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Context Nr. 10/September 2014 - Nordisches Vorbild - KV Schweiz

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27. 10. 2014
Heft 10
Das Magazin für Bildung und Beruf
Skandinavien
Das nordische Vorbild
KV-Forum
Talentmanagement
Fundraising
Berufsfeld mit Zukunft
Mit einem
Prämien sparen.
Gut, sind Sie Mitglied des KV Schweiz. Denn Sie erhalten über 25 % Rabatt bei den Zusatzversicherungen der KPT und profitieren von den vielen weiteren Vorteilen der führenden OnlineKrankenkasse mit persönlicher Beratung. Jetzt Offerte anfordern über www.kvschweiz.kpt.ch
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Editorial
Kürzlich wurde ich im Rahmen eines pri­
vaten Gesprächs gefragt, was mich als Chef
und Vorgesetzten besonders freue und
stolz mache. Ich musste mir ein paar Se­
kunden Gedanken machen, denn meine
spontanen ersten Antworten überzeugten
mich nicht wirklich. Klar ist es wesentlich,
wenn ein Unternehmen seine Zielsetzun­
gen inhaltlich und finanziell erreicht. Klar
ist es erfreulich, wenn die Rückmeldungen
des Verwaltungsrates und der Mitarbei­
tenden zur eigenen Arbeit mehrheitlich
positiv sind – aber macht mich das beson­
ders stolz?
Eine spezielle Freude ist es für mich,
wenn es mir gelingt, ein Talent einer Mit­
arbeiterin oder eines Mitarbeiters zu
fördern, zu entwickeln und zu beobachten,
wie dieses Talent den Betrieb beeinflusst
und verändert. Und – wie ein Mitarbeiter
oder eine Mitarbeiterin dadurch an Profil
und an Eigenständigkeit gewinnt. Wenn
dies gelingt, macht mich das auch ein
wenig stolz.
Gerade in der Ausbildung von Lernen­
den braucht dieser Anspruch zeitweise
eine gehörige Portion Geduld und Humor.
Ich bin aber überzeugt, dass gerade diese
Art der Talentförderung bei den jüngsten
Mitarbeitenden sich auszahlt. Vielleicht
nicht gerade sofort, vielleicht nicht in
meinem Betrieb – die Erfahrung zeigt
aber, dass hier mit Engagement und
Geduld viel möglich ist. Und wir brauchen
diese Talente – ob jünger oder älter – drin­
gend, denn die Anzahl der Fachkräfte, die
uns zur Verfügung stehen, nimmt ab. Wir
sind gefordert und haben als Kaufmän­
nischer Verband reagiert. Lesen Sie die
Berichte zum Forum Talentförderung
(S. 10) und zu «SwissSkills» (S.28) in dieser
Ausgabe von Context.
Inhalt
5
6
7
8
9
10
12
14
Büro International Istanbul, Türkei
Arbeitsweg
HWZ-Diplomfeier, KV in den Medien, Webrating Kurz Ecopop/EKAS/Prix Egalité/Home Office/Weiterbildung
Kolumne Von Daniel Jositsch
Forum 2014 Talentmanagement
Fundraising Organisationen brauchen Profis
Monatsinterview Stefan Heitmann über den Bankenplatz Schweiz
18 Dossier Skandinavien
Die Länder setzen auf Weiterbildung
21
25
27
27
Interview mit Politikwissenschaftler Sven Jochem
Lebenslanges Lernen im neuen «Volksheim»
Bündig Jobs für Mütter/Teamarbeit
Kolumne Von Franziska Hügli
28 SwissSkills Bern 2014
Die Berufsmeister und Berufsmeisterinnen
32
34
38
40
44
45
46
Erfahrungsbericht Jobwechsel ist wichtig
Laufbahn Dominick Büchler, stv. Leiter einer Schneesportschule
Ratgeber Jugend/ Löhne/Bildung
KV-Aktuell/Sektionen Veranstaltungen und Informationen
Impressum Rätsel Reka-Checks zu gewinnen
Cartoon Von Ruedi Widmer Peter Kyburz – CEO KV-Schweiz-Gruppe
peter.kyburz@kvschweiz.ch
context 10 – 2014
Titelbild: Geschäftshäuser in Oslo, Foto Daniel Hundven-Clements, Keystone
Karriere starten.
Bachelor of Science FHO in Business Administration
Im St.Galler Betriebsökonomie-Studium wirst du auf deinem Weg begleitet und lernst, in einer unserer
Studienrichtungen General Management, International Management oder Wirtschaftsinformatik
deine Fähigkeiten anzuwenden. Praxisprojekte mit namhaften Unternehmen wappnen dich für den
zukünftigen Berufsalltag.
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www.fhsg.ch/betriebsoekonomie
FHO Fachhochschule Ostschweiz
www.fhsg.ch
BÜRO INTERNATIONAL
5
Istanbul, Türkei
Esra A. Aysun ist Managerin und Administratorin des «Museums der Unschuld».
Text und Fotos Knut Henkel
Hatten Sie als Kind einen Traumberuf?
Ich wollte Schauspielerin werden.
Welche Berufe übten Ihre Eltern aus?
Meine Mutter arbeitete in der Landwirtschaft, mein Vater war Ingenieur.
Welche Ausbildung haben Sie gemacht?
Ich habe begonnen Soziologie zu studieren, aber schnell gemerkt, dass die
Theorie mir nicht liegt. Ich bin dann ins
Kulturmanagement gewechselt.
Seit wann arbeiten Sie im Museum?
Seit April 2012 bin ich im «Museum
der Unschuld», dem Museum des Schriftstellers Orhan Pamuk, angestellt. Ich bin
in der Leitung tätig. Meine zentrale Aufgabe ist es, das Management des Museums auf die Beine zu stellen. Ich koordiniere alle Abläufe. Weiter bin ich auch für
den Museumsshop verantwortlich. Denn
wir sind gleichzeitig eine Stiftung, die das
Museum trägt, und ein kommerzielles
Unternehmen.
Wie lange ist Ihr Arbeitsweg?
Mit dem Auto rund zehn Minuten.
Welche Qualitäten sind in Ihrem Beruf
gefragt?
Etwas Diplomatie, viel Teamgeist sowie gute Kenntnisse in Finanzverwaltung und Marketing.
Was schätzen Sie an Ihrem Beruf?
Dass ich die Chance habe, das Museum, das im Frühling 2012 eröffnet
wurde, mitzugestalten.
Woran stören Sie sich?
Für uns als eines der wenigen privaten Museen in Istanbul ist es nicht einfach
zu überleben, denn staatliche Unterstützungen gibt es nicht. Wir leben von den
Eintrittspreisen und vom Verkauf von
Postkarten, Plakaten und so fort. Unsere
Besucher entscheiden über Sein oder
Nichtsein des Museums.
context 10 – 2014
Wie sind Sie auf die Stelle aufmerksam
geworden?
Über einen Freund, der mich mit Orhan Pamuk zusammenbrachte.
Haben Sie lange gesucht, bis Sie diese
Stelle gefunden haben?
Im Kultursektor zu arbeiten ist in der
Türkei alles andere als einfach. Es gibt
keine lange Liste von Kulturinstitutionen
– ich habe schlicht Glück gehabt.
Waren Sie je arbeitslos?
Ja, ich habe zwischenzeitlich immer
mal wieder keine feste Stelle gehabt und
Festivals organisiert.
Arbeiten Sie hauptsächlich im Team
oder allein?
Wir arbeiten zu viert im Team und ich
bin letztlich verantwortlich.
Wie viele Stunden pro Woche
arbeiten Sie?
Ich arbeite sechs Tage pro Woche und
etwa acht bis neun Stunden täglich.
Es sind also rund fünfzig Stunden pro
Woche.
Wie oft machen Sie Ferien?
Da wir ein Museum im Aufbau sind,
habe ich im ersten Jahr kaum Urlaub gemacht und auch im zweiten Jahr waren es
nur ein paar Tage.
Wie viel verdienen Sie pro Monat?
Im Kulturbereich wird europaweit
schlecht bezahlt. Ich verdiene netto 1500
Euro (rund 1800 Franken), was für türkische Verhältnisse aber recht gut ist.
Können Sie Geld auf die Seite legen?
Ja, etwas. Aber nicht allzu viel.
Sind Sie gegen Krankheit versichert?
Ja, das bin ich.
Haben Sie eine Altersvorsorge?
Ja, auch die habe ich.
Was möchten Sie beruflich noch
erreichen?
Oh, ich habe mir schon eine neue Herausforderung gesucht. Ich werde in absehbarer Zeit beim British Council als
Kunstverantwortliche arbeiten.
Steckbrief Person
Name Esra A. Aysun
Alter 40 Jahre
Wohnform Mietwohnung
Wohnort Istanbul
Steckbrief Türkei
Einwohner Istanbul zählt knapp
14 Millionen Einwohner.
Die Türkei hat über 76,6 Millonen.
Arbeitslosenquote 9,9%
Durchschnittseinkommen knapp
10 000 Franken pro Jahr
Gewerkschaftlicher Organisationsgrad
8,8 %
Wichtigste Exportartikel Eisen, Stahl,
Textilien, Haushaltsgeräte, Busse,
Traktoren, Früchte, Gemüse
6
ARBEITSWEG
Duri Valentin wohnt in Ftan und arbeitet in Scuol als Kreditberater bei der Raiffeisen Bank Engiadina Val Müstair. Fotos: Bertschinger/Ex-Press
Duri Valentin startet bei typischen Engadinerhäusern ...
entsorgt im Dorf noch schnell den Hauskehricht ...
fährt Richtung Scuol mit Sicht auf das Schloss Tarasp ...
kommt aus dem Parkhaus auf die Dorfstrasse von Scuol ...
trinkt im Café Benderer am Stradun (Dorfstrasse) einen Espresso ...
und geht dann den Rest des Weges bis zu seiner Bankfiliale zu Fuss.
context 10 – 2014
ABSCHLUSSFEIER
HWZ verleiht 260 Bachelor-Diplome
260 Absolventinnen und Absolventen
erhielten an den HWZ-Diplomfeiern vom
8./9. Oktober 2014 in der Fraumünster­
kirche in Zürich ihr Bachelordiplom.
Von den insgesamt 260 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen haben 131
im Bereich Betriebsökonomie, 98 in Kommunikation und 31 in Wirtschaftsinformatik abgeschlossen. Während der vergangenen vier Jahre haben sie in ihrem
berufsbegleitenden Studium bewiesen,
dass sie Job und Studium auf Hochschulniveau unter einen Hut bringen und sich
einen soliden Grundstein für ihre weitere
Karriere erarbeitet.
Die Absolventinnen und Absolventen
können stolz auf das Geleistete sein, denn
es ist nicht einfach, Beruf und Ausbildung
zu vereinbaren. Viele arbeiten neben dem
Studium 70 oder 80 Prozent, sind in
anspruchsvollen Funktionen, oft mit Ver-
antwortung. An einem Tag sowie an
Abenden alternierend mit dem Samstagmorgen besuchen sie die HWZ. Hinzu
kommen schriftliche Arbeiten und Selbststudium.
Die Baume & Mercier-Ehrenpreise,
welche in diesem Jahr zum ersten Mal für
die besten Gesamtabschlüsse pro Fachbereich verliehen wurden, erhielten Cornelia Wiederkehr (Kommunikation),
Joshua Baumann (Betriebsökonomie/BA)
und David De Prado (Wirtschaftsinformatik).
Die frisch Diplomierten können sich
auf der Wall of Fame, dem neuen elektronischen Absolventenbuch der HWZ, mit
einem persönlichen Eintrag verewigen,
den sie über soziale Medien mit Freundinnen und Bekannten teilen können.
Die Wall of Fame ist öffentlich:
www.fh-hwz.ch/wof. pd/mur
KV IN DEN MEDIEN
Doch auch auf linker Seite hat das Ja
des Stimmvolks zur SVP-Initiative für
Bewegung gesorgt. Um die Annahme
der Ecopop-Initiative zu verhindern,
die die Zuwanderung mit einer fixen
Quote beschränken will, haben sich
Gewerkschaften, Parteien und Organisationen zu einer Koalition zusammengeschlossen. (...) Neben den linken Gewerkschaften beteiligen sich
auch KV Schweiz, Angestellte Schweiz
oder der Schweizer Lehrerverband.
4.10.2014
Der Kaufmännische Verband und Veb.
ch, der Verband für Rechnungslegung,
Controlling und Rechnungswesen,
führen eine gemeinsame Whistleblowing-Beratungsstelle mit einer
Hotline für ihre Mitglieder ein.
25.9.2014
Kaufmännische Lehrlinge erhalten in
Deutschschweizer Anwaltskanzleien
neu eine branchenspezifischere Ausbildung. Dazu hat der Verein Lehrstellen Advokatur eine «Betriebsgruppe
Advokatur» gegründet. Ihr Ziel ist
eine Vereinheitlichung der anwaltsspezifischen Branchenkenntnisse der
Lehrlinge.
22.9.2014
Freude über das Diplom: HWZ-Absolventinnen und -Absolventen am Ziel.
WEBRATING
Können Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz
konzentrieren?
Jetzt abstimmen:
www.kvschweiz.ch
Ja: 74 %
Erwarten Sie eine
Lohnerhöhung?
Nein: 26 %
> Ja
> Nein
context 10 – 2014
Manuel Keller vom Kaufmännischen
Verband (KV) Schweiz sagt: «Wir signalisieren mit dieser Vereinbarung
dem Seco, dass es den Spielraum
gibt, auf Branchenebene eine Lösung
für die Zeiterfassung auszuhandeln.»
Das Seco soll dies den Sozialpartnern
in der zukünftigen Verordnung ermöglichen, fordern sowohl die Verbände der Arbeitnehmer wie der Arbeitgeber der Bankbranche.
20.9.2014
7
Kurz
8
Breite Allianz gegen Ecopop
Am 14. Oktober fand in Bern eine Aktion von Arbeitnehmendenverbänden und Gewerkschaften
gegen die Ecopop-Initiative statt. Mit dabei war auch der KV Schweiz.
D
ie Ecopop-Initiative will die Zuwanderung auf 0,2 % der ständigen
Wohnbevölkerung beschränken. Dies wird
dazu führen, dass die Arbeitgeber mehr
Kurzaufenthalter ins Land holen werden.
Diese sind rechtlich schlechter gestellt,
was auch Konsequenzen für andere Arbeitnehmenden haben wird: Auch ihre
Löhne und Arbeitsbedingungen kämen
unter Druck.
Ausserdem gefährdet die Ecopop-Initiative Arbeitsplätze, weil Ecopop die bilateralen Verträge zu Fall bringen würde.
Ohne geregelte Beziehungen zur EU wären Schweizer Firmen gegenüber ihrer
europäischen Konkurrenz massiv benachteiligt. Ihre Produkte würden teurer.
Auslagerungen ins Ausland, Kostensenkungsprogramme und damit Arbeitsplatzabbau wären die Folge. Schliesslich
müssen Migranten durch die Initiative
mit einer Benachteiligung rechnen. Branchen wie Bau, Gesundheitswesen und
Pflege würde es an Fachkräften fehlen.
Aus diesen Gründen haben sich alle
grossen Arbeitnehmendenorganisationen zusammengetan, um die Initiative
mit einer gemeinsam finanzierten Kam-
Gemeinsam dagegen: Kundgebung vor dem Bundeshaus.
page zu bekämpfen. Mit einer Aktion auf
dem Bundesplatz zeigten am Dienstag,
14. Oktober, die Gewerkschaftsdachverbände SGB und Travail.Suisse und ihre
Mitgliedsverbände, die Lehrerverbände
LCH und SER (Romandie), der Berufsver-
band der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK, der KV Schweiz sowie
die Angestellten Schweiz, dass sie gemeinsam Nein sagen zur Ecopop-Initiative.
Die Abstimmung findet am 30. November
statt. pd
Prävention
So viel wie möglich aufstehen
Wer in einem Büro arbeitet, dessen Körper wird bis zu 2000 Stunden pro Jahr dauerbelastet.
Die EKAS-Box, ein teils animiertes Online-Informationsmittel, kann helfen.
Bei Büroarbeiten sind es die kleinen, immer gleichen Muskelanspannungen, die
Tag für Tag den Körper belasten. Verkrampfungen, Nacken- und Schulterschmerzen können die Folge sein. Arbeitnehmende sollten deshalb immer
aufrecht und entspannt sitzen sowie oft
aufstehen und sich bewegen.
Wichtig ist, dass Stuhl und Tisch richtig eingestellt sind. Denn wer sich zum
Beispiel nach vorne neigt, eine gekrümmte Körperhaltung aufweist, dessen Bauch wird eingedrückt. Bei andauernder Fehlhaltung kann dies zu
Verdauungsstörungen führen. Drückt die
Tischkante in den Bauch, kann das die Situation zusätzlich verschärfen.
context 10 – 2014
Wie man richtig sitzt, zeigt die EKAS- ter Hinweise auf Unfallgefahren im Büro
Box, das Online-Informationsmittel für und für Arbeitgeber Anregungen zum Gedie Prävention im Büro der Eidgenössi- bäudeunterhalt, zur Büroplanung, Büroschen Koordinationskommission für Ar- einrichtung wie auch zur Arbeitsorganibeitssicherheit (EKAS). Bereits wurde die sation.
Die in Text und Bild präsentierten unBox und ihre Animationen von 100 000
Personen geöffnet. Seit kurzem gibt es terhaltsamen Tipps, die teils animiert
auch eine Version für Smartphones und sind, können mit wenig Aufwand umgeTablets. Das heisst, Nutzerinnen und Nut- setzt werden. In der Schweiz wurde die
zer können sich sogar unterwegs über Si- EKAS-Box als eine der besten Websites
cherheit und Gesundheit im Büro aufklä- ausgezeichnet und eine internationale
ren lassen.
Jury verlieh ihr den «International Media
Am meisten aufgeschlagen wird das Award for Prevention» in der Kategorie
Kapitel «Ergonomisches Arbeiten». Die Multimedia. ajm
Box liefert zudem Informationen, wie
Stress vermieden und das Zeitmanage- Mehr Informationen auf: www.ekas-box.ch oder
ment verbessert werden kann. Es gibt wei- www.praevention-im-buero.ch.
Prix Egalité
Gesprächsrunde
Preis verleihen
Flexibel arbeiten
Am 11. November zeichnet der KV Schweiz
Betriebe mit dem Prix Egalité aus.
Alle drei Jahre verleiht der KV Schweiz besonders gleichstellungsfreundlichen Betrieben respektive Organisationen wie
auch Öffentlichen Verwaltungen seinen
Gleichstellungspreis, den Prix Egalité.
Gewürdigt werden dabei nicht die Anstrengungen von Gleichstellungsbeauftragten, sondern jene des Gesamtunternehmens. Bald ist es nun wieder soweit:
Am 11. November, ab 17 Uhr, vergibt der
Verband im Kaufleuten in Zürich die
Preise.
Noch sind die Gewinnerinnen und
Gewinner nicht bekannt. Eine vom KV
Schweiz unabhängige Jury bestimmt in
diesen Tagen die gleichstellungsfreundlichsten Betriebe. Sie werden im nächsten
Context vorgestellt.
Zu diesem Zeitpunkt liegt auch die
Evaluation des Fragebogens vor, den 540
Firmen im Vorfeld ausgefüllt haben. Die
Auswertung der Umfrage erlaubt es dem
KV Schweiz, ein Bild der aktuellen Situation der Gleichstellung in der Schweiz zu
skizzieren. Die so gewonnenen Erkenntnisse fliessen selbstverständlich erneut in
das Engagement des Verbandes für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein.
In einem Forum diskutieren Fachleute über
die Umsetzung von Home und Mobile Office.
Flexible und mobile Arbeitsformen etablieren sich immer mehr in der Schweizer
Arbeitswelt. Die zeitweise Arbeit von zu
Hause (Home Office) oder unterwegs
(Mobile Office) bietet für die Arbeitnehmenden und die Arbeitgeber viele Chancen: Reduktion der Arbeitswege, höhere
Produktivität, bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf. Andererseits stehen
die Unternehmen dadurch vor Herausforderungen. Es gilt etwa die Zusammenarbeit trotz unregelmässiger Präsenzzeiten
zu optimieren.
Wie die neuen Arbeitsformen erfolgreich im Betrieb umgesetzt werden können und welche Lösungen sich für die Gestaltung flexibler Arbeitsumgebungen
abzeichnen diskutieren Wissenschaftler
sowie Vertreterinnen von Schweizer Firmen am 6. November im Stadttheater Olten. Mit dabei ist auch Manuel Keller, Leiter Beruf und Beratung beim KV Schweiz.
Organisiert wird das Forum Wirtschaftspsychologie 2014 mit dem Titel «Mobile
und flexible Arbeit – der Beitrag der Psychologie» von der Fachhochschule Nordwestschweiz. pd
Kommunikation KV Schweiz
Mehr Informationen und Anmeldung unter:
www.fhnw.ch/aps/forum-wirtschaftspsychologie
Laufbahn
Weiterbildung ist zentral
59% der Schweizer Beschäftigten nehmen am besten unterstützen können. Hier die
Lohneinbussen in Kauf, um sich weiterbil- wichtigsten Resultate für die Schweiz:
den zu können.
