close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

PM 15.10.2014 Verein und Fraktion PRO AUGSBURG zu Altenheimen

EinbettenHerunterladen
PRO AUGSBURG e. V. – Bürgervereinigung
Sitz/Geschäftsstelle
Hofrat-Röhrer-Str. 7
86161 Augsburg
Verteiler: Medien
Augsburg, 15.10.2014
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
DES VEREINS UND DER FRAKTION VON PRO AUGSBURG
Sehr geehrte Damen und Herren,
PRO AUGSBURG ist über die in den Medien dargestellten Missstände in den Pflegeeinrichtungen der Altenhilfe zutiefst besorgt und fordert im Interesse unserer älteren
Bürgerinnen und Bürger, deren Angehörigen und der Stadtgesellschaft im Allgemeinen die
Einleitung kurz- sowie langfristiger Maßnahmen, um weitere Vorkommnisse dieser Art künftig
möglichst auszuschließen.
Unmittelbar fordert PRO AUGSBURG folgende Maßnahmen zum Schutz der
Bewohnerinnen und Bewohner:
- Schnellstmögliche konzeptionelle und personelle Konsequenzen - nicht auf der Ebene „kleiner“
Pflegekräfte, sondern bei den Verantwortlichen.
- Einsetzen eines neutralen (kirchlichen?) Ansprechpartners für Beschwerdeführungen, der als
„Patientenanwalt“ fungiert.
- Vollständige Überprüfung der Kontrollmechanismen in den Heimen.
- Schnellstmögliche Herstellung von Transparenz bei allen patientenrelevanten Vorgängen, um
das Image des Unternehmens zu retten.
Zur Analyse der Misere der städtischen Altenhilfe stellen wir fest:
1) Die Altenhilfe ist als städtischer Eigenbetrieb nicht zu organisieren. Während andere Träger
sich halten und gute Ergebnisse zeigen, kämpft die Altenhilfe mit einer negativen
Umsatzrentabilität, die den städtischen Haushalt innerhalb von 6 Jahren mit 27 Mio. € belastet
hat! Das ist mehr als beispielsweise das Klinikum-Defizit …
2) Sanierungskonzepte wurden von PRO AUGSBURG in Serie vorgeschlagen gefordert, konnten
sich aber gegen eine merkwürdige Koalition von Rot, Grün und dem damaligen
Stiftungsreferenten Hermann Weber nicht durchsetzen.
-2-
Gemeinsame Pressemitteilung des Vereins und der Fraktion von PRO AUGSBURG, Seite 2 von 2
3) Wir haben in letzter Konsequenz die Gründung einer GmbH nach dem erfolgreichen Münchner
Vorbild, der Münchenstift GmbH, vorgeschlagen. Auf einem großangelegten Hearing im Rathaus
wurde die Münchner Erfolgsgeschichte präsentiert, die aber vom Personalamt der Stadt Augsburg
vehement und aus unserer Sicht unverantwortlich zurückgewiesen wurde.
4) Die von uns vorgeschlagenen Schließungen der Pflegestation des St. Jakob Stifts und des
Servatius Stifts wurden nicht umgesetzt. Damit wurden auch alle Planungen zur Auslastung des
neuen Hauses am Lechrain zu Nichte gemacht und sehentlich das nun hohe Defizit herbeigeführt.
5) Wir verzeichnen bei der gegenwärtigen Krise bei der Altenhilfe ein Versagen der politischen
Führung CSU und SPD und damit auch des verantwortlichen Sozialreferenten Dr. Stefan Kiefer.
Aus Sicht von PRO AUGSBURG zeigt sich auch hierbei das typisches Verhaltensmuster einer
„Großen Koalition“: Aussitzen statt Aufräumen.
PRO AUGSBURG fordert erneut (!) mittel- und langfristig die Durchführung folgender
dringender organisatorischer Maßnahmen:
- Gründung einer Altenhilfe GmbH und deren Organisation nach Vorbild der Münchenstift GmbH.
- Schließung von Kapazitäten, die am Markt nicht mehr benötigt werden.
- Moderne Arbeitsplätze für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
- Endlich ein beherztes Durchgreifen des Oberbürgermeisters gegen die Personalverwaltung und
das Stiftungsamt, die von 2008 bis 2014 eine sehr teure Misere in der Altenhilfe herbeigeführt
haben.
- Umstrukturierung der „Behörde“ Altenhilfe in ein modernes und zukunftsfähiges Unternehmen
(Privatisierung - allerdings mit erheblicher sozialer Komponente).
Mit freundlichen Grüßen,
Frank Dietrich
1 . Vorsitzender
PRO AUGSBURG e.V.
Beate Schabert-Zeidler
Fraktionsvorsitzende
PRO AUGSBURG
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
16
Dateigröße
69 KB
Tags
1/--Seiten
melden