close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

hz_2012_08.pdf | Ev. Hochmeistergemeinde - Hochmeisterkirche

EinbettenHerunterladen
Hochmeister
Zeitung
E v a n g e l i s ch e H o ch m e i s t e r - K i r ch e n g e m e i n d e
A
u
s
g
a
b
e
A
u
g
u
s
t
-
S
e
p
t
e
m
b
e
r
2 0 1 2
Foto: Dagmar Flehmig, Pixelio.de
Gott heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.
Monatsspruch
für
August 2012: Psalm 147,3
I m p r e s s u m
Hochmeister-Kirchengemeinde
Impressum:
Hochmeisterzeitung Halensee, Gemeindeblatt
der Ev. Hochmeister - Kirchengemeinde
erscheint alle 2 Monate in einer Auflage von
ca. 11.000 Stück.
Herausgeber:
Der Gemeindekirchenrat
Redaktion:
Kathrin Ehmer,
Dorothea Praetorius,
Hildegard Schumann,
Ursula Zohren-Busse
E-Mail:
redaktion@hochmeisterkirche.de
Verantwortlich:
Ursula Zohren-Busse
Anzeigen:
Hildegard Schumann, Tel.: 8 91 77 36
Graphische Gestaltung:
Kathrin Ehmer
http://zeitung.hochmeisterkirche.de
Druck:
Mercedes-Druck, Sportfliegerstr. 6,
12487 Berlin
Kirche: Westfälische Straße 70 A
Gemeindebüro: Marianne Lau, Paulsborner Straße 86, 10709 Berlin
Öffnungszeiten: Mo, Mi: nicht geöffnet
Tel.: 8 91 69 64
Di: 09:00 – 12:00 Uhr
Fax: 8 93 23 23
Do: 13:30 – 18:00 Uhr
E-Mail: info@hochmeisterkirche.de
Fr: 09:00 – 13:00 Uhr
Aktuelles über Gemeinde und Kirchenkreis: www.hochmeisterkirche.de, www.evkiwi.de und www.
ekbo.de. Alle Pfarrer bieten Sprechstunden nach Vereinbarung an.
Timo Wolff
Vorsitzender des GKR
Tel.: (01 63) 8 61 29 03
E-Mail: wolff@hochmeisterkirche.de
Pfn. Cornelia Benus-Dreyer
Paulsborner Straße 86
Tel.: 8 91 87 46
E-Mail: benus-dreyer@hochmeisterkirche.de
Pfn. Ursula Zohren-Busse
Tel. (Büro): 8 93 23 22
E-Mail: zohren-busse@hochmeisterkirche.de
Pfr. Joachim Krätschell
(Elternzeit bis Januar 2013)
Kindertagesstätte
Heidi Reinhardt
Tel.: 8 92 86 83
E-Mail: kita@hochmeisterkirche.de
Jugendarbeit
Sabine Maaß Sprechstd. nach Vereinb.
Tel.: 8 25 71 85 Amt für Jugendarbeit
E-Mail: maass@hochmeisterkirche.de
Ev. Familienbildungsstätte
Nassauische Straße 67, 10717 Berlin
Tel.: 8 53 53 52 Fax: 85 72 60 70
Gemeindeschwester
Ulrike Haag (über Gemeindebüro)
Tel.: 8 91 69 64
Team Diakonie
Tel.: 89 54 16 95 / 96
Kirchenmusik
Katrin und Christian Hagitte
Tel.: 8 93 21 56
E-Mail: hagitte@hochmeisterkirche.de
HochmeisterChor e.V.
Diemut Ophardt
Tel.: 0331 - 58 89 318
www.hochmeisterchor.de
Forum 50plus
Sigrid Tempel
Tel.: 86 42 44 51
*
Wir freuen uns über eingesandte Beiträge,
behalten uns aber redaktionelle Änderungen
und Anpassungen an das Gestaltungsraster vor.
Bitte unterstützen Sie die Hochmeister-Zeitung . . .
... mit Ihrer Spende auf das Gemeinde­konto, mit der Zweck­be­stimmung
„Hochmeisterzei­tung“ oder per Barzahlung im Gemeindebüro!
Unsere Konten
Ev. Hochmeistergemeinde 10709 Berlin
Postbank Berlin BLZ 100 100 10
Hochmeister-Zeitung
Die Zweimonatszeitung für ganz
Halensee - Offen auch für Ihre
Anzeige!
Sie erreichen mit jeder Ausgabe
11.000 Haushalte in Ihrer direkten
Umgebung und platzieren eine
Anzeige in einem Blatt mit hoher
Leseintensität.
Redaktionsschluss für die
Ausgabe Oktober/November
ist der 31. August 2012
Weitere Information unter
Tel. 891 77 36
Seite 2
Kto.-Nr.: 100 586-104
Förderverein Hochmeister-Kirchengemeinde e.V. 10709 Berlin
Postbank Berlin BLZ 100 100 10
Kto.-Nr.: 274 289-104
Hochmeister-Kirchbau-Verein e.V. 10709 Berlin
Postbank Berlin BLZ 100 100 10
Kto.-Nr.: 367 304-103
Förderverein Kita e.V.
Deutsche Bank 24 BLZ 100 700 24
Kto.-Nr.: 122 698 400
Kulturverein der Hochmeister-Kirchengemeinde Wilmersdorf
Bank für Kirche und Diakonie 24 BLZ 350 601 90
Kto.-Nr.: 1 567 348 012
D e r
M o n a t s s p r u c h
f ü r
S e p t e m b e r
Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr,
und nicht auch ein Gott, der ferne ist? Jeremia 23,23
W
enn
ich
diese Worte lese,
dann ist mir, als
fragt mich Gott:
„Wer bin ich und
wo bin ich“? Ich
fühle mich so
direkt und persönlich angesprochen,
dass ich ihm mit einem Brief antworte
möchte.
Lieber Gott,
wenn Du nicht weißt wer und wo Du
bist, wie soll ich kleines Menschenkind
es denn wissen? Du bist doch der
Große, der Allmächtige, der alles
Wissende, Verstehende, Mitgehende,
Mitlachende und auch Mitleidende.
Du hältst doch die ganze Welt in deiner
Hand. Du hast in Deinem Sohn unter
uns Menschen gelebt, alles erlitten,
ohnmächtig menschliches Schicksal
ertragen, bis zum Tod. Und all das aus
reiner Liebe zu Deinen Menschen.
Du bist die Gnade, die Güte und das
Erbarmen. Darauf vertraue ich, das
glaube ich.
