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LANXESS

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Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
IHK Infoveranstaltung
Dr. Lothar Gasper
15.10.2014
LANXESS – ein global agierender Spezialchemie-Konzern
mit Fokus auf Technologie und Innovation
Hintergrund
 Spin-off von Bayer 2004, im DAX seit 2012
 Spezialchemieportfolio: Kunststoffe, Kautschuke, Spezialchemikalien
und Zwischenprodukte
 Name: Verbindung des französischen Worts "lancer" (etwas in
Bewegung bringen) und "success” (Erfolg)
Globale Erfolgsgeschichte
 52 Standorte weltweit (ca. 100 Produktionsbetriebe in 17 Ländern)
 Rund 17.000 Mitarbeiter in 31 Ländern
 Globaler Umsatz von 8,3 Milliarden € in 2013
Umsatz nach Region
(2013, in %)
Asien / Pazifik
Lateinamerika
18
Deutschland
12
16
Nordamerika
2
26
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
29
EMEA
(ohne Deutschland)
Asien / Pazifik
Mitarbeiter nach Region
Lateinamerika
(2013, in %)
Nordamerika
Deutschland
47
15
9
9
20
EMEA
(ohne Deutschland)
Produkte für eine große Bandbreite an Märkten
Umsatzverteilung nach Industrien (2013)
Sonstige
Reifen
Landwirtschaft
Baugewerbe
Automobil
Konsumgüter
3
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Chemikalien
Das LANXESS Portfolio basiert auf drei starken Segmenten –
und 14 Geschäftsbereichen
Performance Polymers
 Butyl Rubber
 Performance Butadiene
Rubbers
 Keltan Elastomers
 High Performance Elastomers
 High Performance Materials
Umsätze 2013: 4.486 Mio €
4
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Advanced Intermediates
 Advanced Industrial
Intermediates
 Saltigo
Umsätze 2013: 1.647 Mio €
Performance Chemicals







