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3/2014 pdf-Datei - Liebe Surferin, lieber Surfer, der von Ihnen

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03
2014 | JAHRGANG 57
UNIVERSITÄTS
NACHRICHTEN
ILMENAU
www.tu-ilmenau.de/unizeitschrift
www.tu-ilmenau.de/unizeitschrift
UNI POLITIK
UNI STUDIUM
UNI FORSCHUNG
Semesterbeginn:
ErstiWoche für guten Studienstart
Positive Zwischenbilanz:
Modell für neuen Studieneinstieg
ProExzellenz-Zentrum:
Forschung für intelligentes Auto
SEITE 06
SEITE 28
SEITE 39
INNOVATIONSFELD DIGITALE MEDIENTECHNOLOGIE
S. 18
Medientechnik für alle Sinne
Entdecken Sie MR
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UNI I 03 I 2014
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UNI I 03 I 2014
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UNIINHALT
UNIINHALT
UNITITEL | Seite 18
Innovationsfeld Digitale Medientechnologie
Medientechnik für alle Sinne
ErstiWoche:
Ein guter Start ins Studium
SEITE 06
UNIPOLITIK
UNIRUBRIKEN
06
ErstiWoche:
Ein guter Start ins Studium
07
08
UNISTUDIUM
26
Die Frage!
Selbstorganisation im Studium:
Welche Tipps hast du?
WirtschaftsWoche:
Top-Plätze für die TU Ilmenau
28
Basic Engineering School:
Positive Zwischenbilanz
Hohe Förderung:
Start für BASICplus-Vorhaben
30
Gender-Diversity-Zertifikat:
Erste Absolventin
31
BAföG-Reform: Mehr Geld für
Studierende und Länder
32
Studenten willkommen:
Uni bietet breites Sportangebot
34
Qualitätsmanagement:
Akteure und Zuständigkeiten
10
Festakt: Feierliche Investitur
12
Gründung: Erste deutsche
Universität in Russland entsteht
UNITITEL
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UNI I 03 I 2014
Digitale Medientechnologie
Medientechnik für alle Sinne
www.tu-ilmenau.de/unizeitschrift
www.tu-ilmenau.de/unizeitschrift
ThIMo-Leistungsschau:
Thüringer Forum Mobilität
Universitätsbibliothek:
Die Nutzer bestimmen Angebot
Filmen, planen, bauen ...
Ilmenauer Studenten in Vereinen
SEITE 38
SEITE 50
SEITE 58
UNIFORSCHUNG
38 ThIMo-Leistungsschau:
Thüringer Forum Mobilität
39 Spitzenforschung: TU Ilmenau
erhält ProExzellenz-Zentrum
40 Turbulenzrätsel: Forscherteam
mit neuem Lösungsansatz
41 Klinikeinsatz: Reha-Roboter für
Schlaganfall-Patienten
42 Gastgeber: Internationale
Tagungen an der TU Ilmenau
UNIREPORTAGE
50 Universitätsbibliothek:
Die Nutzer bestimmen Angebot
58
Filmen, planen, bauen ...
Studenten in Vereinen
UNIGALERIE
UNIMENSCHEN
52 Vodafone Innovationspreis
an Professor Reiner Thomä
60
Fahrzeugevent:
Thüringer Forum Mobilität
53 Who‘s who?
60
Abendkonzert: Romantische
Nacht der Chormusik
61
Großprojekt: Modernisierung
des Faradaybaus
54 Auszeichnungen
56 Neu im Amt, Personalia
44 Projekte: Neubewilligungen im
Umfang von 12 Millionen Euro
UNIPORTRÄT
57 Promotionen
UNI I 03 I 2014
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Foto: Bettina Wegner
UNIPOLITIK
Ein guter Start ins Studium!
Mit der traditionellen Studieneinführungswoche eröffnete die TU Ilmenau das Studienjahr 2014/15.
Für alle Erstsemester oder, wie man in Ilmenau sagt, - Erstis - begann damit ein neuer Lebensabschnitt.
Um allen „Neuen“ den Einstieg ins Studium so leicht wie möglich zu gestalten,
startete für sie das neue Studienjahr bereits
eine Woche vor dem Vorlesungsbeginn
mit einem Programm zur allmählichen
Orientierung an der Uni. Vom 6. bis 12.
Oktober wurden die Erstis in Einführungsveranstaltungen mit den verschiedenen
Studiengängen, dem Studium generale,
der Fremdsprachenausbildung und den
Einrichtungen und Laboren der Universität
vertraut gemacht.
Von der Bewerbungsphase mit OnlineBetreuung bis zum Studienabschluss
werden die Studentinnen und Studenten
an der TU Ilmenau nicht allein gelassen.
Neben der intensiven Betreuung durch die
Dozenten und verschiedenen Beratungsanlaufstellen stehen ihnen in den ersten
zwei Fachsemestern Kommilitonen höherer
Semester, Tutoren, und ab dem dritten
Fachsemester Hochschullehrer, Mentoren,
zur Seite. Um die unkomplizierte Vermittlung von Wohnraum kümmert sich das
Studentenwerk Thüringen. Erstmals mit
dem Wintersemester 2014/15 gibt es sogar
eine Wohnraumgarantie für alle, die sich
bis zum 31. august an der TU Ilmenau immatrikuliert und beim Studentenwerk angemeldet hatten. Die Wohnraumgarantie
ist ebenso wie die neue Bewerber-Hotline
Bestandteil des Servicepakets, das die TU
im Rahmen ihrer Kampagne „Studieren mit
besten Aussichten“ geschnürt hat.
Neben den Informationsangeboten der
Universität wartete auch in diesem Jahr das
deutschlandweit umfangreichste studentische Studieneinführungsprogramm - die
berühmte ErstiWoche - auf die neuen Ilmenauer Studentinnen und Studenten. Denn
bei den ersten Schritten ins Studium ist
auch es wichtig, die Stadt und den Campus
kennenzulernen, Kontakte zu Kommilitonen zu knüpfen und in das studentische
Freizeitleben einzutauchen. All das bietet
die ErstiWoche mit ihrem abwechslungsreichen Kultur- und Freizeitprogramm.
Vom Kennenlern-Grillen bis zum täglichen
Frühstück in den Studentenclubs. vom
Workshopday der Studentenvereine bis
zum Sportfest, von der Tanzparty „SWING
Ersti Night Fever“ bis zur obligatorische
Wanderung auf den Ilmenauer Hausberg
„Kickelhahn“.
Auch an die neuen Masterstudenten wurde
gedacht. Für sie gab es zwei gesonderte
Einführungstage mit Vorträgen zu den
Studiengängen, zu Möglichkeiten, einen
Auslandaufenthalt zu absolvieren und
zu den Angeboten von Unibibliothek,
Unirechenzentrum und PATON I Landespatentzentrum Thüringen. Vertreter der Studienberatung beantworteten Fragen rund
um das Studium und Studienumfeld, und
das Programm der studentischen Erstiwoche stand ihnen natürlich ebenfalls offen.
Den Abschluss der Studieneinführungswoche an der TU Ilmenau bildete am 11.
Oktober der traditionelle akademische
Festakt der feierlichen Immatrikulation mit
Ministerpräsident a. D. und Bundesminister
a. D. Dr. Manfred Stolpe als Festredner.
Tipps, wie man erfolgreich studiert, gibt es unter „Die Frage“ auf den Seiten 26/27!
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UNI I 03 I 2014
UNIPOLITIK
Ranking der WirtschaftsWoche
Erneut Top-Plätze
für die TU Ilmenau
Die TU Ilmenau hat im renommierten
Hochschulranking der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ erneut Top-Platzierungen
erreicht. Im aktuellen Ranking schneidet
die einzige technische Universität Thüringens zum wiederholten Mal hervorragend
ab und platziert sich mit ihren Studiengängen unter den zehn besten deutschen
Universitäten.
Im Studiengang Wirtschaftsinformatik belegt die TU Ilmenau einen hervorragenden
7. Platz, in den Fächern Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau jeweils Rang
9 und im Studiengang Informatik Platz 10.
Für das Ranking werden jährlich mehr als
500 Personalchefs der größten deutschen
Unternehmen danach befragt, welche
Hochschulen ihrer Meinung nach den besten Ruf genießen.
Das Ranking wird in Zusammenarbeit
mit der Beratungsgesellschaft Universum
Communications und dem RecruitingDienstleister Access KellyOCG durchge-
Foto: ari
führt und ist das größte seiner Art.
UNI I 03 I 2014
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UNIPOLITIK
HOHE FÖRDERUNG
Start für BASICplus
Mit ihrem Projektantrag „BASICplus“ hat sich die TU Ilmenau im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg
durch Bildung: offene Hochschulen“ erfolgreich durchgesetzt. Bis zum Jahr 2018 erhält die Universität
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung in Höhe von 2,7 Millionen Euro.
Damit zählt die TU Ilmenau zu den Hochschulen, die die höchsten Fördersummen erhalten haben.
teten Studienplan ist die Ausbildung mit
objektorientierten Projektarbeiten und
deren praktischer Umsetzung in Werkstätten verknüpft. Den Studierenden wird auf
diese Weise ein optimierter Einstieg in das
Ingenieurstudium ermöglicht. Der Erfolg
des noch bis 2016 über das Bund-LänderProgramm zur Erhöhung der Qualität der
Lehre geförderten Modellprojekts zeigt
sich bereits in signifikant besseren Prüfungsergebnissen (s. a. Seite 28).
Foto: ari
Gute Erfahrungen nutzen
Öffnung für neue Zielgruppen
Mit „BASICplus“ öffnet die TU Ilmenau
die universitäre Aus- und Weiterbildung
für weitere Zielgruppen: für Ingenieure
mit Bachelor- und/oder Masterabschluss,
für Absolventen von Fachhochschulen
und Berufsakademien und auch für
Meister und Facharbeiter mit und ohne
Abitur. Die Förderung des Bund-LänderProgramms ermöglicht es der TU Ilmenau
nun, aufeinander abgestimmte Lehrmodule zu entwickeln, die einzeln zu einem
Weiterbildungszertifikat und in Summe
zu einem Bachelor- oder Masterabschluss
der TU Ilmenau führen. Zugleich will die
Universität spezielle Vorbereitungskurse
und auf die Bedürfnisse der Studierenden
zugeschnittene Betreuungskonzepte
erarbeiten, die sowohl die Betreuung
in Lehr- und Forschungseinrichtungen
und Praxiswerkstätten vor Ort als auch
E-Learning und Lehrveranstaltungen in
Unternehmen oder kooperierenden Bildungseinrichtungen vorsehen. „Das alles
kostet sehr viel Zeit und Aufwand“, so
der Prorektor für Bildung der TU Ilmenau,
Professor Jürgen Petzoldt. „Wir freuen
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UNI I 03 I 2014
uns daher sehr, dass unser Vorhaben
in so großem Umfang gefördert wird.
Das ermöglicht uns die Finanzierung der
notwendigen Manpower während der
Konzipierungs- und Erprobungsphase.“
Anteil von Weiterbildung steigt
Langfristig sieht die TU Ilmenau den Anteil
von Weiterbildung und lebenslangem
Lernen im gesamten akademischen Ausbildungsbereich bei 30 bis 40 Prozent.
Aus diesem Grund verfolgt die Universität
schon seit mehreren Jahren intensiv die
Stärkung dieser nach Lehre und Forschung
dritten Säule ihrer Tätigkeit. Im Jahr 2011
wurde das Zentralinstitut für Bildung der
TU Ilmenau gegründet, das studienbegleitende Angebote, Innovationen in der Lehre und die Angebote rund um das Thema
lebenslanges Lernen bündelt, koordiniert
und ausbaut. Seit 2012 ist am ZIB auch das
Projekt „Basic Engineering School“ (BASIC)
angesiedelt, mit dem die TU Ilmenau eine
neu gestaltete Studieneingangsphase der
ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge
erprobt. Neben einer intensiveren Betreuung und einem interdisziplinär ausgerich-
Die guten Erfahrungen aus der „Basic
Engineering School“ sollen nun auch für
den Aufbau des Angebotes für beruflich
qualifizierte Fachkräfte im Rahmen des
neuen Projekts BASICplus genutzt werden. Ein großer Teil der bereitgestellten
Fördermittel fließt daher direkt in die
beteiligten Fakultäten, wo die entsprechende Überarbeitung der Lehrangebote
und Betreuungsmodelle erfolgt. Ebenfalls
sind Mittel für eine wissenschaftliche
Begleitforschung und den Ausbau eines
Netzwerkes mit Projektpartnern vorgesehen. Dazu gehören bereits der Automobilcluster Ostdeutschland, die Initiative
Erfurter Kreuz, die Jenoptik AG, die IHK
Südthüringen, die Berufsakademie Gera/
Eisenach und die FH Erfurt. Damit will die
einzige technische Universität Thüringens
einen weiteren wichtigen Beitrag für die
Aus- und Weiterbildung hochqualifizierter
Fachkräfte leisten und zugleich für Praktiker und Arbeitgeber im In- und Ausland
noch attraktiver werden.
Der Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung:
offene Hochschulen“ richtete sich an
Hochschulen, die Weiterbildungsangebote entwickeln, lebenslanges Lernen zum
Ziel haben und beruflich qualifizierten
Fachkräften den Weg an die Hochschulen
öffnen.
UNIPOLITIK
HOHER BESUCH
Bundesministerin Johanna Wanka
Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, hat am 26. August die TU Ilmenau besucht und zeigte sich von der Universität beeindruckt: „Ich habe einen imponierenden Eindruck von
Lehre und Forschung.“ Im Gespräch mit dem Rektor, den Prorektoren, Professoren und Mitarbeitern hatte
sich die Ministerin einen Überblick über die Universität und deren strategischen Ziele verschafft.
Begrüßung der Bundesministerin
an der TU Ilmenau durch den Rektor
(Mitte) und die Prorektoren (rechts).
Fotos: ari
Im Gespräch mit der Unileitung,
Professoren und Mitarbeitern verschaffte sich die Ministerin einen
Überblick über die TU Ilmenau.
Die Ministerin sagte zu, dass „wir uns in
Berlin Gedanken machen, wie die Leistungen exzellenter Hochschulen weltweit
besser bekannt gemacht werden.“ Ein
Schwerpunkt des Besuchs war das Projekt
„BASICplus“, das sich jüngst im BundLänder-Wettbewerb „Aufstieg durch
Bildung: offene Hochschulen“ erfolgreich
durchgesetzt hatte. Mit den Fördermitteln
jekte, die gut laufen, als Modellprojekte
des Bundes aufzulegen.“
Beeindruckt zeigte sich die Ministerin auch
von den Bemühungen der Universität um
Internationalisierung. Rektor Professor
Peter Scharff hatte vom erfreulichen Anstieg ausländischer Studierender an der
TU Ilmenau berichtet und die Absichten
„Ich habe einen imponierenden Eindruck von Lehre und Forschung.“
Prof. Johanna Wanka | Bundesministerin für Bildung und Forschung
entwickelt und erprobt die TU Ilmenau
neue Konzepte der berufsbegleitenden
Ingenieuraus- und Weiterbildung. Die
Universität möchte dabei verstärkt auch
nicht klassischen Studieninteressierten
wie Meistern, Facharbeitern oder Absolventen von Fachhochschulen und
Berufsakademien ein Hochschulstudium
ermöglichen. „Das ist ein sehr richtiger
Weg“, so Ministerin Wanka. Menschen,
die sich für eine Berufsausbildung entschieden haben, dürfe der akademische
Bildungsweg nicht verschlossen bleiben.
„Wir müssen darüber nachdenken, Pro-
für die Zukunft erläutert: „Thüringen
braucht Zuwanderung und dazu möchten wir etwas beitragen.“ Die Ministerin
betonte, dass die TU Ilmenau mit ihren
Anstrengungen voll im Einklang mit den
Zielen der Bundesregierung stehe, auch
Fachkräfte aus dem Ausland auszubilden,
beruflich qualifizierten Fachkräften ein
Hochschulstudium zu ermöglichen und
neue Angebote für Weiterbildung und lebenslanges Lernen zu entwickeln. „Das ist
vor dem Hintergrund der demografischen
Entwicklung und des hohen Fachkräftebedarfs die zeitgemäße Antwort“, sagte sie.
Bei ihrem Besuch lernte Johanna
Wanka auch den Assistenzrobotor
„Tweety“ kennen, der ihr offensichtlich sehr gefiel.
UNI I 03 I 2014
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Fotos: Chris Liebold, Ralf Weber
UNIPOLITIK
Aus den Händen von Staatssekretär Prof. Thomas Deufel
erhielt Professor Peter Scharff
die Urkunde zur Ernennung
zum Präsidenten der Technischen Universität Ilmenau.
Investitur des Rektors und der Prorektoren
Festakt zur Amtseinführung
Das Verfahren war neu, das Ergebnis
nicht: Der Rektor, Professor Peter Scharff,
und die Prorektoren für Bildung und Wissenschaft, Professor Jürgen Petzoldt und
Professor Klaus Augsburg, sind in diesem
Frühjahr erneut wieder gewählt worden
(UNI berichtete). Mit der Investitur am 2.
Juli wurde die neue alte Unispitze feierlich
in ihr Amt eingesetzt. Zahlreiche Gäste
aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft
und der eigenen Universität wohnten
dem akademischen Festakt bei, zu dem
der Vorsitzende des Hochschulrates der
TU Ilmenau, Dr. Edgar Most, eingeladen
hatte. Moderiert wurde die Investitur vom
Vorsitzenden der Hochschulmitglieder der
Findungskommission Prof. Matthias Hein
(Foto). In seinen einführenden Worten
wertete er die von Hochschulrat und Senat einhellig gefällte Wahlentscheidung
als Würdigung der bisherigen, insgesamt
zehnjährigen Arbeit des Rektorats.
Anerkennung vom Ministerium
Auch der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und
Kultur, Professor Thomas Deufel, sprach
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UNI I 03 I 2014
der Ilmenauer Leitungsspitze hohe Anerkennung für das Geleistete aus. „Diese erfolgreiche Arbeit zeigt sich in gestiegenen
Studentenzahlen, der Vorreiterrolle bei
der Systemakkreditierung, einer hohen
internationalen Anziehungskraft und
herausragenden Drittmittelergebnissen.“
Aber auch als Partner und Gegenüber bei
der Gestaltung der Thüringer Hochschulpolitik und -landschaft zollte Professor
Deufel der Ilmenauer Hochschulleitung
und besonders dem Rektor Hochachtung.
„In der langen Zeit, die wir uns kennen,
habe ich Sie wirklich schätzen gelernt
als jemand, der sich klar ausdrückt, der
streitbar ist, aber immer konstruktiv.“
Die TU Ilmenau habe gezeigt, wie Hochschulleitungen mit Autonomie umgehen
können. „Ich freue mich, dass Sie mit
Ihrer Erfahrung und energischen Neugier
auch in den kommenden sechs Jahren die
Geschicke der TU Ilmenau lenken und die
Hochschule weiterhin in eine erfolgreiche
Zukunft führen werden.“
Finanzierungszusage
des Landes
Bevor der Staatssekretär dem Rektor die
Ernennungsurkunde überreichte und mit
Hilfe von TU-Kanzlerin Dr. Margot Bock
die Amtskette umlegte, bekräftigte er die
Zusage der Landesregierung für eine verbindliche Finanzierung der Hochschulen.
„Die Thüringer Landesregierung setzt bei
insgesamt sinkenden Landeshaushalten
einen klaren politischen Schwerpunkt
bei Lehre, Innovation und Forschung“,
betonte er. Mit der „Hochschulstrategie
Thüringen 2020“ werde der Freistaat
ab dem Jahr 2016 jährlich alle wissenschaftsspezifischen Kosten- und Tarifsteigerungen übernehmen. Hinzu komme
ein Strategiebudget in Höhe von einem
Prozentpunkt. „Diese Lösung wurde gemeinsam mit den Hochschulen erarbeitet
und folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrates“, so der Staatssekretär.
Für den Zeitraum von 2016 bis 2019 sind
Hochschulausgaben von insgesamt 2,16
Milliarden Euro vorgesehen - rund 287
Millionen Euro mehr als mit der derzeitigen Rahmenvereinbarung III. Insgesamt
sollen die Hochschulen damit jährlich
rund vier Prozent mehr Geld erhalten.
Einführung der Prorektoren
Gemäß Ilmenauer Tradition wurden im
Rahmen der feierlichen Investitur auch
die Prorektoren in eine weitere dreijährige
Amtszeit eingeführt. Aus den Händen
des Rektor erhielten sie ihre Urkunde
Foto: Ralf Weber
UNIPOLITIK
Fotos: Chris Liebold
und jeweils ein kleines Geschenk auf den
Weg: einen Hammer für den Prorektor für
Bildung, Professor Jürgen Petzoldt, und
einen an die Ilmenauer Technikglastradition angelehnten Glaszylinder für den
Prorektor für Wissenschaft, Professor
Klaus Augsburg. Aber auch die Kanzlerin
Dr. Margot Bock, die die Unileitung komplettiert, wurde bedacht: Ihr überreichte
der Rektor ein Ginkgoblatt als Symbol für
Stärke und Widerstandsfähigkeit, die er
ihr auch in der Zukunft für die Bewältigung aller finanzieller Herausforderungen
an die Universität wünschte.
Effizienz, um daraus Schlussfolgerungen
für ihre Leitungsarbeit zu ziehen. Der Rektor, der seinen Vortrag mit dem Wortspiel
„(Di)rektor des Universums“ überschrieben hatte, widmete sich der Entropie, der
Generationen zu stellen. Und hatte der
Kammerchor der TU Ilmenau die Investitur mit „Jubilate Deo“ freudvoll eröffnet,
so setzte das Akademische Orchester der
Universität mit „Das große Tor von Kiew“
den kraftvollen Schlusspunkt, bevor die
Gäste Gelegenheit hatten, ihre Glückwünsche zu überbringen.
Antrittsreden einmal anders
Unkonventionell und einmal ganz anders
waren anschließend auch die Reden des
Rektors und der Prorektoren: Der Chemiker Peter Scharff, der Leistungselektroniker Jürgen Petzoldt und der Fahrzeugtechniker Klaus Augsburg näherten sich aus
ihrer natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen Profession heraus auf unterhaltsame
Weise den Zusammenhängen von Ordnung und Unordnung, Steuerbarkeit und
Selbstorganisation, Beschleunigung und
Umwandlung, und führte das Thema mit
Blick etwa auf Rohstoffe und Energie bis
zur Verantwortung der Forschung für Gesellschaft und Umwelt. „Eine technische
Universität muss über die Verteilung der
Rohstoffe, Umwandlungen und Rückkopplungen nachdenken“, betonte er.
Als Hauptaufgabe der TU Ilmenau sieht
der Rektor für die Zukunft, sich mit den
globalen Menschheitsfragen zu beschäftigen und die Forschung in den Dienst
von Umwelt und des Wohls kommender
UNI I 03 I 2014
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UNIPOLITIK
Erste deutsche Universität in Russland
Deutsch-russisches Institut eröffnet
Start für das „German-Russian Institute of Advanced Technologies“ (GRIAT) in Kasan. Die TU Ilmenau als
Konsortialführer und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben am 2. September gemeinsam
mit der Kasaner Nationalen Technischen Forschungsuniversität (KNRTU) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst diese zweistaatliche Lehr- und Forschungseinrichtung eröffnet. Dazu war eine
vom Rektor Prof. Peter Scharff angeführte Delegation der TU Ilmenau nach Kasan gereist.
In dem Institut werden künftig russische
Ingenieurstudierende nach deutschem
Standard ausgebildet. Bereits mit dem
Studienjahr 2014/15 starten am GRIAT
die ersten vier ingenieurtechnischen Studiengänge: Communication and Signal
Processing, Research in Computer and
Systems Engineering, Electrical Engineering and Information Technology und Science in Chemical and Energy Engineering.
Die Ausbildung erfolgt durch Professoren
der beiden deutschen Universitäten, die
mehrmals im Semester Blockvorlesungen
in Kasan halten. Weitere Dozenten sind
über das gesamte Jahr vor Ort. Im Rahmen
eines von der Republik Tatarstan eigens
aufgelegten Stipendienprogramms werden jährlich bis zu 100 russische Studierende einen Studienaufenthalt in Deutschland absolvieren und anschließend in
Kasan in einem der vier Studiengänge vor
Ort den Masterabschluss erwerben.
