close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Memminger Zeitung - Allgäuer Zeitung als iPaper - All-in. de

EinbettenHerunterladen
UNABHÄNGIGE TAGESZEITUNG FÜR MEMMINGEN UND DAS UNTERALLGÄU | ALLGÄUER ZEITUNG
...
Memminger Zeitung
Er soll den „Wowi“ machen
Warum Michael Müller Berlins
nächster „Regierender“ wird
Politik
MONTAG, 20. OKTOBER 2014
Deutsche Bahn
Streik der Lokführer legt Zugverkehr
in der Region weitgehend lahm
Allgäu Rundschau
Regenschauer, 21 Grad
Erst noch Föhn und warm,
dann immer wechselhafter
Wetter
www.all-in.de
NR. 241
Neue Spekulationen
um Dobrindts
Pkw-Maut
PREIS ¤ 1,55
Keine Zeit?
Blickpunkt Lokales
Trotz Streik zum FC Bayern
Was eine Gruppe von Bayern-Fans
erlebt hat, die am Wochenende
während des Bahnstreiks mit dem
Zug von Memmingen nach München gefahren ist.
»Seite 29
Verkehr Minister geht auf Kritiker zu.
Vignettenpflicht doch nur auf Autobahnen?
VON JÖRG SIGMUND
Augsburg/Berlin Das Rätselraten um
die Pkw-Maut hält an. Wie der
Spiegel berichtet, soll Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zu
weiteren Zugeständnissen bereit
sein und überlegen, die Vignettenpflicht zunächst nur auf Autobahnen einzuführen. Die Änderungen
an seinem Konzept habe er bei einem Geheimtreffen mit Spitzenpolitikern der nordrhein-westfälischen
CDU in Aussicht gestellt, hieß es.
In CSU-Kreisen wurden daran jedoch Zweifel geäußert. Dies sei nur
schwer vorstellbar, verlautete es
gestern gegenüber unserer Zeitung.
Damit würden die Einnahmen aus
der Straßengebühr deutlich sinken.
Das Verkehrsministerium wollte
sich nicht äußern. Es gelte, den Gesetzentwurf abzuwarten, den der
Minister bis zum Ende des Monats
vorlegen werde, sagte ein Sprecher
in Berlin. „Alles andere kommentieren wir nicht.“
Bereits Anfang September hatte
unsere Zeitung von einer ersten Idee
zur Nachbesserung des Konzeptes
berichtet. Demnach sollte die Maut
nach Dobrindts überarbeiteten Plänen doch nur auf Autobahnen und
Bundesstraßen, nicht aber auf
Kreis- und Staats-/Landesstraßen
erhoben werden. „Wir prüfen unterschiedliche Modelle“, erklärte
der Minister damals auf Anfrage,
nachdem es erhebliche Widerstände
gegen die Vignettenpflicht auf allen
Straßen gegeben hatte. Einwände
kamen vor allem aus großen CDULandesverbänden, aber auch aus
bayerischen Kommunen.
Ob Dobrindt sein Maut-Konzept
nun noch einmal abspeckt, scheint
völlig offen. Dem Spiegel zufolge
traf sich der Minister in der vergangenen Woche mit führenden Politikern der NRW-CDU – mit Bundestagsvizepräsident Peter Hintze,
Landesparteichef Armin Laschet
und dem Verkehrsexperten Oliver
Wittke. Dobrindt habe in dem Gespräch zugesichert, er wolle einen
Entwurf vorlegen, dem alle Mitglieder der Unions-Fraktion im Bundestag zustimmen könnten – und
seine Idee genannt, die Abgabe zunächst auf Autobahnen zu begrenzen. Erst 2018 solle die Pkw-Maut
auch auf Bundesstraßen ausgeweitet
werden. Dann gilt dort auch die
Lkw-Maut. Ursprünglich wollte
Dobrindt die Vignettenpflicht ab
2016 auf allen Straßen einführen.