Ich gebe zu, auch mein Glaube
kommt manchmal an seine Grenzen,
wenn ich mich umschaue in Deiner,
unserer Welt. Bilder stehen mir
vor Augen. Auf einem U-Bahnhof
treten Jugendliche auf einen
Rentner ein, bis er regungslos am
Boden liegt. Kinder stehen in den
Schlangen vor der Lebensmittel- und
Essensausgabe. Ihre Not ist unübersehbar. Unwetterkatastrophen zerstören den Lebensraum von Menschen
und Tieren, Kriege toben. Ich sehe
die Machthaber im Nahen Osten,
die aus Angst vor Demokratisierung
auf die eigene Bevölkerung schießen. Christen werden verfolgt, ihre
Kirchen angezündet. Ja, Gott, dann
frage ich auch: „Wo bist Du – was
hast Du mit diesen Bildern zu tun?
Und ich – was kann ich angesichts
solcher Bilder tun, wie von Dir reden.
Wie - um Himmels willen - kann ich
Dich, Gott, erfahren, Deinen Willen
erkennen und aus dieser Erfahrung
und Erkenntnis ehrlich und echt mein
Leben ausrichten?“
Ich muss mich bescheiden mit den
vielen kleinen Erlebnissen in meinem
Leben. Wenn mir ein 16jähriges
Mädchen nach ihrer Konfirmation
sagt, da war Gott. Wenn ich das Glück
und die Dankbarkeit der Eltern erlebe, dass ihr Kind gesund zur Welt
gekommen ist. Wenn Trauernde, nach
dem schmerzlichen Verlust eines lieben Menschen, langsam den Weg
zurück ins Leben finden, nach einer
schweren Überschwemmung das Land
wieder trocknet und Menschen voller
Hoffnung ihre zerstörten Häuser aufbauen, Ärzte in Kriegsgebieten unter
Aufbringung aller Kräfte und oft unter
Einsatz des eigenen Lebens operieren
und alles versuchen, Leben zu retten. Dann weiß ich, Du bist da. Du
hörst alle flehentlichen Stoßseufzer
und alle Schreie der Verzweiflung und
Verlassenheit.
Du hast selbst gesagt: „Ich bin, der
ich bin“. Du bist nah und Du bist
fern, weil mein kleiner Verstand Dich
nicht erfassen kann. Bitte frag Du
mich nicht, wo Du bist, das weißt Du
allein.
Aber wenn Du es trotzdem nicht
lassen kannst mich zu fragen, dann
antworte ich Dir mit einem Lied aus
unserem Kindergesangbuch:
„Du bist da, wo Menschen leben,
du bist da, wo Leben ist.
Du bist da, wo Menschen leiden,
du bist da, wo Leiden ist.
Du bist da, wo Menschen hoffen,
du bist da, wo Hoffnung ist.
Du bist da, wo Menschen lieben,
du bist da, wo Liebe ist“.
Du bist ganz einfach da, egal ob nah
oder fern. Nur um eins bitte ich Dich:
Lass es uns spüren, Du kannst es.
Im Vertrauen auf Dich,
Ursula Zohren-Busse
Seite 3
G e m e i n d e l e b e n
Fröhlich jauchzend bis meditativ anrührend
Kulturfestival „Rhapsody in Hochmeister“ 7.6. – 16.6.2012
A
uch in diesem Jahr bot das
Kulturfestival „Rhapsody
in Hochmeister“ unserer
Gemeinde ein Spektrum, welches
seinesgleichen sucht. Ein unvergessliches Erlebnis waren die wunderbaren Klanginstallationen zu den 7
Schöpfungstagen und die unterschiedlichen Abendveranstaltungen mit
ihrem breiten Angebot.
Tausend Dank an die ehrenamtlichen Helfer vor allem aus dem
Gemeindekirchenrat, aber auch darüber hinaus, die so ein Festival erst möglich machen. Man glaubt kaum, wie
viel Vorarbeit und Hilfe in Planung,
Einkauf, Auf- und Abbau und beim
Ausschank nötig ist.
In unserer Kirche und unserer
Gemeinde geschieht Großes und das
Festival ist einer der Höhepunkte im
Jahr, es feierte nun bereits seinen 6.
Geburtstag. Was gerade bei diesem
kulturellen Ereignis, aber auch sonst
immer wieder, deutlich wird: unsere
Gemeinde ist geradezu beschenkt mit
einem Musiker wie Christian Hagitte,
Seite 4
der in seiner unglaublich bescheidenen Art uns allen soviel Kraft und
Liebe und Genialität beschert.
Donnerstag-Samstag: In diesem Jahr
startete das Festival mit etwas ganz
Besonderem: dem Musical „Jesus
Christ Superstar“ von Andrew Lloyd
Webber. Es gab ein halbes Jahr lang
Vorbereitung, Planen, Proben. Es
fanden sich Jugendliche unserer
Gemeinde, aus dem Kirchenkreis und
aus ganz anderen Zusammenhängen
zusammen. Natürlich braucht es erst
einmal die Idee und Menschen, die
das Projekt leiten. Das waren Christian
Hagitte und Sabine Maaß. Er, der
Schnell, gut
und günstig
Telefon:
89 04 96 84
von 9-18 Uhr
TOEPIS
PR
Die Druckerei
Digitaldrucke
s/w 0,03 €
Farbe 0,12 €
pro Seite ab 1.000 DIN A4
inkl. 80g hochweiß Offsetpapier
P
Visitenkarten NEXT DAY
100 Expl. 30,- €
vorhanden
der musikalische Motor des Ganzen
war. Und sie, die sich mit großem
Engagement um Organisation, Regie,
Choreographie etc. verantwortlich
kümmerte und sich dabei auf etliche
Jugendliche und deren Mitarbeit verlassen konnte.
Die Jugendlichen brachten sich selbst
ganz stark ein, eine extra Gruppe zur
Regie und eine zur Organisation und
Werbung wurden gegründet. Dazu
kamen die höchst talentierten jungen
Musiker der Band und jugendlichen
Hauptdarsteller sowie der sing- und
tanzbegabte Jugendchor, aber auch die
Orchesterleute und die Bläser. Von
einseitig auf 300g Offsetkarton
in der Seesener Straße 57
Ecke Paulsborner
ffsetdruck
Digital- und O
Mail: all@onehand.biz
Web: www.onehand.biz
:
onehand PhotoDesignDruck GbR
G e m e i n d e l e b e n
Fortsetzung zum Kulturfestival „Rhapsody in Hochmeister“
einer im Laufe der Proben entstandenen sehr starken positiven Energie
lebten die Aufführungen, die schließlich ein unglaublich hohes künstlerisches Niveau boten. Die Authentizität
der jugendlichen Protagonisten dieses
Musik-Schauspiels über die letzten
Tage Jesu und die Tragik des Judas
hat alle Zuschauer und Zuhörer
begeistert.
