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MAZ
LOKAL
Dahme-Kurier
7
Montag,
27. Oktober 2014
Festkonzert
zum Jubiläum
der Musikschule
IHRE REDAKTION
Redaktion: 0 33 75/2 40 40
Leserservice: 0 33 75/24 04 90
Anzeigen: 0 33 75/24 04 80
GUTEN TAG!
Margrit Hahn
Margrit.Hahn@MAZ-online.de
Ballast im
Portmonee
B
ei jedem Einkauf frage ich
mich, wofür wir eigentlich
Münzen brauchen. Mein
Portmonee platzt fast aus allen
Nähten. Kürzlich sind mir Einund Zwei-Cent-Stücke herausgefallen und durch den Einkaufsmarkt gerollt. Alle, die hinter mir
standen, halfen netterweise beim
Einsammeln. Wozu sind die kleinen Kupfermünzen gut, außer um
die Geldbörse zu beschweren?
Einige Euro-Länder sind uns da
voraus. In den Niederlanden wird
auf- oder abgerundet. Und ich
hatte dort nicht den Eindruck, als
würde ich etwas vermissen. Im
Gegenteil, der Inhalt des Portmonees war übersichtlicher und die
Kassierer waren entspannter, weil
sie nicht mit so viel Kleingeld
hantieren mussten. Das Sprichwort „Wer den Pfennig nicht ehrt,
ist den Taler nicht wert“ ist auch
längst überholt. Es gibt inzwischen weder Pfennig noch Taler.
Selbst wenn man das Kleingeld zu
Hause sammelt, um übervolle
Geldbörsen zu verhindern, wird
es nicht besser. Denn irgendwann
muss man doch den ganzen Haufen nehmen, um damit zu bezahlen. Das Ende vom Lied können
dann die Kassierer singen.
POLIZEIBERICHT
Vier Fahrer mit Drogen und
Alkohol am Steuer erwischt
Königs Wusterhausen/Wildau –
Gleich viermal wurden Kraftfahrzeugführer im Bereich Königs
Wusterhausen und Wildau in der
Nacht zu Sonntag im Straßenverkehr mit Alkohol oder Drogen am
Steuer erwischt. So pustete ein
32-jähriger Fahrer in Wildau
einen Alkoholwert von 0,72 Promille und ein 31-jähriger MazdaFahrer sogar 1,35 Promille. Ersterer erhält eine Bußgeldanzeige
und Fahrverbot, beim anderen
wurde eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein
sichergestellt. Außerdem wurden
in Wildau ein 27-jähriger Kraftfahrer und in Königs Wusterhausen
eine junge Fahrerin unter Einwirkung von Rauschmitteln festgestellt.
Lkw-Kennzeichen
gestohlen
Bestensee – Von einem Lkw Renault wurde in Bestensee das
hintere Kennzeichen LDS-RC 10
gestohlen. Gestern Morgen hatte
der Eigentümer, als er seinen
Anhänger abhängen wollte, den
Schaden bemerkt. Das Fahrzeug
war am Fahrbahnrand im Lerchenweg geparkt. Das Kennzeichen
wurde zur Fahndung ausgeschrieben.
Altkleidercontainer
in Flammen
Zeuthen – In Höhe Bahnübergang
des Forstweges in Zeuthen geriet
gestern Morgen ein AltkleiderSammelcontainer in Brand. Die
Ermittlungen vor Ort erbrachten
den Verdacht, dass offenbar unbekannte Täter den Container angezündet hatten.
Sängerin Dagmar Frederic erfreute mit ihrem Auftritt das Publikum in der Dinterhalle in Königs Wusterhausen.
FOTOS: GERLINDE IRMSCHER (2)
Vergnüglicher Herbstball
Dagmar Frederic sang in der Dinterhalle vor 300 Gästen. Älteste auf dem Parkett war eine 104-Jährige.
Von Gerlinde Irmscher
Fest“. Nun galt es erst einmal, sich
bei Kaffee und Kuchen zu stärken,
Königs Wusterhausen – Den Mitar- Getränke zu ordern, um sich dann
beitern des „Simolke Eventmana- in aller Ruhe auf den Stargast zu
gament“ war es wieder einmal ge- konzentrieren. Mit ihrem Titel
lungen, die Dinterhalle in Königs „Ich bin immer noch da“ betrat
Wusterhausen so auszuschmü- Sängerin Dagmar Frederic die
cken, dass sich die 300 Gäste, die Halle. Sofort sang sie sich lautam Samstag zum großen Herbs- stark durch die Reihen. „Ich freue
ball dorthin kamen, wohl fühlten. mich, dass ich hier sein kann. Der
Nachdem im letzten Jahr die Se- erste Titel muss bei mir immer etnioren ihren Ball im KW- Eventcen- was lauter sein, damit ich mein
ter feierten, ist man in
Lampenfieber
losdiesem Jahr an den alkriege“, erklärte sie
Ein gelungeten Veranstaltungsort nes Fest , gut
die Lautstärke, um sich
zurückgekehrt.