Laschet bestätigte das Treffen mit
dem Minister, wollte sich zu Einzelheiten aber nicht äußern. Es werde
mit Blick auf die Grenzregionen um
eine einvernehmliche Lösung gerungen, sagte der CDU-Landeschef.
„Aber wir sind noch nicht am Ziel.“
Die Linke reagierte mit Spott auf
„die neueste Idee aus dem Hause
Dobrindt“. Der Linke-Politiker
Herbert Behrens sagte, der geniale
Coup des Ministers sei: „Noch weniger Einnahmen bei gleichbleibenden Kosten“. Der „blödsinnige
Maut-Spuk“ müsse ein Ende haben.
Der Vorsitzende der Freien Wähler,
Hubert Aiwanger, betonte: „Je
schneller die Maut-Pläne beerdigt
werden, umso besser für Deutschland. Ziel der Maut-Lobbyisten sei
es, ein System von „Wegelagerei“
zu installieren. (mit dpa)
»Kommentar
Kommentar
VON JÖRG SIGMUND
» joes@augsburger-allgemeine.de
Verwirrspiel
um die Maut
E
Erst die Karriere – dann das Kind
Die biologische Uhr tickt, das wissen alle Frauen, die
nach einer langen Ausbildungs- und Studienzeit endlich in ihrem Beruf Fuß zu fassen beginnen. Viele
wünschen sich Kinder, doch dafür ist es auch jenseits
der 30 noch zu früh, meinen sie nach all der Plackerei
im Studium. Die Möglichkeit, Eizellen einfrieren zu
lassen, um die Familienplanung ein wenig hinauszu-
schieben, erscheint da durchaus verlockend. Auf
breite Ablehnung stößt diese Idee jedoch, seit bekannt wurde, dass zwei US-Konzerne ihren Mitarbeiterinnen die teuere Behandlung bezahlen. In
Würzburg wird die Methode bereits angewandt – mit
ernstem Hintergrund, wie Claudia Kneifel auf der
Dritten Seite berichtet.
Foto: Kneschke, Fotolia
Straßen in Deutschland
● Gesamtlänge Das überörtliche
Straßennetz (Bundesautobahnen,
Bundesstraßen, Staats- und Landesstraßen sowie Kreisstraßen) ist
231 000 Kilometer lang. Hinzu kommen nochmals 413 000 Kilometer
Straßen innerhalb von Städten und
Dörfern.
● Autobahnen In Deutschland gibt
es knapp 13 000 Kilometer Autobahn.
● Bundesstraßen Ihre Länge beträgt rund 42 000 Kilometer. Teilweise sind die Bundesstraßen auch
vierspurig ausgebaut wie Autobahnen. (AZ)
Zur Erneuerung fehlen einige Stimmen
Kirche Synode zu Ehe und Familie bleibt in den Streitfragen ohne Lösung
Vatikanstadt Die Sondersynode der
katholischen Kirche zu Ehe und Familie ist nach heftigen Debatten
ohne Einigung in strittigen Fragen
zu Ende gegangen. Die Anläufe zu
einer offeneren Haltung gegenüber
Homosexuellen und wiederverheirateten Geschiedenen scheiterten
aber nur knapp, geht aus vom Vatikan veröffentlichten Abstimmungsergebnissen hervor.
Kirchengruppen, Politiker und
Aktivisten kritisierten, dass keine
Fortschritte erzielt wurden, lobten
aber zugleich den Dialog. Papst
Franziskus hatte im Vorfeld der Synode zu einem „barmherzigeren“
Umgang der Kirche mit ledigen
Müttern, Wiederverheirateten und
Homosexuellen aufgerufen.
Nach der Abstimmung der 183
männlichen Synoden-Mitglieder aus
aller Welt über die insgesamt 62
Punkte wurde auf Wunsch des
Papstes das gesamte Abschlussdokument inklusive der Abstim-
mungsergebnisse
veröffentlicht.
Zur Verabschiedung war jeweils
eine Zwei-Drittel-Mehrheit nötig.
