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Lillian Bassman & Paul Himmel - Kunst Haus Wien

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 Pressemappe
Lillian Bassman & Paul Himmel
Zwei Leben für die Fotografie
(16. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015)
Eine Ausstellung des Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem KUNST HAUS WIEN.
Rückfragehinweis:
B&T Bader und Team GmbH
Astrid Bader & Andreas Weigl
Wichtelgasse 37/28, 1160 Wien
Tel.: +43-1-524 05 42-13
E-Mail: weigl@baderundteam.at
Lillian Bassman & Paul Himmel
Zwei Leben für die Fotografie
16. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015
Das KUNST HAUS WIEN widmet dem amerikanischen Künstlerpaar Lillian Bassman (1917–2012)
und Paul Himmel (1914–2009) in Zusammenarbeit mit dem Haus der Photographie in den
Deichtorhallen Hamburg eine umfassende Retrospektive, die erstmals in Österreich zu sehen ist.
Zwei Leben verbinden sich in dieser Ausstellung zu einer außergewöhnlichen künstlerischen
Symbiose.
Rund 78 Jahre waren die beiden Künstler ein Paar, voller produktiver Paradoxien und kreativer
Spannungen. Eine starke Unabhängigkeit in der Arbeit jedes Einzelnen steht neben einer engen
künstlerischen Beziehung und der gegenseitigen kreativen Beeinflussung.
Das Werk von Lillian Bassman besticht durch beeindruckende Eleganz und Stilsicherheit. Als
langjährige Art Direktorin bei Junior Bazaar, einem Ableger von Harper’s Bazaar, hat sie in den
1940er Jahren maßgeblich das Layout der Zeitschrift geprägt. Als Modefotografin entwickelte sie
einen einzigartigen Stil: Durch immer neue experimentelle fotografische Verfahren gab sie ihren
Bildern eine besondere Ästhetik, die eine malerische Anmutung in die Schwarzweiß-Aufnahmen
einfließen ließ. In ihren atmosphärisch aufgeladenen Inszenierungen bevorzugte sie einen für die
damalige Zeit außergewöhnlichen Frauentypus – langgliedrige, schwanengleiche Ikonen der
Weiblichkeit.
„Was sie macht, hat eine geradezu magische Kraft. In der Geschichte der Fotografie ist es niemand
anderem gelungen, diesen atemberaubenden Moment zwischen der Erscheinung der Dinge und
ihrem Verschwinden sichtbar zu machen.“ sagte einmal ihr Kollege Richard Avedon.
Nach dem Auffinden ihrer verloren geglaubten Negative bestärkte Martin Harrison Lillian erneut
darin, ihre alten Aufnahmen zu bearbeiten. Ab den 1990er Jahren experimentierte sie mit ihren
alten Negativen. Durch die Möglichkeit digitaler Techniken manipulierte sie ihre Bilder hinsichtlich
stärkerer Kontraste und interpretierte sie dadurch neu. Modedesigner wie John Galliano und
Artdirektoren entdeckten ihre Arbeiten wieder und beauftragten die über 70-Jährige mit
Modeaufnahmen.
Glenda Bailey, die Chefredakteurin von Harper’s Bazaar, sagte über Bassman: „Als künstlerische
Leiterin von Harper’s Bazaar und Junior Bazaar veränderte Lillian Bassman unseren Blick auf die
Mode. Als Fotografin veränderte sie unseren Blick auf die Frauen. Und als Künstlerin veränderte sie
unseren Blick auf die Welt.“
Auch Paul Himmels Werk, das durch eine fast radikale Experimentierfreudigkeit besticht, wirkt
zeitlos modern. Zunächst arbeitete er für Vogue, Junior Bazaar, Harper’s Bazaar und viele andere
Magazine als Modefotograf. Doch sein Interesse in der Fotografie galt vor allem der Bewegung.
Fotografiegeschichte geschrieben haben seine Aufnahmen vom New York City Ballet aus den
1950er-Jahren, in denen Tanz nicht in Standbildern, sondern in fließenden Bewegungsstudien
festgehalten wurde.
