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in der metropole - Sonne Wind & Wärme

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10.09.2014
ISSN 1861-2741 H 2607
www.sonnewindwaerme.de
8,80 € • Österreich: 9,30 €•Schweiz: 13,50 SFR
PV-Indu
rund umstrie
Globusden
We
9/2014
l t ka r t e Z
und Mod ellen
ule
Das Branchen-Magazin für alle erneuerbaren Energien
Energieerzeugung &
Netzintegration
In der Metropole
angekommen
WindEnergy Hamburg
Versicherungen
Schutz für Windparks und PV-Kraftwerke
Rohre für Solarthermie
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Nobody goes up-tower for the view
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Copyright ©2014 Exxon Mobil Corporation. All rights reserved. All trademarks used herein are trademarks or
registered trademarks of Exxon Mobil Corporation or one of its subsidiaries unless otherwise noted.
Editorial
F
ast wäre die Meldung untergegangen.
Dabei ist sie es durchaus wert, darüber
zu berichten: Zum ersten Mal in diesem
Jahrhundert ist der Verbrauch von Kohle in
­China rückläufig. In den Köpfen nicht nur
­zahlreicher Experten hat sich die Vorstellung
festgesetzt, Chinas Wirtschaftswachstum gehe
Hand in Hand mit einem ständig wachsenden
Appetit auf das schwarze Gold. Doch was in der
Vergangenheit richtig war, stimmt seit dem
­ersten Halbjahr 2014 nicht mehr. Eine Studie
von Greenpeace International zeigt, dass sich
Kohleverbrauch und Wirtschaftswachstum
­entkoppelt haben. China konnte die heimische
Kohleförderung von Januar bis Juni um 1,8 %
zurückfahren, gleichzeitig sanken die Importzahlen von bisher 15 % Wachstum auf nur noch
0,9 %. Für das zweite Halbjahr fordert Chinas
Kohle-Verband (China National Coal Associa­
tion, C
­ NCA) sogar eine Reduktion der Kohle­
förderung in zahlreichen Revieren um 10 %. Die
­CNCA ist nicht irgendwer. Sie berät die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission
und Chinas Energiebehörden und hat sich in
der Vergangenheit vehement für ein Wachstum
der Kohleförderung eingesetzt.
Wer zur Erklärung dieses Kurswechsels auf
Chinas schwächeres Wirtschaftswachstum in
den letzten Monaten verweist, greift zu kurz.
Das chinesische Wirtschaftswachstum lag im
ersten Halbjahr immer noch bei 7,4 %. Dennoch
trifft es zu, dass China immer noch ca. 50 %
des weltweiten Kohleverbrauchs auf sein CO2Konto buchen muss, doch erstmals deutet sich
hier eine Trendumkehr an – „Peak Coal“ made
in China.
Die Ursachen liegen in der Erkenntnis, dass
wachsende Umweltprobleme bei zunehmendem Wohlstand der Bevölkerung eine immer
größere politische Sprengkraft entwickeln.
­Insofern ist die chinesische Regierung
­sicherlich auch getrieben. Aber sie zieht aus
der Erkenntnis Konsequenzen und beginnt mit
einer Verlagerung weg von energieintensiven
Industrieprodukten hin zu Verbrauchsgütern
und Dienstleistungen – und mit einer Stärkung
von Technologien zur sauberen Energieerzeugung. Chinesische Investoren jedenfalls zeigen
seit geraumer Zeit ein immer geringeres Interesse in Kohle zu investieren und legen ihr Geld
vermehrt in sauberen Technologien an.
Warum ich das hier so ausführlich schil­
dere? Weil es in bemerkenswertem Kontrast
steht zur heimischen Energiepolitik. In Berlin
werden wirtschaftliche Potenziale verspielt, die ein beschleunigter Ausbau zukunftsfähiger,
sauberer Technologien erschließen könnte –
aus Rücksicht auf energieintensive Industrien
und die Interessen der Betreiber konventioneller Kraftwerksparks. Entwicklungspläne und
Programme orientieren sich immer mehr am
Ziel, Bestandsinteressen zu wahren. Risiken
und globale Trends werden dabei wider
­besseres Wissen ausgeblendet.
Ich wünsche mir sicherlich keine Regierung,
die von einer allmächtigen Staatspartei zentral
gesteuert wird. Aber ich wünsche mir durchaus
mehr Mut, wenn es darum geht, die Notwen­
digkeiten und die Chancen von Veränderungen
zu analysieren, daraus Ziele abzuleiten und
­diese auch gegen Widerstände durchzusetzen.
Weder in Berlin noch in Brüssel sehe ich im
­Augenblick die Kraft und den Willen, solche
­Veränderungen politisch durchzusetzen.
Bleibt gegenwärtig nur, auf den Wandel „von unten“ zu setzen. Auf Bürgerengagement,
­Energiegenossenschaften und Stadtwerke, die
mit neuen Ideen das weitertragen, was hier vor
gar nicht so langer Zeit als Energiewende mit
viel Schwung begonnen wurde.
volker.buddensiek@sonnewindwaerme.de
Editorial
Von China lernen
Dr. Volker Buddensiek
Chefredakteur
Sonne Wind & Wärme 09/2014
3
Inhalt
Inhalt
Im Fokus
Dienstleister
in Sachen Energie
Energiedienstleister Der Wettbewerb im Bereich Energiedienstleistungen wird für Stadtwerke immer wichtiger. Was der VKU-Hauptgeschäftsführer dazu sagt und wie
Stadtwerke durch innovative Aktionen und bei der Direktvermarktung von Ökostrom
punkten können, lesen Sie in unserem Fokus.
Seiten
41 bis 47
Foto: KME
Foto: Stadtwerke Tübingen
8,80 € ›{jk\ii\`Z_10#*'ö›JZ_n\`q1(*#,'J=I
[nX\id\%[\
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PV-Industrie
rund um den
Globus
› Energiedienstleister
9/2014
ung und Netzintegration
9/2014 › Energieerzeug
WAS SAUS T
ÜBER EINE INSE L
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Das Branchen-Magazin
für alle erneuerbaren Energien
ENERGIEERZEUGUNG &
NETZINTEGRATION
In der Metropole
angekommen
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VERSICHERUNGEN
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Materialfragen
ROHRE FÜR SOLARTHERMIE
DXk\i`Xc]iX^\e
SolarthErmie
Dieses Jahr trifft sich die internationale Windbranche erstmals in Hamburg statt in Husum.
Die Infrastruktur – aber auch das Ambiente
– werden dort anders sein. Die reichhaltigen
Messeneuheiten sind aber ­geblieben.
Fotos (Montage SW&W):
www.mediaserver.hamburg.de/M. Zapf, Nordex
4
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Rohre Kupfer ist das klassische Rohrmaterial in der
Haus- und Solartechnik. Aber Aluminium und Edelstahl
­besetzen auch ihre Marktsegmente im Kollektorbau und
vor allem bei den vorisolierten Solarleitungen.
Seite
102
Versicherungen In unserer Marktübersicht
erfahren Sie, welche Versicherungspakete
­welche Schäden abdecken und wann sich
­Vollwartungsverträge lohnen.
Seite
68
Voller Schutz zum
Schnäppchenpreis
Photovoltaik
Die Jagd nach
Marktanteilen
Foto: Polizeiinspektion Stade
Panorama
Politik
08
Nachrichten
10
Ausschreibungen: Interview mit
­Hermann Albers, Präsident des BWE
Markt
Weltkarte Zell- und Modulindustrie
Vorbei sind die Zeiten, in denen Europa der
Schlüsselmarkt der internationalen Solar­industrie
war. In welchen Regionen der Welt nun die Zeichen
auf Solarstrom stehen, sehen Sie in unserer ­­­
Zell- und Modulweltkarte.
Seite
I m Fokus:
Energiedienstleister
41
Stromsparkampagne Tübingen
44
Interview mit Hans-Joachim Reck (VKU): „Wir wollen mehr machen“
46
Solarstrom: Perspektiven für den
Direktverbrauch
12
Nachrichten
18
Börse: Chinesische Scheckhefte sind schnell gezogen
48
Zell- und Modulindustrie: Weltkarte
19
Finanznachrichten
56
20
Planen & Beraten: Wissen, was geht
Versicherungen: Auf die Prämie
schielen kann teuer werden
24
PV-Kraftwerke:
SMA setzt auf O&M
60
Betriebsführung: Verträge
­individuell aushandeln
Solare Fernwärme: „Die Solarthermie
wird eine wichtige Rolle spielen“
62
Elektronik im Modul: Bahnbrechende Technologien?
64
Stadtwerke: Geschäftsmodelle für Speicher
66
Projektgeschäft: Interview mit José María Llopis von IBC Solar
26
30
Die kleine Energiewende im Allgäu:
Biohotel Eggensberger
32
Neue Standards der
­Bürgerbeteiligung
Wissenschaft & Technik
Photovoltaik
Windenergie
34
Stromspeicher: Starkes Signal für
die Energiewende
68 Versicherungen: Voller Schutz zu
Schnäppchenpreisen
38
Schallforschung: Psychoakustik im
Windpark
76
EEG: Standorte unter der Lupe
80
WindEnergy Hamburg: Elbmetro­
pole statt Krabbenbrötchen
40
Nachrichten/Produkte
Grafik: Eilers Media
Windenergie
48
Bioenergie
92
Biogas aus Abfall: Vom Neben- zum
Hauptdarsteller
Solarthermie
96 Anlagenüberwachung: Erträge im Internet
99
Großanlagen: Je einfacher, desto besser
102 Rohre: Materialfragen
Service
108 Recht: Die Fernwirkstrecke ist Teil
des Netzausbaus
109 Marktdaten: MAP-Zahlen, Modul- und Pelletspreise
110
Firmenverzeichnis
124 Termine
Rubriken
128
Köpfe/Stellenmarkt
129
Impressum
129
Vorschau
130 Hüters Finale
Sonne Wind & Wärme 09/2014
5
“Kostenreduzierungen
in der Offshore Industrie
ist ein globales Thema.
Unser Schwerpunkt während
der EWEA OFFSHORE 2015
liegt darauf, effiziente Lösungen
für Unternehmen der gesamten
Lieferkette zu finden.”
Malgosia Bartosik,
Deputy CEO, EWEA
Globales Thema
Senkung der Kosten von Offshore-Windenergie
David Plas - EWEA OFFSHORE 2013
Die vor 20 Jahren vor der Küste Dänemarks ins
Leben gerufene Offshore-Windenergie-Branche ist
heute ein junger und dynamischer Industriezweig,
der in den nächsten Jahrzehnten ein zentraler
Pfeiler im Energiemix Europas sein wird. Mit
insgesamt 7,3 GW installierter Offshore-Leistung
in Europa und weiteren im Bau befindlichen
4,9 GW für dieses Jahr sind die Zeichen für den am
schnellsten wachsenden Energiesektor Europas viel
versprechend.
Dennoch steht die Branche vor einigen
Herausforderungen. So erfährt die Windenergie
momentan einen Abschwung, der bis 2015 und
2016 anhalten kann. Um dagegen ankämpfen
zu können, benötigen Investoren eine langfristige
Perspektive und klare Rahmenbedingungen für die
Zeit nach 2020. Zudem muss auch die Branche
selbst die Kosten senken.
Um die Kosten reduzieren zu können, ist laut
dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der
Windenergie-Agentur (WAB) Norbert Giese Wachstum
unabdingbar: Sollen die Kosten in den nächsten
zehn Jahren um ein Drittel reduziert werden, muss
die Branche deutschlandweit und international
expandieren.
Das Problem der Kostensenkung kann gelöst
werden, indem bestimmte Themen der Lieferkette
aufgegriffen werden, angefangen bei den Kosten
für die Herstellung der Windenergieanlagen und
Unterkonstruktionen bis hin zur Optimierung derzeit
vorherrschender Installationsverfahren.
Die beste Gelegenheit, sich diesen
Herausforderungen gemeinsam zu stellen, erhalten
Geldgeber, Geschäftsführer und Ingenieure im März
2015 auf der Offshore-Windenergie-Konferenz und
begleitenden Ausstellung der European Wind Energy
Association (EWEA) in Kopenhagen.
Vom 10. bis 12. März haben die Teilnehmer
drei Tage lang nicht nur die Möglichkeit, in
drei Ausstellungshallen Unternehmen aus
ganz Europa zu treffen, sondern auch in 24
Konferenzveranstaltungen mit führenden Vertretern
aus der Wirtschaft und angesehenen Experten
in Kontakt zu treten. Auf diesem führenden
Branchentreffen werden zentrale Themen wie
Kostensenkung in der Lieferkette, Betrieb und
Instandhaltung, Anlagentechnik, Netzausbau sowie
Arbeitsschutz umfassend behandelt.
Weitere Informationen zur größten Offshore-Windenergie-Konferenz und begleitenden Ausstellung der Welt
EWEA OFFSHORE 2015 erhalten Sie hier: www.ewea.org/offshore2015
Panorama
Politik Nachrichten
Niedersachsen arbeitet an Windenergieerlass
■ Das Umweltministerium des Landes Niedersachsen
­erarbeitet derzeit gemeinsam
mit dem Wirtschafts-, dem
­Landwirtschafts-, dem Innenund dem Sozialministerium ei­
nen Windenergieerlass, der
durch die Landesregierung
noch bis zum Jahresende
­beschlossen werden soll.
Der aktuelle Erlassent­­wurf
sieht vor, dass bis 2050
­onshore mindestens 20 GW
Windkraftleistung errichtet sein
sollen. Das erfordert eine
­landesweite Potenzialfläche von
insgesamt maximal 18 % der
Landesfläche. Für die Realisie­
rung von 20 GW (ca. 4.000
­Anlagen der 5-MW-Klasse) ist
ein Flächenbedarf von ca.
68.000 ha nötig. Das entspricht
ca. 1,4 % der Landesfläche
­ eziehungsweise ca. 8 % der
b
­Potenzialfläche.
Gemäß Landes-Raumord­
nungsprogramm (LROP) sind
für die Nutzung von Windener­
gie geeignete raumbedeutsame
Standorte zu sichern und als
Vorranggebiete oder Eignungs­
gebiete festzulegen. Für die
­Träger der Regionalplanung und
Gemeinden bedeutet dies, dass
sie mindestens 8 % ihrer jeweili­
gen Potenzialfläche als Vorrang­
gebiete für die Windenergie­
nutzung vorsehen müssten. Um den Flächenverbrauch zu
begrenzen, soll bewusst das
­Repowering-Potenzial genutzt
werden.
Wald soll in Niedersachsen
grundsätzlich nicht für die
­Nutzung der Windenergie in
­Anspruch genommen werden.
Weil es in Niedersachsen genug Offenland gibt, sollen Waldstandorte
Foto: dpa
für die Windenergie weitestgehend tabu bleiben. Ausnahmen soll es nur geben,
wenn weitere Flächenpotenziale
weder für neue Vorrang- noch
für neue Eignungsgebiete im
­Offenland zur Verfügung stehen
und es sich um mit technischen
Einrichtungen oder Bauten vor­
belastete Flächen handelt.
In Vorrang- und Eignungs­
gebieten soll es keine Höhen­
begrenzungen für Windenergie­
anlagen geben. Außerdem will
die Landesregierung nicht von
der Länderöffnungsklausel
­Gebrauch machen.
(kg)
Mitglieder des runden Tisches „Energiewende“ berufen
Energieminister Stefan Wenzel
Foto: Nigel Treblin/Niedersächsische
Landesregierung
■ Im Mai 2015 soll der von der
niedersächsischen Landes­
regierung beschlossene runde
Tisch „Energiewende“ seine
­Arbeit aufnehmen. Jetzt hat
der niedersächsische Minister
für Umwelt, Energie und Klima­
schutz, Stefan Wenzel, dafür 50
Mitglieder aus Politik, Wissen­
schaft und Industrie berufen.
Nach Aussage des Ministe­
riums werden diese unter ande­
rem an einem Klimaschutz­
gesetz mitarbeiten, das den
rechtlichen Rahmen für eine
langfristige Klimaschutzpolitik
Niedersachsens schaffen soll.
Grundlage für diese neue Kli­
maschutzpolitik wird das zuvor
erstellte Szenario „Energie­
versorgung in Niedersachsen
im Jahr 2050“ sein. Zudem
werden die Mitglieder Beiträge
für ein integriertes Energie- und
Klimaschutzprogramm in
­Niedersachsen erarbeiten, das
konkrete Maßnahmen zur
­Umsetzung der Energiewende
und Klimaschutzziele
(jeg)
­benennen soll.
Eine Wärmewende ist unbedingt notwendig
■ Eine Studie im Auftrag des
Bundesverbandes Erneuerbare
Energie (BEE) fordert einen
Ausbau des Wärmesektors und
eine Steigerung der Energie­
effizienz, um die Klimaziele zu
erreichen. Der Gutachter
­Joachim Nitsch, ehemaliger
Energieexperte des DLR und
Autor der Studie, warnt, dass
die Energiewende bei den aktu­
ellen Trends auf der Strecke
bleiben werde. Die Bedeutung
der Bioenergie werde aufgrund
der Maßnahmen der Bundes­
regierung deutlich sinken.
8
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Außerdem gäbe die Bun­
desregierung kaum Impulse
zur Steigerung der Energieeffi­
zienz. „Setzt sich dieser Trend
auch nach 2020 fort, bleibt die
Energiewende auf der Strecke“,
warnt Nitsch und meint damit,
dass dem Trend entsprechend
der Anteil der erneuerbaren
Energien an der Wärmeversor­
gung bis 2030 nur auf knapp
12 % ansteigen wird. Das wären
nur 2 % mehr als 2013. Um
dem entgegenzuwirken, emp­
fiehlt Nitsch einen Ausbau der
Kraft-Wärme-Kopplung, vor
­ llem mit Biomasse, Geother­
a
mie und Wasserstoff, der mit
Solar- oder Windstrom produ­
ziert wurde. Auch mithilfe von
Wärmepumpen ließen sich
­erneuerbarer Strom und er­
neuerbare Wärme verknüpfen.
Claudia Kemfert vom Deut­
schen Institut für Wirtschafts­
forschung plädiert ebenfalls für
eine Wärmewende: „Wir haben
im Wärmebereich einen riesi­
gen Handlungsbedarf, und die
Ukraine-Krise wäre der richtige
Aufhänger, um aktiv zu
­werden.“
Auch der Geschäftsführer
des BEE, Hermann Falk, kritisiert
das Verhalten der Bundesregie­
rung: „Es ist politisch peinlich
und volkswirtschaftlich höchst
unvernünftig, wenn die Bundes­
regierung die Chancen einer
Wärmewende weiterhin unge­
nutzt lässt. Politisch peinlich,
weil Deutschland seine auf EUEbene verbindlich zugesagten
Klimaschutz- und erneuerbareEnergien-Ziele nicht erreicht und
volkswirtschaftlich unvernünftig,
weil sich eine Wärmewende für
(tp)
alle finanziell rechnet.“
Für Ihren Ertrag gehen
wir auf Nummer sicher.
Robin Remmele,
Servicemonteur Rotorblatt,
BayWa r.e. Rotor Service GmbH
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Panorama
politik Ausschreibungen
„Strategischer Vorteil für
große Konzerne“
Zur Person
Foto: BWE/Silke Reents
Hermann Albers – von Haus aus
­Landwirt – stellte 1992 seine ersten
Windmühlen auf. Bereits zwischen 2007
und 2013 war er Präsident des Windenergie Verbandes (BWE). Nachdem
aber seine Nachfolgerin Sylvia PilarskyGrosch ihr Amt nach nur einem Jahr
wieder abgegeben hat, hat Albers im
Frühjahr erneut das Ruder beim BWE
übernommen.
Hermann Albers ist Präsident des Bundesverbandes
­Windenergie (BWE) und wortgewaltiger Verfechter der
­Energiewende. SONNE WIND & WÄRME sprach mit ihm über
die Pläne der Bundesregierung, die Förderung erneuerbarer
Energien durch ein Ausschreibungsverfahren abzulösen.
SW&W: Herr Albers, was ist eigentlich
­ ine Ausschreibung?
e
Hermann Albers: Das ist eine sehr
­spannende Frage. Üblicherweise würde
man darunter verstehen, dass man ein
­europaweites Wettbewerbsverfahren installiert, um den günstigsten Preis zu ermitteln.
Spannend finde ich, dass die Bundesregierung nun aber gleichzeitig sagt, sie will zwar
den günstigsten Preis ermitteln, auf der anderen Seite will sie aber auch für uns wichtige Aspekte wie Akteursvielfalt, Dezentralität
und den Ausbau an allen Standorten in
Deutschland erhalten. Es wird sehr schwierig, alle Kriterien sachgerecht zu erfüllen.
SW&W: Jetzt mal ganz praktisch: Wie
muss ich mir das vorstellen, wenn ein
Landwirt XY eine Windturbine aufstellen
will? Was hat er mit diesen Ausschrei­
bungen, egal, wie sie dann letztlich
­ausgestaltet sind, zu tun?
10
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Albers: Wir haben gute Erfahrungen
­gemacht mit einem mittelständischen und
dezentralen Ausbau der Windenergie und
mit einer örtlichen Verankerung der Windenergie mit großer Bürgernähe. Wir sehen
einen großen strategischen Nachteil im
Rahmen einer avisierten europäischen
Ausschreibung für solche Bürgergenossenschaften. Die haben wenig Erfahrung
mit internationalen Ausschreibungen, und das legt den Eindruck nahe, dass hier
­große Konzerne in einen strategischen
Vorteil gestellt werden. Nach dem, was
uns heute auf dem Tisch liegt, ist es zusätzlich so, dass schon die Teilnahme an
einer solchen Ausschreibung etwa
200.000 bis 300.000 € kostet. Es wird
schwer sein, Bürger vor Ort in eine solche
Vorinvestition zu bringen, ohne am Ende
zu wissen, ob sie mit diesem investierten
Geld dann der Gewinner der Ausschreibung wären­.
SW&W: Ausschreibungen senken die
Kosten, sagen die Befürworter.
Albers: Nach allem, was wir heute sehen,
ist es nicht einmal so, dass Ausschreibungen tatsächlich günstiger wären als die
­Vergütungssätze im EEG. Die Annahme,
Ausschreibung macht die Energiewende
billig, das EEG macht es teuer, ist nicht zu
halten. Dort, wo die Vergütung tatsächlich
ein sehr niedriges Maß erreicht hatte, ist
teilweise bis zu 80 % die vergebene Ausschreibung gar nicht umgesetzt worden.
Offensichtlich war es den Gewinnern der
Ausschreibung wichtiger, die Kapazitäten
vom Markt zu holen, sie dann aber nicht zu
bauen. Dann können konventionelle Kraftwerke mehr Stunden leisten.
SW&W: Lässt sich die europäische
­ echnologieführerschaft noch halten?
T
Albers: Insbesondere die deutsch-­
dänische Windtechnologie ist bisher
­Spitzenreiter im Weltmarkt. Wir sind sehr
erfolgreich, wir haben hohe Exportquoten,
wir haben eine Technologie, die weltweit
nachgefragt wird. Übermäßiger Preisdruck
führt am Ende dazu, dass Projekte entweder mit einer solchen Technologie nicht
mehr gebaut werden könnten oder dass
man sich im Weltmarkt nach der günstigsten Turbine umschaut – auch dann, wenn
sie einen schlechten technischen Standard
hätte. Wir müssen hier in Deutschland sehr
genau darauf achten, dass wir nicht noch
mal einen Fast-Ausverkauf einer deutschen
Technologie betreiben, was wir ja in der
Photovoltaik erlebt haben. Ich habe deswegen die Bundesregierung gebeten, erstens
im Hinblick auf die Energiewende auf eine
breite Anwendung zu achten und zweitens,
auch eine deutsche und europäische Industriepolitik zu verankern, die das Inter­
esse und die Chancen dieses wachsenden
Weltmarktes wahrnimmt und nicht etwa
den internationalen Wettbewerbern, gegebenenfalls allen voran den Chinesen, in die
Hände spielt.
SW&W: Ist dieser Vorstoß der Bundesre­
gierung der erste Schritt zur technolo­
gieneutralen Ausschreibung? Das heißt:
Zielt das Ganze nicht darauf ab, andere
Sektoren irgendwann einmal in solche
Ausschreibungsverfahren mit
einzubeziehen­?
Albers: Ich bin da bei Ihnen. Das Wesen der Ausschreibung ist es ja, den billigsten
Anbieter zu finden, im Zweifelsfalle auch in
der Form, dass der Hintergrund eines solchen Angebotes gar nicht interessiert.
Wenn es so wäre, dass die Bundesregierung sich für eine nur wettbewerbliche
­Orientierung entscheidet, dann sagt sie
ganz klar, wir wollen die Zusammenarbeit
mit dem erfolgreichen Mittelstand an dieser Stelle beenden. Der nächste Schritt
­wäre, wir beenden auch die Strategie der
Technologieentwicklung in der Summe der
Erneuerbaren. Am Ende gibt es dann
­Ausschreibungen, die nicht windintern,
­ V-intern oder bioenergieintern laufen
P
­würden, sondern die in Summe geführt
werden. Dabei könnte die Windenergie in
den norddeutschen Ländern möglicher­
weise sogar zum Gewinner gehören. Allerdings erkennen wir in unseren Branchen,
dass die Zusammenarbeit der erneuer­
baren Energien wichtig ist. Wir sehen,
­welche Erfolge die Photovoltaik in ihrer
Kostendegression in den vergangenen
­Jahren tatsächlich erreicht hat. Ähnliches
gilt für die Biotechnologie. Diese Entwicklungen dürfen nicht abgewürgt werden.
SW&W: Die Ausschreibungsverfahren
müssen organisiert werden. Von wem?
Albers: Die Bundesregierung tastet
­danach, wer diese Aufgaben übernehmen
könnte. Viele haben dabei die
­Bundesnetzagentur erwähnt, die hier möglicherweise eine solche Aufgabe übernehmen könnte. Jeder, der sich fachlich dann
im Detail mit der Frage der Handhabung
von Ausschreibung auseinandersetzt, stellt
sehr schnell fest, dass die Zielerreichung
mit einem extrem hohen Aufwand verbunden ist. Ich glaube, wir werden Hunderte
von Arbeitsplätzen schaffen, um das
­Verfahren im öffentlichen Bereich der
­Ausschreibung zu managen. Möglicher­
weise sind dann am Ende die Ergebnisse so
ernüchternd, dass wir noch einmal die
­Debatte neu starten müssen.
SW&W: Es ist ja unüberhörbar, dass Sie
die Ausschreibungsverfahren ablehnen.
Werden denn Ihre Argumente durch Ent­
wicklungen in den Ländern, in denen es
diese Ausschreibungsverfahren gibt, ge­
stützt? Können Sie Beispiele nennen?
Albers: Ich denke zum Beispiel an Süd­
afrika: Wenn ich mich erinnere, haben an
der ersten Ausschreibungsrunde zwölf
­Unternehmen teilgenommen, an der zweiten acht Unternehmen, an der dritten Ausschreibungsrunde nur noch vier Unternehmen über das ganze Land hinweg… Also
­eine extreme Abnahme von Akteursvielfalt.
Ich bin bei diesen Recherchen in den Gutachten auf einen einzigen Preis gestoßen,
der den Anlass gibt, darüber nachzudenken, ob es ein günstigeres Verfahren sei.
Das sind 4,6 Ct., die international einmal
­erreicht worden sind. Die Vergabe dieser
Runde zu diesem Preis ist allerdings dann
gescheitert. Dort sind die Projekte nicht
­gebaut worden und in der darauffolgenden
Ausschreibungsrunde waren die Angebote
in den Ausschreibungen dann schon wieder
fast 60 % höher.
SW&W: Gibt es Anzeichen für unlauteren
Wettbewerb?
Albers: Ich will nicht von Marktabsprachen
reden, die dann unter den letzten drei, vier
Anbietern stattfinden könnten. Aber es
stellt sich die Frage, ob es wirklich ein transparentes, wettbewerblich faires Verfahren
ist, das hier stattfindet. Oder zielt es nur darauf ab, Akteure vom Markt zu verdrängen
und wenn diese Bereinigung eingetreten ist,
wieder unter Absprache agieren zu können? Das ist eine gefährliche Entwicklung
und daran gemessen glaube ich, haben wir
in der Vergangenheit ein sehr demokratisches mittelständisches System gehabt,
mit viel Fairness.
Das Interview führte Jörn Iken.
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5
Panorama
Markt Nachrichten
Pelletsheizungen:
Teurere Messung ab 2015
■ Ab dem 1. Januar 2015 gelten
für neu installierte Pelletsheizungen die neuen Grenzwerte
von 200 mg/m³ für CO-­
Emissionen und 20mg/m³ für
Staub­emissionen der 2. Stufe
der 1. BlmSchV. Dadurch wird
auch die Feinstaubmessung
durch den Schornsteinfeger
aufwendiger und teurer.
„Auch wenn aktuelle Pelletsheizungen bereits den strengeren Ansprüchen im kommenden Jahr gerecht werden, raten
wir Interessenten, ihre neue
Heizung noch 2014 installieren
12
zu lassen“, rät Martin Bentele, Geschäftsführer vom
­Deutschen Energieholz- und
Pellet-Verband e.V. (DEPV),
­deshalb Leuten, die eine Umrüstung auf Pellets planen. Zudem fördert das Marktanreizprogramm schon seit dem 1.
Januar 2014 nur noch den Einbau von Pelletsheizungen mit
den Grenzwerten der 2. Stufe.
Die Pelletsbranche begrüße
die strengen Ansprüche an das
Emissionsverhalten von Holzfeuerungen und unterstütze die
Bemühungen, Biomasse­
Der DEPV rät dazu, noch in diesem Jahr auf Pellets umzurüsten.
Foto: dpa
heizungen in dieser Hinsicht zu verbessern, betont er: „Der
Energieträger Holz hat in einem
dicht besiedelten Land nur
dann eine Chance auf weiteren
Ausbau, wenn er mit vorbildlichem Emissionsverhalten über(jeg)
zeugen kann.“
Energieausweise: Pflichtangaben in
Immobilienanzeigen fehlen meist
Solarstrom für Traktorenwerk:
BayWa r.e. verpachtet PV-Anlage
■ Seit dem ersten Mai
müssen in Immobilienanzeigen Angaben zu
den energetischen Eigenschaften der Wohnungen und Häuser
­gemacht werden. Eine
Untersuchung der
­Verbraucherzentrale
NRW zeigt nun, diese
neue Anforderung der
neuen Energieeinsparverordnung (EnEV
2014) wird meist Die neue EnEV hat noch nicht dazu geführt,
nicht umgesetzt.
dass in Immobilienanzeigen immer alle
Für die Untersuchung
relevanten Daten angegeben werden.
hat die VerbraucherFoto: dpa
zentrale in 47 Städten
in Stichproben nach
Kennwerten für den Energie­
­Verbrauchsausweises sind für
verbrauch oder -bedarf in ImmoImmobilienanzeigen zugelassen.
bilienanzeigen gesucht. GefunDabei ergeben sie aber für ein
den hat sie die Angaben allerund dieselbe Wohnung mitunter
dings nur in vier von zehn Fällen.
sehr unterschiedliche Werte.
Außerdem sind Verbraucher
Daher spricht sich die Verlaut einer Telefonumfrage, noch
braucherzentrale auch dafür
sehr unsicher im Umgang mit
aus, die Energieausweise zu
den Energiewerten. Dazu trage
vereinheitlichen und in Zukunft
auch das Beispiel bei, dass es
lediglich den Bedarfsausweis
zwei Arten von Energieausweizu nutzen. Dieser wird anhand
sen gibt, was 40 % der Befragder tatsächlichen Gebäude­
ten nicht bewusst war. Sowohl
daten erstellt und hängt nicht
Angaben auf Basis eines
vom individuellen Verhalten ­Bedarfs- als auch eines
des letzten Bewohners ab. (jg)
■ Selbsterzeugter Strom ist für
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Gewerbebetriebe eine interessante Alternative – doch die Investition in eine PV-Anlage stellt
durchaus eine Herausforderung
dar. Nicht jedoch für das
­AGCO/Fendt Traktorenwerk in
Marktoberdorf im Allgäu: Auf
dessen Werkshalle hat ein
­Fachteam der BayWa r.e. eine
675-kW-Anlage realisiert und
verpachtet sie an den Landtechnikhersteller. Nach Unternehmensangaben geht die
komplette Leistung in den
­Eigenverbrauch des Werks.
Bei diesem Projekt hatte
­AGCO schon beim Neubau der
Halle die Gebäudestatik auf eine
PV-Anlage ausgelegt. Weil die
Anlage noch vor dem 1. August
in Betrieb ging, kann das Traktorenwerk den Strom noch ohne
die umstrittene EEG-­Umlage
nutzen. Beim neuen Pacht-­
Geschäftsmodell der BayWa r.e.
sollen der Allgäuer Premiere
aber auch nach dem Stichtag
weitere Beispiele folgen. „Auch
unter den geänderten Rahmenbedingungen des EEG seit 1.
­August ist das Pachtmodell ein
Modell mit Zukunft – die Energiewende vor Ort geht damit
Stück für Stück weiter“, sagt
Matthias Taft, Vorsitzender der
Geschäftsführung. BayWa r.e.
ist Eigentümer der Anlage, der
Kunde Betreiber. Neben einem
Dachnutzungsvertrag wird ein
Anlagenpachtvertrag mit fixer
Laufzeit vereinbart.
Nachdem das Pachtmodell
bei Wohngebäuden bereits
­etabliert ist, sollen nun auch
­Industrie- und Gewerbe­betriebe
PV-Anlagen auf eigenen Gebäuden pachten können. Sie tragen
damit zur Energiewende bei und
senken ihre Kosten, wie Roland
Schuler, Vorstand der BayWa
AG, betont: „Unternehmen
­haben so die Möglichkeit, eigenerzeugten Solarstrom zu nutzen, ohne selbst zu investieren.
Das Unternehmen kann sich auf
das Kerngeschäft konzentrieren
– und trotzdem von den Vorteilen des PV-Stroms profitieren.“
Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen habe im
­Landtechnik-Vertrieb bereits
­eine lange Tradition, so Peter-­
Josef Paffen, Vorsitzender der
Geschäftsführung AGCO/Fendt:
„Schön, dass wir nun auf einem
weiteren innovativen Feld zusammenarbeiten können.“ (ro)
Aktuelle PV-Förderübersicht
Heizen mit flexiblem Stromtarif
■ Die deutsche Energie-­
■ Um den Strom- und den
Agentur (Dena) hat die „Dena-­
Förderübersicht Photovoltaik
2014“ veröffentlicht. Die Publikation informiert in tabellarischer Form über die Förder­
programme in den wichtigsten
Photovoltaik-Märkten weltweit.
Die Übersicht beinhaltet
sämtliche öffentlichen, nachfrageseitigen Förderinstrumente,
fasst die rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und
regionaler Ebene zusammen
und zeigt Kontaktmöglichkeiten
auf. Der Schwerpunkt liegt dabei auf ausgewählten Ländern
der Europäischen Union, doch
auch die Förderungen in weiteren europäischen und außer­
europäischen Märkten wie
­Indien, Mexiko und der Türkei
sind in der Übersicht enthalten.
Änderungen bei den Förderbedingungen gibt es unter anderem in Frankreich, Kalifornien/
USA und dem Vereinigten
­Königreich.
­ ärmemarkt miteinander zu
W
verbinden, sind flexible Stromtarife ein essenzieller Baustein.
Nun sucht Consolar zusammen
mit dem südbadischen Energieversorger Energiedienst AG
Haushalte, die einen solchen
­Tarif ­testen.
Der Versuch sieht vor, dass die Haushalte über den Testzeitraum einen zeitvariablen Stromtarif beziehen, bei denen ihnen
zudem eine Einspargarantie
eingeräumt wird.
Zum Einsatz soll dabei keine
normale Wärmepumpe kommen, sondern das Sol2HeatSystem von Consolar, bestehend aus der solaren Wärmepumpe Solaera, die im Winter
über Hybrid-Solarkollektoren
mit integriertem Lüfter solar
vorgewärmte Luft als Wärmequelle nutzt. Sonst arbeiten die
Solarkollektoren konventionell
und stellen Solarwärme direkt
bereit.
Foto: dpa
Darüber hinaus hat die Dena
den „Marktreport Südafrika –
Photovoltaik: Fokus Eigenverbrauch“ herausgegeben, der
die Geschäftsperspektiven für
deutsche Unternehmen der
Photovoltaik-Branche analysiert. In der Studie geht es
­unter anderem um die entscheidenden Marktsegmente,
die lokale Branchenstruktur, die
Marktzugangsbedingungen, die
rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Programme zur Förderung und Finanzierung von
Photovoltaik-Projekten in Südafrika. Der Marktreport ist bis
zum 30. September für 350 €
und anschließend für 390 €
(jeg)
­erhältlich.
LG MonoX™
NeON:
EINE KLASSE
FÜR SICH.
Ein regulärer Puffer und ein Eisspeicher sorgen dafür,
dass die Produktion und der
­Verbrauch von Energie zeitlich
entkoppelt werden. Die Anschaffung der Heizung bezuschusst
die Energiedienst AG mit 300 €.
Auch Consolar gewährt einen
Preisnachlass von 10 % auf das
Sol2Heat-System, allerdings nur
für Kurzentschlossene. Der Rabatt gilt in voller Höhe nur bis
­Ende September.
Neben der Speicherung von
Wärme zu Zeiten günstigen
Netzstroms dient der Pufferspeicher wie gewohnt der direkten
Speicherung von Solarwärme.
Ist eine Photovoltaik-­Anlage vorhanden, kann die Wärmepumpe
auch diesen Strom nutzen, um
Wärme auf Vorrat zu gewinnen.
Auch weitere Haushaltsgeräte
wie Wasch- oder Spülmaschine
können über das System gesteuert werden. Für sie können
Zeitfenster eingestellt werden, in
(jeg)
denen sie laufen sollen.
Entdecken Sie eine Generation von
Solarmodulen, die neue Maßstäbe
setzt: MonoX™ NeON aus dem
Hause LG. Mit 280 bis 300 Wp,
60 Zellen auf kleinstem Raum und
5400 Pa Belastbarkeit liefern die
neuen Solarmodule Höchstleistungen
auf dem Dach. Durch mehr Leistung
pro Fläche, geringere Systemkosten
und einen höheren Ertrag lohnen sich
die auf N-Typ-Silizium-basierten
MonoX™ NeON Module nicht nur
für Sie, sondern auch für Ihre Kunden.
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It’s All Possible.
Panorama
Markt Nachrichten
In Kürze
■ Vorerst kein Anti-DumpingGesetz für Indien: Schon seit
­längerem möchte das indische
­Industrie- und Handelsministerium
einen Anti-Dumping Zoll auf importierte Solarzellen aus China, Taiwan, Malaysia und den USA einführen, um die heimische Solarindus­
trie zu stärken. Doch das Finanz­
ministerium hat die Deadline für
die Einführung des neuen Gesetzes
verstreichen lassen, ohne sich
­offiziell zur Sache zu äußern. (tp)
■ Eisdecken schrumpfen in
­ ekordzeit: Kartenmaterial, das
R
mithilfe eines Forschungssatelliten
erstellt wurde, zeigt: Die Eisdecken
über Grönland und der Antarktis
(tp)
verlieren ca. 500 km³/a Eis.
■ Solarkraftwerk auf stillgeleg-
■ Über 50 Haushalte im
­ ayerischen Neusorg beziehen
b
ihre Wärme ab Ende August
über das neue Biomasse-­
Heizkraftwerk des Ortes. Die
­Anlage wird nach Schätzung des
Betreibers SWW Wunsiedel ca.
1,92 GWh Strom für das 5 km
lange Nahwärmenetz erzeugen.
Dazu kommt ca. 1 GWh/a Strom.
Das Kraftwerk verfügt über
zwei Pelletskessel mit je 540 kW
thermischer Leistung und einen
Pelletsvergaser mit einer thermischen Leistung von 270 kW
und einer elektrischen Leistung
von 180 kW. Pufferspeicher mit
80 m³ Fassungsvermögen speichern die nicht sofort benötigte
Wärme. Darüber hinaus soll auf
dem Dach und an Teilen der
Hauswand eine PhotovoltaikAnlage mit einer Leistung von
ca. 28 kW in­stalliert werden, die
Ende S
­ eptember ans Netz geht.
Neben zwei Pelletskesseln hat das Neusorger Biomasse-Heizkraftwerk
Foto: Initiativkreis Stadtwerke Nordbayern
auch einen Pelletsvergaser.
Marco Krasser von der SWW
Wunsiedel wünscht sich, dass
die Region zukünftig in Sachen
Energie in weiten Teilen autonom wird: „Unser Ziel ist es, regionale regenerative Quellen zu
nutzen und die erzeugte Energie
möglichst vor Ort einzusetzen.“
Bisher sind über 50 Haushalte und kommunale Einrichtungen wie Schule, Rathaus
und ab 2015 auch ein Seniorenheim an das Nahwärmenetz
­angeschlossen. In Zukunft
könnten es noch mehr werden,
denn das Netz ist so konzipiert,
dass sich weitere Haushalte
­anschließen können und auch
Reserven sind laut SWW
(jeg)
­genügend vorhanden.
ter Deponie: Die Pfalzsolar GmbH
errichtet eine Photovoltaik-Anlage
auf einer stillgelegten Deponie in
Mecklenburg-Vorpommern und
­eine weitere Anlage in Sachsen-­
Anhalt. Die Solarparks mit Leistungen von 1,7 und 1 MW sollen bereits
Ende August in Betrieb gehen. (tp)
Positive Einstellung gegenüber Offshore-Windenergie
■ Riffgat toppt Erwartungen:
■ Anwohner und Touristen Nachdem der Offshore-Windpark
Riffgat wegen des fehlenden
­Netzanschlusses erst mit einem
halben Jahr Verspätung ans Netz
gegangen war, gibt es für die
­Betreiber nun Grund zur Freude:
Der Strom­ertrag der ersten sechs
Monate Betriebszeit übertrifft die
(kg)
­Erwartungen. an der Nord- und Ostsee sind
­Offshore-Windparks gegenüber
überwiegend positiv eingestellt
– zumindest wenn sie in die Planungen einbezogen werden. Das
ist das Ergebnis einer Studie der
Arbeitsgruppe ­Gesundheitsund Umweltpsychologie der
Martin-Luther-Universität
­Halle-Wittenberg (MLU).
Eine große Entfernung zur
Küste und das Gewährleisten
der Sicherheit der Seeschiff-
■ Eigenstrom bei Automobil­
zulieferer: In Wellendingen bei
Rottweil hat der Automobilzu­
lieferer Paul Hafner GmbH auf dem Werksdach eine PV-Anlage mit
351 kW Leistung in Betrieb genommen. Der Solarstrom soll zu 95 %
in der Fertigung von Werkzeugen
für die Stanz- und Umformtechnik
verwendet werden. Geplant und
­errichtet wurde sie von der EnBW
Energie Baden-Württemberg AG.
(ro)
Mehr zum Thema unter:
www.sonnewindwaerme.de
14
Neusorg geht ans
Nahwärmenetz
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Auch Menschen auf Borkum,
das in der Nähe des Windparks
­Riffgat liegt, wurden für die
Foto: dpa
Studie befragt.
fahrt lassen die Akzeptanz
ebenfalls steigen. Dabei sind
Unterschiede zwischen den
verschiedenen befragten Gruppen zu erkennen: Touristen bewerten küstennahe Anlagen
­positiver als die Anwohner,
­sorgen sich aber stärker um die
Auswirkungen auf die Umwelt.
„Die Erfahrungen aus den
untersuchten Projekten und die
Meinungen der Anwohner und
Touristen bieten wertvolle
­Hinweise für eine Strategie, um
langfristig die Akzeptanz von
Offshore-Windenergie zu
­sichern“, sagt Psychologin
Gundula Hübner. Sie rät, die
Leute frühzeitig einzubeziehen und die Grenzen und
Möglichkeiten der öffent­
lichen Beteiligung offenzulegen. So könne Expertenwissen der Anwohner nützlich
sein und es werde Misstrauen vermieden. Auch die lokalen
Medien und Meinungsführer
sollten laut Hübner einbezogen
werden. „Eine Garantie für
­einen problemlosen Verlauf gibt
es nicht, aber mit Partizipation
dürften sich die großen öffent­
lichen Konflikte eher begrenzen
lassen als ohne“, erläutert sie.
Für die von 2009 bis 2013
durchgeführte Studie befragte
die Arbeitsgruppe Anwohner
und Touristen dreimal im Abstand von ein bis zwei Jahren in
vier Regionen an der deutschen
Nord- und Ostsee in der Nähe
von Offshore-Windparks sowie
zwei Vergleichsregionen ohne
Windpark. Zudem führte sie
­Interviews mit lokalen Akteuren
und veranstaltete Workshops
mit Experten und Anwohnern
zu Möglichkeiten der konflikt­
ärmeren Errichtung von
­Offshore-Windparks.
Das Bundeministerium für
Wirtschaft und Energie förderte
das Projekt, das Bestandteil der
Forschungsinitiative Research
at Alpha Ventus (RAVE) ist.
(jeg)
Britische Regierung erwägt Förderung für Projekte außerhalb des Landes
■ Das britische Department of Energy and Climate Change
(DECC) erwägt, das Contractsfor-Difference-System für Projekte im Bereich erneuerbare
Energien zu öffnen, die sich außerhalb Großbritanniens befinden und den erzeugten Strom
in das britische Stromnetz ein-
speisen. Laut Regierung könnten diese Projekte Großbritannien helfen, seine Ziele bei der
Energiewende zu erreichen.
Wann diese Pläne umgesetzt werden können, kann das
DECC noch nicht sagen, aber es schätzt, dass nicht-britische
Projekte frühestens 2018
­ ugang zur CfD-Förderung
Z
­haben werden. „Angesichts der
Anzahl an Herausforderungen
und Schwierigkeiten, die das
Aufsetzen einer nicht-britischen CfD-Richtlinie mit sich
bringt, kann die Regierung
­keinen genauen Zeitplan
­festlegen“, erläutert DECC.
Nach Angaben der British
Photovoltaic Association
(BPVA) ist die Überlegung zu
einem nicht-britischen CfD ein
Resultat der EU-Richtlinie für
erneuerbare Energien, die
­Mechanismen zur Zusammenarbeit für Mitgliedsstaaten
(jeg)
­geschaffen hat.
Absorber: Fusion
gescheitert
■ Die im Juni angekündigte
­ usion der beiden Absorber­
F
beschichter Alanod und Almeco
ist gescheitert. Die Fusion hatte
für einiges Aufsehen gesorgt,
viele in der Solarthermie-­
Branche fürchteten sich vor
­einem neuen Monopolisten.
Der neue deutsch-­
italienische Konzern hätte wohl
über 75 % des Marktes für die
Beschichtung von Absorbern
für die Solarkollektorfertigung
abgedeckt. Einzelne Stimmen
glaubten zwar an günstigere
Preise durch die Fusion, da sich
die Auslastung des Unternehmers besser steuern ließe, die
Mehrheit der Kollektorhersteller teilte diese Hoffnung hingegen nicht und fürchtete sich
mangels Konkurrenzdrucks vor
höheren Preisen und einer zu
hohen Abhängigkeit in einem
Kernbereich des Geschäftes.
Über die Gründe für das
­Ende der Fusion haben die
­Unternehmen Stillschweigen
vereinbart. Seit Juni habe man
sich „in intensiven Gesprächen
über die langfristige Ausrichtung der neu gegründeten
Gruppe beraten“, heißt es. Die
Unternehmen hatten eine Ausstiegsklausel bis Ende August
vereinbart, die aber schon Mitte
des Monats in gegenseitigem
Einvernehmen bemüht wurde.
Auch wenn es keine Details
zu den Gründen gibt, müssen
die Differenzen wohl recht
grundlegender Natur sein, denn
bis Ende August wären noch
gut zwei Wochen für weitere
Verhandlungen gewesen. (jg)
Der kleine 3 phasige
für private PV-Anlagen
Die neue TP-Serie macht Netzbetreiber und Hausbesitzer
glücklich.
Q Maximale Konformität dank dreiphasigem
Netzanschluss
Q Überall zu Hause, denn mit internetfähigen
Endgeräten können Sie Ihre Anlage auch ausser
Haus überwachen
Q Maximaler Eigenverbrauch dank integrierten
Funktionen zur Eigenstromnutzung
Q Komfortable Installation durch Plug&Play
Standards und geringem Gewicht
Q Individuell und flexibel durch einen weiten
Spannungsbereich und Dual-Tracker-Konzept
www.solarmax.com
Panorama
Markt Nachrichten
Fecke unterstützt
Composites Europe
In eigener Sache
■ Vom 7. bis 9. Oktober findet
in Düsseldorf die Composites
Europe statt. Als „Botschafter
Windenergie“ konnte die Fachmesse für Verbundwerkstoffe,
Technologie und Anwendungen
Hanno Fecke gewinnen.
Zur Composites Europe
­werden mehr als 440 Aussteller
aus 25 Nationen in Düsseldorf
erwartet. Durch das Engagement von Fecke will der Messeveranstalter das Engagement
auf dem Gebiet der Wind­
energie ausbauen. Fecke kennt
Hanno Fecke ist „Botschafter Windenergie“ der Composites
Foto: Composites Europe
Europe.
das Messegeschäft von der
­Pike auf. Mehr als sieben Jahre
war der Werbekaufmann für die
Preuss Gruppe im internatio­
nalen Messebau aktiv. Im Jahr
2002 wurde er in Husum zum
Geschäftsführer berufen. Unter
seiner Leitung entwickelte sich
die Husum WindEnergy zur
­internationalen Leitmesse der
­Windenergie.
(kg)
TÜV-Zertifikat für stationäre Speichersysteme
■ Der TÜV Süd hat ein
­ ertifikat für Renewable Energy
Z
­Storage Systems (RESS) entwickelt. Damit will der TÜV nach
eigenen Aussagen den Nachweis der Sicherheit, Leistungsfähigkeit und Lebensdauer stationärer Speichersysteme ermöglichen und für mehr Transparenz auf dem Markt sorgen.
Um das Zertifikat zu erhalten, müssen die Speichersysteme ein umfassendes Prüfprogramm durchlaufen, unter Berücksichtigung aller relevanten
Standards. „Natürlich überprüfen wir im Rahmen der RESSZertifizierung nicht nur die einzelnen Komponenten, sondern
auch das verlässliche Zusam-
menspiel der Komponenten im gesamten Speichersystem“,
erläutert Andreas Faißt von der TÜV Süd Product Service
GmbH. Zu dem Programm
­gehören unter anderem der
Check des mechanischen,
­elektrischen und software­
technischen Speicherdesigns,
­Sicherheits- und Umwelt­
prüfungen der Batterien,
Der zunehmenden Bedeutung von
Verbundmaterialien in der Windenergie trägt auch der Bielefelder
Verlag Rechnung. Auf der
­Composites Europe, aber auch
schon vorher auf der WindEnergy in
Hamburg, wird die neue Publikation
CHEMICALS IN WIND INDUSTRY erhältlich sein. CHEMICALS IN WIND
INDUSTRY ist eine englischsprachige Fachzeitschrift und Bindeglied
zwischen chemischer Industrie und
Windindustrie. Das Magazin bietet
Informationen über neue Werkstoffe und Verfahren, Nachrichten und
Hintergrundinformationen, Marktübersichten und -analysen sowie
Unternehmensporträts und Veranstaltungsberichte und schafft damit
eine neue Kommunikationsplattform für ein wichtiges Wachstumsfeld beider Branchen.
­ icherheits- und der Netz­
S
konformitätsprüfungen der
Wechselrichter, die Prüfung der
Produktdokumentation auf
­Vollständigkeit und Plausibilität
sowie die Kontrolle der
Serienproduk­tion beim
(jeg)
­Hersteller vor Ort.
Q Cells erhöht Produktionskapazität
■ Der Modulhersteller Hanwha
734
■
■
■
■
Netzanschlussplanung
Zertifizierung
Due Diligence
Umspannwerke
ABE Gruppe
Großer Kamp 1 c
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16
Sonne Wind & Wärme 09/2014
■
■
■
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Wartung + Instandhaltung
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Q Cells hat in seinem Werk in
Cyberjaya in Malaysia eine zusätzliche Zell-Produktionslinie
mit einer Kapazität von
204 MW/a fertiggestellt. Bis
­Ende des Jahres will der
­Photovoltaik-Anbieter mit
Sitz im deutschen Thalheim
aufgrund einer verstärkten
Nachfrage seine Produktionskapazität auf insgesamt
über 1,5 GW ausbauen.
„Hanwha Q Cells baut
seine starke Position auf den
internationalen PV-Märkten
weiter aus. Vor dem Hintergrund der wachsenden
­globalen Nachfrage nach
unseren hochwertigen PV-­
Produkten und ­-Lösungen
erhöhen wir unsere inter­
nationale Produktionskapazität
weiter.“ Im ersten Halbjahr
­dieses Jahres steigerte das
­Unternehmen seine Warenlieferungen um 68 % auf insgesamt
539 MW.
Mit den an den Produktionsstandorten in Cyberjaya und
Thalheim entwickelten
­Manufacturing Excellence
­Initiativen sollen die Durchlaufzeiten verkürzt und der Ausstoß in allen Produktionslinien
erhöht werden. Im malaysischen Werk erwartet Hanwha Q Cells dadurch bis Ende des
Jahres eine Steigerung der
­aktuellen 1,1 GW Kapazität um
ca. 200 MW. In Deutschland soll
die Kapazität von 200 auf ca.
230 MW steigen.
(jeg)
Neues Prozess­wärmesystem von CitrinSolar
■ Der Kollektorherhersteller
­ itrinSolar hat ein ProzesswärC
mesystem entwickelt, mit dem
Unternehmen durch die Nutzung von Solarthermie in der
Produktion Kosten senken
­ önnen. Das System kann nach
k
Unternehmensangaben in
­bestehende Produktions­
systeme integriert werden.
Neben den Systemkomponenten bietet Citrin auch ein
Korrekturen und Ergänzungen
Zum Artikel „Neues aus der
Kompaktklasse“ in SW&W
08/2014, Seite 42
In der Marktübersicht Pelletskessel bis 15 kW wurden leider
die zugesendeten Daten des
Pelletskesselherstellers
­ argassner GmbH nicht beH
rücksichtigt. Im Leistungsbereich 3 bis 22 kW bietet das österreichische Unternehmen die
Kesseltypen HSV und Classic
an. Zur Pelletsheizung HSV
­gehört ein Niedertemperaturkessel, der einen Wirkungsgrad
von über 95% besitzt und einen nutzbaren Bereich von 38
bis 75 °C. Serienmäßig sind
­alle Kessel mit Schamottbrennkammer, Lambdasonde
und der neuen Lambda-Touch-­
Tronic-Regelung ausgestattet.
Servicepaket an, das Handwerker bei der Auslegung, der Planung und der Bearbeitung des
Förderantrags unterstützt. Um
möglichst viel solare Wärme für
den Produktionsprozess nutzen
zu können, analysiert Citrin vor
dem Einbau des Systems den
Wärmebedarf des jeweiligen
Unternehmens und stimmt
­Kollektoren, Speicher und
­Hydraulik aufeinander ab. (jeg)
Zum Artikel „Weniger ist mehr“
in SW&W 07/2014, Seite 80
Zum Artikel „Feilen an Details“ in
SW&W 08/2014, Seite 32
Die Marktübersicht Flachkollektoren enthielt eine falsche Angabe. Der Wert 1.384 des FK 8250
Prestige von Estec-Solar wurde
als Kollektorjahresertrag für den
Standort Würzburg bei einer
mittleren Kollektortemperatur
von 50 °C angegeben. Es handelt
sich jedoch um die Leistung dieses Kollektors bei 50 K Temperaturdifferenz und 1.000 W/m²
Einstrahlung. Der Kollektorertrag
des Modells ist geringer als
1.384 kWh. Ein genauer Wert ist
im Solar-­Keymark-Datenblatt
nicht enthalten.
In der Marktübersicht
­Vakuumröhrenkollektoren
fehlte der Fachgroßhändler
Westech-Solar Energy GmbH
aus ­Planegg. Das Unternehmen bietet Kollektoren sowohl
mit einwandigen als auch mit
doppelwandigen Vakuum­
röhren an. In der Übersicht auf der SW&W-Homepage ist
Westech inzwischen mit
­Produkten ­vertreten.
Siehe unter:
wwww.sonnewindwaerme.de/marktuebersicht/vakuumroehrenkollektoren
Von:Von:
Jochen
Jochen
Steiner
Steiner
An:An:
E.ON
E.ON
Betreff:
Betreff:
Stromvermarktung
Stromvermarktung
Hallo
Hallo
E.ON,
E.ON,
wie
wie
kann
kann
ichich
den
den
Ertrag
Ertrag
meiner
meiner
EEG-Anlage
EEG-Anlage
steigern?
steigern?
Hallo
Hallo
Herr
Herr
Steiner,
Steiner,
ganz
ganz
komforkomfortabel
tabel
und
und
sicher:
sicher:
mit
mit
der
der
EEG-Direktvermarktung
EEG-Direktvermarktung
von
von
E.ON.
E.ON.
Sprechen
Sprechen
Sie Sie
Ihren
Ihren
persönlichen
persönlichen
Kunden
Kunden
betreuer
betreuer
an oder
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Panorama
Börse
18
Chinesische Scheckhefte sind schnell gezogen
M
ächtig, mächtig,
mächtiger ... Fehler“
– dieser Kalauer aus dem Krokodilfängerfilm
­„Crocdile Dundee“ kam dem
Autor dieser Zeilen in den Sinn,
als er jüngst zur Auflockerung
seinem amerikanischem
­Interviewpartner aus dem
­Weltkonzern vorschlug, doch
die USA an China zu verkaufen.
Für einen Dollar, das meiste
­gehört den Chinesen doch
­ohnehin schon. Eisiges Schweigen. Ein mächtiger Fehler, diese
als Scherz gestartete und als
Beleidigung gelandete Bemerkung – was der Autor zu spät
bemerkte.
Dennoch: Die chinesische
Wirtschaft verfügt über eine
­ungeheure Kapitalstärke. So
hat allein die chinesische
­Zentralbank in den letzten Jahren die Überschüsse aus den
­Exportgeschäften mit angekauften 2.500 Mio. $ zu neutralisieren versucht. Ein ­Versuch
mit mäßigem Erfolg. Es blieben
riesige Mengen an Währungsreserven, die China vorwiegend in
amerikanische Staatsanleihen
anlegte. Die Wirtschaft legte
teilweise von Jahr zu Jahr zweistellig zu. Das reale Bruttoinlandsprodukt ist heute halb so
hoch wie das der USA, hat aber
seit der Jahrtausendwende
enorm zugelegt und ist im weltweiten Ranking unter den Top 5
zu finden. Die chinesische Zentralbank unterstützt den Expansionskurs der Wirtschaft mit
billigem Geld – man hört immer
wieder: sogar mit kostenfreiem
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Geld. Allerdings ist das nicht
bewiesen, auch wenn namhafte
Aktivisten der deutschen Solarindustrie es glauben.
Chinesisches Geld braucht
Anlegemöglichkeiten, möglichst Schnäppchen. So oder
ähnlich könnte eine Annonce
aussehen, in der chinesische
Unternehmen nach Angeboten
suchen. Aber auch ohne eine
solche Anzeige werden sie fündig. Anfang August konnte die
insolvente S.A.G. Solarstrom
AG aus Freiburg – ein Urgestein
der deutschen Solarbranche –
die vorläufige Rettung verkünden. Die AG war 1999 eine der
frühesten börsennotierten
­Gesellschaften der Solarbranche in Deutschland. 2012 wies
das Unternehmen einen Umsatz von 189 Mio. € und ein
Netto-Ergebnis von 1,1 Mio. €
aus. Die Zahlen von 2013 wurden bisher nicht veröffentlicht.
Die SF Suntech Deutschland
GmbH übernimmt nun für
65 Mio. € das Freiburger Unternehmen. Bei dem Investor handelt es sich um eine Tochter der
Shunfeng Photovoltaic International Ltd., die das operative
Geschäft der S.A.G. wie bisher
weiterführen will. Ungewöhnlich
auch, dass das S.A.G. Management trotz des Eigentümerwechsels an Bord bleibt und die
Geschäfte weiter führt. Das gilt
auch für die Mitarbeiter, deren
160 Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen. Kaum dem Unternehmenskollaps entgangen,
schmiedet der Vorstand schon
wieder große Pläne. „Unser Ziel
war es, für die Unternehmensgruppe mit allen Geschäftsbereichen einen international
starken Partner zu finden, mit
dem wir unser Angebot entlang
der gesamten PhotovoltaikWertschöpfungskette weiter
ausbauen und unsere Wachstumspläne umsetzen können“,
dynamisierte Karl Kuhlmann,
CEO der S.A.G. Solarstrom AG.
Dem Aktienkurs half das Auftauchen des Retters nicht auf
die Sprünge – im Gegenteil, das
Papier verbilligte sich leicht.
Der Eindruck, den Chinesen
gehe es gut auf Kosten der
deutschen Solarbranche, ist
RENIXX mit
3-Jahreshoch
im August
Der globale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World
hat im August 2014 kräftig hinzugewonnen und sich um 7,9 % auf
429,98 Punkte verbessert. In der
letzten Augustwoche markierte
der RENIXX bei knapp 437 Punkten
sogar ein neues 3-Jahreshoch (25.
August 2014). Größter Gewinner
ist der PV-Hersteller Canadian
Solar (+43 %, 26,64 €). Auch die
Aktie des WindenergieanlagenHerstellers Goldwind aus China
legt kräftig zu (+40 %, 1,16 €).
Beide Unternehmen konnten mit
ihren Quartalszahlen überzeugen.
Größter Verlierer ist die SolarcityAktie (-5,8 %, 52,10 €). Auch die
Papiere des PV-Ausrüsters Meyer
Renixx®-World
RENIXX® Aktienindex
World 12 Monate
Regenerativer
500
400
400
300
300
200
200
100
100
0
Sep
Nov
Jan
Schlussstand:
29. August 2014
Mrz
Mai
Jul
429,98
Quelle: Internationales Wirtschaftsforum
Regenerative Energien (IWR)
(www.iwr.de)
Burger (-4,6%, 8,43 €) und des
Windkraftanlagen-Produzenten
Vestas (-4,3%, 32,03 €) tendieren
schwach. Vestas hatte mit seinen
Zahlen für das zweite Quartal 2014
die Erwartungen des Marktes nicht
ganz erfüllen können. Analysten
empfahlen die Aktie überwiegend
zum Verkauf.
(iwr)
­ llerdings falsch. Der ruinöse
a
Preiskampf trifft auch chine­
sische Unternehmen hart. Die
teilinsolvente LDK Solar versucht jetzt die Restrukturierung
der Gesellschaft ohne den
Gründer und bisherigen Chef
Xiaofeng Peng. Der 39-jährige
Peng trat von allen seinen
­Ämtern zurück. Das operative
Geschäft des Gesamtkonzerns
ist von der Teilinsolvenz zwar
nicht betroffen, das Unternehmen gilt aber als überschuldet
– nicht unbedingt eine
­Anlageempfehlung.
Trotz aller Hiobsbotschaften
der letzten Monate ist das
Inter­esse an EE-Beteiligungen
nicht eingebrochen. Das Emissionshaus Leonidas aus Klachreuth konnte Anfang September die bevorstehende Schließung e
­ iner Direktbeteiligung
verkünden. Die Beteiligung an
dem Windpark in Frankreich ist
demnächst ausverkauft. Das
­Investment ist bis 2012 angelegt und mit einem Festzins von
6,5 %. ausgestattet.
Etwas Spaß im tristen
­Untergangsszenario der
­deutschen Solarbranche könnte ­eine kleine Sonderkonjunktur
bei den PV-Installationen mit
sich bringen. Im Vorfeld der
EEG-Novelle, die im August
wirksam wurde, haben viele
­Interessierte noch schnell
­bestellt. Laut Bundesnetz­
agentur ist im Juli mit 344 MW
deutlich mehr PV-Leistung
­installiert worden als im Juni
mit 188 MW.
Spaß bei der Arbeit hat wohl
auch der Vorstand der Capital
Stage AG. Das Unternehmen
verdient sein Geld mit dem
­Betrieb von erneuerbare
­Energien-Kraftwerken und legte
jetzt glänzende Zahlen fürs
­erste Halbjahr 2014 vor: Umsatz +51 % und das Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT)
+ 52 %. Wer solche Zahlen
­vorlegt, wird nicht verkauft –
schon gar nicht für einen Dollar.
