close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

ideas - monatliches Magazin (4,64MB) - Zertifikate-Commerzbank

EinbettenHerunterladen
ideas
November 2014 | Ausgabe 151
www.ideas.commerzbank.de
Werbemitteilung
Anlageideen für Selbstentscheider
Alibaba erobert die Wall Street
Anzeichen für eine neue Börsenblase?
» Im Interview: Ronny Steigemann, Director Product Management OnVista.de
8
Titelthema: Alibaba erobert die Wall Street – Anzeichen für eine neue Börsenblase?
14 Interview: Ronny Steigemann,
32 Währungsstrategie: US-Notenbank Fed –
Director Product Management OnVista.de
4 Aktuelles
6 Marktbericht
DAX geht in die Knie
8 Titelthema
Alibaba erobert die Wall Street –
Anzeichen für eine neue Börsenblase?
14 Interview
»Unsere Nutzer wünschen
professionelle Entscheidungshilfen«
17 Messen, Börsentage & Seminare
Commerzbank Derivate-Experten
vor Ort
18 Technische Analyse
S&P 500 und DAX
2
Wenig Angst vor starkem US-Dollar
22 Akademie
Volatilität – Gradmesser für das Risiko
24 Trader 2014
DAX sorgt für Wirbel im Börsenspiel
26 Allianz
Solide und gut aufgestellt
29 Direktbroker
2,90 Euro-»Flat Fee« bei Cortal Consors
30 Aktienstrategie
DAX-Korrekturen: Kaufgelegenheiten
im Szenario einer Wachstumsdelle
32 Währungsstrategie
US-Notenbank Fed: Wenig Angst
vor starkem US-Dollar
34 Rohstoffstrategie
Schwache europäische Gasnachfrage
bremst Preis
38 Pinnwand
Pressestimmen,
Free Trade-Aktionen und
Buchbesprechung
40 Terminkalender
Die wichtigsten Termine auf
einen Blick
41 Disclaimer/Kontakt/Impressum
42 Bestellkupon
INHALT / EDITORIAL
Alibaba erobert die Wall Street –
Anzeichen für eine neue Börsenblase?
In den vergangenen Wochen geisterte der Name »Alibaba« durch die gesamte
Wirtschaftspresse, denn der 1999 gegründete chinesische Online-Handelskonzern hatte am 19. September einen fulminanten Börsenstart hingelegt. Noch
nie haben sich die Anleger an der New Yorker Weltleitbörse um neue Aktien
so gerissen wie um die des chinesischen Online-Händlers Alibaba. Es war der
größte Börsengang aller Zeiten! Mehr als zwei Stunden hatte es gedauert, bis
der erste Kurs feststand.
Der Erstausgabepreis lag bei 68 US-Dollar je Anteilschein und dieser sprang
zeitweise um rund 50 Prozent in die Höhe. Die Aktie ging letztendlich mit einem
Kurs von 93,89 US-Dollar aus dem Handel. Über 230 Milliarden US-Dollar
beträgt der Börsenwert des chinesischen Online-Händlers und dieser etabliert
sich damit nahe den Top Ten der wertvollsten Konzerne weltweit.
Nun stellt sich die Frage, ob die hohe Bewertung der Alibaba-Aktie überhaupt
gerechtfertigt ist. Denn in diversen amerikanischen Medien klingt es oft so,
als wäre Alibaba ein schwankendes Konstrukt, das zur nächsten Börsenblase
führen könnte. Doch schaut man sich das Konzept des Unternehmens einmal genauer an,
sieht es sehr viel stabiler und beständiger aus als vermutet. Für nicht chinesische Anleger
ist das Geschäftsmodell eher schwer zu durchschauen. Alibaba hat Beteiligungen an vielen
Unternehmen unterschiedlichster Branchen, was den Konzern unübersichtlich erscheinen
lässt. Doch diese Beteiligungen sorgen auch für die äußerst positive Bilanz. Mit der
Diversifizierung macht sich Alibaba tendenziell branchenunabhängig.
Erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe mehr über den Internetriesen und was das billionenschwere Unternehmen für die Konkurrenten Amazon und eBay für die Zukunft bedeutet.
Sind die Spekulationen über eine mögliche Börsenblase gerechtfertigt? Oder ist gar der
langfristige Haussetrend an den Aktienmärkten in Gefahr?
Neben den Einblicken rund um den größten Börsengang aller Zeiten finden Sie in der
vorliegenden Ausgabe weitere Beiträge unserer Produktmanager sowie Aktien- und
Währungsanalysten. Spannende Themen wie »DAX-Korrekturen: Kaufgelegenheiten im
Szenario einer Wachstumsdelle«, »US-Notenbank Fed: Wenig Angst vor starkem US-Dollar«,
»Allianz – Solide und gut aufgestellt« und »Volatilität – Gradmesser für das Risiko«
warten auf Sie.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen der aktuellen Ausgabe!
Laura Schwierzeck
Chefredakteurin
3
AKTUELLES
Zehn Jahre World of Trading!
2014 feiert die World of Trading ihr zehnjähriges Jubiläum. Sowohl für TradingEinsteiger als auch für fortgeschrittene
und erfahrene Trader bietet die World of
Trading ein passendes Umfeld, um sich
über die Neuigkeiten der Branche zu infor-
mieren und in verschiedenen Themen
weiterzubilden. Im Vordergrund stehen
dabei das Treffen und der Austausch mit
erfahrenen Profis, Referenten, Ausstellern
und anderen Besuchern. Lassen Sie sich die
erfolgreichste Trading-Messe im deutsch-
Besuchen Sie uns auf der World of Trading in Frankfurt
sprachigen Raum nicht entgehen und
freuen Sie sich heute schon auf zahlreiche
Seminare, die große Fachausstellung, das
Live-Trading-Event, Podiumsdiskussionen
und vieles mehr. Das CommerzbankDerivateteam freut sich auf Ihren Besuch!
Wir laden Sie zur World of Trading
2014 ein und schenken Ihnen einen
Seminargutschein im Wert von 15,00
Euro (einlösbar bei allen Seminaren,
die im Rahmen dieser Messe angeboten werden).
Öffnungszeiten der Fachausstellung:
Freitag, 21. November 2014: 9.30 –18.00 Uhr
Samstag, 22. November 2014: 9.30 –17.00 Uhr
Wo: Forum der Messe Frankfurt,
Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main
Bühnenvorträge: Kapitalmarkttrends, technische
Markteinschätzung & aktuelle Anlagestrategien
(Thomas Timmermann, Bereichsleiter Asset Management IB der Commerzbank)
• am 21. November 2014 um 16.00 Uhr
Jetzt hier unverbindlich für kostenlosen
Eintritt registrieren und Seminargutschein sichern!
www.wot-messe.de/messepartner/
commerzbank
Weitere Informationen unter: www.wot-messe.de
Neustart beim Börsentag Frankfurt –
Traditionsreicher Standort wird mit BVH wiederbelebt
Der Börsentag Frankfurt ist zurück! Einer
der traditionsreichsten Börsentags-Standorte wird 2014 wiederbelebt. B2MS, Veranstalter des Anlegertages Düsseldorf
sowie der Börsentage in Dresden und
Berlin, wird ab sofort die Organisation
des Frankfurter Börsentages übernehmen.
Präsentiert wird die Veranstaltung vom
Bundesverband der Börsenvereine an
deutschen Hochschulen (BVH) e.V.
Zentrumsnah in der Alten Börse/IHK,
direkt am Börsenplatz, reich an aktuellen
Informationen rund um die Geldanlage
und wie immer kostenfrei für Besucher
– das zeichnet den Börsentag Frankfurt
auch weiterhin aus.
Besuchen Sie uns auf dem Börsentag in Frankfurt
Wann
Samstag, 29. November 2014, 9.30 bis 17.00 Uhr
Wo
Alte Börse/IHK, Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt am Main
Vortrag
Aktuelle technische Lage auf den internationalen
Finanzmärkten
(Herr Achim Matzke, Leiter Technische Analyse & Index
Research der Commerzbank AG)
• um 13.00 Uhr
Weitere Informationen
unter
4
EI
EINTRITT KOSTENFR
www.boersentag-frankfurt.de
AKTUELLES
DDV-Umfrage: Immer mehr Anleger
informieren sich im Netz
Private Investoren setzen vor einer Anlageentscheidung vor allem auf Informationen
aus dem Internet. Das zeigt die aktuelle
Trendumfrage des Deutschen Derivate
Verbands, die gemeinsam mit sechs großen Finanzportalen durchgeführt wurde.
Beim Kauf eines Finanzprodukts beziehen
67 Prozent der Befragten die entscheidenden Anlageinformationen von unabhängigen Finanzportalen oder von den Internetseiten der Emittenten. 13 Prozent der
Teilnehmer informieren sich bei ihrem
persönlichen Bankberater, bevor sie eine
Anlageentscheidung treffen. Fast ebenso
viele nutzen Zeitungen und Zeitschriften
als Hauptinformationsquelle. 7 Prozent
ziehen Newsletter als Hauptinformationsquelle heran.
»Internetaffine Anleger greifen natürlich
zuallererst auf Echtzeit-Informationen
zurück. Allerdings bringt die digitale Welt
nicht nur Vorteile. Häufig ist es schwierig,
relevante und verständliche Hintergrundinformationen für eine Anlageentscheidung herauszufiltern. Jeder Anleger kann
sich jedoch zunächst am Produktinformationsblatt orientieren. Hier erfährt er auf
maximal drei Seiten alles Wesentliche
über die Strukturmerkmale, die Risiken
und Chancen eines Finanzprodukts. Darüber hinaus sollten Anleger aber die Hintergrundinformationen einer fundierten
Berichterstattung in Zeitungen und Magazinen keinesfalls unterschätzen«, so Lars
Brandau, Geschäftsführer des Deutschen
Derivate Verbands.
Beim Kauf eines Finanzprodukts vertraue
ich in erster Linie auf Informationen:
7,3 %
8,0 %
12,6 %
59,4 %
12,7 %
von unabhängigen Finanzportalen
von meinem Bankberater/Anlageberater
von Zeitungen und Zeitschriften
von den Internetseiten der Emittenten
von Newslettern
Stand: 9. Oktober 2014
Quelle: Deutscher Derivate Verband (DDV)
Weitere Informationen finden Sie auf der DDV-Webseite unter www.derivateverband.de.
Neue Basiswerte im Angebot:
Zalando und Rocket Internet
Pünktlich zum Börsengang von Zalando
und Rocket Internet hat die Commerzbank
verschiedene Produkttypen auf den Markt
gebracht, um Ihr persönliches Risiko- und
Renditeprofil umzusetzen. Ganz gleich, ob
Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und
kurzfristige Marktveränderungen setzen
möchten oder mit Anlageprodukten eine
intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank
werden Sie fündig. Ein Überblick über
das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur
Verfügung.
Kurzprofil: Zalando
Kurzprofil: Rocket Internet
Zalando ist ein Online-Versandhändler für Schuhe
und Mode. Zalandos Angebot reicht von bekannten
Trendmarken bis hin zu gefragten Designerlabels.
Insgesamt arbeitet Zalando mit über 1.500 Markenherstellern zusammen. Neben Schuhen und Bekleidung gehören Accessoires, Beauty-Produkte und
Sportartikel zum Sortiment. Das Unternehmen wurde
2008 gegründet. Nach dem großen Erfolg in Deutschland werden seit 2009 auch europäische Nachbarländer beliefert.
Die Rocket Internet AG ist ein deutscher Internetinkubator, der Beteiligungen
an verschiedenen Internet-Start-ups hält. Das Unternehmen geht die Beteiligungen in der Gründungsphase der jungen Firmen ein und stellt für sie
verschiedene Infrastrukturdienstleistungen bereit. Dabei setzt Rocket Internet
häufig auf Neugründungen von Unternehmen, die bereits ein internationales
Vorbild aufweisen können. Die Beteiligungen werden verwaltet, zum Teil aber
auch schon nach wenigen Jahren wieder abgestoßen. Zu den Firmen, die
unter dem Dach von Rocket groß geworden sind, zählen unter anderem der
Mode-Versandhändler Zalando, die Partnerbörse eDarling und die MöbelShops Westwing und Home24.
Quelle: Commerzbank AG, finanzen.net
5
MARKTBERICHT
DAX geht in die Knie
ANOUCH ALEXANDER WILHELMS (Derivate-Experte, Equity Markets & Commodities)
In Rekordgeschwindigkeit sackte das
insbesondere bei Indexinvestments die
deutsche Börsenbarometer im Oktober
Dividende langfristig eine tragende Rolle
ab. Zwischenzeitlich rutschte der Index
spielt. So erhalten Anleger, die ein Indexsogar unter die Marke von 8.400 Punkten. Zertifikat auf den DAX kaufen, implizit
Viele Analysten hatten mit einem so starüber die Kursentwicklung die Dividenden
ken Rückgang nicht gerechnet. Vor allem
gutgeschrieben.
Konjunktursorgen drücken die Stimmung
unter den Aktionären. Langfristig betrachAufgrund der Bewegung der Aktienmärkte
tet ist dies aber noch kein Grund zur
stieg die Volatilität wieder deutlich an.
Sorge. Anleger sollten trotzdem beachten,
Im Hoch lag der Wert des VDAX-NEW bei
dass der 30 Werte umfassende Index als
30 Prozent (siehe Grafik 3). Erst im April
einer der wenigen großen Indizes welthatte der Index einen neuen Tiefstwert
weit die Dividenden
bei 12,07 Prozent marmitberücksichtigt.
kiert. Durchschnittlich
»Aufgrund der Bewegung
Vergleicht man demlag der Volatilitätsindex
der Aktienmärkte stieg die
zufolge den DAX
im vergangenen Jahr
(Performanceindex
Volatilität wieder deutlich an.« bei rund 16 Prozent.
inklusive DividenDie Volatilität kann
den), wie man ihn
vereinfacht gesagt als
kennt, mit dem DAX-Kursindex (ohne
Nervositätsgradmesser der Börse bezeichDividenden), dann fällt auf, dass Letzterer
net werden. Ist die Volatilität hoch, ist
noch lange nicht die alten Tops aus dem
auch die Nervosität hoch. Ist die Volatilität
Jahr 2000 erreicht hat (siehe Grafik 1).
niedrig, ist es eher ruhig an der Börse.
Bei einem weiteren Vergleich mit anderen
Weltindizes und Gold fällt auf, dass der
DAX-Kursindex den anderen Indizes deutlich hinterherhinkt (siehe Grafik 2). Nur
der EURO STOXX 50 schneidet im 5-Jahres-Vergleich schlechter ab. Genau wie
der DAX-Kursindex enthalten die anderen
großen Indizes (Dow Jones IA, Nikkei 225
und EURO STOXX 50) keine Dividendenzahlungen und damit sind die vier Indizes
miteinander vergleichbar. Für Investoren
ist dieser Umstand durchaus relevant, da
Doch was bedeutet Volatilität für den
Investor? Sehr gut kann der Einfluss von
Volatilität bei Discount-Zertifikaten betrachtet werden. Je höher die Volatilität,
desto höher die maximale Rendite bei
sonst identischer Ausgestaltung. Deshalb
sind Discount-Zertifikate für Neuinvestoren interessanter, wenn die Volatilität
hoch ist. Angenommen, Max Mustermann
möchte 10.000 Euro in ein Discount-Zertifikat auf den DAX investieren. Ihm ist ein
Abstand des Cap zum aktuellen DAX-Kurs
von 10 Prozent wichtig und das Zertifikat
soll eine Laufzeit von einem Jahr haben.
Zunächst findet er im Juli 2014 das
Discount-Zertifikat WKN CR2 0WE. Der
Cap liegt bei 9.000 Punkten und damit
10 Prozent unterhalb des damals aktuellen DAX-Stands. Die maximale Rendite
liegt bei 3,42 Prozent. Diese wird ausgezahlt, wenn der DAX am Laufzeitende
(16. Juli 2015) oberhalb von 9.000 Punkten notiert. Kurzfristig entscheidet er sich
um und wartet drei Monate, bis er investieren möchte. Der DAX fällt drei Monate
später, im Oktober 2014 auf neue Jahrestiefs. Als er sich nun nach einem Discount-Zertifikat umschaut, findet er die
WKN CR3 GD6. Der Cap liegt bei 7.600
Punkten und damit auch hier 10 Prozent
unterhalb des aktuellen DAX-Stands. Die
maximale Rendite liegt dieses Mal bei
5,56 Prozent. Diese wird ausgezahlt, wenn
der DAX am Laufzeitende (15. Oktober
2015) oberhalb von 7.600 Punkten notiert.
Obwohl beide Discount-Zertifikate zum
Kaufzeitpunkt eine identische Ausgestaltung aufweisen, war es dem Anleger möglich, nur aufgrund der Volatilität, die in
den vergangenen drei Monaten deutlich
angestiegen war, einen Renditevorteil von
2,14 Prozent zu erreichen. Damit lag die
Rendite im Oktober mehr als 60 Prozent
über dem Wert im Juli.
Anleger, die Discount-Zertifikate einsetzen, sollten einen Blick auf die Volatilität
werfen. Hier ist es möglich, höhere
Classic Discount-Zertifikate
WKN
Basiswert
CR2 0WE
DAX
Cap
9.000 Punkte
Bewertungstag
16.07.2015
Discount
5,51 %
Max. Rendite p.a.
9,17 %
Geld-/Briefkurs
84,23/84,24 EUR
CR3 GD6
DAX
7.600 Punkte
15.10.2015
17,25 %
3,24 %
73,61/73,62 EUR
Stand: 23. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de
zur Verfügung.
6
MARKTBERICHT
Renditen zu erzielen, wenn die Volatilität
auf hohem Niveau liegt. Eine Richtgröße
für die Volatilität kann der VDAX-NEW
sein. Dieser wird von der Deutschen
Börse berechnet und bezieht sich auf
die implizite Volatilität des deutschen
Aktienbarometers, des DAX. Auf unserer
Marktübersichtsseite finden Anleger
aktuelle Informationen zu Volatilitäten
(www.zertifikate.commerzbank.de/
marktuebersicht).
Grafik 1: Entwicklung des DAX-Performanceindex im Vergleich
zum DAX-Kursindex
in Indexpunkten
12.000
DAX-Performanceindex
DAX-Kursindex
10.000
8.000
Allzeithoch
DAX-Kursindex
6.000
4.000
2.000
0
Sep 94 Sep 96 Sep 98 Sep 00 Sep 02 Sep 04 Sep 06 Sep 08 Sep 10 Sep 12 Sep 14
Stand: 17. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Grafik 2: Vergleich Weltindizes und Gold (in Euro)
Grafik 3: VDAX-NEW Volatility Index
in Prozent
120
DAX-Kursindex
Dow Jones IA
100
in Prozent
60
Nikkei 225
Gold
EURO STOXX 50
50
80
60
40
20
40
30
20
0
–20
10
–40
Okt 09 Apr 10 Okt 10 Apr 11 Okt 11 Apr 12 Okt 12 Apr 13 Okt 13 Apr 14 Okt 14
0
Okt 09
Stand: 17. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Stand: 17. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Okt 10
Okt 11
Okt 12
Okt 13
Okt 14
7
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
Alibaba erobert die Wall Street –
Anzeichen für eine neue Börsenblase?
