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Erweiterung der Universität St.Gallen Interview mit dem - zukunft hsg

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Quartierinformation der Universität St.Gallen
Erweiterung
der Universität
St.Gallen
Interview mit
dem Rektor
10 Jahre
Kinder-Uni
2
2014
1
Universität St.Gallen soll
mehr Raum erhalten
Aufgrund ihres dringenden Raumbedarfs soll die Universität
St. Gallen (HSG) bis ins Jahr 2025 erweitert werden. Am heutigen
Standort sollen die Universitätsbibliothek vergrössert und
mehr Lernplätze für Studierende geschaffen werden. Am Platztor
soll ein neuer Standort für Lehre und Forschung entstehen.
Kanton und Stadt unterstützen dieses strategische Vorhaben,
da es der HSG den nötigen Raum für ihre künftige Ent­wick­lung gibt, das Quartier Rotmonten entlastet sowie das östliche
Stadt­zentrum städtebaulich aufwertet.
Regierungsrat Stefan Kölliker, Vorsteher des Bildungsdepartementes,
strich im Rahmen einer Medienorientierung vom 3. November die Bedeutung der HSG hervor. Als eine der
führenden Wirtschaftsuniversitäten
Europas geniesse sie einen ausgezeichneten internationalen Ruf und
sei dank ihres weltweiten Netzwerkes für Kanton und Region St.Gallen
ein wichtiges Aushängeschild. Eine
zentrale Rolle komme ihr damit auch
in der Standortförderungspolitik
des Kantons zu. Überdies leiste sie
mit jährlich über 200 Millionen Franken einen beträchtlichen Beitrag zum
regionalen Volkseinkommen.
Infrastruktur hält mit Wachstum
nicht Schritt
Dieser gute Ruf habe in den vergangenen Jahren zu einem deutlichen
Wachstum der Studierendenzahl geführt, sagte HSG-Rektor Thomas Bieger. Weniger erfreulich sei die damit
verbundene, sich weiter verschärfende Raumnot. Zeitlich befristete
Provisorien sowie ausgedehnte Nutzungszeiten könnten das Missverhältnis von vorhandener Infrastruktur und Anzahl Studierender nicht
mehr ausgleichen.
2
Gelindert werden konnten die
Platzprobleme im Jahr 2011 mit der
Eröffnung der sanierten und erweiterten Universität, wodurch die
Raumkapazität auf rund 5000 Studierende stieg. Dieser Ausbauschritt
konzentrierte sich auf die Sanierung
und Erweiterung der «Förderer-Bauten» aus den 1960er Jahren. Das bestehende Bibliotheksgebäude aus
dem Jahr 1989 mit einer Kapazität für
3500 Studierende blieb hingegen unverändert. Gegenwärtig studieren jedoch insgesamt rund 8000 Studierende an der HSG (Stand September
2014). Der Universitätsrat rechnet
damit, dass sich bis ins Jahr 2020 das
Wachstum verflachen und die Studierendenzahl bei 8000 bis 9000 einpendeln wird.
Die akute Raumnot an der HSG betrifft nicht nur die Lehre und Forschung, sondern in besonderem Masse
auch die Bibliothek, wo es nicht
genügend Lernplätze für Studierende
gibt, sowie die Verwaltung. Vor
diesem Hintergrund wurden laut
HSG-Verwaltungsdirektor Markus
Brönnimann ein systematischer Planungsprozess gestartet und Strategien
entwickelt. Für den nächsten
Erweiterungsschritt wurden
folgende Grundsätze definiert:
Entwicklungsgrösse:
8000 bis 9000 Studierende
und rund 3000 Mitarbeitende
Campus-Gedanke:
Alle Räumlichkeiten sollen
innerhalb eines Perimeters von
15 Gehminuten erreichbar sein.
Konsolidierung:
Das Raum­a ngebot der HSG
soll in wenigen grösseren Liegenschaften konzentriert werden.
Forschungsnahes Lernen:
Die Universität ist Denkplatz und
Forum. Forschungs- und ­Lehr­raum sollen soweit möglich in
unmit­t elbarer Nähe liegen,
sodass der Austausch zwischen
diesen Bereichen gefördert wird.