Wenn Schweizer Arbeitnehmende vor der >> Grosse Unterschiede bestehen zwischen den Generationen: Während bei
Wahl stehen, befördert zu werden oder
den Generationen X (Geburtsjahre
sich neue Fähigkeiten aneignen zu kön1965-1980) und Y (Geburtsjahre 1981nen, dann entscheiden sich 66% für die
1990) 64% die Weiterentwicklung geWeiterentwicklung ihrer Fähigkeiten.
genüber der formalen Karriere favori59% der Befragten sind sogar bereit, auf
sieren, liegt dieser Wert bei den Baby
einen höheren Lohn zu verzichten, wenn
Boomern (Geburtsjahre 1946-1964) mit
sie dafür ihr Know-how verbessern kön73% deutlich höher.
nen. Dies geht aus der aktuellen Kelly Global Workforce Index Studie hervor, an der >> Nur 32% der befragten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer denken,
weltweit rund 230 000 Personen, davon
dass sie bei ihrem jetzigen Arbeitgeber
4700 in der Schweiz teilgenommen haben.
die Möglichkeit zur WeiterentwickDie Studie zum Thema Karriereentlung haben.
wicklung beschäftigt sich damit, wie Arbeitnehmende Fragen rund um die Kar- >> 57% der Befragten beabsichtigen, innerhalb des nächsten Jahres den Arriere beurteilen und wie Arbeitgeber ihre
beitgeber zu wechseln. pd
Angestellten in der Laufbahnentwicklung
context 10 – 2014
KOLUMNE
Weiterbildung
statt WK
Von Daniel Jositsch
Am 1. Oktober hat der Kaufmännische
Verband einen Anlass zum Thema Talentförderung durchgeführt. Dabei bestand
allgemein der Konsens, dass wir uns den
Luxus leisten, einen wesentlichen Teil der
Talentressourcen brach liegen zu lassen,
indem wir bestimmten Personen das Verbleiben im Arbeitsprozess erschweren.
Die Rede war insbesondere von denjenigen, die aus Gründen der Familienplanung während einer gewissen Zeit ein
Teilzeitpensum absolvieren möchten;
häufig immer noch Frauen. Und weiter
sprachen wir über die Probleme der über
50-Jährigen auf dem Arbeitsmarkt. Das
alles ist nicht neu. Eine wesentliche Rolle
spielt die berufliche Weiterbildung. Junge
Frauen kommen hervorragend ausgebildet in den Arbeitsprozess. Während der
Phase intensiver Familienarbeit schaffen
sie es knapp, Familie und Teilzeitjob unter einen Hut zu bringen. Für Weiter­
bildung bleibt da kein Platz. Und dann
sollen und wollen sie wieder voll in den
Beruf einstiegen. Wie aber nun den Anschluss finden?
Paradoxerweise scheint uns die unglückliche Masseneinwanderungsinitiative zu helfen. Seit ihrer Annahme besteht auch auf Seiten der Arbeitgeber die
Einsicht, dass das Fachkräftepotenzial
im Inland besser genutzt werden muss.
Weiterbildung wird also zur gesellschaftlichen Aufgabe. Doch wer bezahlt das?
Früher war fast jeder Mann Angehöriger
der Armee. Die Ausfälle wurden über die
Erwerbsersatzordnung von der Gesellschaft getragen. Vielleicht braucht es in
Zukunft solche Instrumente: also Weiterbildung statt WK.
Daniel Jositsch ist Nationalrat und
Präsident des KV Schweiz.
daniel.jositsch@kvschweiz.ch
9
KV-Forum 2014
10
Talentmanagement wird
immer wichtiger
Die Talentförderung ist ein zentraler Erfolgsfaktor von Unternehmen. Am ersten Forum des
KV Schweiz referierten Fachleute über zukünftiges Talentmanagement. Text und Fotos von Rolf Murbach
Ruedi Flückiger und Peter Kyburz (o.l.), Yvonne Seitz (o.r.), Adrian Ritz (u.l.): Talentmanagement ist Thema in Wirtschaft und Wissenschaft.
Q
uerdenken in der Talentförderung: leiter des KV Bern, begrüssten die TeilDies war das Thema des ersten Fo- nehmenden des Forums. «Talente fördern
rums des Kaufmännischen Verbandes ist in diesem Jahr ein Schwerpunkt des KV
Anfang Oktober in Bern. Wie fördern Un- Schweiz», sagte Peter Kyburz. «Wir wollen
ternehmen ihre Angestellten? Was tun hier ein Zeichen setzen. So waren wir dieBetriebe, damit sich Arbeitnehmer und ses Jahr Partner der 24thinkpark-KonfeTeams entwickeln können? An der Ta- renz, wo es unter anderem um die Zu- junge Kaufleute aus der Branche Dienstgung gaben Fachleute aus der Praxis Aus- kunft der Arbeitswelt ging.» An der leistung und Administration an Berufskunft über modernes Talentmanagement Netzwerk-Veranstaltung hätten sich viele meisterschaften teilgenommen.
und ein Wissenschaftler referierte über Talente, Menschen aus unterschiedlichen
die Talentförderung der Zukunft. Rund 50 Branchen und Berufen, ausgetauscht und Entwicklungsmöglichkeiten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfuh- gemeinsam spannende Ideen entwickelt. Talentmanagement werde für Arbeitgeber
ren, was ausgewogenes TalentmanageRuedi Flückiger berichtete in seiner immer wichtiger. Nur wer seine Talente
ment auszeichnet und wie sich Unterneh- Begrüssung über eine andere Veranstal- fördere und ihnen gute Entwicklungsmen dadurch für die Zukunft gut tung, an der sich viele Talente versammelt möglichkeiten bereitstelle, könne im impositionieren. Marcel Speiser von der haben – über die SwissSkills Bern 2014. mer härter werdenden Wettbewerb besteHandelszeitung moderierte die Veran- «An den Berufsmeisterschaften haben hen. In seinem Impulsreferat zeigte
staltung.
rund 1000 Wettkämpferinnen und Wett- Adrian Ritz, Dozent an der Uni Bern, was
Peter Kyburz, CEO der KV-Schweiz- kämpfer um Medaillen in ihrem Metier zukunftsfähiges Talentmanagement ausGruppe, und Ruedi Flückiger, Geschäfts- gekämpft.» Zum ersten Mal hätten auch zeichnet und welches die Herausforde-
context 10 – 2014
rungen sind, mit denen Unternehmen
konfrontiert sind. «Es herrscht in vielen
Branchen ein grosser Fachkräftemangel
und bei den Arbeitnehmenden steht die
Arbeitsmarktfähigkeit und nicht die Loyalität zu einem Betrieb im Zentrum.» Talente müssten daher gesucht und gepflegt
werden. Der Talentbegriff dürfe allerdings nicht zu eng gesehen werden, es
gehe bei der Talentförderung nicht nur
um die jungen High Potentials, sondern
auch um ältere Arbeitnehmer. Wichtig sei
zudem eine Beziehungspflege zu möglichen Arbeitnehmern und eine systematische Nachfolgeplanung innerhalb der Betriebe.
Es gibt immer mehr ältere Arbeitnehmer, Mobilität und Internationalität haben zugenommen, Arbeitszeitmodelle
sind differenzierter als früher, es gibt
mehr Frauen in Führungspositionen und
der Anteil an Teilzeitarbeitenden hat sich
erhöht. «Diese Veränderungen müssen
die Unternehmen in ihrem Talentmanagement berücksichtigen.»
Wie Talentmanagement konkret aussehen kann, darüber referierten Alex Forrer und Andy Favazzo von der Raiffeisen-
bank. Sie zeigten auf, welche Instrumente Arbeitszeitmodelle, um diese Ziele zu ersie für eine systematische Bildungsbera- reichen.»
tung im Bereich Banking and Finance
entwickelt haben und wie Fachlaufbah- Weiterbildung unterstützen
nen bei der Raiffeisen aussehen.
Daniel Jositsch wies in seinem Referat daMit dem Song «It’s a man’s world – but rauf hin, dass in vielen Köpfen immer
it would be nothing without a woman or a noch traditionelle Bilder dominierend
girl» startete Yvonne Seitz von AXA Win- sind: «Frauen haben es nach wie vor
terthur ihre Ausführungen zum Thema schwieriger als Männer, in KaderpositioTalentmanagement. Yvonne Seitz ist nen zu gelangen. Und Arbeitnehmer über
beim Versicherungskonzern verantwort- 50 haben es zum Teil schwer, eine neue
lich für Diversity. Sie sagte: «Wir wollen Stelle zu finden, obwohl sie topqualifikeine Frauenförderung. Aber wir wollen ziert sind.» Der Präsident des KV Schweiz
durchmischte Teams, Frauen, Männer, zeigte auch auf, dass die Wirtschaft den
Jüngere, Ältere, Menschen aus verschie- Fachkräftemangel nur dann entkräften
denen Kulturen und Nationen. Denn nur kann, wenn man die älteren Arbeitnehunterschiedliche Blickwinkel schaffen ei- mer und Frauen in den Arbeitsprozess innen Mehrwert.
tegriert. «Dazu braucht es Weiterbildung.
AXA Winterthur wolle ein attraktiver Gesellschaft und Politik müssen die BeArbeitgeber sein, in dem sich Talente ent- dingungen schaffen, damit Weiterbilwickeln können, so Yvonne Seitz. Dazu dung auch möglich ist. Für Unterhaltung
gehöre Diversity mit folgenden Zielen: sorgte der Slam Poet Adrian Merz. Vir«Wir fördern das Potenzial der älteren tuos reimte er in den Pausen und komMitarbeitenden und legen Wert auf die mentierte am Schluss den Anlass mit exVereinbarkeit von Beruf und Familie.» pressiv vorgetragenen spoken words.
Schliesslich werde ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis im Management an- Rolf Murbach ist Context-Redaktor.
gestrebt. «Besonders wichtig sind flexible rolf.murbach@kvschweiz.ch
Laufend
Infoanlässe!
Meine Bildungswelt .ch
©
context 10 – 2014
11
Fundraising
12
Professionell Geld sammeln
Gemeinnützige Organisationen setzen sich für sozial Schwache, gequälte Tiere oder eine
gesunde Umwelt ein. Die dazu benötigten finanziellen Mittel werden heute häufig von
professionellen Fundraisern beschafft. Von Helen Weiss
O
hne die Arbeit von Sportvereinen,
sozialen Einrichtungen oder
Selbsthilfegruppen würde ein grosser Teil
unseres gesellschaftlichen Lebens nicht
mehr funktionieren. Rund 80 000 Vereine
gibt es in der Schweiz, deren Leistungen
für die Allgemeinheit niemals allein aus
Steuermitteln finanziert werden könnten.
Das Thema Fundraising, also die Mittelbeschaffung für gemeinnützige Organisationen, wird deshalb immer wichtiger.
«Fundraiser sind Brückenbauer zwischen
jenen, die helfen wollen und denen, die
Hilfe benötigen», erklärt Roger Tinner,
Geschäftsführer von Swissfundraising,
dem Berufsverband der Fundraiserinnen
und Fundraiser.
lefonanrufen zu belästigen. Vielmehr stecken hinter dem Begriff Fundraising
zahlreiche Strategien, um ein Hilfsprojekt
oder eine spendenabhängige Non-ProfitOrganisation (NPO) bekannt zu machen
und entsprechend Mittel zu generieren.
«Das Fundraising arbeitet eng mit PR
und Marketing zusammen», erklärt Tinner. Dabei unterscheidet sich die Arbeitsweise kaum vom klassischen Marketing
eines Profitunternehmens. Denn auch bei
NPO gilt: Spenderinnen und Spender machen Geld nur für etwas locker, das sie
auch kennen. «Der Bekanntheitsgrad und
das positive Image einer Organisation
oder eines Projekts ist ein massgeblicher
Motivator, um zu spenden», bestätigt Lukas Knaus, Projektleiter und Assistent der
Bekanntheitsgrad als Spendenmotivator
Geschäftsleitung beim Schweizerischen
Professionelles Fundraising geht dabei Spendenhilfsdienst. Das Unternehmen
weit über die Mittelbeschaffung hinaus. ist seit 20 Jahren auf Telefon-Fundraising
Laut Henry A. Rosso, Gründer der Fund spezialisiert.
Daneben gilt es, die richtige Methode
Raising School, der angesehensten USFortbildungseinrichtung in diesem Be- oder Strategie zur Mittelbeschaffung zu
reich, ist «Fundraising die sanfte Kunst, eruieren – ein gutes Gespür für die ZielFreude am Spenden zu lehren». Es geht gruppe ist deshalb unabdingbar. «Es gibt
deshalb längst nicht darum, mögliche unterschiedliche Wege zum Erfolg. Die
Spenderinnen abends mit nervenden Te- Wahl der Strategie hängt dabei stark vom
MANAGED
CLOUD
& OUTSOURCING
SERVICES
«Unser Kerngeschäft ist ein
hochstehender Gästeservice
für unvergessliche Ferienerlebnisse. Den Betrieb der
komplexen, leistungsfähigen
IT-Infrastruktur überlassen
wir den Spezialisten. Dank
der iSource befinden wir uns
jetzt immer auf der Höhe der
Technik und werden regelmässig über relevante Technologietrends ins Bild gesetzt.»
Projekt und der Zielgruppe ab», so Tinner.
Geht es etwa um eine grössere Spende
von einer Firma oder einer Stiftung, ist die
Präsentation der Organisation in einem
persönlichen Gespräch die erste Wahl.
Um hingegen eine breite Öffentlichkeit
zu erreichen, können Methoden wie klassische Mailings, Strassen- und Haus­
türsammlungen, Telefon-Fundraising,
Spendenbriefe, Patenschaften oder Mitgliederbeiträge fruchten. «Wichtig ist es,
den richtigen Fundraising-Mix zu finden
und anzuwenden», weiss Tinner.
Erstspender stetig informieren
Der Beruf ist entsprechend vielfältig,
denn grundsätzlich müssen nicht nur
Spenderinnen vom Zweck ihrer Gabe
überzeugt, sondern auch fortlaufend über
die Organisation und deren Projekte informiert werden. «Neben der Aufgabe,
neue Spender zu generieren, sollten erfolgreiche Fundraiser die Erstspender
möglichst längerfristig einbinden und allenfalls für eine Mitgliedschaft, Patenschaft oder eine regelmässige Spende per
Lastschriftverfahren oder Dauerauftrag
gewinnen», erklärt Lukas Knaus vom
SERVICES CONSULTING
ENGINEERING DATACENTERS
Zahlreiche Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen verlassen sich täglich auf die
langjährige Erfahrung und die ausgewiesenen
Spezialisten von iSource. www.isource.ch
Roger Schmutz
Leiter Controlling/HR/QM
Arosa Bergbahnen AG
YOUR IT HEARTBEAT
context 10 – 2014
Schweizerischen Spendenhilfsdienst.
Dieses Vorgehen setzt neben den passenden Strategien unter anderem eine sorgfältige Datenselektion voraus.
Verantwortungsbewusstes Arbeiten
ist deshalb eine der Grundvoraussetzungen in diesem Beruf. «Allein schon der
Umgang mit den zum Teil hohen Spendenbeträgen bedeutet eine grosse Verantwortung», weiss Urs Höltschi. Der selbstständige Fundraising-Berater arbeitet für
unterschiedliche Behinderten-, Patienten- und Menschenrechts-Organisationen, entwirft passende Fundraising-Strategien und organisiert die Umsetzung.
«Die professionelle Mittelbeschaffung hat
in NPO an Stellenwert gewonnen. Deshalb verfügen grössere Organisationen
meist über eine eigene Fundraising-Abteilung», weiss Höltschi. Externe Fundraiser werden nach Bedarf hinzugezogen.
Höltschi ist – wie die meisten Fundraiser – ein Quereinsteiger und wechselte vor
über 20 Jahren aus der Werbung in die
NPO- und Fundraising-Branche. Er empfindet seine Tätigkeit als eine «wunderschöne Aufgabe, da ich an der Scharnierstelle arbeite zwischen Menschen, die
helfen wollen und Organisationen, die etwas verändern wollen».
Kombination macht den Erfolg aus
Um im Beruf erfolgreich zu sein, benötige
es zwei wichtige Grundlagen, so der Fachmann. «Zum einen das Handwerk, also
ein fundiertes Know-how, umfassende
Kenntnisse, gute Netzwerke und eine leistungsfähige Datenbank.» Auch die Kreativität sei massgeblich: «Ein ausgeprägtes
Bauchgefühl, Empathie und die Fähigkeit,
Menschen zu begeistern, sind ebenso unerlässlich.» Höltschi ist überzeugt, dass
der einzige Weg zum Erfolg über das per-
13
GUT AUSGEBILDET
Der Quereinstieg aus unterschiedlichen
Branchen ist im Fundraising die Regel.
Folgende Ausbildungsgänge absolviert
werden:
>> Der Zertifikatslehrgang CAS Fundraising am Verbandsmanagement-Institut der Universität Fribourg besteht
aus zwei einwöchigen Modulen und einer Projektarbeit. Für das Zertifikat
wird eine praktische Tätigkeit im Fundraising vorausgesetzt. www.vmi.ch
>> Der Diplomlehrgang DAS in Fundraising Management an der Zürcher
Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur dauert
sönliche Engagement führt. «Man kann
nur effizient und erfolgreich Spenden
sammeln, wenn man hundertprozentig
selbst hinter dem Projekt stehen kann, für
das man Mittel beschafft.»
Auch ein gutes Durchhaltevermögen,
Beharrlichkeit sowie eine gewisse Toleranz bei Misserfolgen sind in dieser Branche von Vorteil, wie Andrea Libardi-Meier
erklärt. Die selbstständige Fundraiserin
kam über die Unternehmenskommunikation zum Beruf. «Ich war neugierig, wie
man in so kurzer Zeit grosse Behindertenprojekte finanzieren kann.» Die Juristin.
berät gemeinnützige Organisationen und
arbeitet an der Hochschule für Wirtschaft
in Zürich als Dozentin für Unternehmenskommunikation und Fundraising.
In der Schweiz sei der Beruf des Fundraisers noch jung und kaum als ernsthafte Tätigkeit bekannt. «Obwohl das
Fundraising die Mittel beschafft, um Gutes zu tun und somit einen wichtigen Stel-
zwei Semester und umfasst Workshops, Seminare sowie Case Studies.
Der Abschluss bildet eine Diplomarbeit.www.zkm.zhaw.ch/fundraisingmanagement
>> Der Zertifikatslehrgang CAS Kommunikation für Nonprofit-Organisationen
an der Fachhochschule Nordwestschweiz widmet sich im neunmonatigen, berufsbegleitenden Studiengang
neben dem Kommunikationsmanagement auch dem Fundraising, Organisationsmarketing und der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand.
www.fhnw.ch
lenwert in gemeinnützigen Organisationen einnimmt, hat es in der Gesellschaft
einen eher schlechten Ruf», sagt LibardiMeier. «Da Fundraiserinnen für gemeinnützige Organisationen arbeiten, wird zudem oft erwartet, dass sie ihre Leistungen
kostenlos erbringen», weiss sie aus eigener Erfahrung. Die Professionalisierung
des Berufs (siehe Box) sei deshalb durchaus begrüssenswert.
Da die professionelle Mittelbeschaffung für Vereine, Stiftungen und Verbände immer wichtiger wird, seien die
Berufsaussichten hervorragend, so Tinner. «Ausgebildete und erfahrene Fundraiser sind auf dem Arbeitsmarkt gefragt.»
Literatur
Peter Buss: Fundraising. Grundlagen, System und
strategische Planung. Haupt Verlag 2012.
Helen Weiss ist Journalistin im Basler Pressebüro
Kohlenberg. weiss@kohlenberg.ch
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Monatsinterview
14
«Die Unwissenheit der Kundschaft wird gezielt ausgenützt»
Finanzen Der Bankenplatz Schweiz muss sich neu erfinden und moderne, innovative
Geschäftsmodelle umsetzen. Das sagt der Ex-McKinsey-Partner und heutige Chef von
MoneyPark, Stefan Heitmann. Seiner Meinung nach steht das Geschäftsmodell Bank
auf dem Prüfstand wie noch nie zuvor. Von Jürg Zulliger / Foto Dieter Seeger
Context: Herr Heitmann, der Bankenplatz Schweiz ist von verschiedener
Seite unter Druck. Wo sehen Sie konkret
Reformbedarf?
Stefan Heitmann: Reformbedarf sehe
ich primär bei der Kundenorientierung
des hiesigen Geschäftsmodells. Nach wie
vor besteht ein enormes Ungleichgewicht
zwischen Banken und ihren Kunden, was
context 10 – 2014
den Informationsstand betrifft. Sowohl
bei Anlageentscheiden als auch beispielsweise bei Hypotheken fehlt es den Bankkundinnen und -kunden an wichtigen Informationen, um autonom und selbstbe
wusst entscheiden zu können. Dieses Ungleichgewicht nutzen die Banken bis
heute zu ihren Gunsten aus.