Material Protection Products
Inorganic Pigments
Functional Chemicals
Leather
Rhein Chemie
Rubber Chemicals
Liquid Purification Technologies
Umsätze 2013: 2.132 Mio €
LANXESS nutzt Energie intensiv
 Durchschnittlich umgesetzte Leistung ~1700MW, entspricht 1-2 Großkraftwerken
 Verteilung auf unterschiedliche Energiearten:
Abhitze
Dampf
Erdgas
Strom
Biomasse
Kälte
 Stark unterschiedliche Energienutzung in den BUs:
Absoluter Energiebedarf
GWh
3000,0
2000,0
1000,0
6,0
5,0
MWh/t
4000,0
4,0
3,0
2,0
1,0
0,0
5
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
0,0
Spezifischer Energiebedarf
Wichtige Instrumente zur Optimierung des Energiebedarfs
Seit den 1990er Jahren:
 Pinchpoint-Analysen zur Optimierung von Wärmenetzwerken
 Energie-Benchmarking vergleichbarer Produktionsstätten
Seit 2009:
Energiechecks:
 BU-übergreifendes Energieteam als interne Berater
 Energiewertstromanalysen zur systematischen Identifizierung von Effizienzpotenzialen
6
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Energiewertstromanalysen ermöglichen einen
ganzheitlichen Blick auf den Produktionsprozess
(Beispiel)
6 bar Dampf
Schlüsselfragen
 Welche Prozesse/Einrichtungen
sind die Haupttreiber für den
Energiebedarf und benötigen
detailliertere Analysen?
6 bar Dampf
Aufheizung
Rohlauge
Behälter
 TA01 – BA003
 Vermeidbare
Temperaturab senkung : 5 K
 m = 66.500 t/a
 Energiebilanz:
388 MWh/a
 RA01 - WA001
 Energiebilanz:
- 2.129 MWh/a
Rohlauge (
T ein
m
ca. 25
73.000
fl )
F ä llung
T ein
m
°C
t/a
Aufheizung
Reinlauge
Abwärme
ca. 25
73.000
°C
t/a
Reinlauge (
T ein
m
ca. 40
66.500
fl )
 Direkte
Dampfeinspeisung
 Energiebilanz:
- 2.095 MWh/a
Fällung
T ein
m
°C
t/a
u
Feuchtes Produkt
Abwasser
T ein
V
6 bar Dampf
T ein
20
m 10.000
Na 3 CO 3
(f)
°C
t/a
Aufheizung
VE Wasser für
Sodal ö sung
VE Wasser ( fl )
°C
m 3 /h
°C
m 3 /h
Na 2 CO3
( fl )
°C
t/a
T ein
V
Wasch
wasser
25
°C
20
m 3 /h
T
aus
V
28
20
°C
m 3 /h
7
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
 Spezifischer Energieverbrauch
Ergebnis
T ein
V
52
20
 Einsparpotenziale
°C
m 3 /h
Abwärme
Abwasser
Behälter
 Direkte
Dampfeinspeisung
 Energiebilanz:
- 5.413 MWh/a
u
 Ersatz von Energieträgern
möglich?
Abwasser
Aufheizung
Waschwasser
 FA02 – WA001
 Energiebilanz:
- 560 MWh/a
T aus
50
m 50.000
v
6 bar Dampf
Aufheizung
Waschwasser
 RA02 - BA013
 Energiebilanz:
- 1.750 MWh/a
T ein
20
V 40.000
52
20
Großer
Drehfilter
Abwasser
V = 20 m 3 /h
 Potenzial für Wärmeintegration?
°C
t/a
Kondensat
Fällung
 Tatsächlicher Energiebedarf des
Produkts/Prozesses am
physikalischen Optimum?
- Was ist durch die derzeitige
Prozessführung bedingt?
62
66.500
T
aus
 AA01 - BA019
 T= 47 ° C
 m= 40 m 3 /h
 Energiebilanz*:
8.213 MWh/a
: 57 ° C
T
aus
: 25 ° C
AW2
Die Energieverlustkaskaskaden als Ergänzung oder
Alternative zur Wertstromanalyse
Vereinfachte Verlustkaskade mit typischen Kategorien
 Erfassung der für die
Verlustkaskade relevanten
Informationen
Verlustkategorie 1
Loss category 1
 auch bei eingeschränktem
Datenmonitoring möglich
Verlustkategorie
Loss category 33
 Verluste repräsentieren
Verschwendung
 nicht alle Verluste können
1:1 in Potenziale übersetzt
werden.
 Verlustkaskaden erlauben
Zustandsvergleiche von
Standorten
trotz verschiedener
…
Produkte und Infrastruktur.
Erzeugungs- /
Umwandlungsverluste
• Dampferzeugung
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Verteilungs und
Klimainduzierte
Verluste
Betriebsverluste
Material- bzw.
Wärmeverluste
Lastgang, Betriebsund
Bedienungsverluste
• Bereitstellung von
- Kühlmedien
- Druckluft
Winterzeitverluste
Analyse Erzeugungs…
/Wandlungseinrichtungen
Analyse
Wartungszustand
und Infrastruktur
Energienutzung
derzeit
8
Verlustkategorie 2
Methode
(z.B. Kondensat)
Prozesskontrolle,
Komfortbedingte
Verluste
Betriebsanalyse
Derzeit beste
Nutzung im
Kernprozess
Verlustkaskade als Basis für die Identifikation von Stellhebeln
und Potenzialen zum Schließen der Effizienzlücken
Verlustkaskade als Basis für die Identifikation von Einsparprojekten
Iterativer Prozess
 Identifizierung des
nächstgrößten Hebels
Loss category 1
 Verbesserungsworkshops für
Einsparideen
Lever 2
LossLever
category
3
3
 Bewertung der
Einsparmöglichkeiten
 Grundlegender technischer
Aufbau
Verteilungs und
Klimainduzierte
Verluste
Projekte
Projekte
 Kostenschätzung
…
 Bewertung der ökonomischen
Machbarkeit
…
…
Analyse Erzeugungs- Maintenance
Analyse and
…
Utilities
Efficiency
/WandlungsWartungszustand
infrastructure
analysis
einrichtungen
und Analysis
Infrastruktur
 Kurzbeschreibung und Listung
der Einsparprojekte
9
Erzeugungs- /
Umwandlungsverluste
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Energienutzung
derzeit
…
Potenzial
Betriebsverluste
Projekte
…
…
Operational Analysis
Betriebsanalyse
Derzeit beste Nutzung
im Kernprozess
plus
verbleibende Verluste
Systematisierung des EnMS nach Vorgaben der ISO 50001Schritte der Einführung
Pilotbetriebe
Organisation
2011: Projektteam
2012: Einführung
Deutschland
Ab 2013: Einführung
International
2012: BU Energiebeauftragte
Ab 2012: betriebliche Energieteams, interne Auditoren
Vorgabedokumente
Richtlinie Energiemanagement
Übersetzungen
Handbuch systematisches
Energiemanagement
Anforderungsprofil
BU Energiebeauftragte
Überprüfung
Vorabaudit (2012)
Selbstchecklisten
Integration in internes Auditsystem
2013: Zertifizierungsaudit
10
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Zertifizierung nach Bedarf
Das systematische Energiemanagement nutzt bestehende
Strukturen seines integrierten Managementsystems
Unternehmenspolitik
+ Zieleprozess
Energiespezifisches Ziel
HSEQ Kennzahlen
Energieplanungsprozess
Energieleistungskennzahlen
Schulungen
Dokumentations& Reviewprozesse
•
Auditprozesse
11
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Schulungen zur
ISO 50001
• Energiethemen in
Regelschulungen
• Workshops für
Auditoren
• Regelm. Besprechung
BU Energiebeauftragte
Betriebliche Energieberichte dokumentieren die Umsetzung
des Energieplanungsprozesses bei LANXESS
Grundlagen:
 Richtlinie Energiemanagement**
 Handbuch systematisches
Energiemanagement **
 Vorlagen Energieberichte
Picture/Artwork size:
Height = 10.29 cm
Width = 5.91 cm
**Relevante Kapitel:
1.Transparenz der Energieströme
2.Festlegen von Energieleistungskennzahlen (EnPIs)
3.Identifizieren von
Effizienzpotenzialen
Schema aus der ISO 50001 (Kapitel 4.4)*:
12
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Übersetzung bei LANXESS
Betrieblicher
Energiebericht
+ Liste von
Effizienzpotenzialen
+ Betriebsspezifische
EnPIs
Ergebnis
Schritte zur Transparenz der Energieströme

