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VB VereinsBrief

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VB VereinsBrief
Steuern · Recht · Management im Verein
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11 | 2014
Kurz informiert
Kost und Logis bei Seminaren: Begünstigte Umsatzbesteuerung sichern�������������1
Erweitertes Führungszeugnis: Wann kann der Verein es verlangen?���������������������1
Spendenrecht: Kein erhöhter Spendenabzug bei Verbrauchsstiftungen�����������������2
Rettungsschwimmer: Einkünfte sind bis 256 Euro steuerfrei����������������������������������2
Vorstandsvergütung in der Satzung
Ist Ihre Satzung schon auf die ab dem
1. Januar 2015 verschärfte Gesetzesregelung angepasst?���������������������������������������3
Vorstandsvergütung und die Umsatzsteuer
BMF nimmt Stellung: Wann ist eine Vergütung
für ehrenamtliche Vorstandstätigkeiten umsatzsteuerfrei?�������������������������������������5
Steuergestaltung bei der Anschaffung von Vereinsanlagen
Antworten auf Umsatz- und andere Steuerfragen
beim Bau und der Umnutzung von Vereinsanlagen���������������������������������������������������7
Zeitnahe Mittelverwendung und Rücklagenbildung im Verein
Das macht Vermögenszuführungen so attraktiv�����������������������������������������������������10
Vereinsführung
Mindestlohn im Verein: In diesen Fällen droht Gefahr
und so können Sie die Anwendung des MiLoG vermeiden��������������������������������������14
Praxisfall
Darf ein Verein die Vereinsgaststätte zum Nulltarif verpachten?���������������������������18
Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
VB
Editorial
Vereins(steuer)recht
Liebe Leserinnen und Leser,
kompakt
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Themen am 18.11.2014
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pera
• Vorstandsvergütung – Punkt
Ist Ihre Satzung
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essum
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viduciet
et exeribusda qui omniscit
dem 1. Januar 2015 geltende Gesetzeslage (Neuregelung § 27 BGB) Parum
Wolfgang Pfeffer,
alibus,
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aut
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aut
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tota
eumeni qui occatest am
Vereinsexperte
abgestimmt oder besteht jetzt noch akuter Handlungsbedarf?
volore omnitatur, am, sum, quam, omnihillupta niendic iaspero vitatium
• Vorstandsvergütung – Punkt 2: Wie hoch dürfen Vergütungen
Teilnehmerkreis
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an den Vorstand sein und wann sie sind sie nach Meinung
Steuerberater
pienis explit eum invella pernate doluptatecea
sitas abo. cat as nobis aut
des BMF umsatzsteuerfrei?
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perro tecatqu aerunducit al• Sozialversicherungspflichtitint
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Vergütungen
an Sportler:
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Termine
So machen sich Vereine die
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Rechtsprechung
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18.11.2014, 03.02.2015,
• Übungsleiterfreibetrag: Machen Sie sich mit dem aktuellen
16.06.2015, 22.09.2015
Stand vertraut und erfahren
Sie,simo
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die Finanzverwaltung
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blatet, od unt.
von 16:30 bis 18:30 Uhr
Fuga. Itam
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in den Kreis der Begünstigten
aufgenommen
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• Mindestlohn im Verein:porrunt,
Das kommt
1. Januar
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EDITORIAL
Update Vergütungen
im Verein: Satzung ab dem
1. Januar 2015 anpassen
Ihre Vorteile
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Weitere Inform
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der Lektüre.
• Regelmäßiges Wissens-Update:
fortlaufend
einmal
im Quartal (Einstieg jederzeit möglich!)
• Teilnahme wählbar und flexibel: per Einzelbuchung
Teilnahmegebühr
Einzelgebühr 105 € zzgl. USt.
oder im Rahmen eines Abonnements mit Preisvorteil
Abonnement 85 € zzgl. USt. pro Seminar
• Topaktuelle Themen schnell aufbereitet
Eine Online-Seminar-Reihe im
• Sprachkommunikation zwischen Teilnehmern
Abonnement umfasst vier Seminarund Referenten möglich
Günter Göbel | Stellvertretender Chefredakteurtermine in zwölf Monaten.