PATRICK KESSELHUT (Produktmanager, Equity Markets & Commodities)
Alibaba! Spätestens seit dem 19. September 2014 verbinden Anleger diesen Namen nicht mehr nur mit
Tausendundeiner Nacht. Denn seit diesem Tag notieren die Aktien des weltgrößten Online-Händlers an
der New York Stock Exchange. Satte 25 Milliarden US-Dollar spülte der Börsengang in die Kassen des
chinesischen Internetgiganten. Dies ist der bisher größte Börsengang aller Zeiten.
8
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
Aber wer ist eigentlich der große Unbekannte hinter diesem
Börsenrekord? Schließlich war das Unternehmen bis vor kurzem
außerhalb von China noch relativ unbekannt. Doch dies hat sich
schnell geändert, denn das Börsendebüt katapultierte Alibaba
schlagartig auf Augenhöhe mit internationalen Branchenriesen
wie beispielsweise Amazon und eBay.
Ereignisse wie dieses werfen aber vor allem bei Anlegern auch
Fragen auf. Lohnt es sich in diese Aktie zu investieren? Ist der
Hype, der um diesen und andere Börsengänge gemacht wurde,
übertrieben oder gar ein Zeichen für eine Spekulationsblase, die
demnächst zu platzen droht? Immerhin läuft die aktuelle Rallye
an den Aktienmärkten seit bereits 5½ Jahren.
Erfahren Sie mehr über Alibaba und seine Konkurrenten und
nutzen Sie die vorgestellten Informationen, um die aktuelle
Situation der E-Commerce-Aktien und die Rallye an den Aktienmärkten besser einschätzen zu können.
Die Alibaba Group
Der Börsenstart des chinesischen Online-Händlers kann durchaus als gelungen bezeichnet werden. Mit einer Erstnotiz von
92,70 US-Dollar eröffnete die Alibaba-Aktie ihren Handel an
der New Yorker Wall Street. Schnell folgten Kurssteigerungen
bis hin zum Höchstkurs von 99,70 US-Dollar je Anteilschein.
Investoren, welche die Aktie zeichnen konnten, konnten sich so
im Vergleich zu ihrem Zuteilungspreis in Höhe von 68 US-Dollar
über einen Buchgewinn von rund 46 Prozent freuen. Die nach
Erreichen des Höchstkurses einsetzende Welle von Gewinnmitnahmen drückte den Aktienkurs allerdings wieder nach unten.
Seither notieren die Aktien in einer Kursspanne von 85 bis
90 US-Dollar.
Alibaba ist der weltgrößte Online-Handelskonzern mit Sitz in
Hangzhou (China). Er betreibt unter anderem die gleichnamige
B2B-Plattform Alibaba.com und das Online-Auktionshaus Taobao
und ist nach eigenen Angaben die größte IT-Firmengruppe
Chinas.
9
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
Alibaba setzt aktuell mehr um als Amazon
und eBay weltweit zusammen. Die Hauptgeschäftstätigkeit liegt allerdings in China
selbst, weshalb Alibaba bisher vor allem
in Europa tendenziell unbekannt war.
So laufen aktuell etwa 80 Prozent aller
E-Commerce-Geschäfte im 1,4-MilliardenEinwohner-Land China über die Plattformen des Internetriesen. Daraus resultierten im vergangenen Jahr beispielsweise
rund 5 Milliarden Paketsendungen. Das
Angebotsspektrum umfasst jedoch nicht
nur das klassische »Online-Shopping«,
sondern mit Alipay auch Bezahldienstleistungen sowie mittels Alibaba Cloud
Computing auch Online-Datenspeicherung und vieles mehr.
Das 1999 von Jack Ma gegründete Unternehmen arbeitet seit dem Jahr 2002 profitabel und verdient deutlich mehr als seine
Konkurrenz. Im abgelaufenen Quartal
hatte Alibaba mit rund 1,54 Milliarden
Euro seinen Gewinn verdreifacht. Das
Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt derzeit
bei ca. 38. Wie später noch näher erläutert wird, ist Alibaba damit zwar kein
Schnäppchen, aber im Vergleich zur
Konkurrenz alles andere als überteuert
(siehe Grafik 1).
In einem Umfeld, in dem das Wachstum
der Weltwirtschaft so gering ist wie derzeit, spielt für Investoren das Wachstumspotenzial ausgewählter Unternehmen eine
enorme Rolle. Bei einem genaueren Blick
auf das Potenzial des Internetriesen lässt
relevanter Bedeutung ist. Immerhin hat
sich vermuten, dass hier noch viel Luft
auch Google mit seiner Ausgabe von
nach oben ist. Während beispielsweise in
neuen Aktien ohne Stimmrecht in diesem
Deutschland aktuell ca. 79 Prozent der
Jahr in das gleiche Horn geblasen, zum
Personen ab zehn Jahren das Internet
anderen dürften solche Fakten für den
nutzen (Quelle: Statistisches Bundesamt,
tradingaffinen Investor eher eine unter2014), gibt es in China »nur« rund 618
geordnete Rolle spielen.
Millionen Nutzer, das sind laut offiziellen
Angaben 45,8 Prozent der Bevölkerung
Die Konkurrenten – Amazon und eBay
(Quelle: CNNIC China Internet Network
Aufgrund der Dienstleistungen, welche
Information Center, 2014). Von der InterAlibaba anbietet, zählen zu den größeren
net-Reichweite her liegen die Chinesen
Konkurrenten sicherlich Amazon und
damit im Vergleich zu Deutschland mehr
eBay. Beide Unternehmen sind in ihrem
als zehn Jahre zurück. Allerdings ist zu
Segment mittlerweile
vermuten, dass
an WachstumsgrenChina deutlich
»Anleger setzen mit der Alibaba- zen gestoßen und
schneller aufholen
versuchen mit unterwird, als die
Aktie auf Digitalisierung und
schiedlichen StrateEntwicklung in
Wirtschaftswachstum in China
gien, GegenmaßnahDeutschland oder
und mögliche Expansionen in
men zu treffen. Im
auch anderen Länandere Länder.«
Folgenden möchten
dern verlief. Auch
wir Ihnen ein paar
der Absatz von
Einschätzungen
Smartphones und
zu den genannten Werten aus unserem
Tablets in dieser Region zeigt, dass die
Privatkunden Research geben:
Aufholjagd rasant vonstattengeht. Des
Weiteren spekulieren etliche Investoren
Amazon: Die Analysten der Commerzzudem darauf, dass der Konzern möglibank sehen bei Amazon eine breite Divercherweise eine Expansion in die USA
sifikation. Neben dem reinen Onlinevorantreiben könnte. Auch dies würde
Handel verzeichnet der Gigant ein starkes
weiteres Wachstumspotenzial eröffnen.
Wachstum bei E-Books, dem Cloud-Dienst
und darüber hinaus durch den Eintritt in
Umstritten rund um den Alibaba-Konzern
das Hardware-Geschäft (Smartphone, Fire
sind hingegen Themen wie diverse UnterTV-Box). Ziel Amazons ist es, konsequent
nehmensbeteiligungen mit unklaren
neue Märkte und Nischen zu besetzen.
Eigentumsverhältnissen oder das beSo dienen beide Hardware-Geräte letztlich
schnittene Mitbestimmungsrecht für
als Portal dazu, reale und digitale Produkte
Aktionäre. Bleibt die Frage, ob dies von
Grafik 1: KGVs ausgewählter Aktien vom 10. Oktober 2014
Amazon
830
Facebook
83
Baidu
39
Alibaba
38
Rakuten
30
38
25
29
Visa
MasterCard
40
35
29
Google
20
26
eBay
17
Apple
16
0
10
20
15
30
40
Stand: 10. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
10
Grafik 2: KGV des Nasdaq 100 (quartalsweise Betrachtung)
50
60
70
80
90
100
10
Sep 04 Sep 05 Sep 06 Sep 07 Sep 08 Sep 09 Sep 10 Sep 11 Sep 12 Sep 13 Sep 14
Stand: 10. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
zu verkaufen. Diese Strategie mit sehr
hohen Investitionen geht jedoch zulasten
des Gewinns. So blieben von den 74,45
Milliarden US-Dollar Jahresumsatz in
2013 lediglich 274 Millionen US-Dollar
Bilanzgewinn (net income) übrig.
Bisher wurde diese Strategie offensichtlich von den Aktionären unterstützt, denn
der Kurs der Amazon-Aktie stieg in den
letzten Jahren kontinuierlich. Allerdings
scheint kürzlich bei den Anteilseignern
ein Umdenken eingesetzt zu haben, dies
zeigten die Reaktionen auf die letzten
Quartalszahlen. So brach der Kurs der
Aktie nach erneut ausbleibenden Gewinnen massiv ein und erholte sich bis dato
nicht mehr. Nach Meinung der Analysten
scheint die Amazon-Aktie aktuell eher
eine Wette darauf zu sein, dass sich die
längerfristigen Gewinnversprechen eines
Tages tatsächlich bewahrheiten. Allerdings sind die vom Unternehmen gemeldeten kurzfristigen Aussichten eher
negativ, und so bleibt Firmengründer
Jeff Bezos lediglich übrig, durch positive
Ergebnisse in den kommenden Jahren
zu glänzen. Bleiben diese aus, dürfte das
Abwärtsrisiko der Aktie enorm sein –
sofern die Anleger nicht schon früher
die Nerven verlieren.
eBay: Etwas anders sieht es bei eBay
aus. Das hauseigene Research sieht zwar
einen hohen Bekanntheitsgrad und eine
starke Marktposition. Das Wachstum
kommt jedoch überwiegend durch den
rasant wachsenden Bezahldienst PayPal.
An dieser Stelle muss erwähnt werden,
dass eBay aufgrund des steigenden Wettbewerbs bei den mobilen Bezahldiensten
kürzlich entschieden hat, PayPal abzuspalten und an die Börse zu bringen. Dies
wird vorausichtlich im zweiten Halbjahr
2015 der Fall sein. Unterm Strich ist jedoch festzuhalten, dass beide Kerngeschäfte, der Online-Handel und das digitale Bezahlen, einer hohen Wettbewerbsintensität ausgesetzt sind. Gerade bei den
Bezahldiensten dürften in naher Zukunft
Konkurrenten wie Apple, Google, MasterCard und Visa mit überzeugenden Lösungen aufwarten. Das KGV der eBay-Aktie
liegt aktuell bei überschaubaren 17. Wie
im Folgenden näher erläutert wird, könnte
dies ein Hinweis darauf sein, dass Anleger
dem Unternehmen künftig eher geringe
Wachstumsraten zutrauen.
Zwischenfazit: Während der OnlineHandel im industrialisierten Westen eher
zu einem Verdrängungsmarkt geworden
ist, in dem sich weiteres Wachstum nur
schwer generieren lässt, lockt in China
noch großes Potenzial. Alibaba als QuasiMonopolist sollte hiervon profitieren können. Die bisherigen Geschäftszahlen überzeugen und die Bewertung scheint nicht
übertrieben. Anleger setzen mit der Alibaba-Aktie letztlich auf die Digitalisierung
und das Wirtschaftswachstum in China
und auf mögliche Expansionen in andere
Länder wie beispielsweise die USA.
Sind E-Commerce-Aktien insgesamt
schon zu teuer?
Um auf diese Frage eine Antwort zu
finden, wollen wir im ersten Schritt die
genannten Unternehmen miteinander
vergleichen. Doch mit welchem Maßstab
lassen sich diese am sinnvollsten bewerten? Exakt vergleichbar scheinen sie
nicht, dennoch hält die Fundamentalanalyse ein Werkzeug bereit, das sogenannte
Kurs-Gewinn-Verhältnis, kurz KGV. Beim
KGV wird der Kurs der Aktie in Relation
zu dem für den Vergleichszeitraum gege-
benen bzw. erwarteten Gewinn je Aktie
gesetzt. Somit drückt diese Kennzahl aus,
wie viele Jahre in Folge das Unternehmen
seinen Jahresgewinn erwirtschaften müsste, um seine eigene Marktkapitalisierung
zu verdienen, also letztlich sich selbst
zu kaufen.
Das durchschnittliche KGV der vergangenen zehn Jahre von amerikanischen
E-Commerce- und Technologie-Aktien,
die im Nasdaq 100-Index zusammengefasst sind, liegt bei 23,6. Demgegenüber
scheint die jetzige Bewertung (10. Oktober 2014) mit einem Nasdaq-KGV von
22,6 zumindest nicht überteuert (siehe
Grafik 2). Grundsätzlich fällt bei Unternehmen dieser Branche auf, dass sie in
der Regel ein höheres KGV aufweisen als
etablierte Blue-Chip-Aktien. So liegt beispielsweise das durchschnittliche KGV
des S&P 500 über zehn Jahre bei lediglich
13,8 (siehe Grafik 3). Dies liegt darin begründet, dass die Gewinne von jungen,
aufstrebenden und stark wachsenden
Technologie-Unternehmen, wie im Nasdaq 100 zusammengefasst, etwas anders
vom Markt bewertet werden. Denn Investoren sind in der Regel bereit, für die
Gewinne solcher Unternehmen tendenziell mehr zu bezahlen, sprich ein höheres
11
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
KGV zu akzeptieren. Diese Akzeptanz
resultiert aus der Erwartung, dass bei
entsprechend starkem Wachstum der
Gewinn in den folgenden Quartalen und
Jahren höher ausfallen wird.
Deutlich zu beobachten war dies beispielsweise beim Börsengang von Facebook. Zum Börsenstart des sozialen Netzwerks hegten viele Anleger die Befürchtung, dass die Aktie massiv überteuert
sei. Facebook wies damals im Verhältnis
zu seiner Marktkapitalisierung einen nur
sehr kleinen Gewinn aus, das KGV lag
zum Börsenstart bei rund 280. Zwischenzeitlich griff jedoch die neue Konzernstrategie, den Fokus auf mobile Anwendungen zu verstärken, und Facebook wächst
seither in diesem Bereich dank steigender
Werbeeinnahmen rasant. Das KGV hat
sich inzwischen deutlich reduziert, auch
wenn es mit aktuell 83 immer noch recht
teuer anmutet bzw. ein erhebliches Gewinnwachstum eingepreist scheint.
Doch letztendlich kann eine solche Betrachtungsweise bei aufstrebenden, jungen Unternehmen nur eine gewisse Zeit
lang bestehen. Auf lange Sicht müssen
Unternehmen mit Ergebnissen überzeugen. Dies wird beispielsweise durch die
bereits beschriebenen jüngsten Kursentwicklungen bei Amazon deutlich.
So ist eine Blasenbildung bei E-Commerceund Technologie-Titeln auf dem aktuellen
Bewertungsniveau nicht zu erkennen.
Die KGV-Bewertungen liegen, wie bereits
veranschaulicht wurde, leicht unter dem
10-Jahres-Durchschnitt. Dennoch ist es
für Investoren und potenzielle Anleger
unumgänglich, auf die jeweilige Geschäftsentwicklung der entsprechenden
Unternehmen zu achten. Auch die Börsengänge von Zalando und Rocket Internet konnten dieses Bild nicht verrücken.
Diese haben letztlich den Windschatten
von Alibaba für ihre Börseneinführung
genutzt. Von einem euphorischen Börsengang wie bei Alibaba kann in beiden Fällen aber nicht gesprochen werden. Dies
zeigt, dass Anleger die Geschäftsmodelle
hinterfragen und nicht wahllos zuschlagen, nur weil eine neue TechnologieFirma das Börsenparkett betritt.
Droht die Rallye an den Aktienmärkten
zu enden?
Bei der langfristigen Betrachtung der
Aktienmärkte insgesamt lässt sich beispielsweise für den DAX ein KGV von 15,1
feststellen. In Zeiten des Aktienbooms
Ende der Neunzigerjahre lag das KGV
stellenweise bei über 30 (siehe Grafik 3).
Auf dem aktuellen Niveau (10. Oktober
2014) mit einem DAX-KGV von 16,1 ist
auch der Deutsche Aktienindex folglich
lediglich durchschnittlich bewertet.
Kaum anders verhält es sich in den USA.
Dem aktuellen KGV (10. Oktober 2014)
des S&P 500 von 17,1 steht ein 25-JahresDurchschnitt von 15,6 gegenüber (siehe
Grafik 3). Solange sich die Weltwirtschaft
weiterhin auf Wachstumskurs befindet,
wenn auch nur moderat, und die Unter-
Grafik 3: Vergleich der KGVs von S&P 500 und DAX
(wöchentliche Betrachtung)
35
S&P 500
DAX
30
25
20
15
10
5
Jan 90
Jan 94
Jan 98
Jan 02
Stand: 10. Oktober 2014; Quelle: Datastream, I/B/E/S
12
Jan 06
Jan 10
Jan 14
nehmen dies in steigende Gewinne umsetzen können, spricht wenig dafür, dass
die Börsenampel von Grün auf Rot springt.
Die niedrigen Zinsen tragen ebenfalls
ihren Teil dazu bei, da Anleihen und
Tagesgeld inflationsbereinigt jährlich an
Wert verlieren und ein Ausstieg aus der
ultralockeren Geldpolitik in naher Zukunft
als sehr unwahrscheinlich gilt. Die Analysten der Commerzbank vermuten, dass
die niedrigen Zinsen über kurz oder lang
die KGVs weltweit nach oben treiben.
Dies würde selbst bei stagnierenden
Unternehmensgewinnen zu weiteren
Aktienkurssteigerungen führen.
Nicht vergessen darf man allerdings die
zahlreichen Krisenherde in diesen Tagen.
Angefangen bei den geopolitischen
Konflikten bis hin zur Eurokrise, die nicht
einfach abgehakt werden darf, nur weil
sie mittlerweile aus der Tagespresse
weitgehend verschwunden ist. Und auch
der Immobilienboom in China mit seinen
zahlreichen leerstehenden Geisterstädten
könnte eine Gefahr darstellen – nicht
für die Fortsetzung der übergeordneten
Rallye, jedoch kann eine zunehmende
Dynamik dieser Probleme für kräftige
zwischenzeitliche Korrekturen sorgen.
Sowohl langfristig orientierte Anleger
als auch Kurzfrist-Trader sollten Zeiten
erhöhter Volatilität einkalkulieren.
Fazit: Ein Zusammenhang zwischen dem
Rekord-Börsengang von Alibaba und
einem drohenden Ende der Hausse am
Aktienmarkt ist nicht zu erkennen. Die
Bewertungen insgesamt sind durchschnittlich, das Aktienumfeld durch die
niedrigen Zinsniveaus weiterhin günstig.
Und auch die breite Öffentlichkeit scheint
die Anlageklasse Aktie noch nicht als
Alternative zu Sparbuch, Tagesgeld und
Anleihen erkannt zu haben. Auch E-Commerce- und Technologie-Aktien selbst
sind nur moderat bewertet, solange die
Gewinne stetig wachsen. Hierauf sollten
sich Anleger konzentrieren und vorsichtig
agieren. Die Vorzeichen stehen insgesamt
weiterhin positiv, kräftige Korrekturen
wie in diesen Tagen sind jedoch nicht
ausgeschlossen. Das Commerzbank
Research-Team empfiehlt Anlegern diese
Rücksetzer für den Einstieg zu nutzen.