In Zukunft wird das Ausbildungsprogramm am GRIAT bis auf 14 Studiengänge
erweitert. Dazu wird die TU Ilmenau noch
weitere deutsche technische Universitäten, mit denen sie bereits seit vielen
Jahren eng zusammenarbeitet, einbinden.
Darüber hinaus ist der Austausch von
Der Präsident der Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow, und der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, schneiden das Band zur
Eröffnung des GRIAT durch.
Forschergruppen und die gemeinsame
Bearbeitung von Forschungsthemen Bestandteil der Kooperation. „Längerfristig
wollen wir das GRIAT zu einer gemeinsamen Universität ausbauen, der ersten
deutsch-russischen Universität“, so der
Ilmenauer Rektor.
Das GRIAT wird für zunächst vier Jahre
vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und
Die ersten vierzig Studenten des GRIAT (im weißen T-Shirt).
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UNI I 03 I 2014
von der Republik Tatarstan gefördert. Mit
den Geldern von deutscher Seite, rund
eine Million Euro, wurden unter anderem
drei Stellen geschaffen. Die Republik Tatarstan hatte bereits im Vorfeld mehrere
Millionen Euro in die Infrastruktur investiert und einen Neubau für das ingenieurwissenschaftliche Institut errichtet.
Die rund 800 Kilometer südöstlich von
Moskau gelegene autonome Republik
Tatarstan ist eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Russlands. Schwerpunkte sind die Fahrzeug- und Flugzeugindustrie sowie die Brennstoff- und
petrochemische Industrie. Zahlreiche
deutsche Firmen arbeiten eng mit Industrieunternehmen der Region zusammen
und besitzen dort Niederlassungen. Vier
der insgesamt 30 Kasaner Hochschulen
zählen zu den 50 führenden Hochschulen
Russlands, darunter auch die KNRTU. Die
1932 gegründete Universität wird nach
dem russischen Flugzeugbauer Andrej
Nikolajevitsch Tupolev auch „TupolevUniversität“ genannt und gilt als russische
Elite-Universität.
UNIPOLITIK
UNIPOLITIK
Der Neubau des GRIAT
Fotos: Dr. Heiner Dintera
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UNI I 03 I 2014
UNIPOLITIK
UNISTUDIUM
Verdienste um Zusammenarbeit geehrt
Die TU Ilmenau hat Professor Igor Nikolaevich Zhelbakov von der Nationalen Forschungsuniversität Moskauer
Energetisches Institut (MEI) die Ehrendoktorwürde verliehen. Mit dieser Auszeichnung würdigte die TU
Ilmenau die herausragenden Verdienste von Professor Zhelbakov um die wissenschaftliche Zusammenarbeit
der beiden Partneruniversitäten.
Die Zusammenarbeit zwischen der TU Ilmenau und dem MEI
reicht bis in die 1950er Jahre zurück und wurde seither ununterbrochen gepflegt, intensiviert und ausgebaut. Professor
Zhelbakov, der 1974 als Student selbst seinen ersten Aufenthalt
in Ilmenau absolvierte, hat die Partnerschaft über Jahrzehnte
maßgeblich mitgestaltet, weiterentwickelt und gefördert. Als
langjähriger Prorektor für Internationale Beziehungen des MEI
und Projektleiter der Kooperation auf russischer Seite war er
entscheidend daran beteiligt, dass sich die Partnerschaft zur
langjährigsten und erfolgreichsten in der Geschichte der TU
Ilmenau entwickelt hat.
wurde, ging im Jahr 2007 die Deutsche Ingenieurfakultät am
MEI hervor, der Professor Zhelbakov seither als Direktor vorsteht.
Damit erreichte die Zusammenarbeit und zugleich die Internationalisierung der TU Ilmenau eine neue Qualität.
Modell für strategische Partnerschaft
Nach zahlreichen gemeinsam bearbeiteten wissenschaftlichen
Projekten und einem regen Wissenschaftler- und Studierendenaustausch wurde 1997 der erste gemeinsame Studiengang mit
Doppelabschluss am MEI eingeführt. Seither erlangten über
100 Studentinnen und Studenten des Moskauer Energetischen
Instituts einen Doppeldiplom- bzw. -masterabschluss beider
Einrichtungen. Aus dieser engen Zusammenarbeit, die stets
vom Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD gefördert
Das Erfolgsmodell MEI - TU Ilmenau wird seit 2013 im Rahmen
einer strategischen Partnerschaft auch auf die Elektrotechnische
Universität Sankt Petersburg ausgedehnt. Der Schwerpunkt der
Kooperation der drei Partner liegt dabei auf dem Zukunftsfeld
der Sensortechnik. Die strategische SPITSE-Partnerschaft wird
vom DAAD mit 580.000 Euro über drei Jahre gefördert. Ziel ist
neben dem Wissenschaftler- und Studierendenaustausch und
der Realisierung weiterer Doppelabschlussprogramme auch die
Einrichtung einer Deutschen Ingenieurfakultät nach dem Vorbild
des MEI an der Elektrotechnischen Universität Sankt Petersburg.
Im Juli trafen sich die Vertreter der drei beteiligten Einrichtungen
zur zweiwöchigen SPITSE-Konferenz an der TU Ilmenau, in deren
Rahmen am 9. Juli die Ehrendoktorwürde an Professor Zhelbakov
durch den Ilmenauer Prorektor für Bildung, Professor Jürgen
Petzoldt, verliehen wurde.
Professor Zhelbakov (links) erhielt die Ehrendoktorwürde
der TU Ilmenau.
SPITSE-Projektleiter Professor Matthias Hein begrüßt die
Konferenzgäste.
Fotos: Bettina Wegner
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UNI I 03 I 2014
UNIPOLITIK
UNISTUDIUM
UNIKOMPAKT
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UNIKOMPAKT
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UNIKOMPAKT
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UNIKOMPAKT
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Foto: Chris Liebold
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Foto: Bettina Wegner
UNIKOMPAKT
Foto: Bettina Wegner
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Bürger unterstützen Deutschkurs
Spende für Elektrochemie
Erfolgreich bei Chorwettbewerb
Die TU Ilmenau profitiert seit diesem Sommer vom Nachbarschaftshilfe-Verein der
Wohnungsbaugenossenschaft Ilmenau.
Auf Anfrage des Unisprachenzentrums
hatten sich im Verein engagierte Bürger/
innen bereit erklärt, den ausländischen
Teilnehmern der DHS-Intensivkurse ihr
Gastland näher zu bringen. Seither bereichern die Ehrenamtlichen den Unterricht,
erklären Land, Sitten und Gebräuche und
beantworten die Fragen der Studierenden.
Diese bereiten sich mit dem Kurs sprachlich
auf ihren Studienbeginn in Deutschland
vor und zeigten sich vom Projekt begeistert. Die Universität dankt allen Beteiligten
herzlich für diese wertvolle Unterstützung
und freut sich schon auf die Fortsetzung
des Engagements bei künftigen Kursen.
Der Fonds der Chemischen Industrie hat
der TU Ilmenau erneut eine Spende überreicht. Die Zuwendung in Höhe von 10.000
Euro ermöglichte es dem Fachgebiet
Elektrochemie und Galvanotechnik, einen
Batteriezyklierer und einen Dispergator,
ein Werkzeug zum Mischen von Elektrodenmaterialien, anzuschaffen. Mit diesen
Geräten können Studierende verschiedener
Fachrichtungen eigenständig hochmoderne Lithium-Ionen-Akkus herstellen und
untersuchen. Fachgebietsleiter Professor
Andreas Bund sieht die erneute Spende
auch als Beleg für die hohe Anerkennung
der Ausbildung der TU Ilmenau auf dem
Gebiet der Elektrochemie. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Fonds 29.000
Euro für einen neuen Messplatz gespendet.
Der Kammerchor der TU Ilmenau unter
Leitung von Arne Puschnerus hat beim
9. Deutschen Chorwettbewerb 2014 in
der Kategorie A1 das Prädikat „mit gutem Erfolg teilgenommen“ erzielt. Damit
erreichten die Ilmenauer ein beachtliches
Ergebnis, denn in dieser Kategorie traten
die besten Kammerchöre aus 14 Bundesländern an. Die Zuhörer konnten in Weimar auf sehr hohem Niveau unterschiedlichste Interpretationen der Pflichtstücke,
spannende moderne Kompositionen und
humorvolle Volksliedgestaltungen hören.
Die Teilnahme am Wettstreit wurde vom
Förder- und Freundeskreis der TU Ilmenau, vom Landesmusikrat Thüringen, dem
Deutschen Musikrat und der Sparkasse
Arnstadt-Ilmenau finanziell unterstützt.
Neue Fakultätsleitungen
Hohe Nachfrage bei Sommerkursen
Neues Semesterticket
In vier Fakultäten wurden die Leitungen
neu gewählt: Neuer Dekan der Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik ist
der bisherige Prodekan Prof. Peter Schaaf,
neuer Prodekan ist Prof. Hannes Töpfer. In
der Fakultät für Informatik und Automatisierung gibt es keine Änderung: Prof.
Kai-Uwe Sattler ist weiterhin Dekan, Prof.
Günter Schäfer Prodekan und Prof. Johann
Reger Studiendekan. Auch der Fakultät für
Maschinenbau steht weiterhin Prof. Christian Weber als Dekan vor, ebenfalls im Amt
bleiben Prof. Stefan Sinzinger als Prodekan
und Prof. René Theska als Studiendekan.
Neuer Dekan der Fakultät für Mathematik
und Naturwissenschaften ist Prof. Erich
Runge, neuer Prodekan/Studiendekan apl.
Prof. Thomas Böhme.
Die Internationalen Sommerkurse für
deutsche Sprache erfreuen sich immer
größerer Nachfrage: In diesem Jahr konnte
die TU Ilmenau insgesamt 157 Männer
und Frauen aus 26 Ländern begrüßen - 27
mehr als im letzten Jahr.
In drei unterschiedlichen Kursen konnten
die Teilnehmer nicht nur ihre Deutschkenntnisse intensivieren, sondern lernten
auch Land und Kultur kennen oder bereiteten sich auf ihr Studium vor. So wurden
neben dem Kurs „Deutsche Sprache und
Kultur“ der Kurs „Startklar fürs Studium“
und der Kurs „Fachsprache der Technik“
angeboten, der auch Fachvorträge, Laborbesuche und praktische Übungen zur
gezielten Vorbereitung auf ein Ingenieurstudium an der TU Ilmenau umfasste.
Seit 1. Oktober gilt das neue Semesterticket, für das 94,28 Prozent der
Studierenden der TU Ilmenau gestimmt
hatten. Zwar erhöht sich damit der
Semesterbeitrag um 6 Euro, allerdings
konnten das Studentenwerk Thüringen
und die Konferenz Thüringer Studierendenschaften auch Vorteile wie die nahtlose
Weiterfahrt von Thüringen nach Bayern
und Niedersachsen für Besitzer der entsprechenden Länder-Tickets vereinbaren.
Die Anschlussfähigkeit mit dem Sachsenund das Sachsen-Anhalt-Ticket bleibt
weiterhin gültig. Zudem können mit dem
neuen Semesterticket eigene Kinder bis zu
einem Alter von einschließlich 14 Jahren
kostenlos mitfahren. Weitere Infos unter:
https://stura.tu-ilmenau.de/semesterticket
UNI I 03 I 2014
15 |
UNIPOLITIK
UNISTUDIUM
Universität begrüßt neue Auszubildende
Foto: Bettina Wegner
Die TU Ilmenau hat in diesem Jahr zwölf
neue Auszubildende aufgenommen. Die
sechs jungen Frauen und sechs jungen
Männer haben sich für eine Ausbildung
in den folgenden Berufen entschieden:
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste/Fachrichtung Bibliothek,
Fachinformatiker/Fachrichtung Systemintegration, Fachkraft für Veranstaltungstechnik, Industriemechaniker/Fachrichtung
Feingerätebau, Kauffrau/Kaufmann für
Büromanagement.
17 Auszubildende haben unterdessen in
diesem Jahr ihre Berufsausbildung an der
TU erfolgreich abgeschlossen und wurden für ein Jahr oder längerfristig in ein
Arbeitsverhältnis übernommen.
Dienstvereinbarung aktualisiert
In Belangen, die nicht abschließend im
Tarifvertrag und in Gesetzen geregelt sind,
haben der Personalrat und die Universitätsleitung die Möglichkeit, im Rahmen
von Dienstvereinbarungen Regelungen
zu treffen. Im Folgenden wollen wir über
aktuelle Veränderungen informieren.
Eine gewisse Regelungslücke bestand
bisher bei den Beschäftigten in Forschung,
Lehre, Studium und Weiterbildung hinsichtlich der Flexibilisierung der Arbeitszeit
und des Arbeitsortes. Sie können nach
Absprache mit dem Vorgesetzten die Verteilung der Arbeitszeit festlegen. Unter Berücksichtigung dienstlicher Belange kann
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UNI I 03 I 2014
in begründeten Ausnahmefällen die Arbeit
auch außerhalb des regulären Arbeitsplatzes erbracht werden. Eine entsprechende
Vereinbarung zwischen dem Beschäftigten
und seinem Vorgesetzten muss nachweisbar sein. Der zeitliche Anteil der Arbeit an
der TU Ilmenau soll deutlich überwiegen.
Beim Arbeiten außerhalb des regulären
Arbeitsplatzes sind alle Regelungen des
Arbeits- und Datenschutzes einzuhalten.
Eine weitere Änderung betrifft die Kernzeit
für Teilzeitbeschäftigte. Die individuelle
Festlegung der Kernzeit wurde durch
eine standardmäßige Kernzeit von 08.00
Uhr bis 11.15 Uhr ersetzt. Im Einzelfall
kann die Kernzeit auch weiterhin individuell vereinbart werden. Für die meisten
Teilzeitbeschäftigten entfällt aber nun die
individuelle Vereinbarung, was zu einer
Vereinfachung in der Verwaltung führt.
Die aktuellen Dienstvereinbarungen können Sie jederzeit auf der Internetseite des
Personalrates einsehen (www.tu-ilmenau.
de/personalrat/dienstvereinbarungen).
Bei Fragen oder Problemen stehen Ihnen
die Mitglieder des Personalrates gern als
Ansprechpartner zur Verfügung.
I Marko Hennhöfer
Personalratsvorsitzender
UNIPOLITIK
Angesichts wachsender Anforderungen
im Bereich IT und Datenverarbeitung hat
die TU Ilmenau einen Chief Information
Officer (CIO) bestellt. Der Leiter des Universitätsrechenzentrums, Günter Springer,
hat zum 1. Juni die zusätzliche Tätigkeit
als CIO aufgenommen.
Der Chief Information Officer ist verantwortlich für die Weiterentwicklung,
Umsetzung und Kontrolle der IT-Strategie
der gesamten Universität einschließlich
der IT-Sicherheit. Für alle IT-Belange ist
er interner Ansprechpartner der TU Ilmenau und als Beauftragter des Rektors
vertritt er in diesem Bereich die Universität nach außen. Der CIO erstellt jedes
Jahr eine IT-Gesamtplanung, nimmt die
zentralen Steuerungsaufgaben des Informationsmanagements wahr, regelt das
Zusammenwirken aller Beschäftigten im
IT-Bereich der Universität, ist zuständig für
die zentralen und dezentralen IT-Systeme
Foto: Bettina Wegner
Neues Amt: Chief Information Officer
Günter Springer erläutert vor dem Senat die Tätigkeit des CIO.
für Sicherheit und Lizenzkontrolle und
begutachtet IT-Großinvestitionen, etwa
Großgeräte. Dabei arbeitet er eng mit allen
Bereichen der Universität zusammen. Für
die Hochschulleitung bereitet der Chief
Information Officer Entscheidungen in
Grundsatzfragen der IT-Entwicklung und
der strategischen IT-Planung vor und
informiert das Rektorat regelmäßig zu
seiner Tätigkeit.
UNI I 03 I 2014
17 |
UNITITEL
MEDIENTECHNIK
für alle Sinne
D
ie Digitalisierung durchdringt unseren Alltag – wie wir
uns informieren, wie wir leben und wie wir kommunizieren hat sich in den vergangenen 25 Jahren drama-
tisch verändert. Um die Bedeutung der „digitalen Revolution“
zu unterstreichen, hat die Bundesregierung das Wissenschaftsjahr 2014 unter das Thema „Die Digitale Gesellschaft“ gestellt.
Die TU Ilmenau hat die „digitale Revolution“ von Anfang an
aktiv mit gestaltet. 1993 nahm sie als erste deutsche Universität
die Ausbildung auf dem Gebiet der digitalen Medientechnologie auf. Heute arbeiten insgesamt 32 Fachgebiete der Institute
für Medientechnik (IMT) und für Medien und Mobilkommunikation (IMMK) fakultätsübergreifend im Forschungscluster
Digitale Medientechnologie zusammen. In Kooperation mit
dem ebenfalls auf dem Campus der Universität angesiedelten
Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT)
entstehen medientechnische Innovationen für viele Lebensbereiche: für besseres Hören und Sehen, für mehr Sicherheit im
Alltag, für unser Erleben von Kultur. Medientechnologie heute
ist auch und vor allem „Medientechnik für alle Sinne“.
Verbesserte
Cochlea-Implantate
Das Hören ist neben dem Sehen der Sinn,
auf den wir am meisten angewiesen sind.
Auch für die Forscher der TU Ilmenau
und des Fraunhofer IDMT ist das Gehör
des Menschen ein zentrales Thema. Sie
wollen höreingeschränkte Menschen
bestmöglich unterstützen. Dazu arbeiten
sie an der Verbesserung elektronischer
Hörhilfen wie Cochlea-Implantaten (CI),
die im Inneren des Ohrs die Funktion der
Hörschnecke (Cochlea) unterstützen. „Mit
diesen Implantaten kann der Höreindruck,
der durch Schädigung der Haarzellen
des Innenohrs vermindert war, teilweise
wieder hergestellt werden“, erläutert der
Leiter des IMMK der TU Ilmenau und des
Fraunhofer IDMT, Professor Karlheinz
Brandenburg, der als Mitentwickler des
MP3-Formats weltweit bekannt ist. Allerdings funktioniert diese Hörunterstützung
bisher nur bei der Sprachwahrnehmung in
ruhigen Umgebungen. „Um das Sprachverstehen und sogar den Genuss von
Musik auch in verrauschten Umgebungen
zu ermöglichen“, so Prof. Brandenburg,
Foto: ©bilderzwerg/fotolia.com
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UNI I 03 I 2014
UNITITEL
Foto: ©DDRockstar/fotolia.com, Hintergrund: ari
CI-Stimulationsexperiment
„arbeiten wir an der Optimierung der
Signalverarbeitung in den Implantaten.“
Gemeinsam mit Ilmenauer Biomedizintechnikern analysierten die Medientechnologen den Prozess der Signalverarbeitung im menschlichen Ohr und entwickelten ein mathematisches Modell für eine
Software zur möglichst naturgetreuen
Simulation des menschlichen Gehörs
in Cochlea-Implantaten. Aktuell führen
die Forscher klinische Studien mit CIPatienten durch, um die Algorithmen zu
optimieren und die Stimulationsstrategie
weiter zu verbessern.
Foto: Fraunhofer IDMT
UNI I 03 I 2014
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UNITITEL
Foto: ari
„Was genau wir hören,
wird geprägt von unseren
Erfahrungen, den Interaktionen
mit anderen Sinneseindrücken,
vor allem dem Sehen, und von
Trainingseffekten“
PROF. KARLHEINZ BRANDENBURG
Im Hörlabor der TU Ilmenau.
Die Perfektion des
Hörerlebnisses
Neben der gesundheitsbezogenen Hörforschung beschäftigen sich die Medieninstitute der TU Ilmenau mit der
psychoakustischen Wahrnehmung des
Menschen. Dabei geht es um Faktoren,
die unser Hören beeinflussen. „Was genau
wir hören, wird geprägt von unseren Erfahrungen, den Interaktionen mit anderen
Sinneseindrücken, vor allem dem Sehen,
und von Trainingseffekten“, erläutert
Professor Brandenburg. „Obwohl heutige
akustische Wiedergabesysteme schon eine
gute Qualität bieten, sind die Einflussfaktoren auf unsere Wahrnehmung noch
nicht komplett nachvollzogen.“
Im Projekt „Effekte bei der Wahrnehmung
auditiver Illusionen“ untersuchen die
Ilmenauer Wissenschaftler systematisch
alle Faktoren, die unsere akustische Wahrnehmung beeinflussen, beispielsweise
Veränderungen der Aufnahme- und Wiedergaberäume oder verschiedene visuelle
Präsentationen der Szenen. Dazu werden
im Hörlabor der TU Ilmenau zahlreiche
Hörversuche mit Probanden durchgeführt.
Aus der Vielzahl der möglichen Effekte
leiten die Forscher Parameter ab, die
Rückschlüsse darauf zulassen, wie eine so
genannte plausible auditive Illusion, also
das bestmögliche Hörerlebnis, erzeugt
werden kann. Diese grundlegenden
Arbeiten werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Die
gewonnenen Erkenntnisse sollen später
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UNI I 03 I 2014
helfen, die Qualität akustischer Systeme
wie Lautsprecher zu beurteilen und ihre
Entwicklung zu verbessern.
Für die Wahrnehmung von Sprache und
Musik spielt der Raum, in dem die Audiosignale aufgenommen und in dem sie wiedergegeben werden, eine wichtige Rolle.
Mit Hilfe akustischer Raumsimulationsverfahren kann das Klangverhalten in variablen Raumgeometrien getestet und gezielt
beeinflusst werden. Wissenschaftler am
IMT entwickeln solche Verfahren weiter,
um sie für aktuelle Surround-Verfahren,
auch in kleinen Räumen und möglichst in
Echtzeit einsetzten zu können.
3D-Klang in Vollendung
Den perfekten Klang streben die Ilmenauer
Akustikforscher des Fraunhofer IDMT
auch bei der Beschallung von Bühnen,
Konzerten und Live-Shows sowie in Kinos oder Museen an. Mit dem auf der
Wellenfeldsynthese basierenden Beschallungssystem „SpatialSound Wave“ setzte
das Fraunhofer IDMT neue Maßstäbe bei
der Inszenierung dreidimensionaler Audiowelten. Die Technologie, bei der durch
die Ansteuerung einer großen Zahl von
Lautsprechern ein räumliches Klangerlebnis entsteht, macht es möglich, dass die
Zuhörer auf jedem Platz musikalische und
akustische Effekte immer aus der richtigen
Richtung und Entfernung erleben. Neben
Installationen im Jenaer Zeiss Planetarium
und im Planetarium Hamburg haben die
Ilmenauer Experten die mit 7000 Plätzen
weltweit größte Seebühne in Bregenz am
Bodensee mit ihrer 3D-Klangtechnologie
ausgestattet. Mit 820 angesteuerten
Lautsprechern ist die Dimension dieser
Freiluft-Installation einzigartig. Erst jüngst
wurde das Bregenzer Beschallungssystem
mit neuer Technik zur Audiosteuerung versehen, mit der die akustische Verfolgung
und Ortung der Akteure auf der Bühne
noch einfacher erfolgen kann. Mit dem
SpatialSound Control Tool können gleichzeitig mehrere Personen über verschiedene
Geräte wie PC, Tablet oder Smartphone
Einstellungen vornehmen und quasi live
aus dem Geschehen Veränderungen
und Optimierungen an den Klangszenen
vornehmen.
Im Hamburger Planetarium wurden insgesamt
60 Lautsprecher in und um die Kuppel montiert,
um ein räumliches Klangerlebnis zu realisieren.
Pfeile demonstrieren deren Position.
Foto: Jens Rothenburger
Foto: Fraunhofer IDMT
UNITITEL
Der Transport des Klangs
Dem brillantesten Klang auf der Spur
ist auch die DFG-Forschergruppe „Simulation and Evaluation of Acoustical
Environments“. Mit Partnern wie der TU
Berlin und der RWTH Aachen gehen die
Ilmenauer Wissenschaftler dabei einem
zentralen Problem der virtuellen Akustik
nach: der Frage, wie es gelingen kann, den
Klang in einem Raum aufzunehmen und
an anderer Stelle unverfälscht wiederzugeben. Um den räumlichen Klangeindruck
zu erhalten, genügt es nicht, wie bei normalen Musikaufnahmen mit einem oder
mit wenigen Mikrofonen zu arbeiten.
