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Kapitalmarkt Kompakt - Sparkasse Goslar/Harz

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Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 43 - 47. Woche 2014
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
AKTIEN EUROLAND
DAX
9.253
-0,42%*
16.290
+0,49%*
TecDAX
1.264
+0,58%*
Euro
EuroStoxx50
3.060
-0,16%*
MDAX
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
AKTIEN INTERNATIONAL
MSCI World
1.717
+0,60%*
Dow Jones
17.635
+0,35%*
Nikkei 225
17.491
+3,62%*
* Veränderung ggü. Vorwoche
Quelle: Thomson Reuters
Die Konsolidierung an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten setzt sich
fort. Vor allem wieder aufkommende Konjunktursorgen drückten die Stimmung. Auslöser waren deutlich reduzierte Wachstumsschätzungen für
Deutschland durch die fünf „Wirtschaftsweisen“. Auch die – allerdings wie erwartet – schwach ausgefallenen Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts des dritten Quartals in Deutschland und in der Euro-Zone passten in das
gegenwärtig trübe Bild. Einen gewissen Gegenpol bildeten neue Indexrekorde
in den USA. Die Berichtssaison der Unternehmen für das dritte Quartal erreichte in der abgelaufenen Woche einen letzten Höhepunkt. Erneut gab es dabei
einige Enttäuschungen, insgesamt überwogen aber zuletzt die positiven Berichte. Zwar ist die Berichtssaison noch nicht abgeschlossen, die Mehrzahl der
großen Unternehmen hat aber inzwischen berichtet, und die noch ausstehenden Zwischenberichte haben wohl kaum das Zeug, den Markt noch nennenswert in die eine oder andere Richtung zu bewegen. So werden sich die Marktteilnehmer wieder verstärkt anderen Themen wie der Wirtschaftsentwicklung,
der Politik der Notenbanken und den zahlreichen geopolitischen Krisen zuwenden. Ein schnelles Ende der konjunkturellen Schwächephase ist nicht in
Sicht. Daran dürften auch die Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs auf
dem jüngsten G20-Gipfel in Australien zur Ankurbelung der Wirtschaft wenig
ändern. Eher noch könnten weitere geldpolitische Lockerungen durch die EZB,
die japanische oder die chinesische Notenbank den Aktienmärkten neue Impulse geben. Störpotential geht dagegen unverändert von den weltweiten
Krisenherden aus, wobei insbesondere die andauernden Kämpfe in der Ostukraine ein Risiko darstellen. Ein Umfeld, in dem die Entwicklung an den Börsen
eine klare Tendenz aufweisen könnte, ist dies nicht. Erst mittelfristig rechnen
wir bei Anzeichen für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage mit einem
erneuten Anlauf des DAX auf die Marke von 10.000 Punkten.
Zum Start der neuen Woche sind die internationalen Aktienmärkte unter gewissen Druck geraten. Die Marktteilnehmer machen sich wieder verstärkt Sorgen um erhöhte geopolitische Risiken. Auf dem G20-Gipfel in Brisbane sind die
Gespräche Russlands mit dem Westen nämlich ins Stocken geraten. Wladimir
Putin reiste vorzeitig aus Australien ab. Die russische Presse berichtete davon,
dass der Kreml-Chef die Diskussionen in Brisbane negativ zu sehen scheint.
Die westlichen Politiker haben Putin in Brisbane offenbar vorgeworfen, dass
Russland die Separatisten im Osten der Ukraine auch militärisch unterstütze.
Die Bedenken an den Finanzmärkten um eine weitere Verschärfung des Konflikts in der Ukraine wirken über eine erhöhte Risikoprämie und Sorgen bezüglich von negativen Effekten auf die Weltwirtschaft natürlich belastend auf die
Kurse der Dividendenpapiere. Das angespannte geopolitische Umfeld drückt
aber auch die Renditen sicherer Staatsanleihen, was dann wieder eine positive
Wirkung auf den Aktienmarkt hat. Der Zins von 10jährigen US-Staatsanleihen
notiert aktuell im Bereich von 2,3% – und damit in Sichtweite der Dividendenrendite des S&P 500, die auf Basis der Konsensdividendenschätzung für 2015
knapp oberhalb von 2,1% liegt. Fallende Aktienpreise und steigende Kurse von
US-Staatsanleihen würden somit zu einer Angleichung beider Größen führen!