Nehmen wir als Beispiel eine Kundin, die
bei einer Bank eine Erbschaft von 40 000
Franken anlegen will. Wie spielt nun
dieses Gefälle des Informationsstandes
hinein?
Für eine Bankkundin ist das Universum an Anlageprodukten heute völlig
undurchschaubar. Es kommen Zehntausende ganz unterschiedlicher Anlagemöglichkeiten infrage. Allein im Segment
Stefan Heitmann, 37, ist promovierter Jurist und Ökonom. Früher
war er Partner beim Beratungsunternehmen McKinsey. Zu seinen
Kunden zählten vor allem führende Investment- und Retailbanken,
die Heitmann punkto Strategie, Risikomanagement und Banken­
regulierung beraten hat. 2012 gründete er zusammen mit Leo Grünstein die Firma MoneyPark. Im Vordergrund stehen die unabhängige
Beratung und Vermittlung von Hypotheken sowie Beratungen zu
Vorsorge und Geldanlage.
Privatkunden sind rund 30 000 Anlage- Müssen wir nicht zugeben, dass jede
an Erträgen beziehungsweise Zinsen einnimmt.
fonds auf dem Markt. Hinzu kommen Wirtschaftsbranche, die gewinnoriennoch viele andere Produkte und Einzelti- tiert arbeitet, so oder ähnlich tickt wie
Was läuft hier grundlegend anders –
die Banken?
etwa im Vergleich zu Gütern des
tel. Kein Mensch hat den Überblick.
Inwiefern zieht die Bank aus diesem
Es gibt aber einen grossen Unter- täglichen Bedarfs?
Unwissen einen Vorteil?
schied. Bankprodukte sind für die meisIm Supermarkt zahlt man einfach den
Der Banker hat zwei Herzen in seiner ten Leute völlig emotionslos und noch Preis, der an der Ware angeschrieben ist.
Brust. Entweder wird er den typischen dazu enorm schwer zu durchschauen. Wegen der völlig undurchschaubaren
Wunsch der Kundin nach einer passen- Niemand liest gerne am Wochenende Un- Vielfalt an Produkten und der versteckten
den Anlage möglichst kostengünstig um- terlagen zu Krediten, Vorsorge- und An- Gebühren und Margen im Banking weiss
setzen. Oder er verkauft ihr dasjenige Pro- lageprodukten, geschweige denn das der Kunde letztlich gar nicht, was ein Fidukt und die eigene Depotverwaltung, Kleingedruckte in den Verträgen und Ge- nanzprodukt wirklich kostet und was es
die der Bank den maximal möglichen Betrag an Gebühren und Provisionen eintragen. Denn letztlich hängt sowohl für
«Es ist kaum je der Fall, dass Kundinnen und Kunden auf
den Banker als auch für die Bank selbst
Augenhöhe mit der Bank verhandeln.»
der Verdienst von diesen Gebühren ab.
Ein Teil der Kosten ist offensichtlich, etwa
die einem Anlagefonds direkt belasteten schäftsbedingungen. Es ist kaum je der der Bank bringt. Das hat dazu geführt,
Gebühren, wohl auch noch Kosten für Fall, dass Kundinnen und Kunden auf Au- dass die Banken über Jahrzehnte sehr gut
Kauf und Verkauf des Fonds sowie die De- genhöhe mit der Bank verhandeln. In an- verdient haben und so satt und wohlhapotführung und so weiter.
deren Branchen hat der Kunde häufig bend geworden sind.
Welches sind die versteckten Gebühren?
eine völlig andere Informations- und da- Gemessen am Total der verwalteten
Vermögen ist der Finanzplatz Schweiz
Wenn etwa ein Teil des Fonds in aus- mit Entscheidungsbasis.
weltweit nach wie vor die Nummer 1.
ländischen Währungen investiert ist. Bei Ist der Lohn des Kundenberaters ganz
den Wechselkurstransaktionen ist noch direkt davon abhängig, dass er möglichst Welche Rolle spielte dabei das
Bankgeheimnis?
einmal eine satte Marge der Bank drauf. hohe Einnahmen über Gebühren und
In der Praxis fällt uns auf, dass Banken ih- sonstige Kosten generiert?
Das Bankgeheimnis war absolut zenren Kunden öfters Fonds verkaufen, die
Je nach Bank gibt es unterschiedliche tral. Ohne das Bankkundengeheimnis
gerade deswegen in einer Fremdwährung Anreizsysteme. Aber allgemein gesagt, wäre der Finanzplatz und speziell das Prigeführt werden. Auch hier wird die Un- setzt die Geschäftsleitung meist gewisse vate Banking für vermögende Privatkunwissenheit der Kundschaft gezielt ausge- Ziele hinsichtlich Volumen und Margen den nie dermassen gewachsen. Wie wir
nutzt.
fest.
heute wissen, ist dieses Geschäftsmodell
Setzen die gängigen Geschäftsmodelle
Könnten Sie die Margen für Nicht-Banker zugunsten von steuerpflichtigen Kunden
falsche Anreize?
noch genauer erklären?
und zulasten ihrer Herkunftsländer, deDas traditionelle Geschäftsmodell ist
Im Kreditbereich verdient eine Bank nen Steuereinnahmen entzogen wurden,
voller Interessenkonflikte. Das ergibt sich mit einer Hypothek von 200 000 Franken nicht nachhaltig.
ganz einfach daraus, dass die Banken eine Marge von etwa 0,8 bis 1,2 Prozent Was ist Ihr Vorschlag – Flucht nach
einerseits die Finanzprodukte selbst pro Jahr. Auf der Anlageseite sind die vorn? Kommt der automatische
produzieren und abwickeln, und ande- Margen sehr unterschiedlich. In einem Informationsaustausch zwischen
rerseits die Kunden beraten. Diesen Inte- durchschnittlichen Portfolio ist es gut Banken und Steuerbehörden?
ressenkonflikt nutzen die Banken prak- möglich, dass die Bank auf dem verwalteNatürlich sind die Banken bestrebt,
tisch durchwegs zuungunsten ihrer ten Geld durch Gebühren und Provisio- den Status Quo solange wie möglich zu
Kundschaft aus. In Kombination mit sehr nen pro Jahr 2,5 bis sogar 3,5 Prozent ver- halten und schmerzhafte Anpassungen
hohen Salären in der Branche ergibt dies dient, selbst wenn der Kunde mit seinem hinauszuschieben. Der Kampf ist aber
einen Cocktail, den der Kunde bezahlt.
investierten Geld jährlich nur 1 Prozent meiner Meinung nach längst entschieden.
context 10 – 2014
15
Monatsinterview
16
Das Bankkundengeheimnis ist de facto völlig gleichgültig, ob ich zum Beispiel ei- Bank, die vom Kreditbereich bis zu allen
vom Tisch. Wir müssen nach vorne nen Kredit von Bank A oder von Bank B Anlagefragen wirklich absolut top ist. Die
schauen, denn es gibt durchaus Hand- bekomme. Die Bank selbst muss sich über Rechnung dafür zahlt bis jetzt der Kunde.
lungsmöglichkeiten, die führende Posi- andere Mittel profilieren und von der Was muss sich bei den Privatbanken
tion des hiesigen Finanzplatzes mit ande- Konkurrenz abheben, etwa durch eine ändern?
ren Geschäftsmodellen und führender fundierte Beratung. Wir bei MoneyPark
Die Privatbanken haben ganz besonTechnologie zu halten und den Finanz- entschieden uns zum Beispiel für die In- ders einen Nutzen daraus gezogen, dass
platz zukunftsweisend neu zu gestalten.
novation, die gesamte Palette an Finan- ausländische Kunden unversteuerte GelWas muss sich ändern?
zierungsmöglichkeiten auf dem Markt der in der Schweiz anlegten. Sie sind auch
Zunächst müssen die Banken aner- transparent und vergleichbar zu machen ein Beispiel für ein nicht mehr zeitgemäskennen, dass der Kunde heute mündig und mit persönlicher Beratung optimal ses Niveau bei den Salären. Ein Relationund selbstbewusst entscheidet. Also gilt zu kombinieren. So hat der Kunde die ship-Manager einer Privatbank kommt
es, die Produkte und die Beratung noch Möglichkeit, den passenden Kredit aus ei- ohne weiteres auf ein Salär von 200 000
viel klarer zu trennen, die Wertschöp- ner Auswahl von über 70 Finanzierungs- Franken, in Kombination mit gewissen
Führungsaufgaben sogar auf 400 000 bis
fungskette viel effizienter zu gestalten partnern auszuwählen.
500 000 Franken. Solche Spitzensaläre
und die Technologie viel konsequenter zu Werden diejenigen Banken, die die ganze
und sonstigen Kompensationen und Bonutzen. Das heisst auch, dass die Margen Palette vom Sparkonto bis zur Vorsorgenus-Zahlungen müssen runter kommen.
beim Verkauf von Finanzprodukten ten- planung anbieten, verschwinden?
denziell zurückgehen. Der Wandel kann
Die Banken werden nur so lange die Das heutige Salärsystem im Banking
etwa zur Konsequenz führen, dass die ganze Palette von A bis Z selbst anbieten, steht Innovation und kundenorientierten
verschiedenen Komponenten im Banking als sich das Geschäftsmodell mit den ho- Geschäftsmodellen massiv im Wege.
hen Margen noch halten kann. Nehmen Welche Bankjobs haben Zukunft?
künftig auseinanderdividiert werden.
In Bereichen wie Anlagen, FinanzieWelches sind konkrete neue
wir als Beispiel die moderne AutomobilDienstleistungen?
industrie: Hier wird sehr viel stärker auf- rung und Vorsorge ist die Rolle des KunSeien wir ganz ehrlich: Bankprodukte geteilt, was der Hersteller selbst beisteu- denberaters nicht wegzudenken. Nur
sind sogenannte «Commodity»-Produkte. ern kann und wo er besser das Know-how wird sich sein Anforderungsprofil künftig
Das heisst, im Grunde genommen ist es von Zulieferern nutzt. Ich kenne keine ändern. Was bleibt, ist die Tatsache, dass
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diese Bankprodukte komplex und erkläWeitere Namen sind bereits bekannt. mit uns arbeitet. Aber die weitaus meisrungsbedürftig sind. Neue Berufsprofile So hat jüngst das Zürcher Medienhaus Ta- ten, die sich unser Modell genauer angeergeben sich zudem im Bereich von Da- media einen wesentlichen Anteil über- schaut haben, sehen uns strategisch als
tenverarbeitung und Analysen. Wir ha- nommen, auch ein Teil der Familie Jacobs ideale Ergänzung ihres eigenen Verben viele Beschäftigte, die nichts anderes zählt zu den Investoren und ist zugleich triebsnetzes und als innovative Antwort
auf neue Kundentrends. Tagtäglich arbeitun, als die Daten und Konditionen von im Verwaltungsrat vertreten.
ten wir mit über 70 Banken und VersicheBankprodukten zu analysieren und die Weshalb haben Sie als Berater bei
rungen zusammen.
Fülle an Informationen auf eine Art und McKinsey aufgehört und eine eigene
Weise zu präsentieren, dass dies den Kun- Firma gegründet?
Wie sehen Sie die Zukunft des
den dient. Auch die IT gewinnt noch mehr
Die weitaus meisten Bankhäuser Finanzplatzes und der Banken?
an Bedeutung. Bei uns arbeiten zum Bei- stemmen sich mit aller Kraft gegen VeränIch sehe die Zukunft des Finanzplatspiel über 20 Prozent der aktuell gut 70 derungen und Anpassungen. Sie waren zes zweigeteilt. Noch haben die TeilnehBeschäftigten in der IT-Entwicklung und über Jahrzehnte veränderungsresistent. mer die Möglichkeit, die Zukunft mitzuProgrammierung.
Mir war klar, dass sich ein neues, innova- gestalten und an einem attraktiven
Sie haben Ihre eigene Firma MoneyPark
tionsgetriebenes Geschäftsmodell nur Finanzplatz der neuen Generation zu arvor erst zwei Jahren zusammen mit
verwirklichen lässt, wenn man eine beiten. Wenn sich eine Bank aber konseLeo Grünstein gegründet. Wie liegen
Firma quasi «auf der grünen Wiese» von quent gegen die Kundeninteressen und
die Eigentumsverhältnisse der Firma?
Grunde auf neu aufbaut.
-trends sperrt und noch dazu weiter mit
Ich halte den grössten Anteil der Ak- Heute liegt der Hauptsitz Ihrer Firma
«rechtlich heissen Eisen» hantiert, hat sie
tien, es sind aber eine Reihe weiterer pri- mitten im Zürcher Bankenviertel. Akzepam Finanzplatz meiner Meinung nach
vater Investoren beteiligt, die uns das Ver- tieren die Banken Ihre Firma als Verkeine Zukunft.
trauen geschenkt haben, um unser triebspartner, oder ecken Sie zu stark an?
Natürlich ecken wir an und sind nun
Geschäftsmodell zu etablieren.
mal in der Rolle des Robin Hood der Bran- Jürg Zulliger ist Journalist in Zürich.
Ihre Werbung und das Marketing über
Online-Kanäle, TV und andere Medien
che. Wir werden respektiert, aber nicht jzulliger@hispeed.ch
sind geradezu flächendeckend. Können
überall heiss geliebt. Es gibt auch immer Dieter Seeger ist Fotograf in Zürich.
Sie noch mehr zu den Investoren sagen?
noch die eine oder andere Bank, die nicht d.seeger@bluewin.ch
context 10 – 2014
17
Dossier Skandinavien
18
Das skandinavische
Vorbild
Die Wirtschaft brummt, die Schulden sinken und die
Lebens­qualität steigt: Politiker und Fachleute aus ganz
Europa schielen neidisch auf das gut geölte und
reibungslos funktionierende S
­ ystem in Skandinavien.
Von Helen Weiss
S
chweden, Dänemark, Norwegen und Finnland haben ge- Finnland stellt in der Pisa-Umfrage Jahr für Jahr die schlausten
schafft, was manche Ökonomen für unmöglich halten: Schülerinnen und Schüler. Ausserdem ist das GesundheitssysDie Wirtschaft wächst, und das trotz hoher Steuern und tem im hohen Norden kostenlos, es gibt ein umfassendes Angeeines gut ausgestatteten Sozialstaats. «Im Durchschnitt über- bot an Kindertagesstätten, und das soziale Sicherungsnetz
treffen die nordischen Länder die angelsächsische Konkurrenz scheint stabil.
in den meisten Dimensionen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit», behauptet der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträ- Frauenquote in Politik und Wirtschaft
ger Jeffrey D. Sachs in einem Beitrag für den «Scientific Ameri- Was macht es aus, dieses viel gelobte skandinavische Modell?
can».
Vereinfacht gesagt wird mit hohen Steuern ein gut ausgebauter
Die allgemeine Begeisterung ist nachvollziehbar: In fast je- Sozialstaat finanziert, der aktiv und umfassend für seine Bürger
der Studie, ob zur Armutsrate, Pressefreiheit oder Lebenserwar- sorgt. Und noch umfassender für seine Bürgerinnen: Die Gleichtung, belegen die Skandinavier vordere Plätze. In Dänemark stellung der Geschlechter ist ein Grundpfeiler der modernen
fühlen sich die Menschen am sichersten, obwohl ein Viertel von skandinavischen Gesellschaft. Laut dem «Global Gender Gap
ihnen jedes Jahr den Job wechselt. Die Schwedinnen bringen Report» des Weltwirtschaftsforums schneiden die Länder Island,
durchschnittlich 1,9 Kinder zu Welt – ein europäischer Rekord. Finnland, Norwegen und Schweden seit Jahren punkto Gleich-
context 10 – 2014
19
Stabile Wirtschaft, funktionierendes Sozialsystem, gute Prognosen: glückliche Skandinavierinnen und Skandinavier.
context 10 – 2014
Dossier Skandinavien
20
stellung weltweit am besten ab. Die Schweiz hält sich immerhin
Laut Solveig Bergman, ehemalige Präsidentin des inzwiknapp in den Top Ten.
schen dem Swedish Secretariat for Gender Research in Göteborg
Als erstes Land der Welt führte Norwegen 2003 eine Ge- angeschlossenen Nordic Gender Institute NIKK, sind die vier
schlechterquote für Aufsichtsräte ein. Seit Anfang 2006 müssen Länder im äussersten Norden Europas weltweit zum Massstab
alle staatlichen Unternehmen mindestens 40 Prozent ihrer Auf- der Gleichberechtigung der Geschlechter geworden. «Eine über
sichtsratsmandate mit Frauen besetzen. Im Januar 2008 wurde mehrere Jahrzehnte anhaltende positive Entwicklung der aktidie Frauenquote auch auf alle börsennotierten norwegischen ven Arbeitsmarktpolitik im Verbund mit einem auf eine lange
Aktiengesellschaften ausgeweitet.
Tradition zurückblickenden hohen
Ähnlich sieht es in Schweden aus, auch
Frauenanteil in politischen VersammGeschlechterquote für Aufsichtslungen und Regierungen hat dazu gedort steigt der Anteil der Frauen in
räte in Norwegen.
Führungspositionen kontinuierlich:
führt, dass die skandinavischen Län2012 entfielen 24,6 Prozent der Fühder in internationalen Rankings
rungspositionen in privaten Aktiengesellschaften auf Frauen. punkto Gleichberechtigung heute ganz oben stehen», schreibt
Und Finnland ist mit einem Frauenanteil von 29 Prozent in den sie im «NIKK magasin».
Vorständen börsennotierter Unternehmen europäischer Spitzenreiter.
Antidiskriminierungsgesetz für Lohngleichheit
Eine sogenannte «good practice» dieser aktiven ArbeitsmarktGleichberechtigung mit Tradition
politik ist etwa das Antidiskriminierungsgesetz in Schweden:
Auch in der Schweiz tut sich diesbezüglich einiges: «Der Bun- Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, sich aktiv
desrat hat eine Zielquote bis Ende 2020 von 30 Prozent für die und zielgerichtet für die Förderung der Gleichstellung von
Vertretung der beiden Geschlechter in Verwaltungs- und Insti- Frauen und Männern einzusetzen. Die skandinavischen Länder
tutsräten der bundesnahen Unternehmen und Anstalten festge- stellen – ebenso wie die Schweiz – anderen Ländern ihre «good
legt», erklärt Sylvie Durrer, Direktorin des Eidgenössischen Bü- practices» als Lösungsmodell zur Verfügung, um die internatiros für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG. Das sei ein onale Gemeinschaft zur Nachahmung zu inspirieren. «Als
wichtiger Schritt. «Zudem werden im Rahmen der anstehenden Schweizer Beispiel wäre etwa die App ‹Women’s Human Rights›
Revision des Aktienrechts Überlegungen für eine Frauenquote
in privaten Unternehmen angestellt.»
Weiter auf Seite 22
context 10 – 2014
«Immer neue Wege»
In Skandinavien soll ständige Weiterbildung einerseits die Arbeitsmarktintegration
­gewährleisten, andererseits die nordischen Wirtschaften konkurrenzfähig erhalten,
sagt Sven Jochem. Von Elias Kopf
Context: Nach skandinavischer Vorstel­
lung hängen Bildung und Arbeitsmarkt­
integration eng zusammen, was sich
insbesondere in den sogenannten Volks­
hochschulen zeigt. Was muss man sich
darunter im Gegensatz zu schweizeri­
schen Volkshochschulen vorstellen?
Sven Jochem: Die Volkshochschulen
des Nordens unterscheiden sich fundamental von den Volkshochschulen im
deutschsprachigen Raum. Während bei
uns die Volkshochschulen eher einer thematisch breiten, aber nicht sonderlich intensiven Weiterbildung von Erwachsenen
dienen, stellen sie in Nordeuropa einen
bedeutsamen Pfeiler der Erwachsenenbildung dar. Nicht selten sind die nordischen Volkshochschulen wie Internate
organisiert. Dadurch können die Schüler
für mehrere Monate am Stück ihre Kenntnisse erweitern und in einen engen Kontakt mit dem Lehrpersonal treten. Dieser
intensive Austausch, der für Lehrende
wie auch Lernende bereichernd ist, lässt
sich auf das grundlegende Ziel der Bildungsbewegung im Norden seit dem 19.
Jahrhundert und insbesondere auf den
dänischen Pädagogen und Philosophen
Grundtvig zurückführen, der 1844 die
erste Volkshochschule gründete. Für ihn
stand die allgemeine Bildung aller Menschen in einem engen Zusammenhang
mit Demokratisierung.
Schweden kennt unter der Bezeichnung
Komvux einen umfassenden, an Erwach­
sene gerichteten Bildungssektor. Wie
funktioniert dieser?
Komvux ist eine von den schwedischen Kommunen getragene Einrichtung.
