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Berliner Morgenpost - Die Onleihe

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ilien
NR. 42
42. WOCHE
BERLINS ERSTE
ADRESSE FÜR IM
MOBILIEN
SONNABEND, 18. OKTOBER 2014
Redaktionsschluss: 22.30 Uhr | H | Nr. 284 / 42. W.
Die besten Tipps für die Herbstferien
MIT IMMOBILIEN
494 Wohnungen, Häuser,
Grundstücke im Extraheft
Ein Kleinod in der Stadt
Mit ihrer Familie bewohnt
Anke Pätsch einen gelungene
n Anbau in Pankow. Die gesamte
des Hauses wurde grün verkleidet
Fassade
und vereint sich mit dem
Garten und den Bäumen
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Nußbaum flieht aus dem Senat
fliesen.de
Finanzsenator kündigt seinen Rückzug an – und geht am gleichen Tag wie Klaus Wowereit
T VON JENS ANKER
UND JOACHIM FAHRUN
BERLIN – Finanzsenator Ulrich Nuß-
baum (parteilos, für SPD) tritt zusammen mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit am 11. Dezember zurück. Er stehe für den Nachfolger nicht mehr zur Verfügung,
schrieb Nußbaum den drei Kandidaten Jan Stöß, Raed Saleh und Michael
Müller am Freitag in einem Brief. In einem fünfminütigen Statement verkündete Nußbaum am Freitagmittag
seinen Rückzug dann auch öffentlich.
Es sei eine persönliche Entscheidung,
die nichts mit den Bürgermeister-Kandidaten oder dem SPD-Auswahlverfahren zu tun habe, behauptete Nußbaum. Der Entschluss sei schon länger
gereift, sagte er. „Man wird ja nicht
jünger in diesem Amt.“
Mit seiner Entscheidung kommt
Nußbaum aber eher wohl einem erzwungenen Abschied zuvor. Das Verhältnis zu Müller und Stöß gilt als be-
ze Koalition inhaltlich und personell
am Ende sei.
Die Industrie- und Handelskammer
(IHK) bedauerte dagegen den Abgang
des „profilierten Finanzexperten“. „Er
hat – auch dank seiner persönlichen
unternehmerischen Erfahrungen –
den erfolgreichen Konsolidierungskurs fortgesetzt“, sagte IHK-Präsident
Eric Schweitzer. „In der Berliner Finanzpolitik ist der Mentalitätswechsel
vollzogen: Die Stadt lebt nicht mehr
über ihre Verhältnisse, sondern lernt
verantwortungsvolles Wirtschaften.“
Nußbaum selbst nannte am Freitag
als größte Erfolge die Sanierung des
Haushaltes, die Stärkung der Landesbetriebe, den Rückkauf der Wasserbetriebe und die Lösung der Probleme
mit den Immobilien der früheren
Bankgesellschaft. Nußbaum ist seit
2009 Finanzsenator im Wowereit-Senat und damit der dienstälteste Senator. Er trat die Nachfolge von Thilo
Sarrazin (SPD) an und war neben
Stadtentwicklungssenator
Michael
lastet. Der Regierende Bürgermeister
Wowereit, der seinen eigenen Rückzug vor knapp zwei Monaten erklärt
hatte, bedauerte den Rückzug seines
Finanzsenators. „Ulrich Nußbaum hat
viel für die Stadt geleistet und wesentliche Impulse gegeben“, sagte Wowereit. „Insbesondere stand und steht er
dafür, dass der Konsolidierungskurs in
der Berliner Finanzpolitik erfolgreich
fortgeführt wird.“ Der Koalitionspartner CDU schlug überraschend kritische Töne an. „Sorge bereitet mir, dass
sich mit diesem Rückzug die Personalprobleme der SPD noch einmal verschärft haben“, sagte CDU-Chef und
Innensenator Frank Henkel. „Es wird
Zeit, dass es wieder einen klaren Ansprechpartner gibt.“ Die Grünen sehen nun schwere Zeiten auf Berlin zukommen. „Nußbaum fehlt offenbar
der Glaube, dass der nächste Senat
noch etwas hinbekommt“, sagte Fraktionschefin Ramona Pop. Linke-Fraktionschef Udo Wolf meinte, nun werde unübersehbar, dass die rot-schwar-
Merkel trifft Putin – und ist enttäuscht
MAILAND – Bundeskanzlerin Angela
Merkel (CDU) sieht auch nach stundenlangen Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin
keinen Durchbruch zur Lösung der
Ukraine-Krise. „Wir haben in einigen
Detailfragen durchaus Annäherungen.
Aber der zentrale Punkt ist, ob die territoriale Integrität der Ukraine wirklich geachtet wird“, sagte Merkel am
Freitag beim Asien-Europa-Gipfel
(Asem) in Mailand. Hier sei entschei-
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Migranten werden auf dem Arbeitsmarkt
nach eigener Einschätzung in großem
Umfang diskriminiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine breit angelegte Studie der
Forschungsinstitute IAB und DIW, die
am Freitag in Berlin vorgestellt wurde.
