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Medienmitteilung - Ernst & Young

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Medienmitteilung
Lukas Meermann
Media Relations
Tel.: +41 (0) 58 286 41 63
lukas.meermann@ch.ey.com
EY Vorsorgestudie 2014 – Schweizer Unternehmen bewerten die
berufliche Vorsorge als positiven Standortfaktor
In der von EY durchgeführten Vorsorgestudie 2014 senden die Unternehmen eine klare
Botschaft: Sie beurteilen die Bedeutung der beruflichen Vorsorge in der Schweiz als
Faktor, der massgeblich zur Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Schweiz sowie des
eigenen Unternehmens beiträgt. Kürzungen von überobligatorischen Leistungen werden
kritisch mit Bezug auf die Rekrutierung von Mitarbeitenden beurteilt.
ZÜRICH, 20. OKTOBER 2014 – Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen
EY hat in seiner diesjährigen Vorsorgestudie die Unternehmenssicht zur beruflichen Vorsorge
erfasst. Bei der im Schweizer Markt in dieser Form erstmals durchgeführten Befragung wurden
im Sommer 2014 85 Entscheidungsträger aus Finanz- und Personalabteilungen sowie
Geschäftsführer von Schweizer Unternehmen unterschiedlicher Grösse befragt. Im Zentrum
standen Fragen nach der grundsätzlichen Einstellung gegenüber der beruflichen Vorsorge, die
ja auch Kosten und Aufwand für die Unternehmen mit sich bringt, sowie die im Bedarfsfall
bevorzugten Sanierungsmassnahmen und Fragen zur internationalen Rechnungslegung von
Pensionsverpflichtungen.
Vorsorge als Alleinstellungsmerkmal zur Gewinnung von Mitarbeitenden
Die Umfrageresultate zeigen deutlich, dass die berufliche Vorsorge von der überwiegenden
Mehrzahl der Schweizer Unternehmen unterstützt wird. Knapp 9 von 10 (89 Prozent) befragten
Unternehmensvertretern stimmen der Aussage zu, dass die berufliche Vorsorge zur Attraktivität
des Wirtschaftsstandorts Schweiz und der Arbeitsplätze beiträgt. Über 80 Prozent der HumanResources-Verantwortlichen und der Vertreter der Finanzabteilungen schätzen, dass die
Pensionskassenleistungen für die Mitarbeitenden einen wichtigen Bestandteil der Attraktivität
ihres Unternehmens darstellen. Dies bestätigt auch die Aussage von 42 Prozent, dass die von
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ihnen angebotene Vorsorge ein wichtiges Instrument ist, das gezielt zur Gewinnung der besten
Mitarbeitenden im Arbeitsmarkt eingesetzt wird. Zwar bejaht auch exakt die Hälfte den grossen
finanziellen und administrativen Aufwand für Unternehmen in der Schweiz, der mit der
beruflichen Vorsorge einhergeht. Aber nur 13 Prozent bezeichnen diesen Aufwand als
Wettbewerbsnachteil für ihre Unternehmen im Vergleich zum Ausland.
Zurückhaltung beim Thema Kürzung aus Angst vor Wettbewerbsnachteilen
In diesem Kontext ist die Motivation für die Erbringung überobligatorischer Leistungen
interessant: Über die Hälfte (54 Prozent) der Befragten meint, dass ihr Unternehmen, wenn es
keine Leistungen über dem BVG-Obligatorium ausrichten würde, im Vergleich mit anderen
Unternehmen auffiele, was negative Auswirkungen auf die Rekrutierung von Mitarbeitenden
zur Folge hätte.
Und wiederum nur eine knappe Mehrheit befürwortet eine Liberalisierung des
Überobligatoriums (versicherte Einkommensanteile über 84‘240 Schweizer Franken). Eine
erstaunliche Tatsache, geht man von der Annahme aus, dass Unternehmensvertreter
grundsätzlich ein Interesse an einer Verminderung der Unternehmensrisiken aus der Vorsorge
haben sollten, welche mit diesem Liberalisierungsschritt möglich wären. Hierzu Hans-Jürgen
Wolter, Initiator der Studie und Pensionskassenexperte bei EY Financial Services Schweiz:
«Vorsorge wird primär als Mittel zur Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers und als
Pflichtaufgabe wahrgenommen. Die Unternehmen sind daher zurückhaltend, wenn es um
Anpassungsmassnahmen geht. Diese Zurückhaltung ist einerseits verständlich, andererseits
muss das Thema der langfristigen Finanzierbarkeit bald auf die Tagesordnung. Die Politik ist
gefragt, die Unternehmen hierin nicht alleine zu lassen und die Unternehmen wiederum,
untereinander den gemeinsamen Schulterschluss zu suchen, um verantwortungsvolle
Lösungen zu finden.»
Die Übertragung von Schweizer Vorsorgeverpflichtungen in die internationale
Rechnungslegung (IFRS und US GAAP) führt im Normalfall zu einer Erhöhung der
Verbindlichkeiten für Pensionen in der Bilanz im Vergleich zu den Werten nach Schweizer
Rechnungslegung. Ein Drittel der befragten Unternehmen ist demzufolge auch der Meinung,
dass die Behandlung von Schweizer Vorsorgeverpflichtungen nach internationalen
Rechnungslegungsstandards darin resultiert, dass nicht nach diesen Standards bilanziert wird.