Erstes Ziel ist es, den Erwachsenen die
Möglichkeit zu geben, ihre Schulqualifikationen nachzuholen. In den letzten Jahren fanden zahlreiche Veränderungen in
diesem Bereich statt. Heute umfasst der
schwedische Komvux eine Vielzahl von
spezifischen Weiterbildungsmodulen, die
es den Erwachsenen auch ermöglichen,
spezifische Zusatzqualifikationen für das
Berufsleben zu erwerben.
Inwiefern sind diese Angebote auch ein
Weg speziell für Frauen und Zuwanderer,
um auf einen grünen Zweig zu kommen?
context 10 – 2014
Die schwedischen Statistiken zeigen trem niedrig. Es gibt aber keine Garantie,
in der Tat, dass die Komvux-Angebote dass die Weiterbildungsmassnahmen das
sehr stark von Frauen und Menschen mit Humankapital so mehren, dass die nordiMigrationshintergrund frequentiert wer- schen Volkswirtschaften weiterhin wettden. Während die Frauen auf diesem bewerbsfähig bleiben und ihre Waren
Wege zusätzliche berufsqualifizierende und Dienstleistungen auf den internatioWeiterbildungen absolvieren können, nalen Märkten bei hohem Konkurrenzsind die Teilnehmenden mit Migrations- druck erfolgreich verkaufen können.
hintergrund, das sind bis zu 40 Prozent Punkto Erwachsenenbildung gehört die
aller Komvux-Teilnehmenden, darauf be- Schweiz zusammen mit dem Norden zur
dacht, Schul- oder Ausbildungsqualifika- internationalen Spitzengruppe. Was
tionen zu erwerben. Komvux ist für die könnte man hierzulande dennoch von
Zuwanderer somit ein von staatlicher Skandinavien lernen?
Die soziale Selektivität ist immer ein
Seite finanzierter Weg zur Weiterbildung
und eröffnet ihnen einen besseren Zu- Problem der Bildungspolitik. Die hohe
gang zum schwedischen Arbeitsmarkt. Wertschätzung der Gleichheit im Norden
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei Europas führt dazu, dass viele Weiterbildungsinstrumente gezielt für die benachauf dem Spracherwerb.
teiligten Gruppen aufgelegt werden. DarInwiefern ist Erwachsenenbildung in
Skandinavien eine verordnete arbeits­
über hinaus ist der Fokus regional
marktpolitische Aktivierung?
ausgerichtet. Auch in den dünn besiedelIn Nordeuropa ist das Prinzip des le- ten Gebieten des hohen Nordens sollen
benslangen Lernens durch ein breites die Weiterbildungsmassnahmen zahlNetz von staatlich geförderten Ausbil- reich und in hoher Qualität zugänglich
dungsinstitutionen sehr weit realisiert. sein. Dies erfordert allerdings ein hohes
Die arbeitsmarktpolitische Strategie der Mass an Solidarität – nicht zuletzt auch
Flexicurity, wie sie vor allem in Dänemark eine Bereitschaft, hohe Steuern zu akzepzu sehen ist, kombiniert einen schwachen tieren. Es ist kein Geheimnis, dass die
Kündigungsschutz mit einer staatlichen Qualität der Bildungsangebote vor allem
Verpflichtung, den Menschen in der Ar- in Schweden unter der Kürzungspolitik
beitslosigkeit vielfältige Angebote anzu- der vergangenen Jahre gelitten hat. Wenn
bieten, damit sie möglichst rasch wieder man also etwas von Nordeuropa lernen
auf dem Arbeitsmarkt ihr Auskommen kann, dann ist es das stetige Bemühen um
finden und gesellschaftlich integriert immer neue Wege und Methoden, damit
sind. Insofern ist neben der Einkommens- alle Bürgerinnen und Bürger – unabhänsicherung im Falle der Arbeitslosigkeit gig vom sozialen oder ethnischen Hinterdas staatliche Angebot an Weiterbildung grund – im Arbeitsmarkt Erfolg haben, ihein wichtiger Pfeiler einer arbeitsmarkt- ren Lebensunterhalt verdienen und
politischen Strategie, die auf flexible Ar- gesellschaftlich integriert sind.
beitsmärkte und ein hohes Humankapital setzt.
Schlägt sich das «lebenslange Lernen»
der nordischen Bevölkerung in klaren Er­
folgen nieder?
Die Leistungen der nordischen Erwachsenen bei den einschlägigen Tests ist
gut bis sehr gut. Allerdings möchte ich vor
einem funktionalen Kurzschluss warnen,
demzufolge spezifische Institutionen der
Erwachsenenbildung automatisch messbare Leistungen bewirken. Sicher ist die Sven Jochem ist Professor für Politik- und VerwalLangzeitarbeitslosigkeit im Norden ex- tungswissenschaft an der Universität Konstanz.
21
Dossier Skandinavien
22
zu nennen, welche entwickelt wurde, um den Zugriff auf inter- nis eines umfassenden Gleichheitsprojekts. «Während der letznationale Rechtstexte zu den Frauen-Menschenrechten zu er- ten Jahrzehnte bestand in allen skandinavischen Gesellschaften
leichtern», sagt Durrer. Auch die Lohngleichheits-Software «Lo- der politische Wille, die Gleichberechtigung durch externe Kingib» zähle zu den «good practices» der Schweiz.
derbetreuung und eine auf Erziehungszeiten gerichtete Politik
Im Gegensatz zu Skandinavien sei man hierzulande aber zu verfolgen, durch die die Mütter ermutigt werden sollten, Lohnnach wie vor stark mit dem Problem der Lohndiskriminierung arbeit anzunehmen», so Frauenforscherin Solveig Bergman.
konfrontiert, so die Fachfrau. Rund 40 Prozent der Lohndifferenz in der Schweiz basierten auf «diskriminierendem Ver­ Funktionierende Altersvorsorge
halten», also reinem Kalkül und Gewinnlust, sagt Ewald Die skandinavischen Sozialstaaten waren denn auch Vorreiter
Ackermann, Pressesprecher des
bei der Einführung von sogenannten
Schweizerischen GewerkschaftsElternzeitvereinbarungen. MassnahBewährtes Altersvorsorgesystem in
bunds SGB: «Es braucht auch bei
men hierfür sind eine gut ausgebaute
Schweden.
uns verbindliche Kontrollen und
ausserfamiliäre Kinderbetreuung,
staatliche Instrumente, mit denen
grosszügige Familienzuschüsse sowie
Unternehmen gezwungen werden können, gleichen Lohn für spezielle Erziehungszeiten für Väter. Als familienpolitisches
Leitbild dient der Zwei-Verdiener-Haushalt: Beide Elternteile
gleiche Arbeit zu bezahlen.»
sollen erwerbstätig sein und die unbezahlte Arbeit im Haushalt
und bei der Kinderbetreuung hälftig übernehmen. Das Modell
Vertrauen in Frauen
Doch nicht nur im Berufsleben, sondern auch auf politischer steht auf drei Säulen: Erstens werden beide Elternteile individuEbene sind skandinavische Frauen Vorreiterinnen: Schweden ell besteuert, zweitens ist das öffentliche Kinderbetreuungssyssteht auf Platz eins bei der Beteiligung der Frauen an der Macht, tem in Schweden sehr gut ausgebaut, und drittens wird Müttern
fast 47 Prozent der Abgeordneten im Parlament sind weiblich.
und Vätern ein einkommensabhängiges Elterngeld ausbezahlt.
Die hohe Gewichtung der Gleichberechtigung in der öffentAuch was die Rente angeht, sind die Skandinavier vielen anlichen Debatte und in der Politik ist in Skandinavien das Ergeb- deren Ländern in Europa voraus: Die Schweden haben vor 15
Absenzen tun nicht nur den Mitarbeitenden weh.
Absenzen und Ausfalltage tun jeder Firma weh. Sie kosten Geld und Nerven, führen zu Überstunden und Stress. Oft verursachen sie Terminprobleme und Ärger bei den Kunden. Das muss nicht sein. Denn viele Arbeitsausfälle lassen sich einfach und mühelos vermeiden. Auch durch
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context 10 – 2014
Eidgenössische Koordinationskommission
für Arbeitssicherheit EKAS
08.07.14 10:46
Jahren ein neues Altersvorsorgesystem etabliert, das ein Umlageverfahren mit obligatorischen kapitalgedeckten Elementen
verbindet. Der Rentenbeitragssatz für «Einkommensrente» und
«Prämienrente» beläuft sich insgesamt auf 18,5 Prozent. Das System erweist sich bisher als resistent gegen Belastungen durch
Konjunktureinbrüche und demografische Alterung.
Erfolgsmodell Flexicurity
Trotz oder wohl eher gerade aufgrund des gut ausgebauten Sozialsystems nimmt Skandinavien heute auch wirtschaftlich eine
Vorbildfunktion ein. Die meisten nordischen Länder zeigten in
den letzten paar Jahren ein stetes Wirtschaftswachstum; der
Ausblick ist weiterhin positiv.
Dies mag unter anderem auch an der dynamischen Arbeitsmarktpolitik Skandinaviens liegen, die vor allem von einem
Konzept geprägt ist: Flexicurity. Der Begriff ist eine Verschmelzung der englischen Wörter Flexibilität und Sicherheit und gilt
Restriktive Einwanderungspolitik
in Finnland
Rechnungswesen, KommuniKation und mehR
ihr Portal
mit 100 Lehrgängen.
aaRau
Baden
BaseL-Land
BaseL-stadt
BeRn
BieL-Bienne
LuZeRn
st. gaLLen
thun
winteRthuR
ZÜRich
als skandinavisches Erfolgsmodell schlechthin. Vereinfacht bedeutet Flexicurity, dass Unternehmen über grosse Freiheiten bei
der Produktionsplanung verfügen, unter anderem durch die vereinfachte Einstellung oder Entlassung von Arbeitskräften, so
dass die Mitarbeiterstärke laufend dem aktuellen Bedarf angepasst werden kann. Der Staat federt dieses Entlassungsrisiko
durch erhöhte finanzielle Leistungen für gekündigte Arbeitnehmende ab. Zudem erhält jeder Einzelne die Möglichkeit, sich
durch Fortbildungsmassnahmen dem sich ständig verändernden Arbeitsmarkt anzupassen.
Hohe Jugendarbeitslosigkeit
Nicht zuletzt dank dieser Flexicurity überstanden die Nordländer die jüngste Wirtschaftskrise relativ unbeschadet und hatten
im Vergleich zu anderen europäischen Staaten in den vergangenen Jahren kaum mit steigender Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Nach Angaben von Eurostat betrug die Arbeitslosenquote 2013
in Finnland und Schweden 8, in Dänemark 7,6 und in Norwegen
3,1 Prozent. Die Schweiz liegt mit 3,2 Prozent mit dem skandinavischen Musterknaben gleichauf. Wie alle europäischen Staaten
verzeichnen jedoch auch die skandinavischen Länder eine relativ hohe Zahl an Jugendarbeitslosen. Besonders prekär ist die Situation laut EU-Statistik in Schweden: Mit 23,7 Prozent liegt die
Quote sogar noch über dem mit 22,8 Prozent schon sehr hohen
Durchschnitt der Union.
Die Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit sind vom
schwedischen Wirtschaftsverband ausgiebig analysiert worden.
Aufgrund der theoretischen, zu wenig berufsbezogenen Ausbildungen fehlt den Schulabgängern und Schulabgängerinnen
scheinbar die nötige Praxiserfahrung. Dass in den vergangenen
vier Jahren der Verdienst der Jugendlichen in Schweden stärker
gestiegen ist als der Durchschnittslohn, hat die Lage weiter verschärft – da gibt so mancher Unternehmer dem erfahrenen Jobbewerber den Vorzug.
Randale in Schweden
Ein weiterer Grund für die hohe Jugendarbeitslosigkeit ist das
Gesetz über den Anstellungsschutz (LAS). Es führt zu einer sys-
context 10 – 2014
w w w. k v b i l d u n g . c h
23
Dossier Skandinavien
24
tematischen Diskriminierung der Jungen, da bei Entlassungen
jene zuerst den Arbeitsplatz räumen müssen, die am kürzesten
angestellt waren. Diese vor bald 30 Jahren eingeführte «Last in,
first out»-Bestimmung hatte zum Ziel, ältere Arbeitnehmende
zu schützen, führt heute jedoch nun dazu, dass Jugendliche
überdurchschnittlich oft nur noch temporär eingestellt werden.
Der Anstellungsschutz verschlechtert aber nicht nur die
Chancen der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt, sondern benachteiligt auch Einwanderinnen und Einwanderer. Dabei hatte
Schweden lange Zeit als leuchtendes Beispiel im Umgang mit
Migranten gegolten: Die offene Einwanderungspolitik und
grosszügige soziale Leistungen sowie kostenlose Sprachkurse
erleichterten die Integration. Im Vergleich zur Schweiz, die mit
24 Prozent Ausländerinnen und Ausländern durchaus zurechtkommt, tut sich Schweden heute jedoch eher schwer, seine 14
Prozent Immigrantinnen und Immigranten zu integrieren. In
Städten wie Stockholm oder Malmö haben sich regelrechte Gettos entwickelt – sie wurden im Mai letzten Jahres zu Krisenherden, als jugendliche Migrantinnen und Migranten mit Gewalt
gegen die Arbeitslosigkeit aufbegehrten.
Glückliche Skandinavierinnen und Skandinavier
Während in Dänemark im Juli 2002 ein neues Einwanderungsgesetz in Kraft trat, das zu den schärfsten in Europa gehört, so
dass der Ausländeranteil in den letzten Jahren auf sechs Prozent
sank, leben auch in Finnland mit einem Ausländeranteil von vier
Prozent nur wenige Einwanderer. Der Grund dafür ist – ähnlich
wie in Dänemark – die bis heute recht restriktive finnische Einwanderungspolitik. Zudem war Finnland zur Zeit der grossen Arbeitsmigration in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit im Vergleich zum restlichen Skandinavien wirtschaftlich
schwach und selbst eher Auswandererland denn Einwanderungsziel. Der zweithöchste Anteil an Migrantinnen und Migranten in Skandinavien lebt mit 13 Prozent in Norwegen, wo zurzeit ein erheblicher Fachkräftemangel herrscht. Deshalb werden
gezielt EU-Ausländer als Gastarbeiter angeworben. Um die Attraktivität für ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu steigern, gewährt der norwegische Staat in den ersten 24
Monaten zahlreiche Starthilfen.
Stabile Wirtschaft, funktionierendes Sozialsystem und rosige Prognosen: Unter diesen Lebensumständen erstaunt es
nicht, dass die Skandinavierinnen und Skandinavier auch bei
Befragungen zum Thema Zufriedenheit das Ranking anführen.
Die glücklichsten Menschen dieser Welt leben laut dem neusten
Happiness Report in Nordeuropa. Dänemark, Finnland und
Norwegen stehen an erster Stelle, gefolgt von den Niederlanden,
Kanada, der Schweiz und Schweden.
Helen Weiss ist Journalistin im Basler Pressebüro Kohlenberg.
weiss@kohlenberg.ch
Skandinavien und die Schweiz in Zahlen
Schweden
Norwegen
Dänemark
(Kernland)
Finnland
Island
Schweiz
Fläche (km2)
438’576
385’199
43’094
338’432
103’125
41’285
Bevölkerung
9’644’864
5‘063’709
5’627’235
5’429’894
325’671
8’160‘900
54’213
92’572
57’042
46’974
39’729
78’539
Arbeitslosigkeit in %
(Sommer 2014)
7,9
3,3
6,7
8,6
4,4
2,9
Lebenslanges Lernen
in % (2013)*
28,1 20,4
31,4
24,9
25,8
30,4
Bruttoinlandprodukt pro
Kopf in CHF (2013)
*Lebenslanges Lernen: Prozentsatz der Personen zwischen 25 und 64 Jahren, die laut eurostat in den vier Wochen vor der Erhebung an
irgendeiner Form von Ausbildung oder Unterricht teilnahmen.
context 10 – 2014
Lebenslanges Lernen im
neuen «Volksheim»
In Nordeuropa etablierte sich früh ein sozialdemokratisch geprägtes Umverteilungsmodell.
Dieses «Volksheim» geriet allerdings zunehmend in finanzielle Schieflage. Deshalb liegt der
Fokus der skandinavischen Sozialpolitik heute vermehrt auf Bildung. Von Elias Kopf
P
omperipossa in Monismanien – Märchentante im Land des verrückten
Geldes, so nannte sich Astrid Lind­g ren
1976 in einem satirischen Zeitungsbeitrag.
Damit zog die schwedische Nationaldichterin öffentlich gegen ihre Steuerrechnung von sage und schreibe 102 Einkommensprozenten zu Felde. Der Spott der
Schöpferin der aufmüpfigen Pippi Lang-
fensichtlich seinen Zenit überschritten.
Doch die auch als «Dritter Weg» bezeichnete nordische Sozial-, Bildungs-, Einkommens- und Wirtschaftspolitik war
damit keineswegs am Ende. Vielmehr erfreut sie sich in abgespeckter Form bis
heute breiter Zustimmung, wie die Abwahl des konservativen Sozialabbauers
Fredrik Reinfeldt in Schweden diesen
Das Festhalten der Bevölkerung an einem ausgebauten
Wohlfahrtsystem ist nicht verwunderlich.
strumpf brach eine landesweite politische Debatte vom Zaun, an deren Ende
die Wählerschaft die Regierung Olof
­Palmes in die Wüste schickte.
Zum ersten Mal seit fast einem halben
Jahrhundert sah sich die Sozialdemokratie von der Macht verdrängt; das auf Umverteilung und Gleichheit ausgerichtete
«skandinavische Modell» hatte ganz of-
September vor Augen führte. Das beharrliche Festhalten der Bevölkerung an einem gut ausgebauten Wohlfahrtssystem
ist kaum verwunderlich. Denn in den
skandinavischen Ländern hat sich der
Staat über Generationen als verlässliches
Instrument zur Überwindung von Ungleichheit und Rückständigkeit bewährt
und den Menschen ein mit der Schweiz
vergleichbares Mass an Sicherheit, Komfort und Lebensqualität beschert.
Wegweisender Sozialfrieden
Dabei galt der hohe Norden noch bis zum
Ersten Weltkrieg als europäisches Armenhaus. Ein Fünftel der schwedischen
Bevölkerung suchte damals das Heil in
der Auswanderung vor allem Richtung
USA. Eine erste Trendwende brachte die
Einführung der Arbeitslosenversicherung nach dem sogenannten Ghent-System, bei dem die Versicherungsleistungen nicht von staatlichen Zahlstellen,
sondern von den Gewerkschaften entrichtet werden. Dies stärkte den linken
Kräften den Rücken und mündete nach
der Weltwirtschaftskrise schliesslich in
historische Kompromisse zwischen Sozialdemokratie und Bauernbewegung.
Parallel dazu einigten sich Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände über
zentrale Tarif-, Arbeitsschutz- und Verhandlungsregeln und schlossen 1938 in
der Sommerfrische Saltsjöbaden nahe
SKANDINAVISCHES MODELL
Der Begriff «skandinavisches Modell» meint zum einen den in
den 1930er-Jahren zwischen Gewerkschaften, Arbeitgebern, Sozialdemokratie und Bauernbewegung ausgehandelten Sozialfrieden. Zum anderen wird auch die für Nordeuropa typische
umfassende Umverteilungs- und Gleichheitspolitik als «schwedisches Modell» oder «Dritter Weg» bezeichnet. Dabei sichert
ein üppig ausgestatteter Wohlfahrtsstaat die Menschen gegen
Lebensrisiken ab, sorgt mit Steuern und Transferleistungen für
eine starke soziale Einmittung und funktioniert neben Familie
und Arbeit als drittes soziales und wirtschaftliches Standbein
der Bürgerinnen und Bürger. Seit den 1990er-Jahren verlagert
sich der Fokus hin zu Bildungsanstrengungen und lebenslangem Lernen für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt.
«The Good, the Bad and the Ugly»
Während der nordische Wohlfahrtskapitalismus jedem Menschen guten Willens unbesehen von seinen individuellen Fähigkeiten einen vollwertigen Platz in der Gesellschaft zuweisen will,
context 10 – 2014
tendiert das restliche Kontinentaleuropa zu einer stärkeren
Differenzierung der Sozialleistungen nach Einkommens- und
Berufsgruppen. Zudem erfolgt ausserhalb Skandinaviens die
Finanzierung des Sozialsystems weniger über Steuern als
vielmehr über paritätisch entrichtete Sozialbeiträge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. In den angelsächsischen Ländern
wiederum herrscht ein Tellerwäscher-Liberalismus. Dementsprechend schwach ist das Sozialsystem ausgebaut und besteht
vor allem aus Armenunterstützung. Diese plakative Dreiteilung
geht auf den dänischen Soziologen Gøsta Esping-Andersen zurück und wird in Anspielung auf die Helden eines populären
Westernfilms auch als «The Good» (Skandinavien), «The Bad»
(England und USA) und «The Ugly» (Kontinentaleuropa) kolportiert. Die Schweiz passt nicht in dieses Schema, vereinigt die
hiesige Sozial- und Arbeitsmarktpolitik doch Merkmale aller drei
Kategorien: geringer Arbeitnehmerschutz (bad), individualisiertes Sozialversicherungsmodell (ugly) sowie Arbeitsfrieden und
hohe Bildungsausgaben (good). ek
25
Dossier Skandinavien
26
Stockholm einen wegweisenden Sozialfrieden. Dieser breit abgestützte politische Deal verhalf einer Vorstellung von
Wohlfahrt zum Durchbruch, die alle Bürgerinnen und Bürger umfasste – nicht
mehr nur die gewerkschaftlich organisierten Arbeiter. Der damalige schwedische Ministerpräsident Per Albin Hansson fasste dieses für ganz Skandinavien
typische Verhältnis von Staat, Wirtschaft
klare Arbeitsteilung: Der Zentralstaat beschaffte als Steuereintreiber immer opulentere Mittel; die lokalen Kommunen
fungierten als bürgernahe Sozialdienstleister – zum Teil mit erheblicher Gestaltungsfreiheit.