Vielmehr müssen viele Daten erhoben
werden, um alle Klanginformationen dreidimensional zu erfassen und die einzigartige Akustik eines Konzertsaals oder einer
Kirche originalgetreu wiederzugeben.
Dies geschieht mit einem so genannten
Mikrofonarray, bei dem viele Mikrofone
in definierter Weise angeordnet werden.
Aus den so gewonnenen Daten gelang es
den Forschern, das gesamte Schallfeld im
Raum zu berechnen und anschließend zu
simulieren. Für dieses neue Verfahren zur
Optimierung virtueller Akustik haben die
Wissenschaftler der Forschergruppe ein
Patent eingereicht.
Die intuitive Benutzeroberfläche von SpatialSound Control
ermöglicht die Erstellung räumlicher Klangszenen innerhalb
kürzester Zeit.
Foto Seebühne: anja köhler, andereart.de | Foto Konzertsaal: ©kivi80/fotolia.com
Die Bregenzer Seebühne, deren Zuschauertribüne an drei Seiten
von einem Lautsprecherband eingefasst ist.
Damit sich audiovisuelle Systeme besser
in IT-Landschaften einpassen lassen,
sollen diese Signale zukünftig über die
weitverbreiteten Ethernet-Verbindungen
übertragen werden. In einem Projekt, an
dem auch ein führender Mikrofonhersteller beteiligt ist, wird die Vernetzung
und Fernsteuerung von Mikrofonen auf
der Basis des noch jungen IEEE 802.1
Audio/Video Bridging Standards (AVB)
untersucht. Dieses Konzept soll zukünftig auch für Videosysteme angewendet
werden, wobei Audio- und Videodaten
einschließlich der Steuerdaten bidirektional über IP-Netze übertragen werden.
UNI I 03 I 2014
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Fotos: ari / TU Ilmenau
UNITITEL
Eye-Tracker-Studien tragen zu verbessertem 3D-Filmgenuss bei.
Die Analyse des Sehens
Sehen ist wichtiger Gegenstand der
Forschungsarbeiten in Ilmenau. Die
Wissenschaftler beschäftigen sich unter
anderem intensiv mit der Erfassung der
Blickrichtung, die für eine bequeme Interaktion der Nutzer mit modernen visuellen
Systemen wichtig ist. Hierfür nutzen sie
so genannte Eyetracker – elektronische
Geräte, die es mit Hilfe schneller Kameras
und spezieller Computersoftware ermöglichen, Blickbewegungen zu verfolgen und
zu analysieren. Zum Einsatz kommen sowohl mobile Eyetracker, die auf dem Kopf
des Probanden angebracht werden und
diesem eine gewisse Mobilität erlauben,
als auch solche, die extern installiert sind
und via Infrarotstrahlen die Durchführung
berührungsloser Messungen erlauben.
Auch hier kann sich der Proband nach erfolgter Kalibrierung in einem bestimmten
Radius frei bewegen. Die Einsatzgebiete
von Eyetrackern reichen von der Augenüberwachung bei der Laserbehandlung
von Fehlsichtigkeiten über Blickverhaltensanalysen für die Produktwerbung bis zur
Augenverfolgung im Bereich Automotive
und Unterhaltung.
Blickerfassung für mehr
3D-Sehgenuss
Das vom Bundesministerium für Wirtschaft
geförderte Projekt „Binokulares Blickerfassungssystem zur Qualitätsbeurteilung von
Stereo-3D-Darstellungen“ realisiert die TU
Ilmenau gemeinsam mit der Hochschule
Furtwangen und der Firma Ergoneers
aus Manching. Da die Qualität von 3DFilmproduktionen derzeit noch sehr unterschiedlich ist, streben die Projektpartner
laut Professor Brandenburg hier eine
deutliche Verbesserung an: „Insbesondere in den USA wird darüber diskutiert,
inwieweit eventuelle visuelle Ermüdungserscheinungen von 3D-Kinozuschauern
im Zusammenhang mit Bilddarstellungsfehlern stehen. Um aber genau nachvoll-
ziehen zu können, auf welchen Pfaden
ein Betrachter durch die Tiefen der Bilder
wandelt, sind genauere Erkenntnisse zum
Blickverhalten der Zuschauer notwendig.
Im Kooperationsprojekt arbeiten wir an
einem hochpräzisen Eyetracker und der
zugehörigen Software zur Auswertung
der aufgezeichneten Blickdaten.“ Die Besonderheit der Forschungsarbeiten liegt
in der binokularen Blickerfassung, bei
der immer beide Augen verfolgt werden,
anstatt wie üblicherweise nur ein Auge.
Damit soll es in Zukunft möglich sein, das
räumliche Blickverhalten von Zuschauern
in einer bislang nicht erreichten Genauigkeit zu analysieren. Angestrebt wird eine
signifikante Verbesserung des Präzisionsgrades gegenüber heutigen monokularen
Eyetracking-Lösungen. Die Leistungsfähigkeit der Entwicklung wird im Anschluss in
einer breiten Nutzerstudie getestet. Einfließen sollen die Ergebnisse schließlich in
Produktempfehlungen für stereoskopische
3D-Filme und 3D-Darstellungssysteme –
mit dem Ziel, den 3D-Sehgenuss zukünftig
merklich zu verbessern.
Foto: Fraunhofer IDMT
Pupillenverfolgung für mehr
Fahrsicherheit
Dank seiner kompakten Bauform kann der Schlafwarner in Autos nachgerüstet werden.
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UNI I 03 I 2014
Ein tiefer Blick in die Augen von Autofahrern soll Leben retten. Zur Verhinderung
des gefährlichen Sekundenschlafs hat das
Fraunhofer IDMT mit dem so genannten
Micro-Sleep Alerter, einem Schlafwarner,
soeben ein serienreifes Hochleistungs-Eyetracking-System auf den Markt gebracht.
Die kompakte Box, die in jedem Fahrzeug
nachgerüstet werden kann, erfasst die
Pupillenkontur und den Lidschlussgrad des
Auges. Sind die Augen des Fahrers länger
als eine halbe Sekunde geschlossen, gibt
das System einen Warnton. Für das Eyetracking werden Infrarotkameras verwendet,
um unabhängig von den Lichtverhältnissen
UNITITEL
©ARRI
DIE SICHT
VON AUSSEN
FRANZ KRAUS
Technik-Vorstand ARRI Group
Die Welt feiert 100 Jahre Filmgeschichte
– wir bei ARRI haben alle Meilensteine
mit unseren Bewegtbildkameras und
Leuchten für die professionelle Filmherstellung miterlebt und mitgestaltet.
Jetzt, mit Beginn der ausschließlich
digitalen Filmvorführung, liegt ein
eine zuverlässige und berührungslose Messung zu gewährleisten. Langfristig wollen
die Forscher den Sekundenschlaf nicht
nur erkennen, sondern schon im Vorfeld
verhindern. Ziel der Weiterentwicklung ist
ein System zur Müdigkeitswarnung, das
die Zeit vor dem Sekundenschlaf bewertet
und Müdigkeitsstufen vorhersagt – der
beste Weg, um Unfälle zu verhindern
Besserer Schutz im Tunnel
Durch einen Tunnel zu fahren, verursacht
bei vielen Menschen ein mulmiges Gefühl. Dabei sind Tunnel, objektiv betrachtet, die sichersten Strecken im gesamten
Straßenverkehr. Diese Sicherheit auch mit
zunehmenden Anforderungen beizubehalten, ist Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Verbundprojektes ESIMAS. Darin wird
ein neuartiges Unterstützungssystem für
Tunneloperatoren, das Betriebspersonal
in Tunnelleitstellen, entwickelt.
Zur Gewährleistung der Sicherheit werden in Deutschland Straßentunnel ab
einer Länge von 400 Metern permanent
überwacht. Zahlreiche Sensoren und
Detektionssysteme erfassen wichtige
ESIMAS soll künftig das Leitzentralenpersonal
unterstützen, um im Ernstfall schnellstmöglich
die richtigen Maßnahmen einzuleiten.
Foto: Bundesanstalt für Straßenwesen
kompletter Review des Technik-Ecosystems der Kinematographie vor uns. Es
beginnt ein neues technisch-kreatives
Kinozeitalter, das wir selbst entwerfen.
Berücksichtigen müssen wir dabei, dass
digitale, IT-basierte Technologie ebenso
Parameter des Verkehrsgeschehens, die
von den Tunneloperatoren empfangen
und ausgewertet werden. „Die Operatoren müssen dabei aus einer immensen
Informationsflut Störungen und Sicherheitsrisiken blitzschnell erkennen“, so die
Leiterin des Instituts für Medientechnologie, Professorin Heidi Krömker. Um das
Personal zu entlasten und die Sicherheit
im Tunnel zu erhöhen, entwickelt die
TU Ilmenau gemeinsam mit der RWTH
Aachen und Entwicklungs- und Verkehrsunternehmen ein Expertensystem
zur Unterstützung der Überwachung von
Straßentunneln. Kernstück sind Programme, die alle sicherheitsrelevanten Daten
zusammenführen, in Echtzeit analysieren
und Handlungsempfehlungen für Tunneloperatoren geben. Die TU Ilmenau
bearbeitet dabei die Bereiche Usability
und Mensch-Maschine-Interaktion. Die
Bedienoberfläche des Systems wird so
gestaltet, dass Risiken durch Bedienungsfehler vermieden werden.
wie moderne Displaytechnologien eine
vom Kontext abhängige dynamische
Parametrisierung verschiedenster Dimensionen zulassen. Für die FilmbildWiedergabe im Kino betrifft dies
Detailauflösung, Farbraum, Maximalleuchtdichte, Kontrast, Framerate und
Aspektverhältnis. Für diese grundlegenden Fragestellungen sind Erkenntnisse
über die Physiologie des Sehens von
hoher Relevanz – diese erhalten wir zum
Beispiel von und in Zusammenarbeit
mit den Experten der TU Ilmenau. Ihre
Absolventen unterscheiden sich von denen vieler anderer Einrichtungen – wir
schätzen besonders die Kombination
aus breiter technischer Ausbildung und
einem profunden Wissen über elektronische Medien und deren Produktion.
UNI I 03 I 2014
23 |
UNITITEL
Intelligente App für die
Tagesplanung
PROF. HEIDI KRÖMKER
Intelligente Systeme zur Unterstützung
unserer Mobilität und unseres Alltags
sind auch Gegenstand des Projekts
„Dynamisches Agendaplanungssystem“
(Dynapsys). Im Rahmen dieses ebenfalls
vom Bund geförderten Vorhabens entwickeln die Ilmenauer Medientechniker
in Zusammenarbeit mit der Regionalbus
Braunschweig GmbH, der TU Dresden
und dem Anbieter für Logistik-Softwarelösungen SALT Solutions GmbH
eine intelligente App für die individuelle
Aufgaben- und Tagesplanung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Forscher
nutzen dabei die Möglichkeiten des
modernen Cloud-Computing, mit dem
Informationen aus verschiedenen Quellen
im Internet effizient zusammengeführt
und verarbeitet werden können. „Der
Nutzer gibt nur seine Termine und Aufgaben in sein Smartphone ein“, erläutert
Professorin Krömker. „Die App verknüpft
diese semantisch – also inhaltlich sinnvoll
– mit den verschiedensten Daten zu Orten, Fahrtzeiten von Nahverkehrsmitteln,
Öffnungszeiten von Shops, Kinderbetreuungseinrichtungen, Arztpraxen und
vielem mehr. Das System findet also
immer die effektivste Route und hilft uns
so, die Anforderungen unseres Alltags zu
bewältigen und mehr Zeit für Familie und
Freizeit zu gewinnen.“
Wie schon im früheren Verbundprojekt
IP-KOM-ÖV, bei dem es um die Optimierung der Fahrgastinformation durch
internetbasierte Kommunikationstechnik
wie interaktive Displays an Haltestellen
und die Vernetzung mit den mobilen
Endgeräten der Nutzer ging, beschäftigen sich die Forscher der TU Ilmenau
| 24
UNI I 03 I 2014
auch im Dynapsys-Projekt mit Usability
und Mensch-Maschine-Interaktion. So
gestalten sie die App, ordnen die Inhalte
kundenorientiert an, entwickeln sinnvolle
Hilfsfunktionen und sorgen für eine barrierefreie Darstellung.
Zukunftsvisionen in 3D
An der TU Ilmenau werden derzeit noch
viele weitere innovative Projekte auf dem
Gebiet der digitalen Medientechnologie
bearbeitet, etwa „Diminished Reality“,
eine neue Technologie, mit der einzelne
Objekte aus Live-Videostreams in Echtzeit
entfernt werden können. Ebenfalls wurde
ein neues Verfahren zur Berechnung der
Beleuchtung in 3D-Animationen entwickelt, mit der das lebendige Wechselspiel
von Licht und Schatten erstmals innerhalb
weniger Millisekunden simuliert werden
Auch in der Innovationsallianz „3Dsensation“ arbeiten die Ilmenauer Medientechnikforscher an vollkommen neuen
Ideen mit. Das Konsortium aus 45 Unternehmen und 20 Forschungsinstituten
wird im millionenschweren Programm des
Bundes „ZWANZIG20 – Partnerschaft für
Innovation“ gefördert. Die gemeinsam
verfolgte Vision ist, Maschinen durch innovative 3D-Technologien zu befähigen,
komplexe Szenarien visuell aufzunehmen
und richtig zu interpretieren. Sie sollen so
zu intelligent agierenden Assistenten des
Menschen werden – in der Produktion,
der Gesundheitsversorgung, in den Bereichen individuelle Mobilität und individuelle Sicherheit. Auch in Zukunft dürfen von
der TU Ilmenau mit ihrer interdisziplinären
Forschung in den Schwerpunktgebieten
digitale Medientechnologie, technische
und biomedizinische Assistenzsysteme,
Mobilkommunikation und Automotive
hervorragende Beiträge zur Weiterentwicklung unserer „Digitalen Gesellschaft“
erwartet werden.
Foto: Fraunhofer IOF
Foto: ©Maridav/fotolia.com
„Das Dynapsys-System findet
also immer die effektivste
Route und hilft uns so, die
Anforderungen unseres Alltags
zu bewältigen und mehr Zeit
für Familie und Freizeit zu
gewinnen.“
kann. Bisher war dies nur mit großer
zeitlicher Verzögerung möglich, da die
Nachbildung der Natur wegen der enormen Datenmenge einen hohen Berechnungsaufwand erfordert. Gemeinsam mit
Videoproduktionsunternehmen arbeitet
die TU Ilmenau derzeit an einem Referenzmodell für die Ausbildung im Bereich der
Videoproduktion auf dem modernstem
Stand der Technik.
UNITITEL
IM INTERVIEW
Foto: Fraunhofer IDMT
Foto: ari
PROF. KARLHEINZ BRANDENBURG
PROF. HEIDI KRÖMKER
Leiter des Instituts für Medien und Mobilkommunikation
Leiterin des Instituts für Medientechnik
und des Fraunhofer IDMT Ilmenau
PROF. BRANDENBURG: Wie ich manchmal in Vorträgen sage:
Das Zeitalter der digitalen Medien hat erst begonnen. Die Verknüpfung von Inhalten, das Internet als Träger für Medien aller
Art und die Möglichkeit, alle Medien immer, überall und in jeder gewünschten Qualität bekommen und nutzen zu können,
ist heute und in Zukunft ein großes Thema. Ich sehe uns da gut
aufgestellt: die maschinelle Verarbeitung von Medieninhalten,
intelligente Metadaten, die dabei helfen, sich in diesem unendlichen Universum des erreichbaren Contents zurechtzufinden,
die Sicherstellung der durch Nutzer beurteilten Qualität von
Medienprodukten, audiovisuelle 3D-Technologien etc. – in all
diesen Bereichen gibt es noch viel Forschungsbedarf. Es gibt
ein schönes Symbol aus der Science Fiction: das „Holodeck“,
die interaktive und immersive Umgebung, um in virtuelle Welten eintauchen zu können. Gerade an dem Thema interaktive
und immersive Medien arbeiten wir in Ilmenau ganz intensiv.
UNI: Sie haben weit mehr als tausend Absolven-
ten der Medientechnologie in das Berufsleben
entlassen. Wo sind diese heute zu finden?
PROF. HEIDI KRÖMKER: Die Audio- und Videotechnik hat
sich ja seit Langem aus dem Broadcast-Bereich heraus entwickelt und ist zum Erfolgsfaktor für neue Anwendungsfelder
geworden. Daher finden sich unsere Absolventen und Absolventinnen auch in so unterschiedlichen Branchen wieder,
wie z. B. in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie
sowie in der Verkehrs-, Automatisierungs- und Medizintechnik.
UNI: Fast 20 Jahre gibt es jetzt den Studiengang
Medientechnologie. Was machen Sie, um die
nächsten 20 Jahre zu sichern?
PROF. HEIDI KRÖMKER: Für uns stehen nach wie vor die
Studierenden im Mittelpunkt. Neben dem Anspruch bei der
inhaltlichen Studiengestaltung Hand in Hand zu gehen mit
der hohen Dynamik der genannten Branchen, ist für uns die
Harmonisierung des Übergangs Schule-Hochschule wichtig.
Wir werden zum Beispiel im Wintersemester Elemente der
Basic Engineering School integrieren, damit die Studierenden
unmittelbar die Vorlesungsinhalte praxisorientiert verknüpfen
können und frühzeitig Freude an eigener Forschung finden.
UNI: Mit welchen besonderen Stärken will sich
die TU Ilmenau auf dem Gebiet der digitalen
Medientechnologien in der Zukunft aufgestellt
sehen?
PROF. BRANDENBURG: Wie heißt es so schön? „An den Stärken anknüpfen ist immer eine gute Strategie“. Zu den Stärken
der TU Ilmenau gehört zum Beispiel die Interdisziplinarität,
die wir ganz konkret in dem 2011 gegründeten Institut für
Medien und Mobilkommunikation IMMK leben. In diesem
Verbund arbeiten mehr als 30 Fachgebiete der TU Ilmenau und
das Fraunhofer IDMT zusammen, um ganz bewusst fakultätsübergreifend zu forschen und Studierende auszubilden. Das
ist eine tolle Sache. Zu den Stärken der Universität zählt auch
die gebündelte Kompetenz im Bereich der Evaluation, ob in
der Usability-Forschung oder in der Analyse von Audio- und
Videosignalen. Diese Methodenkompetenz wird von allen
Partnern in Ilmenau (auch dem Fraunhofer IDMT) in neue
Projekte und Forschungsthemen eingebracht, ob nun in Form
von Industrieprojekten oder als Grundlagenforschung wie zum
Beispiel zum Thema Hören.
UNI I 03 I 2014
25 |
Foto: Fraunhofer IDMT
UNI: Die TU Ilmenau war vor gut 20 Jahren eine
der ersten, die den Megatrend digitale Medientechnologie erkannt und in Lehre und Forschung
konsequent verfolgt hat. Seither gab es eine
schier unglaubliche Entwicklung. Wo sehen Sie
in der Zukunft den größten Forschungsbedarf
auf diesem Gebiet?
UNISTUDIUM
Die Frage !
Studenten haben in vielerlei Hinsicht die Möglichkeit, ihr Studium frei zu gestalten. Sie können Vertiefungsrichtungen wählen, Projekte bearbeiten und auch entscheiden, ob sie zur Vorlesung gehen oder nicht. Das klingt
wie ein Traum: nur noch machen, was Spaß macht! Allerdings kann es auch schnell zum Alptraum werden,
wenn die Anforderungen falsch eingeschätzt und am Ende des Semesters die Prüfungen zum Flopp werden.
UNI hat bei einigen Studenten nachgefragt, wie sie bei all den Freiheiten ihr Studium erfolgreich absolvieren.
Selbstorganisation im Studium
Lisa Dose (24)
Susann Kohout (23)
Christian Lentsch (22)
Masterstudentin Medientechnologie
(3. Fachsemester)
Masterstudentin Medien- und Kommunikationswissenschaft (2. Fachsemester)
Bachelorstudent Biomedizinische Technik (6.
Fachsemester)
Sowohl für die Prüfungen, aber auch für
Projekte unter dem Semester ist es für
mich immer sehr wichtig, aufzuschreiben,
was gemacht werden muss und sich bloß
nicht darauf zu verlassen, dass man es
sich merkt. Ich plane genau, wann ich
was machen könnte und bis wann ich es
geschafft haben muss. Beim Lernen mache
ich es dabei so, dass ich mir bei der Planung
mindestens einen Tag einbaue, um den
Stoff zu wiederholen und noch einen als
Puffer, falls ich das Pensum nicht jeden
Tag geschafft habe. Am Ende braucht
man den sowieso immer. Wenn der Plan
erstmal steht, mache ich immer den Fehler,
dass ich ewig überlege, was ich als Erstes
machen soll. Dabei ist es viel besser, wenn
man nicht nachdenkt und einfach anfängt.
Ich habe während meines Studiums so
ziemlich jede Form der Selbstorganisation
ausprobiert. Das ging los mit der vollen
Motivation in den ersten Wochen des
Studiums, wo man sich sicher ist, dass
man in jede Vorlesung gehen will, und
ging bis zu dem Punkt, wo man mehrere
Semester tatsächlich nur das allernötigste
macht, um gerade so zu bestehen. Jetzt im
Master wird es gerade bei den Medienwissenschaften wichtig, gut abzuschließen um
mit der Konkurrenz mithalten zu können.
Also organisiere ich mich täglich, setze mir
die Ziele höher als ich sie eigentlich schaffen muss und die Deadlines zeitiger, als sie
eigentlich sind. Das motiviert mich, weil
ich dadurch das Gefühl habe, besonders
effizient zu arbeiten.
In den ersten Semestern war ich regelmäßig bis nahezu immer in den Vorlesungen,
obwohl ich gleich am Anfang des Studiums
einem der Clubs beitrat. Allerdings habe ich
schnell gemerkt, dass mein Wissen über die
besuchten Kurse gen Null strebte, so dass
ich im Prüfungszeitraum effektiver lernen
musste als im Vorlesungszeitraum. Ich
musste im Prüfungszeitraum sehr diszipliniert und organisiert lernen, aber das hat
funktioniert, und ich habe alle Prüfungen
bestanden Mein Tipp: Jeder sollte selbst
herausfinden, was für ein Lerntyp er ist. Ob
in Lerngruppen oder allein, wenn ihr Hilfe
braucht, seid nicht zu scheu zu fragen und
helft auch anderen, wenn ihr könnt, aber
richtet euch immer nach eurem eigenen
Lernrhythmus.
| 26
UNI I 03 I 2014
UNISTUDIUM
Text | Fotos: Susann Kohout
Welche Tipps hast du?
Jonathan Frey (21)
Andrea Reis (25)
Markus Schwarz (26)
Bachelorstudent Mathematik,
(4. Fachsemester)
Bachelorstudentin Angewandte
Medienwissenschaft (7. Fachsemester)
Masterstudent Wirtschaftsinformatik
(2. Fachsemester)
Da man nicht gezwungen wird, in die
Vorlesung zu gehen und daher die Faulheit und/oder Müdigkeit auch mal über
die Ambition zum Aufstehen siegen kann,
muss man sich selbst täglich zu Vernunft
motivieren. Für mich ist es daher wichtig,
mir am Tag vorher vorzunehmen, wann ich
aufstehe und was ich erledigen will. Mein
Ziel ist es dann, alles zu schaffen, denn
erst danach kann man guten Gewissens
richtig entspannen. Falls es aber doch dazu
kommt, dass man mal eine Veranstaltung
verpasst, sollte man versuchen, den Stoff
gleich nachzuarbeiten, denn sonst schiebt
man es bis zum Semesterende vor sich hin
und im Prüfungszeitraum sammeln sich
ganze Themenkomplexe an, von denen
man noch nie etwas gehört hat.
Dieses Semester habe ich keine Prüfungen,
weil ich meine Bachelorarbeit schreibe.
Im Vergleich zur Schule ist dabei eine viel
größere Eigeninitiative gefordert. In der
Uni wird dir nichts hinterhergetragen. Ob
du zu einer Vorlesung gehst, bleibt dir
überlassen. Die Aufgaben sind wesentlich
komplexer, die Lernsessions viel intensiver.