(ji)
Panorama
nachrichten
Nordex erzielt gutes erstes Halbjahr
■ In den ersten sechs Monaten
des laufenden Geschäftsjahres
hat die Nordex-Gruppe ihren
Umsatz um 23,4 % auf
815,4 Mio. € verbessert. Das
operative Ergebnis des
­Konzerns verbesserte sich um
147 % auf 37,1 Mio. €. Das
­entspricht einer EBIT-Marge von 4,5 %.
Dabei hat sich das hohe
­Geschäftsvolumen in der Region
EMEA stabil entwickelt. Das
Wachstum geht wesentlich auf
die Erfolge der Gruppe in den
neuen Märkten in Lateinamerika
und in Asien zurück. Insbesondere in Amerika stieg der
­ msatz im hohen dreistelligen
U
Prozentbereich. Weltweit stieg
das Volumen der neu errichteten Leistung um ca. 19 % auf
667,3 MW. Zudem hat Nordex
die Zahl der im eigenen Werk
produzierten Rotorblätter mehr
als ­verdoppelt.
Grundlage für das operative
Ergebnis waren vor allem
­Skalenerträge. Zudem redu­
zierte Nordex seine Struktur­
kosten nochmals. Der Netto­
gewinn im Konzern stieg auf 16,5 Mio. €.
Unverändert zur letzten
­Prognose geht der Vorstand für
das Geschäftsjahr 2014
Im ersten Halbjahr hat Nordex sein Geschäft in Asien und vor allem in
Foto: dpa
Lateinamerika ausgebaut. ­ eiterhin von einem Umsatzvow
lumen ­zwischen 1,5 und 1,6
Mrd. € aus. Die EBIT-Marge soll
4,0 bis 5,0 % erreichen und der
Auftragseingang auf bis zu 1,7
Mrd. € steigen. Am 24. September 2014 will die Nordex SE die
Eckdaten ihrer mittelfristigen
­Finanzplanung bekanntgeben.
(kg)
German Pellets übernimmt Geschäft von MünchenPellets
■ Zum 1. September 2014
­ bernimmt die German Pellets
ü
GmbH das Pelletsgeschäft der
unter dem Namen
„­MünchenPellets“ bekannten
Michael Wäsler GmbH. Dazu
zählen der Fuhrpark, die Lager,
der Handel und alle Mitarbeiter.
Die Michael Wäsler GmbH handelt bereits seit 2009 mit Holzpellets der Marke „German
­Pellets“ und verfügt über einen
großen Kundenstamm in der
Münchner Region. Für die
­ unden von „Münchenpellets“
K
wird sich laut Aussagen der
­Firmen nichts ändern.
German Pellets will mit der
Übernahme den Marktanteil in
der Region München erhöhen
und vermehrt Endverbraucher
direkt ansprechen. München ist
besonders wichtig für den Pelletsmarkt, da der bayerische
Markt jährlich um ungefähr
15 % wächst und bereits jetzt
40 % aller deutschen Pelletsheizungen in Bayern stehen. (tp)
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Panorama
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Wissen, was geht
Windprojekt in Rheinland-Pfalz: Der Inverstor übertrug renerco plan consult die technische Due Diligence und die Überwachung des
Fotos (3): renerco plan consult
­Baufortschritts.
Die planerischen Anforderungen an große Regenerativ-Projekte wachsen unter den
­derzeit verschärften Markt- und Förderbedingungen. Als Beratungsunternehmen
­beschäftigt sich die renerco plan consult GmbH seit langem mit Chancen und Hürden.
Dass Investoren und Energiegenossenschaften auch in unübersichtlicher Lage die
­richtigen Entscheidungen treffen, ist Kernziel des Dienstleistungskonzepts. Wesentlich
mitentwickelt haben es Dominik Fröhler und Tilo Wachter, die Geschäftsführer des
­Tochterunternehmens von BayWa r.e.
A
uf 20 Jahre Beratungstätigkeit im
­Bereich der Erneuerbaren kann
­renerco plan consult zurückblicken,
zweifellos eine technologisch, politisch und
unternehmerisch bewegte Zeit. Das Unternehmen startete zunächst als inhabergeführtes Ingenieurbüro, das den ersten Windkraftfonds bei der Projektplanung zur Seite stand.
2003 entstand die Renerco ­Renewable Energy ­Concepts AG und es entwickelte sich ein
breiteres Geschäftsfeld auch in der Umsetzung von eigenen Projekten, vor allem in den
Bereichen Wind, Photovoltaik und Geothermie. Die ersten Beratungsprojekte im Solarbereich, sagt Dominik Fröhler im Rückblick,
würde man heute wohl nicht mehr als groß
bezeichnen, aber sie bewegten sich doch
­bereits im Megawattbereich.
20
Sonne Wind & Wärme 09/2014
2009 übernahm die BayWa AG die
­ enerco mehrheitlich. „Das hat wirklich gut
R
gepasst“, meint Geschäftsführer Tilo Wachter, der Renerco seit 1994 begleitet. Die
­BayWa r.e., die alle Aktivitäten im Bereich
­erneuerbare Energien des internationalen
Handels- und Dienstleistungskonzerns
­BayWa AG bündelt, führte alle Tochter­
unternehmen 2012 in ein gemeinsames
Branding. Während die Aktivitäten der
­damaligen ­Renerco Renewable Energy
­Concepts AG im Bereich Projektentwicklung
und Betriebsführung unter der Dachmarke
BayWa r.e. vereint wurden, wurden die
­Beratungs- und Planungstätigkeiten unter
dem leicht modifizierten Namen „renerco
plan consult“ fortgeführt. Und der Name ist
Programm: „Wir sind kein Projektentwickler,
sondern beraten und planen. Wir sind
­Ingenieur-Dienstleister“, betont Fröhler. Eine
Beteiligung an Projekten ist ausdrücklich
nicht das Geschäft der M
­ ünchener.
Analysen im aktuellen PV-Umfeld
Der Markteinbruch der Photovoltaik in
Deutschland traf zuerst und am stärksten die
Großprojekte, auch Beratungsunternehmen
wie renerco plan consult können davon kaum
unberührt bleiben, räumt Fröhler ein: „Wir
­arbeiten deshalb gegenwärtig auch sehr
stark im Bestand, wir prüfen und optimieren
also Anlagen im Betrieb.“ Nach seiner Einschätzung hat in der Vergangenheit bei vielen
solaren Kraftwerkseignern die Sensibilität
­ insichtlich einer Optimierung gefehlt: Eine
h
vergleichsweise hohe Solarstrahlung übers
Jahr, eine noch relativ hohe Vergütung
­zusammen mit im Rückblick konservativen
Ertragsprognosen ergeben höhere Erträge
als ursprünglich angenommen. Die damit
einhergehende Zufriedenheit ist aber häufig
nicht gerechtfertigt, so die Erkenntnis bei
genaueren Analysen. Die Experten von
­renerco plan consult erstellen als Dienstleister für Investoren, Stadtwerke, Energiegenossenschaften und Banken eigene Simulationen auf Basis historischer Umweltdaten
und setzen sie in Relation zu Leistungsmessungen und Betriebsdaten. Dabei zu entdeckende Verbesserungspotenziale sind gerade in älteren Anlagen nicht selten, die Fehler
lassen sich aber oft relativ leicht und
­kostengünstig beheben. Die sogenannte
­Ex-Post-Simulation ist die Grundlage für den
Vergleich von Soll- und Ist-Werten. Abweichungen gehen die Experten bis auf die
Strangebene nach, analysieren sie unter meteorologischen und technischen Gesichtspunkten und bewerten dabei auch die
­Degradation der Module.
Erfahrungsgemäß könnten bei einer Analyse zwischen möglicher und realer Leistung
durchaus Abweichungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich auffallen, berichtet
In Großbritannien wurde im laufenden Jahr dieser Solarpark errichtet. Performance-Test und die
technische Abnahme lagen bei renerco plan consult.
Wachter. Dass diese je nach Anlagengröße
und Vergütungssatz keine Petitesse sind, liegt
wohl auf der Hand. Dennoch betont er: „Es
wäre unseriös zu sagen, dass man jede Anlage besser machen kann.“ Oft sind es eher
­gewöhnliche Alterungserscheinungen und
Witterungseinflüsse an den Komponenten,
die den Ertrag mindern. Von grundsätzlichen
Qualitätsproblemen während der Boomzeit
der PV können Fröhler und Wachter jedenfalls nicht berichten: „In dieser Phase gab es
hohen Zeitdruck, aber keinen Budgetdruck.“
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Gefährlicher sei da ein inzwischen überall zu
spürendes Preisdiktat, unter dem Solarprojekte inzwischen stehen und das zu bedenklichen Einsparungen bei Gestellen, Modulen
und Verkabelung führe.
Solarstrom im Umbruch
Die Lage für neue PV-Projekte in Deutschland ist derzeit alles andere als rosig. Fragt
man nach den Einschätzungen der Geschäftsführer von renerco plan consult, so
Panorama
m a r k t p l a n e n & B e r at e n
widmen sich Betreiber bestehender Anlagen
zumeist der Vergangenheit in Form der profitablen Einspeisevergütung und blicken
­abwartend auf die noch zu gestaltende
­Zukunft mit einem Ausschreibungsmodell.
Eine Gegenwart findet praktisch nicht statt,
jedenfalls nicht hierzulande.
Doch Wachter ist überzeugt, dass die
Photovoltaik wiederbelebt werden kann, weil
die Kostensenkung so enorm schnell gelungen ist und weitergehen wird: „Und dazu hat
Deutschland viel beigetragen.“ Fröhler ist
ebenfalls optimistisch gestimmt – langfristig: „Im historischen Rückblick wird sich niemand mehr an leidige EEG-Debatten erinnern, wohl aber an das Gesetz selbst, das die
Grundlage für die gesamte Energiewende
geschaffen hat.“ Insgesamt sehen beide die
Photovoltaik in einem Übergangsprozess
von geförderten zu freien Projekten, in dem
Deutschland allerdings schon weiter sein
könnte. So fehle für alternative Erzeuger teils
noch ein diskriminierungsfreier Zugang zum
Strommarkt, meint Fröhler. Und Wachter
sieht Versäumnisse bei der Integration der
Erneuerbaren, bei deren Ausbau zu wenig
und zu spät auf die Anpassung des konventionellen Kraftwerkparks geachtet worden
sei – das auf große Erzeuger fokussierte und
jetzt wegbrechende Geschäftsmodell vieler
Energieversorger erzeugt einen guten Teil
des Gegenwinds, den die Erneuerbaren gerade erleben. Sein Kollege Fröhler setzt aber
dennoch auf ein partnerschaftliches Miteinander in der Energiewirtschaft: „Wir müssen
auch als Erneuerbaren-Branche stärker aus
der Perspektive der Stromversorger denken
und mit Partnern ein neues Marktmodell
entwickeln.“
Bayern geht auf Abstand
Was dem Sonnenstrom die angeblich zu
­hohen Kosten, ist der Windenergie die vermeintlich oder tatsächlich fehlende Akzeptanz. Als Berater für Windprojekte sehen
Wachter und Fröhler die Themen Vergütungsdegression und Direktvermarktung
­gelassen, erstere werten sie als undramatisch, letztere als bereits gut etabliert unter
den Betreibern. Die Abstandsregelung mit
ihren planungsrechtlichen Implikationen sei
das größere Thema. Und aufs Tapet gebracht wurde es nicht in Berlin, sondern in
München: „Die neue Abstandsregelung für
Windräder ist katastrophal für die bayerische Windbranche“, sagt Tilo Wachter knapp
und klar.
Es geht um die von Bayerns Minister­
präsident Horst Seehofer initiierte Öffnungsklausel im Baugesetzbuch, die jedem Bundesland eine eigenständige Regelung der
Abstandsflächen erlaubt. Bayern will neue
Windenergieanlagen um das zehnfache ihrer
Gesamthöhe von geschlossener Bebauung
fernhalten. Und weil in Süddeutschland der
Wind in Bodennähe nicht gerade kräftig
weht, kommen bei den benötigten großen
Windrädern 2 km Abstand zusammen.
­Damit reduzieren sich nach Ansicht von
Branchenexperten die potenziellen Flächen
auf ein Minimum, Kommunen müssten
­zudem neu planen und sich dabei in ungünstigen Fällen auch noch mit Nachbargemeinden auseinandersetzen, so Wachter: „Es gibt
im Grunde keine Gemeinden mehr, die noch
Flächen ausweisen.“ Und gerade die bayerischen Kommunen selbst hätten oft kein Verständnis für das Verdikt der Münchener
Staatsregierung. Jedes künftige Landes­
kabinett, befürchtet Fröhler, das der Windkraft kritisch gegenüber steht, werde sich
des Modells bedienen. Auch wenn das aktuell weder im Westen, noch im Norden oder
Nordosten der Bundesrepublik der Fall ist,
seien Investoren extrem verunsichert. Der
Planungshorizont in diesem Segment der
Erneuerbaren ist weit.
Was ist machbar?
Die Entwicklungsarbeit für ein Tiefengeothermie-Kraftwerk im bayerischen Molassebecken
ist ein besonderes Projekt. Die Münchener Dienstleister kümmern sich dort auch um das
­Projektmanagement.
Als Berater betreuen die Fachleute von
­renerco plan consult viele Energiegenossenschaften und Stadtwerke, die Windparks neu
bauen oder im Repowering erneuern wollen,
aber nicht über das planerische Know-how
verfügen. Dabei ist ein Bürgerenergieprojekt
für Wachter und Fröhler keine Frage rein
renerco plan consult
Das Unternehmen hat wie die Muttergesellschaft
BayWa r.e. seinen Sitz in München. Als Geschäfts­
führer leiten die Diplomingenieure Dominik
­Fröhler und Tilo Wachter das Beratungsunter­
nehmen, das vor 20 Jahren damit begann,
­Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien
als Dienstleister zu begleiten. Die inzwischen
­lange Referenzliste von Projekten, an denen
­renerco plan consult in Planung, Realisierung und
Inbetriebnahme mitgewirkt hat, umfasst vor allem
Wind- und Solarparks, aber auch wichtige Pro­
jekte in der Tiefengeothermie und der Bioenergie.
22
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Bevor investitionswillige Kunden ihre Ent­
scheidungen treffen, geht es in der Beratung um
die Abschätzung der Risiken und der wirtschaft­
lichen Chancen, um die Finanzierbarkeit inklusive
nötiger Due-Diligence-Gutachten, aber auch um
eine projektgerechte Auswahl von Technik und
Lieferanten. Die Fachleute stehen bei wichtigen
Vertragsverhandlungen beratend zur Seite und
haben ein kritisches Auge, wenn Bauleistungen
oder fertige Anlagen abgenommen werden. Prü­
fungsleistungen vor dem Ablauf der Gewährleis­
tung gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum.
Auch nach seiner Fertigstellung ist ein
­ rojekt kein Selbstläufer, die fachliche Beratung
P
zur technischen Betriebsführung und die
­Anlagenoptimierung sind ein weiteres
­Kompetenzfeld des Unternehmens, beispiels­
weise durch die Bewertung eines bestehenden
­Solarparks auf Basis einer Ex-Post-Simulation.
Insbesondere im Bereich der Windenergie
­entwickelt renerco plan consult mit und für die
Kunden auch Konzepte zur Stromvermarktung.
­ nanzieller Beteiligung – es sind vor allem
fi
Ehrenamt und Engagement, die zählen: „Ein
Erneuerbare-Energien-Projekt ist aus unserer Sicht dann ein Bürgerprojekt, wenn es
von Bürgern initiiert und dann von Profis begleitet wird.“ Zu klärende Fragen rund um
Standorte und Machbarkeit gibt es dabei
reichlich, egal ob Bürger- oder Investorenprojekt. Die Berater beschäftigen sich hier
beispielsweise mit der Standortauswahl , einem Netzanschlusskonzept und wichtigen
Gutachten zum Ertrag und zu den Auswirkungen auf die Umgebung durch Schall und
Schattenwurf.
Für Akteure im Süden ist die Windenergie
verglichen mit den Nordlichtern eher noch
Neuland, die Projektentwicklung zudem
schwieriger. Die Erträge abzuschätzen sei
viel komplizierter, erläutert Wachter, weil es
deutlich weniger Erfahrungsdaten aus dem
Betrieb bestehender Anlagen gibt. Die Geländestrukturen sind zudem komplexer als
im küstennahen Flachland, die Windverhältnisse schwieriger, weshalb sich Referenzwerte nur schwer auf neue Standorte übertragen lassen. Erhöhte Kosten wegen einer
schwierigen Zuwegung kommen bei Waldstandorten noch hinzu. Deshalb sind die
­Berater gefragt, denn nur eine ebenso realistische wie präzise Ertragsschätzung schafft
eine Basis für Windparks in Süddeutschland,
betont der Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur: „Zu vorsichtige Abschätzungen
können Projekte sterben lassen!“ Und im
Gegenzug würden schlecht geplante Parks
mit Geldverlust für beteiligte Bürger der
Windbranche gewaltig schaden – in Regionen, in den denen viele Akteure ohnehin eher
an Photovoltaik dachten, bis die Rahmen­
bedingungen für solche Projekte so sehr
­erschwert wurden. „Hierzulande muss man
für Windenergie viel Überzeugungsarbeit
leisten“, sagt Wachter.
Photovoltaik auf der Suche
Im Segment der Megawatt-Kraftwerke wird
die Photovoltaik-Branche wohl oder übel
­Modelle entwickeln müssen, die nur noch
­bedingt auf eine Einspeisevergütung setzen.
Sobald man den zeitlichen Horizont etwas
weitet und nicht nach Lösungen für heute
fragt, gibt es durchaus Ideen, die auch Wachter und Fröhler umtreiben: Abnahmeverträge
sind eine Option unter der Voraussetzung
­weiterer Kostensenkung. Die Börsenvermarktung wird eher erst dann interessant, wenn
der Strommarkt seine derzeitigen Verzerrungen überwinden sollte. Eine Vermarktung von
Solarstrom über Ökostromtarife hält Fröhler
Der perfekte Ort für Ihr Business
immerhin für eine gute Nischenlösung. Insgesamt sei eine systemische Zusammenführung
von Erzeugern, Speichern und Infrastruktur
nötig, um die Solarstromkapazitäten zu bündeln und besser in den Markt zu integrieren.
Fröhler betont ausdrücklich, dass er in diesem
Prozess auch auf konventionelle Partner setzt.
Und Wachter wünschte sich zukunftsorientierte und klare Signale aus der Politik: „Im
Moment fehlt in Deutschland wie in der EU der
gestalterische Wille, die gesetzten Klimaschutzziele mit dem Ausbau der Erneuer­
baren zu erreichen. Ein funktionierender internationaler Handel mit CO2-Zertifikaten, argumentiert er, würde die Braunkohle aus dem
Markt drängen und zu einer anderen Kostenbewertung bei den Erneuerbaren führen. Zudem seien Investitionen in Gasturbinenanlagen für die Abdeckung von Spitzenlasten nicht
sehr teuer, abgesehen vom Brennstoff, weshalb sich diese Technologie am besten für das
Ausgleichen der volatilen Quellen eigne. „Die
Infrastruktur für Gas ist vorhanden, und wir
können im Grunde alles dezentral regeln. Warum also so viel in Stromnetze investieren?“
Ralf Ossenbrink
Weitere Informationen:
renerco plan consult: www.renercoplanconsult.com/de
BayWa r.e.: www.baywa-re.com/de
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Panorama
Markt Pv-kraftwerke
SMA setzt auf O&M
Darum geht es: Operation-&-Maintenance-Verträge für PV-Großanlagen sind ein lukratives Geschäft. Außerdem fördern sie das Verständnis für die
Foto: SMA
Bedürfnisse der SMA-Kunden. Der Weltmarktführer im Wechselrichtergeschäft SMA wendet sich einem neuen Geschäftsfeld zu. Das Kasseler Unternehmen hat O&M-Aktivitäten von Phoenix Solar zugekauft.
D
ie SMA Solar Technology AG in
­Kassel schloss Anfang August einen
Vertrag mit der Phoenix Solar AG ab,
der den Verkauf der Phoenix-Aktivitäten im
Segment Operation & Maintenance an die
SMA AG besiegelte. Der Verkauf beschränkt
sich auf das Europageschäft der Phoenix AG.
SMA übernimmt von Phoenix Kundenverträge in Deutschland, Spanien, Frankreich und
Italien. Das Ulmer Systemhaus Phoenix will
sich auf die Geschäfte in Asien und in den
USA konzentrieren.
„Wir haben uns die Entscheidung für die
Trennung von dem am Standort Ulm
­angesiedelten O&M-Geschäft nicht leicht
gemacht“, kommentierte Bernd Köhler,
­Vorstandsvorsitzender von Phoenix Solar,
den Deal in einer Pressemitteilung. „Aber
mit unserer strategischen Ausrichtung auf
Asien und die USA war die Betreuung großer
Solarparks in Europa nicht mehr gut zu
­vereinbaren.“ Der Verkaufserlös soll unter
anderem die Schulden der Phoenix AG reduzieren und damit das Kerngeschäft stärken.
In der Pressemitteilung weist Phoenix auf
die gute Ertragslage des Bereichs, die langen
24
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Vertragslaufzeiten, die hohe Stabilität des
Geschäfts und die qualifizierten Mitarbeiter
hin. Warum ausgerechnet dieser, nach
­Angaben des Unternehmens wirtschaftlich
gesunde Bereich verkauft werden soll,
­erklärte Unternehmenssprecher Joachim
Fleing mit der internationalen Ausrichtung
des Unternehmens, die auch praktisch umgesetzt werden müsse. „Der O&M-Markt hat
in Deutschland und Europa kein Wachstums­
potenzial“, bekräftigte Fleing die Ausführungen des Phoenix-Chefs Köhler. „Wir haben
seit Februar 2013 über diesen Bereich nachgedacht und sind zu dem Schluss gekommen, dass er nicht mehr zu unserem Kerngeschäft passt.“
Möglicherweise ist die Antwort in der Vorlage der Halbjahreszahlen der Phoenix Solar
zu finden. Eine Woche nach der Vertragsunterzeichnung mit SMA legte Phoenix katastrophale Zahlen auf den Tisch. Der Umsatz
ging im Vergleich zum Halbjahresergebnis
des Vorjahres um 82 % zurück. Das Unternehmen machte weiterhin Verluste. Besonders beunruhigend ist der Auftragsbestand,
der von 86 Mio. € im Juni 2013 auf 17 Mio. €
in diesem Halbjahr zurückging. Unter diesen
Umständen war eine Gewinnwarnung des
Vorstandes nicht zu vermeiden. Dieser prognostiziert am Ende des Jahres einen Umsatzrückgang von 30 bis 50 %, wodurch der
Asset Deal mit SMA wiederum eher den
­Charakter eines Notverkaufs bekommt.
Grund zur Freude gibt es dagegen in
­Kassel: Der Wechselrichter Weltmarktführer
SMA unterfüttert mit dem Asset Deal seine
eigenen O&M-Geschäftsaktivitäten. Diese
Aktivitäten sind keineswegs neu, in den USA
hat die SMA AG bereits 200 MW im
­Portfolio.
Wechselrichter-Anbieter
als natürlicher O&M-Partner
Die Ausrichtung auf den Betrieb und die
Wartung von Solarparks hat für SMA offenbar strategischen Charakter. Auf Anfrage
von SW&W nach dem Zusammenhang
­zwischen dem traditionellen Wechselrichtergeschäft und dem nun erworbenen O&M-­
Geschäft im Sinne von Synergien und Marktbearbeitung erklärte der Vorstand Strategie,
Pierre-Pascal Urbon: „Da der Wechselrichter
die zentrale Komponente jeder Photovoltaikanlage ist, sehen Eigentümer und Anlagenbetreiber den führenden Hersteller SMA
­vielfach als den natürlichen Partner für
­Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen. Das O&M-Geschäft ist eine wichtige
Säule unserer Wachstumsstrategie im
­Servicebereich. Wir profitieren hier sowohl
von unserer installierten Wechselrichter-­
Basis von weltweit mehr als 30 GW als auch
von unseren hervorragenden Service-­
Strukturen.“
Eine Rolle spielt auch die Nähe zum
­Kunden – nicht geografisch gemeint, sondern als Nähe zur alltäglichen Praxis, die
­keine Entwicklungsarbeit im Labor ersetzen
kann. ­Urbon fuhr fort: „Gleichzeitig können
wir die praktischen Erfahrungen, die wir bei
der Betriebsführung und Wartung von PV-­
Großanlagen machen, in die Entwicklung
neuer Produkte einfließen lassen, zu Beispiel
um ihre Servicefähigkeit noch weiter zu
­verbessern.“
Die Frage nach weiteren O&M-Aktivitäten
in Asien beantwortete Urbon ausweichend.
SMA will sich vorerst auf europäische und
US-amerikanische Kunden konzentrieren.
„Marktforscher prognostizieren bis 2017
­eine Verdopplung des Markts für O&M-­
Services für PV-Kraftwerke in Europa und den
USA auf über 60 GW. Hier sehen wir ein
­enormes Potenzial für SMA“, antwortete
­Urbon auf eine so nicht gestellte Frage.
Phoenix hat mit dem Verkauf der EuropaAktivitäten möglicherweise SMA als Konkurrenz auf dem amerikanischen Markt gestärkt.
Der Verkauf spart ausdrücklich den US-amerikanischen Markt aus, den beide Unternehmen ins Visier genommen haben. Daher stellt
sich die Frage, ob der Kuchen in den nächsten
Jahren groß genug sein wird. Auch hier zeigt
Urbon sich optimistisch: „Aufgrund des starken Wachstums des ­Utility-Marktsegments in
den USA wird hier auch der O&M-Markt
Jörn Iken
­weiter wachsen.“
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Die Energiefachmesse für Bayern
09. - 12.10.2014
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Asset oder Share Deal?
Es gibt mehrere Formen des Unternehmenskaufs.
Beim Asset Deal gehen sämtliche Wirtschaftsgüter
in den Besitz des Käufers über: Grundstücke, Gebäude, Maschinen und der Fuhrpark. Am Schluss
bleibt nur die leere Gesellschaftshülle übrig.
Das Gegenstück zum Asset Deal ist der Share Deal.
Hier werden nur Gesellschaftsanteile – etwa Aktien
– verkauft, ohne dass es zu Übertragungen einzelner Wert- und Wirtschaftsgüter kommt.
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
25
Panorama
markt solare fernwärme
„Die Solarthermie wird
eine wichtige Rolle spielen“
Dipl.-Ing. Thomas Pauschinger ist Mitglied
der Geschäftsleitung beim Steinbeis
­Forschungsinstitut für solare und zu­
kunftsfähige thermische Energiesysteme
Solites. Er koordiniert das EU-Vorhaben
SDHplus. Die Marktbereitung für solare
Nah- und Fernwärmesysteme wird im
Rahmen des Vorhabens SDHplus durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und die Europäische
Fotos (2): Solites
­Kommission unterstützt. Von thermischen Sonnenkollektoren gespeiste Wärme­
netze können einen wichtigen Teil zur Energiewende
­beitragen. Worauf es dabei ankommt und welche Rolle die Stadtwerke dabei spielen, erläutert der Solarexperte
­Thomas Pauschinger vom Stuttgarter Forschungsinstitut
Solites im Interview mit SONNE WIND & WÄRME.
SW&W: Herr Pauschinger, was macht ein
solares Wärmenetz mit saisonaler Speicherung für ein Stadtwerk interessant?
Thomas Pauschinger: Große Solarthermieanlagen mit mehr als 1 MW Leistung
können schon heute sehr kostengünstig
Energie für ein Nah- oder Fernwärmenetz
liefern. Freilandanlagen erreichen Wärmegestehungskosten unter 50 €/MWh.
­Zusätzlich gibt es die Förderung durch das
darstellbar, wenn mit ihnen neben der
Langzeitwärmespeicherung von Solar­
wärme eine weitere Nutzung realisiert
­werden kann, z. B. eine Betriebsoptimierung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
oder für Power-to-Heat-Anwendungen.
SW&W: Die Investitionskosten für ein
s­ olares Wärmenetz sind hoch, die
­Betriebskosten gering. Ein Dilemma?
Pauschinger: Die Kostenstruktur bei großen Solarthermieanlagen bietet zunächst
einmal den Vorteil einer langfristigen Absicherung der Wärmegestehungskosten, da
der Anteil der Kapitalkosten überwiegt und
sie bereits am ersten Tag für die restliche
Betriebsdauer kalkuliert werden können.
Dennoch verbinden Stadtwerke mit den hohen Investitionskosten ein erhöhtes Risiko.
Einige Hersteller haben dieses Hemmnis
­erkannt. Sie bieten deshalb große Kollektorfelder schlüsselfertig mit entsprechenden Garantien oder im Contracting an. Eine
weitere Möglichkeit, die immer öfter von
Stadtwerken erwogen wird, sind
­Bürgerfinanzierungsmodelle.
Marktanreizprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums. Das dürfte bei der
heutigen Situation generell für Stadtwerke
sehr interesSW&W: Fast ein Dutzend
sant sein, vo- „Langfristige Absicherung der
­Pilotanlagen versorgen
rausgesetzt
Wärmegestehungskosten“
Wohngebäude in Deutschdie Solar­
land mit solarer Nahwärme.
anlage lässt
Was sind die wichtigsten Erfahrungen, die
sich gut in ihre Wärmeerzeugung integriemit den Systemen gemacht wurden?
ren. Große Speicher sind dann ökonomisch
Viel Sonnenenergie
vom Dach für viele: Die
Stadtwerke Crailsheim
versorgen das Wohn­
gebiet Hirtenwiesen
zur Hälfte mit der Kraft
der Sonne. Auf den
Dächern der Wohnge­
bäude und auf einem
Lärmschutzwall haben
sie Sonnenkollektoren
mit einer Fläche von
7.300 m² installiert.
Im Erdboden haben
sie Sonden für einen
Saisonalspeicher mit
37.500 m³ vergraben.
26
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Pauschinger: Mit den Pilotanlagen aus den
Förderprogrammen Solarthermie-2000
und Solarthermie2000plus wurden wichtige technologische Fortschritte erzielt und
wertvolle praktische Betriebserfahrungen
gewonnen. Zu nennen sind hier insbesondere die Technologieentwicklung bei Langzeitwärmespeichern sowie bei gebäude­
integrierten Kollektorfeldern und die Optimierung der Gesamtsysteme. Letztendlich
konnte demonstriert werden, dass saiso­
nale Wärmespeicherung und solare
­Deckungsanteile von 50 % und mehr
­möglich sind. Wir profitieren heute von
­diesem Know-how, das weltweit – selbst
bei den erfahrenen Dänen – auf großes
­Interesse stößt und Verwendung findet.
SW&W: Welche Innovationen hat es
s­ eitdem konkret gegeben?
Pauschinger: Heute steht Kollektortechnik
für Großanlagen zur Verfügung, die auch
höhere Temperaturen in einem Wärmenetz
bedienen kann. Im österreichischen Wels
speist z. B. eine Vakuumröhrenanlage ganzjährig ihre Wärme bei einem Temperaturniveau von über 80 °C in das städtische Fernwärmenetz ein und liefert dabei Erträge von
über 400 kWh/m²a. Weiter wurden durch
neue Rammprofilsysteme die Montage­
Erfahrung München
Am Münchner Ackermannbogen heizen die Mieter
im Winter mit Solarenergie aus dem Sommer. Das solare Nahwärmeprojekt hat die Landeshauptstadt München als Teil ihres Klimaschutzprogramms gestartet. Für den Bau und den
­Betrieb der Anlage mit einer Kollektorfläche von
fast 3.000 m² und einer Speichergröße von 5.700
m³ zeichnen die Stadtwerke München verantwortlich. Die solare Wärmeversorgung hat zum Ziel,
den fossilen Energiebedarf bei der Raumheizung
zu verringern. „Solarkollektoren mit einem Saisonalspeicher sind für uns ein zukunftsweisendes,
vielversprechendes Konzept der solaren Nutzung
im Wärmemarkt“, sagt Katrin Zettler vom
­Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt.
Das 2007 in Betrieb gegangene Modellprojekt
funktioniert reibungslos, teilen die Stadtwerke mit.
Allerdings können die prognostizierten Vorgaben
nicht vollständig eingehalten werden, unter anderem, weil der Wirkungsgrad der Solarkollektoren
kosten bei Freilandanlagen enorm gesenkt.
Dies sind wichtige Signale an die
­Wärmeversorger.
SW&W: In Hamburg-Bramfeld wurde der
solare Wärmespeicher vor vier Jahren
nicht den Erwartungen entspricht. Ein Problem
waren immer wieder auftretende Undichtigkeiten
bei den Kollektoren, die inzwischen laut Pressesprecher Michael Solic durch konstruktive Änderungen an den Anschlussleitungen gelöst wurden.
Das Betriebsmanagement eines solaren Wärmenetzes hält man bei dem städtischen Versorger
vergleichbar zu Versorgungsnetzen mit anderen
Wärmeerzeugern.
Stünde München heute wieder vor der
­Entscheidung, könnte sich Katrin Zettler wieder
­eine Lösung mit einem solaren Wärmenetz
­vorstellen. Der saisonale Speicher am Münchner
Ackermannbogen habe zwar hohe Kosten verursacht, erläutert sie, doch hätten die Entwickler
auch wegen der bei dem Projekt gemachten
­Erfahrungen inzwischen wesentlich kostengünstigere Konstruktionen entworfen. „Insofern ist ein
neuerliches Projekt für die Stadt München durchaus vorstellbar“, sagt die städtische Angestellte.
erstmals direkt in ein Fernwärmesystem
eingebunden. Sieht so die Zukunft aus?
Pauschinger: Hamburg-Bramfeld ist ein
gutes Beispiel, wie ein großer Wärmespeicher durch Mehrfachnutzung kosteneffizient betrieben werden kann. Wir müssen
Wir fördern Menschen,
die lieber Rotoren als
Fähnchen in den Wind
hängen
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
27
Panorama
markt solare fernwärme
uns aber insgesamt weiter öffnen und die
Vorbehalte antreten und voll hinter einer
gesamte Bandbreite der Wärmenetze für
Realisierung stehen. Wir können derzeit eidie Solarthermie durchdenken. Das beginnt
ne Öffnung seitens der Wärmewirtschaftsmit kleinen Wärmenetzen zur Objekt-,
unternehmen feststellen. Wichtig ist, dass
Quartiers- oder Siedlungsversorgung, geht
man gemeinsam an den Punkt kommt, die
über Wärmenetze in ländlichen EnergiedörRahmenbedingungen vor Ort anzusehen
fern bis hin zu Fernwärmenetzen in Klein-,
und ein optimales Konzept zu erstellen.
Mittel und Großstädten, die in Deutschland
SW&W: Stadtwerke besitzen aufgrund
übrigens den Großteil ausmachen. Wir un­ihrer Erzeugungsstruktur mit einem hoterscheiden insgesamt sieben Grundkonfihen Anteil Kraft-Wärme-Kopplung teilweigurationen der solaren Nah- und Fernwärse Wärme im Überfluss. Sehen Sie trotzme, die erfreulicherweise fast alle auf interdem Möglichkeiten für die Solarthermie?
nationaler Ebene realisiert und erprobt
Pauschinger: Die Kraft-Wärme-Kopplung
sind. Wichtig ist aber zu berücksichtigen,
ist das Rückgrat der Fernwärmeerzeugung.
dass sich all diese Varianten sowohl techDas wird sicher noch eine Weile so bleiben.
nisch als auch organisatorisch bezüglich
Aber KWK ist nicht
der beteiligten
„Die Rahmenbedingungen für
gleich KWK. Ein
Akteure deutlich
unterscheiden
KWK haben sich verschlechtert.“ Blockheizkraftwerk
in der Objektversorund stets indivigung wird ganz anders gerechnet und
duelle Lösungen gefunden werden müssen.
­betrieben als eine Turbine mit Wärme­
SW&W: Was ist besonders wichtig, damit
auskopplung im Großkraftwerk. Insgesamt
ein solares Nahwärme-Projekt gelingt?
haben sich aber die Rahmenbedingungen
Pauschinger: Ganz wesentlich ist, dass bei
für die KWK aufgrund des Verfalls der
einem neuen Projekt alle Beteiligten ohne
Strom­erlöse verschlechtert. In der Praxis
heißt das insbesondere für die gasbasierte
KWK, dass die Laufzeiten stark zurückgehen, weshalb vermehrt fossile Heizkessel
eingesetzt werden. Für die Technologien
der erneuerbaren Wärmeerzeugung öffnet
sich hier eine recht breite Tür.
SW&W: Wie hoch schätzen Sie das
­ otenzial für solare Wärmenetze in
P
­Deutschland?
Pauschinger: Der AGFW als Branchenverband der deutschen Wärmeversorger geht
von einem Potenzial von 1 % Solarthermie
in der Fernwärme bis 2020 aus. Dies entspricht in Deutschland immerhin einer Kollektorfläche von 800.000 m². Langfristig
sind 10 % die Zielmarke, was jedoch
­enorme Speicherkapazitäten erfordert.
SW&W: Wie lässt sich der Markt erschließen bzw. welche größten Hemmnisse gilt
es zu überwinden?
Pauschinger: Mit unseren SDH-Vorhaben
fördern wir gemeinsam mit dem Branchenverband AGFW auf nationaler und interna­
tionaler Ebene die Annäherung zwischen
Erfahrung Eggenstein-Leopoldshafen
Die niederbayerische Gemeinde Eggenstein-­
re Leistung nicht abführen konnte. Man entIn Eggenstein-Leopoldshafen würde man
Leopoldshafen holt sich die Sonne von großen
schloss sich, den ansaugenden Pumpen in der
sich laut Fischer auf jeden Fall wieder für ein
Kollektorflächen, um sie in einem SaisonalspeiHeizzentrale neue Vakuumpumpen zur Unter­solares Wärmenetz mit saisonalem Speicher
cher für die strahlungsarme Zeit zu bunkern.
stützung einzubauen. Doch sie hielten nur
entscheiden. Neue Wege in der Energiegewin„Dem Gemeinderat ist der Klimaschutz schon
­geringfügig stand, sodass der Volumenstrom
nung könnten nur durch praktische Anwendunimmer sehr wichtig gewesen“, sagt Uwe Fischer
weiterhin abriss. Dann entschloss man sich,
gen erforscht und verbessert werden. Trotz der
vom Fachbereich Energie/Haustechnik der
Pumpen direkt am Langzeitwärmespeicher einInvestition sollten sich seiner Meinung nach
­Gemeindeverwaltung. Als es darum ging, das
zubauen. Schließlich fanden die Planer von der
mehr Kommunen an solch ein Projekt heranSport- und Schulzentrum zu sanieren, ließ die
Ingenieurgesellschaft Pfeil & Koch spezielle
trauen, um gemeinsam das geforderte KlimaGemeinde die Dächer mit Sonnenkollektoren
­Exzenter-Schneckenpumpen, die Speicherwasschutzziel zu erreichen. Er jedenfalls ist stolz bedecken. Sie sparten Kosten bei der Dach­
sertemperaturen von 80 bis 85 °C standhalten.
auf das Leuchtturm-Projekt in seiner Gemeinde.
sanierung und liefern seit
2008 zudem wertvolle Energie. Ein Nahwärmesystem
versorgt neben dem Schulgebäude auch zwei Sporthallen sowie das Hallenbad
und Feuerwehrgerätehaus
mit Wärme von der Sonne.
Anfangs habe der
4.500 m³ große Langzeitwärmespeicher nicht zufriedenstellend funktioniert,
­berichtet Fischer. Bei dessen
Be- und Entladepumpen sei
ständig der Förderstrom
­abgerissen, sodass sich
Luftpolster im Rohrsystem
gebildet hätten. Sie ließen
die Solaranlage mit 1.600
In Eggenstein-Leopoldshafen wurden die Dächer von Sport- und Schulzentrum mit großen Kollektorfeldern belegt.
m² Kollektorfläche in
Foto: Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen
­Stagnation laufen, da sie ih- 28
Sonne Wind & Wärme 09/2014
­ olar- und Wärmewirtschaft. Die WahrnehS
mung der Solarthermie hat sich bereits
deutlich verbessert, wozu natürlich die dänische Erfolgsgeschichte beigetragen hat.
Dennoch muss die Solarthermie noch die
letzten Schritte machen, um in der Branche
mit einer gewissen Selbstverständlichkeit
als Wärmeerzeugungstechnologie anerkannt zu werden. Ein wesentlicher Punkt
wird sein, dass die Solarthermie bei den
­Gesetzgebungsinitiativen und Förderinstrumenten dieses Sektors eingeflochten wird.
„Die Wahrnehmung der Solarthermie
hat sich deutlich verbessert.“
SW&W: Die Energieversorgung in
Deutschland wandelt sich: Strom- und
Wärmemarkt wachsen zusammen. Wärmespeicher lassen sich zur Lastverlagerung einsetzen oder um das fluktuierende
Stromangebot erneuerbarer Energien
auszugleichen bzw. überschüssige
­Leistung aufzunehmen. Inwieweit passt
die Solarthermie in diese Zukunft?
Pauschinger: Zweifelsfrei stehen wir bei
der Energiewende insgesamt vor einer
enormen Herausforderung. Ganz unab­
hängig von der Erzeugungstechnologie
müssen wir zunächst einmal Wärmenetze
als ganz wesentliche Säule für die Energiewende in die öffentliche und politische
­Diskussion bringen. Die findet bislang leider
komplett strom- und gebäudefokussiert
statt. Dabei sind Wärmenetze die Techno­
logie, die es am kostengünstigsten
­ermöglichen wird, Wärme aus erneuerbaren Energien und aus Effizienztechnologien
in Städte und Ballungszentren zu bringen.
Und richtig, es wird weiter zu einer Flexibi­
lisierung und Kopplung des Strom- und
Wärmebereichs kommen. Aufgrund ihrer
guten Wirtschaftlichkeit und hohen
­Verfügbarkeit wird aus meiner Sicht die
heutzutage deutlich unterschätzte
­Solarthermie als Erzeugungstechnologie
hierbei eine wichtige Rolle spielen.
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Panorama
markt biohotel
Die kleine
Energiewende im Allgäu
Im Biohotel Eggensberger im Allgäu gibt es nicht nur Wellness und Entspannung. Das Hotel bietet auch jede Menge erneuerbare Energie.
Foto: GermanPV
Das Biohotel Eggensberger setzt auf das Rundum-Paket
bei den erneuerbaren Energien. Eine Photovoltaik-Anlage,
ein Blockheizkraftwerk, Batteriespeicher und eine
­Solarthermie-Anlage ergänzen sich, damit das Hotel einen
möglichst hohen Selbstversorgungsgrad erreicht.
U
rlaub ist zur Entspannung da.
Schön, wenn dazu dann auch noch
ein gutes (Umwelt-)Gewissen
kommt. Viele denken aber beim Reisen
­lieber nicht darüber nach, ob sie sich umweltfreundlich fortbewegen oder ob das
Wunschhotel nachhaltig wirtschaftet und
zum Beispiel Ökostrom verwendet. Beim
Biohotel Eggensberger ist das anders. Hier
kann man ruhigen Gewissens mit einer
­guten Ökobilanz übernachten, denn Gäste
des Allgäuer Hotels Eggensberger nehmen quasi an einer Energiewende im
­Kleinen teil.
Die Betreiber des Hotels setzen bereits
seit 1980 auf erneuerbare Energien.
30
Sonne Wind & Wärme 09/2014
­ amals wurde zuallererst eine SolartherD
mie-Anlage auf dem Dach installiert. Die
lieferte den Gästen wohlige Wärme – bis
sie nach einem Hagelschaden im Jahr
2007 komplett erneuert werden musste.
Auf ca. 35 m² erwärmen nun Vakuum­
röhrenkollektoren das Wasser für das
­hoteleigene Schwimmbad. Von der Solarthermie profitiert aber auch der Rest des
Hotels: ca. 40 % des so erwärmten
­Wassers werden beispielsweise auf den
Zimmern ­eingesetzt.
Für Fans der erneuerbaren Energien hat
das Biohotel aber noch mehr zu bieten.
Auf dem Dach befindet sich neben der Solarthermie- auch noch eine Photovoltaik-
Anlage mit einer Gesamtleistung von ca.
170 kW. „Die erneuerbaren Energien sind
uns persönlich wichtig und auch unseren
Gästen“, erklärt Hotelbesitzers Andreas
Eggensberger. „Es macht außerdem viel
Freude, wenn wir mit unseren Gästen im
Gespräch Lösungen für die Energiewende
diskutieren und in unserem Fall auch zeigen können, anstatt nur über Probleme
und vermeintliche Stolpersteine der Energiewende zu reden.“
Der Strom, den diese Anlage produziert, wird aber nicht nur direkt im Hotel
verbraucht. Vor Ort wurden auch noch
Stromspeicher installiert, die insgesamt
90 kWh Strom aufnehmen können. Damit
verfügt das Hotel über die deutschlandweit größte Speicheranlage für Solarenergie in der Hotellerie und kann so ca. 40 %
seines Strombedarfs mit Solarstrom decken. Zusätzlich lassen sich mit dem PVStrom an der hauseigenen SolarstromTankstelle Elektroautos (u. a. ein 170 PS
starker BMWi3) und eBikes aufladen, die
die Gäste des Hotels mieten können. Mit
allen diesen Maßnahmen kommt das
­ otel Eggensberger auf einen EigenH
verbrauchsanteil von 70 %. Doch damit
nicht genug: Zusätzlich gibt es noch ein
Ausflugsauto, das mit Biogas betrieben
wird und ebenfalls vor Ort betankt
­werden kann.
Ein Blockheizkraftwerk erhöht den
Autarkiegrad des Vier-Sterne-Hotels
noch weiter. Das BHKW hat eine elek­
trische Leistung von 16 kW Strom und
eine thermische Leistung von 32 kW. Es
läuft ganzjährig, denn der Strom wird
immer verbraucht und überschüssige
Wärme kann, wenn nötig, ins Schwimmbad abgegeben werden. Dann hat das
Badewasser dort manchmal eine Temperatur von 34 °C, 2 °C mehr als normalerweise. Rechnerisch stammt das
im BHKW eingesetzte Gas aus einer
Biomethananlage in der Region. Dort
werden Bioabfälle zu Methan vergoren
und ins Erdgasnetz eingespeist. Die
Gaslieferung aus wiederverwerteten
Bioabfällen haben sich die Hoteliers
vertraglich zusichern lassen.
„Biogas aus Lebensmittelabfällen
halte ich für wesentlich sinnvoller als
Biogas aus Mais. Deshalb bezahlen wir
auch einen um 50 % höheren Preis, um
hier einen klaren ökologischen Vorteil
für die Umwelt zu unterstützen“, erläutert Hotelchef Eggensberger. Dass man
auf die rechnerische Lösung zurückgreife sei zudem logisch. „Wir unterstützen den Betrieb, der in etwa 30 km
Entfernung das Biogas als zu 97 %
­gereinigtes Methan/Bio-Erdgas in das
­Erdgas-Netz einspeist. Es macht ja
durchaus Sinn, dass man das vorhandene Erdgas-Netz dazu nutzt. Alternativ müsste man ja das Bio-Erdgas per
Tank anliefern“, so Eggensberger.
Auch an eine Wärmerückgewinnung
aus dem Schwimmbad und den Kühlund Lüftungsanlagen wurde gedacht.
Diese hilft dabei, noch mehr Energie
einzusparen. Das schlägt sich auch in
der Energiebilanz nieder: pro Gästenacht werden nur 31 kWh Strom verbraucht. Das Hotel war durch seinen
geringen Energieverbrauch im letzten
Jahr bereits als „eco hotels certified“
qualifiziert. Es setzt mit ca. 12,6 kg CO2
pro Übernachtung nur halb so viel CO2
frei, wie ein gewöhnliches Vier-SterneHotel und sogar weniger als die durchschnittlich qualifizierten Biohotels, die
bei einem CO2-Ausstoß von 14,5 kg pro
Übernachtung liegen.
Sollte der Solarstrom nicht mehr
ausreichen, um alle Stromverbraucher
zu versorgen, werden die Batterien
­entladen. Diese behalten jedoch stets
einen Ladestand von mindestens 50 %,
um eine zweistündige Notstromversorgung zu gewährleisten. Sind die Batterien bereits zur Hälfte entladen und
wird noch Strom benötigt, bezieht das
Hotel Ökostrom (aus Wasserkraft) aus
dem Netz. Insgesamt hatte das Hotel
Eggensberger im Jahr 2013 einen
Strombedarf von 266.800 kWh und
­erzeugte 103.900 kWh Solarstrom.
Das Hotel bei Füssen bewirbt zwar
vorrangig den Status als Therapiezentrum, Wellness- und Biohotel, den nahen
Biobauernhof oder angebotene Kräuterwanderungen. Dennoch findet sich
auch in der Broschüre zum Hotel der
Hinweis, dass der gesamte Betrieb
nachhaltig mit Energie versorgt wird –
interessierte Gäste können sogar beim
Hotelier Andreas Eggensberger eine
Führung erfragen, um die „Öko-­
Technologie“ kennenzulernen.
Tanja Peschel
Weitere Informationen:
www.eggensberger.de
Erneuerbare Energien im Biohotel
PV-Anlage
462 polykristalline PV-Module mit 250 W Leistung von GermanPV (angefertigt von
Solvis); insgesamt 170 kW Leistung; ca. 1.000 m²
Netzanschluss
7 dreiphasige Wechselrichter der Trio-Reihe von ABB
Stromspeicher
66 Blei-Gel-Batterieblöcke von der BAE Batterien GmbH Berlin (Typ 4 PVV 280) mit
insgesamt 90 kWh Speicherkapazität
PV-Eigenverbrauch
71,4 %
biogasbetriebenes BHKW
16 kW Strom und 32 kW Wärme; läuft ganzjährig
Solarthermie-Anlage
16 Aquasol-Kollektoren von Paradigma; 35 m² Fläche; Leistung ca. 20.000 kWh/a
ca. 60 % für Warmwasser im Schwimmbad, 40 % Warmwasser im Rest des Hotels
Solarer Deckungsgrad
39,7 %
100 % Solarstrom-Tankstelle (von Siemens) für Elektroautos und Elektrofahrräder
Panorama
m a r k t a k z e p ta n z
Neue Standards der
Bürgerbeteiligung
Per interaktivem Bohrmeißel geht es im Infozentrum in die Tiefe. Je weiter man mit dem Geonauth in die Erde vordringt, desto wärmer wird dabei
Fotos (3): Martin Frey
der Handlauf. Auch erneuerbare Energien brauchen Akzeptanz in der Bevölkerung. Klassische
­Bürgerbeteiligung greift hier oft zu kurz, daher werden neue Ansätze erprobt – mit Erfolg,
wie ein Geothermie-Projekt in Südhessen zeigt.
W
enn die Bevölkerung nicht mitspielt, können auch Projekte aus
den erneuerbaren Energien
­scheitern. Ein Geothermieprojekt im Kreis
Groß-Gerau beschreitet daher neue Wege,
um Anwohner einzubeziehen. Dank eines
umfassenden Bürgerdialoges stößt das
­Projekt auf eine breite Akzeptanz in der
­Bevölkerung. Geplant ist, ein erstes einer
Reihe von Geothermie-Kraftwerken zur
Strom- und Wärmegewinnung zu errichten.
Neu ist die frühe Einbindung der Bevölkerung: „Eine breit angelegte Information der
Bürger war uns sehr wichtig“, sagt Marc
­André Glöckner, Unternehmenssprecher der
Überlandwerke Groß-Gerau GmbH ÜWG),
einem Tochterunternehmen der Stadtwerke
Mainz. Man setze dabei auf ein ganzes
­Bündel an Beteiligungsmöglichkeiten.
32
Sonne Wind & Wärme 09/2014
In einem Bürgerdialog wurde der Kontakt
mit der Bevölkerung gesucht und dabei alle
relevanten Interessensgruppen einbezogen.
Das Verfahren war ergebnisoffen angelegt.
Glöckner: „Für uns war klar, wir realisieren
das Geothermiekraftwerk nur, wenn es erwünscht ist.“ Als Moderator wurde die
Schweizer Stiftung Risiko-Dialog engagiert,
ein auf Kommunikationsverfahren von
­energietechnischen Projekten spezialisiertes Unternehmen.
Bürgerforen und
­Geothermiebeirat
2011 und 2012 fanden Gespräche mit der
Bevölkerung und Interessensgruppen statt,
um erste Anregungen zu sammeln. Von Januar bis Mai 2013 organisierte die Stiftung
dann fünf Bürgerforen, die jeweils ein anderes Themenfeld abdeckten: Die geologischen und technischen Grundlagen, der Umgang mit den Risiken, die Chancen der Geothermie sowie der Dialog mit Betroffenen.
Dabei wurden Anwohner des Geothermieprojektes in Landau eingeladen, die über
die dort vorgekommenen Erschütterungen
­berichteten.
Bei jedem der Bürgerforen konnten die
Teilnehmer ihre Bedenken und Verbesserungsvorschläge äußern. Außerdem wurde
ein Geothermiebeirat gegründet, in dem
zahlreiche Interessensgruppen vertreten
sind. Dazu zählen Vertreter der Kommunen,
Umweltverbände, bis hin zu den lokalen Kirchengemeinden. Dieser Beirat teilte sich in
mehrere Arbeitsgruppen auf und erarbeitete zentrale Forderungen. Diese mündeten in
einem Schlussbericht, den der Beirat in
­einem Schlussforum im Mai 2013 der
­Öffentlichkeit vorstellte.
Infozentrum und mobile
­Anlaufstelle
Flankiert wurde das Dialogverfahren durch
Informationsangebote unterschiedlicher Art:
So wurde in Groß-Gerau das GEOlife-­
Geothermie-Erlebniszentrum eingerichtet
und dient als Anlaufstelle für die Bürger. Hier
können Interessierte einen Informationsfilm
sehen und erfahren von den thermalwasserführenden Gesteinsschichten in der Tiefe,
die für das Projekt von Bedeutung sind.
Des Weiteren bereiste man mit einem Infomobil die benachbarten Kommunen und
vermittelte Fakten über das Projekt. Zusätzlich zu einem Newsletter, der mehrmals an
alle Haushalte verteilt wurde, werden Neuigkeiten über das Projekt auch mithilfe eines
Facebook-Auftritts sowie eines YouTube-­
Kanals verbreitet. Glöckner: „Wir informieren auf allen Kanälen“.
Aus der Bürgerbeteiligung resultierten
­einige Anforderungen an das Projekt: So
wurde der Standort für das oberirdische
Kraftwerksgebäude auf Grundlage der Bürgerforderungen gewählt und bei der Gestaltung sollen die Wünsche der Bevölkerung
berücksichtigt werden. Außerdem wurde mit
Versicherungen für den Fall von Schäden die
Umkehr der Beweispflicht vereinbart: Dadurch können mögliche Betroffene schneller
entschädigt werden. Zuständig dafür wird
ein, vom Beirat bestimmter, Ombudsmann
sein, der kleinere Fälle mithilfe eines eigens
eingerichteten Fonds regulieren kann.
Umfrage signalisiert
­Zustimmung
Gerade für die konkrete Umsetzung des
­Projekts bietet die Bürgerbeteiligung
„Für uns war klar, wir realisieren das Projekt
nur, wenn es erwünscht ist“, sagt Marc André
Glöckner, Unternehmenssprecher der ÜWG.
Das Geothermieprojekt Groß-Gerau befindet sich im Oberrheingraben und ist das nördlichste
.
vieler Geothermieprojekte dort. z­ usätzliche Vorteile: Um das Interesse nach
einer Wärmeabnahme vor Ort zu erkunden,
organisierte die ÜWG in den angrenzenden
Gemeinden eine Postkartenaktion: Daraufhin meldeten sich 150 Bürgerinnen und
­Bürger, die schon Interesse daran zeigten,
sich später einmal an ein mögliches Wärmenetz a
­ nzuschließen.
Als alle wesentlichen Eingaben aus der
Bevölkerung berücksichtigt waren, galt es
die endgültige Entscheidung zu treffen: Man
konnte aufgrund des hohen Aufwandes nicht
jeden Einwohner der angrenzenden Gemeinden im Landkreis befragen. Stattdessen entschloss man sich für eine repräsentative
Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa. Die Befragung im November
2013 ergab, dass in der Bevölkerung mehrheitlich Zustimmung besteht. Damit stand
für die ÜWG fest: Jetzt kann gebaut werden.
Nun konnte man die Planungen konkretisieren, und griff damit auf die Voruntersuchungen zurück, die aus verschiedenen geologischen Messungen wie einer 3D-Seismik
des Landkreises bestanden. Aus sechs Eignungsgebieten hatte man den vorliegenden
Standort ausgewählt. Unter Berücksichtigung des Forderungskatalogs der Bürger
konnte der Standort auf einem Grundstück
zwischen Trebur und Nauheim festgelegt
werden.
In dem geplanten Kraftwerk soll rund
150 °C heißes Thermalwasser gefördert
­werden, das in ca. 3.500 m Tiefe lagert. Über
Turbinen soll mit einer Leistung von 3 MW
Strom erzeugt werden, wobei zusätzlich
6 MW Wärmeleistung anfallen.
„Die Einbindung der Bevölkerung ist bei
uns Unternehmensphilosophie“, erklärt
Marc André Glöckner. Die Tochtergesellschaft der Stadtwerke Mainz folgt dabei dem
Credo ihrer Muttergesellschaft, die auch
beim geplanten Pumpspeicherkraftwerk am
Mittelrhein ganz ähnlich vorgeht.
Das hat seine Gründe, denn noch im Jahr
2009 hatte ein Schwesterunternehmen ein
Kohlekraftwerk bei Mainz bauen wollen,
­welches am Widerstand der Bevölkerung
scheiterte. Seitdem verfolgt man eine andere Unternehmenskultur. Glöckner betont,
man wolle die Bevölkerung mitnehmen:
­„Unser Kerngeschäft ist die kommunale
Energieversorgung, wir sind in der Region
verwurzelt und werden immer hier bleiben.“
Mehrkosten sollen sich
­lohnen
Dass die umfassende Bürgerbeteiligung
nicht zum Nulltarif zu haben war, liegt auf
der Hand: Das erste Kraftwerk werde vermutlich eine schwarze Null schreiben, bei
weiteren Geothermie-Kraftwerken im Landkreis steige die Rendite. Das Gesamtvolumen dieses ersten Projektes umfasst ca. 40
bis 50 Mio. €, von denen 5 Mio. € für die
­Erkundung des Geländes, technische Planungen sowie die umfangreiche Bürger­
beteiligung aufgewendet wurden. Für die
ÜWG war dies Risikokapital, das notfalls
­hätte geopfert werden müssen.
Die umfangreichen Prozesse im Vorfeld
zahlen sich nun womöglich aus – vor allem
was die Akzeptanz vor Ort betrifft: „Wir erhalten viel positives Feedback“, so Glöckner.
Ob das Projekt auch aus wirtschaftlicher
Sicht gelingt, müssen nun die Bohrungen
zeigen, die im kommenden Jahr stattfinden
sollen. Dass die ÜWG mit der umfangreichen
Bürgerbeteiligung die Standards auf ein neues Niveau hebt, ist vermutlich nicht überall
gern gesehen. Denn nicht jedes Unternehmen will so viel Aufwand betreiben.
Martin Frey
Sonne Wind & Wärme 09/2014
33
Panorama
wissenschaft & technik stromspeicher
Starkes Signal für die
Energiewende
Im Solar-Speicher-Park am Campus Nord des KIT werden neue Technologien für die Energiewende erprobt. Foto: KIT
Ausgerechnet auf dem Gelände des ehemaligen Kernforschungszentrums in Karlsruhe
ging Mitte Juli eine 1-MW-Solargroßanlage mit Speichersystem in Betrieb. Die Forscher
testen im Feld eine Vielzahl von Systemkonfigurationen.
D
ie Aufforderung kommt freundlich,
aber bestimmt: „Ihren Personalaus­
weis bitte“. Der Zutritt zum Campus
Nord des Karlsruher Instituts für ­Technologie
(KIT) ist streng geregelt. Denn noch immer
befindet sich auf dem Gelände das Euro­
päische Institut für Transurane, werden
60.000 t schwach und mittelradioaktive
­Abfälle gelagert und wird intensiv die nukle­
are Sicherheit und die sichere Endlagerung
geforscht. Umso bemerkenswerter, dass ge­
nau hier am 11. Juli eine hochmoderne 1-MWSolaranlage mit Speichersystem offiziell in
Betrieb genommen wurde. „Innovation ist
­eine Kernaufgabe des KIT“, erklärte Holger
Hanselka, Präsident des KIT bei der Einwei­
hung. „In diesem Solarstrom-Speicher-Park
entwickeln wir mit unseren Partnern zu­
kunftsweisende Lösungen und Systemkonfi­
gurationen, die auf einem globalen Markt
­bestehen können.“
Modulanordnung hat System
Aus der Vogelperspektive sieht die Anlage
aus, als hätte man sie vom Helikopter abge­
worfen: Neben verschiedenen Südausrich­
tungen zeigen einige Modulfelder nach
34
Sonne Wind & Wärme 09/2014
­ sten, andere nach Westen. Hinzu kommen
O
alle möglichen Neigungswinkel von flach bis
steil. Doch hinter der auf den ersten Blick
kunterbunten Anordnung der 4.000 Module
steckt System. Die 100 Modulfelder à 10 kW
variieren um bis zu 60° in beide Richtungen
um die Südachse, die Neigungswinkel zwi­
schen 2° und 60°, jeweils in 15°-Schritten.
„Unsere Fragestellung war: Wie bekommt
man ein Gesamtsystem aus PV, Batterie und
Verbraucher am wirtschaftlichsten hin“, er­
läutert Olaf Wollersheim, Leiter des Projekts
Competence E. „Und da kamen wir auf die
Idee, durch geschickte Ausrichtung den Last­
gang so weit nachzubilden, dass die Batterie
minimiert und das System somit billiger wer­
den kann.“ (siehe Interview Seite 37)
Das Ergebnis sind 54 Winkelkonfiguratio­
nen mit fünf unterschiedlichen Neigungs­
winkeln und neun verschiedenen Ausrich­
tungen. In der Forschungsanlage sind insge­
samt 102 verschiedene Systemkonfiguratio­
nen realisiert, die sich etwa in der
Ost-West-Ausrichtung, Neigung oder techni­
schen Bauteilen unterscheiden. Die Leis­
tungsdaten werden laufend erfasst und ana­
lysiert. Die wissenschaftliche Auswertung
soll zeigen, welche Systemkonfigurationen
netzverträglich und kostengünstig sind. „Wir
wollen damit einen Beitrag zu einer wissen­
schaftlich fundierten Strategie zum Ausbau­
ziel von 50 % erneuerbarer Stromerzeugung
bis 2030 leisten“, so Wollersheim.
Projektpartner Solarwatt und
Kostal
25 KIT-Forscher haben seit dem Projektstart
im Herbst 2012 an dem Solar-­Forschungspark
getüftelt. Industrielle Projektpartner sind der
Dresdner Modulhersteller Solarwatt und
Kostal Solar Electric für Wechselrichter und
leistungselektronische Bauteile. Das Batte­
riemanagement wurde vom KIT entwickelt,
die Lithium-Ionen-­Batterien, die bei 100 %
Entladetiefe (DoD) bis zu 7.000 Vollzyklen
schaffen, stammen von Li-Tec aus dem säch­
sischen Kamenz, einer 100-%igen DaimlerTochter. Montiert wurde der Solarstromspei­
cher nach KIT-­Vorgaben vom ElektroautoSpezialisten E-Wolf in Frechen. Wollersheim:
„Wir haben bewusst Lieferanten gewählt, die
automotive qualifiziert sind. Die in Elektro­
autos verbauten Batterien sind derzeit die
sichersten auf dem Markt, weil sie den
höchsten Ansprüchen genügen müssen.“
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Panorama
wissenschaft & technik stromspeicher
Strahlende
­Gesichter: Die
Forscher und
Entwickler vom KIT
Competence E bei
der Einweihung mit
Projektleiter Dr. Olaf
Wollersheim (am
Rednerpult)
Foto: Markus Breig, KIT
Energieforschung am
Karlsruher Institut
für Technologie (KIT)
Energieforschung hat in Karlsruhe Tradition.
Lange stand hier die Kernenergie im Fokus,
wie bei den Vorläufern des KIT: der 1956 von
Franz-Josef Strauß, dem damaligen Bundesminister für Atomfragen, gegründeten „Reaktorbau- und Betriebsgesellschaft mbH“,
später umbenannt zum „Kernforschungszentrum Karlsruhe (KfK)“. Das KIT entstand
2009 aus dem Zusammenschluss von Forschungszentrum Karlsruhe und Universität
Karlsruhe. Der Name lehnt sich an das
„Massachusetts Institute of Technology
(MIT)“ an. Mit rund 9.400 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern, darunter mehr als 6.000
in Wissenschaft und Lehre, sowie 24.500
Studierenden zählt das KIT zu den größten
Forschungs- und Lehreinrichtungen
­Europas.