Bildung als neuer Gleichheitsmotor
Diese goldene Zeit des nordischen Modells kam im Gefolge der Ölkrise von 1973
«Die Aktivierungspolitik gilt als wesentliche Triebfeder
des dänischen Beschäftigungswunders.»
und Bürgern in den bis heute nachwirkenden Begriff des «Folkhemmet»: «Im
guten Heim gibt es keine Privilegierten
oder Benachteiligten, keine Hätschelkinder und keine Stiefkinder. Auf das Volksund Mitbürgerheim angewandt, bedeutet
das den Abbau aller sozialen und ökonomischen Schranken, welche die Bürger in
Privilegierte und Benachteiligte, in Herrschende und Abhängige, in Reiche und
Arme, in Begüterte und Verarmte, in Ausplünderer und Ausgeplünderte teilen.»
Angesichts des enormen Aufschwungs
in den Jahrzehnten des Wirtschaftswunders konnten die staatlichen Absicherungs- und Umverteilungsleistungen
nach dem Zweiten Weltkrieg stetig ausgeweitet werden. Dabei etablierte sich eine
allmählich an ihr Ende. Aus dem Ruder
laufende Staatsausgaben sowie eine Bankenkrise brachten in Schweden 1991
schliesslich eine bürgerliche Regierung
mit klarem Sparziel an die Macht. Eine
Rentenreform wurde durchgesetzt, die
individuelle Aspekte in die Leistungsbemessung einfliessen lässt. Dass dies insbesondere Frauen benachteiligt, die ihre
Karriere wegen einer Kinderpause unterbrechen, wird von den Gewerkschaften
scharf kritisiert.
Schmerzhafte Einschnitte gab es
auch bei der Arbeitslosenversicherung
sowie bei zahlreichen Sozialdienstleistungen, wo sich ein Trend hin zu privaten
Leistungserbringern feststellen lässt. In
Dänemark wurde vor allem die Arbeits-
marktpolitik neu justiert. Bei Arbeitslosigkeit kann nur noch in einer ersten
Phase Arbeitslosengeld ohne Auflagen
bezogen werden. Anschliessend werden
die Zahlungen mit Aktivierungs-, Weiterbildungs- und Fördermassnahmen gekoppelt. Diese Aktivierungspolitik gilt als
wesentliche Triebfeder des dänischen Beschäftigungswunders, das die Arbeitslosigkeit von 1993 über zwölf Prozent innert
sechs Jahren halbierte. Doch nicht nur in
Dänemark wird das Ziel der Gleichheit
heute vermehrt über Aktivierung, Investitionen in Bildung sowie lebenslanges
Lernen angepeilt.
Auch in Schweden und Norwegen liegen die Bildungsausgaben im europäischen Vergleich weit über dem Durchschnitt. Und Finnland sammelt bei den
PISA-Studien seit eh und je Goldmedaillen. Dank guter Qualifikation sollen in
Skandinavien möglichst alle Bürgerinnen
und Bürger zu humanen Bedingungen an
der Arbeitswelt teilhaben können. Voraussetzung für diese neue Spielart des
«Folkhemmet» ist allerdings eine prosperierende Wirtschaft. Mit einer Wachstumsrate von 1,5 Prozent im letzten Jahr
scheint Schweden auf gutem Weg.
Literatur: Sven Jochem: Die politischen Systeme
Skandinaviens. 248 Seiten. Springer 2012.
Elias Kopf ist Journalist im Basler Pressebüro
Kohlenberg. kopf@kohlenberg.ch
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Berufliche Vorsorge sowie Unfallversicherung. Ebenso gibt es Tipps, wie der
Alltag mit Familie und Beruf gut gemeistert werden kann. pd
Umfrage
Teamarbeit wird wichtiger
Laut der neuesten Arbeitnehmerbefragung mehr Zeit aufbringen sollte, um die
von Randstad sagen 87% der Befragten, Teamarbeit zu verbessern.
dass die Bedeutung der Teamarbeit mit
Soll die Zusammenarbeit erfolgreich
sein, sind Firmen und Mitarbeitende gesteigender Technologisierung zunimmt.
65% aller Befragten sind der Ansicht, dass fordert. Dabei zeigen sich deutliche UnMenschen von Haus aus Teamplayer sind. terschiede bei Alter und Geschlecht. 75%
Allerdings ist für 51% auch klar, dass die der jüngeren Männer (18-24 Jahre) denZusammenarbeit im Team nur dann ei- ken, dass Sozialkompetenz für eine ernen Mehrwert bringt, wenn dafür die ent- folgreiche Teamarbeit zwingend ist. Bei
sprechenden Anreize bestehen und die den 18- bis 24-jährigen Frauen sind es 88%,
Beurteilung nicht auf der individuellen bei den 45- bis 54-jährigen Männern 95%.
Interdisziplinäre Teams arbeiten besArbeitsleistung jedes Einzelnen basiert.
In der Mehrzahl der Unternehmen ser als Gruppen, die aus Personen mit
wird die gute Zusammenarbeit im Team ähnlichen Erfahrungen und Kompetenanerkannt und auch belohnt – weltweit zen bestehen, finden 73% der Befragten.
sind 62% der Arbeitnehmenden dieser «Ich sehe für den Schweizer Arbeitsmarkt
Ansicht, in der Schweiz sind es sogar 65%. grosses Potenzial», sagt Richard Jager,
Eine deutliche Mehrheit der Schweizer CEO von Randstad Schweiz. «Gerade der
Arbeitnehmenden (73%) gibt zudem an, Anteil an älteren, erfahrenen Arbeitnehdass die Arbeitsprozesse und -abläufe in mern und vor allem an berufstätigen
ihrem Unternehmen eine gute Zusam- Frauen ist in der Schweiz sehr niedrig,
menarbeit fördern. Trotzdem sind noch und ich würde hier gerne eine Verände67% der Meinung, dass ihr Arbeitgeber rung sehen.» pd
context 10 – 2014
KOLUMNE
Ungleichheit
Von Franziska Hügli
Mein Kollege ist ein feiner Mensch. Geerdet, ein Menschenfreund, humorvoll und
auf eine angenehme Art wettbewerbsorientiert und erfolgsgetrieben. Wir assen
wieder mal gemeinsam zu Mittag und redeten wie immer über Führung.
Irgendwie kamen wir auf Löhne zu
sprechen. Wir diskutierten die Anspruchshaltung der jungen Anwälte, die
er in seine erfolgreiche Kanzlei integrierte, Erfolgsbeteiligungsmodelle und
weil mich die nach wie vor grassierende
Lohnungleichheit zwischen Männern
und Frauen immer umtreibt, fragte ich
ihn, wie er das Thema denn handhabe. Er
habe in seinem kleinen Unternehmen
nur eine Konstellation, in der sich die Tätigkeiten von Frauen und Männern vergleichen liessen, erzählte er. Eine Frau, 36
Jahre alt, Single und ein Mann, 37 Jahre
alt, verheiratet und vier Kinder hätten die
gleiche Ausbildung an der gleichen Uni
absolviert, übten auch die exakt gleiche
Funktion aus, seien in etwa gleich lang
dabei und trügen in gleichem Mass zum
Unternehmenserfolg bei.
«Und, verdienen die auch gleich viel?»,
fragte ich. «Wo denkst Du hin», sagte er
ganz irritiert. «Stell Dir mal vor, wie viel
es kostet, vier Kinder durchzubringen!»
Es sei für ihn selbstverständlich, dass die
Singlefrau deutlich weniger verdiene als
der Vater. Als ich ihn, den Juristen, darauf
aufmerksam machte, dass er damit gegen
das Gleichstellungsgesetz verstosse, wetterte er los: «Ich bin hier der Patron und
ich lasse mir nicht vorschreiben, auch
nicht vom Gesetz, wie ich meine Mitarbeitenden zu behandeln habe ...» Er wollte gar nicht mehr aufhören. Und ich
mochte für einmal den Menschenfreund
nicht mehr so richtig verstehen.
Franziska Hügli ist Unternehmensberaterin
und Verwaltungsrätin.
mail@huegliconsulting.ch
27
SwissSkills
28
Die Berufsmeister
Vom 17. bis 21. September kämpften anlässlich der SwissSkills Bern 2014 die besten jungen
Schweizer Berufsleute aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung um den Schweizermeister­
titel in ihrem Metier. Erstmals dabei waren auch Kaufleute. Text und Foto von Rolf Murbach
Der Stand der Kaufleute in der Prüfungsbranche Dienstleistung und Administration (D&A) überzeugte funktional und ästhetisch.
F
ünf Tage, 70 Meisterschaften, 1000
Zum ersten Mal dabei waren auch
Wettkämpferinnen und Wettkämp- junge Kaufleute aus der Ausbildungs- und
fer und über 150 000 Besucherinnen und Prüfungsbranche Dienstleistung und AdBesucher: Mit den SwissSkills Bern 2014 ministration (D&A). Während des Wetterhielt die Berufslehre eine Präsentati- kampfes waren die 24 jungen Erwachseonsplattform, wie man es bisher nicht nen – sie sind alle noch in der Ausbildung
kannte. Die viel beachtete und auch inter- – Angestellte der Kaffeeproduktionsfirma
national gewürdigte Premiere der zentral Chicco d‘Oro und mussten den Experten
durchgeführten Schweizer Meisterschaf- zeigen, wie sie mit unvorhergesehenen
ten vereinte junge Berufstalente und de- und anspruchsvollen Berufssituationen
ren Verbände aus der ganzen Schweiz. umgehen konnten. Sie präsentierten und
Der Anlass bot dem Publikum die bisher verkauften ihre Produkte, mussten auf
einmalige Chance, Dutzende von Beru- Änderungen in den Abläufen flexibel refen hautnah zu erleben. Am 21. September agieren, mit Lieferanten verhandeln, Gegingen die SwissSkills Bern 2014 mit der spräche mit Kunden führen und die FiMedaillenübergabe an der Schlussfeier zu nanzen im Griff behalten. Die stolzen
Ende.
Medaillengewinner waren: Aurora Moura
context 10 – 2014
(Gold; Festo AG, Dietikon), Kreshnik Berisha (Silber; ISS Facility Services AG, Zürich), Kevin Vieli (Bronze; KMU-Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung).
Intensive Erfahrung
Ein Rückblick und ein Stimmungsbild:
Kreshnik Berisha hat es geschafft. Müde
und zufrieden sitzt er im Meeting-Raum
und resümiert seine Erfahrungen. Während zwei Tagen war er Mitarbeiter des
Kaffeeherstellers Chicco d’Oro. Er bestellte bei Lieferanten Kaffee, verhandelte
mit Grosskunden, präsentierte das Sortiment seiner Firma. «Es war eine tolle Erfahrung und ich habe viel gelernt.» Noch
weiss der Lernende nicht, dass er in seiner
Ecknauer+Schoch ASW
29
Branche die Silbermedaille gewonnen Die Lernenden sitzen an Tischen, die weit
hat.
auseinanderstehen. Im Hintergrund eine
Kreshnik Berisha ist einer der 24 Ler- grosse Wand mit grünen Ordnern und
nenden, die an der SwissSkills Bern 2014 auch über den Köpfen der Arbeitenden
die Kaufleute D&A vertreten haben. Wie schweben kunstvoll angeordnet Dutseine Kolleginnen und Kollegen musste er zende von Ordnern, eine Art administrain seinem Kanton eine Selektion durch- tiver Himmel. Das Standkonzept für den
laufen, um zum Wettbewerb zugelassen Auftritt der Kaufleute D&A wurde von Pozu werden. In mehreren Treffen bereite- lydesign3D-Lernenden im 3. Ausbildungs-
«Ich bin stolz, dass ich an den Berufsmeisterschaften
mitmachen durfte.» Joanna Buchser
ten sich die jungen Erwachsenen auf die
Berufsmeisterschaften vor, die dieses Jahr
zum ersten Mal zentral in Bern stattgefunden haben.
«Die Aufgaben waren sehr realitätsnah», sagt Kreshnik Berisha, der in seinem wirklichen Berufsleben im Facility
Management tätig ist. «Ich musste zum
Beispiel die Verkaufsstatistik eines Produktes analysieren und Massnahmen bestimmen, wie wir künftig einen Gewinn
von 500 000 Franken erwirtschaften können.»
Kunstvoller Stand
Die Arbeitsplätze der Kaufleute D&A in
der Halle 3 der BernExpo gehören zu den
attraktivsten der Berufsmeisterschaften.
SONDERSCHAU
HÖHERE BERUFSBILDUNG
An den SwissSkills Bern 2014 konnte
man nicht nur junge Erwachsene in
ihrem Beruf um Medaillen kämpfen
sehen, sondern erhielt auch viele In­
formationen zur Höheren Berufsbil­
dung. Die Sonderschau «Höhere Be­
rufsbildung und Weiterbildung»
zeigte Karrieremöglichkeiten auf und
bot einen Überblick über die Ange­
bote von 40 Branchenverbänden in
der Höheren Berufsbildung und der
Weiterbildung. Die Besucherinnen
und Besucher konnten durch Quar­
tiere einer Stadt wandern, die ver­
schiedenen Berufsfeldern entspra­
chen. Dort trafen sie auch auf die
Laufbahnbiografien von mehreren
Personen und lernten so unterschied­
liche Karrieren auf anschauliche
Weise kennen.
context 10 – 2014
jahr im Rahmen eines Wettbewerbs an
der Schule für Gestaltung Bern und Biel
erarbeitet. Das Siegerprojekt konnte unverändert realisiert werden.
An einem der Tische sitzt Joanna
Buchser. Auch sie ist müde vom zweitägigen Wettkampf. «Ich bin stolz, dass ich an
der Berufsmeisterschaft mitmachen
durfte, und zufrieden darüber, was wir erreicht haben», sagt sie. Joanna Buchser
musste in Gesprächen neue Kunden gewinnen, einer fiktiven Mitarbeiterin die
Lohnabrechnung erläutern und im Internet für einen neuen Drucker recherchieren. Alle Aufgaben erledigte sie unter
Zeitdruck und unter Beobachtung von
Experten und Publikum. «Wir durften
uns nicht ablenken lassen.»
Es ist laut in den Hallen. Man hört
Stimmen und Gelächter von Schulklassen, die an den Ständen vorbeiziehen.
Hunderte von Menschen sehen den jungen Erwachsenen bei ihrer Arbeit zu. Insgesamt sind an den SwissSkills 130 Berufe
mit Wettbewerben, Berufsinformationsständen oder Berufsschauen vertreten.
Beim Stand von Radio Berufswahl interviewen Schüler einen Bildungsexperten.
Am Stand der Kaufleute D&A stellt Rudolf
Strahm im Informations- und Begegnungsbereich sein neues Buch «Die Akademisierungsfalle» vor und zeigt die Berufs-und Laufbahnmöglichkeiten der
Berufsbildung auf.
Stolz auf Erreichtes
Auch die angehende Kauffrau Valeria Kalyamina, ebenfalls eine Vertreterin der
Branche Dienstleistung und Administration, muss vor rund 30 Leuten sprechen.
Sie ist sich das noch nicht so gewohnt wie
der Bildungsexperte. Eine ihrer Aufgaben
im Wettkampf ist das sogenannte Selbstmarketing und die Präsentation des Unternehmens. Sie spricht klar und fehler-
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.ch/co
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SwissSkills
30
TRÄGER UND SPONSOREN
frei, keine Selbstverständlichkeit, wenn
man bedenkt, dass die gebürtige Russin
erst seit vier Jahren in der Schweiz lebt
und vorher kein Wort Deutsch konnte. Sie
sagt: «Es war sehr anspruchsvoll und ich
bin mächtig stolz, dass ich meinen Beruf
hier vorstellen durfte.»
Barbara Rothenbühler, Geschäftsleiterin der Interessengemeinschaft Kaufmännische Grundbildung Bern, gehört
zu den Organisatorinnen der Veranstaltung. Zusammen mit ihren Kolleginnen
und Kollegen aus der Trägerschaft war sie
dafür verantwortlich, dass bei der Meisterschaft der Kaufleute D&A alles klappte.
Sie rekrutierten die Kandidaten und Experten, suchten nach Sponsoren, organisierten den Wettbewerb für die Stand­
gestaltung, kommunizierten mit den
Organisatoren des Gesamtanlasses und
vernetzten alle Beteiligten. Sie schiebt einen der grünen Ordner auf dem Stehtisch
zur Seite und sagt: «Der Aufwand war sehr
gross, aber es hat sich gelohnt. Alle Beteiligten sind begeistert und ziehen am gleichen Strick.»
Auch die Organisatoren der ganzen
Veranstaltung waren zufrieden. «Das Publikum hatte die Chance, junge Berufsfachleute aus der ganzen Schweiz und aus
70 Berufen am Werk zu erleben. Sie lernten auch Weiterbildungsangebote kennen
und erhielten so einen Überblick über die
Vielfalt an beruflichen Perspekiven», sagt
Theo Ninck, Ok-Vizepräsident der Swiss-
Träger des Wettbewerbs der Ausbildungsund Prüfungsbranche «Dienstleistung
und Administration» waren die IGKG
Schweiz sowie der KV Schweiz. Die folgen­
den Organisationen und Firmen haben
die SwissSkills Kaufleute D&A unterstützt.
Goldsponsoren
>> Bildungsgruppe KV Schweiz
>> hep verlag
>> SwissSkills Supporter Club
Silbersponsoren
>> BKW Energie AG, Bern
>> Banca dello Stato del Cantone Ticino
>> BancaStato, Bellinzona
>> Debrunner Acifer, St. Gallen
>> CSL Behring
>> Espace Entreprise
Skills Bern 2014 und Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes des
Kantons Bern. Erfreulich sei auch, dass so
viele Schulklassen aus der ganzen
Schweiz nach Bern gereist seien. «Unglaublich diese Vielfalt an Berufen. Da hat
man die Qual der Wahl», twitterte eine
junge Schülerin. Und ein Schüler vermeldete: «An den Wettkämpfen ist Erstaunliches geleistet worden, ich bin beeindruckt.» Und auch die ausländischen
Gäste waren von dem Anlass angetan.
Eine Besuchergruppe hochrangiger Ver-
Bronzesponsoren
>> Berner Kantonalbank AG - BEKB | BCBE,
Bern
>> contaDue gmbh, Etzelkofen
>> bwz Berufs- und Weiterbildungszent­
rum Brugg, Brugg
>> Genossenschafts Apotheke Bern
Materialsponsoren
>> smart dynamic, Bern
>> SOPlink, Manno
>> LerNetz
>> Chicco d‘Oro
Informationen
www.swissskillsbern2014.ch
www.igkg.ch > SwissSkills Bern 2014
tretungen ausländischer Botschaften besuchte den Anlass. SwissSkills-OK-Präsident Christoph Erb: «Es ist uns gelungen
das Berufshandwerk und dessen solide
Grundbildung als zentralen Träger der
Schweizer Qualität und damit auch der
Schweizer Volkswirtschaft ins Zentrum
zu rücken.»
Rolf Murbach ist Context-Redaktor.
rolf.murbach@kvschweiz.ch
Das Laufbahnbuch
Laufbahngestaltung, Stellensuche, be-Werbung
«Das Laufbahnbuch» ist eine schier unerschöpf iche
Quelle zu Fragen rund um Laufbahngestaltung, Stellen­
suche und be­Werbung. Der vollständig überarbeitete
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gewerk wichtige Fragen zur Selbstrefexion, praktische
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context 10 – 2014
Veränderung
32
«Der Stress nahm zu»
Es gibt keinen Grund, sich mit einer unglücklichen Arbeitssituation abzufinden,
ist Monika ­Elmer* überzeugt. Aus eigener Erfahrung weiss sie, dass ein rechtzeitiger
Jobwechsel existenziell sein kann. Von Therese Jäggi
«
Vor gut einem Jahr habe ich an meinem neuen Arbeitsplatz angefangen.