• Reisekosten und -zeiten entfallen
Buchungs-Nr. 467
VEREINSBRIEF11-2014
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
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Kurz informiert
VB
▶▶Umsatzsteuer
Kost und Logis bei Seminaren: Begünstigte Besteuerung sichern
| Die OFD Niedersachsen hat gemeinnützigen Seminaranbietern eine Steilvorlage gegeben, wie diese gewährleisten, dass Einnahmen, die auf Kost und
Logis entfallen, nur mit dem begünstigten Steuersatz besteuert werden. |
Hintergrund | Die Unterbringung und Verpflegung von Seminarteilnehmern ist nach § 68 Nr. 8 AO ein Zweckbetrieb. Sie wird aber nicht mit dem
ermäßigten Steuersatz besteuert, wenn sie vorrangig der Erzielung zusätzlicher Einnahmen dient (§ 12 Abs. 2 Nr. 8a UStG). Das ist regelmäßig der
Fall, wenn es sich nicht um bloße Nebenleistungen zur Seminarteilnahme
handelt oder Verpflegung und Unterbringung für die Seminarteilnahme
nicht unverzichtbar sind (BFH, Urteil vom 8.3.2012, Az. V R 14/11; Abruf-Nr.
121803). Nach Auffassung der OFD dient ein Zweckbetrieb aber nur dann der
Erzielung zusätzlicher Einnahmen, wenn er mehr als 50 Prozent seiner gesamten steuerpflichtigen Umsätze durch zusätzliche und wettbewerbsrelevante Leistungen erzielt. Dazu zählen aber nicht die Leistungen, die auch bei
anderen Unternehmern dem ermäßigten Steuersatz unterliegen – also die
Beherbergungsumsätze (OFD Niedersachsen, Schreiben vom 27.6.2014, Az. S
7242 a – 28 – St 184; Abruf-Nr. 143117).
Einnahmen aus
Verpflegung dürfen
nicht höher sein als
aus Übernachtung
PRAXISHINWEIS | Einnahmen für Beherbergung und Verpflegung sind also nur
dann nicht begünstigt, wenn der Anteil der Verpflegung mehr als 50 Prozent ausmacht. Gemeinnützige Seminaranbieter haben es also in gewissem Umfang
selbst in der Hand, durch einen entsprechenden Ausweis der Kosten bei den Teilnehmerrechnungen die Regelbesteuerung zu vermeiden; nämlich indem die berechneten Verpflegungskosten nicht höher sind als die Übernachtungskosten.
▶▶Arbeitsrecht
Erweitertes Führungszeugnis: Wann kann der Verein es verlangen?
| Insbesondere Vereine, die als Träger der öffentlichen Jugendhilfe anerkannt sind, müssen sich von Mitarbeitern ein Führungszeugnis vorlegen
lassen. Dabei müssen aber die Persönlichkeitsrechte des Mitarbeiters und
das Informationsinteresse des Vereins gegeneinander abgewogen werden.
Deswegen muss – so das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm – ein erweitertes Führungszeugnis nur derjenige Mitarbeiter vorlegen, der tatsächlich
mit Minderjährigen arbeitet. |
Vorlage nur bei
tatsächlichem
Kontakt zu Minderjährigen forderbar
Im konkreten Fall hatte die Mitarbeiterin eines Kinder- und Jugendhilfe-Vereins die Vorlage eine erweitertes Führungszeugnisses verweigert. Der Verein
mahnte sie deswegen ab. Die Mitarbeiterin klagte dagegen. Das LAG gab ihr
Recht. Ein erweitertes Führungszeugnis muss nur vorgelegt werden, wenn
Mitarbeiter Kontakt zu Minderjährigen haben, der zu einer besonderen Gefahrensituation führen kann. Das war hier nicht der Fall. Die bloße Möglichkeit aber, dass ein Arbeitnehmer künftig mit minderjährigen Klienten, Praktikanten oder Auszubildenden in Kontakt treten kann – etwa durch Verset-
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
1
Kurz informiert
VB
zung in einen anderen Arbeitsbereich – rechtfertigt die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nicht (LAG Hamm, Urteil vom 25.4.2014, Az. 10 Sa
1718/13; Abruf-Nr. 171731).