mit dem nächsorganisiert, nicht gleich
„Es ist wieder Herbst
ten Titel „Man lebt nur
und wir sind wieder am so eng wie letztes einmal“ in die Herzen
alten Ort, ich wünsche Jahr, die Stimder Besucher zu sinallen einen schönen mung ist super.“
gen. Diese dankten es
Nachmittag“, begrüßte
und klatschten kräftig
Bürgermeister
Lutz Brigitte Kleine
mit. „Die einzige GeFranzke (SPD) die Se- Besucherin
rechtigkeit ist, dass jenioren. Renate Grupe,
der jedes Jahr ein Jahr
Vorsitzende des Senioälter wird, aber was
renbeirates, schloss sich den Grü- sind meine fast 70 Jahre gegen sie
ßen an: „Inzwischen feiern wir alle und besonders gegen Omi Stezum sechsten Mal unseren Herbst- gemann, schön dass Sie da sind“,
ball und ich wünsche allen, den Se- sagte sie. Gertrud Stegemann ist
nioren, aber auch den Jüngeren mit ihren 104 Jahren die zweitälunter uns, den Nichtsenioren, ei- teste Bürgerin der Stadt. Der
nen sehr schönen tanzfreudigen Herbsball ist eine willkommene
Nachmittag.“ Sie dankte dem Bür- Abwechslung für sie und mit Tochgermeister und „Simolke Event- ter Beate wagte sie auch so manmanagement“ für „dieses schöne ches Tänzchen auf dem Parkett.
„
Gertrud Stegemann (104) tanzte mit Tochter Beate.
Dagmar Frederic gelang es, mit ihren Liedern die Zuhörer zu begeistern. Nachdem sie sich mit dem
Song „Auf Wiedersehen“ verabschiedet hatte, legte DJ Silvio zum
Tanz auf. Zum Auftakt erklang ein
Wiener Walzer. Fast fluchtartig verließen die tanzfreudigen Senioren
ihre Plätze und im Nu war die Tanzfläche voll. Das änderte sich auch
nicht bis zum Ende des Balls.
Christa und Karlheinz Ulbrich
beobachteten das Geschehen auf
der Tanzfläche und freuten sich,
dass sie dieses Jahr wieder dabei
sein können. „Es ist prima hier, besonders Dagmar hat uns gefallen
und man kommt ja sonst kaum irgendwo hin“, erklärten sie. Für Brigitte Kleine ist dieser Herbstball
ein unbedingtes „Muss“. „Es ist
ein gelungenes Fest , gut organisiert, nicht so eng wie letztes Jahr,
die Stimmung ist super und am
Schmuck der Halle kann sich das
Herz erfeuen“, erklärte sie.
Zeuthen – Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens veanstaltet die
Kreismusikschule Dahme-Spreewald am 14. November um 18 Uhr
ein Festkonzert in der Mehrzweckhalle der Paul-Dessau-Gesamtschule Zeuthen. Im Programm soll
sich die Vielfalt der musikalischen
Ausbildung an der Musikschule
widerspiegeln. Neben den Kammerensembles musizieren zwei
Chöre, das Gitarren- und das Kammerorchester sowie verschiedene
Bands und Solisten. Die Schüler
kommen aus Lübben, Luckau,
Zeuthen und Königs Wusterhausen. Auch die Altersspanne der
Schüler ist groß. Im Akkordeonorchester zum Beispiel ist die
jüngste Schülerin acht und die Älteste 75 Jahre alt.
Die Musikschule Dahme-Spreewald hat am 1. August 1994 ihre
Arbeit aufgenommen und sich seitdem stetig weiterentwickelt. In ihren vier Ausbildungsstätten Luckau, Lübben, Zeuthen und Königs Wusterhausen lernen und
üben 1900 Schüler bei 72 Lehrern.
Damit sich die Kreismusikschule
mit ihren Angeboten auch im Internet zeitgemäß präsentieren kann,
startet sie am 1. November eine
neue Homepage. Das Design orientiert sich dabei an dem des Landkreises Dahme-Spreewald.
