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2014_10_30-PM_Grunderwerbssteuer-BFW NRW

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PRESSEMITTEILUNG
Erhöhung der Grunderwerbsteuer erschwert
Wohnungsneubau und private Vorsorge
Düsseldorf, 30. Oktober 2014 – „Die angekündigte Anhebung des Grunderwerbsteuersatzes von
5 auf 6,5 Prozent zum Jahreswechsel wird den Wohnungsneubau ausbremsen und die
angespannte Lage in stark nachgefragten Wohnungsmärkten verschärfen“, kritisiert Martin
Dornieden, Vorsitzender des BFW Nordrhein-Westfalen, die Entscheidung von SPD und Grünen
vom 28. Oktober 2014.
Mit den durch die Steuererhöhung erwarteten Mehreinnahmen von 400 Millionen Euro will die rot-grüne
Landesregierung die Neuverschuldung senken, um so die ab 2020 geltende Schuldenbremse zu
erreichen. „Dieses Ziel ist verständlich, wird aber sowohl zulasten des Mietwohnungsneubaus als auch
zulasten derer gelöst, die zukünftig Wohneigentum erwerben wollen“, so Dornieden. Bereits jetzt
fließen 17 Prozent der Gesamtkosten einer Neubauwohnung an den Staat, zukünftig sind es in NRW
dann 18,5 Prozent. Erst im Oktober 2011 war die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent erhöht
worden. Ein weiterer Sprung auf 6,5 Prozent kommt einer annähernden Verdoppelung des
Steuersatzes innerhalb von drei Jahren gleich. Bei einem Einfamilienhaus zum Kaufpreis von 200.000
Euro müssen Käufer dann 6.000 Euro mehr Grunderwerbsteuer im Vergleich zu 2011 zahlen.
Im Mietwohnungsneubau sind die Mieten alleine aufgrund politisch bewirkter Preissteigerungen in den
letzten Jahren um 1,50 Euro/qm gestiegen. Die NRW-Landesregierung sorgt nun selbst für weitere
Teuerungen. Angesichts eines jährlichen Neubaubedarfs für Nordrhein-Westfalen von 60.000 bis
80.000 neuen Wohneinheiten ist eine Anhebung der Grunderwerbsteuer nach nur drei Jahren verfehlte
Wohnungspolitik und kontraproduktiv. „Alleine mit öffentlich gefördertem Wohnungsbau wird eine
Entspannung der Wohnungsmärkte nicht gelingen. Wir brauchen weiterhin den Bau privater
Eigenheime und den freifinanzierten Mietwohnungsneubau. Besonders schwierig dürfte es werden,
wenn das Zinsniveau für Darlehen wieder ansteigt. Der Traum vom Eigenheim wird dann für breite
Schichten der Bevölkerung unbezahlbar“, folgert Dornieden.
Pressekontakt:
RA’in Elisabeth Gendziorra
BFW Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Oststr. 55, 40211 Düsseldorf
Tel. 0211/93655408 Mobil: 0152/34074363
info@bfw-nrw.de
Der BFW Nordrhein-Westfalen ist Interessenvertreter von rund 200 Unternehmen der Immobilien- und
Wohnungswirtschaft auf Landesebene und Mitglied des BFW-Spitzenverbands. Dem BFW Bundesverband Freier
Immobilien und Wohnungsunternehmen gehören derzeit rund 1.600 Mitglieder und verbundene Unternehmen an. Die
Mitgliedsunternehmen verwalten einen Wohnungsbestand von rund 3,1 Millionen Wohnungen, in denen 7,2 Millionen
Menschen leben. Dies entspricht einem Anteil von rund 14 Prozent des gesamten vermieteten Wohnungsbestandes in
Deutschland. Zudem werden Gewerberäume von insgesamt 37,8 Millionen Quadratmetern Nutzfläche verwaltet. Damit
arbeiten mehr als 1 Millionen Beschäftigte in den Büros, Einkaufszentren und Hotels der BFW-Mitgliedsunternehmen.
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