TITELTHEMA: ALIBABA EROBERT DIE WALL STREET
ANLAGEIDEE: OPTIONSSCHEINE UND ZERTIFIKATE AUF ALIBABA
Aber Achtung: Da die von der Commerzbank angebotenen Produkte in Euro notieren, die Handelspreise
der Alibaba-Aktie allerdings in US-Dollar, besteht für
den Investor ein Währungsrisiko, wenn der Euro/
US-Dollar-Wechselkurs steigen sollte. Um das Wechselkursrisiko für den Anleger auszuschalten, bietet
die Commerzbank häufig neben einer nicht währungsgesicherten Variante (Non-Quanto) auch eine
währungsgesicherte (Quanto/FXopt) Variante an.
Allerdings ist hier zu beachten, dass für die Währungssicherung Kosten anfallen können, die den Wert
des Zertifikats mindern. Anleger haben also die Wahl,
sollten aber bedenken, dass bei der nicht währungsgesicherten Variante neben dem Risiko natürlich auch
die Chance entfällt, mit einem fallenden Euro/USDollar-Wechselkurs eine höhere Rendite zu erzielen.
Sie möchten von der künftigen Wertentwicklung
der Alibaba-Aktie profitieren? Um Ihr persönliches
Risiko- und Renditeprofil umzusetzen, bietet die
Commerzbank verschiedene Produkttypen an, mit
denen Anleger an der Wertentwicklung der ausgewählten Aktien partizipieren können.
Ganz gleich, ob Sie mit Hebelprodukten auf schnelle
und kurzfristige Marktveränderungen setzen möchten oder mit Anlageprodukten eine intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der
Commerzbank werden Sie fündig.
Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum
an Zertifikaten steht Ihnen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
Optionsscheine
WKN
Basiswert
Typ
Basispreis
Bewertungstag Bezugsverhältnis
Quanto
Geld-/Briefkurs
CR3 TB8
Alibaba
Call
90 USD
16.12.2015
10:1
Nein
1,68/1,70 EUR
CR3 TB9
Alibaba
Call
95 USD
16.12.2015
10:1
Nein
1,52/1,54 EUR
CR3 W8N
Alibaba
Put
85 USD
16.12.2015
10:1
Nein
1,22/1,24 EUR
CR3 W5A
Alibaba
Put
90 USD
16.12.2015
10:1
Nein
1,44/1,46 EUR
Classic Discount-Zertifikate
WKN
Basiswert
Cap
Bewertungstag
Discount
Max. Rendite p.a.
Quanto
Geld-/Briefkurs
CR3 TG3
Alibaba
90 USD
18.06.2015
9,06 %
10,67 %
Ja
83,80/84,02 EUR
CR3 THS
Alibaba
90 USD
18.06.2015
9,49 %
11,34 %
Nein
65,86/66,07 EUR
CR3 TG4
Alibaba
95 USD
18.06.2015
6,43 %
14,60 %
Ja
86,22/86,48 EUR
CR3 THT
Alibaba
95 USD
18.06.2015
6,89 %
15,41 %
Nein
67,70/67,97 EUR
Capped Bonus-Zertifikate
WKN
Basiswert
Bonuslevel/ Barriere
Cap
Bewertungstag
Abstand zur
Barriere
Bonusrendite p.a.
Quanto Geld-/Briefkurs
CR3 H47
Alibaba
100 EUR
68 EUR
18.06.2015
26,40 %
8,47 %
Ja
94,38/94,62 EUR
CR3 H48
Alibaba
103 EUR
73 EUR
18.06.2015
20,99 %
12,88 %
Ja
94,48/94,80 EUR
CR3 H49
Alibaba
107 EUR
78 EUR
18.06.2015
15,56 %
18,88 %
Ja
94,48/94,87 EUR
Faktor-Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit
WKN
Basiswert
Strategie
CR3 EXY
Alibaba
Long
Faktor
Indexgebühr
3
0,70 % p.a.
CR3 EXZ
Alibaba
CR3 Y8Y
Alibaba
Long
4
Short
–3
CR3 YE1
Alibaba
Short
–4
FXopt
Geld-/Briefkurs
Nein
15,50/15,64 EUR
0,70 % p.a.
Nein
17,27/17,51 EUR
0,70 % p.a.
Nein
7,20/7,28 EUR
0,70 % p.a.
Nein
6,92/7,00 EUR
Stand: 23. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter
www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
13
INTERVIEW
Unsere Nutzer wünschen
professionelle Entscheidungshilfen
Interview mit RONNY STEIGEMANN, Director Product Management OnVista.de
ideas: Herr Steigemann, OnVista.de gehört zu den
führenden Finanzportalen im deutschsprachigen
Raum. Mit seinem umfassenden Angebot rund
um Aktien, Fonds, Optionsscheine, Zertifikate,
Anleihen etc. sorgt OnVista für Transparenz im
Finanz- und Wirtschaftssektor. Können Sie unseren
Lesern einen kurzen Überblick über die zahlreichen Möglichkeiten für Nutzer des Portals geben?
Ronny Steigemann: OnVista.de wurde 1998 als
kostenpflichtiger Optionsscheinrechner gegründet.
Schnell hat man jedoch festgestellt, dass Nutzer
zumindest damals nicht bereit waren, für Inhalte im
Internet zu bezahlen. Ausgehend von der starken
Basis im Optionsscheinbereich hat sich OnVista.de
zu einem Portal entwickelt, das Selbstentscheider
bei ihrer Geldanlage und ihrem Vermögensaufbau
bestmöglich unterstützt. Doch auch bei vielen institutionellen Anlegern ist OnVista.de sehr verbreitet.
Wir geben unseren Nutzern eine große Fülle an
Informationen und Tools übersichtlich an die Hand,
die helfen, die richtige Investmententscheidung zu
14
treffen. Die Startseite mit der Marktübersicht und
relevanten Nachrichten und Kolumnen ist das Einstiegstor in die OnVista-Welt und sorgt für Orientierung. Einzigartig ist auch unsere Vorschlagssuche
mit integrierten Nachrichten.
Bei den Basiswerten können unsere Nutzer eine
große Vielzahl an fundamentalen oder technischen
Kennzahlen miteinander vergleichen sowie selbst
detaillierte Chartanalysen durchführen. In unserem
personalisierten, kostenlosen Bereich MyOnVista
können Musterdepots und Favoritenlisten angelegt
werden, die einen schnellen Zugriff auf individuell
interessante Werte ermöglichen.
Mit selbstaktualisierenden Realtime-Kursen ist eine
maximale Marktnähe gegeben, die vor allem auch
bei Optionsscheinen und Zertifikaten sehr wichtig
ist. Und schließlich ermöglicht die Integration der
OnVista Bank ein direktes und schnelles Handeln
von Produkten.
INTERVIEW
Vor allem in turbulenten Zeiten sind Anleger auf
der Suche nach aktuellen Börsennachrichten,
Berichterstattungen und Marktkommentaren.
Welchen Stellenwert hat das Thema »News« für
den Nutzer?
Einen sehr großen. Die »harten Fakten« wie Kurse,
Charts, Kennzahlen oder wichtige Termine stehen auf
OnVista.de zwar nach wie vor im Vordergrund, für
die richtigen Entscheidungen ist es aber unerlässlich,
dass man die Informationen auch leicht interpretieren
und einschätzen kann.
Genau dabei helfen News, Marktberichte, Erklärungen, Zusammenfassungen und Ausblicke oder
Meinungen und Einschätzungen professioneller
Analysten. Dass das von unseren Nutzern gewünscht
ist, sehen wir insbesondere an den stetig steigenden
Aufrufzahlen. Das gilt übrigens auch für Nachrichten
oder Kommentare per Video, bei denen wir momentan das größte Wachstum beobachten können.
Um dem Stellenwert des Newsbereichs gerecht
zu werden, wie können Sie eine für den Nutzer
optimale Nachrichtenversorgung gewährleisten?
Wir haben gerade an diesem Bereich in den letzten
Wochen sehr viel gearbeitet.
Zum einen haben wir unser News-Angebot quantitativ und qualitativ erheblich erweitert. So werden
unsere Agentur-Meldungen beispielsweise seit einigen Wochen durch Nachrichten von Reuters ergänzt
und erweitert, die heute so bei keinem anderen
Finanzportal zu finden sind. Durch eine personelle
Verstärkung unserer Redaktion sind wir nun in der
Lage, die Vielzahl an Nachrichten besser zu filtern
und auch eigene Inhalte anzubieten. So gehören etwa
der »OnVista Börsenfuchs«, »Die OnVista Kolumnisten« oder unser täglicher Marktausblick »OnVista
Daily« zu den täglich am meisten aufgerufenen
Bereichen.
Um bei der Vielzahl an Nachrichten und Videos den
Überblick zu behalten, ist ein schneller und vor allem
auch inhaltlich relevanter Zugang wichtig. Deshalb
haben wir vor einiger Zeit die tatsächlich relevanten
Top-News des Tages auf unserer Startseite direkt
sichtbar sehr viel prominenter platziert und auch alle
News in unsere schnelle Vorschlagssuche integriert.
Zudem werden alle Inhalte automatisch den erwähnten Werten, Regionen oder Branchen zugeordnet. So
haben unsere Nutzer zum Beispiel auf unserer neuen
News-Startseite die wichtigsten Nachrichten zu Gold,
zur Automobilbranche oder anhand unserer Weltkarte
zu einem beliebigen Land direkt im Blick.
Einigen unserer Leser wird sie wahrscheinlich
nicht unbekannt sein, die OnVista Derivateumfrage. Welche Ziele verfolgen Sie mit der
Durchführung dieser Umfrage?
Die OnVista Derivateumfrage feiert in diesem Jahr
Jubiläum, da sie bereits zum zehnten Mal durchgeführt wurde. Damit ist sie die älteste, umfassendste
und aussagekräftigste ihrer Art. Wir erhalten durch
diese Erhebung ein detailliertes Feedback zum
Zertifikate- und Optionsscheinmarkt in Deutschland,
zu Anlage- und Investmenttrends sowie zur Portal15
INTERVIEW
nutzung. Wir sind unseren Nutzern sehr
dankbar, dass sie sich die Zeit dazu nehmen, teilweise über 45 Fragen zu beantworten und uns Feedback zu geben. Mit
den Rückmeldungen tragen die Nutzer
dazu bei, das Angebot von OnVista.de
immer weiter zu verbessern und gleichzeitig den Emittenten ein Feedback zu
ihren Produkten und ihrer Arbeit zu geben. Zusätzlich nutzen wir auch immer
die Chance, neue Produktentwicklungen
auf unserem Portal bewerten zu lassen.
Auch der Zugriff über Smartphones und
Tablets nimmt weiter zu. Über 50 Prozent
der Teilnehmer greifen zusätzlich zum
stationären PC über mobile Endgeräte auf
unsere Informationen zu.
Der schnelle Abruf von Wirtschaftsnachrichten, Aktienkursen und mobiles
Banking mit dem Smartphone nehmen
stetig zu. Wie schätzen Sie diesen Trend
ein und welche mobilen Möglichkeiten
bieten Sie Ihren Nutzern?
Heute nutzen etwa 20 Prozent unserer
Nutzer OnVista.de auf mobilen Endgeräten. Noch vor vier Jahren lag diese Quote
bei uns unter 5 Prozent. Das zeigt deutlich, wie dynamisch sich das mobile Nutzungsverhalten entwickelt.
Würden Sie für uns ein bisschen aus
dem Nähkästchen plaudern? Welche
besonderen Erkenntnisse konnten
Sie aus der diesjährigen Umfrage
gewinnen?
Die Umfrage hat nochmals gezeigt, dass
Wir bieten unseren Nutzern mit Smartunsere Nutzer eine jahrelange Erfahrung
phones oder Tablets eine für Touch-Geräte
mit Zertifikaten und Optionsscheinen
optimierte mobile
besitzen und zusätzWebseite an. Besitlich sehr tradingzer von iOS- oder
orientiert sind. Bevor
»Wir geben unseren Nutzern
ein Investment in
Informationen an die Hand, die Android-Geräten
können unsere Apps
Zertifikate und Optihelfen, die richtige Investmentzudem aus den jeonsscheine durchentscheidung zu treffen.«
weiligen App Stores
geführt wurde, stand
beziehen.
für über 90 Prozent
der aktiven Anleger
Mobil ist das Nutzungsverhalten naturgedie Aktie im Fokus – und hier besonders
mäß etwas anders als in der klassischen
die DAX-Werte. Unsere User schätzen bei
Situation am Schreibtisch: Man hat im
Zertifikate-Investments besonders den
Allgemeinen unterwegs weniger Zeit und
geringen Kapitaleinsatz sowie die mögdie Displays bieten zum Teil erheblich
liche Hebelwirkung bei entsprechenden
weniger Platz, um Inhalte anzuzeigen.
Produkten. Über 65 Prozent der ZertifiDeshalb haben wir in der Entwicklung
kateanleger machen ihre Investmententgroßen Wert darauf gelegt, dass die
scheidung von börsenrelevanten TagesInformationen auf das Wesentliche konereignissen abhängig. Ein besonderer
zentriert sowie klar und übersichtlich
Fokus liegt hier natürlich auf den EZBdargestellt werden.
Entscheidungen und allgemeinen Marktdaten wie beispielsweise der VeröffentAußerdem möchten wir unseren Usern,
lichung des Verbraucherindex. Dabei
völlig unabhängig von der Plattform, zu
greifen über 60 Prozent der Nutzer zujeder Zeit ein einheitliches OnVista.de
sätzlich auf das Werkzeug der Chartanapräsentieren. Deshalb haben alle Apps
lyse zurück, um ihre Entscheidung zu
denselben Aufbau und die gleiche
untermauern. Um das passende Produkt
Menüführung. Zudem kann auf dieselben
zu finden, verwenden sie dann entweder
persönlichen Musterdepots oder Favodirekt unser WKN-Suchfeld, den Zertifiritenlisten in allen Kanälen synchron
kate-Vergleich oder den Link »zugehörige
zugegriffen werden.
Zertifikate« im Basiswert.
16
Herr Steigemann, das Jahr 2014 neigt
sich dem Ende. Wagen Sie einen kleinen
Blick in die Zukunft: Auf was dürfen
sich die OnVista.de-Nutzer im Jahr 2015
freuen?
Genau wie im Jahr 2014 werden wir das
kommende Jahr dazu nutzen, OnVista.de
mit qualitativ hochwertigen, innovativen
Tools und Angeboten weiterzuentwickeln.
Unseren Fokus werden wir auf zwei Bereiche legen: Erstens werden wir dafür Sorge
tragen, dass Nutzer, die sich erstmalig mit
dem Thema »Wertpapieranlage« beschäftigen, mit OnVista.de den richtigen Partner an ihrer Seite wissen. Dies bedeutet
eine Erweiterung unseres Angebots um
noch mehr edukative Texte sowie Videos.
Zweitens liegt uns der Bereich »MyOnVista« sehr am Herzen. Unser Ziel ist es,
dieses Angebot neu zu konzipieren. Aufbauend auf den bereits vorhandenen Depotfunktionalitäten und Favoritenlisten stellen
wir uns hier zusätzliche Angebote vor.
Was sich genau dahinter verbirgt, wird
man im Laufe des Jahres auf OnVista.de
sehen und ausprobieren können.
Gestatten Sie uns zum Abschluss noch
eine persönliche Frage: Wie legt der
Privatmann Ronny Steigemann sein
Geld an? Lassen Sie sich beraten oder
entscheiden Sie selbst?
Ich zähle mich zu den Selbstentscheidern.
Mein Portfolio ist langfristig orientiert und
recht breit diversifiziert. Es besteht vor
allem aus deutschen und amerikanischen
Blue-Chip-Aktien und Index-ETFs. Ergänzend bin ich noch in einigen Rohstoffen
investiert, meistens mit ETFs oder Zertifikaten. Hin und wieder streue ich in
kleinem Rahmen auch mal den einen
oder anderen Hebel ein.
Vielen Dank für das Gespräch!
Das Interview führte Laura Schwierzeck.
MESSEN, BÖRSENTAGE & SEMINARE
Messen, Börsentage & Seminare
Treffen Sie die Experten vor Ort
21.–22. November 2014
WORLD OF TRADING
Forum der Messe Frankfurt
Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
www.wot-messe.de
29. November 2014
BÖRSENTAG FRANKFURT
Industrie- und Handelskammer
Frankfurt, Börsenplatz 4
60313 Frankfurt
www.boersentag-frankfurt.de
17. Januar 2015
BÖRSENTAG DRESDEN
Maritim Congress Center Dresden
Ostra-Ufer 2, 01067 Dresden
www.boersentag-dresden.de
14. März 2015
ANLEGERTAG DÜSSELDORF
Classic Remise, Harffstraße 110a
40591 Düsseldorf
www.anlegertag.de
17
TECHNISCHE ANALYSE
»Nach drei Jahren Bilderbuchhausse liegt im S&P 500 eine
veränderte technische Lage vor.«
S&P 500: Bilderbuch-Haussetrend beendet
SOPHIA WURM (Technische Analyse, CM Research)
Der US-amerikanische S&P 500 befindet
sich seit dem Frühjahr 2009 in einem
technischen Haussezyklus (Start bei 667
Punkten), wobei sich der langfristige
Haussetrend im Bereich von 1.850 Punkten bewegt. Ab Herbst 2011 erhöhte sich
die Aufwärtsdynamik innerhalb des langfristigen Haussezyklus weiter. Diese Aufwärtsbeschleunigung führte den S&P 500
im Mai 2013 mit einem übergeordneten
Kaufsignal über die langfristige Widerstandszone im Bereich von 1.550 bis
1.576 Punkten (stammt aus den Jahren
2000 bzw. 2007). Insbesondere ab dem
Jahresbeginn 2014 baute er eine Relative
Stärke gegenüber den europäischen Leit18
indizes wie dem DAX und dem EURO
STOXX 50 auf. Im September 2014 erreichte er ein neues Allzeithoch im Bereich von 2.020 Punkten (zum Vergleich:
Der DAX erreichte seinen Höchstkurs
bereits im Juni 2014). Vor dem Hintergrund der aufgekommenden Konjunktursorgen sowie des zuletzt deutlich aufgewerteten US-Dollar (gegenüber verschiedenen wichtigen Währungen wie dem
Euro, dem britischen Pfund und dem
japanischen Yen) kam der S&P 500
zuletzt allerdings mit einem ausgeprägten
Gewinnmitnahmesignal unter Druck,
beendete den beschleunigten Haussetrend aus dem Herbst 2011 und ist an
den langfristigen Haussetrend aus dem
Frühjahr 2009 zurückgefallen. Nach drei
Jahren Bilderbuchhausse deutet sich
damit im S&P 500 eine mittelfristige
technische Gegenbewegung auf die vorherigen Kursgewinne bzw. ein volatilerer
Seitwärtsmarkt an. Die nächste mittelfristige Unterstützungszone befindet sich
im Bereich von 1.750 bis 1.800 Punkten.
Mit Blick auf die europäischen Aktienmärkte ist damit der technische Rückenwind von der Weltleitbörse verloren
gegangen. Das Überwinden der neuen
Widerstandszone um 2.000 bis 2.020
Punkte sollte damit zunächst nicht auf
der technischen Agenda stehen.