Der Choreograf George Balanchine über diese Arbeiten: „Der Fotograf hat auch jene Momente der
Bewegung aufgenommen, die tänzerisch gesehen fast unmöglich im Bild umzusetzen sind. (…) es
ist es ihm gelungen, den Sinn und die Abfolgen von Bewegungen in den unterschiedlichsten
Choreografien darzustellen.“
Das Werk von Paul Himmel entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren immer stärker zur freien
Kunst. Die oft radikalen Experimente mit Über- und Langzeitbelichtungen waren ihrer Zeit bald
derartig voraus, dass er keine kommerziellen Auftraggeber mehr fand. Er beendete seine
fotografische Karriere bereits 1969 und wurde erfolgreicher Psychotherapeut. Bekannt wurde er
durch die Teilnahme an der von Edward Steichen kuratierten legendären Wanderausstellung „The
Family of Man“, die 1955 im Museum of Modern Art in New York gestartet wurde und auf deren
Einladungskarte ein Werk von Paul Himmel, nämlich das sogenannte „Botticelli Girl“, zu sehen war.
„Es ist mir eine Freude, große kreative Persönlichkeiten der Fotografie des 20. Jahrhunderts, Lillian
Bassman und Paul Himmel, im KUNST HAUS WIEN zu zeigen. Sie beide entwickelten ein
fotografisches Oeuvre, das bis heute an Modernität nichts eingebüßt hat. Die umfassende
Retrospektive stellt erstmalig in Österreich das Lebenswerk dieser beiden Künstler gemeinsam vor.
Die Ausstellung festigt einmal mehr die Position des Hauses als „Haus der zeitgenössischen
Fotografie.“
Bettina Leidl, Direktorin KUNST HAUS WIEN
„Paul und Lillians über 70 Jahre währendes Zusammenleben war von großer Nähe und Zuneigung
geprägt. Doch sie ließen viel Raum zwischen sich, jeder entwickelte sich auf seine Weise. In ihren
Bildern begegnet mir diese Stimmung wieder; die ruhigen Bewegungen und die Stille, die das Paar
umgibt.“
Brigitte Woischnik, Kuratorin der Ausstellung
„Gerade im experimentellen Ausloten neuer Bildwelten, die über die Mode hinausgehen, erfand
sich Lillian Bassman als Künstlerin immer wieder neu.“
Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellung
Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Bildband – erhältlich im Museumsshop.
Eine Ausstellung des Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg
in Zusammenarbeit mit dem KUNST HAUS WIEN.
KuratorInnen: Ingo Taubhorn, Brigitte Woischnik.
Eine große Auswahl an Pressefotos finden Sie im Pressebereich der KUNST HAUS WIEN
Homepage, für den Sie sich unter folgenden Link akkreditieren können:
http://www.kunsthauswien.com/de/akkreditierung
Lillian Bassman & Paul Himmel
Zwei Leben für die Fotografie
16. Oktober 2014 bis 8. Februar 2015
KUNST HAUS WIEN
1030 Wien, Untere Weißgerberstraße 13
www.kunsthauswien.com
Rückfragehinweis:
B&T Bader und Team GmbH
Astrid Bader & Andreas Weigl
Wichtelgasse 37/28, 1160 Wien
Tel.: +43-1-524 05 42-13
E-Mail: weigl@baderundteam.at
Themenbereiche der Ausstellung
LILLIAN BASSMAN
Lillian Bassman – Erstes Shooting in Paris
Die Stadtfassaden zeigen Spuren des Krieges, die Kleidung der Passanten ist einfach. Der Pariser
Alltag und das Leben auf den Straßen ist keineswegs luxuriös. Ganz anders, und zwar unglaublich
mondän, stellte sich - nicht nur für Lillian Bassman - die Welt der Pariser Haute Couture dar. In der
Zeit zwischen 1945 und 1960 war Paris das Zentrum für Damenmode in Europa und für
Nordamerika. Der Kontrast war gewaltig, der zwischen der Luxuswelt der Couturehäuser und dem
normalen Leben herrschte. – Adelheid Rasche
Lillian Bassman – Art Direktorin
Bildhaft gesprochen schlägt Junior Bazaar so etwas wie die Brücke von Lillian Bassmans Aktivitäten
als Grafikdesignerin zur beginnenden Fotografin. Im Schatten dieser bemerkenswerten Laufbahn
stand und steht bis heute Bassmans Rolle als Art Direktorin, und das, obwohl sie zu den wenigen
Frauen gehörte, denen es damals gelang, speziell in diese Position aufzurücken. – Hans-Michael
Koetzle
Lillian Bassman – Neuinterpretierte Mode
Als Lillian Bassman Anfang der 1990er Jahre eine ganze Reihe ihrer Negative mit Modebildern aus
den 1950er Jahren wiederentdeckte, begann sie sich erneut mit dem für sie immer noch reizvollen
Thema der eleganten Frauen zu beschäftigen. Seither widmete sie sich intensiv der
Neuinterpretation dieser Methode, unter anderem mit Hilfe digitaler Bildbearbeitungs-Programme.