Fehlt mir die Motivation zu lernen oder an
einem Projekt zu arbeiten, verabrede ich
mich sicherheitshalber mit jemandem in
der Bibliothek, dann habe ich auf jeden
Fall einen Grund dahinzugehen. Und wenn
man schon mal da ist, kann man auch was
für die Uni machen. Meistens funktioniert
das, aber wenn mal nicht, dann hilft nur
noch das, was sicher jeder Student kennt:
Lernen auf den letzten Drücker.
Am wichtigsten wird die Selbstorganisation, wenn es auf die Prüfungen zugeht.
Ich habe einige Methoden, wie ich effizient
lernen kann. Zu Beginn priorisiere ich die
Aufgaben und verteile mir den Lernstoff
über den Tag. Da ich vom Lerntyp eher Eule
als Lerche bin, mache ich einfachen Stoff
am Morgen, und am Abend, wenn ich
mich besser konzentrieren kann, lerne ich
die komplexe Themengebiete. Außerdem
ist es wichtig, sich für schwierige Fächer
Peer Groups aufzubauen, am besten mit
Studenten aus höheren Semestern, die das
Fach schon geschrieben haben und einem
bei den Aufgaben weiterhelfen können.
Wenn man sich gar nicht organisieren
kann, hilft es auch manchmal, den Dozenten um Rat zu fragen.
UNI I 03 I 2014
27 |
UNISTUDIUM
Modellprojekt Basic Engineering School
Positive Zwischenbilanz
Mit der „Basic Engineering School“ erprobt die TU Ilmenau einen neuen Studieneinstieg in
den Ingenieurstudiengängen. Zur Halbzeit des noch bis Ende 2016 laufenden Projekts zieht
die Universität eine positive Zwischenbilanz.
Theorie mit Praxis verknüpft
Aktuell sind Studienanfänger/innen der
Studiengänge Maschinenbau, Mechatronik, Fahrzeugtechnik, Biomedizinische
Technik und Elektrotechnik und Informationstechnik einbezogen. Jährlich starten
im Wintersemester zwei Modellgruppen
aus diesen Studiengängen mit insgesamt
60 Studierenden. In überschaubaren
Gruppen absolvieren sie die beiden ersten
Semester in der Basic Engineering School.
Im Mittelpunkt steht mit der Entwicklung
eines autonom funktionierenden Miniaturtransporters die Kopplung von Theorie
und Praxis. Dabei fließen alle Fächer ein, die
auch sonst im Grundstudium zu absolvieren sind, von der Mathematik und Physik
über die Konstruktionslehre und Mechanik
bis zur Elektrotechnik und Informatik, nur
dass sie am konkreten Objekt in ihren
Verknüpfungen anschaulich werden und
praktisch angewendet werden müssen.
| 28
UNI I 03 I 2014
„Auf diese Weise wird der Zusammenhang
zwischen den verschiedenen Fächern, von
Theorie und Praxis, deutlich“, so Professor
Petzoldt.
„Damit erhalten die Studierenden in der
notwendigen breit angelegten Grundlagenausbildung einen stärkeren Bezug zum
Ingenieurberuf. Der fehlt im herkömmlichen Studienablauf am Anfang oft, was
eben dann zu einer Abnahme der Studienmotivation oder sogar zum Abbruch des
Studiums führen kann. Genau hier wollen
wir mit Blick auf den hohen Bedarf an gut
ausgebildeten Ingenieuren gegensteuern.“
Mit dieser objektbezogenen Ausbildung
erhalten die Studierenden auch Kompetenzen, die für den Ingenieurberuf
unentbehrlich sind: Organisationsvermögen, Methodenwissen, Problemlösungsvermögen oder Teamfähigkeit. Letzteres
wird vor allem durch überschaubare, feste
Gruppen gefördert, die gemeinsam an
„ihrem Praxisprojekt“ arbeiten. Damit die
Studierenden aber auch in der Lage sind,
den Miniaturtransporter ganz praktisch zu
bauen, werden sie in den Werkstätten der
Universität und externen Ausbildungsstätten dafür geschult. Regelmäßige Kompetenzchecks im Verlauf der Basic Engineering School zeigen ihnen konkret, welche
Fortschritte sie erreicht haben. „Das alles
trägt zum Lernerfolg und damit zu einer
höheren Studienmotivation bei“, betont
der Prorektor, der zugleich Leiter des am
Zentralinstitut für Bildung der TU Ilmenau
angesiedelten Projekt ist. „Und das wollen
wir ja mit dem BASIC-Projekt erreichen.“
Intensive Betreuung
Die Zwischenbilanz zeigt bereits, dass diese
Rechnung aufgeht: Tendenziell haben sich
die Prüfungsleistungen der Studierenden in
den Modellgruppen verbessert. Im Sommersemester 2013 erzielten die Studierenden im Fach Physik bessere Ergebnisse als
Grafik: Dr. Katja Tonisch
„Mit der Basic Engineering School haben
wir die Eingangsphase des ingenieurwissenschaftlichen Studiums neu gestaltet“,
sagt der Prorektor für Bildung, Professor
Jürgen Petzoldt. „Konkret heißt das, wir
haben die Lehre neu strukturiert, die Fächer stärker miteinander verknüpft und
den Praxisbezug erhöht. Ziel ist es, den
Studierenden die ingenieurwissenschaftliche Theorie als anwendungsbereites
Wissen zu vermitteln. Hinzu kommt eine
intensive Betreuung und Begleitung der
Studierenden durch Kompetenztests zur
Selbstreflexion. Nachdem die ersten fünf
Gruppen aus drei Jahrgängen die Basic
Engineering School absolviert haben und
in ihr drittes Fachsemester eingemündet
sind, können wir sagen, dass wir bereits
sehr gute Erfahrungen gemacht haben.“
Klausurergebnisse im Fach Physik im Sommersemester 2013
Fotos: Chris Liebold
UNISTUDIUM
UNISTUDIUM
die regulär Studierenden, was insbesondere im Notenbereich 1,0 bis 1,7 erkennbar
ist (siehe Grafik). Vergleichbar sind die
bisherigen Ergebnisse auch in den Fächern
Technische Darstellungslehre und Allgemeine Elektrotechnik. StudienabbruchAbsichten wurden durch die begleitende
Beratung abgefangen und Wege in andere
Bildungsbahnen aufgezeigt.
Überhaupt ist der Prorektor überzeugt,
dass ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg die intensive Betreuung in der Basic
Engineering School ist. „Die beteiligten
Dozenten der TU Ilmenau sind äußerst
engagiert und werden zusätzlich durch
Lehrbeauftragte unterstützt. Darüber hinaus werden die Studierenden hinsichtlich
ihres Studien- und Berufsweges individuell
beraten und begleitet. Die Universität
nutzt diese Rückkopplung ihrerseits, um
bedarfsgerechte Lehr- und Lernformen
und Weiterbildungsangebote sowohl für
Studierende als auch Lehrende abzuleiten.“
Positives Studentenecho
Auch die BASIC-Studierenden bewerten
den hohen Praxisanteil und die starke Verknüpfung von Theorie und Praxis äußerst
positiv. In ihrer Projektarbeit „Autonomer
Miniaturtransporter“ sind sie mit großer
Motivation dabei. „Wir konnten aufgrund
der in Maschinenelemente und im Rahmen der Modellaufnahme erworbenen
Fähigkeiten auch ein autodidaktisches
Lernen vollziehen, was für den Ingenieur
auch relativ prägend ist, also dass man
sich an unbekannte Probleme auch ohne
Lösung heran arbeiten kann“, sagte einer
Teilnehmer.
Nach Beendigung der Basic Engineering
School-Phase werden die Studierenden
ab dem 3. Fachsemester in die regulären
Studiengruppen ihrer Studiengänge eingegliedert. Auffällig ist auch hier bereits,
dass sie sich durch ein besonders hohes
Maß an Mitarbeit und Mitwirkung in den
Lehrveranstaltungen auszeichnen. Ein
Professor bemerkt dazu: „Die Studierenden
fragen mehr.“
Erweiterung geplant
Da die Umsetzung des Konzeptes infrastrukturelle Maßnahmen und eine Flexibilisierung traditioneller Studien-, Ablaufund Organisationsstrukturen erfordert,
wird dies im Projekt BASIC modellhaft
erprobt und wissenschaftlich begleitet.
Der Bund fördert das neue Modell über
eine Laufzeit von fünf Jahren im Rahmen
des „Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre“.
Langfristig plant die TU Ilmenau, das neue
Ausbildungskonzept für alle ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge einzuführen.
Darüber hinaus sollen die Erfahrungen
in den Aufbau berufsbegleitender und
zielgruppenspezifischer Angebote der
Ingenieurausbildung im Rahmen des
lebenslangen Lernens einfließen. Zur Erprobung entsprechender neuer Konzepte
erhielt die TU Ilmenau zum 1. August 2014
die Bewilligung des Projekts BASICplus im
Bund-Länder-Programm „Aufstieg durch
Bildung: offene Hochschulen“ (s. Seite 8).
WEITERE INFORMATIONEN
www.tu-ilmenau.de/basic
Weblog:
http://startblog-ilmenau.
tumblr.com
UNI I 03 I 2014
29 |
UNIFORSCHUNG
UNISTUDIUM
Gender-Diversity-Kompetenz
Schlüsselqualifikation
für künftige Führungskräfte
Foto: Bettina Wegner | Grafik: ©fotodo/fotolia.com
In unserer globalisierten und im demografischen Wandel begriffenen Welt gewinnt
Gender- und Diversity-Kompetenz als Schlüsselqualifikation im Berufsleben an
Bedeutung, insbesondere für zukünftige Führungskräfte. Die TU Ilmenau bietet ihren
Studierenden die Möglichkeit, diese Schlüsselqualifikation zu erwerben.
Gender- und Diversity-Kompetenz ist ein
Sammelbegriff für einschlägige Kenntnisse, die dazu befähigen, reflektiert
und professionell mit der Vielfalt von
Menschen umzugehen (etwa hinsichtlich
Alter, Ethnizität, Behinderung, Religion,
sexueller Orientierung oder Geschlecht),
Diskriminierungen zu erkennen und entgegenzuwirken, Vorurteile abzubauen und
ein faires und konstruktives Zusammenleben und Zusammenarbeiten zu fördern.
Mit der Etablierung von Gender- und
Diversity-Management in Unternehmen
steigt in der Wirtschaft die Nachfrage nach
entsprechend qualifizierten Kräften.
Die TU Ilmenau hat bereits im Jahr 2011
auf diese Entwicklungen reagiert und
- zunächst für Studierende des BachelorStudiengangs Angewandte Medien- und
Kommunikationswissenschaft - ein Programm zum Erwerb eines Gender-Diversity-Zertifikates eingeführt. Es beginnt mit
einem multimedialen Online-Kurs auf der
E-Learning-Plattform moodle, in dem die
Konzepte Gender (soziales Geschlecht)
und Diversity (Dimensionen der Vielfalt
von Menschen) theoretisch eingeführt
und an konkreten Beispielen aus dem
Studium sowie dem Berufs- und Privatleben veranschaulicht werden. Dabei wird
anhand wissenschaftlicher Befunde zum
Beispiel erläutert, inwiefern Menschen
mit Migrationshintergrund oder Senioren
in den Medien oft klischeehaft dargestellt
werden, welche Bedeutung sexuelle Orientierung oder Behinderung am Arbeitsplatz
haben, warum bestimmte Sportarten oder
Technologien in unserem Kulturkreis so oft
als Männerdomänen verstanden werden.
Im weiteren Studienverlauf besteht dann
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UNI I 03 I 2014
Ende des Sommersemesters 2014
erhielt Marion Stöber als erste
Studierende der TU Ilmenau das
Gender-Diversity-Zertifikat.
die Möglichkeit, bei den ohnehin anzufertigenden Hausarbeiten, Medienprojekten
und Abschlussarbeiten in den verschiedenen Subdisziplinen der Medien- und
Kommunikationswissenschaft (zum Beispiel Journalismus, Medieninhalts- oder
Medienwirkungsforschung) jeweils in Absprache mit den Lehrenden ein Thema mit
Gender- und Diversity-Bezug zu wählen.
Dann wird die Leistung auf das Zertifikat
angerechnet. Studierende des BachelorStudienganges Angewandten Medien-
und Kommunikationswissenschaft können
sich jederzeit für das Zertifikatsprogramm
anmelden.
Aber auch interessierte Studierende aller
weiteren Fächer der TU Ilmenau können
ihre Gender- und Diversity-Kompetenz verbessern. Sie können den Grundlagen- und
den Aufbaukurs „Gender und Diversity
im Berufs- und Privatleben“ im Rahmen
des Studium Generale als Online-Kurs
absolvieren (jeweils 2 ECTS). Beide Kurse
werden regelmäßig evaluiert und erhalten
von männlichen wie weiblichen Ilmenauer
Studierenden der Technik-, Natur- und
Sozialwissenschaften gleichermaßen gute
bis sehr gute Bewertungen. Aufgrund
der wachsenden Nachfrage werden die
Gender-Diversity-Online-Kurse inzwischen
auch an andere Hochschulstandorte
exportiert.
Im Rahmen des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung (TKG) ist geplant,
ein Gender-Diversity-Zertifikatsprogramm
auch für Studierende anderer Studiengänge der TU Ilmenau einzuführen. Damit
sollen zukünftig alle Studierenden der TU
Ilmenau die Möglichkeit erhalten, ihre
Gender-Diversity-Kompetenz fachbezogen
auszubauen und im Zeugnis nachweisen
zu lassen.
WEITERE INFORMATIONEN
Prof. Dr. Nicola Döring
Kristin Probstmeyer
Telefon 03677 / 69-4742
E-Mail genderzertifikat@tu-ilmenau.
www.tu-ilmenau.de/mkmp/lehre/
gender-diversity-zertifikat/
Mehr Praxis im Studium,
mehr Chancen für mich
Ich will es wissen. Nicht nur theoretisch, auch in der Praxis.
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23.06.14 17:04
Kabinett beschließt BAföG-Reform
Mehr Geld für Studierende und Länder
Die Bundesregierung hat den Entwurf für
das 25. BAföG-Änderungsgesetz verabschiedet. Das Reformpaket besteht aus
zwei wesentlichen Teilen: Der dauerhaften
Übernahme der gesamten Finanzierung
des BAföG durch den Bund und substanzielle und strukturelle Verbesserungen
der BAföG-Leistungen für Schülerinnen,
Schüler und Studierende.
Bereits vom kommenden Jahr an will der
Bund die volle Finanzierung der Geldleistungen nach dem BAföG übernehmen.
Dadurch würden die Länder künftig
jährlich um rund 1,2 Milliarden Euro
entlastet, teil das Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF) mit. Laut
Gesetzesentwurf soll der den Ländern so
zusätzlich entstehende finanzielle Spielraum dem Bildungsbereich, insbesondere
den Hochschulen, zugute kommen. Dies
sei zwischen Bund und Ländern bereits
verabredet worden. „Der Bund leistet
damit einen großen Beitrag für gute Bildung“, sagte Bundesbildungsministerin
Johanna Wanka anlässlich des Kabinettsbeschlusses. „Es ist jetzt an den Ländern,
die finanziellen Spielräume im Sinne von
Studierenden, Schülerinnen und Schülern
zu nutzen.“
Mit den substanziellen und strukturellen
Verbesserungen werden ab Sommer
2016 bzw. Wintersemester 2016/17 die
Bedarfssätze und Einkommensfreibeträge
um sieben Prozent angehoben. der Kreis
der BAföG-Empfänger werde sich laut
BMBF damit um rund 110.000 vergrößern.
Die Kinderbetreuungszuschläge werden
auf einheitlich 130 Euro pro Kind und der
Wohnzuschlag auf 250 Euro überproportional angehoben. Für Studierende, die
nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt damit
der monatliche Förderungshöchstsatz um
rund 9,7 Prozent von derzeit 670 Euro auf
künftig 735 Euro.
Die Freibeträge für eigenes Vermögen
von Auszubildenden werden ebenfalls
erhöht - von bisher 5200 auf 7500 Euro.
Bisher bestehende Förderungslücken beim
Übergang zwischen einem Bachelor- zu
einem Masterstudium werden geschlossen. Zudem werden mit dem 25. BAföGÄnderungsgesetz Ausbildungsaufenthalte
im Ausland und der Zugang zu einer Förderung für nichtdeutsche Auszubildende
erleichtert.
Der Bund investiert für das Reformpaket
jährlich zusätzlich rund 500 Millionen
Euro. Zusammen mit den durch die
Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
bereitzustellenden Mitteln in Höhe von
325 Millionen Euro für Darlehensanteile
am Studierenden-BAföG werden 825 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. „Mit
dieser Reform verbessern wir die Lage von
Schülerinnen, Schülern und Studierenden
nachhaltig“, sagte die Bildungsministerin.
UNI I 03 I 2014
31 |
UNIFORSCHUNG
UNISTUDIUM
Neue Studenten willkommen
Campus-Sporthalle
mit dem Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband adh zudem besondere
Möglichkeiten, Studium und Spitzensport
zu vereinbaren. Aber auch in vielen anderen Bereichen können die Ilmenauer
Sportler bei Landes- und Bundeshochschulwettbewerben auf Erfolge verweisen, ob
im Orientierungslauf, Fußball oder beim
Reiten.
Ermöglicht wird das große Sportangebot
zum einen durch das hohe Engagement
des fünfköpfigen Teams von Sportlehrern
und Mitarbeitern des Unisportzentrums
(siehe Foto Mitte), die das Angebot stets
auf aktuellstem Stand halten, und zum
anderen durch den SV TU Ilmenau als Dach
für die zahlreichen Sportgruppen. In diesem Jahr feiert der Sportverein sein 60-jähriges Bestehen und kann dabei auf eine
interessante Geschichte mit Höhen und
Tiefen und vielen Erfolgen zurückblicken.
Eines hat sich Laufe der langen Zeit aber
nicht geändert: Die Vielzahl an Übungsleitern, ohne die es damals wie heute nicht
möglich wäre, ein so breites Sportangebot
zu realisieren. Nachwuchs wird immer gebraucht, also gilt es auch hier: Mitmachen
ist nicht nur erlaubt, sondern erwünscht!
Fotos: ari, Christoph Gorke
Du hast dein Studium in Ilmenau gerade
begonnen und treibst gerne Sport? Dann
bist Du genau richtig, denn die TU ist
nicht nur bekannt für ihr attraktives Studienangebot, sondern auch für eine riesige
Vielfalt an Möglichkeiten, sich sportlich
aktiv zu betätigen. Das Unisportzentrum
(USZ) und der Sportverein SV TU Ilmenau
bieten nicht weniger als rund 100 Sportarten an: vom Budo- und Kampfsport
bis zum Cheerleading, vom Fußball über
den Laufsport bis zum Volleyball, vom
Mountainbiking bis zum Rock‘n‘Roll. Die
moderne Drei-Felder-Sporthalle ist mit ihrer
zentralen Lage neben der Mensa perfekter
Anlaufpunkt für den Uni-Sport. Ein Fitnessraum mit Ausdauer- und Kraftbereich, eine
Kletterwand mit Boulderbereich und ein
Budo- und Gymnastikraum sind ebenfalls
integriert. Direkt neben der Sporthalle liegt
der Sportplatz der TU Ilmenau, eingebettet
in eine idyllische Naturlandschaft. Hier
befinden sich neben einer Tartanlaufbahn
ein Beachvolleyballfeld, eine Tennisanlage,
ein Hartplatz sowie eine Tischtennisplatte
und eine Reckanlage.
Wer an der TU Ilmenau Sport treibt, kann
das sowohl als Freizeitbetätigung, Ausgleich zum Studium, als Mitglied in einem
Verein oder sogar als Leistungssportler tun.
Als Partnerhochschule des Spitzensports
bietet die Universität in Zusammenarbeit
Foto: Jens Hauspurg
Die Uni bietet ein breites Sportangebot
+++
UNIKOMPAKT
+++
UNIKOMPAKT
SPORTZENTRUM:
Einschreibung in Kurse
Auf der Homepage des Unisportzentrums
findest Du den Link „Einschreibung“. Hier
kannst Du die Sportart wählen und Dich
eintragen. Kursteilnahmen sind schon ab
15 Euro im Semester möglich, bezahlen
kannst Du mit der Thoska-Karte. Viel Spaß!
| 32
UNI I 03 I 2014
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UNIKOMPAKT
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UNIKOMPAKT
ÜBUNGSLEITER:
Du kannst Dich engagieren!
Wenn Du Dir vorstellen kannst, eine
Gruppe anzuleiten oder uns in anderen
Bereichen zu unterstützen, bieten wir
zahlreiche Möglichkeiten. Komm‘ einfach
in der Campus-Sporthalle vorbei und stelle
Dich dem USZ-Team vor.
+++
UNIKOMPAKT
+++
60 JAHRE:
Unisportverein feiert Jubiläum
Im Rahmen des diesjährigen Uniballs am
22. November gibt eine Ausstellung Einblicke in die Geschichte des tradtionsreichen
Sportvereins, die Arbeit der Akteure im
Hintergrund und die größten sportlichen
Erfolge aus insgesamt sechs Jahrzehnten.
Wie misst
man Zukunft?
Nur wer Visionen hat, hat Zukunft. Deshalb setzt HEIDENHAIN alles daran, das heute technisch noch nicht Machbare morgen Realität werden zu lassen. So hat HEIDENHAIN immer wieder entscheidende Impulse gegeben, um
die Genauigkeit und Produktivität von Bearbeitungsmaschinen zu steigern. Das wird auch in Zukunft so sein,
wenn es darum geht, aus Ideen Industriestandards zu machen. Deshalb verlassen sich sowohl Maschinenhersteller als auch Institute der Industrieforschung in Sachen Mess- und Steuerungstechnik auf HEIDENHAIN. Und wir
investieren ständig in neue Prozesse, Verfahren und Produktionsstätten. Damit Sie Ihre Visionen in die Tat umsetzen können.
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Winkelmessgeräte
Längenmessgeräte
Bahnsteuerungen
Positionsanzeigen
Messtaster
UNI I 03 I 2014 Drehgeber
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UNISTUDIUM
NEUES AUS DEM QUALITÄTSMANAGEMENT
Die zentrale Rolle von Studiengangkommissionen und Modulverantwortlichen
Akteure und Zuständigkeiten im
Qualitätsmanagement der TU Ilmenau
Das Qualitätsmanagementsystem (QMS)
der TU Ilmenau versetzt als integriertes und
selbstlernendes System die gesamte Universität nachhaltig in die Lage, sich eigenständig zu steuern und zu entwickeln. Alle
Mitglieder der Universität sind verpflichtet,
aktiv an der Umsetzung des Qualitätsmanagements mitzuwirken. Zudem obliegt es
jedem für einen Qualitätsregelkreis Verantwortlichen, den ihn betreffenden Prozess
zu organisieren und zu kontrollieren sowie
das Qualitätsmanagement auf Basis der
Prozessbeschreibung zu gewährleisten
und zu dokumentieren. Dabei baut das
QMS, dem Subsidiaritätsprinzip folgend,
auf die Selbstverantwortung, Selbstbestimmung und Entfaltung der individuellen
Fähigkeiten der Hochschulmitglieder. Nur
dort, wo die Möglichkeiten der jeweils
Verantwortlichen nicht ausreichen, um die
erforderlichen Aufgaben zu lösen, greift
eine übergeordnete Verantwortlichkeit ein.
Internes System der Qualitätssicherung in der Lehre
Das QMS der TU Ilmenau beinhaltet ein internes System der Qualitätssicherung (QS)
für den Bereich Studium und Lehre, das
eine grundlegende Voraussetzung für den
Erhalt der Systemakkreditierung darstellt.
Die Zuständigkeiten des internen Systems
der QS sind in einem Funktionendiagramm
dargestellt, das über die Internetseiten
der Stabsstelle Qualitätsmanagement
verfügbar ist (siehe Abbildung 1). Das
Funktionendiagramm liefert, auf der Basis
zu berücksichtigender Regelungen wie z.
B. dem Thüringer Hochschulgesetz, der
Grundordnung der TU Ilmenau und bestehenden Prozessbeschreibungen, eine
Übersicht über die für die QS im Bereich
Studium und Lehre existierenden Aufgaben
und die eingebundenen Funktionsstellen.
