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als Gastbeitrag im Liechtensteiner Volksblatt - ap pahud & partner

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SAMSTAG
18. OKTOBER 2014
|
Wirtschaft | 15
Google-Geschäft
wächst langsamer
Internetgigant Google verdient weiter Milliarden, aber das Geschäft wächst langsamer.
Im dritten Quartal lag der Gewinn unterm Strich bei 2,81 Milliarden Dollar nach 2,97 Milliarden
im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie der Internetkonzern am Donnerstag mitteilte.
A
nalysten hatten mit steigendem Profit gerechnet. An
der Börse fiel die Reaktion
entsprechend negativ aus.
Zunächst geriet die Google-Aktie um
etwa fünf Prozent ins Minus. Der Kurs
fi ng sich aber wieder und pendelte
sich bei gut zwei Prozent im roten Bereich ein. Zudem musste der Internetgigant einen weiteren Anstieg seiner
Kosten vermelden. Der Platzhirsch
unter den Suchmaschinen-Betreibern
hatte bereits im vergangenen Vierteljahr die Erwartungen der Börsianer
enttäuscht. Finanzzchef Patrick Pichette zeigte sich dennoch zufrieden:
«Google hatte eine weitere starke Performance in diesem Quartal.» Sein
Unternehmen konnte den Umsatz
im Jahresvergleich um 20 Prozent
auf 16,52 Milliarden Dollar ausbauen.
«Wir sind weiterhin begeistert über
das Wachstum.» Die Haupteinnahmequelle Onlinewerbung sprudelt aber
nicht mehr so stark. Die bezahlten
Klicks nahmen um 17 Prozent zu, im
Vorquartal waren sie noch um etwa
ein Viertel gestiegen. Google macht
einen grossen Teil seines Geschäfts
mit bezahlten Textanzeigen, die bei
Suchmaschinen-Ergebnissen besonders prominent platziert werden, und
grafischen Anzeigen, sogenannten
Bannern. Zudem spielt der zum Konzern gehörende Videodienst Youtube
Geld durch Werbeclips ein. Die Anzeigen zahlen sich aber nicht mehr so
aus wie im Vorjahr. Der Preis pro Klick
ging um zwei Prozent zurück, nach einem Rückgang von sechs Prozent im
Frühjahr. Google macht die Verbreitung von Smartphones zu schaffen.
Wegen der kleinen Bildschirme lässt
sich mit Werbung auf mobilen Geräten weniger verdienen als auf einem
PC. Der Suchmaschinen-Riese buhlt
mit Konkurrenten wie Facebook und
Yahoo um Online-Werbebudgets. Die
Wettbewerber werden ihre Quartalsbilanzen in den kommenden beiden
«W
ist, wo man steht, wie das Umfeld
aussieht und wohin man will.
Ebenso wie das Wissen um die
Stärken, die Schwächen, die Chancen, die Risiken sowie die eigene
Innovationskraft und Veränderungsbereitschaft. Auch über
grundsätzliche Themen, wie beispielsweise die gemeinsame Vision
und die fokussierte strategische
Stossrichtung, ist man sich in der
Regel bald einig.
enn man sich darüber klar ist, dass
ein Schachbrett
vierundsechzig
Felder und zweiunddreissig Figuren hat und dass es, nachdem die
ersten vier Züge von Weiss und
Schwarz gespielt sind, bereits über
zwei Millionen Varianten gibt, in
denen man die Schachfiguren bewegen kann, wird man von dem
Neuland, das noch nicht erforscht
ist, überwältigt sein.» (Walter Slezak). Für erfolgreiche Schachspieler ist es gleichsam die Essenz des
Spiels: zu wissen, wie man aufgestellt ist, danach die Position des
Gegners richtig einzuschätzen, das
grosse Ziel klar vor Augen zu haben, die Strategie zu verstehen, die
dazu passenden taktischen Züge zu
wählen und sie danach konsequent
auszuführen. In der Wirtschaft
funktioniert es ähnlich. Es gehört
zum A und O der Unternehmensführung, zu verstehen, wer man
Wochen veröffentlichen. Facebook
hatte zuletzt einen massiven Anstieg
der Werbeeinnahmen verzeichnet,
vor allem im immer wichtigeren mobilen Geschäft.