In dieser Woche werden in den USA eher Wirtschaftsdaten aus der zweiten
Reihe veröffentlicht. Highlight der Woche dürften die Zahlen zum PhiladelphiaIndex sein. Neben dem Headline-Index wird hier auch auf die beiden Preiskomponenten zu achten sein, welche Rückschlüsse bezüglich der Preisüberwälzungsspielräume der befragten Unternehmen erlauben, was interessante Informationen über die zu erwartende Gewinnentwicklung liefern kann. Die negativen Nachrichten zum japanischen BIP im dritten Quartal – statt der vom
Konsens erwarteten +0,5% Quartalswachstum waren es plötzlich -0,4% –
brachten die asiatischen Börsen heute Morgen unter Druck. Immerhin zeugt
das thailändische BIP von einer Erholung. Auch wenn der Nikkei225 heute um
fast 3,0% einbrach, reichte es im Wochenvergleich noch für einen 2,8% Zugewinn in Tokio. Die anderen asiatischen Märkte haben dies nicht vermocht. Korea, Hong Kong, Malaysia, Taiwan und Thailand melden Verluste, Mumbai und
Singapur können sich gerade noch in den positiven Bereich retten.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
Seite 1
Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 43 - 47. Woche 2014
Ein Service Ihrer Sparkasse in Zusammenarbeit mit der Norddeutschen Landesbank
FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE
Ø-Rendite
Öffentl. Anl.
0,65%
(0,70%)*
* Wert Vorwoche
Quelle: Deutsche Bundesbank
Die Deutsche Wirtschaft ist im III. Quartal mit 0,1% Q/Q nur leicht gewachsen.
Dabei leisteten vor allem der Private Konsum, aber auch wieder anziehende
Exporte einen positiven Wachstumsbeitrag, während die Investitionen nach
wie vor ein Sorgenkind bleiben. Eurostat lieferte gleichentags die Zahlen für
die Eurozone im III. Quartal: Die Wirtschaft wuchs um 0,2% im Quartalsvergleich. Einzig Italien lieferte einen negativen Beitrag zu diesem Wachstum.
Bemerkenswert ist die Belebung in Griechenland mit +0,7% Q/Q und ebenfalls
der überraschend positive Beitrag Frankreichs von immerhin +0,3% Q/Q. Trotz
der erfreulichen Pluszeichen sollte dennoch bemerkt werden, dass die Entwicklung insgesamt alles andere als dynamisch ist. Die Kapazitäten sind nach
wie vor unterausgelastet, und die Output-Lücke wird sich unserer Ansicht nach
in den kommenden Monaten ausweiten. Dies bedeutet, dass die Inflation eher
nicht an Fahrt aufnimmt, und so tragen die BIP-Zahlen dazu bei, den Handlungsdruck auf die EZB zu erhöhen. Die leicht besser als erwarteten Meldungen
zum deutschen BIP konnten dem Bund Future zum Ende der Woche keine
neuen Impulse vermitteln. Das Rentenbarometer notiert weiterhin in einem
Aufwärtstrend, der durch eine sehr enge Tagesvolatilität gekennzeichnet ist. In
der Regel spricht ein solches Marktverhalten für einen ausstehenden Bewegungsimpuls. Wir gehen davon aus, dass der Dezember-Kontrakt „Kraft sammelt“ für einen erneuten Test der Oktober-Höchststände bei 152,49. Per Handelsschluss Freitag notierte der Bund Future bei 151,74. Zum Wochenauftakt
hat der aktuelle Kontrakt bereits kurzfristig das Niveau von 152,00 übertroffen.
