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Die Hockeysieger sind Imperialisten, FAZ.net

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Deutsche Botschaft Moskau
- Pressereferat Russland in deutschsprachigen (Online-)Medien
21.11.2014
Redaktion: Bettina Wagner
Russland in deutschen Medien wird zur internen Unterrichtung der Botschaft zusammengestellt und enthält eine
Auswahl von Artikeln aus in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinenden Presseerzeugnissen, die aus
dem Internetangebot dieser Medien heruntergeladen werden, weshalb sich zeitliche Verschiebungen gegenüber der
Veröffentlichung im jeweiligen Druck-Medium ergeben können.
Russische Eiszeit, Zeit.online .......................................................................................................... 1
Die Schieflage ist hausgemacht, NZZ.online .................................................................................. 1
Unverblümtes Vokabular aus dem Kalten Krieg, Berliner Zeitung ................................................ 2
Warum die Ukraine nicht Russlands Ruhrgebiet ist, Welt.online ................................................... 4
"Krim-Sekt ohne schlechtes Gewissen", Spiegel.online ................................................................. 4
Russland – eine moralisch veraltete Anlage, Berliner Zeitung ....................................................... 4
Wie sich Putin in Osteuropa einschmeichelt, Welt.online .............................................................. 5
Moskau finanziert offenbar „Volksrepubliken“, FAZ.net ............................................................... 6
Die Ukraine muss attraktiver werden, Tagesspiegel.de .................................................................. 6
Ukraine: Bitteres Ende der orangen Euphorie, derStandard.at ........................................................ 6
"Dann müssen wir neue Sanktionen sofort verhängen können", sueddeutsche.de ......................... 7
Sanktionen
Russische Eiszeit, Zeit.online
von Nadine Oberhuber, 20.11.2014
Die Sanktionen gegen Russland bescheren deutschen Firmen hohe Verluste. Mit öffentlicher
Kritik halten sie sich trotzdem zurück. Sie fahren lieber direkt nach Moskau.
Manchmal muss man zwischen den Zeilen und zwischen den Zahlen lesen, um das ganze Bild zu
verstehen. Vor allem, wenn sich die Beteiligten mit klaren Worten zurückhalten, so wie die
deutsche Wirtschaft in Sachen Russland. Durch die von der EU gegen Russland verhängten
Sanktionen verlieren deutsche Unternehmen viel Geld. Im laufenden Jahr sollen es rund sieben
Milliarden Euro sein. Das entspricht in etwa einem Fünftel des gesamten Russlandgeschäfts. […]
http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-11/russland-wirtschaft-sanktionen
Hilfe für russische Bank VTB
Die Schieflage ist hausgemacht, NZZ.online
von Benjamin Triebe, 20.11.2014
In manchen Angelegenheiten ist Russland fast zu westlich: Am Donnerstag wurde bekannt, dass
die Bank VTB, das zweitgrösste Geldhaus des Landes, den Staat um 5,1 Mrd. Fr. an Hilfe
ersucht hat und einen Gewinneinbruch von 88% für die ersten neun Monate ausweist.
Gleichentags zeigte eine Erhebung des russischen Ablegers des Magazins «Forbes» ausserdem,
dass VTB-Chef Andrei Kostin der am besten verdienende Manager des Landes ist.
Mehrheitseigentümer der VTB ist der russische Staat, und das ist dem Institut jüngst zum
Verhängnis geworden. Es landete auf der wegen der Ukraine-Krise erstellten Sanktionsliste von
Brüssel und Washington. Von allen grossen bestraften Instituten ist die VTB am anfälligsten für
den Ausschluss vom westlichen Kapitalmarkt – aber trotzdem nicht in existenzbedrohendem
Ausmass. Ihre Probleme sind mehr ein Symptom für die Ungleichgewichte am russischen
Bankenmarkt, die jetzt am Rande der Rezession zum Problem werden: Der Staat wünscht, dass
mittels Kreditvergabe an Unternehmen und Konsumenten ein Weg aus der Krise gefunden wird.
Aber Kredite werden sogar teurer, weil die Banken sich teurer refinanzieren müssen: Die
Notenbank kämpft mit Zinserhöhungen gegen die Inflation, und Marktteilnehmer horten ihr
Kapital angesichts der Unsicherheit darüber, was da noch kommen mag. Eine Folge ist die
wachsende Abhängigkeit der Institute von Zentralbankgeld, die gemessen an allen
Verbindlichkeiten fast das Niveau der Finanzkrise erreicht hat.