Zeitlicher Horizont:
Die Erweiterung soll spätestens
im Jahr 2025 bezugsbereit sein.
Zwei Standorte als ideale Lösung
Auf Basis dieser Grundsätze wurde
der Raumbedarf der HSG ermittelt.
Es zeigte sich, dass eine Erweiterung
ausschliesslich am Standort Girtannersberg (Rosenberg) nur mittels einer
hochverdichteten Bauweise und
unter voller Ausschöpfung sämtlicher
dort verfügbaren Landreserven
möglich wäre. Um dies zu vermeiden,
auch damit künftige Generationen
noch über Landreserven verfügen,
sowie um das Quartier Rotmonten
zu entlasten, wurde für die Erweiterung ein zweiter Standort am Platztor
(beim Unteren Graben) geprüft, wie
Regierungsrat Willi Haag, Vorsteher
des Baudepartementes, festhielt.
Dies führte zu folgendem Lösungs-
Das Platztor Areal
ansatz: Am heutigen Standort soll
der Campus künftig für rund 5500
Studierende angelegt sein. Die Universitätsbibliothek soll vergrössert
werden, damit die Studierenden
mehr Arbeits- und Lernplätze erhalten. Auf dem städtischen Areal
Platztor ist ein neuer Standort für
Lehre und Forschung geplant mit
einer Kapazität für rund 3000 Studierende. Auch soll es dort für das
Vollzeit-MBA-Programm der Weiterbildung sowie für Drittnutzungen
Raum geben.
Aufgrund des aktuellen Projektstandes können die Gesamtkosten
des genannten Bauvorhabens noch
nicht näher beziffert werden. Neben
Kanton und Bund sollen sich auf
jeden Fall auch Donatoren sowie
Dritte an der Finanzierung beteiligen.
In der kantonalen Investitionsplanung ist für die Erweiterung der
Universität zurzeit ein kantonaler
Beitrag von 140 Millionen Franken
eingestellt.
Universität in die Stadt integrieren
Um das Projekt zu ermöglichen,
beantragt der Stadtrat dem Stadtparlament, das Areal Platztor dem
Kanton für die universitäre Nutzung zu verkaufen. Für St.Gallen
bedeute ein Universitätscampus
inmitten der Stadt eine interessante
Entwicklungsperspektive, sagte
Stadtpräsident Thomas Scheitlin.
Das neue Universitätsareal mit den
vielfältigen Nutzungen werde das
östliche Stadtzentrum aufwerten.
Es entstehe darüber hinaus die
Chance, die Universität stärker in
das städtische Leben zu integrieren.
Stadträtin Patrizia Adam betonte,
dass das Projekt selbstverständlich
auch städtebaulich und gestalterisch
hohen Ansprüchen genügen müsse.
Fortsetzung auf Seite 4
3
Das Areal Platztor soll als neuer Standort der Universität St.Gallen
für Lehre und Forschung zur Verfügung stehen. Der westliche Teil
des Gebietes ist im Eigentum der Stadt St.Gallen (grün umrandet),
die Parzellen im östlichen Teil bis Magniberg befinden sich in privatem
Eigentum. Im Sinne einer städtebaulich aufwertenden Überbauung soll
eine gemeinsame und ganzheitliche Planung erfolgen. Das zentral
gelegene Areal ist heute stark unternutzt und geprägt durch fragmentarische Einzelbauten und den markanten Kirchenbau, der sich
nicht im Inventar der schützenswerten Bauten befindet. Für die heutigen
Nutzungen werden je nach Bedürfnis Lösungen gesucht.
Der Girtannersberg in Rotmonten
Der neue Universitätscampus werde
standortgerecht mit hoher Dichte,
markanten Volumen, urbanem
Charakter, aber auch mit attraktiven
Freiräumen zu realisieren sein.
Beurteilungen des Sachverständigenrates für Städtebau und Architektur
hätten gezeigt, dass die Raumprogramme mit guten und quartierverträglichen Lösungen realisierbar sind.
Im Rahmen der späteren Sondernutzungsplanung und vor allem der Zonenplanänderungen sei die weitere
Mitsprache des Stadtparlamentes und
der Bürgerschaft zu den konkreten
Rahmenbedingungen gewährleistet.