Montag: Die neue Woche startete mit
spannenden neuen Klängen mit dem
„Folk und Blues Abend“, dargeboten
von der Gruppe „Iris Gleichen“.
Dienstag: Sehr ansprechend war die
musikalische Lesung „Ein Apfel für
Eva“ untermalt von 13 verschiedenen
Blockflöten
Mittwoch: Es war auch nicht leicht
ein Festival während einer FußballEuropameisterschaft durchzuführen.
Auch hier hatte „Rhapsody“ etwas
Einmaliges zu bieten. Das Fußballspiel
Deutschland-Holland wurde in der
Kirche auf Großleinwand gezeigt. Das
Besondere hierbei: das Duo Klaus
Staab und Christian Hagitte begleiteten das ganze Spiel live auf unterschiedlichsten Instrumenten. Dazu
kamen die live Kommentare von Nico
Tech. Ein wunderbares Erlebnis. Ein
junger Mann, der extra aus Pankow
angereist war, sagte: „So kulturvoll
habe ich noch nie ein Fußballspiel
geschaut!“.
Donnerstag: Auf ganz eigene Art
ergreifend war der „Hymnologic
Loops“- Abend mit dem Saxophonisten
Friedemann Graef in seiner Zartheit
und Kraft zugleich.
Freitag: Ein Hochgenuss war das
Moderationskonzert mit seinen ganz
eigenen Zugängen des Ensembles
„Early Music Project Berlin“ und dem
immer unterhaltsam-fachkundigen Dr.
Morbach.
Samstag: Zum Abschluss gab es ein
schönes und anspruchsvolles Konzert
des Schmöckwitzer Kammerorchesters
mit einem Bach-Programm.
Es war ein Festival voller unterschiedlicher Emotionen und Farben,
es bewegte sich von enthusiastisch bis
nachdenklich, von kraftvoll bis zart,
von bombastisch bis filigran, von fröhlich jauchzend bis meditativ anrührend. Und es klingt immer noch in
mir nach.
Joachim Krätschell
Seite 5
Ü b e r
d e n
K i r c h t u r m
h i n a u s
Vögel in der Bibel
Es tschilpt und gurrt, zwitschert und tiriliert in der Natur, doch...
B
ald brechen sie wieder auf
gen Süden. Faszinierend ist
der Vogelzug. Und auch der
Storch sagt Lebe wohl! „Ein Storch
unter dem Himmel weiß seine Zeit!“
(Jeremia 8,7) Der Storch gilt als
„fromm“ (Hiob 30,13). Die Nähe
zum Himmel und damit zum Herrn
des Himmels, die Leichtigkeit des
Fluges auch, rückt den Vogel auch
in der Bibel in den Blickpunkt. Er
ist Zeichen der Nähe und Fürsorge
Gottes in der Taufe Jesu. Die Taube
ist Versöhnungsbotin. Als die Wasser
sich verlaufen haben, bringt sie einen
Zweig zur Arche. Selbst die angebetete Herzallerliebste wird als „Taube“
bezeichnet: „Meine Taube in den
Felsklüften, in den Steinritzen, zeige
mir deine Gestalt, lass mich hören
deine Stimme“ (Hoheslied 2,14). Jesus
preist die Freiheit der Vögel, die nicht
säen und nicht sammeln, und doch
vom himmlischen Vater ernährt werden. Der Prophet Elia wird von den
Raben als Boten Gottes mit Nahrung
versorgt (1 Kön. 17,4). Wachteln fallen dem Volk Israel vom Himmel in
den Schoß, damit sie Fleisch in der
Wüste haben. Geier und Eule stehen für Vernichtung und Zerstörung:
„Wo das Aas ist, da sammeln sich die
Geier“ (Mt. 24,28), „ihre Häuser werden voller Eulen sein“ (Jesaja 13,21),
„ich winselte wie ein Kranich“ (Jesaja
38,14).
Gerade kleine Vögel sind zur Zeit
des Alten Testamentes beliebte und
bezahlbare Opfertiere gewesen. Wenn
die Schwalbe ein Nest gefunden hat
(Ps 84,4), dann ist das ein schönes
Bild für die Geborgenheit in Gott.
„Meine Seele ist entronnen wie ein
Vogel dem Netz des Vogelfängers, der
Strick ist zerrissen, und wir sind frei“
(Ps 124,7) preist die befreiende Kraft
des Glaubens.
„Die auf den Herrn harren bekommen neue Kraft, dass sie auffahren mit
Flügeln wie Adler“ (Jesaja 40,31). Wer
jemals in den Wolken geflogen ist, hat
eine Ahnung davon, was die Weite
des Himmels und was die Freiheit,
sich über den Wolken zu bewegen,
ausmachen.
Es ist nicht Gottes letztes Wort gewe-
sen, dass „Rohrdommeln, Nachteulen
und Raben“ in den Trümmern Zions
wohnen (Jesaja 34,11), sondern sein
Angebot steht, umzukehren: „Ein
Storch unter dem Himmel weiß seine
Zeit, eine Turteltaube, Kranich und
Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie
wiederkommen sollen; aber mein Volk
will das Recht des Herrn nicht wissen (Jeremia 8,7).
Auf ihre Art lenken die Vögel unsere
Blicke in den Himmel. Pablo Picasso
hat die Taube zum Zeichen des
Friedens gemacht, der das letzte Wort
behalten wird.
Andreas Neumann
Tagesfahrt in den Fläming im September 2012
Termin: 20. September 2012
Abfahrt: 8.30 Uhr am Gemeindehaus
Programm:
Anreise zum Fläming
Überraschungs-Halt
Mittagessen als Büfett; Sie wählen selbst aus vielen Leckereien rund um
die Kartoffel.
Der Wiesenburger Park lädt mit seinen
uralten Bäumen, Blumen und Wiesen
zum spazieren gehen und verweilen ein. Kaffeetafel
Preis:
42,– Euro (alles inklusive)
Seite 6
Auf zur großen Kartoffelparty nach Wiesenburg im
Fläming. Ein fröhliches Miteinander soll uns dieser Tag
bescheren.
So gestärkt mit deftiger Speise und gutem Trank verbringen wir bei volkstümlicher Live-Musik, Quiz, Stimmung
und Singen den Rest des Nachmittages. Wer mag, kann
kräftig das Tanzbein schwingen.
Bitte melden Sie sich bis zum 10.9. mit Zahlung des
Fahrpreises verbindlich im Gemeindebüro an, damit wir
wissen, wie viel Plätze wir im Bus benötigen.
Auf einen schönen Tag, Ihre
Pfarrerin Ursula Zohren-Busse
Ü b e r
d e n
K i r c h t u r m
h i n a u s
Nachtigall und Honigspeise
von Fulbert Steffensky
Saftige Früchte, leuchtende
Blüten, eine warme Wohnung.