▶▶Spenden
Kein erhöhter Spendenabzug bei Verbrauchsstiftungen
| Für Spenden in das Vermögen einer Verbrauchsstiftung ist kein erhöhter
Spendenabzug möglich. Das hat das BMF klargestellt. |
Hintergrund | Nach § 10b Abs. 1a EStG können Spenden in das Vermögen
einer Stiftung über zehn Jahre verteilt bis zu einem Gesamtbetrag von einer
Mio. Euro, bei Ehegatten sogar bis zu einem Gesamtbetrag von zwei Mio. Euro als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Das gilt aber nicht für Verbrauchsstiftungen. Sie verfügen nicht über zu erhaltendes Vermögen. Das
Vermögen einer Verbrauchsstiftung ist vielmehr gerade dazu bestimmt, innerhalb eines vorgegeben Zeitraums verbraucht zu werden. Für Spenden in
Verbrauchsstiftungen gilt beim Spendenabzug deshalb die allgemeine Regelung des § 10b Abs. 1 EStG. Spenden können danach nur bis zu einer Höhe von
insgesamt 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte abgezogen werden
bzw. bis zu einer Höhe von 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und
der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter (BMF, Schreiben
vom 15.9.2014, Az. IV C 4 – S 2223/07/0006 :005; Abruf-Nr. 143115).
Nur Spenden in
klassische Stiftungen sind begünstigt
▶▶Einkommensteuer
Rettungsschwimmer: Einkünfte sind bis 256 Euro steuerfrei
| Die Einkünfte von Rettungsschwimmern im vorbeugenden Wasserrettungsdienst sind nicht steuerpflichtig, wenn sie unter 256 Euro im Kalenderjahr liegen. Das hat das BMF in einem Schreiben an die DLRG klargestellt. |
Finanzverwaltung
mit klarstellendem
Schreiben
Die Rettungsschwimmer stehen in keinem Arbeitsverhältnis. Das gilt sowohl
bezüglich der Einsatzgemeinden als auch bezüglich der DLRG. Sie erzielen
somit keine Einkünfte nach § 19 EStG. Deswegen greift die Regelung des § 22
Nr. 3 EStG für sonstige Einkünfte. Sie sind nicht steuerpflichtig, wenn sie weniger als 256 Euro im Kalenderjahr betragen haben.
Die OFD Frankfurt weist außerdem darauf hin, dass die Vergütungen für Rettungsschwimmer nach § 3 Nr. 26 EStG (Übungsleiterfreibetrag) begünstigt
sind, wenn die Tätigkeit nebenberuflich für eine gemeinnützige Organisation
oder eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ausgeübt wird. Das gilt sowohl für Einsatz- als auch für Bereitschaftszeiten (OFD Frankfurt, Verfügung
vom 14.5.2014, Az. S 2257 A – 11 – St 220; Abruf-Nr. 143114).
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
2
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
GEMEINNÜTZIGKEIT
Vorstandsvergütungen ab 2015:
Handlungsbedarf bei der Satzungsregelung
| Am 1. Januar 2015 tritt die Änderung des § 27 Absatz 3 BGB in Kraft, die
durch das Ehrenamtsstärkungsgesetz vom März 2013 vorgenommen wurde.
