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Leseprobe zum Titel: Süddeutsche Zeitung (16.10.2014) - Die Onleihe

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MÜNCHEN, DONNERSTAG, 16. OKTOBER 2014
70. JAHRGANG / 42. WOCHE / NR. 238 / 2,40 EURO
Noch
(SZ) Ist es nicht befreiend, was Kent Nagano da soeben gesagt hat? Der große Dirigent kann dieses Pisa-Gerede einfach
nicht mehr hören – alle schauen sie nur darauf, wie ein Land bei dieser dämlichen Studie abschneidet; so als ließe sich der Bildungsgrad daran messen, ob man weiß,
mit welchem Ende nach wohin ein nicht
mehr frisches Hühnerei im Wasser
schwimmt. Das ist jetzt natürlich ein bisschen populistisch in die Welt hinein gemotzt, andererseits ist die Frage nach dem
Ei tatsächlich Bestandteil des Pisa-Tests.
Müsste die Frage nicht eigentlich lauten:
Was bedeutet es für mein Leben und meine
Position im Propädeutikum, wenn das Ei
untergeht oder mit der Spitze nach oben
schwimmt? Müssen wir unsere Bildung
nicht viel stärker mit der Lebenswirklichkeit verschwistern? Kent Nagano stellt
ganz andere Fragen als die OECD, die ja diesen elenden Test verantwortet und viel
unfrischer daherkommt als das älteste
Hühnerei. Er fragt: Kinder, was versteht
ihr von der Kunst, wie erlebt ihr Musik und
Literatur und vor allem: Welche Sprachen
sprecht ihr und wie gut?
Um eine Sprache zu lernen, muss man
dorthin reisen, wo sich Menschen in eben
dieser Sprache miteinander verständigen.
Man muss, um einmal in der Pisa-Metaphorik zu bleiben, flügge werden und die
Eierschalen abschütteln. So wie Nigel es getan hat, der einfach davonflog und mit einer anderen Sprache zurückkam. Nigel ist
der Graupapagei des Kaliforniers Darren
Chicks. Vor vier Jahren verließ Nigel seinen Eigner auf dem Luftweg, um seinen Bildungsstand zu optimieren. Vor wenigen Tagen kehrte Nigel zurück und konnte ausgezeichnete Spanischkenntnisse vorweisen.
Vielleicht war er in Spanien. Möglicherweise auch nur in Mexiko. Wahrscheinlicher
ist allerdings, dass Nigel gar nicht so weit
fort war, sondern sich in Kalifornien einer
Spanisch sprechenden Familie angeschlossen hat. Darren Chicks spricht nur Englisch. Weiß er wenigstens, wie ein altes Ei
im Wasser liegt? Oder hat sein grauer
Freund auch mehr graue Zellen als er?
Nigel ist ein Vogel nach dem Geschmack
von Kent Nagano. Er hat sprachlich und
kulturell eine Flughöhe erreicht, wie sie
sich ein OECD-Fragentüftler nur erträumen kann. Nigel gefällt sich nämlich auch
beim Salsa, gekonnt und mit feinem
Charme bewegt er sich zu den Klängen des
lateinamerikanischen Gesellschaftstanzes. Sein Interesse an Neuerungen im Hause Darren Chicks hält Nigel mit der Frage
„Que Paso?“ wach, während er seine unkomplizierte Handhabung verflixter Sachverhalte mit der Wendung „No problemo“
ankündigt. Zum Schluss zwei Fakten: Die
Verständigung zwischen Darren Chicks
und Nigel ist vor der sprachlichen und interkulturellen Horizonterweiterung des Vogels schwieriger geworden. Und ein altes
Hühnerei schwimmt an der Oberfläche mit
dem stumpfen Ende nach unten.
2
Tage
bis zum Start!
DEFGH
AM WOCHENENDE
Mehr Zeitung. Mehr Inhalt.
