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Einführung in den Forschungsprozess und die
Methoden der empirischen Kommunikations- und
Medienforschung
Überblick
20.10.2014
Forschungsprozess und Methoden
1
Vorläufige Planung
12.10.14
27.10.14
03.11.14
10.11.14
17.11.14
24.11.14
01.12.14
08.11.14
15.12.14
05.01.15
12.01.15
19.01.15
25.01.15
01.02.15
Was ist empirische Forschung? Wozu dient sie? Einführung und Überblick
Forschungsprozess als Abfolge von Entscheidungen
Ausfall wg. Kommissionsarbeit
Theoretische Konzeption I: Problem, dimensionale Analyse, Begriffe
Theoretische Konzeption II: Hypothesen
Versuchsplanung I: Forschungsdesign
Versuchsplanung II: Stichproben
Logik der Beweisführung: Modell Experiment
Methoden I: Beobachtung
Methoden II: Befragung
Methoden III: Inhaltsanalyse
Methoden IV: Methoden der Mediaforschung
Auswertungsstrategien, Darstellung von Forschungsergebnissen
Reserve; Klausurvorbereitung
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Forschungsprozess und Methoden
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Literaturempfehlungen
Atteslander, Peter (unter Mitarbeit von …): Methoden der empirischen Sozialforschung.
Berlin/New York: de Gruyter 2003 (10. Auflage)
Campus-Bibliothek: MR 2000 A884 (10)
Diekmann, Andreas: Empirische Sozialforschung. Grundlagen, Methoden,
Anwendungen. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt 2008 (19. Auflage)
Campus-Bibliothek: MR 2000 D 559 E5 (19)
Schnell, Rainer/ Hill, Paul B./ Esser, Elke: Methoden der empirischen Sozialforschung.
München/Wien: Oldenbourg: 1999 (6. Auflage)
Campus-Bibliothek: MR 2000 S359 M5 (6)
Brosius, Hans-Bernd/Koschel, Friedriek/Haas, Alexander: Methoden der empirischen
Kommunikationsforschung. Eine Einführung. Wiesbaden: VS 2008 (4. Auflage)
Campus-Bibliothek: AP12350 B874 (4)
Hinweis: Es gibt z.T. neuere Auflagen der genannten Titel. Bei Literaturhinweisen in dieser
Vorlesung wird auf die o.g. Auflagen Bezug genommen.
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Forschungsprozess und Methoden
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Weitere Hinweise
E-Mail: stiehler@uni-leipzig.de
Eine PDF-Version der aktuellen Vorlesung steht jeweils donnerstags vor der Vorlesung zum
Download zur Verfügung unter http://www.uni-leipzig.de/~stiehler/
Das Modul 1001 wird durch ein Tutorium begleitet. Dort können Sie u.a. Fragen zu dieser Vorlesung
klären und sich auf die Modulprüfung (=Klausur) vorbereiten. Nutzen Sie diese Möglichkeit.
Die Fragen am Ende jeder Präsentation dienen Ihrer Selbstkontrolle des Verständnisses der
Vorlesung und der Vorbereitung auf die Klausur.
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Forschungsprozess und Methoden
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Einführung in den Forschungsprozess und die
Methoden der empirischen Kommunikations- und
Medienforschung
Vorlesung 1:
Was ist empirische Forschung? Wozu dient sie?
Einführung und Überblick
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Forschungsprozess und Methoden
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Gliederung Vorlesung 1
0. Wozu das Ganze?
1. Worum geht es?
2. Zum Gegenstand der Vorlesung
2.1.
Was ist Forschung?
2.2.
Was ist empirische Forschung?
3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen wissenschaftlicher Forschung und
alltäglicher Wissensgewinnung
Literaturempfehlungen:
Brosius et al. 17-33
Diekmann 47-60
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Forschungsprozess und Methoden
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O. Wozu das Ganze?
Kenntnisse und Fähigkeiten des empirischen Forschens werden gebraucht
für:
o
wissenschaftliches Arbeiten allgemein (Denkweise, Systematik)
o
Beurteilung und Vermittlung von Ergebnissen der Medienforschung in der Praxis
o
Gestaltung von Kommunikationsprozessen (Prinzipien, aber keine „Kochbücher“)
o
Bachelor- und Masterarbeiten, universitäre Projekte, (journ. Recherche)
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Forschungsprozess und Methoden
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O. Wozu das Ganze?
Berufsfelder mit Bezug zur empirischen Forschung/Methoden
o
Journalismus/Medienproduktion: „Transfer“ von Ergebnissen, Betroffen-Sein von
Mediastudien, verallgemeinertes FeedBack
o
Medienmanagement: Daten als zentraler Mechanismus von Betriebsführung und
Controlling
o
Medienpolitik: Bewertung von Studien, praxisorientierte „Deutung“ von
Forschungsergebnissen
o
PR, Marketing, Werbung: datengestützte (Media-) Planung, Bewertung von
Forschungsergebnissen/Studien, Medienresonanz
o
Unternehmen, Parteien, Verbände, Ämter: Bewertung von Gutachten, Studien,
Befunden, praxisorientierte „Deutung“ von Forschungsergebnissen
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Forschungsprozess und Methoden
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1. Worum geht es?
1.1
Kommunikations- und Medienwissenschaft hat …
a) spezifische Gegenstände: Medien und (öffentliche) Kommunikation
b) (innere) Pluralität durch
unterschiedliche (Teil-)Disziplinen: KMW als „Sammelbecken“
unterschiedliches Methodenverständnis: qualitativ vs. qualitativ
unterschiedliche Lösungsansätze: Modelle von Kommunikation
unterschiedliche Forschungsprobleme: Mikro- vs. Makroebene
unterschiedliche Praxisbezüge (Journalismus, PR, Management …)
c) spezifische Sichtweisen und (methodische) Traditionen
Kommunikationswissenschaft: sozialwissenschaftlich
Medienwissenschaft: geistes-/kulturwissenschaftlich
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Forschungsprozess und Methoden
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1. Worum geht es?