Und heute darf ich feststellen: Es gibt
eben doch auch gute Arbeitgeber. Als erstes wurde ich umfassend in meine neue
Tätigkeit eingeführt. Ich habe den Eindruck, dass ich hier ernst genommen
werde, erhalte fachliche Unterstützung
auch einige Versuche, sich zu wehren. Dabei konnte dann beispielsweise einmal
erreicht werden, dass die Kadenz bei den
eingehenden Anrufen erhöht wurde. Einmal kam die Idee auf, dass alle aufschreiben, was sie stört beziehungsweise woran
sie leiden. Die Äusserungen hätten dann
dem Vorgesetzten übergeben werden sol-
«Durch die Gespräche mit einer Fachfrau gewann ich
zunehmend wieder Boden unter den Füssen.»
und profitiere von Weiterbildungen. Ich len. Diese Idee scheiterte aber schon im
erlebe, dass es in einer Firma durchaus Ansatz, weil sich einige nicht beteiligen
menschlich zu- und hergehen kann. Kurz: wollten. Genauso wie ich hatten sie – aus
Verglichen mit meinem vorhergehenden ganz unterschiedlichen Gründen – Angst
Arbeitgeber ist es wie Tag und Nacht.
vor einer Kündigung. Man arrangiert sich,
Zuvor arbeitete ich während einigen findet sich mit den Gegebenheiten ab und
Jahren in einem Grossunternehmen. Un- resigniert zunehmend.
sere Tätigkeit bestand darin, via Hotline
Ich fühlte mich während dieser Zeit
Beratung zu leisten. Die Arbeit war an- nur als Opfer. Mein Selbstwertgefühl war
spruchsvoll. Immer mit dabei war die am Boden. Ich fühlte mich klein, hilflos,
Angst, einen Fehler zu machen. Die Tele- ungenügend. Es wurde mir auch immer
fonschaltung war so eingestellt, dass alle mal wieder vorgeworfen, dass ich die
fünfzehn Sekunden ein Anruf hereinkam. Langsamste des Teams sei. Heute, an meiEnde Monat wurden jeweils öffentlich nem neuen Arbeitsort, erhalte ich im RahListen ausgehängt, woraus hervorging, men des Mitarbeitergesprächs gute Quawelche Mitarbeiterinnen am meisten Te- lifikationen, obwohl ich eigentlich nicht
lefone beantwortet hatten.
anders arbeite als vorher.
Ebenfalls demotivierend war die TatIrgendwann konnte ich nicht mehr
sache, dass ich wesentlich weniger ver- schlafen. Manchmal hatte ich Herzrasen.
diente als meine Teamkollegen. Ich Ich realisierte, dass ich direkt auf ein
wusste, dass ich rechtlich dagegen hätte Burnout zusteuerte. Da entschloss ich
vorgehen können. Meine Angst, die Stelle mich, die Psychologische Beratung des
zu verlieren, hielt mich jedoch davon ab. Kaufmännischen Verbands aufzusuchen.
Immer mal wieder kündigte jemand. Dieser Schritt brauchte für mich grosse
Ersetzt wurden diese Kolleginnen und Überwindung. Durch die Gespräche mit
Kollegen jedoch nicht. Der Stress nahm einer Fachfrau gewann ich zunehmend
immer mehr zu. Eines Tages erlitt ich ei- wieder Boden unter den Füssen. Das
nen Nervenzusammenbruch. Ich ver- Selbstvertrauen kehrte zurück.
mute, dass dieses unglückliche Ereignis
In der Folge begann ich mich zu bein einem direkten Zusammenhang mit werben. Bevor ich eine Bewerbung losder Arbeitssituation stand. Ich war zwei schickte rief ich immer vorher an und
Monate krankgeschrieben, kehrte da- versuchte herauszufinden, ob ich übernach aber wieder an den Arbeitsplatz zu- haupt eine Chance haben würde. Mehrrück.
mals bekam ich zu hören, dass für die
Es wurde immer schlimmer. Natür- ausgeschriebene Stelle ausschliesslich
lich litten auch meine Teamkolleginnen Personen mit Hochschul- oder Fachhochund -kollegen unter dem Druck. Es gab schulabschluss infrage kämen. Dass ich
context 10 – 2014
nicht über einen solchen Abschluss verfüge, empfand ich bei der Stellensuche als
Handicap.
Ich habe ursprünglich eine Lehre im
Detailhandel gemacht und mich im Laufe
der Zeit auch weitergebildet. Als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern musste
ich aber immer dafür sorgen, dass genügend Geld hereinkam. Ein Studium wäre
auch deshalb gar nicht möglich gewesen.
Heute stelle ich fest, dass Bewerberinnen
wie ich gegenüber solchen mit Bacheloroder Masterabschlüssen praktisch immer
das Nachsehen haben.
Ich bin in den 60er-Jahren im Wallis
aufgewachsen. Damals war es noch nicht
selbstverständlich, dass Mädchen eine
Lehre machen konnten. Diese würden
später sowieso heiraten, lautete eine weit
verbreitete Ansicht. Angesichts dieser
Perspektive erschien manchen Eltern
eine Lehre übertrieben. Nach der Lehre
ging ich ins Ausland und lernte Sprachen.
Es folgte eine Familienphase. Danach
wechselte ich in den Pflegebereich.
Meine heutige Stelle fand ich über
eine Freundin. Zuvor verschickte ich
mehrere Dutzend Bewerbungen. Dass daraus nichts wurde, hängt möglicherweise
auch mit meinem Alter zusammen. Das
wurde so aber nie erwähnt.
Ich bin heute noch immer damit beschäftigt, die Erfahrungen an meiner
letzten Arbeitsstelle zu verdauen. Ich
hatte dort den Eindruck, dass ich schon
verloren hatte, bevor ich überhaupt irgendetwas unternahm. Das Nachsehen
hat eigentlich immer der Arbeitnehmer.
Auch wenn ich immer noch finde, dass
das Arbeitsrecht den Arbeitnehmern zu
wenig Schutz bietet, weiss ich heute: Man
kann sich Unterstützung holen. Heute
finde ich, dass es eigentlich keinen Grund
gibt, sich mit einer unglücklichen oder sogar krank machenden Arbeitssituation
abzufinden. Weder Alter noch fehlende
Ausbildung oder finanzielle Verpflichtungen sollten einen daran hindern, eine Veränderung anzustreben. Man muss einfach einen Schritt machen, das schon, das
nimmt einem niemand ab.»
*Name geändert
33
«Man weiss nie, mit welchem
Gegner man es zu tun hat.
Ich weiss aber jetzt schon,
wer mich in einem Rechtsfall
unterstützt!»
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Abofallen: Achtung bei
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Schon hereingefallen?
So gehen Sie vor
Das Downloaden von Programmen im Internet birgt Risiken.
Durch Tricks schliessen auch erfahrene Internetuser in der Annahme, eine kostenlose Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, irrtümlich ein teures Jahresabonnement ab.
Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
empfiehlt folgendes Vorgehen:
Wie Sie bei Internet-Downloads
vorgehen sollten:
• Teilen Sie dem Anbieter mit einem eingeschriebenen
Brief Folgendes mit: „Ich bin durch Ihre Internetseite getäuscht worden. Deshalb fechte ich den über Ihre Internetseite abgeschlossenen Vertrag wegen Irrtum bzw. wegen
Willensmangel an. Der fragliche Vertrag ist somit nichtig.“
• Geben Sie keine persönlichen Daten an. Kann ein Angebot
ohne Registrierung auf der Webseite nicht in Anspruch genommen werden, so lesen Sie sorgfältig die Allgemeinen
Geschäftsbedingungen.
• Drucken Sie bei kostenlosen Registrierungen die Internetseite aus. So verfügen Sie über einen Beweis, falls sich der
Anbieter später auf eine veränderte Seite beruft.
• Bezahlen Sie die Rechnung nicht.
• Reagieren Sie auf weitere Mahnschreiben nicht.
• Sie müssen nur dann sofort reagieren, falls Sie einen Zahlungsbefehl vom Betreibungsamt erhalten. In einem solchen Fall müssen Sie innerhalb von 10 Tagen seit Zustellung des Zahlungsbefehls Rechtsvorschlag erheben.
• Recherchieren Sie mit einer Suchmaschine über den
Anbieter.
Rechtsschutz lohnt sich. Eine Rechtsschutz-Versicherung bekommen
Sie zum Preis einer Anwaltsstunde. Ein Rechtsstreit ist um Vieles teurer.
Laufbahn
34
context 10 – 2014
Der Sportfachmann
Dominick Büchler, 32, ist stellvertretender Leiter der Schneesportschule Lenzerheide. Sein
Know-how erwarb er an der HTW Chur, wo er als Bachelor of Science in Tourismus abschloss,
und zuvor während der KV-Lehre in der Reisebranche. Text Therese Jäggi / Foto Arno Balzarini
E
s ist ruhig in Valbella. Ausser mir ist Leute aufgrund des Bewerbungsschrei- hinauf bis auf 2800 Meter.» Auf den Pisten
hier niemand ausgestiegen. Im Post- bens einstellen würde, aber manche Ei- liegt weitgehend natürlicher Schnee und
auto waren nur wenige Leute. Das Sport- genschaften gehen eben aus den schrift- sollte der einmal ausbleiben, wird künstgeschäft am Platz hat Ausverkauf, das lichen Unterlagen nicht hervor.» So ist es lich beschneit.
Tourismusbüro ist geschlossen. Zwei Spa- ihm beispielsweise wichtig, dass jemand
ziergänger geniessen den schönen, war- gut ins Team passt und anderseits bezüg- Freude am Job
men Spätsommertag. Die Nullgradgrenze lich der zu betreuenden Gäste kommuni- Die Motivation für einen Job als Skilehrer
liegt noch weit über 3000 Metern. An kativ und offen ist. Bis zu einem gewissen ist ganz verschieden. Manche Bewerber
Schnee ist nicht zu denken. Und doch: Grad könne man das lernen, ist er über- wollen sich einmal für eine gewisse Zeit
Dominick Büchler beschäftigt sich schon zeugt, und gibt auch mal einem Bewerber eine Auszeit von ihrem herkömmlichen
seit Wochen mit der Planung der Wintersaison. Er ist stellvertretender Leiter der
Schneesportschule Lenzerheide. Sein
«Mein Ziel ist nicht, möglichst reich zu werden,
Büro befindet sich unmittelbar am Postsondern dass ich jeden Tag gerne aufstehe und
platz.
Freude an meiner Arbeit habe.»
Auf der Suche nach einem Ort für das
Foto gehen wir ein Stück weit dorfauswärts. Wir kommen an Ferienhäusern,
Hotels und Resorts vorbei. Diese im östli- eine Chance, der bei der ersten Begeg- Job nehmen, andere haben eine Ausbilchen Ortsteil gelegenen Bauten wirken nung eher scheu oder wortkarg wirkt.
dung abgeschlossen und möchten ein
Manche haben bereits einen Kurs als Zwischenhalbjahr einschalten. Möglich
leer, unbelebt. Und später bestätigt Dominick Büchler diesen Eindruck. In Valbella Skilehrer absolviert und können somit sind völlig individuelle Anstellungsbeliegt der Anteil an Zweitwohnungen bei auch einen Nachweis ihrer technischen dingungen. Einige bleiben während der
70 Prozent. In der Gemeinde Vaz/Obervaz Fähigkeiten erbringen. Ein Leistungsaus- ganzen Saison, andere nur an den Woleben 3000 Einwohner, an Weihnachten weis auf hohem Niveau ist der Titel chenenden oder über die Festtage. Sie
und Neujahr sind es jeweils rund zehn- «Schneesportlehrer mit eidgenössischem werden im Stundenlohn bezahlt. Dieser
mal mehr.
Fachausweis». Die Ausbildung ist modu- liegt zwischen 34 und 48 Franken, wobei
Diese Zahl bildet sich auch in den Re- lar aufgebaut und dauert zwei bis drei die tägliche Arbeitszeit höchstens sechs
servationen bei der Schneesportschule Jahre. Sie umfasst die Disziplinen Ski, Ski- Stunden beträgt. «Geld allein ist nie der
ab. Letztes Jahr meldeten sich für die langlauf, Snowboard und Telemark. Laut Grund für die Motivation», sagt Dominick
Festtage 870 Gäste an, und entsprechend Dominick Büchler gibt es immer weniger Büchler. Vielmehr sei es die Freude am
wurden 140 Skilehrer verpflichtet. Im Ja- Leute, welche diese zeitlich und finanzi- Schneesport und an der Natur. Dasselbe
nuar wird es wieder ruhiger, bis dann von ell aufwendige Ausbildung abschliessen. trifft auch auf ihn selber zu. «Mein Ziel ist
den Sportferien bis Saisonschluss im Ap- Bei Bewerbern ohne Leistungsnachweis nicht, möglichst reich zu werden, sondern
ril wieder viel los ist. «Letztes Jahr hatten verlässt er sich auf deren eigene Angaben. dass ich jeden Tag gerne aufstehe und
wir 220 Angestellte auf der Lohnliste», «In der Regel können sich die Leute realis- Freude an meiner Arbeit habe.»
tisch einschätzen.»
sagt Dominick Büchler.
Neben den neuen Bewerbern gibt es
Eher unerfahrene Skilehrer beginnen auch solche, die Jahr für Jahr wiederkomPersönliche Begegnung
im Kinderland. Dort lernen Kinder ab men. «Ein Skilehrer ist seit 50 Jahren jeMomentan ist er mit der Rekrutierung der drei Jahren. Ein solches Kinderland befin- den Winter mit dabei, ansonsten ist die
Ski- und Snowboard-Lehrer beschäftigt. det sich in Valbella, zwei weitere auf der Fluktuation aber recht hoch.» Doch auch
Er legt Wert darauf, jeden neuen Bewer- Lenzerheide. Dominick Büchler muss unter den Gästen gibt es solche, die ihre
ber in einem Vorstellungsgespräch per- sich keine Sorgen machen, ob genug Winterferien regelmässig in Valbella versönlich kennenzulernen. «Klar, ich Schnee liegen wird. «Wir befinden uns auf bringen. Dominick Büchler erzählt von
könnte mir viel Zeit sparen, wenn ich die 1500 Metern, und von hier führen Bahnen einem 85-jährigen Stammgast, der immer
context 10 – 2014
35
Laufbahn
36
den gleichen Skilehrer mit dabei haben
will.
Neben der Rekrutierung von Skilehrern und weiteren Tätigkeiten rund um
die Personaladministration gehören viele
weitere Aufgaben zu seinem Pflichtenheft. Er erstellt das Budget, plant Events
und Werbemassnahmen, nimmt an Sitzungen mit Vertretern aus der Tourismus-
ziell an Biker richten. Es reiche aber nicht,
sich als Bikerhotel zu verkaufen. «Die Angestellten sind im Idealfall selber mit dem
Bikervirus infiziert, dann wissen sie auch,
was für Bedürfnisse die Gäste haben.»
An einem schönen Wochenende sind
sechs bis acht Guides im Einsatz. Immer
mehr gefragt sind Kurse in Fahrtechnik.
Dabei werden Sprünge und das Fahren in
«Bremsen, Grüezi sagen und langsam an den Wanderern
vorbeifahren, dann ist die Begegnung konfliktfrei.»
branche oder von Swiss Snowsports, der
Dachorganisation der Schweizer Schneesportschulen, teil. Momentan ist er mit
der neuen Website beschäftigt. Es werde
ihm nie langweilig, sagt er. Aber die Frage,
was der Leiter einer Skischule im Sommer
mache, werde ihm immer mal wieder gestellt. Seit gut einem Jahr ist er in seiner
heutigen Funktion tätig, und seit dem 1.
Juli wohnt er auch in Valbella. «Mir gefällt
es extrem gut in den Bergen.»
Steilwandkurven oder auf der DownhillStrecke in Valbella geübt. Viele kommen
auch hoch, um an einer geführten Tour
teilzunehmen. «Sie wollen sich einem
Guide anschliessen und einfach den Tag
geniessen ohne ständig die Karte oder Signalisationen studieren zu müssen.»
Hochbetrieb über die Festtage
Im Dezember finden die Einführungskurse für Skilehrer statt. Gemeinsam geht
es dann zum Probelauf auf die verschiedenen Pisten. Während diesen Tagen lernen die angehenden Skilehrer das Gebiet
kennen, erhalten Informationen über die
Organisation und die Abläufe sowie Instruktionen technischer und methodischer Art. Ein wichtiger Aspekt bei diesen
Einführungen sind auch Fragen rund um
das Verhalten gegenüber Gästen, insbesondere wenn es um Probleme oder Reklamationen gehe. Es könne zum Beispiel
schon mal vorkommen, dass Eltern sich
über die mangelnden Lernfortschritte ihrer Kinder beschwerten. Der Skilehrer ist
in einem solchen Fall die erste Ansprechperson. Sollte ein Gast nach dem Gespräch mit diesem noch nicht zufrieden
sein, stehe er als Schulleiter zur Verfügung. «Wir lassen die Lehrer nicht draussen im Regen stehen.»
Richtig los geht es am 22. Dezember.
Dann kommt Leben ins Dorf. Dominick
Büchler bezeichnet seine Tätigkeit während der Wintermonate als Troubleshooter. Als Skilehrer ist er nicht mehr im Einsatz. Er koordiniert die Einsätze der
Skilehrer und teilt ihnen die Gäste zu. Am
Morgen ist er jeweils an den Sammelplätzen zugegen und klärt Fragen jeder Art.
Begeisterte Norweger
Kürzlich empfing er norwegische Tourismusfachleute. Diese interessierten sich,
wie es im Bündnerland mit dem Bikesport
laufe. Die 30-köpfige Besucherdelegation
wurde in verschiedene Kleingruppen unterteilt. Diese waren je mit einem Guide
auf dem weitläufigen Wegnetz mit unterschiedlichen Anforderungen unterwegs.
«Wir haben zahlreiche Strecken, die sich
gut zum Vorzeigen eignen», sagt Dominick Büchler, der auch als Bikeguide tätig
ist. Und ja, zweifellos, die Gäste aus Norwegen seien vom Gebotenen begeistert
gewesen.
Eine Besonderheit von Graubünden
ist, dass Biken auf sämtlichen Wanderwegen geduldet wird. Dominick Büchler findet das gut, dies biete unzählige Möglichkeiten für Touren. Dass sich Wanderer
und Biker nicht immer gut mögen, ist ihm
natürlich bekannt. Sein Rat: «Bremsen,
freundlich Grüezi sagen und langsam an
den Wanderern vorbeifahren, dann ist die
Begegnung konfliktfrei.» Er habe jedenfalls noch nie Probleme mit Wanderern
gehabt. Er kennt aber vom Hörensagen
Fälle, «wo die einen den anderen Steine
nachgeworfen haben».
Wichtig ist neben den Wegen und Viel Freiheit
Trails auch die entsprechende Infrastruk- Aufgewachsen ist Dominick Büchler in
tur. So zum Beispiel Hotels, die sich spe- der Ostschweiz, im thurgauischen Bal-
context 10 – 2014
terswil. Nach der Schule habe er nicht so
recht gewusst, was er lernen wolle. So
habe es halt geheissen, er solle das KV
machen, das sei eine gute Grundlage. Er
willigte ein, unter der Voraussetzung,
dass er die Lehre weder auf der Gemeinde,
noch auf einer Bank oder Versicherung
machen müsse. «Ich war nie so der Zahlentyp.» Vielmehr wünschte er sich, etwas mit Kunden zu tun zu haben. Von
1999-2002 absolvierte er die KV-Lehre bei
Kuoni Reisen in Wil.
Zwei Jahre nach Lehrabschluss ging
er für einige Monate nach Australien, danach war er in einem Handwerksbetrieb
in Aadorf tätig. Er habe damals etwas Zeit
gebraucht, um sich für etwas Neues zu
entscheiden. Doch irgendwann habe er
sich gesagt, dass es so – mit der Revision
von Gaszählern – nicht weitergehen
könne und fasste den Entschluss, ein Studium an der HTW Chur aufzunehmen,
welches er mit dem Bachelor of Science in
Tourism abschloss.
Das Vollzeitstudium vermittelte vertiefte Fähigkeiten in den betriebswirtschaftlichen Fächern, immer hinsichtlich
der Fachrichtung Tourismus. Während
des Studiums begann er als Skilehrer auf
der Lenzerheide zu arbeiten, Geld zu verdienen, und weil er Freude am Skifahren
hatte.
Seine heutige Tätigkeit erachtet er als
ideal, auch wenn das Skifahren etwas in
den Hintergrund geraten ist. Er könne
brauchen, was er im Studium gelernt
habe und sei doch nicht immer nur im
Büro. Seine Arbeitszeit kann er frei einteilen, dies schätzt er sehr. Ebenso, dass jeder Tag wieder anders verläuft. Im letzten
Winter hatte er während fünf Monaten
keinen einzigen freien Tag, in den darauf
folgenden Monaten konnte er das aber
kompensieren.
Momentan absolviert er eine Ausbildung als Schulleiter. Er ist motiviert, in
den nächsten Jahren in dieser Funktion
tätig zu sein. Und er freut sich auf den
Winter, den ersten Schnee, die Skilehrer
sowie die grossen und kleinen Gäste.