Mehr Wochenende
Kosten der
Kassen steigen
Krankenversicherte können nicht
auf versprochene Entlastung hoffen
Zwischen den Welten
Der Zaun, der die spanische Enklave Melilla von Marokko trennt, trennt die arme von der reichen Welt. Er ist die letzte Hürde für Tausende afrikanischer Migranten auf dem Weg nach Europa. Am Dienstag und Mittwoch versuchten zweihundert Afrikaner, die Sperranlage in gemeinsamen Blitzaktionen zu überwinden. Der Abwehrversuch des spanischen Polizisten (am unteren Bildrand) wirkt
ähnlich hilflos wie die Flüchtlingspolitik der Europäischen Union.
FOTO: F.G. GUERRERO /DPA
Karriere zuerst, Kinder später
Facebook und Apple zahlen Mitarbeiterinnen bis zu 20 000 Dollar, wenn sie Eizellen einfrieren lassen und
sich den Wunsch nach Familie später erfüllen wollen. In Deutschland stößt das auf wenig Zustimmung
von thomas öchsner
Berlin – Im Kampf um Top-Talente bieten
die Konzerne Facebook und Apple Frauen
in den USA jetzt eine ungewöhnliche Karrierehilfe an: Die Unternehmen bezahlen
das Einfrieren von Eizellen, damit die Frauen ihren Kinderwunsch aufschieben und
sich ganz ihrer Arbeit widmen. In Deutschland können sich mit einer solchen Sozialleistung weder Arbeitgeber noch Gewerkschaften anfreunden. Dies ergab eine Umfrage der Süddeutschen Zeitung.
Apple, der iPhone-Konzern, erstattet
nach eigenen Angaben von 2015 an den Beschäftigten bis zu 20 000 Dollar (15 800 Euro) fürs Einfrieren und Lagern der Eizellen.
In den Vereinigten Staaten kostet das Verfahren etwa 10 000 Dollar plus 500 Dollar
im Jahr für das Aufbewahren. Das Online-
Netzwerk Facebook hat bereits begonnen,
die Kosten zu übernehmen. Das Unternehmen sei damit auf die Wünsche der Mitarbeiter eingegangen, sagte ein Firmensprecher. Beide Konzerne wiesen darauf hin,
dass die neue Offerte nur Teil eines Gesamtprogrammes sei, um Familien zu unterstützen. Bei Facebook bekommen Mitarbeiter zum Beispiel nach der Geburt eines
Kindes vier Monate bezahlten Urlaub.
In den USA wird das Einfrieren von Eizellen zunehmend beliebter. Es gilt als Mittel,
um zumindest für ein paar Jahre an der biologischen Uhr der Frau zu drehen. Die Technologiekonzerne aus dem kalifornischen
Silicon Valley waren in die Kritik geraten,
weil bei ihnen in den Führungsetagen Frauen unterrepräsentiert sind.
In Deutschland ist das Einfrieren von eigenen Eizellen erlaubt. Die Krankenkas-
sen übernehmen ohne medizinischen
Grund aber nicht die Kosten für die Behandlung. Bislang sind auch keine Unternehmen bekannt, die dies tun. „Die deutschen Arbeitgeber mischen sich nicht in
die Familienplanung von Arbeitnehmern
ein“, sagte ein Sprecher der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände. Ein Kinderwunsch sei „eine persönliche Entscheidung, auf die der Arbeitgeber keinen Einfluss nimmt“. Es bleibe aber das Ziel der Betriebe, die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf durch familienfreundliche Angebote
zu erleichtern.
Elke Hannack, stellvertretende DGBVorsitzende, sagte: „Geht’s noch? Familienpolitik sieht für uns anders aus.“ Man brauche keine Unternehmen, die ihren Mitarbeiterinnen die Entscheidung für oder gegen Kinder „schwer machen und vorgau-
keln, sie könne auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben werden“. Nötig seien
Arbeitgeber, die mit flexiblen Arbeitszeitmodellen den Mut erhöhen, eine Familie
zu gründen.
Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger, Mitglied der Unterkommission Bioethik der Deutschen Bischofskonferenz
und im Deutschen Ethikrat, sagte, ohne
sich zu den US-Unternehmen direkt äußern zu wollen: Eine Gesellschaft mit humanem Antlitz müsse Frauen „einen Zeitpunkt zur Geburt eines Kindes ermöglichen, an dem die Natur das auch vorgesehen hat. Alle anderen Risiken und medizinischen Belastungen werden auf dem Rücken junger Frauen ausgetragen und dienen nur dem Ziel der arbeitsmarkttechnischen und ökonomischen Maximierung
der Gewinne.“
Seiten 2 und 4
HEUTE
Die Seite Drei
Sex, Ehe und Familie –
den Kardinälen und Bischöfen
gelingt eine Sensation
3
Meinung
Putins Regime hat
die Zivilgesellschaft
in Russland zerstört
4
Wissen
Gut gegen Gifte und Schwermetalle –
wie sich mit Bakterien richtig
sauber machen lässt
18
Wirtschaft
Zwischen Hörsaal und Kellnern.
Wie Studenten heute
ihr Geld verdienen
23
Sport
Nach dem 1:1 gegen Irland tauschen
die Deutschen sehr spezielle
Schuldzuweisungen aus
41
Medien, TV-/ Radioprogramm
Forum & Leserbriefe
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
31,32
17
44
13
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41042
4 190655 802404
Dass Soldaten nicht zum Dienst erscheinen, kommt immer wieder mal vor – auch
wenn die sogenannte eigenmächtige Abwesenheit ein schweres Vergehen ist. Wer
„vorsätzlich oder fahrlässig“ länger als
drei Tage abwesend ist, muss laut Wehrstrafgesetz mit einer Freiheitsstrafe von
bis zu drei Jahren rechnen. Und wer versucht, sich dauerhaft dem Dienst zu entziehen, wird sogar wegen Fahnenflucht
belangt – dem Gesetz nach zu ahnden mit
einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Einen solchen Verdacht auf Fahnenflucht gibt es derzeit bei den Fallschirmjägern im niedersächsischen Seedorf – und
zwar einen mit brisantem Hintergrund.
Dort war ein Hauptgefreiter zunächst
für zwei Wochen krankgeschrieben – kzH
nennt man das bei der Bundeswehr,
krank zu Hause. Danach sei er „nicht zum
Dienst erschienen“, heißt es in einer internen Meldung über den Vorgang, der seit
Tagen Aufregung in der Truppe erzeugt.
Fahnenflucht an die Front
Desertierter Bundeswehrsoldat kämpft offenbar in der Ukraine
„Mit ihm fehlt seine Gefechtsausrüstung“, so steht es weiter in der Meldung.
„Ermittlungen haben ergeben, dass er
sich wahrscheinlich in die Ukraine abgesetzt hat, um dort die pro-russischen Separatisten zu unterstützen.“
Ein fahnenflüchtiger Fallschirmjäger
der Bundeswehr kämpft in der Ostukraine? Tatsächlich lässt die Herkunft des
deutschen Staatsbürgers einige Rückschlüsse auf mögliche Motive zu: Nach Angaben aus Militärkreisen kam er 1991 im
Gebiet der zerfallenden Sowjetunion zur
Welt. Da braucht es nicht viel Phantasie,
um sich auszumalen, was den Mann an
die Front getrieben haben könnte. Und es
deutet einiges darauf hin, dass er es sogar
dorthin geschafft hat – jedenfalls heißt es
in der Meldung über den Vorgang: „Nach
Aussage eines Zeugen“, der mit dem Fallschirmjäger über den beliebten Kurznachrichtendienst „WhatsApp“ Verbindung gehabt habe, „befand sich der Soldat bereits
in Gefechten in der Ukraine“.
Fallschirmjäger haben innerhalb der
Bundeswehr einen besonderen Status.