Kern- und Fusionstechnologie spielen
auch am heutigen KIT noch eine große Rolle. Aber inzwischen haben sich die 1.250
Forscher am „KIT-Zentrum Energie“ auch
auf dem Feld der erneuerbaren Energien,
der Energieeffizienz und der Energiespeicherung einen Namen gemacht. Letzterer
widmet sich die Projektorganisation
­„Competence E am KIT“ seit Januar 2011.
Rund 250 Mitarbeiter verfolgen das Ziel, bis 2018 Batteriesysteme für den Einsatz in
Fahrzeugen und stationären Anwendungen
zu entwickeln, die eine Energiedichte von
250 Wh/kg aufweisen und in Serienfertigung zu Kosten von 250 €/kWh herstellbar
sind. Dafür steht ein Budget von 200 Mio. €
bereit. Der Gesamtetat des KIT lag 2013 bei
795 Mio. €. Die Grundfinanzierung stellen
der Bund (249 Mio. €) und das Land BadenWürttemberg (212 Mio. €). Hinzu kommen
Drittmittel (334 Mio. €), die bei Forschungsausschreibungen eingeworben werden.
36
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Die Speichereinheit verwertet direkt den
Strom aus einem 36,5-kW-Feld, kann aber
auch in AC-Kopplung arbeiten und die Fluk­
tuationen des gesamten 1-MW-Feldes auf
der AC-Seite dämpfen. Dazu ist eine etwas
größere Batterie notwendig, die bereits in
Planung ist. Gesteuert durch neuartige
­Prognose- und Regelungsverfahren glätten
die Batterien die Erzeugungsspitze am
­Mittag und können den Strom bei Bedarf
­etwa abends, nachts oder morgens wieder
abgeben. Die beiden Lithium-Ionen Batte­
rien mit 25 und 50 kWh Speicherkapazität,
die ­Central Control Unit (CCU) sowie der
DC/AC- (250 kW) und die DC/DC- (je 25
kW) Wandler sind in zwei Containern ver­
baut. Während die Wandler von Siemens
stammen, wurde das Gesamtsystem sowie
die CCU vom KIT entwickelt. Die Kapazität
des Speichersystems ist aufgrund des mo­
dularen Aufbaus bis zu einer Kapazität von
2 MWh erweiterbar.
Die Anlage in Karlsruhe ist auch ein ein
riesiges Solarmodul-Freilandlabor, in dem
Module neuester Technologien installiert
sind und unter realen Einsatzbedingungen
hinsichtlich Stromertrag und Alterungsver­
halten untersucht werden. Solarwatt ist an
den Messergebnissen besonders interes­
siert, weil in der Anlage neben 2.640 eigenen
auch 1.360 Module von Trina, Yingli und JA
Solar auf denselben Gestellen verbaut sind.
„So erhalten wir Messkurven unter realen
Bedingungen und können unsere Module
­direkt mit denen der Wettbewerber verglei­
chen“, erklärt Solarwatt-F&E-Chef Steffen
Friedrich.
Solar-Forschungspark spart
Stromkosten
Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnis­
gewinn hat der neue Solarstrom-­SpeicherPark auch einen wirtschaftlichen Nutzen.
Der Solarstrom wird auf dem KIT-Campus
Nord zum Betrieb von Großforschungs­
geräten genutzt. Im Jahresverlauf deckt er
etwa 2 % des gesamten KIT-Strombedarfs.
Insgesamt wurden ca. 1,5 Mio. € in den
­Solar-Forschungspark investiert. Dem steht
eine jährliche Stromkostenersparnis von ca.
200.000 € aus dem Solar-Speicher-Park
gegenüber. Die Inbetriebnahme am 11. Juli
erfolgte übrigens noch rechtzeitig: Drei
­Wochen später hätte sich die Amortisa­
tionsrechnung durch die neue EEG-­
Eigenverbrauchsumlage nicht unerheblich
­verschlechtert.
Reinhard Siekemeier
„6,9 Cent sind doch mal eine Ansage!“
Olaf Wollersheim, Projektleiter Competence E beim Karlsruher Institut für Technologie
(KIT), zur Idee, Zielsetzung und Zukunft des Solar-Speicher-Parks.
SW&W: Herr Dr. Wollersheim, wie kam es
2012 zur Idee des Solar-Speicher-Parks?
Olaf Wollersheim: Zuallererst war es eine
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Wir haben
ausgerechnet, dass eine PV-Anlage für das
KIT profitabel sein muss, weil sie uns eine
Menge Stromkosten spart. Aufgrund
­unserer hohen Grundlast nutzen wir den
Solarstrom immer zu 100 % für den
­Eigenverbrauch. Eine EEG-Vergütung
­nehmen wir nicht in Anspruch.
SW&W: Das hier ist aber mehr als eine
einfache PV-Anlage!
Wollersheim: Richtig. Wenn man auf dem
Gelände einer Forschungseinrichtung eine
PV-Anlage baut, sollte man daraus ein inte­
ressantes Forschungsprojekt machen. Des­
halb haben wir die Module nicht nur strikt
nach Süden ausgerichtet und auch bei den
Neigungswinkeln variiert. Wir wollten durch
diese Ausrichtung der Photovoltaik den
Lastgang des Kunden nachbilden.
man die Gesamtsystemkosten im Blick
­haben. Das haben wir erreicht: Unsere
­Anlage ist profitabel.
SW&W: Konkreter bitte: Was kostet die
­ ilowattstunde aus dem Solar-SpeicherK
Park?
Wollersheim: Der Strom aus dieser Anla­
ge kostet das KIT auf 20 Jahre Laufzeit ge­
rechnet 6,9 Ct/kWh. Und diesen Strom­
preis haben wir uns durch die Langlebig­
keit der Anlage für 25, 30 Jahre gesichert.
­Dabei sind die Modulleistungsdegression
– wir rechnen mit 10 % nach 30 Jahren –
und Wechselrichterreparaturen bereits
berücksichtigt. Das ist doch mal eine An­
sage.
SW&W: Bei derartigen finanziellen Vorteilen: Hätte die Anlage nicht noch größer
ausfallen können? Genug freie Flächen
und große Dächer gibt es doch auf dem
Campus-Gelände.
SW&W: Welche Vorteile hat das?
Wollersheim: Dadurch konnte die Batterie
kleiner dimensioniert werden. Das hat uns
geholfen, die Gesamtkosten zu senken, da
die Kilowattstunde Solarstrom direkt aus
dem PV-Modul günstiger ist als die Kilo­
wattstunde aus der Batterie. Durch Westund Ostmodule, flachere und steilere An­
stellwinkel haben wir unterm Strich finanzi­
ell mehr gewonnen als an Stromertrag
­verloren. Entscheidend ist, den Gewinn des
ganzen Projekts zu optimieren. Dazu muss
Wollersheim: Absolut. Wir hätten hier noch locker 700 kW zusätzlich installieren
können, unser Investitionsbudget war aber
begrenzt. Wir werden dem KIT-Präsidium
aber eine Erweiterung der Anlage vorschla­
gen. Den Masterplan dazu haben wir ja
­geliefert. Außerdem haben wir bereits einen
externen Lizenznehmer.
SW&W: Können Sie mehr verraten?
Wollersheim: Ja. Die Karlsruher Firma
­AccuSol wird auf der griechischen Insel
Karpathos ein ähnliches Solar-Speicher­
system bauen und so Dieselgeneratoren
­ersetzen. Dieselstrom ist dort definitiv
­teurer als Solarstrom und zwar inklusive
der Batteriekosten. Und umweltschädlicher
sowieso. Wir hoffen sehr, dass dieses Pro­
jekt Schule macht, auch im Interesse des
KIT, da wir auch durch die Lizenzgebühren
langfristig unsere Entwicklungskosten
­wieder einspielen können.
Das Interview führte Reinhard Siekemeier.
Wir denken an morgen
Ihr Partner mit
unendlicher Energie
Besichtigungstour im Solar-Speicher-Park am KIT mit Modul­
feldern (linke Seite) und Batteriespeichern
Fotos (2): Reinhard Siekemeier
Mit regenerativer Energie beschäftigen wir uns seit über 20 Jahren.
Deshalb sind wir ein starker Partner für alle Energiethemen.
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Sonne Wind & Wärme 25.08.14
09/2014 15:04
37
Panorama
wissenschaft & technik schallforschung
Psychoakustik
im Windpark
Psychologen sind sich sicher, dass das Verhältnis zu den Windenergieanlagen eine große Rolle spielt. Wer seine Mühle direkt am Hof hat, deutet
Fotos (2): Torsten Thomas
die Betriebsgeräusche anders als jemand, der sich ohne Beteiligung mit dem Lärm arrangieren muss. Mit langen Blättern und aerodynamischem Feinschliff holen
die Hersteller immer mehr Leistung aus ihren Windenergieanlagen heraus. Das ist gut fürs Geschäft, geht einigen
­Anwohnern von Windparks aber gewaltig auf die Nerven –
denn die Beurteilung der Geräusche findet im Kopf statt.
M
achen Windparks betroffene
­Anwohner krank oder nicht? Zu
dieser Frage gibt es viele Meinungen, aber kaum empirische Studien. Neue
Erkenntnisse liefert eine jüngst veröffentlichte Untersuchung, die von der Deutschen
­Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Projektierer wpd AG finanziert wurde. Inhaltlich
geht es in dem 220.000 € teuren Papier um
die Geräuschkulisse im niedersächsischen
Windpark Wilstedt. Die bewegt sich deutlich
unterhalb der erlaubten Grenzwerte, schlägt
einigen Anwohner aber trotzdem aufs
­Gemüt. Bei 10 % der 212 Befragten stellten
­Gesundheits- und Umweltpsychologen der
beteiligten Martin-Luther-Universität in
­Halle-Wittenberg (MLU) eine starke Belästigung fest. Die schlug sich in Schlafproblemen, Gereiztheit oder negativen Stimmungen nieder. Bei einer Mehrheit der Befragten
hatte der Windpark aber keinen Einfluss auf
das gesundheitliche Befinden. „Trotzdem
38
Sonne Wind & Wärme 09/2014
sollten wir das Problem ernst nehmen und
es empirisch untermauern“, sagt Gundula
Hübner vom MLU.
Strömungsabriss am Blatt
Schuld an der problematischen Geräuschkulisse sind Strömungsabrisse am Rotorblatt und ein Phänomen, das Akustiker als
Amplituden-Modulation bezeichnen. Dahinter verbergen sich minimale Änderungen
­eines an sich konstanten Schallpegels im
Sekundenbereich. Obwohl die Ursache noch
nicht gefunden ist, haftet dieses Problem
großen Windmühlen an, die mit immer
­längeren und aerodynamisch optimierten
Flügeln glänzen. „Wenn die Rotoren nachts
im Wind arbeiten, dann verursachen besondere Ereignisse dieses Geräusch. Ein einheit­
liches und genormtes Messverfahren für die
Erfassung der Amplituden-Modulation gibt
es ­bisher aber nicht“, sagt Detlef Piorr vom
nordrhein-westfälischen Landesamt für
­Natur, Umwelt- und Verbraucherschutz. Er
ist dort für die Geräuschbelastungen durch
Industrie- und Gewerbeanlagen zuständig
und nach Einschätzung der Akustiker auf
der richtigen Fährte. „Es hat mit Strömungsabrissen am Blatt zu tun. Die Rotoren der
großen Windmühlen durchfahren ein hohes
Windprofil, das große Unterschiede aufweist. Daher gibt es Forschungsbedarf, denn
eigentlich werden die Anlagen auf die Nennleistung bezogen immer leiser“, bestätigt
auch Oliver Bunk, Fachbereichsleiter
für Windenergieanlagen bei den Kötter
­Consulting Engineers.
Problem nicht aussitzen
So ein Fall ist Wilstedt. In der Gemeinde mit
1.700 Einwohnern betreibt wpd seit 2009 einen Windpark mit neun Anlagen von Enercon.
Die 150 m hohen WEA vom Typ E 82 sind
1,4 km von der nächsten Bebauung entfernt
und dort mit maximal 33 dB A zu hören.
­Erlaubt wären nach der maßgeblichen TALärm je nach Tageszeit und Wohngebiet zwischen 35 und 55 dB A. Obwohl die Welt damit juristisch in Ordnung ist, gibt es Unmut.
Der stellte sich zum einen im Vorfeld ein, weil
eine örtliche Bürgerinitiative sowie der
­Naturschutzbund Deutschland gegen das
Projekt vor Gericht zogen. Und danach, weil
ein als „Pfitsch – Pfitsch – Pfitsch“ beschriebenes Geräusch in Abhängigkeit von Windrichtung und -geschwindigkeit für Beschwerden sorgte. In einem Vergleich mit den Streitparteien hatte wpd daher der Lärmstudie zugestimmt und sich an den Kosten beteiligt.
Theoretisch hätte der Projektierer den Streit
bequem aussitzen können. „Das wäre praktisch, aber nicht richtig gewesen, denn der
mögliche Lärm spielt bei den Windparkplanungen eine sehr wichtige Rolle. Was wir
­machen, soll nachhaltig und eine Visitenkarte
für das Unternehmen sein“, begründet wpdChef Klaus Meier den finanziellen Einsatz.
Also rückte das DEWI mit seinem Equipment an, um im Windpark und bei betroffenen Bürgern zu messen. Die Psychologen
übernahmen die Befragung und holten sich
für einen Vergleich Stichproben bei Anwohnern von 13 weiteren Windparks ab. Erhoben
wurden die Daten zum ersten Mal 2012.
­Damals störten sich 30 % der befragten
Wilsteder überhaupt nicht an den Anlagen.
Weitere 25 % fühlten sich mäßig und die
­erwähnten 10 % stark belastet. Um dem
Phänomen auf die Spur zu kommen, wurden
zum einen digitale Geräte zur Aufnahme der
Pfitsch-Geräusche verteilt und zum anderen
die Betriebsmodi der Anlagen über eine
Laufzeit von sechs Monaten verändert. Alle
zwei Wochen befragten die Psychologen eine
ausgewählte Schar von Anwohnern nach
­ihren Eindrücken. Mit einer dicken Überraschung: „Die Änderung der Betriebsparameter hat überhaupt keine Unterschiede sichtbar werden lassen. Es gab weder eine lineare
Entwicklung noch eine Systematik. Wir hätten erwartet, dass sich ein positiver Effekt
durch andere Betriebsparameter einstellt. Im
Ergebnis spielt der Abstand zu den Anlagen
überhaupt keine Rolle, Das bestätigte sich
auch anhand der Stichproben bei den anderen Windparks“, erklärt Projektleiter ­Johannes
Pohl etwas ­ratlos.
Überraschendes förderte auch die zweite
große Befragung 2014 zutage. Um einen Vergleich zu anderen Lärmquellen zu bekommen, wurden zusätzlich die Belästigungen
durch den Verkehr abgefragt. Im Ergebnis
fühlten sich nur noch 7 % der Befragten von
dem Windpark stark belästigt, aber 16 %
vom Verkehr in Wilstedt. „Unterm Strich
scheinen Menschen die Geräusche mit der
Zeit besser zu verarbeiten. Damit wirkt sich
der Betrieb des Windparks eher positiv aus“,
glaubt der Psychologe. Was sich gut für die
Branche anhört, erklärt Pohl so: „Die anfangs höheren Werte können daran liegen,
dass die Planungs- und Bauphase zu einer
mehrjährigen Stressphase in Wilstedt geführt hat“.
Garantien sind relativ
Die war in der Tat umstritten: „Kein Thema
hat in den letzten 25 Jahren für solche Diskussionen gesorgt wie der Windpark. Den
Abstandsregeln wird einfach zu wenig
­Bedeutung beigemessen. Wir konnten eine
Entfernung von 1,4 Kilometern zu nächsten
Wohnbebauung durchsetzen. Sonst hätte es
wohl noch größere Probleme gegeben“, sagt
Wilstedts Bürgermeister Traugott Riedesel.
Obwohl der Zorn in seiner Gemeinde fast
verraucht ist, bleibt das Geräusch. Bislang
mussten sich Gerichte nur in NRW ca. 150
Mal mit dem Thema Lärm beschäftigten. In
30 Fällen hatte Detlef Priorr WEA nachmessen lassen. Das ist bei ca. 3.000 Windmühlen nicht viel, „aber nur knapp 51 Prozent der
WEA halten die von den Herstellern garantierten Schallpegel ein. Da würde man sich
bessere Ergebnisse wünschen“, moniert er.
Für diese Garantien vermessen die Hersteller ihre Prototypen an unterschiedlichen
Standorten. Mit den Werten und unterschiedlichen WEA berechnen die Projektierer anschließend, wie viel Lärm bei Anwohnern ankommt und welcher Ertrag sich auf
Fläche erzielen lässt. Wie oft der maximale
Schalleistungspegel im Jahr erreicht wird
und wie er sich ausbreitet, wird durch ein
normiertes Verfahren aber nur auf einer
­Höhe von 10 m berechnet. Zudem haben
Akustiker der dänischen Universität Aalborg
analysiert, dass selbst bei identischen WEA
der Lärm um mehrere Dezibel abweichen
kann, obwohl sie die gleiche Höhe haben.
Auflagen der TA-Lärm erfüllt sind. „Die Beurteilung von Geräuschen findet im Kopf statt.
Da sind wir im Bereich der Psychoakustik“,
weiß Joachim Gabriel, Lärmgutachter beim
DEWI. Darum sieht er Bedarf an weiteren
Forschungen und plädiert für ein Übereinkommen in der Windbranche. „Wilstedt ist
kein Einzelfall, weil das Geräusch auch bei
anderen Windparks im In- und Ausland auftritt. Darum ist es zunächst wichtig, ein
­genormtes Messverfahren für die Amplituden-Modulation zu entwickeln. Nur mit dem
richtigen Werkzeug werden die Lärmquellen
messbar und lassen sich auch vergleichen“,
so Gabriel. Ihm schweben Langzeitmessungen vor, die am besten mit realen und hochaufgelösten Betriebsdaten abgeglichen
­werden. So ließe sich herausfinden, ob
­veränderte Fahrweisen oder bestimmte Einstellungen die Ursache sind.
Ordentlich Druck spüren auch die Windradbauer. „Wir nehmen die Beschwerden
sehr ernst. Unsere Forschungsabteilungen
suchen unter Hochdruck nach den Ursachen und einer Lösung. Es ist aber gar nicht
so einfach, weitere Beispiele wie Wilstedt zu
finden“, sagt Hendrik Sroka von Enercon.
Damit schlägt sich auch die Konkurrenz herum. „Es gibt im Ausland weitere Windparks,
bei denen das Phänomen auftritt. Wir hätten
am liebsten eine einzelne unserer Anlagen
mit diesem Geräusch, um sie zu vermessen“, so Andreas Petersen von GE Wind
Torsten Thomas
Energy. Subjektive Wahrnehmung
Den Unmut der Bürger bekommen die Windparkbetreiber zu spüren und reichen ihn an
die Hersteller und Lärmgutachter weiter.
Letztere sind aber ziemlich hilflos, wenn alle
Windpark Wilstedt: Die neuen Anlagen sind 1,4 km von der Bebauung entfernt. Trotzdem fühlen
sich manche Anwohner von Geräuschen beeinträchtigt.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
39
Panorama
Wissenschaft & Technik Nachrichten
Neuer vollautomatischer
Pelletskessel von Viessmann
Stabiles Stromnetz mit 100 %
Erneuerbaren möglich
■ Der Heiztechnikexperte
Viessmann stellt seinen neuen
Pelletskessel Vitoligno 300-C
für Ein- und Zweifamilienhäuser
vor, der einen Wirkungsgrad
von bis zu 95,3 % bietet.
Der Vitoligno 300-C ist in
zwei Leistungsbereichen von
2,4 bis 8 beziehungsweise 2,4
bis 12 kW erhältlich und lässt
sich mit Maßen von 77 x 85 x
123,3 cm platzsparend unter­
bringen. Außerdem kann der
Kessel an der Wand oder in
­einer Ecke montiert werden, da sich alle Anschlüsse auf der
Oberseite befinden und alle
Komponenten für die Wartung
von vorne zugänglich sind.
Die Zündung erfolgt auto­
matisch über ein keramisches
Heizelement und die Verbren­
nungsluft kann sowohl über ein
Luft-Abgassystem als auch di­
rekt aus dem Heizraum zuge­
führt werden. Der Pelletskessel
kann automatisch oder manuell
befüllt werden und ist standard­
mäßig mit einem Saugsystem
für die Befüllung aus einem
­Lager ausgestattet. Er läuft voll­
automatisch und reinigt alle mit
Asche verschmutzten Flächen
selbsttätig. Die Asche wird
­verdichtet in der 20 L fassen­
den Aschebox gelagert, die nur
■ Ein bundesweites
Stromsystem ohne­
fossile Energien zu
­entwickeln ist möglich.
Das zeigt der Ab­
schlussbericht des
­Forschungsprojekts
Kombikraftwerk 2. Drei
Jahre lang haben die
Solarstrom, Windenergie und Biogas: VersorgungsForscher dazu reale
sicherheit braucht keine fossilen Kraftwerke.
Anlagen getestet und
Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien
Simulationen davon
­erstellt, wie sich aus­
dieser Zukunftsvision: Wind
schließlich mit erneuerbaren
und Sonne. Mit einem Anteil
Energien der Strombedarf de­
von 53 % beziehungsweise
cken und die stabile Versorgung
20 % steuern diese den größ­
sichern lässt.
ten Teil zur Energieversorgung
Im Projekt ging es vor allem
der Zukunft bei. Die restlichen
darum, wie sich die Netzstabi­
27 % verteilen sich auf Bioener­
lität erhalten lässt, wenn der
gie, Wasser-und Geothermie­
Strommix zu 100 % aus erneu­
kraftwerke, Batteriespeicher
erbaren Energien besteht.
und Gaskraftwerke. Letztere
„Nachdem wir schon 2007 mit
verwenden in der Simulation
der Bedarfsdeckung durch ein
entweder Biomethan oder
regeneratives Kombikraftwerk
­Methan, das mit überschüssi­
viele Vorurteile widerlegen
gem Wind- und Solarstrom her­
konnten, wollten wir uns nun
gestellt wurde. Das Team ermit­
­einer neuen Herausforderung
telte, welche Maßnahmen nötig
stellen und detailliert die Ver­
sind, um die Systemstabilität
sorgungssicherheit einer rein
sicherzustellen. Unter anderem
auf erneuerbaren Energiequel­
müssen zum Beispiel auch
len basierenden Stromerzeu­
­dezentrale EE-Anlagen mit
gung untersuchen“, erläutert
­sicheren und leistungsfähigen
Kurt Rohrig, stellvertretender
Kommunikationsstandards
Leiter des Fraunhofer IWES. Da­
überwacht und gesteuert wer­
mals wies das Vorgängerprojekt
den können. Außerdem sollten
Kombikraftwerk 1 nach, dass es
man verschiedene Anlagen in
möglich ist, den Strombedarf
Kombikraftwerken verknüpfen,
langfristig ohne Kohle- und
um Nachteile der einzelnen An­
Kernkraft zu decken. Am
lagen oder Ausfälle abzufangen.
­Projekt unter der Leitung des
Schon heute können erneu­
Fraunhofer IWES waren auch
erbare Energien zur Systemsta­
Partner aus Industrie und
bilität beitragen, zum Beispiel
­Wirtschaft beteiligt.
indem sie eine Regelleistung
Im Rahmen des Projektes
­erbringen. Doch bisher ist der
erstellten die Forscher ein Zu­
Regelleistungsmarkt zu sehr
kunftsszenario, in dem viele
auf konventionelle Kraftwerke
Stromerzeuger und Verbrau­
ausgerichtet. „Auch wenn noch
cher mit ihren Standorten ein­
einiges getan werden muss,
gezeichnet sind. Auf der Home­
können wir den heutigen hohen
page des Projektes gibt es un­
Grad an Versorgungssicherheit
ter anderem eine interaktive
zukünftig auch allein auf Basis
Karte, auf der sich die Stromer­
erneuerbarer Energiequellen
zeugung und der Verbrauch in
erreichen“, erklärt Kaspar
den verschiedenen Regionen
Knorr, Projektleiter beim IWES.
vergleichen lassen. Mithilfe von
(tp)
realen Wetterdaten ermittelten
Weitere Informationen:
die Wissenschaftler schließlich
www.kombikraftwerk.de
die wichtigsten Energieträger
ein bis zwei Mal pro Jahr
­entleert werden muss.
Die Regelung des Vitoligno
300-C ist witterungsgeführt
und kann in der Standardaus­
führung bis zu drei unterschied­
liche Heizkreise ansteuern. Im
Moment lässt sich das Gerät
bereits mithilfe einer zusätzli­
chen Fernbedienung per Funk
steuern und ablesen. Ab 2015
will Viessmann auch die Steue­
rung per Smartphone-App
(tp)
­ermöglichen. Weitere Informationen:
Viessmann Werke, Viessmannstraße 1,
35108 Allendorf (Eder), Tel. 06452/70-0,
Fax 06452/70-2780, www.viessmann.de
Der neue Pelletkessel Vitoligno
300-C zum Heizen mit Holz in
Neu- und Bestandsbauten
Foto: Viessmann
Solimpeks steigt in
Rohrfertigung ein
■ Der türkische Kollektor­
hersteller Solimpeks hat sein
Produktportfolio erweitert und
stellt jetzt auch flexible Edel­
stahlwellrohre in den Nennwei­
ten DN16 und DN25 her. Dazu
hat das Unternehmen eine
­Fertigungskapazität von
600.000 m/a aufgebaut.
­Soliflex besteht aus der Edel­
stahllegierung AISI 316. Es kann
für Solarkreisleitungen und als
Wärmetauscher in Speichern
eingesetzt werden.
Als Solarflex double bietet
­Solimpeks sein neues Rohr
auch als vorisolierte Doppel­
40
Sonne Wind & Wärme 09/2014
solarleitung mit EPDM-Däm­
mung an. Abgerundet wird das
neue Produktspektrum mit
­Fittingen für die Wellrohre und
flexiblen Kompensatoren für
die Verbindung von Kollektoren
untereinander. Die Mitteilung
erreichte SW&W nach Redak­
tionsschluss der Marktüber­
sicht Solarrohre (siehe Seite
102). Daher ist das neue Pro­
dukt dort noch nicht aufgeführt.
(jpm)
Weitere Informationen:
Solimpeks Solar GmbH, Marcel-BreuerStraße 15, 80807 München,
Tel. 089/59082324, Fax 089/59081200,
­info@solimpeks.de, www.solimpeks-shop.de
energiedienstleister
Im Fokus
Dienstleister
in Sachen Energie
Wasserkraft (hier das Kraftwerk Horb) ist eine wichtige Säule im
­regenerativen Energiemix der Stadtwerke Tübingen. Doch statt Pläne
für ein drittes Wasserkraftwerk zu realisieren, starteten die Stadtwerke
die ­Aktion „Null-Komma-Strom“. Damit halfen Sie ihren Kunden, Strom
zu sparen – und konnten auf das dritte Kraftwerk verzichten. Ab Seite
42 lesen Sie, warum die Aktion den Titel „KlimaStadtWerk des Monats
Mai 2014“ erhielt.
Der Wettbewerb im Bereich Energiedienstleistungen wird für
­Stadtwerke in den nächsten Jahren „immens zunehmen“, sagt VKU-­
Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck voraus. Im Interview ab Seite
44 plädiert er für verpflichtende Energieeffizienzziele auf europäischer
Ebene.
Foto: Stadtwerke Tübingen
Die Abschaffung des Grünstromprivilegs im neuen EEG erschwert die
Direktvermarktung von Ökostrom erheblich. Doch was ein Rückschlag
für die Energiewende ist, könnte sich als Chance für Stadtwerke
­erweisen. Lesen Sie mehr dazu ab Seite 46.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
41
Im Fokus
e n e r g i e d i e n st l e i st e r St r o m s pa r k a m pag n e
„Wir sind keine
kWh-Durchschieber“
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zeichnete die Stadtwerke Tübingen für ihre Stromsparkampagne als KlimaStadtWerk des Monats Mai 2014
aus. Auf dem Foto zu sehen sind (v.l.n.r.): Verena Gal (Projektmanagerin Kommunaler Umweltschutz DUH), Robert Spreter (Leiter Kommunaler
Foto: Gudrun de Maddalena
Umweltschutz DUH) sowie die swt-Geschäftsführer Wilfried Kannenberg, Ortwin Wiebecke und Achim Kötzle.
Mit der Stromsparkampagne Null-Komma-Strom helfen die Stadtwerke
Tübingen ihren Kunden beim Stromsparen. Gutmenschentum ist das
nicht, sie sichern sich damit auch ihre eigene Zukunft.
G
ewinnmaximierung ist das vorderste Ziel
­allen Wirtschaftens. Ein Student der
­Betriebswirtschaftslehre lernt das im ersten
Semester. Und so erstaunt es, wenn Achim Kötzle,
Geschäftsführer für den Bereich Energiewirtschaft
der Stadtwerke Tübingen (swt) GmbH, sagt: „Es ist
nicht unser Interesse, möglichst viel Energie zu
­verkaufen.“ Ist es nicht das originäre Ziel eines Energieversorgers, möglichst viel Energie abzusetzen?
Noch dazu Strom, der das umsatzstärkste Geschäftsfeld ist? „Nein“, meint Kötzle, „was wir wollen, sind
möglichst viele Kunden.“ Dafür, aber auch aus ökologischen Gründen, haben die Stadtwerke Tübingen die
Stromsparkampagne „Null-Komma-Strom – Wir
­sparen uns ein Kraftwerk“ ins Leben gerufen. Wenige
Monate vor ihrem Ende ist das Ziel schon fast
­erreicht.
„Der Titel kommt natürlich von Nullkommanix“,
­erklärt Kötzle den Kampagnenslogan. „Aber ganz
­ohne Strom geht es natürlich nicht.“ Die Stadtwerke
42
Sonne Wind & Wärme 09/2014
wollen ihren Kunden auch weiterhin elektrische
­Energie ­verkaufen, nur weniger soll es eben sein.
„Wann ist der Kunde zufrieden? Wenn er weniger
zahlt. Deswegen helfen wir dabei zu sparen.“ Auch der
Untertitel hat ­einen realen Hintergrund. In Tübingen
gibt es zwei Wasserkraftturbinen mit jeweils 300 kW
Leistung. Die Stadtwerke hätten gern eine dritte Turbine gebaut. Aber die sparen sie ein, indem sie den
Strombedarf reduzieren.
Wirtschaften im liberalisierten Markt
Die Stadtwerke Tübingen blicken auf eine lange
­Tradition zurück. Mit dem ersten Gaswerk, das 1862
in Tübingen in Betrieb ging, begann die Energielieferung. Heute beschäftigt das zu 100 % kommunale
Unternehmen 450 Mitarbeiter und erwirtschaftet
ca. 200 Mio. €/a Umsatz. Mit einer Stromlieferung
von 740 Mio. kWh/a liegt der Umsatz in diesem
­ eschäftsbereich bei 100 Mio. €/a. Darauf ­folgen die
G
Sektoren Gas mit 46 Mio. € Umsatz sowie Wärme mit
12 Mio. € Umsatz.
Mit der Liberalisierung des Strommarktes 1998
und dem Ausbau der erneuerbaren Energien haben
sich die Rahmenbedingungen für Energieversorger
grundlegend geändert. „Es gibt eine wahnsinnig ­große
Konkurrenz“, so Kötzle. In Tübingen gäbe es weit über
100 Stromlieferanten, die an die Bürger liefern. Davon
habe sein Unternehmen aber einen Marktanteil von
„über 90 %“, sagt er zufrieden. „Das beweist, dass die
Preise konkurrenzfähig sind und das Image interessant ist.“ 42.000 Kunden haben die swt in Tübingen
und nochmals etwa die gleiche Zahl außerhalb der
Stadt.
„Stadtwerke haben heute eine andere Aufgabe als
früher“, sagt Kötzle. Früher hätten Stadtwerke Kilo­
wattstunden Strom eingekauft und verkauft. „Sie ­haben
Energie durchgeschoben.“ Das Geschäftsmodell habe
sich aber grundlegend gewandelt: Stadtwerke müssten
heute vielfältige Energieeffizienz-­Dienstleistungen
­anbieten. Und so sagt er für sein Unternehmen: „Wir
entwickeln uns von einem Energieversorger hin zu
­einem Rundum-Energiedienstleister.“
Dabei gehört der Klimaschutz zum Leitbild. Die
Stadtwerke Tübingen haben sich in ihrer Unternehmensstrategie dem ökologischen Engagement verpflichtet. Wichtigste Handlungsfelder sind Energie­
effizienz, erneuerbare Energie und Mobilität. Auch
das Stromsparen, eine Säule der Energiewende, steht
bei den Stadtwerken schon länger auf der Agenda.
Unter einem Dach
„Einzelne Bausteine aus unserer Stromsparkampagne gab es auch schon vorher“, sagt Kötzle. „Aber wir
haben sie alle unter einem Dach zusammengefasst
und eine Kampagne daraus gemacht. Das ist das
­Besondere daran.“
Start der Null-Komma-Strom-Kampagne war
­Anfang 2012, Ende dieses Jahres läuft sie aus. Das Ziel
lautet, ca. 1,5 Mio. kWh/a Strom einzusparen. Mit
­insgesamt neun Maßnahmen wollen die Stadtwerke
­Privat- und Gewerbekunden dazu motivieren, Strom
einzusparen. Eine Aktion, die Kötzle persönlich sehr
gut gefällt, ist das Heizungspumpen-Contracting. „Die
Pumpe steckt in einem dunklen Loch, man sieht sie
nicht, sie braucht aber viel Strom“. Ein „typischer
Schwabe“ sage sich da: So lange sie läuft, brauche ich
nichts zu machen. Deshalb haben die Stadtwerke sich
folgendes Modell überlegt. Ein Handwerker tauscht im
Auftrag der swt die alte Pumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe aus. Der Kunde zahlt die Verbrauchsmenge mit der alten Pumpe vier Jahre lang weiter. Ab dem
fünften Jahr entfällt diese Position. Er spart weiterhin
Strom ein und hat eine niedrigere Stromrechnung.
Weitere Bausteine sind der Stromsparcheck und
das Energiesparcoaching für Haushalte mit einem
Mindeststromverbrauch von 4.500 kWh/a. Für Privathaushalte gibt es außerdem einen Zuschuss von 50 €
beim Kauf eines A++-Kühlschranks. Außerdem können
sie ein Stromsparpaket von den swt erwerben. Darin
befinden sich Stromsparhilfen wie LED-Leuchten,
Strommessgeräte und Steckerleisten. Im Energiesparshop können sie diese Hilfsmittel auch online
­bestellen.
Energiesparen im Unternehmen
Kleine und mittlere Untenehmen können eine Energiesparberatung in Anspruch nehmen. Voraus­setzung
ist, dass sie mindestens 5.000 €/a für Energie zahlen.
Für Unternehmen aus Gewerbe und Industrie gibt es
zwei Maßnahmen. Im Rahmen des BeleuchtungsContractings können sie alte Leuchtmittel gegen
neue, effizientere LED austauschen lassen. Die swt
übernehmen die Investition und errechnen eine
­Contracting-Rate, die der Kunde überweist. Unternehmen mit Mindestenergiekosten von 5.000 €/a
können außerdem eine Energieeffizienzberatung in
Anspruch nehmen.
„Die Maßnahmen für Energie und Gewerbe bringen
am meisten“, weiß Kötzle. Zwei Drittel der Einsparung
konnten so erreicht werden. Insgesamt liege die Einsparung schon bei 86 % des Zieles. Die Bürger sparen
bereits ca. 1,29 Mio. € kWh/a Strom ein. Aber die
­Tübinger Bürger seien ohnehin energiebewusst, sagt
er. Seit acht Jahren sei der Stromverbrauch rückläufig.
Haushalte, Industrie und Gewerbe verbrauchten ca.
390 Mio. kWh/a Strom, und das obwohl es mehrere
Neubaugebiete gäbe, die Industrie wachse und die
Großkliniken einen steigenden Verbrauch hätten.
Von dem Erfolg der Kampagne zeigt sich Kötzle
selbst überrascht. „Wir haben es nicht so hoch eingeschätzt.“ Das Erfolgsrezept führt er darauf zurück,
dass man ein Gesamtpaket entwickelt habe. Einzelmaßnahmen würden nicht soviel Aufmerksamkeit
­erhalten. Ein paar Skeptiker gebe es allerdings auch
noch. „Ihr wollt doch nur möglichst viel verkaufen“,
das bekämen die Stadtwerke hin und wieder zu hören.
Diese Skepsis sei auch die größte Hürde bei der Kampagne, so Kötzle. „Das ist nicht so“, betont er dann.
„Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Wir sind ­keine
kWh-Durchschieber, sondern Dienstleister.“
Ende des Jahres wird die Kampagne, wie geplant,
beendet. „Wir werden uns dann verstärkt um die
­Wärme kümmern“, so der Geschäftsführer. Außerdem
sind internetbasierte Aktionen für die Kunden außerhalb Tübingens geplant. Und die Stadtwerke Tübingen
wollen einen Umweltpreis für Vereine und Verbände
ausloben. Dem grünen Image der Stadtwerke werden
die Maßnahmen sicher zuträglich sein. Aber das ist
natürlich gewollt.
„Wir haben nicht nur ökologische Interessen“,
räumt Kötzle ein. „Unsere Zukunft hängt davon ab,
wie wir uns positionieren.“ Natürlich gebe es auch ein
ökonomisches Interesse. Die oberste Maxime der
­Betriebswirtschaftslehre soll also auch in Tübingen
nicht auf den Kopf gestellt werden.
Ina Röpcke
Weitere Informationen:
Stadtwerke Tübingen GmbH: www.swtue.de
Null-Komma-Strom: www.null-komma-strom.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
43
Im Fokus
energiedienstleister VKU
„Wir wollen nicht weniger,
sondern mehr machen“
Der Jurist Hans-Joachim Reck ist seit September 2007 Hauptgeschäftsführer des Verbandes
kommunaler Unternehmen (VKU) in Berlin und seit dem 12. Dezember 2011 Präsident des
­Europäischen Zentralverbandes der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen in Europa
(CEEP). Er war lange Zeit in der Politik in verschiedenen Funktionen aktiv, u. a. von 1993 bis
1996 als Bundesgeschäftsführer der CDU. Seine privatwirtschaftliche Erfahrung kommt aus
dem Engagement im Management der Deutschen Telekom AG und als Partner bei einer
­Unternehmensberatung. SW&W sprach mit ihm über Energieeffizienz-Dienstleistungen.
Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes
kommunaler Unternehmen
Foto: VKU
44
Sonne Wind & Wärme 09/2014
SW&W: Her Reck, warum lehnt der VKU
v­ erpflichtende Energieeffizienzziele nach
2020 ab?
Hans-Joachim Reck: Der VKU lehnt die parallele Einführung von verpflichtenden Zielen und
verpflichtenden Maßnahmen, also zum Beispiel Energieeffizienzverpflichtungssysteme,
ab. Wir haben uns in den Verhandlungen zur
EU-Energieeffizienzrichtlinie für eine verpflichtende Zielfestschreibung auf europäischer Ebene ausgesprochen. Allerdings gegen
eine Festschreibung von verpflichtenden
­Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele. Die
Verhandlungspartner konnten diesem Vorschlag, dem sich übrigens auch die Bundes­
regierung Deutschland angeschlossen hatte,
nicht folgen und haben verpflichtende Maßnahmen
verabschiedet. Die EU-Kommission hat in ihrer Mitteilung vom 23. Juli 2014 ein Effizienzziel für 2030
von 30 % vorgeschlagen. Ob dieses Ziel letztlich
­verpflichtend oder nicht ausgestaltet wird, wird sich
voraussichtlich bei einem Treffen der EU-Staats- und
Regierungschefs im Oktober 2014 konkretisieren.
SW&W: Welche Hemmnisse stehen dem Ausbau
von Energiedienstleistungen entgegen?
Reck: Kommunale Energieversorgungsunternehmen
werden auf Grund der kommunalen Eigentümerschaft von verschiedenen Förderprogrammen ausgeschlossen; auch gibt es Einschränkungen durch
das Gemeindewirtschaftsrecht. Das führt in der
Prax­is zu Nachteilen kommunaler Unternehmen
­gegenüber privaten Unternehmen, vor allem in
­Sektoren, in denen beide Seiten voll im Wettbewerb
stehen.
SW&W: Was schlagen Sie stattdessen vor?
Reck: Es steht außer Frage, dass die Energieeffizienz
eine wesentliche Säule der deutschen Energiewende
ist und zudem wesentlicher Baustein, um die Europäische Union in Gänze unabhängiger von Energieimporten zu machen. Doch wie in vielen anderen
­Politikbereichen der EU ist auch die Situation in
­Bezug auf sinnvolle Maßnahmen zur Steigerung der
Energieeffizienz in den Mitgliedstaaten unterschiedlich. Jeder EU-Mitgliedsstaat sollte daher selbst entscheiden können, wie der nationale Effizienzmarkt
zur Erreichung der Effizienzziele ausgestaltet wird.
Ziel muss sein, dass der bestehende Effizienzmarkt
nicht durch falsche Impulssetzungen konterkariert
wird, sondern dass vielmehr komplementäre Instrumente entwickelt werden, die dazu beitragen, den
Energiedienstleistungsmarkt sowohl in der Breite als
SW&W: Die Stadtwerke Emden stellen ihr Gasnetz
für die Speicherung von Methan (aus Windkraft)
zur Verfügung. Es fehlt das Geschäftsmodell. Wie
vermarkten in Zukunft Stadtwerke die Speicherfunktion von Power-to-Gas-Systemen?
Reck: Derzeit sind Power-to-Gas-Anlagen wirtschaftlich nicht rentabel. Um den Sprung hin zum wirtschaftlichen Betrieb einer Anlage zu schaffen, bedarf
es einerseits Fortschritten in der Forschung und
­Entwicklung der Anlagentechnik, andererseits aber
auch Anpassungen des ordnungspolitischen Rahmens. So verhindert zum Beispiel die Einstufung von
Power-to-Gas-Anlagen als Strom-Letztverbraucher
und damit die Belastung des Strombezuges mit den
entsprechenden Abgaben und Umlagen einen kostendeckenden laufenden Betrieb. Hinsichtlich des
Einsatzes im Kraftstoffbereich und zur Erfüllung der
auch in der Tiefe voranzutreiben. Der VKU hat
­Anfang Mai 2014 ein Modell zur nationalen Umsetzung von Artikel 7 EED (Energieeffizienzrichtlinie, d.
Red.) als konstruktiven Beitrag vorgestellt. Das Modell sieht vor, bestehende Instrumente, zum Beispiel
Förderprogramme, weiter auszubauen sowie ein
wettbewerbliches, dezentrales Ausschreibungsmodell zu implementieren, das auf freiwilliger Teilnahme
beruht und allen relevanten Marktteilnehmern, das
heißt auch Stadtwerken, aber beispielsweise auch
Handwerkern und Ingenieuren, offensteht.
verkehrspolitischen Ziele bedarf es der Anrechen­
barkeit von erneuerbarem Wasserstoff und Methan
auf die Biokraftstoffquote beziehungsweise die
­Treibhausminderungsquote. Gerade für kommunale
Unternehmen kann Power-to-Gas eine attraktive
­Option sein, vor allem wenn Energieerzeugung,
Strom- und Gasnetzbetrieb in kommunaler Hand
­liegen. Einige kommunale Unternehmen sind bereits
dabei, Erfahrungen mit Power-to-Gas zu sammeln
und Synergien im Querverbund zu heben.
SW&W: Sie fordern eine flexible Ausgestaltung für
Energiesparverpflichtungen. Ist das nicht geradezu
eine Aufforderung, möglichst wenig zu tun?
Reck: Nein, das ist es gerade nicht. Wir wollen nicht
weniger, sondern mehr machen. Damit das möglich
ist, benötigen wir allerdings geeignete Rahmenbedingungen. Wie bereits gesagt, schlagen wir vor, die bestehende Effizienzlücke mittels eines wettbewerblichen, dezentralen Ausschreibungssystems zu h
­ eben.
SW&W: Ursprünglich konnten sich Stadtwerke auf
das Ziel konzentrieren, ihren Kunden möglichst
viele Kilowattstunden zu verkaufen. Mit der
­Öffnung der Energiemärkte kommt als neues Ziel
dazu, die Kunden überhaupt erst einmal an sich zu
binden. Wie können kommunale Energieversorger
da punkten?
Reck: Die Öffnung der Energiemärkte liegt fast zwei
Dekaden zurück. Kommunale Energieversorgungsunternehmen haben sich zwischenzeitlich zu
­ nergiedienstleistern entwickelt. Sie bieten sowohl
E
­Haushalts- als auch Gewerbe- oder Industriekunden
eine Vielzahl von attraktiven Energiedienstleistungen
an. Diese reichen über Energieberatung, Durchführung von Energieaudits und Energiemanagement­
systemen bis hin zu umfangreichen Contracting-­
Angeboten, wie zum Beispiel Druckluft- oder
­Kältecontracting. Eine im Frühjahr 2012 durchge­
führte VKU/ASEW-Umfrage zu derzeitigen und
­zukünftigen Angeboten der Stadtwerke im Bereich
von Energiedienstleistungen und Energieeffizienz
zeigt zum Beispiel für den Haushaltskundenbereich,
dass 81,3 % der insgesamt 112 Befragungsteilnehmer ­Online-Informationsangebote zur Beratung und
Information über den effizienten Umgang mit Energie
zur Verfügung stellen; knapp 80 % der Befragten
­bieten für diese Zielgruppe Vor-Ort-Beratungen an.
Aber es ist sicher richtig, dass gerade in diesem
­Bereich der Wettbewerb in den nächsten Jahren
­immens zunehmen wird. In den letzten Monaten ist
zu beobachten, dass nicht nur die großen Energie­
konzerne, sondern auch zahlreiche Telekommuni­
kationsunternehmen neue Dienstleistungen rund um
das Smart Home anbieten. Allein mit dem klassischen Energiegeschäft werden die Stadtwerke
­langfristig ihr Portfolio nicht bestreiten können. Auf
der Suche nach Alternativen bietet der Markt für
Energiedienstleistungen interessante Chancen der
Geschäftsfelderweiterung – auf dem Weg vom
­Energieversorger zum ­Energiedienstleister.
Das Interview führte Jörn Iken.
Wir gestalten die Energiewende –
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Onshore und Offshore – Windpark-Projektierung seit 1995
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Im Fokus
energiedienstleister Solarstrom
Perspektiven für den
Direktverbrauch
Solarmodule mit 221 kW Leistung erzeugen vor Ort Strom für den Druckdienstleister Oeding Print GmbH.
Die Abschaffung des Grünstromprivilegs im neuen
EEG macht es für Ökostromanbieter seit August
schwer, Strom aus EEG-Anlagen an Endkunden zu
vermarkten. Neue Geschäftsmodelle für eine lokale Direktvermarktung werden jedoch bereits
­umgesetzt, auch und gerade für Gewerbekunden.
D
ie Naturstrom AG aus Düsseldorf hat reagiert:
Sie ersetzt bei der Ökostrombeschaffung den
bisherigen Anteil an Windenergie fast komplett durch heimische Wasserkraft. Darüber hinaus
sucht man aktiv nach neuen Vermarktungsmodellen
für Ökostrom, beispielsweise aus Photovoltaik. Eines
davon ist die Direktvermarktung an klar definierte
Zielgruppen. Dazu zählen Gewerbebetriebe, mit denen man neuartige Kooperationsformen entwickelt.
Die Ausgangslage ist eigentlich widersprüchlich:
„Die Direktvermarktung von EEG-Strom ist künftig
nur noch über das Marktprämienmodell wirtschaftlich möglich. Doch dann verliert der EEG-Strom seine
grüne Eigenschaft und kann somit nicht zur Belieferung von Kunden eingesetzt werden, die Ökostrom
geordert haben. Stattdessen blüht der Handel mit
Wasserkraft-Zertifikaten aus dem Ausland, mit denen
Graustrom umdeklariert und ökologisch wirkungs­
lose Öko-Ramschtarife konstruiert werden“, verlieh
Thomas E. Banning, Vorstandsvorsitzender der
­Naturstrom AG, auf der Innovationskonferenz des
Grüner Strom Labels im Juli in Heidelberg ­seinem Ärger Ausdruck. Andernfalls sei die Direktvermarktung
46
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Foto: Naturstrom AG
nur noch als sogenannte „Sonstige Direktvermarktung im Ausnahmetatbestand“ zulässig. Doch dann
habe man die volle EEG-Umlage zu zahlen – das
­Ganze wird dadurch aber unrentabel.
Innovationen werden entwickelt
Dass der Gesetzgeber im neuen EEG kein Nachfolgemodell für das Grünstromprivileg vorsieht, ist kurzsichtig und kontraproduktiv für die Energiewende –
denn ein wichtiger Ansatz für die Systemintegration
der Erneuerbaren bleibt somit auf der Strecke. ­Parallel
zur großräumigen Vermarktung von EEG-Strom wurde auch die lokale Direktversorgung ohne Nutzung
des öffentlichen Netzes im neuen EEG durch die Streichung des „solaren Grünstromprivilegs“ e
­ rschwert.
Trotz solcher Hürden sieht Banning die Zukunft in
innovativen Kooperationen, wie beispielsweise der
Zusammenarbeit des eigenen Unternehmens mit
­Gewerbebetrieben oder Wohnungsbaugesellschaften. Ein erstes Projekt im Bereich Gewerbe trägt
­bereits Früchte: Seit Anfang des Jahres wird der
Braunschweiger Druckdienstleister Oeding Print
GmbH mit Strom von den eigenen Dächern beliefert.
Auf mehrere Dächer verteilt
Auf dem neuen Verwaltungs- und Produktionskomplex der Druckerei befinden sich Solarmodule mit einer Leistung von insgesamt 221 kW. Die Naturstrom
AG hat die Anlage nicht nur errichtet, sie betreibt sie
nun auch selbst und liefert den Strom direkt ans
­Unternehmen – es handelt sich also nicht um den
klassischen Eigenverbrauch, da die Druckerei nicht
­ igentümer und Betreiber der Anlage ist. Rund ein
E
Viertel des Strombedarfs kann auf diese Weise gedeckt werden. Außerdem erzeugt das Unternehmen
in einem eigenen Blockheizkraftwerk Wärme und
Strom. Der dann noch fehlende Strombedarf wird mit
zertifiziertem „naturstrom“ der Naturstrom AG gedeckt. In Kombination mit dem Solarstrom direkt vom
Dach kann Naturstrom einen Mischtarif bieten,
­dessen Preis leicht unterhalb des regulären Gewerbekundentarifs liegt.
Der unabhängige Anbieter von regenerativem
Strom und Gas aus Düsseldorf ließ die Solarflächen
auf mehreren Dächern der Druckerei errichten. Hierzu pachtete man diese an, um den Strom an den
­Kunden zu verkaufen. 886 Solarmodule mit einer
­Gesamtfläche von 1.462 m2 sollen jährlich ca.
210.000 kWh erzeugen. Die Druckerei wird diesen
­optimal nutzen, da ihr Strombedarf tagsüber nahezu
konstant bleibt. Positiv auf die Sonnenstromquote
wirkt sich aus, dass des Nachts die Druckmaschinen
still stehen. Überschüsse aus dem BHKW und auch
aus der PV-Anlage werden ins Netz eingespeist.
Aus Sicht der Betriebsleitung ist die Zusammenarbeit mit dem Ökostromhersteller wegweisend: Frauke
Oeding-Blumenberg, Geschäftsführerin der Oeding
Print GmbH, freut sich, Deutschlands erste Null­
emissionsdruckerei verwirklicht zu haben:
„Im Rahmen unseres ganzheitlichen Umwelt­
managements setzen wir uns ehrgeizige Ziele“, so
­Oeding-Blumenberg. „Eine saubere Energieversorgung ist da ein sehr wichtiger Baustein“. Neben der
Ökostromversorgung nutzt man im Unternehmen
auch
regenerative
Wärme,
Prozesswärme-­
Rückgewinnung sowie hocheffiziente Beleuchtung
und Lüftung.
Zahlreiche Stadtwerke-Vorstände, die an der
­ agung teilnahmen, registrierten den Vorstoß des
T
Grünstromanbieters mit wachem Interesse. Denn
auch sie wären in der Lage, künftig Verbrauchern
­anzubieten, dass man auf deren Dächern in neue
­regenerative Anlagen investiert und ihnen anschließend den Strom zu attraktiven Konditionen anbietet.
So entstehen neue Partner, die die Energiewende
­weiter vorantreiben können.
Die Oeding Gruppe errichtete in
Braunschweig ihr neues Druckzentrum. Die Dächer tragen
zur eigenen Stromversorgung
mittels der Naturstrom AG bei.
Grafik: Oeding Gruppe
Martin Frey
Weitere Informationen:
Naturstrom AG: www.naturstrom.de
Neue energiewirtschaftliche Rolle
Auch wenn das Projekt noch unter alten EEG-­
Konditionen realisiert wurde, sieht Thomas E. ­Banning
darin einen gangbaren Weg in die Zukunft: „Die
­Photovoltaik wächst derzeit in eine neue energiewirtschaftliche Rolle hinein. Es geht nicht mehr darum,
den erzeugten Strom stur zu EEG-Konditionen einzuspeisen, sondern ihn vor Ort sinnvoll zu nutzen. Die
­lokale Belieferung, wie wir sie hier im Rahmen eines
vorbildlichen Gesamtkonzepts umsetzen, wird für
­Gewerbebetriebe künftig immer interessanter“,
­erklärte er bei der Inbetriebnahme.
Perspektive auch für Stadtwerke
Was in Braunschweig vorausschauend geplant und
realisiert wurde, könnte nun bundesweit zum Modell
werden, um weiter regenerative Kapazitäten zusätzlich zu installieren. Dabei verstehen sich die Initia­
toren mehr und mehr als Problemlöser für ihre
„­Stromerzeuger-Kunden“: „Das Verständnis, dass
man in Zukunft als Energiedienstleister auftritt, greift
derzeit massiv um sich“, berichtete Thomas E.
­Banning in Heidelberg. Gerade Stadtwerke sähen dies
als große Chance.
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Photovoltaik
zell - u n d m o d u l i n d u s t r i e
Die Jagd
nach Marktanteilen
Vorbei sind die Zeiten, in denen Europa der Schlüsselmarkt der internationalen
­Solar­industrie war. Längst hat sich der Schwerpunkt verlagert, vor allem in den asiatisch-­
pazifischen Raum und auf den amerikanischen Kontinent. Aber das sind nicht die
­einzigen Regionen der Welt, in denen die Zeichen auf Solarstrom stehen. Entsprechend
verschiebt sich auch die Produktion von PV-Komponenten.
I
Zellprozessierung bei
Suntech Power in Wuxi in
der chinesischen Provinz
Jiangsu. Foto: Suntech Power
48
Sonne Wind & Wärme 09/2014
m Jahr 2011 wurden noch 74 % der global
­installierten PV Leistung in Europa installiert, 2012
waren es nur noch 55 % und 2013 fiel der Anteil
mit 11 GW auf 29 %. „Europas unangefochtene
­Führungsposition auf dem internationalen PV-Markt
ist beendet“, sagt Oliver Schäfer, Präsident des europäischen PV-Industrieverbands EPIA. Entsprechend
sank die Produktion von Modulen und Zellen in Europa, was für viele lokal agierende europäische Hersteller den Weg in die Insolvenz bedeutete. Dafür stiegen
die Installationen in anderen Teilen der Welt. Hier
sticht vor allem Japan ins Auge, wo die Installationen
in den vergangenen Jahren dank eines attraktiven
Fördersystems stark anstiegen – eine Steilvorlage für
den japanischen Hersteller Sharp. Das Unternehmen
schloss seine Modulproduktionen in England und den
USA und sattelte um auf Outsourcing. Gleichzeitig
nutzte es seinen Heimvorteil konsequent aus und katapultierte sich an die Spitze der Top Ten der Modulhersteller. Erstmals seit Ende 2009 habe damit ein
nicht-­chinesisches Unternehmen die Spitzenposition
in der PV-Industrie übernommen, so Solarbuzz-­
Analyst Ray Lian. Sharp Solar habe von der starken
Nachfrage in Japan und einer flexiblen Lieferfähigkeit
profitiert. Nach Angaben des japanischen Ministry of
Economy, Trade and Industry (METI) knackte Japan
Ende letzten Jahres die 12-GW-Marke.
Mit gutem Beispiel voran
Doch auch die führenden chinesischen Hersteller können ihre Marktmacht weiter behaupten. Das haben sie
zum einen der starken Nachfrage in China zu verdanken, aber auch die Entwicklung im asiatisch-­pazifischen
Raum generell spielt ihnen in die Karten. Gerade die
chinesischen Hersteller bauten derzeit ihre Kapazitäten wieder aus – teils, indem sie in neue Produktionslinien investieren, aber auch durch Übernahmen und
mithilfe von OEM-Partnern. „Obwohl die Industrie langfristig auf eine stärker regionalisierte Photovoltaik-­
Produktion setzt, führt der derzeitige Installationsboom in China und Japan zu Kapazitätserweiterungen,
vor ­allem in China“, sagt IHS-Analyst
Stefan de Haan. Er geht deshalb auch
davon aus, dass die chinesischen Hersteller in diesem Jahr ihren Marktanteil
weiter steigern können. Während viele
Hersteller auf Kostensenkung und
­Kostenkontrolle fixiert gewesen seien,
nutzen chinesische Hersteller die Chance, um ihre Marktanteile zu vergrößern.
Dabei erhalten sie großzügige Unterstützung. Wie das Unternehmen Jinko
­Solar, das von der China Minsheng
­Banking eine Finanzhilfe in Höhe von
120 Mio. € erhält für die Realisierung
von PV-­Projekten in China. Auch die
­China ­Development Bank ist hier tatkräftig unterwegs, um der heimischen
Industrie weltweite Absatzunterstützung zu ­geben.
Das vertikal integrierte Solarunternehmen Trina Solar geht in Sachen Marktanteile mit bestem Beispiel voran.
­Anfang des Jahres gab das Unternehmen bekannt, dass es 33 Mio. € in ein
Joint Venture mit Changzhou NESL
­Solartech investieren will, die Produktion soll innerhalb von zwölf Monaten auf
500 MW/a steigen. „Da wir erwarten,
dass die Nachfrage für Module weiter
wachsen wird, besonders in China,
­Japan und neuen Märkten wird das
Joint Venture Trina Solars Marktposition
stärken“, sagt CEO Jifan Gao. Das Joint
Venture sei für Trina eine kostengünstige Möglichkeit, die Produktionskapazität zu erhöhen. Trina wird 51 % an der
neuen Gesellschaft halten, die Yabang
­Gruppe 49 %. Der zweite Streich folgte
nur kurze Zeit später. Diesmal erweiterte Trina Solar seine Marktanteile im
­Bereich der Zellproduktion und sicherte
sich mit 51 % die Mehrheit an der Hubei
Hongyuan PV Science Technology Co.,
Ltd. Ein entsprechender Vertrag sei nun
mit dem Equipment-Hersteller Shenzhen
S.C. New Energy Technology ­Corporation
geschlossen worden, der die restlichen
49 % halte, teilte der Konzern mit.
­Gemeinsam wollten die Unternehmen
nun die Kapazitäten von Hubei
­Hongyuan in China ausbauen, Mitte des
Jahres sollten sie bei 420 MW liegen.
Auch Canadian Solar ließ sich nicht
zweimal bitten. Das Unternehmen hat
zwar seinen Hauptsitz in Kanada, produziert jedoch den Großteil seiner Zellen und Solarmodule im Reich der Mitte.
Vor allem von dort erhofft sich ­Canadian
Solar einen weiteren Nachfrageschub.
Im vierten Quartal 2013 gingen 43 %
der Verkäufe Canadian Solars nach China. Nachdem die chinesische Regierung
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Photovoltaik
zell - u n d m o d u l i n d u s t r i e
Die Produktion im asiatischen Raum nimmt zu, wie
hier in Malaysia.
Foto: Hanwha Q Cells
das Installationsziel in Sachen Solartechnik für 2014
auf 14 GW angehoben hat, rechnet auch Canadian
­Solar mit weiteren Aufträgen aus China. Um die hohe
Nachfrage aus China bewältigen zu können, will
­Canadian Solar zumindest seine dortigen Modulkapazitäten weiter ausbauen. Um die Investitionskosten
für die geplante Erweiterung der Produktionskapazitäten von 2,4 auf 3 GW zu decken, hatte Canadian
­Solar im Februar neue Aktien und Anleihen heraus
­gegeben, wodurch dem Unternehmen ca. 256 Mio. $
zuflossen.
Im Schatten Japans und Chinas
In Sharps Heimatstandorten läuft die Produktion
auf Hochtouren, wie in
dieser Zellfertigung in
Foto: Sharp
Sakai.
Aber nicht nur in China und Japan stehen die Zeichen
auf Kapazitätserweiterung. Auch in den benachbarten asiatischen Staaten wird aufgestockt. In Thailand
beispielsweise hat das Unternehmen Solartron ­Public
die deutsche Firma Solsol beauftragt, die Kapazitäten
seiner Zell- und Modulproduktion von 65 auf 180 MW
aufzustocken. Hintergrund ist ein aufkommendes
Nachfragevolumen aus China nach Produktionskapazitäten in Thailand, wobei die Mindestpreise auf chinesische Solarprodukte in Europa eine Rolle spielen.
Ähnlich sieht die Entwicklung auch in Südkorea aus,
wo auch LG Electronics seine Modulproduktion um
160 MW erweitern wird. Diese soll dann Ende nächsten Jahres bei 600 MW liegen. Gleiche Ziele verfolgt
Hanwha Q Cells in Malaysia. Dort soll die Zellproduktion um 204 MW auf über 1 GW erhöht werden.
Auch in anderen Teilen der Welt wird kräftig aufgestockt. „Die Hersteller versuchten ihre Präsenz gerade in Schwellenländern auszubauen, allem voran in
Lateinamerika“, sagt Jon Campos, Analyst bei IHS.
Daher würden Investitionen 2015 voraussichtlich
nochmals erheblich steigen. Nach Angaben von IHS
werden wie schon 2013 auch in diesem Jahr die Fertigungskapazitäten in Lateinamerika am stärksten
wachsen. Die Analysten gehen von einer Expansionsrate von 35 % aus. Danach folge der Nahe Osten und
Afrika mit 33 % sowie Nordamerika mit 13 % Wachstum bei den Kapazitäten. Der Ausbau in Lateinamerika werde auch noch in den Folgejahren weitergehen.
Aber auch in Afrika tut sich einiges. IHS nennt etwa
den chinesischen Hersteller Hanergy, der für
500 Mio. $ eine Dünnschichtfabrik in der Elfenbeinküste bauen will. Ein weiteres Beispiel seien die Pläne
von JA Solar, das gemeinsam mit Powerway PV eine
150-MW-Fertigung in Südafrika plant. „Südafrika ist
mit einem Wachstum von 220 bis 250 MW/a ein attraktiver Markt“, weiß Gregor Küpper von ­SolarWorld.
„Vor allem in Sachen PPA im Bereich Freiflächenanlagen.“ Er wisse von einigen Unternehmen, die neue
Produktionslinien in Südafrika errichtet haben oder
wollen, darunter seien auch einheimische Unternehmen. „Unterstützt wird dieser Trend noch von der
‚­Local Content‘ Regelung“, so Küpper.
Weitere Ankündigungen für neue Fertigungen
kommen unter anderem aus Brasilien und Nigeria.
Natürlich darf man hier die Entwicklung in der MENA
Region nicht vergessen. So meldete Qatar Solar
­Energy, dass es eine integrierte PV-Produktion im
­GW-Format in dem Emirat aufbauen will. Nun beginne
allerdings erst einmal die Fertigung von Solarmodulen. Das Werk in den Außenbezirken der Hauptstadt
Doha habe eine Kapazität von 300 MW/a, teilte das
Unternehmen mit. Nach eigenen Angaben plant Qatar
­Solar Energy den Aufbau einer integrierten
Photovoltaik-­Fabrik mit einer Leistung von 2,5 GW.
