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Ausländische Militärattachés auf Truppenbesuch - Der Soldat

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5. November 2014
2,10 Euro
Nr. 21/2014
Gegründet 1956
www.der soldat.at
www.dersoldat.at
Unabhängige Zeitung für Wehr- und Sicherheitspolitik
Workshop
Brüssel
Die aktuelle Rolle der
Zivilgesellschaft in Südosteuropa
Seite 4
Heldenplatz
Österreich ist führend in einem
Netzwerk von Ausbildungsinstitutionen
Seite 7
Die Milizsoldaten zeigten wieder
vollen Einsatz bei der Leistungsschau
Seite 9
Ausländische Militärattachés auf Truppenbesuch
In der Zeit von 7. bis
9. Oktober fand im Rahmen des jährlichen Informationsprogramms der
Abteilung Attachéwesen
für die in Österreich
akkreditierten ausländischen Militärattachés die
bereits traditionelle Informationsreise statt. Die
diesjährige Reise führte
27 Attachés aus 25 Staaten
unter Führung des Leiters
der Abteilung Attaché­
wesen, Bgdr Dr. Peter Vorhofer, zur Heeresunteroffiziersakademie, zum
Militärkommando Tirol
und zur 7. Jägerbrigade.
Die Reise, die in einer ausgezeichneten Atmosphäre
verlief, bot den Teilnehmern während der Reisetätigkeiten die Möglichkeit zu
intensiven Gesprächen und
gediegenem Meinungsaustausch.
Einen wesentlichen Anteil an dem sehr positiven
Verlauf dieses Informationsprojekts hatten natürlich die
besuchten Kommanden.
Nach Vorgaben der Abteilung Attachéwesen wurden
in Enns, Innsbruck und
Klagenfurt sehr informative Vorträge und praktische
Präsentationen im Bereich
des jeweiligen Verbands geboten.
Steinberger
Informationsreise 2014
Belastungsübung
An der HUAk, wo die Bedeutung dieser Einrichtung
für die Stadt Enns durch
die Anwesenheit des Bürgermeisters eine besondere
Würdigung erfuhr, wurde
Observer Neuregelungen Ja,
aber mit Vorsicht
Der Chef des Generalstabs hat bei der Pressekonferenz
des Verteidigungsministers am 3. Oktober nicht nur das
angepeilte „Strukturpaket“ erläutert, sondern auch weitere Reformen angekündigt. So sollen die Ausbildungsmodelle im ÖBH den aktuellen Erfordernissen angepasst
werden. Das ist sicherlich zu begrüßen, denn die Zeit
schreitet voran und verlangt „Upgrades“, auch im Bereich
der Aus-, Fort- und Weiterbildung.
Ebenso wurde eine Dienstgradreform angekündigt.
Künftig soll es weniger Vizeleutnants, Oberste und logischerweise auch weniger Generäle geben. Auch das
ist eine Möglichkeit, warum denn nicht? Da das künftige
Bundesheer weniger Berufs- und mehr Zeitsoldaten haben soll, ist dadurch zwangsläufig eine Verminderung
der „hohen“ Dienstgradträger verbunden. Denn dient
jemand kürzere Zeit als 40 bis 45 Jahre im Heer, kann
er auch nur niedrigere Dienstgrade erreichen.
Allerdings ist Vorsicht geboten. Das Bundesheer
agiert nicht im „luftleeren Raum“, sondern hat bei seinen Nachwuchssorgen Konkurrenten im öffentlichen
Dienst zu beachten. Und diese haben gegenüber dem
Heer außerordentliche Vorteile: einen nicht soldatischen
Dienst, meistens die Nähe des Dienstortes zum Wohnort,
regelmäßige Dienstabläufe, wie sie eben nur Beamten
möglich sind usw. Es stellt sich primär daher die Frage,
weshalb ein Anwärter für den öffentlichen Dienst sich
nicht den angenehmsten Beruf mit den erfolgreichsten
Aussichten – Bezahlung, Ansehen, Definitivstellung, Beförderungen usw. – aussuchen sollte? Und gerät das
Heer dabei generell in eine noch schlechtere Position
als dies bereits heute ist, wird es kaum genug qualitativ
geeigneten Nachwuchs finden. Das gilt erstens bei den
Aussichten auf eine Definitivstellung. Die Zukunft muss
für junge Menschen halbwegs planbar sein. Das gilt aber
ebenso für jede Position und natürlich auch für die höchsten Funktionen auf jeder Ebene.