Bei den besonders strittigen Paragrafen wurde diese nicht erreicht,
allerdings fiel das Ergebnis knapp
aus: 118 Synodale stimmten dafür,
Homosexuellen mit mehr Respekt
zu begegnen, nur 62 stimmten dagegen. 104 waren für die Zulassung
wiederverheirateter Geschiedener
zur Eucharistie, 74 stimmten dagegen. (afp) »Leitartikel und Politik
s wird höchste Zeit, dass der Gesetzentwurf zur umstrittenen
Pkw-Maut auf dem Tisch liegt. Bis
Ende Oktober soll das Konzept
von Verkehrsminister Alexander
Dobrindt stehen. Bis dahin darf
weiter munter spekuliert werden.
Sicher scheint, dass die Vignettenpflicht nicht auf allen Straßen
kommt. Über den möglichen
Kompromiss hatte unsere Zeitung
schon im September berichtet.
Doch wo kommt sie nun tatsächlich? Auf Autobahnen und Bundesstraßen, vielleicht doch nur auf
Autobahnen, oder wo auch immer? Es ist ein Verwirrspiel, das seit
Monaten geboten wird – mit offenem Ausgang.
Die Aufgabe für Dobrindt war ja
auch nicht ganz leicht. Die CSU
hatte mit der Pkw-Maut für Ausländer Wahlkampf gemacht. Inländische Autofahrer sollten nicht stärker
belastet werden, und das Konzept
musste europarechtlich zulässig
sein. Mit seinen ursprünglichen
Plänen, die Maut auf allen Straßen
einzuführen, hatte sich Dobrindt
jedoch selbst in die Defensive gebracht. Dass es dagegen erhebliche
Widerstände geben würde, musste
ihm klar sein. Vielleicht wäre eine
Autobahngebühr für alle Verkehrsteilnehmer doch die einfachste Lösung gewesen ...
Heute in Ihrer Zeitung
Jetzt streiken wieder Piloten
Der Streik der Lokomotivführer ist
vorerst beendet, dafür streiken ab
Montagmittag 35 Stunden lang wieder die Piloten. Betroffen sind
Flüge auf den Kurz- und Mittelstrecken der Lufthansa. »Wirtschaft
Spitzenreiter Ingolstadt
Nicht kreditwürdig ...
Kinderarzt benutzte
verschiedene Autos
Augsburg/Hannover Der verhaftete
Augsburger Kinderarzt Harry S. hat
offenbar mindestens zwei verschiedene Autos gefahren. Nachbarn in
Hannover berichten übereinstimmend, dass er neben einem BMW
der X-Reihe auch einen Geländewagen genutzt habe. Möglicherweise
diente das dem 39-Jährigen, der vergangenen Dienstag unter dem Verdacht des schweren Kindesmissbrauchs in Augsburg festgenommen
worden ist, als Tarnung. Den Geländewagen hat S. nach Angaben der
Nachbarn in einer Tiefgarage in der
Nähe der Wohnung im Hannoveraner Stadtteil List untergestellt. In der
Zwei-Zimmer-Wohnung haben die
Ermittler einen Fotoapparat und einen Laptop beschlagnahmt. Es sollen
Aufnahmen einer Tat gefunden worden sein. (hogs, jöh)
»Bayern
USA Der Präsident und sein Plastikgeld
New York Ob das die späten Folgen
der amerikanischen Bankenkrise
sind? Selbst prominenteste Vertreter der Macht in Washington scheitern bisweilen an einer ausgeprägten
Sicherheitsbesessenheit dort, wo
über das Finanzgebaren des „kleinen Mannes“ gewacht wird.
