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Auf neuen Pfaden durch Bosis Paradies - Lokalinfo AG

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GZA/PP 8048 Zürich
27. Jahrgang
BON.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Nr. 43
Probebehandlung Gratis
Giesshübelstrasse 106 8045 Zürich
www.tcm-hengfu.ch
Tel. 043 811 51 11
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Auf neuen Pfaden durch Bosis Paradies
Anderthalb Jahre lang sind
die Schauhäuser der Stadtgärtnerei in Albisrieden
aufwendig saniert worden.
Ab 1. November nun präsentiert sich die beliebte
grüne Oase in neuer
exotischer Pracht.
Lisa Maire
Beim Gang über die Wege und Trampelpfade des Tropenhauses ziehen
der Besucherin alle paar Schritte
wieder neue blumige Düfte in die Nase, und die Linse der Kamera ist dauerbeschlagen: Im Tropenhaus der
Stadtgärtnerei herrscht Waschküchenklima. Besonders wenn – wie gerade eben – die Nebeldüsen in Betrieb waren und dazu ein Mitarbeiter
mit dem Wasserschlauch unterwegs
war. 84 Prozent Luftfeuchtigkeit liest
Felix Tobler, stellvertretender Betriebsleiter der Stadtgärtnerei, auf
dem Klimacomputer ab. Wenn nicht
gerade die Befeuchtungsanlage läuft,
sind es etwa 60 Prozent. Sinke die
Luftfeuchtigkeit unter vorbestimmte
Minimalwerte, träten automatisch die
Nebeldüsen in Betrieb, erklärt Tobler.
Auch Temperatur und Beschattung
sind automatisiert.
Zur neuen Gebäudetechnik im
Tropen- und im Palmenhaus gehört
zudem ein sogenannter Energieschirm unter den neuen Dächern aus
Sicherheitsglas – eine Auflage der Behörden aus Sicherheits- und Energiespargründen. Um Wärmeverlusten
vorzubeugen, wird der Energieschirm beim Eindunkeln geschlossen
und am Morgen wieder geöffnet. Die
zentrale Steuerung sei dabei so einFortsetzung auf Seite 5
Ausblick auf das grüne Paradies des Palmengartens von den Schulungsräumen aus.
Farb- und Duftorgien im Feuchtklima des Tropenhauses. Im Bild ein Drachenbaum.
Fotos: Lisa Maire
Ein Stelzenbaum? Nein, ein
Schraubenbaum aus Madagaskar.
Haben sich in wenigen Wochen
prächtig akklimatisiert: Australische Baumfarne.
Publikumsliebling Bosi krächzt seinem Umzug von der
Voliere in die Freiheit des Palmenhauses entgegen.
Tram-2-Linienführung soll bleiben
Mörderische Frauen
Fördern Religionen Gewalt?
Die Quartierbevölkerung unterstützt die Empfehlungen der
Begleitgruppe an den Stadtrat: Das Tram 2 soll weiterhin in
der Badenerstrasse fahren, der 31er-Bus in der Hohlstrasse
bis Hermetschloo.
Seite 3
8 Frauen beschuldigen sich in der gleichnamigen Kriminalkomödie gegenseitig des Mordes am Familienvater – denn sie
alle haben ein Motiv. Zum ersten Mal bringt die Theatergruppe r67 ein reines Frauenstück auf die Bühne.
Seite 7
Interview mit Islamwissenschafterin Amira Hafner-Al Jabaji,
die im Kirchgemeindehaus Altstetten über gewaltfördernde
und friedensstiftende Traditionen im Islam und im Christentum referieren wird.
Letzte Seite
2
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
AKTUELL
«Das Beste kommt zum Schluss»
Die PBZ ist jetzt auch mobil
75 Jahre alt und immer
noch bestens bei Stimme –
Peter Kraus kommt auf
seiner Abschiedstour ins
Kongresshaus Zürich.
Mit der neuen PBZ-App, die es sowohl für Android- wie auch für
Apple-Smartphones und -Tablets
gibt, können PBZ-Kunden mobil ihr
Konto verwalten, ihre ausgeliehenen
Medien verlängern und nachschauen,
ob ihre reservierten Medien bereits
eingetroffen sind. Ein grosser Vorteil
der App besteht darin, dass sie die
Am vergangenen 18. März feierte Peter Kraus seinen 75. Geburtstag. Kurz
darauf, am 21. März, erschien sein
neues Album «Zeitensprung» und
jetzt, im Oktober und November, geht
die Rock’n’Roll-Legende wieder auf
Tournee. Diese wird eine ganz besondere werden: Unter dem Motto «Das
Beste kommt zum Schluss» verabschiedet sich der Ausnahmekünstler
nach rund 60 Jahren auf der Bühne
vom intensiven Tourleben.
«Bei meiner letzten grossen Tournee mit über 60 Terminen habe ich
zum ersten Mal bemerkt, dass mich
das Reisen und Performen in dieser
sehr intensiven Form angestrengt
hat», sagt Peter Kraus. «Denn ich bin
vom Typ her so, dass ich immer alles
gebe und mich nicht schone. Ich habe
mich mit meiner Familie beraten und
beschlossen, dass ich kürzertreten
werde.»
«Das Beste kommt zum Schluss»
ist also definitiv die letzte grosse Tour
des Ausnahmekünstlers nach rund 60
Jahren auf der Bühne. Das Publikum
kommt dabei in den Genuss eines Peter Kraus in Bestform – unterhaltsam,
humorvoll und mit dem für ihn so typischen Schuss Ironie. Dabei wird er
nur Hits singen – seine eigenen und
auch die von anderen Interpreten.
Peter Kraus hat in diesem Jahr
auch sein neues Album «Zeitensprung» aufgenommen. Dabei geht es
ANZEIGEN
Kunden daran erinnert, wann ein
ausgeliehenes Medium fällig ist. Mit
der App vereinfacht sich auch die Büchersuche im Katalog der PBZ. Durch
eine für Smartphones optimierte Ansicht gestaltet sich die Titelsuche effizienter. (pd.)
www.pbz.ch/onleihe
AKTUELLES VOM HAUSEIGENTÜMERVERBAND
Publireportage
Schimmel vermeiden
dank gezieltem Lüften
Hat Musik-, Film- und TV-Geschichte geschrieben: Peter Kraus.
darum, deutsche Hits der Gegenwart
in die 50er zu transferieren. Also in
den Sound jener Zeit, die er – wie kein
Zweiter – als Teenie-Star musikalisch
mitbestimmte. «Ich finde, dass all die
Hits von Tim Bendzko, Rosenstolz
über Culcha Candela und Marteria bis
zu Ute Freudenberg und Udo Lindenberg, die wir neu im Fifties-Sound
aufgenommen haben, einen ganz neuen Charme versprühen», erläutert
Kraus die Album-Idee. (pd./ mai.)
Sonntag, 9. November, 19 Uhr, Kongresshaus, Claridenstr. 5, 8002 Zürich.
Foto: zvg.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 3x 2 Tickets für
das Konzert von Peter Kraus am
9. November im Kongresshaus
Zürich. Wer gewinnen will,
schreibt ein Mail mit Betreffzeile
«Peter Kraus» und Absender an
lokalinfo@lokalinfo.ch oder eine
Postkarte an: Lokalinfo AG
Wettbewerb Peter Kraus
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Bei tiefen Temperaturen bleiben Bewohnerinnen und Bewohner von
Häusern und Wohnungen gerne drin.
Das kann zu einem höheren Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft führen. In
städtischen Gebieten mit vielen Erwerbstätigen wird häufig nur morgens und abends gelüftet, nicht aber
tagsüber. Um in der Nacht dann in
«frischer Luft» schlafen zu können,
werden die Fenster die ganze Nacht
offen gelassen. Dies führt in Nächten
mit tiefen Temperaturen zu einem
Auskühlen der Mauern. Dadurch
kann sich an exponierten Stellen
Kondenswasser bilden, das dann zu
einem willkommenen Nährboden
wird für Schimmel.
Am besten wird eine Wohnung
täglich zwei- bis viermal während
rund fünf Minuten durch vollständiges Öffnen der Fenster gelüftet. Idealerweise sind die Fenster je auf einer
Seite der Wohnung, damit ein erwünschter Durchzug entsteht. Durch
das «Querlüften» wird die zu feuchte
Hans Barandun.
Foto: zvg.
und «verbrauchte» Luft rasch erneuert, ohne dass sich die Wohnung zu
sehr abkühlt und mit viel Energie
wieder aufgewärmt werden muss.
Unbedingt zu vermeiden ist ein Dauerlüften durch offene Kippfenster:
Damit wird nur die «Umgebung geheizt», nicht aber die Wohnräume.
Hans Barandun, Leiter
Verwaltung/Bewirtschaftung,
Hauseigentümerverband Zürich
Hauseigentümerverband Zürich,
Albisstrasse 28, 8038 Zürich,
Tel. 044 487 17 00.
Zürich West
AKTUELL
Nr. 43
23. Oktober 2014
3
AUF
EIN WORT
IN KÜRZE
Rollstuhl-Eisgleiter
Die Stiftung Cerebral stellt verschiedenen Eisbahnen in der Region Zürich sogenannte Eisgleiter
zur Verfügung, damit Menschen
im Rollstuhl Kunsteisbahnen nutzen können. Die «Plattformen auf
Kufen» passen zu den meisten
Handrollstuhl-Modellen. Die ZSC
Lions haben für das Projekt das
Patronat übernommen.
Andreas Minor
Im Toni-Areal bekommen Studierende nun an einem schicken Ort,
einer eigentlichen Kulturfabrik, ihre Bildung eingetrichtert – wie früher Gläschen ihr Joghurt.
Durch den Umzug wurden
Dutzende von Liegenschaften in
der Stadt Zürich frei. Wer aber
glaubt, nach der Toni-Areal-Eröffnung sei nun wahnsinnig viel
Moderne S-Bahnen
Seit 2011 modernisiert die SBB
im Auftrag des ZVV die Zürcher
S-Bahn-Züge der ersten Generation mit Klimatisierung, revidierten Innenräumen und grösseren
Einstiegszonen. Bis 2018 sollen
alle Einheiten für weitere 20 Jahre fit gemacht werden. Bisher
wurden 25 der 115 Kompositionen dem Bahnbetrieb übergeben.
Bahnhofstrasse
Die Sanierung und Neugestaltung
der Bahnhofstrasse wurde zwei
Wochen früher als geplant abgeschlossen. Die Arbeiter ersetzten
sämtliche Tramgleise, pflanzten
neue Bäume, bauten die Haltestellen behindertengerecht aus
und setzten energiesparende
Leuchten ein. Zudem wurden die
Entwässerung neu organisiert
und das Glasfasernetz verlegt.
Wohneigentum
Der Index für die Zürcher Wohneigentumspreise (ZWEX) ist im
dritten Quartal 2014 um 1,6% gesunken. Im Vorjahresvergleich ist
das ein Minus von 1,4%. Der
ZWEX wird im Auftrag der ZKB
mit einer Datenbasis von rund
17 600 Transaktionen von Einfamilienhäusern und Stockwerkeigentum berechnet.
«Goldene Maske»
Die Gesellschaft der Freunde des
Schauspielhauses vergibt am 26.
Oktober im Schiffbau die «Goldene Maske». Die Auszeichnung für
besondere Verdienste auf und hinter der Bühne geht an die Leiterin
des Jungen Schauspielhauses, Petra Fischer, und den als Inspizienten am Schauspielhaus tätigen
Aleksandar Sascha Dinevski.
PBZ-App
Dank einer neuen App für Android- und Apple-Smartphones
und -Tablets können Kunden der
Pestalozzi-Bibliothek mobil ihr
Konto verwalten, ihre ausgeliehenen Medien verlängern und
nachschauen, ob ihre reservierten Medien bereits eingetroffen
sind. Die App erinnert Kunden
auch, wenn ein Medium fällig ist.
Wintersportrabatte
Das Sportamt vermittelt bis 12.
November Wintersportausrüstungen an Zürcher Schülerinnen und
Schüler ab dem Kindergarten.
Fünf Fachgeschäfte gewähren 10
bis 20 Prozent Rabatt auf Skiund
Snowboard-Saisonmieten.
Bestellformulare sind beim Sportamt (Tel. 044 413 93 93 oder unter www.sportamt.ch) erhältlich.
Kaum jemand will die Tramumleitung zum Bahnhof Altstetten (hintere Tafel), die von der Stadt vorgeschlagen
wurde: Fast alle Quartierbewohner votieren für die bisherige Linienführung in der Badenerstrasse.
