holz
aus
ruhig aufsprudelt...." (Prokop,
das Zelt inmitten eines mauerumfriedeten Gartens, weiterleben Hessen
ist auch das
aus
auch früher Istanbuls
in seinem "Bericht über die Bauten
R.Mayer, Byzantion, Konstantinupolis, Istanbul, S. 95)
bestimmt auch nicht. Als
gründet werden.
des Türken
"Yurt" (Zelt) nennt; denn
seine Heimat
genannt wurde. Hier ist ein Ort, mit dichtestem Zypressenwald, eine Wiese,
Boden, ein
Vorstellung
ursprüngliche Wohnung.
Istanbuls Wohnhäuser waren, zumindestens
vor
grossen Familie, dass
der Gemeinschaft seiner Landsleute als einer
16,20,21).
eigenes
den Fenstern schirmten das Familienleben nach aussen ab.
das Streben nach
die Yurt, sie ist seine
türkisch. Die
hinter denen sich das Haus nach innen öffnete und
Trotzdem verlor der Türke nie das Gefühl für die Gemeinschaft. Es ist sehr bezeichnend für die
von
war
Blicke in ihr
gutem
De Aedi-
Umgebung
häufigen Erdbeben
be¬
in dem sie ihre früheste
(E. Egli, Sinan, S. 21). Deshalb
überhaupt
und nicht allein für Istanbul kenn¬
zeichnend.
Geschäftsviertel.
Mit dem Bau des
den Platz
Die
am
Kapali tscharschi hatte Mehmet II.
Rande der
Zusammenfassung
Hauptstrasse,
von
den Standort
verbunden mit dem Hafen
Kleinhandel und Gewerbe in einem
Verbindung
auch noch
gleichen Art, allerdings
mit den Wohnvierteln stehen, daher rückte ihn Fatih
Istanbul ist
zu
so
ausgedehnt
Bedarf in der ganzen Stadt
überall zwischen den Häusern
Der
Kapali
grossen
gibt
tscharschi
war
Welthandelsplatz
zu
von
Basar
an
die
an
war
der
festgelegt.
nicht
geteilt,
war
den
ist kennzeichnend
in Anatolien wie anderswo.
grösserem Masse. Er
Hauptstrasse,
musste zudem in
guter
Divanyolu.
als dass ein
einziger Basar,
sich auch Fatih im klaren.
wenn er
Deshalb Hess
verteilt, wie sie in den langen Basarbauten in Nasuh-es-Silahis Zeichnung
sehen sind.
gründen,
den der Hafen
am
Absicht,
Goldenen Hörn erforderte. Die Platzwahl hat sich als
hier
Die
jenen
richtig
erwiesen. Das Handels- und Geschäftsviertel blühte, wie Reisende erzählen, wuchs und füllte bald den Raum bis
Hafen
er
Galata und UskUdar bauen. Auch kleinere Märkte wurden
aber kein solcher örtlicher Basar. Zweifellos hatte Sultan Mehmet II. die
zu
Seine Wahl für
zufällig (Abb. 33).
Hauptstrasse
unzählige Beispiele
es
in viel
gross wäre, die ganze Stadt versorgen könnte. Darüber
täglichen
Goldenen Hörn
am
und überdies durch Wasserarme in drei Teile
neben dem grossen Basar in Istanbul die Gedeckten Basare
für den
Istanbuls Marktraum
einzigen
für den ganzen Orient und auch für türkische Klein-Städte. Dafür
Istanbuls Gedeckter Basar entspricht der
von
zum
aus.
Lage
des wirtschaftlichen
rücken) vorbestimmt.
täglichem
Schwerpunktes
Was führte aber
zu
von
Istanbul
der Gestalt
Erwerb führte in allen orientalischen Städten
war
also durch die Natur
des Basars?
zur
Trennung
Die strenge
von
(Hafen, Strasse
Trennung
Wohnquartieren
von
und
über den
Hügel
-
Familienleben und
gewerblichen Quartieren.
Läden, in denen Fremde verkehren, sollten nicht in das Wohnhaus einbezogen werden. Dies erklärt die türkische Vor-
67
liebe für reine
Eroberung grundlegend
änderte die türkische
Schaffung ruhiger Wohnquartiere
seits und
des Basars als reines Geschäftsviertel. Damit aber
Konzentration des Geschäftslebens einer¬
die Struktur der Stadt Istanbul.
anderseits veränderten die Stadt.
Denkmalsbauten.
und
Kulturzentren
Einrichtung
auch die
folgerichtig
und
Wohngebiete
die sich
am
Vom Goldenen Hörn
Hügelkette
die naturliche Abschlusslinie der Stadt gegen den Himmel. Da die
sehen, bildet der Höhenzug
dasselbe auch für die Ansicht der Halbinsel
irgendwie verbunden.
Goldenen Hörn reihen,
Ungewöhnliches.
enthält noch nichts
Höhenzug gewählt wurde,
Dass für ihre Standorte der
mer-HUgel überragt, gilt
Hügeln,
mit den
durchwegs
Istanbuls Baudenkmale sind fast
vom
aus
ge¬
den Altimer-
Marmara-Meer aus. Die Firstlinie der
HUgel-
reihe ist also kennzeichnend für Istanbuls natürliche Silhouette.
Baudenkmale,
Natur
hat. In Istanbul
besondere, hervorragende Punkte geschaffen
Hänge. Deshalb
Hügelrücken naheliegend
der kennzeichnende
war
Doch soweit haben wir
dass der
Stadt, werden verständlicherweise dorthin gesetzt,
die bezeichnend sein sollen für eine
die Oberfläche des
erst
Zusammenhangs
Was erweckt in
Zusammenhang tiefer ist.
uns
man
Der
Höhenzug besitzt
Vergangenheit
ihrer
Umso stärker aber
gemacht.
muss
(Abb.
35
)
fühlen wir,
die man schon beim ersten Anblick der Stadt
Landschaft,
ist nicht allein damit
Das erkannten die TUrken, denn die weite,
hatte sie selbst für die bescheidensten Naturschönheiten sehr
der Anblick der
üppigen
wurden.
angeordnet
sie
wie
fühlt,
Istanbuls
erklären, dass
zu
sondern vielmehr damit,
ausdrucksfähige Gestalt.
in seiner Gesamtheit eine sehr
eintönige Steppenlandschaft
lich
berührt. Beim Anblick der Stadt
emporragenden HUgelkuppen gesetzt wurden,
Baudenkmale auf die
und ihre
für die Standortwahl der Denkmalsbauten.
eigentlich Rechenschaft abgegeben hat,
sich darüber
Hügel
diese Gewissheit ?
