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Flyer Studienpreis 2014 zum Ausdrucken - FIfF

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Thema von hoher aktueller Relevanz, wie der FIfFVorsitzende Stefan Hügel in seiner Laudatio unterstreicht. Verkehrsdaten sind ein wesentlicher Bestandteil der weltweiten Datenausspähung. Auch wenn
Królikowski zu dem Schluss kommt, dass es letztlich
keinen Schutz gegen PI-Angriffe gibt, ist das Sichtbarmachen der Problematik ein erster Schritt in Richtung
einer umfassenden Aufklärung und Sensibilisierung.
Der dritte Preis wurde an Julia Hofmann für ihre Dokumentation der betrieblichen Projektarbeit an der TU
Darmstadt mit dem Titel Zweckgebundener Daten­
brief für das Identitätsmanagementsystem mittels
Web-basiertem Benutzerinterface verliehen. Mittels
des erstellten Datenbriefs sollen sich Angehörige der
TU Darmstadt über ein Benutzerinterface selbstständig informieren können, welche personenbezogenen
Daten für welchen Zweck im Hochschulrechenzentrum verarbeitet werden. Wie Britta Schinzel in der
Laudatio hervorhebt, ist die Transparenz der Speicherung und Verwertung personenbezogener Daten ein
Thema von aktueller gesellschaftlicher Relevanz, das
in der Arbeit praktisch umgesetzt wird.
Die Auswahlkommission hat sich in diesem Jahr ent­
schieden, eine Sonderurkunde für gesellschaftliche
Relevanz zu verleihen. Helge Peters wurde für seine
Masterarbeit an der University of London Biopoliti­
cal Simulations: Governing Live in FuturICT ausgezeichnet. Peters untersucht das Projekt FuturICT, das
mittels der Gewinnung von Big Data, vorausschauende Simulationen globaler sozialer und ökonomischer
Systeme herstellen will. Er greift dabei auf Michel
Foucaults Konzept der Biomacht zurück und fragt,
inwieweit die in dem Projekt angestrebte digitale Be­
rechenbarkeit des Lebens Ausdruck einer spezifischen
Form der Biopolitik ist.
Das FIfF ist…
… ein Zusammenschluss von Menschen, die sich kritisch mit Auswirkungen des Einsatzes der Informatik
und Informationstechnik auf die Gesellschaft auseinandersetzen. Unsere Mitglieder wirken in vielen
technischen und nichttechnischen Bereichen der Gesellschaft. Zu unseren Aufgaben zählen Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und das Erarbeiten fachlicher
Studien. Das FIfF gibt vierteljährlich die Zeitschrift
FIfFKommunikation heraus und arbeitet mit anderen
Bürgerrechtsorganisationen zusammen.
Anschrift:
Geschäftsstelle FIfF e.V.
Goetheplatz 4
28203 Bremen
Telefon: Fax: +49 (0) 421 33 65 92 55
+49 (0) 421 33 65 92 56
EMail:
fiff@fiff.de
PGP: 3920 68D5 E07D 48AF 0B64
313E BCDB 77F3 BACF B3D0
Web: http://www.fiff.de
FIfF-Studienpreis
2014
für herausragende Abschluss­
arbeiten aus dem Bereich
Informatik und Gesellschaft
Das FIfF finanziert sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, um politisch unabhängig zu bleiben.
Spendenkonto Sparda Bank Hannover eG
IBAN: DE66 2509 0500 0800 9279 29
BIC : GENODEF1S09
Bitte für Spendenbescheinigung bei der Überweisung
Adresse als Verwendungszweck angeben.
Das FIfF wird die persönlichen Daten seiner Mitglieder, Förderer und Interessenten nach §28 BDSG nur
für eigene Zwecke verarbeiten und keinem Dritten
zugänglich machen.
Einreichungsschluss: 31. Mai 2014
FIfF-Studienpreis 2014
Einreichung der Vorschläge
Die Preisträger von 2013
Das FIfF – Forum InformatikerInnen für Frieden und
gesellschaftliche Verantwortung e.V. – verleiht 2014
zum vierten Mal einen Studienpreis für besonders
gute Abschlussarbeiten aus dem Themenkontext In­
formatik und Gesellschaft.