Sie begreifen sich selbst als Elitetruppe,
und das mit einigem Recht: Ihre Ausbildung ist besonders hart, dafür gilt ihre
Kampfkraft als besonders hoch, und eine
gehörige Portion Draufgängertum gehört
sowieso dazu. Nicht umsonst werden Fallschirmjäger auch eingesetzt, wenn deutsche Staatsbürger im Ausland in Sicherheit gebracht werden müssen. Sollte sich
der verschwundene Soldat also tatsäch-
lich den Separatisten angeschlossen haben, dürfte denen nun ein bestens ausgebildeter Kämpfer zur Verfügung stehen –
zumal der Mann aus Seedorf bereits vor
zwei Jahren in die Bundeswehr eingetreten ist, also einige Erfahrung hat. Damals
hatte er sich für vier Jahre verpflichtet.
Eine Schusswaffe allerdings habe er
nicht mitgenommen, wird in Militärkreisen versichert– jedenfalls keine der Bundeswehr. Das wäre auch schwer möglich
gewesen, schließlich werden die nicht zu
Hause aufbewahrt. Versuche, mit dem Soldaten oder seinen Angehörigen Verbindung aufzunehmen, seien „erfolglos“ geblieben, heißt es in der internen Meldung
zu dem Vorgang. Offiziell will sich die Bundeswehr nicht weiter äußern und verweist darauf, dass es hier um laufende Ermittlungen gehe. Wobei sich die Möglichkeiten, mehr über den Abtrünnigen herauszufinden, derzeit in engen Grenzen
halten dürften. christoph hickmann
Bahn soll schneller und pünktlicher werden
Staatskonzern erhält vom Bund eine Milliarde Euro jährlich mehr als bisher, um sein marodes Schienennetz auszubessern
Berlin – Die Deutsche Bahn soll nach dem
Willen von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) deutlich pünktlicher
und schneller werden. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung wird der
Bund dem Staatskonzern daher von 2015
an jährlich rund vier Milliarden Euro für
die Reparatur des Schienennetzes zur Verfügung stellen – mehr als eine Milliarde Euro mehr als bislang. Das Geld soll dazu dienen, alte Gleise, Weichen oder Signale auszutauschen sowie marode Brücken zu sanieren. Züge könnten dann an vielen Stellen im Netz wieder schneller fahren. Die Erhöhung der Mittel sei mit Finanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU) bereits abgesprochen, hieß es aus Ministeriumskreisen.
Hintergrund dieses „Investitionsprogramms Schiene“ ist die sogenannte Leis-
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vorbehalten –- Süddeutsche
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Jegliche
tungs- und Finanzvereinbarung, die der
Bund 2008 mit der Bahn abgeschlossen
hatte. Seither finanziert er nicht mehr jede
Maßnahme zur Reparatur einzeln. Stattdessen stellt er der Bahn jährlich pauschal
einen Betrag zur Verfügung, zuletzt 2,75
Milliarden Euro. Das soll ihr die Planbarkeit erleichtern.
Für welche Ersatzinvestitionen konkret
die Bahn das Geld verwendet, entscheidet
sie seither selbst. Im Gegenzug muss sie
die Infrastruktur so in Schuss halten, dass
sie bestimmten Qualitätskriterien genügt.
Gemessen wird das etwa daran, an wie vielen Stellen im 34 000 Kilometer langen
Streckennetz Züge langsamer als geplant
fahren müssen oder mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit sie im gesamten
Netz maximal unterwegs sein können.
Bahn-Chef Rüdiger Grube hat seit Längerem beklagt, dass das bislang vom Bund
für den Erhalt des Netzes zur Verfügung gestellte Geld nicht reicht. So seien 1300 der
insgesamt 25 000 Eisenbahnbrücken dringend sanierungsbedürftig, erste Sperrungen drohten, sagte Grube. Auch aus diesem Grund hat sich Dobrindt entschlossen, die Mittel nun deutlich aufzustocken.
Im Gegenzug wird er aber die Qualitätskriterien für die Bahn spürbar erhöhen. Erstmals wird es beispielsweise konkrete Anforderungen dafür geben, wie sich der Zustand der Brücken in den kommenden
fünf Jahren verbessern muss. Gelingt das
der Bahn nicht, drohen ihr pro Brücke
Strafzahlungen von zwei Millionen Euro.