Jeder Aufgabe sind eindeutige Zuständigkeiten der Funktionsstellen zugeordnet.
Es lässt sich unmittelbar ablesen, wer im
Kontext einer bestimmten Aufgabe über
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UNI I 03 I 2014
die Entscheidungsverantwortung (V) verfügt, eine Genehmigung (G) erteilt, wer
für die Durchführung (D) oder Kontrolle
(K) zuständig ist und wer zu einer Stellungnahme (S) oder zur sonstigen Mitarbeit (M)
aufgefordert ist. Die Übersicht wird ergänzt
durch die Aufzählung der für jede Aufgabe
benötigten bzw. relevanten Unterlagen.
Die zentrale Rolle der
Studiengangkommissionen
Eine zentrale Rolle in der QS der Studiengänge spielen die Studiengangkommissionen. Diese gemeinsamen Arbeitsgruppen
der an den jeweiligen Studiengängen
beteiligten Fakultäten erfahren durch die
Systemakkreditierung der TU Ilmenau eine
wachsende Bedeutung. Sie setzen sich
zusammen aus Fakultätsvertretern, die
durch die Studienkommissionen der an
diesem Studiengang beteiligten Fakultäten
bestimmt und durch den Senat bestätigt
werden. Eine aktuelle Zusammensetzung
der Studiengangkommissionen ist über
die Internetseiten der Stabsstelle Qualitätsmanagement verfügbar. Die Aufgaben
der Studiengangkommissionen sind in
§ 20 der Grundordnung der TU Ilmenau
festgeschrieben.
Auch im Funktionendiagramm für die QS
im Bereich Studium und Lehre spiegelt
sich die große Bedeutung der Studiengangkommissionen wider, insbesondere
im Zusammenhang mit der Einführung
und Weiterentwicklung von Studiengängen. Eine der wichtigsten Aufgaben jeder
Studiengangkommission besteht in der
Durchführung der regelmäßigen Evaluation des Studienganges, die detailliert in der
Verfahrensanweisung „Weiterentwicklung
eines Studienganges“ beschrieben ist
(ebenfalls über die Internetseite der Stabsstelle QM verfügbar). Die regelmäßige
Studiengangevaluation setzt sich zusammen aus der internen und der externen
Studiengangevaluation. Im Rahmen der
internen Studiengangevaluation werden
jährlich im November/Dezember alle zum
Studiengang vorliegenden Informationen
bewertet und anschließend wird auf dieser
Basis eine Einschätzung des Studiengangs
vorgenommen. Neben den Analysen
studiengangbezogener Daten aus der
Hochschulstatistik handelt es sich bei den
zur Verfügung stehenden Informationen
z. B. um studiengangrelevante Ergebnisse
aus der QMB-initiierten Fachevaluation,
aus Umfragen zur Studiensituation oder
der studentischen Aussprache. Alle Informationen werden den Studiengangkommissionen über den QM-Sharepoint (siehe
Abbildung 2) zur Verfügung gestellt.
Im Ergebnis der internen Studiengangevaluation liegt die Bewertung des Studiengangs vor, die ggf. um die Empfehlung
von Steuerungsmaßnahmen ergänzt wird.
Darauf aufbauend findet die externe Evaluation des Studiengangs statt. Dazu werden
externe Gutachter herangezogen, die eine
Einschätzung der internen Evaluation einschließlich der empfohlenen Steuerungsmaßnahmen vornehmen.
Das Ergebnis der regelmäßigen internen/
externen Studiengangevaluation wird
durch die Studiengangkommission in der
Studienkommission der Fakultät vorgestellt. Diese nutzt die Empfehlungen zur
Weiterentwicklung und für qualitätsverbessernde Maßnahmen konzeptioneller,
struktureller bzw. inhaltlicher Natur. Die
Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen
erfolgt im zusammengefassten Jahresbericht für Forschung und Lehre der Fakultät.
Neu ab Wintersemester 2014/15:
Modulevaluationen
Ab dem Wintersemester 2014/2015 erhalten die Studiengangkommissionen weitere
wichtige studiengangbezogene Informationen für die interne Studiengangevaluation. Erstmalig werden Ergebnisse aus
Modulevaluationen, die eine Bewertung
einzelner Module aus der Sicht bestimmter Studiengänge liefern, einbezogen. Die
IN NÄCHSTEN UNI: Qualitätsmanagementbeauftragte der Struktureinheiten
UNISTUDIUM
Abbildung 1: Ausschnitt aus dem Funktionendiagramm
Einschätzung der Module wird, im Auftrag
der Studiengangkommission, anhand eines
zweiseitigen Evaluationsbogens durch die
Modulverantwortlichen vorgenommen, die
zuständig sind für die Formulierung der
Lernergebnisse und die Modulgestaltung.
Jedes Modul des Lehrangebotes der TU
Ilmenau liegt in der Verantwortung eines
Modulverantwortlichen, der durch die Studiengangkommission beauftragt wird. Der
Modulverantwortliche muss sich sowohl
mit den Studiengangverantwortlichen
abstimmen als auch eine Abstimmung zur
Modulzusammensetzung aus Fächern mit
den Fachverantwortlichen durchführen.
Ziel der Modulevaluation ist neben der
inhaltlichen Bewertung des Moduls, bei
der es z. B. um die Einschätzung der Kombination der Lehrveranstaltungen oder die
Beurteilung hinsichtlich Zeitpunkt und Um-
fang im Studienplan geht, auch die formale
Bewertung des Moduls, die auf die Prüfung
der Beschreibung im Modulkatalog abzielt.
Das neue Konzept der Modulevaluation
wird nach einem ersten Durchlauf einer
Bewertung und ggf. Weiterentwicklung
unterzogen.
Als Ansprechpartnerinnen stehen Dr. Heike
Schorcht und Britta Sattler zur Verfügung.
E-Mail: qm@tu-ilmenau.de.
Abbildung 2: QM-Sharepoint (Sreenshot)
UNI I 03 I 2014
35 |
UNISTUDIUM
Brasilianische Stipendiaten
+++
UNIKOMPAKT
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UNI I 03 I 2014
die Entwicklung. „Damit gehört Brasilien
zu denjenigen Ländern, aus denen die
meisten ausländischen Studierenden der
TU Ilmenau kommen. Wir freuen uns sehr,
dass unsere Kooperationen durch derartige
Förderprogramme unterstützt werden.“
Mittlerweile kommen fast 50 neue Stipendiaten pro Semester nach Ilmenau, um hier
einen zweisemestrigen Studienaufenthalt
zu absolvieren. Als Gründe für ihre Entscheidung nennen sie neben dem internationalen Ansehen auch die ausgezeichneten
Bewertungen ihrer Vorgänger hinsichtlich
der Betreuung vor Ort. In den regelmäßigen DAAD-Umfragen war die TU Ilmenau
von den brasilianischen Stipendiaten stets
als TOP-Uni eingeschätzt und weiter empfohlen worden. Mit ihrem Aufenthalt, der
ihnen weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten für ihren späteren Werdegang in
UNIKOMPAKT
„Drei Anäufe“ in digitaler Bibliothek
Bastian Krösches Kurzgeschichte, in der er
seine Erfahrungen über das erste Semester
als Student mit Behinderung an der TU Ilmenau schildert (UNI berichtete), ist in den
Bestand der digitalen Bibliothek Thüringen
aufgenommen worden.
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Erfreulicher Anstieg: Immer mehr brasilianische Stipendiaten entscheiden
sich für die TU Ilmenau.
+++
UNIKOMPAKT
+++
Industrie und Forschung eröffnet, zeigten
sie sich außerordentlich zufrieden.
Die erfolgreiche Entwicklung des Stipendienprogramms in Ilmenau war im
letzten Sommersemester Anlass für den
Projektkoordinator im brasilianischen
Generalkonsulat in Frankfurt, Dr. Fernando Amado Aymore (vorn Mitte), die TU
Ilmenau zu besuchen. „Die TU Ilmenau
erreicht in unseren Studentenbefragungen
zur Programmdurchführung immer Bestwerte und ist auch hinsichtlich der Anzahl
der Stipendiaten stets unter den TOP-10
von 80 Universitäten. Sie ist ein Vorzeigebeispiel für die deutsch-brasilianische
Kooperation.“
In den Gesprächen mit den Stipendiaten
und ihren Betreuern und bei der Besichtigung des Campus konnte er sich davon
persönlich überzeugen.
UNIKOMPAKT
Für seine Geschichte wurde Bastian Krösche mit dem Inklusionspreis des Thüringer
Wissenschaftsministeriums ausgezeichnet.
Drei Anläufe / von Bastian Krösche,
Student der TU Ilmenau. - ilmedia, 2014.
Link: www.dbt.de
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UNIKOMPAKT
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Foto: Yvonne Frankenhäuser
Während die TU Ilmenau mit europäischen
und asiatischen Partnern neue Wege der
Internationalisierung bis hin zur Gründung
gemeinsamer Universitäten beschreitet,
hat sie ihr Engagement auch im südlichen
Teil der Welt nicht minder erfolgreich
fortgeführt.
So in Südamerika und dort auch und
ganz besonders im Land der diesjährigen
Fußball-WM: Brasilien. Hier pflegt die TU
Ilmenau seit vielen Jahren enge Beziehungen zu mehreren Partnerhochschulen.
Das nicht von ungefähr, denn Brasilien
stellt als fünftgrößter Staat der Welt eine
wichtige Zielregion im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der TU Ilmenau
dar. Und: Das Land investiert jährlich Milliarden in seine Bildungslandschaft, um die
Wirtschaft im eigenen Land anzukurbeln
und international wettbewerbsfähig zu
werden.
Davon profitiert dank ihrer langjährigen
Kooperationen nun auch verstärkt die TU
Ilmenau. Seit dem Sommersemester 2012
empfängt die Universität jedes Semester
neue Stipendiat(inn)en aus Brasilien, die
über das Stipendienprogramm des Landes
„Ciência sem Fronteiras“ gefördert werden.
Das gemeinsame Programm der brasilianischen Stipendiengeber Cnq und CAPES
sowie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes DAAD dient dem Austausch
zwischen brasilianischen und europäischen
Universitäten. Die TU Ilmenau erfreut sich
mittlerweile einer überaus großen Nachfrage. „Seit Beginn des Programms ist die Zahl
der Stipendiatinnen und Stipendiaten von
drei auf heute 72 gestiegen“, freut sich die
Leiterin des Akademischen Auslandsamtes
der TU Ilmenau, Sophia Siegfried, über
Foto: Bettina Wegner
» Vorzeigebeispiel für Kooperation »
UNISTUDIUM
Mikro-Nano-Integration
Im Beisein von Vertretern der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG), des Thüringer Wissenschaftsministeriums, der
Industrie und anderer Forschungszentren
stellte sich am 3. Juli das Zentrum für
Mikro- und Nanotechnologie (ZMN) der
Öffentlichkeit erstmals als DFG-Gerätezentrum Mikro-Nano-Integration vor.
Das ZMN hatte sich zuvor erfolgreich am
DFG-Wettbewerb „Gerätezentren – Core
Facilities“ beteiligt und wird in den kommenden drei Jahren mit rund einer halben
Million Euro gefördert.
Unternehmen, Universitäten und externe
Forschungseinrichtungen erhalten damit
Zugang zur hervorragenden und teilweise
einzigartigen technologischen Infrastruktur
und Spezialausstattung des ZMN.
Foto: ari
Auftakt-Workshop für DFG-Gerätezentrum
Bei dem Workshop wurden mit bestehenden und potenziellen Nutzern und Vertretern anderer Gerätezentren Best-Practice-
Beispiele und die Anforderungen an ein
Gerätezentrum und dessen Organisation
diskutiert.
Pionier- und Erfindergeist
Wir übernahmen die Vorreiterrolle in der Aufbereitung schwer recycelbarer
Mischkunststoffe. Wir gehörten zu den Ersten, die leichte Kunststoffpaletten für
den weltweiten Warentransport herstellten. Und wir setzten als eines der ersten
Unternehmen der Branche auf recycelten Kunststoff zur Herstellung von neuen
Produkten. Aus ausgedienten Kunststoffprodukten gewinnen wir das Basismaterial
für intelligente, wirtschaftliche und zuverlässige Produkte. Ob leichte Export- und
robuste Logistikpaletten oder unsere EcoProducts:
Wir machen Kunststoffe für viele neue Aufgaben fit. So schützen wir aktiv die
Umwelt – und erleichtern unseren Kunden Ihre Arbeit.
Gras wächst von alleine, wir nicht
Berufe mit Perspektive
CABKA GmbH & Co. KG
Personalabteilung
Anne-Frank-Straße 1
07806 Weira
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cabka.com
UNI I 03 I 2014
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Foto: Dr. Cartsen Schauer
UNIFORSCHUNG
Thüringer Forum Mobilität
Beeindruckende Leistungsschau
Mit einer beeindruckenden Leistungsschau präsentierte sich das Thüringer Innovationszentrum Mobilität
(ThIMo) beim „Thüringer Forum Mobiliät“ Partnern aus Forschung, Entwicklung und Industrie. In der Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Thüringer Cluster Management der Landesentwicklungsgesellschaft
berichtete das Innovationszentrum über den aktuellen Stand seiner Arbeit.
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UNI I 03 I 2014
und weiterer Projekte des ThIMo gaben das
wissenschaftliche Vortragsprogramm, eine
Posterausstellung und Führungen durch
die hochmodernen Labors und Prüfstände
des Zentrums. Dabei hatten die Gäste auch
erstmals Gelegenheit, die Simulations- und
Testanlage „VISTA4F“ im neu erbauten
ThIMo-Hauptgebäude zu besichtigen. Im
Beisein des Wirtschaftsministers Uwe Höhn
erfolgte die Grundsteinlegung des Laborgebäudes „Optimierte Verbrennungsmotoren“, dem zweiten Neubau des ThIMo.
Unter dem Motto „Faszination Mobilität“
erlebten die rund 180 Besucher auf dem
Flugplatz Alkersleben hochspannende Einblicke in automobile Innovationen.
Foto: Bettina Wegner
Das 2011 als größtes Einzelprojekt in der
Geschichte der TU Ilmenau gegründete
ThIMo hat sich bereits den Ruf eines
bedeutenden Forschungszentrums auf
dem Gebiet der nachhaltigen Mobilität
erarbeitet. Bis zu 30 Professuren und 250
Wissenschaftler der TU Ilmenau bilden das
breite wissenschaftliche Fundament des
Innovationszentrums, dessen Sprecher,
Professor Klaus Augsburg, beim Thüringer
Forum Mobilität eine beeindruckende erste
Bilanz ziehen konnte: „Das ThIMo hat seit
seiner Gründung ein Gesamtprojektvolumen von über 20 Millionen Euro in insgesamt 140 Einzelprojekten eingeworben“,
berichtete er.
Die Forschungsarbeiten in den vier Feldern
Elektromobilität, optimierte Verbrennungsmotoren, Powertrain und Leichtbau
beschäftigen sich mit breiten Themenstellungen der Mobilität der Zukunft wie
elektrochemische Energiespeicherung,
energieeffiziente Motoren, feinstaubarme
Fahrzeuge, innovative Bord- und Fahrerassistenzsysteme oder intelligente Kunststoffbauteile. Einen Einblick in die Arbeit der
insgesamt fünf ThIMo-Forschergruppen
Grundsteinlegung für das neue ThIMo-Laborgebäude „Optimierte Verbrennungsmotoren“. v.l.n.r.: Andreas Krey, Sprecher der Geschäftsführung der LEG
Thüringen, Prof. Werner Eißler, zukünftiger Nutzer des Laborgebäudes, der
Thüringer Wirtschaftsminister Uwe Höhn und Prof. Klaus Augsburg, Prorektor
der TU Ilmenau und Sprecher des ThIMo.
Foto: b-fritz.de
Besichtigung der Simulationsund Testanlage VISTA4F im
ThIMo-Hauptgebäude.
Weitere Impressionen in der UNI-Galerie auf Seite 60-61
UNIFORSCHUNG
ProExzellenz-Zentrum VISTA4F
TU Ilmenau entwickelt intelligentes Auto
Die TU Ilmenau hat sich im Landeswettbewerb für Spitzenforschung „ProExzellenz“ erfolgreich mit
ihrem Antrag für das ProExzellenz-Zentrum „Virtuelle Straße - virtuelle Realität in 4F: Funk, Fahrbahn, Fahrzeug, Fahrer (VISTA4F)“ durchgesetzt. Das Vorhaben wird vom Thüringer Ministerium für
Bildung, Wissenschaft und Kultur von 2015 bis 2018 mit 3,5 Millionen Euro gefördert.
Im ProExzellenz-Zentrum VISTA4F wird
die TU Ilmenau intelligente Fahrzeuge
entwickeln, die den Fahrer wirkungsvoll
dabei unterstützen, Gefahrensituationen
zu erkennen, zu vermeiden und ihnen
entgegenzusteuern. International anerkannte Wissenschaftler der TU Ilmenau
aus den Bereichen Fahrzeugtechnik,
Informationstechnik, Medientechnik und
Kommunikationswissenschaften werden
unter Leitung von Professor Matthias Hein
fachübergreifend Fahrzeuge zu einem
intelligenten autonomen technischen
System entwickeln, das mit seiner Funkumgebung kommuniziert. Der Fahrer kann
ohne Gefahr für sich und andere navigieren, kommunizieren, sich informieren und
Unterhaltungsprogramme nutzen. Neben
der Erschließung dieses weiten Potenzials
wird auch die Frage des Zusammenwirkens
zwischen einem komplexen technischen
System und der menschlichen Wahrnehmung untersucht. Damit bearbeitet das
ProExzellenz-Zentrum höchst aktuelle
gesellschaftliche Fragen der Mobilität, der
Sicherheit, des Umweltschutzes und der
Unterhaltung.
Solche intelligenten Fahrzeuge der Zukunft
und deren Bestandteile wird die TU Ilmenau nicht in Werkshallen entwickeln, sondern am Computer. Dazu nutzt VISTA4F
virtuelle Realität: Die komplexen Prozesse
und Phänomene realer technischer Systeme werden im Labor, physikalisch und
mathematisch steuerbar und messbar,
nachgebildet. VISTA4F wird die an der TU
Ilmenau bereits existierenden Testumgebungen der „Virtuellen Straße“ und des
Kompetenzzentrums Virtual Reality sowie
weiterer Speziallabore bzw. -prüfstände
zu einem einzigartigen leistungsfähigen
Simulations- und Testzentrum miteinander
vernetzen. Dabei ist die Einbeziehung des
Fahrers - und damit einer psychologischen
Komponente - in das ansonsten von
komplexer Technik geprägte Forschungsfeld ein wesentlicher Aspekt. Fachleute
bezeichnen diesen Ansatz als „driver-inthe-loop“.
Das Konsortium des ProExzellenz-Zentrums wird von Fachgebieten des fakultätsübergreifenden Instituts für Medien
und Mobilkommunikation der TU Ilmenau,
dem Fraunhofer-Institut für Digitale Me-
dientechnologie IDMT und dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen
IIS in Ilmenau gebildet. Methodische und
technische Unterstützung erhält es durch
das Thüringer Innovationszentrum Mobilität, das unter anderem in seinem neu
erbauten Hauptgebäude die „Virtuelle
Straße“ beherbergt. Die Forschungsarbeiten sind so angelegt, dass sie in die Beantragung eines Sonderforschungsbereichs
der Deutschen Forschungsgemeinschaft
(DFG) münden.
UNI I 03 I 2014
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UNIFORSCHUNG
Vom Tornado bis zum Wasserstrahl
Neuer Weg zur Lösung
des Turbulenzproblems
Einem internationalen Forscherteam unter Leitung des Ilmenauer StrömungsmechanikProfessors Jörg Schumacher ist es gelungen, einen neuen Ansatz zur Lösung eines der
hartnäckigsten Probleme der klassischen Physik - der Turbulenz - zu finden.
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UNI I 03 I 2014
„Universalität konnte zumindest für
diese drei turbulenten Strömungen
nachgewiesen werden.“
I Professor Jörg Schumacher
Turbulenzen bereits heute entschlüsseln
lässt, wenn man auf die richtigen physikalischen Größen – die Scherschichten
– schaut. In einem Großprojekt des nati-
onalen Gauss Centre for Supercomputing
(GCS) ließen die Wissenschaftler ihr massiv
paralleles Turbulenzsimulationsprogramm
auf mehr als 65.000 Prozessoren des
Jülicher Superrechners JUQUEEN laufen.
„Universalität konnte dabei zumindest
für die drei untersuchten turbulenten
Strömungen nachgewiesen werden“, so
Professor Schumacher. „Die Turbulenzen
sind also in der Tat universell und müssen
nicht einmal besonders stark sein.“
Die Simulationsexperimente sind damit
noch nicht abgeschlossen. Ihre Ergebnisse
wollen Jörg Schumacher und seine Kollegen in einem nächsten Schritt für weitere
Strömungen testen. Die Turbulenz, eines
der hartnäckigsten Probleme der klassischen Physik, wird die Forscher deshalb
auch weiterhin in Atem halten.
Fotos: TU Ilmenau, Ingo Herzog
Das Rätsel der tubulenten Strömungen ist
immer noch ungelöst. Dabei begegnen
uns Turbulenzen auf Schritt und Tritt: Ob
Tornados, Wasserwirbel, Düsentriebwerke
oder einfach nur das Auflösen von Milch
im Kaffee. Turbulenzen setzen sich aus
Wirbeln zusammen. Im Laufe der Zeit – so
viel ist bekannt – zerfallen sie in immer kleinere Wirbel, bis die Bewegungsenergie am
Ende einer Abwärtskaskade durch Reibung
in Wärme umgewandelt wird. Statt auf die
Wirbel selbst zu schauen, konzentrierte
sich das Team um Professor Schumacher
auf sehr feine Scherschichten zwischen
den Wirbeln. Im direkten Vergleich dreier
turbulenter Strömungen stellten sie stets
die gleichen statistischen Gesetze für die
Fluktuationen eben dieser feinen Scherschichten fest.
Der Ilmenauer Ansatz zeigt einen neuen
Weg auf, die mehr als 70 Jahre alte Kolmogorov-Hypothese, benannt nach dem russischen Mathematiker Andrei Nikolajewitsch
Kolmogorov, zu bestätigen. Demnach
folgt das scheinbar zufällige Auftreten der
größeren und kleineren Wirbel immer den
gleichen statistischen Gesetzen, wenn man
nur hinreichend viele von ihnen im unteren
Bereich einer ausgedehnten Wirbelkaskade
betrachtet. Seither haben Heerscharen
von Strömungsforschern versucht, immer
stärkere Turbulenzen zu studieren. Doch
die Leistung heutiger Superrechner reicht
nicht aus, um einen derart weit ausgedehnten Kaskadenbereich zu berechnen,
wie er für die Bestätigung der Hypothese
notwendig wäre.
Die in der Fachzeitschrift „Proceedings
of the National Academy of Sciences
of the USA“, Early Edition vom 14. Juli
2014, Band 111, 10961-10965 (2014),
veröffentlichten Ergebnisse des Teams um
Professor Schumacher zeigen dagegen,
dass sich dieses wesentliche Merkmal von
Momentaufnahmen der Scherschichten in Schnittebenen durch die drei turbulenten Strömungen: eine Modellströmung (lila), eine druckgetriebene Strömung
(hellblau) und eine thermische Konvektionsströmung, die von der Bodenplatte
beheizt wird (blau). Die langgezogenen „Bergrücken“ sind die Scherschichten.
UNIFORSCHUNG
Ilmenauer Roboter im Klinikeinsatz
Reha-Assistent für
Schlaganfall-Patienten
Im ROREAS-Verbundprojekt entwickeln
die TU Ilmenau, das Robotik-Unternehmen MetraLabs GmbH Ilmenau, die Rehabilitations-m&i-Fachklinik Bad Liebenstein,
die BARMER GEK und das SIBIS Institut
für Sozialforschung und Projektberatung
GmbH, Berlin, einen Reha-Roboter, der
Betroffene in ihrem Lauf- und Orientierungstraining unterstützen soll. Schlaganfälle sind in Deutschland die häufigste
Ursache für dauerhafte Behinderung. Wegen des demografischen Wandels wird die
Zahl der Behandlungsbedürftigen weiter
steigen. Das Rehabilitationstraining von
Schlaganfallpatienten wird daher sowohl
aus medizinischer, als auch aus wirtschaftlicher Sicht immer wichtiger. Um
einen Roboter zu entwickeln, der RehaPatienten eigenständig unterstützt, haben
sich die Partner aus Forschung, Industrie
und Gesundheitswesen zum Verbundprojekt ROREAS zusammengeschlossen.