Begeistert äußerte sie: „I can clean it up, I can change it.“ Mittels digitaler Bearbeitung konnte sie
das aus heutiger Sicht Unnötige aus den Bildern filtern und sie zu einer zeitlosen Essenz stilisieren.
– Adelheid Rasche
Lillian Bassman – Bilder von Paris
Lillian Bassmans Bilder von Paris entstanden während einer Reise, die sie für Harper’s Bazaar 1946
unternahm, und waren bis auf wenige Ausnahmen nur als Negative in einem Briefumschlag
vorhanden. Für die Ausstellung wurden sie im vollen Format neu vergrößert.
„Bei meinem ersten Couture-Shooting in Paris setzte ich eine gelbe Chiffonrobe von Piguet mit Hilfe
einer Spiegelreflektion in Szene, um ihr die Zartheit und Flatterhaftigkeit eines Schmetterlings zu
geben. Dieser künstlerische Ansatz gefiel Carmel Snow, der damaligen Modechefin von Harper’s
Bazaar, ganz und gar nicht. Ich musste das Foto wiederholen. Sie sagte: ,Der Designer investiert
Unmengen von Chiffon, und du machst aus dem Kleid ein Insekt. Lillian, ich habe dich nicht nach
Paris geschickt, um Kunst zu machen, du bist hier, um Knöpfe und Schleifen abzulichten.´“ – Lillian
Bassman
„Meine Arbeit in der Dunkelkammer bestand darin, mein Negativ auf dem Papier zu belichten,
normalerweise auf sehr kontrastreichem Papier. Ich tat alles intuitiv und gefühlsmäßig. Ich
systematisierte nie irgendetwas. Dann legte ich es in die Schale mit dem Entwickler. Dort
entwickelte es sich, ich würde sagen, fast zu drei Vierteln. Danach legte ich es in das
Unterbrecherbad. Anschließend ließ ich es in der letzten Schale einige Minuten aufhellen, legte es
auf ein Stück Glas, nahm mein Bleichmittel heraus, meine Bürsten, meine Schwämme, die
Baumwolle und begann es zu bearbeiten, spielte, nahm weg, was ich nicht haben wollte. Wissen
Sie… meine Finger machten die ganze Sache, als würde ich malen. Und danach legte ich es zurück
ins Unterbrecherbad, um den Prozess abzuschließen.“ – Lillian Bassman
„Mein Lieblingsmodel war Barbara Mullen, die wirklich das unwahrscheinlichste Model war, das Sie
jemals gesehen haben. Sie kam ins Studio mit hängenden Schultern und hängendem Kopf. Ihr
Mantel war zu lang, und man sah sie an und dachte: ,Oh mein Gott, dieses Mädchen kann nie ein
Model sein.´ Aber wenn man sie dann ins Licht stellte, erblühte sie geradezu. Und das war wirklich
bei jeder Aufnahme so, die ich mit ihr machte. Frau Snow sagte oft zu ihr: ,Sie denken, dass Sie
eine Schönheit sind, Barbara, dabei sind Sie nur ein großes, hässliches, irisches Mädchen´. Und das
ist wahr. Es gab nichts Schönes an ihr. Es sei denn, man stellte sie ins Licht, brachte sie dazu, sich
zu bewegen. Dann war sie unglaublich.“ – Lillian Bassman
PAUL HIMMEL
Paul Himmel – Solarisation