Die innere Verbundenheit zwischen der Moschee und der
noch ehe
schon die
wo
die sich aneinanderreihenden
waren es
empfäng¬
und schönen Landschaft am Goldenen Hörn sie berührt
haben.
Das
nur
Ergebnis
die
eigenartigen
sie
der Moscheen;
einem
drei Seiten
lehnen sich
empfanden
Augen.
ihnen
vor
Mit unbeirrbarer Sicherheit erkannten die türkischen Baumeister nicht
liegenden
verkörperten
Natur und
auch das Einzelwerk als Glied eines
SUleymaniye-Baugruppe
steigen
Hauptbau
vor unseren
Stellen der
sie in
eigenwilliger Steigerung
durch die Reihe
der die ganze Stadt
grösseren Zusammenhangs,
zu
Monument machen sollte.
einzigen
So bedeckt die
den
lebendig
steht
der
zum
die
Hänge
vom
Teil schon
an
die
vorsprung, ist in der-Gestalt der
Blick Über die seitlichen
um
Hänge
und
an.
Das
Aufsteigen,
Halbkuppeln
der Moschee
steigende
am
schieden hohen Minarette zeichnen die
Hürrem und der höheren des Sultans
Hänge
eines
Bergvorsprunges
sich in einem Punkt
zu
vereinigen.
Nebengebäude, Medrese, Imaret, Karawanserei,
Moschee-Anlage ausgedruckt.
Kuppeln
Was hier in der Gestalt der
und einen Teil der
Gipfel
Goldenen Hörn aufwärts,
Die
Moscheegruppe.
den
Süleyman
Moscheeanlage
Linie
Streben
Die
zu
bis
hinweg
zur
sich äussert, ist kein leeres
Von
Hierher setzte Sinan
der
Hauptkuppel
Ziel, eben
zu
diesem
Umgebungsbauten
empor. Die
Himmel ab und in den TUrbes, der
ist das Aufwärtsstreben gegen den
Hügels.
Darüschschifa und Hamam,
einem bestimmten
unzähligen Kuppeln
des 3.
niedrigen
Hauptraum noch
Berg¬
führen der
Spitzen
der
ver¬
der Haseki
einmal wiederholt.
Formenspiel. Vorhof, Medrese, Imaret,
Kara¬
wanserei, Darüschschifa und Hamam, das alles sind untergeordnete Räume, auf das eine Ziel gerichtet, nämlich der
Dienstbarkeit des grossen Moscheeraumes als Gebets-, Unterrichts- und
Aus ihrer
Bestimmung
und ihrem inneren Sinn heraus
Darum steht sie innerlich wahr und
lebendig
vor
gestaltet, bejaht
die
Versammlungsraum.
Süleymaniye
uns, untrennbar verbunden mit ihrem
aber
zugleich
auch ihre Umwelt.
eigenen Standort.
Aehnliches
gilt
für alle Einzelmonumente.
Der Anblick der
und
mächtigen Hauptkuppel
Halbkuppeln,
die sie
von
der Sultan Ahmet-Moschee mit den zahllosen
allen Seiten
gleichmässig umgeben,
strahlt
glichenheit
und Ruhe aus. Die sechs schlanken Minarette nehmen die
einmal die
Bewegungslosigkeit.
Nur ganz leise weisen sie in ihrer
steht auf dem südlichen Ende des
einerseits und der weit ins Land
68
langgezogenen
eingreifende
1.
Hügels.
eine
eigenartige
Hauptkuppel
Anordnung
grösseren
nach Mekka
Hügelkette
Kuppeln
Ausge¬
in ihre Mitte und unterstreichen noch
(Abb. 35)
Die Uferlinie des Marmara-Meeres
Einschnitt der nördlichen
und kleineren
und unbeschreibliche
am
.
Diese Moschee
Fusse des
Hügels
anderseits heben diesen Platz als
Rundblick
einen von allen Seiten her sichtbaren Punkt ab. Er beherrscht den ganzen weiten
dieses Platzes ist in
Eigenart
Die
Diese innerlichen
Beziehungen
der Baumeister osmanischer
von
ihrer
Es
also die
meister,
aus
zwei
Beispielen festgestellt haben,
sie sind das tiefe Geheimnis der Bauten Sinans
eigen;
(E. Egli, Sinan,
.
den Türken
niemals
an
verkörpert.
gegeben,
Istanbuls Landschaft das Schönste
aus
vorgefassten Vorstellungen
Eigenwillen
oder starren
zu
gestalten,
Anweisungen preisgaben.
weil ihre Meister
Sie liessen sich
verlieren. Daraus entstand die malerische Ungezwun¬
zu
abwechslungsreichen Bauten.
genheit
war
Istanbul
die wir
ihren Standorten,
zu
eine
Weniger
.
und umblickende Beschaulichkeit kennzeichnen ihn.
Form in der Gestalt der Sultan Ahmet-Moschee
anregen, ohne dabei ihren
Gegebenheiten
den
von
Glanzzeit)
war es
schöpferische Freiheit
ihre
gesteigerter
der Moscheen
sind auch den anderen Moscheen
Nicht zuletzt deshalb
In-sich-beruhigt-sein
sondern
Richtung also,
bestimmte
(Abb. 3)
glückliche Vereinigung
Landschaft mit der Ausdruckskraft der türkischen Bau¬
aussergewöhnlichen
der
der Istanbuls grosse Baudenkmale entstehen konnten. Oder
denen sich Istanbuls Landschaft
gesteigert darstellt, geschaut
mentalbauten aber sind es, die,
umgeben
und unterstrichen
und
gestaltet
den
von
man
kann sagen:
von
es
sind die Baudenkmale, in
den türkischen Baumeistern. Die Monu¬
zahllosen, bescheidenen Wohnhäusern,
am aus¬
druckvollsten eine Stadt kennzeichnen.
Verwaltungszentren.
Gleich bei seinem
tinopel
Einzug
kein Gebäude
war
in Istanbul erkannte Fatih die
übriggeblieben, würdig,
Fatih wählte den 3.
sein sollte.
