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Greening und FAKT - Infodienst - Landwirtschaft, Ernährung

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Anbau von Nachw. Rohstoffen in Deutschland
22 % der
Ackerfläche
10 % der
Ackerfläche
Pflanzen für Biogas 1.157
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
BADEN-WÜRTTEMBERG
Gliederung:
• 1. Säule. Greening-Maßnahmen
• 2. Säule: Agrarumweltmaßnahmen (aus
MEKA wurde FAKT)
•
• Geeignete Maßnahmen für den Anbau von
Biogaspflanzen
• Zusammenfassung und Fazit
Klaus Mastel
Landwirtschaftliches Technologiezentrum (LTZ)
Augustenberg –Außenstelle Rheinstetten- ForchheimKutschenweg 20, 76287 Rheinstetten
Tel.: 0721/9518-30, Fax: -202
email: klaus.mastel@ltz.bwl.de
Internet: www.ltz-augustenberg.de
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
7. Workshop Biogaspflanzen am
16.10.2014 am LTZ Augustenberg
BADEN-WÜRTTEMBERG
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2014: Erste Säule
Direktzahlungen (Flächenprämie):
= Basisprämie + Greening-Prämie + Prämie für Junglandwirte
+ Prämien für die ersten 46 ha eines Betriebes
public money for public goods
Greening-Auflagen:
- Schaffung ökologischer Vorrangflächen
- Anbaudiversifizierung
- Erhaltung von Dauergrünland
Bei Nichteinhaltung wird Flächenprämie mind. um Greening-Prämie gekürzt.
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2014: Zweite Säule
EU-Mittel auf Grund der VO zur „Förderung der Entwicklung des ländlichen
Raumes durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung
des ländlichen Raumes“ (ELER-VO)
+ Bundesmittel aus Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung
der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK)
+ Landesmittel
Landesprogramm : „Maßnahmen- und Entwicklungsplan
Ländlicher Raum BW 2014 – 2020“ (MEPL III)“
u. a. Förderung von Agrarumweltmaßnahmen, in BW
bisher der „MEKA“
In BW: „aus MEKA wird FAKT“ !!
(Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl)
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Struktur der Direktzahlungen 1. Säule ab 2015 BW1)
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
€ je ha
∅ 310 (354)* €/ha
2012: 283 €/ha einheitlich
∅ 290
(334)*€/ha
∅ 260 (304)* €/ha
50 €/ha
30 €/ha
44 €/ha
∅ 260 (260)* €/ha
Greeningprämie 1) : 85 €/ha, ca. 30 % der Obergrenze der DZ
Basisprämie 1) : 175 €/ha, ca. 62 % der der Obergrenze der DZ
*: Junglandwirt
ha
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop,
R.-Forchheim
16.10.2014
1) Quelle:
Ref. Agrarpolitik
des MLR BW,
Beträge
für Basis- und Greeningprämie nicht endgültig
Zs.-fassung GREENING
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
(freigestellt sind Ökobetriebe und Betriebe mit Dauerkulturen)
Anbaudiversifizierung
• 10 - 30 ha Ackerfläche:
mind. zwei Kulturen
1. Kultur < 75%
√
Ausnahmen
• > 30 ha Ackerfläche:
mind. drei Kulturen
1. Kultur < 75%; 1. + 2. Kultur < 95%
Erhaltung von Dauergrünland
• < 10 ha Ackerfläche
• > 75% der LF Dauergrünland
(Rest max. 30 ha Ackerfläche)
• > 75% der AF Grasanbau, Grünfutterpflanzen, Brache oder Kombination
(Rest max. 30 ha Ackerfläche)
Dauergrünlandumwandlungsverbot
nach 27a LLG
ist in BW zu beachten.