Solarisationen bieten für das Auge überraschende Momente – es entstehen Bilder, die halb positiv,
halb negativ wirken, es werden Schwarzweiß-Aufnahmen mit Farben angereichert, und
Farbaufnahmen vermitteln den Eindruck, sie wären mit Falschfarben aufgenommen worden. Zudem
sind oft Konturen im Bild wie bei einer Handzeichnung nachgezogen, entweder mit einer weißen
oder mit einer schwarzen Linie. Paul Himmel nutzte diese Technik, um seine Fotografien zu
abstrahieren. Die Ergebnisse wirken teils spielerisch, teils aber scheint Paul Himmel mit der
Solarisation einer grafischen Struktur der Bilder auf den Grund gehen zu wollen. – Martin Jürgens
Paul Himmel – Ballett
Paul Himmel gibt mit seinen Ballettbildern einem Wunsch nach Transzendenz Ausdruck und lässt
die Körper der Tänzer wie schemenhafte Wesen aus einem Schattenreich erscheinen. So gesehen
kommt er mit seiner Bildsprache dem Verlangen der Tänzer nach Aufhebung der Schwerkraft
entgegen, indem er sie genau in dem Moment des Abhebens, Schwebens, Fliegens und Springens
festhält. – Britta Scholz
Paul Himmel – Nudes
Die Nudes von Paul Himmel wirken in ihrer manipulierten Unschärfe wie ein Fremdkörper in einer
Zeit, in der sich die zeitgenössische Fotografie auf die wirklichkeitsgetreue Wiedergabe der Realität
berief. Seine Arbeiten blieben unverstanden. – Ingo Taubhorn
Die Serie Nudes fotografierte Paul Himmel an einem einzigen Tag im Bassman/Himmel Studio. In
der Ausstellung sind die Bilder der gesamten Session als Kontaktabzüge zu sehen.
Paul Himmel – The Family of Man
Bei der legendären, von Edward Steichen 1955 konzipierten Ausstellung The Family of Man – die
erfolgreichste Fotoausstellung des letzten Jahrhunderts – war Paul Himmel mit drei Arbeiten
vertreten. Diese Ausstellung präsentiert die originalen Vintage-Abzüge, die bei The Family of Man
zu sehen waren.
„Zur Zeit der Depression gab es eine Gruppe von Fotografen, die eine Ausstellung mit
journalistischer Fotografie realisierten. Und genau das war es, was mich wirklich begeisterte. Ich
besuchte die Ausstellung und wurde durch die Fotografien stark beeinflusst. Es war eine politische
Angelegenheit und mir war klar, dass dies mein Weg war.“ – Paul Himmel
„Ich ließ die Tänzer und Tänzerinnen im Studio quer zu der Kamera tanzen, an bestimmten Stellen
ließ ich sie anhalten. Wir haben ohne Musik gearbeitet. Den Takt erzeugte ich durch
Händeklatschen, ungefähr so: Eins, zwei, drei, Pas de Chat...und klick. Ich wollte etwas tun das kein
anderer in Hinblick auf Tanz je getan hatte.“ – Paul Himmel
BIOGRAFIE Lillian Bassman und Paul Himmel
Lillian Bassman und Paul Himmel waren 78 Jahre ein Paar. Gemeinsam revolutionierten sie die
Fotografie, gemeinsam teilten sie ihr Leben.