Hügel
als
dringende Notwendigkeit
dem Sultan als Sitz
Bauplatz
zu
eines
dienen, und
Serailbaues, denn
wenn es
auch
nur
von
Konstan¬
vorübergehend
für sein Serail und kehrte nach Edirne zurück. Die Geschichte will
wissen, dass das Serail schon ein Jahr später fertiggestellt worden sei, ein Beweis für seine dringende Notwendigkeit.
Näheres über diesen Palast ist nicht bis
XV. und XVI.
gedrungen,
zu uns
Jahrhunderten angewiesen (Abb. 13,14,15).
und
so
sind wir
von
Darstellungen
aus
ineinanderliegende Mauerringe
den
aus
verschiedenen
trennten das
der Stadt.
Doch als Mehmet II. sich
endgültig
in Istanbul
niedergelassen
sich, als Platz für sein Serail die "Olivengärten"
derung
auf
Aus diesen sehen wir, dass der Palast
Pavillons bestand, die in einem grossen Garten verstreut waren. Zwei
Serailgebiet
hauptsächlich
an
der äussersten
hat ihren tieferen Grund. Der Zeiten Wende machte
ten stellten nunmehr den Sultan hoch über sein
und die Stadt besser
aus
Spitze
kennengelernt hatte,
auf dem 1.
Hügel
zu
entschied
er
wählen. Diese Verän¬
dem Sultan den Padischah-Kaiser. Würden und Pflich¬
Volk. So sollte auch sein Palast diesen gewissen Abstand
von
Volk und
Stadt wahren.
und Gestalt des 3.
Lage
der
Umgebung
Hügels
verbunden ist
waren
(Abb. 3)
hierfür nicht sehr
.
Der 1.
nimmt als
Hügel
ein, unterstrichen durch den tiefen Einschnitt, der ihn
Hier
an
der
Hauptstadt
Spitze
Der
Halbinsel, gesondert
ausgebreitet.
einer grossen
Istanbul
der
Mittelpunkt
war
den
da dieser als
Kopf
Zwischenglied
einer Kette
zu
sehr mit
der Kette einen besonderen Platz in der Stadt
übrigen Hügeln abhebt.
übrigen Stadt,
war
der Sultan
getrennt und gleichwohl inmitten seiner
Galata, der Bosporus, Üsküdar und das Marmara-Meer, alles lag
der Standort des Serails der
Mittelpunkt
der gesamten Szenerie
von
vor
Istanbul, Mittel¬
eines Reiches.
der obersten
gerückt, fügte
von
Gründer und Herrscher Sultan Mehmet II.
Staatsverwaltung
war
aber dennoch mit seinem Volk verbunden.
eines aufblühenden Reiches
auf den beherrschendsten Punkt
sich trotzdem bescheiden in die Stadt und ihre Landschaft ein
Wohnsitz des Sultans ist das
ein
So
Landschaft,
mächtige Eroberer,
Palast als
von
und seines Volkes. Das Goldene Hörn,
seinen Blicken
punkt
der
geeignet,
Topkapu-Serail
(Abb.
24). Noch etwas
Sein
von
: Als
trotz seinem grossen Ausmass im Grunde genommen nichts anderes als
Wohnhaus, ein türkisches Wohnhaus, das mit den wachsenden Bedürfnissen durch malerische und ungezwungene
An- und
räumen
Erweiterungsbauten gewachsen
aus
Stein
gebaut
und reich
war;
einzig,
geschmückt
dass dieses grosse Wohnhaus mit seinen
unzähligen
Neben¬
war.
69
Verkehrs System.
Das
In der
bewegten
zantiner
Landschaft Istanbuls
massgebend
gewesen
waren
und nach der
waren
Hügelrücken
Sie waren: die Firststrasse über den
femer die
heutigen Beyazit-Moschee vereinigten,
pascha
Eigenart. Solange
schaftlichen
Türken
mussten
-
sten
gewahrt
Strassen
Verfallsjahre
Zug
der
Zweigstrassen
byzantinischen Triumphstrasse,
auf dem
Altimermer-Hügel,
über den beiden Einschnitten des
Goldenen Hörn. Dieses Strassennetz, das Istanbul
man
dieser Landschaft nicht Gewalt antun wollte
Spaziergang
haben, wird sich
von
und der
den Türken beibehalten wurden
von
überzog,
durch
jedem
diejenigen
Strassen
von
vor
.
das
zum
Bayram-
und die
Ergebnis
Zweig¬
der land¬
selbstverständlich für
einprägen.
am
allem die irregewordene Baukunst der osmanischen
diese Strassenbilder verändert hatten.
Lebensweise, die die landschaftsbedingten Strassenzüge Istanbuls
leben und Familienleben. Daraus entstanden einerseits die reinen
fliegenden
spiegelte
V)
So sahen früher sicher die mei¬
zu
türkischen Strassen machte.
Nämlich grossen Einfluss auf das Bild der türkischen Stadtstrasse hatte die bereits erwähnte
So
war
-
Istanbul, die ihre ursprüngliche Gestalt noch
das türkische dieser Strassenbilder
Istanbul aus, ehe Erdbeben und Brände und
Es ist die türkische
des regen
war
I
die sich bei der
parallel
Höhenzuges
und das
-
die
(Pläne
diese alten und natürlichen Strassen beibehalten werden.
bei einem
Und dennoch,
besten
Abhänge
am
auch
Eroberung
Nord-Süd-Verbindungen
deresi verliefen, die zwei
strassen der steilen
ausgeprägte, natürliche Strassenzüge vorgezeichnet, die schon für die By¬
Handels
eindrang,
und
Trennung
von
Geschäfts¬
Wohnstrassen, in die das Geschäftsleben
nur
in Form
anderseits die reinen Geschäftsstrassen, die Basarstrassen.
das bunte Bild der Istanbuler Basarstrassen einerseits und die
Istanbuls mit den hohen Gartenmauern und den
dunklen, silbergrauen
bewegten
Strassenräume der Wohnviertel
Holzhäusern mit den überraschenden Erkern ander¬
seits türkisches Leben wieder.
Dazu kommt aber noch eines:
Angliedern
nis.
Sie
war
kein
vorgeplanter
der Stadt zusammen.