Foto: ho.
Applaus für Tram-2-Arbeit
Mit Bravo-Rufen und Applaus
quittierten 500 Quartierbewohner die Vorschläge der
Begleitgruppe zum Tram 2.
Es soll nicht zum Bahnhof
fahren, sondern weiterhin
in der Badenerstrasse.
Thomas Hoffmann
«Es ist fast schon kitschig», meinte
Stadtrat Filippo Leutenegger zu den
vielen versöhnlichen Voten vom Montagabend. Bislang hatte die Quartierbevölkerung im Hotel Spirgarten stets
wort- und lautstark Kritik geübt. Nun
spendete sie Applaus – auch für die
Verwaltung. Ermöglicht hatte «das
Wunder von Altstetten» der Gesamtstadtrat, indem er einen Dialog mit
dem Quartier aufgleiste.
Wegen der steigenden Pendlerzahlen und der Limmattalbahn (LTB),
die ab 2019 zum Bahnhof Altstetten
fährt, wollten die VBZ das Tram 2 an
den Bahnhof umleiten. Dagegen
wehrte sich das Quartier, das eine
Verödung des zentralen Lindenplatzes befürchtete. Und auch der
Gemeinderat forderte, auf die Umleitung zu verzichten. Beim Dialog
wirkten in der Begleitgruppe rund 30
Personen aus dem Quartier mit: Anwohnende, Gewerbetreibende und
Politiker. Nach fünf intensiven Sitzungen und einer Begehung haben sie
einstimmig vier Empfehlungen an
den Stadtrat verabschiedet («Zürich
West» vom 2. Oktober). «Dabei haben wir Konsense erzielt, nicht nur
Kompromisse»,
betonte
Alfred
Portemonnaie-Räuber
im Kreis 4 gefasst
Am Mittwoch vergangener Woche
verhaftete die Stadtpolizei einen 33jährigen Mann, der ein Serviceportemonnaie entwendet und die Angestellte eines Lokals bedroht hatte.
Kurz vor 21 Uhr wurde die Stadtpolizei zum Schöneggplatz gerufen,
weil dort die Angestellte eines Restaurants von einem Unbekannten bestohlen und bedroht worden war. Die
Frau hatte sofort die Verfolgung des
Diebes aufgenommen. Als er es bemerkte, bedrohte er die Frau mit einer Spritze, entnahm Notengeld aus
dem Portemonnaie, warf es weg und
rannte davon, schreibt die Polizei.
Anhand des Signalements konnten
die ausgerückten Polizisten den mutmasslichen Räuber, einen 33-jährigen Schweizer, kurze Zeit später an
der Magnusstrasse verhaften. (zw.)
Gnehm vom Quartierverein Altstetten. Er erntete für jede Empfehlung
Applaus – für den Tramvorschlag gar
Bravo-Rufe.
Stadtrat will bald entscheiden
Über diese vier Empfehlungen konnte die Quartierbevölkerung am Montagabend diskutieren:
• Auf die geplante Verlegung der
Tramlinie 2 ist zu verzichten. Wir
empfehlen, die Tramlinie 2 weiterhin
über die Badenerstrasse – unter Beibehaltung der Tramhaltestelle Bachmattstrasse – zu führen.
• Den geplanten Endhalt der Buslinie
31 mit einer Wendeschlaufe über den
Altstetterplatz lehnen wir ab. Wir
empfehlen, die Buslinie 31 wie bisher
auf der Hohlstrasse bis zum neuen
Endhalt Hermetschloo fahren zu lassen.
• Die Aufenthaltsqualität in der Altstetterstrasse soll erhöht, die Bedingungen für den Fuss- und Veloverkehr verbessert werden. Die Liegenschaften und Betriebe an der Altstetterstrasse müssen über die Altstetterstrasse mit dem Auto erreichbar
bleiben, das gilt auch für Anlieferungen.
• Die Bushaltestellen am Bahnhof
Altstetten sollen so angeordnet werden, dass der Zugang zum Bahnhof
möglichst kurz und sicher ist.
Die rund 500 Anwesenden sprachen sich deutlich dafür aus, diese
Empfehlungen dem Stadtrat vorzulegen. Der wird voraussichtlich noch
dieses Jahr über das weitere Vorgehen entscheiden, heisst es in einer
Medienmittelung. Ob auch die Verwaltung diese Lösungen als sinnvoll
erachte, wollte ein Herr wissen.
FDP-Stadtrat Leutenegger antwortete
gleich selbst: «Wir stehen im Dienst
der Menschen von Zürich, und nicht
umgekehrt.» Für seine Voten und seine Moderation erntete er an diesem
Abend viel Lob.
Und wie wollen nun die VBZ die
grösseren Pendlerströme bewältigen,
die das Tram 2 aufnehmen sollte?
Die Antwort erstaunt: Man will bei
den Buslinien den Takt verdichten
und die Buslinie 95 nicht aufheben.
Das scheint zu genügen, um auf das
100-Millionen-Projekt fürs Tram 2
verzichten zu können. Noch ist es
allerdings im kantonalen Budget enthalten. Die SVP hatte letztes Jahr den
Antrag gestellt, die Gelder für das
Projekt Tramentwicklung Altstetten
zu streichen («Zürich West» berichtete), war damit aber gescheitert. Nun
werde sie einen erneuten Vorstoss
unternehmen, verriet SVP-Kantonsrat Lorenz Habicher.
Weitere Baustellen warten
Mit der Beibehaltung der bisherigen
Linienführung des 2er-Trams sind
die Probleme in Altstetten noch nicht
gelöst. Die Diskussion vom Montag
zeigte die nächsten Baustellen auf:
Wie soll die Aufwertung für die Altstetterstrasse konkret aussehen? Wie
löst man das Umsteigeproblem beim
Bahnhof und die Gestaltung des
Farbhofs, wo Tram 2 und LTB zusammentreffen? Das werde noch
grosse Diskussionen geben, prophezeite Filippo Leutenegger. Ungemach
bahnt sich zudem für die LTB an,
deren Projekt von einigen Altstettern
mehrfach kritisiert wurde.
Verletzte bei Schlägereien
Über das Wochenende kam
es in den Kreisen 4 und 5
zu einigen Auseinandersetzungen, bei welchen
mehrere Personen verletzt
wurden. Die Stadtpolizei
sucht Zeugen.
Am frühen Samstagmorgen, 18. Oktober, kurz nach 1 Uhr schlug ein Unbekannter an der Dienerstrasse 52,
im Kreis 4 einem 23-jährigen Afghanen eine Flasche gegen den Kopf und
flüchtete danach. Mit Gesichtsverletzungen musste das Opfer ins Spital
gebracht werden, schreibt die Stadtpolizei Zürich in ihrer Medienmitteilung. Rund zwei Stunden später kam
es an der Knüslistrasse 3 im Kreis 4
zu einer Auseinandersetzung. Dabei
wurde ein 33-jähriger Schweizer von
zwei Unbekannten, einem Mann und
einer Frau, mit einem massiven Gegenstand attackiert und zu Boden geschlagen. Als das Opfer am Boden
lag, wurde es zudem noch mit Fusstritten gegen den Kopf eingedeckt.
Danach flüchtete das unbekannte
Paar. Mit mittelschweren Kopfverletzungen musste der Mann ins Spital
geführt werden.
Etwa um 1.15 Uhr wurde ein 17jähriger Schweizer an der Limmatstrasse 118 im Kreis 5 von einem Unbekannten tätlich angegangen und
am Kopf verletzt. Auch er musste ins
Spital gebracht werden.
Personen, die Angaben zu den geschilderten Vorfällen machen können, werden gebeten, sich bei der
Stadtpolizei, Telefon 0 444 117 117,
zu melden. (zw.)
Die grosse Rochade
macht viele glücklich
Platz, ja Leerraum entstanden,
täuscht sich.
Jubeln darf man trotzdem.
Denn nun kommen andere «Bedürftige» auf ihre Rechnung. Was
frei wurde, saugen diverse Bildungsinstitute gierig auf. So wird
am Florhof 6, der vor allem durch
das Departement Musik der ZHDK
genutzt wurde, weiterhin viel Musik zu hören sein. Denn die Musikschule Konservatorium Zürich,
kurz «Konsi», füllt den Florhof 6
locker. Die grösste Musikschule
des Landes hat über 500 Schülerinnen und Schüler, die bisher an
150 Standorten unterrichtet werden mussten. Nun kann sich das
«Konsi» konzentrieren. Und durch
einfachere Abläufe, weniger Hin
und Her darf auch an einen noch
besseren Musikunterricht gedacht
werden.
Das Allerbeste an der Geschichte: Diese Rochade macht ihrerseits wieder eine Rochade möglich, weil das «Konsi» seinerseits
mindestens drei Gebäude freigeben kann. Da wird sicher wieder
jemand über freien Platz jubeln.
Dass der Stadtrat 30 Millionen
Franken für den Kauf des Florhof
6 bereitstellen will, ist mutig und
richtig. 3,5 Millionen müssen zudem für Umbauten und Sanierungen bereitgestellt werden.
Nun ist zu hoffen, dass auch
das Stadtparlament hinter der
«Konsi-Konzentration»
steht.
Beim Geldausgeben ist das immer
eine schwierige Sache.
Je nachdem müssen auch wir
Bürger ran – und an einer allfälligen Abstimmung unser Votum zur
Sache abgeben. Aber nur, wenn
die Gemeinderätinnen und -räte
vor lauter Sparstrumpf-Denken
kein Musikgehör haben.
Neue Post Letzibach
öffnet am 12. Januar
Die Post will die Poststelle Zürich 66
im Einkaufszentrum Letzipark aufheben und einige Hundert Meter entfernt in die neue Überbauung Letzibach an der Hohlstrasse 498 verlegen. Geplant ist dort eine moderne
Filiale mit offenen Schaltern. Postfächer gehören am neuen Ort allerdings nicht mehr dazu. Das hat die
Gemüter im Quartier jedoch kaum
bewegt («Zürich West» vom 7. August). Inzwischen steht der Eröffnungstermin der neuen Poststelle
fest: Zürich 66 Letzibach öffnet am
Montag, 12. Januar 2015, die Türen.
Bis dahin bleibt die aktuelle Filiale
zuoberst im Einkaufszentrum Letzipark in Betrieb, heisst es in einer
Mitteilung der Post. Mitte Dezember
will sie mit einem Flugblatt über die
Einzelheiten informieren. (zw.)
4
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
Baureportage Wohnüberbauung Oasis
«Oasis»: Innovative Architektur, kreativ realisiert
In Witikon entstehen an guter Lage
22 Eigentumswohnungen in drei
Gebäuden. Die Wohnüberbauung
Oasis zeichnet sich durch variantenreiche und flexible Grundrisse
mit 2½ bis 5½ Zimmern aus.
Die Neuüberbauung Oasis an der Witikonerstrasse 486 in Witikon besticht durch ihren zurückhaltenden klassischen Stil. Durch die aussergewöhnliche Form der Gebäudehülle sind
die Wohnungsgrundrisse spannend und alles
andere als 08/15. Grosszügige Innenflächen
charakterisieren die Grundrissgestaltung der
2½- bis 5½-Zimmer-Wohnungen, teilt die Immovesta AG, die für die Vermarktung der Wohnungen zuständig ist, mit. Die offenen Räume
bilden die Basis für individuelle Einrichtungswünsche und ermöglichen eine gute Möblierbarkeit. Wegen der grossen Fensteröffnungen
auf allen drei beteiligten Fassadenseiten sind
die Wohnungen stets lichtdurchflutet. Sitzplätze
und gedeckte abgerundete Balkone ergänzen
im Freien das Raumangebot und laden zum
Verweilen ein.
Es kommen ausschliesslich hochwertige
Materialien zur Anwendung. Besonders erwähnenswert sind die exklusiven Bulthaup-Küchen,
das schöne Mosaik in den Nasszellen sowie die
hochwertigen, gebürsteten Landhausdielen, die
zum Standard gehören. Die 3½-Zimmer-Wohnungen sind 90 bis 107 Quadratmeter gross,
die 4½-Zimmer-Wohnungen 110 bis 122 Quadratmeter und die 5½-Zimmer-Wohnungen
124 bis 150 Quadratmeter. Zudem gibt es Lofts
im Attikageschoss. Das Treppenhaus ist in modernster Sichtbetonweise erstellt. Ein Lift ist
vorhanden, die Überbauung ist rollstuhlgängig.