√
Ökologische Vorrangflächen
Ausnahmen
• auf 5% der Ackerfläche (2018 ggf. 7%) • < 15 ha Ackerfläche
• Verschiedene Maßnahmen mit
• > 75% der LF Dauergrünland
unterschiedlichen Gewichtungs(Rest max. 30 ha Ackerfläche)
faktoren möglich
• > 75% der AF Grasanbau, Grünfutterpflanzen, Brache oder Kombination
(Rest max. 30 ha Ackerfläche)
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Greening - Ökologische Vorrangflächen
Mögliche Maßnahmen (Art. 46 (1) Nr. 2 der VO (EU) Nr. 1307/2013 vom 17.12.2013
und Delegierte VO (EU) Nr. 639/214 vom 11.03.2014 und Durchführungs-VO (EU) Nr. 641/2014
vom 16.6.2014:
– Brachliegende Flächen (keine lw. Erzeugung,
Begrünung/Blühmischung(1)
ohne Nutzung im Antragsjahr erlaubt)
– Terrassen
– Landschaftselemente
(je nach Element)
– Pufferstreifen (Gewässerrandstreifen) (1,5)
– Agroforstflächen
(1)
– Flächen entlang von Waldrändern (1,5)
– Kurzumtriebsplantagen (ohne
(0,3) Pflanzenschutzmittel und mineralische
Düngung )
– Aufforstungsflächen (1)
– Flächen mit Zwischenfrüchten (0,3)
– Flächen mit stickstoffbindenden Pflanzen (0,7)
Klaus Mastel
Die
Maßnahmen werden unterschiedlich gewichtet.
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Greening - Ökologische Vorrangflächen
Mögliche Maßnahmen (Art. 46 (1) Nr. 2 der VO (EU) Nr. 1307/2013 vom 17.12.2013
und Delegierte VO (EU) Nr. 639/214 vom 11.03.2014 und Durchführungs-VO (EU) Nr. 641/2014
vom 16.6.2014:
Wesentliche Vorgaben zur Ausgestaltung der ÖVF werden
national durch DirektZahlDurchfV (durch BMEL im Einvernehmen mit dem
BMU und mit Zustimmung des Bundesrates, gem.
gesetz vom 09.07.2014)
18 (5) Direktzahlungen-Durchf.-
geregelt.
Aktueller Stand:
- VO-Entwurf des BMEL ging am 03.09.2014 an Bundesrat mit
der Bitte um Zustimmung
- Beschluss des Bundesrates am 10.10.2014: Zustimmung nach
Maßgabe der sich in der Anlage ergebenden Veränderungen
- Es ist davon auszugehen, dass der VO-Entwurf nach
Einarbeitung der Änderungsvorschläge des B.-rates rechtkräftig
wird.
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
ÖVF: Zwischenfrüchte
(Gew.-faktor: 0,3, Mindestschlaggröße: 10 Ar)
Grundsätzlich gilt:
 Keine Beschränkung (durch EU) hinsichtlich der Verwendung des Aufwuchses.
Um die
Greeningforderung
 Aber:
Keine
Winterkultur im, Sinne einer Hauptkultur!
5 % der AF müssen ÖVF sein, zu
erfüllen, reicht es, wenn auf 17 %
Aktueller Stand !
BGBl:
15. Juli 2014 veröffentlicht.
der am
AF Zwischenfrüchte
etabliert
⇓
⇓
werden.
DirektZahlDurchfG-Gesetz
DirektZahlDurchf-Verordnung
 Im Antragsjahr
(nach Ernte der Vorkultur):
− keine chemisch-synthetische PSM
− kein mineralischer Stickstoffdünger
− kein Klärschlamm
 spätester Aussaattermin: 1. Oktober
 Untersaat von Gras in Hauptkultur oder
Kulturpflanzenmischung (Mischung aus
mind. 2 botanischen Arten).
Klaus Mastel
 Liste der zulässigen Arten (siehe
Unterlage)
Vorgaben zur Mischung :
- eine Art darf max. 60 % der Samen ausmachen
- Gräser dürfen max. 60 % der Samen einer
Mischung ausmachen
 Die Fläche darf im Jahr der
Antragstellung nur durch Beweidung mit
Schafen und Ziegen genutzt werden.