Triumphtore,
deren
dafür
gestellt.
Lauf
aus
von
Grunde auf unentfremdet ihrer
oder Plätze, Achsen
Moscheeanlage
entstand und wuchs auch die Strasse
vorgezeichneter Streifen,
an
dem die Stadt wachsen
eigentlichen Bestimmung
überhaupt,
dem ungezwungenen Aneinanderreihen der
in ungezwungenem
jeweils
mit dem Bedürf¬
sollte, sondern sie wuchs mit
als
Verkehrsweg verbunden,
anliegenden
am
entsprach
Rand der Strasse und
fügt
aber nicht der
waren
durchaus fremd dem Wesen der türkischen Strasse,
Bauten entstand. Den klarsten Beweis
wohl die Verbrannte Säule. Konstantin hatte sie in die Mitte seines Forums, auf die Achse der
Eine Säule, mitten in der Strasse,
Heute steht die Säule
70
So
und
axiale Säulenstrassen
bewegter
gibt
So wie das türkische Wohnhaus, das Serail oder die
sich den wachsenden Bedürfnissen anpassten,
Aufgabe
der Strasse als
sich in das türkische Bild des
Triumphstrasse
ungehinderter Verkehrsweg.
Divanyolu ein.
Teil
VI.
ERGEBNIS DER UNTERSUCHUNGEN
Abb.
36
Landschaft und Standort als besummende Einflüsse auf die Gestalt der Sudi Istanbul.
Die Geschichte einerseits und das Studium der natürlichen
gestaltenden
Kräfte der Stadt, Natur und Mensch, in Istanbul beide
Der grosse Unterschied zwischen
ken Einfluss der Menschen
unter
Konstantinopel
vor
zu
machen.
Zwar
war
Konstantinopel
zur
von
Istanbuls
anderseits
ungewöhnlich
zeigen,
dass
die
zwei
bestimmender Art sind.
1453 und Istanbul nach 1453 ist der eindeutige Beweis für den
auf die Gestalt der Stadt
denselben natürlichen Bedingungen konnte einmal
Stadt Platz
Eigenschaften
am
Goldenen Hörn.
eine
byzantinische
Zeit der
Eroberung
Umgeben
von
der
Stadt entstehen,
sehr verfallen,
gleichen
um
star¬
Landschaft und
spater einer türkischen
doch die
Spuren
der früheren
71
grossen Kultur
waren
Hier, umgeben
von
völlig verwischt.
sicher nicht
einer grossen Kultur,
Nachklang
dem
erstaunlich kurzen Zeit. Dafür bedurfte
das auch in einer
und fremden
neuen
So scheinen Istanbul und
aber des starken und immer
es
Umgebung
Konstantinopel
bauten die Eroberer eine türkische Stadt
Eigenart
seine
flüchtigen
auf den ersten
lebendigen Lebensgefühls
bewahren und
Ausdruck
zum
Blick hin nichts
auf, und dies in einer
des türkischen
Volkes,
bringen konnte.
gemeinsam
zu
haben. Das ist aber
ein grosser Irrtum.
Die innere
Ordnung
der Stadt ist in Istanbul
bene in den scheinbar
völlig
gleich geblieben
verschiedenen Städten
1.
Hafenraum
2.
Handels- und Gewerbeviertel
3.
Wohnviertel
4.
Kulturzentrum
5.
Standorte besonderer Bauten
6.
Verwaltungszentrum
7.
Hauptstrassenführung
Konstantinopel
Nur ein unveränderlicher und starker Einfluss konnte
so
inneren
Das Bleibende in einer Stadt ist aber die Natur. Am Goldenen Hörn ist diese zudem
zügen ausgezeichnet,
Stadt sich
dass sie die Stadt bestimmend beeinflussen konnte.
aus
Der
natürliche
2.
Der
3. Hügel
mit
dung
Die
4.
Lage
5.
Die
Hafen:
dem
Marktgebiet
Knotenpunkt
am
Bedeutung
besondere
Stadtkern:
der
Verteilung
-
der
und
Gestalt
des
1.
in
in
unmittelbarer
bewegter Landschaft:
Istanbuls
Hügels:
hügelige Landschaft:
am
vielen Vor¬
Ordnung
der
Verbin¬
Auswertung
der
Hügel
durch
Herrschersitz, Verwaltungszentrum.
Anpassung
Goldenen Hörn, sei
war
es
der
Strassenführung
byzantinisch
oder
an
türkisch,
das natürliche Gelände.
war
also von der Natur in eine ganz be¬
war an
den Hafen
gebunden,
Hügel
war
ausgezeichnet.
Hügel
durch seine unmittelbare
Verbindung
Seine natürliche Gestalt machte ihn
haben in Istanbul eine
auch die Standorte besonderer
Römern und
darum blieb
er
immer
am
gleichen Ort.
Was
seine Gestalt.
Kultur- und Universitätsviertel der Stadt:
Byzantinern
Capitol,
eigene Bedeutung:
zu
zur
Verteilung
der Wohnviertel in der Stadt.
Stadtmitte und den
einem
ruhigen
Medreses der
Knotenpunkt
und in sich
bewegte
Hauptstrassen
geschlossenen Raum.
SUleymaniye-Moschee,
sie bestimmen die
der beiden
Hier
von
den Türken immer auf
1. Hügel:
Kaiserpalast, Hippodrom, Aja
3. Hügel:
Forum Tauri, Zisterne
Sofia
...
irgend
4. Hügel:
Apostelkirche
5. Hügel:
Zisterne des
6. Hügel:
Zisterne des Aetius
...
Aspar (?)
eine Art ausgewertet
Nympheum maximum, Capitol, Paläste
Fatih-Moschee.
...
Selimiye-Moschee.
(?)... Mihrimah-Moschee.
das
Gestalt der Stadt. Sie bestimmen aber
Sultan Ahmet-Moschee,
SUleymaniye-Moschee.
war
dazu heute die Universität.
Bauten, eben wegen ihrer besonderen Bedeutung. Tatsächlich wurden die Hügel
wie auch
Eski saray,
72
so
der Wohnviertel.
Hauptstrassen
zwei
Der Handels- und Geschäftsraum seinerseits beeinflusste die
Die
zeigt,
und mit
wie die innere
Ordnung eingefügt.
änderte,
Der 3.
ausgeprägt
Kulturzentrum.