Die zueinander versetzte Positionierung der
3- bis 4-geschossigen Gebäude einerseits und
die durchdachte Anordnung der Wohnungen
und Zimmer andererseits schaffen einander abgewandte Räume, wo man sich ungestört zurückziehen kann. Die Gartenwohnungen haben
private Bereiche mit Sitzplatz und Sichtschutz
zwischen den Vorgärten und allgemeinen Flächen. Dem gegenüber stehen die Fusswege,
Aufenthaltszonen und allgemein zugänglichen
Rasen- und Grünflächen zwischen den Gebäuden, die gemäss Immovesta AG das nachbarschaftliche Zusammenkommen begünstigen
und ermöglichen.
Die Neuüberbauung Oasis besticht durch ihren klassischen Stil.
Minergie zertifiziert
Fotos: zvg.
Die Überbauung wird im Minergiestandard erstellt, die Wärmegewinnung findet mittels Erdsonde statt. Jede Wohneinheit verfügt über eine
eigene Komfortlüftung. Das Qualitätslabel Minergie steht für optimalen Wohnkomfort und
garantiert einen geringen Energieverbrauch.
Des Weiteren gehört zur Neuüberbauung
ein grosszügiges Parkplatzangebot in der Tiefgarage. Aber auch die Erschliessung der Neubausiedlung mit Auto, ÖV und zu Fuss ist gut.
Die Bushaltestelle befindet sich unmittelbar vor
der Haustür.
Eine Rohbaubesichtigung ist zurzeit möglich. Der Bezug ist auf 1. April 2015 geplant.
(pm.)
www.oasis-zuerich.ch, Kontakt: Gisela Büscher, Telefon 044 279 75 55, gisela.buescher@immovesta.ch.
Die offenen Räume bilden die Basis für individuelle Einrichtungswünsche.
20 Jahre
hofstetter-elektro.ch
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Pensionierter Treuhänder sucht Platz/Zimmer
für tageweise PC-/Telefon-Benützung + Übernachtung.
Keine Besuche, NR. Kann gelegentliche Arbeiten erledigen.
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Seriös und fair, Hr. Braun, 076 241 88 25
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Telefon 078 820 44 13
Jede Woche
das Neueste und Aktuellste
aus dem Quartier:
www.lokalinfo.ch
KLEINANZEIGEN
Bitte an prorapid@bluewin.ch oder SMS 079 600 69 24.
Kleinanzeigen kosten pro Doppelzeile Fr. 20.-. Chiffrezuschlag Fr.
5.- Bargeld beilegen und mit dem Coupon einsenden an: Lokalinfo
AG, «Kleinanzeigen», Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich. Diese Inserate
sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr,
bei uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text
bitte in Blockschrift ausfüllen (pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder
Wortzwischenraum).
❏ Freizeit/Ferien
❏ Unterricht/Kurse
❏ Fitness/Gesundheit
❏ Musik/Unterhaltung
❏ Diverses
❏ Fahrzeuge
Name/Vorname:
Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
Zürich West
AKTUELL
Nr. 43
23. Oktober 2014
5
Kindgerechtes Lernen
statt Förderwahn
Wettbewerb Zollhaus:
grosse Beteiligung
Am Montag, 27. Oktober, hält Kinderarzt
und
Entwicklungsspezialist
Remo Largo im Gemeinschaftszentrum Loogarten ein Referat über das
kindliche Lernverhalten.
Kinder werden mit einem genuinen Drang geboren, die Welt so weit
zu verstehen, dass sie sich darin bewähren können. Sie wollen nicht Beliebiges lernen und oft schon gar
nicht das, was die Erwachsenen als
wichtig erachten. Sie wollen das lernen, was aufgrund ihres aktuellen
Entwicklungsstandes für sie wichtig
ist. Und die Kinder wollen die Art
und Weise, wie sie lernen, selbst bestimmen können.
Eltern werden immer mehr durch
Medien, Fachleute und eine eigentliche Förderindustrie genötigt, die Entwicklung ihres Kindes frühzeitig und
mit einem grossen Angebot an Reizen voranzutreiben. Wenn Kinder jedoch fremdbestimmt lernen müssen,
werden sie verstimmt, passiv und ihre Neugierde erlischt. Erwachsene
sind zudem versucht, Lernprozesse
abzukürzen, weil sie nur das Endprodukt, beispielsweise eine bestimmte
Fertigkeit, im Auge haben. Für die
Kinder ist aber nicht das Endprodukt, sondern der Weg dahin wesentlich. Die Aufgabe der Erwachsenen
ist es, den Kindern die für ihre Entwicklung notwendigen Erfahrungen
zu ermöglichen, ohne ihnen erwachsene Vorstellungen aufzuzwingen.
Remo Largo, Autor verschiedener
Bücher zur Kindererziehung, spricht
an diesem Abend im GZ Loogarten
zum Thema «Kind und Lernen». (e.)
Die Stadt Zürich hatte im Auftrag der
Genossenschaft Kalkbreite den Architekturwettbewerb Zollhaus international ausgeschrieben. Gesucht
werden Projektvorschläge für einen
Wohn- und Gewerbebau auf dem
Areal «Zollstrasse West» im Kreis 5.
Über 200 Büros aus dem In- und
Ausland haben sich angemeldet.
Im Februar 2013 erhielt die Genossenschaft von den Grundeigentümerinnen SBB und Stadt Zürich
das knapp 5000 m2 grosse Bauareal
«Zollstrasse West» an der Ecke
Lang-/Zollstrasse im Industriequartier zum Kauf angeboten, 2014 wurde der Vertrag unterzeichnet. Entwickelt, umgesetzt und gelebt werde
das Zollhaus nach den Grundsätzen
der gesellschaftlichen, ökologischen
und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit,
schreibt die Genossenschaft. Von Juli
2013 bis Anfang 2014 haben rund 50
Interessierte aus Genossenschaft und
Quartier die gemeinsame Vision für
das Zollhaus entwickelt. Sie bildet die
Grundlage des Wettbewerbs. Die Vorgaben des Gestaltungsplans erlauben
eine maximale Geschossfläche von
12 000 m2. Angestrebt wird ein Mix
aus Wohnen (60 Prozent) und Gewerbe (40 Prozent); für die Überbauung
ist gemäss Machbarkeitsstudie mit
Erstellungskosten von rund 44 Millionen Franken zu rechnen. Die Genossenschaft Kalkbreite hat sich gemäss
ihrer Pressemitteilung bewusst für
das niederschwellige Verfahren eines
offenen, anonymen Projektwettbewerbes entschieden. Bis 13. Februar
2015 haben die teilnehmenden Architekturbüros Zeit, ihre Vorschläge
auszuarbeiten. Die Jurierung der eingereichten Beiträge im kommenden
Frühjahr wird öffentlich durchgeführt. (pd.)
Vortrag von Remo Largo: «Kindgerechtes
Lernen statt Förderwahn». Montag 27.
Oktober, 19.30 Uhr. Vortragsdauer: etwa
45 Minuten. Anschl. Diskussion. Fr. 20.–,
GZ Loogarten, Salzweg 1, 8048 Zürich.
Der Alpaufzug über die Rampe dürfte eines der Highlights des Fests werden.
Fotomontage: zvg./MAS Spatial Design ZHdK
Kreatives Eröffnungsfest fürs Toni-Areal
Die Zürcher Hochschule der
Künste feiert am Samstag
von 17 bis 2 Uhr ihren neuen
Campus Toni-Areal mit dem
Fest Creative City, bei dem
das Areal zum ersten Mal
künstlerisch inszeniert wird.
Am 25. Oktober wird sich die ehemals grösste Molkerei Europas in eine pulsierende Stadt der Kreativität
verwandeln. Künstlerischer Leiter
des Fests ist Matthias Ziegler. Inspiriert hat ihn das Bild der Architekten
von EM2N, die das Toni-Areal als
Stadt in der Stadt sehen. Die Besucherinnen und Besucher von Creative
City sind eingeladen, sich durch die
Gassen treiben zu lassen, auf Plätzen
zu verweilen, an Quartierfesten teilzunehmen und architektonische Sehenswürdigkeiten wie die Rampe zu
erwandern. Für Festlaune sorgt ein
Programm, das von Musikern, Künstlerinnen, Filmleuten, Schauspielerinnen, Tänzern und Designerinnen der
Zürcher Hochschule der Künste
(ZHdK) gestaltet wurde.
Um 2 Uhr in die Verlängerung
Das Fest Creative City sei der fulminante Start in eine neue Ära der Zürcher Hochschule der Künste, schreiben die Organisatoren. Der Eintritt
ist frei. Die fünf Quartierfeste der Departemente der ZHdK bieten Tafel-
freuden und Tanzparkett, Überraschungen und Gemütlichkeit. Ein urban interpretierter «Alpaufzug» über
die Rampe, eine vom Broadway inspirierte «Show for Toni» im Musikklub Mehrspur und eine krachende
Baustellensinfonie sind nur drei der
künstlerischen Attraktionen, die von
Studierenden und Dozierenden für
das ZHdK-Fest geschaffen wurden.
Am Ende des Fests, um zwei Uhr
nachts, wird auf die Winterzeit umgestellt und Creative City geht in die
Verlängerung. (zw.)
Creative City – das ZHdK-Fest. Samstag,
25. Oktober, 17 bis 2 Uhr, Toni-Areal,
Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich.
www.zhdk.ch/creativecity.
Auf neuen Pfaden durch Bosis Paradies
Fortsetzung von Seite 1
gestellt, dass es zu keinen brüsken
Temperaturunterschieden
komme,
erklärt Tobler. Dank der neuen Gebäudetechnik und zusätzlichen Mauerdämmungen konnte der Energiebedarf der Schauhäuser um fast die
Hälfte gesenkt werden. Geheizt wird
übrigens seit 2008 mit Pellets und
Biogas.
Begehbarer Senkgarten
Nach dem Einbau des Energieschirms
steht der Raum im Dachbereich nun
allerdings nicht mehr den Pflanzen
zur Verfügung. Das Problem im Palmenhaus haben Gärtner und Planer
gelöst, indem sie den Boden tiefer legten. So entstand ein Senkgarten, der
mit kleinen Terrassen, Aussichtsplattformen und einem Bächlein eine ganz
neue Attraktion darstellt: Über kleine
«Trampelpfade» können Besucherinnen und Besucher direkt in den
Dschungel eintauchen. «Die Pflanzzenwelt ist nun dreidimensional erlebbar», fasst Tobler zusammen.
Zum üppigen Pflanzenparadies in
den beiden Schauhäusern gehören
über hundert Neuerrungenschaften:
tropische Grosspflanzen, die in Europas grösstem Gewächshaus in Holland
eingekauft wurden. Vom Papaya- über
den Kampferbaum, die Bismark- oder
die Flaschenpalme bis zur (1,6 Tonnen schweren) Würgepalme oder dem
australischen Baumfarn. Von Letzterem haben die Stadtgärtner gleich
mehrere bestellt, damit ein kleiner
Baumfarnwald entsteht. Nach zwei
Monaten auf dem Schiff und in Quarantäne als blosse Strünke ohne ein
Blättchen Grün angekommen, fühlen
sich die Exoten – bis auf eine Ausnah-
Im neuen Besucherfoyer gibts auch Kois und Schildkröten.
Ein Wasservorhang «bespielt» den Eingang zum Tropenhaus.
me – im Palmenhaus offenbar schnell
zu Hause: «Das alles ist in vier bis
fünf Wochen gewachsen», sagt Felix
Tobler und weist lachend zu den
schönen, filigranen Farnwedelkronen
der Bäume hinauf.
Zu den Attraktionen im Tropenhaus gehört eine Tuffsteinwand mit
verschiedensten tropischen Orchideen
aus eigener Zucht. Ihre filigrane Blütenpracht ist ebenso schön anzuschauen wie die verschiedenen Epiphyten (Aufsitzerpflanzen), die einen
mächtigen Akazienstamm in Beschlag
genommen haben – einen alten Baum
aus dem Quartier, der geholzt werden
musste, wie Tobler erklärt.
sein, informiert Tobler. Der Grund: Etliche der hier wachsenden Pflanzen
sind hochgiftig oder verursachen
Hautreizungen. Mit ihnen dürfen Besucher nicht in Kontakt kommen.