Die Aufstockung der Mittel finanziert
Dobrindt zum Teil aus dem Haushalt, zum
Teil aus der Dividende, die die Bahn seit
ein paar Jahren an den Bund abführen
muss. Künftig sollen alle Gewinne aus dem
Schienennetz in voller Höhe unmittelbar
wieder zurück in die Infrastruktur fließen.
Damit will Dobrindt auch dem häufig geäußerten Vorwurf begegnen, wonach die
Bahn einen Teil der vom Bund für das
Schienennetz zur Verfügung gestellten Mittel für andere Konzernbereiche abzwackt.
Das Geld, das der Bund der Bahn für das
bestehende Netz zahlt, hat die Bahn stets
fristgerecht ausgegeben. Bei Geld, das für
den Neubau zur Verfügung gestellt wurde,
gelang das nicht immer. Zuletzt lag das oft
daran, dass Bürgerproteste ein Projekt verzögerten oder nach einer Schlichtung alternative Trassen untersucht werden mussten. daniela kuhr
Seiten 4 und 6
Berlin – Die von der Bundesregierung für
2015 in Aussicht gestellte Beitragssenkung
für viele Krankenversicherte könnte entfallen. Laut Schätzerkreis für das Gesundheitssystem werden die Ausgaben der gesetzlichen Kassen im kommenden Jahr um
4,1 Prozent auf insgesamt 209,5 Milliarden
Euro steigen. Die Einnahmen hingegen sinken nach den Angaben auf 198,3 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent
des Bruttolohns. Damit wäre er genauso
hoch wie gegenwärtig. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte hingegen
versprochen, dass etwa 20 Millionen der
insgesamt 52,5 Millionen Kassenmitglieder 2015 mit sinkenden Beiträgen rechnen
könnten.
gwb
Seite 6
Nach den Lokführern
streiken die Piloten
München – Nach dem Streik der Lokführer wollen nun die Piloten der LufthansaTochter Germanwings ihre Arbeit niederlegen. Nach Angaben der Gewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ soll der Streik an diesem Donnerstag um 12 Uhr beginnen und
bis Mitternacht dauern. Insgesamt 218 Flüge könnten betroffen sein, teilte Germanwings mit. Die Gesellschaft fliegt vor allem
Ziele in Europa an. Lokführer- und Pilotengewerkschaft hatten vereinbart, nicht zum
selben Zeitpunkt zu streiken. sz Seite 6
Gericht begrenzt
Kampfhunde-Steuer
Karlsruhe – Kommunen dürfen für
Kampfhunde keine exorbitant hohen Steuern erheben. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts dürfen gefährliche Hunderassen zwar deutlich höher besteuert werden als „Normalhunde“. Die
von der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub erhobene Jahressteuer von 2000 Euro sei aber zu hoch. Die Grenze liege bei
den jährlichen Kosten für einen Hund – also etwas über 1000 Euro.
jan Seite 7
Neuer Ebola-Fall
in amerikanischer Klinik
Washington – Bei der Behandlung eines
Ebola-Patienten in einem texanischen
Krankenhaus hat sich eine zweite Pflegekraft mit dem Virus infiziert. Wie US-Behörden am Mittwoch mitteilten, betreute
auch diese Helferin den Liberianer, der vergangene Woche in der Klinik in Dallas gestorben war. In einem Appell forderte der
UN-Sonderbeauftragte mehr Personal
und Ausrüstung für den Kampf gegen Ebola in Westafrika. sz
Wissen
Dax ▼
Dow ▼
Euro ▶
Xetra 17 Uhr
8603 Punkte
N.Y. 17 Uhr
16116 Punkte
17 Uhr
1,2762 US-$
- 2,52%
- 1,23%
+ 0,0105
DAS WETTER
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20°/ 9°
▼
NACHTS
Im Norden verbreitet Regen oder Sprühregen. Teilweise kräftige Regengüsse und
Gewitter vom Westen und Südwesten bis
in den Osten und ins nördliche Bayern. Die
Temperaturen bewegen sich zwischen 14
und 20 Grad.
Seite 17
Die SZ gibt es als App für Tablet
und Smartphone: sz.de/app
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Seele and Geist
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