Breitere Aufstellung
Google stellt seine Geschäftsbasis allerdings immer breiter auf – beispielsweise mit dem Smartphone-Betriebssystem Android oder der Online-Bürosoftware Google Apps. Zuletzt
machte der Konzern Schlagzeilen mit
der Entwicklung selbstfahrender Autos und Drohnen, die Internet in entlegene Regionen der Welt bringen sollen. Erst am Mittwoch hatte der Konzern sein mobiles Betriebssystem Android aufgefrischt. Zudem brachte
Google ein neues Smartphone und
Tablet der Nexus-Serie heraus. Die
neue Android-Version heisst Lollipop
– entsprechend der Unternehmenstradition, die Varianten nach Süssigkeiten zu benennen. (sda/dpa/reu)
Gastkommentar
Wenn der VR
Schach spielt
Strategie und Management
– und Führung
Immerhin setzt sich die Führungscrew Jahr für Jahr in vordefinierten
Zirkeln damit auseinander, sie
passt die Ideen vom letzten Jahr an
die aktuellen Erkenntnisse an und
freut sich, wenn das strategische
Papier möglichst bald in die richtige Form gegossen, ausgedruckt,
verteilt und kommuniziert ist – bis
zur nächsten Strategiesitzung, im
kommenden Jahr, im selben Kreis.
ANDRÉ PAHUD*
GESCHÄFTSFÜHRER
AP PAHUD & PARTNER GMBH
Doch was passiert bis dahin? Business as usual? Alfred Brittain, der
langjährige CEO von Bankers
Trust, meinte dazu: «You can come
up with the best strategy of the
world. The implementation is 90 %
Google hat es mit einem langsamer wachsenden Geschäft zu tun. (Foto: RM)
of it!» Strategien zu erarbeiten und
danach gezielt und konsequent umzusetzen, bedeutet strategisches
Management in Reinkultur. Also:
Strategie und Management – und
Führung. Denn nur, wenn wir tun,
was wir sorgfältig durchdacht, seriös eingeplant und präzis kommuniziert haben, besteht eine reelle
Chance, ans Ziel zu gelangen.
Entwickelt werden Strategien ja
klassischerweise zwischen Verwaltungsrat und Geschäftsleitung, umgesetzt hingegen durch das operative Management.
Doch geschieht diese Umsetzung
auch tatsächlich? Wer konkret
bricht die hehren strategischen
Vorgaben auf den unternehmerischen Boden herunter? Wer erarbeitet eigentlich handfeste Massnahmen mit verbindlichen Terminen? Und wer schaut, dass diese
auch wirklich realisiert werden?
Gibt es, last, but not least, jemanden, der nachhakt, Druck aufsetzt,
die Ergebnisse überwacht und auf
Verbesserungen pocht – oder, mit
anderen Worten: der darauf achtet,
dass die Unternehmensleitung immer ein paar Schritte voraus ist
und dabei all die Optionen, die
sich bieten, im Auge behält? Vielleicht fühlt sich der Verwaltungsrat
angesprochen, ähnlich wie der
Schachspieler.
Dieser bleibt nämlich auch ständig
am Ball bzw. an den Figuren, prüft
ständig die Aufstellung auf dem
Brett, schätzt die Optionen ab, hinterfragt den realisierten und den
nächsten Zug, setzt einen nach
dem andern um, kontrolliert die
Ergebnisse und zieht seine Schlüsse. Denn auch für ihn wäre es gefährlich, unversehens ins Hintertreffen zu geraten.
* André Pahud ist Managementberater mit
Schwerpunkt Strategie, M&A und Nachfolge.
Das «Volksblatt» gibt Gastkommentatoren
Raum, ihre persönliche Meinung zu äussern.
Diese muss nicht mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.