Auch der mächtigste Mann
der Welt kann so mal kurz in
Zahlungsschwierigkeiten
kommen. US-Präsident Barack Obama ging kürzlich
mit seiner Frau Michelle in
New York während seines
Besuchs bei der UNVollversammBarack Obama
Foto: afp
lung in einem Restaurant essen. Als
er zahlen wollte, so gestand er nun
einige Tage danach ein, sei seine
Kreditkarte abgelehnt worden. „Es
stellte sich heraus, dass ich sie anscheinend nicht oft genug benutze“,
sagte er bei der Finanz-Verbraucherschutzbehörde CFPB in
Washington – und erntete
reichlich Gelächter seiner
offenbar fachkundigen
Zuhörer. „Sie dachten,
es handle sich um Betrug.“ Zum Glück habe
seine Frau ihr Plastikgeld
dabeigehabt.
Vertrauen ist
gut, Vorschrift
ist
besser,
scheint sich die
von den Argumenten des Präsidenten wenig beeindruckte Bedienung
gedacht zu haben. Denn Obama
versicherte ihr, dass er seine Rechnungen stets bezahlt habe. Und Geld
hat er ja auch genug. Der Präsident
verdient umgerechnet 313 000 Euro
pro Jahr. Hinzu kommen 39 000
Euro Aufwandsentschädigung.
Auch Ex-Notenbank-Präsident
Ben Bernanke, der ebenfalls nicht
zu den Geringverdienern (bis zu
195 000 Euro für einen Redeauftritt) gezählt werden kann, hatte
kürzlich ein Geldproblem. Ein Immobiliendarlehen wurde nicht verlängert. Der 60-Jährige war für die
Computer seiner Bank zum RisikoKunden geworden, weil das Gehalt
der Notenbank wegfiel. (dpa, bom)
Eike Hallitzky führt
Bayerns Grüne
Hirschaid Der ehemalige Landtagsabgeordnete Eike Hallitzky ist neuer
Landesvorsitzender der bayerischen
Grünen. Der 55-Jährige aus Passau
setzte sich am Sonntag auf einem
Landesparteitag im oberfränkischen
Hirschaid in einer Kampfabstimmung gegen den Kommunalpolitiker Markus Büchler, 41, aus Oberschleißheim bei München durch. Er
wird damit Nachfolger des Münchners Dieter Janecek, der jetzt im
Bundestag sitzt und auf eine weitere
Kandidatur verzichtet hatte. Auch
die Co-Vorsitzende der Grünen, Sigi
Hagl, kommt aus Niederbayern. Sie
stand diesmal nicht zur Wahl. Hallitzky kündigte an, die bayerischen
Grünen in die Regierungsverantwortung führen zu wollen. Eine eigene Spitzenkandidatur schloss er
aus. (dpa)
»Bayern
Vor einem Jahr lag der FC Ingolstadt am 10. Spieltag der Zweiten
Bundesliga auf dem letzten Tabellenplatz. Nach dem 1:0 beim FSV
Frankfurt gestern führt er am 10.
Spieltag der neuen Saison souverän
die Liga an.
»Sport
Kontakt
Redaktionsleitung Allgäu (0831) 206-439
redaktion@azv.de, Fax (0831) 206-123
Lokales Tel. (08331) 109-170, Fax-188
redaktion@mm-zeitung.de
Anzeigen Tel. (08331) 109-0, Fax -105, -106
anzeigen@mm-zeitung.de
Abo-Service Tel. (08331) 109-126, Fax -109
vertrieb@mm-zeitung.de
MZ Service-Center Donaustraße 14,
Memmingen
.
10043
4 190469 501555
Ihre Heimatzeitung
2 Wochen gratis !
Gehen Sie
bestens
informiert in
den Tag – mit Ihrer
Heimatzeitung
Zwei Wochen kostenlos
und völlig unverbindlich.
Sie genießen jeden Morgen
interessante Informationen
und aktuelle Nachrichten
aus Ihrer Umgebung, dem
Allgäu und der ganzen Welt.
Gleich anfordern!
Anrufen:
Faxen:
Mailen:
Internet:
08 31/2 06-4 98
08 31/2 06-3 99
vertrieb@azv.de
www.all-in.de/probe
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
10
Dateigröße
351 KB
Tags
1/--Seiten
melden