Zehnjährige Bundesanleihen rentieren aktuell bei 0,768% und zweijährige
Papiere um -0,046%. Der 10Y2Y-Spread hat sich bei 81 BP eingependelt. Damit
ist die deutsche Zinsstrukturkurve im angegebenen Laufzeitenbereich so flach
wie zuletzt Mitte Oktober. Zum Jahresbeginn war die Differenz zwischen zweiund zehnjährigen Papieren noch bei 173 BP. In der kommenden Woche werden
die europäischen Investoren vor allem auf den ZEW-Index am Dienstag und die
Markit PMIs am Donnerstag schauen. Die Rendite von Anleihen der europäischen Peripherie reduzierte sich gestern leicht. Spanische 10Y-Obligaciones
notieren bei 2,12% (Spread zu Bunds: 134 BP), und italienische BTPs rentieren
um 2,34% (Spread zu Bunds: 156 BP). Während am Freitag am Primärmarkt nur
Großbritannien mit Geldmarktpapieren aufwartete, stehen für den heutigen
Montag fünf- und zehnjährige Anleihen aus Belgien in der Pipeline. Zudem sind
sowohl die Niederlande als auch Frankreich am Geldmarkt aktiv.
Anleihe
Bund 2 Jahre
Rendite in %
-0,04
Bund 5 Jahre
0,04
Bund 10 Jahre
0,75
Quelle: Thomson Reuters, Stand 14.11.2014
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Redaktionsschluss: 17.11
17.11.2014.
.11.2014. Die Marktvergleiche beziehen sich auf den Zeitraum vom
07.11.2014
07.11.2014 bis 14.11
14.11.2014.
.11.2014.
Wir bitten um Beachtung der besonderen Hinweise auf der letzten Seite.
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Kapitalmarkt Kompakt
Nr. 43 - 47. Woche 2014
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Wichtige Hinweise
Die vorstehende Studie ist erstellt worden von der NORDDEUTSCHEN LANDESBANK GIROZENTRALE („NORD/LB“). Die NORD/LB untersteht
der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Soweit Ihnen diese Studie durch Ihre Sparkasse oder Landesbank überreicht worden ist, unterliegt auch diese Sparkasse oder Landesbank der Aufsicht der BaFin. Eine Überprüfung oder Billigung dieser Studie
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Diese Studie richtet sich ausschließlich an Empfänger innerhalb der Bundesrepublik Deutschland (nachfolgend als “relevante Empfänger”
bezeichnet). Die in dieser Studie untersuchten Finanzinstrumente und Werte sind nur für die relevanten Empfänger verfügbar. Zudem dient
diese Studie allein Informationszwecken und stellt insbesondere kein Angebot zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung irgendeines Anlagetitels dar. Alle hierin enthaltenen tatsächlichen Angaben, Informationen und getroffenen Aussagen basieren auf Quellen, die von uns für zuverlässig erachtet wurden. Da insoweit allerdings keine neutrale Überprüfung dieser Quellen vorgenommen wird, können wir keine Gewähr
oder Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der hierin enthaltenen Informationen übernehmen. Die aufgrund dieser Quellen
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Die Bewertung einzelner Finanzinstrumente aufgrund der historischen Entwicklung lässt sich nicht zwingend auf die zukünftige Entwicklung übertragen. Vielmehr können etwa Fremdwährungskurse oder ähnliche Faktoren negative Auswirkungen auf den Wert von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten haben. Dementsprechend ist eine Änderung unserer Meinung jederzeit möglich, ohne dass diese
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sichert die vertrauliche Behandlung sensitiver Informationen mittels organisatorischer Vorkehrungen (z.B. Beobachtungsliste, Handelsverbote) und steuert eine evtl. erforderliche bereichsüberschreitende Informationsweitergabe (kontrolliertes wall-crossing); damit soll u. a.
verhindert werden, dass vertrauliche Informationen an Bereiche weitergegeben werden (z.B. Research), die nur öffentlich zugängliche Informationen verwenden dürfen. Die Compliance-Stelle ist auch in den Prozess zur Erstellung einer Finanzanalyse eingebunden. Sollten
hierbei Umstände oder Beziehungen bekannt sein, die die Unvoreingenommenheit der Finanzanalyse beeinträchtigen könnten, werden sie
von der Compliance-Stelle zusammengeführt und nach Beendigung der Analysetätigkeit zugesteuert. Eine nachträgliche Änderung einer
Finanzanalyse kommt nur nach Einbindung der Compliance-Stelle in Betracht, wenn sichergestellt ist, dass die Kenntnis dieser Interessenkonflikte das Ergebnis der Studie nicht beeinflusst. Darüber hinaus kontrolliert Compliance täglich die Transaktionen der Bank und ihrer
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Redaktionsschluss: 17. November 2014
Redaktion: NORD/LB Hannover, Research, Thorsten Strauß
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