Künftig gilt ein eindeutiges und grundsätzliches Vergütungsverbot für Vereinsvorstände – auch in nicht gemeinnützigen Vereinen. Wer trotzdem Vergütungen zahlen will, muss das in der Satzung entsprechend regeln. |
Der Hintergrund der Neuregelung
Seit 2008 vertritt das BMF die Auffassung, Vergütungen an Vorstandsmitglieder seien nur gemeinnützigkeitskonform, wenn die Satzung sie ausdrücklich
erlaube. Es begründet dies damit, dass bei Auftragsverhältnissen, wie die
Vorstandsbestellung eines ist, § 662 BGB die Unentgeltlichkeit vorschreibt
(BMF, Schreiben vom 25.11.2008, Az. IV C 4 – S 2121/07/0010; Abruf-Nr. 084045).
Neue Rechtslage ab 2015
Diese Einschätzung war durchaus umstritten. Die gesetzliche Neuregelung
schafft nun Rechtsklarheit. Sie ist aber noch strenger gefasst als die Vorgabe
des BMF. Durch die Ergänzung des § 27 Absatz 3 BGB wird das Vergütungsverbot des § 662 BGB erweitert. Der bisherige Vergütungsausschluss bezog
sich nämlich klar auf die eigentliche Vorstandstätigkeit („Geschäftsführung
des Vorstands“). Die neue Regelung fordert dagegen ganz allgemein: „Die
Mitglieder des Vorstands sind unentgeltlich tätig.“ Dieses Vergütungsverbot
kann nur per Satzung außer Kraft gesetzt werden (§ 40 BGB).
Gesetzgeber erlässt
allgemeines
Vergütungsverbot ...
Folgt man dem Wortlaut der neuen Vorschrift, müsste jede Tätigkeit, die der
Vorstand für den Verein ausübt, unentgeltlich sein. Das beträfe also nicht nur
die eigentliche Vorstandstätigkeit, sondern auch andere Tätigkeiten, die mit
dem Vorstandsamt nichts zu tun haben, etwa als Trainer oder Dozent.
... für den
Vorstand im Verein
Vergütungsregelung auch bei nicht gemeinnützigen Vereinen
Von der Neuregelung betroffen sind vor allem nicht gemeinnützige Vereine,
deren Satzung keine Erlaubnis für Vorstandsvergütungen enthält. Für sie galt
die Vorgabe der Finanzverwaltung nicht. Vereinsrechtlich gab es bisher keine
zwingende Notwendigkeit, Vorstandsvergütungen per Satzung zu regeln.
Zwar bestand mangels Satzungsregelung kein Vergütungsanspruch. Die Mitgliederversammlung konnte aber Vergütungen per Beschluss gewähren.
Ohne Satzungserlaubnis keine Bezahlung der Vorstandsarbeit möglich
Das ändert sich nun. Ohne Satzungserlaubnis ist ab 2015 eine Bezahlung für
die Vorstandsarbeit nicht mehr zulässig. Die Satzung muss also umgehend
angepasst werden, wenn der Vorstand Vergütungen erhält.
Satzung muss
jetzt Vergütung
explizit erlauben
Wichtig | Das Vergütungsverbot betrifft auch pauschalen Aufwandsersatz.
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
3
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
Nach der Rechtsprechung des BGH gilt ein echter Aufwandsersatz nur für
Kosten, die tatsächlich angefallen sind. Alle darüber hinaus bezogenen Leistungen sind Vergütung, das heißt offenes oder verschleiertes Entgelt für die
geleistete Tätigkeit (BGH, Urteil vom 14.12.1987, Az. II ZR 53/87).
Auch pauschaler
Aufwandsersatz
ist betroffen
Anpassungsbedarf auch bei gemeinnützigen Vereinen?
Gemeinnützige Vereine mussten ihre Satzungen schon bis Ende 2010 ändern,
wenn sie Vorstandsvergütungen zahlen wollten. Die Neufassung des § 27
Abs. 3 BGB könnte aber auch hier Satzungsanpassungen nötig machen.