Weil die VTB lange Zeit von hoher Kreditvergabe und Depositenwachstum lebte und dabei nicht
auf Effizienz achtete, gerät ihr Ergebnis jetzt überproportional unter Druck und schränkt den
Spielraum zusätzlich ein. Kostin hat sein Geld nicht verdient: Die ebenfalls staatlich kontrollierte
Marktführerin Sberbank, deren Gewinn zumindest in der ersten Jahreshälfte relativ stabil blieb,
hat ein Hilfegesuch ausgeschlossen. Unterstützung braucht nur, wer schon vor den Sanktionen in
Schieflage war.
http://www.nzz.ch/meinung/reflexe/die-schieflage-ist-hausgemacht-1.18429154
TV-Kritik: Maybrit Illner
Unverblümtes Vokabular aus dem Kalten Krieg, Berliner Zeitung
Von Daland Segler, 21.11.2014
Die Dämonisierung des russischen Präsidenten Wladimir Putin in deutschen Medien macht
Fortschritte: "Putins Machthunger – wie weit wird Moskau gehen?" fragte Maybrit Illner in ihrer
Talkshow.
Der Mann ließ sich halbnackt beim Angeln und Reiten fotografieren, im Tarnanzug mit der
Knarre auf Tigerjagd oder als Judoka mit schwarzem Gürtel: Inszenierungen viriler Stärke, die
letztlich dazu dienen, dem Volk das Bild eines mächtigen Führers zu bieten. Und mögen diese
Posen auch von einer schweren narzisstischen Störung zeugen, eines kann man Wladimir Putin
gewiss nicht nachsagen: Dass er verrückt sei.
Putin weiß genau, was er tut
Der ehemalige Geheimdienstler weiß immer sehr genau, was er tut, wie jüngst , als er dem ihm
bekannten deutschen Filmemacher Hubert Seipel ein Interview gewährte. Denn derzeit ist dem
russischen Präsidenten die Rolle des Schwarzen Peters zugefallen, nachdem er erst die Krim
annektierte und nun versucht, die Spaltung der Ukraine voranzutreiben, indem er die
Separatisten im Donbass mit Waffen und Soldaten unterstützt.
Seit aber Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Vier-Stunden-Gespräch mit Putin so
unvermittelt wie deutlich Kritik am Russen äußerte und gar von einem drohenden
„Flächenbrand“ sprach, hat die in den bundesdeutschen Medien mit Hingabe gepflegte
Dämonisierung des Herrschers aller Reußen eine neue Dimension bekommen. „Putins
Machthunger – wie weit wird Moskau gehen?" fragte Maybrit Illner denn auch in ihrer
Talkshow, aber glücklicherweise passten sich die Gäste nicht dem Niveau dieses Mottos an – mit
Ausnahme von Jan Techau dem Direktor der als „Denkfabrik“ vorgestellten Stiftung von
Carnegie Europe. Er hatte allerdings zuvor bei der Militärakademie Nato Defence College
gearbeitet, und genauso redete er auch: ein kalter Krieger par excellence. Und solche Leute
haben derzeit wieder Konjunktur.
Vokabular aus dem Kalten Krieg
So scheute sich Illners Redaktion im Ankündigungstext zur Sendung nicht zu formulieren:
„Längst verfängt Putins Machtpoker mit Gas, Geld und Propaganda auch andernorts – das
gesamte östliche und südöstliche Europa wird traktiert“. Das ist schon recht unverblümt das
Vokabular aus dem Kalten Krieg. Oder was soll „traktiert“ bedeuten? „Traktiert“ der Westen
eben diese Teile Europas nicht mit Geld und Propaganda?
„Wann verfallen wir wieder in altes Denken? fragte die Moderatorin Oleg Krasnitskiy, den
Gesandten der Botschaft der Russischen Föderation in Berlin, der konterte: Das alte Denken sei
nie vorbei gewesen, und dann das Standard-Argument der Russland-Freunde bemühte: Alles
begann mit der Nato-Osterweiterung. Und das wiederholte Krasnitskiy später noch ein paarmal.