TECHNISCHE ANALYSE
ANLAGEIDEEN
Mit den Capped Bonus-Zertifikaten der Commerzbank
können Anleger an der Wertentwicklung des S&P
500-Index bis zum Cap partizipieren. Zudem erhalten
Anleger den Bonusbetrag, solange die Barriere des
jeweiligen Zertifikats bis zum Bewertungstag nicht erreicht
oder unterschritten wird. Bei Unterschreitung der Barriere
Produkttyp
Capped
Bonus-Zertifikat
Produkttyp
WKN
CB8 DK5
Barriere
1.650 Punkte
Bonuslevel/Cap
2.160 Punkte
folgt das Zertifikat unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses dem S&P 500 bis zum Cap. An Kurssteigerungen über den Cap hinaus nehmen Anleger nicht teil.
Die Zertifikate sind währungsgesichert, das heißt, für
Anleger besteht kein zusätzliches Währungsrisiko bei
Veränderungen des Euro/US-Dollar-Wechselkurses.
Capped
Bonus-Zertifikat
Produkttyp
Capped
Bonus-Zertifikat
WKN
CB8 DK4
WKN
CB8 DK3
Barriere
1.600 Punkte
Barriere
1.550 Punkte
Bonuslevel/Cap
2.110 Punkte
Bonuslevel/Cap
2.080 Punkte
Bonus-/Höchstbetrag 21,60 EUR
Bonus-/Höchstbetrag 21,10 EUR
Bonus-/Höchstbetrag 20,80 EUR
Bezugsverhältnis
100:1
Bezugsverhältnis
100:1
Bezugsverhältnis
100:1
Bewertungstag
18.06.2015
Bewertungstag
18.06.2015
Bewertungstag
18.06.2015
Fälligkeit
25.06.2015
Fälligkeit
25.06.2015
Fälligkeit
25.06.2015
Währungsgesichert
Ja
Währungsgesichert
Ja
Währungsgesichert
Ja
Geld-/Briefkurs
20,29/20,30 EUR
Geld-/Briefkurs
20,05/20,06 EUR
Geld-/Briefkurs
19,93/19,94 EUR
Abstand zur Barriere 15,06 %
Abstand zur Barriere 17,65 %
Abstand zur Barriere 20,19 %
Bonusrendite p.a.
Bonusrendite p.a.
Bonusrendite p.a.
9,54 %
7,72 %
6,50 %
Stand: 23. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets. Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
S&P 500
Punkte
2.100
2.050
2.000
1.950
1.900
1.850
1.800
1.750
1.700
1.650
1.600
1.550
1.500
Allzeithoch
2.019 Pkt.
K = Kaufsignal
V = Verkaufssignal
TP = Take-Profit-Signal
K
1.900 Pkt.
TP
1.850
Pkt.
1.687 Pkt.
Zentraler Haussetrend
(aus 2009)
1.475 Pkt. K
1.450
200-Tage-Linie
1.400
S&P 500
Punkte
2.200
2.100
2.000
1.900
1.800
1.700
1.600
1.500
1.400
1.300
1.200
1.100
1.000
200-Tage-Linie
900
1.350
1.300
800
1.343 Pkt.
2013
700
2014
Stand: 16. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
600
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Stand: 16. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
19
TECHNISCHE ANALYSE
»Da sich diese Korrektur in den
kommenden Wochen/Monaten
ausweiten sollte, empfiehlt sich
zunächst eine defensive Haltung
gegenüber dem DAX.«
DAX: In der technischen Korrektur
ACHIM MATZKE (Leiter Technische Analyse, CM Research)
Aus langfristiger technischer Sicht durchläuft der DAX – ähnlich wie der S&P 500
– seit dem Frühjahr 2009 (Start bei 4.966
Punkten) einen intakten Haussezyklus.
Dieser wird durch den zentralen Aufwärtstrend im Bereich von 7.400 Punkten begrenzt. Zusätzlich ergab sich im Herbst
2011 ein beschleunigter Haussetrend,
der den Index im Sommer 2013 über die
langfristige Widerstandszone im Bereich
von 8.000 bis 8.150 Punkten (Allzeithochs
aus den Jahren 2000 bzw. 2007) führte.
Im Juni 2014 erreichte der DAX ein neues
Allzeithoch bei 10.051 Punkten. Bereits
zum Jahresbeginn 2014 hatte sich die
mittelfristige Aufwärtsdynamik allerdings
abgeschwächt und es hatte sich eine Seitwärtsbewegung ergeben. Diese wurde
durch die Widerstandszone im Bereich
20
des neuen Allzeithochs auf der einen und
der Unterstützungszone im Bereich von
8.900 bis 9.000 Punkten auf der anderen
Seite begrenzt. Hierbei ergaben sich ausgeprägte kurzfristige Auf- und Abwärtstrends. Im Zuge eines kurzfristigen Abwärtstrends beendete der DAX seinen seit
Herbst 2011 vorliegenden beschleunigten
Aufwärtstrend im August 2014 mit einem
Gewinnmitnahmesignal. Gleichzeitig fiel
er unter die 200-Tage-Linie zurück. Vor
dem Hintergrund aufkommender Konjunktursorgen verschlechterte sich die
Marktbreite des Index in den letzten
Wochen deutlich (viele Indexmitglieder
weisen technische Eintrübungen und
Verkaufssignale auf). Als Konsequenz
kam der DAX Mitte Oktober deutlich
unter Druck, beendete die mittelfristige
Seitwärtsbewegung mit einem Verkaufs-
signal und befindet sich nun in einer
technischen Korrektur (10 Prozent bis
20 Prozent Kursverlust vom vorherigen
Kurshoch bei 9.891 Punkten). Da sich
diese Korrektur in den kommenden
Wochen/Monaten insbesondere unter
zeitlichen Aspekten ausweiten sollte,
empfiehlt sich zunächst eine defensive
technische Haltung gegenüber dem DAX.
Mit Blick nach vorne ist aus technischer
Sicht positiv hervorzuheben, dass der
DAX ab dem Niveau von 8.355 Punkten
(Tagestief von Mitte Oktober 2014) bis in
die Region von 8.100 Punkten (ehemalige
Widerstandszone aus den Jahren 2000
und 2007) eine massive gestaffelte Unterstützungszone aufweist. Hier deutet sich
eine gute Chance an, dass der DAX in
der laufenden Korrektur diese Zone nicht
unterbietet.
TECHNISCHE ANALYSE
ANLAGEIDEE
Spekulativ
Neutral
Konservativ
Mit dem Inline-Optionsschein können
Anleger von einer Seitwärtsbewegung
des DAX-Index profitieren. Denn solange
sich der DAX während der Laufzeit des
Inline-Optionsscheins innerhalb der
Bandbreite von 7.800 bis 10.700 Punkten
bewegt, bekommen Anleger den Höchstbetrag von 10,00 Euro ausbezahlt.
Durchbricht der DAX hingegen die obere
oder untere Barriere, endet die Laufzeit
vorzeitig und der Optionsschein verfällt
wertlos (Anleger erleiden einen Totalverlust).
Mit dem Capped Bonus-Zertifikat können
Anleger an der Wertentwicklung des
DAX-Index bis zum Cap partizipieren.
Zudem erhält der Anleger den Bonusbetrag, solange die Barriere bis zum
Bewertungstag nicht erreicht oder unterschritten wird. Bei Unterschreitung der
Barriere folgt das Zertifikat unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses dem
DAX bis zum Cap. An Kurssteigerungen
über den Cap hinaus nehmen Anleger
nicht teil.
Beim Kauf des Classic Discount-Zertifikats auf den DAX-Index erhalten
Anleger einen Preisabschlag (Discount)
auf den aktuellen Wert des DAX-Index.
Im Gegenzug für diesen Discount verzichtet der Anleger auf die Möglichkeit,
unbegrenzt an Kurssteigerungen des
DAX-Index zu partizipieren. Der maximale Rückzahlungsbetrag entspricht
90,00 Euro.
Produkttyp
Inline-Optionsschein
Produkttyp
Capped
Bonus-Zertifikat
Produkttyp
Classic
Discount-Zertifikat
WKN
CR2 7PF
WKN
CB2 GRW
WKN
CB7 PK5
Untere Barriere
7.800 Punkte
Barriere
8.000 Punkte
Cap
9.000 Punkte
Obere Barriere
10.700 Punkte
Bonuslevel/Cap
10.310 Punkte
Bezugsverhältnis
100:1
Bewertungstag
18.03.2015
Bonus-/Höchstbetrag 103,10 EUR
Bewertungstag
16.04.2015
Fälligkeit
25.03.2015
Bezugsverhältnis
100:1
Fälligkeit
23.04.2015
Höchstbetrag
10,00 EUR
Bewertungstag
19.03.2015
Geld-/Briefkurs
85,61/85,62 EUR
Geld-/Briefkurs
7,63/7,73 EUR
Fälligkeit
26.03.2015
Discount
4,71 %
Max. Rendite
29,36 Prozent
Geld-/Briefkurs
95,92/95,93 EUR
Max. Rendite p.a.
10,25 %
Abstand zur Barriere 10,98 %
Bonusrendite p.a.
17,68 %
Stand: 23. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets. Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
DAX
Punkte
11.000
10.500
10.000
9.500
Allzeithoch
9.794 Pkt.
TP
9.000
8.500
8.150 Pkt. K
Widerstand
K
8.900–
9.000 Pkt.
8.000
7.500 Pkt.
7.500
7.000
6.500
V
7.400 Pkt.
K
200-Tage-Linie
K
K
6.000
DAX
Punkte
10.500
10.000
9.500
9.000
8.500
8.000
7.500
7.000
6.500
6.000
Zentraler Haussetrend
(aus 2009)
K = Kaufsignal
5.914 Pkt.
5.500
5.000
10.051 Pkt.
V = Verkaufssignal
TP = Take-Profit-Signal
4.966 Pkt.
2012
5.500
5.000
200-Tage-Linie
4.500
4.000
3.500
2013
2014
Stand: 16. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
2009
2010
2011
2012
2013
2014
Stand: 16. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
21
AKADEMIE
Volatilität –
Gradmesser für das Risiko
JAN SCHNEIDER (Produktmanager, Equity Markets & Commodities)
In der letzten ideas-Ausgabe haben wir uns mit der Optionsbewertung mittels der Black-Scholes-Formel
beschäftigt. In diese Formel geht als wesentlicher Parameter die Volatilität ein, um den Preis einer
Option zu bewerten. Denn die Volatilität hat einen entscheidenden Einfluss auf den Preis vieler Produkte.
Daher möchten wir uns in der ideas-Akademie diesmal mit der Volatilität beschäftigen.
Zur Berechnung der historischen Volatilität werden
Historische Volatilität
vergangenheitsbezogene Daten herangezogen, daher
Zunächst unterscheidet man zwei Arten der Volatiliist sie ungeeignet, um sie zur Optionspreisberechtät: die »historische« und die »implizite« Volatilität.
nung zu verwenden, denn hier muss die erwartete
Mathematisch ist die historische Volatilität die Standardabweichung logarithmierter Renditen, berechnet Volatilität berücksichtigt werden. Für die Preisstellung von Optionsscheinen und Zertifikaten, die Emitfür einen bestimmten Zeitraum. Häufig wird sie antenten für ihre Produkte anbieten,
nualisiert dargestellt. Einfacher
wird deshalb die implizite Volatiliausgedrückt ist sie die in Prozent
tät verwendet.
angegebene Schwankungsbreite,
»Die Volatilität ist ein
mit der sich der Preis eines WertGradmesser für das Risiko
papiers in einem betrachteten
Implizite Volatilität
einer bestimmten Aktie
Zeitraum verändert. Häufig wird
Um die implizite Volatilität zu beoder eines Index.«
die historische 30-Tage- oder
rechnen, betrachtet man zunächst
250-Tage-Volatilität veröffentlicht.
die Preisstellung von Optionskontrakten am Terminmarkt, beispielsweise der Eurex (des Terminmarkts der DeutDie 250-Tage-Volatilität der BASF-Aktie liegt beischen Börse) oder der CBOE (Chicago Board Options
spielsweise derzeit bei ca. 19 Prozent, während
Exchange) in den USA. Aus den hier ermittelten Preidieselbe Volatilität der Aktie von SGL Carbon fast
sen der Optionen, die durch Angebot und Nachfrage
doppelt so hoch, bei rund 37 Prozent liegt. Das beentstehen, werden durch eine mathematische Methodeutet, dass die Aktienkurse der vergleichsweise
de die impliziten Volatilitäten errechnet, die dann als
niedrig kapitalisierten SGL Carbon im Durchschnitt
Grundlage für die Berechnung von Optionsscheinen
fast doppelt so stark geschwankt haben wie die des
und Zertifikaten genutzt werden können.
Chemieunternehmens aus Ludwigshafen.
22
AKADEMIE
Beispiel:
An der Eurex kostet eine Call Option (am Geld) bezogen auf die Aktie von BASF mit einem Basispreis in
Höhe von 70 Euro und einer Laufzeit bis Dezember
2014 2,70 Euro. Verwendet man nun ein Standardpreismodell zur Berechnung der Volatilität, ergibt
sich ein Wert von ca. 21,6 Prozent.
Diese aus den Preisen der Optionen errechnete Volatilität bezeichnet man auch als Markt- oder »faire«
Volatilität, da die Optionspreise, wie bereits erwähnt,
durch Angebot und Nachfrage entstehen.
Möchte nun ein Emittent den Preis für einen Optionsschein mit gleicher Ausstattung ermitteln, könnte er
diese Volatilität als Parameter in seine Berechnung
einfließen lassen. Das bedeutet letztendlich, je höher
die Preise an der Eurex, desto höher die daraus berechnete implizite Volatilität, desto höher die Preise
der Optionsscheine der verschiedenen Emittenten.
Auch der Privatanleger kann die implizite Volatilität
für seine Anlageentscheidungen nutzen. Denn sie ist
ein Indikator für die Unsicherheit der zukünftigen
Entwicklung eines Aktienkurses und somit ein Gradmesser für das Risiko einer bestimmten Aktie oder
eines Index. Dies kann man sehr gut in den Tagen
vor der angekündigten Veröffentlichung der Geschäftszahlen oder vor wichtigen Unternehmensmitteilungen sehen. In dieser Zeit ist regelmäßig ein
mehr oder weniger starker Anstieg der impliziten
Volatilität zu beobachten. Meist unabhängig von
guten oder schlechten Neuigkeiten fällt nach der
Verkündung die implizite Volatilität deutlich ab, weil
die Unsicherheit mit der Veröffentlichung ebenfalls
deutlich sinkt.
Es gibt für den Anleger eine weitere Möglichkeit, die
implizite Volatilität zu nutzen: Er ist mit ihr in der
Lage, Produkte verschiedener Emittenten, die sich
beispielsweise nur geringfügig um wenige Tage in
der Laufzeit unterscheiden, miteinander zu vergleichen. Die meisten Finanzportale zeigen mittlerweile
die Kennzahl neben den entsprechenden Produkten
an. Hier gilt: Je geringer die Volatilität, desto günstiger der Optionsschein.
23
TRADER 2014
Trader 2014 –
DAX sorgt für Wirbel im Börsenspiel
CHRISTIAN HERMANN (Produktmanager, Equity Markets & Commodities)
Das diesjährige Trader-Börsenspiel war im bisherigen Spielverlauf geprägt durch geopolitische
Ereignisse, spannende Börsengänge sowie große Bewegungen an den Märkten.
SPIELWOCHE 2
(15. September – 19. September)
Wochengewinner: eierdieb (+335,29 Prozent)
Glücksritter der Woche: pocoloco
In der zweiten Spielwoche lag das Augenmerk der
Mitspieler auf dem Unabhängigkeitsreferendum in
Schottland. Am 18. September 2014 hatten knapp
4,3 Millionen Wahlberechtigte die Möglichkeit zu
entscheiden, ob Schottland nach 307 Jahren Zugehörigkeit das Vereinigte Königreich verlassen solle.
Das Ergebnis des Entscheids, nämlich die weitere
Zugehörigkeit zu Großbritannien, wurde von den
Märkten mit großer Erleichterung aufgenommen,
war eine Unabhängigkeit Schottlands doch mit einer
Reihe ungeklärter Fragestellungen verbunden. Für
Furore sorgte darüber hinaus der chinesische Internetkonzern Alibaba, dem am 19. September 2014 der
bisher größte Börsengang der Geschichte gelang.
SPIELWOCHE 3
(22. September – 26. September)
Wochengewinner: vicky93 (+375,34 Prozent)
Glücksritter der Woche: Tidal_money
Nachdem das Schottland-Referendum die Anleger
noch in Kauflaune versetzt hatte, übernahmen in der
dritten Woche des Börsenspiels die Bären das Ruder.
Quer durch die meisten Assetklassen waren dabei
fallende Kurse zu beobachten. Neben dem deutschen
Leitindex DAX musste aufgrund guter Konjunkturdaten aus den USA und der Ankündigung der Europäischen Zentralbank, auch weiterhin mit geldpolitischen Maßnahmen intervenieren zu wollen, auch
der Eurokurs Federn lassen.
24
SPIELWOCHE 4
(29. September – 2. Oktober)
Wochengewinner: kingpin (+356,27 Prozent)
Glücksritter der Woche: grodia
Die vierte Spielwoche stand ganz im Fokus der
Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) in
Neapel am 2. Oktober 2014. Nachdem der EZB-Rat
bereits im September neben der Verkündung einer
Leitzinssenkung auch nähere Angaben zum geplanten Ankaufprogramm für forderungsbesicherte Wertpapiere gemacht hatte, erhofften sich die Marktteilnehmer hierzu weitere Konkretisierungen. Ebenfalls
auf ein hohes Anlegerinteresse trafen die Börsengänge des Online-Versandhändlers Zalando am Mittwoch
und des Beteiligungsunternehmens Rocket Internet
am Donnerstag, beides Firmen der Internet-Unternehmer Samwer. Anders als Alibaba in der Vorwoche
mussten beide Unternehmen bereits an den ersten
Handelstagen mächtig Federn lassen. Auch reagierte
der Markt enttäuscht auf die Details und den Umfang
der angekündigten weiteren EZB-Maßnahmen – als
Reaktion brach der DAX im Nachgang der Ratssitzung massiv ein (siehe Grafik 1).