Das Projekt mit einem Projektvolumen
von 1,6 Millionen Euro wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
im Rahmen des Förderschwerpunktes
„KMU-innovativ“, Technologiebereich
„Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ gefördert.
Durch die wachsende Zahl an Patienten
steigt auch der Bedarf an rehabilitativer
Nachsorge nach Schlaganfällen. Ein wichtiger Trend ist hierbei das so genannte
Eigentraining der Patienten. Dafür entwickeln die Partner einen robotischen RehaAssistenten für den klinischen Einsatz.
Um nach einem Schlaganfall wieder
sicher gehen zu können, sind buchstäblich zigtausend Schritte nötig. Dies tun
jedoch viele Betroffene nicht, vorwiegend
aus Angst, sich zu verlaufen oder sich
zu überfordern. „Gerade solche Patienten wollen wir unterstützen, indem wir
ihnen einen Roboter als persönlichen
Trainingsassistenten zur Seite stellen“,
Foto: Bernd Vogel
Ab Oktober wird in der m&i-Fachklinik Bad Liebenstein das im Jahr 2013 gestartete Robotik-Projekt
„ROREAS - Interaktiver RObotischer REha-ASsistent für das Lauf- und Orientierungstraining von
Patienten nach Schlaganfällen“ erprobt.
Die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht ließ sich bei der ersten
offiziellen Vorstellung des ROREAS-Prototypen am 10. Juni in der Fachklinik Bad
Liebenstein persönlich von diesem durch die Klinikgänge leiten. Ihr Fazit: „Ein
sympatischer Assistent in der Unterstützung von Schlaganfall-Patienten“.
so der Leiter des Fachgebietes Neuroinformatik und Kognitive Robotik der TU
Ilmenau, Professor Horst-Michael Groß
(Foto 2.v.l.). Seit Projektbeginn vor rund
einem Jahr arbeiten die Wissenschaftler
des Fachgebietes an der Integration der
erforderlichen robusten Navigation, leistungsfähigen, alltagstauglichen MenschMaschine-Interaktion, den intuitiven
Assistenzfunktionalitäten und personalisierten Trainingsprogrammen.
Ab Oktober 2014 wird das hochkomplexe
System nun in realer Klinikumgebung,
zunächst noch ohne Patienten, erprobt.
Ziel ist es, dass im Frühjahr 2015, zunächst
noch unter Aufsicht von Forschern und
Ärzten, der fast menschengroße Roboter
stationär untergebrachte Schlaganfallpatienten bei Lauf- oder Orientierungsübungen begleitet und ihnen Anleitungen
gibt, um ihre Mobilität und ihr räumliches
Orientierungsvermögen zu stärken. „Der
Assistenzroboter muss sich dabei auf
den belebten Klinikfluren autonom auf
Rädern fortbewegen, ohne selbst zum
Hindernis zu werden“, so Professor Groß.
„Dabei beobachtet und dokumentiert er
eigenständig die Durchführung der Trainingseinheiten und passt sie individuell
den Bedürfnissen der Patienten an.“
In der kommenden Testphase soll das
System immer weiter verbessert werden,
um eine möglichst hohe Akzeptanz der
Patienten und damit einen möglichst
großen Therapienutzen zu erreichen.
Mit Projektablauf Ende 2015 sollen erste
Ergebnisse zur medizinischen Wirksamkeit
unter Nutzung einer in ROREAS prototypisch entwickelten robotischen Plattform
vorliegen.
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UNIFORSCHUNG
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TAGUNG
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KONFERENZ
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SYMPOSIUM
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TAGUNG
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KONFERENZ
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SYMPOSIUM
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COLLNET 2014: Bedeutende Tagung zur quantitativen Bewertung von Informationen
Forschungsergebnissen, der quantitativen
Bewertung von Informationen. Solche
Daten werden beispielsweise von Fördermittelgebern genutzt, um entscheiden zu
können, welcher Forschungseinrichtung sie
Gelder zuweisen sollen, und Personalchefs
benötigen sie, um sich zwischen einer
Vielzahl von Bewerbungskandidaten zu
Foto: Chris Liebold
Die TU Ilmenau war vom 3. bis 5. September Ausrichter der 10. Internationalen
Tagung „Webometrics, Informetrics and
Scientometrics“ (WIS) und zugleich des
15. COLLNET-Meetings 2014. Die Konferenz zählt zu den weltweit bedeutendsten
Tagungen auf dem Gebiet der metrikbasierten Analyse von wissenschaftlichen
entscheiden. Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien begrüßte dazu
über 70 hochkarätige Wissenschaftler aus
mehr als 20 Ländern. Drei Tage lang diskutierten sie über die quantitative Bewertung
von Informationen, die es beispielsweise
ermöglicht, Ranglisten von Wissenschaftlern, von Fachzeitschriften, Instituten oder
Universitäten zu erstellen. Ebenso im Fokus
der Tagung: die Auswirkungen von Kooperation auf Produktivität, Innovation und
Qualität in Wissenschaft und Technologie.
Weitere Beiträge behandelten qualitative
Forschungsansätze, etwa technologische
Entwicklungen des Web 2.0 und des Semantic Web, die große Herausforderungen
für die wissenschaftliche Kooperation
darstellen und enormes Potenzial für Forschungsaktivitäten haben.
Per Skype zugeschaltet war der 88-jährige
US-amerikanische Wissenschaftler Eugene
Garfield, der als Pionier der empirischen
Informationswissenschaft gilt.
6. TPE: TU Ilmenau Gastgeber für internationales Symposium für Polymerelektronik
Foto: Tilo Nicolai
Zum ersten Mal war die TU Ilmenau Gastgeberin für das Internationale Symposium
„Technologies for Polymer Electronics
(TPE)“. Das vor 12 Jahren vom TITK Rudolstadt ins Leben gerufene Symposium hat
sich zu einer international renommierten
Fachtagung auf dem Gebiet der Entwicklung und Anwendung nieder- und hoch-
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UNI I 03 I 2014
molekularer organischer Moleküle und Festkörper entwickelt. Die Interdisziplinarität
dieses Gebietes erfordert die Forschungsarbeit sowohl von Chemikern als auch von
Physikern, Mikro- und Nanoelektronikern
und Nano-Technologen. Das diesjährige
6. Symposium TPE wurde vom Institut für
Physik, dem Fachgebiet Festkörperelektro-
nik sowie dem TITK organisiert und führte
namhafte Experten aus 15 Ländern zusammen. Die Vertreter aus Forschung und
Industrie stellten in insgesamt 60 Vorträgen
und Postern aktuellste Forschungsarbeiten
zur Entwicklung neuartiger elektronischer
Bauelemente, polymerer Solarzellen und
organischer Leuchtdioden vor.
UNIFORSCHUNG
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TAGUNG
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KONFERENZ
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SYMPOSIUM
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TAGUNG
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KONFERENZ
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SYMPOSIUM
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58. Ilmenauer Wissenschaftliches Kolloquium: Fortschrittsmotor Ingenieurwissenschaft
Die Gestaltung der Zukunft durch Ingenieurwissenschaft war das Thema des 58.
Ilmenauer Wissenschaftlichen Kolloquiums
(IWK) vom 8. bis 12. September 2014. Mit
mehr als 300 Teilnehmern aus insgesamt
17 Ländern und über 200 Vorträgen und
Postern freute sich die Universität über eine
Steigerung der Zahl der wissenschaftlichen
Beiträge gegenüber vorhergehenden IWK
auf 170 Prozent.
Mit den drei Schwerpunktthemen Feinwerktechnik/Präzisionsmesstechnik, Mechatronik/Biomechatronik/Mechanismentechnik
und Systemtechnik tauschten sich die Experten aus allen Teilen der Welt über aktuellste
Entwicklungen in wichtigen Zukunftsgebieten des modernen Präzisionsmaschinenbaus und seiner Verflechtungen mit vielen
weiteren Ingenieurbereichen aus. „Diese
Vielfalt spiegelt auch die interdisziplinäre
Forschungsarbeit der gastgebenden Fakultät
für Maschinenbau und die Forschungsstrategie der TU Ilmenau insgesamt wider“, so
der Leiter des Organisationskomitees, Pro-
Prof. Lucienne Blessing von der Universität Luxemburg hielt den Plenarvortrag “Transdisciplinary Design“.
Blick in die Eröffnungsveranstaltung
zum 58. IWK. Fotos: Chris Liebold
fessor Mathias Weiß. „Ich freue mich sehr,
dass das diesjährige IWK einen so enormen
Zuwachs an wissenschaftlichen Beiträgen
verzeichnet. Das bringt die zunehmende
Bekanntheit der TU Ilmenau im internationalen Maßstab zum Ausdruck. Erneut führt
das Kolloquium dabei viele Wissenschaftler
aus Universitäten, Forschungseinrichtungen
und der Industrie zusammen.“
Alle eingereichten Fachbeiträge wurden
durch ein international besetztes ProgrammKomitee begutachtet und in der „Digitalen
Bibliothek Thüringen“ veröffentlicht. Traditionell wurde die Konferenz mit einer
Industrieausstellung und Führungen durch
Hightech-Labore der TU Ilmenau umrahmt.
Angeschlossen waren darüber hinaus vier
Workshops zu den Themenbereichen Glas,
Virtuelle Technologien sowie zur Bionik
und zur 3D-Messtechnik. Im Nachgang des
58. IWK fanden zudem der 13. Ilmenauer
Telekommunikations-Manager-Workshop
und der 5. GMM Workshop Mikro-NanoIntegration statt.
TEMPUS-Projekttreffen: 22 Partnereinrichtungen bei Workshop zu Remote-Lab-Projekt
NI-LabView Lab, die University of Deusto,
Bilbao/Spanien, das in Georgien installierte
WebLab Deusto und das gastgebende Ilmenauer Fachgebiet das in der Ukraine und
Armenien installierte Remote Lab GOLDI
vor. Alle Labors sollen nun untereinander
vernetzt werden, um die entwickelten Experimente gegenseitig verfügbar zu machen.
Über diese Möglichkeiten informierte die
Carinthia University of Applied Sciences,
Villach/Österreich.
Darüber hinaus stellten die Partneruniversitäten die von ihnen entwickelten Lehrmodule zur Diskussion. Im Schnitt erarbeitet
jede Einrichtung drei bis vier Lehrmodule,
die speziell auf die Bedürfnisse der beteiligten Industriepartner zugeschnitten sind
und den Einsatz der installierten Remote
Labs beinhalten. Die über eine Lernplattform verfügbaren Lehrmodule sollen auch
an den Partneruniversitäten zur Erweiterung ihres Lehrangebotes genutzt werden.
Foto: Tobias Fäth
Erneut war die TU Ilmenau Gastgeber für
die Partner von insgesamt 22 Hochschulen
und Unternehmen aus sieben Ländern im
TEMPUS-Projekt ICo-op (Industrial Cooperation and Creative Engineering Education
based on Remote Engineering and Virtual
Instrumentation). Das am Fachgebiet Integrierte Kommunikationssysteme (Leitung
Prof. Andreas Mitschele-Thiel) angesiedelte
und von Dr. Karsten Henke koordinierte
Projekt wird im Rahmen des Programms
TEMPUS IV mit rund einer Million Euro für
drei Jahre gefördert.
Ziel ist die verstärkte Kooperation aller
Partner durch die Modernisierung der
Ingenieurausbildung in den beteiligten
Ländern Armenien, Georgien und Ukraine
mittels Remote Engineering und Virtual
Instrumentation. Bei ihrem einwöchigen
Treffen berichteten die Partner über die im
Rahmen des Projekts eingerichteten Remote
Labs und deren Nutzung. Die Transilvania
University of Brasov/Rumänien stellte das
in der Ukraine und Georgien installierte
UNI I 03 I 2014
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UNIFORSCHUNG
Neue Forschungsprojekte
Seit der letzten UNI-Ausgabe (2/2014) hat die TU Ilmenau 37 öffentlich geförderte Forschungsprojekte
im Gesamtvolumen von rund 12 Millionen Euro eingeworben. Die Vorhaben ab einem Fördervolumen
von 100.000 Euro sind in der folgenden Übersicht dargestellt:
DEUTSCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT
Institut für Thermo- und Fluiddynamik, Prof. Jörg
Schumacher
Graduiertenkolleg: Elektromagnetische Strömungsmessung und Wirbelstromprüfung mittels Lorentzkraft
Fachgebiet Physikalische Chemie/Mikroreaktionstechnik, Prof. Michael Köhler
Mikrofluidische Synthese von Multiskalen-PolymerKomposit-Partikeln
263 T€
Fachgebiet Datenbanken und Informationssysteme,
Prof. Kai-Uwe Sattler
Event-basierte Exploration und Analyse von Linked Open
Data
253 T€
Fachgebiet Elektronische Messtechnik, Prof. Reiner
Thomä
Polarimetrisches Ultrabreitbandradar zur Rückstreuanalyse
und Abbildung von Objekten
235 T€
Fachgebiet Experimentalphysik l, PD Dr. Harald
Hoppe
Einfluß von Ordnung und Unordnung auf die
Photogeneration von Ladungsträgern
217 T€
Fachgebiet Mechanismentechnik, Prof. Lena Zentner
Analyse, Optimierung und Synthese von nachgiebigen
Koppelmechanismen für Ultrapräzisionsanwendungen
204 T€
Fachgebiet Telematik und Rechnernetze, Prof.
Günter Schäfer
Bewertung und Optimierung zusammenhangbasierter
Stabilitäts- und Dienstgütemasse in Overlay-Netzwerken
202 T€
Fachgebiet Feinwerktechnik, Prof. René Theska
Analyse,Optimierung und Synthese von nachgiebigen
Koppelmechanismen für Ultrapräzisionsanwendungen
202 T€
Fachgebiet Elektronische Messtechnik, Dr. Jürgen
Sachs
Humanitäre Mikrowellendetektion für unkonventionelle
Sprengfallen in Kolumbien (MEDICI)
186 T€
Fachgebiet Thermo- und Magnetofluiddynamik,
Dr. Christian Resagk
Untersuchung der Dynamik großskaliger Strömungszirkulationen in turbulenten Konvektionszellen mit sehr
großen Aspektverhältnissen mittels Direktsimulationen
und Experimenten in komprimiertem Schwefelhexafluorid
179 T€
Fachgebiet Theoretische Physik I, Dr. Wichard
Beenken
Einfluss von Ordnung und Unordnung auf die
Photogeneration von Ladungsträgern
186 T€
Fachgebiet Theoretische Strömungsmechanik,
Prof. Jörg Schumacher
Untersuchung der Dynamik großskaliger Strömungszirkulationen in turbulenten Konvektionszellen mit sehr
großen Aspektverhältnissen mittels Direktsimulationen
und Experimenten in komprimiertem Schwefelhexafluorid
163 T€
Fachgebiet Technische Physik I, Dr. Marcel
Himmerlich
Seebeck Gassensoren
117 T€
5.360 T€
BUND
2.715 T€
Zentralinstitut für Bildung, Prof. Jürgen Petzoldt
BASICplus
Fachgebiet Softwaresysteme und Prozessinformatik,
Dr. Patrick Mäder
Flora Incognita-Interaktive, halbautomatische
Artenbestimmung mit mobilen Endgeräten und
vollautomatischer Kartierung (Teilprojekt)
785 T€
Fachgebiet Elektrische Energieversorgung, Prof. Dirk
Westermann
Overlay-Netze als Zukunftsoption
398 T€
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UNI I 03 I 2014
UNIFORSCHUNG
IMN MacroNano®: Fachgebiet Werkstoffe der
Elektrotechnik, Prof. Lothar Spieß
Strukturanalytik und Demonstrator an Metalloxiden für
die Gasanalyse
Fachgebiet Softwaresysteme und Prozessinformatik,
Dr. Patrick Mäder
Werkzeugunterstützte Methodik zur
simulationsgetriebenen Entwicklung von komplexer
Software und komplexen Systemen
Fachgebiet Softwaresysteme und Prozessinformatik,
Prof. Ilka Philippow
Flora Incognita-Interaktive, halbautomatische
Artenbestimmung mit mobilen Endgeräten und
vollautomatischer Kartierung (Teilprojekt)
257 T€
ThIMo (Thüringer Innovationszentrum Mobilität):
Fachgebiet Kunststofftechnik, Prof. Michael Koch
Spritzgegossene Verbundschaumbauteile in Teakholzoptik
175 T€
Fachgebiet Biomedizinische Technik,
Prof. Daniel Baumgarten
RauMuS-TUI
175 T€
Fachgebiet Integrierte Kommunikationssysteme,
Dr. Heinz-Dieter Wuttke
Analyse, Design und Implementierung von FPGA-basierten
Testbausteinen zur Testung von Leiterkarten mit hohen
Frequenzen
175 T€
Fachgebiet Elektrochemie und Galvanotechnik,
Dr. Udo Schmidt
Auswahl und Modifizierung kommerzieller Zinkelektrolyte
hinsichtlich der Ausbildung von adsorbierten
Partikelschichten und Duplex-Zinkschichten sowie ihrer
Chrom (IV) freien Passivierung
174 T€
ThIMo (Thüringer Innovationszentrum Mobilität):
Fachgebiet Medienproduktion, Prof. Heidi Krömker
Qualität und Kundennutzen von
Dienstleistungsinnovationen
169 T€
Fachgebiet Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe,
PD Dr. Bernd Halbedel
Auswahl, Modifizierung von Hartstoffpartikeln und
Synthese langzeitstabiler Suspensionen für die Herstellung
von Partikel beinhaltenden Duplex-Zinkschichten
169 T€
Fachgebiet Medienkonzeption/Medienpsychologie,
Prof. Nicola Döring
Chancen und Risiken des Internet für die
Mädchengesundheit
132 T€
ThIMo (Thüringer Innovationszentrum Mobilität):
Fachgebiet Kunststofftechnik, Prof. Michael Koch
Dauermagnetfreie Elektromotoren für bedarfsgesteuerte
Nebenaggregate mobiler Maschinen
119 T€
364 T€
356
T€
EU
IMN MacroNano®: Fachgebiet Mikromechanische
Systeme, Prof. Martin Hoffmann
Non-volatile optical Switch combining Integrated
Photonics and Fluidics Technologies
467 T€
Herstellung von 3D-Formteilen aus Holzspänen in
geschlossenen Formwerkzeugen
232 T€
LAND THÜRINGEN
Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo):
Fachgebiet Kunststofftechnik, Prof. Michael Koch
INDUSTRIEPROJEKTE
Eingeworben wurden insgesamt 37 Projekte im Gesamtvolumen von ca. 1,75 Mio € in den Fachgebieten/Forschergruppen von:
Prof. Reiner Thomä (377 T€), Prof. Frank Berger (358 T€), Prof. Jean Pierre Bergmann (183,3 T€), Prof. Klaus Augsburg (166 T€),
Prof. Thomas Hannappel (150 T€), Prof. Giovanni del Galdo (136 T€), Prof. Siegfried Stapf (134,6 T€), Prof. Dirk Westermann (82,6
T€), Prof. Johann Reger (68 T€), Prof. Thomas Sattel (38,3 T€), Prof. Andreas Möckel (17,5 T€), Prof. Martin Hoffmann (14,5 T€)
Alle eingeworbenen Projekte siehe: www.tu-ilmenau.de/fut
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UNIFORSCHUNG
Ilm-Kreis unterstützt Förderung des Unternehmergeistes
auftakt. und Uni erstellen Gründerstudie
Seit 2011 kämpft auftakt. Das Gründerforum Ilmenau für mehr
Gründergeist an und im Umfeld der TU Ilmenau. Das Team
engagiert sich gemeinsam mit dem Referat für Forschungs- und
Technologietransfer der TU Ilmenau unter der Leitung von Dr.
Dörte Gerhardt für eine starke und gebündelte Gründungsförderung in der Region. Dieses Engagement geschieht seit über drei
Jahren größtenteils ehrenamtlich und stößt damit inzwischen an
seine Grenzen – in personeller und finanzieller Hinsicht.
Nun kann die Arbeit in der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU
ARNSTADT mit finanzieller Unterstützung des Ilm-Kreises in
neuen Dimensionen weiter geführt werden. Das Referat für
Forschungs- und Technologietransfer wird eine durch das Regionalbudget des Ilm-Kreises finanzierte Gründerstudie durchführen.
Diese beinhaltet im Wesentlichen drei Teilaufgaben:
1. Identifikation und Mobilisierung der maßgeblichen Akteure
im Bereich Förderung innovativer technologieorientierter
Gründungen in der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU
ARNSTADT,
Unternehmergeist stärken und aufbauen ist keine Kurzzeitangelegenheit. Dr. Dörte Gerhardt freut sich auf die mittelfristig
angelegte Maßnahme: „Ein großer Knackpunkt all unseres
Engagements ist das Erreichen der Nachhaltigkeit nicht zuletzt
durch eine stabile Finanzierung. Wir haben natürlich viele Ideen,
was wir noch alles umsetzen können, aber wir müssen uns aus
finanziellen Gründen doch sehr beschränken. Wir freuen uns
sehr über das nun anlaufende Projekt gemeinsam mit dem IlmKreis.“ Um insbesondere mehr innovative technologieorientierte
Existenzgründungen voranzutreiben, die bestehenden und durch
auftakt. aufgebauten Strukturen zur Sensibilisierung und zur
Gründungsförderung zu verstetigen, um letztlich ein positives
Gründungsklima in der Region zu erhalten und zu entwickeln,
ist langfristiges Engagement ganz besonders nötig. Die Gründerstudie gemeinsam mit dem Ilm-Kreis ist ein erster Schritt
in diese Richtung. Dennoch bleibt die Nachhaltigkeit eine der
größten Herausforderungen, die auftakt. im kommenden Jahr
zu bewältigen hat.
2. Identifikation und Mobilisierung von Unternehmen zur Un-
terstützung innovativer technologieorientierter Gründungen
in der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU ARNSTADT,
tierter Gründungen in der TECHNOLOGIE REGION ILMENAU
ARNSTADT, insbesondere im Umfeld der TU Ilmenau. Das
Projekt wird begleitet durch eine Arbeitsgruppe bestehend
aus den wichtigen regionalen Akteuren im Bereich der Gründungsförderung: Vertreter des Landratsamtes Ilm-Kreis, der
Städte Ilmenau und Arnstadt, des Regionalmanagements
Ilm-Kreis, des Technologie- und Gründerzentrums, des
Gründerforum Ilmenau e.V., der TU Ilmenau, der Sparkasse
Arnstadt-Ilmenau sowie der Wirtschaft.
Foto: Marlon Brüntje
3. Verstetigung der Förderung innovativer technologieorien-
Gründungsinteressierte sind in der auftakt.Basis herzlich
willkommen. Einfach den (neuen) Schildern folgen.
+++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++ NEWSTICKER +++
Fünf Jahre und keine Spur konventionell: Am 1. Oktober 2014 fand der fünfte VC CAMPUS im KinderMedienZentrum in Erfurt statt. Zum Jubiläum hat sich die Veranstaltung
gemausert, aber nichts an seiner gepflegten Unkonventionalität
eingebüßt.
Buchspende: Erneut ist es dem auftakt.-Team gelungen, eine
Buchspende zu erhalten. Der Verlag Springer Gabler hatte für
die Science Corner des VC CAMPUS wissenschaftliche Literatur
im Bereich Entrepreneurship zur Verfügung gestellt. Die Titel
wurden zu Teilen an die Teilnehmer verlost, weitere werden der
Hochschulbibliothek überreicht.
| 46
UNI I 03 I 2014
auftakt.Café: Am 23. Oktober erzählt der Thüringer Gründer
Ronald Schoppe die Geschichte von Rotorvox. auftakt.Basis |
15:00 Uhr
auftakt.Nachfolge: auftakt. wird nicht jünger. Wir freuen
uns über engagierte und gründungsbegeisterte MitmacherInnen.