Ansonsten können die Schauhäuser bis in die hinterste Ecke erkundet
werden. Der ganze öffentliche Bereich
sei nun auch behindertengerecht und
generell viel attraktiver gestaltet, betont Tobler. Das neue Info-Foyer in
den ehemaligen Lagerräumen und der
Orangerie lädt mit Getränke- und
Snackautomat und diversen Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Am Eröffnungstag, am 1. November, können
kleine Gäste in der neuen Orangerie in
einem Riesen-Sandkasten mit über 50
Tonnen erstklassigem Spielsand buddeln. In einer Ecke des Subtropenhauses können Hobbygärtner künftig jeweils am Mittwochnachmittag ihre
Pflanzen umtopfen lassen oder erhalten gratis und franko Expertenrat.
Raritäten im Subtropenhaus
Beim Gang über die geometrisch (Tropenhaus) oder geschwungen (Palmenhaus) angelegten Wege fällt der Blick
immer wieder auf kleine weisse Säckchen, die im Blattwerk hängen. Sie
enthalten Schlupfwespen oder Raubmilben – Nützlinge, die Pflanzenschädlingen wie Läusen oder Spinnmilben zu Leibe rücken.
Angrenzend ans Tropenhaus, anstelle zweier abgebrochener Gewächshäuser, lädt nun ein spezielles Subtropenhaus zum Besuch. Hier gedeihen
vorwiegend Pflanzen aus den Trockengebieten von Madagaskar – alles
Raritäten, die passionierte Pflanzensammler aus Höngg und Unterengstringen der Stadtgärtnerei für einen
symbolischen Betrag vermacht hatten.
Das kostbare Erbe wird in der Stadtgärtnerei weitergezüchtet. Tobler:
«Wir bestäuben die Blüten, ernten die
Samen.» Die Nachkömmlinge werden
dann getauscht oder auch verkauft,
unter anderem auch im Zoo-Shop in
der Masoalahalle. Der Erlös geht an
Hilfsprojekte in Madagaskar.
Das Subtropenhaus werde für Besucher aber nicht komplett geöffnet
Fotos: mai.
Auch einen Raum für spezielle Ausstellungen gibt es nun und – im Rahmen des neu ausgerichteten Betriebskonzepts der Stadtgärtnerei unter
dem Motto «Produktion für Bildung» –
Schulungsräume mit Fensterfront zum
Palmenhaus. Die Räume bieten Platz
für bis zu 100 Personen und können
auch gemietet werden.
Bei all den Neuigkeiten bleibt aber
eines gleich: Bosi ist wieder mit von
der Partie. Der zutrauliche Riesentukan und seine kleineren gefiederten
Kumpel kehren demnächst aus ihrer
Voliere ins grüne Paradies des Palmenhauses zurück, wo sie wie eh und
je frei über die Köpfe der Besucher
hinwegsegeln dürfen.
Stadtgärtnerei, Sackzelg 27, 8047 Zürich.
Ab 1. November täglich (!) 9–17.30 Uhr geöffnet. Besondere Anlässe bis Ende Jahr:
Adventsausstellung 22./23. November,
Christbaumverkauf 16.–23. Dezember, Orchideenausstellung: 27. Dez.–1. Januar.
6
Zürich West
Nr. 43
AKTUELL
23. Oktober 2014
Sonntagsanlässe
im GZ Loogarten
KIRCHEN
Röm.-kath. Kirchgemeinde
Herz Jesu Wiedikon
www.herzjesu-wiedikon.ch
Donnerstag, 23. Oktober
9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
18.30 Gottesdienst, AH Sieberstr.
Freitag, 24. Oktober
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
Samstag, 25. Oktober
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
17.00 Eucharistiefeier, Oberkirche
Sonntag, 26. Oktober
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
10.00 Eucharistie, Pace e Bene mit
Brunch, musikalischer Gast:
Markus Neurohr, Unterkirche
Dienstag, 28. Oktober
19.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
Donnerstag, 30. Oktober 2014
9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
18.15 Gottesdienst, AH Burstwiesen
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Wiedikon
Freitag, 24. Oktober
18.30 Bethaus: Abendmahlfeier
Leitung: Vorbereitungsteam
Auskunft: Pfarrer Thomas Fischer
Sonntag, 26. Oktober
9.30 Bühlkirche: Gottesdienst
Pfarrerin Sara Kocher, anschliessend Kirchgemeindeversammlung
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Altstetten
Samstag, 25. Oktober
16.00 Alte Kirche: Fiire mit de Chliine mit Pfr. M. Saxer und Team
Sonntag, 26. Oktober
10.00 Alte Kirche: Missions-Gottesdienst zum Thema: «Reizwort
Mission»,
Predigt: Magdalena Zimmermann,
Pfarrerin und Stellv. Direktorin
mission 21.
Mitwirkung: Tina Graf-Lebea,
Sängerin; Daniela Timokine, Orgel,
und das Brot-für-alle-Team.
Anschliessend Fairtrade-Apéro
Parallel zum Gottesdienst: KolibriSingen
19.00 Kirche Suteracher: Youth Point
Thema: «Das Bibelexperiment»
Youth-Point-Team
Leitung: Pfr. F. Schmid
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Im Gut, Thomaskirche
Freitag, 24. Oktober
19.30 Kirchgemeindesaal: Konzert
Cello-Rezital mit Sarah Weilenmann
Sonntag, 26. Oktober
9.30 Thomaskirche: Gottesdienst
Pfrn. Jolanda Majoleth, anschliessend
Kirchgemeindeversammlung
Montag, 27. Oktober
16.00 Unterrichtszimmer: ElternKind-Singen, für alle Kinder
bis 5 Jahre
Dienstag, 28. Oktober
10.30 Kirchgemeindesaal: Turnen
Alter und Sport. Eintritt: 6 Franken
pro Lektion
15.45 Unterrichtszimmer: Kolibri,
für alle Kinder ab dem 1. Kindergarten
Mittwoch, 29. Oktober
10.00 Unterrichtszimmer: ElternKind-Singen, für Kinder bis 5 Jahre
14.00 Unterrichtszimmer: Spieltreff
Passepartout
18.00 Thomaskirche: Gebet für den
Frieden
Freitag, 31. Oktober
10.00 Altersheim Langgrüt: Gottesdienst, Pfr. Ruedi Wöhrle
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Albisrieden
Sonntag, 26. Oktober
9.30 Neue Kirche: Gottesdienst zur
Lebensmitte, Pfr. G. Bosshard. Mitwirkung Gospelchor und Y. Jeong,
Orgel. Anschliessend Apéro. Kollekte:
Freunde brasilianischer Strassenkinder.
18.00 Neue Kirche: Herbstliches
Orgelkonzert mit dem Duo YeonJeong Jeong und Andrea Paglia.
Eintritt frei – Kollekte zur Deckung
der Unkosten
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Aussersihl
Sonntag, 26. Oktober
19.00 Spirituelle Abendfeier Blaue
Stunde, Trauer und Trost
gestaltet von Sacha Rüegg
und Pfr. Theo Bächtold
Kollekte: Frauenverein Hard
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Zürich-Hard
Sonntag, 26. Oktober
18.00 Bullingerkirche: «Spirit and
Motion», Abendgottesdienst mit Pfr.
Rolf Mauch und Philip Leibundgut,
Piano. Anschliessend Apéro.
Ref. Kirchgemeinde Zürich
Industriequartier
Samstag, 25. Oktober
9.00 Kirchgemeindehaus, 2.- bis
4.-Klass-Unterricht
Sonntag, 26. Oktober
10.00 Johanneskirche,
Gottesdienst mit der Gehörlosengemeinde.
Kurzpredigten in Gebärdensprache,
einfache Lieder und trommeln,
Pantomime – es wird fröhlich.
Pfr. Karl Flückiger und
Pfr. Matthias Müller Kuhn.
Flügel: Jürg Brunner
anschliessend Imbiss.
Montag, 27. Oktober
18.00 Kirchgemeindehaus, Frauentreff
Dienstag, 28. Oktober
18.30 Alterszentrum Limmat,
Literaturclub
18.30 Alterszentrum Limmat,
Andacht mit Abendmahl
Donnerstag, 30. Oktober
18.30 Kirchgemeindehaus,
Mannestamm
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Sihlfeld
Samstag, 25. Oktober
15.30 Saal Andreaskirche
Kirchgemeindeversammlung
17.00 Andreaskirche: Stasera Gottesdienst «calmo», Pfr. Thomas
Schüpbach, anschliessend Apéro
Kein Gottesdienst am Sonntag!
Mittwoch, 26. Oktober
16.00 Saal Andreaskirche: MaximTheater mit dem Stück: «Ervolk»
Kollekte. Infos: www.sihlfeld.ch
Das Gemeinschaftszentrum Loogarten in Altstetten bietet nun verschiedenste Sonntagsangebote. Am Flohmarkt ein cooles Spiel ersteigern, zu
gruseliger Musik tanzen, ein Märchen
über Dschungeltiere erzählt bekommen oder der Querflöte beim Musizieren lauschen: Dies und vieles
mehr gibt es im GZ-Loogarten zu entdecken. Nachfolgend das Familienprogramm für das Winterhalbjahr
(das Café oh Loo ist jeweils von 14
bis 17.30 Uhr geöffnet):
26.10.: Flohmi für Kinderartikel
14 bis 17 Uhr. 2.11.: Halloween-Familiendisco 14 bis 17 Uhr. 9.11.:
Märchen 15.30 Uhr. 16.11.: Familienkonzert 16 bis 17 Uhr. 23.11.:
Lebkuchen und Kerzenziehen 14.30
bis 16.30 Uhr. 30.11.: Adventskranz
binden und Kerzenziehen 14 bis 17
Uhr. 7.12.: Kasperli und Kerzenziehen 16 und 14 bis 17 Uhr. 14.12.:
Weihnachtswerken 14 bis 17 Uhr. (e,)
www.gz-zh.ch
Die «Active Sundays»
laden wieder ein
Über den Winter finden in der Sporthalle der ETH Zürich auf dem Hönggerberg einmal im Monat die «Active
Sundays» statt. Das Bewegungsangebot bietet vor allem jüngeren Kindern
attraktive Stationen. Die Teilnahme
ist kostenlos. Die Öffnungszeiten sind
jeweils von 10 bis 17 Uhr. Details auf
www. ethz.ch/activesundays. (zn.)
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Jesus baut seine Gemeinde,
damit niemand allein sein muss.
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Zürich West
KULTUR
Nr. 43
23. Oktober 2014
7
Ein Mord und acht verdächtige Frauen
Mit der Kriminalkomödie «8
Frauen» bringt die Theatergruppe «r67» einen mysteriösen Fall ins FriesenbergQuartier. Bei der Aufklärung
eines Mordes, für den jede
der Frauen ein Motiv hat,
fliegen auf der Bühne des
Pfarreisaals St. Theresia
zünftig die Fetzen.
Stephan Schmid
In einer idyllisch verschneiten, abgelegenen Villa treffen sich die Mitglieder einer Familie, um die bevorstehenden Feiertage gemeinsam zu verbringen. Schlagartig ist es mit der
Idylle vorbei, als der Familienvater
ermordet in seinem Zimmer aufgefunden wird und den anwesenden
Frauen klar wird, dass nur eine von
ihnen die Mörderin sein kann.
Von der Aussenwelt abgeschnitten sehen sich die frisch verwitwete
Dame des Hauses, deren Mutter,
Schwester, Schwägerin und zwei
Töchter sowie die beiden Damen des
Personals gezwungen, im Wohnzimmer auszuharren und die Täterin auf
eigene Faust zu entlarven. Dem steht
im Wege, dass jede der acht Frauen
ein sicher geglaubtes Geheimnis hegt.
oft um das liebe Geld und die Aussicht auf ein stattliches Erbe? Ist eine
enttäuschte Liebe womöglich für den
Mord verantwortlich – oder eine nie
vergebene Affäre? Hat sich jemand
am Vater gerächt oder wusste der
einfach zu viel? Die Anschuldigungen
häufen sich und das gegenseitige
Misstrauen wächst und wächst.
Die Handlung entspricht der Kriminalkomödie «8 Frauen» des französischen Autors und Schauspielers
Robert Thomas. Gerhard Lengen, der
seit der Gründung der Theatergruppe
«r67» im Jahr 1967 auf der Bühne
steht und auch schon mehrmals in
die Rolle des Regisseurs geschlüpft
ist, verfasste auf Basis einer hochdeutschen Vorlage eine Mundartfassung des Stücks. Das Schauspielern
überlassen er und seine Kollegen für
einmal voll und ganz dem weiblichen
Teil des Ensembles. Zum ersten Mal
in ihrer Geschichte zeigt die Gruppe
ein reines Frauenstück.