Therese Jäggi ist Context-Redaktorin.
therese.jaeggi@kvschweiz.ch
Arno Balzarini ist Fotograf in Igis GR.
arno_balzarini@bluewin.ch
«Statt ‹Ich kann mir das leisten›
heisst es dann ‹Ich leiste mir,
darauf zu verzichten›.»
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Ratgeber
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Ratgeber
Haben Sie Fragen rund ums Thema Arbeitsplatz? Die Experten des KV Schweiz geben den
Mitgliedern Auskunft. > beratung@kvschweiz.ch oder www.kvschweiz.ch/beratung
Jugend
Michael Kraft ist der Verantwortliche
für Jugendpolitik und -beratung des
KV Schweiz.
> michael.kraft@kvschweiz.ch
Znünipause
Vertragsänderung
möglich?
Bisher gab es in meinem Lehrbetrieb eine bezahlte Znünipause. Neu ist sie unbezahlt,
muss aber weiterhin von 9:40
bis 10:00 gemacht werden. Die
Mitarbeitenden erhalten dafür
eine Woche mehr Ferien und
etwas mehr Lohn. Wir Lernenden wurden zuerst vergessen.
Dann hiess es, wir würden die
Pause auch nicht mehr bezahlt
erhalten. Erst nach langem Hin
und Her erhielten wir einen Ferientag zusätzlich. Darf mein
Lehrbetrieb das?
Zuerst: Es handelt sich hier
um eine Verschlechterung der
Anstellungsbedingungen und
um eine Vertragsänderung. Der
Lehrvertrag ist ein befristeter
Vertrag – anders als vermutlich
die meisten Verträge der ausgelernten Mitarbeitenden. Er wurde
auf die Dauer der Lehre abgeschlossen, über drei Jahre, und
kann nicht einseitig geändert
werden. Der Vertrag gilt deshalb
grundsätzlich in der ursprünglichen Form bis zum vereinbarten
Datum. Eine Auflösung des Vertrags ist nur unter bestimmten
Voraussetzungen möglich, diese
sind in deinem Fall aber ganz sicher nicht gegeben.
Das bedeutet: Du hast das
Recht, auf der Regelung zu bestehen, wie sie zu Lehrbeginn vereinbart wurde. Der Lehrvertrag
wurde mit der bezahlten Pause
von 20 Minuten und ohne zusätzlichen Ferientag abgeschlossen.
Deshalb gelten diese Bedingungen für die gesamte Vertragsdauer bis zum Lehrende – ausser
ihr wärt mit einer solchen Vertragsänderung einverstanden.
Anders ist es für Lernende, die
nächstem Sommer die Lehre beginnen: Sie unterschreiben den
Lehrvertrag mit den neuen Anstellungsbedingungen und müssen
diese Änderung akzeptieren. Es
ist aber toll, wenn ihr euch für
eure zukünftigen Mitlernenden
einsetzt, so dass diese wenigstens mit dem zusätzlichen Ferien-
tag eine gewisse Kompensation
für die neu unbezahlte Pause erhalten. Rechtlich korrekt, aber
wenig fair erscheint mir die Lösung, dass Lernende nur einen
Ferientag zusätzlich erhalten sollen. Sie sind genauso von den
Verschlechterungen betroffen wie
alle anderen Mitarbeitenden.
Zum Schluss: Der Arbeitgeber
darf unbezahlte Pausen vorschreiben. Meistens wird das mit
der Arbeitssicherheit und der verbesserten Konzentration der Mitarbeitenden begründet, was tatsächlich der Fall ist. Allerdings
scheint mir eine solch starre Regelung wie bei euch wenig sinnvoll. Jede Person hat andere Bedürfnisse, was das Unterbrechen
der Arbeit angeht. Es wäre deshalb besser, wenn die Mitarbeitenden wenigstens den Zeitpunkt
der Pause selbst bestimmen
könnten.
Löhne
Grosse Unterschiede
Frauen verdienen rund 20% weniger als Männer. Wie lässt sich dagegen vorgehen?
Gemäss Bundesverfassung haben Mann und Frau Anspruch
auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. In der Schweiz
wird dieses Lohn-Diskriminierungsverbot noch nicht flächendeckend eingehalten. Frauen verdienen durchschnittlich
20% weniger als Männer. Rund 60% dieses Unterschieds sind
durch herleitbare, sog. objektive Faktoren erklärbar: Frauen
verdienen im Durchschnitt weniger, weil sie in höherbezahlten Kaderpositionen untervertreten sind, über ein geringeres
Qualifikationsniveau verfügen oder ein tieferes Dienstalter
resp. weniger Erfahrung vorweisen als Männer. U.a. weil sie
sich für die Kinderbetreuung ganz oder teilweise aus der Erwerbstätigkeit zurückziehen. In diesen Fällen liegt keine direkte, unerlaubte Diskriminierung vor. Massnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Weiterbildung, die
es Mütter erlauben, erwerbstätig zu bleiben, sich beruflich
weiterzuentwickeln und Karriere zu machen, dürften zum
Rückgang dieser objektiv erklärbaren Lohndifferenz führen.
context 10 – 2014
Problematischer sind aber die rund 40% Lohndifferenz,
die nicht auf objektiv erklärbare Faktoren zurückzuführen
sind. Hier ist von einer unerlaubten Lohndiskriminierung
auszugehen. Falls Sie vermuten, Ihr Arbeitgeber verletze das
Lohn-Diskriminierungsverbot, müssen Sie mit einschlägigen
Informationen Ihren Verdacht erhärten können, etwa mit Angaben zum Lohn von Arbeitskolleg/innen, die eine gleichwertige Arbeit verrichten. Es empfiehlt sich, den Sachverhalt mit
den zuständigen Personen (Vorgesetzte, Personaldienst,
Gleichstellungsbeauftragte) zu erörtern.
Falls keine zufriedenstellende Lösung zustande kommt,
bleibt die Möglichkeit, den Anspruch auf gleichen Lohn auf
dem Rechtsweg durchzusetzen und eine diskriminierende
Lohndifferenz einzuklagen. Als KV-Mitglied sind Sie für arbeitsrechtliche Streitigkeiten rechtsschutzversichert.
Manuel Keller ist Leiter Beruf und Beratung beim KV Schweiz.
39
Bildung
Susana Méndez ist verantwortlich
für die Berufsbildungspolitik des
KV Schweiz.
> susana.mendez@kvschweiz.ch
Für Erwachsene
KV-Lehre
nachholen
Ich arbeite seit einiger Zeit im
Büro ohne KV-Abschluss und
würde nun gerne das kaufmännische EFZ erlangen. Gibt es für
mich eine Möglichkeit?
1 NACHT
Die Nachholbildung (auch KV
für Erwachsene genannt) dürfte
für Sie den geeigneten Weg darstellen, richtet er sich doch explizit an Personen, welche bereits
kaufmännische Tätigkeiten und
Büroarbeiten ausführen. Zum
Zeitpunkt des Qualifikationsverfahrens (früher Lehrabschlussprüfung) müssen Sie insgesamt
mindestens fünf Jahre praktische
Erfahrung vorweisen können, davon zwei im kaufmännischen
Bereich. Teilzeitarbeit wird entsprechend angerechnet und Familienarbeit kann ebenfalls berücksichtigt werden.
Die Vorteile der Nachholbildung liegen auf der Hand: Es ist
kein Lehrbetrieb involviert, d.h.
Sie können die Berufstätigkeit
beibehalten und in der Vorbereitung auf das Qualifikationsverfahren sind Sie frei. So ist die Vor-
GESCHE
NKT
bereitung im Selbststudium
ebenso möglich wie der Besuch
von Vorbereitungskursen an der
Berufsfachschule. Da gibt es Angebote, welche sich speziell an
Erwachsene richten und teilweise
modulartig aufgebaut sind, so
dass Sie nur diejenigen Module
besuchen müssen, in welchen
Sie auch wirklich noch Vorbereitung benötigen. Wenn Sie über
die geforderten Kenntnisse in der
beruflichen Praxis und in der
schulischen Bildung verfügen,
können Sie die Zulassung zum
Qualifikationsverfahren anstreben.
Schliesslich besteht auch
noch die Möglichkeit der Validierung von Bildungsleistungen.
Wenn Sie in einem Dossier und
in einem Gespräch mit Experten
belegen können, dass Sie bereits
über die Kompetenzen des kauf-
männischen Berufs verfügen,
kann Ihnen das kaufmännische
EFZ ohne das Absolvieren des
Qualifikationsverfahrens ausgestellt werden.
Ob die Nachholbildung oder
Validierung für Sie besser geeignet ist, hängt von verschiedenen
Faktoren und auch persönlichen
Präferenzen ab. Sowohl über die
Zulassung zum Qualifikationsverfahren wie über eine allfällige
Validierung von bereits erbrachten Bildungsleistungen entscheiden die kantonalen Berufsbildungsämter.
Eine Übersicht über zuständige
Stellen und Angebote findet sich
unter: www.berufsberatung.ch/
dyn/47649.aspx
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7 Übernachtungen im Doppelzimmer
Frühstück, Festtagsmenüs am Abend
Weihnachtspunsch, Glühwein, Weihnachtsgebäck
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20.12. – 27.12.2014, Buchungscode «Weihnachtsspecial», Kurtaxe nicht inbegriffen.
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Autofahren im Winter: Tipps für mehr Sicherheit
Im Winter wird es auf unseren Strassen
schnell rutschig und gefährlich. Schon mit
wenigen Sicherheitsmassnahmen fährt
man aber sicherer.
Machen Sie das Auto wintertauglich:
Lassen Sie frühzeitig Reifenprofile, Batterie, Beleuchtung, Frostschutzmittel,
Scheibenwischer und Dichtungen überprüfen. Wechseln Sie wo nötig die Teile
aus – die Investition lohnt sich.
Warte nicht auf den
Wind, nimm das Ruder
selbst in die Hand.
Die WKS ist das Boot.»
Sandro
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context 10 – 2014
Gute Winterreifen vor dem ersten
Schnee gehören zur Grundausrüstung.
Optimal ist eine Profiltiefe von mindestens 4 Millimetern. Das sorgt für einen
kürzeren Bremsweg, mehr Zugkraft und
besseren Schutz vor Aquaplaning.
Rüsten Sie sich rechtzeitig mit Eiskratzer, Besen, Decken sowie Handschuhen
aus. Schauen Sie zu, dass Sie immer eine
gute Sicht haben. Mit ausreichend Frostschutzmittel bleibt die Waschanlage bei
grosser Kälte funktionstüchtig. Scheiben,
Rückspiegel, Scheinwerfer, Kontrollschilder und das Dach sollten Sie immer von
Eis und Schnee befreien.
Fahren Sie wie obligatorisch mit Abblendlicht. Und fahren Sie vorsichtig. Auf
nasser und eisiger Fahrbahn verlängert
sich der Bremsweg. Halten Sie genügend
Abstand und passen Sie die Geschwindigkeit den Strassen- und Wetterverhältnissen an. Und vergessen Sie die Schneeketten nicht. Apropos: Haben Sie das
Montieren schon mal «trocken» geübt?
Trotz guter Vorbereitung kann immer
etwas passieren. Ein passender Versicherungsschutz ist unerlässlich. Lassen Sie
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Aarau am 22. November das PestalozziSchulhaus der Öffentlichkeit.
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Türen des Schulhauses, sondern auch
jene des Verbandes für Sie offen. Den
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Träger der Handelsschule KV Aarau, finden Sie im Zimmer 126.
Der Verband lanciert einen Wettbewerb, wobei eine Woche Sprachaufenthalt
in Südengland, gesponsert durch EF internationale Sprachschulen, sowie weitere interessante Preise zu gewinnen sind.
Zwischen 14.30 und 15.00 Uhr wird Sara
Bachmann, bekannt aus Tele M1 – «Sara
machts» – die Gewinnerinnen und Gewinner ziehen und die Preise überreichen.
Es gibt noch weitere Attraktionen, und
jeder Besucher und jede Besucherin erhält ein Präsent. Ein Besuch lohnt sich.
Marketing KV Schweiz
KV Aargau West
Einfach online abschliessen!
Im Internet finden Sie unter www.zurichconnect.ch/partnerfirmen alle Informationen zu den Angeboten von Zurich Connect. Hier können Sie Ihre individuelle
Prämie berechnen und Ihre persönliche
Offerte erstellen. Dafür benötigen Sie folgendes Login:
ID: kvschweiz
Passwort: buero
Oder Sie verlangen über die für KV-Mitglieder exklusive Telefonnummer 0848
234 567 eine unverbindliche Offerte.
Marketing KV Schweiz
SEKTIONEN
REGION BASEL-STADT
REGION BERN
Veranstaltungen
Werten Sie Ihre Visitenkarte auf.
KV BASEL
KV BERN
>>KV-Night im LWB Baden: Die KV-
Telefon 061 271 54 70
Fax 061 272 24 41
info@kvbasel.ch
www.kvbasel.ch
Telefon 031 390 60 30
Fax 031 390 60 20
info@kvbern.ch
www.kvbern.ch
KV Jugend
Seminare
Impulsreferat für Lernende: «Die
Dos and Don‘ts im Lehrverhältnis»
– Ein Einblick in die wichtigsten
Rechte und Pflichten für Lernende.
Praxiswissen für den Arbeitsalltag.
Donnerstag, 27. November von 17.15
bis 18 Uhr im KV Basel, Saal 6.
Stock. Für KV-Mitglieder kostenlos,
andere CHF 50.–.
Jeweils von 9 bis 17 Uhr, Ausnahmen werden speziell vermerkt.
Krönen Sie Ihre Laufbahn mit einem
Nachdiplomstudium an der Höheren Fachschule für Wirtschaft. Auf
Ihrer Visitenkarte wird dann der eidgenössisch geschützte Titel stehen:
Dipl. Unternehmens- und Mitarbeiterführung NDS HF. Zeigen Sie damit
Ihre strategischen Stärken und
meistern Sie Ihre berufliche
Zukunft. Wie Sie zu Ihrer neuen
Visitenkarte kommen steht auf:
www.bildungszentrumkvbl.ch
>>«Projektmanagement» mit Jürg
Schaad, Experte in Organisationsmanagement; Donnerstag/Freitag,
6./7. November 2014
>>«Gut ist besser als perfekt» mit
Astrid Mehr, Arbeitspsychologin;
Donnerstag, 13. November
KV Vital
>>«Arbeitszeugnisse – Rechtstheorie
und Praxis» mit Ursula Guggenbühl, Rechtsanwältin/Dozentin;
Mittwoch, 19. November
Carreise nach Colmar – die Weihnachtsstadt; Mittwoch, 10. Dezember. Mit Stadtführung von ca. 60 bis
90 Minuten zu Fuss (warme Schuhe
anziehen) sowie Elsässer-Zvieri. Besammlung: 12 Uhr Basel, Bahnhof
SBB, Schalterhalle. Zurück in Basel,
Gundeli gegen 18 Uhr. Für KV-Mitglieder kostenlos, andere CHF 20.–.
Bitte anmelden. Der Anlass ist für
alle offen!
>>«Kreatives Schreiben im Beruf» mit
Rolf Murbach, Redaktor/Schreibcoach; Dienstag, 25. November
Senioren
Gemütliches Beisammensein mit
Mittagessen (auf eigene Kosten) im
Restaurant Bella Vita, Bolligenstrasse 52, 3006 Bern. Tram Nr. 9
bis Haltestelle Guisanplatz Expo,
dann zu Fuss ca. 6 Minuten bis zum
Kreisel Mingerstrasse. Dienstag,
25. November, 12.30 Uhr. Bitte bis
20. November anmelden.
English Club
All meetings will be held on Tuesdays at 8 pm at the KV building.
For any suggestions contact Gaby
Felix: phone 061 701 30 66 or Felix
Schurter: 062 868 74 00 (during
the day)
Party wird vom KV Aargau Ost zusammen mit zB. Zentrum Bildung
sowie mit den Verantwortlichen
vom LWB (Löschwasserbecken) für
Berufslernende der Wirtschaftsschule KV Baden organisiert.
Tickets im Sekretariat des zB.,
Gratiseintritt für KV-Aargau-OstMitglieder. Freitag, 14. November
ab 21 bis 4 Uhr, Löschwasserbecken (LWB), Baden. Eintritt ab 16
Jahren.
>>Chlaushöck im Pontonierhaus in
Brugg auf der Schacheninsel direkt am Aareufer. Kosten: RacletteEssen inkl. Getränke für KV-Aargau-Ost-Mitglieder CHF 25.–,
andere CHF 30.–. Bitte bis
7. November anmelden per
E-Mail kvv@gmx.ch oder
Fax 056 437 19 10. Freitag,
21. November ab 19 Uhr.
Infos: www.kvagost.ch
KV AARGAU WEST
Telefon 062 837 65 15
Fax 062 837 65 19
info@kvagwest.ch
KV SOLOTHURN
Telefon 032 622 31 21
Fax 032 622 31 56
info@kvsolothurn.ch
www.kvsolothurn.ch
Rentner-Gruppe KV Solothurn
Treffen jeweils am letzten Mittwochnachmittag des Monats, ab 14.30
Uhr zu einem gemütlichen Zusammensitzen im Restaurant du Commerce, Friedhofplatz 4, Solothurn.
Nächste Termine: 29. Oktober und
26. November.
Tag der offenen Tür
REGION OSTSCHWEIZ
Im Pestalozzi-Schulhaus in Aarau
am Samstag, 22. November von
9.30 bis 15 Uhr. Herzlich willkommen! Weitere Infos Seite 40
KV OST
Telefon 071 274 36 50
Fax 071 274 36 56
info@kvost.ch
www.kvost.ch
Programme November
>>4 – Autumn fair: Meet us at 7 p.m.
REGION MITTELLAND
in front of the big clock at the
Mustermesse!
KV AARGAU OST
Telefon 056 426 43 36
Fax 056 426 43 35
info@kvagost.ch
www.kvagost.ch
>>11 – Grammar Evening
>>18 – Listening/Comprehension
>>25 – Debating club
KV BASELLAND
Bewerbungscheck
Telefon 061 926 70 10
Fax 061 926 70 15
info@kvbl.ch
www.kvbl.ch
Der KV Ost bietet Soforthilfe für
Lehrabgänger/innen und junge Berufsleute in Büro und Verkauf an.
Fachpersonen prüfen das Bewerbungsdossier und geben Tipps zur
Verbesserung. Termin nach Vereinbarung mit dem Sekretariat.
› Rechnungswesen,
Treuhand, Finanzplanung
Jetzt anmelden: hkvaarau.ch
Finde uns auf Facebook: www.facebook.com/HKVAarau
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context 10 – 2014
10.02.14 15:05
41
SEKTIONEN
42
Seminare
Freizeitclub 60+
Infoanlässe
Jeweils von 9 bis 17 Uhr. Ausnahmen werden speziell vermerkt.
Der Freizeitclub 60+ trifft sich in der
Regel monatlich an einem Mittwoch
zu attraktiven Ausflügen und Besuchen. Kommen auch Sie mit! Wir
freuen uns, wenn sich Seniorinnen
und Senioren, die kürzlich oder
demnächst in Pension gingen bzw.
gehen, unserer aktiven Gruppe anschliessen. Auskunft/Anmeldung
im Sekretariat.
>>«HR-Fachfrau/HR-Fachmann mit
>>«Das Arbeitsverhältnis endet –
Rechtsprobleme beginnen»;
Dienstag, 18. November,
8.30 bis 12 h
>>«Datenschutz»; dienstags,
18. November, 13.30 bis 17 h
>>«Berufliche Vorsorge: Pensions-
kassen und BVG»; Dienstags,
18. und 25. November
Weihnachtsessen:
Mittwoch, 10. Dezember
>>«Wertschätzende Kommunikation
für Führungskräfte»; Freitag,
28. November
>>«Besser schreiben – pfiffig und
stilsicher formulieren»; Freitag,
5. Dezember
Gesamtprogramm: www.kvost.ch
>>«Personalassistent/in Zertifikats-
prüfung»; Mittwoch, 5. November
>>«Dipl. Leiter Finanzen & Dienste
NDS HF»; Donnerstag,
6. November
>>«Fachausweis Finanz- und
Rechnungswesen»; Donnerstag,
6. November
CELARIS AG
Die Schule des KV Ost
Telefon 071 272 66 00
mail@celaris.ch
www.celaris.ch
Start Lehrgänge
>>«Personalassistent/in Zertifikats-
prüfung»; Start Januar 2015
>>«Fachleute im Finanz- und Rech-
nungswesen mit eidg. Fachausweis (Tages- und Nachmittagskurs)»; Start April 2015
>>«PR-Fachfrau/-Fachmann mit eidg.
FA»; Donnerstag, 4. Dezember
>>«Handelsschule edupool.ch / KV
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context 10 – 2014
>>«Arbeitszeugnisse – Grundlagen»
mit Ursula Guggenbühl, Juristin/
Professorin; Mittwoch,
3. Dezember
>>Teil 2: «Führung von Lernenden –
eine besondere Aufgabe» mit
Vera Class-Bachmann;
Dienstag, 9. Dezember
Tagesseminar in Zug
«Lohn- und Personalversicherungen» mit Felix Kuster; Donnerstag,
20. November
Schweiz»; Freitag, 5. Dezember
>>«HR-Fachfrau/-Fachmann mit eidg.
