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MEDIZIN - Deutsches Ärzteblatt

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MEDIZIN
Die gespiegelten Ressourcen können dann unter
Alltagsbedingungen mit Hilfe der einschlägigen bewegungswissenschaftlichen beziehungsweise psychologischen Kompetenzen gezielt und überprüfbar mobilisiert werden (2). Damit erreichen wir gemeinsam
belastbare Interventionserfolge und/oder bewirken
Lebensstiländerung (Fraunhofer Innovationsforen „Demografie + Gesundheitsressourcen“: www.age-plushealth.eu/2010/index.html).
DOI: 10.3238/arztebl.2014.0755b
LITERATUR
1. Leyk D, Rohde U, Hartmann ND, Preuß PA, Sievert A, Witzki A:
Results of a workplace health campaign—what can be achieved?
Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 320–7.
2. Pöthig D, et al.: Präventionsdiagnostik. Gesundheitsförderung –
ein neues Betätigungsfeld für Ärzte? Dtsch Arztebl 2009; 106:
A1611–4.
PD Dr. med. habil. Dagmar Pöthig
Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern eVAA e.V.
Im GerontoLabEurope, Leipzig
poethig@evaaa.de
Interessenkonflikt
Die Autorin unterhält persönliche Beziehungen zu dem Unternehmen
age + fitness GmbH & Co. KG. Sie erhielt Honorare für Beratertätigkeit von
der Firma vital.services GmbH.
Schlusswort
Wir danken beiden Autoren für ihre Diskussionsbeiträge zu dem gesundheitspolitisch wichtigen Thema
der betrieblichen Gesundheitsförderung. Entgegen
der einleitenden Worte von Prof. Lang sehen wir keinen nennenswerten Unterschied in unseren Positionen. Für die Bundeswehr war und ist die Erhaltung
und Förderung der Gesundheit des zivilen und des
militärischen Personals von zentraler Bedeutung.
Dabei geht es keineswegs um die Durchführung singulärer Maßnahmen, sondern darum, dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus nahezu allen Berufs-,
Bildungs- und Altersgruppen, unter fordernden physischen wie auch psychischen Einsatzbelastungen im
In-/Ausland gesund bleiben und eine ausreichende
Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit besitzen (1).
Mit der klassischen Gesundheitsvorsorge ist es
längst nicht getan: Während Vorsorgeuntersuchungen, Impfschutz et cetera recht einfach zu realisieren
sind, ist eine deutliche und nachhaltige Verbesserung
des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens wesentlich schwieriger zu erreichen (1). Ohne eine moderne
ressourcenorientierte und interdisziplinäre Präventionsforschung und die praktische Umsetzung in den
Alltag lassen sich allenfalls einzelne, kurzfristige
Erfolge erzielen. Aus diesem Grund wird künftig
die wissenschaftliche Expertise im Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr in Koblenz gebündelt.
Im Vergleich zu anderen Gesundheitsinitiativen
beteiligten sich zu Beginn mit 48 % aller Mitarbeiter viele Personen an der Modellstudie (2). Gemessen an dem Kriterium „kurzfristiger Erfolg“ ist nicht
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nur diese Beteiligung, sondern auch die Bewertung
durch die Mitarbeiter als sehr positiv einzustufen
(2, 3). Das eigentliche Problem praktisch aller Kampagnen besteht vor allem darin,
● die Zielgruppen, die besonders von Gesundheitsförderung profitieren, zu erreichen
● möglichst viele Personen zu einem Umdenken
für eine gesunde und leistungsfördernde Lebensweise zu motivieren
● die Personen zu befähigen, diese Verhaltensänderungen langfristig zu etablieren (1).
Mit Blick auf diese Problematik freuen wir uns
über die in den Diskussionsbeiträgen enthaltenen
Hinweise zu möglichen Strategien, die zu nachhaltigen Verbesserungen des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens führen (4).
Spaß am Sport ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen sportlich Aktiven und Inaktiven
(2, 5). Die Ausführungen von Prof. Lang zur Bedeutung der Motivation des Einzelnen unterstreichen
unsere eigenen Aussagen (2).
Frau PD Dr. Pöthig fordert zu Recht das Umdenken von Akteuren, die an der Umsetzung von
Präventionsmaßnahmen beteiligt sind, wie auch substanzielle Änderungen in den Versorgungssystemen.
Ein wichtiger Zugang, um den Einzelnen für nachhaltige Gesundheitsförderung zu gewinnen, ist sicherlich
die individualisierte bedarfsorientierte Angebotsgestaltung und das Vermitteln von Erfolgserlebnissen.
Wer tägliche Anforderungen im Beruf und im privaten Bereich besser bewältigen kann, wird eher bei
einem gesundheits- und leistungsfördernden Lebensstil
bleiben.
DOI: 10.3238/arztebl.2014.0756
LITERATUR
1. Leyk D, Franke E, Hofmann M, et al.: Gesundheits- und Fitnessförderung in der Bundeswehr: Von ressourcenorientierter Präventionsforschung zur Umsetzung in die Fläche: Wehrmed Mschr
2013; 57: 162–6.
2. Leyk D, Rohde U, Hartmann ND, Preuß PA, Sievert A, Witzki A:
Results of a workplace health campaign—what can be achieved?
Dtsch Arztebl Int 2014; 111: 320–7.
3. Witzki A, Rohde U, Rüther T, et al.: Erkenntnisse aus der Gesundheits- und Fitness-Initiative an einer großen Dienststelle für die
künftige Präventionsarbeit in der Bundeswehr. Wehrmed Mschr
2013; 57: 171–6.
4. Leyk D: The preventive and therapeutic roles of regular physical
activity. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 713–4.
5. Leyk D, Witzki A, Sievert A, et al.: Importance of sports during
youth and exercise barriers in 20- to 29-year-old male
nonathletes differently motivated for regular physical activities.
J Strength Cond Res 2012; 26: 15–22.
Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Dieter Leyk
Zentrales Institut des Sanitätsdienstes
der Bundeswehr Koblenz
Laborabteilung IV
Wehrmedizinische Ergonomie und Leistungsphysiologie, Koblenz
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Physiologie und Anatomie
Leyk@dshs-koeln.de
Interessenkonflikt
Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Deutsches Ärzteblatt | Jg. 111 | Heft 44 | 31. Oktober 2014
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Bildung
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