Die Schauspielerinnen können dabei von der Unterstützung von Regisseur Rupert Dubsky profitieren. Der
Spross einer angesehenen Theaterfamilie arbeitete unter anderem im
Schauspielhaus Zürich und den Theatern am Hechtplatz und am Neumarkt. Mit «r67» arbeitet er nun zum
Die Nerven liegen blank: Nicht nur einmal gehen sich die Damen fast an den Kragen.
Fotos: Stephan Schmid
neunten Mal zusammen. Dabei stellt
er dem Amateurtheater jeweils seine
über die Jahre gesammelten Erfahrungen zur Verfügung.
Premiere: Samstag, 25. Oktober. Weitere
Daten: Okt.: Fr, 31., Nov.: Sa, 1., Fr, 7., Sa,
8., So, 9., Di, 11., Do, 13., Fr, 14. Spielbeginn jeweils 20 Uhr, Sonntag 18 Uhr.
Abendkasse: 1 Stunde vor Aufführungsbeginn geöffnet. Reservationen: Tel. 079 773
98 60 oder via Internet: www.r67.ch.
Pfarreisaal St. Theresia, Borrweg 78. Bus
32 und 89 bis «Friesenbergstrasse».
Für einmal ein reines Frauenstück
Erste Vorwürfe und Verdächtigungen
werden laut und je länger sich die
Damen untereinander einem Kreuzverhör unterziehen, desto mehr der
bisher verheimlichten Geschichten
geraten an die Oberfläche. Das macht
die Situation umso komplizierter,
denn wie sich herausstellt, hat jede
der Frauen ein Motiv. Geht es wie so
Jede der acht Frauen könnte eine kaltblütige Mörderin sein.
Ist sie wirklich krank, oder simuliert sie nur, um von sich abzulenken?
Geigenmusik und Videokunst beleben das Freilager
Stephan Schmid
Leise erklingen die sanften, charakteristischen Töne einer Geige. Wir befinden uns inmitten der Grossbaustelle auf dem Freilagerareal, wo in
den nächsten zwei Jahren ein neues
Quartier entstehen wird. Wie hat die
Geigenmusik Eingang in diese von
Beton dominierten Räumlichkeiten
gefunden?
Es handelt sich um ein einzigartiges und einmaliges Kunstprojekt der
Geigenspielerin Davni Ledergerber
und der bildenden Künstler Heidy
Baggenstos und Andreas Rudolf. Zusammen mit der kulturellen Kommission des Quartiervereins Altstetten
haben sie eine Veranstaltung der besonderen Art auf die Beine gestellt.
Vom Hühnerstall zum Prime-Tower
Die Gäste erleben, wie Musik und
projizierte Videos auf die sonst grauen Wände die Baustelle in eine ungewohnte Atmosphäre tauchen. Durch
die Geigenmusik von einer Videostation zur nächsten gelockt, sehen und
hören sie wie Ledergerber in einer
Baumkrone versteckt, inmitten eines
Aufs Mal stand Davni Ledergerber vor den Zuschauern.
ANZEIGEN
Hühnerstalls, vor dem Prime-Tower
oder auf den Rängen des Letzigrund
Stadions ruhige und aufregende Stücke zum Besten gibt. Zwischen zwei
der Videostationen taucht sie im
Fensterrahmen des gegenüberliegenden Gebäudes in Person auf und etwas später steht sie dann plötzlich
direkt vor den Zuschauern.
Fotos: Stephan Schmid
Die in der Musikschule Konservatorium Zürich Letzi als Lehrerin tätige
Violinistin kann mit dem Künstlerduo
Baggenstos/Rudolf auf mehrere Zu-
sammenarbeiten zurückblicken. Beispielsweise als sie die voluminöse
Akustik einer Fabrikhalle für ein
künstlerisches Projekt nutzten. Auf
der Baustelle konnten sie weitere ihrer Ideen verwirklichen, die bei den
Anwesenden einen bleibenden Eindruck hinterliessen.
Barbara Böhi vom Quartierverein
ist zufrieden, dass die Künstler das
aussergewöhnliche Projekt umsetzen
konnten. «Auch der CEO der Freilager AG und der Baustellenleiter waren glücklicherweise verrückt genug,
um zu sagen: Das bringen wir hin.»
… inmitten eines Hühnerstalls …
… und vor dem Prime-Tower.
Von der Fabrikhalle zur Baustelle
Davni Ledergerber spielt Geige …
8
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
AUTOMOBIL
Mini bringt neuen Fünftürer auf den Markt
Der Mini entwickelt sich
dank der Potenz von BMW
zur Grossfamilie. Die dritte
Generation des 2001 wiederbelebten Klassikers ist
ab dem 10. Oktober erstmals auch als Fünftürer
erhältlich.
che Zusatzausstattung in den Bereichen Komfort, Sicherheit und Unterhaltung, dass mit markant höheren
Endpreisen gerechnet werden muss.
Das gilt auch für die übrigen Karosserievarianten, die in den kommenden Monaten sukzessive dem neuen
Basismodell angepasst werden. Fehl
am Platz sind Bedenken, der grössere
Fünftürer könnte weniger Vergnügen
bereiten. Die erste Ausfahrt auf der
linken Strassenseite durch die faszinierende Landschaft entlang der
Themse vermittelt das vertraute Gokart-Gefühl. Die schmalen Strassen,
die engen Kurven und die wohlwollend grüssenden Bewohner der irgendwo stehen gebliebenen Dörfer
schaffen den passenden Rahmen –
very british! Wer den Komfort in den
Vordergrund stellt, muss sich nach
anderem umsehen. Im hart gefederten Mini geniesst Fahrspass oberste
Priorität. Die Vorteile der immer
noch knappen Aussenmasse kommen
in der Stadt zum Tragen: Der Fünftürer ist ein Schmuckstück mehr für
aktive Junge und jene, die sich noch
nicht alt fühlen.
Peter Lattmann
Wenige Wochen nach der Lancierung
der Basisversion schickt die BMW
Group schon den zweiten Spross der
neuen Mini-Generation auf den
Markt, und dabei handelt es sich um
eine echte Premiere: Erstmals überhaupt stellt die britische PremiumMarke mit deutschen Ernährern einen Fünftürer ins Kleinwagensegment. Der ebenso bestückte Crossover Countryman ist schon etwas höher angesiedelt. Damit der Fünftürer
konkurrenzfähig wird, sind der Radstand um 7, die Gesamtlänge um 16
Zentimeter verlängert und Höhe wie
Breite im Sinne der Sache minim angepasst worden.
Fahrmodus bestimmt Farbe
Gross genug für Einkäufe
Die Erhöhung der Bein- und Kopffreiheit im Fond und die Vergrösserung des Kofferraums erlauben mehr
Verwendungsmöglichkeiten. Ein Vergnügen ist es trotzdem nicht, die
Fahrt als Grossgewachsener auf einem der Hintersitze antreten zu müssen. Bei den vergleichbaren Rivalen
in dieser Klasse ist das aber auch
nicht anders. Wer sich noch daran
erinnert, wie er einst von der blonden Schönheit nach der durchzechten Nacht im voll gepferchten MiniOriginal nach Hause gefahren worden ist, fühlt sich fast schon wie im
siebten Himmel, aber aus einem an-
Länger, höher, geräumiger: «Mini goes maxi» – auch beim kleineren Modell der Mini-Baureihe.
deren Grund als damals. Für kurze
Distanzen reicht das aktuelle Platzangebot aber in jedem Fall. Dank der
im Verhältnis 60 zu 40 teilbaren und
umklappbaren Fondsitzlehne kann
das Gepäckraumvolumen von 278
auf 941 Liter erweitert werden. Das
reicht auch für grössere Wochenendeinkäufe.
So originell die Mini-Macher bei
der Formensprache sind, so schwer
tun sie sich bei der Taufe ihrer ständig wachsenden Palette. Undefinierte
Geschlechter haben traditionelle Namen wie Mini One, Cooper, John
Works Cooper, Cabriolet, Roadster
oder Coupé, andere offenbar männliche Zöglinge heissen Clubman, Paceman und Countryman. Vom Fünftürer sind sie offenbar so überzeugt,
dass er fantasielos gleich auch als
solcher angepriesen wird. Eine Überlegung wert ist er trotzdem.
Der Aufpreis gegenüber dem Basismodell hält sich mit 1100 Franken
absolut im Rahmen. Bei der Markt-
IN KÜRZE
Zusätzlich zum Benutzerhandbuch, das in elektronischer Form geliefert wird,
können Käufer eines Alfa
Romeo 4C mithilfe ihres
Smartphones künftig Infos
über ihr Fahrzeug abfragen.
Lexus hat fünf Klassensiege im
aktuellen Gebrauchtwagenreport
der deutschen Gesellschaft für
Technische Überwachung (GTÜ)
eingefahren. Über fünf Millionen
Hauptuntersuchungen
wurden
dafür ausgewertet und 240 Modelle miteinander verglichen.
Die Leser des Fachmagazins «auto motor und sport» haben den
Porsche Macan und den 911 Targa zu den besten Design-Neuheiten 2014 gekürt. Der Macan setzte sich in der Kategorie der grosse Geländewagen, der Targa bei
den Cabriolets durch.
Didier Cuche
greift wieder an
Er war immer schon schnell und
wird es wohl auch immer sein:
Didier Cuche, Ex-Skirennfahrer
und
Audi-Markenbotschafter,
wird zum ersten Mal ein Langstreckenrennen in einem Audi R8
LMS Ultra bestreiten. Cuche wird
zusammen mit der Ex-DTM-Pilotin Rahel Frey und dem aktuellen
DTM-Fahrer Nico Müller am
Start stehen – und wie immer die
perfekte Kurvenlinie suchen.
einführung in der Schweiz am 10.
Oktober stehen vier effiziente TwinPower-Turbomotoren zur Wahl. Der
Cooper wird von einem Vierzylinderbenziner mit 136 PS auf die Vorderräder angetrieben, der Cooper S mit
192 PS und die entsprechenden Dieselversionen mit 116 oder 170 PS.
Die Preisspanne reicht von 27 000 bis
33 500 Franken. Wie bei der Konzernmutter BMW umfasst die Liste
der Optionen aber so viele attraktive,
nützliche und teils sogar unentbehrli-
Handyfreundlich: Alfa Romeo
entdeckt die Interaktivität
Lexus
gebraucht top
Porsche räumt
bei Leserwahl ab
Fotos: zvg.
Die immer noch retro-progressive Anordnung der Armaturen und Bedienungshebel ist im Fünftürer übersichtlicher und kundenfreundlicher
geworden. Die Gänge werden mit einem urchigen Schaltstock geordnet.
Um den herum platziert ist ein Drehring für drei Fahrstufen, mit denen
die Kennlinien von Gaspedal und Lenkung dem persönlichen Geschmack
angepasst werden. Der gewählte
Fahrmodus beeinflusst auch die Farben der Armaturenumrandung. Das
ist zwar nicht von grosser Bedeutung,
passt aber bestens zum Charakter der
sympathischen Familie, die einfach
etwas anders sein will.
Leicht und auch sehr schnell: In weniger als 6 Sekunden spurtet der
neue Abarth 695 Biposto auf 100 Stundenkilometer.
Foto: zvg.
Radikal: Abarth 695 Biposto
Er ist ein gut aussehender
Kraftzwerg, der Abarth 500.
Der ab November erhältliche Abarth 695 Biposto
legt nochmals kräftig einen
drauf.
Der Abarth 500 überzeugt Fahrpuristen weltweit: Er ist sehr klein, sehr
leicht, stark motorisiert und dadurch
wieselflink. Nun bringt Fiats Sportabteilung den «radikalsten Abarth aller
Zeiten» auf den Markt: den Abarth
695 Biposto (ab 49 000 Franken). Der
Name ist dabei Programm: Auf die
beiden Plätze im Fond wurde verzichtet, dafür sorgt hinter den Vordersitzen ein Titanrahmen für mehr
Stabilität und Sicherheit. CarbonSitzschalen, H-Gurte und Carbonverkleidungen kennt man aus anderen
Sportversionen, doch der kleine Italiener legt auch diesbezüglich noch ei-
nen drauf: Auf Wunsch ist der Biposto mit einem bisher nur aus dem
Rennsport bekannten, unsynchronisierten
Klauengetriebe
(Dogring
Transmission) erhältlich, mit dem
sich die Gänge regelrecht hineinknallen lassen. Auch ein Data Logger für
die digitale Datenaufzeichnung ist im
kleinen Fiat erhältlich.