Die Starken überleben
Der US-amerikanische Markt wurde in der letzten Zeit
vor allem von einem Thema überschattet, den Zöllen
auf Niedrigpreis-Produkte aus China. In der Vergangenheit konnten viele US-Unternehmen im Preiskampf nicht mehr standhalten, andere haben überlebt. Wie zum Beispiel die SolarWorld, deren Module
in den USA derzeit stark gefragt sich. „Die Amerikaner
wollen Qualität Made in America und genau darum ist
die SolarWorld als lokaler Qualitätshersteller stark
­gefragt. Der Markt wächst, aber nicht nur für uns, sondern auch für die chinesischen Hersteller, die mit ­allen
Tricks versuchen, die Zölle zu umgehen. Mit den neuen US-Zollmaßnahmen wird das allerdings zurück­
gedrängt“, so Milan Nitzschke, Konzernsprecher und
50
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Vice President der SolarWorld AG. Auf den wachsenden Markt reagiert auch SolarCity. Der Solarkonzern
will innerhalb der nächsten zwei Jahre die größte USProduktionsanlage von Solarmodulen aufbauen. Das
Konzept dazu wurde von dem Startup Silevo entwickelt und soll nun umgesetzt werden. Solarcity will
200 Mio. $ an Aktien in das Unternehmen investieren,
weitere 150 Mio. an Zuschüssen sind nicht ausgeschlossen. Der erste Schritt war die Übernahme von
Silevo. SolarCity plant nach eigenen Angaben eine
Modulfabrik im Bundesstaat New York mit einer
­anfänglichen jährlichen Produktionsleistung von gut
1 GW. „Das scheint auf den ersten Blick kontra-intuitiv, da es aktuell zu viele Produktionskapazitäten gibt”,
schreiben der SolarCity-Vorsitzende Elon Musk, der
Geschäftsführer Lyndon Rive und der Technologiechef Peter Rive in einem Blog. Doch habe das Unternehmen das Projektgeschäft in Nord- und ­Südamerika
im Blick.
Eine steigende Nachfrage in den USA wird auch für
Dünnschichtmodule erwartet. Der Hersteller First
­Solar gab bekannt, dass er seine Kapazitäten erhöhen
will. Nächstes und übernächstes Jahr sollen jeweils
200 MW hinzukommen und in 2017 und 2018 jeweils
300 MW. Der US-Markt hat auch das Interesse des
Unternehmens Solar Frontier geweckt, das seine CISModule bisher ausschließlich in Japan produziert.
Dort erweitert Solar Frontier seine Kapazitäten im
Moment um 150 MW. Gleichzeitig denkt das Unternehmen darüber nach, eine erste Fertigung außer-
halb Japans zu errichten. Und zwar im US-­Bundesstaat
New York, mit einer Kapazität von 150 MW. Hiermit
will das Unternehmen sein Projektgeschäft im
­südamerikanischen Raum verstärken.
Trend zum OEM nimmt zu
SolarWorld ist mit der
Nachfrage in den USA
zufrieden. Der Absatz
steigt, die Produktion soll
gesteigert werden.
Foto: SolarWorld AG
Die größeren Player des internationalen Marktes nutzen die derzeitige Situation auf dem Weltmarkt, um
ihre Marktanteile auszubauen. Dafür setzen sie nicht
nur auf Kapazitätserweiterungen oder Übernahmen.
Viele kaufen für das Erreichen dieses Ziels OEM-­
Produkte. Das wiederum bietet Chancen für kleinere
Unternehmen, die selbst nicht im Rampenlicht stehen
wollen. Hierzu gehört das Unternehmen Jabil Circuit,
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Photovoltaik
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zell - u n d m o d u l i n d u s t r i e
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Photovoltaik
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zell - u n d m o d u l i n d u s t r i e
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das in Polen mittlerweile über eine Kapazität von
800 MW verfügt und voll auf OEM setzt. Jabil ist kein
Einzelfall – in Indien, Taiwan, Südkorea und Malaysia
produzieren immer mehr Unternehmen, ohne dass es
deren Produkte in großen Mengen am Markt zu ­kaufen
gibt. Stattdessen konzentrieren sie sich auf das OEMGeschäft. Vor allem kleinere Unternehmen aus China
greifen auf die Kapazitäten dort zurück, um Module
für Märkte in Europa und die USA produzieren zu
­lassen.
Markus Grunwald
PV-Industrie weltweit 2014
Wie in den vergangenen Jahren hat SONNE WIND &
­WÄRME wieder weltweit kristalline Zell- und Modul- sowie
Dünnschichthersteller nach ihren Kapazitäten befragt. Als Quellen wurden außerdem Veröffentlichungen von und
Gespräche mit den Unternehmen genutzt. Ergänzt wurden
die Recherchen durch Studien von Solarverbänden sowie
Marktforschern wie IHS iSuppli. Insgesamt sind in der
Weltkarte 213 Zell-, 565 Modul- und 65 Dünnschicht-­
Produktionsstandorte zu finden, die sich auf 48 Länder
weltweit verteilen.
Dabei erreichen die 195 aktiven Zellhersteller Ende
2013 eine Gesamtkapazität von ca. 50,8 GW (70 GW ­Ende
2012), während die 527 Modulhersteller auf rund 66,8 GW
(80 GW Ende 2012) an Kapazität kommen. Im Bereich der
Dünnschichtmodule liegt der Wert der 61 Hersteller bei
8,4 GW (14 GW Ende 2012). Gegenüber dem Vorjahr haben
sich damit die Gesamtkapazitäten in allen drei Bereichen
deutlich verringert. Die von China dominierten Top 15 der
Hersteller erreichen bei Zellen mit ca. 25 GW und bei
­Modulen mit 26 GW einen Marktanteil von 50 bzw. 39 %.
Die Top 10 der Dünnschichthersteller stellen mit 7,2 GW
­einen deutlich höheren Anteil von 86 %. Ähnlich sieht es
bei den produzierten Mengen aus. So lag der Output der
Top 15 für 2013 sowohl bei Zellen als auch bei Modulen bei
ca. 19 GW, was eine durchschnittliche Auslastung von ca.
77 % bedeutet. Die Top 10 bei Dünnschicht haben ca. 3,3
GW produziert, wodurch ihre Auslastung nur 47 % erreicht.
Insgesamt können 142 Hersteller als „integriert“
­bezeichnet werden, da sie über eine eigene Zell- und
­Modulproduktion verfügen. Für das laufende Jahr sind die
Hersteller auf Grund des schwierigen Marktumfelds sehr
zurückhaltend, weshalb viele auf eine konkrete Prognose
verzichtet haben.
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
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Photovoltaik
ve r si c he r u n ge n
Auf die Prämie schielen
kann teuer werden
Gut geschützt gegen mögliche Unwetter- oder Umweltschäden? Eine Allgefahrenversicherung gehört für Betreiber zur Grundausstattung.
Fotos (4): dpa
Mit ein paar Klicks im Internet ist eine Solaranlage schnell versichert.
Online lassen sich inzwischen Investitionen in sechsstelliger ­Höhe mit
wenig Aufwand abdecken. Ob standardisierte Versicherungspakete
passen, hängt von der Anlage und dem Kleingedruckten ab.
A
uf den einschlägigen Onlineportalen lassen sich
die Kosten für spezielle PV-Versicherungen
­bequem vergleichen. Neben ein paar ­Angaben
zu den Investitionen, dem Standort, der Art des Gebäudes oder der Leistung können Interessierte auch
die gewünschten Versicherungsleistungen anklicken.
Dazu gehören etwa der Einschluss von ­Mindererträgen,
die Laufzeit für Ertragsausfälle oder die wichtigen
GAP-Versicherungen. Diese decken bei einem Totalschaden die restlichen Kreditzahlungen, wenn eine
Anlage nicht wieder aufgebaut wird. Auf diesen Portalen klopfen die Anbieter per Fragebogen alle wichtigen
und für sie relevanten Details ab. Sie stehen dann
auch in der Verantwortung, wenn der Versicherungsnehmer ein wichtiges und schadenrelevantes Detail
nicht nennen konnte, weil es der Fragebogen nicht
hergab. Üblich sind bei diesen Abschlüssen mittlerweile Investitionsgrenzen von bis zu 1 Mio. €. Weil die
Prämien aufgrund der hohen Konkurrenz in der Versi-
56
Sonne Wind & Wärme 09/2014
cherungswirtschaft ziemlich im Keller sind, bekommen Betreiber einiges für ihr Geld geboten. So lassen
sich 500 kW PV-Leistung im Wert von 850.000 €
schon ab ca. 1.500 € Jahresprämie mit einigem Luxus
versichern. Oben drauf kommt dann noch eine
­Betreiberhaftpflicht für nicht einmal 100 €. Große
­Solarparks werden in der Regel individuell verhandelt.
Unterm Strich haben die Betreiber immer einen Anspruch darauf, dass ihre Anlage wieder in den Zustand
versetzt wird, den sie vor einem Schaden hatte.
Das heißt bezogen auf den Versicherungsschutz
aber nicht, dass Betreiber in der Praxis automatisch
gut versichert sind. Schließlich stecken wie bei allen
Verträgen wichtige Dinge im Kleingedruckten. Einige
Experten raten deshalb dazu, sich im Internet umzuschauen, aber nicht gleich Hurra zu rufen. „Von einem
reinen Online-Abschluss rate ich ab. In der ­Regel sind
die Internetanbieter alle Versicherungsmakler und somit zu einer Beratung verpflichtet“, sagt der Journalist
Uwe Schmidt-Kasparek. Er hatte vor knapp zwei Jahren für das Magazin Öko-Test die PV-Versicherer für
einen großen Vergleich unter die Lupe genommen.
Dabei steigen die Versicherungsanforderungen
­automatisch mit der Größe der Anlagen und den
­getätigten Investitionen. Daher machen spezielle
­Versicherungspakete durchaus Sinn. Zur Grundausstattung gehören Allgefahrenversicherungen gegen
äußere Einwirkungen wie Blitz, Hagel oder Sturm, die
Absicherung von Erträgen, der Diebstahlschutz, aber
auch die Betreiberhaftpflicht. Diese springt nicht nur
dann ein, wenn umherfliegende Module bei einem
Sturm Personen verletzen oder andere Gebäude
­beschädigen. „Sie deckt auch das Einspeiserisiko des
Betreibers ab, wenn eine fehlerhafte PV-Anlage Kurzschlüsse oder Netzausfälle verursacht“, so Christian
Berg vom eBroker24.
Schutz für Wechselrichter
Ein neuer Trend auf dem Versicherungsmarkt ist die
Absicherung von inneren Betriebsschäden an Wechselrichtern, die normalerweise ausgeschlossen sind.
Hier bieten einige Assekuranzen zusätzliche Deckungen von bis zu 2.000 € pro Wechselrichter und
­Schaden an. Dafür gibt es zwar keinen neuen, aber
immerhin lässt sich das Risiko vermindern.
Ärger steht den Betreibern ins Haus, wenn sie mit
Material- oder Installationsmängeln innerhalb der Gewährleistung zu kämpfen haben und es die verantwortlichen Unternehmen nicht mehr gibt. Und solche
Fälle sind gar nicht so selten. „Viele aktuelle Schäden
lassen sich auf Mängel bei der Errichtung zurückführen, weil in den Boomphasen bis 2012 nicht auf die
Qualität geachtet wurde“, sagt der Sachverständige
Stefan Hueck. Er ist viel im Auftrag von Assekuranzen
unterwegs und ermittelt Schäden. „Die Versicherungen sollten zumindest stichprobenartig mehr kontrollieren, wenn die Inbetriebnahme bevorsteht“, findet
er. Dieser Wunsch ist offensichtlich zu einigen Versicherungen durchgedrungen. „Wir überfliegen mit
­unseren Drohnen im Auftrag von Versicherungen
­große PV-Parks ab 1 MW, um direkt nach der Inbetriebnahme elektrische Fehlerquellen durch Wärmebildkameras aufzuspüren oder zum Beispiel Modulschäden durch Hagelschlag zu detektieren“, berichtet
Mathias Leske von Flyingeyes Germany.
Einen direkten und unabhängigen Draht zu
­Versicherungen hat auch der Projektierer Adler Solar
GmbH geknüpft und sich ein zweites Standbein
­geschaffen. Das Unternehmen bietet im Schadensfall
nicht nur seine Gutachter, sondern auch die trans­
parente Abwicklung der Schadensbehebung für
­ ersicherungen an. „Die Unabhängigkeit von VersiV
cherungen oder Herstellern ist für uns genauso
­wichtig wie die transparente Abwicklung. Wir sind mit
der Entwicklung dieses neuen Geschäftsfeldes
­durchaus zufrieden“, sagt Claas Rohmeyer von Adler
Solar.
Auf eine ähnliche Resonanz hofft auch die Coveris
AG mit ihrer neuen Funktionsgarantie für Wechselrichter. Dabei handelt es sich nicht um eine Versicherung im klassischen Sinne. Diese Lösung greift
­stattdessen immer dann, wenn die Versicherer nicht
einspringen. Zum Umfang der herstellerunabhängigen Funktionsgarantien gehören die Kosten für
­Reparaturen, den Austausch oder die Beschaffung
von passendem Ersatz sowie der Schutz vor Herstellerinsolvenzen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren müsste ein Betreiber mit 100 kW zum Beispiel 9.933 €
­netto für den Schutz seiner Wechselrichter auf den
Tisch legen. Durchaus interessant ist diese Lösung für
große PV-Parks und für Wechselrichter, bei denen die
Garantien abgelaufen sind. „Wir arbeiten eng mit
­Maklern zusammen und bieten die Absicherung europaweit an. Interessenten können die Garantien für bis
zu neun Jahre alte Wechselrichter abschließen“,
­erläutert ­Nicole Tiarks, Vertriebsleitern bei Coveris.
Schon in der Errichtungsphase gibt es grundsätzlich
Risiken. Verzögert sich etwa die
­Inbetriebnahme, kann das viel
Geld kosten.
Wording für Risiken
Dass gerade bei großen Solarparks Versicherungskonzepte von der Stange nicht immer die beste
­Lösung sind, weiß auch Michael Härig. Er leitet beim
technischen Versicherungsmakler Marsh das Branchenteam Power. Marsh selbst hat allein in Deutschland mehrere Gigawatt PV-Leistung auf dem Ver­
sicherungsmarkt platziert und ein eigenes Wording
für die speziellen Risiken entwickelt. „Wir bieten den
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
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Photovoltaik
ve r si c he r u n ge n
Bei witterungsbedingten Ertragsausfällen
– ­symbolisiert durch
schneebedeckte Module –
kommt es auf die genauen
Vertragsbedingungen an.
Versicherern die Risiken und Anforderungen an die
­Versicherungsverträge an, die wir für einen Photovoltaikpark sehen und gemeinsam mit unseren Kunden
festlegen. Der Abschluss einer Allgefahrenversicherung muss noch lange nicht bedeuten, dass tatsächlich alles versichert ist“, sagt Härig und hat ein Beispiel parat. „Wir haben schon Policen auf dem Tisch
gehabt, in denen es ein finanzielles Limit für Hagelschäden trotz des Risikos eines Totalschadens gab.
Tatsächlich sollen die Policen ja garantieren, dass der
Zustand vor einem Schaden wieder hergestellt wird“,
sagt er. Daher kann sich der Gang zum spezialisierten
Makler durchaus lohnen. In deren Paketen sind nicht
nur alle unmittelbaren Schäden von außen abgedeckt,
sondern auch die Infrastruktur, zu denen die Umzäunungen oder Überwachsungseinrichtungen gehören.
Erträge absichern
Gerade bei klassischen Projektfinanzierungen geht es
dabei auch immer um die Absicherung der Investi­
tionen. Das betrifft zum einen die Errichtungsphase,
in der sich bereits verspätete Inbetriebnahmen
­decken lassen und zum anderen die lange Betriebsphase. Wenn hier beispielsweise der Blitz in das
­Umspannwerk des Netzbetreibers einschlägt, gibt es
keinen Anspruch auf entgangene Vergütungen, weil
es sich um Schäden an nicht versicherten Sachen
Dritter handelt. Hier greifen die erweiterten Subsidiärversicherungen. Sie sichern Gefahren ab, die nur mittelbar etwas mit dem eigentlichen Gegenstand der
Versicherungspolice zu tun haben. In der Fachsprache sind das sogenannte Rückwirkungsschäden.
­„Unsere ­Lösungen decken Lücken bei den Sachschäden ab. So zum Beispiel die durch eine Betriebsunterbrechung entstehenden Ertragsausfälle, weil das
nicht zum PV-Park gehörende Umspannwerk kaputt
ist. Dabei ist es immer wichtig, vorher zu klären, wem
die Übergabestation gehört und welche Umsätze
­darüber laufen. Mit diesen erweiterten Deckungen
lassen sich beispielsweise auch die Verträge mit
­Direktvermarktern von Strom absichern“, so Härig.
58
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Gut abdecken lassen sich inzwischen auch Mindererträge, die nicht unmittelbar von einem Sachschaden
in der Technik abhängen. Dafür hat Marsh spezielle
Ertragsgarantien geschneidert. In diesen Policen sind
geringe Globalstrahlungen, zu stark degradierte
­Solarmodule oder innere Betriebsschäden enthalten.
Die Grundlage für eine mögliche Entschädigung ist
mindestens ein aussagekräftiges Ertragsgutachten.
Marsh bietet die Lösung in Kombination mit der Allgefahrenversicherung an. Ein Vorteil des Konzeptes ist,
dass der Versicherer in einem Schadensfall nicht
­einfach aus dem Vertrag aussteigen kann.
Und hier ist im Prinzip der wunde Punkt für
­Betreiber, denn die meisten Assekuranzen versichern
zum einen nur PV-Kraftwerke, die nicht älter als fünf
Jahre sind. Zum anderen kündigen sie bei zu vielen
Schäden die Verträge auf oder fordern höhere Prä­
mien ein. Das betrifft nicht nur happige Hagel- oder
Sturmschäden, sondern auch Hochwasserkatas­
trophen wie an der Elbe oder der Oder. „Deutschland
ist in Hochwassergefährdungsklassen eingeteilt. Da
kann es in bestimmten Regionen schwierig werden,
einen Versicherungsschutz für Freiflächenanlagen zu
bekommen“, weiß Manfred Körber vom MK Versicherungsmakler. Auch er rät, nicht nur auf die Kosten,
sondern auf mögliche Begrenzungen in den Verträgen
zu schauen. Die würden oft in den Nebenkosten
­stecken. „Das sind dann finanzielle Schadensbegrenzungen, die sich bei Schäden auf die Entsorgung, das
Aufräumen oder die Dekontamination beziehen“, sagt
er. Nach seinen Erfahrungen sollten die Betreiber
auch genau bei der Absicherung von Mindererträgen
hinsehen. „Das sind oft Mogelpackungen, wenn die
technischen Risiken nicht abgedeckt sind. Meist gilt
dieser Schutz der Erträge nur für ein Jahr und die
­Betreiber werden von den Versicherungen aufgefordert, technisch nachzubessern.
Reduzierte Prämien
Richtig ans Eingemachte kann es auch gehen, wenn
Betreiber ihre Prämien drücken wollen, weil die
Schutz gegen ­Unbefugte
ist wichtig, denn die
können nicht nur sich
selbst, sondern auch dem
­Betreiber erheblichen
Schaden zufügen.
­ odulpreise im Keller sind. Riskant sind solche
M
­Spielchen vor allem bei kreditfinanzierten Projekten
mit laufenden Tilgungen. Zum Beispiel dann, wenn ein
PV-Park einmal 10 Mio. € gekostet hat und jetzt für die
Hälfte des Preises zu haben ist. Wenn Betreiber ihre
Prämien auf diesen Preisverfall ausrichten, können
sie bei einem Totalschaden ziemlich alt aussehen, weil
die Entschädigung vielleicht nicht ausreicht, um die
Kredite zu bedienen. Im Fachjargon heißen solche
­Fälle Unterdeckung im Schadensfall, die auch bei
­kleineren Schäden richtig schmerzen kann. „Die
­Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands einer
Anlage orientiert sich nicht unbedingt am Preisverfall
der Technik. Wenn beispielsweise Module, die es nicht
mehr gibt, für mehrere Strings nachgebaut werden
müssen, können solche Sonderanfertigungen ziemlich teuer werden. Darum sollten die Prämien immer
etwas großzügiger nach Kilowatt und nicht nach der
Investitionssumme berechnet werden. Außerdem
sollten die Verträge den Verzicht auf die Feststellung
von Unterdeckungen enthalten“, sagt Körber. Ein
durchaus guter Tipp, denn in der relativ kurzen Ära
der Photovoltaik haben die die Anbieter ca. 74.000
Modultypen auf den Markt geworfen, die aufgrund
fehlender Standards eher selten untereinander oder
mit den Wechselrichtern kompatibel sind.
Hersteller wie ­Energetica aus Österreich oder die
SecondSol GmbH verdienen mit dem Nachbau oder
der Einlagerung von Chargen für Versicherungen
­inzwischen ­gutes Geld. „Wir haben ständig 1.000
­Modultypen auf Lager. Die stammen unter anderem
aus Aufkäufen von Restbeständen oder Repoweringprojekten. Wir lassen im Auftrag von Versicherungen
aber auch ­Solarpanele nachbauen“, sagt Frank
­Fiedler, Geschäftsführer von SecondSol.
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Photovoltaik
betriebsführung
Verträge individuell aushandeln
In der Praxis der technischen Betriebsführung von PV-Anlagen sind
verschiedene Vertragsgestaltungen und Vertragsbezeichnungen
­verbreitet. Damit der finanzielle Aufwand und die Effekte beim Ertrag in einem guten Verhältnis stehen, sollten Leistungsumfang und ­Konditionen genau auf das konkrete Projekt abgestimmt sein.
D
Investitionen in Solarparks –
hier eine 3-MW-Anlage der Nord­
deutschen Energiegemeinschaft
in Bützow, müssen durch gute
Betriebsführung abgesichert
Foto: dpa/Jens Büttner
werden.
urch den Abschluss eines Wartungsvertrages
(Servicevertrag, Instandhaltungsvertrag) wird
die ordnungsgemäße Instandhaltung der
­Anlagen während der Vertragslaufzeit sichergestellt.
Für einen rentablen Anlagenbetrieb muss in technischer und kaufmännischer Hinsicht eine ordnungsgemäße Betriebsführung gewährleistet sein. Dies kann
der Anlagenbetreiber selbst tun, wenn er über die entsprechenden Ressourcen verfügt. Gerade bei größeren Projekten werden aber in der Regel Verträge mit
externen Betriebsführern geschlossen. Zum üblichen
Leistungsumfang eines technischen Betriebsführungsvertrags gehören unter anderem ein kontinuierliches Fernmonitoring, die Unterhaltung der Anlage
nach den technischen Vorgaben, die Kontrolle von
Modulen, Unterkonstruktionen, Wechselrichtern,
­Zähleranlagen und Steckkontakten, die Überprüfung
und Begleitung der Wartungsarbeiten des Herstellers,
die Einleitung notwendiger Maßnahmen bei Störungen und Fehlern und das Freihalten der Anlagen; etwa
von Bewuchs.
Dabei sollte dem Auftraggeber bewusst sein, dass
jede Erweiterung des Leistungskatalogs die Vergütung
des Betriebsführers erhöht. Er sollte daher prüfen,
welche Leistungsinhalte tatsächlich notwendig sind
und ob notwendige Maßnahmen auch von externen
Dritten erledigt werden können, etwa die Grünflächenund Landschaftspflege. Auch die weiteren vertrag­
lichen Einzelheiten können individuell ausgehandelt
werden. Am falschen Ende sparen würde der Auftraggeber jedenfalls bei den Sichtkontrollen und Prüfun-
gen. So kann etwa eine Sichtkontrolle vierteljährlich,
sollte aber monatlich durchgeführt werden. Eine
­genaue Inspektion der Photovoltaik-Anlage kann
­jährlich, sollte aber besser halbjährlich stattfinden.
Parallel zur technischen Betriebsführung sollen
durch die kaufmännische Betriebsführung die Betriebskosten verstetigt oder optimiert werden. Kaufmännische und technische Betriebsführung können
auch in einem Vertrag gemeinsam geregelt werden.
Abstimmen der Verträge
Häufig enthalten Betriebsführungsverträge auch
­Wartungspflichten. Der Auftraggeber sollte aber
­darauf achten, dass er den Betriebsführer nicht für
Maßnahmen bezahlt, die bereits zum Pflichten­katalog
des Herstellers gehören. Nur in Ausnahmefällen kann
eine solche doppelte Aufgabenerfüllung sinnvoll sein,
etwa bei besonders wichtigen Pflichten zur Absicherung. Insbesondere nach Ende der Laufzeit des
­Wartungsvertrags — etwa mit dem Hersteller — kann
es sinnvoll sein, wenn der Betriebsführer auch die
Vollwartung übernimmt. Wichtig ist also bei der Vertragsgestaltung, die einzelnen Verträge aufeinander
abzustimmen und insbesondere den reibungslosen
Übergang vom Wartungsvertrag zum Betriebs­
führungsvertrag sicherzustellen. Die Leistungs­
beschreibung muss zudem so gestaltet werden, dass
die Wartung den Anforderungen der Versicherungsverträge gerecht wird, insbesondere der Betriebs­
unterbrechungsversicherung.
Laufzeit und Art der Vergütung
Häufig werden Betriebsführungsverträge für bis zu
20 Jahre geschlossen. Der Auftraggeber muss eine
solch lange Vertragsdauer aber nicht akzeptieren.
­Optimalerweise sollte er ein Recht zur ordentlichen
Kündigung durchsetzen. Denkbar ist auch ein Kompromiss, etwa in Form eines zeitlich begrenzten (zum
Beispiel fünfjährigen) Ausschlusses des Rechts zur
ordentlichen Kündigung.
Der Auftraggeber hat ein Interesse an einem
­möglichst umfassenden Rundum-sorglos-Paket ohne
zusätzliche Kosten infolge unerwarteter Ereignisse.
Daher wird er in der Regel eine Pauschalvergütung
­bevorzugen. Aus Sicht des Betriebsführers ist es hingegen wichtig, keine unerwartet auftretenden Kosten
tragen zu müssen. In seinem Interesse ist daher eine
60
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Aufteilung in Grundvergütung hinsichtlich der Leistungskomponenten mit Dienstleistungscharakter
(Überwachung etc.) und bei Wartungsmaßnahmen
eine Abrechnung nach tatsächlichen Kosten zuzüglich einer Marge. Für den Auftraggeber ist Letzteres
mit einem Verzicht auf die Kostensicherheit verbunden. Denkbar ist zusätzlich eine Vertragsregelung für
optionale Mehrleistungen, die zum Beispiel nach
Stundensätzen abgerechnet werden können.
Aus Sicht des Auftraggebers ist von großer Bedeutung, dass der Betriebsführer eine größtmögliche
energetische Verfügbarkeit der Anlagen zusichert
oder im Idealfall garantiert. Stillstandzeiten sollten so
weit wie möglich reduziert und insbesondere plan­
bare Wartungseinsätze während der ertragsarmen
Jahreszeiten durchgeführt werden. In der Praxis wird
häufig auch ein Bonus für den Betriebsführer verhandelt, wenn die im Vertrag festgelegte Mindestverfügbarkeit überschritten wird. Im Interesse des Auftraggebers liegt es auch, wenn der Betriebsführer innerhalb einer festgelegten kurzen Reaktionszeit auf
­Probleme reagieren muss.
Der Auftraggeber sollte prüfen, ob das Personal
des Betriebsführers ausreichend geschult ist. Das gilt
auch für Subunternehmer, derer sich der Betriebsführer bedient. Aus Sicht des Auftraggebers ist eine
vertragliche Regelung sinnvoll, wonach er der Beauftragung eines Subunternehmers widersprechen kann,
wenn dieser nicht die nötige Gewähr für Zuverlässigkeit bietet.
Haftungsregeln
Entscheidende Bedeutung haben die Haftungsregeln.
Aus Sicht des Betriebsführers sind insbesondere
­jährliche Haftungsobergrenzen verhandelbar. Bis zu
dieser Grenze kann der Betriebsführer eine Versicherung abschließen und dies dem Auftraggeber auch
zusichern. Zudem wird er in den Vertragsverhandlun-
gen das Ziel haben, die Haftung im Rahmen der gesetzlichen Grenzen so weit wie möglich einzuschränken. Weiterhin kann er verlangen, dass er für das Verhalten von Subunternehmern nicht haftet, sondern
dem Auftraggeber stattdessen eventuelle Ansprüche
gegen den jeweiligen Subunternehmer abtritt. Sofern
die Haftungsregelungen nicht individuell ausgehandelt werden, sondern Bestandteil von Allgemeinen
Geschäftsbedingungen sind, sind die gesetzlichen
Grenzen von Haftungsbeschränkungen zu beachten.
So gilt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs auch zwischen Unternehmern, dass ein Ausschluss für Schäden aufgrund grob fahrlässiger
Pflichtverletzungen grundsätzlich unwirksam ist (z. B.
BGH NJW 1996, 1407). Insbesondere bei wesent­lichen
Vertragspflichten wäre dies unwirksam.
Bereitschaft
Wichtig für den Auftraggeber ist auch eine ständige
Bereitschaft des Betriebsführers. Manche Betriebsführer setzen durch, nur werktags zu den üblichen
Geschäftszeiten erreichbar zu sein, während andere
eine ständige Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr rund
um die Uhr gewährleisten. Maßnahmen zur Behebung von Störungen sollten aus Sicht des Auftrag­
gebers möglichst binnen weniger Stunden ab Eingang
der Störungsmeldung getroffen werden.
Ein rechtssicherer Vertrag über die technische
­Betriebsführung kann im Ergebnis entscheidend dazu beitragen, das Verhältnis zwischen dem maximal
möglichen und dem tatsächlichen Ertrag und damit
die Performance Ratio einer Photovoltaik-Anlage zu
verbessern.
Michael Herrmann, Thorsten Gottwald
Die Autoren arbeiten als Rechtsanwälte in der Dr. Thorsten Gottwald
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
61
Photovoltaik
elektronik im modul
Bahnbrechende Technologien?
Forschungsinstitute und Hersteller sehen die
­Zukunft für Modulwechselrichter und Leistungs­
optimierer recht optimistisch. Nach Angaben von
Greentechmedia (GTM) sind im vergangenen Jahr
zum Beispiel in Amerika fast zwei von drei privaten
Anlagen mit Mikroinvertern oder Optimierern
­aus­gestattet worden. Auch in Deutschland könnten
sie an Bedeutung gewinnen.
Der Sunny Boy 240 wurde
nach Angaben des Unter­
nehmens vor allem für den
nordamerikanischen Markt
entwickelt, ist jedoch
weltweit einsetzbar.
Foto: SMA
62
Sonne Wind & Wärme 09/2014
A
us Sicht des israelischen Anbieters SolarEdge
zählt die Leistungselektronik auf Modulebene
zu den am schnellsten wachsenden Segmenten der globalen Solarindustrie, betont Jessica ­Fishman
für SolarEdge auf Anfrage. MLPE-Technologien (ModulLevel Power Electronics; unter diesem Begriff werden
Optimierer und Mikro-Inverter zusammengefasst)
­hätten in der Vergangenheit einen bemerkenswerten
Erfolg in PV-Dachanlagen erzielen können. Bei den
Leistungsoptimierern stelle man aktuell auch im
­kommerziellen Bereich eine steigende Nachfrage fest.
Das zeige, so SolarEdge, dass diese Technologie ihr
­Nischendasein hinter sich gelassen habe.
Die DC-Optimierer von Tigo Energy sind mittlerweile ebenfalls auf dem universalen Markt angekommen.
Ein Beleg dafür sei die Tatsache, verlautet aus dem
Unternehmen, dass jetzt auch führende Modul- und
Inverterhersteller diese Technologie in ihre Produkte
einbauten. „Wir bei Tigo glauben, dass smarte Module
die Zukunft der Optimizer- und Mikro-Inverter-­
Industrie sind“, sagt Tigos Marketingmanager James
Bickford. Die Erwartungen basierten in erster Linie auf
dem Vorteil, dass man mit dem Modul kommunizieren könne, so Bickford weiter. Ist der Optimusmus der
internationalen MLEP-Branche auch für den deutschen Markt gerechtfertigt? Seit etwa zwei Jahren ist
jedenfalls zu beobachten, dass nach und nach große
Hersteller auch auf deutschen und europäischen Messen Modulwechselrichter und DC-Leistungsoptimierer
anbieten.
Umwandlung und Kommunikation
SMA hatte schon auf der Intersolar Europe 2012 ­einen
Mikro-Inverter vorgestellt, den Sunny Boy 240, der
seit Februar 2014 auch in vielen europäischen ­Märkten
angeboten wird. Der kleinste der Familie lässt sich mit
der Überwachungslösung Sunny Multigate kombi­
nieren. Einen weiteren Vorteil – den man nicht immer
gleich im Auge hat – nennt das zugehörige Datenblatt: Anlagen mit dem Sunny Boy 240 und dem
­Sunny Multigate lassen sich aufgrund ihres modularen Aufbaus jederzeit neu anordnen und aufrüsten,
was zum Beispiel bei baulichen Veränderungen oder
im Falle einer Leistungserweiterung notwendig
­werden kann.
Das Mikro-Inverter-System von ABB besteht aus
einem Wechselrichter der „Mikro“-Familie und einem
Concentrator Data Device (CDD). Bei den Wechselrichtern hat der Kunde die Auswahl zwischen Geräten
mit 250 und 300 W Leistung. Die maximale DC-­
Eingangsspannung liegt bei 65 V, was den Anschluss
von Modulen mit 96 Zellen erlaubt. Das CDD bildet die
Kommunikationsschnittstelle zwischen der Inverteranlage und dem Anlagenbetreiber. Es zeigt den aktuellen Anlagenstatus über ein integriertes Display an,
was bei der Überwachung und Fehlerbehebung der
Anlage hilft und den Service vereinfacht. Für einen
kompletten und detaillierten Statusreport kann der
integrierte Webserver auf lokaler Ebene genutzt
­werden. Für eine komplette Aufzeichnung der Anlagendaten stellt ABB die Aurora Vision Plant Management Plattform zur Verfügung.
Neu im Markt ist der Hersteller AEconversion
GmbH & Co. KG aus Soest. „Unser Unternehmen
­widmet sich dem Sektor der erneuerbaren Energien,
einschließlich der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Mikro-Invertern, Überwachungslösungen
und Systemen zur Optimierung des Eigenverbrauchs
sowie Stromspeichersystemen“, berichtete uns
­Aymeri R. Barrailh, Sales- und Marketing-Manager
des Newcomers. Dessen Mikro-Inverter gibt es in den
Varianten INV250-45, INV 350-60, INV 350-90 und
INV 500-90, wobei die erste Zahl die maximale DCLeistung und die zweite die maximale DC-Spannung
angibt. Die vorgeschriebene Freischalteinrichtung
(ENS) nach VDE-AR-N 4105 ist in allen Geräten bereits integriert. Das reduziere die Systemkosten, weil
die Normkonformität der Anlage ohne Installation
­einer externen Abschalteinrichtung erreicht werde,
so Barrailh.
Ultraverter nennt Kaco New Energy sein neues
Wechselrichtersystem für die Modulebene. Dabei sei
der Wechselrichter Ultraverter blueplanet flex dafür
zuständig, aus dem PV-Modul eine reine AC-Quelle zu
machen, wie es Kommunikationschef Andreas
Schlumberger formulierte, während das Ultraverter
blueplanet flexgate für die intelligente Kontrolle des
Strings, die Verbindung zum Netz und die Kommunikation mit dem Betreiber sorge. Das System soll Ende
2014 auf den Markt kommen.
Wie andere Hersteller auch verspricht Delta Energy Systems GmbH seinen potenziellen Kunden, mit
­Mikro-Wechselrichtern die solare Ernte maximieren
zu können. Deltas Mikro-Inverter-System besteht aus
den Komponenten nano 260 und nano GW Gateway.
Der Inverter nano 260 bringt eine maximale DC-­
Eingangsleistung von 320 W und eine nominale ACAusgangsleistung von 260 W. Das Gateway benötigt
nur eine Steckdose. Es regelt zum einen die Kommunikation mit dem Mikro-Inverter auf dem Dach, die
per Powerline-Technik (PLC) über die hausinterne
Elektroinstallation abläuft, zum anderen die Datenübertragung via Internet zum Monitor, mit dessen
­Hilfe sich die Leistungswerte der Solaranlage anzeigen lassen. Nach Aussage von Deltas Marketingleiter
Schmidt ist mit der Auslieferung der ersten Systeme
noch im September zu rechnen.
DC-Optimizer, String-Inverter und
Monitor von SolarEdge Foto: SolarEdge
Leistungsoptimierer ersetzen
Anschlussdosen­
Leistungsoptimierer sind DC/DC-Konverter, die entweder von Modulherstellern in ihre Module eingebettet
werden und damit die Funktion der Junction Box ersetzen, oder von Installateuren als Add-On angeschlossen
werden. Tigo Energy praktiziert die erste Möglichkeit.
Der Aufbau eines solchen Optimierungssystems sieht
so aus, dass jedes Modul einen elektronischen Module
Maximizer (MM) bekommt, der gemeinsam mit der
Maximizer Management Unit (MMU) für das MPP-­
Tracking verantwortlich ist. Die MMU dient zudem als
Internetzugang, um die Performancedaten an die TigoAnalyseeinheit übermitteln zu können. Eine Besonderheit: Während die Mehrzahl der heute eingesetzten
MPP-Tracker den MPP schrittweise ermitteln (iteratives
Verfahren), setzt man bei Tigo Energy auf das paten­
tierte Verfahren der sogenannten Impedanzanpassung
und verspricht sich davon höchste durchschnittliche
Effizienz am Modul („statistisch gesehen 99,5 %“)
bei geringen Änderungen an der bestehenden
­Photovoltaik-Anlage.
Das wohl umfangreichste Programm im OptimiererSektor hat der führende Hersteller SolarEdge (da wir
hier nicht alle behandeln können, haben wir den Module Embedded Power Optimizer OPJ300-LV und den
Commercial Power Optimizer OP600-96V ausgewählt).
Die Eingangsleistung des OPJ300-LV ist mit 300 W, die
maximale Eingangsspannung mit 55 V und der MPPTBereich mit 5 bis 55 V angegeben. Der Add-On-Optimierer OP600-96V ist für zwei in Serie geschaltete
60-­Zellen-Module ausgelegt. Wegen der höheren Spannungs- und Leistungswerte ist dieses Gerät bestens für
Der Inverter nano 260 von Delta
den kommerziellen Einsatz geeignet. Der Peak-WirEnergy Systems mit dem ­Gateway
kungsgrad beträgt laut Datenblatt bei beiden Optiminano GW, das die Kommunikation
zern 99,5 %. SolarEdge hat nach eigenen Angaben mittmit dem Mikro-Inverter auf dem
lerweile insgesamt mehr als 3,3 Mio. Optimierer in mehr
Dach und dem Internet regelt.
als 60 Länder der Erde geliefert, und zwar sowohl nach
Foto: Delta Energy Systems
Nord-, Zentral- und Südamerika, als auch in die Karibik,
nach Europa und Asien sowie in den Mittleren Osten.
Trina Solar verkauft Module mit integrierter Leistungselektronik von Tigo Energy, die in der Junction
Box untergebracht ist. Diese TrinaSmart genannte
­Lösung arbeitet mit einem patentierten Feature namens Smart Curve. Sie ermögliche bis zu 30 % längere Strings und senke somit Installationskosten, teilte
das Unternehmen mit. Außerdem steigere TrinaSmart
file:
die Systemleistung, beispielsweise bei Verschattungen und unterschiedlichen Modulleistungen innerhalb eines Strings um bis zu 20 % und erhöhe die
­Sicherheit der ganzen Anlage. Die Kommunikation
zwischen den Modulen und der Anlagenüberwachung
läuft funkbasiert über ein Gateway zur Monitoringund Managementeinheit MMU, die ebenfalls von Tigo
kommt. Jedem Gateway lassen sich laut Datenblatt maximal 120 Module und jeder MMU
bis zu sieben Gateways zuordnen. Die MMU
Celsi®Strip
berechnet und regelt in Echtzeit die BetriebsThermoetikette
registriert Maximalpunkte der Module und übermittelt sämtliche
werte durch Dauerschwärzung.
Daten an ein Monitoring-Portal, von wo aus
Bereich von +40 ... +260°C
der Anlagenbetreiber sie dann internetbasiert
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aufrufen und nutzen kann.
Wilhelm Wilming
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
63
T
Photovoltaik
sta dt w e r k e
Geschäftsmodelle für Speicher
Stadtwerke sind geradezu prädestiniert, um das
­Geschäftsfeld Energiespeicher zu erschließen – ein
Verein will dabei Entwicklungsarbeit leisten.
I
n Ludwigshafen hat sich vor vier Jahren der Verein
StoREgio Energiespeichersysteme e.V. gegründet,
um kommunale Unternehmen bei der Entwicklung von Speicher-Geschäftsmodellen zu unter­
stützen. Das bislang wichtigste Projekt des Zusammenschlusses unter dem Namen Solbat wurde nun
abgeschlossen. Die Idee war, Endkunden über zentral
bewirtschaftete Speicher ein attraktiveres Angebot
zu machen, als ihnen dies mit dezentralen Klein­
speichern möglich ist.
Projekt Solbat
Dr. Harald Schäffler von
Schäffler Consult in Freiburg
(links) erstellte für StoREgio
und dessen Geschäftsführer
Dr. Peter Eckerle modellhafte
Jahresgänge und Wirtschaftlichkeitsberechnungen.
Foto: Martin Frey
Stadtwerke können hier maßgeschneiderte Produkte
für einen möglichst hohen Anteil Eigenverbrauch
beim Kunden anbieten. Dieser profitiert davon, dass
er keine Anschaffungskosten hat und sich nicht um
die Wartung kümmern muss. Im Gegenzug zahlt er
für die Dienstleistung der Stadtwerke und für das
Stromprodukt. Ca. 40 Stadtwerkevertreter informierten sich bei einer Präsentation in Ludwigshafen über
die Ergebnisse des ersten Projektabschnittes.
Der Ansatz von Solbat besteht darin, ein
­„Stadtwerke-Projekt für solare Batteriespeicher“ zu
entwickeln und in die Praxis umzusetzen: Den Zielgruppen sollen dabei passende Angebote gemacht
werden, wie sie beispielsweise überschüssigen Solarstrom gewinnbringend zwischenspeichern können.
„Wir sehen Stromspeicher als zentrales Element
der Flexibilität für die Stromnetze“, sagte Vereins-­
Geschäftsführer Peter Eckerle. Man wolle techno­
logieneutral Geschäftsmodelle entwickeln, und die
­Erfahrungen untereinander austauschen (siehe
­Interview). Auf Basis unterschiedlicher Zielgruppen
definierte man zunächst drei Geschäftsmodelle.
Das erste ist das Hausstrom-Modell: Es beinhaltet
ein Stromprodukt für Ein- oder Mehrfamilienhäuser.
Ihnen kann ein Stadtwerk einen relativ hohen Autarkiegrad von bis zu 98 % verschaffen, indem es einen
zentralen Speicher in Kombination mit einem BHKW
für mehrere Nachbarn einrichtet und bedarfsgerecht
Strom und Wärme an die Kunden verkauft. Die Anlagen sind dabei im Besitz der Stadtwerke. Das Modell
ist auch wirtschaftlich besonders attraktiv, da für die
Energieverteilung kein öffentliches Netz genutzt
­werden muss.
An eine größere Zahl an Wohngebäuden, etwa
­innerhalb von Solarsiedlungen, genauso aber auch an
Betriebe, richtet sich das Quartiersversorger-Modell:
Das Stadtwerk bietet hier den Betreibern an, einen
Quartiersspeicher einzurichten, auf den individuell
zugegriffen werden kann. In diesem Modell wird das
öffentliche Netz genutzt, sodass entsprechende
­Gebühren anfallen.
Das dritte Angebot, das Speicher-DienstleisterModell, hat Gewerbebetriebe im Blick, die ein ausgeglicheneres Lastprofil als ein Haushalt haben. Bei
­ihnen will man im Unternehmen einen relativ kleinen
Speicher installieren, der einen Speicheranteil von 7
bis 8 % ermögliche. Kombiniert werden könnte dieser
mit einer Solarstromanlage unter 30 kW. In wessen
Besitz sich diese befindet, ist nicht von vornherein
festgelegt.
Thema Wirtschaftlichkeit
Auf Grundlage dieser Modelle ließ der Verein durch
das Beratungsunternehmen Schäffler Consult aus
Freiburg im Breisgau modellhafte Jahresgänge simulieren und Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellen. Dabei zeigte sich, dass rentable Projekte durchaus realisierbar sind und sich die Speicher amortisieren können. Aufgrund der Tatsache, dass jeder Einzelfall anders gelagert ist und die Bewertung von vielen
Annahmen abhängt, will man hier aber noch keine allgemeingültigen Aussagen über die Wirtschaftlichkeit
von Geschäftsmodellen machen.
Wichtig sind für die Modelle auch Anschluss- und
Messkonzepte. Eine zentrale Rolle spielt die Platzierung unterschiedlicher Zählereinrichtungen, etwa
Energieflussrichtungszähler, welche sicherstellen
­sollen, dass tatsächlich systeminterne Stromflüsse
gemessen werden und Bezüge aus dem Netz nur in
Ausnahmefällen stattfinden. Der Verein erhält hierzu
unter anderem Unterstützung durch die Deutsche
­Telekom, die dem Zusammenschluss als Mitglied
­beigetreten ist.
Liegenschaftsspeicher Weingarten
Erste Aktivitäten von Vereinsmitgliedern konnten in
Ludwigshafen präsentiert werden: Im nahen Weingarten in der Pfalz planen die Stadtwerke Speyer ein
64
Sonne Wind & Wärme 09/2014
­ rstes Modellprojekt eines Liegenschaftsspeichers zu
e
realisieren. Dieser soll zunächst nur Strom aus einem
wärmegeführten BHKW aufnehmen, später aber um
PV-Anlagen ergänzt werden. „Wir haben für die Solarstromspeicherung 14,48 Ct/kWh ermittelt, um die Anlage zu finanzieren. Das ist etwas mehr als die aktuelle
Einspeisevergütung, die Rendite ist daher überschaubar“, berichtete Projektleiter Mathias Reinhart. Primäres Ziel sei zunächst aber auch, erste Erfahrungen zu
sammeln und passende Angebote zu entwickeln. Das
Projekt stelle das Stadtwerk weiterhin vor zahlreiche
Herausforderungen, vor allem was die Strommessungen innerhalb des Systems und deren Anpassung an
Mieterwechsel angeht. „Wir müssen Mietern ja die
Möglichkeit geben, jederzeit den Anbieter wechseln zu
können“. Dies erfordere dann stetige Systemanpassungen an die neuen Abnahmestrukturen.
Rechtlicher Rahmen ungeklärt
Eine besondere Hürde für Speicher-Geschäftsmodelle
ist auch die gleich an mehrfachen Stellen unklare
Rechtslage: Etliche Gesetze und Verordnungen sehen
nämlich noch keine Stromspeicherung vor oder
­belasten womöglich die Speicherbetreiber mit
­Abgaben und Umlagen, die dann deren Betriebs­
konzept unwirtschaftlich machen. Auch die Gefahr
der Doppelbesteuerung über die Stromsteuer ist
­weiterhin nicht eindeutig geregelt.
„Der aktuelle Rechtsrahmen ist insgesamt unklar
und bedarf dringend einer Fortentwicklung“, urteilte
Anika Titze, Referentin für Energierecht und Energiewirtschaft bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz.
Für StoREgio steuert sie die Rechtsexpertise bei und
steht im engen Austausch mit der Geschäftsführung.
Speicher für Flexibilität
Andreas Underbrink, Principal Power Systems Consultant bei der ABB AG in Mannheim, ermittelt für seine Kunden aus der Energiewirtschaft optimale Standorte für Anlagen, die mehr Flexibilität ermöglichen.
„Dazu zählen z. B. automatisierte Ortsnetzstationen,
regelbare Ortsnetztransformatoren und genauso
auch Speicher“, berichtete er. In der Tat dienen die
­angedachten Speicher ja nicht nur zur Erhöhung der
Eigenversorgung beim Endkunden, sondern auch
­dazu, die Netze zu entlasten und die Qualität des
Spannungsbandes zu verbessern. „Speicher können,
lokal eingesetzt, einen Netzausbau hinauszögern“, so
­Andreas Underbrink. Eines hob er aber auch mit Blick
auf die derzeitigen Speicher auf dem Markt hervor:
„Ihre Lernkurve steht mit Stromgestehungskosten
kombinierter Speicher- und Erzeugungsanlagen von
40 bis 50 Ct/kWh noch ganz am Anfang.“
Mobiler Speicher geplant
Der Ludwigshafener Verein plant noch ein weiteres
Projekt. Darin sollen aufbauend auf den Voruntersuchungen Betriebsmodelle entwickelt und getestet
werden, die Leerlaufzeiten in Speichern vermeiden
„Technologieoffener Ansatz“
Fragen an Peter Eckerle, den Geschäftsführer des Vereins
StoREgio Energiespeichersysteme e.V., zu den Zielen und
Aufgabenfeldern seines Vereins.
SW&W: Herr Dr. Eckerle, was sind Vereinsziel und
­ ufgabenfelder?
A
Peter Eckerle: Allgemein beschäftigen wir uns mit Möglich­
keiten, durch zeitliche Verschiebung von Energieströmen, Flexibilität zu schaffen und so Ungleichgewichte zwischen Erzeugung
und Verbrauch auszugleichen. Unser Ansatz ist dabei technologieoffen. Das heißt, wir betrachten neben Stromspeichern auch
Wärmespeicher oder chemische Speicher. Wir sprechen uns
aber auch für komplementäre Technologien wie Lastmanagement aus, sobald wir zur Erkenntnis kommen, dass diese für
­eine bestimmte Anwendung sinnvoller sind als Speicher.
SW&W: Was sind weitere Themen Ihrer Vereinsarbeit?
Eckerle: Neben der Wirtschaftlichkeit von Speicheranwendungen stehen Themen wie die Sicherheit der Technologien und
Kommunikationssysteme sowie die Akzeptanz seitens der
­Kunden im Fokus. Auch der Praxiseinsatz von Prognose- und
Marktmodellen im Zusammenhang mit Speicheranwendungen
steht auf unserer Agenda. Zwischen unseren Mitgliedern
­ermöglichen wir so den Austausch aller notwendigen
­Informationen. Dadurch profitieren alle voneinander.
SW&W: Wer sind Ihre Mitglieder und was ist Ihr
­ ktionsradius?
A
Eckerle: Derzeit gehören uns 20 Stadtwerke und Organisationen
an. Neben Energieunternehmen wie etwa die Stadtwerke Speyer
oder Technische Werke Ludwigshafen sind auch Unternehmen
wie ABB, BASF oder Telekom sowie mehrere akademische
­Einrichtungen im Verein. Die meisten stammen aus dem
­südwestdeutschen Raum, aber wir sind offen für Interessenten
aus ganz Deutschland.
Das Interview führte Martin Frey.
und zusätzliche Einnahmen ermöglichen. Außerdem
sind die Anschaffung und der Einsatz eines mobilen
Speichersystems geplant, das zum Verleih angeboten
werden soll.
„Wenn Hausbesitzer drei Wochen in Urlaub gehen,
füllt sich schon in den ersten paar Stunden der Stromspeicher und wird dann bis Urlaubsende nicht mehr
genutzt“, verdeutlicht Peter Eckerle den Ansatz des
Projekts. Hierzu will man einen Flexibilitätsmanager
entwickeln, eine Software, die es ermöglicht, einen
­internen Markt innerhalb einer Subzelle, die eine
­Siedlung sein kann, zu bedienen sowie andererseits
auch am externen Markt mit anderen Netzzellen zu
kommunizieren. Für das mobile Speichersystem hat
man eine Batterie auf Rädern geplant, die der Verein
an Energieversorger oder Gewerbebetriebe verleihen
will, die überlegen, sich einen Speicher anzuschaffen.
Martin Frey
Weitere Informationen:
StoREgio Energiespeichersysteme e.V.
www.storegio.com
Sonne Wind & Wärme 09/2014
65
Photovoltaik
projektgeschäft
„Entwicklung früh erkannt”
in Deutschland, und mittelfristig werden sich hier
neue Geschäftsmodelle, beispielsweise der
­industrielle Eigenverbrauch, durchsetzen.
Auch andere europäische Märkte haben sich nicht
wie erwartet entwickelt, etwa Polen. Dazu kommen
Kürzungen bei der Vergütung, zum Teil sogar rückwirkend wie in Spanien und jetzt in Italien. In Europa
ist als neuer Markt momentan noch Großbritannien
für uns interessant, außerdem bauen wir einzelne
Projekte in Ländern, in denen wir schon zuvor aktiv
waren. Wir sehen unsere großen Chancen aber in
den überseeischen Projektmärkten, besonders in
Chile, Japan und Indien.
Bei PV-Projekten steigt weltweit die Nachfrage,
­während der Zubau in Europa rückläufig ist. Auch
deutsche Unternehmen richten sich längst interna­
tional aus. Im Interview erläutert José María Llopis,
Senior Vice President Project Business bei IBC Solar,
die Strategie des Unternehmens im Projektgeschäft.
SW&W: Herr Llopis, welchen Stellenwert hat das
internationale Projektgeschäft für IBC Solar?
José María Llopis: Als zweite Säule neben unserem
Handelsgeschäft wird das Projektgeschäft immer
bedeutsamer. Auch bei uns vollzieht sich der Wandel, den wir auf den internationalen Märkten erleben.
Erstmalig ist Europa nun seit 2013 nicht mehr der
größte PV-Markt weltweit. Der Zubau ist im vergangenen Jahr um 40 % zurückgegangen. Gleichzeitig
boomt die PV weltweit.
In Sakura entstand das
erste von IBC Solar selbst
entwickelte Projekt in
Japan (2,3 MW). Nach dem
Netzanschluss im August
erfolgte der Verkauf an
einen Investor.
Fotos (2): IBC Solar
66
Sonne Wind & Wärme 09/2014
SW&W: Was sind für Sie die Konsequenzen?
Llopis: Die Entwicklung haben wir früh erkannt und
deshalb bereits vor Jahren mit der Entwicklung der
Auslandsmärkte begonnen. IBC Solar war bisher
­traditionell immer ein starker Player im deutschen
Handelsgeschäft und auf dem deutschen Projektmarkt. Inzwischen sehen wir aber die größeren
Chancen für uns auf den internationalen Projektmärkten und bauen diesen Bereich stark aus. Bis
2017 wollen wir den Anteil des Projektgeschäfts am
Umsatz auf 55 % steigern.
SW&W: Welche Bedeutung hat Europa dabei?
Llopis: Der deutsche Markt, wie wir ihn bisher kannten, ist nicht mehr vorhanden. Dieses Jahr wird der
Zubau unter 2 GW bleiben und damit sogar den ex­
trem schmalen Zubaukorridor der Bundesregierung
verfehlen. Dennoch gibt es noch einen Projektmarkt
SW&W: Welche Länder haben Sie neben Chile,
J­ apan oder Indien im Fokus?
Llopis: IBC Solar ist ein deutscher Mittelständler.
Deshalb müssen wir uns genau anschauen, wo wir
mit unseren Ressourcen langfristig ein Geschäft
­aufbauen können. Also haben wir Kernmärkte
­benannt. Neben den von Ihnen genannten gehören
dazu auch noch die Türkei, Südafrika, Namibia, der
Nahe und Mittlere Osten und Mittelamerika. Jeder
Projektmarkt ist anders und jeder einzelne funktioniert nach seinen individuellen Regeln. Wir können
vor allem nicht davon ausgehen, dass diese Märkte
nur auf uns warten.
SW&W: Was sind die Charakteristika dieser
­ inzelnen Länder?
e
Llopis: Japan ist für deutsche Unternehmen ein sehr
attraktiver PV-Markt – es gibt dort lukrative Einspeisetarife, ein Fördersystem, das dem deutschen EEG
entspricht, und in der Bevölkerung eine ausgesprochen positive Einstellung zu erneuerbaren Energien.
Andererseits ist Japan ein sehr geschlossener Markt,
bei dem es für ausländische Unternehmen generell
schwierig ist, einen Fuß in die Tür zu bekommen.
Mittelfristig wird sich der momentane Boom in
­Japan aber zu einem normalen Geschäft entwickeln.
SW&W: Wie sieht es in anderen Ländern aus?
Llopis: Chile ist ein völlig freier Strommarkt mit
­hohen Energiepreisen. In Kombination mit hohen
Einstrahlungswerten sind die Voraussetzungen für
photovoltaisch produzierten Strom dort ideal. Chile
ist der stärkste Projektmarkt in Lateinamerika und
der erste, der ohne Fördertarife funktioniert. In Indien haben wir schon eine recht steile Lernkurve hinter
uns, insbesondere was die Geschäftskultur angeht.
Wichtig ist dort insbesondere, dass man ein Vertrauensverhältnis zu seinen Partnern aufbaut, sich auf
die Mentalität einlässt und viel Geduld mitbringt.
­Indien steigt sozusagen von Null auf 100 in die PV
ein. Wir haben festgestellt, dass dort auch Knowhow-Transfer eine wichtige Rolle spielt, besonders
beim Bau der Anlagen.
SW&W: Wie wichtig ist jeweils das Fördermodell?
Llopis: Wir müssen genau prüfen, welche Leistungen wir im jeweiligen Markt anbieten können und
wollen, und wie unsere Markteintrittsstrategie
­aussieht. Schließlich wollen wir nicht in einem Land
starten und dort ein Jahr später die Zelte wieder
­abbrechen. Bezogen auf das Fördermodell bedeutet
das, dass wir das jeweilige System zunächst einmal
verstehen müssen.
SW&W: Welche Varianten gibt es da?
Llopis: Es kann sich um eine Kopie des deutschen
EEG handeln wie in Japan, um ein Ausschreibungsmodell wie in Indien, einen Markt ohne jede Förderung wie in Chile oder um eine Kombination aus
­Förderung, Eigenverbrauch und Direktvermarktung.
Grundsätzlich gilt: Man benötigt eine sorgfältige
Analyse des Marktes, ein darauf abgestimmtes
­Geschäftsmodell, lokale Partner und vor allem einen
langen Atem.
SW&W: In welchen Fällen treten Sie selbst als Projektentwickler auf, wann als EPC-Dienstleister?
Llopis: Unser Geschäftsmodell ist immer individuell
auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angestimmt. Oftmals ist es der erste Schritt, als „Technologieprovider“ aufzutreten, also ein Paket aus Engineering, Procurement und Supervision anzubieten.
So haben wir es in Indien gemacht, wo wir zunächst
vier Anlagen als Subunternehmer für ein heimisches
Unternehmen gebaut haben. Seit 2012 haben wir in
Indien eine eigene Tochtergesellschaft und stellen
momentan ein 5,5-MW-Projekt fertig, bei dem wir
komplett als EPC-Generalauftragnehmer agieren
und dem Kunden eine schlüsselfertige Anlage
­inklusive TÜV-Abnahme liefern. Selbst Projekte zu
entwickeln schließen wir für den indischen Markt
hingegen aus.
SW&W: Und wie bekamen Sie in Japan die Fuß in
die Tür?
Llopis: In Japan ist es für ein deutsches
­Unternehmen wie uns ohne ein japanisches
­Partnerunternehmen nicht möglich, ins EPC- oder
­Entwicklungsgeschäft einzusteigen. IBC Solar kann
zwar auf über 30 Jahre Erfahrung zurückblicken,
aber was Photovoltaik angeht, warten die Japaner
auch nicht gerade auf uns. Deshalb ist Japan für uns
ein klassischer Projektmarkt. Wir hatten das Glück,
auf den richtigen Projektentwickler zu treffen und
Projektrechte zu erwerben.
SW&W: Lässt sich verallgemeinern, wie der
­ arkteintritt funktioniert?
M
Llopis: Grundsätzlich agieren wir beim Markteintritt
immer nach einem Stufen-Prinzip. Wenn wir in der
Stufe der aktiven Marktbearbeitung angekommen
sind, haben wir schon Kontakte geknüpft, Mitarbeiter entsendet und ein Geschäftsmodell entwickelt.
Dann entscheidet sich, ob wir mit einer Tochtergesellschaft oder einem Vertriebsbüro stärker vor Ort
präsent werden wollen. An diesem Punkt sind wir
beispielsweise gerade in Chile, wo wir
Mitte Juni ein Vertriebsbüro eröffnet
haben.
SW&W: Welche Herausforderungen
sind beim Auslandsgeschäft in
­logistischer Weise zu lösen?
Llopis: Grundsätzlich braucht man
­einen langen Atem, um einen Markt
zu bearbeiten und die personellen
Ressourcen, um langfristig Präsenz
zu zeigen und die Geschäftskultur des
Landes zu verstehen. Beziehungs­
management mit den Partnern und
Kunden ist das A und O. Dazu brauchen wir flexible Mitarbeiter, die auch
mal für einige Monate am Stück vor
Ort sind. Das ist jetzt gerade in Japan
der Fall, den Markt dort kann man
nicht allein von Deutschland aus
­entwickeln.
Wenn wir ein Vertriebsbüro oder eine
Tochtergesellschaft vor Ort haben, ist
die Handhabung natürlich etwas
­einfacher. Ein gutes Beispiel ist Indien:
Unsere Tochtergesellschaft in Mumbai ist für alle „On-Shore“-Dienst­
leistungen zuständig, also für die
­Bauarbeiten vor Ort. Wichtig ist: Am
Ende erhält unser indischer Kunde
­eine schlüsselfertige Anlage von IBC
Solar, die vom TÜV Rheinland
abgenommen wurde und die
mit einer Garantie für die einzelnen Komponenten und die gesamte Anlage ausgestattet ist.
José María Llopis
verantwortet als Senior Vice President seit
­Anfang 2014 den Geschäftsbereich Projektgeschäft bei IBC Solar. Dazu gehören sowohl die
Abteilungen für EPC-Dienstleistungen wie auch
für die Entwicklung eigener Projekte. Zuvor hatte der gebürtige Spanier die Geschäftsführung
der spanischen Tochtergesellschaft von IBC
Solar in Paterna (nahe Valencia) inne, die auf
der gesamten iberischen Halbinsel sowohl im
Handels- wie auch im Großanlagengeschäft
­tätig war. Als studierter Industrial Engineer war
José María Llopis vor seinem Einstieg bei IBC
Solar für verschiedene Unternehmen aus dem
Telekommunikations- und Energiesektor tätig.
SW&W: Womit wollen Sie
s­ icherstellen, dass Sie sich
langfristig international gegen
die dortigen Mitbewerber
­behaupten können?
Llopis: Wir sind qualitativ im
Premium-Segment unterwegs,
müssen uns aber natürlich im
Preisniveau des jeweiligen Marktes bewegen. Unseren Kunden
gegenüber stehen wir mit unserem Qualitätsversprechen in der
Verantwortung und untermauern das mit entsprechenden Garantien und Performance Ratios
für unsere Anlagen sowie mit
­einer hohen Bankability bei den
finanzierenden Kreditinstituten.
IBC Solar steht seit über 30 Jahren für Qualität und Vertrauen.
Unser Anspruch ist, lange in den
Märkten aktiv zu sein und uns
einen festen Kundenstamm
­aufzubauen.
Das Interview führte Martin Frey.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
67
Windenergie
Versicherungen
Voller Schutz zu
Schnäppchenpreisen
Selten, aber teuer: Wenn eine Windmühle abrennt, sollte sie gut versichert sein. Foto: dpa
Banken und Versicherungen lieben Vollwartungsverträge. Schließlich
liegen die technischen Risiken dann nicht bei ihnen, sondern bei den
Dienstleistern und Herstellern. Für die übrigen Unwägbarkeiten
­schnüren die Assekuranzen passende Pakete zu echten
­Schnäppchenpreisen.
H
ohe Summen, kleine Prämien. So lässt sich
der aktuelle Versicherungsmarkt für
­Windmühlen knapp zusammenfassen. Ab
60 Ct/kWh können sich Betreiber einen umfassenden Schutz für ihre Technik einkaufen. Rabatte oder
Sonderkonditionen sind da noch nicht einmal
­abgezogen. Unterm Strich liegt beispielsweise die
Jahresprämie für eine E 82 mit 2,3 MW bei knapp
1.300 € und für die 3-MW-Klasse bei knapp 2.000 €.
„Die Prämien für zusätzliche Deckungen sind im
Moment äußerst attraktiv. Wenn die Vollwartungsverträge bereits viel enthalten, dann lassen sich hohe
­Investitionssummen zu vergleichsweise geringen
­Beiträgen versichern“, nennt Versicherungsmakler
­Günther Gentele einen wichtigen Grund für die paradiesischen Zeiten. Hier können Betreiber immer aus
dem Vollen schöpfen, wenn es um die Erstversicherung ihrer Windmühlen geht. Weil Banken darauf
drängen, langjährige Vollwartungsverträge mit den
Herstellern abzuschließen, stopfen Versicherer nur
noch die Deckungslücken für neue Windparks.