Der Standort Platztor bringe zudem
Vorteile für die Quartiere Rotmonten
und Rosenberg, die vom Verkehr entlastet würden. Zudem könnten universitär genutzte Liegenschaften für
Wohnzwecke zurückgegeben werden,
4
was einer Forderung der Stadt
entspreche.
Die nächsten Schritte
Das Stadtparlament berät den
Grundstücksverkauf des Areals Platztor voraussichtlich an seiner Sitzung
vom 18. November 2014. Stimmt es
dem Verkauf zu, wird der Kanton
bis Ende 2015 die Projektdefinition
erstellen. Im Herbst 2016 soll die
auf dieser Basis erarbeitete Botschaft
an den Kantonsrat vorliegen. Bis
Herbst 2017 erfolgen das parlamentarische Verfahren sowie die Volksabstimmung. Bei einem zustimmenden
Volksentscheid kann im Jahr 2018
das Wettbewerbsverfahren beginnen.
Nach diesem Fahrplan soll die
erweiterte Universität im Jahr 2025
bezugsbereit sein.
Die Skizze zeigt das Areal Girtannersberg, das für die Erweiterungen
am Rosenberg zur Verfügung steht
(grün umrandet). Das Gebiet umfasst
die gesamte Geländekammer inklusive
der bestehenden Familiengärten und
des Naturgartens. Ziel ist es, ein
für die gesamte Campus­a nlage betrieblich sowie für das Quartier ortsbaulich
verträgliches Projekt zu entwickeln.
Die Projektentwicklung hat gezeigt,
dass eine Erweiterung ausschliesslich
am Standort Girtannersberg nur
unter Ausschöpfung aller verfügbaren
Landreserven möglich wäre. Eine
nachhaltige räumliche und quartierverträgliche Entwicklung ist nur
unter Einbezug eines zweiten Standortes möglich. Der Kanton als
Grund­e igentümer und Bauherr bekennt sich zu einer naturnahen und
gehaltvollen Aussenraumgestaltung,
um die Gesamtanlage aufzuwerten.
Teile des Naturgartens sollen in das
Aussenraumkonzept integriert
werden. Der Kanton ist zusammen
mit der Stadt St.Gallen bestrebt, die
­B etreiber der Familiengärten bei der
Suche nach anderen Standorten in der
Stadt zu unterstützen.
Auf der gemeinsamen Plattform
wollen Kanton, Stadt und Universität
laufend über das Bauprojekt
informieren und das Gespräch mit
der Bevölkerung pflegen.
www.zukunftHSG.ch
« Eine Investition in die Zukunft »
Thomas Bieger
Interview mit Thomas Bieger,
Rektor der Universität St.Gallen
Herr Bieger, weshalb braucht
die HSG eine Erweiterung?
Die HSG hat gesamthaft eine Kapazität für rund 5000 Studierende,
die Bibliothek ist nur für 3500 Studierende ausgelegt, und dies bei aktuell
rund 8000 Studierenden. Mit Provisorien und Anmietungen können
wir heute den Platzbedarf der Universität im Bereich der Lehrräume
über­brücken. Ungelöst sind die Kapazitätsprobleme bei der Bibliothek
und den Arbeitsplätzen für die Studierenden. Die Bewilligungen für
die Provisorien in der Lehre laufen
in rund zehn Jahren aus. Zudem gibt
es den Wunsch des Quartiers und der
Stadt, dass sich die HSG aus Wohnraum im Quartier zurückzieht, der
heute durch Institute genutzt wird.
Bei der Erweiterung der Universität
St.­Gallen streben wir eine integrierte
Lösung der Raumfragen mit Flexibilität und Optionen für die nächsten
Generationen an.
5
Wo hat die HSG heute den
­d ringendsten Handlungsbedarf?
Aktuell ist die Platznot in der
Bibliothek unser grösstes Problem.
Die Studierenden stehen oft schon
eine Stunde vor der Öffnung an,
um einen der Arbeitsplätze zu
­sichern. Besonders gravierend ist die
Platznot vor der Prüfungsphase,
weil die Bibliothek ein beliebter
Lernort ist. Nachdem in den
letzten Jahren das Wachstum der
Studierendenzahlen durch die
«Echo Boomers» getrieben wurde –
die Kinder der ­geburtenstarken «Baby-Boom-Generation» kamen
ins Studienalter – erwarten wir
aufgrund der demo­g rafischen Entwicklung eine Abflachung.