Das aber wollen die Apologeten des Westens nicht hören. Kanzleramtschef Peter Altmaier
(CDU), rätselte, es müsse „irgendwas geschehen sein, dass die Menschen heute wieder Sorge
und Angst haben“. Haben sie? Oder sollen sie haben? Im Forum zur Talk schrieb ein User
namens caviezel über die Illustration der Sendung: „Putin vor einer Weltkugel. An was erinnert
das ? Charlie Chaplins Film "Der große Diktator" von 1940 in Anspielung auf Hitler... wenn das
mal keine Stimmungsmache ist.“
Egon Bahr tat sich selbst keinen Gefallen
Maybrit Illner, diesmal wieder gut vorbereitet, fragte, ob nicht die Interessen Russlands zu wenig
berücksichtigt worden seien. Der greise Egon Bahr zog eine hübsche Parallele. Wie Ulbrichts
Satz: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu bauen“ eine Freud'sche Fehlleistung gewesen sei,
so gelte das jetzt für US-Präsident Barack Obama, als er Russland (ohne die Ukraine) zu einer
Regionalmacht erklärt habe. Denn nun müsse Putin beweisen, dass das nicht stimme. Techau
stimmte zu: Die amerikanische Führungsschwäche bestärke andere, Obama habe einen
„unforced error“ begangen, einen nicht erzwungenen Fehler, und die Russen damit beleidigt, die
doch nach Anerkennung gerade der USA dürsteten.
Egon Bahr, der sich nicht wirklich einen Gefallen mit seinem Auftritt hier getan hatte, erinnerte
immerhin an „50 Jahre strategische Partnerschaft“. Putin aber habe die nach der deutschen
Einigung getroffene Übereinkunft gebrochen, dass sämtliche Grenzen in Europa nur in
gegenseitigem Einvernehmen zu ändern seien. Das sei völkerrechtlich nicht akzeptabel. Damit
widersprach er der Aussage von Ex-SPD-Chef Matthias Platzeck, der jüngst geraten hatte, der
Klügere müsse “auch mal“ nachgeben und die Annexion der Krim akzeptieren.
Techau wähnt Putin ohnehin auf dem Weg, die politische Kontrolle über die Ukraine
wiederzugewinnen.
Die Frage Maybrit Illners, ob es zutreffe, dass Putin eine Niederlage der Separatisten in der OstUkraine nicht zulassen werde, beantwortete Oleg Krasnitskiy lieber erst gar nicht. Man habe
doch die Lösungen schon gefunden, müsse sie nur umsetzen.
Könnte aber das ostukrainische „Modell“, dass Moskau die russischen Minderheiten schütze,
demnächst Schule machen, wollte die Moderatorin wissen und ließ eine Karte einblenden, die
zeigte, dass etwa Estland gut 23, Lettland rund 26 Prozent russische Bevölkerung hat. Janusz
Reiter, früherer polnischer Botschafter in Deutschland, beschwor „verlässliche Spielregeln“, und
der Russe in der Runde formulierte wieder typisch diplomatisch, man müsse weg von dieser
Gegenüberstellung, pro-europäisch sei anti-russisch und umgekehrt, und erinnerte an den
Vorschlag des gemeinsamen Wirtschaftsraum von Wladiwostok bis Lissabon – ohne Echo bei
den anderen Gästen. Man müsse „sehr schnell zum Dialog zurückkehren“, sagte Krasnitskiy
dann. Aber das wird, soviel war aus dieser Sendung zu lernen, noch dauern. Sehr lange.
http://www.berliner-zeitung.de/medien/-tv-kritik--maybrit-illner-ein-nicht-erzwungener-fehler,10809188,29113422.html
"Maybrit Illner"
Warum die Ukraine nicht Russlands Ruhrgebiet ist, Welt.online
Von Daniele Raffaele Gambone, 21.11.2014
Bei Illner wurde über Putins Außenpolitik diskutiert. SPD-Urgestein Egon Bahr sah Parallelen
zwischen Ulbricht und Obama, dem er einen Freud'schen Versprecher vorwarf. Dann beging er
einen Fauxpas.
Wladimir Putins kürzlich ausgestrahltes ARD-Interview hat nicht nur für aufgeregte
Diskussionen, sondern auch für mehr Klarheit gesorgt. Wer auf Einsicht oder
Verantwortungsbewusstsein beim Kreml-Chef hoffte, darf sich nun eines Besseren belehrt
fühlen. Zudem ließ Putin keinen Zweifel daran, dass er die Annäherung zwischen der
Europäischen Union und der Ukraine als unverfrorenen Eingriff in die eigene Interessensphäre
empfunden hat. […]
http://www.welt.de/vermischtes/article134567195/Warum-die-Ukraine-nicht-Russlands-Ruhrgebietist.html
Krisen-Talk bei Illner
"Krim-Sekt ohne schlechtes Gewissen", Spiegel.online
Von Mathias Zschaler, 21.11.2014
"Dass Putin ein Demokrat ist, habe ich nie geglaubt." Bei Maybrit Illner trafen ein
entspannter deutscher Ost-Politiker a.D. und ein eher wortkarger Gesandter Putins
aufeinander. Der beschwichtigte: Der russische Bär bleibt in der Taiga.