JUBILARE
Die MAZ-Lokalredaktion gratuliert ganz herzlich in Bestensee
Heinz Dreger zum 77., Renate
Gundlach zum 81., Helmut Raduns zum 82., Anneliese Sebold
zum 84., in Mittenwalde Werner
Bretschneider zum 82., Gerlinde
Haenecke zum 79., in Brusendorf
Rudolf Eichelberg zum 76., in Gallun Hildegard Köppen zum 87., in
Motzen Horst Münch zum 80., in
Teupitz Edith Lucka zum 78., in
Zeesen Rudolf Podßuweit zum 80.,
in Königs Wusterhausen Johanna
Glapiak zum 99., Hanna Konrad
zum 80., in Niederlehme Ingrid
Redlich zum 80., im Seniorenpflegeheim Schwanenburg Wernsdorf Brigitte Witthahn zum 79. Geburtstag.
Nachträglich gratulieren wir in
Bestensee Erika Melzer zum 79.,
in Friedersdorf Gerda Bassinger
zum 85., in Gussow Leokadia Baschin zum 75., in Bindow Egon
Boldt zum 78., in Halbe Siegfried
Büttner zum 87., Alfred Wendlandt zum 77., in Töpchin Ingrid
Brandenburg zum 75., Margot Rekowski zum 78. Geburtstag.
Die goldene Hochzeit begingen
gestern Elke und Karl-Heinz Bretag in Königs Wusterhausen. Herzlichen Glückwunsch und alles
Gute!
Erinnerung an eine Flugpionierin
Stele für Elly Beinhorn wurde gestern bei einer Laufveranstaltung vor dem Rathaus Schönefeld eingeweiht
Von Uta Schmidt
Schönefeld –
„Meine
Mutter
wurde schon mit 21 Jahren Fliegerin, sie war ein Vorbild für mich
und sie eignet sich heute als Vorbild für junge Menschen“, sagte
Bernd Rosemeyer gestern bei der
Einweihung der Erinnerungsstele
an die Berliner Flugpionierin vor
dem Rathaus Schönefeld. Damit erhielt der vierte Elly-BeinhornLauf, der über eine Strecke von
zehn Kilometern nach Adlershof
führte, einen würdigen Auftakt.
Läufer, Freunde der Berliner
Flug- und Automobilgeschichte,
Vertreter von Wirtschaft und Politik verfolgten den festlichen Moment. Beinhorns einziger Sohn
Bernd Rosemeyer enthüllte die
rote Granitsäule mit Gemeindewappen und der Aufschrift „Elly
Beinhorn Fliegerin 1907-2007“ ge-
Bernd Rosemeyer (l.) und Hartmut Mehdorn beim Enthüllen.
meinsam mit Flughafenchef Hartmut Mehdorn. Denn die Säule soll
künftig auf dem BER-Gelände den
Weg zum Terminal weisen. „Ich
finde die sparsame Beschriftung
FOTO: U.S.
und die Gestaltung gelungen“, so
Rosemeyer, der in München als
Medizinprofessor und als Schirmherr des Elly-Beinhorn-Laufs
wirkt. Er freue sich, dass mit der
Aufschrift ebenso an seinen Vater,
Bernd Rosemeyer, erinnert werde,
der 1938 als Autorennfahrer verunglückt war. Das Paar fand seine
letzte Ruhstätte auf dem Waldfriedhof in Dahlem.
Schöpfer der 33. Wegesäule der
Gemeinde Schönefeld ist Bildhauer Herbert Engler aus NeuLübbenau, Sponsor die Schönfelder Pharmafirma Haemato. „Wir
wollen uns zunehmend für die Gemeinde engagieren“, so Daniel
Kracht vom Unternehmen mit 166
Mitarbeitern. Bürgermeister Udo
Haase kündigte die Fortführung
der „Wegweiser“-Tradition an:
„Noch in diesem Jahr werden wir
in Flughafennähe mit einer Säule
an den Flugzeugbauer Hugo Junkers erinnern.“ Nach der StelenEinweihung fiel der Startschuss
für den Lauf. Mit 280 Läufern
hatte das Familiensportfest in Ad-
lershof diesmal eine besonders
große Resonanz. Die Schnellsten
laufen die zehn Kilometer in reichlich einer halben Stunde. „Wir wollen mit dem Lauf nicht nur ein
Sportereignis veranstalten, sondern eine Geschichte, die der Elly
Beinhorn, erzählen“, sagte Sportorganisator Harry Mehner. Erstmals beim Wettkampf mit der
Startnummer 222 dabei war Jürgen Radue aus Frankfurt (Oder).
„Das ist eine gute Gelegenheit,
das Flughafenumfeld aus einem
anderen Blick kennen zu lernen“,
sagte er. Zahlreiche Oldtimerfahrer sorgten mit ihren Fahrzeugen
für den illustren Rahmen des Ereignisses. „Schließlich wird heute
ebenso an den Autorennfahrer
Bernd Rosemeyer erinnert“, sagte
Roland Wunderlich. Er fuhr mit einem „Audi“ Baujahr 1974 vor dem
Schönefelder Rathaus vor.
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