Mit dem Projekt soll deshalb kein
Kapazitätsaufbau auf Vorrat
betrieben werden, wir richten uns
auf eine Gesamtkapazität von 8000
bis 9000 Studierenden aus.
Weshalb wird an zwei Standorten
eine Erweiterung angestrebt?
Der Campus auf dem Rosenberg
wird mit einem Ausbau der Bibliothek inklusive Lernplätzen für
­Studierende ergänzt. Mit dem Standort Platztor und dem Campus auf
dem Rosenberg werden in Zukunft
die heutigen Provisorien wieder
­abgebaut. Wir werden auch Mietliegenschaften im Quartier sukzessive
abgeben können. Ziel der Erweiterung der Universität ist es, das
Raumangebot der HSG in wenigen,
aber dafür grösseren Liegenschaften
zu konzentrieren. Dies führt zu einer
Entlastung im Quartier. Der Campus
auf dem Rosenberg wird nach der
­Erweiterung eine Kapazität für
rund 5500 Studierende aufweisen.
Die ­Erweiterung auf dem PlatztorAreal ist eine Investition in die Zukunft und wird rund 3000 Studierenden Platz bieten.
Was bringt ein Ausbau der Region?
Die HSG ist die Universität des
Kantons St.Gallen und die einzige
Universität der Ostschweiz.
Als Universität für Wirtschafts-,
Rechts-, Sozialwissenschaften
und Internationale Beziehungen bietet
sie nicht nur S
­ tudierenden der Region eine qualitativ herausragende
Möglichkeit für Aus- und Weiterbildung, sie ist auch ein wichtiges
Aushängeschild für das Standortmarketing. Des Weiteren generiert
die HSG dank der Studierenden,
die sie von ausserhalb anzieht, wesentliche wirtschaftliche Effekte.
Aus jedem investierten ­Franken des
Kantons schafft die HSG einen Beitrag
von fünf Franken zum Volkseinkommen.
Schon 2010 ergab dies einen Betrag
von rund 200 Mio. Franken. Rund 2700
Personen arbeiten voll- und teilzeitlich
an der HSG.
Die Erweiterung der Universität
St. Gallen ist eine wichtige Investition
in den Bildungsstandort St.Gallen.
Der neue Standort Platztor ist zudem
als Stadtentwicklungsprojekt anzu­
sehen, welches das Areal aufwerten
wird. Zusätzlich ermöglicht dies eine
weitere Annäherung von Stadt und
Universität. Nicht zuletzt werden
durch einen Neubau in der Stadt die
Quartiere Rotmonten und Rosenberg
entlastet.
Entwicklung der Studierendenzahlen
Die Zahl der Studierenden an der
Universität St.Gallen ist in den vergangenen fünf Jahren von 6418 (Herbst
2009) auf 7666 (Herbst 2013) gestiegen.
Für das Herbstsemester 2014 haben
sich rund 8000 Studierende angemeldet
– die definitive Zahl der Immatrikulierten wird im Dezember 2014 feststehen. Bis ins Jahr 2020 wird erwartet,
dass sich dieses Wachstum verflachen
und die Studierendenanzahl auf
8000 bis 9000 einpendeln wird.
Es gibt mehrere Gründe für das
Wachstum der Studierendenzahlen:
An Schweizer Universitäten sind
grundsätzlich alle Personen, die eine
eidgenössisch anerkannte Maturität
bestanden haben, zu einem Studium
zugelassen. Das Schweizer Hochschulsystem möchte so allen die ­g leichen
Start-Chancen ermöglichen.
Aufgrund dieser Voraussetzungen
und demografischen Entwicklungen
gab es in den vergangenen Jahren
auch an der HSG zum einen mehr
Studienanfänger, zum anderen
mehr Quereinsteiger auf der Masterstufe.
Eine Beschränkung wäre nur über
einen Numerus Clausus (Kontingent­ierung der Studierendenzahl)
möglich und würde einen Bruch im
Schweizer Bildungssystem bedeuten.