SPIELWOCHE 5
(6. Oktober – 10. Oktober)
Wochengewinner: onestone81 (+573,14 Prozent)
Glücksritter der Woche: club.mate
In der fünften Spielwoche des Trader-Börsenspiels
setzte sich der Ausverkauf an den Märkten in erhöhter Geschwindigkeit fort. Drückten in der Vorwoche
noch die Unsicherheiten im Umfeld der Ratssitzung
der Europäischen Zentralbank auf die Kurse an den
TRADER 2014
europäischen Börsen, so wurde der weitere Abverkauf in der letzten Woche unter anderem durch
schwache Konjunkturzahlen aus Deutschland
befeuert. Nachdem einige EU-Mitgliedsstaaten wie
Frankreich bereits wieder in die Rezession abgerutscht waren, sind nun auch für Deutschland die
ersten größeren Konjunktureintrübungen zu beobachten. So wird im am Donnerstag veröffentlichten
Herbstgutachten der Bundesregierung nur noch ein
recht mageres Wirtschaftswachstum von etwa 1,3
Prozent erwartet. Unter dem Eindruck dieser Hiobsbotschaften markierte der deutsche Leitindex DAX
am Wochenende mit einem Schlusskurs von rund
8.789 Punkten schließlich ein neues Jahrestief.
Knapp eine Million Orders
Trotz des herausfordernden Umfelds gelang es
vielen Spielern, durch den geschickten Einsatz von
Aktien und Zertifikaten teils herausragende Wochenperformances zu erwirtschaften. Dabei boten die
starken Marktbewegungen ein hohes Potenzial,
das viele Spieler durch den Einsatz entsprechender
Hebelprodukte für sich zu nutzen wussten. Auch
die Anzahl der bisher im Spiel getätigten knapp
990.000 Orders spiegelt die hohe Volatilität der
Märkte wider. Dabei bevorzugten die meisten Mitspieler im bisherigen Spielverlauf Produkte auf den
DAX, den Euro- sowie den Goldkurs. Neben den
Wochengewinnern hatten auch eine Reihe anderer
Spieler Grund zur Freude: Unter allen teilnehmenden
Spielern wurde pro Woche je eines von zehn Apple
iPads mini mit Retina Display (16 GB, Wi-Fi +
Cellular) verlost.
Gesamtführender
Mit einer Performance von +2.355,44 Prozent führt
der Spieler »Vicky93« aktuell (Stand: 10. Oktober
2014) die Gesamtrangliste des Börsenspiels an.
Grundlage für diese atemberaubende Performance
war die korrekte Antizipation des Kursrutschs im
DAX am 25. September 2014, als der Spieler mit
einer riskanten Spekulation über ein Classic TurboZertifikat den Grundstein für seinen Erfolg legen
konnte. Auch im weiteren Spielverlauf war »Vicky93«
auf fallende Kurse im DAX eingestellt, eine Markterwartung, die sich in den Spielwochen 4 und 5,
in denen der DAX knapp 545 Punkte (knapp 6,6
Prozent) verlor, mit hohen Performancegewinnen
bezahlt machen sollte.
Die vollständigen und für die Teilnahme maßgeblichen Spielregeln und Teilnahmebedingungen
stehen im Internet unter www.trader-2014.com
zur Verfügung.
Grafik 1: Kursverlauf des DAX seit Spielbeginn
DAX-Schlusskurs in Indexpunkten
9.900
9.700
Grafik 2: Kursverlauf des DAX (fünf Jahre)
9.500
DAX-Schlusskurs in Indexpunkten
10.000
9.300
9.000
8.000
9.100
7.000
8.900
6.000
8.700
8. Sept.
12. Sept.
16. Sept.
20. Sept.
24. Sept.
28. Sept.
2. Okt.
Stand: 14. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
6. Okt.
10. Okt.
5.000
Okt 09
Apr 10
Okt 10
Apr 11
Okt 11
Apr 12
Okt 12
Apr 13
Okt 13
Apr 14
Okt 14
Stand: 14. Oktober 2014; Quelle: Reuters, Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
25
ALLIANZ
Allianz – Solide und gut aufgestellt
MICHAEL CLOTH (Investmentstrategie Private Kunden)
LAURA SCHWIERZECK (Produktmanager, Equity Markets & Commodities)
EINSCHÄTZUNG UND AUSBLICK DER
COMMERZBANK INVESTMENTSTRATEGIE
PRIVATE KUNDEN
Solider Unterbau: Sachversicherung ist eine Perle
Das Schaden- und Unfallgeschäft – mit führenden
Positionen in Deutschland, Italien und Frankreich
sowie einer starken Ausrichtung auf private Kunden
– ist die Cashcow des Konzerns. Diese Sparte bleibt
absehbar die wichtigste Ergebnissäule. Die Preisund Volumenentwicklung zeigt sich weiter positiv.
Zwar ist das Wachstum oftmals – vor allem in den
genannten reifen Kernmärkten – moderat, die Profitabilität wird aber durch Kostensenkungen unterstützt.
Vor allem im schwierigen Heimatmarkt Deutschland
zeigen sich Fortschritte, was sich im Hinblick auf die
Schaden-Kosten-Quote auszahlt. Da die Preiszuwächse in einigen Märkten (zum Beispiel in dem für die
Allianz äußerst rentablen Italien) den Höhepunkt
überschritten haben, kommt der Risikoselektion und
der Kostendisziplin künftig höhere Bedeutung zu,
was sich aber auch bereits zum Beispiel in Deutschland in der Kostenquote wiederfindet.
26
Leben-Geschäft ist lebendig
Trotz eines herausfordernden Umfelds konnte die
Allianz im Leben- und Krankengeschäft (L&H) bisher
mit einer zum Teil sehr guten Entwicklung überzeugen. Im laufenden Jahr hat der Zufluss verwalteter
Gelder vor allem in den USA angehalten. Die Margenverbesserung im neuen Geschäft ist ebenso auf den
erfolgreichen Absatz in den USA zurückzuführen.
Damit zeigt sich der Vorteil einer regional breiteren
Aufstellung. In Deutschland versucht der Versicherer
zudem mit einer Produktinnovation dem flauen Markt
etwas mehr Leben einzuhauchen. Immerhin fällt das
Gros des Neugeschäfts bereits auf dieses Produkt.
Ganz grundsätzlich sollten steigende langfristige Zinsen der Profitabilität (wenn auch sehr langsam) wieder
helfen. Immerhin gilt die Allianz als sehr reservestark
und kann überdurchschnittliche Überschussrenditen
bieten, was als Wettbewerbsvorteil zu werten ist.
Altes und neues Sorgenkind: Asset Management
Das Asset Management wird erheblich durch die
PIMCO-Tochter, einem Spezialisten und führenden
ALLIANZ
US-Fondsanbieter im festverzinslichen Bereich,
geprägt. Bis zur Jahresmitte 2013 brillierte PIMCO
durch sehr hohe Mittelzuflüsse im Fixed-IncomeBereich. In Erwartung einer nachhaltigen Zinswende
und zuletzt vor allem wegen einer insgesamt unterdurchschnittlichen Performance-Entwicklung bei
PIMCO wurden aber in den letzten Quartalen erhebliche Mittel abgezogen. Dieser Trend setzt sich in 2014
fort. Dazu steht die Ertragsbasis auch wegen fehlender Performance-Einnahmen unter Druck. Immerhin
hält das Management durch höhermargige Produkte
und eine verstärkte Kostendisziplin dagegen. Insgesamt aber bleibt das Stimmungsbild hinter der langjährigen Erfolgsstory Asset Management/PIMCO
Grafik 1: Wertentwicklung Allianz SE
in Euro
150
140
130
120
110
100
90
80
70
60
50
Okt 09 Apr 10 Okt 10 Apr 11 Okt 11 Apr 12 Okt 12 Apr 13 Okt 13 Apr 14 Okt 14
Stand: 8. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
deutlich eingetrübt. Der überraschende Abgang des
Mitbegründers Bill Gross lässt befürchten, dass sich
die Mittelabflüsse zunächst beschleunigen. Die deutlich negative Kursreaktion infolge der Ankündigung
des Abgangs dürfte dieses Risiko allerdings weitgehend widerspiegeln.
Pluspunkt Kapitalstärke – auch mit Blick auf die
Ausschüttung
Das Management ist für Überlegungen offen, die
Ausschüttungsquote (derzeit 40 Prozent) anzuheben.
Die starke Eigenkapitalausstattung lässt das in jedem
Fall zu und es dürften auch auf Holding-Ebene genügend Mittel zur Verfügung stehen. Sonderausschüttungen (Sonderdividende, Aktienrückkäufe) sind
nicht zu erwarten. Offenbar entspannter gibt sich das
Management aber in Bezug auf die finalen Umsetzungsbestimmungen zu Solvency II sowie die Diskussion um die Einstufung als systemrelevanter Versicherer. Das nährt Hoffnungen (und Erwartungen),
dass die Ausschüttungsquote zum Ende des Jahres
nach oben angepasst wird.
Fazit:
Der Kurs wurde zuletzt durch die Entwicklungen
beim Fondsvehikel PIMCO belastet. Dieses ist zwar
nicht unbedeutend, aber das Versicherungsgeschäft
ist für den Konzern bei weitem relevanter. Außerdem
dürfte in Kürze das Thema einer verbesserten Ausschüttung breiteren Diskussionsraum einnehmen.
Dies sollte der günstig bewerteten Aktie neuen
Rückenwind geben.
27
ALLIANZ
UNTERNEHMENSPORTRÄT
Die Allianz SE mit Sitz in München ist die Holdinggesellschaft der Allianz Gruppe. Weltweit
arbeiten rund 148.000 Mitarbeiter für den Konzern. Das internationale Unternehmen, das nach
der Verschmelzung mit der italienischen Tochter RAS zu einer Europäischen Aktiengesellschaft
(SE) umfirmierte, betreut etwa 83 Millionen Kunden in rund 70 Ländern. In Deutschland hat die
Allianz mehr als 20 Millionen Kunden und ist gemessen an den Prämieneinnahmen der Marktführer. Die Geschäftsfelder erstrecken sich auf das Schaden- und Unfallgeschäft, das Leben- und
Krankenversicherungsgeschäft und das Asset Management. Das Bankgeschäft hat nach dem
Verkauf der Dresdner Bank nur noch eine untergeordnete Bedeutung und wird nicht mehr als
eigenständiges Segment geführt. Die Aktie der Allianz SE wird an allen deutschen sowie den
europäischen Börsenplätzen in London, Zürich, Paris und Mailand gehandelt. Die Aktien befinden
sich zu 100 Prozent im Streubesitz.
ANLAGEIDEE: ZERTIFIKATE AUF ALLIANZ
Sie möchten von der künftigen Wertentwicklung der Allianz-Aktie profitieren? Um Ihr
persönliches Risiko- und Renditeprofil umzusetzen, bietet die Commerzbank verschiedene Zertifikatstypen an, mit denen Anleger
an der Wertentwicklung der ausgewählten
Aktien partizipieren können. Ganz gleich,
ob Sie mit Hebelprodukten auf schnelle und
kurzfristige Marktveränderungen setzen
möchten oder mit Anlageprodukten eine
intelligente Alternative zum reinen Aktieninvestment suchen, bei der Commerzbank
werden Sie fündig.
Ein Überblick über das gesamte Produktspektrum an Zertifikaten steht Ihnen im Internet
unter www.zertifikate.commerzbank.de
zur Verfügung.
Classic Discount-Zertifikate
WKN
Basiswert
Cap
Bewertungstag
Discount
Max.
Rendite p.a.
Geld-/Briefkurs
CZ8 N71
Allianz
110 EUR
17.09.2015
14,55 %
5,08 %
105,09/105,10 EUR
CZ8 N74
Allianz
115 EUR
17.09.2015
12,03 %
6,76 %
108,23/108,24 EUR
CZ8 N77
Allianz
120 EUR
17.09.2015
9,90 %
8,91 %
110,90/110,91 EUR
CZ8 N7A
Allianz
125 EUR
17.09.2015
8,16 %
11,49 %
113,02/113,03 EUR
CZ8 N7D
Allianz
130 EUR
17.09.2015
6,83 %
14,53 %
114,65/114,66 EUR
Classic Bonus-Zertifikate
WKN
Basiswert Bonuslevel
Barriere
Bewertungstag
Abstand zur BonusBarriere
rendite p.a.
Geld-/Briefkurs
CR2 1WM
Allianz
133 EUR
102 EUR
18.06.2015
17,00 %
8,47 %
125,76/125,79 EUR
CR2 1WN
Allianz
137 EUR
105 EUR
18.06.2015
14,50 %
12,32 %
126,57/126,61 EUR
CR2 1WP
Allianz
142 EUR
108 EUR
18.06.2015
12,12 %
16,95 %
127,44/127,49 EUR
CR2 1WQ
Allianz
149 EUR
111 EUR
18.06.2015
9,72 %
23,59 %
128,64/128,70 EUR
Faktor-Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit
WKN
Basiswert
Strategie
CZ6 RQ0
Allianz
Long
Faktor
3
Indexgebühr
0,70 % p.a.
Geld-/Briefkurs
9,82/9,87 EUR
CZ6 TNL
Allianz
Long
4
0,70 % p.a.
9,83/9,89 EUR
CZ6 SND
Allianz
Long
5
0,70 % p.a.
8,89/8,96 EUR
Stand: 23. Oktober 2014; Quelle: Commerzbank Corporates & Markets
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform. Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im
Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung.
28
DIREKTBROKER
2,90 Euro-»Flat Fee« bei Cortal Consors
CHRISTOPHER MAASS (Produktmanager, Equity Markets & Commodities)
Cortal Consors-Kunden haben Grund zur Freude, denn am 1. November 2014 startet die neue
»Flat Fee-Aktion« für Optionsscheine, Zertifikate und Aktienanleihen der Commerzbank. Für alle
Kunden bedeutet das konkret, dass sie sämtliche von der Commerzbank begebenen Derivate
bezogen auf Einzelaktien, Edelmetalle, Energie und Kupfer zu einer Pauschalgebühr in Höhe von
2,90 Euro kaufen und verkaufen können. Diese Aktion gilt für den Handel im außerbörslichen
Direkthandel (LiveTrading) und ab einem Ordervolumen von 2.000 Euro pro Order. Ob fürs Trading
oder den längerfristigen Vermögensaufbau – diese günstigen Konditionen können Cortal ConsorsKunden bis Ende Juni 2015 für sich nutzen.
Im Rahmen dieser langfristig angelegten
Partnerschaft können alle Cortal ConsorsKunden Produkte der DZ Bank ebenfalls
zu der Pauschalgebühr in Höhe von 2,90
Euro handeln. Hier beschränkt sich allerdings die Aktion auf alle Produkte mit den
Basiswerten Indizes, Währungen oder
Bund-Futures.
Für Cortal Consors-Kunden, die mit
dem außerbörslichen Handel noch nicht
vertraut sind:
Der außerbörsliche Handel hat gegenüber
dem börslichen Handel eine Vielzahl
von Vorteilen. Neben der signifikanten
Gebührenersparnis sind die verlängerten
Handelszeiten gerade im Handel mit USWerten von großem Vorteil. Weiterhin
sind Teilausführungen im sofortigen OTCHandel kein Thema mehr. Die Nutzer
der von Cortal Consors kostenlos angebotenen Tradingsoftware »Active Trader«
bekommen zudem die Möglichkeit,
kostenlose Realtime-Pushkurse der
Commerzbank bei der Umsetzung ihrer
Handelsstrategien zu nutzen.
Mit ca. 60.000 Turbo-Zertifikaten, Optionsscheinen, Aktienanleihen und Anlagezertifikaten bezogen auf rund 500 verschiedene
Aktien aus Deutschland, Europa, USA und
Asien inklusive China verfügt die Commerzbank über das umfangreichste Produktangebot im deutschen Zertifikatemarkt für
Privatanleger. Auch auf der Edelmetallund Rohstoffseite lässt das CommerzbankProduktangebot keinen Wunsch offen.
Ob Gold, Silber, Platin, Palladium, Öl oder
Kupfer: Für jedes Marktszenario werden
interessierte Kunden auf der Commerzbank-Internetseite www.zertifikate.
commerzbank.de fündig.
Aber im erfolgreichen Wertpapiergeschäft
zählt nicht nur die Quantität, sondern auch
die Qualität. Auch da kann die Commerzbank punkten. Eine Vielzahl von Publikumspreisen und Jury-Awards in den
letzten Jahren dokumentiert die herausragende Stellung der Commerzbank im
deutschen Derivate-Geschäft.
Die Aktion im Überblick:
• Transaktionskosten in Höhe von
2,90 Euro »flat« pro Order ab einem
Ordervolumen von 2.000 Euro
• Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen mit einem Basiswert
bezogen auf Aktien, Edelmetalle,
Energie oder Kupfer
• Laufzeit der Aktion bis zum
30. Juni 2015
29
AKTIENSTRATEGIE
DAX-Korrekturen: Kaufgelegenheiten im
Szenario einer Wachstumsdelle
ANDREAS HÜRKAMP (Leiter Aktienmarktstrategie, CM Research)
Angesichts schwacher deutscher Konjunkturdaten ist der DAX im Oktober deutlich unter die Marke
von 9.000 Punkten gefallen. Wir erwarten, dass der deutsche Leitindex noch in diesem Monat einen
Boden finden wird. Denn die Anlegerstimmung gibt mittlerweile wieder antizyklische Kaufsignale für
den DAX. Zudem lassen monetäre Indikatoren eher eine Wachstumsdelle als eine Rezession erwarten.
Und schließlich ist die DAX-Bewertung wieder auf den 10-Jahres-Durchschnitt gefallen. Nach einem
schwachen Oktober dürfte sich der DAX deshalb im November und Dezember wieder erholen.
Belastet durch schwache August-Daten
für die deutsche Konjunktur stürzte der
DAX im Oktober deutlich unter 9.000
Punkte – der untere Bereich der von uns
erwarteten DAX-Seitwärtsbewegung für
das Börsenjahr 2014. Mehrere Gründe
sprechen nun jedoch dafür, dass sich der
deutsche Leitindex im November und
Dezember wieder erholen wird.
30
(1) Anlegerstimmung: Die Stimmung der
Investoren hat sich seit Jahresbeginn
deutlich eingetrübt. So ist das Verhältnis
von Verkaufs- zu Kaufoptionen in den USA
von 0,7 (»sehr optimistisch«) im Januar
wieder auf 1,0 (»sehr besorgt«) gestiegen
(Grafik 1). Auch die implizite DAX-Volatilität ist von 12 auf über 20 gestiegen – häufig
ein antizyklisches Kaufsignal für den DAX.
(2) Konjunktur: Anfang 2014 erwarteten
viele Investoren ein starkes Wachstum der
Weltwirtschaft, gestützt von einer besseren Konjunktur im Euroraum. Zehn Monate später werden nun Rezessionsszenarien
diskutiert. Wir halten dies vor dem Hintergrund eines Wachstums der Geldmenge
M1 im Euroraum von 6 Prozent für unwahrscheinlich. Auch unser Early Bird-
AKTIENSTRATEGIE
Tabelle 1: 13 DAX-Aktien mit Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent
Aktie
Kurs
Dividendenausschüttung in Euro
in Euro
2010
2011
2012
2013
Münchener Rück
149,5
(3) Bewertung: Seit Jahresanfang ist das
Kurs-Gewinn-Verhältnis des DAX – basierend auf den Gewinnerwartungen für die
kommenden zwölf Monate – von 13,0 auf
11,0 gefallen. Die Bewertung entspricht
damit wieder dem 10-Jahres-Durchschnitt.
Gleichzeitig ist die Dividendenrendite
des DAX von 3,0 Prozent auf 3,3 Prozent
gestiegen und liegt damit 170 Basispunkte über der Rendite von BBB-Unternehmensanleihen von 1,6 Prozent. Mitte
Oktober hatten wieder 13 der 30 DAXUnternehmen eine erwartete Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent, basierend
auf der in diesem Jahr gezahlten Dividende (Tabelle 1). Daher sind nach dem
Kursrutsch im Oktober deutsche Aktien
wieder attraktiv bewertet.