Auf Komfort wird aus Gewichtsgründen verzichtet: Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, elektrische Fensterheber oder ein Radio sucht man vergebens. Die Vorderfenster aus Polycarbonat sind feststehend und nur
mit einer Durchreiche ausgestattet,
die Motorhaube mit Powerdome ist
aus Alu. Dadurch wiegt der Abarth
695 Biposto lediglich 997 Kilogramm.
Entsprechend wirkt sich die Leistung
von 190 PS des 1,4-l-Benziners aus:
Der Winzling spurtet in 5,9 Sekunden
von 0 auf 100 Stundenkilometer – so
schnell ist in seinem Segment kein
anderes Auto. (zb.)
Die Smartphone-App «Alfa Romeo
InfoMobile» führt das Benutzerhandbuch mit «AR+» (Augmented Reality)
ein. Diese Technologie wurde von SEAC02, einem führenden Unternehmen für Virtual- und AugmentedReality-Software, entwickelt.
Kostenlose App
kann kostenlos heruntergeladen werden und ist derzeit in fünf Sprachen
verfügbar
(Italienisch,
Englisch,
Französisch, Deutsch und Spanisch).
Der gesamte Inhalt des «AR+»-Benutzerhandbuchs ist Cloud-basiert. Zudem lassen sich Details an jedem Ort
in Echtzeit aktualisieren, sodass jederzeit die neuesten Daten zur Verfügung stehen. Die Benutzer werden
benachrichtigt, wenn neue Handbücher, Modelle usw. verfügbar sind.
Zu den weiteren Diensten der App
«Alfa Romeo InfoMobile» gehören die
«Händlersuche», um den nächsten
Händler oder Werkstattbetrieb für
den 4C zu finden, «Erdgas- und
LPG-Tankstellen», um die nächste
Tankstelle zu finden, «Neuigkeiten
und Aktionen», um immer über die
letzten Neuigkeiten von Alfa Romeo
auf dem Laufenden zu sein, und die
«Pannenhilfe», um im Notfall Hilfe
anfordern zu können. Über den
Dienst «Kontakt» erreicht man direkt
den Kundendienst oder gelangt zum
Kontaktformular auf der Alfa-RomeoWebsite. (zb.)
Und so funktionierts: Der Benutzer
richtet die Kamera seines Smartphones auf ein Teil des Fahrzeugs
und erhält umgehend die dazugehörigen Informationen. Richtet der Fahrer sein Smartphone beispielsweise
auf den Öldeckel, so erfährt er umgehend, wann der nächste Ölwechsel
ansteht und welches Öl er dafür verwenden soll. Ein
Blick mit dem
Smartphone auf
die Reifen zeigt
den
korrekten
Luftdruck
an,
während das Fokussieren
auf
den Tempomathebel Informationen über die verschiedenen
Kommuniziert mit dem Mobiltelefon seines
Funktionsweisen
anzeigt. Die App Alfa Romeo 4C mit «Augmented Reality».
Besitzers:
Foto: zvg.
Stadt Zürich
Nr. 43
23. Oktober 2014
9
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Herzensangelegenheit: Regierungsrat Thomas Heiniger und Gattin
Susanne.
Marlene (10) freut sich gemeinsam mit Professor Felix Sennhauser (l.)
und Kispi-Ball-Mitbegründer Michel Rey über den hohen Spendenbetrag.
Kispi-Chefarzt Martin Meuli mit
Gattin Claudia, Chefärztin am
Spital Aarau.
Oliver Wolfensberger (Peach) präsidiert das Kispi-Ballkomitee seit zehn
Jahren. Seine Frau Olivia Fischer hat ein grosses Herz für Kinder mit
einer Behinderung.
Cyril und Corinne Koller. Der Auktionator führte am Ball eine Versteigerung durch.
Private Sponsoren: Juristen Katharina und Richard Wuermli, Inhaber
«Tax Expert».
VIPs öffnen Herz und
Geldbeutel für kranke Kinder
Traditionsgemäss eröffnet jeweils der
Kispi-Ball im Fünfsternehaus Baur au
Lac die Ballsaison. Heuer war es bereits die 10. Auflage, dem die hohe
VIP-Dichte immer wieder Glanz verleiht. Die Gönnerinnen und Gönner
spendeten im vergangenen Dezennium insgesamt 3,5 Millionen. Dieses
Jahr kam der Erlös ausschliesslich
kritisch kranken Kindern der Intensivstation im Kinderspital zugute.
Hauptperson des Abends war
Marlene (10), die von Moderator
Sven Epiney interviewt wurde und
mit ebenso intelligenten wie humorvollen Antworten glänzte. Das aufgeweckte Mädchen im Rollstuhl erzählte, dass es nur dank Botox, das in
seine Beine gespritzt werde, weniger
Muskelkrämpfe habe und dass dadurch die Therapie besser anschlage.
Ballbesuchende, die vielleicht das
Nervengift anderweitig applizieren
lassen, haben die leise Botschaft des
kranken Kindes sehr wohl verstanden und fast beschämt zur Kenntnis
nehmen müssen.
Der ehemalige Hotelmanager des
Baur au Lac, Michel Rey, konnte in
seiner Funktion als Gründer des Benefizanlasses einen Check in der Höhe
von 750 000 Franken an den Chef des
Kinderspitals, Professor Felix Sennhauser, übergeben. Sennhauser, mandatierter Lobbyist für die jüngsten und
schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, wünscht sich, dass die
treuen Gäste auch in den kommenden
zehn Jahren buchstäblich am Ball bleiben. Mit dem Ballticket für 750 Franken ist nämlich jeweils schon mal der
Grundstock für die Äufnung des Spendenbetrags gelegt. Erstmalig fand heuer eine Versteigerung unter der Leitung von Auktionator Cyril Koller statt.
Dadurch kamen nochmals 142 200
Franken zusammen.
Dieses Jahr sah man auffallend
viele wunderschöne Ballkleider der
Damen. Opulente Kreationen konnte
man zum Beispiel an Miss Schweiz
Laetitia Guarino oder Olivia Fischer, Partnerin von BallkomiteePräsident Oliver Wolfensberger, bewundern. Die junge Mutter ist nach
der Geburt ihrer Tochter wieder gertenschlank. Sie habe die gute Figur
dank langem Stillen schnell wieder
erlangt, verriet die ehemalige Miss
Zürich. Beim Tanzen bis in die frühen Morgenstunden konnten viele
Ballgäste auch allfällige Kalorien aus
dem formidablen Galadinner schnell
wieder los werden.
«Baur au Lac»-Besitzerpaar Andrea und Gigi Kracht
mit Dorothea Mühlemann-Egle (Mitte).
Susanne Bernasconi und Martin
Vollenwyder, Präsident Eleonorenstiftung (Kispi).
Vorstand Gönnerverein Kispex (v.l.n.r.): Ursula Gross
Leemann, Barbara Frey, Sandra Vassalli.
ANZEIGEN
Kaufgesuch: BRIEFMARKEN!
(Auch alte Briefe und Ansichtskarten)
Sofort bar oder als Auktionseinlieferung
Schwarzenbach Auktion Zürich
Merkurstrasse 64, 8032 Zürich
Eigene Firmen-Parkplätze vorhanden!
Bitte Termin vereinbaren: Tel. 043 244 89 00
info@schwarzenbach-auktion.ch
Zürcher Puppen- und Spielzeugbörse
im Kongresshaus Zürich
Claridenstrasse, Gartensaal
Sonntag, 26. Oktober 2014, 10 bis 16 Uhr
Eintritt Fr. 8.–, Kinder bis 12 Jahre frei
Mit Tram bis Bürkliplatz, P in der Umgebung
Zum Verkauf gelangen: • Puppen und Puppenzubehör
• Eisenbahnen • Autos
• Plüschtiere • Kinderbücher • Puppenküchen • Kochherde
• Verkaufsläden • Puppenkleider • Barbie-Artikel
• Baukästen • Blechspielzeug • Schiffe • Dampfmaschinen
• Teddybären • Fachbücher usw.
Replikas und neue Künstlerpuppen sind nicht zugelassen!
Organisation: Puppenklinik J. und K. Alber,
Zelgstrasse 6, 8003 Zürich, Tel. 044 462 03 11,
www.spielzeugmesse.ch, E-Mail alberboerse@yahoo.com
10
Zürich West
Nr. 43
23. Oktober 2014
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Einblicke in die Enge
Donnerstag, 23. Oktober
Als 1918 bis
1927 der Bahnhof Zürich-Enge
neu gebaut und
Gleise
verlegt
wurden, mussten
über
40
Häuser weichen.
Dabei kam die
sogenannte Beder-Chronik zum
Vorschein. Diese gelangte 2013
als Schenkung ans Staatsarchiv
Zürich und liegt nun transkribiert
und mit einer kenntnisreichen
Einleitung versehen gedruckt vor.
Die Beder-Chronik ist in
mehrfacher Hinsicht eine wertvolle Quelle. Einerseits liefert sie
eindrückliche Einblicke in die
Zürcher Lebensverhältnisse des
17. und 18. Jahrhunderts, andererseits stellt sie ein interessantes
Beispiel frühneuzeitlicher Schriftlichkeit und Selbstzeugnisschreibung dar. Bartli Beder, der erste
Chronist, beschränkt sich in seinen Aufzeichnungen auf die wichtigsten, für das Überleben unmittelbar entscheidenden Dinge:
Ernte, Wetter, Brot- und Weinpreise. Mit Jakob wendet sich jedoch bereits die zweite Generation vermehrt anderen Themen zu.
Er war offensichtlich über das europäische Kriegsgeschehen zumindest in groben Zügen informiert. Die Beschreibung der
Krankheiten in seiner wie in anderen Familien zeigt, dass die Familie Beder in das Gemeinwesen
der Stadt eingebunden war. Kaspar in der dritten Generation erweitert den Blick auf die Gemeinde als Gemeinschaft, indem er beginnt, über Wahlen in politische
und kirchliche Ämter Buch zu
führen. Heinrich schliesslich verstärkt diese Ausrichtung der Aufzeichnungen seines Vaters noch.
Seine Nähe zu den tonangebenden Familien in der Enge ist unübersehbar.
«Abfallgeschichten»: Ausstellung der Interviews
zum Thema Abfall. Täglich bis Ende November.
Pflegezentrum Bachwiesen, Flurstrasse 130.
17.30 Architektur-Führung: Führung durch die
Siedlung und eine Musterwohnung, mit anschliessender Diskussion mit Vertretern der Stadt
und Bauherren. Dauer: 1½ Stunden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Org.: Kultur 48.
Wohnsiedlung Rautistrasse, Rautistrasse 300.
Sarah Biäsch, Silvia Klöti-Grob (Hg.). Die
Beder-Chronik. Aufzeichnungen einer Familie aus der Zürcher Vorstadtgemeinde Enge
über vier Generationen (1620–1772).
Freitag, 24. Oktober
11.00–20.00 Architektur 0.14: Grösste Werkschau
für Architektur der Schweiz. 70 Architekturbüros
aus der ganzen Schweiz. Hochkarätige Aussteller.
www.architektur-schweiz.ch. MAAG-Halle, Hardstrasse 219.
18.30 Kulinarische Köstlichkeiten: Libanesische
Mezze à discrétion. Reservation: restaurant@kulturmarkt.ch, 044 454 10 15. Kulturmarkt (Restaurant), Aemtlerstrasse 23.
19.45 «Der Schuhteufel»: Comedy von Placid Maissen und Hanspeter Allenspach. Das Schuhtheater
im Herrenschuhladen. Türöffnung: 19.30 Uhr.
Eintritt frei, Kollekte. Anmeldung erwünscht: 043
317 91 17, www.schuhtheater.ch. Action & Fashion GmbH, Herrenschuhladen, Kanzleistrasse
(Ecke Langstrasse) 70.
20.00 «Ohne erkennbare Mängel!»: Kompetente Komik mit Helge und das Udo. www.im-hochhaus.ch. Im Hochhaus, Migros Limmatplatz.
20.00 Vortrag: Star-Architekt Daniel Libeskind hält
im Rahmen des Architekturforums an der architektur0.14 einen Vortrag zum Thema «My Visions». MAAG Halle, Hardstrasse 219.
Samstag, 25. Oktober
8.00–16.00 Flohmarkt für jedermann: Mit Flohmicafé. Kleider, Haushaltsartikel, Bücher, Spielsachen, Krimskrams. Auskunft: 078 617 15 90. Bullingerhof (hinter Albisriederplatz).