FIfF-Geschäftsstelle – Studienpreis 2014 –
Goetheplatz 4, 28203 Bremen
oder per E-Mail an studienpreis@fiff.de.
Im Rahmen seiner 29. Jahrestagung, die vom 25. bis
27. Oktober 2014 in Siegen stattfand, hat das FIfF
zum dritten Mal einen Studienpreis verliehen.
Weitere Details zum Ablauf des Einreichungs- und Vergabeverfahrens unter http://www.fiff.de/studienpreis.
Die ausgezeichneten Arbeiten befassen sich auf hohem
Niveau mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie
Big Data, Datenschutz und einer mündigen Teilhabe an
der digitalen Gesellschaft, wie die Mitglieder der Auswahlkommission in ihren Laudationes hervorhoben.
Das FIfF will mit diesem Studienpreis Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der
Qualifikationsphase zur fundierten und differenzierten Auseinandersetzung mit Fragen aus dem Gebiet
Informatik und Gesellschaft ermutigen, herausragende Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses
würdigen und die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit
auf das Thema der Arbeit sowie die besonderen Leistungen der Autorin bzw. des Autors lenken.
Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen der
FIfF-Jahrestagung am Samstag, 8. November 2014 in
Berlin statt.
Das Preisgeld beträgt
1. Preis: 333 €
2. Preis: 222 €
3. Preis: 111 €
Es können Qualifikationsarbeiten (Bachelor-, Master-,
Diplomarbeiten oder Dissertationen) eingereicht werden, die in den letzten zwei Jahren vor Nominierungsschluss abgeschlossen wurden. Die Ausschreibung
bezieht sich zwar schwerpunktartig auf Abschlussarbeiten in der Informatik, jedoch wird auch zur Einreichung thematisch einschlägiger Arbeiten anderer
Fachgebiete ausdrücklich eingeladen.
Einreichungsschluss: 31. Mai 2014
Hintergrund
Das Fachgebiet Informatik und Gesellschaft (I&G)
steht hochschulpolitisch in einer Verteidigungshaltung.
Vakant werdende I&G-Professuren werden gar nicht
oder mit anderen Aufgabenbeschreibungen wiederbesetzt. Der Stellenwert von I&G-Veranstaltungen in
Prüfungsordnungen und Studienplänen ist – dort, wo
es dieses Gebiet überhaupt gab – durch den Bologna-Prozess angegriffen. Bei den im Zuge des Umbaus
vom Diplom zum Bachelor erforderlichen inhaltlichen
Kürzungen im Studium haben die Gebiete der »Kerninformatik« – leider wohl wenig überraschend – eine
weitaus stärkere Lobby.
Der erste Preis ging an Daniel Spittank für seine Arbeit
Auswahl und Gestaltung mobiler Informa­tik­systeme für
den Einsatz im Informatikunterricht. Die Arbeit beschäftigt sich mit den Kriterien, nach denen mobile Systeme
wie Tablets und Smartphones im Unter­richt eingesetzt
werden sollten. Wie der Studienpreisträger des Jahres 2012, Rainer Rehak in seiner Laudatio erläutert,
beschränkt sich die Relevanz der Fragestellung dabei
keines​wegs auf den schulischen Informatikunter­richt.
Daniel Spittanks Arbeit nimmt sich vielmehr der dringli­
chen Aufgabe an, der jungen Generation eine mündige
Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu ermöglichen.
Mit dem zweiten Preis wurde die Diplomarbeit ‚Due
to legal Issues‘ – Packet Inspection von Agata Króli­
kowski, Humboldt-Universität zu Berlin, ausgezeichnet. Mittels der untersuchten Packet Inspection können Verkehrsdaten analysiert werden, deren Auswertung die Erstellung von Sozialbeziehungs- und
Bewegungsprofilen erlaubt. Die Arbeit stellt diese
Technologie dar und untersucht, ob und mittels welcher technischer oder rechtlicher Maßnahmen sich
NutzerInnen vor Angriffen auf ihre Kommunikation
schützen können. Królikowski lenkt den Fokus auf ein
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Bildung
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