„Bilanzkreis“/Gültigkeitsbereich festlegen

Messkonzept beschreiben

Energiemengen und -kosten analysieren
(Ausgangsbasis typischerweise 2010)

Eingehende und ausgehende
Energieströme visualisieren

Relevante „Verbraucher“ ermitteln
 Teilprozesse/Verfahren
 Einzelverbraucher/Einrichtungen
13
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
TeilProzess 1
TeilProzess 2
Betrieb und Entwicklung des systematischen
Energiemanagements
1. Bewertung Zielerreichung: LANXESS Energy Efficiency Programme (LEEP)

Systematisches erfassen und zentrales bewerten der Effizienzpotenziale

Unterstützung bei der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen
•
Derzeitige Schwerpunkte:
Abwärmenutzung
• Rückdampf
• Absorptionskälte
Optimierung der Kälteerzeugung
Strom: systematische Erneuerung des Motorenpools
• IE3 Motoren wo möglich
2. Schulung und Informationsaustausch:

14
Aufbau eines internen Best Practice Katalogs
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Systematisierung nach ISO 50001 bringt das
Energiemanagement voran
Vorteile der Systematisierung nach ISO 50001:
 Rationelle Energienutzung dauerhaft thematisiert
 Verstärkte Motivation zur Verbesserung
 Systematischere Bewertung und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen
 Energieberichte strukturieren den Energieplanungsprozess einheitlich
 Genauere Bedarfsvorhersage durch Kennzahlenanalyse
 Identifikation energierelevanter Prozesse hilft bei ähnlichen Thematiken
 z.B. Strompreiskompensation im Emissionshandelssystem (ETS)
 Intensivierter Informationsaustausch fördert Wissen und Verständnis
 Best Practice Austausch über BU-Grenzen hinweg
15
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Zukünftige Herausforderungen für das LANXESS
Energiemanagementsystem
1. Global zunehmende regulatorische Anforderungen
 EU: Energieeffizienzrichtlinie
 China: ISO 50001-analoge Anforderungen
 Singapur: Energy Conservation Act (ECA)
 Südafrika: Aufbau eines Energierationalisierungskonzepts
2. Überarbeitung ISO 50001, neue bzw. begleitende Normen:
 ISO 50002-50004, ISO 17588/ 17570/ 17580
 Eingeschränkte Gestaltungsspielräume?
 Erweiterung des Messkonzepts?  flexible Messsysteme bevorzugt
3. Intensivierung des Schnittstellenmanagements
 z.B. zu Chemparkbetreibern, Energielieferanten  Investor/Nutzer Problematik
4. Bündelung: Energie- und Rohstoffmanagement?
16
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
17
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
Dr. Lothar Gasper
_________________________________________
LANXESS Deutschland GmbH
GF Industrial & Environmental Affairs
Environmental Policy
Kennedyplatz 1
50679 Köln, Deutschland
Telefon : +49 221 8885 3177
Mobil : +49 175 30 09447
E-Mail : lothar.gasper@lanxess.com
18
Systematisches Energiemanagement bei LANXESS
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