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FinfraG: Zeit für eine Auslegeordnung FinfraG: Zeit für eine - KPMG

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FinfraG: Zeit für eine Auslege­­ordnung
Financial Services
FinfraG: Zeit für eine Auslegeordnung
Anfang September 2014 verabschiedete der Bundesrat den Gesetzesentwurf des Finanzmarkt­
infrastrukturgesetzes «FinfraG» zuhanden des Parlamentes. Es kann davon ausgegangen werden,
dass das Gesetz im Herbst 2015 in Kraft treten wird. Das Ziel ist bekannt: Eine Regulierung, die im
internationalen Vergleich den Äquivalenztest besteht und so den Marktzugang ermöglicht, gleichzeitig aber Schweizerischen Besonderheiten angemessen Rechnung trägt.
Mit dem FinfraG sollen die Regulierung der sogenannten Finanzmarktinfrastrukturen sowie der
Handel mit Derivaten den internationalen Entwicklungen angepasst werden. Betroffen sind grundsätzlich Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, sowohl sogenannte «Finanzielle» (z.B. Banken), wie
auch «Nichtfinanzielle» Gegenparteien (z.B. Energieunternehmen).
Kennen Sie die Antworten? KPMG hilft Ihnen gerne bei deren Beantwortung.
Ich bin bereits von EMIR betroffen. Welche Änderungen kommen nun mit dem FinfraG zusätzlich auf mich zu?
Ich bin nicht von der FINMA beaufsichtigt; bin ich trotzdem von der Derivaten Regulierung des FinfraG betroffen?
Welche Derivate werden voraussichtlich clearingpflichtig?
Bestehen Ausnahmen von der Clearingpflicht, die auf mein Geschäftsmodell anwendbar sind?
Wie berechnen sich die für die Clearingpflicht relevanten Schwellenwerte?
Wie werden gruppeninterne Geschäfte behandelt?
Wer entscheidet über die Klassifizierung einer Gegenpartei?
Welche Daten müssen wo und wem gemeldet werden?
Was gilt es bei der Meldung von Daten an ausländische Transaktionsregister zu beachten?
Was ist der Legal Entity Identifier («LEI»)? Wie und wo erhalte ich diesen? Kann ich einen bestehenden LEI behalten?
Muss ich meine OTC-Derivatverträge anpassen (z.B. das ISDA Master Agreement)?
Siehe auch:
Link Fact Sheet; OTC-Derivate: Höchste Zeit regulierungskonform zu werden!
Link BLOG; FinfraG: Der richtige Mix zur Äquivalenz?
FinfraG: Zeit für eine Auslegeordnung / Financial Services / Oktober 2014
1
Betrieb von Finanzmarktinfrastrukturen und organisierten Handelssystemen
Börse: Handel mit Kotierung
Multilaterale Handelssysteme
(früher: «börsenähnliche Einrichtungen»):
Handel ohne Kotierung
Bewilligungspflicht
Bewilligungspflicht für Börsen und multi­
laterale Handelssysteme
Keine Bewilligungspflicht für organisierte
Handelssysteme, aber gewisse Organi­sa­
tionspflichten
Organisierte Handelssysteme
(früher: «börsenähnliche Einrichtungen»):
keine Finanzmarktinfrastruktur, sondern
Einrichtung zum multi- bzw. bilateralen Handel
Zentrale Gegenparteien
Zentralverwahrer
Transaktionsregister
Zahlungssysteme
Bewilligungsvoraussetzungen, u.a.
Angemessene Regeln zur Unternehmensführung
Risikomanagement, IKS
Zuverlässige Geschäftsführung
Mindestkapital
Belastbare IT-Infrastruktur
Neu: Bewilligungspflichten
Ausländische Unternehmen: u.U. Anerkennung der FINMA oder gewisse Aufsicht durch SNB
Ausgenommen: Zahlungssysteme zur Abwicklung von Zahlungen durch Kunden, die von einer
Bank betrieben werden
Derivateregulierung
Abrechnungspflicht (Clearing):
Abrechungspflicht über zentrale Gegenpartei
von Derivatgeschäften, die nicht über eine Börse oder ein multilaterales Handelssystem gehandelt werden (sog. OTC-Derivatgeschäfte)
Abrechnungspflichtig sind grundsätzlich
alle OTC-Derivatgeschäfte mit folgenden
Ausnahmen:
Mindestens eine der Gegenparteien liegt
unter einem definierten Schwellenwert,
berechnet nach Höhe der offenen Durchschnittsbruttoposition aller Derivatekontrakte («kleine Gegenpartei»)
Gruppeninterne Geschäfte (auch wenn
grenzüberschreitend)
Abrechnungspflichtige Derivate
Welche Derivate abrechnungspflichtig
werden, ist von der FINMA u.a. unter Berücksichtigung internationaler Standards zu bestimmen.