Interessierte melden sich bitte einfach über info@auftakt.org
Öffnungszeiten: Die auftakt.Basis im Technologie- und
Gründerzentrum Ilmenau ist immer donnerstags ab 10:00 Uhr
geöffnet. Individuelle Öffnungszeiten nach Absprache über
basis@auftakt.org
UNIFORSCHUNG
Karriere im Meer
Publikationspreis
Zum vierten Mal hat die TU Ilmenau den Publikationspreis vergeben. Der jeweils mit 1.500
Euro dotierte Preis wird für besonders hochrangige wissenschaftliche Zeitschriftenaufsätze,
Konferenzbeiträge, Patentveröffentlichungen
und Bücher verliehen. Die in drei Fachkategorien und einer Sonderkategorie vergebene Auszeichnung wurde im Rahmen der Senatssitzung
am 1. Juli feierlich überreicht.
Der Publikationspreis in der Kategorie Ingenieurwissenschaften ging an Professor Pu Li und Dr. Hui Zhang für
die Veröffentlichung „Chance constrained programming
for optimal power flow under uncertainty“, die im Journal
„IEEE Transactions on Power Systems“, 26 (2011), S. 24172424, erschienen ist.
Den Preis in der Kategorie Mathematik und Naturwissenschaften erhielt Professorin Gabriele Eichfelder für die
gemeinsam mit Professor Immanuel Bomze (Universität
Wien) publizierte Veröffentlichung „Copositivity detection
by difference-of-convex decomposition and -subdivision“,
erschienen in „Mathematical Programming“, Ser. A, Vol.
138 (2013), 1-2, S. 365-400.
Professorin Anja Geigenmüller erhielt die Auszeichnung in
der Kategorie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften für die
gemeinsam mit Professor Jan Wieseke (Ruhr-Universität Bochum) und Professor Florian Kraus (Universität Mannheim)
verfasste Veröffentlichung „On the Role of Empathy in
Customer-Employee Interactions“, erschienen im „Journal
of Service Research“, (2012), 15 (3), S. 316-331.
Der Sonderpreis für besondere Originalität wurde an Professor Kai-Uwe Sattler für das gemeinsam mit Professor
Gunter Saake (Universität Magdeburg) verfasste Lehrbuch
„Algorithmen und Datenstrukturen. Eine Einführung mit
Java“ verliehen, das in der 5. Auflage im dpunkt.verlag
erschienen ist.
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UNI I 03 I 2014
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Anforderungen an Prozesszuverlässigkeit, Produktqualität
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Produktionswirtschaftliche
Beschreibungs- und Optimierungsmodelle für die Wertstoffsortierung / Julia Gerth.
- Univ.-Verl. Ilmenau, 2014.
- XVIII, 273 S. - ISBN 978-386360-097-6; 21,60 Euro
Fukushima und die Folgen
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Öffentliche Meinung, Politische Konsequenzen / Jens
Wolling & Dorothee Arlt
(Hrsg.). - Univ.-Verl. Ilmenau,
2014. - 367 S. - (NEU - Nachhaltigkeits-, Energie- und
Umweltkommunikation; 2).
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Seiten. - ISBN 978-3-486-76881-7; 39,95 Euro
Die Leiterin der Fachgebietes Mechanismentechnik der TU Ilmenau, Prof. Lena Zentner, beschreibt in ihrem Buch
unterschiedliche Modellierungsmethoden nachgiebiger Mechanismen und fluidmechanischer Aktuatoren. Das Werk
bietet außerdem erstmals eine breite Klassifikation zur Thematik mit Anwendungsbeispielen aus verschiedenen technischen Bereichen. Ein Greifer mit verformbaren Fingern, ein Greifer mit einem elastischen Körper, eine gekrümmte
verformbare Sonde, nachgiebige Sensorelemente, ein Bohrer unter Belastung und ein Schlauch mit Innenströmung
sind nur einige der Beispiele, an denen Modellbildung nachgiebiger Systeme demonstriert werden.
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UNI I 03 I 2014
49 |
UNIREPORTAGE
UNIMENSCHEN
Universitätsbibliothek Ilmenau
Die Nutzer bestimmen das Angebot
Würde man alle gedruckten Bücher der Universitätsbibliothek Ilmenau aufeinanderstapeln, ergäben
sie einen 13 Kilometer hohen Turm fast aus purer Fachliteratur. Das Sortiment der Unibibliothek ist
groß und soll jedem Wissenschaftler und Studenten Zugriff auf forschungs- und studienrelevante
Literatur für alle Fachrichtungen ermöglichen. Dafür sorgt ein Team von qualifizierten Mitarbeitern.
Doch vor allem die Nutzer selbst bestimmen, welche Bücher ins Regal kommen.
„Wir verstehen uns als Service-Dienstleister“, sagt Dr. Peter Blume, Fachreferent
für Literatur der Medien- und Kommunikationswissenschaft. „Die Bedürfnisse
der Nutzer bestimmen das Angebot
in der Bibliothek.“ Die Mitarbeiter der
Universitätsbibliothek (UB) sind dafür verantwortlich, die Bücher im Sortiment zu
verwalten und zu ergänzen. Damit dies im
Interesse der Studenten und Mitarbeiter
der TU passiert, arbeitet die UB eng mit
den Fachgebieten zusammen und informiert sich über die Lehrveranstaltungen.
„Mitarbeiter der Bibliothek informieren
sich sehr genau über das Lehrangebot und
die Lehrinhalte, um einen Überblick über
die benötigte Fachliteratur zu erhalten“,
berichtet Dr. Sabine Trott, Erwerbungsleiterin, Fachreferentin für Mathe und
Physik und seit 1992 Mitarbeiterin in der
UB. So soll eine Auswahl entstehen, in
der Literatur für alle Studiengänge und
Studenten vertreten ist.
Buch nicht im Sortiment?
Anschaffungsvorschlag machen!
Fehlt noch immer relevante Literatur,
hat der Nutzer die Möglichkeit, Anschaffungsvorschläge zu machen. Dafür kann
er über die Website oder direkt an der
Informationstheke den vorgeschlagenen
Titel einreichen, und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit schafft es ein deutschsprachiges Buch innerhalb von 10 Werktagen
in den Bestand der Bibliothek. Bei Dr. Peter
Blume liegt die Ablehnungsquote bei unter
fünf Prozent. „Ein Großteil der Bücher wird
über Ilmenauer Anbieter bestellt, um die
regionale Wirtschaft zu unterstützen.“
Digitale Bibliothek Vielfalt im E-Bereich
Digitale Bücher, also E-Books, kann der
Nutzer sogar innerhalb weniger Sekunden
| 50
UNI I 03 I 2014
Die UB Ilmenau ist die größte technische Bibliothek Thüringens. Sie bietet
modernste Arbeitsbedingungen und zunehmend mobil nutzbare Dienste.
erhalten, auch wenn sie noch gar nicht
im Bestand sind. Dafür nutzte die UB von
März bis Juli 2014 das Modell der „Patron
Driven Acquisition“ (PDA): kundengesteuerte Erwerbung. In den Onlinekatalog
wurden zusätzlich Datensätze von 5.000
Titeln mit Link zum Volltext eingespielt.
Ein Klick auf den Link bestätigt einen
automatischen Buchkauf. Pro Woche
wurden etwa zehn Titel erworben. „Es
ist eine gute Ergänzung zum üblichen
Erwerbungsangebot“, so Dr. Blume. Eine
erneute Aktivierung des PDA ist bereits
wieder in Planung.
Aber auch ohne PDA verfügt die UB vor
allem über digitale Medien. Nur noch ein
Bruchteil liegt gedruckt vor. Dafür sind
vor allem Zeitschriften verantwortlich.
Die Nutzer haben über die elektronische
Zeitschriftenbibliothek Zugriff auf über
70.000 unterschiedliche Zeitschriften.
„Für vertiefendes Lesen wird noch immer
das gedruckte Buch bevorzugt“, weiß
Dr. Sabine Trott. Jedoch erbringen elektronische Medien der Bibliothek keine
Ersparnis. Ganz im Gegenteil: Häufig
sind die Lizenzen teurer als gedruckte
Exemplare und verursachen wegen der
zum Teil komplizierten Zugriffs- und Rechteverwaltung höheren Arbeitsaufwand für
die Bibliothek.
IDT – das Ilmenauer Discovery Tool
Um bei der Recherche einen Überblick
über die Bestände zu erhalten, wird vor
allem der Katalog genutzt, der von überall
aus online abgerufen werden kann. Für
intensivere Recherchen und höhere Trefferquoten wurde zusätzlich das IDT – das
Ilmenauer Discovery Tool – entwickelt, das
im Frühjahr 2013 den Teststatus verlassen
hat und regulär in Betrieb gegangen ist.
Über die Suchmaske hat der Nutzer damit
Zugriff auf Informationen zu rund 100
Millionen Büchern, Zeitschriftenartikeln
und anderen Medien. Digitale Volltexte
sind dabei, wenn möglich, gleich verlinkt.
Findet der Nutzer ein analoges Werk in einer anderen Bibliothek, kann es direkt per
UNIMENSCHEN
UNIREPORTAGE
Foto: Sebastian Trepesch
Fotos: ari (4)
Der Eingangsbereich der Universitätsbibliothek.
Zum Lernen greifen viele Studenten noch immer zum Buch.
Ein Großteil des Bestands ist heute digital verfügbar.
Wohlfühlzonen sorgen für eine angenehme Atmosphäre.
Fernleihe bestellt werden. Im Gegensatz
zum Katalog können mit dem Algorithmus
des IDT nicht nur Angaben zu Büchern und
Zeitschriften, sondern auch zu einzelnen
Aufsätzen gesucht und gefunden werden.
Ursula Kampling ist seit 2013 Mitarbeiterin
im Bereich EDV und war an der Testphase
beteiligt. Sie empfiehlt, bei der Suche die
Maskierungszeichen zu nutzen und auf die
unterschiedlichen Symbole für gedruckte
und digitale Medien zu achten. „Studienbeginnern wird der Katalog reichen, da
IDT eine größere Treffermenge liefert und
auch um ein Thema herum recherchiert“.
zusammenzusuchen: aus den Regalen,
aus den Magazinen, im Netz oder aus der
Fernleihe. Nach etwa zwei Tagen sind die
Bücher an der Informationstheke abholbar. Wenn Fernleihe nötig ist, verlängert
sich die Frist etwas. Täglich werden 10 bis
20 Bestellungen aufgegeben, darunter
auch viele von Dozenten. Dr. Arne Upmeier bezeichnet den Campuslieferdienst als
„einen Geheimtipp, der sich noch nicht
herumgesprochen hat.“
Geheimtipp Campuslieferdienst
Eine Suche im Katalog und im IDT funktioniert nicht mehr nur vom Computer
aus, sondern auch über Smartphones und
Tablets. Mit der BibApp hat der Nutzer
seit September 2013 die Möglichkeit, alle
Funktionen der Website auch unterwegs
aufzurufen: Entleihungen verwalten, Vormerkungen machen oder Mahngebühren
überprüfen - durch die direkte Einbindung
des Kontos wird der Zugang unterwegs
Für Nutzer, die nicht viel Zeit zum Büchersuchen haben, hat sich Dr. Arne Upmeier,
Benutzungsleiter und Fachreferent für den
Bereich Wirtschaft und Recht, den Campuslieferdienst ausgedacht. Hier können
Nutzer online Daten zu Literatur, die sie
benötigen, in ein Formular eintragen.
Die Bibliothek kümmert sich darum, alles
Bücher unterwegs suchen und
verwalten – die BibApp
stark vereinfacht. Wie auch auf der Website können digital verfügbare Dokumente
direkt im Browser geöffnet werden.
Die Bibliothek - Ort des Lernens
Trotz der Vielzahl an Angeboten steigt
die Anzahl der Entleihungen nicht mit
der erhöhten Besucherquote. Die Bibliothek ist vor allem in der Prüfungszeit ein
Arbeitsplatz, der für viel Ruhe und wenig
Ablenkung sorgen soll. In dieser Zeit zählt
die Einlassschranke täglich 2.000 bis 3.000
Eingänge. Dr. Arne Upmeier ist für den Benutzungsbereich zuständig und versucht,
diesen für die Besucher besonders attraktiv
zu machen. „In den eigens eingerichteten
Gruppenarbeitsräumen kann man auch
etwas lauter diskutieren und einen Beamer
nutzen.“ Bis Frühjahr 2015 ist im Zwischengeschoss ein Powernapping-Bereich
geplant, wie es auch schon viele deutsche
Universitäten vormachen. Die Idee wird
auf den mehrfach geäußerten Wunsch von
Studenten umgesetzt. I Susann Kohout
UNI I 03 I 2014
51 |
UNIMENSCHEN
PREISE
EHRUNGEN
AUSZEICHNUNGEN
Vodafone Innovationspreis an Professor Reiner Thomä
Ehrung für wissenschaftliches Werk
Professor Reiner Thomä, Leiter des Fachgebiets Elektronische Messtechnik an der TU Ilmenau, ist mit dem
Vodafone Innovationspreis für Forschung 2014 geehrt worden. Mit dem Preis zeichnet die Vodafone Stiftung
für Forschung in der Mobilkommunikation wegweisende wissenschaftliche Leistungen für die digitale
Gesellschaft aus. Die Preisverleihung fand am 3. juli in Dresden statt.
Professor Reiner Thomä erhielt den mit
25.000 Euro dotierten Preis für seine
Forschungsarbeiten zur optimalen Nutzung von Funkfrequenzen für mobile
Kommunikation. In der Begründung zur
Preisverleihung heißt es: „Seine wegweisende Forschung führt dazu, dass Funkfrequenzen für mobile Kommunikation
optimal genutzt werden und damit das
mobile Internet der Zukunft noch schneller
und zuverlässiger wird.“
„Seine wegweisende Forschung
führt dazu, dass Funkfrequenzen
für mobile Kommunikation optimal
genutzt werden und damit das
mobile Internet noch schneller und
zuverlässiger wird.“
Vodafone Stiftung für Forschung
in der Mobilkommunikation
In der digitalen Gesellschaft kommunizieren immer mehr Menschen mobil per
Smartphone oder Tablet. Autos, die ohne
Fahrer per Mobilfunk gesteuert werden,
und Haushaltsgeräte, die untereinander
mit dem Smartphone verbunden sind, sind
längst keine Utopie mehr. Da damit die
Datenflut unaufhörlich wächst, sind innovative Technologien nötig, mit denen die
vorhandenen Frequenzspektren optimal
für die Mobilfunkkommunikation genutzt
werden. Dafür hat die von Professor Reiner
| 52
UNI I 03 I 2014
Thomä entwickelte Sounder-Technologie
weltweit die Grundlagen geschaffen. Sie
macht intelligente Antennensysteme möglich, die für die notwendige Kapazität und
Flexibilität im Netz sorgen. Dabei nutzt
sie die komplizierte räumlich-zeitliche
Struktur der Wellenausbreitung gezielt
aus, um große Datenmengen in kurzer
Zeit zu übertragen und mehrere Nutzer
gleichzeitig zu bedienen.
Insbesondere in großen Städten ist das
Funkumfeld extrem komplex und derzeit
durch Simulationsverfahren noch nicht
genügend genau beschreibbar. Die Forschungsarbeiten von Professor Thomä
erlauben eine experimentelle Untersuchung und ein besseres physikalisches
Verständnis der Wellenausbreitung. So
ermöglichen sie es, die Leistungsfähigkeit
drahtloser Kommunikationssysteme in
realen Umgebungen vorherzusagen. Dazu
werden in typischen Szenarien, etwa an
Verkehrsknotenpunkten in Innenstadtgebieten, Messkampagnen durchgeführt
und aus den gewonnenen Daten repräsentative Werte abgeleitet.
Jens Schulte-Bockum, Vorsitzender der
Geschäftsführung von Vodafone Deutschland, betonte bei der Preisverleihung, dass
erstklassige Wissenschaft notwendig sei,
um das Potenzial der digitalen Gesellschaft voll ausschöpfen zu können. Die
Forschung von Professor Thomä ermögliche nun die Entwicklung der nächsten
Generation der mobilen Kommunikation
und bedeutet gleichzeitig den Eintritt in
die Gigabit-Technologie 5G.
Professor Reiner Thomä wurde für sein
wissenschaftliches Werk geehrt.
Foto: Vodafone Stiftung für Forschung in der Mobilkommunikation
UNIMENSCHEN
WHO´S WHO ?
Neue Professoren
an der TU
Foto: Bettina Wegner
apl. Professor CHRISTIAN KARCHER
HOCHSCHULDIDAKTISCHES ZERTIFIKAT
Mit Dr. Marcel Norbey und Dipl.-Ing. Sascha Falke haben erneut Wissenschaftler der TU Ilmenau das hochschuldidaktische
Zertifikat der Hochschuldidaktischen Initiative Thüringen (HIT)
abgelegt. Das Zertifikat bescheinigt den Absolventen eine
Weiterbildung, die den deutschlandweiten Qualitätsstandards
der hochschuldidaktischen Ausbildung, so wie die Deutsche
Gesellschaft für Hochschuldidaktik sie bestimmt, entspricht. Bei
der Realisierung dieser umfassenden Weiterbildung für Lehrende
arbeitet das Zentralinstitut für Bildung (ZIB) der TU Ilmenau eng
mit der HIT zusammen.
Foto: Bettina Wegner
Priv.-Doz. Dr.-Ing. habil. Christian Karcher (54, rechts) ist zum
außerplanmäßigen Professor (apl. Prof.) der TU Ilmenau ernannt
worden. Der Rektor, Professor Peter Scharff (links), überreichte
die Urkunde in der Sitzung des Senats am 1. Juli. Mit der Verleihung der außerplanmäßigen Professur, so der Rektor, würdige
die Universität die hervorragenden Leistungen von Dr. Christian
Karcher in Forschung und Lehre und sein hohes Engagement im
DFG-Graduiertenkolleg „Lorentzkraft“.
Nach dem Studium des Maschinenbaus und der Promotion
an der Universität Karlsruhe, wissenschaftlicher Tätigkeit am
Forschungszentrum Karlsruhe Natur und Technik GmbH, der
TU Dresden und der Cornell University, Ithaca (USA), habilitierte Christian Karcher im Jahr 2003 an der TU Ilmenau und
erhielt die Lehrbefugnis für das Wissenschaftsgebiet „Thermo
und Fluiddynamik“ am gleichnamigen Institut der Fakultät für
Maschinenbau. Seither hat er am Fachgebiet Thermo- und
Magnetofluiddynamik unter Leitung von Professor André Thess
die eigenständige Arbeitsgruppe „Angewandte Thermofluiddynamik“ aufgebaut und geleitet. Seit 2010 ist Christian Karcher
Koordinator für das Graduiertenkolleg Lorentzkraft. Zugleich
leitete er zahlreiche wissenschaftliche Projekte und entwickelte
eine eigene Forschungslinie, die neben der Grundlagenforschung
auch gezielt die industriellen Aspekte der Strömungsmechanik
und Thermodynamik umfasst. Beleg dafür sind fünf bereits
erteilte und weitere zwei angemeldete Patente, an denen er
beteiligt war.
In der Lehre deckt Christian Karcher fünf eigenständige Vorlesungen von den Grundlagen der Technischen Thermodynamik
bis hin zu englischsprachigen Spezialveranstaltungen für die
Promovenden ab. Mit der Berufung von Professor Thess an die
Universität Stuttgart im April dieses Jahres übernahm er darüber
hinaus die kommissarische Fachgebietsleitung.
Christian Karcher ist verheiratet und Vater von drei Kindern im
Alter von 10, 7 und 5 Jahren.
Zertifikatsverleihung durch die geschäftsführende
Referentin des ZIB, Silke Augustin, und die Vertreterin
der HIT, Nicole Bode, an der TU Ilmenau.
UNI I 03 I 2014
53 |
UNIMENSCHEN
Fotos: Dr. Frank March
Mit ihrem innovativen Elektrorollator „RollE“ haben die Ilmenauer Masterstudenten
Thomas Schönfelder, Nils Ziegenspeck und
Markus Mayer (v.l.n.r.) beim internationalen Mikrosystemwettbewerb iCAN einen
herausragenden 2. Platz belegt. An dem im
japanischen Sendai ausgetragenen Contest
hatten sich insgesamt 23 Teams aus der
ganzen Welt beteiligt. Die Teilnahme der
Ilmenauer Mechatronik- bzw. Maschinenbaustudenten war Bestandteil des Preises,
den sie im letzten Jahr beim nationalen Mikrosystemwettbewerb COSIMA in Aachen
errungen hatten (UNI berichtete).
Roll-E basiert auf einem handelsüblichen
Rollator, der zu einem intelligenten,
intuitiv agierenden Assistenzsystem weiterentwickelt wurde. Dazu statteten die
Studenten den Rollator nicht nur mit
diversen Motoren und Sensoren aus,
sondern programmierten auch ein innovatives Griffsystem, das die Bewegungen
des Nutzers selbstständig detektieren und
analysieren kann. Der akkubetriebene
Rollator bemerkt, ob der Nutzer gerade
beschleunigen, bremsen, verharren oder
Kurven fahren möchte und übernimmt
dabei alle Lasten einschließlich des eigenen
Gewichts. Seine Nutzer, ältere oder bewegungseingeschränkte Menschen, werden
so bei allen Wegen entlastet und in ihrer
Mobilität unterstützt.
Die Jury des iCAN-Wettstreits bestand
neben internationalen Industrie- und
Forschungsvertretern auch aus Messebesuchern, die per Voting mit abstimmen
konnten. Da in Japan das Problem der
alternden Gesellschaft groß ist, Rollatoren
aber noch kaum verbreitet, nutzten die
Gäste begeistert die Möglichkeit, gleich
die modernste Variante testen zu können.
Foto: Tian Eu Lau
| 54
UNI I 03 I 2014
EHRUNGEN
AUSZEICHNUNGEN
Erneut war ein Team der TU Ilmenau im
Studentenwettstreit „Hard & Soft“ an der
Universität „Peter der Große“ in Suceava,
Rumänien, erfolgreich. Der traditionsreiche
Wettbewerb fand in diesem Jahr zum bereits 21. Mal statt.
13 Teams aus Rumänien, Moldawien,
Deutschland und der Ukraine stellten
sich der anspruchsvollen und komplexen
Aufgabe, innerhalb von fünf Tagen ein
ferngesteuertes geländegängiges Miniaturfahrzeug so mit Sensoren auszustatten, dass es Wasser, Metalle und Wärme
detektieren und die jeweilige Lage auf
einer Karte nachweisen kann. Am Ende
der Woche präsentierten die einzelnen
Mannschaften ihre Ergebnisse einer international besetzten Jury. Das von Professor
Detlef Streitferdt betreute Team der TU
Ilmenau mit den Studenten der Fakultät
für Informatik und Automatisierung Tobias
Fäth, Christian Lutze, Alexander Katzmann
und Tobias Vietzke (v.l.n.r.) erzielte dabei
einen hervorragenden zweiten Platz.
Gefördert wurde der Aufenthalt erneut
durch die rumänische Partneruniversität,
Industrieunternehmen und die TU Ilmenau
International School, deren Leiter Dr. Frank
March die Veranstaltung auch für einen
gemeinsam mit dem Ilmenauer Rektor
durchgeführten Besuch nutzte.
Internationaler Erfolg für Roll-E
PREISE
Studentenwettstreit „Hard &
Soft“
UNIMENSCHEN
Ehrendoktorwürde von
Universität Valencia
Ehrendoktorwürde von
Universität Niš
Nachwuchspreis für
Werkstoffstudent
Der Leiter des Fachgebietes Digitale
Medientechnologie der TU Ilmenau und
des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medientechnologie IDMT Ilmenau, Professor
Karlheinz Brandenburg (links), ist von der
„Universidad Politécnica de Valencia“
(VUT) mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden.
Die Universität, die zu den größten und
renommiertesten Spaniens zählt, würdigte mit dieser Auszeichnung Karlheinz
Brandenburg für seine Verdienste um die
Entwicklung innovativer wissenschaftlicher
Ansätze und Technologien und deren
breite Einführung in Gesellschaft. So habe
er mit seiner wissenschaftlichen Arbeit die
Grundlagen für die Entwicklung des MPEG
Layer-3 (mp3), des MPEG-2 Advanced
Audio Coding und vieler anderer moderner
Verfahren der Audiocodierung gelegt, hieß
es in der feierlichen Zeremonie am 24. Juni.