6,25
6,25
2014
7,00
7,25
4,85
Deutsche Telekom
10,9
0,78
0,70
0,70
0,70
0,50
4,59
E.ON
13,3
1,50
1,50
1,00
1,10
0,60
4,50
Allianz
Index – ein Frühindikator für die deutsche
Wirtschaft, der von den Volkswirten der
Commerzbank berechnet wird – spricht
für das Szenario einer »Wachstumsdelle«.
In den Jahren 2000 und 2007 hatte
der Index noch vor einer Rezession in
Deutschland gewarnt. Der Early Bird signalisiert für das Jahr 2015 eine Erholung
des Ifo-Index (Grafik 2).
5,75
Rendite
in %
122,9
4,10
4,50
4,50
4,50
5,30
4,31
Deutsche Börse
51,3
2,10
2,10
2,30
2,10
2,10
4,10
Lufthansa
11,0
0,00
0,60
0,25
0,00
0,45
4,09
BASF
67,7
1,70
2,20
2,50
2,60
2,70
3,99
Daimler
56,7
0,00
1,85
2,20
2,20
2,25
3,97
RWE
27,5
3,50
3,50
2,00
2,00
1,00
3,64
Siemens
84,5
1,60
2,70
3,00
3,00
3,00
3,55
Deutsche Post
23,0
0,60
0,65
0,70
0,70
0,80
3,47
BMW
79,4
0,30
1,30
2,30
2,50
2,60
3,27
Fresenius
38,5
0,75
0,86
0,95
1,10
1,25
3,25
Deutsche Bank
25,1
0,75
0,75
0,75
0,75
0,75
2,98
Merck
68,7
1,00
1,25
1,50
1,70
1,90
2,76
adidas
55,5
0,35
0,80
1,00
1,35
1,50
2,70
Volkswagen Vz.
153,2
1,66
2,26
3,06
3,56
4,06
2,65
Bayer
103,0
1,40
1,50
1,65
1,90
2,10
2,04
Linde
148,1
1,80
2,20
2,50
2,70
3,00
2,03
54,2
0,50
0,60
0,75
0,85
1,00
1,85
140,3
0,00
0,00
1,50
2,25
2,50
1,78
SAP
Continental
Infineon
Henkel Vz.
7,0
0,00
0,10
0,12
0,12
0,12
1,71
76,6
0,53
0,72
0,80
0,95
1,22
1,59
Fresenius Medical Care
53,6
0,61
0,65
0,69
0,75
0,77
1,44
K+S
19,5
0,20
1,00
1,30
1,40
0,25
1,28
Lanxess
40,3
0,50
0,70
0,85
1,00
0,50
1,24
HeidelbergCement
50,6
0,12
0,25
0,35
0,47
0,60
1,19
Beiersdorf
63,2
0,70
0,70
0,70
0,70
0,70
1,11
ThyssenKrupp
18,3
0,30
0,45
0,45
0,00
0,00
0,00
Stand: 13. Oktober 2014; Quelle: Datastream, Commerzbank
Grafik 1: Anleger wieder pessimistisch
Grafik 2: Early Bird lag 2002 und 2008 im Rezessionsbereich
CBOE: Verhältnis von Verkaufs- zu Kaufoptionen, 15-Tage-Durchschnitt
DAX und Early Bird-Frühindikator für die deutsche Wirtschaft
1,2
10.000
Pessimismus
DAX (links)
1,5
Early Bird (rechts)
1,0
8.000
1,0
0,5
6.000
0,0
0,8
Optimismus
0,6
Jan 12
Jul 12
Jan 13
Jul 13
Jan 14
Jul 14
Stand: 13. Oktober 2014; Quelle: CBOE, Datastream, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
4.000
2.000
2000
–0,5
–1,0
2002
2004
2006
2008
2010
2012
2014
Stand: 13. Oktober 2014; Quelle: Datastream, Commerzbank
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
31
WÄHRUNGSSTRATEGIE
US-Notenbank Fed:
Wenig Angst vor starkem US-Dollar
LUTZ KARPOWITZ (Devisenanalyse, CM Research)
Seit Anfang August hat der Euro/US-Dollar-Wechselkurs rund 8 US-Cent verloren. Ein Blick auf die
anderen US-Dollar-Währungspaare, aber auch auf
unser Faktormodell zeigt: Es ist zum größten Teil die
US-Dollar-Stärke, die hinter dieser Bewegung steckt.
In diesem Umfeld darf es natürlich nicht wundern,
dass auch die (implizite) Volatilität über alle Laufzeiten zuletzt gestiegen ist. Aus fundamentaler Sicht ist
die Abwärtsbewegung im Euro/US-Dollar-Wechselkurs gut unterstützt. Immerhin marschieren Fed und
EZB in völlig unterschiedliche Richtungen. Die EZB
denkt über breit angelegte Wertpapierkäufe nach,
nachdem sie gerade negative Einlagensätze eingeführt hat. Mit einem Quantitative-Easing-Programm
32
würde die EZB ihre Geldpolitik noch expansiver
gestalten. Die rückläufigen Inflationserwartungen
werden früher oder später dazu führen, dass die EZB
tatsächlich ein QE verkündet.
Die Fed hingegen hat mit der Normalisierung ihrer
Geldpolitik angefangen. Sie wird die Wertpapierkäufe
Ende Oktober planmäßig einstellen. Mittlerweile geht
es nur noch um die Frage, wann und wie schnell die
Fed die Zinsen anheben wird. Und bei dieser Frage
sind wir dann auch wieder beim Kurs des US-Dollar.
Die jüngste US-Dollar-Stärke hat bereits zu einer
Diskussion im Federal Open Market Committee
(FOMC) über die Auswirkungen einer Aufwertung
WÄHRUNGSSTRATEGIE
zu höheren inländischen Energiepreisen. Wertet der
Dollar auf, sinken dann entsprechend auch die Preise
nicht. Zudem sind die USA in den letzten Jahren
immer unabhängiger von Energieimporten geworden. Eine Aufwertung des US-Dollar wird die TeueKlar ist, dass der Wechselkurs die Erreichung beider
rung im Inland also letztlich nur relativ wenig dämpZiele der Fed beeinflusst. Über sinkende Importpreifen. Gleichzeitig ist aber die unter dem Ziel von
se würde eine Aufwertung die Teuerung reduzieren.
2 Prozent liegende Teuerung das größte Sorgenkind
Durch einen Verlust an preislicher Wettbewerbsder Fed, wenn es um die Erreichung von Preisniveaufähigkeit würden zudem die Exporte und damit die
stabilität und maximaler Beschäftigung geht. Gegen
Konjunktur gedämpft, die Beschäftigung damit redueinen stärkeren US-Dollar
ziert. Eine Aufwertung des
vorzugehen, hilft ihr aber bei
US-Dollar wirkt damit prinzider Erreichung dieses Ziels
piell ähnlich auf die Ziele der
»Immerhin sind es mittlerweile zu
relativ wenig. Deshalb besteht
Fed wie eine Zinserhöhung.
viele Notenbanken, die nach einer wenig Grund für die Fed,
schwachen Währung streben.«
schnell auf einen aufwertenden
Welche Kombination aus
US-Dollar zu reagieren. Die
US-Dollar-Stärke und Zinsjüngst angeheizte Diskussion
erhöhung wird die Fed also
über die Frage, wie viel Aufwertung die Fed akzeptiewählen? Vielen ist noch das Bekenntnis des früheren
ren wird, erscheint deshalb übertrieben. Das ändert
US-Finanzministers John Connally (1971 bis 1972)
aber nichts daran, dass die Furcht vor einem Einin Erinnerung. Er sagte damals auf die Frage eines
schreiten zusammen mit den bereits sehr ausgeausländischen Journalisten nach dem US-Dollar:
prägten Long-Positionen im US-Dollar die US-Dollar»It’s our currency, but it’s your problem.« In das
Stärke zunächst deutlich dämpfen dürfte. Der jüngste
gleiche Horn stieß Finanzminister Lew, als er jüngst
Rückgang im Euro/US-Dollar-Wechselkurs sowie der
zu Protokoll gab, dass ein starker US-Dollar gut für
Anstieg der Volatilität sollten damit nicht einfach
die US-Wirtschaft sei. Nun ist ein Finanzminister
natürlich immer an einer festen Währung interessiert, fortgeschrieben werden.
weil dies die Nachfrage nach seinen Staatsanleihen
anregt und so die Finanzierung der Staatsschulden
erleichtert.
geführt. Zumindest zwei der »Tauben« im FOMC
haben sich dafür ausgesprochen, mit der Geldpolitik
auf eine mögliche weitere Aufwertung zu reagieren.
Grafik 1: Entwicklung Euro/US-Dollar-Wechselkurs und Volatilität
Völlig außer Acht lassen aber können die USA den
Wechselkurs heute wohl nicht mehr. Immerhin sind
es mittlerweile zu viele Notenbanken, die nach einer
schwachen Währung streben. Die Auswirkungen auf
den handelsgewichteten Wechselkurs des US-Dollar
sind damit entsprechend größer. Dennoch ist der
Wechselkurseinfluss auf die Teuerung (Pass-ThroughEffekt) in den USA schon immer relativ gering
gewesen und in den letzten Jahren sicherlich weiter
gesunken. Als Inhaber der Weltleitwährung profitieren die USA auch davon, dass viele Handelsgeschäfte
in US-Dollar fakturiert werden. Vor allem viele Rohstoffe werden in US-Dollar notiert. Anders als beim
Euro führt eine Abwertung des US-Dollar damit nicht
in US-Dollar
1,50
in Prozent
20
18
16
1,40
14
12
10
1,30
8
6
4
1,20
Jan 12
2
Jul 12
Jan 13
Jul 13
Euro/US-Dollar-Wechselkurs (links)
Jan 14
Jul 14
3-Monats-Volatilität (rechts)
Stand: 14. Oktober 2014; Quelle: Bloomberg
33
ROHSTOFFSTRATEGIE
Schwache europäische Gasnachfrage
bremst Preis
BARBARA LAMBRECHT (Rohstoffanalyse, CM Research)
Früher hätte der Preisrückgang am Ölmarkt auch die europäischen Gaskonsumenten erfreut. Heute
ist jedoch nur noch weniger als die Hälfte aller Verträge an den Ölpreis gekoppelt; bei den anderen
richtet sich der Preis nach den immer liquideren Spot-Märkten. Hier sind die Preise zwar zuletzt
gestiegen, liegen aber noch immer deutlich niedriger als vor einem Jahr. Wir sehen auch auf lange
Sicht wenig Preissteigerungspotenzial. Denn die europäische Gasnachfrage dürfte zwar im laufenden Jahr ihr Tief gesehen haben, aber das Wachstumspotenzial ist begrenzt. Schließlich bemühen
sich die privaten Haushalte um Energieeffizienz, und für die Versorger bleibt die gasbasierte
Stromproduktion sehr teuer.
Der massive Verfall der Ölpreise um 25 Prozent
binnen vier Monaten hätte noch vor wenigen Jahren
auch die meisten europäischen Gasverbraucher
jubeln lassen. Schließlich waren die Gaspreise in
Kontinentaleuropa überwiegend an die Ölpreisentwicklung gekoppelt. Doch mittlerweile machen laut
Schätzungen langjährige Kontrakte mit Ölpreisbindung nur noch die Hälfte des Gashandels in Europa
aus. Der Handel an den Börsen hat mächtig aufgeholt
und kommt in Nordwesteuropa sogar auf einen Anteil
von über 70 Prozent. Und die Entwicklung der SpotPreise gab Konsumenten zuletzt wenig Anlass zur
Freude: So hat sich Gas an dem wichtigsten europäischen Markt, dem britischen virtuellen Handels-
knoten National Balancing Point (NBP), in den letzten
Monaten anders als Öl deutlich verteuert. Anfang
Oktober notierte der nächstfällige Monatskontrakt für
Gas mit knapp 55 britischen Pence je Therm (1 Therm
= 29,31 kWh) gut 50 Prozent höher als Mitte Juli.
Damit ist Gas allerdings noch immer deutlich günstiger als im Vorjahr. Denn in der ersten Jahreshälfte
hatte sich der britische Gaspreis gegenüber seinem
Hoch Anfang Dezember halbiert. Nachgegeben hatte
im Zuge dessen auch der deutsche Grenzübergangspreis (BAFA-Preis), der zunehmend von den SpotPreisen bestimmt wird, aber aufgrund des weiterhin
hohen Anteils an ölpreisindexierten langfristigen
Grafik 1: Europäischer Erdgaspreis mit Eigenleben
Grafik 2: Gasspeicher in Europa überdurchschnittlich gefüllt
in USD je mmBtu
Abweichung vom 5-Jahres-Durchschnitt in Prozent, NBP-Gaspreis in britischen
Pence je Therm
75
25
12
20
10
unterdurchschnittlich gefüllt
70
15
65
10
8
–5
4
2010
2011
Spot-Preis Niederlande
Grenzübergangspreis Deutschland
2012
2013
2014
Spot-Preis Großbritannien
USA (Henry Hub)
Stand: 30. September 2014
Quelle: Bloomberg, BAFA, Commerzbank Corporates & Markets
34
55
0
6
2
2009
60
5
50
überdurchschnittlich gefüllt
–10
45
–15
40
–20
Jan 12
Jan 13
Jan 14
Durchschnittliche – aktuelle Auslastung (%) (linke Skala)
NBP (GBp/Therm) (rechte Skala)
Stand: 12. Oktober 2014
Quelle: GIE, Bloomberg, Commerzbank Corporates & Markets
35
ROHSTOFFSTRATEGIE
»Den Verbrauch in privaten Gebäuden und im
Gewerbe bremsen strukturelle Faktoren wie
gesättigte Märkte, demografischer Wandel und
Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung.«
Je stärker die Auslastung das für die Jahreszeit übliVerträgen deutlich träger reagiert (Grafik 1). Dass
che Niveau übertraf, desto stärker sank der Preis an
sich Gas trotz der Ukraine-Krise in Europa so stark
den Spot-Märkten (Grafik 2). Dies war bis Mitte März
verbilligt hat, ist vor allem der schwachen Nachfrage
der Fall, wobei sich der Preisrückgang saisonbedingt
in Europa geschuldet: In allen Nachfragesektoren –
noch bis zum Sommer fortsetzte.
in der Stromerzeugung, in der Industrie sowie in
privaten Wohngebäuden und im
Die Gründe für die NachfrageGewerbe – ist der Bedarf schon seit
schwäche der letzten Jahre in Europa
geraumer Zeit rückläufig; die milde
»Gas ist allerdings noch
Witterung in der ersten Jahreshälfte
immer deutlich günstiger sind vielfältig: Massiv eingebrochen
ist vor allem die Nachfrage der Verbremste jedoch zusätzlich kräftig. In
als im Vorjahr.«
sorger. Der Bedarf im Stromsektor,
Großbritannien, dem nach Deutschder rund 30 Prozent der europäiland zweitgrößten Gasverbraucher
schen Nachfrage ausmacht, lag
in der Europäischen Union, war die
im vergangenen Jahr knapp 30 Prozent unter dem
Gasnachfrage im ersten Quartal 18 Prozent niedriger
Niveau von 2010 (Grafik 3). Vor allem die erstarkte
als im Vorjahr. In den ersten neun Monaten war insKonkurrenz von Kohle und erneuerbaren Energien
gesamt ein Rückgang von 10 Prozent zu verbuchen.
In Deutschland betrug das Minus bis August – neuere spielt hier eine wichtige Rolle: Kohle hat sich in den
vergangenen Jahren kontinuierlich verbilligt. Mit dem
Daten liegen noch nicht vor – ebenfalls 13,5 Prozent.
Preisrückgang bei Erdgas in der ersten Jahreshälfte
Mit der geringen Nachfrage füllten sich die Lager
konnte ein Teil des Preisvorteils von Kohle zwar wieimmer stärker: Seit Ende Januar sind nun die Speider aufgeholt werden, dennoch bleibt Kohle bezogen
cherstätten, deren Kapazität in den letzten Jahren
auf den Energiewert im Vergleich zu Gas die günsdeutlich gestiegen ist und sich mittlerweile auf 100
tigere Alternative. Aber auch die Nachfrage in den
Milliarden Kubikmeter beläuft, für die Jahreszeit
anderen Segmenten schwächelt: Den Verbrauch im
überdurchschnittlich befüllt.
35
ROHSTOFFSTRATEGIE
mit 46 Prozent an der Gesamtnachfrage wichtigsten
Nachfragesegment, dem Verbrauch in privaten
Wohngebäuden und im Gewerbe, bremsen strukturelle Faktoren wie gesättigte Märkte, der demografische Wandel und (staatlich geförderte) Maßnahmen
zur Energieeffizienzsteigerung. Der Abwärtstrend bei
der Industrienachfrage, die ein Viertel der Gesamtnachfrage ausmacht, ist zum einen dem strukturellen
Rückzug energieintensiver Industrien aus weiten
Teilen Europas geschuldet. Zum anderen fehlt es
an konjunkturellen Impulsen für die Gasnachfrage,
da die wirtschaftliche Erholung in Europa weiter
schleppend verläuft. Alles in allem lag die europäische Nachfrage im letzten Jahr gut 11 Prozent unter
dem Niveau von 2011.
Die Nachfrageschwäche hat dazu geführt, dass trotz
der fallenden heimischen Produktion Europas Importbedarf gesunken ist. Rückläufig waren vor allem die
Importe von Flüssigerdgas (LNG), weil der diesbezügliche Importsog Asiens hoch war bzw. entsprechend hohe Preise gezahlt wurden. Da in den vergangenen Jahren in Europa jedoch große Importkapazitäten in Form von LNG-Terminals errichtet wurden,
36
sind diese inzwischen mit nur noch 24 Prozent
deutlich unterausgelastet, was die regionalen LNGPreise belastet und somit die Attraktivität Europas
als Exportdestination für LNG weiter verringert.
Allein im vergangenen Jahr sind somit die LNGImporte gegenüber dem Vorjahr um fast ein Drittel
zurückgegangen.
Die niedrige Auslastungsrate der europäischen LNGImportterminals hat deren Betreiber gezwungen,
einige Terminals aus technischen Gründen stillzulegen oder sich auch auf die Suche nach neuen Geschäftsfeldern zu machen. In diesem Zusammenhang
haben viele Betreiber das LNG-Reexportgeschäft für
sich entdeckt. Der Reexportmarkt ist erst vor wenigen Jahren entstanden und wurde zu Beginn von den
Vereinigten Staaten dominiert. In den letzten vier
Jahren hat sich die Größe des Markts jedoch vervierfacht und er wird fast ausschließlich von europäischen Ländern, vor allem von Spanien und Belgien,
versorgt, die einen Marktanteil von 75 Prozent auf
sich vereinigen können (Grafik 4). Allerdings zeigt
der Rückzug der USA aus diesem Geschäftsmodell
auch, dass es durchaus fraglich ist, ob der LNG-Re-
ROHSTOFFSTRATEGIE
export dauerhaft profitabel ist. Denn ein gewinnbringender LNG-Reexport erfordert eine gewisse Preisdifferenz zwischen den europäischen und den Weltmarktpreisen. Auch die zunehmende Flexibilisierung
der LNG-Kontrakte steht einem dauerhaften Erfolg
dieses Geschäftsmodells im Wege.
