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Erhebung einer Regel - GASPOOL

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Erhebung einer Regel- und Ausgleichsenergieumlage
aufgrund einer Mengenverschiebung zwischen den
Marktgebieten
John Usemann
Berlin, 23. Oktober 2014
Agenda
1. Ausgangslage
2. Mögliche Ursachen
3. Regulatorische Vorgaben
4. Lösungsansätze
23.10.2014
2
Vergleich Regelenergieeinsatz über 5 GWJ
RE-Einsatz L-Gas (netto)
(MWh)
RE-Einsatz H-Gas (netto)
(MWh)
9.000.000
3.000.000
8.000.000
2.500.000
7.000.000
2.000.000
6.000.000
5.000.000
1.500.000
4.000.000
1.000.000
3.000.000
2.000.000
500.000
1.000.000
0
0
-1.000.000
-500.000
09/10
10/11
11/12
12/13
13/14
09/10
10/11
11/12
12/13
13/14
 RE-Einsatz im letzten Winter war wie ein durchschnittlicher Winter
23.10.2014
3
Analyse der Verursachung des Regelenergieeinsatzes
250.000.000
Bilanzkreis- / Netz-Saldo vs. Regelenergie-Einsatz (GWJ 2013/2014)
Tageswerte BK-Saldo / Netz-Saldo / Regelenergie-Einsatz [kWh]
200.000.000
150.000.000
100.000.000
50.000.000
0
01.10.2013
01.11.2013
01.12.2013
01.01.2014
01.02.2014
01.03.2014
-50.000.000
-100.000.000
-150.000.000
-200.000.000
-250.000.000
23.10.2014
Regelenergie-Einsatz
Netz-Saldo gesamt
Bilanzkreis-Saldo gesamt
4
Regelenergieeinsatz im NCG Marktgebiet
Quelle: NCG
 Gegenläufiger Regelenergieeinsatz im NCG Marktgebiet im letzten Winter
23.10.2014
5
Ausgangslage
Analysen von GASPOOL zur Ursachenfindung
•
Ähnlicher Temperaturverlauf in beiden Marktgebieten
•
Angewendete SLP-Profile durch KoV vorgegeben, daher auch hier keine
Unterschiede zwischen beiden Marktgebieten
•
Allerdings unterschiedliche Vorzeichen bei Netzkontosalden der NB in
der Marktgebietsüberlappung bei NCG und GASPOOL
•
Vermutung: Lieferung von Gas aus GASPOOL Marktgebiet an diese NB
(und deren nachgelagerte NB), welches im NCG MG bilanziert wurde.
•
Anschließend Datenaustausch mit der NCG und nähere Analysen der
Netzkontoverläufe von NB in der Marktgebietsüberlappung.
23.10.2014
6
Berechnung des Netzkonto-Saldo 0
Leitfaden Bilanzkreismanagement Gas:
Einspeisungen
Ausspeisungen
nicht bilanzkreisrelevant
- Summe aller NKP zu vorgelagerten NB
- evtl. Netzpufferentleerungen
sofern gesondert vereinbart
- Summe aller Rückeinspeisungen
von nachgelagerten NB
- Flüssiggaseinspeisung bei Biogasanlagen
nicht bilanzkreisrelevant
- Summe aller NKP zu nachgelagerten NB
- evtl. Netzpufferbefüllungen
sofern gesondert vereinbart
- Summe aller Rückspeisungen
an vorgelagerte NB
bilanzkreisrelevant
- Speicherausspeisungen
- (Mini-)MüT oder GÜP-Einspeisungen
- Biogaseinspeisungen
bilanzkreisrelevant
- Speicherbefüllungen
- (Mini-)MüT oder GÜP-Ausspeisungen
- SLP gemäß SLP-Verfahren
- RLM wie allokiert
Summe Einspeisungen - Summe Ausspeisungen = Netzkontosaldo 0
Der Saldo setzt sich u.a. aus folgenden Differenzen zusammen:
- Mehr-/Mindermengen für SLP-Ausspeisepunkte
- Mehr-/Mindermengen für RLM-Ausspeisepunkte
- Netzverluste
- Messungenauigkeiten
- Inventardifferenzen im Netzpuffer
- Brennwertdifferenzen aufgrund der Mischbrennwertbildung nach G685
23.10.2014
7
Ausgangslage
•
Auffälligkeiten in den Netzkontosalden bei NB in der
Marktgebietsüberlappung aufgrund von Marktgebietswechsel von
Ausspeisestellen (höhere Umlage bei GASPOOL ab 1.4.2011)
•
Der milde Winter 13/14 hat die Diskrepanz zwischen dem RE-Einsatz bei
NCG und GASPOOL besonders deutlich gemacht.