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Informationen zu
den Vorlesungen
Ort Aula Primarschule Mauren
Tag Donnerstagnachmittag
Zeit 15.15 bis 16.45 Uhr
Vorlesung und Fragestellung
Wintersemester
Donnerstag, 23. Oktober 2014
«… mehr Gelehrte als Rom». Der Humanismus in
Feldkirch (und in Liechtenstein) zur Zeit des
Georg Joachim Rheticus (1524–1574)
Dr. Karl Heinz Burmeister
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Im Eis der Antarktis vor 58 Jahren
Prof. Dr.-Ing. Peter Schoeck, Triesen
Donnerstag, 6. November 2014
Franz Schubert. Leben und Werk in neuer Sicht
Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen
Donnerstag, 13. November 2014
Sinnlose Wettbewerbe – Warum wir immer mehr
Unsinn produzieren
Prof. Dr. Mathias Binswanger
Donnerstag, 20. November 2014
Beurteilung von Chemikalien in Lebensmitteln
Dr. sc. Nat. ETH Josef Schlatter
Donnerstag, 27. November 2014
Der historische Sokrates. Leben und Lehre
gemäss den unterschiedlichen Quellen
Prof. Dr. Alois Rust
Donnerstag, 4. Dezember 2014
Die Natur als Arzneimittelhersteller: Zur Bedeutung von Naturstoffen in der Arzneimittelforschung
Prof. Dr. Karl-Heinz Altmann
Donnerstag, 11. Dezember 2014
Letztes Gericht, Himmel, Hölle, Fegefeuer –
theologisch neu gedeutet
Pfarrer DDr. Herbert Spieler
Herzlichen Dank
an alle, die mich zu meinem 80. Geburtstag mit
Glückwünschen und Geschenken erfreut haben.
Besonderen Dank auch an die Freunde alter
Landmaschinen Balzers.
Ich habe mich über alles und jeden sehr gefreut.
Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieser Tag
für mich unvergesslich bleibt.
Schellenberg, im Oktober 2014
Andreas Büchel
Schenken Sie Ferien.
Die Stiftung Denk an mich ermöglicht Ferien und
Erholungsaufenthalte für Menschen mit Behinderung.
Möglich wird das durch Menschen, die weiterdenken.
Und mit einer Spende Ferien schenken.
PC 40-1855-4
www.denkanmich.ch
Hörerbeitrag
CHF 100.– Jahresausweis (22 Vorlesungen)
CHF 75.– Wintersemester
CHF 10.– Tageskarte
Kontakt
Senioren-Kolleg Liechtenstein
Tel. 00423 373 87 97
kontakt@senioren-kolleg.li
www.senioren-kolleg.li
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Stammzellenforschung: Hoffnung und Perspektiven
Prof. Dr. Lukas Sommer
Donnerstag, 8. Januar 2015
Lernt das Gehirn ein Leben lang?
Prof. Dr. Martin Meyer
Amtliche Kundmachungen
Bekanntmachung
3R NZ.2014.90 – ON 5
Donnerstag, 15. Januar 2015
Moderne Aspekte der Wettervorhersage
Prof. Dr. Heini Wernli
Vor dem Fürstlichen Landgericht in FL-9490 Vaduz wird das Verfahren zur Kraftloserklärung der nachstehenden Aktienzertifikate eingeleitet:
Aktienzertifikate Nr. 1 (Inhaberaktien Nr. 01 – Nr. 25) und Nr. 2 (Inhaberaktien
Nr. 26 – Nr. 50), mit je einem Nennwert von CHF 1’000.00 pro Inhaberaktie, im
Gesamtwert von CHF 50’000.00, datiert mit 13. Dezember 1976, der LA RADIEUSE
SOCIETE ANONYME, Mauren, Registernummer FL-0001.063.137-5.
Donnerstag, 22. Januar 2015
Liechtensteinisches Erb- und Pflichtteilsrecht
Mag. iur. Karlheinz Konrad, Vaduz
Donnerstag, 29. Januar 2015
Über die neuesten Erkenntnisse zur Raumentwicklung im Alprenrheintal
PD Dr. Mario Broggi, Triesen
Donnerstag, 5. Februar 2015
Der liechtensteinische Sparkassa-Skandal 1928:
Illusionen, Fakten, Folgen
PD Dr. Peter Geiger, Schaan
Der Inhaber wird aufgefordert, binnen eines Jahres, gerechnet vom Tage der ersten Bekanntmachung an, die Aktienzertifikate vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung ausgesprochen wird.
Vaduz, 09.10.2014
12713.280
FÜRSTLICHES LANDGERICHT
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