Die Gasproduktion in Europa (nur OECD-Länder)
dürfte dagegen während des gleichen Zeitraums
um knapp 10 Prozent abnehmen. Der Rückgang
des europäischen Angebots ist vor allem einem
schrumpfenden niederländischen Angebot geschuldet. Das innereuropäische Angebotsdefizit dürfte
um 13,5 Prozent steigen. Dadurch wird die Importabhängigkeit um knapp 5 Prozentpunkte auf
49 Prozent steigen.
Wie sind die langfristigen Tendenzen? Ist der jüngste
Preisanstieg mehr als die übliche saisonale Erholung?
Die langfristigen Nachfragetendenzen machen skepWas aber bedeutet dies für die Preise langfristig?
tisch: Die Nachfrage dürfte zwar witterungsbedingt
Das nur mäßige Nachfragewachstum am europäiihr Tief im laufenden Jahr gesehen haben. Nach Einschen Markt dämpft das Preissteigerungspotenzial
schätzung der Internationalen Energieagentur (IEA)
im sogenannten »gas-to-gas
ist aber auf absehbare Zeit nicht
pricing«. Dies gilt umso mehr,
mit einer deutlichen Nachfrageals zusätzliches LNG-Angebot
erholung in Europa zu rechnen:
»Die Gründe für die Nachfrageauf den Markt kommen könnDer Verbrauch in privaten Wohnschwäche der letzten Jahre in
te, falls Japan künftig wieder
gebäuden dürfte bis 2019 noch
Europa sind vielfältig.«
stärker auf Atomkraft setzt.
einmal um bis zu 8 Prozent zuGleichzeitig sind mit dem
rückgehen, während die Versormassiven Preisverfall am
ger trotz eines prognostizierten
Ölmarkt auch die ölpreisgebundenen Gaspreise
Anstiegs des Verbrauchs bis 2019 von 11 Prozent
unter Druck geraten. Das Risiko eines stärkeren
gegenüber dem Jahr 2013 hinter dem Niveau des
Jahres 2010 zurückbleiben dürften. Die Gasnachfrage Preisanstiegs besteht wenn überhaupt angebotsseitig, sollte es im Zuge des Ukraine-Russland-Konflikts
in der Industrie dürfte die aktuell niedrigen Niveaus
zu einer Einschränkung der Lieferungen Moskaus
zwar leicht übersteigen, aber weiterhin rund 10 Prokommen. Eine solche Entwicklung scheint jedoch
zent unter den zu Beginn des Jahrtausends verzeichangesichts der Auswirkungen, die dies auf beide
neten Werten liegen. Bis 2019 dürfte die Nachfrage
Seiten hätte, eher unwahrscheinlich. Die Preiserhosomit nach IEA-Schätzungen, verglichen mit dem
lung am europäischen Spot-Markt für Gas dürfte
Jahr 2013, bei knapp 480 Milliarden Kubikmetern
folglich bald abgeschlossen sein.
stagnieren.
Grafik 4: Europa hat seine LNG-Reexporte massiv ausgeweitet
Grafik 3: Europas Gasnachfrage ohne Wachstum
Nach Sektoren in Milliarden Kubikmeter, 2019: IEA-Prognose
600
in Mrd. Kubikmeter
7
500
6
5
400
4
300
3
200
2
100
0
1
2000
Stromerzeugung
2010
Wohnsektor/Gewerke
2013
Industrie
2019
Rest
Stand: Oktober 2014; Quelle: IEA, Commerzbank Corporates & Markets
0
2009
USA
2010
Spanien
2011
2012
Belgien
andere
2013
Stand: Oktober 2014; Quelle: IEA, Commerzbank Corporates & Markets
37
PINNWAND
Pressestimmen
aufgelesen von PATRICK KESSELHUT
€uro am Sonntag, 03.10.2014, Redaktion €uro am Sonntag:
»Die US-Bürger sind in Kauflaune, das lässt die Kassen bei der Baumarktkette Home Depot klingeln.
In der Ausgabe vom 9. August stellten wir im Rahmen der Charttechnik den Call [ISIN: DE000CZ7W569]
auf die Aktie vor.«
WirtschaftsWoche, 06.10.2014, Redaktion WirtschaftsWoche:
»Wer für den Renminbi optimistisch ist, für den kommen zunächst Währungs-Zinszertifikate infrage
[DE000CB2CNY9]. Vorteil: Diese Papiere haben weder Knock-Out noch Laufzeitgrenzen, ermöglichen
also eine China-Anlage über mehrere Jahre hinweg.«
DER AKTIONÄR, 08.10.2014, Redaktion DER AKTIONÄR:
»Der empfohlene Schein (CZ1XWZ) notiert fast 30 Prozent im Plus. Investierte Anleger
bleiben dabei und ziehen den Stopp nach. Die expansive Geldpolitik der japanischen
Notenbank dürfte den Yen auch in Zukunft weiter schwächen.«
Focus, 13.10.2014, Redaktion Focus:
»Die Commerzbank bietet ein entsprechendes Zertifikat für europäische Aktien des Euro-Stoxx-50 an,
aber nur mit Faktor vier [DE000CZ34NZ7]. Beide Papiere laufen unbegrenzt – ein wichtiger Vorteil
gegenüber der klassischen Absicherung mit Optionsscheinen, die nach einer gewissen Zeit verfallen.«
Trade Sponsoring & Free Trade-Aktionen
Partner
Aktion*
Commerzbank-Derivate
Zeitraum
Ordervolumen
Aktionärsbank Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten (gratis pro
Kulmbach
Kunde je Monat: 300 Transaktionen in Faktor-Zertifikaten und 100 Transaktionen in Anlageprodukten)
Faktor-Zertifikate sowie ausgewählte
Anlageprodukte
Dauerhaft
> 1.000 €
benk
Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
24,99 Euro (gratis pro Kunde je 24,99 Euro: 250 Transaktionen im Monat)
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen
Dauerhaft
Kein Minimum
Brokerjet
Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
4,95 Euro
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen
Bis 31.03.2015 Kein Minimum
comdirect bank Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
3,90 Euro
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen bezogen auf Aktien
Bis 31.12.2014 > 1.000 €
Cortal Consors
Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
2,90 Euro
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen bezogen auf Aktien,
Edelmetalle und Kupfer sowie Energie
Bis 30.06.2015 > 2.000 €
DAB bank
Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
4,95 Euro
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen
Dauerhaft
Alle Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen
Bis 20.11.2014 > 1.000 € bis
max. 20.000 €
direktanlage.at Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Kein Minimum
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Alle Optionsscheine und Faktor-Zertifikate Bis 31.03.2015 > 1.000 €
Kauf und Verkauf zu einer Pauschalgebühr von
4,95 Euro
Alle Zertifikate und Aktienanleihen
Dauerhaft
Kein Minimum
flatex
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten (gratis pro
Kunde je Monat: 300 Transaktionen in Faktor-Zertifikaten und 100 Transaktionen in Anlageprodukten)
Faktor-Zertifikate sowie ausgewählte
Anlageprodukte
Dauerhaft
> 1.000 €
ING-DiBa
Kauf und Verkauf ohne Transaktionskosten
Alle Aktienanleihen
Bis 31.12.2014 > 1.000 €
*Alle Aktionen beziehen sich auf den elektronischen außerbörslichen Direkthandel über die angegebenen Partner.
38
PINNWAND
Lese-Tipp:
Kapitalanlage Gesundheit
Prof. Dr. Jürgen Hannemann,
Beate Sander
Kapitalanlage Gesundheit
Mit Biotech, Medtech und Pharma
erfolgreich an der Börse investieren
288 Seiten, Softcover
29,99 Euro
ISBN 978-3-89879-835-8
FinanzBuch Verlag, München 2014
Lange verschmähten Anleger das Segment Biotechnologie. Doch der Sektor
Gesundheit erlebt an der Börse einen
Boom. Die Perspektiven sind exzellent,
denn neben innovativen Medikamenten
und beeindruckenden Rekordgewinnen
der Pharmagiganten sprechen wichtige
Produktzulassungen sowie vielversprechende klinische Nachrichten für kräftiges
Wachstum.
zunutze. Er vermeidet die großen Fehler
und legt damit den Grundstein für den
Erfolg. Dieses Buch stellt die wichtigsten
Biotechnologie-Unternehmen aus
Deutschland, Europa und den USA vor
und im Anschluss daran die führenden
Medizintechnik- und Pharmafirmen.
Übersichten und Kurslisten mit den
wichtigsten Kennzahlen runden dieses
interessante Kapitel ab.
Der Inhalt im Überblick
Das Buch gliedert sich in drei Kapitel mit
entsprechenden Unterpunkten. Viele der
Erkenntnisse, die Professor Dr. Jürgen
Hannemann im ersten Kapitel vermittelt,
sind entscheidend, um sich selbst ein
gutes Bild von den Chancen und Risiken,
aber auch den Grenzen der Biotechnologie machen zu können. Dies ist die
Grundvoraussetzung, um die richtigen
Aktien von Biotechnologie- und Medizintechnik-Firmen auswählen zu können.
Wer hier viel weiß, ein glückliches Händchen hat und sich eine kluge Börsenstrategie aneignet, kann im Schnitt Jahr für
Jahr eine zweistellige Rendite einfahren.
Im dritten Kapitel erwartet Sie ein leicht
verständliches Lexikon. Hier werden die
Fachausdrücke und Fremdwörter, die sich
nicht durch deutsche Wörter hundertprozentig ersetzen lassen, auf den Punkt
gebracht erklärt. Dieses kleine Lexikon
der etwas anderen Art wendet sich an
den interessierten Laien, ist dagegen
weniger für den Fachmann mit hohem
Anspruch gedacht.
Das zweite Kapitel informiert Sie über
in- und ausländische Unternehmen aus
dem Gesundheitswesen. Es wird für Sie
leichter, Einzelaktien, ETFs und Aktienfonds aus den Bereichen Biotech, Medtech und Pharma verlässlich zu beurteilen. Wissen ist unverzichtbar, um richtige
Entscheidungen zu treffen und sich weder
im Börsencrash noch im Börsenboom
hilflos ausgeliefert zu fühlen.
Wer nichts weiß, verfängt sich in den
Fallstricken der Börsenpsychologie,
zerschellt an den Klippen und Riffen
schwerer Börsenunwetter. Wer über hohe
Aktienkompetenz verfügt, macht sich
die Kurs- und Konjunkturschwankungen
Abgerundet wird das Buch mit einem
Sachwortverzeichnis. Es zeigt Ihnen
schnell, wo sich die gewünschte Information befindet. Ganz am Ende formulieren
die Autoren noch ihre Schlussgedanken:
Gesundheit ist vergleichbar mit der Eins
vor zahlreichen Nullen. Fehlt vorn die
Eins, sind die Nullen wertlos. Gesundheit
ermöglicht und fördert Wohlstand. Sie
ist aber nicht nur ein Geschenk, sondern
setzt eine verantwortungsbewusste
Lebensführung voraus. Ohne Gesundheit
bedeutet Wohlstand kein Wohlbefinden
und keine oder nur geringe Lebensqualität.
Fazit: Prof. Dr. Jürgen Hannemann vom
Institut für Angewandte Biotechnologie
und Beate Sander zeigen, wie Anleger
vom enormen Nachholpotenzial der
Branche profitieren können und welche
Anlageklassen dafür jeweils am besten
geeignet sind.
39
TERMINKALENDER
November 2014 –
Die wichtigsten Termine auf einen Blick
Konjunktur- und Wirtschaftstermine
Tag
Uhrzeit Land
3. November 2014 15.45
US
16.00
US
5. November 2014 16.00
US
6. November 2014 13.00
GB
13.45
EU
8.00
DE
7. November 2014
14.30
US
21.00
US
11. November 2014
EU
12. November 2014 11.00
EU
14. November 2014 14.30
US
16.00
US
17. November 2014 14.30
US
15.15
US
18. November 2014 11.00
DE
14.30
US
19. November 2014 11.00
EU
20. November 2014 16.00
US
16.00
US
16.00
US
24. November 2014 10.00
DE
25. November 2014 16.00
US
26. November 2014 10.00
DE
14.30
US
14.55
US
15.45
US
16.00
US
28. November 2014 11.00
EU
Unternehmenstermine
Tag
Land
4. November 2014 DE
DE
DE
DE
6. November 2014 DE
DE
DE
DE
DE
DE
DE
7. November 2014 DE
11. November 2014 DE
12. November 2014 DE
DE
13. November 2014 DE
DE
DE
40
Betreff
PMI Manufacturing Index (Oktober 2014)
ISM-Einkaufsmanagerindex (September 2014)
ISM-Dienstleistungsindex (Oktober 2014)
BoE-Sitzung (Zinsentscheidung)
EZB-Ratssitzung (Zinsentscheidung)
Handelsbilanz (September 2014)
Arbeitsmarktdaten (Oktober 2014)
Konsumkredite (September 2014)
Harmonisierter Verbraucherpreisindex (HVPI)
Industrieproduktion (September 2014)
Import- & Exportpreise (Oktober 2014)
Lagerbestände (September 2014)
Empire State Manufacturing Index (November 2014)
Industrieproduktion (Oktober 2014)
ZEW-Konjunkturerwartungen (November 2014)
Erzeugerpreisindex (Oktober 2014)
Leistungsbilanz (September 2014)
Philly Fed Index (November 2014)
Absatz bestehender Häuser (Oktober 2014)
Frühindikatoren (Oktober 2014)
Ifo-Geschäftsklimaindex (November 2014)
Verbrauchervertrauen Conference Board (November 2014)
GfK-Konsumklimaindex (Dezember 2014)
Auftragseingang für langlebige Güter (Oktober 2014)
Verbrauchervertrauen University of Michigan (November 2014)
Chicago Einkaufsmanagerindex (November 2014)
Absatz neuer Eigenheime (Oktober 2014)
Arbeitslosenquote (Oktober 2014)
Unternehmen
BMW
Continental
Fresenius
Fresenius Medical Care
Lanxess
adidas
Beiersdorf
Münchener Rück
HeidelbergCement
Siemens
Deutsche Telekom
Allianz
Henkel
Deutsche Post
E.ON
K+S
Merck KGaA
RWE
Veröffentlichung
Quartalsbericht zum 30. September 2014
Finanzbericht zum 30. September 2014
Veröffentlichung zum 3. Quartal 2014
Veröffentlichung zum 3. Quartal 2014
Quartalsbericht Q3 2014
Neunmonatsergebnisse 2014
Zwischenbericht Januar bis September 2014
Zwischenbericht zum 30. September 2014
Quartalsfinanzbericht Januar bis September 2014
Geschäftszahlen Q4 & vorläufiges Ergebnis des Geschäftsjahres
Zwischenbericht zum 30. September
Ergebnisse 3. Quartal 2014
Veröffentlichung Q3 2014
Zwischenbericht Januar bis September 2014
Zwischenbericht Januar bis September 2014
Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2014
Veröffentlichung der Quartalszahlen Q3 2014
Zwischenbericht über die ersten drei Quartale 2014
DISCLAIMER / KONTAKT / IMPRESSUM
DISCLAIMER
Diese Information ist eine Marketingunterlage im
Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes, das heißt,
sie genügt nicht allen Anforderungen für Finanzanalysen und für die Commerzbank AG oder ihre
Mitarbeiter besteht kein gesetzliches Verbot, vor
Veröffentlichung der Information in den darin
genannten Wertpapierprodukten zu handeln.
Die hier wiedergegebenen Informationen und
Wertungen (»Information«) sind ausschließlich
für Kunden der Commerzbank AG in Kontinentaleuropa bestimmt. Insbesondere ist die Information nicht für Kunden oder andere Personen mit
Sitz oder Wohnsitz in Großbritannien, den USA,
in Kanada oder Asien bestimmt und darf nicht
an diese Personen weiter gegeben bzw. in diese
Länder eingeführt oder dort verbreitet werden.
Nicht namentlich gezeichnete Beiträge stammen
aus der Redaktion. Diese behält sich vor, Autorenbeiträge zu bearbeiten. Die in der Ausarbeitung
enthaltenen Informationen wurden sorgfältig
zusammengestellt. Wesentliche Informationsquellen für diese Ausarbeitung sind Informationen, die die Commerzbank AG für zuverlässig
erachtet. Eine Gewähr für die Richtigkeit und
Vollständigkeit kann jedoch nicht übernommen
werden. Einschätzungen und Bewertungen
reflektieren die Meinung des Verfassers im Zeitpunkt der Erstellung der Ausarbeitung.
Ob und in welchem zeitlichen Abstand eine Aktualisierung dieser Ausarbeitung erfolgt, ist vorab
nicht festgelegt worden.
Bei Briefen an die Redaktion wird das Recht zur
– auch auszugsweisen – Veröffentlichung vorausgesetzt.
Für die Erstellung dieser Ausarbeitung ist der
Bereich Corporates & Markets der Commerzbank
AG, Frankfurt am Main, bzw. etwaig in der
Ausarbeitung genannte Konzerngesellschaften
verantwortlich.
Diese Ausarbeitung dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle
Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf
oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen
Finanzinstrumenten dar. Sie soll lediglich eine
selbstständige Anlageentscheidung des Kunden
erleichtern und ersetzt nicht eine anleger- und
anlagegerechte Beratung.
Die genannten Finanzinstrumente werden lediglich in Kurzform beschrieben. Eine Anlageentscheidung sollte nur auf der Grundlage der
Informationen in den Endgültigen Bedingungen
und den darin enthaltenen allein maßgeblichen
vollständigen Emissionsbedingungen getroffen
werden. Die Endgültigen Bedingungen sind im
Zusammenhang mit dem jeweils zugehörigen
Basisprospekt zu lesen und können zusammen
mit dem Basisprospekt unter Angabe der WKN
bei der Commerzbank AG, GS-MO 3.1.6 New
Issues & SSD Issuing Services, 60261 Frankfurt
am Main, angefordert werden.
Die Commerzbank AG erhält für den Vertrieb der
genannten Wertpapiere den Ausgabeaufschlag
und/oder Vertriebs-/Vertriebsfolgeprovisionen
von der Fondsgesellschaft oder Emittentin bzw.
erzielt als Emittentin oder Verkäuferin eigene
Erträge. In der Konditionengestaltung ist eine
Marge der Bank enthalten, die neben dem Aufwand für die Strukturierung und Absicherung
den Ertrag der Bank abdeckt.
Beim Erwerb, der Veräußerung und der Verwahrung von Finanzprodukten fallen für den Anleger
Kosten an. Weitere Informationen zu den entsprechenden Transaktionskosten und zur Höhe des
Depotentgelts erhalten Anleger bei ihrer Bank
oder Sparkasse.
Die Commerzbank AG ist nicht dazu verpfl ichtet,
diese Publikation zu aktualisieren, abzuändern
oder zu ergänzen oder deren Empfänger auf
andere Weise zu informieren, wenn sich ein in
dieser Publikation genannter Umstand oder eine
darin enthaltene Stellungnahme, Schätzung oder
Prognose ändert oder unzutreffend wird.