Für aus­l ändische Studierende besteht
an der HSG seit den 1960er Jahren
eine ­B egrenzung auf 25 Prozent.
Deren Umsetzung läuft über eine
Zulassungsprüfung.
Doktorat
*Anmeldung für das
Master
Herbstsemester 2014
Bachelor
(provisorisch)
Assessment
Konzentration der Liegenschaften als Ziel
Die Universität St.Gallen ist seit 1963
auf dem Rosenberg beheimatet. Mit
der Sanierung und Erweiterung von
2006 bis 2011 konnte die Raum­
kapazität auf rund 5000 Studierende
erhöht werden. Um den universitären
Betrieb für die aktuell rund 8000
­Studierenden sowie die über 2700
Mit­a rbeitenden sicherzustellen,
wich die HSG bisher auf Provisorien
auf dem Campus sowie teils auch auf
abgelegene Mietliegenschaften im
Quartier und in Bahnhofsnähe aus.
Diese Massnahmen zeigten sich als
mittelfristig wirksam.
nicht ideal und belegen zudem
Wohnraum im Quartier. Einige Institute sind heute in kleinere und
voneinander abgelegene Liegenschaften
verstreut. Das erschwert den Wissensaustausch zwischen den Disziplinen
und lässt die Mitarbeitenden nicht
gleichermassen am Campusleben teilhaben. Eine räum­liche Konzentration
der Institute macht aus wirtschaftlicher
und logistischer Sicht Sinn. Für einen
Teil der Institute wurde diese Idee
bereits im Zentralen Institutsgebäude
(ZIG) umgesetzt, das sich zwischen
Bibliothek und Helvetia befindet.
Wirtschaftlich sinnvoll
Provisorien und Anmietungen im
Quartier bieten sich allerdings
nicht als langfristige Lösungen an.
Abgelegene Mietliegenschaften
sind logistisch sowie wirtschaftlich
aufwändig, von der Nutzung her
Langfristige Lösung
Langfristig verfolgt die HSG das
Ziel, eine Verdichtung der weiter
aussen gelegenen Mietliegenschaften
nach innen zu bewirken. Lehr-,
Forschungs- und Büroräume sollen
möglichst nah beieinander liegen
und einen Austausch ermöglichen.
Es wird langfristig eine Konzentration
auf grössere Standorte angestrebt
sowie die Abgabe von abgelegenen
kleineren Mietliegenschaften.
Durch die Auflösung der zahlreichen
Mietverhältnisse wird in Zukunft
Wohnraum freigegeben und das Quartier am Rosenberg entlastet
werden können.
Neues Institutsgebäude
An der Müller-Friedberg-Strasse 6 und 8
ist ein Ausbau des bestehenden, von der
Forschung genutzten Gebäudes geplant.
Mit dem Ausbau soll ein Institutsgebäude
in der Stadt realisiert werden, welches
voraussichtlich im Jahr 2017 in Betrieb
genommen werden kann. Damit soll ein
weiterer Schritt zur Konzentration der
bisher im Quartier Rotmonten verteilten
Institutsliegen­s chaften vollzogen werden.
6
HSG als Wertschöpfungsmotor
Die regionale Wertschöpfung gibt
Auskunft über den Wertzuwachs in
der Region, der durch die Universität
St.Gallen entsteht. Die Universität
leistet gemäss dem Regionalisierungsbericht 2010 einen Beitrag für die
Region Appenzell AR – St.Gallen –
Bodensee von 201 Mio. Franken. Dies
entspricht 874 Franken pro Einwohner.
Zum Vergleich: Pro Kantonsein­
wohner werden 80 Franken in die Universität investiert.
Mit mehr als 2700 Beschäftigten
gehört die Universität St.Gallen
zu den zehn grössten Arbeitgebern
im Kanton St.Gallen. Mehr als
zwei Drittel der Angestellten wohnen
in der Region. Durch Auftrags­
vergaben an regionale Unternehmen
generiert die HSG indirekt weitere
Arbeitsplätze. Effekte auf den Tourismus entstehen durch Übernachtungen
dank Kongressen, Tagungen,
Seminaren und Weiterbildungs­
angeboten. In ­St.Gallen und der
Region wird jede fünfte Logiernacht
durch die Universität ausgelöst.