Lillian Bassman, Kind russischer Immigranten, wird 1917 geboren und wächst in Brooklyn auf. Paul
Himmel kommt 1914 in New Haven, Connecticut zur Welt. Seine Eltern, Einwanderer aus der
Ukraine, ziehen 1922 nach New York und eröffnen auf Coney Island das erste vegetarische
Restaurant Amerikas. Lillians Mutter beginnt dort zu arbeiten, manchmal darf die Tochter sie
begleiten. So begegnen sich die Beiden zum ersten Mal, Lillian ist sechs, Paul neun Jahre alt.
Ein Jahrzehnt später laufen sie sich wieder über den Weg, verlieben sich ineinander. Lillian besucht
die Highschool und Paul das College. Mit dem Einverständnis ihrer unkonventionellen Eltern ziehen
sie, 15 und 18 Jahre alt, in eine gemeinsame Wohnung. Anfangs lebt das Paar von Pauls
Lehrergehalt, das er nach dem Studium der Naturwissenschaften an der Benjamin Franklin High
School in East Harlem verdient. In seiner Freizeit beginnt er als Autodidakt mit der Fotografie. Lillian
macht ihren Master in Kunst am City College in Manhattan und arbeitet als Aktmodell für 50 Cents
die Stunde an der Art Students League.
1935 heiraten sie auf Wunsch der Schule. Lillian versucht sich als freiberufliche Textildesignerin und
besucht die Abendklasse für Modeillustration am Pratt Institut, Brooklyn. Nachdem sie ihre
Zeichnungen Alexey Brodowitch gezeigt hat, stellt er sie als seinen unbezahlten Lehrling ein und
nimmt sie in seine Meisterklasse der New School auf. 1941 wird sie seine erste bezahlte Assistentin
bei Harper’s Bazaar. Nach Ende des zweiten Weltkrieges gehört das Paar zur jungen, progressiven
New Yorker Kunstszene.
Davon beeinflusst gibt Paul Himmel seine Lehrtätigkeit auf und beginnt professionell die Fotografie
zu betreiben. 1946 schreibt auch er sich in der New School für Graphic Journalism ein und schon
bald flattern die Aufträge ins Haus. Seine erste Modestrecke erscheint unter der Regie seiner Frau
Lillian, die inzwischen verantwortliche Art Direktorin bei dem neu gegründeten Magazin Junior
Bazaar geworden ist. Er ist es auch, der Lillians Interesse unterstützt, selbst mit der Fotografie zu
beginnen. In ihren Mittagspausen probiert sie in George Hoyningen-Huenes Labor Printtechniken
aus. 1947 überlässt ihr Richard Avedon sein Studio plus Assistent und Lillian fotografiert ihre erste
kommerzielle Wäschekollektion, 1948 eine Modestrecke für Junior Bazaar und 1949 zum ersten Mal
die Haute Couture Kollektion für Harper’s Bazaar in Paris. 1951 eröffnet das Paar das erste
gemeinsame Studio.
Im selben Jahr wird Sohn Eric geboren, zwei Jahre später Tochter Lizzie. 1956 zieht die Familie in
ein altes New Yorker Kutscherhaus, in dem sich Studio, Labor und Lebensraum befinden. Die
Sommer werden regelmäßig in einem schlichten Holzhaus auf Fire Island verbracht, das sie seit
1946 besitzen. In den fünfziger Jahren entwickeln beide Fotografen den für sie typischen Stil.
Während Lillian Bassman ihre Modeaufnahmen in der Dunkelkammer verfremdet, zieht es ihren
Mann in die Straßen New Yorks, wo seine berühmten dokumentarischen Großstadtimpressionen
entstehen. 1955 werden drei seiner Bilder in der berühmten Ausstellung „The Family of Man“,
kuratiert von Edward Steichen für das Museum of Modern Art, New York, gezeigt. Nachdem seine
Serie „Nudes“ in der Medienwelt nicht positiv aufgenommen wird, verliert er zunehmend das
Interesse an der Fotografie und fängt Anfang der Siebziger Jahre an, Psychologie zu studieren. Er
arbeitet zwanzig Jahre als Psychotherapeut. Lillian, steht wie ihr Mann, der zunehmend
kommerziellen Auffassung in der Fotografie kritisch gegenüber und übernimmt eine Lehrtätigkeit an
der Parson’s School of Design. Mitte der Neunziger Jahre fängt sie wieder an zu fotografieren, für
John Galliano, Vogue, die New York Times u.a. Ihre Arbeiten werden in diversen Einzel-und
Gruppenausstellungen gezeigt und geehrt.