Die in der Vergangenheit gezeigte Kursentwicklung von Finanzinstrumenten erlaubt keine verlässliche Aussage über deren zukünftigen Verlauf. Eine Gewähr für den zukünftigen Kurs, Wert
oder Ertrag eines in dieser Publikation genannten Finanzinstruments oder dessen Emittenten
kann daher nicht übernommen werden. Die Commerzbank AG, ihre Geschäftsleitungsorgane,
leitenden Angestellten oder Mitarbeiter übernehmen keinerlei Haftung für Schäden, die
gegebenenfalls aus der Verwendung dieses
Dokuments, seines Inhalts oder in sonstiger
Weise entstehen. Die Commerzbank AG kann auf
eigene Rechnung mit Kunden Geschäfte in diesen
Finanzinstrumenten tätigen oder als Market
Maker für diese agieren, InvestmentbankingDienstleistungen für diese Emittenten erbringen
oder solche anbieten.
Offenlegung möglicher Interessenkonfl ikte der
Commerzbank AG, ihrer Tochtergesellschaften,
verbundenen Unternehmen (»Commerzbank«)
und Mitarbeiter in Bezug auf die Emittenten oder
Finanzinstrumente, die in diesem Dokument
analysiert werden, zum Ende des dem Veröffentlichungszeitpunkt dieses Dokuments vorangegangenen Monats*:
7. Die Commerzbank AG und/oder mit dieser
verbundene Unternehmen haben innerhalb der
letzten zwölf Monate als Manager oder CoManager ein öffentliches Angebot für die Allianz
durchgeführt.
8. Die Commerzbank AG und/oder mit dieser
verbundene Unternehmen haben innerhalb der
letzten zwölf Monate Entgelte für die Erbringung
von Investmentbanking-Dienstleistungen von der
Allianz erhalten.
Für Angaben zu den in Kompendien genannten
Unternehmen bzw. den von den Analysten der
Commerzbank analysierten Unternehmen folgen
Sie bitte diesem Link:
https://research.commerzbank.com/portal/de/
site/equity/disclaimer_1/index.jsf*
*Die Aktualisierung dieser Informationen kann
bis zu zehn Tage nach Monatsende erfordern.
Als Universalbank kann die Commerzbank AG
oder eine andere Gesellschaft der CommerzbankGruppe mit Emittenten von in der Information
genannten Wertpapieren in einer umfassenden
Geschäftsverbindung stehen (zum Beispiel
Dienstleistungen im Investmentbanking; Kreditgeschäfte). Sie kann hierbei in Besitz von
Erkenntnissen gelangen, die in der Information
nicht berücksichtigt sind. Ebenso können die
Commerzbank AG, eine andere Gesellschaft der
Commerzbank-Gruppe oder Kunden der Commerzbank AG Geschäfte in oder mit Bezug auf
die hier angesprochenen Wertpapiere getätigt
haben.
Die Commerzbank AG unterliegt der Aufsicht
der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Straße 108,
53117 Bonn und Marie-Curie-Straße 24–28,
60439 Frankfurt.
DAX® ist eingetragene Marke der Deutsche
Börse AG. Alle weiteren verwendeten Indizes sind
Eigentum des jeweiligen Indexsponsors. Deren
Benutzung ist der Commerzbank AG und deren
Konzerngesellschaften durch einen Lizenzvertrag gestattet worden.
©Commerzbank AG, Frankfurt am Main.
Die in ideas veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung
der Redaktion.
Impressum
Kontakt
Herausgeber: Commerzbank AG, Corporates & Markets – Equity Markets & Commodities,
Mainzer Landstraße 153, 60327 Frankfurt am Main
Telefon
069 136-47845
Redaktion: Michael Cloth, Christian Hermann, Andreas Hürkamp, Lutz Karpowitz,
Patrick Kesselhut, Barbara Lambrecht, Christopher Maass, Achim Matzke, Jan Schneider,
Laura Schwierzeck, Anouch Alexander Wilhelms, Sophia Wurm
Telefax
069 136-47595
Redaktionsschluss: 23. Oktober 2014
Kontakt: Telefon 069 136-47845, Telefax 069 136-47595, E-Mail ideas@commerzbank.com
Design und Realisation: ACM Unternehmensgruppe, 65205 Wiesbaden-Nordenstadt,
www.acmedien.de, grafische Leitung: J. Dreizehnter-Ringer
E-Mail
zertifikate@commerzbank.com
Internet
www.zertifikate.commerzbank.de
Bildnachweis: Corbis (Titel, Seite 8/9, 13), Jörg Ladwig (Seite 3, 7), Veer (Seite 4, 11), OnVista
Media GmbH (Seite 14), SchrexTV (Seite 18, 20), Masterfile (Seite 23, 32, 35, 36), F1online (Seite 26/27),
iStock (Seite 29, 30), panthermedia (Seite 38/39, 40), Fotolia (Seite 42)
Soziale Medien
www.facebook.com/commerzbank.derivate
www.twitter.com/coba_derivate
www.youtube.com/ideasDailyTV
ideas erscheint als Werbemitteilung des Bereichs Corporates & Markets – Equity Markets & Commodities
einmal monatlich.
Reuters
COBA
Für Adressänderungen und Zustellungswünsche benutzen Sie bitte den Bestellkupon auf Seite 42.
41
BESTELLKUPON
Bestellen Sie unsere Publikationen frei Haus
Einfach den Kupon ausfüllen und per Post an:
Commerzbank AG, Corporates & Markets –
Equity Markets & Commodities,
Mainzer Landstraße 153, 60327 Frankfurt am Main
oder:
per Fax an:
per E-Mail an:
telefonisch unter:
im Internet unter:
Name, Vorname
Firma
Straße, Nr.
PLZ, Ort
E-Mail
42
069 136-47595
zertifikate@commerzbank.com
069 136-47845
www.zertifikate.commerzbank.de/publikationen
Magazine (monatlich)
ideas-Magazin (per Post)
ideas-Magazin (per E-Mail)
Newsletter (täglich)
ideasdaily (per E-Mail)
Intraday Turbos (per E-Mail)
Broschüren
Aktienanleihen
Bonus-Zertifikate
Das 1 x 1 der Optionsscheine,
Zertifikate und Aktienanleihen
Discount-Zertifikate
Edelmetall-Zertifikate
ETCs & ETNs
Faktor-Zertifikate
ideasTV
Index-Zertifikate auf Short Indizes
Optionsscheine
Turbo-Zertifikate
Zins-Zertifikate
DVDs
Bonus-Zertifikate
Turbo-Zertifikate
BESTELLKUPON
Magazine /Newsletter
Anzeichen für eine neue Börsenblase?
» Im Interview: Ronny Steigemann, Director Product Management OnVista.de
und Zertifikate
Marktüberblick
Der deutsche Aktienmarkt setzte am Dienstag seinen Aufwärtstrend fort. Für den DAX ging es bei hohen Umsätzen um 0,92
Prozent auf 7.143 Punkte nordwärts. Der Anstieg auf ein neues 32-Monats-Hoch wurde gestützt von der Hoffnung auf eine
Verstärkung des Rettungsschirms für finanziell ins Straucheln
geratene Euro-Länder. Daneben stützte ein besser als erwartet
hereingekommener ZEW-Index. Die Konjunkturerwartungen
der deutschen Finanzanalysten und Investoren haben sich im
Januar überraschend kräftig aufgehellt. Der Index stieg von 4,3
Punkten im Dezember auf 15,4 Punkte. Volkswirte hatten im
Vorfeld einen Stand von 8,0 Punkten prognostiziert. Stärkster
DAX-Wert war Infineon mit einem Kurssprung um 5,37 Prozent auf 7,79 EUR. Das Papier reagierte damit auf eine Kurszielanhebung durch die Analysten von Goldman Sachs auf
11 EUR nach zuvor 8,80 EUR. Metro verteuerte sich um 4,04
Prozent nach guten Umsatzzahlen des französischen Konkurrenten Casino. Deutsche Post profitierte von Gerüchten um die
mögliche Zahlung einer Sonderdividende und einem angeblich
geplanten Aktienrückkauf. Die Aktie legte 2,44 Prozent zu. Der
TecDAX zeigte am Berichtstag mit einem Plus von 1,38 Prozent
auf 890 Punkte relative Stärke. Getrieben wurde der Index von
starken Zugewinnen bei einigen Aktien aus dem Bereich der
Erneuerbaren Energien.
Indexstände
Indizes
Veränderung zum Vortag
absolut
Aktienmärkte weltweit
DAX30
7.143,45
+65,39
10.382,32
+106,63
+1,04%
+12,13
+1,38%
EURO STOXX 50
Dow Jones
Nasdaq 100
S&P 500
890,04
2.945,62
11.837,93
2.328,79
1.295,02
+0,92%
+34,99
+1,20%
+50,55
+0,43%
+5,36
Am Devisenmarkt profitierte der Euro vom besser als erwarteten ZEW-Index sowie der Spekulation auf eine Verbesserung
des Finanzstabilisierungsfonds (EFSF). Gegenüber dem USDollar notierte die Gemeinschaftswährung am Abend 0,80 Prozent fester und attackiert nun die wichtige Widerstandszone
1,3430/1,3500.
+0,23%
+1,78
+0,14%
10.557,10
+38,11
+0,36%
EUR/USD
1,3383
+0,0106
+0,80%
EUR/JPY
110,50
+0,70
+0,64%
Nikkei 225
Quartalszahlen von Citigroup ebenfalls mit grünen Vorzeichen
aus dem Handel. Der Dow verbesserte sich um 0,43 Prozent
auf 11.838 Zähler.
prozentual
MDAX
TecDAX
Währungen
In Asien tendierten die Aktienmärkte heute früh dank der positiven US-Vorgaben fest, konnten allerdings keine neuen Bewegungshochs markieren.
Produktideen
EUR/GBP
0,8387
+0,0029
+0,36%
EUR/CHF
1,2894
+0,0082
+0,64%
EUR/USD
BEST Unlimited Turbo
BEST Unlimited Turbo
USD/JPY
82,58
-0,11
-0,14%
Typ
Bull
Bear
Rohstoffe
Öl (WTI) 03/11
Öl (Brent) 03/11
Gold
Silber
Die US-Indizes verabschiedeten sich trotz enttäuschender
letzter
Schlusskurs
Bund Future
WKN
92,21 USD
-0,36
-0,39%
Laufzeit
CM90W8
open end
97,56 USD
+0,13
+0,13%
Basispreis
1,3126 USD
1.366,90 USD
+6,50
+0,48%
Barriere
1,3126 USD
28,85 USD
+0,54
+1,93%
Hebel
51,30
124,24 EUR
-0,46
-0,37%
Preis
1,95 EUR
CM7H7K
open end
1,3823 USD
1,3823 USD
29,86
3,35 EUR
+ + + Heute bei ideasTV auf ntv um 18:54 Uhr „Bremst zu hoher Optimismus die DAX-Rallye aus?“ Dazu Andreas Hürkamp, Leiter der Aktienmarktstrategie der Commerzbank + + +
19. Januar 2011 Ausgabe 1396 Seite 1 von 4
www.zertifikate.commerzbank.de
Impressum/Disclaimer
Marktüberblick
Alibaba erobert die Wall Street
Ihr täglicher Infobrief für Optionsscheine
DAX 30 Chart-Analyse
Anlageideen für Selbstentscheider
ideas-Magazin
Anlageideen für Selbstentscheider: Das monatliche Magazin für
Optionsscheine, Zertifikate und
Aktienanleihen. Informieren Sie
sich per Post oder E-Mail über
die aktuellen Trends am Derivatemarkt mit Experteninterviews,
Rohstoff- und Aktienstrategien.
Marktidee
November 2014 | Ausgabe 151
www.ideas.commerzbank.de
Werbemitteilung
ideas
ideasdaily
Vor Börseneröffnung bestens informiert.
Mit dem täglichen Newsletter ideasdaily
erhalten Sie alle handelsrelevanten
Informationen für den aktuellen Börsentag. Vom Markt überblick über charttechnische Analysen bis hin zu aktuellen
Trends und Anlageideen.
Intraday Turbo-Zertifikate
Mit dem Intraday Turbo-Zertifi kateNewsletter erhalten Sie dreimal täglich
Informationen zu den neuesten TurboZertifikate Classic. Ad hoc informiert:
mit den aktuellen Emissionen, topaktuellen Basispreisen und deutlich
höheren Hebeln.
Broschüren
Aktienanleihen
Aktienanleihen sind festverzinsliche
Wertpapiere und bieten Ihnen unabhängig vom Aktienkursverlauf deutlich
über dem aktuellen Niveau liegende
Ver zinsung. Die Rückzahlung der
Aktienanleihen ist im Gegenzug von
der Aktienkursentwicklung abhängig.
Aktienanleihen
Discount-Zertifi kate
Die Bank an Ihrer Seite
Faktor-Zertifi kate
Die Bank an Ihrer Seite
Optionsscheine
Die Bank an Ihrer Seite
Discount-Zertifikate
Discount-Zertifikate ermöglichen dem
Anleger, einen Basiswert mit einem
Abschlag (Discount) zu kaufen. Im
Gegenzug partizipiert der Anleger
nur an Kurs steigerungen bis zu einem
festgelegten Cap.
Faktor-Zertifikate
Mit Faktor-Zertifikaten partizipieren
Anleger mit einem festen Hebel an der
Entwicklung verschiedener Basiswerte.
Die Zertifikate haben eine unbegrenzte
Laufzeit und bieten die Möglichkeit,
sowohl auf steigende als auch fallende
Kurse zu setzen.
Optionsscheine
Mit Optionsscheinen können Anleger
sowohl auf steigende als auch auf
fallende Kurse spekulieren. Sie bieten
aufgrund einer Hebelwirkung über proportionale Gewinnchancen und sind
mit einer festen Laufzeit ausgestattet.
Bonus-Zertifi kate
Die Bank an Ihrer Seite
Edelmetall-Zertifikate
Die Bank an Ihrer Seite
ideasTV
Frische Ideen, transparente Produkte!
Die Bank an Ihrer Seite
stv.de
www.idea
Turbo-Zertifi kate
Die Bank an Ihrer Seite
Bonus-Zertifikate
Bonus-Zertifikate ermöglichen Anlegern
eine attraktive Ertragschance in
seitwärts tendierenden Märkten bei
gleichzeitiger Teilnahme an positiven
Kursentwicklungen.
Edelmetall-Zertifikate
Mit Edelmetall-Zertifi katen haben
Anleger die Möglichkeit, an den Kursveränderungen der Edelmetalle Gold,
Silber, Platin und Palladium teilzuhaben.
Die Zertifi kate sind mit unbegrenzter
Laufzeit ausgestattet und werden sowohl
währungsgesichert als auch nicht
währungsgesichert angeboten.
ideasTV
ideasTV – nicht nur ein erfolgreiches
TV-Format, sondern auch ein cleveres
Anlagekonzept. Die ideasTV-Zertifikate
verfolgen das Ziel, Derivate auf Grundlage technischer Analyse optimal in
Aktienorientierten Musterdepots
einzusetzen.
Turbo-Zertifikate
Mit Turbo-Zertifikaten haben Anleger die
Möglichkeit, an steigenden oder fallenden Kursen zu partizipieren. Sie besitzen
einen Hebel, der eine überproportionale
Partizipation ermöglicht, und können
mit fester oder unbegrenzter Laufzeit
ausgestattet sein.
Das 1 x 1 der Optionsscheine,
Zertifi kate und Aktienanleihen
Die Bank an Ihrer Seite
ETCs & ETNs
Die Bank an Ihrer Seite
Index-Zertifi kate auf
Short Indizes
Die Bank an Ihrer Seite
Zins-Zertifi kate
Die Bank an Ihrer Seite
Das 1x1 der Optionsscheine,
Zertifikate und Aktienanleihen
In der heutigen Finanzwelt stehen
Anlegern eine Vielzahl von Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben
Aktien, Anleihen oder Investmentfonds
konnte sich mit »Strukturierten Produkten« eine Form der Geldanlage etablieren, die traditionellen Anlagen in vielen
Bereichen – wie etwa der Risikominimierung und der Ertragskraft – oft einen
Schritt voraus ist.
ETCs & ETNs
Bei Exchange Traded Commodities
(ETCs) und Exchange Traded Notes
(ETNs) handelt es sich um an der Börse
handelbare besicherte Schuldverschreibungen ohne Laufzeitbegrenzung. Sie
bieten Anlegern die Möglichkeit, einfach
und transparent auf steigende oder
fallende Kursbewegungen von RohstoffFutures (ETCs) oder Index-Futures
(ETNs) zu setzen.
Index-Zertifikate auf Short Indizes
Index-Zertifi kate auf Short Indizes
gleichen in der Funktionsweise normalen
Index-Zertifi katen. Sie sind mit unbegrenzter Laufzeit ausgestattet und
ermöglichen dem Anleger, an fallenden
Indexständen (Short) zu partizipieren.
Zins-Zertifikate
Mit Zins-Zertifikaten haben Anleger die
Möglichkeit, ohne Laufzeitbegrenzung
an Veränderungen von Wechselkursen
oder kurzfristigen Geldmarkt zinsen
verschiedener ausländischer Währungen
zu partizipieren.
DVDs
Bonuszertifikate verstehen und
Anlagechancen optimal nutzen
ideas academy
Gemeinsam mehr erreichen
Bonus-Zertifikate (DVD)
Ihr Einstieg in die spannende Welt
der Bonus-Zertifikate. Lernen Sie in
20 unterhaltsamen Filmminuten die
Funktionsweise von Bonus-Zertifikaten
näher kennen und erfahren Sie, wie Sie
Bonus-Zertifi kate optimal einsetzen
können.
Turbozertifikate verstehen und
Hebelwirkung optimal nutzen
ideas academy
Gemeinsam mehr erreichen
Turbo-Zertifikate (DVD)
Ihr Einstieg in die spannende Welt
der Turbo-Zertifikate. Lernen Sie in
30 unterhaltsamen Filmminuten die
Funk tionsweise von Turbo-Zertifikaten
näher kennen und erfahren Sie, wie
Sie mit Turbo-Zertifikate gehebelt
investieren können.
43
Attraktive Renditechancen mit den Aktienanleihen der Commerzbank.
In der aktuellen Niedrigzinsphase können Aktienanleihen eine Alternative sein. Denn sie bieten
einen überdurchschnittlich hohen Zinssatz, den Sie unabhängig von der Kursentwicklung der
zugrunde liegenden Aktie erhalten. Die Tilgung hingegen ist von der Entwicklung des Aktienkurses abhängig.
Die Commerzbank emittiert für Sie fortlaufend neue Aktienanleihen. Das bietet Ihnen die Möglichkeit, aus aktuellen Basispreisen zu wählen, und vor allem können so Stückzinsen vermieden oder
gering gehalten werden. Eine Übersicht attraktiver Aktienanleihen (inkl. Chancen und Risiken)
finden Sie im Internet unter: www.zertifikate.commerzbank.de/attraktiveaktienanleihen.
Ihr Kontakt zu uns:
Internet: www.aktienanleihen.commerzbank.de
E-Mail: aktienanleihen@commerzbank.com
Telefon: 069 136-47845
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
31
Dateigröße
4 752 KB
Tags
1/--Seiten
melden