Putin, die Ukraine-Krise und kein Ende. Abermals nahm sich Maybrit Illner das derzeitige
Talkshow-Dauerthema vor. Mittlerweile scheint es nicht mehr ganz so einfach zu sein, ihm
immer neuen Streitstoff abzuringen - es sei denn, die Kanzlerin persönlich liefert ihn, sodass die
Moderatorin nur noch zuzugreifen braucht. […]
http://www.spiegel.de/kultur/tv/maybrit-illner-diskussion-ueber-wladimir-putin-und-krim-krise-a1004171.html
Russland – eine moralisch veraltete Anlage, Berliner Zeitung
Von Frank Herold, 20.11.2014
Ohne Putin geht nichts mehr in Russland. Einer, der es wissen muss, der Politologe Gleb
Pawlowski, rät zu einer Erneuerung des russischen Regierungssystems.
Die Popularität Wladimir Putins in der russischen Bevölkerung ist nicht zu steigern und seit
Monaten stabil. Einer der Kanzleichefs des Präsidenten hat gerade den Spruch geprägt: „Gibt es
Putin, gibt es Russland. Kein Putin, kein Russland.“ In diesem Rausch kommt der russische
Politologe Gleb Pawlowski daher und verkündet in der Moskauer Internet-Zeitung gazeta.ru:
Russland befindet sich am Rande einer gefährlichen Führungskrise, die Vorräte an Stabilität
reichten höchstens noch für ein paar Jahre.
Dabei ist Pawlowski keineswegs ein irrlichternder Außenseiter. Mag er auch nicht mehr der
Kreml-Guru sein, er hat einen großen Namen unter den russischen Politmanagern. Ohne
Pawlowski hätte Jelzin keine zweite Amtszeit erreicht, und ohne ihn wäre Putin nicht so glatt in
den Kreml eingezogen. Pawlowski war dabei, als Janukowitsch an die Spitze der Ukraine
gelangte und er soll das Wort von der „gelenkten Demokratie“ mitgeprägt haben. Jetzt ist der
Chef der „Stiftung für effektive Politik“ in Sorge um die Zukunft Russlands.
Die Umfragewerte Putins scheren ihn wenig. „Wir haben es mit der Befragung von Leuten zu
tun, die lange nichts mehr gewählt haben außer den Klempner für eine Reparatur“, gibt
Pawlowski in einem Interview respektlos zum Besten. „Wenn ich seit langem nicht mehr am
politischen Leben teilgenommen habe, weil die Wahlen gar kein Element der Wahl mehr
enthalten, dann haben auch meine Antworten auf die Frage nach der Popularität des Präsidenten
keinen Wert mehr“, meint Pawlowski.
Er versteht sich nicht als Kritiker Putins, er traut ihm vielmehr zu, sich noch einmal neu zu
erfinden. Und er will die herrschenden Eliten dringend von ihrer Hybris abbringen. Die Stabilität
sei trügerisch, sagt Pawlowski. Politik sei „wie ein Eisberg“. „Wenn er zu tauen beginnt, dann
geht er nicht einfach im Wasser auf, sondern er kippt urplötzlich um.“ Ebenso plötzlich würden
aus Popularitätswerten Merkmale des Misstrauens. Die Anlässe dafür könnten völlig nichtig
sein. Es sei deshalb Zeit, dass sich die Führung um den Generationswechsel sorge, „da sie nicht
durch Wahlen abgelöst werden kann. Sonst tun das andere, womöglich inkompetente Leute.“
Putin müsse dafür endlich Personen außerhalb seines Freundeskreises aussuchen.
Das russische Regierungssystem vergleicht Pawlowski mit einer „moralisch veralteten Anlage“.