Nimmt man z.B. die Bundespolizei her, dann findet
man dort bei den Planstellen etwa 300 Funktionen für
„Generäle“. Bei der Justizwache tragen manche Leiter
von Strafanstalten den Dienstgrad Generalleutnant. Bisher hat man kaum vernommen, dass sich darüber jemand in der Politik beklagt hat – zum Unterschied bei den
Heeres-Generälen. Vizeleutnant wertige Planstellen gibt
es bei Polizei und ähnlichen staatlichen Dienststellen fast
überall und nicht wenige. Warum soll man dann – mit
allen anderen Nachteilen – den Soldatenberuf ergreifen?
Ein Wiener Politiker hat kürzlich den Ausdruck „Deppen
der Nation“ für eine andere Aufgabe verwendet. Aber
müsste man nicht bei allen Änderungen achtgeben, dass
hier nicht der gleiche Begriff für die Soldaten – egal ob
männlich oder weiblich – anwendbar wird?
Nach drei Tagen voller Vorträge und Präsentationen genossen die Attachés die Fahrt mit den Arbeits- und Transportbooten auf der Drau
den ausländischen Militärattachés Einblick in das derzeitige Ausbildungssystem
der Unteroffiziere des ÖBH
gegeben. Der Kommandant,
Bgdr Nikolaus Egger, der als
vormaliger österreichischer
Verteidigungsattaché in
Israel sehr wohl den Informationsbedarf eines VAtt
kennt, hat auch kurz über
mögliche, zukünftige Entwicklungen auf diesem Gebiet berichtet.
Auf dem GÜPl Treffling
konnten sich die ausländischen Beobachter von
der Leistungsfähigkeit der
Kursteilnehmer des MilFü 2
im Zuge der gerade zu absolvierenden Belastungsübung
überzeugen.
Zukunftstechnologien
in Tirol
Im Befehlsbereich des MilKdoT hat es sich der Militärkommandant, GenMjr
Mag. Herbert Bauer, nicht
nehmen lassen, den Attachés persönlich den territorialen Aufgabenbereich
und die Herausforderungen
an das MilKdo als erster Ansprechpartner v.a. bei Katastropheneinsätzen näherzubringen. Die anschließende
rege Diskussion hat gezeigt,
dass das Interesse der Militärattachés hinsichtlich der
aktuellen Debatte um das
ÖBH sehr groß ist. Dabei
konnten diese auch Eindrü-
cke über die Bedeutung des
Bundesheeres aus regionaler
Sicht gewinnen.
Nach einer sehr detaillierten Einweisung in
den Verlauf der Übung
SCHUTZ 2014 und einer beeindruckenden Führung im
Kaiserjägermuseum bzw.
im Tirol Panorama ermöglichte das MilKdoT
aufgrund der ausgezeichneten regionalen Kontakte den
Besuch bei der HightechFirma Mils Electronic sowie
eine nicht minder interessante Besichtigung der Fa.
Westcam, wo den Besuchern
innovative Entwicklungen
und Fertigungen von Produkten sowie Technologien mit Zukunft präsentiert
wurden.
Bootsfahrt auf
der Drau
Beim abschließenden Besuch bei der 7. JgBrig wurden durch Bgdr Mag. Jürgen
Wörgötter die Organisation
und die zentralen Aufgaben
der Brigade erläutert.
Der aktuelle Einsatz des
JgB 25 im Rahmen von KFOR
sowie die mit der Erfüllung
internationaler Anforderungen verbundenen Aspekte
dieses luftbeweglichen Verbands wurden ebenso dargestellt wie der weitere Ausbau
des Berufskaderanteils.
PERSONALVERTRETUNGSWAHLEN 2014
ZENTRALAUSSCHUSS BEIM BMLVS
∗ Aufhebung von unsinnigen Vorrückungs– und
Aufstiegsbarrieren!
∗ Rasche Aufhebung des 30– Monatedeckels!
∗ Kein unnötig langer Ausbildungsdienst!
„Militärsklaven - nein danke!“
∗ Ein JA zu sinnvollen Verbesserungen!
∗ Ein klares NEIN zu einfallslosen Spardiktaten!
Erfahrung
und
Kompetenz
Obst
Peter Schrottwieser, MSD
Vorsitzender des ZA
FCG
LISTE 1
Fortsetzung auf Seite 2
Uniformrock
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