FA»; Mittwoch, 10. Dezember
>>«Personalassistent/in Zertifikats-
prüfung»; Mittwoch, 10. Dezember
>>«Dipl. Leiter Finanzen & Dienste
NDS HF»; Donnerstag,
11. Dezember
REGION ZÜRICH-STADT
KV ZÜRICH
Telefon 044 211 33 22
Fax 044 221 09 13
info@kvz.ch
www.kvz.ch
>>«Fachausweis Finanz- und
Rechnungswesen»; Donnerstag,
11. Dezember
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eine besondere Aufgabe»
mit Vera Class-Bachmann;
Montag, 1. Dezember
>>«PR-Praktiker/in SPRI»;
Donnerstag, 4. Dezember
>>«Mobbing – Den Stier bei den
Hörnern packen. Umgang mit
betroffenen Mitarbeitenden»;
Mittwoch, 19. November
eidg. FA»; Mittwoch, 5. November
>>Teil 1: «Führung von Lernenden –
KV-Mitglieder erhalten 10%
Weiterbildungsrabatt!
Öffentliche Seminare
Jeweils von 9 bis 17 Uhr, Ausnahmen werden speziell vermerkt. Verbandshaus Kaufleuten, Talacker 34,
8001 Zürich.
>>«Arbeitsrecht: Klare Formulierun-
REGION ZENTRALSCHWEIZ
KV LUZERN
Telefon 041 210 20 44
Fax 041 210 78 50
info@kvluzern.ch
www.kvluzern.ch
Tagesseminare in Luzern
>>«Das Arbeitsverhältnis endet –
Rechtsprobleme beginnen» mit
Ursula Guggenbühl, Juristin/Professorin; Mittwoch, 5. November,
9 bis 12 h
>>«MWST-Refresher» mit Raffaello
Pietropaolo; Dienstag,
11. November
>>«Feedback – ehrlich und
nachhaltig» mit Mona Birchler;
Mittwoch, 19. November
>>«Mehr Wirkung im Büro – Technik
mit eigenen Ressourcen verbinden» mit Susanne Mouret;
Freitag, 21. November
>>«Protokollführung» mit Daniel L.
Ambühl; Donnerstag,
27. November
gen – Fehler vermeiden» mit
Claudia Eugster; Donnerstag,
20. November, 13.30 bis 17.30 h
>>«Erfolgreich führen» mit Verena
Portmann; Donnerstag und Freitag, 27. und 28. November
>>«Intuitionstraining» mit Alain
Valeh; Freitag, 6. Februar
>>«Neues und Wichtiges im Arbeits-
recht» mit Claudia Eugster;
Montag, 23. Februar
>>«Office-Management – ganz prak-
tisch» mit Sibylle Jäger; Donnerstag und Freitag, 26./27. Februar
>>«Die gelassene Art, sich durchzu-
setzen» mit Jacqueline Steffen
Oberholzer; Montag, 2. März
>>«Beendigung des Arbeitsverhält-
nisses – Rechtliche Probleme
vermeiden» mit Claudia Eugster;
Donnerstag, 5. März, 8.30 bis
12.30 h
>>«Sozialversicherungen im
Überblick» mit Christian Zingg;
Montag, 9. März
>>«Kommunizieren – mehr errei-
chen» mit Joachim Hoffmann;
Donnerstag und Freitag, 12.
und 13. März
>>«Lernen mit List und Lust» mit
Monika Bär; Montag, 16. und
23. März, 18 bis 20.30 h
>>«Innere Sicherheit für den äusse-
ren Auftritt» mit Susanne Mouret;
Dienstag und Mittwoch, 17. und
18. März
KVZ-Impulsveranstaltung
Was nützt mir der Gesamtarbeitsvertrag zwischen KVZ und VZH?
Daniel Tiboldi, Leiter Rechtsdienst
KVZ, und Hans Strittmatter,
Geschäftsleiter VZH, zeigen anhand
aktueller Fragen aus der Praxis der
Rechtsberatung, wo sich Angestellte
und Arbeitgebende uneins sein
können. Dienstag, 4. November,
18.30 Uhr.
Bitte anmelden. Ort: Verbandshaus
Kaufleuten, Aula, Talacker 34, 8001
Zürich. Kosten: Mitglieder kostenlos, andere CHF 20.–
FrauenNetz
KV Frauen – ein entspanntes Netz.
Die heutige Zeit der Globalisierung
und der grossen Umbrüche stellt
hohe Anforderungen an die Berufstätigen aller Sparten. Stress,
Burnout und Mobbing sind nur drei
der Begriffe, welche die negativen
Auswirkungen grossen Drucks auf
den Punkt bringen. Nehmen Sie an
den Treffen des FrauenNetzes teil
und tauschen Sie sich mit anderen
Frauen über aktuelle Themen aus.
Weitere Infos: KV Zürich
19.45 h, KVZ, Talackerstrasse 34,
8001 Zurich. Toute personne intéressée est bienvenue dans notre
cercle. Contacte: hugo.schnurrenberger@gmail.com ou erika.salzmann@gmx.ch
Herbstkonzerte
Mit dem Orchester des Kaufmännischen Verbandes Zürich.
Programm: Franz Liszt, Zweite ungarische Rhapsodie; Bedrˇich Smetana, Vyšherad und Blanik; Antonin
Dvorˇak, Symphonie Nr. 8 in G-Dur.
Leitung: Raphael Maximilian Honegger
Samstag, 22. November, Französische Kirche, Schanzengasse 25,
8001 Zürich
Sonntag, 23. November, Kirche St.
Peter, St. Peterhofstatt, 8001 Zürich
All meetings will be held on Mondays at 6.45 p.m. in the Merkurstube, First Floor, Talacker 34, Kaufleuten Building, 8001 Zürich. Contact:
Nancy Scherer-Howe, Phone 044
720 93 09. www.raccourci.ch/ladies
Programme: November
3 – Programme open
10 – with Bruce Lawder
17 – Programme open
24 – with Bruce Lawder
Cercle français
Conversation, grammaire, littérature, actualités chaque mercredi (sauf
pendant les vacances) 18.45 bis
context 10 – 2014
FrauenNetz
Das grosse Angebot unter:
www.kv-sh.ch
«Führung durch das Stadtarchiv»
mit Marlis Betschart, Stadtarchivarin, und anschliessendem Chlaushöck im Pavillon an der Zeughausstrasse. Donnerstag, 27. November,
19 Uhr beim Stadtarchiv. SIB
Schweizerisches I­ nstitut für
Betriebsökonomie.
IGKG
Interessengemeinschaft kaufmännische Grundbildung: Kurse siehe
www.igkg-sh.ch
KV WINTERTHUR
SIB SCHWEIZERISCHES
INSTITUT FÜR BETRIEBSÖKONOMIE
Telefon 052 269 09 09
Fax 052 269 09 08
info@kv-winterthur.ch
www.kv-winterthur.ch
Seminar
«Breaking Rules» mit André
Angstmann; Dienstag,
25. November
Telefon 043 322 26 66
Fax 043 322 26 51
info@sib.ch
www.sib.ch
Öffentliche Seminare
jeweils von 9 bis 16.45 Uhr
Veteranen- und Senioren-Vereinigung VSV – KVZ
Open Höck; Mittwoch, 5. November ab 15.30 Uhr, Restaurant
Glogge-Egge
Klubnachmittag: Vortrag über das
faszinierende Nord-Kurdistan mit
Florian Aicher; Montag, 24. November, 14.30 Uhr, Kaufleutensaal,
Pelikanplatz, 8001 Zürich
Informationen/Anmeldung:
www.kvzvsv.ch
Veranstaltungen
>>Betriebsbesichtigung: Seilerei
Kieslig in Winterthur; Freitag,
7. November, 18.30 bis 20 h
>>Abendseminar: «Pensionspla-
nung»; Dienstag, 11. November,
18.30 bis 20.30 h
>>Informationsanlass: «Ausland-
praktika mit AFS»; Mittwoch,
10. Dezember, 17.45 bis 19 h
Infos: www.kv-winterthur.ch.
Bitte anmelden.
REGION ZÜRICH-LAND –
SCHAFFHAUSEN
>>«Arbeitszeugnisse schreiben»
mit Helena I. Schmidhauser;
Mittwoch, 12. November
>>«Unternehmerisch denken und
handeln» mit Pascal Stocker;
Mittwoch, 12. November
>>«Konzepte gekonnt entwickeln und
umsetzen» mit Pascal Stocker;
Donnerstag, 13. November
>>«Coaching für Führungskräfte»
mit Matthias Frey; Donnerstag,
13./20. November
>>«Professionell präsentieren» mit
Berufsbildner
KV SCHAFFHAUSEN
Ladies’ English Club
Sprachkurse
Nächster Kurs in Winterthur ab
5. März. Details:
www.kv-winterthur.ch/Bildung
Christoph Brügger; Mittwoch,
19. November
>>«Interkulturelle Kommunikation»
mit Urs Dürsteler; Mittwoch,
19. November
Telefon 052 630 78 78
Fax 052 630 78 77
info@kv-sh.ch
www.kv-sh.ch
Tagesseminare
>>«Wo-Man-agement» mit Ines
Marusic, Personalfachfrau, und
Carmen Ross, Psychologien;
Donnerstag, 13. November
>>«Mit Witz und Schlagfertigkeit
heikle Gespräche meistern»
mit Ida Stalder, Kommunikationstrainerin/Coach; Mittwoch,
26. November
>>«Selbstmotivation – Ziele sicher
und motiviert erreichen» mit
Fabienne Simmen, Coach/Supervisorin; Freitag, 28. November
«Wie soll es weitergehen?»
Der Online-Kurs zum Schicksalsanalytischen
Selbstmanagement führt Sie zu einer
fundierten Selbsteinschätzung.
Sie lernen sich selbst zu bewerten und zu beurteilen. Ein Kurs des Szondi-Instituts für
Schicksalsanalyse und Allgemeine Tiefenpsychologie in Zürich, info@szondi.ch.
Lesen Sie die Einführung zum Kurs auf
www.szondi.ch, Szondi-Institut Zürich.
43
IMPRESSUM
SEKTIONEN
44
>>«Projektmanagement kompakt»
mit Pascal Stocker; Donnerstag,
20. November
>>«Teamleitung und Teamentwick-
lung» mit Jacques Ditesheim;
Mittwoch/Donnerstag,
26./27. November
>>«Grundlagen des Arbeitsrechts»;
mit Ursula Guggenbühl; Mittwoch/
Donnerstag, 26./27. November
>>«Sich selber besser verkaufen»
mit Ellen M. Schaad; Mittwoch,
3. Dezember
>>«Finanzcockpit – Finanzielle
Führung»; mit Walter Bivetti,
Mittwoch; 3. Dezember
>>«Sitzungen leiten»; Donnerstag,
4. Dezember
>>«Leiter/in Finanzen & Dienste NDS
HF»; Mittwoch, 12. November
>>«Dipl. Personalleiter/in NDS HF»;
Mittwoch, 12. November
>>«Dipl. Controller/in NDS HF»;
Donnerstag, 13. November
>>«Dipl. Qualitätsmanager/in NDS
HF»; Montag, 17. November
>>«Dipl. Betriebswirtschafter/in HF»;
Mittwoch, 19. November
>>«Cert. Innovation Manager SIB»;
Mittwoch, 26. November
>>«Dipl. Marketingmanager/in HF»;
Montag, 1. Dezember
>>«Dipl. Schulverwaltungsleiter/in
SIB/VPZS»; Dienstag, 2. Dezember
>>«Cert. Dialog Experte/in SIB»;
Mittwoch, 3. Dezember
Infoveranstaltungen
>>«Cert. Employer Branding Expert
Beginn jeweils um 18 Uhr
SIB»; Dienstag, 9. Dezember
>>«Dipl. Betriebswirtschafter/in HF»;
Montag, 10. November
Dienstag, 11. November
Beginn März
>>«Dipl. Betriebsökonom/in NDS
HF»; Beginn März
>>«Dipl. Betriebswirtschafter/in HF»;
Beginn April
>>«Dipl. Marketingmanager/in HF»;
Beginn April
>>«Dipl. Leiter/in Finanzen & Dienste
NDS HF»; Beginn April
>>«Dipl. Qualitätsmanager/in NDS
HF»; Beginn April
>>«Dipl. Schulverwaltungsleiter/in
SIB/VPZS»; Beginn Mai
>>«Cert. Employer Branding Expert
SIB»; Beginn Juni
>>«Dipl. Business Engineer NDS HF»;
Beginn Mai
>>«Dipl. Controller/in NDS HF»;
Beginn August
>>«Dipl. Personalleiter/in NDS HF»;
Studiengänge 2015
>>«Dipl. Marketingmanager/in HF»;
>>«Cert. Dialog-Experte/in SIB»;
>>«Cert. Innovation Manager SIB»;
Beginn Februar
Beginn September
>>«Dipl. Marketingmanager/in HF»,
verkürzte Studiendauer (2 Jahre);
Beginn Oktober
>>«Cert. Innovation Manager SIB»;
Beginn Oktober
«Ihr Aus- und Weiterbildungsinstitut IKP: wissenschaftlich –
praxisbezogen – anerkannt»
Dr. med. Y. Maurer
Berufsbegleitende,
anerkannte Weiterbildungen mit Diplomabschluss:
Dipl. Körperzentrierte/r
Psychologische/r Berater/in IKP
Zentral für die Methode IKP ist das
Info-Abend:
beraterische Gespräch kombiniert mit
13. Jan. 15
Körperarbeit, Entspannungsübungen,
Sinnfindung und Ressourcenstärkung.
SGfB-anerkannt. 3 Jahre; optional mit eidg. Diplomabschluss.
Dipl. Ernährungs-Psychologische/r
Berater/in IKP
Humanistische Psychologie: Sie lernen,
Menschen mit Ernährungsproblemen
ganzheitlich in ihrer aktuellen Lebenssituation zu beraten und eignen sich
fundiertes Ernährungsfachwissen an.
ASCA- und SGfB-anerkannt. 2 bzw. 4 Jahre; optional mit
eidg. Diplomabschluss.
Info-Abend:
22. Jan. 15
Dipl. Ganzheitlich Integrative/r
Atemtherapeut/in IKP
KV-Mitglieder erhalten eine
Ermässigung!
Nr. 10 – Oktober 2014
ISSN 1424-5345
Herausgeber
Kaufmännischer Verband Schweiz
Telefon 044 283 45 33
www.kvschweiz.ch
Verlagsleitung
Ingo Boltshauser
ingo.boltshauser@kvschweiz.ch
Redaktion
Therese Jäggi (tj)
therese.jaeggi@kvschweiz.ch
Andrea Mašek (ajm)
andrea.masek@kvschweiz.ch
Rolf Murbach (mur)
rolf.murbach@kvschweiz.ch
Redaktionsadresse
Kaufmännischer Verband Schweiz
Context
Hans-Huber-Strasse 4
Postfach 1853, 8027 Zürich
Telefon 044 283 45 33
context@kvschweiz.ch
www.context.ch
Sekretariat: Andrea Stoop
Bildnachweise
S.7: zvg; S.8: zvg; S. 9: zvg;
S.19: Keystone/Kimmo Maentylae;
S.21: zvg; S.27: zvg; S.40: zvg.
Adressänderungen
KV Schweiz
Mitgliederadministration
Telefon 044 283 45 30
marketing@kvschweiz.ch
oder im Mitgliederbereich:
www.kvschweiz.ch/login
Erscheinungsweise
Monatlich (11 Ausgaben)
118. Jahrgang
Auflage: 44 392 Exemplare
(WEMF-beglaubigt)
Abonnemente
12 Monate CHF 48.–
Anzeigen
Creative Media GmbH
Zürichstrasse 135
8910 Affoltern am Albis ZH
Telefon 043 322 60 30
context@c-media.ch
Druckerei
Vogt-Schild Druck AG
4552 Derendingen
Konzeption, Layout, Druckvorstufe
Partner & Partner AG
8400 Winterthur
www.partner-partner.com
Context bekennt sich zum «Code of Conduct»
der Schweizer Presse. Werbung und
redaktioneller Teil sind klar getrennt.
Atemmassage und Atemtherapie:
Der Weg zum Branchendiplom
Komplementärtherapeut/in OdA KTTC.
2 Jahre, EMR- und ASCA-anerkannt.
Info-Abend:
25. Nov.
Dipl. Partner-, Paar- und
Familienberater/in IKP
Info-Abend:
18. Nov.
Ganzheitliche systemische Psychologie
und Coaching-Tools. 3 Jahre; SGfB-anerk.
Ausbildungsinstitut IKP, ZH u. BE
Seit 30 Jahren anerkannt
context 10 – 2014
Context wurde vom Verband
SCHWEIZER PRESSE für das Jahr
2013 mit dem Gütesiegel
«Q-Publikation» ausgezeichnet.
RÄTSEL
FLUSS
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REGION
BERG
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Blick ins Tal
Vielleicht wissen Sie noch nicht, wohin Ihr nächster Ausflug
führen soll. Wir hätten da einen interessanten Tipp. Wohin es geht,
müssen Sie allerdings selber herausfinden. Wenn Sie uns die
Lösung schicken, nehmen Sie an der Verlosung von 3-mal RekaChecks im Wert von je CHF 70.– teil.
Wir besteigen den Zug in Chur. Uns erwartet eine der schönsten und abenteuerlichsten Eisenbahnfahrten im Land,
durch Schluchten, Kehrtunnels, Täler,
über Viadukte, vorbei an Dörfern und
Wiesen. Blickt man aus dem Fenster, sieht
man auch mächtige Berge, die Landschaft wird karger. Dann ein langer Tunnel. Als wir ihn verlassen, sehen wir rechterhand einen Gasthof. Hier kehren
Wanderer nach langem Marsch vom Piz
Nair ein. Kutschen stehen bereit, um sie
ganz ins Tal zu bringen.
Auch wir im roten Zug erreichen das
weite Hochtal. Wir sehen, wie ein Privatjet startet, über den Bergen kreisen Segelflieger. Hier liegt der am höchsten gelegene Flugplatz der Schweiz. Das Tal und
der Schienenverlauf teilen sich an dieser
Stelle. Geradeaus geht es zu einem mondänen Ferienort.
Wir sitzen im Zug, der Richtung Italien fährt. Entlang eines trockenen Flussbettes, hinauf durch Wälder, vorbei an
Aussichtspunkten mit Blick zum Gletscher und entlang eines milchigen Bergsees bis zur steil abfallenden Passage mit
den vielen Kehrtunnels. Doch wir steigen
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viel früher aus, an einem Ort nämlich, wo
ein langgezogenes Tal abzweigt und zu einem Gletscher führt. Wir gehen in anderer Richtung, durch das Dorf bis zur Sesselbahnstation. Die Bahn führt steil
hinauf, auf halbem Weg eine scharfe
Rechtskurve, der Sessel schwankt, dann
erreichen wir die Ausstiegsplattform.
Nun wandern wir los. Wir rechnen mit
knapp drei Stunden bis zum Ziel. Zuerst
geht es einem Bach entlang, hinauf bis zu
einer Alp. Auf den Wiesen weiden Kühe,
ab und zu hört man ein Murmeltier. Wir
steigen immer höher, kommen in Geröllfelder und wandern auf dem langen Panoramaweg. Das Gehen erfordert Konzentration, ist aber ungefährlich, man steigt
über grosse Felsbrocken, auf und ab.
Wenn man Glück hat, kann man hier
Steinböcke sehen. Der Weg ist übrigens
nach ihnen benannt. Ab und zu kreisen
Deltasegler über uns. Wegen des Aufwindes gibt es hier viele Flugbegeisterte. An
schönen Tag ist der blaue Himmel mit farbigen Segeln durchsetzt.
Dann erblicken wir die Hütte mit der
Schweizer Fahne. Unser Ziel ist nahe. Vor
der Hütte sitzen Wanderer und essen
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zu gewinnen!
Suppe. Der Blick von hier aus ist atemberaubend. Man sieht über das ganze Tal,
die glitzernden Seen, auf Berggipfel und
in Seitentäler. Hier auf 2700 Metern haben schon Marathonläufer übernachtet,
um sich auf Wettkämpfe vorzubereiten.
Die Hütte, die den Namen eines bekannten Bündner Geschlechts trägt, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wir setzen uns auf einen Felsen, unweit der Chamanna, ein
starker Wind weht uns ins Gesicht.
Rolf Murbach
Wie heisst die Hütte?
Schicken, faxen oder mailen Sie das
Lösungswort bis spätestens 12.11.2014 an:
Redaktion Context
Postfach 1853, 8027 Zürich
Fax 044 283 45 65
raetsel@kvschweiz.ch
Gewinner/innen des letzten Georätsels
Daniel Eggimann, Bern
Ruth Keiser, Steinhausen
Jenny Brunner, Zürich
Lösungswort Nr. 9: Gurten
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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