Weitere Informationen über die regionalen
Effekte der HSG finden Sie unter folgendem Link:
www.unisg.ch/region
Die öffentliche
Universitäts­bibliothek
Prof. Elgar Fleisch an der Kinder-Uni im Jahr 2013
10 Jahre Kinder-Uni
Im Wintersemester 2003/04
startete die HSG als erste Universität
der Schweiz eine Kinder-Uni mit
der ­Vorlesung zum Thema «Woher
kommt das Geld?». Die Idee hinter
der Kinder-Uni liegt darin, Kindern
gesellschaftsrelevante Themen in
Ergänzung zum Schulstoff näher
zu bringen. Die Vorlesungen
ermöglichen den Schülerinnen und
Schülern einen Einblick in wirtschaftliche und juristische Themen,
den Kern­fächern der HSG.
Die Kinder-Uni wird jährlich an
vier Mittwochnachmittagen
ange­boten und feiert dieses Jahr ihr
zehnjähriges Bestehen. Im Herbst­
semester 2014 referieren HSGProfessorinnen und HSG-Professoren über Themen wie: «Macht der
7
Computer dumm oder schlau?»
oder «Wie entsteht eine Erfindung?
Daniel Düsentrieb und der iPod».
Das grosse Interesse zeigt sich in
den Besucherzahlen: das Jahr 2013
war mit über 2000 Schülerinnen und
Schülern ein Rekordjahr.
Die Universitätsbibliothek ist
hauptsächlich auf Medien zu Wirtschafts-, Rechts-, Sozial- und Kulturwissenschaften ausgerichtet. Die
HSG-­Bibliothek hat aber auch sprachund literaturwissenschaftliche
Werke, Belletristik, Hörbücher, DVDs
mit klassischen und aktuellen
Filmen und sogar eine kleine ComicSammlung. Zahlreiche Zeitungen
und Zeitschriften stehen für
alle Interessierten im Eingangsbereich
der Bibliothek zur Verfügung.
Für die Ausleihe von Büchern und
anderen Medien ist ein Bibliotheksausweis nötig. Dieser kann nach
Vorweis eines gültigen Personal­
ausweises kostenlos vor Ort bezogen
werden. Falls Hilfe für die Recherche
nötig ist, bietet die Bibliothek eine
Einführung an.
Weitere Informationen zur Kinder-Uni
finden Sie unter folgendem Link:
Bibliothek
Dufourstrasse 50
9000 St.Gallen
Telefon: 071 224 22 70
bibliothek@unisg.ch
www.biblio.unisg.ch
www.kinderuni.unisg.ch
Geschätzte Nachbarn
Die HSG hat eine grosse Bedeutung
für den Bildungsstandort St.Gallen
und ist ein wirtschaftlicher Faktor für
die Region. Die HSG ist erfolgreich
und zieht Studierende an. Dies hat
zusätzlich zur Demografie die Folge,
dass sie in den vergangenen Jahren
markant gewachsen ist und mehr
Raum benötigt. Für Sie, liebe Nachbarn,
macht sich das Wachstum natürlich
bemerkbar: es «menscheled», es wird
lauter und lebendiger im Quartier.
Bisher haben wir versucht, unseren
Raumbedarf mit provisorischen
­L ösungen zu überbrücken. Nun steht
eine langfristige Lösung in Aussicht,
mit der unsere Raumsituation
dauerhaft und für künftige Genera­
tionen sichergestellt werden kann.
Konkret entscheidet nun zunächst
die Politik und in einem zweiten
Schritt die Bevölkerung über eine
St.Gallen
ist für mich…
eine traditionsreiche
Stadt, der seit
jeher eine über­­regionale Bedeutung
zuge­schrieben wird.
Erweiterung der HSG sowohl auf
dem bestehenden Campus als auch
neu auf dem Platztor-Areal am
Unteren Graben. Diese Erweiterung
wird für die Quartiere Rotmonten
und Rosenberg positive Effekte bezüglich der Studierendenzahlen haben:
Der künftige Campus am « Girtannersberg» soll für rund 5500 Studierende ausgelegt sein, der Standort am
«Platztor» für rund 3000 Studierende.