68
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Die Assekuranzen sehen solche Konstruktionen
sehr gerne. Sie decken nur noch die Lücken durch
­einen zusätzlichen Versicherungsschutz ab und übertrumpfen sich dabei gegenseitig mit günstigen Paketen und neuen Produkten. Angesichts der Werte
­stehen die Prämien samt den dahinter stehenden
Leistungen aber in keinem Verhältnis zu den Investitionen. Daher muss eine Versicherung schon viele Verträge schreiben, um happige Schäden aufzufangen.
Doch über die Vollwartungsverträge werden die
technischen Risiken ja eh auf den Hersteller umgeschichtet, der sich seinen Einsatz vom Betreiber aber
auch gut bezahlen lässt. Die Anlagenbauer decken
sich wiederum mit Policen bei den großen Rückversicherungsgesellschaften ein, damit sie durch aufwendige Retrofits oder mögliche Serienschäden nicht in
eine finanzielle Schieflage geraten. Ganz ähnlich wie
bei anderen Versicherungsstrukturen gelten auch hier
Selbstbehalte oder steigende Prämien, wenn zu viele
Schäden bei den Rückversicherern auf dem Tisch
­landen.
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www.basler.de
www.hdi-gerling.de
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Versicherung
Versicherung
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Makler
Makler
Angebote für onshore und/oder offshore?
on- und offshore
on- und offshore
onshore
on- und offshore
onshore
nein, aber in Prüfung
ja
ja
Betriebsphase
Planungs- und Errichtungsphase
Pachtzahlungsbürgschaft
ja/nein
individuell abzustimmen nein
Bauherrenhaftpflicht
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja
ja
Transportversicherung
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja
ja
Montageversicherung
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja
ja
Verspätete Inbetriebnahme
ja/nein
individuell abzustimmen ja – im Rahmen einer Betriebsunterbrechungsvers.
ja
ja
k.A.
All Inklusive Pakete
ja/nein
individuell abzustimmen nein
k.A.
ja
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Betreiberhaftpflicht
ja/nein
individuell abzustimmen k.A.
ja
ja
ja
Umwelthaftpflicht
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja (inkl. Umweltschadenversicherung und
Zusatzbaustein 1)
ja
Maschinenversicherung
(abgedeckte Schäden)
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja
ja
Maschinenbetriebsunterbrechung (Haftzeit nach
Schaden)
ja/nein
individuell abzustimmen ja
ja
ja
ja
Minderertragsabsicherung
ja/nein
individuell abzustimmen nein
ja
nein
ja
Verfügbarkeitsoption (über
Herstellergarantien hinaus)
ja/nein
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nein
ja
ja
Vermögensschäden (infolge
Direktvermarktung)
ja/nein
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ja
ja
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
Den Betreibern bieten die diversen Pakete und einen
umfassenden Schutz, der die Errichtung durch
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Bauherrenhaftpflicht abdeckt. Den vollen Schutz innerhalb der durch Vollwartungsverträge abgedeckten
Betriebszeiten bieten die Maschinen- sowie die Maschinenunterbrechungsversicherung. So deckt zum
Beispiel die wichtige Maschinenversicherung nicht nur
Schäden durch Naturgewalten ab. Enthalten sind auch
technische Störungen, menschliches Versagen,
­Material- oder Konstruktionsfehler. Ausgeschlossen
sind hingegen immer das Versagen von Bauteilen, Verschleiß oder Mängel, weil Assekuranzen eben nicht die
Risiken der Hersteller übernehmen. Als Ergänzung dazu sichert die Maschinenunterbrechungsversicherung
die Ertragsausfälle in Folge von versicherbaren Schäden ab. Das gilt bei mechanischen Schäden meist für
sechs Monate und bei Bränden für bis zu 24 Monate.
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Betreibers im Schadenfall,
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Absicherung von WEA
sowie über Vertrag- und
Schadenmanagement
Zudem lassen sich weitere wichtige Bausteine abschließen. So zum Beispiel die sogenannten D&O
­Policen. Sie sind für die Managementebene interessant, weil sie bei Klagen aus dem Lager der Kommanditisten das Privatvermögen von Geschäftsführern
­sichern. „So etwas sollte bei bestimmten Gesellschaftskonstruktionen in jeden Fall dabei sein. Wenn
sich die Realitäten nicht mit den Renditeerwartungen
von Investoren decken, weiß man nie, ob es nicht zu
Schadensersatzklagen kommt“, sagt Gentele.
Nicht nur er rät dazu, sich als Betreiber an spezialisierte Makler zu wenden. Schließlich haben sie im
Haifischbecken der Versicherungsbranche den besten Überblick. Das gilt für Vertragsklauseln, Ausschlüsse, Selbstbehalte oder aber auch den Haftungsbegrenzungen, die Hersteller möglicherweise in ihre
Verträge schreiben. „Wir lassen uns erst einmal die
Vollwartungsverträge vorlegen und prüfen diese eingehend auf Deckungslücken. Darauf baut dann der
Versicherungsschutz auf. Mit einigen Herstellern kann
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Versicherungen
Der Versicherungsschutz für Betreiber greift schon in der Aufbauphase. man die Leistungen ihrer Vollwartungsverträge noch
nachverhandeln und mit anderen nicht“, weiß Pia
Wiechers vom Enser Versicherungskontor.
Sinnvoll können auch Rechtschutzversicherungen
sein, die pro Windmühle auf dem Markt für 280 €
­netto im Angebot sind und in Streitfällen für die
­Gerichtskosten aufkommen. Dass die
nur sehr selten abgeschlossen werden, könnte sich als Fehler erweisen,
wenn es juristischen Ärger mit Dienstleistern, Herstellern oder dem Netzbetreiber gibt. Ein klassisches Beispiel sind Wartungsarbeiten, die zwar
vom Dienstleister abgerechnet, aber
gar nicht durchgeführt wurden. Juristische Auseinandersetzungen kann
es auch mit Netzbetreibern geben,
wenn die sich bei längeren Netzausfällen auf höhere Gewalt berufen, ihr
Netz aber nachweislich schlecht
­gewartet haben.
Infrastruktur nicht
­vergessen
Windenergieanlage: Form frei gestaltet
72
© Enser Versicherungskontor GmbH www.evk-oberense.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Dabei sollten Betreiber ohnehin einen
genauen Blick auf die Infrastruktur
werfen, die in der Regel nicht Teil der
Vollwartung ist. „Bei unseren Lösungen ist die Infrastruktur bis zur Übergabestation immer enthalten“, sagt
Claudia Badke von der Thomas
­Andresen
Versicherungsund
­Finanzmakler GmbH. Nur das bringt
nicht viel, wenn der Blitz in das externe Umspannwerk des Netzbetreibers
einschlägt und der sich auf höhere
Gewalt beruft. Dann gibt es erst ein-
Foto: M. Staudt/grafikfoto.de
mal keinen Anspruch auf entgangene Vergütungen. Es
sei denn, der Betreiber hat sich in seinem Paket auch
gegen sogenannte Rückwirkungsschäden gewappnet, die für solche Szenarien gedacht sind „Die
­erweiterte Absicherung für Umspannwerke und
­Übergabestationen macht einfach Sinn, weil
­Versicherungen dann Betriebsunterbrechungen oder
Sachschäden abdecken. Es gibt auch Konstruktionen,
bei denen die externen Kabel zum Windpark gehören,
es Knotenpunkte von mehreren Windparks gibt oder
Umspannwerke von mehreren privaten Akteuren
­betrieben werden“, sagt Badke.
Zudem offerieren immer mehr Assekuranzen
­sogenannte Verfügbarkeitsoptionen. Theoretisch
­garantieren die Hersteller zwar Verfügbarkeiten für
­ihre Technik, aber diese beziehen sich meist auf den
ganzen Windpark und dessen Jahresleistung. Daher
kann es durchaus sein, dass eine oder mehrere
­Windmühlen länger ausfallen und die Verfügbarkeit
trotzdem im Soll Ist. Schlechte Karten hat dann der
Betreiber, weil ihm reale Erträge flöten gehen. „Solche
definitiven Verluste lassen sich absichern. Ob sich das
im Einzelnen lohnt, hängt immer von der Größe und
der Anzahl der Windenergieanlagen ab. Da können
sich 2 oder 3 % Ertragsverlust durchaus summieren“,
so Badke.
Ein Vollwartungsvertrag ist deswegen nicht immer
die perfekte Lösung. Unterm Strich klingen solche
­Pakete zwar erst einmal sinnvoll und attraktiv, allerdings müssen die Leistungen auch bezahlt werden.
Schließlich verlangen die Hersteller monatlich eine
­ordentliche Stange Geld für ihre Vollwartung. Dabei
gibt es durchaus Alternativen. Theoretisch könnte ein
Betreiber seine Anlagen auch mit einem Condition-­
Monitoring-System ausrüsten und die volle Deckung
für Schäden bis zum Ende der Gewährleistungsansprüche bei Versicherern einkaufen. Denen würden
dafür herstellerkonforme Wartungen und regelmäßige
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ten Verträge innerhalb eines Windprojekts. Behandelt werden unter anderem
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erscheint bei anspruchsvollen Standorten in einem
ganz neuen Licht.
Foto: Voser Transport AG
zustandsorientierte Prüfungen ausreichen. Danach
könnten die Betreiber in den Vollwartungsvertrag
wechseln. Das wäre billiger, „setzt sich aber bei den
Banken nicht durch. Solche Lösungen bekommen nur
kapitalstarke Investoren hin“, weiß Badke.
Wenn die Vollwartung ausläuft
Darum müssen weniger kapitalstarke Betreiber wohl
weiter mit den teuren Vollwartungsverträgen vorlieb
nehmen und sich einen wichtigen Termin merken: den
Ablauf der Gewährleistungsansprüche, die je nach
Verhandlungsgeschick zwischen zwei und fünf Jahre
gelten. Hier haben die Investoren inzwischen gelernt
und lassen sich durch unabhängige Gutachter vor
­Ablauf der Gewährleistung bestätigen, wie es um den
Zustand der Windenergieanlage bestellt ist und ob
möglicherweise noch Garantieleistungsansprüche
bestehen.
Danach gilt für die Restlaufzeiten das, was in den
Verträgen zur Vollwartung verhandelt wurde. Wenn
diese beispielsweise nach 15 Jahren auslaufen, sind
die rosigen Zeiten mit kleinen Prämien und großen
Leistungen schlagartig vorbei. Dann geht es darum,
wer die alten Windpropeller überhaupt noch zu
­vergleichbaren Konditionen versichert. Für dieses
­Szenario gibt es zwei Optionen. Zum einen können die
Betreiber dem Hersteller weiter die Treue halten und
die bestehenden Vollwartungsverträge verlängern. Das
bedeutet aber höhere Kosten, weil die Schadensrisiken
mit dem Alter der Turbinen steigen und in die
­Anschlussverträge eingepreist werden. Die andere
Möglichkeit ist der Wechsel zu einem unabhängigen
und vielleicht auch günstigeren Dienstleister für die
Vollwartung. Wenn dann die Versicherungskonditionen
weiterhin vergleichbar sein sollen, suchen die Asse­
kuranzen ziemlich gründlich nach möglichen Risiken.
„Bei uns gehören Getriebeendoskopien, Begehungen oder Schwingungsmessungen dazu. Eine Chance
auf die volle Deckung von Schäden haben nur Anlagen,
die nachgewiesen in einem sehr guten technischen Zustand sind. Dieser wird in den Zustandsbewertungen
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dokumentiert“, sagt Stefan Volle. Er leitet bei der
­HDI-Gerling Industrie Versicherung die Abteilung
Technische Versicherungen Inland. Der Spezialanbieter hat gut 4.500 Maschinen im Bestand.
Ob sich das Festhalten an der Vollwartung lohnt, ist
immer ein Rechenexempel. Es hängt auch davon ab,
ob Betreiber die Restlaufzeiten mit höheren, aber
­verlässlichen Kosten absichern wollen. Im anderen
Fall lassen sich beispielsweise günstigere Basisver­
träge für die Wartung mit klassischen Kaskoversicherungen verbinden. „Dann sind die versicherbaren
­Totalschäden zum Zeitwert gedeckt. Das gilt aber
nicht für innere Betriebsschäden“, sagt Volle.
Top oder Flop?
Spannend ist das Ende von Vollwartungsverträgen für
die Anbieter und deren Kunden allemal. Dann stellt
sich nämlich heraus, wie gut die Pflege tatsächlich
war. „Das ist sehr unterschiedlich. Viele Maschinen
sind Top in Schuss und bekommen weiter die volle
Deckung. Bei anderen könnte der Zustand deutlich
besser sein“, weiß Stephan Glocker, der als Sach­
verständiger Windenergieanlagen im Auftrag von
­Versicherungen prüft und nach versteckten Schäden
oder Mängeln sucht.
Für diese Arbeit gelten meist die Richtlinien des
Bundesverbandes WindEnergie (BWE) für die
­zustandsorientierten Prüfungen. Die fallen neben den
wiederkehrenden Prüfungen ohnehin alle zwei Jahre
an und dokumentieren das technische Befinden der
Maschinen. Einige Versicherer stellen aber auch
­eigene und nicht immer einheitliche Anforderungen
an den weiteren Vollwartungsbetrieb und ihr eigenes
Risiko. „Es gibt Gesellschaften, die verlangen genaue
Getriebeanalysen und Schwingungsmessungen oder
die sehr aufwendigen Prüfungen von Generatoren.
Andere bestehen für den Wechsel zu einem Vollwartungsanbieter nicht einmal auf die Mindestanforderungen des BWE“, erklärt der Sachverständige Josef
Gerster.
Auch das mag dem Konkurrenzdruck geschuldet
sein. Allerdings werden sich die unabhängigen
­Vollwartungsdienstleiser bei der Abdeckung von
­Restlaufzeiten wohl kein Kuckucksei ins eigene Nest
legen und die Preise genau kalkulieren. „Wir haben
500 Windenergieanlagen in der Vollwartung und
­sprechen unsere Konzepte sehr eng mit der Versicherungen ab“, sagt Matthias Brandt, Vorstand der
­Deutschen Windtechnik. Klassische Mittelständler
wie die ­Deutsche Windtechnik lehnen sich mit
­Vollwartungsangeboten finanziell ohnehin weit aus
dem Fenster. Bei zu hohen Schadensquoten müssten
sie einen Teil der Kosten ins Geschäft drücken, weil
sonst die Prämien steigen.
Torsten Thomas
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Windenergie
E E G - N o ve l l e
Standorte
unter der Lupe
Mit der Reform des EEG kommen auf die Windbranche grundlegende
Veränderungen zu, die zu Verunsicherung bei Investoren, Betreibern
und Projektieren führen. Eine wesentliche Neuerung: das Referenz­
ertragsmodell für Windenergieanlagen.
Ü
Das Fraunhofer IWES hat
Windenergieanlagen in
Deutschland nach Stand­
ortqualität und Vergütung
(nach altem und neuem
EEG) analysiert.
76
Grafik/Montage: EEA
Sonne Wind & Wärme 09/2014
ber das Referenzertragsmodell wird errech­
net, welche Einspeisevergütung eine Wind­
energieanlage ab dem Zeitpunkt der Inbe­
triebnahme über die Förderdauer von 20 Jahren
­erhält. Dazu wird der tatsächlich in den ersten fünf
Jahren erreichte Ertrag ins Verhältnis zum Referenz­
ertrag gesetzt, der in Abhängigkeit des Anlagentyps
und der Nabenhöhe berechnet wird.
Die so ermittelte Standortqualität legte bislang
fest, wie lange die Windenergieanlage über die ersten
fünf Jahre hinaus die erhöhte Anfangsvergütung
(8,66 Ct/kWh bis 1. August 2014) erhält. Für den
­restlichen Zeitraum bis zur maximalen Förderdauer
von 20 Jahren gab es die niedrigere Grundvergütung
(4,72 Ct/kWh). Eine Verlängerung der Anfangsvergü­
tung auf den kompletten Vergütungszeitraum erfolgt
bisher für alle Windenergieanlagen mit einer Stand­
ortqualität unter 82,5 %. Dieser Grenzwert wurde mit
der EEG-Novelle auf 77,5 % gesenkt.
Darüber hinaus fallen seit dem 1. August alle neu­
installierten Windenergieanlagen unter das Modell
der verpflichtenden Direktvermarktung, wobei die
­Direktvermarktung bereits marktüblich ist und schon
seit 2012 ca. 80 % aller Windenergieanlagen direkt­
vermarktet werden. Die Höhe der Einspeisevergütung
bleibt weiterhin maßgeblich für die Vergütung durch
die Marktprämie, die Managementprämie aber ent­
fällt mit der EEG-Novelle.
Nun fragen sich Betreiber und Investoren natür­
lich: Wie werden sich die mittleren Vergütungssätze
durch die Novellierung des Referenzertragsmodells
verändern und inwieweit werden zukünftige Wind­
energieanlagen an unterschiedlichen Standorten von
einer Reduzierung der Vergütung betroffen sein?
Anlagen spiegeln Bestand wider
Das Fraunhofer IWES hat in einer Untersuchung die
Standortqualität von 2.598 Windenergieanlagen
­anhand der monatlichen Ertragsdaten von 2009 bis
2013 der Betreiberdatenbasis und der von der
FGW e.V. veröffentlichten Referenzerträge für die
­entsprechenden Anlagentypen bestimmt. Das ent­
spricht der Annahme, dass für alle bereits bestehen­
den Anlagen der Referenzertrag neu ermittelt werden
würde. Auf Basis dieser Standortqualitäten ­wurde
­ araufhin sowohl nach EEG 2013 als auch nach der
d
aktuellen Novelle eine mittlere Vergütung über den
Förderzeitraum von 20 Jahren als Vergleichsgröße
berechnet.
Unvollständige Ertragsdaten wurden mithilfe des
IWR-Windindexes hochgerechnet, wobei darauf ge­
achtet wurde, dass der Anteil der hochgerechneten
Werte am gesamt betrachteten Datenbestand 3 %
nicht übersteigt. Ertragsdaten von Anlagen mit
­größeren Datenlücken wurden nicht berücksichtigt.
Die betrachteten Anlagen machen mit ca. 10 % nur
einen kleinen Teil des tatsächlichen Anlagenbestan­
des in Deutschland aus, sind allerdings sowohl in der
räumlichen Verteilung als auch bezüglich der techni­
schen Parameter vergleichbar und aussagekräftig.
Die Anlagenstandorte wurden zunächst in die
­Kategorien Küste (275 WEA), norddeutsche Tief­
ebene (1.744) und Mittelgebirge (579) eingeordnet.
Dabei umfasst die Standortkategorie Küste einen
5 km langen Streifen entlang der norddeutschen
­Küstenlinie. Aufgrund der ähnlichen Ergebnisse
­werden die beiden anderen Kategorien im Folgenden
unter der Bezeichnung Binnenland zusammen­
gefasst. Um die Auswirkungen auf den künftigen
­Zubau zu beurteilen, wird vereinfachend angenom­
men, dass sich der Zubau auch in den nächsten
­Jahren entsprechend des aktuellen Bestands auf die
Standortkategorien ­verteilt.
Reduzierung trifft Küstenstandorte
Abbildung 1 zeigt wesentliche Eckpunkte der Stand­
ortqualitäten für die zwei unterschiedenen Stand­
ortkategorien. Der Mittelwert der Standortqualitä­
ten aller ausgewerteten Anlagen liegt bei 67,5 %.
­Anlagen an Küstenstandorten erreichen eine mitt­
lere Standortqualität von 87 % und liegen damit ca.
22 Prozentpunkte höher als Windenergieanlagen im
­Binnenland.
Standortqualitäten in den Landschaftskategorien
Abb. 1: Verteilung der Standortqualitäten nach Standortkategorien Grafik (4): Fraunhofer IWES
Während zwei Drittel der Anlagen an Küstenstand­
orten Werte oberhalb von 77,5 % erreichen und somit
von der geplanten Reduzierung der Vergütungssätze
betroffen sind, liegt dieser Anteil bei den Binnenland­
standorten mit 5 % deutlich niedriger. Insgesamt
­liegen 19 % des betrachteten Anlagenbestandes
­oberhalb dieses Grenzwertes.
Abbildung 2 verdeutlicht die Auswirkungen der No­
vellierung des Referenzertragsmodelles auf die durch­
schnittlichen Erlöse. Durch die Novellierung erhalten
Anlagen oberhalb einer Standortqualität von 77,5 %
deutlich niedrigere Einspeisevergütungen als im aktu­
ellen EEG. Besonders stark fällt die geplante Reduzie­
rung um ca. 14 % im Bereich zwischen 90 und 100 %
Standortqualität aus, darüber nimmt sie sukzessive
ab und beträgt bei über 130 % nur noch ca. 6 %.
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Windenergie
E E G - N o ve l l e
Einfluss der EEG-Novelle auf die Einspeisevergütung
Abb. 2a/b: Mittlere Einspeisevergütung nach Standortqualität für WEA an Küsten- (links) und Binnenlandstandorten (rechts)
anlagen über die gesamten 20 Jahre die erhöhte
­Anfangsvergütung, sodass die Novellierung hier zu
deutlich stärkeren Reduzierungen in der mittleren
Einspeisevergütung führen wird. Da nur ca. 10 % der
im Modell berücksichtigten Anlagen tatsächlich unter
die Standortkategorie Küste fallen, wäre ein Großteil
der Anlagen durch die Reduzierung nicht betroffen.
Erlöse werden sinken
Abb. 3: Mittlere Einspeisevergütung nach aktuellem EEG und der EEGNovelle für Windenergieanlgen an Küsten- und Binnenlandstandorten
Im verwendeten Rechenmodell werden nach aktu­
ellem EEG 95 % der Anlagen an Binnenlandstand­
orten über die gesamten 20 Jahre mit der erhöhten
Anfangsvergütung von 8,66 Ct/kWh gefördert. Durch
die Senkung des Grenzwertes von 82,5 auf 77,5 %
­fallen hier 8 % der Binnenland-Anlagen heraus. An
Küstenstandorten liegt dieser Anteil nach den
­Berechnungen schon nach altem EEG bei nur 41 %.
Auch hier erhalten künftig 8 % weniger Windenergie­
wind
Bürger dStrom
mit Win
WindStrom
Gruppe
Erneuerbare Energie aus der Region
WindStrom realisiert effiziente, CO2-neutrale Projekte zur Energieerzeugung mit hoher wirtschaftlicher Attraktivität. Die Unternehmensgruppe entwickelt, errichtet und betreibt Windparks seit 1992 in Deutschland und im europäischen Ausland. Nicht nur bei der Umsetzung von
WindStrom Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG
Stammhaus
78
Dieser Aspekt macht sich direkt bei den mittleren
­Vergütungen bemerkbar (siehe Abb. 3). Nach altem
EEG setzte sich der Erlös entweder zusammen aus
der Einspeisevergütung oder im Direktvermarktungs­
modell aus Marktpreis, Marktprämie und Manage­
mentprämie, und den Boni. Durch die Pflicht zur
­Direktvermarktung besteht der Erlös künftig immer
aus Marktprämie und aktuellem Marktpreis, wobei
sich die Marktprämie aus Einspeisevergütung und
mittlerem monatlichen Marktpreis errechnet. Zwar
variieren Marktpreis und Marktprämie im zeitlichen
Verlauf, über längere Zeiträume betrachtet wird der
Erlös aber in der Nähe der Einspeisevergütung liegen.
Für den hier untersuchten Vergleich wird verein­
fachend die Einspeisevergütung herangezogen.
Man erkennt, dass die mittlere Einspeisevergütung
für Anlagen an Küstenstandorten von 8,24 auf
7,79 Ct/kWh sinkt, während die mittlere Einspeise­
Am Torfstich 11, 31234 Edemissen
Tel.: +49 (0) 51 76 / 92 04 - 0, Fax: +49 (0) 51 76 / 92 04 - 10
info@windstrom.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Bürgerwindprojekten setzt WindStrom von Anfang an auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit, um die Interessen aller Beteiligten zu wahren und eine breite Akzeptanz sicherzustellen.
Informieren Sie sich unter www.windstrom.de oder sprechen Sie uns an – wir sind für Sie direkt
erreichbar.
Niederlassung Oyten
An der Autobahn 37, 28876 Oyten
Tel.: +49 (0) 42 07 / 6 99 08 - 0, Fax: +49 (0) 42 07 / 6 99 08- 20
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Regionalbüro Schleswig-Holstein
Am See 1, 24259 Westensee
Tel.: +49 (0) 43 05 / 99 77 33, Fax: +49 (0) 43 05 / 99 77 34
info@windstrom-westensee.de
vergütung an Binnenlandstandorten von 8,65 auf
8,82 Ct/kWh leicht steigt. Daraus lässt sich folgern,
dass die Senkung der Gesamtvergütung nicht über
die Reduzierung der Einspeisevergütung erreicht
wird, sondern durch den Wegfall von Repowering-­
Bonus, SDL-Bonus und Managementprämie. Im
­Ergebnis wird der Erlös für Anlagen an Küstenstand­
orten im Durchschnitt um 20,5 % und für Anlagen im
Binnenland um 13,6 % sinken.
Unter der Annahme, dass der Zubau neuer Wind­
energieanlagen ähnlich auf die unterschiedlichen
Standortqualitäten verteilt ist, wird der mittlere Erlös
für alle Standorte sinken. Die Reduktion fällt an den
Küstenstandorten allerdings um 50 % höher aus. Das
Ziel der Bundesregierung, mit der EEG-Novelle die
Förderungen an windstarken Standorten stärker ab­
zubauen, wird somit grundsätzlich erreicht werden.
Auch wenn die meisten Anlagen an Binnenland­
standorten weiterhin die Anfangsvergütung über 20
Jahre erwarten können, verschärfen die aktuellen
Kürzungen der EEG-Novelle die bereits angespannte
Ertragssituation im Binnenland weiter. Der weitere
Ausbau der Windenergie im Binnenland ist deshalb
sowohl eine Frage des neuen EEG als auch eine Frage
der Verfügbarkeit von windhöffigen und akzeptierten
Standorten.
Philip Görg, Volker Berkhout, Berthold Hahn
Viel Diskussionsbedarf
Auch auf dem Rostocker Windenergie-Forum wurden die Auswirkungen
der EEG-Novelle heiß diskutiert. Neben dem neuen Referenzertragsmodell
sorgen vor allem die angekündigten Ausschreibungen und die
­verpflichtende Direktvermarktung für Gesprächsstoff.
Hermann Albers hat mahnende Worte, als er Anfang August auf dem 3. Rostocker WindenergieForum auf das Thema Ausschreibungen zu sprechen kommt. Ab 2017 sollen die für neue
Windenergieanlagen zur Pflicht werden. Man solle aber mal genau nach Südafrika schauen,
sagt der Präsident des Bundesverbands WindEnergie (BWE). Dort hätten die Ausschreibungen dazu geführt, dass innerhalb von drei Runden die Teilnehmerzahl an eben diesen von
zwölf auf vier gefallen sei. „Akteursvielfalt sieht anders aus“, sagt Albers. Auch die Preise
­seien nicht wie zu erwarten gefallen, sondern sogar gestiegen – als Folge des geringeren
Wettbewerbsdrucks. Man sei ja nicht grundsätzlich gegen Ausschreibungen, betont Albers.
Aber der BWE wolle die Zeit nutzen, sich aktiv in den Prozess der konkreten Ausgestaltung
­einzubringen.
Die aktive Mitgestaltung ist auch beim Thema Vermarktung des Windstroms nötig. Die in
der EEG-Novelle festgeschriebene Verordnungsermächtigung für neue Marktmodelle müsse
„dringend angegangen werden“, sagt Klaus Mindrup, für die SPD im Bundestag. Bei der
­Direktvermarktung dagegen sind die Rahmenbedingungen schon klarer, hier können die
Marktteilnehmer ihre Angebote entsprechend anpassen. An erster Stelle steht da bei vielen
die Verlängerung der Vertragslaufzeiten. Bisher haben sich Betreiber und Direktvermarkter
selten länger als ein Jahr aneinander gebunden. In Zukunft werden Verträge wohl eher über
Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschlossen werden, prognostiziert Matthias
­Heldmann von der MVV Energie AG. Dabei ist ihm – als Direktvermarkter – seine neue
­Position klar: „Wir kommen jetzt nicht mehr mit dem Geldkoffer zum Betreiber. Direkt­
(kg)
vermarktung kostet jetzt etwas und bringt nicht mehr Mehrerlös.“
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Windenergie
W i n d E n e r g y H am b u r g
Elbmetropole
statt Krabbenbrötchen
Der Charme von Hamburg ist ein anderer als der von Husum – aber sicher nicht weniger anziehend für die Windbranche.
Foto: www.mediaserver.hamburg.de/O.Heinze
Dieses Jahr trifft sich die internationale Windbranche erstmals in
Hamburg statt in Husum. Die Infrastruktur, aber auch das Ambiente
werden dort anders sein. Die reichhaltigen Messeneuheiten aber sind
­geblieben.
A
lle Innovationen, alle Markttrends, alle Fach­
leute: Vom 23. bis zum 26. September 2014
ist Hamburg das Tor zur Welt der Windener­
gie. Auf dem Gelände der Hamburg Messe bietet die
neue internationale Leitmesse WindEnergy Hamburg
mit der gesamten Wertschöpfungskette der inter­
nationalen Windindustrie – onshore und offshore –
den umfassenden Überblick über Status und Zukunft
der Branche.
Über 1.000 Aussteller aus über 30 Ländern prä­
sentieren auf 65.000 m2 Innovationen aus allen
­Bereichen der Windenergie. Von der Forschung über
die Planung und Finanzierung, Installation, Betrieb
und Wartung bis zum Rückbau.
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Di., 23. September 2014 bis Fr., 26. September 2014, 9 bis 18 Uhr
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WindEnergy Hamburg Projektteam
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80
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Online-Registrierung
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Die FWT Energy GmbH & Co. KG, Waigandshain,
stellt die Anlagengeneration der 3-MW-Klasse –
­designed vom Ingenieurbüro W2E – in den Mittel­
punkt des Messeauftritts. Die FWT 3000 ist abge­
stimmt auf eine hohe Effizienz, selbst bei mittleren
und schwächeren Windverhältnissen im Binnenland,
eine optimierte Logistik sowie eine internationale
Netzkompatibilität. Die Anlage ist ausgelegt nach IEC
61400-1, Windklasse 2a und hat demnach noch Luft
nach oben für eine weitere Leistungssteigerung.
In der aktuellen Auslegung liegt die Nennleistung
von 3 MW bereits bei 12 m/s Windgeschwindigkeit an.
Neben der 90 und 100 m hohen Stahlturm-Variante
kommt erstmals der neue, achteckige Ventur-­
Hybridturm mit insgesamt 140 m Höhe zum Einsatz –
eine Kombination aus Betonfertigteilen und Stahl­
rohr. Die Anlage basiert auf dem Antriebsstrang-­
Konzept, das erstmals bei der Fuhrländer FL 2500
­realisiert wurde. Bei diesem Compact Drive Train ist
der Rotor über ein dreireihiges Halt-/Momentenlager
direkt am Maschinenträger befestigt. Das Hyb­
ridDrive-System von Winergy besteht aus einer
­Getriebeeinheit mit zwei Planetenstufen (auf die
Stirnradstufe konnte verzichtet werden), die die
­Rotordrehzahlen von 6,0 bis 16,0 min-1 auf eine mit­
telschnelle Drehzahl von 213 bis 568 min-1 für den
permanent erregten Synchron-Generator erhöht.
Halle A1, Stand 236
Nieder- und Mittelspannungsebene bis hin zu Pitchund Yaw-Antrieben sowie den Generatorsystemen zur
Energieerzeugung. Auch unterschiedliche Stromspei­
cherlösungen sind Teil des Portfolios, wie das Batte­
riespeichersystem Siestorage.
Halle B7, Stand 416
Die kompakten Maße der FWT 3000 versprechen eine
Foto: FWT
vereinfachte Logistik.
Siemens zeigt den Windturbinenbauern sein umfas­
sendes Portfolio aus Soft- und Hardwareprodukten
für die wirtschaftliche Herstellung und den effiziente­
ren Betrieb von Windenergieanlagen. Siemens setzt
dabei auf die Durchgängigkeit und Integration der
Komponenten und Systeme und kann somit bei­
spielsweise ein durchgängiges Schutzkonzept aus
vielen Einzelkomponenten anbieten. Dies reduziert
die Ausfallzeiten der Anlage und erhöht die Verfügbar­
keit. Bereits für die Herstellung von Windenergieanla­
gen bietet Siemens Plattformkonzepte, die mithilfe
von Softwaretools die Konstruktion beschleunigen
und die Anzahl der Systemkomponenten reduzieren.
Das Siemens Portfolio deckt den gesamten Le­
benszyklus einer Windenergieanlage ab, von Planung
und Engineering über Herstellung bis hin zum Betrieb.
Das Angebot reicht von der Automatisierungs-,
­Visualisierungs- und Leittechnik über die Kommuni­
kation, Schalttechnik und Energieverteilung auf der
Für Anlagen mit einer Nennleistung von 3 bis 4,5 MW
steht Herstellern von Windenergieanlagen eine neue
Getriebeplattform von Bosch Rexroth zur Verfügung.
Mit einem kompakten Getriebe, bestehend aus zwei
in Reihe geschalteten Planeten- und einer
­nachgelagerten Stirnradstufe, setzt das Unterneh­
men bei diesem Getriebekonzept konsequent auf die
Reduzierung der Cost of Energy (CoE) sowie die Erhö­
hung der Zuverlässigkeit. Durch das modulare Kon­
zept sind Anpassungen auf kundenspezifische Anfor­
derungen zügig möglich, die Time-to-Market wird
­verkürzt. Die Teile hat Rexroth stark standardisiert,
wodurch sie unter anderem schneller verfügbar sind.
Konstruktive Veränderungen sollen weitere Vortei­
le mit sich bringen: So übernimmt das Planetenrad
die Funktion des Außenrings des Planetenlagers und
vermeidet so Lagerschäden durch einen drehenden
herkömmlichen Außenring. Eine optimierte Zahnein­
griffsfolge sorgt für eine hohe Laufruhe des Getriebes
und ein verbessertes Geräuschverhalten. Optimierte
Zahnflankenrautiefen reduzieren die Gefahr von
­Micropitting.
Halle A1, Stand 432
W i n d E n e r g y H am b u r g
In Entwicklung und Produktion der
Getriebe fließen bei Bosch Rexroth
auch Berechnungsmethoden zur
Zuverlässigkeitssteigerung aus der
Automobilindustrie ein.
Foto: Bosch Rexroth
Als Spezialisten für Wälzlager in Windturbinen entwickelt die Eolotec
GmbH, Nürnberg, für zahlreiche renommierte Anlagenhersteller die
Wälzlagerlösungen – insbesondere in den Anwendungen Blatt- und
Hauptlager. Auch für neue Technolo­
gien wie VAWT und für Windenergie­
anlagen jenseits der 6 MW und IPCBlattlagersysteme entwickelt ­Eolotec
wirtschaftliche und zuverlässige
­Lagersystemlösungen.
Auf der WindEnergy wird erst­
mals die nächste Hauptlager-­
Generation (Main Bearing Unit,
MBU) vorgestellt. Diese vollintegrier­
te Einheit zeichnet sich durch ein
noch kompakteres und leichteres
Design aus. Dadurch will Eolotec die
Wirtschaftlichkeit der bereits am
Markt etablierten MBU nochmals Eolotec stellt seine neue HauptlagerFoto: Eolotec
steigern. Eine spezielle Sensorik Generation vor. ­ermöglicht die mikrometergenaue
Einstellung und Überwachung der Vorspannung der angestellten
­Kegelrollenlagerung.
Halle B5, Stand 510
Halle A
1 Stand
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Intelligente Lösungen
ösungen
technisch & kaufmännisch
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Produkte und Lösungen für die sichere Automatisierung von Windener­
gieanlagen stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts der Pilz GmbH &
Co. KG, Ostfildern. Das Unternehmen bietet skalierbare Komponenten
und Systeme für die Überwachung aller relevanten Sicherheitsfunktio­
nen von Windkraftanlagen. Das Produktportfolio umfasst den Drehzahl­
wächter PNOZ s30 für die Überwachung von Stillstand, Drehzahl, Dreh­
richtung und Wellenbruch für höchste Sicherheitsansprüche (bis Perfor­
mance Level PL e), die konfigurierbaren Steuerungssysteme PNOZmul­
ti sowie das Automatisierungssystem PSS 4000 mit verschiedenen
Steuerungsklassen, Software-Werkzeugen und dem Echtzeit-Ethernet
SafetyNET p. Als offenes System lässt sich PSS 4000 einfach in
­bestehende Architekturen integrieren sowie aus der Ferne warten und
­überwachen.
Pilz zeigt außerdem, welche Schritte für ein erfolgreiches und effizi­
entes CE-Konformitätsverfahren notwendig sind und welche Unterstüt­
zungsleistungen das Unternehmen dafür anbietet. Das Portfolio deckt
die Risikobeurteilung, die Entwicklung eines Sicherheitskonzepts für
Windenergieanlagen sowie die Validierung von Sicherheitslösungen ab.
Halle A1, Stand 518
Die Beckhoff Automation GmbH aus Verl stellt seine Steuerungs­
lösung vor. Mit PC-based Control können Betriebsführung, Pitch­
regelung, Umrichtersteuerung, Condition Monitoring und Visualisierung
Die Geräte der neuen
­Embedded-PC-Serie
CX5100 von Beckhoff eignen sich optimal als zentrale Steuerungsplattform
von Windenergieanlagen.
Foto: Beckhoff Automation GmbH
auf einer CPU integriert werden – auch bei sehr schnellen
Parkreglern.
Beim steuerungsintegrierten CMS werden EtherCAT-­
Klemmen EL3632 zur Schwingungsmessung oder EL33560010 zur Auswertung von Dehnungsmessstreifen (DMS) in den
vorhandenen Klemmenstrang eingereiht und die erfassten Roh­
daten stehen der überlagerten Software zur Verfügung. Über
­eine offene Schnittstelle in das System eingebunden, über­
nimmt die CMS-Software des Anwenders anschließend die
­Auswertung und die Einleitung der nachgeschalteten S
­ ervices.
Zudem präsentiert Beckhoff seine neue Embedded-PC-­
Serie CX5100 als zentrale Steuerungsplattform für Windener­
gieanlagen. Die PCs sind kompakt, verfügen über eine direkt an­
gereihte I/O-Ebene und über ein, zwei und vier Prozessorkerne.
So können rechenintensive Aufgaben wie das Condition Moni­
toring auf einen separaten Kern implementiert werden. Die ­hohe
Prozessorgeschwindigkeit erlaubt zudem die unbegrenzte
­Installation zusätzlicher Software.
Halle B6, Stand 309
Die GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH mit Sitz
in Berlin hat ihren CMS Peakanalyzer einem Re-Design unterzo­
gen, das die Installation, Konfiguration und Betreuung noch
­einfacher macht. Um das System zu installieren, müssen die
Sensoren auf eine Montagebasis geschraubt sowie die Kabel
fachmännisch verlegt und übersichtlich am Peakanalyzer auf­
gelegt werden. Durch die Konfiguration und Inbetriebnahme
führt die Software, wobei spezielles Diagnosewissen nicht erfor­
derlich ist. Danach ist das System sofort einsatzbereit.
Der Peakanalyzer kann vom Betreiberpersonal betreut wer­
den, sodass der Personalaufwand gering ist. Per Klartextmel­
dung zeigt das System Unregelmäßigkeiten an und schafft so
einen Überblick. Wenn für eine definitive Instandhaltungs­
entscheidung die Analyse von Spektren durch einen Experten
notwendig ist, stehen Hilfsmittel wie unter anderem Wasserfall­
diagramm, Spektrogramm oder die Darstellung einzelner
­Merkmale über die Zeit zur Verfügung.
Halle B3, Stand 121
Die nächste Generation –
die Windenergie-Anlage
FWT 3000.
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2014 in Hamburg, 23. – 26. September,
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Über 20 Jahre Erfahrung mit Windenergie stecken
in der Entwicklung der neuen Anlagengeneration
FWT 3000. Speziell für Binnenlandstandorte konzipiert, überzeugt die FWT 3000 mit einem kompakten
Antriebsstrang, einem logistikfreundlichen Hybridturm und dem leistungsstarken HybridDrive, der die
Vorteile einer getriebelosen Anlage in einer Anlage
mit Getriebe kombiniert.
3 MW Leistung | 120 m Rotor | 140 m Nabenhöhe
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Der überarbeitete Peakanalyzer von GfM zeigt Unregelmäßig­
Foto: GfM
keiten übersichtlich an und hilft bei ihrer Analyse. Windenergie
W i n d E n e r g y H am b u r g
Wind.Energie
Mitteldeutsche Branchentage
14. – 15. 10. 2014
Fachtagung | Ausstellung | Event
Die Münchener Hawe Hydraulik SE hat ein Brems­
modul entwickelt, mit dem Azimutbremsen von Wind­
kraftanlagen leise arbeiten. Durch eine Optimierung
der hydraulischen Verschaltung wird der Restbrems­
druck dynamisch nachgeführt und konstant gehalten.
So bleibt das durch unebene Stellen auf dem Brems­
scheibenring hervorgerufene Quietschgeräusch aus.
Das neue Bremsmodul ist kompakt, da das
­Funktionsmodul und die bisher separat untergebaute
Zwischenplatte in ein gemeinsames Gehäuse integ­
riert sind. Dies reduziert den Montageaufwand und
erhöht die Betriebssicherheit. Das Funktionsmodul
beinhaltet Ventile für das Öffnen und Schließen der
Bremse, das Einstellen des Resthaltedrucks für das
Neuausrichten der Gondel zum Wind und das Spülen
des Bremsenkreislaufs bei Wartungsarbeiten. Mit
­einem leckölfreien 2-Wege Druckregelventil kann der
maximal zulässige Bremsdruck eingestellt und der
Druckspeicher des Hydraulikaggregats optimal
­dimensioniert werden.
Halle B7, Stand 428
Das neue Hawe-Bremsmodul ermöglicht eine quietschFoto: Hawe Hydraulik SE
freie Gondeldrehung. Wind.Energie
Mitteldeutsche Branchentage
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84
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Mit freundlicher Unterstützung
Mit IPMS und ADSR präsentiert die Leine Linde
­Systems GmbH beim Messeauftritt in ihrer Heimat­
stadt Hamburg zwei neue Systeme für Windenergie­
anlagen. Das prognostische Eiserkennungssystem
IPMS aktiviert mithilfe eines langjährig erprobten me­
teorologischen Sensorsystems schon vor der tat­
sächlichen Vereisung einen Eis-Alarm. Dieser geht
­direkt an den Anlagenbetreiber, der via Smartphone
oder Computer über die auf der Windenergieanlage
angebrachte Dome-Kamera eine Fernsichtprüfung
durchführen kann – mittels Scheinwerfern auch
nachts möglich. Die Entscheidung, ob die Anlage vor­
übergehend abgeschaltet werden muss, kann manu­
ell aus der Ferne oder automatisch über eine vorher
festgelegte Warn-/Alarmstufe erfolgen. Das System
kann durch den Betreiber an die Wetterbedingungen
des Standorts angepasst und entweder schon beim
Anlagen-Hersteller eingebaut oder nachgerüstet
­werden.
Das ADSR ist ein Diagnosesystem zur Zustands­
analyse und Prognose der verbleibenden Lebens­
dauer von Windenergieanlagen, eingebaut in einen
kundenindividuellen Schleifring. Es analysiert fort­
während den Zustand des Schleifrings und prognos­
tiziert einen Fehler, bevor er auftritt. So können
­Betreiber die Instandhaltung besser planen sowie
­unvorhergesehene Stillstandzeiten und damit ver­
bundene Ertragseinbußen weitgehend vermeiden.
Halle B6, Stand 454
There is
something exciting
new in the air.
Das IPMS von Leine Linde Systems löst schon vor der
Vereisung einen Alarm aus.
Foto: Leine Linde Systems GmbH
Die Addinol Lube Oil GmbH aus Leuna hat die neue
Getriebeölreihe Eco Gear W entwickelt. Nach erfolg­
reich bestandenen Tests im Labor und in der Praxis
wurde Eco Gear 320 W nun für die Erstbefüllung von
Winergy-Windkraftgetrieben freigegeben. Das Ziel der
Entwicklungsarbeit war es, einen Schmierstoff zu
konzipieren, der verlängerte Laufzeiten, verbesserte
Grenzflächeneigenschaften sowie Vorteile im Tief­
temperaturbereich aufweisen sollte. Hinzu kam die
Forderung nach einer nachweislichen Steigerung des
Wirkungsgrades der Getriebe durch das neue Öl und
einer daraus resultierenden deutlich höheren Ener­
gieeffizienz der Anlagen.
Die Lösung will Addinol in der Advantec Formula
gefunden haben. Dank dieser Formel erziele Eco Gear
W eine Reduzierung der Reibung und senke so die
­Ölsumpftemperatur. Diese Vorteile machten sich vor
allem bei stark wechselnden Belastungen des An­
triebsstranges bezahlt. Über die Reduzierung der
­Getriebeverlustleistung wird der Wirkungsgrad des
Getriebes erhöht. Darüber hinaus verfüge Eco Gear W
laut ­Addinol über ein ausgezeichnetes Luft- und
­Wasserabscheidevermögen.
Halle B7, Stand 505
Klüber Lubrication stellt neben Spezialschmier­
stoffen sein Portfolio an Serviceleistungen vor. „Wir
begleiten unsere Kunden auch bei der Umstellung
von Schmierstoffen, bei der Erstellung von Schmier­
plänen, Schmierstoff- und Bauteilanalysen sowie
­kundenspezifischen Seminaren speziell für die Wind­
energieindustrie“, sagt Peter Mages, Marktmanager
Windenergie. Zu den Serviceleistungen des Unterneh­
mens gehört insbesondere die „Fett-Zustandsana­
lyse“ – GCA (Grease Condition Analysis). Auf Basis
der Analyseergebnisse kann das Ausfallrisiko für ­teure
Bauteile oder Systeme reduziert und die Nutzungs­
dauer des Schmierstoffs maximiert werden.
Der synthetische Haftschmierstoff Klübersynth
AG 14-61 wurde speziell für Zahnkranz- und
­Ritzelantriebe sowie Gleitlagerungen, beispielsweise
Azimutlager, in Windkraftanlagen entwickelt. Der bis
-30 °C mit üblichen Zentralschmieranlagen förderba­
re Schmierstoff ermöglicht einen störungsfreien Be­
trieb über einen weiten Temperaturbereich und trägt
durch seinen Verschleißschutz dazu bei, die Lebens­
dauer der Zahnkranz-Ritzelantriebe zu erhöhen. Ein
weiterer Vorteil des neuen Schmierstoffes liegt in sei­
Besuchen Sie uns
in Halle 5 (Stand 337) auf der
WindEnergy Hamburg 2014.
Wir möchten nicht viele Worte
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schon jetzt eine Menge er-
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A�A�
STAND
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HALLE
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ner Vielseitigkeit: „Da Klübersynth AG 14-61 sowohl in Antrieben
als auch in Gleitlagerungen beste Ergebnisse zeigt, kann die
Zahl der verwendeten Schmierstoffsorten reduziert werden“,
so Mages.
Halle B5, Stand 525
Neu im Produktprogramm der Sika Deutschland GmbH ist das
Produkt SikaForce-7800. Die Spachtelmasse, erhältlich für zwei
Temperaturbereiche mit unterschiedlichen Aushärtungs­
geschwindigkeiten, wird bei stärkeren Beschädigungen der
Oberfläche des Rotorblattes eingesetzt. Aufprall durch Insekten
und Hagelkörner, tiefgehende Risse, Beschädigungen durch auf­
gewirbelten Staub und Löcher in der Oberfläche können mit der
Spachtelmasse repariert und behoben werden. SikaForce-7800
Blue ist für die Verarbeitung bei einer Umgebungstemperatur
von +5 bis +15 °C geeignet, SikaForce-7800 Red dagegen besitzt
optimale Eigenschaften zur Verarbeitung bei +15 bis +30 °C. Die
Oberfläche ist nach der Anwendung bereits nach wenigen Minu­
ten schleifbar und bietet somit eine porenfreie Oberfläche zur
Überlackierung. SikaForce-7800 ist in Kartuschen für eine
­einfache Handhabung und Verarbeitbarkeit ­erhältlich.
Ebenfalls neu im Sika Portfolio ist das SikaDur Blade Repair
Kit, erhältlich als MixPax mit 300 g Inhalt. Das zweikomponenti­
ge Epoxidharz-System ist für die Reparatur an der Laminierober­
fläche des Rotorblattes geeignet. Sika lobt die ausgezeichneten
technischen Eigenschaften des Produkts. Es zeichne sich durch
eine hervorragende Witterungsbeständigkeit aus.
Halle B6, Stand 242
INSPEKTION
INSPEKTION
WARTUNG
WARTUNG
OFFSHORE
OFFSHORESERVICES
SERVICES
OFFSHORE
OFFSHORECONSULTING
CONSULTING
SICHERHEIT
SICHERHEIT
REPOWERING
REPOWERING
ONSHORE
ONSHORECONSULTING
CONSULTING
UMSPANNWERKE
UMSPANNWERKE
FUNDAMENT
FUNDAMENT
Hand
Hand
einer
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ausaus
Service
Service
Kompletter
Kompletter
deutsche-windtechnik.de
deutsche-windtechnik.de
Das SikaDur Blade Repair Kit ist ein zweikomponentiges Epoxidharz in anwenderfreundlichen, bereits vorgemischten Gebinden. Foto: Sika
In enger Zusammenarbeit mit branchenführenden Unterneh­
men der Windkraftindustrie hat Mink Bürsten Abdicht­konzepte
mit Bürsten entwickelt. Durch die Flexibilität und die zahlreichen
punktuell arbeitenden Fasern unterscheidet sich die Bürste
deutlich von Werkstoffen wie Gummi oder Schaumstoff.
­Seewasserklimatische Einflüsse werden zuverlässig abge­
schirmt und gleichzeitig kann ein Kondensationsfeuchteaustritt
­realisiert werden.
Der Bürstenkörper des Mink Flex-Systems besteht aus
­flexiblem, strapazierfähigem und hochwertigem thermoplasti­
schen Kautschuk, ist UV- sowie ozonbeständig und robust ­gegen
chemische und thermische Einflüsse. Die Brandschutzklasse ist
mit UL94 HB (V0 möglich) bestätigt. Das Fasermaterial Polyes­
ter besitzt hervorragende Eigenschaften für den Offshore- wie
Onshore-Bereich. Bei einer Wasseraufnahme > 0,3 %, einer
­hohen mechanischen Beanspruchbarkeit sowie einer hohen
­Eigensteifigkeit sichert das Material die Abdichtfunktion auch
bei großen Maßtoleranzen.
Halle B5, Stand 322
Mit Mink-Bürsten können verschiedene Stellen einer
Grafik: Mink
Windenergieanlage abgedichtet werden. Die TimberTower GmbH präsentiert in Hamburg ihre
Holztürme für große Windkraftanlagen. Der Clou: Die
ausgestellten Modelle und das Mobiliar des Messestan­
des sind aus dem gleichen Werkstoff wie der ­Timber
­Tower selbst. Gegründet wurde das Unternehmen
2008, seit 2012 steht bereits der erste 100 m hohe
­Prototyp in Hannover. 2014
steht ganz im Zeichen der
nächsten Innovationsstufe:
Die Genehmigung eines 140 m
hohen Timber Towers. Das
Produkt und das kommende
Vorhaben sind weltweit einzig­
artig und beeindrucken mit
­einem ausgeklügelten Verfah­
ren, bei dem der nachwach­
sende Rohstoff Holz so ange­
ordnet und verarbeitet wird,
dass selbst 2,5-MW-Wind­
kraftanlagen an der Spitze
­sicher positioniert werden Messemobiliar und Windkraftturm sind bei TimberTower aus
­können.
Halle A1, Stand 408 dem gleichen Werkstoff: Holz.
Foto: TimberTower
Die Ematec AG aus Memmin­
gerberg stellt mit der „Bunny“-Version eine neue Rotor­
blatttraverse (RBT) für die Einzelblattmontage an ge­
triebelosen Windkraftanlagen vor. Bunny lässt sich in
der Horizontalen um bis zu 35° neigen. Beim Einsatz
muss kein Hilfsmotor eingesetzt werden, um die Nabe
beim Anbringen des zweiten und dritten Rotorblattes
zu drehen.
Bunny kann Rotorblätter in jeder beliebigen Drehla­
ge greifen. Die Blätter können direkt vom Trailer oder
auch vom Boden aufgenommen werden. Sie werden
von Vielgelenk-Greifarmen und großflächig gummier­
ten Druckplatten umfasst, die formschlüssige Blatt­
sicherung wird durch eine umgreifende Halteklaue
­sichergestellt. Durch eine Weiterentwicklung der Greif­
technologie sei die Gefahr der Beschädigung der Rotor­
blätter gebannt worden, versichert Manfred Eberhard,
Vorstand bei Ematec. „Wir haben durch einige Anpas­
sungen eine harmonischere Krafteinteilung erreicht“,
sagt er. Durch die Umstellung auf eine Hohlkörperkon­
struktion hat sich eine Gewichtsersparnis von 30 %
­ergeben, sodass die Traversen nun mit einer üblichen
Dauerausnahmegenehmigung auf einem Tieflader
transportiert werden können.
Halle 1, Stand 104
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BERATUNG
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Stand 620 Halle B7
Windenergie
W i n d E n e r g y H am b u r g
Die „Bunny“-Traverse von Ematec ermöglicht die
Foto: Ematec
Hasenohrmontage von Rotorblättern. Hailo Wind Systems GmbH & Co. KG, Haiger, prä­
sentiert innovative Produkte für die Turmausrüstung
und die Wartung von Windkraftanlagen – darunter
Steigsysteme, Steigschutzeinrichtungen und Befahr­
anlagen für Windkraftanlagen unterschiedlichster
Größen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen die
Vorteile seines globalen Produktions- und
­Servicekonzeptes vor und bietet einen Überblick über
das umfassende Schulungsangebot der hauseigenen
Safety And Rescue Academy (SARA). Ein besonderes
Highlight ist in diesem Jahr die Live-Präsentation der
Rotorblatt-Befahranlage Hailo BLADElift auf dem
­Außengelände.
Halle B7, Stand 322, Freifläche Stand 006
Der BLADElift eignet sich zur Reinigung, Reparatur und
Wartung von kleinen 0,5-MW-Anlagen bis hin zu 6-MWFoto: Hailo
Anlagen.
Optimale Funktionalität bei möglichst geringen
­Abmessungen – auf diese Anforderungen der Monta­
ge- und Servicetechniker aus der Windenergiebran­
che ist das gesamte Produktprogramm der Holger
Clasen GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg ausge­
richtet. Das Unternehmen hat jetzt speziell für den
mobilen Einsatz die hydraulische Akkupumpe AP 200
neu entwickelt. Diese Pumpe basiert auf der bewähr­
ten Technologie der ANP 450. Während das bisherige
Modell sowohl auf einen mobilen als auch auf einen
stationären Einsatz ausgelegt ist, zielen der Funk­
tionsumfang und die Leistungsstärke der AP 200
­vollständig auf den mobilen Einsatz ab. Mit Abmes­
sungen von 380 × 205 × 240 mm und einem Gewicht
von nur 7,7 kg findet die neue Pumpe in jedem
­Servicefahrzeug Platz. Ein robuster Tragegriff an der
Oberseite der Pumpe erleichtert den Transport.
Halle B2, Stand 310
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88
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Windkraftanlagen Service
Windkraftanlagen Service
Ein robuster Tragegriff an der Oberseite der AP 200
erleichtert den ergonomischen Transport. Foto: Holger Clasen
Plarad, eine Marke der Maschinenfabrik Wagner
GmbH & Co. KG, präsentiert den neuen Akku-Dreh­
schrauber DA1. Im Vergleich zum Vorgängermodell
DA wurde der neue Drehschrauber anwendungstech­
nisch optimiert und gleichzeitig der Wirkungsgrad um
über 10 % verbessert. Der DA1 verfügt über einen
bürstenlosen 18 V DC Motor mit einem 4,0 Ah
­Lithium-Ionen-Akku für einen erweiterten Drehmo­
mentbereich bis 3.000 Nm. Mit dem neuen 15-­stufigen
Potentiometer kann aus insgesamt 60 vordefinierten
Drehmomenteinstellungen der erforderliche Wert ge­
wählt werden. Der DA1 verklemmt nicht, da er nach
Verschraubungsende automatisch entspannt. Er er­
reicht eine Drehmomentgenauigkeit von +/- 4 %.
Außerdem hat der neue DA1 eine zweistufige akti­
ve LED Akku-Kapazitätsanzeige, die den Anwender
frühzeitig über den Akkustand informiert und
­automatisch das Gerät abschaltet, wenn das geforder­
te Drehmoment nicht mehr erreicht wird. Zum
Lieferumfang gehören ein Akku-Schnell-Lade­
gerät und ein zusätzlicher Akku. Anwender
freuen
sich
über
ein
optimales
­Leistungs-Gewichts-Verhältnis, denn den neu­
en DA1 gibt es ab 5,1 kg.
Halle B7, Stand 442
Der DA1 kann Schrauben bis 3.000 Nm
Seit mehr als 65 Jahren steht das Unterneh­ anziehen, wobei eine Wiederholgenauigmen Skylotec GmbH, Neuwied, für industriel­ keit von +/- 4 % erreicht wird. Foto: Plarad
le Höhensicherung. Eine der großen Stärken
des Unternehmens liegt in der Herstellung
hochwertiger Gurte. Dabei entwickelt das Forschungs- und Ent­
wicklungsteam von ­Skylotec, ­gemeinsam mit der hauseigenen
Näherei, immer wieder aufs Neue innovative Gurte, angepasst
an die jeweiligen ­Anforderungen.
Ein Highlight zur Messe ist sicherlich der überarbeitete Gurt
ARG 51 Formotion. Er verfügt über Klick-Schnallen für einfaches
Anlegen. Eine durch vier Schnallen zentrierte und eng am Kör­
per liegende Brustöse erhöht den Tragekomfort und verringert
das Risiko eines Fall-Backs. Speziell für den Einsatz an Wind­
kraftanlagen hat Skylotec den ARG 51 Formotion Wind konzi­
piert. Er verfügt zusätzlich über eine Kunststoffgleitplatte, die
Rücken, Gurt und Turm beim Steigen in Windkraftanlagen und
Schächten schützt. Den ARG 51 Formotion hat Skylotec für ein
Anwendergewicht von bis zu 140 kg testen lassen
Halle B7, Stand 324
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Am ARG 51 Formotion können optional Anti-Trauma-Schlingen fixiert werden.
„Mit Know-How und Leidenschaft“ heißt das Motto, unter dem
die Availon GmbH mit Hauptsitz in Rheine auf der ­WindEnergy
auftritt. Das Team informiert dort zusammen mit den Geschäfts­
führern die Besucher unter anderem über die beiden neuen
Tochtergesellschaften des Unternehmens in Porto und Posen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Ertragsoptimierung.
Um das Tor zur Welt der Windenergie noch ein bisschen weiter
aufzustoßen, ist die Ingenieursabteilung von Availon vor Kurzem
nach Hamburg umgezogen. Claudio Papa, Geschäftsführer der
Availon Energy Management GmbH, und Olaf Kleesch, Leiter
des Competence Centers, werden zu diesem Thema vor Ort
sein.
Halle B5, Stand 402
Die SeebaWIND Service GmbH aus Osnabrück zeigt auf der
WindEnergy, wie der Betrieb von Windkraftanlagen durch
­intelligentes Monitoring auch mit reduzierten Einspeisetarifen
wirtschaftlich bleibt. „Weil die im August in Kraft tretende
Foto: Skylotec
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
89
Windenergie
W i n d E n e r g y H am b u r g
Das Datenmanagementsystem Wintell ist Teil des neuen Servicepakets von SeebaWIND.
Foto: Maintenance Partners
­ evision des Erneuerbare-Energien-Gesetzes den Bau
R
neuer ­Windkraftanlagen und das Repowering limitiert,
wird es immer wichtiger, Bestandsanlagen zu optimie­
ren und möglichst lange am Laufen zu halten – auch
über 20 Jahre hinaus“, erläutert Geschäftsführer Hol­
ger ­Hämel.
Die Datenerfassung und -auswertung ist ein
­wesentlicher Bestandteil des neuen Servicepakets. Mit
ihr können Betreiber und Gutachter gegen Ende der
­Betriebszeit beurteilen, welche Komponenten ihre
­zulässige Belastung bereits erreicht haben und bei
­welchen noch ein Restpuffer für weitere Betriebsjahre
vorhanden ist.
Das von SeebaWINDs Kooperationspartner
­Maintenance Partners entwickelte Datenmanagement­
system Wintell kann Anlagen-, Betriebs- und Wetter­
daten erfassen und alle Werte in einer Überkreuz-­
Analyse verknüpfen. Das System berechnet die
­Lebensdauer der Komponenten und sagt Störungen,
90
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Ausfälle und Ertragsentwicklungen frühzeitig voraus,
sodass Ersatzteile rechtzeitig bestellt und Wartungsoder ­Reparaturarbeiten in windschwachen Monaten
durchgeführt werden können.
Halle B6, Stand 483
Sein komplettes Leistungsspektrum für Offshoreund Onshore-Windenergie präsentiert TÜV SÜD. Der
internationale Dienstleister unterstützt Planer,
­Zulieferer, Hersteller und Betreiber mit Prüf-,
­Zertifizierungs- und Inspektionsleistungen. „Quali­
tätssicherung über die gesamte Lieferkette bedeutet
vermehrt auch, technische Spezifikationen und die
Konformität mit landesspezifischen Vorschriften im
Blick zu behalten“, sagt Alexander Trunz, Leiter der
Abteilung Windenergieanlagen der TÜV Süd Industrie
Service GmbH. Durch unabhängige Prüfungen und
Zertifizierungen lassen sich die gewünschten Pro­
dukteigenschaften und damit auch die Investitionen
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Reibungsoptimiert damit wiederholgenau – somit sind wartungsfreie
Schraubverbindungen möglich.
AU
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KONTROLLIERT.
LI
UN
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absichern. „Das ist besonders wichtig, wenn es um
komplette Windparks geht“, sagt Peter Herbert Meier,
Leiter der Abteilung Wind Cert Services bei TÜV Süd
Industrie Service. Im Rahmen ihrer Due-DiligencePrüfungen identifizieren die Experten die Chancen
und Risiken, die je nach Projektphase mit dem Erwerb
eines Windparks verbunden sind.
Halle A1, Stand 335
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TÜV Süd bietet Prüf-, Zertifizierungs- und
­Inspektionsleistungen für Planer, Zulieferer, Hersteller
Foto: TÜV Süd
und Betreiber.
Auch der TÜV Rheinland präsentiert in Hamburg
sein Angebot rund um das Thema Windenergie. Im
Vordergrund der Messepräsentation steht die
­Vorstellung des Portfolios zu Windenergiedienst­
leistungen. Dazu gehören Inspektionen, Typen- und
­Komponentenzertifizierungen sowie die Fertigungs­
überwachung
zur
Qualitätssicherung
bei
­Herstellern.
Einen besonderen Stellenwert hat das Condition
Monitoring. „Mit unserer neuen Tochtergesellschaft
TÜV Rheinland ISTec haben wir unser Portfolio
­entsprechend erweitert und bieten die Erfahrung und
Kompetenz aus vielen erfolgreichen Projekten“, sagt
Torsten Bednarz, bei TÜV Rheinland verantwortlich
für den Vertrieb von Windenergiedienstleistungen.
Das 1992 gegründete Institut für Sicherheitstechnik
gehört seit April zum TÜV Rheinland und hat für die
Windenergiebranche mit dem Produkt WKA-Comos
ein eigenes CMS entwickelt. Die Systemtechnik ist
bereits in zahlreichen nationalen und internationalen
Windparks im Einsatz.
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
91
Bioenergie
B i o g a s a u s Ab f a l l
Aus Platzgründen kommt bei der Biogasanlage der AVA Abfallverwertung Augsburg die Trockenvergärung zum Einsatz. Abwärme aus dem
Foto: AVA Abfallverwertung Augsburg Gmbh
­benachbarten Abfall-Heizkraftwerk beheizt den Pfropfenstrom-Doppelfermenter. Vom Neben- zum
Hauptdarsteller
Die Abfallvergärung stand bisher im Schatten des Booms
­landwirtschaftlicher Biogasanlagen. Mit der EEG-Reform dürfte sich
das ändern. SONNE WIND & WÄRME stellt innovative Projekte in
­Augsburg und Coesfeld vor und wagt einen Blick in die Zukunft.