Selbstverständlich ist das nicht
– und trotzdem für die meisten von uns irgendwie normal.
Grund genug, Erntedank zu sagen.
Denn Dankbarkeit verdoppelt die
Schönheit des Lebens.
Das Danken ist eine der
Grundfähigkeiten des Menschen, es
ist wie eine zweite Schöpfung. Das
Licht, die Nacht, die Bäume und ihre
Früchte, die Speise der Menschen und
der Raben: Der Dank nimmt diese
Dinge wahr und preist die Güte, der
sie entstammen. Mit jedem Dank für
das Brot, den Wein, das Korn, den
Regen und die Sonne sagen wir, dass
das Leben gut und von der Güte
geboren ist. So führt uns der Dank in
tiefere Lebensgewissheit und wir lernen mit Paul Gerhardt:
„Ach, denk ich, bist du hier so schön
und lässt du’s uns so lieblich gehn
auf dieser armen Erden:
was will doch wohl nach dieser Welt
dort in dem reichen Himmelszelt
und güldnen Schlosse werden!“
Der Dank für die Lerche, die hochbegabte Nachtigall, den Wein und
die süße Honigspeise nähren die
Erwartung, das das Leben einen guten
Ausgang und dereinst ein unendliches
Gelingen hat.
Wir haben in unserer Tradition eine
kostbare Schönheit – das Tischgebet.
Menschen nehmen nicht in stummer
Selbstverständlichkeit hin, dass sie zu
essen haben. Sie segnen die Speisen, sie
danken für sie. Sie geben dem Dank
eine Sprache und eine Geste. Dies ist
schön.
Der Dank lehrt uns, das Leben zu
lieben. Ich erzähle eine persönliche
Geschichte. Zehn Jahre vor ihrem
Tod hatte meine Frau einen dramatischen Zusammenbruch. Wir haben
Wochen um ihr Leben gebangt. Dann
erholte sie sich, langsam und vollständig. Sie und wir haben gelernt,
dass das Leben Frist und Geschenk
ist. Und dies gab unseren Tagen
eine neue Intensität. Wir lernten die
Selbstverständlichkeiten des Lebens als
große Gaben zu schätzen. Dass ein
neuer Morgen kam, war nicht selbstverständlich, nicht das Leben unserer
Enkel, nicht das Brot auf dem Tisch
und der Wein im Krug. Nicht mehr
selbstverständlich war, dass wir zusammen weiter leben durften. Der Alltag
hatte einen neuen Glanz. Wir haben
die Bäume anders gesehen, wir haben
unsere Liebe intensiver erfahren, wir
haben gelernt, was Brot und was Zeit
ist. Wir haben die Gaben des Lebens
als unverdienbare kennen gelernt. Die
Dankbarkeit verdoppelt die Schönheit
des Lebens. Auch der spätere Tod meiner Frau hat diese Dankbarkeit nicht
durchstreichen können.
Fortsetzung auf Seite 11
Ste ue r be r ate r D e tl e v Pankonin
- Ganz in Ihrer Nähe
Individuelle und persönliche
Betreuung Ihrer Steuerangelegenheiten
von Mensch zu Mensch.
Einer unserer Schwerpunkte ist die Rentenbesteuerung. Daneben bieten wir natürlich
das gesamte Spektrum der steuerlichen
Beratung, wie Finanzbuchführung,
Bilanzerstellung, Einnahme-Überschuß-
Wenning
Fachanwalt für Arbeitsrecht
&
Schütz
Fachanwalt für Erbrecht
Notar
Kanzlei für Arbeitsrecht und Erbrecht
Paulsborner Straße 10 - schräg gegenüber dem Gemeindehaus
Tel: 030/890 686 0
www.wenning-schuetz.de
Rechnung, Steuererklärungen.
Wir begleiten Sie von Ihrer Geschäftsidee
mit einer fundierten Existenzgründungsberatung bis zur Bilanzerstellung und
vertreten Ihre Interessen gegenüber dem
Finanzamt.
Schweidnitzer Str. 6, 10709 Berlin-Halensee
Tel: 891 98 25 · Fax: 891 22 71
E-mail: info@stb-pankonin.de
Gerne besuchen wir Sie auch zu Hause.
Seite 7
H o c h m e i s t e r - K a l e n d e r
Gespräche und Informationen
Forum 50plus
Glaubensgespräch - Pfn. Benus-Dreyer
mittwochs alle 3-4 Wochen, um 19:00 Uhr. Termine bitte erfragen: Pfn. Benus-Dreyer, 891 87 46
Gespräche am Abend
Nachfrage unter 86 42 44 51
Gespräche über Bücher - Pfr. Christoph
donnerstags 19:30 Uhr in der Kirche
09.08.2012
Aleksanda Hemon „Lazarus“
20.09.2012George Sand „Nanon“
weitere Termine erfragen bei: Pfarrer Christoph: 891 30 56
Offene Kirche
Literatur einmal anders - Pfn. Zohren-Busse
mittwochs ca. 4-wöchentlich, 15:00 Uhr im Gemeindehaus
Termine bitte erfragen: Pfn. Zohren-Busse, 893 23 22
Alt und ein bisschen weise
Hallo Senioren - Pfn. Zohren Busse
Jeden Donnerstag um 15.00 Uhr treffen sich Senioren
und Seniorinnen im Gemeindehaus zu fröhlicher Runde.
Einem gemeinsamen Kaffeetrinken schließen sich
Gespräche, Musik, Informationen oder Spiele an.
Achtung: vom 4. Juli bis zum 9. August ist Sommerpause!
dienstags und donnerstags 11:00 bis 12:30 Uhr
Musik
Kreisjugendchor - Christian Hagitte
jeden Mittwoch, 20:15 Uhr, Hochmeisterkirche
Kontakt: Phillip Balt Tel. 030 / 82 57 185, chor@evjuwi.de
Leitung: Christian Hagitte
Flötenunterricht für einzelne Kinder und Kleingruppen
Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag ab 14:00 Uhr
Anmeldung bei Harriet Fischlin, Telefon 8 22 24 71
HochmeisterChor - Diemut Ophardt
jeden Montag um 19:30 Uhr im Gemeindehaus
Sport und Bewegung
Gymnastik für Frauen - Bärbel Frank, Familienbildung
Kreativ und fröhlich
geht es am Dienstag ab 14.00 Uhr im Bastelkreis zu.
