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16 35 Was ist bei schweren Unfällen im Revier zu beachten? 36

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7.1 Die Jagdarten
Jagdliche Praxis
35 Was ist bei schweren Unfällen im Revier zu beachten?
Die ordnungsgemäße Erstversorgung von verletzten Personen und die Verständigung
der Rettungskräfte. Hierbei ist zu beachten, dass gegebenenfalls ein Krankenwagen ins
Revier gelotst werden müssen (evtl. mit GPS-Koordinaten), da diese sich nicht mit dem
Waldwegenetz und Flurnamen auskennen. Daher müssen die benachrichtigten Rettungskräfte an einem ihnen bekannten Treffpunkt (z.B. Bauernhof, Forsthaus) durch den Lotsen
empfangen werden. Diese Rettungskette sollte man für den Ernstfall mit zuständigen
Stellen durchsprechen.
36 Welche Grundregeln zur Sicherheit sollten vor und während der Jagd
immer beachtet werden?
Erste Hilfe beginnt lange vor einem Unfall. Bei Gesellschaftsjagden veranlasst der Jagdleiter das Mitführen von Erste-Hilfe-Material. Darüber hinaus sorgt jeder Jäger für sich
selbst. In jeden Jagdrucksack gehören Verbandszeug, Druckverbände, Einweghandschuhe,
Dreieckstücher und Desinfektionsmittel. Man hinterlässt immer Nachricht, in welchem
Revierteil oder Hochsitz man sich aufhält, um nötige Suchaktionen abzukürzen. Man hat
stets genügend Munition, eine Taschenlampe und wenn möglich ein Mobiltelefon dabei,
um damit (wenn die Funkverbindung funktioniert) oder mit den anderen Hilfsmitteln einen
Hilferuf absetzen zu können.
37 Welche Mindest-Sicherheitsausrüstung muss der Jäger bei der Jagd im
Gebirge mitführen?
In den Rucksack gehören unbedingt Verbandszeug, eine Alurettungsdecke (zusammengelegt nicht größer als eine Brieftasche), eine Taschenlampe, Feuerzeug, ein Mobiltelefon
oder evtl. ein anderes Signalgerät.
38 Welches ist das allgemein übliche
Notsignal?
Für einen auf der Einzeljagd in eine Notlage
geratenen Jäger kann es hilfreich sein, wenn
er die allgemein üblichen Notsignale kennt
und anwendet. Das Notsignal geht in der Reihenfolge: lang – kurz-kurz – lang und bedeutet: Helft – bin in – Not! Das Signal kann
optisch (z.B. durch Winken oder mit dem Signalspiegel) oder akustisch abgesetzt werden,
z.B. mit dem Jagdhorn, der Autohupe, einer
Trillerpfeife. Weiterhin durch vier mehr oder
weniger gedehnte Waldrufe (Hooop, Hopp/
Hopp, Hooop) oder durch vier Schüsse, die
dann in der Folge: Einzelschuss, nach etwa
drei Sekunden ein Doppelschuss und nach
wiederum drei Sekunden der vierte Schuss.
7.7: Schilder mit deutlicher Nummer oder
…
16
Jagdliche Praxis
7.1 Die Jagdarten
39 Welches ist das alpine
Notsignal?
Optische (Blinkzeichen) oder akustische (Rufe) Signale werden in Abständen von 10 Sekun­den gegeben; nach
sechs Signalen (= 1 Minute) tritt eine
Pause von ebenfalls einer Minute ein,
danach wird wiederholt. International
gilt das Winken mit beiden Armen (z.B.
zu einem Hubschrauber) als Hinweis
auf eine Notlage.
7.8: Forsthäuser dienen als Rettungspunkte.
40 Was bedeutet die Rettungskette Forst?
Landkreise und Forstämter legen markante Rettungspunkte im Revier fest (Wegekreuzung,
Parkplätze, Forsthäuser), mit eindeutiger, einheitlicher Beschilderung und Rettungspunktenummer. Rettungskräfte sind bei eingehenden Notrufen mit Hilfe der Rettungspunktnummer in
der Lage, Standort und Anfahrtswege auf einer Landkarte genau zu erkennen und anzufahren.
Gesellschafts- und Einzeljagd im rechtlichen Rahmen
41 Was ist eine Gesellschaftsjagd?
Es gibt in den Landesjagdgesetzen keine einheitliche Sprachregelung zum Begriff der
Gesellschaftsjagd. Oft werden hier die Begriffe Gesellschaftsjagd und Treibjagd sinnverwandt benutzt und
u nt e r s c h ie d l ic hs t e
Unterscheidungen getroffen. Allgemein gilt
jedoch das jagdliche
Zusammenwirken von
mindestens vier Jägern und/oder Treibern
(Jagdausübende) als
Gesellschaftsjagd, bei
der das Wild in Bewegung gebracht und den
Jägern
zugetrieben
oder -gedrückt wird.
7.9: Bei Gesellschaftsjagden muss ein Jagdleiter bestimmt werden.
42 Was ist ein Jagdleiter?
Die für die Durchführung der Gesellschaftsjagd verantwortliche Person. Dies kann der Revierinhaber selbst oder eine von ihm benannte, im Blick auf die jagdlichen Gegebenheiten
erfahrene Person sein (Berufsjäger, Jagdaufseher). In den Forstverwaltungen ist in der
Regel der zuständige Forstamtsleiter für die Jagdleitung verantwortlich. Die UVV „Jagd“
schreibt vor, dass bei Gesellschaftsjagden der Unternehmer (Jagdausübungsberechtigte)
einen Jagdleiter bestimmen muss, wenn er nicht selbst diese Aufgabe wahrnimmt.
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