 Aussaat ab dem 16.7., Einarbeitung nach
dem 15.2. des Folgejahres ?! (noch zu regeln
in Agrarzahlungen-Verpflichtungenverordnung)
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
ÖVF: N-fixierende Pflanzen (Gew.-faktor: 0,7)
UmBGBl:
die Greeningforderung
5 % der AF müssen ÖVF Aktueller Stand !
am 15. Juli 2014, veröffentlicht.
sein, zu erfüllen, reicht es, wenn auf 6,7 % der AF
⇓
⇓
Leguminosen als Hauptfrucht
oder wenn z. B. auf 3 % der AF Leguminosen und auf 10
% der AF ZwF angebaut werden.
DirektZahlDurchf-Gesetz
DirektZahlDurchf-Verordnung
 Regelungen zu PSM und Düngung
dürfen nur so getroffen werden,
− dass weiterhin eine Startdüngung
möglich ist.
− dass Pflanzenschutz nach guter
fachlicher Praxis möglich ist.
 Liste der zulässigen Arten (siehe
Unterlage)
 Nach abschließender Ernte:
im Antragsjahr eine Winterkultur
oder Winterzwischenfrucht.
Klaus Mastel
 Auch Mischungen mit versch.
Leguminosenarten möglich, aber alle
Mischungspartner müssen zu den
N-fixierenden Pflanzen gehören, d. h. kein
Klee- oder Luzernegras.
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
ÖVF: Pufferstreifen entlang von Wasserläufen
Breite: min. 1 m, max. 20 m,
Aktueller Stand (Dz.-dfVO):
- Beweidung oder Schnittnutzung ist erlaubt, sofern der Streifen
vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar bleibt.
Aktueller Stand AgrarzahlVerpflV im 5 (1):
- Die Flächen sind der Selbstbegrünung zu überlassen oder durch
5m
5m
eine gezielte Ansaat zu begrünen.
-
Welche Arten ? zu klären !
Gewässerrandstreifen: lt. Wassergesetz BW Einsatz von Düngeund Pflanzensch.-mittel verboten,
ab 1.1.19 keine Ackernutzung außer KUP oder Etablierung
mehrjähriger Blühstreifen
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
ÖVF: Streifen (an Waldrändern)
Breite: min. 1 m, max. 10 m,
Aktueller Stand (Dz.-dfVO):
- Es darf generell keine landwirtschaftliche Nutzung stattfinden,
jedoch ist die Beweidung oder Schnittnutzung erlaubt, sofern der
Streifen vom angrenzenden Ackerland unterscheidbar bleibt.
Aktueller Stand AgrarzahlVerpflV im 5 (1):
- Die Flächen sind der Selbstbegrünung zu überlassen oder durch
eine gezielte Ansaat zu begrünen.
-
Welche Arten? zu klären !!
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP 2. Säule: „FAKT“ in BW (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl)
- Grundprinzipien –
• Ausgleich für Umweltleistungen, die die
Grundanforderungen an Düngung und Pflanzenschutz,
Cross-Compliance- und Greening- Auflagen übersteigen!
• Ausschluss von Doppelförderung!
• Teilnahme ist freiwillig, aber Teilnehmer verpflichten sich auf
mindestens 5 Jahre
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
„FAKT“: Fortgeführte MEKA- und neue FAKTMaßnahmen im Ackerbau (siehe Unterlage)
- 5-gliedrige Fruchtfolge
- Herbstbegrünung, neu: „vorgegebene
Begrünungsmischungen“ mit früherer Aussaat
- Einjährige Brachebegrünung mit Blühmischungen,
neu: überjährige Blühmischungen
- Herbizidverzicht im Ackerbau
- Einsatz von Trichogramma in Mais
- Ökologische Bewirtschaftung von Ackerflächen
(abhängig von nationaler Umsetzung Greening)
− Maßnahmen zum Gewässer- und Erosionsschutz in
Wasserkulisse (Winterbegrünung, PF, Strip-Till-Verfahren,
Hoftorbilanz und Depotdgg. mit Injektion)
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Quelle: Mitteilung des MLR, 7/2014
FAKT*: Begrünung im Acker- und Gartenbau
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
*Quelle: Glemser H., MLR BW, 7/2014
Variante herkömmliche „Herbstbegrünung“ (geplant: 70 €/ha ?)