Nähere Informationen: Anne Rother, 305 29 89
(Ort: Gemeindehaus) jeweils am Montag:
1. Gruppe: 18:30 – 19:30 Uhr
2. Gruppe: 19:30 – 20:30 Uhr
„Waldmeister“-Gesprächskreis von Grunewald- und
Hochmeister-Gemeinde - Frau Labowsky
13.08.Grunewald
27.08. Grunewald
10.09. Hochmeister
24.09.Grunewald
„Tänze aus vielen Ländern“ - Annette Moritz
jeden Dienstag um 18:00 Uhr, Gemeindehaus,
Vorkenntnisse erwünscht
AbendZeit
in der linken Apsis der Kirche,
mittwochs und freitags 19:00 bis ca. 19:30 Uhr
Thema im August: Ferne/Weite
Thema im September: Früchte/Ernte
— Tagesfahrt in den Fläming —
am 20. September 2012,
siehe Seite 6 !
Seite 8
Volleyball-Training
jeden Mittwoch 18:00 – 20:30 Uhr, Sporthalle Salzbrunner
Str. 41, Kontakt über nicolahaschke@gmx.de
Projekte für jung und alt unterstützt vom
Förderverein der Hochmeisterkirchengemeinde e.V.
Konto 274 289 104 I Postbank Berlin I BLZ 100 100 10
Sind Sie schon Mitglied? Auch Einzelspenden sind
willkommen! I Kontakt: Tel. 891 26 56
H o c h m e i s t e r - K a l e n d e r
Gottesdienste im August und September 2012
Sonntag, den 05. August 2012
10:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst
Pfarrerin Reinhardt
Freitag, den 10. August 2012
17:00 Uhr Schulanfängergottesdienst
Samstag, den 11. August 2012
11:00 Uhr Einschulungsgottesdienst
der Ev. Grundschule Wilmersdorf
Sonntag, den 12. August 2012
10:00 Uhr Gottesdienst
Lektorin Witten
11:30 Uhr Hochmeister for family
Sonntag, den 19. August 2012
10:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst, Taufe
Pfarrerin Zohren-Busse
Sonntag, den 26. August 2012
10:00 Uhr Gottesdienst
Pfarrerin Benus-Dreyer
Sonntag, den 09. September 2012
10:00 Uhr Aussendungsgottesdienst
„Aktion Sühnezeichen“
Pfarrerin Zohren-Busse
Freitag, den 14. September 2012
18:00 UhrTaizé einsingen
18:30 UhrTaizéandacht
Samstag, den 16. September 2012
10:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst
Pfarrerin Benus-Dreyer
11:30 Uhr Hochmeister for family
Sonntag, den 23. September 2012
10:00 Uhr Gottesdienst
Lektorin Praetorius
Sonntag, den 30. September 2012
10:00 Uhr Gottesdienst
Pfarrerin N.N.
Sonntag, den 02. September 2012
10:00 Uhr Abendmahlsgottesdienst
Pfarrerin Zohren-Busse
Mit Gottes Segen auf ins neue Schuljahr
und für die „Kleinen“ auf ins große
Abenteuer Schule.
Freitag,
10. August, 17.00 Uhr
Schulanfängergottesdienst
Samstag,
11. August, 11.00 Uhr
Einschulungsgottesdienst
Ev. Grundschule Wilmersdorf
Wir laden ein in die
Hochmeisterkirche, Westfälische Str. 70 A
Mögen unsere Kinder behütet sein auf ihren
Wegen, Spaß am Lernen haben und viel Neues
und Spannendes erleben. Gott schütze sie.
Seite 9
G e m e i n d e l e b e n
Warum ich mich ehrenamtlich engagiere
Gedanken eines ehrenamtlich Aktiven
I
n der Vergangenheit habe ich mich
mit dieser Frage oder mit diesem
Thema nicht auseinandergesetzt.
Wurde ich auf ehrenamtliche Tätigkeit
angesprochen, so habe ich diese gern
und ohne lange Überlegungen angenommen. Erst mit der Bitte, hierzu
etwas zu Papier zu bringen, wurde ich
in produktive Unruhe versetzt.
Im Bekannten- und Freundeskreis
wurde ich schon wiederholt gefragt,
ob mein wohlverdienter Ruhestand
doch zu ruhig ist? Diese Frage kann
ich mit Überzeugung verneinen. Ich
kann ohne Zwang einer Tätigkeit
nachgehen, um eigenes Wissen ggf.
Fähigkeiten weiter zu geben.Vielleicht
bin auch hier und da nur eine helfende Hand.
Unabhängig von der Tätigkeit, für
die ich mich einsetze, ist das besondere
Merkmal, dass das Engagement frei-
willig geschieht. Schon allein daraus
ergibt sich eine gewisse Freude, anderen - wie auch immer - zu helfen.
Ein nicht zu unterschätzender
Nebeneffekt ist die Tatsache, dass ein
ehrenamtliches Engagement geistig
und auch körperlich fit hält. Die
Gespräche mit anderen Menschen
und auch die Gemeinschaft mit
anderen Freiwilligen sind doch eine
Bereicherung.
Abschließend darf ich bemerken,
dass mich ein Spruch von Peter
Rosegger schon in der Jugend für
ehrenamtliches Engagement irgendwie geprägt hat: „Was es auch Großes
und Unsterbliches zu erstreben gibt:
Dem Mitmenschen Freude zu
machen, ist doch das Beste, was man
auf der Welt tun kann.“
Jürgen Seidel
Eine helfende Hand
in der Gemeinde
Vielleicht haben Sie ja auch ein bisschen Zeit und Lust etwas für andere
Menschen zu tun.
Ihre
Gemeinde
und
die
Menschen, die in ihr leben, brauchen Sie.
Sprechen Sie uns an, wir brauchen
gerade Sie, und haben Möglichkeiten
und Gelegenheiten, wo Sie Ihre
Fähigkeiten einbringen können.
Selbstverständlich immer nur so, wie
es Ihre Zeit erlaubt.
Wir, die Pfarrerinnen und
Pfarrer und die Menschen in der
Hochmeistergemeinde danken Ihnen.
Ihre
Pfarrerin Ursula Zohren-Busse
Segeln +
Paddeln
BARTSCH & BONGARD
RECHTSANWÄLTE
FACHANWALT FÜR BAU - UND ARCHITEKTENRECHT
FACHANWALT FÜR MIET- UND WOHNUNGSEIGENTUMSRECHT
FACHANWÄLTIN FÜR ARBEITSRECHT
BANKKAUFFRAU
NOTAR
SEIT MEHR ALS 30 JAHREN
IN BERLIN-HALENSEE
IMMOBILIENRECHT . BAURECHT . ARCHITEKTENRECHT
MIETRECHT . WOHNUNGSEIGENTUMSRECHT . NACHBARRECHT
ARBEITSRECHT . UNTERNEHMENSRECHT . BANKRECHT
KAPITALANLAGERECHT
ERBRECHT . TESTAMENTSBERATUNG
ERBAUSEINANDERSETZUNGEN . PFLICHTTEILSRECHT
VORSORGEVOLLMACHTEN
Tel. 890641-0
www.ra-bartsch.de
HALBERSTÄDTER STR. 6 . 10711 BERLIN
Seite 10
Ü b e r
d e n
K i r c h t u r m
Nachtigall und Honigspeise
tte die
Beachten Sie bi
edanknt
Er
Einladung zum
ite 15!