Der aus § 27 Abs. 3 BGB abgeleitete Grundsatz der Unentgeltlichkeit der Vorstandstätigkeit bezieht sich nämlich nur auf die originären (typischen) Vorstandstätigkeiten. Das sah auch die Finanzverwaltung teilweise so. Vergütungen für Tätigkeiten, die nicht in Zusammenhang mit der Vorstandstätigkeit
stehen, sind ohne entsprechende Satzungsregelung zulässig (Finanzministerium Baden-Württemberg, Ehrenamtsfreibetrag nach § 3 Nr. 26a EStG – Anforderungen an die Satzung steuerbegünstigter Vereine, November 2009).
◼◼Beispiel
Ist der Vorstand eines Sportvereins auch als Trainer tätig, darf er dafür bezahlt
werden, auch wenn die Satzung keine Vergütungserlaubnis enthält.
Beachten Sie | Die Neuregelung dagegen verbietet dem Wortlaut nach alle
Vergütungen an den Vorstand. Sie könnte deswegen auch Vereine betreffen,
bei denen sich die Vergütungsregelung auf die eigentliche Vorstandstätigkeit
beschränkt. Das beträfe zum Beispiel Regelungen wie: „Vorstandsmitglieder
können für die Vorstandstätigkeit eine angemessene Vergütung erhalten.“
Beachten Sie | Es ist zu befürchten, dass die Finanzverwaltung aus der neuen Regelung ein generelles Vergütungsverbot ableitet. Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht aber nicht. Wenn der Fiskus neue Vorgaben macht, wird
es Übergangsfristen für eine Satzungsänderung geben. Stehen aber ohnehin
Satzungsänderungen an, ist zu empfehlen, auch die Klausel zur Vorstandsvergütung anzupassen. Eine rechtssichere Neufassung der Vergütungsregelung, die alle Tätigkeiten des Vorstands umfasst, könnte wie folgt lauten:
SATZUNGSKLAUSEL 
Finanzverwaltung
wird Regelung wohl
restriktiv auslegen
/ Vorstandsvergütung
Der Vorstand kann für alle Tätigkeiten für den Verein eine angemessene Vergütung enthalten.
Folgen unerlaubter Vorstandsvergütungen
Werden Vergütungen an Vorstandsmitglieder ohne Satzungserlaubnis gezahlt, können sie vom Verein (zum Beispiel durch einen neuen Vorstand) wieder zurückgefordert werden. Entsprechende Verträge mit dem Vorstand wären nichtig, weil sie gegen ein gesetzliches Verbot verstoßen. Denkbar sind
sogar strafrechtliche Folgen. Die Zahlungen könnten nämlich als Untreue im
Sinne von § 266 Strafgesetzbuch ausgelegt werden.
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Untreuevorwurf
steht im Raum
4
Steuergestaltung
VB
UMSATZSTEUER
Vergütung für ehrenamtliche Tätigkeiten und die
Umsatzsteuer: BMF mit ergänzenden Hinweisen
| Ein Entgelt für die ehrenamtliche Tätigkeit ist von der Umsatzsteuer befreit, wenn es nur in Auslagenersatz und einer angemessenen Entschädigung für Zeitversäumnis besteht. Das BMF hat in einem Erlass aus dem
Jahr 2013 die Voraussetzungen dafür klargestellt und den UmsatzsteuerAnwendungserlass (UStAE) entsprechend geändert (VB 5/2013, Seite 5). In
einer gemeinsamen Eingabe hatten mehrere große Verbände weitere Klarstellungen verlangt. Das BMF ist dieser Forderung nun nachgekommen. |
Was heißt ehrenamtlich?
Eine formale Definition von Ehrenamtlichkeit lehnt das BMF ab (BMF, Schreiben vom 29.8.2014, Az. IV D 3 – S – 7185/09/10001-04; Abruf-Nr. 143175).