Hügel
Der Handels- und Geschäftsraum der Stadt
sich
so
Abb. 36
Bauanlagen.
Das Leben in der Stadt
stimmte
der Stadt unter zwei
der Natur heraus entwickelt hat:
1.
3.
Ordnung
geführt haben.
und Türken
Byzantiner
verschiedenen Völkern wie
und Istanbul:
gleichbleibenden
dieser
zu
Abb. 36 zeigt dieses Gleichgeblie¬
Konstantinopel.
wie in
(Abb.
36
)
von
den
:
Topkapu-Serail.
der Prinzessinnen
...
Beyazit-Moschee,
Der erste
Hügel
die durch seine
Markt als
nimmt schon allein durch seine
eigenartige Gestalt,
Lebensquell
Lage
Kopf
am
der
Hügelkette
eine besondere Stelle in der Stadt ein,
Verbindung
verbunden mit dem schönen Ausblick und seiner guten
der Stadt unterstrichen wird. Diese
bestimmten den ersten
Vorzüge
Hügel
zum
Hafen und
Herrschersitz und
zum
Verwaltungszentrum.
Die
hügelige
diesen
Die
Landschaft
in
Forderungen
von
gleichem
übte also einen
Natur
Goldenen Hörn
Die
aus.
Istanbul forderte ganz bestimmte
gleichbleibenden Gegebenheiten
Die Römer und die
waren
Dominantenglieder
Möglichkeit
kunstwerk
wie
einer
der Natur: Die
gestalten
Hayrettin,
nahm mit der
zu
aus
Menschen
Zeichnungen
grossartigen
Gesamtform,
Selimiye-Moschee
den
Gegebenheiten
Baudenkmäler wie die
zum
an.
es
sich bei den Fatih- und
von
der
diesen
Forderungen
und
der Natur an.
Sofia oder die
Apostelkirche
Umgebung.
Doch sie erkannten über das Zweckliche hinaus noch die
hierfür eine
gewisse
einem
zu
Zeit und
grossen
vor
Gesamt¬
allem grosse Künstle;
Beyazit-Moscheen
vielleicht noch unbewusst andeutete,
seine ganz zielbewusste Gestalt an, die mit den
Mihrimah-, SUleymaniye- und Sultan
nur
als eine nüchterne und
zweckentspre¬
Denkmal des türkischen und islamitischen Lebens in ihr.
gegenseitige Beeinflussen
ders ausgeprägtem Ausmass studieren können. Es hat sich
hängt weitgehend
aus
am
Aga.
An dem .Beispiel Istanbul haben wir das
Stadtordnung darstellt.
Aja
diese Stadt mit ihren Stadt-Kronen
Ahmet-Moscheen voll verwirklicht wurde. So entwickelte sich Istanbul nicht
der
aber entwickelten
sie standen vielmehr vereinzelt in ihrer
Bedingungen
Möglichkeit,
Gesamtstadtform, der
chende Stadt, sondern wurde
der Stadt
Beschreibungen kennengelernt haben, nicht über das Zweck¬
und
können. Selbstverständlich brauchte
Sinan und Mehmet
Der Gedanke der
anderer
Grundordnung
zwei verschiedene Städte.
Die Türken passten sich auch den natürlichen
andere
Eigenschaften
sein. Ihre zweifellos
zu
die Türken mussten
Byzantiner und
Einfluss auf die
bestimmenden
Byzantiner passten Konstantinopel zweckmässig
hinausgekommen
nicht
und
verschiedenen
Doch scheint diese Stadt, wie wir sie
liche
Die
Masse nachkommen.
dauernden
jeweils
Strassenzüge.
Doch dies hat nicht nur
ein
der Natur und der Menschen in einer Stadt in beson¬
gezeigt,
dass die
Natur
ganz bestimmtes Stadtbild
Lebensweise, dem Willen und dem Können
der
die
zur
Menschen
dauernde
Folge.
Grundlage
Die Gestalt der Stadt
ab.
73
Anhang
Angaben
1.
4
Die
in:
Abgedruckt
Die
Aja
Sofia und ihre
chronik, Nürnberg
Darstellung Konstantinopels
Abgedruckt
E.
Abgedruckt
j
Das
Hippodrom
nius
aus
Konstantinopel
Nürnberg
1493
vor
14
15
Peutingeriana.
unter Sultan Suleiman dem
Grossen, München 1902
unter Sultan Suleiman dem
Grossen, München 1902
1422
.
1565 )
gedruckt
,
Aus dem Werk des
Eroberung.
in
Venedig, 1580
Oberhummer, Konstantinopel
der türkischen
Eroberung
aus
gelehrten Augustiners Onuphrius
in:
E.
Oberhummer, Konstantinopel
Plan des Vavassore,
1520.
Abgedruckt
in:
E.
Venezianischer
Plan, 1574
Abgedruckt
in:
Suleiman dem Grossen, München 1902
unter Sultan
.
Aus Hartmann Schedels Weltchronik,
E.
Oberhummer, Konstantinopel
unter Sultan Suleiman dem
Grossen, München 1902
unter Sultan Suleiman dem
Grossen, München 1902
unter Sultan Suleiman dem
Grossen,.München 1902
.
Oberhummer, Konstantinopel
Farbige Darstellung Istanbuls, 1537/38,
aus
einem
Manuskript des Nasuh-es-Silahi-el-Matraki,
der Bibliothek des Yildiz-Palastes stammt und heute in der Universitätsbibliothek in Istanbul
Entnommen
1 6
Istanbul
aus
Sammlung
Galatas und
Prof. Dr. E.
Egli,
aus
liegt.
Zürich-Meilen.
aus
einem
Manuskript des Nasuh-es-Silahi-el-
der Bibliothek des Yildiz-Palastes stammt und heute in der Universitätsbibliothek in
aus
aus
Vogelperspektive
"
von
Üsküdars, 1537/38,
der
Sammlung
Vogelperspektive Istanbuls, 1580
Entnommen
1 8
der
das
liegt.
Entnommen
1 7
aus
Farbige Darstellung
Matraki, das
Panvi-
.
Jahre 1453
dem
.
.
Abgedruckt
13
E.
in:
-
Sultan Suleiman dem Grossen, MUnchenl902.
