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510. Q - 15.10.2014 - Gasometer Mariendorf - paperpress-newsletter

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Kommunalpolitik – Jugend – Wirtschaft - Kultur
Nr. 510 Q
15. Oktober 2014
Gasometer in Mariendorf für
3 Millionen Euro saniert
Nach über 100 Jahren Gasag-Geschichte übernimmt
ein neuer Besitzer
Nach gründlicher Sanierung übergibt die Gasag den Gasometer in Tempelhof-Mariendorf als letztes Teilstück des ehemaligen Gaswerkes an den
neuen Besitzer, die BMDF Investorengruppe. Dem Gasbehälter, der knapp
3
110.000 m Stadtgas fasste, sind seine insgesamt 112 Lebensjahre nach
der Tiefensanierung nicht mehr anzusehen. Dafür gab die Gasag über drei
Millionen Euro aus. Mit der Sanierung folgte die Gasag dem Wunsch des
Bezirkes Tempelhof-Schöneberg, der sich für die Erhaltung des historischen Bauwerkes aussprach.
„Heute sehen wir den komplett sanierten Gasometer und es zeigt sich,
dass Denkmalschutz einen wichtigen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt
unserer Kulturgüter leistet. Wir sind stolz auf unseren Gasometer als wichtiges Kulturerbe. Wir freuen uns über die gelungene Sanierung. Das eröffnet neue Potenziale für das Areal und das ist auch für den Bezirk gut“, so
Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).
39.Jahrgang
Vollbrecht, Geschäftsführer der
Eigentümergesellschaft BMDF Gewerbepark Berlin-Mariendorf GmbH
& Co. KG: „Wir freuen uns über die
vorfristig abgeschlossene Instandsetzung des Behältergerüstes. Nun
werden Ideen für eine interessante
Nachnutzung entwickelt.“
Der Gasometer hat eine symbolische Bedeutung, er steht stellvertretend für die Geschichte des gesamten ehemaligen Gaswerksgeländes,
auf dem Kohle in Stadtgas umgewandelt wurde. 1901 noch von der
britischen Imperial Continental Gas
Association (ICGA) in Betrieb genommen, übernahm 1918 die Deutsche Gasgesellschaft AG, aus der
später die Gasag wurde, das Gaswerk. Nach der Zerstörung während
des II. Weltkrieges wurde das Gaswerk bis Ende der 1950er Jahre
neu aufgebaut und erweitert. Es
entstand eine der für damalige Verhältnisse modernsten Gasanlagen
Europas, die erst 1996 aufgrund der
vollständigen Umstellung Berlins
von Stadt- auf Erdgas stillgelegt
wurde. 2013 verkaufte die Gasag
das Gelände an die BMDF Investorengruppe.
Foto v.l.n.r.: Dörte Krömer, Fachbereich
Denkmalschutz Tempelhof-Schöneberg,
Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender
GASAG AG, Angelika Schöttler (SPD), Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schöneberg,
Klaas Vollbrecht, Geschäftsführer BMDF
Gewerbepark Berlin-Mariendorf, Dr. Sibyll
Klotz (B90/Grüne), Bezirksstadträtin Stadträtin für Stadtentwicklung TempelhofSchöneberg.
Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender der Gasag, zieht Bilanz: „Mit
der Übergabe werden die Weichen für eine Nachnutzung auf diesem Gelände gestellt. Alt und neu können nun gedeihlich aufeinander treffen. Wir
wünschen dem neuen Eigentümer viel Erfolg. Was aus Altem neu entstehen kann, sieht man gleich nebenan: Hier produziert die Gasag mit der
größten PV-Freiflächenanlage Berlins ca. 1,85 Millionen kWh Sonnenstrom jährlich.”
Ein Teil der ehemaligen Gaswerk-Hallen werden in den kommenden Jahren als Brauereistandort eines amerikanischen Investors genutzt. Die Nutzungsform des neu sanierten Gasometers ist noch offen, so Klaas
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