M
it der Vergärungsanlage wollen wir das energetische Potenzial der Bioabfälle nutzen“,
sagt Gerald Guggenberger, Technischer Leiter der AVA Abfallverwertung Augsburg GmbH. Die
AVA hat eine Biogasanlage in das schon seit 20 Jahren
bestehende Kompostwerk in Augsburg-Ost integriert
und im Januar offiziell in Betrieb genommen. Bis zu
55.000 t/a Bioabfälle werden künftig vergärt, das
­Biogas wird aufbereitet und ins Netz der Augsburger
Stadtwerke eingespeist. Die Stadt Augsburg und die
umliegenden Landkreise legen sich mächtig ins Zeug,
um künftig mehr Bioabfälle mit der Braunen Tonne
einzusammeln. Wie Guggenberger erklärt, sei aufgrund der beengten Platzverhältnisse nur eine
­Trockenvergärung im Pfropfenstromverfahren infrage
92
Sonne Wind & Wärme 09/2014
gekommen. Wegen des tendenziell höheren Gasertrags und Automatisierungsgrads im Vergleich zu
­Boxenfermenter-Systemen ist der Technikchef jedoch
nicht unglücklich darüber. In der europaweiten Ausschreibung setzte sich die Thöni Industriebetriebe
GmbH durch. Der österreichische Anlagenbauer
­errichtete die komplette Gäranlage schlüsselfertig
von der Einbringtechnik bis zu den Nachrotteboxen
innerhalb von zehn Monaten.
Auf Projekte wie dieses in Augsburg richten sich
nach der aktuellen EEG-Reform die Hoffnungen der
Biogasbranche: Mit der Streichung der Einsatzstoffvergütung werden neue landwirtschaftliche, hauptsächlich mit Mais gefütterte Anlagen, die den bisherigen Biogas-Ausbau im Wesentlichen trugen, praktisch
abgeschafft. Während jedoch für landwirtschaftliche
Substrate vorrangig Nassvergärungsverfahren zum
Einsatz kamen, ist für die hohen Trockensubstanz­
werte von Bio- und Grünabfällen die Trockenvergärung
vorzüglich geeignet – eine Technologie, die viele der
etablierten Hersteller landwirtschaftlicher Anlagen gar
nicht anbieten. Wie ein Auszug aus dem vom
­Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie
GmbH neu aufgelegten Biogas-Atlas 2014/15 zeigt,
werden bei Bio- und Grüngut überwiegend und zu
­nahezu gleichen Anteilen Boxen- und Pfropfenstrom-­
Vergärungstechniken eingesetzt. Die Nassvergärung
ist dagegen auch beim zweiten Abfallstrom – den
­Gewerbe- und Speiseabfällen – vorrangig. „Hier dürfte aber eine Sättigung des Marktes den Zubau in
Deutschland begrenzen“, hat Thomas Raussen, Leiter
der Geschäftsbereiche Energie und Engineering am
Witzenhausen-Institut, beobachtet. Durch den enormen Wettbewerbsdruck hätten in diesem Segment
bereits einige Anlagen den Betrieb einstellen müssen.
Zubau bei Bio- und Grüngutanlagen
Der Biogas-Atlas 2014/15 dokumentiert insgesamt
113 deutsche Abfallvergärungs-Anlagen mit mehr als
5.000 t/a Inputmaterial. Weil der Begriff „Bioabfälle“
oft als Sammelbegriff für alle organischen Abfälle
dient, nennt das Witzenhausen-Institut getrennt erfassten Bioabfall aus privaten Haushalten Biogut,
Garten- und Parkabfall wird als Grüngut bezeichnet.
75 Anlagen verwerten ganz überwiegend Bio- und
Grüngut; also Substrate der öffentlich-rechtlichen
Entsorgungsträger. Bei diesen Anlagen ist seit Mitte
der 1990er Jahre ein kontinuierlicher Zubau zu verzeichnen. 2009 setzte im Zusammenhang mit energieund klimapolitischen Initiativen der Kommunen und
besonderen Reglungen im EEG sogar eine steilere
Entwicklung ein. Die Anlagen konzentrieren sich vorwiegend um die Ballungszentren mit ihren hohen
­Substrataufkommen. 14 Anlagen speisen das erzeugte Biogas ins Erdgasnetz ein, während die restlichen
über 100 MW elektrische Leistung bereitstellen.
Derzeit liegt die Vergärungskapazität für Bio- und
Grüngut bei 1,9 Mio. t/a – damit kann etwa ein Drittel
des bundesweiten Aufkommens an Biogut vergoren
werden. Die erfasste Menge an Bioabfall aus Haus­
halten soll in den nächsten Jahren deutlich zunehmen,
denn das geänderte Kreislaufwirtschaftsgesetz (§ 11
KrWG) verpflichtet die Kommunen ab 2015 zu einer
flächendeckenden Getrenntsammlung. Mit Ein­führung
einer Braunen Tonne in den bisherigen weißen
Flecken der Landkarte und einer intensivierten Sammlung in den bisherigen Gebieten prognostiziert das
­Witzenhausen-Institut eine Steigerung der Erfassungsleistung von zurzeit 4,5 Mio. auf bis zu 7,5 Mio. t/a
­Biogut. „Vor diesem Hintergrund und der breiten
­gesellschaftlichen Akzeptanz für die energetischstoffliche Kaskadennutzung wird sich der Ausbau der
integrierten Biogutvergärung mit etwas beschleunigtem Tempo fortsetzen“, meint Raussen, „gemeinsam
mit anderen Fachleuten erwarten wir eine Verdopplung der derzeitigen Vergärungskapazität für Bio- und
Grünabfälle bis 2020 und eine Verdreifachung gegenüber dem Status quo bis 2025.“
Das Biogas aus der Anlage in Coesfeld wird aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. Um die nahe gelegene
Aufbereitungsanlage gleichmäßig beschicken zu können, wurde ein 7.000 m³ großer Doppelmembran-Gasspeicher
Foto: Energieagentur NRW
errichtet.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
93
Bioenergie
B i o g a s a u s Ab f a l l
Datencheck
Vergärungsanlage inklusive
Biogasaufbereitungsanlage
AVA Augsburg
Coesfeld-Höven
Investitionssumme [€]
17,4 Mio.
14,8 Mio.
(12 Mio. für Vergärungs- inkl. Erneuerung Kompostierungsanlage,
2,8 Mio. für BG-Aufbereitungsanlage)
Durchsatz [t/a]
bis zu 55.000
ca. 45.000
Rohgasmenge [Nm³/h]
1.000
600
Einspeisemenge [Nm³/h]
600
350
Gasspeicher [m³]
1.500
7.000
Geschätzte
ca. 30 Mio.
Biomethanproduktion [kWh/a]
17 bis 29 Mio.
Offizielle Inbetriebnahme
April 2014
Januar 2014
Grüngut wird von den Anlagenbetreibern eingesetzt, um einen ausreichenden Strukturanteil in der
Kompostierung der Gärreste zur gewährleisten. Bei
Pfropfenstrom-Anlagen erfolgt eine Abpressung des
Gärrestes in eine Fest- und eine Flüssigphase. Hier ist
ein entsprechender Grüngutanteil schon in der
­Vergärung sinnvoll als Strukturmaterial für die Pressung. „Wir mischen dem Bioabfall etwa 10 % Grüngut
bei“, erläutert Guggenberger. Auch die im April ­offiziell
­eröffnete Biogasanlage in Coesfeld/Westfalen setzt
Grüngut in der Vergärung ein: 20.000 t/a fallen im
Kreis Coesfeld an – neben 40.000 t Biogut. Aloys
Oechtering, Geschäftsführer des Anlagenbetreibers
Reterra West GmbH & Co. KG, erklärt das Spannungsfeld: „Grüngut ist aufgrund des geringen Energie­
gehalts ein wenig attraktives Gärsubstrat.“ Ande­
rerseits wirke es positiv, um im festen Gärrest
­möglichst viel Flüssigkeit zu speichern, die dann bei
der Kompostierung verdampfe und über den Biofilter
gereinigt werde. Von der Flüssigphase werde ein Teil
als Anmaischwasser gebraucht und wieder zum
­Fermentereingang transportiert. „Wir versuchen,
möglichst wenig Flüssigkeit zu haben“, sagt Oechtering. Denn der Rest müsse in der Landwirtschaft
­ausgebracht werden, was in der ohnehin nährstoff­
belasteten Region ­Westfalen/Niedersachsen problematisch sei.
Reterra West ist ein Unternehmen der RemondisGruppe, die in Deutschland insgesamt neun BioabfallVergärungsanlagen betreibt. In Coesfeld wurde mit
der Errichtung der Biogasanlage das vorhandene
Kompostwerk als moderne Tunnelkompostierung neu
aufgebaut. Beim Gärverfahren fiel die Wahl auf zwei
­Pfropfenstrom-Fermenter der Schweizer Axpo
­Kompogas AG. Das Grüngut hat in Coesfeld noch eine
weitere Funktion, denn mit dem abgesiebten Holzanteil
daraus wird ein Biomassekessel versorgt, der die
­Fermenterheizung sicherstellt. „Das Biogas ist uns zu
wertvoll, um es zu verheizen“, meint Oechtering. Auch
der Pfropfenstrom-Doppelfermenter der AVA ­Augsburg
wird mit einer externen Quelle beheizt: Abwärme aus
94
Sonne Wind & Wärme 09/2014
dem benachbarten Abfall-Heizkraftwerk. Um die
­Anforderung eines regenerativen Heizsystems zu erfüllen, dürfen die Augsburger hierbei den organischen
Anteil aus dem Restmüll anrechnen.
Sowohl in Coesfeld als auch in Augsburg wird aus
dem Biogas nicht direkt Strom erzeugt, sondern es
wird aufbereitet und ins Erdgasnetz eingespeist. „Bei
einer Vor-Ort-Verstromung hätten wir keine sinnvolle
Wärmenutzung gehabt“, begründet AVA-Projektleiter
Wolfgang Veszely die Entscheidung. Außerdem sei
Biogas im Vergleich zu Strom besser speicherbar, was
perspektivisch immer wichtiger werde. Die AVA speise das Gas ins Netz der Stadtwerke Augsburg ein,
­verkaufe es aber vollständig an den Energieversorger
Erdgas Schwaben GmbH, der das Abfall-Biomethan
dann vermarkte. Hierzu sei ein langfristiger Vertrag
geschlossen worden. Erdgas Schwaben betreibt
­bereits vier Biogas-Aufbereitungsanlagen und hat hier
einiges an Erfahrung. Veszely zufolge habe man zwar
Almanach für Bioabfall
Mit dem Biogas-Atlas 2014/15 liegt eine komplett
überarbeitete und erweiterte Bestandsaufnahme des
vor drei Jahren erstmals vom Witzenhausen-Institut
für Abfall, Umwelt und Energie GmbH veröffentlichten
Werkes vor. Enthalten sind der Stand der Technik der
Vergärung von Bioabfällen und die Perspektiven in
Deutschland. Außerdem werden ca. 100 europäische
Anlagen vorgestellt. Der Biogas-Atlas 2014/15 vermittelt damit einen Eindruck von den Aktivitäten und
­eingesetzten Techniken anderer europäischer Länder
in diesem zukunftsträchtigen Segment. Er hat einen
Umfang von 468 Seiten und kann über den Buch­
handel oder direkt über das Witzenhausen-Institut zu
einem Preis von 48 € bezogen werden.
Kontakt: Karsten Funda, Tel.: 05542/938014, k.funda@witzenhauseninstitut.de, www.biogas-atlas.de
geprüft, nur das Rohbiogas zu verkaufen, dann sei
­allerdings die wirtschaftliche Entscheidung gefallen,
selbst in die Biogasaufbereitung zu investieren.
Bioabfallvergärungsanlagen in Deutschland 2014
Landkreis als Biogaswäscher
In Coesfeld liegen Biogaserzeugung und -aufbereitung
dagegen in verschiedenen Händen. Die wenige hundert
Meter entfernte Aufbereitungsanlage wird von der
­Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbH (GFC) betrieben. Die 100-%ige
Tochter des Kreises ist 2011 vorwiegend mit dem Ziel,
die kommunalen Bioabfälle energetisch zu verwerten,
gegründet worden. Um eine gleichmäßige Beschickung
der Aufbereitungsanlage an der Deponie Coesfeld-­
Höven zu gewährleisten, wurde ein dreiviertelkugel-­
förmiger,7.000 m³ großer ­Doppelmembran-Gasspeicher
errichtet. Vor dem eigentlichen Aufbereitungsprozess
und der Zuleitung in den Speicher wird das Rohgas
über ein Aktivkohleverfahren fein entschwefelt, da
Schwefel im Prozess zu Problemen führen kann. Mit
einem physikalischen Absorptionsverfahren der
Schwelm Anlagentechnik GmbH werden unter Einsatz von Polyglykol als Waschlösung die nicht nutz­
baren Gasbestandteile, vor allem Kohlendioxid,
­abgeschieden. Diese noch relativ wenig angewandte
Technik soll mit sehr geringen Betriebskosten
­auskommen.
Auch die Technik der Aufbereitungsanlage in Augsburg ist zumindest in Deutschland noch kaum verbreitet: Die Methapower Biogas GmbH baut ihr
­Membrantrenn-Verfahren mit Technik des Lieferanten
Pentair Haffmans aus den Niederlanden auf. Hier wird
die Membrantrennung mit einer Kryogentechnologie
kombiniert, bei der das Offgas von ca. 10 auf 18 bar
weiter verdichtet und dann auf –40 °C heruntergekühlt wird. Dadurch verflüssigt sich das Kohlendioxid
als Hauptbestandteil des Offgases und kann im CO2Stripper abgeschieden werden. Die Augsburger haben
somit die Option, das CO2 als Industrierohstoff, zum
Beispiel an die Getränkeindustrie zu vermarkten.
­Mittelfristig soll die CO2-Nutzung umgesetzt werden.
„Wir sondieren derzeit noch den Markt“, sagt Veszely.
Sowohl die Projektträger in Augsburg als auch in
Coesfeld vermarkten das Biomethan nicht selbst,
sondern vertrauen hierbei auf Biomethanmarkt-­
Spezialisten. Während in Augsburg Erdgas Schwaben
das Biomethan aufkauft und vermarktet, übernimmt
die BMP Greengas GmbH das komplette Gas der
Coesfelder Anlage. BMP Greengas aus München war
2007 der erste Biomethanhändler in Deutschland
und betreibt heute die größte unabhängige Handelsplattform für Biogas im Netz. Im Kreis Coesfeld
­konnten bereits niedrigere Bioabfallgebühren für die
Bürger eingeführt werden, weil Reterra West durch
das zusätzliche Produkt Biogas die Bioabfallver­
wertung zu günstigeren Konditionen anbieten konnte,
wie ­Stefan Bölte von der GFC erklärt.
Trotz positiver Prognosen könnten es Projekte wie
in Augsburg und Coesfeld künftig schwerer haben, da
im EEG 2014 auch der Gasaufbereitungs-Bonus ersatzlos gestrichen wurde. Während die Vermarktungs-
Die jüngste Bestandsaufnahme des Biogas-Atlas 2014/15 erfasst 113 deutsche
Abfallvergärungs-Anlagen mit mehr als 5.000 t/a Inputmaterial. Nach der Streichung
der Einsatzstoffvergütung im aktuellen EEG hofft die Branche auf Zuwachs bei der
­Vergärung von Bio- und Grünabfällen. Die in dem Artikel vorgestellten Anlagen in
Grafik: Witzenhausen-Institut
Coesfeld und Augsburg sind rot markiert.
chancen von Abfall-Biomethan deshalb in der KraftWärme-Kopplung sinken, sieht Thomas Raussen vom
Witzenhausen-Institut bessere Perspektiven auf dem
Kraftstoffmarkt. Von Vorteil sei hier, dass Abfall-­
Biomethan doppelt auf die Biokraftstoff-Quote angerechnet werden könne. „Auch die flexible Strom­
erzeugung vor Ort oder in über Mikrogasleitungen
versorgten Satelliten-BHKW kann wieder an Bedeutung gewinnen“, so Raussen. „Das Problem ist aber,
dass in zwei Jahren schon wieder ein neues EEG angekündigt ist und noch keiner weiß, ob dann bereits
der Umstieg auf Ausschreibungen kommt. In der
­Abfallvergärung liegen die Realisierungsphasen von
Projekten nicht selten über drei Jahren.“
Christian Dany
Sonne Wind & Wärme 09/2014
95
Solarthermie
anlagenüberwachung
Erträge im Internet
Mit dem Programm Convisopro
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Grafik: Prozeda
Internetfähige Solarregler eröffnen neue Möglichkeiten der
­Anlagenüberwachung und Optimierung.
N
icht jede Solaranlage funktioniert so wie sie
sollte. Wenn unabhängige Prüfer staatlich
­geförderte Anlagen kontrollieren, finden sie
immer mehr oder weniger gravierende Fehler. Eine
Untersuchung aus den Schweizer Kantonen BaselStadt und Basel-Land hat zum Beispiel ergeben, dass
sieben von 60 geprüften Anlagen nicht funktionierten.
Dabei handelte es sich um Anlagen, die im Jahr 2011
installiert wurden. SONNE WIND & WÄRME wird in
­einer der kommenden Ausgaben über diese Studie
­berichten.
Es scheint also nötig zu sein, die Solaranlagenbesitzer stärker dafür zu sensibilisieren, dass sie ihre
Anlage überwachen müssen. Hilfreich ist, die Solaranlagendaten über das Internet auszuwerten. Mittlerweile bieten fast alle Hersteller von Solarreglern internetfähige Geräte an. Systemregler wie der XHCC und
der XTDC von Sorel oder der Deltasol SLT von Resol
sind bereits mit LAN-Schnittstellen ausgestattet.
Aber auch User, die über keinen Regler mit LANSchnittstelle verfügen, müssen nicht auf das Auslesen ihrer Anlagendaten verzichten. Zusatzgeräte wie
das Webmodul Conexio 200 von Prozeda oder das
Webinterface C.M.I. von der Technischen Alternative
schaffen die Verbindung. Besonders bequem geht es
96
Sonne Wind & Wärme 09/2014
mit dem IFA-Router TK RW2 von Steca, denn dieser
ist mit WLAN ausgestattet.
Je nach Hersteller bieten sich dem Nutzer verschiedene Möglichkeiten, seine Daten anzusehen.
­Prozeda und die Technische Alternative spiegeln die
Regleroberfläche auf das entsprechende Mobilgerät.
Die Bedienung erfolgt dann genauso wie zu Hause im
Keller. Bei der Technischen Alternative gibt es drei
­Bedienebenen. Ein „Gast“ kann die Daten nur ansehen. Der „Anwender“ kann ausgewählte Parameter
ändern und nur der „Experte“ hat den vollen Zugriff.
Resol hat für seine Kunden das Internet-Serviceportal www.vbus.net eingerichtet. Darüber können sie
Daten einsehen, Änderungen der Einstellungen sind
aber nicht möglich. Für Eingriffe in den Regler benötigt
er die kostenlos erhältliche Software RPT. Solche Programme mit erweiterten grafischen Datenaufbereitungen gibt es auch von vielen weiteren ­Herstellern.
Der frei programmierbare SC 460 Systemregler
von SchulerControl kann die Erträge mittels PC oder
Laptop auf beliebigen Web-Browsern visualisieren.
­Außerdem lassen sich Updates über das Internet
­aufspielen. SchulerControl nutzt die LAN-Verbindung
zudem, um mehrere eigenständige SC-460-Geräte,
nach dem Master-Slave-Prinzip zu verbinden.
Automatischer Funktionscheck
Erkennt der Solaregler einen Anlagenfehler, kann zum
Beispiel bei Prozeda oder der Technischen Alternative
automatisch eine Mail an den Anwender verschickt
werden. Eine kostengünstige Version eines automatisierten Funktionschecks entwickelt derzeit das
Schweizer Unternehmen Egon AG. In der Testphase
mit zehn Anlagen hat die Software eine Reihe von Fehlern gefunden. Mal war der Vorlauf kälter als der Rücklauf, mal ging die Anlage trotz Wärmebedarf in Stagnation, mal wurde der untere Teil des Speichers heiß,
obwohl die Solarpumpe nicht in Betrieb war. Der Funktionscheck deckt nicht nur akute Fehler, wie einen defekten Fühler auf, sondern sie kann auch eine falsche
Reglereinstellung, falsch platzierte Fühler oder eine
schlecht eingestellte Nachheizung aufzeigen.
Die Software vergleicht den Solarertrag auch mit
einem berechneten Referenzertrag und kann so Optimierungspotenzial aufzeigen. Wie belastbar diese
­Berechnung ist, muss sich allerdings noch zeigen. Bisher werden die Anlagendaten manuell aus der SDKarte ausgelesen. In der Versuchsphase waren Regler
von Steca, Resol und Soltop vertreten, die über eine
SD-Karten-Schnittstelle verfügen. „In Zukunft möchten wir, dass auch ein Monitoring mit automatischer
­Online-Datenauslesung möglich ist. Wir können aber
noch nicht abschätzen, wann es so weit sein wird“,
sagt Sandra Stettler, Geschäftsführerin der Egon AG.
Der Funktionscheck soll im Lizenzverfahren von
Unternehmen angeboten werden, welche eine kompetente Betreuung der Endkunden gewährleisten
können. Das sollen vor allem Solaranlagenanbieter
sein, denkbar wären auch örtliche Energieagenturen.
Dabei soll es sich um unabhängige Dritte handeln und
nicht um den Installationsbetrieb selbst. Und was
kostet das? „Wir gehen davon aus, dass die Solaranlagenanbieter den Funktionscheck üblicherweise als
Teil eines Servicepakets verkaufen. Der Preis des
Die Daten des Energiemanagers SC 460 von SchulerControl kann man mit beliebigen
Grafik: SchulerControl
­Web-Browsern visualisieren und für die Anlagenoptimierung nutzen.
Funktionschecks wird darin vermutlich nicht separat
aufgelistet und wir lassen den Solaranlagenanbietern
freie Hand bei der Preisgestaltung“, so Stettler. Die
­Lizenzkosten für den Solaranbieter sollen pro Anlage
einmalig ca. 250 € betragen.
Anfangs ist das Interesse hoch
Fsave Solartechnik hat bereits Erfahrung mit einem
­internetgestützten Datenlogging-Portal, das einen
Fernzugriff auf die Reglung erlaubt. Es sind nicht nur
interessierte EFH-Besitzer, die das Portal nutzen. Zu
den Kunden zählen Betreiber gewerblicher Anlagen
und Universitäten, die Demoanlagen mit umfang­
reicher Messtechnik unterhalten. Auch Wärme­
contracting-Anlagen sind darunter. „Vor allem in der
­Anfangszeit nach der Inbetriebnahme schauen die
Kunden häufig auf die Daten. Auch wir schauen auf
die Daten, sodass wir oft gemeinsam mit dem Kunden
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Solarthermie
anlagenüberwachung
Resol hat in diesem Sommer das Kommnunikationsmodul KM1 herausgebracht, mit dem
Grafik: Resol
der Kunde seinen Solarregler mit dem Internet verbinden kann.
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Foto: Technische Alternative
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98
Sonne Wind & Wärme 09/2014
noch die eine oder andere Optimierung vornehmen“,
sagt Geschäftsführer Roland Heinzen. Typische Optimierungen sind das Nachjustieren der PID-Reglung
der Solarpumpen, um den Ertrag zu maximieren und
Stagnation zu vermeiden. Als einen typischen Fehler
nennt Heinzen die ungleichmäßige Durchströmung
bei großen Anlagen mit mehreren Kollektorfeldern.
„Fehler können im Portal schnell detektiert und durch
Fernzugriff auf die Regelung oder Austausch der
­betreffenden Komponenten behoben werden“, so
­Heinzen.
Auch das Internet-Serviceportal www.vbus.net
von ­Resol erfreut sich regen Zuspruchs. Über 1.000
Regler aus aller Welt sind bereits mit dem Portal
­verbunden. „Innerhalb des vergangenen Jahres konnten wir Seitenaufrufe aus über 120 Ländern weltweit
registrieren“, unterstreicht Marcel Pfeil vom Projektmanagement bei Resol den internationalen Erfolg
des Portals. Die Technische Alternative registriert
ebenso eine starke Nachfrage für ihre Internetkommunikation. Seit Anfang 2014 habe man etwa 2.600
Webinterfaces verkauft. „Ein sehr großer Teil der
­Anwender der frei programmierbaren Regelung
UVR1611 nutzt auch den Netzzugriff über unser
C.M.I.“, sagt Gabriela ­Grömer vom Marketing der
Technischen ­Alternative.
Jens-Peter Meyer
GroSSanlagen
Solarthermie
Je einfacher, desto besser
Die erste Großanlage realisierte Aschoff Solar 2010 für Saigon TanTec in Vietman.
Fotos (2): Aschoff Solar
Solare Großanlagen kann man erfolgreich auf internationalen Märkten
platzieren, wenn man auf eine robuste und einfache Technik setzt.
Carsten Aschoff berichtet von Erfahrungen in Asien und Afrika.
N
eben den klassischen Auslandsmärkten in
Südeuropa – oder mittlerweile auch dem
nordamerikanischen Markt – gibt es unzählige Länder weltweit, die ausreichendes Potenzial für
den Aufbau eines eigenständigen Marktes bieten und
derzeit erste Schritte in Richtung der Nutzung solarer
Wärme tätigen. Oftmals sind es Länder, die einen
­hohen Anteil sehr lohn- und energieintensiver Industrien haben wie Bangladesch oder Indonesien. Von
weiterem Interesse sind Länder mit einer stark
­ausgeprägten Tourismusindustrie wie Ägypten oder
Thailand.
Aus ökonomischer Sicht ergibt sich der erzielbare
Anlagenpreis ohne staatliche Förderung – welche nur
selten zur Verfügung steht – schlicht und einfach aus
dem aktuellen Energiepreis und den Erwartungen der
Kunden bezüglich der Amortisation. Diese liegen in
der Regel bei maximal drei bis vier Jahren. Abhängig
vom lokalen Energiepreis ergeben sich daraus maximale Anlagenkosten für fertig installierte Anlagen von
250 bis 300 $/m². Allein aus diesem Wert und der
Tatsache, dass Großanlagen an sich, aber vor allem
im Ausland, einen hohen Betreuungs- und Planungsaufwand bedeuten, ergibt sich die Forderung nach
möglichst großen Anlagen, um den notwendigen
­Support auch einkalkulieren zu können und auch
­einen erforderlichen Skaleneffekt zu erreichen.
Europäische Konkurrenz ist nur vereinzelt anzutreffen. Die chinesischen und lokalen Anbieter sind
mit teilweise aggressiven Preisen stark präsent – oft
zwar basierend auf zweifelhafter Qualität und
­mangelhaftem Systemdesign, was jedoch für den
­unerfahrenen Kunden schwer nachprüfbar ist.
Voraussetzungen für einen Einstieg
Eine umfassende vorherige Marktanalyse ist nicht
umsetzbar, wenn es sich um Märkte handelt, für die
noch keinerlei verwertbare Marktzahlen vorliegen. Jedoch empfiehlt es sich zu prüfen, ob und in welcher
Form vergleichbare Produkte bereits auf dem Markt
angeboten oder überhaupt benötigt werden. Nur
­selten kann ein Produkt ohne Anpassungen an lokale
Gegebenheiten in einem neuen Markt eingesetzt
­werden. Anpassungsfähigkeit in Technik, Vertriebsund Marketingansatz sind zwingende Voraussetzungen für einen Einstieg in Schwellen- und Entwicklungs­
länder. Auch das Marketing sowie notwendige
­Marketinghilfsmittel, wie Dokumentationen, Werbematerialien und Wesites müssen auf ein international
nutzbares Niveau gebracht werden und sollten auch
in der jeweiligen Landessprache angeboten weden.
Ein sehr wichtiger Punkt im Bezug auf ein Engagement in fremden Märkten – egal ob asiatisch oder
­arabisch – ist sicherlich das nötige Durchhaltevermögen für mindestens zwei bis drei Jahre. Dies bezieht
sich nicht nur auf den finanziellen Aspekt, sondern
auch auf den emotionalen. Aktivitäten in den Märkten
bedeuten über eine lange Zeit emotionale Achterbahnfahrten mit oft langen Durststrecken in denen sich
Sonne Wind & Wärme 09/2014
99
Solarthermie
groSSanlagen
nichts bewegt und der Wechsel zwischen Euphorie
und Frustration erfolgt teilweise im Stundentakt. Zu
hohe Erwartungen bezüglich der umsetzbaren Zeitschiene sollten vermieden werden und dem Vertrieb
sollten hierbei realistische Ziele gesetzt werden,
­welche auch die erforderlichen, langen Vorlaufzeiten
im Projektgeschäft berücksichtigen.
Auch die Präsenz vor Ort auf Ebene der Geschäftsführung und Technik ist im Vorfeld zu berücksichtigen.
Auslandsmärkte und -projekte sind gerade in der
­Anlaufphase Chefsache und die regelmäßige Präsenz
vor Ort wird von Kunden und Vertriebspartnern als
Basis für den Aufbau langfristiger Beziehungen als
selbstverständlich erachtet. Die zeitliche Belastung
und die Abwesenheit vom täglichen Geschäft in
Deutschland müssen organisiert werden und entsprechende Ressourcen bezüglich Vertretungen sollten
vorhanden sein.
Anforderungen an die Technik
Arbeit mit Schablonen: Die
lokalen Arbeiter sollte man
mit vernünftigem Grundwerkzeug ausstatten.
Die Wasserqualität ist oft nicht vorhersehbar, da das
Prozesswasser zum Teil parallel aus mehreren Quellen bezogen wird, ob vom eigenen Brunnen, der
­kommunalen Versorgung oder temporär auch durch
Tankwagen herbeigeschafft. Selbst wenn die Versorgung stabil ist, muß oft davon ausgegangen werden,
dass die Qualität kaum unseren gewohnten
­Ansprüchen genügt. Eisen, Salz, Chlor und Kalk sind
ständige Begleiter. Die Wasserqualität spielt bei der
Wahl der Werkstoffe eine große Rolle und hat massiven Einfluss auf Lebensdauer und Funktion der Anlagen. In vielen Ländern muss auch von sehr instabiler
Stromversorgung und stark schwankenden Stromnetzen ausgegangen werden. Wichtig ist es zu wissen,
dass im Bereich des Fernzugangs zu Anlagen auch
mit gegebenfalls nur zeitweise verfügbaren Internetverbindungen gerechnet werden muss.
Dies sind wichtige Faktoren, welche stabile, autark
funktionierende Regelungssysteme erfordern und im
Zweifelsfall dazu führen, in Deutschland bewährte
Komponenten durch robustere, aus unsererer Sicht
gegebenenfalls veraltete Technik zu ersetzen. Gekoppelt werden die modernen Solaranlagen oftmals mit
sehr archaisch anmutenden Kesselanlagen und Regelungssystemen, sodass hier oft zwei Welten aufeinander treffen und in Einklang zu bringen sind.
Das Installations- und Bedienpersonal ist nach
unseren Maßstäben nur schlecht oder überhaupt
nicht ausgebildet, wodurch eine fehlerfreie Installa­
tion und eine zuverlässige, fachgerechte Wartung
deutlich erschwert werden. Auch hier gilt es, sich im
Bezug auf die eingesetzte Technik nicht nur dem
Markt, sondern auch der jeweiligen Industrie und
dem individuellen Kunden anzupassen, um Probleme
möglichst im Vorfeld zu vermeiden.
Gerade im Bezug auf die Installation der Anlagen
sind sowohl die Verfügbarkeit von Komponenten auf
dem lokalen Beschaffungsmarkt, als auch die
­Fähigkeiten der lokalen Installationsmannschaft
­abzuklären. Die schönste Pressverbindung wird bei
Undichtigkeit extrem teuer, wenn Werkzeuge und
­Ersatzteile mangels Verfügbarkeit vor Ort kurzfristig
aus Deutschland beschafft werden müssen. Ähn­
liches gilt für die notwendigen Werkzeuge für Installation, Wartung und gegebenenfalls Reparatur der
Anlagen. Auch hier ist es wichtig, Systeme zu vereinfachen und die Vielfalt der notwendigen Werkzeuge
zu begrenzen sowie konsequent Sonderwerkzeuge
zu vermeiden. Zugutekommt der Solartechnik in vielen Märkten, dass die Effizienz aufgrund hoher und
gleichmäßig verfügbarere Solarstrahlung auch etwas
in den Hintergrund gestellt werden kann zugunsten
von Verfügbarkeit, Sicherheit und Einfachheit.
Erfahrungen mit ausgeführten
­Anlagen
Die Aschoff Solar konnte in den vergangenen fünf
Jahren einige Grossanlagen-Installationen in Thailand, ­Vietnam, China und Kenia umsetzen, wobei die
Systeme von Projekt zu Projekt angepasst und verbessert wurden. Den Anfang bildete 2009/2010 eine
Installation in einer Gerberei in Vietnam mit einer Kollektorfläche von 1.000 m² zur Bereitstellung von Prozesswärme auf einem Temperaturniveau von 70 °C.
Das Anlagenkonzept basierte gänzlich auf chinesischer Systemtechnologie, das heißt offen und drucklos. Warmwasserspeicher wurden lokal beschafft.
­Lediglich Kernkomponenten, wie Pumpen und Umschaltventile, wurden aus Deutschland beschafft.
100
Sonne Wind & Wärme 09/2014
2011 erfolgte dann eine erste Installation in ­Thailand, ebenfalls
in einer Gerberei mit vergleichbarem Anforderungsprofil. Installiert
wurden hier 540 m², angebunden an einen bestehenden Speicher.
Im Unterschied zu dem Projekt in Vietnam wurde eine System­
trennung vorgesehen und der Aufbau der Kollektorfelder erfolgte
modular mit jeweils unabhängiger Pumpenversorgung. Kernkomponenten wurden aus Deutschland vorgesehen. Basierend auf den
Erfahrungen mit den ersten Anlagen wurde der Vorfertigungsgrad
erhöht und sowohl Pumpengruppen, als auch alle notwendigen
Komponenten für die Anbindung an den jeweiligen Prozess des
Kunden inklusive der Regelung wurden in Deutschland in industrielle Schaltschränke integriert. Die notwendige Installationszeit vor
Ort sowie die Inbetriebnahmezeit konnten dadurch drastisch reduziert werden. Das System wurde daraufhin auch auf Projekte hin
ausgeweitetet, bei denen nicht auf bestehende oder lokale Speicher zurückgegriffen werden kann. Mit der Installation in einer Gerberei in Thailand wurden dann erstmalig auch modulare, in Deutschland vorgefertigte Speicher mit integrierter Technik eingesetzt.
Solare Großanlagen im Ausland umzusetzen erfordert einen
konsequenten und kontinuierlichen Verbesserungsprozess im
­Bereich Anlagentechnik und Installation. Es ist nahezu unmöglich,
alle auftauchenden Widrigkeiten und Schwierigkeiten, welche während Installation und Betrieb der Anlagen auftreten können, im
­Vorfeld abzuschätzen und auszuschalten – zu vielfältig sind lokale
Bedingungen, Kulturen sowie Charaktere und Qualifikationen der
Projektbeteiligten. Dementsprechend sind Offenheit und Flexibi­lität
des Projektmanagements und der technischen Abteilungen ein
Muss.
Die Überwachung der Installation darf in der Regel nur durch
qualifiziertes Personal aus Deutschland erfolgen, das über ein
­hohes Maß an Improvisationstalent verfügen muß, sowie über Charaktereigenschaften, welche bei den lokalen Beteiligten nicht zu
Blockaden oder Konflikten führen. Sicherlich im Vorfeld schwer zu
bewerten, da die Monteure oftmals psychisch und physisch an Ihre
Grenzen gebracht werden. Eine Installation bei 40 °C im Schatten
auf einem Blechdach in Vietnam, gemeinsam mit ungelernten Arbeitern, mit denen meist nur non-verbal kommuniziert werden
kann, ist nicht zu vergleichen mit einer Installation innerhalb der gewohnten Umgebung und unter gewohnten Arbeitsbedingungen.
Im Hinblick auf eine möglichst reibungslose und saubere Installation bekommt auch die Arbeitsvorbereitung in Form von Zeichnungen, Bildern und vorbereitenden Einweisungen einen hohen
Stellenwert. Je einfacher die Systemtechnik und je mehr standardisiert die Anlagen hier realisiert werden, desto höher die Chancen
auf eine gelungene Installation.
Im Bezug auf Werkzeuge sollten auch die lokalen Arbeiter mit
vernünftigem Grundwerkzeug bedacht werden. Spätestens wenn
versucht wird, die erste Verschraubung mit der lokalen, sehr
­populären Universalzange anzuziehen, zeigt sich der Vorteil von
­geeignetem Werkzeug, auch wenn dies einen nicht unerheblichen,
einzukalkulierenden Kostenfaktor darstellt.
Lokal beschaffte Materialien wie Fittinge oder Ventile sind vor
der Verwendung zu prüfen. Diese Komponenten und Dichtungen
sind oftmals lediglich für den Einsatz in Kaltwassernetzen geeignet
und Spezifikationen oder Erfahrungen mit dem Einsatz in Solaranlagen sind nicht vorhanden. Es hat sich bewährt, hier zunächst im
Vorfeld eines Projektes auf Basis von Mustern die verfügbare
­Qualität freizugeben oder gegebenfalls auch kurzfristig derartige
Komponenten aus Deutschland mit beizusteuern.
Carsten Aschoff
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
101
Solarthermie
Rohre
Materialfragen
Kupfer ist das klassische Rohrmaterial in der Haus- und Solartechnik.
Aber Aluminium und Edelstahl besetzen auch ihre Marktsegmente im
Kollektorbau und vor allem bei den vorisolierten Solarleitungen.
KME dämmt das kunststoffummantelte Wicu Eco
mit PU-Schaum. Foto: KME
Rohre für die Absorber­
fertigung müssen gut
­biegbar sein und dennoch den Kräften beim
­Schweißen standhalten.
Foto: Standard-Metallwerke
102
Sonne Wind & Wärme 09/2014
O
b im Kollektor als Absorberrohr, als Leitung
zum Speicher oder als Wärmetauscher im
Speicher: Rohre spielen in der Solarwärme
­eine zentrale Rolle. Absorberrohre müssen dabei ganz
andere Anforderungen erfüllen als Solarkreisleitungen. Rohrhersteller haben sich schon lange auf die
­Anforderungen der Solarindustrie eingestellt und bieten eine ganze Reihe von speziellen Solarprodukten
für die Absorberfertigung an (siehe Tabelle auf den
Seiten 104 und 105) und Solarkreisleitungen (siehe
Tabelle auf den Seiten 106 und 107) an. Bei den Absorberrohren ist es zum Beispiel wichtig, dass sich die
Rohre gut zu Mäandern biegen lassen, denn immer
mehr Kollektoren setzen auf diese Geometrie (siehe
SW&W 07/2014, Seite 80). Dennoch müssen die
Rohre fest genug sein, damit sie den Kräften
standhalten, die beim Schweißen durch den
­Laser- oder Ultraschallkopf ausgeübt werden.
Ganz besondere Anforderungen stellen Rohre,
die in Vakuumröhren zum Einsatz kommen. Heatpipes müssen auch innen gereinigt werden, damit
der Wärmeträger im Inneren rein bliebt.
Bei den Wandstärken bieten Rohrhersteller ein
breites Spektrum an. Kupferrohre in der Haustechnik
haben in der Regel eine Wandstärke von 1 mm. Dieses
Maß bietet KME Germany auch bei seinem vorisolierten Solarkupferrohr an. Im Kollektorbau geht es, um
Herstellungskosten zu senken, auch dünner. Bei KME
laufen zurzeit erste Dünnwand-Versuche. „Durch neu
eingesetzte Legierungen im Rohrbereich bin ich mir
relativ sicher, dass wir noch stärker in den Dünn­
wandbereich hineinkommen“, sagt KME-Marketing-­
Manager Klaus Steinhage. „Mit den neu eingesetzten
Legierungen erreichen wir eine Wandreduzierung mit
gleichzeitiger Formstabilität des Mäanders sowie auch
die erforderliche Druckstabilität.“ Ob die Dünnwandrohre beim Laserschweißen einen guten Kontakt
zum Blech und damit eine gute Schweißqualität
­ermöglichen, ist noch völlig offen. „Das müssen erst
die Versuche zeigen“, so Steinhage.
Inwieweit sich die Materialersparnis für die Kollektorhersteller lohnt, hängt natürlich stark vom Kupferpreis ab. In den letzten vier Jahren ist der Preis recht
kontinuierlich gefallen. Er schwankt zurzeit um
7.000 $/t. Kommen positive Wirtschaftsdaten aus
den USA und China, so wird er sich auf diesem Niveau
halten, eher sogar wieder steigen, so die Einschätzung
von Steinhage.
Aluminium hat in den vergangenen Jahren eine
ähnliche Preisentwicklung gezeigt. Aktuell liegt der
Preis bei ca. 2.000 $/t. Der Ersatz von Kupfer durch
das Leichtmetall birgt also einen spürbaren
­Kostenvorteil. Dennoch ist die Solarbranche zurückhaltend. Die Kollektorübersicht in diesem Heft zeigt,
dass Aluminium nur selten als Rohrmaterial zum Einsatz kommt. Wird
sich das ändern? „Grundsätzlich hat
es noch keinen wirklichen Run auf
Aluminium gegeben, aber wir sehen
jetzt, dass einige Kunden steigende
und vor allem regelmäßige Bedarfe
haben“, sagt Andreas Holle, Key
­Account Manager bei den Standard-­
Metallwerken. „Aluminium scheint
sich zumindest in einigen Bereichen
am Markt etabliert zu haben, und je
länger diese Kollektoren am Markt
sind, umso mehr werden sich auch
andere Hersteller daran orientieren
und die Kostenvorteile mitnehmen
wollen.“
Auch Aluminiumrohre könnte man
dünner machen. Zurzeit favorisieren
die Kollektorhersteller, die Aluminiumrohre im Absorber einsetzen, das
S-Life Solar im Zustand „hart“ mit einem Durchmesser von 10 mm und einer Wandstärke von 1 mm. Beim
Sammler setzen sie dann meist 22
mm Durchmesser mit einer Wandstärke von ebenfalls 1 mm. „Da wir die
Rohre durchaus dünnwandiger herstellen können, haben unsere Kunden
auch für die Zukunft noch Spielraum“,
so Holle. Abseits der Solarthermie hat
Aluminium im Bereich der Geothermie den ersten Einsatz gefunden. Die
Firma ­M-TEC Energie.Innovativ aus
Österreich setzt für ihre CO2-Tiefensonden die kunststoffbeschichteten
S-COT Aluminiumrohre der StandardMetallwerke ein.
KUPFER & SONNE –
NUR DAS BESTE
FÜR DIE SOLARTHERMIE
Vorisolierte Solarleitung:
dünner gedämmt
Kupfer und Aluminium dienen auch
als Material für vorisolierte Solarleitungen. Die Alternative ist Edelstahl.
Dieses Material wird zum Wellrohr
verarbeitet. Das hat den Vorteil, dass
man es leicht biegen kann. Nicht zuletzt, weil es mit 0,15 bis 0,3 mm
Wandstärke auch viel dünner ist, als
Kupfer oder Aluminium.
Der türkische Rohr- und Fittinghersteller Ayvaz hat das vorisolierte Edelstahlwellrohr NanoFlex herausgebracht. NanoFlex gibt es als Einzeloder Doppelrohr. Es ist mit einem silikonummantelten
Sensor­kabel
ausgestattet. Das Besondere ist die
Wärmedämmung aus Nanogel. Die
Wärmeleitfähigkeit dieses Materials ist
mit 0,015 W/mK weniger als halb so
groß wie bei dem meist verwendeten
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für die Herstellung von Solarkollektoren in Top-Qualität
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•
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
103
Solarthermie
Rohre
Rohre für die Absorberfertigung
Hersteller
Feinrohren S.p.A.
Halcor R & D S.A.
Produktbezeichnung
Material
gemäß Norm
Lieferform
max. Länge
[m] 3
Außendurchmesser [mm]
Wandstärke [mm]
Green-Solar
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
Coils
-
6 bis 22
0,3 bis 1,2
Green-Solar
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
gerade Längen
6
6 bis 22
0,3 bis 1,2
Talos Solar Plus
Cu-DHP
EN 12449 or ASTM B75
Coils 6
-
6 bis 22
0,3 bis 1,2
Talos Solar Plus
Cu-DHP
EN 12449 or ASTM B75
gerade Längen
6
6 bis 22
0,3 bis 1,2
Talos Dual
Bimetallisch 2
WeN
Coils 7
-
6 bis 16
0,45 bis 1,2
Tectube_solar K
Tectube_solar T
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
Coils 5
-
6 bis 22
0,3 bis 0,8
Tectube_solar S
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
Coils 5
-
6 bis 22
0,3 bis 0,8
EN 12449 / WeN
Coils 5
-
6 bis 22
0,3 bis 0,8
-
6 bis 22
0,3 bis 0,8
8
6 bis 35
0,3 bis 1,2
Tectube_solar VK
Tectube_solar VT
KME Germany GmbH &
Co. KG
Standard-Metallwerke
Wieland-Werke AG
Cu-DHP
Tectube_solar VS
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
Coils 5
Tectube_solar K
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
k.A.
Tectube_solar S
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
k.A.
6
6 bis 35
0,3 bis 1,2
Tectube_solar VK
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
k.A.
8
6 bis 35
0,3 bis 1,2
Tectube_solar VS
Cu-DHP
EN 12449 / WeN
k.A.
6
6 bis 35
S-Life Solar
Aluminium
(EN-AW3103)
WeN / EN-754-8
beide
6
6 bis 25
0,3 bis 1,2
4
0,3 bis 2,0 4
solarclean_classic
Cu-DHP
WeN
Coils
-
6 bis 15
0,3 bis 1,2
solarclean_hp
Cu-DHP
WeN
Coils
-
6 bis 15
0,3 bis 1,2
solarclean_plus
Cu-DHP
WeN
Coils
-
6 bis 15
0,3 bis 1,2
solarclean_eco
Cu-DHP
WeN
Coils
-
6 bis 15
0,3 bis 1,2
solarclean_sl
Cu-DHP
EN 12449
gerade Längen
7,9
6 bis 15
0,3 bis 1,2
Industrial tube 1
Cu-DHP
EN 12449
gerade Längen
7,9
>6
> 0,3
1
Cu-DHP
WeN / EN 12735-2
Coils
-
6 bis 22
> 0,3
Industrial tube
Spezielle Solarqualitäten: Je nach Fertigungsverfahren und Kollektortyp unterscheiden sich die Spezifikationen der Absorberrohre.
Quelle: Herstellerangaben
Das NanoFlex von Ayvaz ist
mit einer nur 5 mm starken
­Nanogelschicht gedämmt.
104
Foto: Ayvaz
Sonne Wind & Wärme 09/2014
EPDM-Schaum. Wärmeleitfähigkeitsangaben beziehen
sich, da es sich in der Regel um Produkte für die Gebäudedämmung handelt, auf eine Umgebungstemperatur
von 0 °C. Mit steigender Temperatur sinkt die Dämmwirkung der Materia­lien ab. Nanogel weist aber nur eine sehr geringe Temperaturabhängigkeit auf. Bei 200
°C ist die Wärmeleitfähigkeit mit nur 0,019 W/mK fast
noch genauso gut wie am Gefrierpunkt. Das Material ist
bis 650 °C und damit weit über den Bereich einer klassischen Solarthermieanlage zur Wassererwärmung
temperaturbeständig.
Ayvaz setzt eine nur 5 mm dicke Nanogelschicht
ein. Das spart Platz – und das nicht nur beim Transport von Hersteller zum Großhändler. Viele Hand­
werker kaufen eine ganze Spule, die sie in ihrem
­Transportfahrzeug gut unterbringen können. So
­können sie auf der Baustelle die benötige Rohrlänge
exakt zuschneiden und sparen enorm an Verschnitten
ein. ­Ayvaz bietet bei den Nennweiten DN12 und DN16
Spulen von 150 m Länge an. Bei DN20 und DN 25 sind
die Längen, die auf eine Spule passen, mit 125 und 100
m etwas kürzer. Neben den Spulen kann man bei
­Ayvaz auch abgespulte Rollen erhalten, die dann für
alle Rohrdimensionen 10 bis 50 m lang sind. Ideal
­geeignet ist NanoFlex auch für eine Montage zwischen
den Dachlatten unter den Dachziegeln.
Ein besonders dünnes Rohr gibt es jetzt auch von
der WIP Meß- und Regelarmaturen Vertriebsgesell-
schaft aus Norderstedt. Dem Unternehmen kommt es
dabei weniger auf die Platzersparnis als auf den Kostenvorteil an. Denn das neue Flex-Twin V Smart ist mit
10 mm Isolierstärke eine preiswerte Lösung. WIP setzt
für seine vorisolierten Solarleitungen ein Vlies aus
­Polyesterfasern als Dämmmaterial ein.
Vor- und Rücklauf unterschiedlich dick
Ein weiteres neues Produkt ist das Flex-Twin V ­Clever,
das unterschiedliche Dämmdicken für den Vor- und
den Rücklauf aufweist. „Im Vorlauf sind 25 mm möglich, im Rücklauf 10 mm. Durch diese Mischung erhalten wir eine völlig neue Preisstruktur“, so Vertriebs­
leiter Christof Kutschera. Neu ist auch eine Zehnjahresgarantie, die WIP nun auf die UV-Beständigkeit der
Ummantelung vergeben kann. Generell sieht
­Kutschera trotz der harten Marktbedingungen die Zukunft positiv: „Wir konnten neue Kunden gewinnen.“
Auch L‘Isolante K-Flex aus Italien hat sich mit der
Dicke der Rohre beschäftigt und mit dem Twin Solar
System Slim eine besonders dünne Variante auf den
Markt gebracht. Das Unternehmen setzt klassischen
EPDM-Schaum mit einer Stärke von 9 mm ein. Auch
hier ist die Idee, die Rohre unter Ziegeln und bei begrenztem Platz einzusetzen. L‘Isolante K-Flex bietet
seinen Kunden für 3.402 € laut Prospekt eine spezi-
Härte [MPa]
Ultraschallschweißgeeignet
Besonderheiten
>360 / > 220
ja
Vakuumröhren geeignet
>360 / > 220
ja
Vakuumröhren geeignet
360 / 290 / 220
ja
k.A.
360 / 290 / 250 / 220
ja
k.A
k.A.
ja
optimierte Härte für Laserschweißen
ca. 420
ja
für Ultraschall- und Laserschweißen
ca. 245
ja
für Ultraschall- und Laserschweißen
ca. 420
ja
Vakuumröhren geeignet
ca. 245
ja
Vakuumröhren geeignet
ca. 420 / ca. 275
ja
für Ultraschall- und Laserschweißen
ca. 245
ja
für Ultraschall- und Laserschweißen
ca. 420
ja
Vakuumröhren geeignet
ca. 245
ja
Vakuumröhren geeignet
H12 > 105 / H14 > 115 / H18
> 135
ja
k.A
> 360
ja
k.A
> 360
ja
innen und außen gereinigt für Heatpipes
> 360
ja
optimierte Biegeeigenschaften
> 360
nein
für Laserschweißen
> 360
ja
k.A
> 360 / > 250 / > 220
nein
k.A
> 220
nein
k.A
S-Life® Solar
Aluminiumrohre für:
s3OLARTHERMISCHE!BSORBER
s%RPROBTE4ECHNOLOGIEnNACHGEWIESEN
IN,ABORUND&ELDPRàFUNGEN
s'LEICHER7IRKUNGSGRAD
WeN= Werksnorm; 1 nur für Sammler; 2 Kupfer innen, Aluminium außen; 3 nur für gerade Längen; 4 weitere auf
Anfage; 5 150, 225 or 450 kg; 6 90 bis 580 kg; 7 45 bis 240 kg
s+OSTENREDUZIERUNGUM
s/PTIMALE6ERBINDUNGZWISCHEN
!LUMINIUM!BSORBERBLECHUND
DEM+OLLEKTORROHRnEGALOBBEIM
,ASERODER5LTRASCHALLSCHWEI”EN
s3 ,IFEš3OLAR2OHRELASSENSICHAUF
VORHANDENEN0RODUKTIONSANLAGEN
BIEGENLÚTENSTANZENSCHWEI”EN
UNDMONTIEREN
s/PTIMALES2ECYCLINGDER+OLLEKTOREN
DAGLEICHE-ETALLE
Das Flex-Twin V Clever von WIP
weist eine unterschiedliche
Dämmstärke für ­­Vor- und RückFoto: WIP
lauf auf. elle Rohrablaufvorrichtung für das SlimProdukt an, mit dem sie die Spulen einfach handhaben können. Die Ummantelung, die nach EN 13859 eine gute
­UV-beständigkeit aufweisen soll, ist aus
optischen Gründen ziegelrot.
Verbindungstechnik:
schnell geklickt
Genauso schnell und einfach wie der
Heizungsbauer den Solarkreis mit vorisolierten Rohren installieren kann, soll
auch der Anschluss der Rohre an den
Kollektor gelingen. Dazu bieten die Hersteller schon seit längerem ClickSchnellverbindungen an (siehe auch
SW&W 10/2013, Seite 54). Das Produkt
von Ayvaz heißt push-fit. Das Edelstahlwellrohr wird in ein Messingfitting gesteckt. Ein Klickgeräusch signalisiert,
dass das Rohr richtig sitzt. Dann nur
noch die Mutter anziehen und fertig.
Bei Ayvaz dichtet die Verbindungen
metallisch. Auch WIP setzt auf metallisch selbstdichtende Verschraubungen.
Das Unternehmen hat das Spektrum
seiner Anschlüsse auf 40 Varianten erweitert. Es reicht von DN12 bis DN40.
Auch 90°-Bögen sind metallisch dichtend realisierbar. Anschlusstechnik ist
Sache von Spezialisten. Einer der Zulieferer ist Tiemme aus Italien. Tiemme hat
das patentierte Cobrasun entwickelt.
7IRUNTERSTàTZEN3IE
MITUNSERER%RFAHRUNG
Standard Metallwerke –
,EIDENSCHAFTFàR2OHRE
Rustigestraße 11
59457 Werl
Fon +49 2922 808-0
info@standard-metall.de
www.standard-metall.de
Solarthermie
Rohre
Vorisolierte Rohre
Hersteller
3i International
Innovative Industries
Produkt
Produkttyp
einzel oder doppel mit oder
ohne Kabel
einzel oder doppel mit oder
ohne Kabel
Isotube
Isotube
Rohrdurchmesser [DN]
Rohrmaterial
Anschlüsse
Dichtmaterial
12/16/20/25
Edelstahl
Schnellkupplungen
Metall/Graphit
12/16/20/25
Edelstahl
Schnellkupplungen
Metall/Graphit
Cu Split 100
doppel mit Kabel
10/12/15/18
Kupfer
Schnellverschraubung
Messing
Inox Spit 100
doppel mit Kabel
12/16/20/25
Edelstahl
Schnellverschraubung
Metall
Armaflex DuoSolar VA
doppel mit Kabel
12/16/20/25
1.4404
Schnellverschraubung
Metall
Armaflex DuoSolar CU
doppel mit Kabel
12/15/18
Kupfer
Standard Kupferfittinge
k.A.
Aeroline
Armacell
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Solarflex
doppel mit Kabel
12 bis 32
1.4404
EW-E Solar
einzel oder doppel mit Kabel
16 bis 50
1.4404
NanoFlex
einzel und doppel mit Kabel
12/16/20/25/32
Edelstahl
Steckverbindung
Metall
EZ-Flex
einzel und doppel mit Kabel
12/16/20/25/32
Edelstahl
Steckverbindung
Metall
Standard
einzel und doppel
12 bis 25
1.4404
k.A.
Metall
Premium
einzel und doppel
12 bis 25
1.4404
k.A.
Metall
Solar Hose
einzel oder doppel mit Kabel
12/16/20/25
Edelstahl
Verschraubung
Fasern
Talos Ecutherm Solarspiral
pipe
einzel mit oder ohne Kabel
15/18/22
Cu-DHP
Standard Kupferfittinge
k.A.
Talos Ecutherm Solar
doppel mit oder ohne Kabel
15/18/22
Cu-DHP
Standard Kupferfittinge
k.A.
doppel mit Kabel
12/16/20/25
1.4404
Schnellverschraubung/
flachdichtend
Kupfer
doppel mit Kabel
15/18
Kupfer
Schnellverschraubung
Kupfer
Wicu Eco
einzel
12 bis 54
Cu-DHP
Standard Kupferfittinge
k.A.
Twin Solar annular pipe
doppel mit Kabel
16/20/25
Edelstahl
Schnellkupplung
Metall
Twin Solar slim
doppel mit Kabel
16/20/25
Edelstahl
Schnellkupplung
Metall
Inoflex
einzel
12/16/20/25
1.4404
Schnellverschraubung
PTFE
Inoflex
doppel mit oder ohne Kabel
12/16/20/25
1.4404
Schnellverschraubung
PTFE
Solar EPDM Duo
doppel mit Kabel
12/16/20/25/32
Edelstahl
Solar EPDM Solo
einzel
12/16/20/25/32
Edelstahl
Austroflex
Metall
Metall
Ayvaz
FPT Systems
Golden Century
Technology
Halcor
Kaimann
KME
Kaiflex Solar EPDMplus
2in2 VA
Kaiflex Solar EPDMplus
2in2 CU
L'Isolante K-Flex
Meibes
Rattay
Solar Flexpipe 2in2
doppel
12/16/20/25
1.4404
2
2
Solar Metal Flex
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Schnellkuppelung / flachdichtend
Schnellkuppelung / flachdichtend
k.A.
k.A.
Messing/PTFE/Aramid
Solar Flexpipe 1in1
einzel
12/16/20/25
1.4404
Solarleitung 2in2
doppel mit Kabel
8 bis 50
1.4404
flachdichtend
Aramid
Solarleitung 1in1
einzel mit Kabel
8 bis 50
1.4404
flachdichtend
Aramid
Flexalen HT
einzel
16/20/25
1.4404
Schnellkupplungen
k.A.
Flexalen HT Solarlight
einzel oder doppel
12/16/20/25
1.4404
Schnellkupplungen
k.A.
Twinway Split TWSS
doppel
15 bis 32
1.4404
Verschraubungen / gelötet
Graphit
Twinway Split TWSW
doppel
16 bis 25
1.4404
Verschraubungen / gelötet
Metall
Messing/PTFE/Aramid
Solardual
Thermaflex
Waterway
Flex-Twin V230
doppel mit oder ohne Kabel
8/12/16/20/25/32
1.4404
Flex-Twin P230
doppel mit oder ohne Kabel
8/12/16/20/25/32
1.4404
WIP
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Schnellverschraubung /
flachdichtend
Messing / Graphit
Messing / Graphit
Eine ausführlichere Übersicht der vorisolierte Solarrohre ist auf http://www.sonnewindwaerme.de/branchen/solarthermie zusammengestellt.
Das ist eine Schnellverbindung für Edelstahlwellrohre
für die Rohrdimensionen DN16, DN20 und DN25.
Kollektorverbinder: immer flexibel
Ayvaz bietet unter der Bezeichnung Pan-Flex auch
verschiedene Kollektorverbinder an. Es gibt Varianten
mit Überwurfmutter, zum Verpressen oder zum
106
Sonne Wind & Wärme 09/2014
­ tecken. Die Steckverbindungen sind mit zwei O-RinS
gen versehen. Die Flexxibl GmbH aus Braunschweig,
ein Spezialist für Anschlusstechnik, setzt drei O-Ringe
ein. Laut Geschäftsführer Timm Beutler reicht zur
Dichtung ein O-Ring bereits aus. Der zweite dient nur
dazu, dass kein Sauerstoff an den ersten gelangt und
somit Alterungsprozesse unterbunden werden. Doch
was ist, wenn ein Kollektorfeld erst Wochen oder gar
Dämmmaterial
Dämmstärke [mm]
Material
Ummantelung
λ bei 0 °C [W/mK]
λ bei 40 °C [W/mK]
max. Temperatur
[°C]
Brandschutzklasse 1
Garantie
[Jahre]
EPDM
9/13/19
Copolymer
0,038
0,045
150
E
5
NBR
9/13/19
Copolymer
0,035
0,04
105
E
5
EPDM
14/15/16
Folie
0,036
0,04
150
EL
k.A.
EPDM
15/17/18/25
Folie
0,036
0,04
150
EL
k.A.
EPDM
14/20
Gittergewebe
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
14/20
Gittergewebe
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
13/19
LDPE
0,038
0,042
150
E
2
Steinwolle
30 bis 50
HDPE
0,035
0,039
250
k.A.
k.A.
Pyrogel XT
5
Folie
0,015
k.A.
650
A2
k.A.
EPDM
13
PA-Gittergewebe
0,036
k.A.
150
k.A.
k.A.
EPDM
13/19
keine
0,038
0,042
150
k.A.
k.A.
EPDM
13/19
PES
0,038
0,042
150
k.A.
k.A.
EPDM
13/20
HDPE
0,034
0,039
150
B1 3
15
PEX + PES
13
PE
0,035
k.A.
150
E
k.A.
PEX + PES
13
PE
0,035
k.A.
150
E
k.A.
EPDM
14/19
Folie
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
14
Folie
0,038
0,042
150
E
5
PU
11 bis 27,5
PVC
k.A.
0,026
150
5
5
EPDM
14/20/25
Copolymer
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
14/20/25
Copolymer
0,038
0,042
150
E
7
EPDM
14
PE
0,038
0,04
150
E
5
EPDM
14
PE
0,038
0,04
150
E
5
EPDM
14/19
PE
0,038
0,042
150
E
3
EPDM
14/19
PE
0,038
0,042
150
E
3
EPDM
13
PE
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
13
PE
0,038
0,042
150
E
5
EPDM
14/20
Folie
0,038
0,045
150
B2 3
2
EPDM
14/20
Folie
0,038
0,045
150
B2 3
2
Polyolefinschaum
13 bis 20
HDPE
0,036
0,04
150
k.A.
k.A.
Polyolefinschaum
13
Folie
0,036
0,04
150
k.A.
k.A.
EPDM
14/20
Polyolefin
0,038
0,042
150
k.A.
k.A.
EPDM
14/20
Polyolefin
0,038
0,042
150
k.A.
k.A.
220
B1
3
10
B1
3
10
PFV
PFV
10/13/20/26/35
10/13/20/26/35
PE
PE mit Gittergewebe
0,030
0,030
0,039
0,039
220
Quelle: Herstellerangaben
Monate nach der Installation in Betrieb genommen
wird? Dann erreicht Sauerstoff im Inneren der Rohre
den ersten Dichtring. Das allerdings verhindert der
dritte O-Ring.
Ein weiterer Anschlussspezialist ist die
­Witzenmann-Gruppe aus Pforzheim. Das Unternehmen hat ein metallisch dichtendes Anschlussbauteil
für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche in
Heiß- und Brauchwasserkreisläufen entwickelt. Auch
hier ist die Dichtung bereits in die Druckringverschraubung integriert. Witzenmann bietet seine Anschlusstechnik sowohl als Kollektorverbinder mit dünn­
wandigen Bälgen als auch für die Verbindungen zu
­vorisolierten Doppelrohrleitungen an.
Jens-Peter Meyer
Sonne Wind & Wärme 09/2014
107
§
Service
Recht
Die Fernwirkstrecke ist Teil des
Netzausbaus
Beim Anschluss regenerativer Erzeugungsanlagen an das Stromnetz ist die
­Abgrenzung zwischen Netzanschluss- und Netzausbaumaßnahmen eine der
­strittigsten Fragen: Wer hat dabei welche Kosten zu tragen? Grundsätzlich ist für
Netzanschlussmaßnahmen der Anlagenbetreiber, für Netzausbaumaßnahmen
aber der Netzbetreiber zuständig. Das Landgericht Bochum hat mit Urteil vom
20. Mai 2014 (AZ. I-17 O 40/14)* entschieden, dass die Errichtung und der Betrieb
einer Fernwirkstrecke zum Netzausbau gehören.
I
n dem Verfahren hatte ein
Windenergieanlagenbetrei­
ber erfolgreich Schadens­
ersatzansprüche gegen den
Netzbetreiber geltend gemacht.
­Dieser hatte dem Anlagenbe­
treiber eine Netzanschlusszu­
sage erteilt, die vorsah, dass die
Übergabestation fernsteuerbar
auszuführen sei. Die dafür zur
Signalübertragung erforderli­
che Fernwirkstrecke zwischen
dem Netzverknüpfungspunkt
(NVP) und der Netzleitstelle
des Netzbetreibers sollte der
Anlagenbetreiber auf seine
Kosten errichten und betreiben.