Se
f
gottesdienst au
Fortsetzung von Seite 7
Ernte eingebracht war, luden die
Bauern ihre Mägde und Knechte
zu ausgelassenen Festen ein. Es gab
Musik, Tanz und ein üppiges Essen.
Aus Ähren wurde eine Erntekrone
geflochten, die bis zum nächsten
Sommer an den Schöpfer erinnerte,
wie er im 65. Psalm beschrieben
wird: „Mit guten Gaben krönst du das
Jahr, in deinen Spuren lässt du Überfluss
zurück.“
Wenn heute in den Gemeinden am
ersten Sonntag im Oktober Erntedank
gefeiert wird, geht es auch um unsere
Verantwortung für die Schöpfung: Als
Gott die Erde gemacht hat, lobte er
jeden Grashalm, jeden Regenwurm:
„Und Gott sah alles, was er gemacht hatte,
und siehe, es war sehr gut“, heißt es am
Anfang der Bibel. Sein Auftrag an uns
Menschen ist: die
Erde zu bebauen und zu bewahren.
Nicht aber sie zu betonieren oder an
ihren Genen herum zu manipulieren. Denn wer im September seine
Äpfel vom Baum pflückt oder die
„Wir pflügen und wir streuen den ersten selbst geernteten Pellkartoffeln
Samen auf das Land, doch Wachstum und genießt, schmeckt, wie wunderbar
Gedeihen steht in des Himmels Hand diese Schöpfung ist. Und kann ein...“: Für viele Menschen klingt das stimmen in Matthias Claudius’ Lied:
wie ein Bild aus alten Zeiten. Wo „Alle gute Gabe kommt her von Gott dem
Äpfel und Tomaten ohnehin das ganze Herrn, drum dankt ihm, dankt, drum dankt
Jahr im Supermarkt erhältlich sind, ihm dankt und hofft auf ihn.“
fällt es schwer, Erntedank zu feiern.
„Andere Zeiten“ Magazin
Das war früher anders! Wenn die zum Kirchenjahr
und Gerechtigkeit, Dankbarkeit und
Liebe aber sind Geschwister. Man
kann nicht für das eigene Brot danken
und es allein essen. Alles Leben ist
Teilung und Mitteilung.
Wer die Gaben des Lebens für
sich allein behält, beraubt nicht nur
seine Geschwister, er vereinsamt sich
selber. Nicht mitgeteiltes, mit anderen geteiltes Leben ist zusammenhanglos, ist ein sinnloses Leben. Die
meisten von uns leben zwar nicht
mehr in ländlichen Gegenden, in
denen das Erntedankfest eine unmittelbare Wichtigkeit hat. Aber es ist
eine Gelegenheit für alle, neu zu lernen, dass das Leben durch Dank und
Teilung liebenswürdig wird.
Fulbert Steffensky lehrte als Professor
für Religionspädagogik und hat mehrere
Bücher über Spiritualität geschrieben. Er
war mit der Theologin Dorothee Sölle
verheiratet.
Erntedank
Praxiseröffnung
Dr. med. Bernd Hüske
Facharzt für Orthopädie
und Unfallchirurgie
Ab dem 1. Juli 2012 übernehme
ich die orthopädische Praxis
von Heinrich Gumberger.
Georg-Wilhelm-Str. 21
10711 Berlin
Tel: 030 / 892 66 31
www.dr-bernd-hueske.de
Unfallchirgie
Orthopädie
Wer weiß, dass er sich verdankt, ist
des Lebens fähig, vielleicht auch des
Sterbens.
Wer dankt, schlägt nicht
Wer dankt weiß, das er selber nicht
der völlige Macher seines Lebens ist.
Seine Arbeit ist kostbar, aber er verdankt
nicht alles sich selber und seiner eigenen Arbeit. Das Leben ist Geschenk,
auch das Brot, das wir essen, und die
Früchte, die wir genießen. Wer fähig
ist, sich zu verdanken, der weiß, dass
er selber nicht der Herr des Lebens ist.
Er weiß, dass er nicht nur als Benutzer,
als Erleger und als Gewalttäter dem
anderen Leben gegenüber treten darf:
den Tieren, dem Boden, der Luft, den
Bäumen, dem Wasser. Er weiß, dass in
allen Dingen ein Nicht-Verfügbares
ist und dass sie nicht nur zum eigenen Nutzen existieren. Sie haben eine
eigene Stimme, sie loben Gott; nicht
nur wir, sondern auch die Bäume, das
Wasser und die Luft. Man kann nicht
zugleich danken und Gewalttäter sein.
Wer dankt, schlägt nicht. Wer schlägt,
der kann nicht danken.
Wie von selbst öffnet uns die
Dankbarkeit die Hände und lässt uns
teilen, was uns gegeben wurde. Man
kann sich Geiz und Dankbarkeit nicht
zusammen vorstellen. Der Geiz verkrallt sich in sich selber; die Selbstsucht
sucht, wie ihr Name sagt, nichts
anderes als sich selber. Dankbarkeit
h i n a u s
Seite 11
Ü b e r
d e n
K i r c h t u r m
h i n a u s
Kunst und Geschichte
Leonhard Thurneysser und seine Frau Anna, geb. Huettlin
Betritt man die Hochmeisterkirche
in Berlin-Halensee, wird der Besucher
von einem großen Ölgemälde auf der
linken Seite des hellen Innenraumes
angezogen. Es ist ein Votivgemälde,
das Leonhard Thurneysser zum
Thurn (1531-1596), der Leibarzt
des Kurfürsten Johann Georg von
Brandenburg (1525-1598), anlässlich
der Beerdigung seiner Frau Anna 1575
hat erstellen lassen. Wer war diese
Frau, und was ist heute noch von ihr
bekannt?
Leonhard Thurneysser verließ nach
einer ersten unglücklich verlaufenen
Ehe, aus der der Sohn Jacob hervorging, seine Heimatstadt Basel und
ging auf Reisen. 1558 gelangte er
nach Konstanz und arbeitete in einer
Goldschmiedewerkstatt. Hier lernte
er Anna Huettlin kennen, die 1532
geborene Tochter des Konstanzer
Goldschmieds Heinrich Huettlin. Sie
wurde seine Lebenspartnerin, und
noch im selben Jahr 1558 wurde das
erste gemeinsame Kind Julius geboren. Erst fünf Jahre später, am 8.