Schneider, Konstantinopel, Mainz und Berlin 1956
der türkischen
(1529
Verona
Abgedruckt
1 2
vor
unter
nach Buondelmonti,
Konstantinopel,
A.M.
in:
1490. Aus Hartmann Schedels Welt¬
Juli
.
Oberhummer, Konstantinopel
Zwei Ansichten der Stadt
Abgedruckt
11
1420
E.
in:
12.
der römischen Strassenkarte "Tabula
aus
Oberhummer, Konstantinopel
Plan des Buondelmonti,
8
9
Oberhummer, Konstantinopel
Die älteste bildliche
in:
vom
.
E.
in:
bei dem Unwetter
Umgebung
1493
1453.
Jahre
im
Orient et Occident, Paris et Bruxelles 1929.
J. Ebersolt,
in:
Abgedruckt
7
Darstellungen
Paris 1934.
Young, Constantinople,
G.
Eroberung Konstantinopels
Die türkische
6
der
Regioneneinteilung Konstantinopels.
Abgedruckt
5
Quellen
über die
Beschreibung
Abgedruckt
der
-
Sammlung
Istanbuls.
Prof. Dr. E.
1609.
von
C. Gurlitt,
Egli,
Zürich-Meilen.
Seidenvorhangbemalung
Prof. Dr.
Nach Dilich,
und Abriss der Stadt
in:
von
1557
E.
-
dem
,
Topkapu-Serail
in Istanbul.
Zürich-Meilen.
1580. Aus dem Werk des
Konstantinopel"
Die Baukunst
Egli,
aus
Kassel 1606
Konstantinopels,
Topographen
.
Berlin 1912, Textband.
Wilhelm Dilich:
19
Istanbuls Ansicht
dem Werk des
Kassel 1606
Abgedruckt
21
Tafel XIII
Farbiger
Istanbul und
aus
3 1
aus
.
München 1902,
der
aus
der
-
1677
Constantmople,
Paris 1680
.
.
Constantmople,
Paris 1680
.
F.
Prof. Dr.
Egh,
E.
Kauffer und I. B.
Zürich-Meilen.
Lechevaher,
1776- 1786.
Zürich-Meilen.
von
Prof. Dr.
E.
Egh,
von
Prof. Dr.
E.
Egh, Zürich-Meilen.
Nach Bretschneider.
C.
in:
Nach
C.
in:
Gurlitt,
einem
Gurlitt,
Nach Grelot.
Vakiflar
Holzschnitt
Aus
einer
Konstantinopels,
von
Die Baukunst
dergisi
C. Gurlitt,
in:
Die Baukunst
Lonchs.
Konstantinopels,
Karte für
Wasserwege
I, Ankara 1938
Die Baukunst
Berlin 1912, Textband.
.
Berlin 1912, Textband.
aus
der
Koprülü-Bibhothek.
Aufsatzvon Hahm Baki Kunter
Konstantinopels,
/Ali
Saim
Ülgen.
Berlin 1912, Textband.
Konstantinopels.
Die ersten drei
Yem
von
von
bammlung
Die
Plan
.
.
Sammlung
Abgedruckt
Aja Sofia.
1677
-
Sultan Suleiman dem Grossen, München 1902
unter
Relation nouvelle d'un voyage de
Sammlung
in:
cami
A.M, Schneider, Byzanz, Berlin 1936
in:
Hügel
aus
Istanbuls.
der
in:
Zwei Panoramas
Abgedruckt
von
in:
Plan des Architekten
Sammlung
und Eminonü-Platz.
Abgedruckt
35
1559
v.Moltke, 1845.
Entnommen
3 4
1742
Plan der alten Fatih-Moschee.
Abgedruckt
33
Grelot 1671
Aufgenommen
SUleymamye.
Abgedruckt
32
der
Schlangensaule.
Abgedruckt
30
,
Aus der Berlmer Handschrift des Seeatlasses
Relation nouvelle d'un voyage de
G.J. Grelot,
Umgebung,
Plan Istanbuls.
Die
"
1559.
Sultan Suleiman dem Grossen,
unter
Jahrhunderts.
Oberhummer, Konstantmopel
G.J. Grelot,
in:
Plan Istanbuls.
Die
Aus
.
Sultan Suleiman dem Grossen, München 1902,
unter
Istanbuls Panorama, Melchior Lonchs,
aus
Hälfte des XVII.
2.
Topkapu-Serail-Hügel.
Abgedruckt
2 9
E.
in:
Entnommen
2 8
Istanbuls Panorama, Melchoir Lonchs,
aus
Oberhummer, Konstantmopel
E.
in:
Entnommen
2 7
Ausschnitt
Ausschnitt
Umgebung.
in:
Entnommen
2 6
1580
Konstantinopel
Berlin 1912, Textband
Konstantinopels,
Oberhummer, Konstantmopel
türkischer Plan.
Abgedruckt
2 5
Umgebung.
und
E.
in:
Vogelperspektive Istanbuls, Grelot, 1671
Der
-
Haci Mehmet Pin Reis.
Abgedruckt
24
Dllich, 1557
.
Abgedruckt
2 3
von
und Abnss der Stadt
"Beschreibung
Die Baukunst
C. Gurlitt,
in:
Fatih-Moschee und
von
:
Radierung
einer
.
Abgedruckt
2 2
Topographen
Süleymaniye-Moschee
Tafel X
Wilhelm Dllich
Nach
.
Abgedruckt
2 0
der Höhe oberhalb Galata.
von
Vakiflar
von
Prof. Dr.
E.
.
Martini,
Egh,
XX. Jahrhundert.
Zürich-Meilen.
Grelot, XVII. Jahrhundert.
dergisi II,
Ankara 1942.
Aufsatz
von
Ah Saim
Ulgen.
Istanbul, XX. Jahrhundert.
Diez/Glück,
Alt-Konstantinopel, München-Pasing
1920
.
75
.
2.
a.
allgemeiner
Werke
Art
Ebersolt
Jean,
Monuments d'architecture
Ebersolt
Jean,
Constantinople;
Evliya Tschelebi,
Albert,
Monuments turcs
Gabriel
Albert,
En
Kuban
Refik
d'Anatolie,
Paris 1953
Constantinople byzantine,
Hicri onikinci asirda Istanbul
Byzantinische
b.