Somit wird der neue Standort das
Quartier ent­l asten und das östliche
Stadtzentrum aufwerten.
Die Erweiterung an zwei Standorten
wirft viele Fragen auf, die wir zum
heutigen Zeitpunkt noch nicht alle
beantworten können. Zum Beispiel:
wo wird was gebaut und wie wird
es aussehen? Mir ist ­b ewusst, dass
dies auch bei Ihnen zu Fragen führt.
Es ist mir deshalb ein Anliegen, dass
die Öffentlichkeit und insbesondere
unsere Nachbarn über den Stand
der Dinge informiert sind. Gemeinsam
mit ­Kanton und Stadt haben wir die
Website www.zukunftHSG.ch
­geschaffen, welche aktuelle Infor­
mationen über dieses Bauvorhaben
liefert. Sie bietet Ihnen auch die
Möglichkeit, Fragen zu stellen zu
Themen, die Sie verunsichern, ärgern
oder Sie einfach brennend interessieren. Wir versuchen Ihnen, so gut es
geht, Antworten zu ­l iefern und mit
Ihnen zudem über die Quartierinformation im Austausch zu bleiben.
Markus Brönnimann
Universität St. Gallen
Dufourstrasse 50
9000 St. Gallen
markus.broennimann@unisg.ch
Agenda
Eine Auswahl
Abschiedsvorlesungen
Zukunft der Altersvorsorge:
Öffentliche Vorlesung
Haben wir auf Sand gebaut?
Wissenschaft und Gesellschaft:
Prof. Dr. Walter Ackermann
Von St.Gallen hinaus in die Welt
Dienstag, 18.11.2014, 18.15 Uhr,
Dr. Dieter Imboden
Raum HSG 09-010 (Audimax)
Donnerstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-114
Für den Besuch der Öffentlichen Vorlesungen
Sophie Kwisda (23), Studentin
6.11., 13.11., 20.11. und 27.11.2014
Die Uni
hat für mich…
eine doppelte
­Bedeutung: Sie ist mein
Arbeitsort und ein
belebender Bestandteil
des Quartiers.
Öffentliche Podiumsdiskussion
werden. Diese berechtigt zum Besuch aller
über Themen zum Abstimmungssonntag
Öffentlichen Vorlesungen im Herbst­s emester
vom 30.11.2014
2014. Hörerkarten können an der Kasse
Mit Jacqueline Fehr (SP), Brigitte Häber-
des Info-Desk im Hauptgebäude 01 gekauft
li-Koller (CVP), Karin Keller-Sutter (FDP)
werden oder per Einzahlungsschein,
und Natalie Rickli (SVP), Moderation
welcher sich in der Broschüre befindet, erwor-
Christine Maier
ben werden.
Dienstag, 11.11.2014, 20.15 Uhr, Raum HSG
Der Einzahlungsschein gilt als Hörerkarte.
09-010 (Audimax), Eintritt frei
Bestellungen Broschüre:
Öffentliche Vorlesung
kommunikation@unisg.ch
Jürg Roggenbauch (40),
wohnt und arbeitet in Rotmonten
Innovation: Wie Neues geschaffen, genutzt
Telefon: +41 (0)71 224 22 25
kann eine Hörerkarte für 20.— Franken gelöst
Universität St. Gallen (HSG), Kommunikation
Dufourstrasse 50, CH-9000 St. Gallen
Telefon: +41 (0) 71 224 22 25
kommunikation@ unisg.ch , www.unisg.ch
www.facebook.com/HSGUniStGallen
Titelbild: Hans Arp «Schalenbaum», beim Hauptgebäude
Universität St.Gallen (HSG), Kommunikation
und geschützt wird
Prof. Dr. Caspar Hirschi u.a.
Die vollständige Agenda finden Sie unter
Dienstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-012
folgendem Link:
11.11., 18.11., 25.11. und 2.12.2014
Öffentliche Vorlesung
Russlands Aussenpolitik. Eine neoimperiale Macht in Europas
Friedensordnung
Dr. Benno Ennker
Dienstag, 18.15 Uhr, Raum HSG 09-112
11.11., 18.11. und 25.11.2014
www.unisg.ch/oeffentlichesangebot
Stand: November 2014
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