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Future for Religious Heritage (FRH) - Landesheimatbund Sachsen

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Future for Religious Heritage (FRH)
The European network for historic places of worship
Internationale Tagung in Halle (Saale) 29. 10. – 1.11. 2014
Bewahrung und Nutzung von Gottesdienststätten im ländlichen Europa im 21. Jahrhundert
Sustaining Europe`s rural religious heritage
Presseerklärung
Eine kulturelle gesamtgesellschaftliche Herausforderung!
Die Erhaltung und Nutzung von Gottesdienststätten und ihrer Ausstattung, die bedeutendste
und zahlreichste Denkmalgattung Europas überhaupt, stellt eine der größten
gesellschaftlichen und denkmalpflegerischen Herausforderungen im 21. Jahrhundert dar. Den
größten Teil des religiösen Erbes bilden Dorfkirchen in den ländlichen Regionen. Wie schon
nach der Reformation im 16. Jh., der Säkularisierung im späten 18. und frühen 19. Jh. oder in
den Ländern Mittel- und Osteuropas im 20. Jh. werden Kirchen, Klöster, Kapellen und
Synagogen aufgegeben, geschlossen, für andere Zwecke benutzt oder gar abgebrochen und
gehen unwiederbringlich verloren. Heute geschieht dies, fast lawinenartig, in den
Niederlanden, zunehmend auch in Belgien. In Frankreich haben Staat und Kommunen, die
alle vor 1905 erbauten Kirchen und Kapellen besitzen, zunehmend Schwierigkeiten sie zu
erhalten. In Deutschland sind insbesondere moderne katholische Kirchenbauten von Aufgabe,
Schließung und Abbruch bedroht. In den einst kommunistisch regierten Ländern stellt die
Erhaltung vor allem von Dorfkirchen eine besondere Herausforderung dar.
In Deutschland konnten nach der Wiedervereinigung sehr viele Kirchen vom endgültigen
Verfall mit Hilfe von Bund und Ländern, Kirchen und Stiftungen, regionalen Fördervereinen
sowie vieler für Einzelkirchen gegründeter Fördervereine gerettet werden. In Frankreich
geschieht dies vor allem durch den Verein Sauvegarde de l'Art Francais, der das interessante
Projekt „La Grand Musée de France“ zur Rettung kirchlichen Kulturguts auf den Weg
gebracht hat.
Kann unsere Generation das religiöse Erbe Europas retten?
Dieser großen Frage widmet sich der 2010 in Canterbury gegründete Verband Future for
Religious Heritage (FRH). Er bildet mit seinem Sekretariat in Brüssel das einzige
europäische Netzwerk von staatlichen und religiösen Organisationen, Fördervereinen,
Verbänden, Stiftungen, Denkmalpflegern, Universitätsinstituten usw., die für den Erhalt
religiöser Gebäude und ihrer Ausstattungen in ganz Europa zusammenarbeiten. FRH selbst ist
eine gemeinnützige und überkonfessionelle Organisation. Die dritte große internationale
Tagung des europäischen Verbandes findet diesen Herbst in Halle (Saale) statt. Sie führt
Praktiker, Vertreter aller religiösen Gemeinschaften, der staatlichen Denkmalpflege, der
organisierten Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Bauforschung zusammen, die für die
Rettung und Förderung des religiösen Erbes engagieren und in ganz Europa arbeiten.
Was sind die Konferenzschwerpunkte?
Auch im 21. Jahrhundert sind in mehreren Ländern Europas Gottesdienststätten wie Kirchen,
Synagogen und Moscheen durch negative Einflussfaktoren zunehmend gefährdet. Gründe
dafür sind insbesondere demografische und säkularisierende Entwicklungen, interne Probleme
und Rückzug der kirchlichen Organisationen, fehlende Geldmittel, Verfall und
Vernachlässigung mangels Gemeinschaftsinteresse und physische Zerstörung wie z.B. durch
den Braunkohlenabbau. Es gibt aber auch aufgrund starken bürgerschaftlichen Engagements
zahlreiche positive Beispiele der Rettung, Erhaltung, Renovierung und erweiterten Nutzung.
Daher will die Konferenz gerade im Herzen des östlichen Deutschlands Experten und
Vertreter der verfassten und bürgerschaftlichen Organisationen aus europäischen Ländern
zusammenführen, um Erfahrungen auszutauschen, über ihre Arbeit und Projekte zu berichten
und über zukunftsweisende Ansätze nachzudenken.
(Programm siehe www.frh-europe.org)
Förderung und Mitgliedschaft sind willkommen!
Gefördert wird die Tagung vor allem durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Hedley
Foundation, das Land Sachsen-Anhalt und die Stadt Halle. Grußworte werden von der
Staatsministerin für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt, Frau Prof. Monika Grütters,
dem Kulturminister des Landes Sachsen-Anhalt Stefan Dorgerloh und dem
Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Anhalt gesprochen. Auch die
Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind beteiligt. An der Organisation
sind neben dem Sekretariat von Future for Religious Heritage (FRH) in Brüssel vor allem
folgende Vereine und Verbände beteiligt:
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Verband der Kirchbauvereine in Sachsen-Anhalt e.V,
der Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V,
der Förderkreis Alte Kirchen e.V, (Marburg)
der Landesheimatbund Sachsen-Anhalt,
die Katholische Akademie des Bistums Magdeburg in Halle.
Mit den internationalen Erfahrungen der Francke'schen Stitungen, der international bekannten
Händel-Festspiele, dem Sitz der Universität Halle-Wittenberg und ihres renommierten
kunstgeschichtlichen Instituts, dem Sitz des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie
Sachsen-Anhalt und des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt ist die Stadt Halle als
Treffpunkt und Tagungsort sehr gut geeignet. Im umliegenden ländlichen Raum sind viele
interessante, bedeutende historische Kirchen sowie einige wenige ehemalige Synagogen
erhalten. Auf der Exkursion werden Beispiele gelungener Rettung, Erhaltung, Renovierung
und erweiterter Nutzung sowie die erfolgreiche Arbeit örtlicher Vereine und Gruppen gezeigt,
ebenso auch Problemfälle. Insgesamt wird die Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern im
Rahmen einer organisierten Zivilgesellschaft wichtiges Thema der Tagung sein.
Vertreter aller religiösen und weltlichen Organisationen, Institutionen, Vereine und Verbände,
die sich dieser zukunftsweisenden Aufgabe verpflichtet fühlen, sind als Mitglieder von
Future for Religious Heritage (FRH) sehr willkommen!
(siehe: www.frh-europe.org)
gez. für FRH:
Angus Fowler;
Vorstandsmitglied des Förderkreises Alte Kirchen Marburg e.V., mail:
angus.fowler@btinternet.com
Dr. Uwe Otzen,
Vorstandsmitglied des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V., mail:
altekirchen@alice-dsl.ne
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Bildung
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