Über die Hälfte der 5000 befragten Migranten gaben an, aufgrund ihrer Herkunft
benachteiligt zu werden. Am häufigsten
sei dies auf dem Arbeitsmarkt sowie bei
Ämtern und Behörden der Fall. 54 Prozent der Diskriminierten erklärten, dass
sie bei der Arbeits- und Ausbildungsplatzsuche schlechter behandelt würden.
Besonders Einwanderer aus der Türkei
und aus arabischen Staaten leiden demnach unter Diskriminierungen.
Auf dem Rückzug Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) am Freitag in der Senatsfinanzverwaltung – mit seiner Pressesprecherin Kathrin Bierwirth
INHALT
Börse
Wissen
Berlin
Brandenburg
Kultur
LESERTELEFON
DREI EXPERT
ARBEITSMARKT
Müller einer der engsten Vertrauten
des Regierenden Bürgermeisters.
Nußbaum war zuletzt nicht unumstritten. Er lag lange mit Stadtentwicklungssenator Müller im Streit, im
Zusammenhang mit der Vergabe des
Gas- und Stromnetzes geriet er mit
Justizsenator Thomas Heilmann
(CDU) aneinander. Trotzdem war der
parteilose Finanzsenator in den Umfragen zum beliebtesten Berliner Landespolitiker aufgestiegen, dem sogar
Ambitionen für die Wowereit-Nachfolge nachgesagt wurden. Wer ihm
nachfolgen wird, ist nicht klar, solange
der Nachfolger für Wowereit noch
nicht gefunden ist. Möglich sei, dass
die jetzige Arbeitssenatorin Dilek Kolat neue Finanzsenatorin werde, hieß
es in Regierungskreisen. Am heutigen
18. Oktober endet der erste Wahlgang
in der Berliner SPD. Als Favorit für die
Nachfolge Wowereits gilt derzeit Senator Müller. Offen ist, ob er bereits
im ersten Wahlgang die nötige absolute Mehrheit erhält.
Seiten 2 und 3
MANILA – Zwei von Islamisten auf den
Philippinen entführte Deutsche sind wieder frei. Das bestätigte das Auswärtige
Amt am Freitagabend. „Wir sind erleichtert, bestätigen zu können, dass die beiden Deutschen nicht mehr in der Hand
ihrer Entführer sind“, sagte eine Sprecherin. Die Extremisten hatten mit der Ermordung einer Geisel gedroht, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden – ob
Lösegeld geflossen ist, war aber zunächst
unklar. Am Donnerstag war der deutsche
Sondergesandte Rüdiger König auf den
Philippinen eingetroffen, um über die
Freilassung der Geiseln zu verhandeln.
Die Extremisten hatten den etwa 70-jährigen Arzt und eine Frau Mitte 50 im April
auf einer Jacht verschleppt.
Seite 8
HERBSTGARTEN
FARBE IN DER GRAUEN JAHRESZEIT
Nachrichten rund um die Uhr
BERLIN – Hiobsbotschaft für Wochen-
Islamisten auf den
Philippinen lassen
deutsche Geiseln frei
DARGESTELLT
morgenpost.de
Lokführer bestreiken
Fernzüge und S-Bahn
das ganze Wochenende
endpendler und Fernreisende – gerade zu
Beginn der Herbstferien in Berlin und
Brandenburg: Mit einem zweitägigen
Streik wollen die Lokführer der Gewerkschaft GDL an diesem Wochenende den
Bahnverkehr in Deutschland lahmlegen.
In sechs weiteren Bundesländern beginnen die Ferien, in zwei gehen sie zu Ende.
Im Güterverkehr traten die Lokführer bereits am Freitagnachmittag in den Streik.
Ihre Kollegen vom Personenverkehr wollten am Sonnabend um 2 Uhr folgen. Der
Streik soll bis Montag 4 Uhr dauern.
Die Streikaktion ist die bisher längste
in dieser Tarifrunde. Die Deutsche Bahn
warf der Gewerkschaft vor, „Amok“ zu
laufen und Millionen von Menschen „nur
wegen Machtgelüsten“ die Ferien zu verderben. Zugleich warnte der Konzern vor
massiven Einschränkungen für Reisende.
Er reagierte schon am Nachmittag mit einem Ersatzfahrplan. Es soll erreicht werden, dass immerhin ein Drittel der Züge
fahren kann. Wenige Stunden vor Streikbeginn versuchte die Bahn noch, die GDL
mit einem neuen Angebot zur Absage zu
bewegen. Die Gewerkschaft wies die Offerte jedoch am späten Abend zurück.