Das Gericht entschied jedoch,
dass die Kosten im Zusammen­
hang mit der Fernwirkstrecke
vom Netzbetreiber zu tragen
gewesen wären. Es begründete
seine Entscheidung damit, dass
die Fernwirkstrecke zu den für
den Betrieb des Netzes not­
wendigen Einrichtungen gehör­
te. Die durch die Fernwirkstre­
cke bewirkte Anbindung diene
der Überwachung und damit
der Sicherheit des Netzes. Der
störungsfreie Betrieb des Net­
zes hänge von der Funktions­
fähigkeit dieser telekommuni­
kationstechnischen Anbindung
ab. Sie sei daher dem Netz­
ausbau und nicht dem Netz­
anschluss zuzuordnen.
NVP entscheidend
Auch über den vom Landge­
richt Bochum entschiedenen
Fall hinaus stellt sich immer
108
Sonne Wind & Wärme 09/2014
wieder die Frage, wer welche
Kosten übernehmen muss.
­Abgrenzungskriterium ist dabei
der NVP. Alle Maßnahmen, die
zwischen der Anlage und dem
NVP liegen, sind solche des
Netzanschlusses, Maßnahmen
jenseits des NVP sind solche
des Netzausbaus. Dieses Krite­
rium findet seinen Ursprung im
EEG. Dort heißt es, dass die
notwendigen Kosten des An­
schlusses von Anlagen an den
Verknüpfungspunkt vom Anla­
genbetreiber getragen werden.
Der NVP ist somit der Punkt,
der die Kostentragungspflicht
des Anlagenbetreibers räum­
lich begrenzt. Alles aus Anla­
gensicht jenseits des NVP ist
Bestandteil des Netzes und
­somit Kostenpunkt des Netzbe­
treibers. Darüber hinaus muss
der Netzbetreiber auch alles
Weitere bezahlen, was er in sein
Eigentum übernimmt.
Anhand dieser Kriterien las­
sen sich die meisten Elemente
klassifizieren. Dies gilt z. B. für
Verbindungskabel, Transforma­
torenstationen, Schaltfelder,
Erdschlusskompensationen
und die Abschaltautomatik für
das Einspeisemanagement.
­Sofern die Verbindungskabel
die Anlage mit dem Verknüp­
fungspunkt verbinden, stellen
sie Maßnahmen des Netzan­
schlusses dar. Verbindungs­
kabel jenseits des NVPs gehö­
ren zum Netzausbau, da es sich
um eine Maßnahme innerhalb
des Netzes handelt.
Transformatorenstationen,
die sich am NVP befinden, sind
nach der Rechtsprechung dann
Bestandteil des Netzanschlus­
ses, wenn sie den Strom erst
auf die „richtige“ Spannungs­
ebene umspannen müssen,
beispielsweise von Nieder- auf
Mittelspannung. Erzeugt die
Anlage hingegen bereits Strom
auf der zur Einspeisung geeig­
neten Spannungsebene, dient
die neue Transformatorenstati­
on also nur der Abnahme, Über­
tragung und Verteilung des
Stroms, ist sie als Maßnahme
des Netzausbaus zu werten. Im
Hinblick auf Schaltfelder ist von
der Rechtsprechung entschie­
den, dass es sich beim Umbau
eines Schaltfeldes im Um­
spannwerk oder bei einer Er­
weiterung des Umspannwerks
um ein Schaltfeld um Maßnah­
men des Netzausbaus handelt.
Die notwendige Erdschluss­
kompensation für den Mittel­
spannungsanschluss ist der
­Kapazitätserweiterung zuzu­
ordnen. Die für die Erdschluss­
kompensation benötigten
­Petersenspulen stehen im Um­
spannwerk des Netzbetreibers
und somit jenseits des NVP.
Das Einspeisemanagement er­
fordert eine Abschaltautomatik
für die ferngesteuerte Reduzie­
rung der Einspeiseleistung. Die
technischen Einrichtungen für
die Abschaltautomatik befin­
den sich zwischen Anlage und NVP und sind somit
­Netzanschlussmaßnahmen.
Auch wenn grundsätzlich
der NVP regelmäßig als
­Abgrenzungskriterium dienen
kann, bleibt dennoch die Frage,
was im Detail zum Netzan­
schluss beziehungsweise. zum
Netzausbau gehört, auch im
Hinblick auf die Fernwirkstrecke
weiterhin spannend. Es bleibt
abzuwarten, ob sich die
­Rechtsprechung des Land­
gerichts B
­ ochum in der Praxis
­durchsetzen wird.
Katharina Vieweg-Puschmann
* Das Urteil wird demnächst veröffentlicht
in Heft 4/2014 der Zeitschrift für Neues
Energierecht (ZNER).
Katharina Vieweg-Puschmann,
LL.M., arbeitet als Rechtsanwältin
seit mehreren Jahren im Bereich
des Energierechts. Ihre Schwerpunkte sind das Recht der erneuerbaren Energien und das
­Energiekartellrecht.
Rechtsanwälte Engemann &
Partner, Lippstadt
Tel. 02941/9700-0
Fax 02941/9700-50
kanzlei@engemann-und-partner.de
www.engemann-und-partner.de
M a r k t dat e n
Service
Anträge für das Marktanreizprogramm
12.000
12.000
Solar
Biomasse
10.000
10.000
Wärmepumpe
8.000
8.000
6.000
6.000
4.000
4.000
2.000
2.000
0
0
Jul
Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mrz Apr Mai Juni Jul
Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun
Jul
Aug
Sep Okt Nov Dez 2013
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug
Sep Okt Nov Dez2014
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul
Jul
2012
2013
2014
Mit 4.920 MAP-Anträgen, die
im Juli beim Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkon­
trolle (Bafa) eingingen, lag die
Zahl immerhin um 675 höher
als im Vormonat. Konkret
waren 2.372 davon für Solarund 2.195 für Biomasse­
anlagen. Dazu kamen 335 für
­Wärmepumpen.Quelle: Bafa/BMU
Entwicklung der Preise für Holzpellets
300
300
Pellets-Monatsmittelwert
290
290
280
280
[€/t]
270
270
260
260
250
250
240
240
Jul
Aug
Jun
Apr
Mai
Feb
Mär
Dez
Jan 14
Okt
Nov
Sep
Aug
Jul
Jun
Apr
Mai
Feb
Mär
Jan 13
Dez
Nov
Okt
Sep
Aug
230
230
Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug
2012
2013
2014
Mit 252,37 € für 1 t hat der
Pelletspreis im August die
sommerliche Talsohle durchschritten. Da in vielen Häusern
die Heizungen bereits wieder
laufen, ist ab jetzt mit einem
deutlichen Preisanstieg zu
Quelle: Carmen
rechnen. Barometer der Modulpreise
Juli 2014
[¤/W]
Trend seit
Juni 2014
Trend seit
Januar 2014
Kristalline Module
Deutschland
0,64
0,0 %
–7,2 %
Japan, Korea
0,65
–1,5 %
–7,1 %
China (EU-Importe)
0,55
0,0 %
–5,2 %
Asien
0,50
0,0 %
–5,7 %
Die Preise von Modulen aller Herkunftsregionen bewegten
sich im Juli weitestgehend auf Vormonatsniveau. Die zunächst
rege Nachfrage im europäischen Markt – getrieben durch
den ­Novellierungstermin des deutschen EEG – flachte gegen
­Monatsende wieder deutlich ab. Auch der August begann so
Quelle: pvXchange
ruhig wie ­erwartet.
Erläuterungen:
• Die Preise sind keine Endkundenpreise. Für eine durchschnittliche schlüsselfertige Solaranlage muss der Wert etwa mit dem Faktor 2 bis 2,5 multipliziert werden.
• Die Preise stellen die durchschnittlichen Angebotspreise auf dem europäischen
Spotmarkt dar (verzollte Ware).
• alle Preise netto in €/W
Wer passt zu wem?
Offshore Windpark Hohe See Los CRT-FOU/WTG
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daten-dienste/ausschreibungen­.
Kurzbeschreibung/Los: Zertifizierung von bis zu 80 Offshore-Windturbinen und zugehörigen
­Tragstrukturen für einen Windturbinentyp zwischen 3,6 und 6 MW
Leistungstext:
Unterstützung bei Designvorprüfung Windenergieanlage (WEA) samt
­Tragstruktur (FOU); inkl. diverser Optionen
Objekttyp:
Kraftwerksanlagen – Windkraft
PLZ-Gebiet:
27 – Bremerhaven, Cuxhaven, Delmenhorst, Helgoland
Art des Auftraggebers: Öffentlicher Auftraggeber
Vergabeverfahren:
Offenes Verfahren (VOL/A)
Auftragstyp:
Dienstleistung
Zum Beispiel:
Sonne Wind & Wärme 09/2014
109
Service
FirmenverzeichniS
> Regionale Firmenübersicht: Planung, Handel, Montage
Kartenausschnitt
Seite 111
Kartenausschnitt
Seite 112
Sonnenkraft Deutschland GmbH
Kartenausschnitt
Seite 113
Wegweiser
110
Seite
Kartenausschnitt
Seite 114
Netzüberwachung ............................................... 115
Solarstrom-Module/-Anlagen .......................... 120
Niedertemperaturheizungen ............................. 115
Speicher und Boiler ............................................ 120
Planung, Handel, Montage ................................ 111
Photovoltaik ........................................................ 115
BHKW/Kraftheizungen ...................................... 113
Produktprüfung/Zertifizierung ........................ 116
Biogas-Anlagen ................................................... 114
Rechtsberatung .................................................. 117
Biomasse/Holzvergaser ................................... 114
Regel- und Messgeräte ...................................... 117
Brennstoffzellen ................................................. 114
Regenerative Energien/Sonstige .................... 117
Brennwerttechnik .............................................. 114
Rohrsysteme ....................................................... 117
Vogelabwehr ........................................................ 121
Consulting ............................................................ 115
Sachverständige ................................................. 118
Wärmepumpen .................................................... 122
Dämmstoffe ......................................................... 115
Saisonspeicher ................................................... 118
Elektrospeicher & Batterien .............................. 115
Schwimmbad-Absorber ..................................... 118
Finanzierungen .................................................... 115
Solaranlagen/Kollektoren ................................ 118
Inselanlagen ......................................................... 115
Solarfassaden ..................................................... 119
Systemtechnik .................................................... 120
Verbände .............................................................. 121
Verlage ................................................................. 121
Versicherungen ................................................... 121
Wärmetauscher/Wärmerückgewinnung ........ 122
Wartung/Servicearbeiten ................................. 122
Wechselrichter/Laderegler .............................. 122
KWK regenerative Energien ............................... 115
Solarflüssigkeiten .............................................. 119
Weiterbildung ...................................................... 122
Logisitik ................................................................ 115
Solarglas .............................................................. 120
Windenergietechnik ........................................... 122
Sonne Wind & Wärme 09/2014
> Firmen geordnet nach Postleitzahlen
Planung, Handel, Montage
WSB Neue Energien Holding GmbH
Projektentwicklung und Vermarktung von Windparks
01069 Dresden, Schweizer Str. 3a
Tel. 0351/21183-0, Fax -44
www.wsb.de, info@wsb.de
Ing.-Büro Dr. Scheffler & Partner GmbH
Energie- und Haustechnik
01307 Dresden, Fiedlerstr. 4
Tel. 0351/25469-0, Fax 25469-18
www.ib-scheffler.de
UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG
Projektentwicklung, Standortauswahl & -sicherung,
Genehmigungsbeschaffung, betriebsbereite Fertigstellung, Repowering, Betriebsführung
01662 Meißen, Dr.-Eberle-Platz 1
Tel. 0 35 21/7 28 06-0, Fax -410
www.uka-gruppe.de, zentrale@uka-meissen.de
SMP Solartechnik GmbH
Solarstrom/Solarthermie/Solar
04179 Leipzig, Schomburgkstraße 2
Tel. 0341/4492940
www.smp-solar.de, info@smp-solar.de
PSG-Solar
Photovoltaik, Solarthermie, Brennwert, Biomasse
06386 Osternienburger Land/ OT Osternienburg,
Schulstraße 7, Tel. 0800/5788888,
www.psg-solar.de, info@psg-solar.de
ALTEC Systemtechnik AG
Montagesysteme und Einzelkomponenten für
Photovoltaikanlagen und Solarthermie
07924 Crispendorf, Industriegebiet 1
Tel. 03663/42100, Fax 4210211
www.altec-solartechnik.de
info@altec-solartechnik.de
Mensch und Wärme Werkvertretung
Gesunde Strahlungswärme (IBO-geprüft)
-> Wandheizung als Trockenbau + verputzt
-> Heizleiste für Alt/Neubau + Denkmalschutz
Tel. 037607/85375, Fax 85374
www.variotherm.net, mensch-und-waerme@gmx.de
Havelland-Solar Projekt GmbH & Co. KG
Europaweiter Großhandel für Photovoltaik
14641 Nauen-Wachow, Ernst-Thälmann-Str. 13b
Tel.: 033239/70907 Fax: 033239/70906
www.Havelland-Solar.de,
verkauf@havelland-solar.de
SUNfarming GmbH
SUNfarming-PV-Module, Großhandel
Wechselrichter, Unterkonstruktion, Planung
& Finanzierung von PV-Anlagen
15537 Erkner (bei Berlin)
Tel. 03362/8859120, www.sunfarming.de
Wärme aus Biokraft GmbH
Bioenergieanlagen-Nahwärme-BHKW
Planung-Beratung-Ausführung-Vertrieb
21614 Buxtehude, Moorkoppel 9
Tel. 04161/86561-30, Fax 04161/86561-50
www.waerme-aus-biokraft.de
info@waerme-aus-biokraft.de
microsol Solarsysteme GmbH
22049 Hamburg, Pillauer Str. 47
Tel. 040/6933018, Fax 6937016
Solar-Handelsgesellschaft SHG GmbH
Fachgroßhandel für Solarmodule,
Wechselrichter und Montagesysteme
Distributor für SunClass Solarmodule
22850 Norderstedt, Stettiner Str. 9
Tel. 040/308581-80, Fax -81
www.solar-handelsplattform.de,
info@solar-handelsgesellschaft.de
EWS GmbH & Co. KG
Großhandel für Photovoltaik, Solarthermie
und Holzpellets
24983 Handewitt, Am Bahnhof 20
Tel. 04608/6781, Fax 1663
www.ews.sh, info@ews.sh
radotronic GmbH
Solaranlagen, Heizungstechnik, Elektroanlagen,
Haustechnik
37520 Osterode, Über der Landwehr 19
Tel. 05522/3105-0, Fax 3105-22, www.radotronic.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Braunschweig
38100 Braunschweig, Packhofpassage 3
Tel 0531-6094012-0, Fax 0531-6094012-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
bsg.solarsysteme@baywa-re.com
FR-Frankensolar GmbH
Regionalbüro Reinhard Neuwald
38165 Lehre
Tel. 05308/7066-61, Fax -62
reinhard.neuwald@solaranlagen.de
Energietechnik M. Hänsch
Solartechnik, Wärmepumpen, Blitzschutz
40477 Düsseldorf, Jordanstraße 35
Tel. 0211/13959109
www.sonnen-netz.org, info@sonnen-netz.org
WISONA Energietechnik GmbH & Co. KG
25917 Leck, Birkstraße 55
Tel. 04662/88130-0, Fax 04662/88130-29
nachricht@wisona.com
Profi Solar
Solarstromanlagen, Haustechnik
41836 Hückelhoven, Am alten Bahnhof 8a
Tel. 02435/1755, Fax 3917
www.profi-solar.de
Ohlmeyer GmbH
Heizung · Sanitär · Elektro · Solaranlagen
Biomasseheizung · Blockheizkraftwerke
27333 Bücken, Bahnhofstr. 9
www.ohlmeyer.com, Tel. 04251/488
AEM Additive Energie Monning GmbH & Co. KG
45478, Mülheim a.d. Ruhr, Hittfeldstr. 50A
Tel. 0208/592720, Fax 592722
www.aem-energie.de, aem-monning@t-online.de
Reinhard Solartechnik GmbH
Produktion, System-, Sonderlösungen
28857 Syke, Brückenstr. 2
Tel. 04242/80106, Fax 80079
www.reinhard-solartechnik.de
SWB GmbH
Sonnen- und WindenergieanlagenBau
45701 Herten, Karl-Hermann-Str. 14
Tel. 02366/43965
www.swb-herten.de, post@swb-herten.de
WENDAWATT
100% Energie aus Sonne + Holz Solar PV/Kollektor- +
Pelletheizanlagen + Stückholzkessel + Küchenhexen
29451 Danneberg, Marschtorstraße 58
Tel. 05861/8520, Fax 986261
abakus solar AG
Photovoltaik-Systemlösungen + BIPV
45886 Gelsenkirchen, Leithestr. 39
Tel. 0209/730801-0, Fax -99
www.abakus-solar.de
Corona Solar GmbH
Im ökologischen Gewerbehof Linden
30451 Hannover, Zur Bettfedernfabrik 1
Tel. 0511/9247950, Fax 9247953
AS Solar GmbH
Fachgroßhandel, info@as-solar.com
30453 Hannover, Nenndorfer Chaussee 9
Tel. 0511/475578-0, Fax 475578-11
Gerald Lange Haustechnik GmbH
Solar Heizung Lüftung Sanitär Elektro
Projektierung von Passivhäusern
31618 Liebenau, Sternstr. 3
www.gerald-lange.de, Tel. 05023/981616
SOLAR-Zentrum-Mirow GmbH
Planung/Montage von Solarthermie,
Solarstrom, -heizung, Wärmepumpe
17252 Mirow, Fischergang 3
Tel. 039833/20497 szmmirow@t-online.de
Elektro-Solar-Kubiak
Solarthermie, Photovoltaik, Elektroinstallationen,
Heizung, Sanitär, Gebäudetechnik
32760 Detmold, Friedrich-Ebert-Str. 115
Tel. 05231/878448, www.kubiak-solar.de
VEH Solar- und Energiesysteme GmbH & Co. KG
Systementwicklung – Planung – Vertrieb – Solar –
Lüftungstechnik – Holzpellets
21255 Tostedt, Heidweg 16
Tel. 04182/293168, Fax 293169
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Systeme für Solarstrom, Solarwärme, Montagesysteme, Projektierung, Pelletheiztechnik
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
Sonne Wind & Wärme 09/2014
111
Service
FirmenverzeichniS
B & W Energy GmbH & Co. KG
Ihr Partner für Photovoltaik
46359 Heiden, Leblicher Str. 25
Tel. 02867/909090, Fax 90909-99
www.bw-energy.de, info@bw-energy.de
> Regionale Übersicht: Planung, Handel, Montage
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Duisburg
47051 Duisburg, Philosophenweg 21
Tel. 0203/348596-0, Fax 0203/348596-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
dui.solarsysteme@baywa-re.com
Kelvin Solartechnik, Groß- und Einzelhandel
Installation, Beratung, Planung
50676 Köln, Waisenhausgasse 2-4
Tel. 0221/4062233, Fax 9403397
www.kelvin-solartechnik.de,
kelvin-solartechnik@web.de
Lebherz und Partner GmbH
Photovoltaik – Thermische Solaranlagen – Biomasseheizungen. Ingenieurbüro & Handwerksbetrieb
52064 Aachen, Jakobstr. 218
Tel. 0241/47707-0
www.ib-lup.de, info@ib-lup.de
griesohn-solar Gmb, Dipl.-Ing. M. Griesohn
Fotovoltaik, Solarthermie, BHKW
59425 Unna, Brunnenhäuser Str. 20
Tel. 02303/660829, Fax 660830
www.griesohn-solar.de
ÖKOTHERM Energiesysteme GmbH
Solartechnik und ökologische Heizsysteme
65185 Wiesbaden, Dotzheimer Str. 28
Tel. 0611/890596-51, Fax -52
www.oekotherm-solartechnik.de
ABO Wind
Planung, Finanzierung und Betriebsführung von
Windkraft- und Biogasanlagen. Anbieter von Geldanlagen in Erneuerbare Energien
65195 Wiesbaden, Unter den Eichen 7
Tel. 0611/267650
www.abo-wind.de, global@abo-wind.de
basisventus GmbH
Fundamentbau für Windkraftanlagen
65549 Limburg, Frankfurter Straße 2
Tel. +49/6432-9240 407
www.basisventus.de, info@basisventus.de
Deimling Solar Technik
67227 Frankenthal, Birkenweg 18
Tel. 06233/36018, Fax 36019
T.Deimling@t-online.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Systemhaus für Photovoltaik
72072 Tübingen, Eisenbahnstr.1 50
Tel. 07071/98987-0, Fax 07071/98987-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
solarsysteme@baywa-re.com
GAIA mbH
Projektierung von Windenergie- und
Photovoltaikanlagen Service, Wartung
und Betriebsführung, Stromspeicherlösungen
67233 Lambsheim, Jahnstraße 28
Tel. +49 (0)6233 359 44 00
www.gaia-mbh.de, info@gaia-mbh.de
Elektro Heldt & Sohn GmbH & Co. KG
73760 Ostfildern, Zeppelinstraße 40
Tel. 0711/453361, Fax 0711/4569434
www.heldt.de, info@heldt.de
Solar-Info-Zentrum SIZ GmbH
Solartechnik/ökol. Heizen/WR-Lüftung
67435 Neustadt/Weinstraße, Solarparkstraße 1
Tel. 06327/97868-0, Fax 97868-111
www.s-i-z.de, info@s-i-z.de
Stahl+Weiß, Büro für Sonnenenergie
Beraten – Simulieren – Planen
79100 Freiburg, Basler Str. 55
Tel. 0761/3890930, Fax 3890939
www.stahl-weiss.de
S:FLEX GmbH
Montagesysteme
79111 Freiburg, Sasbacher Str. 7
Tel. 0761/88856080
www.sflex.com, info@sflex.com
Jörg Miles Wärmetechnik
Solaranlagen, Blockheizkraftanlagen,
Brennwertanlagen, Randleistenheizung
76316 Malsch, Silcherstr. 19
Tel. 07246/4133, Fax 4134
GET GmbH
Beratung - Planung - Vertrieb
Photovoltaik-Fachgroßhandel
80331 München, Sonnenstraße 22
Tel. 089/54549996, www.getgmbh.com
Engcotec Stuttgart
Solarsysteme und Module
70173 Stuttgart, Kronprinzstr. 12
Tel. 0711/2229676, Fax 22296777
www.engcotec.de, engcotec@engcotec.de
MW Solar e.K.
Beratung-Planung-Montage
76476 Bischweier, Nassenackerstr. 9
Tel. 07222/40689-0, Fax 40689-11
www.mwsolar.de, info@mwsolar.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro München
80336 München, Beethovenplatz 4
Tel. 089/386670-0, Fax 089/386670-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
mue.solarsysteme@baywa-re.com
SolarConsult AG
PV-Systeme, parallele Systemtechnik
71691 Freiberg am Neckar, Alte Bahnlinie 8
Tel. 07141/29921-18, Fax -10
www.solarconsult.de, info@solarconsult.de
W-quadrat Westermann & Wörner GmbH
* PV-Anlagen jeder Größenordnung *
76593 Gernsbach, Baccarat-Str. 37-39
Tel. 07224/991900, Fax 07224/991920
www.w-quadrat.de, info@w-quadrat.de
SUN PEAK
69502 Hemsbach, Auf den Besenäckern 17
Tel. 06201/602070, Fax 602072
www.sunpeak-vertrieb.de
112
NOVATECH GmbH
BIOGAS und SOLARTECHNIK
74549 Wolpertshausen, Frankenstr. 6-8
Tel. 07904/943-0, Fax 943-1700
www.novatechgmbh.com
EGT Gebäudetechnik GmbH
78098 Triberg, Schonacher Str. 2
Tel. 07722/868-400, Fax 868-209
www.egt.de, gebaeudetechnik@egt.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
ITEM Analysen-Beratung-Planung
Ing.-TEAM für Energie & Umwelttechnik
80939 München, Zwergackerweg 6
Tel. 089/534807, Fax 5328285
Ing.-Büro solar energie information
GetSolar – Simulation und Planung
Dipl.-Ing. (FH) Axel Horn
82054 Sauerlach, Buchenstr. 38
Tel. 08104/669904, www.ahornsolar.de
> Regionale Übersicht: Planung, Handel, Montage
Ikarus Sonne & Holz
Benedikt Maier
82399 Raisting, Zugspitzstr. 9
Tel. 08807/8940, Fax 91462
BioEnergieTeam GmbH
83052 Bruckmühl, Pettenkoferstr. 14
Tel. 08061/49599-60, Fax 49599-98
www.bioenergieteam.eu, info@bioenergieteam.eu
Solar-Partner
Südbayern: Solar-Partner Süd GmbH
83361 Kienberg, Holzhauser Feld 9
Tel. 08628/98797-0, Fax 98797-30
Schwaben: Hartmann Energietechnik GmbH,
72108 Rottenburg, Im Leimengrüble 14
Tel. 07073/30058-0, Fax -58
WOCHERMAIER u. GLAS GmbH
Heizung-Sanitär-Solar-BHKW-Service
Meisterbetrieb u. Ingenieurbüro VDI
85560 Ebersberg, Wildermuthstr. 6
Tel. 08092/249-0, www.wochermaier.de
R. Häring Solar Vertriebs GmbH
Ihr Spezialist für solare Energieversorgung
mit bald 15 Jahren Solarerfahrung
86836 Obermeitingen, Elias-Holl-Str. 22
Tel. 08232/79241, Fax 79242
Varista GmbH
Planung, Handel für PV, VARISTA®
87647 Unterthingau, An der Aitranger Str. 3
Tel. 08377/929409030, Fax 08377/929409093
www.varista.de, info@varista.de
Öko-Haus GmbH
Photovoltaik – Regenerative Energien
87745 Eppishausen, Pfarrer-Singer-Str. 5
Tel. 08266/86220-0, Fax 08266/86220-11
www.oeko-haus.com, info@oeko-haus.com
SOLAR23 GmbH
89073 Ulm, Zeitblomstrasse 7
Tel. +49/(0) 731/708099-0,
Fax +49 (0) 731/708099-99
www.solar23.com, info@solar23.com
Aton-Solar GmbH
Großhandel für Photovoltaiksysteme
89150 Laichingen, Gottlieb-Daimler-Str. 15
Tel. 07333/950980, Fax -27
www.aton-solar.de, service@aton-solar.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Nürnberg
90419 Nürnberg, Wiesentalstr. 32-34
Tel. 0911/2166460, Fax 0911/21664610
http://solarsysteme.baywa-re.com,
nue.solarsysteme@baywa-re.com
FR-Frankensolar GmbH
90431 Nürnberg, Edisonstr. 45
Tel. 0911/21707-0, Fax -19
www.solaranlagen.de, info@solaranlagen.de
SONNENKRAFT Deutschland GmbH
Solaranlagen, Kranmontage, Anlagenplanung
93049 Regensburg, Clermont-Ferrand-Allee 34
Tel. 0941/46463-0, Fax 46463-31
www.sonnenkraft.com, deutschland@sonnenkraft.com
KÜTRO GmbH + Co. KG
Planung u. Installation von schlüsselfertigen Photovoltaik- und Solarthermieanlagen
93326 Abensberg, Rudolf-Diesel-Str. 13
Tel. 09443/90078, www.KUETRO.de
EBITSCH energietechnik GmbH
Ihr Spezialist für erneuerbare Energien! – Und das
seit über 20 Jahren
96199 Zapfendorf, Bamberger Str. 50
Tel. 09547/87050, Fax 870520
info@ebitsch-energietechnik.de
www.ebitsch-energietechnik.de
Foto: Conenergy
SONNENSTICH Harry Moritz
Solaranlagen für Warmwasser & Strom,
Heizen mit Sonne & Holz
97717 Euerdorf, Ringstr. 35
Tel. 09704/603661, www.sonnenstich.com
Libra Energy BV - Balance in Power
INTERNATIONALES SYSTEMHAUS
NL-1902 RP Castricum, Heemstederweg 14
Tel. +31/251/656277, Fax 679443
www.libra-energy.eu, info@libra-energy.eu
BHKW/Kraftheizungen
FIMAG GmbH
03238 Finsterwalde, Grenzstr. 41
Tel. 03531/508-0, Fax 508-109
Vertriebsbüro Leipzig
Tel. 0341/4426-212, Fax 4426-311
KraftWerK GmbH
BHKW MEPHISTO, 14–34 kW elektrisch
30451 Hannover, Zur Bettfedernfabrik 1
Tel. 0511/262997-0, Fax 262997-29
www.kwk.info, mail@kwk.info
COMUNA-metall Blockheizkraftwerke
32130 Enger, Südstr.7
Tel. 05224/911970, Fax 05224/9119748
www.comuna-metall.de, bhkw@comuna-metall.de
Viessmann Werke GmbH & Co. KG
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
2G Energietechnik GmbH
BHKW-Anlagen – für Biogas und Erdgas
1 bis 3000 kW – auch Containermodule
48619 Heek, Tel. 02568/9347-0, Fax -15
www.2-g.de, info@2-g.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
113
Service
FirmenverzeichniS
SEVA ENERGIE AG
BHKW, Notstromaggregate, Trafostationen
49685 Emstek, Europa-Allee 14
Tel. 04473/9281-0, Fax 9281-10
www.seva.de, info@seva.de
> Regionale Übersicht: Planung, Handel, Montage
BET Bernauer EnergieTechnik
Beratung, Planung, Bauleitung
seit 1987 über 40 BHKW 5–1000 kW
71063 Sindelfingen
Tel. 07031/4270448, Fax 07031/4270-449
Senergie GmbH - Saubere Energie
78234 Engen, Gerwigstraße 8
Tel. 07733/5019-100, Fax -199
www.senergie.de, info@senergie.de
KW Energie GmbH & Co. KG
KWK-Anlagen von 8 kWa bis 75 kWa
92342 Freystadt, Neumarkter Str. 157
Tel. 09179/96434-0, Fax -29
www.kwenergie.de
Burkhardt Gmbh · Energietechnik
Holzgas-BHKW · Holzpelletvergaser
92360 Mühlhausen, Kreutweg 2
info@burkhardt-gmbh.de, Tel. 09185/94010
www.burkhardt-gmbh.de
EAW Energieanlagenbau GmbH
BHKW-Module 10 bis 238 kWel, Absorptionskälteanlagen 15 bis 200 kW, Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung
98631 Westenfeld, Oberes Tor 106
Tel. 036948/84132, Fax 036948/84152
www.eaw-energieanlagenbau.de
enertec-Kraftwerke GmbH
Blockheizkraftwerke 8-1000 kW el.
99974 Mühlhausen, Treffurter Weg 11
Tel. 03601/406850, Fax. 4068521
www.enertec-kraftwerke.de
Biogas-Anlagen
Foto: Agentur für Erneuerbare Energien
Biomasse/Holzvergaser
ATMOS - Jaroslav Cankar a syn
Zentrallager Deutschland
Heizkessel für Holz, Pellets und Kohle
04862 Mockrehna, Torgauer Straße 10-14
Tel. 034244-59460, Fax 034244-594620
www.atmos-zentrallager.de, info@atmos-zentallager.de
AS Solar GmbH
Fachgroßhandel, info@as-solar.com
30453 Hannover, Nenndorfer Chaussee 9
Tel. 0511/475578-0, Fax 475578-11
Nolting Holzfeuerungstechnik GmbH
Feuerungen für Biomasse und Pellets
32760 Detmold, Aquafinstr. 15
Tel. +49/ (0) 5231/95550
www.nolting-online.de, info@nolting-online.de
Döpik Umwelttechnik GmbH
Hackschnitzel-, Pellets-Feuerungen
48703 Stadtlohn, Südlohner Weg 23
Tel. 02563/3094, Fax 3096
ACO Automation Components
Feuchtemesssysteme
79793 Wutöschingen, Industriestr. 2
Tel. 07746/91316, Fax 07746/91317
www.acoweb.de, info@acoweb.de
Burkhardt Gmbh · Energietechnik
Holzgas-BHKW · Holzpelletvergaser
92360 Mühlhausen, Kreutweg 2
info@burkhardt-gmbh.de, Tel. 09185/94010
www.burkhardt-gmbh.de
MT – Energie GmbH
Bau hocheffizienter Biogasanlagen
27404 Zeven, Ludwig-Elsbett-Straße 1
Tel. 04281/98450
www.mt-energie.com, info@mt-energie.com
Baur Folien GmbH
Seit 1991 zuverlässiger Partner im Biogasbereich
87787 Wolfertschwenden, Gewerbestr. 6
Tel. 08334/2599190, Fax 08334/25991919
www.baur-folien.de, info@baur-folien.de
Agrotel GmbH
Wenn es um Membranspeicher, Betonschutz und
Behälterabdeckungen geht – Fragen Sie uns!
94152 Neuhaus am Inn, Gewerbegebiet Hartham 9
Tel. 08503/91499-0, Fax 08503/91499-33
www.agrotel.eu, info@agrotel.eu
114
Sonne Wind & Wärme 09/2014
SOLARFOCUS GmbH
Forschung, Entwicklung, Produktion und Handel von
Solaranlagen, Biomasseheizung, Speichertechnik
A-4451 St. Ulrich/Steyr, Werkstr. 1
Tel. 0043/7252/50002-0
www.solarfocus.at, office@solarfocus.at
ETA Heiztechnik GmbH
Stückholz, Hackgut- & Pelletskessel
A-4716 Hofkirchen an der Trattnach, Gewerbepark 1
www.eta.co.at, info@eta.co.at
Lohberger Heiztechnik GmbH
Heizkesselhersteller
A-5020 Salzburg, Rechtes Salzachufer 40
Tel. 0043/662/450444-0, Fax -9
www.sht.at, info@sht.at
Lindner & Sommerauer, SL-Technik GmbH
Biomasse-Heizanlagen
A-5120 St. Pantaleon, Bergwerkstraße 4
Tel. 0043/6277/7804, Fax 7818
www.lindner-sommerauer.at
office@lindner-sommerauer.at
Biotech Energietechnik GmbH
Pellets- und Hackgutheizungen + Austragungssysteme,
autom. Befüllsystem für Pelletskaminöfen
A-5300 Hallwang, Mayrwiesstr. 12
Tel. +43/662/454072-0, Fax -50
www.pelletsworld.com, office@pelletsworld.com
Wallnöfer H.F. Energiesysteme GmbH
Sonnenkollektoren (eta0 = 86 %)
Holzvergaseröfen für's Wohnzimmer
I-39026 Prad am Stilfserjoch, Gewerbezone 110
Tel. 0039/0473/616361, Fax 617141
www.wallnoefer.it
Brennstoffzellen
W&S Wärme & Sanitär Systeme Flöha GmbH
09557 Flöha/Dresden, Chemnitzer Str. 1
Tel. 03726/79040, www.wus-floeha.de
W&S Wärme & Sanitär Systeme München GmbH
85235 Odelzhausen/München, Marktplatz 12
Tel. 08134/ 555290, www.wus-muenchen.de
Brennwerttechnik
Viessmann Werke GmbH & Co. KG,
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
SOLVIS GmbH & Co KG
Heizkessel, Solarsysteme, Solarabsorber
38112 Braunschweig, Grotian-Steinweg-Str. 12
Tel. 0531/28904-0, Fax -100
www.solvis.de, info@solvis-solar.de
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de
info@wolf-heiztechnik.de
Consulting
KWK regenerative Energien
BBB Umwelttechnik GmbH – Consulting
Windmessungen, Windgutachten, Projektplanung, Techn. Due Diligence, Tel. 0209/1672550
45886 Gelsenkirchen, Munscheidstraße 14
www.bbb-umwelt.com, info@bbb-umwelt.com
W&S Wärme & Sanitär Systeme Flöha GmbH
Brennstoffzelle - BHKW – Windkraftanlagen für
jedermann
09557 Flöha /Dresden, Chemnitzer Str. 1
Tel. 03726/79040 Fax: 03726/ 790410
www.wus-floeha.de, info@wus-floeha.de
CBI Partners / Cross Border Implementation
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Strategy, M&A, Partnerships, Company Set-Up,
Training, Coaching
72770 Reutlingen, Schickhardtstraße 38
Tel. 07121/1387178
www.cbixborders.com, tschmid-sehl@cbixborders.com
W&S Wärme & Sanitär Systeme München GmbH
Brennstoffzelle - BHKW – Windkraftanlagen für
jedermann
85235 Odelzhausen/München, Marktplatz 12
Tel. 08134/ 555290 Fax: 08134/ 555299
www.wus-muenchen.de, Info@wus-muenchen.de
Klaus Rauch consulting engineer
Konzepte - Produkte - Kontakte
88326 Aulendorf, Galgenbühlstraße 4
Tel. 07525/924371
www.Klaus-Rauch.de, info@Klaus-Rauch.de
BayWa r.e. Rotor Service GmbH
Ehemals L&L Rotorservice GmbH
27432 Basdahl, Am Diesterkamp 63
Tel. +49 4766 / 821 100
www.baywa-re.com. rotorservice@baywa-re.com
Dämmstoffe
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48153 Münster, Robert-Bosch-Str. 10
Tel. 0251/7603-0, Fax 7603-448
www.armacell.com, info.de@armacell.com
Isolier-Baustoffe Ewen GmbH
DACH - WAND - ROHRISOLIERUNG
66839 Schmelz, Franz-Birringer-Str. 21
Tel. 06887/3772, 87253
www.ewen-bau.de, mail@ewen-bau.de
VÖWA GmbH
Dämmstoffe aus Polyesterfaservlies
86399 Bobingen, Haunstetter Str. 4
Tel. 08234 96560
www.voewa.de, info@voewa.de
Logistik
Netzüberwachung
Bender GmbH & Co. KG
Überwachungssysteme für elektrische Sicherheit
35305 Grünberg, Londorfer Str. 65
Tel.: +49/6401/807-0, Fax: +49/6401/807-259
www.bender.de, info@bender.de
Niedertemperaturheizungen
Viessmann Werke GmbH & Co. KG
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de
info@wolf-heiztechnik.de
Foto: dpa
VARTA Storage GmbH
Energiezwischenspeicher
Emil-Eigner-Str. 1
86720 Nördlingen
Tel. 07961/921752
www.varta-storage.de, engion@varta-storage.com
Finanzierungen
Forest Finance Service GmbH
Nachhaltige Waldinvestments
53119 Bonn, Eifelstr. 14
Tel. 0228 943 778-0
www.ForestFinance.de, info@forestfinance.de
UmweltBank AG
90489 Nürnberg, Laufertorgraben 6
Tel. 0911/5308-123, Fax 5308-129
e-mail: service@umweltbank.de
Internet: www.umweltbank.de
Inselanlagen
myenergyshop.com
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70197 Stuttgart, Reinsburgstraße 100
Tel. 0711/6645932, Fax 0711/26346128
www.myenergyshop.com, info@myenergyshop.de
EWS GmbH & Co. KG
Großhandel für Photovoltaik, Solarthermie und
Holzpellets
24983 Handewitt, Am Bahnhof 20
Tel. 04608/6781, Fax 1663
www.ews.sh, info@ews.sh
Solar Engineering GmbH
Anlagenplanung, Auswertung/Messdaten
30159 Hannover, Johannssenstr. 2-3
Tel. 0511/646634-0, Fax -9
www.solar-engineering.de
AS Solar GmbH
Fachgroßhandel, info@as-solar.com
30453 Hannover, Nenndorfer Chaussee 9
Tel. 0511/475578-0, Fax 475578-11
Viessmann & Böttger GmbH
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mit Top-Markenprodukten für lange Renditen
31542 Bad Nenndorf, Normandiestr. 29
www.pv-fachbetrieb.de, info@pv-fachbetrieb.de
SOLTECH GmbH
Hersteller kompletter Solar-Montagesysteme
33729 Bielefeld, Grafenheider Straße 92
Tel. 0521/297205
www.solartechniken.de, info@solartechniken.de
Solartechnik Stiens GmbH & Co. KG
Beratung, Vetrieb, Montage von
Photovoltaikanlagen bundesweit
34260 Kaufungen, Sonnenweg 3-7
Tel. 0561/510570
www.solartechnik-stiens.de
Elektrospeicher & Batterien
IRIS Energy GmbH
Hochleistungsenergiespeicher mit LiFePO4 Zellen
für Solar, Gewerbe, USV, Primärregelleistung
63856 Bessenbach, Am Beetacker 5,
www.iris-energy.de, info@iris-energy.de
Bosch Power Tec GmbH
Wechselrichter, Nachführsysteme
und Überwachungssysteme
20097 Hamburg, Sachsenkamp 5
Tel. 0800 2714001, Fax 0800 2714002
www.bosch-power-tec.com,
info@BoschPowerTec@de.bosch.com
Uwe Wiemann GmbH & Co. KG
Elektro- und Solargroßhandel
32339 Espelkamp, Karl-Arnold-Straße 9
www.wiemann.de, info-e@wiemann.de
Photovoltaik
AEROFLEX Europe GmbH
Wärmedämmung aus EPDM, Schläuche u. Platten
89081 Ulm, Im Lehrer Feld 30
Tel. 0731/93292-30, Fax 93292-33
www.aeroflex.de, info@aeroflex.de
Mounting Systems GmbH
PV- & Thermie - Montagesysteme
15834 Rangsdorf, Mittenwalder Str. 9a
Tel. 033708/529-0, Fax 033708/529-199
www.mounting-systems.de
Systematixx GmbH
werkzeugfreie Montagesysteme
01097 Dresden, Großenhainer Str. 26
Tel. 0351/795274-80, Fax -89
www.systematixx.de
SMP Solartechnik GmbH
Solarstrom/Solarthermie/Solar
04179 Leipzig, Schomburgkstraße 2
Tel. 0341/4492940
www.smp-solar.de, info@smp-solar.de
UNIVERSAL ENERGY ENGINEERING GmbH
Komplettanlagen, Module, Projektentwicklung
09119 Chemnitz, Neefestraße 82
Tel. 0371/909859-0, Fax -19
www.universal-energy.de, info@universal-energy.de
SOLARC Innovative Solarprodukte GmbH
Anbieter kundenspez. Solar-Kleinsysteme
10999 Berlin, Glogauer Str. 21
Tel. 030/3198554-00, Fax -99
www.solarc.de, service@solarc.de
SUNfarming GmbH
SUNfarming-PV-Module, Großhandel, Wechselrichter, Unterkonstruktion, Planung & Finanzierung von
PV-Anlagen
15537 Erkner (bei Berlin)
Tel. 03362/8859120, www.sunfarming.de
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Solarstromsysteme für Netz- und Inselbetrieb,
Projektierung solarer Großanlagen
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Braunschweig
38100 Braunschweig, Packhofpassage 3
Tel 0531-6094012-0, Fax 0531-6094012-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
bsg.solarsysteme@baywa-re.com
FR-Frankensolar GmbH, Regionalbüro
Reinhard Neuwald
38165 Lehre
Tel. 05308/7066-61, Fax -62
reinhard.neuwald@solaranlagen.de
SEC Solar Energy Consult
planen, beraten, errichten
39307 Genthin, Berliner Chaussee 11
Tel. 03933/82216-0, Fax 03933/82216-29
www.solar-energy-consult.de
info@solar-energy-consult.de
LG Electronics Deutschland GmbH
Solarmodulhersteller
40880 Ratingen, Berliner Straße 93
www.lg-solar.com, solar@lge.de
AEM Additive Energie Monning GmbH & Co. KG
45478 Mülheim a.d. Ruhr, Hittfeldstr. 50A
Tel. 0208/592720, FAx 592722
www.aem-energie.de, aem-monning@t-online.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
115
Service
FirmenverzeichniS
Elektrokass GmbH & Co. KG
46325 Borken, Aechterhookstraße 32
Tel. 02861/908078, Fax 903402
B & W Energy GmbH & Co. KG
Ihr Partner für Photovoltaik
46359 Heiden, Leblicher Str. 25
Tel. 02867/909090, Fax 90909-99
www.bw-energy.de, info@bw-energy.de
Solarzentrum Allgäu
87640 Biessenhofen-Altdorf, Gewerbepark 13
Tel. 08342/89690, Fax 896928
www.solarzentrum-allgaeu.de
Sunways AG - Photovoltaic Technology
Mono-/multikrist. u. transp. Solar Cells, Solar Inverter
78467 Konstanz, Macairestr. 3-5
Tel. 07531/99677-0, Fax -444
www.sunways.de, info@sunways.de
BIHLER GmbH & Co. KG
Solar- und Elektrofachgroßhandel
87727 Babenhausen, Schöneggweg 15
Tel. 08333/309-0, Fax 4479
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Duisburg
47051 Duisburg, Philosophenweg 21
Tel. 0203/348596-0, Fax 0203/348596-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
dui.solarsysteme@baywa-re.com
Creotecc GmbH
Solare Montagesysteme
79108 Freiburg, Bebelstraße 6
Tel. 0761/21686-0, Fax -29
www.creotecc.com, info@creotecc.com
HPV-Solar GmbH
Schlüsselfertige PV-Lösungen
47877 Willich, Unterbruch 26
Tel. 02154/5523, Fax 02154/7612
www.hpv-solar-gmbh.de, info@hpv-solar-gmbh.de
ITS Innotech Solar Module GmbH
Modulhersteller
80335 München, Sandstraße 26
Tel. 089/200085058
www.innotechsolar.com, info@innotechsolar.com
Renusol GmbH
Solar Mounting Systems
51063 Köln, Piccoloministr. 2
Tel. 0221/7887070
www.renusol.com, info@renusol.com
renerco plan consult
Projektplanung, Technische Beratung, Due Diligence
80336 München, Herzog-Heinrich-Str. 13
Tel. +49/ 89/ 383932-147
www.renercoplanconsult.com, info@renerco.com
SEAG Service GmbH
O&M, Wartung, Service, Retrofit
60311 Frankfurt am Main, Goetheplatz 4
Tel. 069/9866910-40
www.seag-service.de, info@seag-service.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro München
80336 München, Beethovenplatz 4
Tel. 089/386670-0, Fax 089/386670-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
mue.solarsysteme@baywa-re.com
SUN PEAK
69502 Hemsbach, Auf den Besenäckern 17
Tel. 06201/602070, Fax 602072
www.sunpeak-vertrieb.de
Sputnik Engineering GmbH
SolarMax, Netzgekoppelte Wechselrichter
70173 Stuttgart Königstraße 10C
Tel. 07158/98619-0, Fax -11
www.solarmax.com, info-de@solarmax.com
Papendorf Software Engineering GmbH
PV Monitoring & PV Metering &
Energy Management Lösungen
71116 Gärtringen, R.-Bosch-Str. 10
Infos unter www.papendorf-se.de
HELUKABEL GmbH
Leitungen für Photovoltaik & Windenergie
71282 Hemmingen, Dieselstr. 8-12
Tel. 07150/9209-0, Fax 07150/81786
www.helukabel.de, info@helukabel.de
SolarConsult AG
PV-Systeme, parallele Systemtechnik
71691 Freiberg am Neckar, Alte Bahnlinie 8
Tel. 07141/29921-18, Fax -10
www.solarconsult.de, info@solarconsult.de
Talesun Solar Germany GmbH
Hersteller von Solarzellen und -modulen
80339 München, Landsberger Str. 110
Tel. 089/189177-0, Fax 089/189177-499
www.talesun-eu.com, sales.eu@talesun.com
Ingenieurbüro Kehl
Beratung und Planung – Solartechnik
80636 München, Volkartstraße 72
Tel. 089/23154830
www.ing-kehl.de, info@ing-kehl.de
**ViaSolis GmbH
Hersteller PV Module mit SolarEdge
81379 München, Rupert-Mayer-Str. 44
Tel. +49 89/18934130, Fax +49 89/18934133
www.viasolis.de, muenchen@viasolis.eu
Huber + Suhner GmbH
82024 Taufkirchen, Mehlbeerstraße 6
Tel. 089/61201-0, Fax 089/61201-162
www.hubersuhner.com, info.de@hubersuhner.com
RenoSolar GmbH
Planung und Installation + Fachhandel
82054 Sauerlach, Lindenweg 1
Tel. 08104/908500
www.renosolar.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Systemhaus für Photovoltaik
72072 Tübingen, Eisenbahnstr. 150
Tel. 07071/98987-0, Fax 07071 /98987-10
http://solarsysteme.baywa-re.com
solarsysteme@baywa-re.com
Mitronic GmbH
Sonnensimulations- und UV-Bestrahlung
82166 Gräfelfing, Lochhamer Schlag 1
Tel. +49/(0)89 856 08270
www.mitronic.com, info@mitronic.com
Stiehle Naturenergie-Sunbrain
Hersteller Energiespeichersysteme
72534 Oberwilzingen, Ortsstraße 16
Tel. 07386/97890
www.sunbrain.net, www.stiehle.net
Ökologische Solarreinigung
schadensfrei und werterhaltend
Krautgartenweg 14
82239 Alling
Tel. 0173 - 820 47 50
www.solarreinigung.com, info@solarreinigung.com
RUSOL GmbH & Co. KG
PV – Energiespeicher – LED
75228 Ispringen, Industriestr. 2
Tel. +49 (0) 7231 801-2910
www.rusol.com
W-quadrat Westermann & Wörner GmbH
* PV-Anlagen jeder Größenordnung *
76593 Gernsbach, Baccarat-Str. 37-39
Tel. 07224/991900, Fax 07224/991920
www.w-quadrat.de, info@w-quadrat.de
116
EGT Gebäudetechnik GmbH
78098 Triberg, Schonacher Str. 2
Tel. 07722/868-400, Fax 868-209
www.egt.de, gebaeudetechnik@egt.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
SCHLETTER Solar-Montagetechnik GmbH
PV-Aufbausysteme
83527 Kirchdorf, Gewerbegebiet an der B 15, Alustr. 1
Tel. 08072/9191-200, Fax 9191-920
www.solar.schletter.de, solar@schletter.de
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de, info@wolf-heiztechnik.de
Elektro Guggenmos GmbH & Co. KG
Photovoltaik-Pflanzenöl, BHKW-Speicher, Wasserkraft-Pflanzenölpressen, Verkauf von Pflanzenöl
87782 Warmisried, Salzstraße 21
Mobil 0172/8307805, Tel. 08341/69574
Fax 08341/988545, www.elektro-guggenmos.de
info@elektro-guggenmos.de
ZIMMERMANN PV-Stahlbau GmbH&Co.KG
Hersteller für Freiland-Solar-Montagegestelle
88436 Oberessendorf, Petrusstr. 1
Tel.: 0049 7355 9330 0, www.pv-stahlbau.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Nürnberg
90419 Nürnberg, Wiesentalstr. 32-34
Tel. 0911/2166460, Fax 0911/21664610
http://solarsysteme.baywa-re.com,
nue.solarsysteme@baywa-re.com
FR-Frankensolar GmbH
90431 Nürnberg, Edisonstr. 45
Tel. 0911/21707-0, Fax -19
www.solaranlagen.de, info@solaranlagen.de
KÜTRO GmbH + Co. KG
Planung u. Installation von schlüsselfertigen
Photovoltaik- und Solarthermieanlagen
93326 Abensberg, Rudolf-Diesel-Str. 13
Tel. 09443/90078, www.KUETRO.de
maxx solar & energie GmbH & Co. KG
99880 Waltershausen, Eisenacher Landstr. 26
Tel. 03622/40103210, Fax 40103222
www.sonnenkonto24.de, info@sonnenkonto24.de
Sadef
Stahlprofile
B-8830 Gits, Bruggesteenweg 60
www.sadef.com, sales@sadef.com
Ernst Schweizer AG Metallbau
Indach-Montagesystem für Standardlaminate
CH-8908 Hedingen
Tel. 0041/44/7636111, Fax 7636119
www.solrif.de, info@schweizer-metallbau.ch
Libra Energy BV - Balance in Power
INTERNATIONALES SYSTEMHAUS
NL-1902 RP Castricum, Heemstederweg 14
Tel. +31/251/656277, Fax 679443
www.libra-energy.eu, info@libra-energy.eu
Suntech Power Co., Ltd.
RC-Wuxi, Tiangsu Province,
17-6 Chanjiang South Street
Tel. 0086/510/5345000-2109, Fax 5343321
www.suntech-power.com, sales@suntech-power.com
RITEK Solar
No.17, Kuangfu N.Road, Hsin Chu Ind.Park
Taiwan 30351
Tel. +886-3-598-7298#4013, Fax +886-3-598-5249
www.riteksolar.com, riteksolar@ritek.com.tw
Produktprüfung/
Zertifizierung
Bureau Veritas Consumer Products Services
Germany Gmb
Produkt-/Netzsicherheits-/EMV-Prüfungen
von PV-Wechselrichtern, Zertifizierungen,
Zulassungen, Inspektionen, Sozialaudits
Beratung und Training
86842 Türkheim, Businesspark A96
Tel. 040/74041-0, www.bureauveritas.de/cps
marketing.cps@de.bureauveritas.com
Rechtsberatung
RWP Rechtsanwälte GbR
Recht der Erneuerbaren Energien
40211 Düsseldorf, Bleichstraße 8-10
Tel. 0211/867900, Fax 0211/132785
www.rwp.de, dus@rwp.de
Regel- und Messgeräte
Ammonit Measurement GmbH
Datenlogger, Messsysteme für die Standortanalyse
von Solar- und Windparks, Online Monitoring Software
10997 Berlin, Wrangelstr. 100
Tel. 030/6003188-0, Fax 6003188-10
www.ammonit.com, info@ammonit.com
SchulerControl GmbH
Freiprogrammierbare Energiemanager
79822 Titisee-Neustadt, Richard-Schirmann-Str. 29
Tel. 07651/9727366
www.schulercontrol.de, info@schulercontrol.de
PROZEDA GmbH
Elektronische Regelungen für Solarthermie,
Frischwasser, Heizung, Wärmepumpen, Lüftung
91330 Eggolsheim, In der Büg 5
Tel. 09191/6166-0, Fax 6166-22
www.prozeda.de, info@prozeda.de
Technische Alternative
Elektron. Steuerungsgeräte GmbH
Solar-Heizungs- und Wintergartenregler
A-3872 Amaliendorf, Langestr. 124
Tel. 0043/2862/53635, Fax 536357
KT-Elektronik GmbH
Solarthermie- & Wärmepumpenregler
12165 Berlin, Berlinickestraße 11
Tel. 030/790805-0, Fax - 20
www.kt-elektronik.de, post@kt-elektronik.de
Hanazeder Electronic GmbH
Freiprogrammierbare Heizungs- und
Haustechniksteuerungen
A-4910 Ried i.I., J.M. Dimmelstr. 10
Tel. 0043/7752/84214, Fax 842144
www.hanazeder.at, office@hanazeder.at
skytron energy GmbH
PV-Messtechnik mit Monitoring Software
12489 Berlin, Ernst-Augustin-Str. 12
Tel. 030/6883159-0, Fax 6883159-99
Regenerative Energien/
Sonstige
FLIESS Steuerungen
Kundenspez. Solarheizungssteuerungen
15366 Neuenhagen, Amsterdamer Str. 21
Tel. 03342/21822, Fax 21821
www.fliess-steuerungen.de
mail@fliess-steuerungen.de
wilmers Messtechnik GmbH
Datenlogger, kompl. Windmesssysteme, Messmasten
22089 Hamburg, Hammer Steindamm 35
Tel. 040/756608-98, Fax 756608-99
www.wilmers.com, info@wilmers.com
Arthur Grillo GmbH,
Messegeräte für °C, % RF; Pa,mbar, m/s usw.
40878 Ratingen, Am Sandbach 7
Tel. 02102/471022, Fax 02102/475882
www.grillo-messgeraete.de,
info@grillo-messgeraete.de
SOREL GmbH Mikroelektronik
Solar- und multivalente Heizungsregler
45549 Sprockhövel, Jahnstr. 36
Tel. 02339/6024, Fax 6025
G. Lufft Mess- und Regeltechnik GmbH
Anemometer, Windmesstechnik, Datenlogger
70736 Fellbach, Gutenbergstr. 20
Tel. 0711/51822-0, Fax 51822-41
www.lufft.com, info@lufft.de
TL TRANSLATIONES GmbH
Übersetzen & Dolmetschen im Bereich Erneuerbarer
Energien
10179 Berlin, Engeldamm 14
Tel. 030/29778190, Fax 29778191
www.translationes.net, info@translationes.net
Innovative Wind Concepts GmbH
Projektierung Windparks Osteuropa
25813 Husum, Otto-Hahn-Str. 12-16
Tel. ++49/4841-8944100
www.iw-concepts.com, info@iw-concepts.com
DANKe eG
Genossenschaft für Erneuerbare Energien
Ökologisch. Nachhaltig. Innovativ.
65582 Diez/Lahn, Wilhelmstraße 84
Tel. 06432/800050-0, Fax -19
www.dank-e.de, info@dank-e.de
Hoval GmbH
Heiz- und Klimatechnik
Humboldtstr. 30
85609 Aschheim
www.hoval.de, info.de@hoval.com
Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG
Wälz- und Gleitlager, Lineartechnik
Georg-Schäfer-Straße 30,
97421 Schweinfurt
Tel. +49 9721 91-0, Fax +49 9721 91-3435
www.schaeffler.de, FAGinfo@schaeffler.com
SHT Heiztechnik aus Salzburg GmbH
Heizkesselhersteller
A-5020 Salzburg, Rechtes Salzachufer 40
Tel. 0043/662/450444-0, Fax -9
www.sht.at, info@sht.at
Rohrsysteme
Ingenieurbüro I.B.A.P., A. Preußer
Gasrohrnetzberechnung nach TRGI 2008
01277 Dresden, Voglerstraße 7
Tel. 0351/2013050, Fax 0351/2013051
www.ibap.de, info@ibap.de
wip Meß-u. Regelarmaturen GmbH
Flex. Rohrsysteme m. Vliesisolierungen bis 230°C,
22844 Norderstedt, An der Bahn 2
Tel. 040/535333-0, Fax 535333-16
www.wip-vertrieb.de, info@wip-vertrieb.de
SET Pipes GmbH
Rohrsysteme für Nah und Fernwärme
45721 Haltern am See, Zum Ikenkamp 8
Tel. +49(0)2364/508894-0, Fax
+49(0)2364/508894-9
www.setpipes.de, info@setpipes.de
WATER WAY Engineering GmbH
Flexible Rohrsysteme für Solar-, Klima- und
Heizungsanlagen
47441 Moers, Baerler Str. 100
Tel. 02841/88320-0, Fax 88320-20
www.waterwaygmbh.de, info@waterwaygmbh.de
Armacell GmbH
Ihre Lösung für flexible technische Isolierungen
48153 Münster, Robert-Bosch-Str. 10
Tel. 0251/7603-0, Fax 7603-448
www.armacell.com, info.de@armacell.com
SOLAR Kurt Birnbreier GmbH
Hersteller von Edelstahlwellrohren, Wärmetauschern und isolierten Rohrsystemen
57072 Siegen, Garnisonsring 11
Tel. 0271/234189-0, Fax 234189-29
www.solarmetalflex.com, solar@solarmetalflex.com
Wieland-Werke AG
Kupferrohre und Wärmetauscher
89079 Ulm, Graf-Arco-Str. 360
Tel. +49/(0) 731/9440
www.wieland-thermalsolutions.de, info@wieland.de
AEROLINE Tube Systems Baumann GmbH
Verrohrungs- und Anbindesysteme für Heizungs-,
Solar- und Klimaanlagen
89081 Ulm, Im Lehrer Feld 30
Tel. 0731/93292-50, Fax 93292-55
www.tubesystems.com, info@tubesystems.com
AUSTROFLEX Rohr- und Isoliersysteme GmbH
Solarleitungen mit Edelstahlwell- und Kupferrohr für
Innen, Außen und Erdverlegung – flexible Fernwärmerohre
A-9585 Gödersdorf - Villach
Tel.: +43 4257 3345-0 Fax: DW-15
www.austroflex.com, office@austroflex.com
Brugg Rohrsystem AG
Flexible und starre Rohrsysteme im
Bereich Nah- und Fernwärme/Fernkühlung,
Industrie, Tankstellen und Systempakete.
CH-5314 Kleindöttingen, Industriestrasse 39
Tel. +41/ (0) 56268 78 78
www.pipesystems.com, pipesystems@brugg.com
Foto: Q-Cells
TORGEN (Switzerland) GmbH
Wellrohre mit und ohne Isolation für Solar Wärmepumpen und Wärmetauscher DN5-DN50/50.000
Meter am Lager frei Haus nach Deutschland geliefert
CH-8957 Spreitenbach, Kesselstraße 2
Tel. 0041/56/4197100, Fax 7109
www.torgen.ch, info@torgen.ch
Sonne Wind & Wärme 09/2014
117
Service
FirmenverzeichniS
Sachverständige
Schwimmbad-Absorber
Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
Schulungen, Abnahmen, Ertrags- und Fachgutachten zu Brand-, Blitzschutz, Reflexion, Standort,
Netzanschluss, Schadensfälle
10997 Berlin, Wrangelstraße 100
Tel. 030/29381260
www. dgs-berlin.de, dgs@dgs-berlin.de
DPI-Solar Energiespar GmbH
Herst. + Vertrieb thermischer Solarfassaden,
mobile Solarthermie für den Garten
13129 Berlin, Tel. 030/53210758
www.dpi-solar.de, info@dpi-solar.de
WIND-certification GmbH
akkreditierte Zertifizierungsstelle
18211 Bargeshagen, Reuterstraße 10
Tel. 038203/731-590, Fax – 591
www.wind-certification.de
RSF SOLAR GmbH & Co. KG
Fertigung von Vakuumröhrenkollektoren, Lieferant
von Solarthermieanlagen für das Fachhandwerk
15517 Fürstenwalde, Briesener Str. 14
Tel. 03361/506040, Fax -5060409
www.rsf-solar.com, kontakt@rsf-solar.com
Ingenieurbüro Andresen
ö.b.u.v. Sachverständiger für WEA
Inbetriebn., Garantie-, wiederk. u. zustandsorientierte Prüfungen, Schwingungsmessungen
25813 Husum, Tel. 04841/720672, Fax 720673
www.ibandresen.de, info@ibandresen.de
U.F.E Solar GmbH Co. Betriebs KG
16225 Eberswalde, Carl von Linde Str. 5
Tel. 03334/52570, Fax 03334/5257550
www.ufesolar.de, info@ufesolar.de
AkoTec Produktionsgesellschaft mbH
Hersteller für Vakuumröhrenkollektoren
16278 Angermünde , Grundmühlenweg 3
Tel. 03331/296688,
www.akotec.eu, info@akotec.eu
GEO Gesellschaft für Energie und Oekologie mbH
Planung, Repowering, Gutachten, Betriebsführung
25842 Langenhorn, Redlingsweg 3
Tel. 04672/77248-0, Fax 04672/77248-88
www.geo-mbh.de, mailto@geo-mbh.de
RESERV Ing. Dienstltg. GmbH
Gutachten, Bewertungen, Prüfungen,
Videoendoskopie, Schwingungsmessung
25866 Mildstedt, Langsteeven 2
Tel. 04841/772158, Fax 772168
WindGuard Certification GmbH
Akkreditiert nach DIN EN ISO/IEC 17065;
Wind, Solar, Biogas
26316 Varel, Oldenburger Str. 65
Tel. 04451/9515247, Fax 04451/9515218
www.windguard-certification.de,
info@windguard-certification.de
BayWa r.e. Rotor Service GmbH
Ehemals L&L Rotorservice GmbH
27432 Basdahl, Am Diesterkamp 63
Tel. +49 4766 / 821 100
www.baywa-re.com. rotorservice@baywa-re.com
Solarstromanlagen Würtemberger
Tüv gepr. PV Gutachter Planung u. Service
74632 Neuenstein, Schulstraße 43
www.solarstrom-projekte.de, Tel. 0157/31741101
C_Wuertemberger@t-online.de
*Sachverständiger für Solaranlagen*
Elektro+Gebäudetechnik Melnyk
83355 Grabenstätt, Max-Fürst-Str. 9
Tel. 08661-1427
www.hausgeist.info, hausgeist-melnyk@t-online.de
inspectis GbR Harald King & Thomas König
Gutachten, Baubegleitung, Abnahmen,
Ertragsgutachten, Regress
90455 Nürnberg, Neuseser Str. 19
Tel. 0911/507168100
www.inspectis.de, info@inspectis.de
Saisonspeicher
Kettner Umwelttechnik GmbH & Co. KG
Langzeitwärmespeicher, patentiertes Einschichtsystem
Indoor bis 150.000 l, Outdoor 5.000-10.000 l
35415 Pohlheim, Gießenerstr. 96b
Tel. 0049/6403 61302, Fax 67109
www.kettner-umwelttechnik.de,
info@kettner-umwelttechnik.de
altmayerBTD GmbH & Co.KG
72135 Dettenhausen, Brückenstraße 1
Tel. 07157/562-0, Fax 61000
www.altmayerbtd.de, info@altmayerbtd.de
2Max Wärmespeicher für Erd- und Kellereinbau
GFK-Sandwichbauweise, zw. 10-52 m³ Speichervol.