August 1563, heirateten sie. Die kleine
Familie übersiedelte nach Tarrenz in
Tirol, wo Thurneysser schon seit 1559
als Metallurg erfolgreich tätig war. Da
er in den Bergwerken enorme Erträge
erwirtschaftete, wurde Erzherzog
Ferdinand II. von Österreich (15291595), der Sohn Kaiser Ferdinands I.
und Bruder Kaiser Maximilians II., auf
ihn aufmerksam.
1569 zog die Familie wieder nach
Konstanz zurück, nachdem man dort
eine Bleibe gefunden hatte. Wiederum
trieb es Thurneysser in die Ferne; er
ließ seine Frau mit mittlerweile drei
Kindern, Julius, Elisabeth und Hedwig,
die nächsten Jahre in der Obhut des
Schwiegervaters zurück.
Während seinen weiten Reisen
hatte er begonnen, Kenntnisse und
Erfahrungen über Krankheiten und
Therapien zu sammeln. Das Wissen
darüber legte er in umfangreichen
Schriften nieder, die er nun an verschiedenen Orten bei namhaften
Druckern in Auftrag gab.
In seinem zweiten Druckwerk
„Quinta Essentia“ von 1570 ließ er
erstmals sein Wappen und das seiner
Frau abdrucken: links sein Wappen
im quadrierten Schild, je zweimal
ein Turm und drei Kugeln, über dem
Helm ein geflügeltes Pferd (Pegasus)
und eine Sphäre; rechts das Wappen
seiner Frau, drei flache Hüte übereinander mit einem verschlungenen
Band, auf dem Helm ein geflügelter Engel mit einem Hut; beide
Wappen in einer ovalen, von vier
Putten gehaltenen Rahmung mit der
Inschrift: „Festina lente / Zeit bringt
Ernbreis / Post tenebras / Lumen
Æternitatis“; eingefasst in einem
Ruine der Klosterkirche
rechteckigen Zierleisten-Rahmen,
darin oben Mitte „1570“, am Fuß
nochmals Thurneyssers Motto: Festina
lente (Eile mit Weile). Zeichner und
Kupferstecher sind zwei berühmte
Münsteraner Künstler: Hermann tom
Ring (1521-1597) und Remigius
Hogenberg (um 1536-1588).
Im Juli 1571 ernannte der neue
Kurfürst
Johann
Georg
von
Brandenburg Thurneysser zu seinem „Leibarzt“. Nachdem er ihm als
Wohn- und Wirkstätte das aufgelassene „Graue Kloster“ der Franziskaner
zugewiesen hatte, holte Thurneysser
seine Frau Anna und die Kinder Mitte
1572 nach Berlin, wo die Familie
nun drei unbeschwerte Jahre verlebte.
Anna Huettlin besorgte das große
Hauswesen im Klostergelände, zu dem
auch etwa 200 Mitarbeiter gehörten.
Der Berliner Chronist Oskar Schwebel
(1845-1891) schreibt 1884: „Seine
Ehe mit Anna Huettlin war eine sehr
glückliche. Die Schweizerin war eine
ausgezeichnete Hausfrau, eine überaus milde Freundin der Armen, kurz,
in jedem Sinne Thurneyssers guter
Engel.“
Fortsetzung auf Seite 13
Seite 12
Ü b e r
d e n
K i r c h t u r m
h i n a u s
Fortsetzung zu Leonhard Thurneysser
Spruchband, das Votivbild und Predella
trennt, ließ Thurneysser eintragen:
„Anno 1575 den 12. septemb. starb die
Erbar Tugentsame fraw Anna Thurneisserin,
geborne Huettlin von Costantz, Leonhart
Thurneissers zum Thurn Ehliche haußfraw, welche hie begraben ligt, deren got ein
fröliche auferstendtnus verleichē th“ [=
Thurneisser?]
Die Predella zeigt vor einem
Felsengrab den weiß umhüllten
Leichnam der Anna Huettlin, ebenfalls
in Pilgertracht und mit Wanderstab
im Arm. Vor ihr stehen ihr Mann und
fünf vornehm gekleidete Männer mit
Pelzen und Reisemänteln im Gespräch.
Der – in der Hochmeisterkirche fehlende - Fries des Epitaphs enthielt
die folgenden acht wohl vom Witwer
selbst verfassten Reimzeilen:
„Was geboren wirdt Dasselb als stirbt.
Wol dem der ein gutt Endt erwirbt.
Dan wer wol stirbt ist wol begraben.
Wan wir nu gnadt zum himel haben.
Drum ligt nichts dran an welchen Endt.
Anna Huettelin als Leichnam
Wir sterben hie Ihn den Elend.
Stiefel und haben Wanderstäbe in den
Dan wir frembde Bilger sindt alsandt.
Händen mit einem roten Kreuz an
Bei got ist Recht war Vatterlandt.“
der Spitze. Diesen gegenüber kniet
Neun Jahre nach Anna Huettlins Tod
Thurneysser mit Vollbart und rotblon- ließ Thurneysser bei der Ausbesserung
dem Haupthaar; er trägt Harnisch der
Klosterkirche
kunstvolle
und weißen Pilgermantel und in der Fensterscheiben einsetzen, die nach
rechten Hand einen brauen Pilgerstab; seinen Entwürfen und Zeichnungen
hinter ihm seine drei Kinder, ebenfalls hergestellt wurden. Er spendete einen
im Pilgerhabit und mit Wanderstäben, Taufstein mit seinem Wappen und
jedoch ohne Kreuz. Alle bitten um
Erlösung der Verstorbenen und
Aufnahme in den Himmel, analog zu Christi Himmelfahrt und
Geborgenheit bei Gottvater, wie im
oberen Teil des Epitaphs dargestellt.
Dazu Oskar Schwebel: „Als Knabe
sah der Verfasser noch das Votivbild,
sinnig die Himmelfahrt Dessen darstellend, auf dessen Vorgang wir unsere Nachfahrt gründen.“ Auf dem
Annas Tod und das Epitaph
Thurneysser lebte insgesamt siebzehn Jahre mit Anna Huettlin zusammen. Sie starb am 12. September 1575
im 44. Lebensjahr; die Todesursache
ist nicht bekannt. In der ehrwürdigen
Klosterkirche wurde sie begraben.
Aus diesem Anlass beauftragte er
einen bislang noch unbekannt gebliebenen Künstler, eine Grabtafel mit
Predella und Inschrift anzufertigen.
Das jetzt in der Hochmeister-Kirche
aufbewahrte und „gerettete“ Gemälde
zeigt eine kniende Pilgergruppe.