Berliner und Brandenburger können
im Nahverkehr auf Busse und Straßenbahnen ausweichen, in Berlin zudem auf
die U-Bahn. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) gehören dem Land und sind
deshalb von dem Streik bei der BahnTochter S-Bahn nicht betroffen. Bei Bedarf sollen längere U-Bahn- und Straßenbahnzüge fahren. Beim jüngsten Streik
am Mittwoch und Donnerstag hatte die
BVG nach eigener Schätzung bis zu 60
Prozent mehr Fahrgäste.
Am Flughafen Tegel legte am Freitag
zugleich ein Teil der Mitarbeiter der Firma GlobeGround spontan ihre Arbeit
nieder. Zunächst hatten am Morgen
16 Beschäftigte vom Check-in und Gepäckservice für zwei Stunden ohne Ankündigung gestreikt. Am Mittag startete
eine weitere Streikwelle.
Seite 9
WÄRMEVERLUST
KÄLTEBRÜCKEN FARBLICH
TV-Programm
Sport
Leserbriefe
Rätsel/Horoskop
Leute
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21–22
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24
Ukraine und Russland. Beide Länder
haben sich nach den Worten Putins
auf die Bedingungen für Lieferungen
„zumindest im Winter“ verständigt.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schätzte die Lage allerdings
anders ein: „Ich kann sagen, dass wir
einen gewissen Fortschritt gemacht
haben, aber einige Details müssen
noch diskutiert werden“. Russland hat
der Ukraine wegen Milliardenschulden im Juni das Gas abgestellt. Seite 4
dend, dass die geplanten Wahlen in
der gesamten Ukraine nach ukrainischem Recht stattfinden. Die prorussischen Separatisten planen, eigene
Abstimmungen in den von ihnen kontrollierten Gebieten in der Ostukraine
abzuhalten. „Hier kann ich bisher keinerlei Durchbruch erkennen“, sagte
Merkel, die mit Putin in der Nacht zu
Freitag zweieinhalb Stunden verhandelt hatte. Erste Fortschritte gab es
hingegen im Gasstreit zwischen der
BER: Ex-Bauleiter
kritisiert Planänderung
BERLIN – Der Bau des BER wurde aus
Sicht des früheren obersten Bauleiters
Manfred Körtgen auch durch Planänderungen während der Bauphase beeinträchtigt. Das habe das Projekt
nach unten gezogen, sagte er am Freitag im Untersuchungsausschuss des
Abgeordnetenhauses. Der Aufsichtsrat hatte Körtgen 2012 rausgeworfen,
nachdem die Eröffnung des Flughafens kurzfristig geplatzt war. Seite 10
SOZIALES NETZWERK
Facebook führt einen
Katastrophen-Button ein
Das soziale Netzwerk Facebook führt
einen Sicherheitsbutton ein. Dieser wird
allen Mitgliedern angezeigt, die das Unternehmen in einem der Katastrophenoder Krisengebiete dieser Welt vermutet.
Wer die Schaltfläche mit der Aufschrift
„Ich bin in Sicherheit“ anklickt, kann
seinen Freunden und Verwandten über
das soziale Netzwerk dann mitteilen,
dass es ihm gut geht. Falls die Ortung
durch Facebook falsch oder nicht genau
genug war, kann man auch die Schaltfläche „Ich befinde mich nicht in dem
Gebiet“ anklicken. Sowohl DesktopRechner als auch Android- und iOSGeräte mit Facebook-App unterstützen
die Safety Check genannte Funktion.
Kasupke sagt...
...wie es ist
Ick gloob, ick spinne. Die Herbstferien
fangen an, und die Lokführa blasen mal
wieda zum Streik und lejen ab Sonnabendfrüh den janzen Schienenvakehr
lahm. Det nervt nich nur uns Berlina, det
betrifft noch sechs andere Bundeslända.
Noch schlimma sind die Leute in Nordrhein-Westfalen und Thüringen dran. Bei
denen sind Sonntach die Ferien zu Ende.
Wie soll’n die Menschen denn pünktlich
nach Hause und Montach wieder zur
Arbeet und inne Schule kommen? Janz zu
schweigen von den Zeitjenossen, die am
Wochenende uff die S-Bahn anjewiesen
sind. Der eene oder andere muss ja maloochen. Ick finde, det is ne Sauerei. Ne
kleene Truppe nimmt die janze Nation in
Geiselhaft, um ihre Macht auszubauen.
Kasupke@morgenpost.de
BÖRSE Dax und Euro
WETTER Freundlich bei 18 Grad
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IM INTERNET
Der Dax steigt um 3,12 Prozent und
notiert bei 8850,27 Punkten.
Heute wird es schön. Die Sonne
wird nur von wenigen Wolken
verdeckt, dabei bleibt es trocken.
Die Temperaturen erreichen
Werte bis 18 Grad.
Seite 24
Anschrift: Kurfürstendamm 21-22, 10874 Berlin
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Der Euro legt um 0,58 Prozent zu und ist
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