 Vermutlich hat GASPOOL mehr Regelenergie gekauft hat, als auf Grund
der tatsächlichen physischen Abnahme im eigenen Marktgebiet
erforderlich gewesen ist.
23.10.2014
8
Auswertung NK-Salden NB in der MGÜ (10.2012 – 04.2014)
6.000.000.000
Kum. NK-Saldo 0 der NB in der MGÜ
5.000.000.000
4.000.000.000
Mehrere
TWh
3.000.000.000
2.000.000.000
GAP
1.000.000.000
NCG
Summe
0
-1.000.000.000
-2.000.000.000
-3.000.000.000
-4.000.000.000
•
seit Oktober 2012 weisen die Netzbetreiber in der Marktgebietsüberlappung (MGÜ)
tendenziell pos. Netzkontosalden (Entry > Exit) im GASPOOL Marktgebiet auf.
23.10.2014
9
Auswertung NK-Salden NB in der MGÜ (10.2012 – 04.2014)
Kum. NK-Saldo 0 von zwischengelagerten VNB ohne SLP-Ausspeisestellen
4.000.000.000
3.000.000.000
Mehrere
TWh
2.000.000.000
1.000.000.000
0
Kum. NCG
kum. GPL
-1.000.000.000
-2.000.000.000
-3.000.000.000
-4.000.000.000
23.10.2014
Diese Mengen werden nicht mehr durch eine MMMA ausgeglichen
10
Folgen dieser Problematik
1. Nicht verursachungsgerechte Kostenallokation zwischen beiden
Marktgebieten.
2. Erhebliche Ausgaben für Regelenergie, denen keine späteren
Einnahmen (MMM, BK Abrechnung) gegenüberstehen.
3. Historische Basis für den RE-Bedarf wird durch dieses Problem verzerrt.
 Einführung einer Regel- und Ausgleichsenergieumlage aufgrund höherer
Prognose von RE-Bedarf für die Zukunft, da Problem weiterhin besteht.
23.10.2014
11
Agenda
1. Ausgangslage
2. Mögliche Ursachen für Netzkontoschiefstände
3. Regulatorische Vorgaben
4. Lösungsansätze
23.10.2014
12
Netz mit MGÜ und ungetrenntem NKP, Lieferstellen in beiden MG
NCG
GASPOOL
BKV Entry: 150
BKV Entry: 50
OGE
1. NB hat Lieferstellen beiden MG zugeordnet.
2. NB meldet alle Daten an NCG und GPL.
GASCADE
3. BKV erhält Allokationen und nominiert entsprechend.
NKP = 100
4. Annahme: Lieferung kommt zu gleichen Teilen von GPL
NKP = 100
und NCG.
VNB 1
5. Quotale Aufteilung der NKP-Zeitreihe.
NKP GPL = 50
NKP NCG = 150
6. pos. Netzkontosaldo bei GPL , da Entry > Exit.
7. neg. Netzkontosaldo bei NCG, da Entry < Exit.