BMF verweist auf vom BFH entwickelte Kriterien
Es verweist auf die Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 14.5.2008, Az. XI R
70/07; Abruf-Nr. 082823). Danach sind ehrenamtlich alle Tätigkeiten, die
„„ in einem anderen Gesetz als dem Umsatzsteuergesetz (UStG) ausdrücklich als solche genannt werden,
„„ man im allgemeinen Sprachgebrauch als ehrenamtlich bezeichnet,
„„ unter den materiellen Begriff der Ehrenamtlichkeit fallen; die also ohne
eigennütziges Erwerbsstreben, ohne Hauptberuflichkeit sowie für eine
fremdnützig bestimmte Einrichtung erbracht werden.
Auch wenn eines dieser Kriterien erfüllt ist, ist die Tätigkeit nicht begünstigt,
wenn man davon ausgehen muss, dass das Amt beruflich ausgeübt wird.
Dass eine Tätigkeit in einem anderen Gesetz oder im allgemeinen Sprachgebrauch als ehrenamtlich bezeichnet wird, genügt so – so das BMF – für sich
genommen noch nicht. Es ist immer eine Überprüfung anhand der Kriterien
des materiellen Begriffs der Ehrenamtlichkeit erforderlich.
Das kennzeichnet
Ehrenamtlichkeit
Erwerbsbezogene
Tätigkeit generell
nicht begünstigt
Bloße Satzungsdefinitionen (zum Beispiel bei kommunalen Zweckverbänden) genügen dabei nicht den Anforderungen an eine gesetzliche Regelung
von Ehrenamtlichkeit.
Hauptberuflichkeit als Ausschlusskriterium
Voraussetzung für die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 26b UStG ist unter anderem die fehlende Hauptberuflichkeit. Das bezieht sich sowohl auf die Höhe
der Vergütung als auch auf den Zeitumfang.
Zeitlicher Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit
Zum zeitlichen Umfang einer ehrenamtlichen Tätigkeit stellt das BMF klar,
dass die Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 26 UStG keine Beschränkung auf eine
bestimmte Stundenzahl vorsieht. Auch Tätigkeiten mit großem Zeitumfang
können also begünstigt sein.
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Keine Beschränkung
beim Zeitumfang
5
Steuergestaltung
VB
Wichtig | Der Zeitaufwand kann aber auf eine hauptberufliche Teil- oder
Vollzeitbeschäftigung hinweisen. Dann liegt keine Ehrenamtlichkeit der Tätigkeit vor. Die Tätigkeit – so das BMF – wird auch nicht automatisch dadurch
ehrenamtlich, wenn sie neben einem Hauptberuf ausgeübt wird. Auch nebenberufliche Tätigkeiten können nämlich erwerbsbezogen sein.
Auch eine nebenberufliche Tätigkeit
kann erwerbsbezogen sein
Höhe der Vergütung
Im Einzelfall spricht sogar eine Entschädigung, mit der der Lebensunterhalt
bestritten werden kann, nicht gegen eine Hauptberuflichkeit. Der BFH hat
das am Beispiel eines Schöffen verdeutlicht, der durch ein strafrechtliches
Großverfahren zeitlich stark beansprucht ist. Trotzdem ist diese Tätigkeit begünstigt (BFH, Urteil vom 16.12.1987, Az. X R 7/82).
Gestaltung durch entsprechende Satzungsformulierung
Bei pauschalen Aufwandsentschädigungen reicht es dem BMF zufolge für die
Steuerbefreiung aus, wenn in einem Vertrag, einer Satzung oder einem Gremienbeschluss festgehalten wird, dass der ehrenamtlich Tätige durchschnittlich eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Woche, Monat oder Jahr für die
Organisation tätig ist. Die Formulierung kann frei gewählt werden.