Allerdings überlegen sich von den Unternehmen, die bereits nach IFRS oder US GAAP
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bilanzieren, lediglich 7%, diese Bilanzierung wegen der Pensionsverpflichtungen wieder
einzustellen.
Umwandlungssatz-Reduktion an erster Stelle möglicher Sanierungsmassnahmen
Die finanzielle Stärke und Risikofähigkeit der eigenen Pensionskasse wird von den meisten
Befragten als gut eingestuft. Trotz Negativschlagzeilen der letzten Jahre bewerten
insbesondere Vertreter von Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden die finanzielle
Stärke ihrer Vorsorgeeinrichtungen – wobei es sich bei den meisten um
Sammelstiftungsanschlüsse handelt – als sehr gut. Weniger als ein Viertel der Befragten stellt
ihrer Vorsorgeeinrichtung lediglich ein mittelmässiges Zeugnis aus. Ein klares Indiz für die
hohe Risikoaversion bei den Entscheidungsträgern in den Unternehmen ist die weiterhin hohe
Akzeptanz der Vollversicherung, bei welcher nach Schweizer Rechnungslegungen keine
Unterdeckung möglich ist und die Versicherungsgesellschaft allfällige Verluste übernimmt.
Insbesondere bei den kleinen und mittleren Unternehmen wurde die hohe Akzeptanz und der
Bedarf nach Vollversicherungslösungen klar bestätigt (weniger als 2 von 10 Befragten
sprachen sich dagegen aus).
Um bestehende oder potenzielle Finanzierungsprobleme einer Pensionskasse zu vermindern,
müssen, vereinfacht gesagt, entweder Leistungen gekürzt oder die Lohnabzüge erhöht
werden. Sollten die Unternehmen mit ihrer Pensionskasse in eine solche Situation kommen,
bevorzugen Vertreter grösserer Unternehmen Leistungseinbussen deutlich stärker als Option
als Vertreter kleinerer Unternehmen (55 versus 32 Prozent).
Allgemein gefragt nach den grundsätzlich zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur
Reduktion von Vorsorgeverpflichtungen und –kosten, die aus heutiger Sicht realistisch und
umsetzbar sind, gaben knapp 8 von 10 Befragten (79 Prozent) an erster Stelle die Anpassung
der Leistungen zukünftiger Rentner an, z.B. durch eine Senkung des Umwandlungssatzes. Mit
74 Prozent folgte die Erhöhung von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen und an dritter
Stelle die Verzinsung von Altersguthaben der aktiven Versicherten.
Die Umverteilung von Aktiven zu Pensionierten aufgrund der hohen Umwandlungssätze ist
offensichtlich den meisten Mitarbeitenden nicht bewusst, nicht so wichtig oder wird sogar
gutgeheissen. Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmensvertreter sagten aus, dass
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Ihnen gegenüber noch nie Unmut seitens der Mitarbeitenden bezüglich dieser Art von
Quersubventionierung geäussert wurde.
Hierzu Patrik Schaller, Leiter Vorsorge bei EY Financial Services Schweiz: «Es ist interessant
zu sehen, dass der vielbeschworene Generationenkonflikt zumindest bei den
Arbeitnehmenden noch nicht angekommen ist. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren.
Sicher spielt das Bewusstsein eine Rolle, dass Kürzungen, die heute vorgenommen werden,
die Aktiven später ebenfalls treffen werden.»
EY | Assurance | Tax | Transactions | Advisory
Über die globale EY-Organisation
Die globale EY-Organisation ist eine Marktführerin in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung,
Transaktionsberatung und Rechtsberatung sowie in den Advisory Services. Wir fördern mit unserer
Erfahrung, unserem Wissen und unseren Dienstleistungen weltweit die Zuversicht und die
Vertrauensbildung in die Finanzmärkte und die Volkswirtschaften. Für diese Herausforderung sind wir
dank gut ausgebildeter Mitarbeitender, starker Teams sowie ausgezeichneter Dienstleistungen und
Kundenbeziehungen bestens gerüstet. Building a better working world: Unser globales Versprechen ist
es, gewinnbringend den Fortschritt voranzutreiben – für unsere Mitarbeitenden, unsere Kunden und die
Gesellschaft.
Die globale EY-Organisation besteht aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited
(EYG). Jedes EYG-Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig und haftet nicht für
das Handeln und Unterlassen der jeweils anderen Mitgliedsunternehmen. Ernst & Young Global Limited
ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach englischem Recht und erbringt keine Leistungen für
Kunden. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.ey.com.
Die EY-Organisation ist in der Schweiz durch die Ernst & Young AG, Basel, an zehn Standorten sowie in
Liechtenstein durch die Ernst & Young AG, Vaduz, vertreten. «EY» und «wir» beziehen sich in dieser
Publikation auf die Ernst & Young AG, Basel, ein Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global
Limited.
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