mit Aussaat bis Mitte September
• Einarbeiten / Mulchen nicht vor Ende November
• keine Nutzung des Aufwuchses, außer
Beweidung durch Wanderschäfer
• zwischen zwei Begrünungen muss eine
Hauptkultur stehen
• keine Begrünung nach Ackerfutter
neu: Variante vorgegebene
„Begrünungsmischungen“
(geplant 90 €/ha ?): mind. 5 Arten,
Aussaat bis Ende August,
Einarbeitung/Mulchen nicht vor Ende
November
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Fakt*: Brachebegrünung mit Blühmischungen E 1.1
• einjährige Begrünung von aus der
Erzeugung genommenen Flächen
• neu: überjährige Begrünung mit
Aussaat im Herbst des Vorjahres
• Aussaat vorgegebener
Blühmischungen, bis 15. Mai
• Einarbeitung des Aufwuchses nicht
vor Ende November bzw. ab
September zur Aussaat einer
Winterkultur – Mulchen ab September
ist möglich
• Nachweis der Blühmischung über
Sackanhänger und Kaufbelege
• geplant: 710 (330 ) €/ha ohne (mit)
ÖVF-Anrechnung
*Quelle: Glemser H., MLR BW, 7/2014
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
Greening- und FAKT-Maßnahmen ab 2015:
Möglichkeiten für den Anbau von
Biogaspflanzen:
• Landschaftselemente vorhanden und anrechenbar?
• Zwischenfrüchte
• N-fixierende Pflanzen
• Brache: u. a. Blühmischungen (ein-, über- oder
mehrjährig ohne Nutzung)
• Zwischenfrüchte und Hauptkulturen mit landw.
Erzeugung
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Möglichkeiten für den Maisanbauer
- Landschaftselemente vorhanden und als ÖVF
anrechenbar?
Landschaftselement
Umrechnungsfaktor (m o. Baum in
m2)
Gewichtungsfaktor
Fläche als ÖVF
Hecken/Gehölzstreifen (bis 10
m breit) je lfd. m
5
2
10 m2
Einzeln stehende Bäume
20
1,5
30 m2
In Reihe stehende Bäume, je
lfd. m Länge
5
5
10 m2
In Gruppe stehende Bäume (je
m2)
entfällt
1,5
1,5 m2
Feldrand ohne lw. Erz., Breite 1
- 20 m, je lfd. m Länge
6
1,5
9 m2
Teiche, je m²
entfällt
1,5
1,5 m2
Graben, je m2
3
2
6 m2
Traditionelle Steinmauern, je lfd.
m Länge
1
1
1 m2
Andere L.-elemente
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Möglichkeiten Anbau Biogaspflanzen
- Zwischenfrüchte
Maßnahme zur
Anerkennung als
als ÖVF
Anzahl
Arten
mind.
Aussaat
(ab) bis
spätestens
Mulchen/Einarbeitung
frühestens
2
(ab 16.7.) 01. 10.
15.02 ?
als FAKT-Maßnahme
Sonstiges
16,7 % der
AF reichen
für 5 % ÖVF
Geplanter
Ausgleich
E 1.1 „Herbstbegrünung“
1
15.
September
Ende
November
70 €/ha
E 1.2
„Begrünungsmischungen“
5
31. August
Ende
November
90 €/ha
F 1 „Winterbegrünung“ in
der Wasserkulisse
5
31. August
15.02.
100 €/ha
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Beweggründe N-fixierende Pflanzen
(nicht) anzubauen:
- Beitrag für Anbaudiversifizierung im Rahmen des
Greening
- Anerkennung als ÖVF (Gew.-faktor 0,7, d. h.
Leguminosen auf 7,2 % der AF reichen für 5 % ÖVF)
- Beitrag für Fruchtartendiversifizierung im Rahmen
des FAKT (A 1, 5-gliedr. FF, mind. 10 % der AF)
- Auflockerung einseitiger Fruchtfolgen, aber
Anbaupause notwendig, Vorfruchtwert !