Unter seiner Leitung sei am Fraunhofer
IDMT ein Verfahren zur 3D-Beschallung,
basierend auf der Wellenfeldsynthese,
entwickelt und seitdem vermarket worden.
Karlheinz Brandenburg sei außerdem bekannt für seine grundlegenden Arbeiten
im Bereich der gehörangepassten Wahrnehmungsmessung und der Psychoakustik.
Für Professor Brandenburg ist es der nunmehr dritte Ehrendoktortitel. Zuvor erhielt
er diese Würdigung von der Universität
Koblenz-Landau und der Leuphana Universität Lüneburg für seine herausragenden
Forschungsleistungen zur Audiocodierung.
Die Universität Niš hat dem Ilmenauer
Wissenschaftler Dr. Hartmut Brauer (links)
den Titel eines Ehrendoktors verliehen.
Die serbische Partneruniversität würdigte
mit dieser Auszeichnung die Verdienste
von Hartmut Brauer um die Stärkung ihrer
Lehre und Forschung auf dem Gebiet der
Elektrotechnik und Informationstechnik.
Dr. Brauer war es über viele Jahre hinweg
gelungen, Fördergelder des DAAD im
Programm „Akademischer Neuaufbau
Südosteuropa“ einzuwerben. Seit dem
Jahr 2000 wird in diesem Rahmen das
Projekt ELISE (ELectrical Engineering and
Information Technology in South-Eastern
Europe) gefördert, an dem acht Hochschulen aus Serbien, Bosnien & Herzegowina,
Bulgarien, Mazedonien, Kroatien und Rumänien beteiligt sind. Der Schwerpunkt der
Zusammenarbeit liegt auf der Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftlern der
Partnereinrichtungen auf dem Gebiet der
Elektro- und Informationstechnik. Unter
Leitung von Dr. Hartmut Brauer, der auch
langjährig als Projektkoordinator tätig war,
wurden Studienaufenthalte von Doktoranden in Ilmenau organisiert, jährliche Doktorandenseminare und Fachkonferenzen
durchgeführt und spezielle Lehrmaterialien
entwickelt. Mit seinem Wirken, so der Rektor der Universität Niš, Professor Dragan
Antić (rechts), habe Dr. Brauer wichtige
Beträge für die wissenschaftliche Profilierung der Partnerhochschulen und die
internationale Zusammenarbeit geleistet.
Der Ilmenauer Masterstudent der Werkstoffwissenschaft, René Böttcher (rechts),
hat den mit 3000 Euro dotierten bundesweiten Nachwuchspreis der Deutschen
Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung
(DGZfP) erhalten.
René Böttcher wurde für seine Bachelorarbeit „Untersuchungen von Dickschichtsystemen mittels Ultraschall (ImpulsEcho-Verfahren) im Wasserbad und
Signalverarbeitung mit der Fourieranalyse“
ausgezeichnet. Darin hatte er ein verbessertes Verfahren für die zerstörungsfreie
Bestimmung von Werkstoffeigenschaften entwickelt, indem er die bekannte
Ultraschallprüfung mit Hilfe von mathematischen Berechnungsmethoden an die
physikalische Grenze heran brachte.
Ultraschallverfahren eignen sich sehr gut
zur Bestimmung von Fehlern wie Risse in
Materialien. Neu an der prämierten Arbeit
ist die Bestimmung von Werkstoffkennwerten wie zum Beispiel Elastizitäts- und Gleitmodul. Durch die zusätzliche Anwendung
von Methoden der Signalverarbeitung,
speziell der so genannten Fourieranalyse,
gelang es René Böttcher, die im Ultraschall
gewonnenen Echodaten bei einzelnen
Prüffrequenzen zu filtern und so eine genauere Auswertung der Daten zu erzielen.
Damit sind präzisere Aussagen zum Materialgefüge, -aufbau und -fehlern als bisher
möglich. Die prämierte Arbeit entstand
am Institut für Werkstofftechnik unter der
Betreuung von Professor Lothar Spieß.
Foto: Fraunhofer IDMT
Foto: Universität Niš
Foto: DGZfP/Friederike Pohlmann
UNI I 03 I 2014
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UNIMENSCHEN
Neu im Amt
PERSONALIA
Foto: Richter
25-jähriges Arbeitsjubiläum
Leiterin des Uniarchivs
DR. ANJA KÜRBIS
Dr. Anja Kürbis ist seit September die neue
Leiterin des Universitätsarchivs. Die gebürtige
Berlinerin studierte an der Fachhochschule
Potsdam das Archivwesen, bis sie sich an
der dortigen Universität dem Studium der
Geschichtswissenschaften, der Klassischen
Philologien und der Germanistischen Linguistik widmete. Seit 2003 arbeitete Anja
Kürbis in mehreren Forschungsprojekten zur
frühneuzeitlichen Geistesgeschichte an der
Goethe-Universität Frankfurt am Main. Ihre
Promotion im Jahre 2009 beschäftigte sich
mit dem Einfluss des apokalyptischen Denkens
auf die politische Ideengeschichte in der Mitte
des 16. Jahrhunderts.
Nach Thüringen führte sie ein Stipendium
der Fritz-Thyssen-Stiftung sowie ein gemeinsames Forschungsobjekt zwischen den
Frankfurter Wissenschaftlern und der Forschungsbibliothek Gotha. Dort übernahm
Anja Kürbis für zwei Jahre die Leitung der
Abteilung Benutzung und Digitale Dienste
und trug maßgeblich zur technologischen
Modernisierung des Nutzungsbereichs in der
Forschungsbibliothek bei.
Die praktische Seite ihrer Tätigkeit gewann für
sie mehr und mehr an Attraktivität, so dass
die Entscheidung, die Leitung des Archivs
der Technischen Universität zu übernehmen,
keine schwere war. Im Gegenteil: Hier, so
Anja Kürbis, könne sie ganz wunderbar die
Wissenschaft mit der archivfachlichen Arbeit
verbinden.
Anja Kürbis lebt mit Ihrem Ehemann und
ihrem vierjährigen Sohn in Gotha.
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UNI I 03 I 2014
• Dipl.-Lehrer Gerd Hartung,
Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften
• Dr. Karsten Henke,
Fakultät für Informatik und Automatisierung
• Dipl.-Ök. Ines Geishendorf,
Dezernat für Planung und Haushalt
• Dr. Carola Rittig, Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
• Maren Lange,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
• Dr. Reiner Mund, Referat Marketing
• Dipl.-Ing. Sabine Schulz,
Fakultät für Informatik und Automatisierung
• Horst Tischer, Dezernat für Gebäude und Technik
• Dr. Sabine Trott, Universitätsbibliothek
40-jähriges Arbeitsjubiläum
• Dr. Wolfgang Büntig,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
• Prof. Gerhard Gobsch,
Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften
• Dipl.-Ing. (FH) Eberhard Hamatschek,
Fakultät für Maschinenbau
• Willi Hauke,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
• Dipl.-Bibl. (FH) Angelika Jasper, Universitätsbibliothek
• Frank Koch, Universitätsrechenzentrum
• Prof. Gerhard Linß, Fakultät für Maschinenbau
• Gerda Nittel,
Fakultät für Informatik und Automatisierung
• Annette Volk, Fakultät für Maschinenbau
Übergang Altersteilzeit/Ruhestand
• apl.-Prof. Dr. Franz Schmidt,
Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik
• Dr. Jürgen Vogel,
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Medien
Neue Berufungen (Vorstellung in der nächsten Ausgabe)
• Prof. Gunther Notni, Fakultät für Maschinenbau,
Fachgebiet Industrielle Bildverarbeitung
• Prof. Stefan Krischok, Fakultät für Mathematik und
Naturwissenschaften, Fachgebiet Technische Physik
• apl. Prof. Roland Füßl, Fakultät für Maschinenbau
Umbenennung
Das Fachgebiet Theoretische Informatik (Prof. Dietrich Kuske) ist
in Fachgebiet Automaten und Logik umbenannt worden.
UNIMENSCHEN
PROMOTIONEN
• Mohamed Abdelrahman, Technische Mechanik
• Ayman Al Khateeb, Produktorganisation und Logistik
• Sören Bergmann, Wirtschaftsinformatik für
Industriebetriebe
• Markus Färber, Praktische Informatik
• Thomas Figler, Antriebstechnik
• Christoph Friedrich, Unternehmensführung/Organisation
• Stefan Gebhardt, Sensortechnik
• Julia Gerth, Nachhaltige Produktionswirtschaft und Logistik
• Michael Grimm, Hochfrequenztechnik
• Francis Gropengießer, Praktische Informatik
• Sebastian Hahn, Galvanotechnik
• Alexander Hans, Technische Informatik
• Gerrit Heinrich, Technische Physik
• Stefan Humbla, Mikrowellensystemtechnik
• Valentyn Ishchuk, Nanotechnologie
• Philipp Lensing, Praktische Informatik
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Katharina Lilienthal, Nanobiotechnologie
Oliver Kloos, Wirtschaftsinformatik für Dienstleistungen
Michael Klöppel, Angewandte Mathematik
Max Konrad Körner, Strömungsmechanik
Stefanie Lohmann, Marketing
Torben Meyer, Wirtschaftsinformatik für Industriebetriebe
Tran Trung Nguyen, Automatisierungstechnik
Martin Rademacher, Medientechnologie
Hannes Rauhe, Praktische Informatik
Christian Scharfe, Angewandte Informatik
Ulrich Schmedes, Audiovisuelle Technik
Hagen Schorcht, Wirtschaftsinformatik für Dienstleistungen
Jan-Michael Schreiber, Biomedizinische Technik
Nicole Seifferth-Schmidt, Finanzwissenschaft
Angela Ulbrich, Experimentalphysik
Ralf Volkert, Antriebstechnik
Christian Weigel, Elektronische Medientechnik
IN MEMORIAM ANDREAS NILIUS
Wir trauern um unseren ehemaligen Kollegen und Mitarbeiter
Andreas Nilius, der nach längerer Krankheit im Alter von nur 58
Jahren verstorben ist.
Andreas Nilius begann 1999 seine Tätigkeit an der TU Ilmenau als
wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Thermo- und Magnetofluiddynamik, in der Arbeitsgruppe Regenerative Energien. Im
Rahmen des Bundesforschungsprogramms „Solarthermie 2000“
arbeitete er an der Realisierung und Betreuung solarthermischer
Anlagen mit und darüber hinaus an der Entwicklung von WärmeEnergiespeichern und thermischen Be- und Entladesystemen für
Wärmespeicher. Seine Aufgaben löste er mit großem Engagement
und Sachverstand. 2011 wechselte Andreas Nilius in den Vorstand
der WBG Ilmenau/Thür. e.G.
Als Kollege und Mitarbeiter bleibt
er in Erinnerung als Persönlichkeit,
geprägt von Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Loyalität und einen
stets feinen trockenen Humor.
Wir werden Andreas Nilius dankbar
in Erinnerung behalten und die
Weiterentwicklungen zur Energiewende sicher auch in seinem Sinne
vorantreiben.
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Instituts für
Thermo- und Fluiddynamik
IN MEMORIAM HARRY KART
Wir trauern um unseren ehemaligen Kollegen Harry Kart, der im
Alter von 82 Jahren verstorben ist. Während seiner 40-jährigen
Tätigkeit an der TU Ilmenau, zuletzt im Dezernat Gebäude und
Technik, haben wir ihn als hoch engagierten und qualifizierten
Mitarbeiter kennen- und schätzen gelernt.
Nach dem Studium an der damaligen Fachschule für Elektrotechnik und Maschinenbau Ilmenau nahm Harry Kart im Jahr 1956
seine Tätigkeit als technischer Assistent am Institut für elektromotorische Antriebe der Hochschule für Elektrotechnik, der heutigen
TU Ilmenau, auf. In dieser Funktion und ab 1965 als Institutsingenieur arbeitete er auch mehr als zehn Jahre im Lehrbetrieb mit
und betreute Übungen und Praktika der Studierenden.
1969 wechselte Harry Kart in das Direktorat Planung und Ökonomie, wo er in der Abteilung Technik die Leitung des Sektors
Betriebstechnik und ab 1971 des Fachbereichs Elektrotechnische
Starkstromanlagen, Blitzschutzanlagen, Aufzüge/HA-GFW über-
nahm. Damit oblag ihm die Verantwortung für den reibungslosen Betrieb
aller elektrotechnischen Anlagen der
Hochschule. Diesen Aufgabenbereich
verantwortete er ab 1991 als BetriebsIngenieur und Leiter des Sachgebietes
Elektroanlagen im Dezernat Gebäude
und Technik bis zu seinem Ausscheiden im Jahre 1996 weiter. Er hat sich
in dieser langen Zeit sowohl bei der
Errichtung und Betreibung der elektrotechnischen Anlagen als auch der Betreuung von Baumaßnahmen in hervorragender Weise für die Belange der Hochschule
eingesetzt. Sein fachkundiger Rat und sein freundliches Auftreten
wurden innerhalb und außerhalb der Universität sehr geschätzt.
Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.
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UNIPORTRÄT
Filmen, planen, bauen ...
Ilmenauer Studenten in Vereinen
Ob Kultur- oder Sportverein, Fachinitiativen oder Clubs - an der TU Ilmenau haben die Studenten
vielfältigste Möglichkeiten, Leute mit gleichen Interessen zu treffen und Hobbies zu leben. Doch
was heißt es genau, wöchentlich im Netz das spiTV zu senden, jedes Jahr einen neuen Rennwagen zu bauen oder fast das gesamte Nachtleben auf dem Campus zu organisieren? UNI stellt drei
Menschen hinter studentischen Vereinen vor.
Fotos: Susann Kohout
Jeder der Lust hat, kann bei dem Lernfernsehen mitmachen. Dafür
finden regelmäßige Treffen der einzelnen Ressorts statt und zu
Beginn jedes Wintersemesters gibt es einen Workshop über zwei
Wochenenden, bei denen sich im Filme drehen und schneiden
ausprobiert werden kann. Um Film zu machen, so Niklas, werden die unterschiedlichsten Menschen benötigt, von kreativen
Geistern bis hin zu technischen Genies. „Man lernt im iSTUFF
verschiedenste Studenten kennen, mit denen man sonst nie so
in Kontakt gekommen wäre.“ Das ist einer der vielen Vorteile, in
einem Verein wie dem iSTUFF aktiv zu sein: die Gemeinschaft. Die
Projekte erfordern viel Zeit, Motivation und Arbeit und schweißen
zusammen, weiß Niklas: „Zur ISWISION sind wir abends nochmal
in den Club und morgens um 8 mussten alle gemeinsam wieder
etwas auf die Beine stellen.“
Niklas Sutter filmt auf dem Campus für iSTUFF. Der
22-jährige aus München studiert im 5. Semester
Angewandte Medien- und Kommunikationswissenschaft. Seine Hobbies sind Fußball und Beachvolleyball und natürlich Fernsehen machen und
Moderieren.
iStUFF – das Lernfernsehen
Niklas Sutter ist eines der 40 Mitglieder und Chefredakteur des
iSTUFF – des Ilmenauer Studentenfernsehfunks. Der Verein ist mit
der Einführung der Medienstudiengänge als Teilressort des FEM
in den 1990er Jahren entstanden. Seither realisiert er regelmäßig verschiedenste Projekte im Bereich Film und Fernsehen. Dies
geschieht in fünf Ressorts, zu welchen unter anderem das spiTV,
der filmische Veranstaltungskalender im Studentenportal Ilmenau
(SPI) und 180 Sekunden, ein Ressort, das jedes Semester mehrere
Kurzfilme, Trailer und Dokus dreht, zählen. Ein weiteres Ressort ist
die ISWISION, die alle zwei Jahre die International Studentenwoche in Ilmenau mit Liveübertragungen und Berichterstattungen
begleitet. „Man kann alles ausprobieren, was es in der Fernsehproduktion gibt: Regie, Licht, Moderation, Aufnahmeleitung und
vieles mehr“, sagt Niklas. Er studiert Angewandte Medien- und
Kommunikationswissenschaften im fünften Semester und ist
bereits seit seinem zweiten Semester im iSTUFF aktiv. Im April
2013 ging er zu einer der öffentlichen ISWISION-Sitzungen, da
er schon immer was mit Fernsehen machen und sich bei der
Gelegenheit ausprobieren wollte. Er konnte gleich mitmachen
und ist seither Mitglied im Verein. „Im Nachhinein habe ich es
bereut, nicht schon im ersten Semester angefangen zu haben.“
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UNI I 03 I 2014
ILSC – die Ilmenauer Studentenclubs
BH, bc, bi und bd – die vier Ilmenauer Studentenclubs schaffen
es durch abwechselnde Öffnungstage, jede Nacht in der Woche
Leben auf den Campus zu bringen. Philipp Wegerich ist seit
vier Jahren Mitglied im bi-Club und trägt hier schon den Titel
„Veteran“ – in etwa Ehrenmitglied. Als er eingetreten ist, war er
selbst erst im zweiten Semester der biomedizinischen Technik und
Philipp Wegerich (23) beim Bardienst im bi-Club. Der
23-jährige Masterstudent aus Erfurt studiert im 3.
Semester Biomedizinische Technik. Neben der Clubarbeit geht Philipp gern Klettern und beschäftigt sich
mit Computerspielen und Elektronik.
UNIPORTRÄT
Benedikt Ruhdorfer im
TSC-02Evo. Der 26-jährige aus Neufahrn bei
Starnberg studiert im
3. Semester im Masterstudiengang Kraftfahrzeugtechnik. Der begeisterte Motorsportler
spielt auch gern Tennis,
Fußball und Volleyball.
Fotos: Team Starcraft
zuvor öfter zum Feiern dagewesen. Dabei hat er einige Mitglieder
kennengelernt und sich entschieden, beizutreten. „Ich mochte
die Musik im bi-club und die Whiskeybar hat mich gereizt.“
Um Mitglied zu werden, muss man zu einer der wöchentlichen
Sitzungen erscheinen. Das Beitrittsritual besteht aus einigen Fragen, die allerdings kein Bewerbungsgespräch sind, sondern dem
Zweck dienen, einen eigenen Mitgliedsnamen zu bestimmen.
„Jeder Club des ILSC vergibt eigene Namen an seine Mitglieder“,
erklärt Philipp. „Ich wurde Mr. Krabs getauft.“
Die Tätigkeiten als ehrenamtliches Mitglied in den Studentenclubs beschränken sich nicht nur auf Bier zapfen und Cocktails
mixen. Auch außerhalb der Öffnungszeiten gibt es viel Arbeit.
Dazu zählt der Einkauf der Getränke oder auch von Speisen, da
der i-Club montags und samstags für die Gäste kocht. Es müssen Veranstaltungen geplant und Werbung gemacht werden.
„Dafür sind auch kreative Köpfe nötig, die gute Ideen für neue
Parties mitbringen.“ Eine beliebte Aufgabe ist auch die des DJs.
Dabei darf jedes Mitglied auflegen. Der Club bietet seinen Mitgliedern außerhalb der Öffnungszeiten einen Raum, um nicht
nur gemeinsam für den Club zu arbeiten, sondern auch Freizeit
zu verbringen, etwa beim gemeinsamen Filme schauen oder
Computer spielen. „Wenn dann eine Öffnung naht, packen alle
mit an und bringen den Club für die Gäste in Schuss.“
Team StarCraft – der Traum vom Formelrennwagen
Jedes Jahr plant, konstruiert und baut das Team StarCraft einen
neuen Formel-Rennwagen, um mit diesem an dem internationalen Konstruktionswettbewerb und Unternehmensplanspiel
Formula Student gegen zahlreiche weitere studentische Vereine
aus aller Welt anzutreten. Dieses Jahr erreichte das Elektrofahrzeug TSC-02Evo unter dem Vorsitzendem Benedikt Ruhdorfer
beim Wettbewerb auf dem Hockenheimring den 14. Platz unter
40 Teilnehmern.
Benedikt studiert im 3. Mastersemester Kraftfahrzeugtechnik und
ist seit dem fünften Bachelorsemester Mitglied im Team StarCraft.
Bei der Fimenkontaktmesse inova sind er und seine Freunde
auf eine Informationsveranstaltung des Vereins aufmerksam
geworden. „Das war vor vier Jahren und seitdem hat mich die
Formula Student nicht mehr losgelassen.“ Diese Informationsveranstaltung findet zum Beginn eines jeden Semesters statt und
nur dann werden auch Mitglieder aufgenommen.
Das Team sucht dabei nicht nur nach Ingenieuren. Neben den
vier technischen Bereichen Fahrwerk, Elektrik, Antriebsstrang und
Monocoque (Fahrgestell) ist auch ein hoher organisatorischer
Aufwand zu stemmen. Für die Teilnahme an der Formula Student
muss ein Businessplan erstellt werden, Sponsoren gesucht und
gehalten, sowie verschiedenste Werbung in Form von Flyern,
Bannern, Plakaten und Teamkleidung kreiert werden. „Man kann
in diesen Bereichen nicht nur theoretisches Wissen aus der Uni
umsetzen, sondern sammelt auch noch wertvolle Erfahrungen,
die einem der Lehrplan gar nicht bereitstellen kann.“ Benedikt
selbst trägt als Vorsitzender für die zeitliche und technische
Planung des ganzen Projektes eine sehr hohe Verantwortung.
Das Team StarCraft betrachtet die Ausbildung von Studenten in
der Konstruktion, Fertigung, Nutzung und Vermarktung eines
Formel-Rennwagens als seine Aufgabe. Mit der Arbeit können
sich die Studenten unter anderem auf eine spätere Tätigkeit im
Ingenieurberuf vorbereiten. Die Belohnung für ihren Fleiß ist der
Erfolg, weiß Benedikt: „Am meisten Spaß macht mir zu sehen,
wie im Laufe von etwa 10 Monaten aus dem Modell am PC ein
realer und richtig schneller Rennwagen wird.“ Zum Wintersemester übergibt er den Vereinsvorsitz an einen Nachfolger, so
dass die Planung des nächsten Rennwagens bereits gesichert ist.
I Susann Kohout
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UNIIMPRESSUM
UNI | Universitätsnachrichten Ilmenau
HERAUSGEBER:
Der Rektor der Technischen Universität Ilmenau
REDAKTION:
Referat Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Marco Frezzella
VERANTWORTLICHE REDAKTEURIN:
Bettina Wegner
E-Mail bettina.wegner@tu-ilmenau.de
Telefon 03677 69-2549
www.tu-ilmenau.de/unizeitschrift
Redaktionsanschrift:
Max-Planck-Ring 14
98693 Ilmenau
Postanschrift:
Postfach 10 05 65
98684 Ilmenau
SATZ / LAYOUT:
Bettina Wegner, Torsten Weilepp
Coverfotos: ©DDRockstar/fotolia.com,
Semperoper Dresden: ©kivi80/fotolia.com
Fotos S. 4: ari, Jens Hauspurg
Fotos S. 5: Dr. Carsten Schauer, ari
Uniball
60 Jahre
Sportverein
22. November 2014
Festhalle & Parkcafé | 18:00 Uhr
Tickets unter:
www.tu-ilmenau.de/uniball
GESTALTUNGSKONZEPT:
formplusraum+ | Büro für Gestaltung
Torsten Weilepp
Elisabethstraße 5
99096 Erfurt
Telefon 0361 240 20189
E-Mail info@formplusraum.de
ANZEIGEN UND DRUCK:
VMK | Verlag für Marketing & Kommunikation
GmbH & Co. KG
Faberstraße 17
67590 Monsheim
Telefon 062 43/909-0
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www.vmk-verlag.de
Erscheint 3 x jährlich
Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 19.09.2014
Annahmeschluss nächste Ausgabe: 03.11.2014
ISSN: 1867-884X (Printausgabe)
Zur besseren Lesbarkeit wird in der UNI zum Teil nur die
männliche Sprachform (z. B. Studenten, Mitarbeiter, Besucher) verwendet. Mit den gewählten Formulierungen
sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen.
Die Redaktion behält sich das Recht vor, Beiträge zu kürzen und/oder sinngemäß wiederzugeben. Nachdrucke
und Vervielfältigungen, auch auszugsweise, bedürfen
der Genehmigung durch die Redaktion.
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