VNB 2
NCG
VNB2
Entry
150
VNB1
Exit
150
Saldo = 0
Entry
100
GASPOOL
BK 1
Exit
150
Saldo = -50
Entry
150
VNB2
Exit
150
Saldo = 0
Entry
50
Exit
50
Saldo = 0
VNB1
Entry
100
BK 1
Exit
50
Saldo = 50
Entry
50
Exit
50
Saldo = 0
GPL kauft RE, NCG verkauft RE
 in Summe aber ausgeglichen
23.10.2014
13
Problembeschreibung bei Netz mit MGÜ und ungetrennten NKP
•
Über den gemeinsamen NKP kommt aus beiden Marktgebieten Gas
ungetrennt in das Netz des VNB2.
•
VNB2 allokiert entsprechend der Marktgebietszuordnung und die BKV
nominieren ihre Einspeisemengen anhand der Allokationsdaten des VNB
•
quotale Aufteilung des NKP-Lastgangs anhand des Verhältnisses der
Allokationsmengen in beiden MG nach Ende des Liefermonats
•
Netzkonto VNB 2 ist ausgeglichen
•
MMMA durch VNB 2 erfolgt analog der Aufteilung der Letztverbraucher je
Marktgebiet.
•
Die Schiefstände bei VNB 1 werden nicht mehr ausgeglichen!
23.10.2014
14
Agenda
1. Ausgangslage
2. Mögliche Ursachen für Netzkontoschiefstände
3. Regulatorische Vorgaben
4. Lösungsansätze
23.10.2014
15
Interne Bestellung und Vorhalteleistung
Abschnitt 1 Interne Bestellung
§ 11 Bestellung der Kapazität
1.
… Liegt das nachgelagerte Netz nicht ausschließlich in einem Marktgebiet, bestellt der
nachgelagerte Netzbetreiber pro Marktgebiet.
§ 20 Vorhalteleistung im vorgelagerten Verteilernetz mit Netzpartizipationsmodell
1.
… Der nachgelagerte Netzbetreiber hat dem vorgelagerten Netzbetreiber einmal jährlich
gemäß den Fristen aus § 11 Ziffer 3 die erforderliche Vorhalteleistung an den
Netzkopplungspunkten bzw. Ausspeisezonen je Marktgebiet anzumelden und die
Langfristprognose nach § 16 mitzuteilen.
3.
Der vorgelagerte Netzbetreiber bestätigt diese Anmeldung mindestens in der Höhe des für das
Vorjahr bestätigten Wertes der Vorhalteleistung. Bei einer Anmeldung einer höheren
Vorhalteleistung prüft der vorgelagerte Netzbetreiber, ob er diesen Wert bestätigen kann.
Soweit der vorgelagerte Netzbetreiber die angemeldete höhere Vorhalteleistung nicht
vollumfänglich durch feste Kapazitäten absichern kann, bestätigt er dem
nachgelagerten Netzbetreiber diesen Anteil als unterbrechbare bzw. zeitlich befristet
feste Vorhalteleistung. Für diesen Fall prüft der nachgelagerte Netzbetreiber, ob er in seinem
Netz kapazitätsersetzende Maßnahmen (z. B. Abschaltvereinbarungen) einsetzen kann.
23.10.2014
16
Mengenanmeldung und Netzkontoführung
§ 42 Informationspflichten der Netzbetreiber
2.
Bezogen auf das Marktgebiet und jeden Netzkopplungspunkt bzw. jede Ausspeisezone
übermittelt jeder Netzbetreiber an seine(n) unmittelbar vorgelagerten Netzbetreiber eine
stundenbezogene Mengen-anmeldung zur Steuerung des Netzes für den nächsten
Gastag, wenn der vorgelagerte Netzbetreiber dies wegen einer Überlappung der Marktgebiete
oder aufgrund anderer transporttechnischer Erfordernisse verlangt. Sofern sich die Umstände
für die Erstellung der Mengenanmeldung nachträglich wesentlich ändern, teilt der
Netzbetreiber die entsprechende angepasste Mengenanmeldung den betroffenen
Netzbetreibern mit. Die Mengenanmeldungen sind unverbindlich, aber mit der
angemessenen gaswirtschaftlichen Sorgfalt zu erstellen.