Pauschale
Aufwandsentschädigung finanzamtsfest regelbar
Die Regelungen zur Höhe der Pauschalen und zum voraussichtlichen Zeitaufwand müssen nicht in der gleichen Satzung bzw. im gleichen Gremienbeschluss festgehalten werden. Es genügt, wenn sich aus der Höhe der Pauschale einerseits und dem voraussichtlichen Zeitaufwand andererseits ergibt, dass die Betragsgrenzen aus Abschnitt 4.26.1 Abs. 4 Satz 2 UStAE nicht
überschritten werden. Danach sind Vergütungen bis 50 Euro pro Tätigkeitsstunde und 17.500 Euro pro Jahr ohne Schaden für die Steuerbefreiung.
Der Ehrenamtler muss den tatsächlichen Zeitaufwand für das Ehrenamt
glaubhaft machen (Abschnitt 4.26.1 Abs. 5 Satz 3 UStAE). Dabei ist – so auch
das BMF – kein Einzelstundennachweis erforderlich. Es genügt, wenn er zum
Beispiel Häufigkeit und durchschnittliche Dauer der Einsätze auflistet. Die
Aufstellung muss nicht für jedes Jahr neu gemacht werden. Bei gleichbleibenden Verhältnissen kann auf das Vorjahr verwiesen werden.
Ehrenamtler
muss tatsächlichen
Zeitaufwand
glaubhaft machen
FAZIT | Die Definition der Tätigkeiten, die von der Umsatzsteuerbefreiung des
§ 4 Nr. 26b UStG umfasst sind, bleibt vor allem bezogen auf den Zeitumfang problematisch. Ist die Stundenzahl nur gering, kann von einer Steuerbefreiung ausgegangen werden, wenn die übrigen Bedingungen erfüllt sind. Vor allem bei einem zeitlich umfänglichen Einsatz kann keine pauschale Bewertung vorgenommen werden. Die Finanzverwaltung behält sich auch zukünftig die inhaltliche
Prüfung des Einzelfalls vor.
↘↘ WEITERFÜHRENDE HINWEISE
•Beitrag „BMF regelt Steuerbefreiungen für ehrenamtliche Tätigkeiten neu“, VB 5/2013,
Seiten 5 bis 8
IHR PLUS IM NETZ
Zusatzinformationen
auf vb.iww.de
•BMF, Schreiben vom 29.8.2014, Az. IV D 3 – S – 7185/09/10001-04; Abruf-Nr. 143175
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
6
Steuergestaltung
VB
STEUERGESTALTUNG
Umsatz- und andere Steuerfragen beim
Bau und der Umnutzung von Vereinsanlagen
von Ulrich Goetze, Steuerberater, Wunstorf
| Vereinsheime, andere Immobilien und sonstige Anlagen gemeinnütziger
Vereine unterliegen wie das gesamte Vereinsvermögen der Vermögensbindung. Bei der Anschaffung, der Nutzung, der Ausgliederung oder dem Verkauf von Vereinsvermögen entstehen je nach Zuordnung zu den vier steuerlichen Vereinssphären unterschiedliche steuerliche Folgen. Lernen Sie
nachfolgend die Regeln kennen, die bei der Ausgliederung von Teilbetrieben, beim herstellungsbedingten Vorsteuerabzug und bei der Umnutzung
von Vereinsanlagen gelten. |
Ausgliederung von Teilbetrieben
Die Ausgliederung von Geschäftsbereichen aus einem Verein in eine bestehende oder neu gegründete GmbH kann aus haftungsrechtlichen oder organisatorischen Gründen sinnvoll und geboten sein. Zu beachten ist dabei neben den ertragsteuerlichen Auswirkungen insbesondere die Mittelverwendung. Zivilrechtlich kann es sich bei der Ausgliederung handeln um
„„ einen Tausch (Anteile an GmbH gegen Wirtschaftsgüter/Teilbetrieb) oder
„„ eine Mittelweitergabe von Wirtschaftsgütern zur Verwendung zu steuerbegünstigten Zwecken (§ 58 Nr. 2 AO).