Werke
zum
(1896/97)
hayati (1000
hayati (1100
külliyati,
1100)
-
1200)
-
hayati (1200
Baudenkmäler
zu
Hakki,
Fatih devri mimari eserleri,
Handbuch für Reisende,
Karl,
Etudes
Charles,
Dr./
Byzantines.
Heinrich
Glück
Jean,
Joseph
William Holden,
travers les Monuments
Konstantinopels,
Constantinople,
Mamboury
/ Wiegand Theodor,
Zürich
MUfit,
Mayer Robert,
Oberhummer
Pallis
The
Story
Paris
Pöhlmann
76
Robert,
Konstantinopel
In the
Die
days
of the
.
.
Erlenbach
Byzantines
1954.
Istanbul
Turcs,
et
Constantinople,
of the old
Kaiserpaläste
ve
Byzantion, Konstantinupolis, Istanbul,
Alexander,
1953.
Paris
1955.
1680.
Berlin 1912.
TUrkiyenin arkeolojik, epigrafik
Eugen,
Istanbul
Auflage, Leipzig 1914.
Paris 1905
-
Capital
.
of the
von
Konstantinopel
Meer, Berlin und Leipzig 1934
Arif
13,
Empire,
London 1900
.
1934.
Constantinople,
M ansei
No.
Paris et Bruxelles 1929.
Young Georges,
Ernst
2.
Byzance,
Geschichte des osmanischen Reiches, Pest 1934
von,
11, Istanbul 1953.
demegi nesriyati
Kleinasien,
und
Relation nouvelle d'un voyage de
Die Baukunst
Cornelius,
Hutton
Konstantinopel
No.
Alt-Konstantinopel, München-Pasing 1920
Istanbul, Petit Guide ä
Guillaume-Joseph,
Hammer
Istanbul fethi
Sinan, Der Baumeister Osmanischer Glanzzeit,
Eyice Semavi,
Gurlitt
dernegi nesriyati
Introduction ä l'Histoire de
Dr.,
Orient efOccident,
Ernst Dr.,
Grelot
.
vorliegenden Gegenstand
Ekrem
Egli
.
Hannover 1925
Konstantinopel,
Ayverdi
Ebersolt
.
Istanbul.
Fatih devri mimarisi, Istanbul fethi
Ernst
.
1300)
-
Hakki,
Diez
.
1000).
900-
Ekrem
Diehl
.
.
Ayverdi
Baedeker
Paris 1951
.
deneme, Istanbul 1955
hayati (
Hicri onUcüncü asirda Istanbul
Wulzinger Karl,
d'histoire,
et
1931, 1934.
Paris 1950
Hicri onbirinci asirda Istanbul
TUrk tarih encümeni
.
.
Onuncu asr-i hicride Istanbul
Ahmet,
d'archöologie
Paris
TUrk barok mimarisi hakkinda bir
Dogan,
Paris 1934
Der se'adet 1314
Seyahatname,
Turquie,
byzantine,
recueil d'gtudes
Gabriel
Janin Raymond,
Literatur-Verzeichnis
tarihi
Eine
cografyasi
Uebervölkerung
der antiken
Hippodrom
und Marmara
-
.
icin
bibliyografya,
genetische Stadtgeographie,
unter Sultan Suleiman dem
Jannissaries, London,
zwischen
Grossen, München 1902
New York, Melbourne,
Grosstädte, Leipzig 1884
.
Ankara 1948
Wien und
.
Leipzig 1943.
.
Sydney, Cape
Town
1951.
Salzenberg W.,
Alt
Christliche Baudenkmale
-
Schneider
Alfons Maria,
Byzanz,
Schneider
Alt ons Maria,
Konstantinopel,
Stöckle
Spätrömische
Albert,
Ülgen
Ali Saim,
Unger
Friedrich
und
Vorarbeiten
Quellen
Ünver A. SUheyl Prof. Dr.,
der
und
Mainz und Berlin 19S6
dergisi
I,
Ankara
1938.
Vakiflar
dergisi
II,
Ankara
1942.
Türkische
V. bis XII.
Archäologie
Jahrhundert,
der Stadt,
Berlin 1854
.
Berlin 1936.
.
1453-1481, Ankara 1939
.
byzantinischen Kunstgeschichte,
Moscheen,
zum
vom
Band I
,
Istanbul fethi
Wien 1878
.
dernegi nesriyati No. 17, Istanbul
.
Vakiflar
Hinweise auf weitere Literatur
Topographie
Fatih devri hamlelerine umumi nazar,
1953
Vogt-Göknil Ulya,
zur
Constantinopel
byzantinische Zünfte, Leipzig 1911.
Fatih devrinde Istanbul,
Wilhelm,
von
Zürich 1953
Gegenstand
.
sind in den oben
aufgeführten
Schriften
zu
finden.
77
özet
(Türkische Zusammenfassung)
gayesi, Istanbul
Bu calismanin
sehrinin
kurulusunun
i9
dis
ve
tesirler altinda sekil
görUnüsUnUn hang!
aldiginin
arastinl-
masidir.
Jehirler
baslica iki
1.
Tabiat
2.
Insan
unsurun
tesiri altinda sekil alirlar:
(cografi mevki, topografik
Tabiat
degigmesi genel
tabiatin zamanla
Muhtelif insan
dolayisiyla
olabilirler,
olmaz.
cemiyetleri
Demek ki insan
ise
yapi
ve
iklim)
sehrin
kuruldugu
unsuru
edilebilir, 9ÜnkU
olarak ihmal edilebilecek kadar azdir.
din, dil,dünya görUsleri, yasayis tarzlan
bu farkli
cemiyetlerin
tesir eden
Sehrin ilk kuruculan helenistik dine tapan Yunanlilardi. II ci
farkli
bir tesiri ifade eder.
U9 btlytlk degisme gejirmigtir.
asnn
zaptiyla Istanbul
90k
kuracaklan sehirler de biribirinin ayni
-
19111 cemiyetten cemiyete degisen
esasina
1453 te TUrklerin
ädetleri bakimmdan biribirlerinden
ve
tabil sartlar altinda dahi
ayni
-
bir sehrin yapisi
Istanbul sehri kuruluf undan itibaren yapisinin
hiristiyan olmustur. Nihayet
nokta icin sabit bir tesir olarak kabul
sonunda Romalilann eline gefen Bizans IV eil asirda
sehrine muslüman bir TUrk
cemiyeti
hakim
olmaga
bas-
lamistir.