§ 51 Netzkonten
7.
Netzbetreiber mit Marktgebietsüberlappung werden sich nach Kräften bemühen, die
Salden der Netzkonten in den jeweiligen Marktgebieten in einem Verhältnis zueinander
zu halten, die der Allokation der Ausspeisestellen zu den jeweiligen Marktgebieten entspricht.
23.10.2014
17
Marktgebietswechsel nach GeLi Gas
GeLi Gas Prozess B 3 „Lieferbeginn“
•
3.3 Nr. 2:
Der Netzbetreiber prüft die Anmeldung in vier Schritten:
1. …
2. Prüfung der Kapazitäten bei Marktgebietswechsel und ggf. bei
Neuanschluss oder Leistungserhöhung.
Die ggf. erforderliche Kapazitätsprüfung hat nach geeigneten
Branchenstandards zu erfolgen.
23.10.2014
18
Ergebnisse nach Rücksprache mit Marktteilnehmern
•
Einhaltung der marktgebietsscharfen Bestellleistungen der internen Bestellung
oder Anmeldung von Vorhalteleistung.
•
Unterjährig kann die Fahrweise stark von der Marktgebietsaufteilung abweichen,
ohne das interne Bestellung überschritten wird.
•
Mengenanmeldung nach 42 Ziff.2 KoV erfolgt nicht von allen NB und größtenteils
in unzureichender Qualität (große Abweichungen zwischen Mengenanmeldung
und späterer NKP-Allokation)
•
Der zwischengelagerte NB kann somit sein Netz kaum marktgebietsscharf steuern
(Mengensteuerung an den NKP) und übernimmt daher zu viel Gas aus dem
GASPOOL Marktgebiet.
•
Es erfolgen fast keine Anfragen oder Anpassungen der internen Bestellung
aufgrund durchgeführter Marktgebietswechsel.
23.10.2014
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Agenda
1. Ausgangslage
2. Netze in MGÜ
3. Regulatorische Vorgaben
4. Lösungsansätze
23.10.2014
20
Lösungsansätze
Lösungsansätze zur Vermeidung des Problems in der Zukunft:
1. Verschärfung des § 51 Ziff. 7 KoV mit Vorgabe wie hoch die
Abweichungen der Netzkonten in beiden MG zueinander sein dürfen.
2. Stärkere Verpflichtung der NB eine qualitativ gute Mengenanmeldung
nach § 42 Ziff. 2 KoV an den vorgelagerten NB abzugeben und späterer
Abgleich dieser mit der tatsächlichen NKP Allokation.
3. Netzkontoabrechnung marktgebietsscharf und Mechanismus, der auch
zur Abrechnung bei NB ohne SLP führt
4. MMM Plausibilisierung Marktgebietsscharf durchführen
5. Durchgeführte Marktgebietswechsel die nicht die kapazitativen
Bedingungen erfüllen, müssen wieder rückgängig gemacht werden.
23.10.2014
21
Weiteres Vorgehen
Weiteres Vorgehen/Ausblick
•
Anforderung von Daten der NB in der Marktgebietsüberlappung durch
BNetzA
•
Datenabgleich zwischen NCG und GASPOOL
•
Verhinderung der Mengenverschiebung für zukünftige Zeiträume
 Ziel ist es zukünftig die Regel- und Ausgleichsenergieumlage im
GASPOOL Marktgebiet zu senken.
23.10.2014
22
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
23.10.2014
23
Ansprechpartner
John Usemann
Leiter Abrechnung
GASPOOL Balancing Services GmbH
Reinhardtstraße 52
10117 Berlin
John.usemann@gaspool.de
Telefon: + 49 30 364289-621
Fax: +49 30 364289-222
www.gaspool.de
23.10.2014
24
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Gesundheitswesen
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