Meldung an ein Transaktionsregister
Meldung von Derivatgeschäften an ein
zugelassenes bzw. anerkanntes Transaktionsregister
Meldung von Derivatgeschäften, die über
eine Börse bzw. ein multilaterales Handelssystem geschlossen werden
Meldung von gruppeninternen Derivatgeschäften
Meldepflichtige Gegenparteien
Grundsatz: Alle Finanziellen und Nichtfinanziellen Gegenparteien müssen melden
Kaskadenartige Festlegung der jeweils meldepflichtigen Gegenpartei
Bei zentral abgerechneten Transaktionen:
Meldung durch zentrale Gegenpartei
Inhalt und Zeitpunkt der Meldung:
Inhalt: u.a. Identität der Gegenparteien, Art
des Geschäfts, Fälligkeit, Preis, Währung,
Nominalwert, Abwicklungsdatum
Zeitpunkt: Spätestens am Arbeitstag,
welcher dem Abschluss, der Änderung
oder der Beendigung folgt
Risikominderungspflicht
Risikominderungspflicht für Transaktionen,
die nicht über eine zentrale Gegenpartei abgerechnet werden müssen
Zweck: Minderung des operationellen Risikos und des Gegenparteirisikos
Ausgewählte Pflichten:
Rechtzeitige Bestätigung der Vertrags­
bedingungen
Verfahren zur gemeinsamen Abstimmung
des Portfolios
Einigung über ein Streitbeilegungsverfahren (mind. Einigung über Gerichtsstand,
anwendbares Recht)
Unter Umständen Portfoliokomprimierung
Tägliche Bewertung ausstehender Geschäfte zum aktuellen Kurs (oder
Bewertungs­modelle bei fehlendem verlässlichen Kurs)
Austausch von Sicherheiten zur Reduzierung des Gegenparteiausfallrisikos sowie
entsprechende Trennung von Vermögenswerten (Segregierung)
Ausnahmen:
Währungsswaps und -termingeschäfte
Derivategeschäfte, die freiwillig über eine
zentrale Gegenpartei abgerechnet werden
Keine tägliche Bewertung von Transaktionen mit kleinen Gegenparteien
K leine Nichtfinanzielle Gegenparteien
müssen keine Sicherheiten austauschen
Kein Austausch von Sicherheiten bei
gruppeninternen Geschäften
FinfraG: Zeit für eine Auslegeordnung / Financial Services / Oktober 2014
2
Abklärung der Betroffenheit und entsprechender Pflichten im Handel mit Derivaten
Eine Auslegeordnung mit Blick auf die eigene Betroffenheit von FinfraG und die sich daraus ergebenden konkreten Pflichten
sollte derzeit auf jeder Compliance To-Do-Liste stehen.
Handel mit Derivaten (Finanzielle und
Nichtfinanzielle Gegenpartei)
Kein Handel mit Derivaten
Handel mit Derivaten
Keine Pflichten nach dem
3. Titel des FinfraG
Handel ausserhalb Börse oder
multilateralem Handelssystem
Mindestens eine
Gegenpartei bleibt unter
Schwellen­werten
Risikominderungspflichten
Handel an Börse oder multilateralem
Handelssystem
Beide Gegenparteien
überschreiten
Schwellen­werte
Meldepflicht gemäss
Kaskade
Meldepflicht der Zentralen
Gegenpartei
Potentielle Clearingpflicht
Kein clearingpflichtiges
Derivat gemäss
FINMA-Entscheid
Clearingpflichtiges Derivat
gemäss FINMA-Entscheid
Transaktionen ausserhalb
der Gruppe
Gruppeninterne Transaktion
Risikominderungspflichten
Meldepflicht
gemäss Kaskade
Clearingpflicht
Risikominderungspflichten
Meldepflicht
gemäss Kaskade
Meldepflicht der Zentralen
Gegenpartei
Gerne unterstützen wir Sie mit Blick auf die Einführung von FinfraG sowie ähnlicher Regulierungen, u.a.:
Beurteilung Ihrer Betroffenheit durch die Regulierung («Exposure Assessment») gemäss dem von Ihnen gewünschten
Detaillierungsgrad (von high-level Analyse bis detaillierte Analyse von u.a. Prozessen, Gegenparteien, Produkten)
Detaillierte Visualisierung der Auswirkungen des FinfraG auf verschiedene Geschäftsbereiche auf Basis eines Ist-SollVergleichs.
Readiness Assessment / Gap Analyse mit Blick auf die Umsetzung der Regulierung in Ihrem Unternehmen
Unterstützung bei der Berechnung der Schwellenwerte
Beurteilung vorhandener Systeme, Prozesse, Organisation und Beratung mit Blick auf To-Do’s zur Erfüllung der
FinfraG-Pflichten (z.B. Implementierung eines Meldewesens; Systemanpassungen; Vertragsgrundlagen)
Aufzeigen strategischer Implikationen und geschäftsbereichsspezifische Massnahmenplanung
Kontaktieren Sie uns:
KPMG AG
Badenerstrasse 172
Postfach 1872
CH-8026 Zürich
Pascal Sprenger
Director,
Regulatory Competence Center,
Financial Services
T: +41 58 249 42 23
E: psprenger@kpmg.com
Stefanie Widmer
Senior Manager,
Regulatory Competence Center,
Financial Services
T: +41 58 249 54 34
E: swidmer@kpmg.com
The information contained herein is of a general nature and is not intended to address the circumstances of any particular individual or entity. Although
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