„Die Maschine arbeitet noch, aber sie ist moralisch schon verschlissen, und wenn sie kaputtgeht,
gibt es keine Ersatzteile mehr. Reparieren könnte sie nur noch Onkel Wanja, aber Onkel Wanja
ist in Rente.“
Russlands Regierungssystem, so Pawlowski sei nicht rückständig „im Vergleich zu Holland oder
den USA“. Es sei zu rückständig für die Aufgaben, die es zu lösen habe. Die Zeit sei gekommen,
die Energien auf die Zukunft Russlands zu richten. „Das, was wir Noworossija (Neurussland)
nennen, ist doch nur eine Möglichkeit, vor den furchterregenden inneren Problemen
wegzulaufen. Und die sind so furchterregend, weil wir uns ihrer nicht annehmen.“
http://www.berliner-zeitung.de/meinung/auslese-russland---eine-moralisch-veralteteanlage,10808020,29106976.html
Wie sich Putin in Osteuropa einschmeichelt, Welt.online
Von Boris Kálnoky, 21.11.2014
25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs ist in früheren Ostblockstaaten die Enttäuschung
über den Westen groß. Manche orientieren sich nach Russland Russlands Staatspräsident
Wladimir Putin will nicht nur die Ukraine spalten, sondern auch möglichst viel vom früheren
Einfluss Moskaus in Osteuropa zurückgewinnen. Das könnte teilweise gelingen, weil in einigen
früheren Ostblockländern breite Schichten der Gesellschaft inzwischen bitter enttäuscht sind
vom Westen. Zudem scheinen sich manche Politiker dort auszurechnen, dass Putin den neuen
Kalten Krieg gewinnen könnte. Dass man sich mit Putin also im Interesse des eigenen Landes
und Volkes arrangieren muss. […]
http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article134566535/Wie-sich-Putin-in-Osteuropaeinschmeichelt.html
Ostukraine
Moskau finanziert offenbar „Volksrepubliken“, FAZ.net
von Konrad Schuller, Donezk, 20.11.2014
Verwaltung, Pensionen und Sozialleistungen in den von Separatisten besetzten Gebieten werden
vor allem mit russischem Geld finanziert. Das hat der Verwaltungschef von Donezk der F.A.Z.
bestätigt.
Die separatistischen „Volksrepubliken“ im Osten der Ukraine werden offenbar in großem
Maßstab von Russland finanziert. Der Verwaltungschef der von prorussischen Kämpfern
besetzten Millionenstadt Donezk, Igor Martinow, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am
Donnerstag, seit die ukrainische Staatskasse die Ausgaben seiner Kommune nicht mehr trage,
komme Moskau für die fehlenden Mittel auf. […]
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ostukraine-moskau-finanziert-offenbar-volksrepubliken13277391.html
Krise in Osteuropa
Die Ukraine muss attraktiver werden, Tagesspiegel.de
von Christoph von Marschall, 20.11.2014
Gerade in diesem Krieg sollte das Land modernisiert werden - um die Anziehungskraft von
Europas Gesellschaftsmodell deutlich zu machen. Ein Kommentar
In Kreisau trafen sich am Donnerstag Polens Regierungschefin Ewa Kopacz und
Bundeskanzlerin Angela Merkel in Erinnerung an die Versöhnungsmesse, die Tadeusz
Mazowiecki und Helmut Kohl dort kurz nach dem Fall der Berliner Mauer feierten. 1800
Kilometer weiter östlich rüstet Russland die Separatisten in der Ostukraine mit weiterem
Kriegsgerät auf. Zwischen Polen und Deutschland sind in 25 Jahren Vertrauen und gute
Nachbarschaft gewachsen. Darauf hatten viele auch im Umgang zwischen Russland und seinen
Nachbarn gehofft. […]
http://www.tagesspiegel.de/politik/krise-in-osteuropa-die-ukraine-muss-attraktiverwerden/11008752.html
Ukraine: Bitteres Ende der orangen Euphorie, derStandard.at
Analyse von André Ballin, 21.11.2014
Mit der Hoffnung auf Demokratie begann vor zehn Jahren die Revolution. Doch deren
Führer riefen bald Erbitterung hervor
Die Massendemonstration an diesem 22. November 2004 war ein Aufschrei der Empörung.
Zehntausende Menschen protestierten gegen das Wahlergebnis vom Vortag, das ihrer Meinung
nach gefälscht worden war, um das korrupte System am Leben zu erhalten. Die
Wahlkommission wollte trotz offensichtlicher Unregelmäßigkeiten Wiktor Janukowitsch, den
Wunschkandidaten des scheidenden Präsidenten Leonid Kutschma, zum Sieger der Stichwahl
erklären. […]
http://derstandard.at/2000008435863/Ukraine-Bitteres-Ende-der-orangen-Euphorie
Polen über Russland-Politik der EU
"Dann müssen wir neue Sanktionen sofort verhängen können",
sueddeutsche.de
Von Stefan Braun und Florian Hassel, 21.11.2014
Die EU sollte vorbereitet sein: Falls Moskau in der Ostukraine aggressiv gegen Städte wie
Mariupol vorgehe, müsse die EU schnell reagieren, fordert Polens Außenminister Schetyna. Er
vergleicht die aktuelle Lage mit den Zeiten der Kubakrise und des Mauerbaus - von Kaltem
Krieg will er aber nicht sprechen. […]
http://www.sueddeutsche.de/politik/polen-ueber-russland-politik-der-eu-dann-muessen-wir-neuesanktionen-sofort-verhaengen-koennen-1.2230995
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