10.00 Kindertreff PBZ: Geschichtenzeit. Animation
mit Manuela Runge. Für Eltern mit Kleinkindern
im Alter von 2 bis 3 Jahren. Pestalozzi-Bibliothek
Aussersihl , Zweierstrasse 50.
11.00–20.00 Architektur 0.14: Siehe Freitag.
11.00–22.00 Mostfest: Während sich im Botanischen Garten alles um Obstsorten dreht, geht es
auf dem Quartierhof ums Mosten. Musikalisch
und kulinarisch umrahmter Anlass für die Familie. Quartierhof Weinegg, Weineggstr. 44.
13.00–16.00 Herbstfest: Mit dem Duo Nostranello.
Saal/Cafeteria. Pflegezentrum Bachwiesen, Flurstrasse 130.
14.00 1. Gusti Strobl Memorial Cup: Gastgeber: Box
Club Zürich. Einlass ist um 13.30 Uhr. In rund 30
hochkarätig besetzten Begegnungen stehen sich
Athletinnen und Athleten aus dem In- und Ausland gegenüber. Sporthalle Sihlhölzli, Manessestrasse 1.
14.30–16.00 Konzert: Mit dem Handharmonika
Club Zürich unter der Leitung von Rico Lienhard.
Pflegezentrum Käferberg (Bistretto Allegria),
Emil-Klöti-Strasse 25.
17.00–2.00 Eröffnungsfest: Die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) feiert in ihren neuen Campus Toni-Areal mit dem ZHdK-Fest Creative City.
www.zhdk.ch/creativecity. Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96.
17.00 Vernissage: «Vom Schauen zum Fabulieren». Heinz Nehrwein zeigt Aquarelle aus 33 Jahren. Bis 16. November. Galerie zum Hüsli, Risweg
1.
17.00–19.00 35. Wiediker Kunstausstellung: 2. Vernissage. Künstlerinnen und Künstler im Quartier.
Die Ausstellung dauert bis 31. Oktober und ist
von So bis Fr von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt
frei. www.quartierverein-wiedikon.ch. Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8.
20.00 «Ohne erkennbare Mängel!»: Kompetente Komik mit Helge und das Udo. www.im-hochhaus.ch. Im Hochhaus, Migros Limmatplatz.
Sonntag, 26. Oktober
11.00–20.00 Architektur 0.14: Siehe Freitag.
16.00 Rundgang durch den Friedhof: Mit Lidia Knobloch. Dauer: ca 1½ Stunden. Friedhof Sihlfeld
(Haupteingang), Aemtlerstrasse 151.
16.00 Theater: Das Maxim-Theater spielt sein
Stück «Ervolk». Eintritt frei. Andreaskirche,
Brahmsstrasse 106.
17.00 Schweizerspiegel – Zürich liest 14: 1. Teil. Roman von Meinrad Inglin, gelesen von Klaus Henner Russius. Sogar Theater, Josefstrasse 106.
Montag, 27. Oktober
18.30 Abstimmungsvorlagen: Vertreter der AL, CVP,
FDP und Grünen diskutieren über die Vorlagen
vom 30. November unter der Leitung von Pia
Meier, Redaktorin «Zürich West». Alterszentrum
Limmat, Limmatstrasse 186.
19.30 Vortrag: Referat von Remo Largo (Kinderarzt und Entwicklungsspezialist ) zum Thema
«Kindgerechtes Lernen statt Förderwahn». GZ
Loogarten, Salzweg 1.
Dienstag, 28. Oktober
14.30 Hausbesichtigung: Führung für Seniorinnen,
Senioren und Angehörige sowie für weitere Interessierte. Treffpunkt im Wintergarten beim Haupteingang. Anmeldung nicht erforderlich. Alterszentrum Limmat, Limmatstrasse 186.
20.00 Red Bull Pop oder Flop: Ein Quizabend der
besonderen Art. www.redbull.ch/popoderflop.
Mata Hari Bar, Langstrasse 237.
Mittwoch, 29. Oktober
14.00 Seniorennachmittag: Tonbildschau von Heinz
Lüchinger: «Die vatikanischen Gärten in Rom
und ein kleiner Abstecher zu englischen Gärten».
Evang.-ref. Kirchgemeindehaus Altstetten, Pfarrhausstrasse 21.
14.00–17.00 Wintersport-Börse: Die Gelegenheit,
gebrauchte Wintersportartikel zu verkaufen und
günstig zu erwerben. Annahme Verkaufsartikel:
Dienstag, 28. Oktober, 9–11/15.30–20 Uhr sowie
Mittwoch, 29. Oktober, 9–11 Uhr. GZ Heuried,
Döltschiweg 130.
19.00–20.00 Beratungsabend Wehrpflicht: Für alle
Dienstpflichtigen und Interessierten. Fragen zu
Wehrpflicht, Militär, Zivildienst, Erwerbsersatz
werden beantwortet. Keine Voranmeldung nötig.
Mitbringen: Unkostenbeitrag, relevante Unterlagen wie Marschbefehl und Aufgebot. Infos:
www.civiva.ch/beratung. Civiva Beratungsstelle,
Gartenhofstrasse 7.
19.30 «Trialog Naturwissenschaft – Glaube – Handeln»: «Islam und Christentum: Konflikt/Gewalt
fördernde und Frieden stiftende Traditionen.»
Einführungsreferat: Amira Hafner-Al Jabaji, Muslima, Islamwissenschafterin und Präsidentin Interreligiöser Thinktank. Gesprächsleitung: Conrad Gähler. Evang.-ref. Kirchgemeindehaus Altstetten, Pfarrhausstrasse 21.
Donnerstag, 30. Oktober
«Abfallgeschichten»: Ausstellung der Interviews
zum Thema Abfall. Täglich bis Ende November.
Pflegezentrum Bachwiesen, Flurstrasse 130.
13.00–18.00 Armutsforum von Caritas Zürich: Bezahlbar wohnen – drei Visionen. Anmeldung und
Detailprogramm:
www.caritas-zuerich.ch/armutsforum. Volkshaus, Stauffacherstrasse 60.
18.00–20.00 Vernissage: «Willkommen zu Hause».
Eine Ausstellung zu Gewalt in Familie und Partnerschaft. Bis 16. November. Weitere Informationen zu Rahmenveranstaltungen: www.stadt-zuerich.ch/gleichstellung. Ref. Kirchgemeindehaus
Zürich-Wiedikon, Bühlstrasse 11.
18.30–20.00 Vortrag: «Sport nach Knieverletzungen: Ein Knie heilt nie ganz – richtig oder
falsch?». Referat von Carmen Grosse. Privatklinik
Bethanien, Toblerstrasse 51.
20.00 Tanz: Dance Company América Baila: El Ritmo de la Vida. Reservation: info@americabaila.ch
oder 079 369 77 44. Kulturmarkt, Aemtlerstr. 23.
20.30 «Bouvard und Pécuchet»: Schauspiel, nach
dem Schelmenroman von Gustave Flaubert. Sogar Theater, Josefstrasse 106.
Geheimes Wien
Nach jahrelanger
Recherche
durchleuchtet
der
mehrfach
ausgezeichnete
Aufdeckerjournalist Emil Bobi
in seinem Buch
«Die Schattenstadt: Was 7000 Agenten über
Wien aussagen» die Hintergründe
der Geheimdienste in Wien. Er
eröffnet zusätzlich tiefe Einblicke
in die österreichische und Wiener
Seele, die wie geschaffen ist für
Geheimnisse, Getuschel und Informationen, die lediglich geflüstert werden können.
Welche Rolle spielen Österreich und Wien am Parkett der
internationalen
Nachrichtendienste? Was macht die österreichische Hauptstadt zu einem globalen Umschlagplatz für Geheimnisse aller Art? Und was sind die
Hintergründe der diesjährigen
Geschehnisse in Österreich?
Emil Bobi, Die Schattenstadt. Verlag Ecowin.
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 25’952 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.56/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Thomas Hoffmann (ho.),
E-Mail: zuerichwest@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Sabrina Stallone (sab.), Toni Spitale (tsp.)
Hanna Lauer (lau.), Sarah Koller (sk.),
Marcus Weiss (mw.), Heinz Schluep (hs.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Thomas Käser, Tel. 044 913 53 33
E-Mail: thomas.kaeser@lokalinfo.ch
Produktion:
AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich
Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Zürich West
Veranstaltungen & Freizeit
Vögel im Winter füttern oder nicht?
Cecilia Matasci
Langsam naht der Winter. Viele unserer Vögel begannen jedoch schon
Ende Sommer, sich darauf vorzubereiten: Mauersegler, Rauchschwalben
und andere Zugvögel haben sich auf
den langen Flug in ihre afrikanischen
Winterquartiere gemacht. Andere Arten schaffen es, trotz Frost, Schnee
und Nahrungsmangel in unseren
Breitengraden zu überleben. Die widrigen Lebensumstände gefährden im
Allgemeinen ihre Bestände nicht.
Auch wenn es für sie also nicht
überlebenswichtig ist, hilft eine Fütterung den hier überwinternden Vögeln, Kälte und Nahrungsmangel zu
überwinden. Von der Fütterung profitieren Meisen, Amseln und andere
gut ans städtische Umfeld angepasste
Vögel am meisten. Seltenere und bedrohte Arten werden kaum zu den
Vogelhäuschen kommen – sie kann
man nicht retten, indem man Futter
zur Verfügung stellt. Ihnen bietet nur
ein gesundes und nahrungsreiches
Umfeld eine Überlebenschance.
Es gibt einige grundlegende Regeln für das Füttern von Vögeln: Da
die Vögel nach den langen Nachtstunden hungrig sind, sollten sie das
Futter am Morgen vorfinden. Weiter
Eine Blaumeise tankt Energie für kalte Winternächte.
sollten sie natürliches Futter erhalten, ungesalzen und ohne chemische
Zusätze. Brot oder gewürzte Essensreste sind nicht ratsam. Aus ökologischen Gründen sollten wir auch keine
exotischen Produkte wie Kokosfett
oder Erdnüsse verfüttern. Wichtig ist,
Futterstellen so anzubringen, dass sie
vor Nässe und Eis geschützt sind und
sich in der Nähe von Bäumen oder
Gebüschen befinden, in denen sich
GEMEINSCHAFTSZENTREN
GZ Grünau
Grünauring 18, 8064 Zürich
Telefon 044 431 86 00
www.gz-zh.ch/5
KinderKino Popcorn: Fr, 24. Okt., 16
Uhr, für die Kleinen ab 6 Jahre.
Lego Challenge: Di, 28. Okt., 16 Uhr.
Raclette-Dunschtig: 30. Okt., 18 Uhr.
Halloween-Disco: Fr, 31. Okt., ab 19
Uhr für Kinder ab 6 Jahren.
Mütter-/Väter-Beratung: jeden 1. und
3. Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
Anlaufstelle Kinderbetreuung: jeden 1.
und 3. Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
GZ Bachwiesen
Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich
Telefon 044 436 86 36
gz-Bachwiesen@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/3
Flohmarkt für Kindersachen: So, 26. Okt.,
10 bis 16 Uhr.
Räbenschnitzen: 29./30./31. Okt., 14
bis 17 Uhr.
Räbenliechtli-Umzug: Sa, 1. Nov. Treffpunkt 17.15 Uhr oder 18 Uhr im «In
der Ey» unterhalb des Schulhauses.
Mütter-/Väterberatung, Anlaufstelle Kinderbetreuung: jeweils Do 14 bis 16 Uhr,
im grossen Saal im GZ.
GZ Loogarten
Salzweg 1, 8048 Zürich
Telefon 044 437 90 20
www.gz-zh.ch/loogarten
Familienkino: Fr, 24. Okt., 16 Uhr. Für
Kinder ab 5 Jahren und ihre Eltern.
TanzBar Voilà: Sa, 25. Okt., 20 Uhr.
Sounds der 60er/70er/80er Jahre.
Flohmi für Kinderartikel: So, 26. Okt.,
14 bis 17 Uhr.
Remo Largo: Kindgerechtes Lernen
statt Förderwahnsinn: Mo, 27. Okt.,
19.30 Uhr.
Mütter-/Väterberatung: Di, 28. Okt.,
9.30 bis 11 Uhr.
GZ Heuried
Döltschiweg 130, 8055 Zürich
Telefon 043 268 60 80
www.gz-zh.ch/6
Rollender Donnerstag: 23. Okt., 9 bis
11 Uhr im Atrium für Kinder von 1
bis 6 Jahren.