Im Februar 2009 wird das Paar getrennt. Paul Himmel stirbt in New York, umgeben von seiner
Familie. Lillian Bassman wohnt im November 2009 der Eröffnung der weltweit ersten gemeinsamen
Ausstellung in Hamburg bei und stirbt am im Februar 2012 in New York.
Lillian Bassman & Paul Himmel
Zwei Leben für die Fotografie
Fotonachweise
Die folgenden Fotos sind ausschließlich für die Berichterstattung über die o.g. Ausstellung im
KUNST HAUS WIEN freigegeben. Beschneiden, Überdrucken und jegliche weitere Bearbeitung sind
nicht gestattet. Bitte verwenden Sie die kompletten Fotonachweise!
Die Pressefotos in Druckqualität finden Sie im Pressebereich der KUNST HAUS WIEN
Homepage, für den Sie sich unter folgenden Link akkreditieren können:
http://www.kunsthauswien.com/de/akkreditierung
Lillian Bassman:
Barbara Mullen, New York, ca. 1958,
neu interpretiert 1994
© Estate Lillian Bassman
"It's a Cinch", Carmen, Wäsche von
Warner's, New York, 1951
© Estate Lillian Bassman
"Krönung des Chic", Jada, Hut von
Philipp Treacy, Vogue Deutschland,
1998 © Estate Lillian Bassman
"A report to skeptics", Suzy Parker,
Harper's Bazaar, New York, 1952
© Estate Lillian Bassman
"Touch of dew", Lisa Fonssagrives,
New York, 1961
© Estate Lillian Bassman
"More fashion mileage per dress",
Barbara Vaughn, Kleid von Ficol, New
York, 1956, neu interpretiert 1994
© Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman: Ohne Titel,
undatiert.
© Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman: Betty Thread,
New York, ca. 1957. Neu interpretiert
1994. © Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman, Paris, 1946
© Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman: Pineapple Head,
Barbara Mullen, Paris, 1949. Neu
interpretiert 2008.
© Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman: Ohne Titel, aus der
Serie: Wunder des Wassers, New York,
1959 © Estate Lillian Bassman
Das New York City Ballet tanzt
Schwanensee, 1951–52
© Estate Paul Himmel
Lillian, New York, 1950er
© Estate Paul Himmel
Nude, 1954
© Estate Paul Himmel
"Botticelli Girl", Patricia MacBride,
Fire Island, undatiert
© Estate Paul Himmel
Yuriko Kikuchi, New York, ca. 1950
© Estate Paul Himmel
Auto, solarisiert, 1966
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Das New York City Ballet
tanzt Schwanensee, 1951-1952.
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Falling Snow - Boy in
Window, New York, 1952
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Nudes 1954.
© Estate Paul Himmel
Lillian Bassman: Paris, 1946,
© Estate Lillian Bassman
Paul Himmel:
Paul Himmel: 3rd Avenue EL,
1946-1950
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Grand Central Terminal,
1947. © Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Bowery,
New York, 1946-1950
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Auto, Solarisiert,
1966
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Spanien, 1947-1967
© Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Jongleur, 1946 Inkjet Print,
36 x 38 cm. © Estate Paul Himmel
Paul Himmel: Familienportrait in
Spiegelung, New York, 1950er,
© Estate Paul Himmel
Lillian Bassman: ohne Titel (Paul),
undatiert
© Estate Lillian Bassman
Lillian Bassman, 2003
© Karin Kohlberg, 2003
Lillian Bassman, 2003
© Karin Kohlberg, 2003
Lillian Bassman und Paul Himmel vor
ihrem Haus in New York, 2003
© Karin Kohlberg, 2003
Paul Himmel: Brooklyn Bridge View, New
York, 1946-1950 © Estate Paul Himmel
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Kunst und Fotos
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