96199 Zapfendorf, EBITSCH Energietechnik GmbH
www.ebisch-energietechnik.de,
info@ebitsch-energietechnik.de
118
Sonne Wind & Wärme 09/2014
KBB Kollektorbau GmbH
Flachkollektoren u. lasergeschw. Vollflächenabsorb.
12439 Berlin, Bruno-Bürgel-Weg 142-144
Tel. 030/6781789-10, Fax 6781789-55
www.kbb-solar.de, info@kbb-solar.de
Foto: Solar-Ripp
Reinhard Solartechnik GmbH
Produktion, System-, Sonderlösungen
28857 Syke, Brückenstr. 2
Tel. 04242/80106, Fax 80079
www.reinhard-solartechnik.de
Solar-Anlagen Lange GmbH
Schwimmbad-Absorberanlagen
48161 Münster, Raiffeisenstr. 18
Tel. +49/2534/539-2169, Fax 539-2170
www.solar-lange.de, info@solar-lange.de
AS Solar GmbH
Fachgroßhandel
30453 Hannover, Nenndorfer Chaussee 9
Tel. 0511/475578-0, Fax 475578-11
info@as-solar.com
Solaranlagen/Kollektoren
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Solarwärmesysteme, Großanlagen, Flachkollektoren,
Solarspeicher, Montagesysteme
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
FK Solartechnik GmbH
Hersteller von Vakuumröhrenkollektoren und Flachkollektoren
01968 Senftenberg, Industriepark Kleinkoschen
Tel. 03573/8067-25, Fax 03573/8067-38
www.FKsolar.de
NARVA Lichtquellen GmbH & Co. KG
Hochleistungs-Vakuum-Röhren mit vollautomat.
Fertigung in Deutschland
09618 Brand-Erbisdorf, Erzstraße 22
Tel. 037322/17380, Fax 17381
www.narva-solar.de
Viessmann Werke GmbH & Co. KG
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
Roth Werke GmbH
Energie- und Sanitärsysteme
35230 Dautphetal
Tel. 06466/922-0, Fax 922-100
www.roth-werke.de, service@roth-werke.de
Foto: BSW-Solar/Upmann
SOLVIS GmbH & Co KG
Heizkessel, Solarsysteme, Solarabsorber
38112 Braunschweig, Grotian-Steinweg-Str. 12
Tel. 0531/28904-0, Fax -100
www.solvis.de, info@solvis-solar.de
ForSun Solartechnik
Finnen- und Vollflächenabsorber
38835 Osterwieck, Ziegeleiweg 3
Tel. 039421/68947, Fax 68948
www.forsun-solartechnik.de
De Dietrich Remeha GmbH
48282 Emsdetten, Rheiner Str. 151
Tel. 02572/23-5, Fax 23-102
info@dedietrich-remeha.de
s-power
Entwicklungs- und Vertriebs GmbH
49716 Meppen, Industriestraße 24-27
Tel. 05931/883880, Fax 8838899
www.s-power.de, info@s-power.de
ALANOD GmbH & Co. KG
eta plus® (Kupfer-/ Aluminiumband) und mirotherm® (Aluminiumband) mit selektiven PVDAbsorberschichten. mirosol® TS mit einem selektiv
absorbierenden Lack. MIRO-SUN® witterungsbeständig für Solaranwendungen im Außenbereich.
58256 Ennepetal, Egerstr. 12
Tel. 02333/986-500, Fax 986-525
www.alanod-solar.com, info@alanod-solar.com
WIMEX
Vacuum-Röhrenkollektoren, Solarthermie,
Komponenten und Komplettanlagen
63674 Altenstadt, Stengesweg 9a
Tel. 06047/951735, www.wimex.de, info@wimex.de
KÖMMERLING CHEMISCHE FABRIK GMBH
Hersteller von Kleb- und Dichtstoffen
66954 Pirmasens, Zweibrücker Str. 200
www.koemmerling-solar.de,
info-solar@koe-chemie.de
Ritter Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co.KG
Entwicklung, Produktion und Vermarktung ökologischer Heizungssysteme
72135 Dettenhausen, Kuchenäcker 2
Tel. 07157/5359-1200, Fax 5359-1209
www.ritter-gruppe.com, info@ritter-gruppe.com
HEAT Wärmesysteme GmbH
Komplette Systembausätze für Öl, Gas, Elektro,
Solaranlagen und Pufferspeicher
73235 Weilheim/Teck, Eisenbahnstraße 36
Tel. 07023/9498-0, Fax 9498-30
ROTEX Heating Systems GmbH
74363 Güglingen, Langwiesenstr. 10
Tel. 07135/103-0, Fax 103-200
www.rotex.de, info@rotex.de
Solarbayer GmbH
85131 Pollenfeld/Preith, Am Dörrenhof 22
Tel. 08421/903927, Fax 903928
www.solarbayer.de, info@solarbayer.de
CitrinSolar GmbH
Energie- und Umwelttechnik
85368 Moosburg, Böhmerwaldstraße 32
Tel. 08761/3340-0, Fax -40
www.citrinsolar.de, info@ citrinsolar.de
Wallnöfer H.F. Energiesysteme GmbH
Sonnenkollektoren (eta0 = 86 %), Holzvergaseröfen
für's Wohnzimmer
I-39026 Prad am Stilfserjoch, Gewerbezone 110
Tel. 0039/0473/616361, Fax 617141
www.wallnoefer.it
Ezinc Metal San. tic. A.S.
Cadde No: 31, 1.O.S.B. 23
TR-38070 Kayseri
Tel. +90/352/3211776, Fax 3211325
www.ezinc.com.tr, sales@ezinc.com.tr
NAU GmbH
Umwelt- und Energietechnik
85368 Moosburg, Naustr. 1
Tel. 08762/92-0, Fax 3470
www.nau-gmbh.de, office@nau-gmbh.de
Solarfassaden
Varmeco GmbH & Co. KG
87600 Kaufbeuren, Johann-Georg-Weinhardt-Str.1
Tel. 08341/90220, Fax 902233
www.varmeco.de, info@varmeco.de
solarnova Deutschland GmbH
maßgenaue Module für Fassaden und Gebäude
22880 Wedel, Am Marienhof 6
Tel. 04103/91208-0, Fax 91208-10
www.solarnova.de
IVT GmbH & Co. KG
Latento Solarschichtenspeicher mit Wasser/LatentKombibetrieb, Gesamtanlage, Stand-alone-Lösung
für Passiv-, Niedrigenergiehaus, Konventionell
91189 Rohr, Gewerbering Nord 5
Tel. 09876/9786-0, Fax 9786-90
GRAMMER Solar GmbH
Solarluft-Kollektoren, Solarstrom-Anlagen
92224 Amberg, Oskar-von-Miller-Str. 8
Tel. 09621/30857-0, Fax 30857-10
www.grammer-solar.de
TWL Technologie GmbH
Herstellung & Vertrieb von Speichern und
Sonderspeichern bis 20000 Liter
92271 Freihung, Im Gewerbegebiet 8-12,
Tel. 09646/80918-10, Fax 29
www.twl-technologie.de, vertrieb@twl-technologie.de
SONNENKRAFT Deutschland GmbH
Solaranlagen, Kranmontage, Anlagenplanung
93049 Regensburg, Clermont-Ferrand-Allee 34
Tel. 0941/46463-0, Fax 46463-31
www.sonnenkraft.com, deutschland@sonnenkraft.com
IFF Kollmannsberger KG
Vertrieb für Thermo/Solar Produkte
93077 Lengfeld, Industriestraße 8
Tel. 09405/9192-0, Fax 9192-52
www.thermosolar.de
KÜTRO GmbH + Co. KG
Planung u. Installation von schlüsselfertigen
Photovoltaik- und Solarthermieanlagen
93326 Abensberg, Rudolf-Diesel-Str. 13
Tel. 09443/90078, www.KUETRO.de
SCHÜCO International KG
33609 Bielefeld, Karolinenstr. 1-15
Tel. 0521/783-0, Fax 783451
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Solarfassaden für Strom und Wärme,
solare Großanlagen
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
Solarflüssigkeiten
KLIMANO Heat Exchange Fluids
Frostschutz- und Wärmeträgerfluids
09350 Lichtenstein, Pestalozzistr. 8a
Tel. 037204/80471, Fax 037204/72792
www.klimano.de, info@klimano.de
TYFOROP Chemie GmbH
Wärmeträger-Flüssigkeiten
20537 Hamburg, Anton-Rée-Weg 7
Tel. 040/209497-0, Fax 209497-20
www.tyfo.de, info@tyfo.de
Sentinel Performance Solutions Ltd.
Wärmeträger-u. Reinigungsflüssigkeit
50969 Köln, Zollstockgürtel 59
Tel. 0221/34027750, Fax 0221/34027751
www.sentinel-solutions.net
pro KÜHLSOLE GmbH
Wärmeträgerflüssigkeiten
52353 Düren, Am Langen Graben 37
Tel. 02421/59196-0, Fax -10
www.pekasolar.de, info@prokuehlsole.de
Roto Sunroof GmbH + Co. KG
97980 Bad Mergentheim, Wilhelm-Frank-Str. 38-40
Tel. 01805/905050, Fax 904050
www.roto-bauelemente.de, info@roto-bauelemente.de
Staub & Co. Silbermann GmbH
Hersteller Wärmeträgerflüssigkeiten
81677 München, Hohenlindener Str. 10
Tel. 089/ 922095-0, Fax 089/ 9222095-30
www.staubco.de
SOLARFOCUS GmbH
Forschung, Entwicklung, Produktion und Handel von
Solaranlagen, Biomasseheizung, Speichertechnik
A-4451 St. Ulrich/Steyr, Werkstr. 1
Tel. 0043/7252/50002-0
www.solarfocus.at, office@solarfocus.at
Aqua Concept GmbH
Solarfluids für Cu + ALU-Kollektoren
82166 Gräfelfing, Am Kirchenhölzl 13
Tel. 089/8993690
www.aqua-concept-gmbh.eu,
info@aqua-concept-gmbh.eu
Solar-Partner-Süd GmbH
Hochleistungsflächenkollektoren, PV
83361 Kienberg, Holzhauser Feld 9
Tel. 08628/98797-0, Fax 98797-30
www.solar-partner-sued.de
info@solar-partner-sued.de
TiSUN®
Produktion und Vertrieb von TiSUN® Sonnenkollektoren, Pro-Clean® Solarschichtspeicher, Speichersysteme und Solarzubehör
A-6306 Söll, Solarpark
Tel. 0043/5333/201-0, Fax 201-100, www.tisun.com
Clariant Produkte (Deutschland) GmbH
Antifrogen-Solarflüssigkeiten, Wärmeträger
84504 Burgkirchen, Werk Gendorf
Tel. 08679/7-2272, Fax 08679/7-5085
www.antifrogen.de
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de, info@wolf-heiztechnik.de
Helvetic Energy
SOLARWÄRME + SOLARSTROM
CH-8247 Flurlingen, Winterthurerstrasse
Tel. +41 52 647 46 70, Fax +41 52 647 46 79
www.helvetic-energy.ch, info@helvetic-energy.ch
Thermochema GesmbH
Powercool DC 924-PXL
A-4460 Losenstein, Industriegebiet 6
Tel. +43/7255/4244-0, Fax -99
www.thermochema.at, office@thermochema.at
Westech Energy GmbH
Produktentwicklung, Herstellung und Großhandel von
Solaranlagen, Holzheizkessel und Speichertechnik
82152 Planegg, Robert-Koch-Straße 3a
Tel. 089/89545770, Fax -771
www.westech-solar.com, info@westech-solar.com
Sonne Wind & Wärme 09/2014
119
Service
FirmenverzeichniS
Solarglas
AXITEC GmbH
Hersteller von Solarmodulen
71034 Böblingen, Otto-Lilienthal-Str. 5
Tel. 07031/62885186, Fax 62885187
www.axitecsolar.com, info@axitecsolar.com
Interfloat Corp.
Perfection in solar glass
FL-9491 Ruggell, Grabenackerweg 3
info@interfloat.com
Solarstrom-Module/-Anlagen
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Systemhaus für Photovoltaik
72072 Tübingen, Eisenbahnstr. 150
Tel. 07071/98987-0, Fax 07071/98987-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
solarsysteme@baywa-re.com
EGT Gebäudetechnik GmbH
78098 Triberg, Schonacher Str. 2
Tel. 07722/868-400, Fax 868-209
www.egt.de, gebaeudetechnik@egt.de
Solar Fabrik
Aktiengesellschaft für Produktion und Vertrieb von
solartechnischen Produkten
79111 Freiburg, Munzinger Str. 10
Tel. 0761/4000-0, Fax 4000-199
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro München
80336 München, Beethovenplatz 4
Tel.: 089/386670-0, Fax 089/386670-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
mue.solarsysteme@baywa-re.com
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Nürnberg
90419 Nürnberg, Wiesentalstr. 32-34
Tel. 0911/216646-0, Fax 0911/216646-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
nue.solarsysteme@baywa-re.com
Foto: dpa
solarnova Deutschland GmbH
Standard-, Sonder-, EDELSTAHL-Mod. u. Komp.
22880 Wedel, Am Marienhof 6
Tel. 04103/91208-0, Fax 91208-10
www.solarnova.de
ÖkoTronik Solartechnik GmbH & Co. KG
Bau und Handel, PV und Thermie
34587 Felsberg, Sälzerstr. 3b
Tel. 05662/6191, Fax 6590
www.oekotronik.de, info@oekotronik.de
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Module, Wechselrichter, Montagesysteme, Speichertechnik, Solarfassaden, solare Großanlagen
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Braunschweig
38100 Braunschweig, Packhofpassage 3
Tel 0531-6094012-0, Fax 0531-6094012-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
bsg.solarsysteme@baywa-re.com
FR-Frankensolar GmbH
Regionalbüro Reinhard Neuwald
38165 Lehre
Tel. 05308/7066-61, Fax -62
reinhard.neuwald@solaranlagen.de
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH
Vertriebsbüro Duisburg
47051 Duisburg, Philosophenweg 21
Tel. 0203/348596-0, Fax 0203/348596-10
http://solarsysteme.baywa-re.com,
dui.solarsysteme@baywa-re.com
e.-line GmbH & Co. KG
50169 Kerpen, Röntgenstr. 84
Tel. 02237/9799260, Fax 975685
www.elektro-line.de
LUXOR Solar GmbH
Hersteller von Hochleistungsmodulen
70173 Stuttgart, Königstr. 26
Tel. 0711/88888-999, Fax -911
www.luxor-solar.com
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
FR-Frankensolar GmbH
Solarthermie, Photovoltaiksysteme, Pelletheizungen
und Lüftungsanlagen
90431 Nürnberg, Edisonstr. 45,
Tel. 0911/21707-0, Fax-19, www.solaranlagen.de
Speicher und Boiler
Taubert Solar- und Holzheizsysteme
Herstellung von Pufferspeicher bis 20.000 l und
Wärmetauscher
07985 Elsterberg, Feldstr. 1
Tel. 036621/20575, Fax 20670
Huch GmbH Behälterbau
Herstellung u. Vertrieb von Solar-, Brauchwasser-,
Puffer- u. Kombispeicher
16818 Werder, Temnitz-Park-Chaussee 22
Tel. 033920/672-0, Fax 672-73, info@huch.com
DINOX-D Edelstahlprodukte GmbH
22113 Oststeinbek, Im Hegen 14A
Tel. 040/713909-28, Fax -87
www.dinox-d.de, info@dinox-d.de
FSAVE Solartechnik GmbH
34117 Kassel, Altmüllerstr. 6-8
Tel. 0561/4918533, Fax 0561/4918534
www.fsave.de, info@fsave.de
Wagner & Co. Solartechnik GmbH
Warmwasserspeicher, Pufferspeicher, Kombispeicher, komplette Solarwärmesysteme
35091 Cölbe, Tel. 06421/8007-0, Fax 8007-22
www.wagner-solar.com, info@wagner-solar.com
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de, info@wolf-heiztechnik.de
Solarbayer GmbH
85131 Pollenfeld/Preith, Am Dörrenhof 22
Tel. 08421/903927, Fax 903928
www.solarbayer.de, info@solarbayer.de
CitrinSolar GmbH
Energie- und Umwelttechnik
85368 Moosburg, Böhmerwaldstraße 32
Tel. 08761/3340-0, Fax -40
www.citrinsolar.de, info@ citrinsolar.de
NAU GmbH
Umwelt- und Energietechnik
85368 Moosburg, Naustr. 1
Tel. 08762/920, Fax 3470
www.nau-gmbh.de, office@nau-gmbh.de
Varmeco GmbH & Co. KG
87600 Kaufbeuren, Johann-Georg-Weinhardt-Str.1
Tel. 08341/90220, Fax 902233
www.varmeco.de, info@varmeco.de
TWL Technologie GmbH
Herstellung & Vertrieb von Speichern und
Sonderspeichern bis 20000 Liter
92271 Freihung, Im Gewerbegebiet 8-12,
Tel. 09646/80918-10, Fax 29
www.twl-technologie.de, vertrieb@twl-technologie.de
ECOTHERM Austria GmbH
Produktion und Vertrieb von Kombischichtspeichern
und Rohrbündelwärmetauschern
A-4081 Hartkirchen, Karlinger Str. 8
Tel. 0043/7273/6030, Fax 603015
www.ecotherm.com, office@ecotherm.at
TiSUN®
Produktion und Vertrieb von TiSUN® Sonnenkollektoren, Pro-Clean® Solarschichtspeicher,
Speichersysteme und Solarzubehör
A-6306 Söll, Solarpark
Tel. 0043/5333/201-0, Fax 201-100
www.tisun.com
Forstner Speichertechnik GmbH
Multifunktionale Wärmespeicher in jeder Größe.
Entwicklung, Beratung, Ausführung.
A-6971 Hard, Neulandstr. 36
Tel. 0043/5574/84211, Fax 84211-4
info@speichertechnik.com, www.speichertechnik.com
Jenni Energietechnik AG
Swiss Solartank®
Speicher aller Größen für Solaranlagen
CH-3414 Oberburg, Tel. 0041/34/4203000,
Fax 4203001, www.jenni.ch, info@jenni.ch
LAM Industries srl
I-31052 Maserada sul Piave-Trevisio, Via Querenga 14,
Tel. 0039/335/6054291, Fax 0039/0423/927623
www.lamindustries.eu, info@lamindustries.eu
Viessmann Werke GmbH & Co. KG
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
Systemtechnik
RIKUTEC GmbH & Co. KG
RIKUTHERM Wärmespeicher
57610 Altenkirchen, Graf-Zeppelin-Str. 1-5
Tel. 02681/9546-0, FAx 9546-33
www.rikutec.de
OVENTROP GmbH & Co. KG
Premium Armaturen und Systeme
59939 Olsberg, Paul-Oventrop-Str. 1
Tel. 02962/82-0, Fax 02962-82-400
www.oventrop.de, mail@oventrop.de
altmayerBTD GmbH & Co.KG
72135 Dettenhausen, Brückenstraße 1
Tel. 07157/562-0, Fax 61000
www.altmayerbtd.de, info@altmayerbtd.de
Taconova GmbH
78224 Singen, Rudolf-Diesel-Str. 8
Tel. 07731/9828-80, Fax -88
www.taconova.de, info@taconova.de
Solar Fabrik
Aktiengesellschaft für Produktion und Vertrieb von
solartechnischen Produkten
79111 Freiburg, Munzinger Str. 10
Tel. 0761/4000-0, Fax 4000-199
Wolf GmbH
84048 Mainburg, Industriestr. 1
Tel. 08751/74-0, Fax 74-1600
www.wolf-heiztechnik.de, info@wolf-heiztechnik.de
Varmeco GmbH & Co. KG
87600 Kaufbeuren, Johann-Georg-Weinhardt-Str.1
Tel. 08341/90220, Fax 902233
www.varmeco.de, info@varmeco.de
Verbände
Bundesverband Solarwirtschaft
10117 Berlin, Quartier 207, Friedrichstr. 78
Tel. 030/2977788-0, Fax 2977788-99
www.solarwirtschaft.de, info@bsw-solar.de
Verlage
BVA Bielefelder Verlag
SONNE WIND & WÄRME/SUN & WIND ENERGY
33602 Bielefeld, Niederwall 53
Tel. 05 21/59 55 48, Fax 59 55 10
www.sonnewindwaerme.de,
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22767 Hamburg, Van-der-Smissen-Straße 1
Tel. +49 (0)40 23 88 89 50 Fax +49 (0)40 23 88 89 55
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
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Service
FirmenverzeichniS
Wärmepumpen
Wartung/Servicearbeiten
Foto: Rotex
b.o.s. energy-service GmbH & Co. KG
Wartungs- und Servicearbeiten
24800 Elsdorf-Westermühlen, Dorfstr. 66
Tel. 04332/996494
www.bos-energy.de, info@bos-energy.de
Wechselrichter/Laderegler
Foto: Fronius
OTTI e.V.
Bereich Erneuerbare Energien
93049 Regensburg, Wernerwerkstr. 4
Tel. 0941/29688-20, Fax -17
www.otti.de
Windenergietechnik
Bachmann Monitoring GmbH
AZT-Konf. Condition Monitoring System;
Dienstleistung, Schwingungsmessung
07407 Rudolstadt, Weimarische Str. 10
Tel. 03672/31860
www.bachmann.info,vertrieb-monitoring@bachmann.info
AbsolutWind GmbH
Wind-Windpotential-Absolutwind: Beratung, Schulung Windmessungen, -messtechnik & Sensoren,
-planung, Projektsteuerung
12047 Berlin, Spremberger Straße 4
Tel. 030/253268-51, Fax -52
www.absolutwind.de, sales@absolutwind.de
GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH
Condition-Monitoring-Systeme,
Offline-Schwingungsdiagnose-Service
12555 Berlin
Tel. 030/65762565, www.maschinendiagnose.de
NOTUS energy
14469 Potsdam, Gregor-Mendel-Str. 24a
Tel. 0331/62043-40, Fax 62043-44
www.notus.de, notus@notus.de
ENERTRAG Service GmbH
17291 Dauerthal, Gut Dauerthal,
Tel. 039854/6459-0, Fax 05404/9170-170
www.enertrag-service.com; service@enertrag.com
Viessmann Werke GmbH & Co. KG
35108 Allendorf
Tel. 06452/70-0, Fax 70-2780
Roth Werke GmbH
Energie- und Sanitärsysteme
35230 Dautphetal
Tel. 06466/922-0, Fax 922-100
www.roth-werke.de, service@roth-werke.de
ROTEX Heating Systems GmbH
74363 Güglingen, Langwiesenstr. 10
Tel. 07135/103-0, Fax 103-200
www.rotex.de, info@rotex.de
Thermo/Solar AG
Solargestützte Wärmepumpensysteme
93077 Lengfeld, Industriestraße 8
Tel. 09405/9192-0, Fax 9192-52
www.solare-waermepumpe.de
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99310 Arnstadt, Elxlebener Weg 10
Tel. +49 (0) 3628 6648-0, Fax +49 (0) 3628 6648-497
www.ochsner.de, kontakt@ochsner.de
Wärmetauscher/
Wärmerückgewinnung
altmayerBDT GmbH & Co.KG
72135 Dettenhausen, Brückenstraße 1
Tel. 07157/562-0, Fax 61000
www.altmayerbtd.de, info@altmayerbtd.de
ECOTHERM Austria GmbH, www.ecotherm.com
Produktion und Vertrieb von Kombischichtspeichern
und Rohrbündelwärmetauschern
A-4081 Hartkirchen, Karlinger Str. 8
Tel. 0043-7273/6030, Fax 603015
office@ecotherm.at
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
UfE Umweltfreundl. Energieanl. GmbH
18059 Rostock, Joachim-Jungius-Str. 9
Tel. 0381/4059705, Fax 4059703
www.ufegmbh.de, post@ufegmbh.de
Sputnik Engineering GmbH
SolarMax, Netzgekoppelte Wechselrichter
73765 Neuhausen auf den Fildern, Schurwaldstr. 12
Tel. 07158/98619-0, Fax -11
www.solarmax.com, info-de@solarmax.com
Solar Fabrik
Aktiengesellschaft für Produktion und Vertrieb von
solartechnischen Produkten
79111 Freiburg, Munzinger Str. 10
Tel. 0761/4000-0, Fax 4000-199
Steca Elektronik GmbH
Deutscher Hersteller von Reglern und Wechselrichtern;
Bereiche: PV Netzeinspeisung, PV Autarke
Systeme und Solarthermie
87700 Memmingen, Mammostr. 1
Tel. 08331/8558-0, Fax 08331/8558-132
www.stecasolar.com, info@stecasolar.com
Weiterbildung
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Personal- & OrganisationsEntwicklung/
VertriebsStrategie/Verkaufstraining
14548 Schwielowsee, Ringstr.3
www.factor-y.de, Tel. 033209/72337
Energie- und Umweltzentrum am Deister
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31832 Springe-Eldagsen
Tel. 05044/97520, Fax 97566
www.e-u-z.de, bildung@e-u-z.de
Solarenergie Zentrum Stuttgart
Aus- und Weiterbildung
70376 Stuttgart, Krefelder Str. 12
Tel. 0711/955916-31, Fax 955916-39
info@sez-stuttgart.de
e.n.o. energy systems GmbH
18055 Rostock, Am Strande 2e
Tel. 0381/203792-0
www.eno-energy.com, info@eno-energy.com
KGW Schweriner Maschinen- u. Anlagenbau AG
Hersteller v. Stahlrohrtürmen f. Windenergieanlagen
19055 Schwerin, Wismarsche Str. 380
Tel. 0385/5731-0, Fax 565126
www.kgw-schwerin.de, info@kgw-schwerin.de
LEINE LINDE SYSTEMS GmbH
Schleifringe, Drehgeber, Sensoren
Pitchantriebe, Kabel + Leitungen
20457 Hamburg, Am Sandtorkai 50
Tel. +49/40/3176758-0
www.ll-systems.com, info@ll-systems.com
Nordex SE
22419 Hamburg, Langenhorner Chaussee 600
Tel. 040/300 30 1000, Fax 040/30030 1101
www.nordex.de, info@nordex-online.com
Windmesse.de
c/o smart dolphin GmbH
22765 Hamburg, Planckstr. 7a
Tel. 040/854098-0, Fax -90
www.windmesse.de
James Walker Deutschland GmbH
Der Spezialist für geschlitzte Wellendichtungen
22767 Hamburg, Mörkenstr. 7
Tel. 040/3860810, Fax 3893230
www.jameswalker.de
DeWind Europe GmbH
23569 Lübeck, Seelandstr. 1
Tel. 0451/3073-0, Fax 3073-730
www.dewind.de, dewind@dewind.de
WKN AG
25813 Husum, Otto-Hahn-Str. 12-16
Tel. 04841/8944100, Fax 8944225
www.wkn-ag.de, info@wkn-ag.de
innoVent GmbH
Projektentwicklung und Beratung für Windparks
26316 Varel, Oldenburger Straße 49
Tel. 04451/9673-0, Fax 9673-29
www.innovent.eu
Foto: dpa
Stahl- und Metallbau Ihnen GmbH & Co. KG
Stahlbau, Windmessmasten
26607 Aurich, Borsigstr. 3
Tel. 04941/17950
www.stahlbau.de, stahlbau@stahlbau.de
BayWa r.e. Rotor Service GmbH
Ehemals L&L Rotorservice GmbH
27432 Basdahl, Am Diesterkamp 63
Tel. +49 4766 / 821 100
www.baywa-re.com. rotorservice@baywa-re.com
WeserWind GmbH Offshore Construction
Georgsmarienhütte
27572 Bremerhaven, Riedemannstr. 1
Tel. 0471/809310, Fax 0471/80931100
www.weserwind.de, info@weserwind.de
AMBAU Windservice GmbH
Service/Wartung/Errichtung sowie Begutachtungen und Reparaturen an Rotorblättern und
Türmen
27721 Ritterhude, Am Großen Geeren 31/33
Tel.: 04292-81982-0, Fax -17
www.ambau-windservice.de, info@ambau-ws.de
GEO-NET Umweltconsulting GmbH
Windgutachten, Windmessungen
30161 Hannover, Große Pfahlstraße 5a
Tel. 0511/3887200, Fax 0511/3887201
www.geo-net.de, info@geo-net.de
CUBE Engineering GmbH
Ingenieurdienstleistungen für Erneuerbare Energien
34119 Kassel, Breitscheidstr. 6
Tel. 0561/288573-10, Fax -19
www.cube-engineering.com
Kassel@cube-engineering.com
EMD Deutschland GbR
WindPRO/energy PRO-Software, Schulungen
34119 Kassel, Breitscheidstr. 6
Tel. 0561/31059-60, Fax -69
www.emd.dk, emd-de@emd.dk
EOL energy-online.de GmbH
Winddaten & -dienstleistungen, Onlineshop
34119 Kassel, Breitscheidstr. 6
Tel. 0561/288573-70, Fax -71
www.eol-shop.com, info@energie-online.de
GE Energy
Herstellung/Vertrieb WKA von 1.500–3.600 kW
48499 Salzbergen, Holsterfeld 16
Tel. 05971/980-0, Fax 980-1999
www.gewindenergy.com
windenergy.germany@ps.ge.com
Aero Dynamik Consult
Lastberechnung, Rotorblattdesign
Turmauslegung, FEM-Berechnungen
73765 Neuhausen a.d.F., Strohgäustraße 9
Tel. 07158/956551-0
www.aero-dynamik.de, info@aero-dynamik.de
seebaWIND Service GmbH
49086 Osnabrück, Heideweg 2-4
Tel. +49 (0) 541/380538-100
Fax +49 (0) 541/380538-199
www.seebawind.de, guterservice@seebawind.de
Amphenol-Tuchel Electronics GmbH
Steckverbindungen, Kabelkonfektionen & Systemlösungen für Windenergie, sowie weitere Applikationen und Technologien
74080 Heilbronn, August-Häußer-Strasse 10
Tel. 07131/929-0, Fax 07131/929-486
www.industrial-amphenol.com,
info@industrial-amphenol.com
more energy GmbH
Windpark Management
34119 Kassel, Breitscheidstr. 6
Tel. 0561/4751950, Fax - 52
www.more-energy.de, info@more-energy.de
Moog
Ein bewährter Partner für zuverlässige
Pitchsysteme, Produkte und Service.
59423 Unna, Max-Born-Str. 1
Tel. +49 2303 5937 0
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WIND-CHECK
Ing.-Büro, v. d. IHK, öffentl. best. u. vereidigter Sachverständiger f. WEA, Inbetrieb-, Garantieabnahm.,
Wiederk. Prüf., Schadensgutachten
34131 Kassel, Friedrich-Naumann-Str. 31
Tel. 0561/316899-8, Fax -9, www.wind-check.de
basisventus GmbH
Fundamentbau für Windkraftanlagen
65549 Limburg, Frankfurter Straße 2
Tel. +49/6432-9240 407
www.basisventus.de, info@basisventus.de
Huber + Suhner GmbH
82024 Taufkirchen, Mehlbeerstraße 6
Tel. 089/61201-0, Fax 089/61201-162
www.hubersuhner.com, info.de@hubersuhner.com
windtest grevenbroich gmbh
Beratungs- und Messinstitut für WEA
41517 Grevenbroich, Frimmersdorfer Str. 73a
Tel. 02181/2278-0, Fax 2278-11
www.windtest-nrw.de, info@windtest-nrw.de
HELUKABEL GmbH
Leitungen für Photovoltaik & Windenergie
71282 Hemmingen, Dieselstr. 8-12
Tel. 07150/9209-0, Fax 07150/81786
www.helukabel.de, info@helukabel.de
Palfinger Marine- und Beteiligungs- GmbH
Plattform-, Gondel- und Marinekrane
A-5203 Köstendorf, Moosmühlstr. 1
Tel. +43 (0) 6216/7660 -0
www.palfingermarine.com, wind@palfinger.com
renerco plan consult
Projektplanung, Technische Beratung, Due Diligence
80336 München, Herzog-Heinrich-Str. 13
Tel. +49/ 89/ 383932-147
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Sonne Wind & Wärme 09/2014
123
Termine
Service
World of Energy Solutions
in Stuttgart
Messen & Kongresse
10. bis 11. September 2014, Birkenfeld:
10. Solartagung Rheinland-Pfalz. Institut für angewandtes Stoffstrommanagement, Jochen Meisberger,
Tel. 06782/172633, j.meisberger@umwelt-campus.de,
www.stoffstrom.org
19. bis 20. September 2014, Kassel:
Barcamp Renewables 2014. Energieblogger,
Tel. 0800/5252300, barcamp@energieblogger.net,
www.energieblogger.net
25. September 2014, Birkenfeld:
4. Elektromobilitätstagung. Jochen Meisberger,
Tel. 06782/172633, Fax 06782/171264,
j.meisberger@umwelt-campus.de, www.stoffstrom.org
25. bis 26. September 2014, Kempten:
17. Internationales Anwenderforum Kleinwasserkraftwerke. Otti e.V., Leonore Nanko, Tel. 0941/2968824,
Fax 0941/2968817, leonore.nanko@otti.de, www.otti.de
08. bis 09. Oktober 2014, Düsseldorf:
Europäische Omwindenergy 2014. WindConsultant,
­Annette Nüsslein, info@omwindenergy.de,
www.omwindenergy.de
13. bis 14. Oktober 2014, Kassel:
8. Eurosolar-Konferenz. Tobias Jaletzky,
Tel. 0228/2891448, Fax 0228/361213,
Stadtwerke@eurosolar.de,
www.stadtwerke-konferenz.eurosolar.de
20. bis 21. Oktober 2014, Düsseldorf:
Solar meets Glass. Messe Düsseldorf, Sabrina Krähling,
Tel. 0211/4560564, Fax 0211/45608756,
kraehlings@messe-duesseldorf.de,
www.solarmeetsglass.com
Information und Anmeldung:
Landesmesse Stuttgart GmbH, Sengül Altuntas, Messepiazza 1, 70629 Stuttgart,
Tel. 0711/185602639, Fax 0711/185602026, senguel.altuntas@messe-stuttgart.de,
www.world-of-energy-solutions.de
Wind.Energie – Mitteldeutsche
Windbranchentage Erfurt
18. November 2014, Berlin:
IRES-Symposium. Eurosolar e.V., Tel. 0228/362373,
Fax 0228/361279, info@eurosolar.org, www.eurosolar.de
Vom 14. bis zum 15. Oktober findet in Erfurt zum dritten Mal das
Kommunalforum „Wind.Energie – Mitteldeutsche Branchentage“
statt, das sich schwerpunktmäßig an in der Energieindustrie
­Beschäftigte und regionale und überregionale Entscheidungsträger
aus Kommunen, Gemeinden und Städten richtet. Eines der Ziele
der Veranstaltung ist es, zwischen den Vertretern der Windindustrie
und den Akteuren aus den Kommunen zu vermitteln, beispielsweise
bei rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Fragen zu geplanten Windkraftanlagen. Zentral ist bei dem Fachkongress mit begleitender Ausstellung die Frage, wohin die Energiereise in Deutschland
geht und wo dabei die Windenergie steht. Hierbei liegt zum einen
der Fokus auf dem Thema Vernetzung politischer, wirtschaftlicher
und wissenschaftlicher Akteure, zum anderen werden praktische
Themen wie Lastenmanagement, Speicher und Netzausbau behandelt. In diesem Jahr werden bei der Veranstaltung zum ersten Mal
neben Themen der Windenergie auch andere erneuerbare Energieangebote diskutiert. Außerdem wurde die Veranstaltung aufgrund
der großen Nachfrage in den vergangenen beiden Jahren auf die
angrenzende Messehalle ausgedehnt, um Ausstellern aus der
­Windindustrie mehr Raum zum Anbieten ihrer Produkte und
Dienstleistungen zu geben.
10. bis 12. März 2015, Kopenhagen:
EWEA Offshore 2015. EWEA, Tel. 0032/22131860,
events@ewea.org, www.ewea.org
Information und Anmeldung:
Messe Erfurt GmbH, Carolin Beier, Gothaer Straße 34, 99094 Erfurt, Tel. 0361/400-1820,
beier@messe-erfurt.de, www.mitteldeutsche-windbranchentage.de
22. bis 23. Oktober 2014, Kassel:
Netzanschluss von PV-Anlagen. Otti e.V., Anita Franziska
Scheidacker, Tel. 0941/2968855,
anita.scheidacker@otti.de, www.otti.de
30. Oktober 2014, Gelsenkirchen:
„Wind-Updates.NRW“ 2014 – Jahrestagung des Netzwerks Windkraft NRW. EnergieAgentur.NRW, Stephan
Lintker, Tel. 0211/8664212,
lintker@energieagentur.nrw.de,
www.energieregion.nrw.de
11. bis 13. November 2014, Berlin:
13th Wind Integration Workshop. Energynautics GmbH,
Tel. 06151/7858100, info@windintegrationworkshop.org,
www.windintegrationworkshop.org
124
Energieversorger, regionale Mobilitätsverbünde, Technologieführer
ebenso wie Spitzenkräfte aus Wissenschaft, Forschung, Verwaltung
und Industrie treffen sich vom 6. bis zum 8. Oktober 2014 in Stuttgart. Die internationale Messe und Konferenz ist ein Verbindungsglied der Innovationsfelder dezentrale Energieversorgung, -speicherung und Mobilität mit ihren vielfältigen Dienstleistungen und
­Angeboten. Maschinenbauer, Mobilitätsdienstleister, Automobilhersteller, Energieversorger und Technologieführer der Batterie-, Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie präsentieren ihre aktuelle
Produktpalette zur CO2-freien Mobilitäts- und Energieversorgung.
Die Ergebnisse von Forschungsprojekten und Marktstudien ergänzen die unternehmerischen Perspektiven. Besonders stark sind in
Stuttgart die europäischen und deutschen regionalen Verbände
vertreten. Ihre Vorteile liegen im Zusammenspiel von regionalen
Technologiekompetenzen, regenerativen Energiequellen und
­direkter Kundenansprache. Den Regionen kommt daher bei der
­Integration von Elektromobilität und dezentralen Energielösungen
eine besondere Rolle zu. Internationale Perspektiven und regionale
Kompetenzen aus Wirtschaft und Wissenschaft bündeln sich im
Konferenzprogramm. Über 140 Referenten aus 20 Nationen präsentieren ein detailreiches Panorama. Von der übergreifenden internationalen Roadmap zu technischen Schlüsselkomponenten, von
der Datensicherheit in vernetzten Verkehrssystemen zu dezentralen Speicherlösungen für regenerative Energien, bietet die Konferenz Einblicke in Unternehmensstrategien, Geschäftsmodelle und
die am Markt konkurrierenden Technologien.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
Service
Termine
Projektfinanzierung von Windparks aus Bankensicht – Welche ­Änderungen bringt das neue EEG?
16. September 2014, Bremen. 8 Stunden. Gebühr 600 €.
ForWind-Academy, Katharina Segelken, Tel. 0441/7985088,
www.forwind-academy.com
Direktvermarktung von Windstrom - Was ändert sich durch die
EEG-Novelle für Anlagenbetreiber?
16. September 2014, Bremen. 8 Stunden. Gebühr 600 €.
ForWind-Academy, Katharina Segelken, Tel. 0441/7985088,
www.forwind-academy.com
Solar-Planit kompakt – das Webtool zur Novotegra Montage­
systemplanung für dachparallele PV Anlagen
24. September 2014, Online. 2 Stunden. Gebührenfrei.
BayWa r.e. Solarsysteme GmbH, Katharina Gieler, Tel. 07071/98987147,
www.baywa-re.com
Das EEG – Neue Rahmenbedingungen für ihr PV-Geschäft
26. September 2014, Frankfurt. 7 Stunden. Gebühr: 660 €.
­Bundesverband Solarwirtschaft, Tel. 030/297778859,
www.solarwirtschaft.de
Weiterbildungen
Windenergie Flächensicherung, Nutzungsverträge und
­Grundbuchrecht
07. bis 09. Oktober 2014, Stuttgart. 22,5 Stunden.
­Gebühr: 1.190 €. Bundesverband WindEnergie e.V.,
Tel. 032/20164222, www.bwe-seminare.de
2. Deutsche Photovoltaik-Sicherheitstagung:
­Sicherheits- und Schutzkonzepte für PV-Anlagen
und Batteriespeichersysteme
09. bis 10. Oktober 2014, Berlin. 15,5 Stunden. Gebühr:
850 €. Haus der Technik Essen, Andrea Wiese,
Tel. 0201/18031, www.hdt-essen.de
Wissen nutzen –
erfolgreicher sein!
OTTI
Photovoltaik – Grundlagenkurs
20.– 22. April 2009 in Ulm
Oberßächennahe Geothermie
27.– 29. April 2009 in Bad Staffelstein
19. Symposium
Thermische Solarenergie
6.– 8. Mai 2009 in Bad Staffelstein
Netzanschluss
erneuerbarer Energiesysteme
11./12. Mai 2009 in Regenstauf
Bildnachweis:Glückliche Familie – Fotolia #15263907
Energiespeicher
in elektrischen Netzen
13./14. Mai 2009 in Regensburg
Small PV-Applications – Rural
ElectriÞcation and Commercial Use
25./26. Mai 2009 in Ulm
www.otti.de
Erneuerbare Energien
Das EEG- Neue Rahmenbedingungen für ihr PV-­Geschäft
14. Oktober 2014, Berlin. 7 Stunden. Gebühr: 660 €.
Bundesverband Solarwirtschaft, Tel. 030/297778859,
www.solarwirtschaft.de
Basiswissen Onshore Windenergie – Wirtschaft,
Technik und Recht
14. bis 16. Oktober, Berlin. 24 Stunden. Gebühr: 1.190 €.
Bundesverband WindEnergie e.V., Tel. 032/20164222,
www.bwe-seminare.de
LiDAR-Windmessungen für On- und Offshore-­
Windparks
21. Oktober 2014, Bremen. 8 Stunden. Gebühr 600 €.
ForWind-Academy, Katharina Segelken,
Tel. 0441/7985088, www.forwind-academy.com
Wirtschaftlichkeitsberechnungen von Windparks I –
Methoden, Finanzmodelle und Umsetzung
21. bis 22. Oktober 2014, Essen. 16 Stunden. Gebühr:
995 €. ForWind-Academy, Katharina Segelken,
Tel. 0441/7985088, www.forwind-academy.com
Netzanschluss von PV-Anlagen
22. bis 23. Oktober 2014, Kassel. 17,5 Stunden. Gebühr:
830 €. Otti e.V., Anita Franziska Scheidacker,
Tel. 0941/2968855, www.otti.de
Workshop Windenergie im Wald – Herausforderungen und Potenziale im regionalen Vergleich
23. bis 24. Oktober 2014, Mainz. 16 Stunden. Gebühr:
995 €. ForWind-Academy, Katharina Segelken,
Tel. 0441/7985088, www.forwind-academy.com
Das EEG – Neue Rahmenbedingungen für ihr
­PV-­Geschäft
24. Oktober 2014, München. 7 Stunden. Gebühr: 660 €.
Bundesverband Solarwirtschaft, Tel. 030/297778859,
www.solarwirtschaft.de
Sonne Wind & Wärme 09/2014
125
Service
Termine
29th European PV Solar Energy
Conference and Exhibition in
Amsterdam
Die EU PVSEC ist eine internationale Fachkonferenz für
­Photovoltaik in den Bereichen Forschung und Entwicklung,
­Industrie und Anwendungen sowie gleichzeitig eine führende
­internationale PV-­Industriefachmesse. Sie findet vom 22. bis zum
26. September statt. Die weltweite PV-Gemeinschaft präsentiert
hier die neuesten Entwicklungen und Innovationen, knüpft Kontakte
und tätigt Geschäftsabschlüsse. Diese globale Veranstaltung verbindet wissenschaftliche, technologische und anwendungsorientierte Aspekte aus dem Blickwinkel von Forschung, Entwicklung,
­Industrie, Finanzwesen und Politik. Die EU PVSEC gilt als Scienceto-Science-, Business-to-Business- und Science-to-Industry-­
Plattform. Das Konferenzprogramm wird von der Europäischen
Kommission, DG Joint Research Centre, koordiniert.
Information und Anmeldung:
WIP, Sylvensteinstr. 2, 81369 München, Tel. 089/72012735, Fax 089/72012791,
pv.conference@wip-munich.de, pv.exhibition@wip-munich.de,
www.photovoltaic-conference.com, www.photovoltaic-exhibition.com
23. Windenergietage in Potsdam
Die 23. Windenergietage finden vom 11. bis zum 13. November 2014
statt. Es werden über 1.200 Teilnehmer der Branche erwartet, denen ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm namhafter
­Referenten in acht verschiedenen Foren geboten wird. Zu den
­Themen der Veranstaltung zählen unter anderem die Planung von
Windenergieanlagen, Operation und Maintenance, Recht, Steuern
und Versicherung, technische Innovationen, Direktvermarktung
­sowie „die ungleichen Geschwister PV und Wind“. In den Pausen
lädt die begleitende Ausstellung mit ca. 130 Ständen zu weiteren
Gesprächen ein. Am 12. November haben die Besucher die
­Möglichkeit langjährige Wegbegleiter und neue Kontakte aus den
verschiedenen Bereichen der Windenergie zu treffen. Die 23. Windenergietage bieten auch in diesem Jahr eine Plattform zur
­Netzwerkpflege und -erweiterung in lockerer Atmosphäre.
Information und Anmeldung:
Spreewind GmbH, Harald Düring, Sigismundkorso 48, 13465 Berlin, Tel. 030/4012359,
0152/53150928, Fax 03212/1243327, wt@spreewind.de, www.windenergietage.de
Key Energy in Rimini
Vom 5. Bis zum 8. November findet zum achten Mal die
­internationale Fachmesse für Energie und nachhaltige Verkehrskonzepte, Key Energy, in Rimini, Italien statt. 2013 besuchten 93.125
Akteure aus den Bereichen Elektro-, Wärme- und ­Lichttechnik sowie Energiedienstleistungsunternehmen die ­Veranstaltung. Neben
den Themen Bioenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Windenergie
ist dieses Jahr der Energieeffizienz ein eigener Ausstellungsbereich
mit dem Thema „Key Energy White Evolution“ gewidmet. Die Wahl
dieses Themas wird mit der U
­ msetzung der EU-Richtlinie zur Energieeffizienz, die am 4. D
­ ezember 2012 in Kraft trat, begründet. Diese wurde bis Juni 2014 von allen EU-Mitgliedsstaaten mit Vorlage eines konkreten Haushaltsplans umgesetzt, der die nationalen Ziele
bis 2020 festlegt.
Information und Anmeldung:
Rimini Fiera S.p.A, Raffaella Saviori, Emilia 155, 47921 Rimini, Tel. 069/97145221,
rsaviori@itkam.org, www.keyenergy.it
126
Sonne Wind & Wärme 09/2014
13. Industrieforum Pellets in Berlin
Das vom 14. bis zum 15. Oktober stattfindende 13. Industrieforum
Pellets bietet Experten und Entscheidungsträgern aus Industrie,
Handel, Forschung, Dienstleistung und Politik die Gelegenheit zum
Austausch von Fachinformationen, zum Knüpfen von Geschäftskontakten sowie zur Planung von Kooperationen und gemeinsamen
Aktivitäten. Der Fachkongress liefert den Akteuren der Pelletsbranche, wie beispielsweise Herstellern, Händlern und Zulieferern, Unternehmensberatern, Energieagenturen, Forschern, Investoren sowie Vertretern von Behörden und Politik, vertiefende Informationen
zu aktuellen Entwicklungen des Wärme- und Strommarktes.
Schwerpunktthemen des Industrieforums sind nationale und internationale Marktentwicklungen, politische und rechtliche Rahmenbedingungen und industrienahe Forschung und Entwicklung im Bereich Feuerung und Brennstoff. Weitere Themen sind die Verfügbarkeit und Verarbeitung von Rohstoffquellen, Nachhaltigkeit, Brennstofflogistik, Qualitätsmanagement, Finanzierungskonzepte,
Marketing- und Vertriebskonzepte und Pilot- und
­Demonstrationsvorhaben. In den Konferenzsessions wird zum einen die allgemeine Entwicklung des internationalen Pelletsmarktes
in Bezug auf seine Potenziale, Voraussetzungen und Perspektiven
und politische und rechtlichen Rahmenbedingungen thematisiert,
zum anderen geht es speziell um aktuelle Themen des Wärme- und
Strommarktes.
Information und Anmeldung:
Solar Promotion GmbH, Barbara Pilz, Kiehnlestraße 16, 75101 Pforzheim,
Tel. 07231/58598214, pilz@pelletsforum.de, www.pelletsforum.de
Biogas 2014 in Offenburg
Am 22. und 23. Oktober veranstaltet die Messe Offenburg die siebte
Biogas – Expo & Congress innerhalb ihres Portfolios zu nachhaltiger
Energie und Umwelttechnik. Die trinationale Plattform mit Kongress und Fachmesse bietet Raum für einen intensiven Austausch
von Fachbesuchern, Ausstellern und Experten. Der Kongress strukturiert den essenziellen Branchenbedarf in Themenblöcken mit
neuesten Entwicklungen und vielen Praxisbeispielen. Direktvermarktung und flexible Fahrweise stehen ganz oben auf der Nachfrageliste. Eine Übersicht, wo in Deutschland flexibler Strom produziert und Regelenergie erzeugt wird, dient als Basis. Ein breiter Partnerverbund aus deutschen, französischen und Schweizer Institutionen macht aus der Veranstaltung ein verlässliches Instrument und
renommiertes Forum für den aktuellen Markt. Rund um die Markterweiterung in Frankreich ist ein eigener, zweisprachiger Kongressblock geplant. Zeitgleich werden die trinationale Konferenz Nachhaltige Biomassenutzung am Oberrhein sowie die 23. Jahrestagung
Biogas & Bioenergie in der Landwirtschaft unter einem Dach in Offenburg veranstaltet.
Information und Anmeldung:
Messe Offenburg-Ortenau, Christina Sedelmeier, Schutterwälder Str. 3, 77656 Offenburg,
Tel. 0781/922654, sedelmaier@messe-offenburg.de, www.biogas-offenburg.de
Aktuelle Termine finden Sie auch im Netz unter:
www.sonnewindwaerme.de/veranstaltungen
... und in unseren Branchen-Newslettern:
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Panorama
Köpfe
Scherweit scheidet aus WKN-Vorstand aus
Nach über zwanzigjähriger Betriebs­
zugehörigkeit hat Martinus Scherweit
das Husumer Unternehmen WKN AG
zum 31. Juli verlassen. WKN wird nun
von Roland Stanze und Jürgen
­Dambrowski geleitet.
Martinus Scherweit,
Jahrgang 1964, hatte sich
entschlossen, keine Ver­
längerung seines zum 30.
Juni 2015 endenden Ver­
trages anzustreben. Der
Aufsichtsrat der WKN AG
Martinus
und Scherweit haben
­daraufhin die Aufhebung Scherweit
seines Vertrages zum 31.
Juli 2014 vereinbart.
Scherweits Amt soll nicht neu
­besetzt werden. Der Husumer
­Projektentwickler wird künftig von den
beiden weiteren Vorstandsmitgliedern
Roland Stanze als COO und Jürgen
(kg)
Dambrowski als CFO geleitet.
Führungswechsel
bei Gasokol
Ronald Gattringer übernimmt in
­zweiter Generation die Geschäfts­
führung der österreichischen Gasokol
GmbH. Außerdem holt das Familien­
unternehmen Rupert Hasenöhrl als
Geschäftsführer Vertrieb ins Boot.
Gasokol wurde 1981 von Erwin
und Gertraud Gattringer gegründet.
Die beiden stehen als Gesellschafter
und Berater dem Unternehmen
­weiterhin zur Seite. Hasenöhrl war
zuletzt als Geschäftsführer bei der
­Sonnenkraft Österreich Vertriebs­
(kg)
gesellschaft tätig.
In Kürze
DGS Uwe Hartmann wechselt in den
­Vorstand der Deutschen Gesellschaft für
­Sonnenenergie. Sein bisheriges Amt als Geschäftsführer des Landesverbandes Berlin
Brandenburg übernimmt Ralf ­Haselhuhn.
SKF Zum 1. Januar 2015 wird Tom
­Johnstone als Konzernchef der SKF Gruppe
zurücktreten. Sein Nachfolger wird Alrik
­Danielson.
AON Bernd Knof ist seit dem 1. September
neuer Chief Operating Officer beim
­Versicherungsmakler Aon Risk Solutions in Deutschland.
Die Magontec Group ist ein weltweit führender Anbieter für hoch-
reine Magnesiumlegierungen und –anoden. Unsere Abnehmer sind die
Druckguss-, Automobil, und Hausgeräteindustrie. Wir betreiben modernste Werke in Europa und China. Zu unseren Kunden unterhalten wir
enge Partnerschaften.
Am deutschen Standort Bottrop konzentrieren wir uns auf Recyclingtechnologie und die Herstellung und Entwicklung von Produkten für den
kathodischen Korrosionsschutz. Das Engagement und die Flexibilität unserer weltweit etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg.
Stellenmarkt
Am Standort Bottrop, NRW suchen wir für die deutschsprachige SHK Industrie in der DACH Region eine(n)
vertriebsstarke(n) und technikaffine(n)
Product Manager mit Vertriebsaufgaben
in der SHK Industrie (m/w)
Das Institut für Solartechnik SPF an der Hochschule für Technik Rapperswil
ist ein international renommiertes Kompetenzzentrum für Solarthermie und
Erneuerbare Energietechnik. Zur Ergänzung unseres Teams suchen wir per
sofort eine/n
Projekt- & Gruppenleiter/in
Erneuerbare Energietechnik
Ihre Aufgaben
• Sie leiten eine Gruppe wissenschaftlicher Mitarbeiter auf dem Gebiet der
erneuerbaren Energien für industrielle Prozesse
• Sie akquirieren und leiten nationale und internationale Forschungsprojekte
und Industrieaufträge
Ihr Profil
• Sie bringen Freude an erneuerbarer Energietechnik mit und haben die
Fähigkeit, Mitarbeiter/innen zu motivieren und zu leiten
• Sie weisen eine abgeschlossene natur- oder ingenieurwissenschaftliche
Hochschulausbildung aus, z.B. Physik, Maschinenbau oder eine verwandte
Fachrichtung
• Sie haben sich fundierte Kenntnisse in der Wärmetechnik, idealerweise im
Bereich erneuerbare Energietechnik und Solarthermie, angeeignet
Unser Angebot
• Wir bieten eine enge Zusammenarbeit mit erfahrenen und engagierten
Teamkollegen und umfangreich ausgestattete Laboratorien
• Wir bearbeiten anspruchsvolle Forschungsprojekte in einem interdisziplinären Arbeitsumfeld
• Ideale Voraussetzungen für eine anwendungsorientierte wissenschaftliche
Tätigkeit für erneuerbare Energien
Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung. Richten Sie diese bitte
bis zum 12.10.2014 per E-Mail an
stefan.brunold@spf.ch
128
Sonne Wind & Wärme 09/2014
www.spf.ch
Ihre Aufgaben:
 Direktbetreuung von Key-Accounts in der DACH Region
 Entwicklung neuer alternativer Vertriebskanäle
 Aktive Mitarbeit bei der Sortimentsausweitung
 Verstärkung des Einsatzes neuer Medien
 Durchführung von Marketingaktivitäten
Ihr Profil:
 betriebswirtschaftliche und/oder technische Ausbildung/ Studium
bei der die ggfs. fehlende Komponente durch entsprechende Berufserfahrung ausgeglichen wird
 nachweisbare Vertriebserfahrung im Bereich Key account- Kunden
 Erfahrung in der SHK-Industrie wünschenswert
 Kenntnisse über unterschiedliche Vertriebskanäle von Vorteil
 Spaß an der Entwicklung neuer Vertriebs- und Marketingkonzepte
 Strategisch denkend
 Sprachkenntnisse deutsch und idealerweise auch englisch
 Organisations- und Kommunikationsstärke sowie großes Verantwortungsbewusstsein
 Selbstständiger, dennoch teamorientierter Arbeitsstil
 hohe Reisebereitschaft
Wir bieten:
 eine der Position entsprechende Dotierung
 ein Dienstfahrzeug (auch zur privaten Nutzung)
 einen unbefristeten Arbeitsvertrag
 persönliche Entwicklungschancen
 Sozialleistungen eines modernen Unternehmens
 die Mitarbeit in einem zukunftsorientieren Unternehmen
Wenn Sie mehr erreichen wollen, sich bereit fühlen für den nächsten Karriereschritt, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf. Magontec sichert Ihnen Vertraulichkeit zu. Bitte fügen Sie Ihren Unterlagen eine Information
zu Ihrer Einkommenserwartung und Verfügbarkeit bei. Senden Sie Ihre
vollständigen Unterlagen per E-Mail an bewerbung@magontec.com.
Weitere Informationen über die Magontec Group finden Sie online unter:
www.magontec.com
Vorschau
Impressum
Das Branchenmagazin für alle erneuerbaren
Energien, 38. Jahrgang
Verlag: BVA Bielefelder Verlag GmbH & Co. KG,
Richard Kaselowsky
Niederwall 53, 33602 Bielefeld;
Postfach 100653, 33506 Bielefeld
Tel. 0521/5955-14, Fax 0521/5955-18
Herausgeber: Prof. Dr. Bernhard von Schubert
Die Ausgabe 10/2014 erscheint am 9. Oktober 2014
Energie effizient nutzen
Verlagsleiter: Lutz Bandte
Foto: Peter Keil
Redaktion: Dr. Volker Buddensiek (vb), ChR (verantw.),
Ralf Ossenbrink (ro), stellv. ChR, Silke Funke (sf),
Katharina Garus (kg), Jan Gesthuizen (jg), Tanja Peschel (tp)
Tel. 0521/5955-15, Fax 0521/5955-56
E-Mail: redaktion@sonnewindwaerme.de
Internet: www.sonnewindwaerme.de
Ständige freie Mitarbeit: Dr. Jens-Peter Meyer (jpm), Dr. Detlef Koenemann (dk), Jörn Iken (ji), Ina Röpcke (ir),
Claudia Hilgers (ch), Martin Frey (mf), Joachim Berner (jb),
Torsten Thomas (tt), Eva Augsten-Alves (ea),
Christian Dany (cd), Jeannine Gehle (jeg)
Auslieferung für Niederlande/Belgien:
Bruil & van de Staaij, Abonnementenservice, Postbus 75,
NL-7940 AB Meppel, Tel. 0522/261303,
Fax 0522/257827.
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geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engeren Grenzen des Urheberrechtsgesetzes bedarf der Zustimmung
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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 22 vom 1. Januar 2014.
­Anzeigenschluss laut Erscheinungsplan.
Druck: Dierichs Druck + Media GmbH & Co. KG
Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel
Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem RecyclingPapier.
Der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern angeschlossen.
ISSN 1861-2741 H 2607
Nr. 09/2014 Foto: U.I. Lapp GmbH
Foto: Danfoss
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zeitsparende Komponenten und gutes
Werkzeug an. Bei der Prüfung helfen
Messgeräte. SW&W stellt Neuheiten vor.
Frischwasserstationen
Kompaktere Wärmetauscher bringen
mehr Schüttleistung auf weniger Platz.
Auch mit Energiesparpumpen und
besserer Regeltechnik haben viele
Hersteller ihre Frischwasserstationen
nachgerüstet.
Marktübersicht
Kombikessel
Foto: ETA Heiztechnik
Nationalvertrieb: Partner Medienservices GmbH,
Julius-Hölder-Straße 47, 70597 Stuttgart,
Tel. 0711/7252215, Fax 0711/7252320
Kabel, Werkzeug,
Messgeräte
Mit einem Kombikessel oder -ofen kann
der Nutzer seinen Lieblingsbrennstoff, wie
Pellets oder Holzscheite, selbst wählen.
SW&W gibt einen Überblick über die
aktuellen Modelle.
Luftwärmepumpen
Foto: Stiebel Eltron
Die Zeitschrift erscheint monatlich und ist im
­Bahnhofsbuchhandel erhältlich. Preis pro Heft 8,80 €, im Direktbezug beim Verlag zuzüglich Versandkosten.
Jahresbezugspreis im Inland im Abonnement 94,80 €
­(einschließlich Postzustellung und MwSt.), bei Streifbandsendung zuzüglich Porto; im Ausland jährlich 119,50 €
­zuzüglich etwaiger MwSt.
Kündigungsfrist: Sechs Wochen zum Ende des jeweiligen
Berechnungszeitraumes. Bei Nichterscheinen infolge
­höherer Gewalt kein Ersatzanspruch.
Solarthermie
Kundenservice:
Abonnements: Daniela Pandurska,
Tel. 0221/2587248, Fax 0221/2587249,
service@sonnewindwaerme.de
Bioenergie
Anzeigen:
Fax 0521/5955-56
Nationale Kontakte:
Christine Michalsky, Tel. 0521/5955-25,
christine.michalsky@sonnewindwaerme.de,
Christiane Diekmann, Tel. 0521/5955-47,
christiane.diekmann@sonnewindwaerme.de,
Windenergie:
Martin Haase, Tel. 0521/5955-90, ­
martin.haase@sonnewindwaerme.de
Bioenergie:
Kerstin Haase-Darlath, Tel. 0521/5955-91
Kerstin.Haase@sonnewindwaerme.de
Firmenverzeichnis und Stellenanzeigen:
Kerstin Haase-Darlath, Tel. 0521/5955-91
Kerstin.Haase@sonnewindwaerme.de
Internationaler Kontakt:
Yvonne Fedeler, Tel. 0521/5955-81,
yvonne.fedeler@sonnewindwaerme.de
Stefanie Schwarz, Tel. 0521/5955-75,
stefanie.schwarz@sonnewindwaerme.de
In Zukunft sollen alle Häuser als Nullenergiegebäude gebaut werden, also keinerlei Primärenergie mehr verbrauchen. Mit einer gut gedämmten Gebäudehülle kommt man da nicht
weit. Neben dem Einsatz von Erneuerbaren wird vor allem die intelligente Energienutzung
wichtig werden. SONNE WIND & WÄRME stellt smarte Konzepte und Technologien vor.
Wärmepumpe
Gestaltung: Anna Bodnar-Winter
DSV Deutscher Sportverlag GmbH, Köln
Im Gegensatz zum Erdreich hat die Wärmequelle Luft derzeit
Hochkonjunktur. Grund genug für SW&W
die neusten Luft/Wasser und Luft/LuftWärmepumpen vorzustellen und aktuelle
Trends aufzuzeigen.
10. September 2014
Und so geht es weiter in SW&W Ausgabe 11/2014
In der übernächsten Ausgabe stehen unter anderem diese Themen auf dem Plan:
Im Fokus: kommunale Vermarktungsmodelle +++ Solarthermie: Weltkarte Solarthermie +++
Photo­voltaik: Blitz- und Brandschutz für Solaranlagen +++ Windenergie: Komponenten auf Reise:
vom Werk ins Baufeld +++ Bioenergie: Marktwert von Strom aus Biogasanlagen +++
SONNE WIND & WÄRME 11/2014 erscheint am 07. November 2014.
Sonne Wind & Wärme 09/2014
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+ Marktinformationen und Firmennachrichten
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Der Markt der erneuerbaren Energien wird ständig
dynamischer. Um fundiert entscheiden zu können,
brauchen Sie kompetent recherchierte Informationen.
Mit den neuen Themenschwerpunkten
„Haustechnik für Strom und Wärme“ und
„Energieerzeugung und Netzintegration“
jetzt noch aktueller und dichter am Markt.
Testen Sie die nächsten 4 Ausgaben
der SONNE WIND & WÄRME
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WAS SAUST
ÜBER EINE INSEL
ZEIGT, WIE MAN
UMWELTFREUNDLICH
VORWÄRTSKOMMT?
Die Energieversorgung Sylt verbindet Energie und Umwelt für die Insel.
Die Erdgastaxen auf Sylt.
Die Erdgastaxen auf Sylt verdeutlichen, wie in Zukunft
der Hase läuft. Denn hier tanken immer mehr Taxen
Erdgas. Und mehr und mehr andere Fahrzeuge auch.
Natürlich zum großen Teil schon aus klimaneutralem
Biogas. Genial – und nicht nur eine Insellösung.
Diese Idee der Energieversorgung Sylt ist eine von vielen,
mit denen die über 100 in der Thüga-Gruppe organisierten
Stadtwerke die Energiewende vorantreiben. Für ein
entscheidendes Plus für Mensch, Natur und Umwelt.
Für das große Plus für alle.
Erfahren Sie mehr über
www.energie-und-wende.de
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