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Kolpingwerk Deutschland gGmbH - Presseportal

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Diese Meldung kann unter http://www.presseportal.de/pm/52043/2875794/kolpingwerk-deutschland-achtet-das-selbstbestimmungsrecht-undlehnt-organisierte-sterbehilfe-ab abgerufen werden.
Kolpingwerk Deutschland gGmbH
Kolpingwerk Deutschland achtet das Selbstbestimmungsrecht und lehnt organisierte
Sterbehilfe ab
09.11.2014 - 10:10 Uhr, Kolpingwerk Deutschland gGmbH
Köln (ots) - Der Bundeshauptausschuss des Kolpingwerkes Deutschland wendet sich gegen jede
Form organisierter und kommerzieller Sterbehilfe. Die unantastbare Würde des Menschen und der
notwendige Schutz Schwerkranker vor Fremdbestimmung machen nach Ansicht des katholischen
Sozialverbandes eine solche Ablehnung notwendig.
Sterbehilfe sei keine Privatsache. "Wer es unterlässt, sein Selbstbestimmungsrecht
rechtzeitig auszuüben, bringt möglicherweise durch das Verlangen einer Sterbehilfe andere
Menschen in eine unzumutbare Situation", betont das Kolpingwerk. Ärzte, Pflegepersonal und
Angehörige dürften nicht in Gewissenskonflikte gebracht werden. Organisierte Sterbehilfe wirkt
sich nach Ansicht des Kolpingwerkes belastend auf die Schwachen der Gesellschaft aus: auf
schwerkranke Menschen, die der Fürsorge und Zuwendung bedürfen, und die vor der Möglichkeit
geschützt werden müssen, sich selbst schnell das Ende zu bereiten, damit sie anderen Menschen
nicht zur Last fallen.
Viele Menschen befürchten eine mögliche Hilflosigkeit im hohen Alter, besonders bei einer
schweren Krankheit. Sie sehen dies als eine Bedrohung an, für die sie einen Ausweg suchen.
Nach Ansicht des Kolpingwerkes Deutschland sind weder Suizid noch aktive Sterbehilfe eine
Lösung. "Die zuletzt vor drei Jahren veränderte Richtlinie der Bundesärztekammer zur
Sterbebegleitung hat hier Klarheit geschaffen", betont das Kolpingwerk. Gleichrangige
Aufgabe des Arztes ist es demnach, unter Achtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten
Leben zu erhalten, Gesundheit wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis
zum Tod beizustehen.
Die Ärzteschaft betont selbst, dass es Situationen gibt, in denen Therapieverfahren nicht
mehr angezeigt sind, sondern eine palliativmedizinische Versorgung in den Vordergrund tritt.
Die Mitwirkung des Arztes bei der Selbsttötung ist dagegen keine ärztliche Aufgabe.
Auch bei Patienten, die sich noch nicht im Sterben befinden, aber nach ärztlicher Erkenntnis
aller Voraussicht nach in absehbarer Zeit sterben werden, ist gemäß der ärztlichen Richtlinie
eine Änderung des Behandlungszieles geboten, wenn lebenserhaltende Maßnahmen Leiden nur
verlängern oder die Änderung des Behandlungsziels dem Willen des Patienten entspricht. An die
Stelle von Lebensverlängerung und Lebenserhaltung tritt dann die palliativmedizinische
Versorgung einschließlich pflegerischer Maßnahmen.
Zur Wahrnehmung des Selbstbestimmungsrechtes als Patient ist es nach Auffassung des
Kolpingwerkes unerlässlich, die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.
Dazu gehören Willensbekundungen gegenüber den Vertrauenspersonen über Behandlungswünsche im
Krankheitsfall sowie rechtliche Regelungen durch Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und
Betreuungsverfügung.
Pressekontakt:
Kolpingwerk Deutschland
Martin Grünewald
Pressesprecher (kommiss.)
50667 Köln
Tel: (0221) 20701-220
Mobil: 0170-8003971
E-Mail: martin.gruenewald@kolping.de
Homepage: www.kolping.de
Originaltext:
Kolpingwerk Deutschland gGmbH
Pressemappe:
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