1.2
Wir betreiben M E T H O D O L O G I E (eine Art „Handwerkskunde“)
Definition:
Lehre von den in den Einzelwissenschaften
angewendeten Methoden
Bestandteile:
Forschungslogik
Was sind „Daten“ (für eine bestimmte Theorie?)
Wie läuft Forschung ab? Was ist ein Beweis?
Welche Standards/Kriterien gibt es für „gutes Forschen“?
Methodik
Welche Methoden gibt es? Wozu sind sie (nicht) geeignet?
Gibt es Standardinstrumente?
abhängig vom: Forschungsgegenstand (Kommunikation = kommunikative
Aktionen und Sinnstiftung/Realitätskonstruktionen)
allgemeine Methodologie der (Sozial-) Wissenschaften
Wissensstand (Exploration vs. Theorieprüfung)
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Forschungsprozess und Methoden
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2.
Zum Gegenstand der Vorlesung
2.1.
Was ist Forschung?
→ Forschung ist die Anwendung von Methoden
Definition Methode:
aus dem Griechischen (methodos: „das Nachgehen, der Weg zu etwas hin“)
ein nach Mittel und Zweck planmäßiges Verfahren zur Lösung von theoretischen und
praktischen Aufgaben
1. Alle sind Forscher – mit jeweils eigenen „Regeln“
Polizei, Informationsdienste … forschende Unternehmen … Wissenschaft … Alltag
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Forschungsprozess und Methoden
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2.1. Was ist Forschung?
2. Forschung ist Tätigkeit und daher Eingriff in Realität
Konstruktion einer eigenen „Realität“: Labore (Versuchsanordnungen, Isolation
von Merkmalen oder Substanzen), besondere Berechnungsverfahrungen
(Wahlforschung: Sonntagsfrage)
methodisches Problem: Reaktivität – d.h. die „Wirklichkeit“ (z.B. „die Leute“)
reagiert auf das „Erforscht-Werden“
3. Die Methoden produzieren die Forschungsergebnisse: Methoden filtern aus der
Wirklichkeit bestimmte Merkmale heraus.
methodisches Problem: Gütekriterien (Standards)
*
*
*
Validität (Gültigkeit)
Reliabilität (Zuverlässigkeit)
Objektivität (intersubjektive Stabilität und Nachprüfbarkeit)
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Forschungsprozess und Methoden
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2.1. Was ist Forschung?
→ wissenschaftliche Forschung ist regelgeleitete, kontrollierte
Wissensgewinnung
Kontrolle: Verfahren, Instrumente
Systematik: begründete Abfolge der Lösungsschritte, Konsistenz
Nachvollzug: Begründung und Dokumentation
Forschung folgt einer (bestimmten, vorher festgelegten, aber nicht
unbedingt universellen) Methodologie (vs. „anything goes“)
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Forschungsprozess und Methoden
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2.
2.2.
Zum Gegenstand der Vorlesung
Was ist empirische Forschung?
Definition:
Empirie (aus dem Griechischen: „erfahren, kundig“)
= Sinneserfahrung, „Daten“
1.
Zwei Bedeutungen des Empirie-Begriffs
wissenschaftslogisch: Daten, „Material“
ontologisch: Substanz, „kommunikative Realität“
→Empirische Medienforschung zielt auf das tatsächliche Funktionieren
medial vermittelter Kommunikationsprozesse (tatsächlich = nichtspekulativ)
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Forschungsprozess und Methoden
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2.2.
Was ist empirische Forschung?
2. Zwei Aufgaben empirischer Kommunikations- und Medienforschung
Beschreiben von Kommunikationsprozessen, z.B. durch
Rückmeldung (feed back)
Klassifikationen, Typologien der Medien, Nutzer usw.
Erklärung von Kommunikationsprozessen, vor allem durch
Entwicklung und Prüfung von Theorien
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Forschungsprozess und Methoden
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2.2. Was ist empirische
Forschung?
Methoden der
Kommunikationswissenschaft
Abbildung aus: Brosius/
Koschel/Haas (2008: S. 21)
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Forschungsprozess und Methoden
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2.2.
Was ist empirische Forschung?
3. Zwei Probleme der empirischen Forschung
Erfahrung ist an eigenes Handeln gebunden
Erfahrung ist aktives Wahrnehmen von Bedeutungen
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Forschungsprozess und Methoden
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3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen wissenschaftlicher
Forschung und alltäglicher Wissensgewinnung
Ziel:
Gesetz(mäßigkeit)
vs. Orientierung
Kontext:
handlungsentlastet
vs. handlungsgebunden
Selbstkontrolle:
Pflicht
vs. Zweck
Vorgehen:
systematisch
vs. (rel.) zufällig
Ergebnis:
Wahrheit
vs. Plausibilität
Theorie-Empirie-Verhältnis:
explizit
vs. implizit
Haltung zum Gegenstand
kritische Distanz
vs. Nähe
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Forschungsprozess und Methoden
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Übungsfragen
Was verstehen Sie unter Methodologie?
Nennen und erklären Sie zwei Eigenarten von Forschung!
Was zeichnet empirische Forschung aus?
Erläutern Sie jeweils zwei Unterschiede und Gemeinsamkeiten, die zwischen
wissenschaftlicher Forschung und alltäglicher Wissensgewinnung bestehen!
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Forschungsprozess und Methoden
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