Chum-in-Stall-Namittag: Do, 23. Okt.,
15 bis 16 Uhr, für Kinder ab 3 Jahren mit Begleitung.
Rollender Montag: 27. Okt., 15 bis 17
Uhr, im Atrium, für Kinder von 1 bis
6 Jahren.
Kreativ am Abend: Di, 28. Okt., 19 bis
21 Uhr, für Erwachsene. Anmeldung:
079 237 50 64.
Basteln Klein mit Gross: Di, 28. Okt.,
14.30 bis 18 Uhr.
Verkauf Wintersportbörse: Mi, 29. Okt.,
14 bis 17 Uhr.
Zinngiessen: Mi, 29. Okt., 14.30 bis 18
Uhr, für Kinder im Schulalter.
ANZEIGEN
Foto: zvg.
die Vögel vor Gefahren in Schutz
bringen können. Die Gebüsche sollten einen Mindestabstand von zwei
Metern zu den Vogelhäuschen haben:
So können Räuber wie Katzen die
Vögel nicht unbemerkt angreifen.
Vogel-Nisthilfen
und
FutterhäuschenWorkshop in Hirslanden: Sonntag, 26. Oktober, 14 bis 17 Uhr im Quartiertreff Hirslanden, Forchstrasse 248. Weitere Informationen unter www.birdlife-zuerich.ch.
Abstimmungspodium
mit Gemeinderäten
Am Montag, 27. Oktober, findet im
Alterszentrum Limmat an der Limmatstrasse 186 ab 18.30 Uhr ein Podium statt zu den eidgenössischen
und kantonalen Abstimmungsvorlagen vom 30. November sowie der
städtischen über die Ausnüchterungszelle. Unter der Leitung von Pia
Meier, Redaktorin der Quartierzeitung «Zürich West», diskutieren die
Gemeinderäte Walter Angst, AL, Markus Knauss, Grüne, und Elisabeth
Schoch, FDP, sowie ein CVP-Politiker,
der noch nicht feststeht. (ho.)
Nr. 43
23. Oktober 2014
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Zürich West
Nr. 43
AKTUELL
23. Oktober 2014
Wenn die Zahlungen Ende des Monats zur Bürde werden
Ohne Peter Honegger hätte
die 83-jährige Irmgard
Häfele aus dem TriemliQuartier niemanden,
der ihr die Zahlungen
und die Steuererklärung
erledigen würde.
Vor drei Jahren übernahm ein Freiwilliger des Treuhanddienstes von
Pro Senectute Kanton Zürich das
Mandat. Seitdem sind die beiden ein
heiteres Gespann. Sie lachen und
scherzen, wenn sie ihr monatliches
«Stelldichein» haben.
Für die 83-jährige Irmgard Häfele
ist der Besuch ihres freiwilligen Treuhänders eine willkommene Abwechslung in ihrem Alltag in der Pflegewohnung «Am Bach» im Triemli. Seit
diesen drei Jahren erledigt Peter Honegger, der ebenfalls pensioniert ist,
die administrativen Angelegenheiten
für seine Mandantin. Dazu gehören
die monatlichen Zahlungen, das Ausfüllen der Steuererklärung und der
ganze Verkehr mit Krankenkasse
oder Ämtern.
Die Frage, ob es ihr schwergefallen sei, das Zepter aus der Hand zu
geben, verneint die quirlige Seniorin
lachend: «Herr Honegger ist einfach
gekommen und hat mit den Zahlungen begonnen.» Probleme habe es
Schulung für
neue Freiwillige
So wie Peter Honegger führen
rund 300 Freiwillige fast 500
Mandate allein in der Stadt Zürich. Seit 16 Jahren betreibt Pro
Senectute Kanton Zürich den
Treuhanddienst, für den diese
Freiwilligen gegen eine Spesenentschädigung unterwegs sind.
Die Finanzierung der Kosten für
die Mandantinnen und Mandanten wird im Vorfeld geklärt.
Nächste Grundschulung für
neue Freiwillige: 17. und 18. November. Weitere Auskünfte: Treuhanddienst, Tel. 058 451 50 00,
treuhanddienst@pszh.ch.
Der freiwillige Treuhänder legt seiner Mandantin Irmgard Häfele einen Brief zur Unterschrift vor.
nie gegeben. Wenn man sich mal uneinig sei, werde dies deutlich ausgesprochen, danach passt es wieder –
sie zwinkert ihrem Treuhänder schelmisch zu. Wichtig sei ihr einfach,
dass er ihr regelmässig den «Zahltag» bringe, witzelt die Mandantin.
Sie meint damit das Taschengeld, das
ihr Peter Honegger einmal pro Monat
aushändigt. Vor ihrer Pensionierung
F: Stefan Müller/zvg.
hatte Irmgard Häfele viele Jahre im
Coop als Verkäuferin gearbeitet und
einen Buben und ein Mädchen grossgezogen. Sie wohnte mit ihrem
Mann, einem PTT-Telefontechniker,
und den Kindern fast ein Vierteljahrhundert im Triemli. Erst als ihr Mann
vor wenigen Jahren gestorben ist,
zog sie in die nahegelegene Pflegewohngruppe, obschon sie gar nicht
pflegebedürftig ist. Der Grund: Es
gab in der Nähe keinen freien Platz
in einem Altersheim. So freut sich die
Mandantin jeweils auf ihren Termin
Ende Monat mit Peter Honegger und
auf den Schwatz, der damit verbunden ist. Gemeinsam schauen sie sich
die Post durch und erledigen die notwendigen Zahlungen. (pd.)
«Kontakt zu Andersgläubigen vermeiden ist problematisch»
grenzung, Hass, Unterdrückung und
Gewalt.
Nächsten Mittwoch geht
es im reformierten Kirchgemeindehaus Altstetten mit
Islamwissenschafterin Amira
Hafner-Al Jabaji ums Thema
«Islam und Christentum:
Konflikt-/gewaltfördernde
und friedensstiftende Traditionen».
Es gab und gibt immer wieder religiös
motivierte Konflikte.
In der Geschichte zog und zieht Religion oft die Trennlinie zwischen
«Wir» und «den Anderen». So verfolgten im Mittelalter Christen die Juden. Auf den Kreuzzügen töteten
westliche Christen nicht nur Muslime, sondern auch orientalische
Christen. Muslime haben ihrerseits
Juden vertrieben und töten heute Andersglaubende. Und auch innerhalb
von Religionsgemeinschaften wird
gemordet. Selbst als friedfertig gelobte Buddhisten unterdrücken und
töten Menschen anderer Zugehörigkeit. Die Liste könnte weitergeführt
werden, und keine Gemeinschaft
würde unschuldig dastehen.
Interview: Conrad Gähler
Amira Hafner-Al Jabaji, in Syrien, Palästina und andern Orten gibt es derzeit
schreckliche Gewalttaten mit religiösen
Rechtfertigungen. Wie können wir wirksam konfliktschürenden Auffassungen
entgegentreten und für friedensfördernde eintreten?
Es beelendet mich wie viele meiner
muslimischen und auch nicht-muslimischen Mitmenschen, tagtäglich zu
hören, wie mit angeblich «religiösen»
Argumenten Menschen aufs Brutalste
ermordet, vergewaltigt und vertrieben werden. Wir dürfen uns aber von
der religiös gefärbten Sprache und
den Symbolen, die verwendet werden, nicht täuschen lassen. Was hier
geschieht, ist kein religiöses Handeln,
kein Zeichen von Gläubigkeit, sondern eine Perversion von Religion,
eine Umkehrung dessen, was Religion eigentlich verlangt.
Was verlangt denn Religion?
Gerechtigkeit üben, Frieden stiften,
Teilen, Fürsorge für die Armen und
Schwachen. Haltungen, die Konflikte
ANZEIGEN
Amira Hafner-Al Jabaji.
Foto: zvg.
schüren, tragen wir als Menschen alle in uns. Bibel und Koran sprechen
gleichermassen häufig davon und
stellen sie an den Pranger: Neid,
Habgier, Machtgelüste, Rachsucht,
Egoismus und Hochmut. Der Mangel
an Demut und Dankbarkeit führt zu
Selbstüberhöhung und zur Abwertung der Anderen. Die Folge ist Aus-
Aber ist denn die Religion vielleicht
selbst das Problem?
Nein, denn auch nicht-religiöse Weltanschauungen führen immer wieder
zu Unterdrückung und Gewalt: Kommunisten bekämpfen alle Religionen
und verbieten sie, und unter den
Nazis wurden Juden und Andersdenkende systematisch ermordet.
Und durch das organisierte Verbrechen, das nicht religiös motiviert ist,
sterben tagtäglich unzählige Menschen in Süd- und Mittelamerika auf
offener Strasse. Religionen beinhalten immer auch Anleitung zu ethischem Verhalten. In Judentum,
Christentum, Islam und weiteren Religionen ist der Auftrag, Frieden zu
stiften, sich für Gerechtigkeit einzu-
setzen, für die Armen und Schwachen zu sorgen, verbindlich festgeschrieben.
Zurück zur Frage: Wie können wir wirksam konfliktschürenden Auffassungen
entgegentreten und für friedensfördernde eintreten?
Auf diese friedensstiftenden und Gerechtigkeit einfordernden Aspekte in
den Religionen müssen wir immer
wieder hinweisen und sie uns in Erinnerung rufen. Gegenseitig über die
Religionsgrenzen hinweg. In der
Trialog-Veranstaltung vom 29.Oktober wollen wir genau das tun und der
Frage nachgehen, welche Kernaussagen, Geschichten und Bilder es in den
verschiedenen Religionen gibt, die zu
gegenseitigem Respekt, Mitmenschlichkeit und Frieden aufrufen.
Auch im Quartier wirds schnell interkulturell. Wenn ja die Religionen die Mitmenschlichkeit im Fokus haben: Wie
könnten wir da ihr Potenzial nutzen?
Wie Brücken bauen?
Das positive Potenzial verschiedener
Religionen und Kulturen zu nutzen,
heisst vor allem gemeinsam handeln
für gemeinsame Anliegen. Es gibt in
einem Quartier viele Themen und
Ansätze, die die Menschen verbinden: zum Beispiel das Altern, Gesundheit und Ernährung, Hygiene im
Quartier und so weiter. Einsamkeit
ist auch ein Thema. Man kann Begegnungsanlässe im Quartier organisieren, zum Beispiel einen Tauschmarkt veranstalten, der nicht nur
materielle, sondern auch immaterielle Waren anbietet wie beispielsweise
bei Formalitäten helfen, Rezepte tauschen, Reparaturarbeiten … oder zu
den verschiedenen religiösen und
kulturellen Festen eine Einladung
oder einen Gruss aussprechen.
Welche Auffassungen haben denn das
Potenzial, Konflikte zu schüren? Wo
muss ich sagen: Religionsfreiheit in
Ehren, aber das kann ich jetzt nicht einfach stehen lassen!
Wenn jemand seine Ansichten für allgemeingültige unumstössliche Wahrheiten hält und sie auf alle anwenden
will, ist Konflikt vorprogrammiert.
Problematisch ist auch, wenn Menschen jeglichen Kontakt zu Andersgläubigen oder Andersdenkenden bewusst vermeiden. Religionsfreiheit ist
im Recht sehr eng definiert. Es dient
dem Schutz des religiösen Menschen.
Aber nicht alles kann mit Religionsfreiheit gerechtfertigt werden. Wenn
beispielsweise
ein
muslimischer
Mann eine zweite Frau heiraten will,
so mag das nach islamischem Recht
zwar statthaft sein, dennoch ist ihm
das nach schweizerischem Zivilgesetz
nicht erlaubt. Hier gilt nicht das
Recht der Religionsfreiheit.
Anlass im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Trialog Naturwissenschaft – Religion – Gesellschaft». Islam und Christentum:
Konflikt-/gewaltfördernde und friedensstiftende Traditionen. Mittwoch, 29. Oktober,
19.30 Uhr, reformiertes Kirchgemeindehaus Altstetten, Pfarrhausstrasse 21. Einführungsreferat: Amira Hafner- Al Jabaji,
Muslima, Islamwissenschafterin und Präsidentin Interreligiöser Thinktank. Gesprächsleitung: Conrad Gähler. Lesetipp:
Mouhanad Khorchide. Islam ist Barmherzigkeit. Grundzüge einer modernen Religion. Herder, 220 Seiten.
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Seele and Geist
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