Cemiyetindeki bu
birinden
ve ne
btiyiik
köklti
Istanbul
farklarla aynlan bu iki
gehrinin
yapisi
ve
dis
cemiyet istanbulun cografi
görUnUstl
Uzerine
mevkiinden
ve
ne
tesirler icra etmistir ? Biri-
gibi
yapisinin hususiyetinden nasil
topografik
kadar istifade etmislerdir ?
§ehirler
canli varhklar
incelenmesinde bir
dort
degigmeler
asir
gibi
zaman
daimt bir
hududu
iki bakimdan bu cahsma
1.
Bu devir TUrklerin
2.
Bu devir
Istanbula
tayin
ve
ediyordu.
i9in se9ilebilecek
en
sehrin
münasip
ge9irdigi
incelenmesinde ise bu
ilk iki bölUmünde istanbulun
XV ci
asnn
zaman
en
köklti
degif me
cografi
mevkiinin
ve
asnn
ve
safhasini ihtiva
benzerleri)
resim malzemesinin
9egit
bahsi gefen suallerin
baslanndan XVIII ci
sonlanna kadar ge^en
fasilasi idi:
(kugbakif 1 görUnüf ler, plantar
alt resim malzemesi
yukanda
inkisaf halinde bulunduklanndan,
etmek icab
istanbulu zaptlarim, yani
Istanbulun ge9irdigi degifmelerin
9^1if manin
degifme
ediyordu.
bakimmdan
en
zengin devirdir.
ehemmiyeti 90k bUyUkttir.
topografik yapsimn hususiyeti
ile tarihi kisaca
gözden
ge9irildi.
Ü9ÜncU
bölümde
ehemmiyetine yukanda igaret edilen
elde edilen malumat tarihlerle
Bu
gekilde
ve
ele alinan meselelerin
seyahat notlanyla
fasilasi
Plan
I.
1453
Plan
II.
1453
-
1481
seneleri arasinda Istanbul
Plan
III.
1481
-
1559
seneleri arasinda Istanbul
Plan
IV.
1559
-
1680
seneleri arasinda
Istanbul
Plan
V.
1680
-
1780
seneleri arasinda
istanbul
4 cü
ve
i9inde
ten
ge9irdigi degifme
buraya
kadar vanlan
Ele alinan sahalar
lg
ve
ticaret mintikalan
Kultur merkezleri
merkezi
Esas
yollar
78
gunlardi:
mintikalan
idare
inkigaf,
ve
zaman
göre
tasnif edilerek incelendi
yapi abideleri
zamanmda
edecek malzeme
itibariyla
gekil
ve
genigletildi.
toplandiktan
biribirini takib eden
sonra
istanbulun
beg plana iglendi
-
se9ilen
:
sonu9lann sebepleri agagidaki gekilde aragtinldi:
Konstantinopolis fehrinin Bizanshlar
incelendi.
ikamet
ve
sirasina
ewel Konstantinopolis
5 ci böllimlerde
4 cü bölümde
kargllaf unlarak
aragtinlmasina dayanak tegkil
zaman
-
resim malzemesi tarih
almasinda tabiat
ve
insanin
karfilikli
tesirleri
tetkikler 5 ci bölUmde istanbulun 1453 ten sonraki devri,
Ayni
Nihayet 6
ci
kisimda
yukanki
arastirmalar umuml Wr
yani
TUrklerin
zaptindan
neticeye baglanmaya calisildi.
sonraki devri icin
yapildi.
Eide edilen neticeler sunlan
göstermif tir:
Istanbul dis
bakimindan
görunüs
Konstantinopolisten
dinleri, yasayis tarzlan, ädetleri
manzarasi
ve
gösteren Konstantinopolis
sehircilik
ile
c ok
farkli bir sekilde
anlayislanndaki
gelisti.
farklardan ileri
Bu farklar TUrkerle Bizanshlann
geliyordu.
Bu sekilde farkli iki sehir
istanbulun ig yapilanndaki esaslar,
Liman
is
ticaret merkezi
ve
Ikamet mintikalan
Kultur merkezleri
Hususi
ehemmiyeti
Idare merkezi
Esas
ise
haiz binalann mevkileri
ve
yollar
degismemisti. Degigmiyen
Demek ki Istanbul sehrinin
ayni
bu esaslar ise
iq kurulugunu
istanbulun
tabiat tesbit
gelmesi
ancak 1453 ten
sonra
cikarak icinde yasayan mUslUman
kabil olmus
ve
TUrk
ve
etmiftir
ve
bu tabit
§ehrin yapilanyla
derecede mUessir olmustur. Yalniz §u farkla ki
haline
tabit karakterinden
böylece
hayatinin
ve
dogmustur.
icaplar gerek Bizanslüara, gerekse
tabiaüyla aynlmaz
Istanbul sadece tabit
bir abidesi haline
icaplara
bir bUtUn
cevap
veren
ve
bir
TUrklere
bir sanat eseri
gehir
olmaktan
gelmistir.
79
Lebenslauf
Ich wurde
am
6. Mai 1933 in Istanbul (Türkei) als Tochter
von
Dr. Ibrahim B.
Akgün
und Ruth
Akgun (geb. Otto)
geboren.
Die Primär- und Sekundärschulen sowie das
1950 liess ich mich
das
an
der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Istanbul immatrikulieren und schloss
1955 kam ich in die Schweiz.
1955/56
an
der
Abteilung
liess ich mich
Nach einem Studium
an
von
80
Leitung
von
Ab Wintersemester
für Architektur der
derselben
Abteilung
1955/56
Dipl. Ing.
war
-Architektin ab.
ich während drei Semestern Assistentin bei Herrn Prof.
Eidgenössischen Technischen
praktischer Tätigkeit
Herrn Prof. Dr. E.
Egli stand.
Hochschule Zürich. Im Wintersemester
als Fachhörerin einschreiben.
2 Semestern bestand ich im Herbst 1956 die
Seither habe ich mich neben
der
besuchte ich in Istanbul.
Studium im Sommersemester 1955 als
10-semestrige
Dr. F. Hess
Gymnasium
Zulassungsprüfung
in Architekturbüros mit der
zur
vorliegenden
Doktorpromotion.
Arbeit befasst, welche unter
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Seele and Geist
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