Die zehn Personen sind in weiße
Gewänder mit langen dunklen Kragen
gekleidet, tragen schwarze Hüte und
Thurneysser und seine 3 Kinder
einen Wappenstein (beide heute
im Märkischen Museum), ließ ein
Holzrelief des Franziskanerheiligen
Bernhard von Siena erneuern, die
Gemälde „ausputzen“ und die ganze
Kirche „abweissen“.Die Restaurierung
auf eigene Kosten dokumentierte eine
jetzt nicht mehr lesbare Inschrift an
der Innenseite der Westwand über
dem Hauptportal; er habe es getan,
„[…] darmit zu beweisen meyne
underthenigste dankbarkeit und dem
gemynen nutzen zu gute, auch mir zu
ewigen unvergesslichen gedechnis, aus
meynem eygenen vermögen […] den
18. aprillis anno 1584, Gott sey ewiger
dank“.
Über das Leben seiner Kinder
gibt es nur spärliche Nachrichten.
Thurneysser selbst fand nach einem
Fortsetzung auf Seite 14
Seite 13
G e m e i n d e l e b e n
Fortsetzung zu Leonhard Thurneysser
mehrjährigen Aufenthalt in Italien
(Rom und Frascati) in Köln die letzte
Station seiner Reise. Seinem Wunsche
entsprechend wurde er am 9. Juli
1596 in Köln im Dominikanerkloster
„neben“ dem Grab des Albertus
Magnus bestattet.
5. Juni 2012, Diethelm Eikermann
Erinnern und nicht
vergessen
Eine Reise nach Auschwitz
und Krakau
Seit vielen Jahren gestaltet die
Evangelische Jugend die Gedenkveranstaltung „Erinnern und nicht
vergessen“ - immer am 9. November in der Hochmeisterkirche. In
diesem Jahr wollen wir noch einmal nach Auschwitz fahren, um
einer nächsten Generation Einblick
in den Schrecken dieser Zeit zu ermöglichen. Neben dem Besuch von
Auschwitz, werden wir uns auch die
jüdische Kultur im schönen Krakau
ansehen. Das Erlebte wollen wir
in Fotos und Texten festhalten, die
dann in den 9. November 2012 mit
einfließen werden.
Die Reise der Evangelischen Jugend Wilmersdorf nach Auschwitz
in Polen ist in den Herbstferien,
vom 10.10. bis zum 14.10.2012.
Sie soll 220.-Euro kosten. Anmeldungen und Nachfragen bei
Sabine Maaß 030 8257185 oder
buero@evjuwi.de
Seite 14
Goldene Konfirmation 2012
Herzliche Einladung an alle, die vor 50 oder mehr Jahren
konfirmiert wurden.
Lassen Sie uns gemeinsam am 21. Oktober 2012 dieses Jubiläum
um 10:00 Uhr im Gottesdienst feiern.
Am Donnerstag, 4. Oktober um 18:00 Uhr sind Sie herzlich zu
einem Vortreffen zu uns ins Gemeindehaus eingeladen.
Wir können einander kennen lernen oder alte Bekanntschaften auffrischen, über vergangene Zeiten plaudern und den Gottesdienst gemeinsam vorbereiten. Einen kleinen Imbiss halten wir auch bereit. Bitte
bringen Sie, falls noch vorhanden, Ihre Konfirmationsurkunde oder
zumindest Ihren Konfirmationsspruch und ein Foto von damals mit.
Selbstverständlich sind auch alle eingeladen, die vor mehr als 50 Jahren
konfirmiert wurden. Auch dann, wenn es eine „krumme“ Zahl ist.
Bitte melden Sie sich in unserem Gemeindebüro an.
Pfarrerin Ursula Zohren-Busse
F r e u d
Erntedankgottesdienst
in der Hochmeisterkirche am
7. Oktober 2012 um 10 Uhr
Wir erbitten in diesem Gottesdienst Ihre „Erntegaben“ – haltbare Lebensmittel und Leckereien – denn der Mensch lebt nicht vom Brot
allein.
Gottes Wort und Segen wird an uns reich
verteilt. Darum möchten wir auch teilen mit
Menschen, die in wirtschaftlicher Not leben
und obdachlos sind. Wir geben Ihre Spenden
weiter an die Stadtmission und an die Bahnhofsmission.
So kann unser Dank zu einem Augenblick der
Freude für andere Menschen werden.
Drews Bestattungen
u n d
L e i d
Neues Leben getauft wurden:
Malin Krätschell
Luise Krätschell
Esther Krätschell
Lisbeth Blümner
Jonas Blümner
Vollendetes Leben kirchlich bestattet
wurden:
Hans-Jörg Schmollack, 70 J.
Friedhelm Unland, 83 J.
Dr. Wolfgang Prange, 79 J.
Bernfried Neumann, 77 J.
Eva Groske, 81 J.
Felicitas Rademacher, 89 J.
Begleiten und Betreuen
030 / 43 72 70 38
Tag und Nacht
Gerne besuchen wir Sie auch zu Hause.
Mommsenstr. 31 • 10629 B • www.drewsbestattungen.de
Seite 15
22. September 2012
Einweihung des CAMPUS
Endlich ist es soweit:
Am 22. September weihen wir zusammen mit allen Kirchengemeinden und
Arbeitsbereichen des Kirchenkreises Wilmersdorf den CAMPUS DANIEL ein.
Jahrelange Planung und eineinhalb Jahre Bauzeit finden dann ihren Abschluss.
Das muss gefeiert werden!
11 Uhr Freiluftgottesdienst mit Dr. Markus Dröge, Bischof der EKBO
Im Anschluss offizielle Einweihung des CAMPUS DANIEL in
Anwesenheit von:
Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin
Reinhard Naumann, Bezirksbürgermeister von Charlottenburg/
Wilmersdorf
sowie zahlreichen weiteren Gästen aus Bezirk, Landeskirche und
Kirchenkreis
Enthüllung weiterer Sterne auf dem Sternenweg
Spielstraße für Kinder
Bühnenprogramm für Erwachsene
gemeinsam feiern – für das leibliche Wohl wird gesorgt
Erkunden des Bildungszentrums CAMPUS DANIEL unter fachkundiger Führung der neuen und alten Campus-Bewohner
Bildung – evangelisch und generationsübergreifend – ist das Anliegen
des CAMPUS DANIEL. Unter dem Motto „Stadt-Mensch-Gott“ soll der
Campus ein Zeichen setzen für Kirche in der Stadt. Dafür wird es eine
Veranstaltungsreihe geben, deren Auftakt die Einweihungsfeier bildet.
Wir feiern also weniger einen Abschluss der Bauarbeiten, als einen Anfang:
Mit dem 22. September geht es auf dem CAMPUS DANIEL richtig los !
Ihr Stern am CAMPUS DANIEL?
Weitere Informationen: www.campus-daniel.de oder auf Facebook
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
21
Dateigröße
1 931 KB
Tags
1/--Seiten
melden