- Leg. erreichen als Biogaspflanze oft nicht die Erträge
und Biogasausbeuten wie z. B. Mais
- Als Marktfrucht (Körnerleg.) z. T. hohe Erzeugerpreise
und hohe rel. Vorzüglichkeit gegenüber anderen
Marktfrüchten des Ackerbaus.
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Brache (keine landw. Erzeugung)
Anerkennung als ÖVF und/oder FAKT-Maßnahme:
ÖVF
(Faktor)
Brachliegende Fläche* (Art. 45 Nr. 2
FAKTMaßnahme
Mögl.
Ausgleich
(€/ha)
X (1)
VO (EU) 639/2014)
Feldränder (1 – 10 m breit)*
(Art. 45
X (1,5)
Nr. 4e VO (EU) 639/2014)
Pufferstreifen entl. Wasserläufen
X (1,5)
(Art. 46 Nr. 5 VO (EU) 639/2014)
Streifen an Waldrändern (Art. 46 Nr.
X (1,5)
7 VO (EU) 639/2014)
Brachebegrünung mit Blühmischungen** (ohne Anrechnung als ÖVF)
s. o. (mit Anrechnung als ÖVF) **
x
E 2.1
710
E 2.2
330
*: bisher keine Vorgaben zur Begrünung:
**: Mischungen mit ein- und überjährigen Arten u. a. m. sind vorgeschrieben
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: ÖVF mit landw. Erzeugung
ÖVF: N-fixierende Pflanzen √
ÖVF: Nutzung der Zwischenfruchtflächen, die als
ÖVF anerkannt werden sollen, ist im Jahr der
Antragstellung nicht möglich !!
! Zu prüfen !,
ÖVF: Pufferstreifen
entlang von
Gewässern:
ob winterharte
Zwischenfrüchte
Lw. Nutzung verboten, aber Beweidung oder Schnittnutzung ist
bei Nutzung als Biogassubstrat
erlaubt, sofern der Streifen vom angrenzenden Ackerland
unterscheidbar bleibt.(Zweikulturnutzung) im Jahr
nach der Antragstellung als
ÖVF: Flächen entlang Waldrändern:
ÖVF anerkannt werden.
Lw. Nutzung grundsätzlich verboten, aber Beweidung oder
Schnittnutzung ist erlaubt, sofern der Streifen vom angrenzenden
Ackerland unterscheidbar bleibt.
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Zusammenfassung
+ Fazit
Es wurden vorgestellt:
 Greening- und FAKT-Maßnahmen ab 2015
Einige endgültige Regelungen zur pflanzenbaulichen
Umsetzung der Greening- und FAKT-Maßnahmen
stehen noch aus ! (Veröffentlichung der
Direktzahlungenverodnung BGBl. ist zu erwarten)
 Diese Regelungen sind in Erfahrung zu bringen!
 Möglichkeiten für den Anbauer:
Landschaftselemente, Zwischenfrüchte**, N-fixierende Pflanzen*,
Brache: u. a. Blüh- und Wildäsungsmischungen, Streifen **
(*: mit lw. Nutzung, **: unter bestimmten Bedingungen mit lw.
Nutzung)
 Was ändert sich für den Anbau von Biogaspflanzen?
nicht sehr viel !?
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
GAP ab 2015: Fazit
Mit den Änderungen der Förderpolitik sind Vorteile (Chancen)
-
nicht nur für Natur und Umwelt in intensiv genutzten
Ackerbaulandschaften (Artenvielfalt, Boden-, Wasser- und
Klimaschutz) und das Landschaftsbild (Farbtupfer in
Ackerbaulandschaften)
-
sondern auch für den Landwirt, auch beim Anbau von Biogaspflanzen
(Bodenfruchtbarkeit, Fruchtfolgeauflockerung, bessere
gesellschaftlichen Akzeptanz für den Maisanbau) verbunden !
Klaus Mastel
7. Biogasworkshop, R.-Forchheim 16.10.2014
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Seele and Geist
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