Zukünftige Verwendung im steuerbegünstigten Bereich
Werden die Wirtschaftsgüter beim steuerbegünstigten Empfänger auch im
steuerbegünstigten Bereich verwendet, können die Wirtschaftsgüter zum
Buchwert übertragen bzw. übernommen werden. Es ergeben sich keine ertragsteuerlichen Auswirkungen. Auch ein Verstoß gegen die zeitnahe Mittelverwendung liegt nicht vor, da Anlagevermögen, das im begünstigten Bereich
genutzt wird, auch als begünstigte Mittelverwendung gilt.
Vereinsanlagen
können buchhalterisch neutral ...
... an gemeinnützigen
Empfänger ausgegliedert werden
Zukünftige Verwendung im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb
Problematischer ist die Übertragung von Wirtschaftsgütern aus dem steuerbegünstigten Bereich in einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.
◼◼Beispiel
Die Wäscherei einer Wohlfahrtseinrichtung wird in eine GmbH ausgegliedert, die
künftig im Auftragsverhältnis für mehrere Einrichtungen gewerblich tätig wird.
Die GmbH kann nicht steuerbegünstigt sein. Ertragsteuerlich sind bei einer Einzelübertragung von Wirtschaftsgütern die Teilwerte anzusetzen. Die realisierten
Gewinne werden beim abgebenden Verein nicht versteuert. Problematisch ist die
Mittelverwendung. Beim abgebenden Verein dienten die Wirtschaftsgüter unmittelbar den steuerbegünstigten Zwecken. Da die Wirtschaftsgüter beim Empfänger im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb genutzt werden, müssen Mittel im gleichen Wert dem abgebenden Verein zugeführt werden, die zeitnah für begünstigte
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Ausgliederung einer
Wäscherei in eine
eigenständige GmbH
7
Steuergestaltung
VB
Zwecke verwendet werden müssen. Nicht ausreichend ist der Tausch in eine
GmbH-Beteiligung, weil die Beteiligung beim abgebenden Verein im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb bzw. in der Vermögensverwaltung gehalten wird.
Wichtig | Eine Lösung besteht darin, aus Mitteln der freien Rücklage – diese
unterliegen nicht der zeitnahen Mittelverwendungspflicht – eine GmbH zu
gründen und die Wirtschaftsgüter dem Verein abzukaufen (Sachkapitalerhöhung 1 Euro mit finanziellem Ausgleich). Dem Verein fließen damit im Gegenwert der abgegebenen Wirtschaftsgüter Geldmittel zu, die zeitnah für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden können.
Ausgliederung durch
Kauf als Lösung
Umsatzsteuer bei Ausgliederungen
Eine Ausgliederung von Wirtschaftsgütern oder eines Teilbetriebs auf eine
GmbH ist umsatzsteuerrechtlich grundsätzlich steuerpflichtig. Da eine Übertragung von Vermögensteilen im Rahmen eines Leistungsaustauschs vorliegt, ist dies – soweit keine Geschäftsveräußerung oder Teilbetriebsveräußerung nach § 1 Abs. 1a UStG vorliegt – steuerbar. Bei der Ausgliederung eines
Teilbetriebs auf eine GmbH gegen die Gewährung von Gesellschaftsrechten
liegt nach § 1 Abs. 1a UStG kein steuerbarer Umsatz vor. Umsatzsteuerrechtlich tritt der erwerbende Unternehmer an die Stelle des abgebenden Vereins.
Vorsteuerabzug bei der Anschaffung von Vereinsgebäuden
Vereine haben sowohl einen nichtunternehmerischen als auch einen unternehmerischen Bereich. Im unternehmerischen Bereich werden umsatzsteuerpflichtige oder -freie Umsätze getätigt. Der Verein kann Vorsteuern abziehen, soweit er Leistungen für seinen unternehmerischen Bereich bezieht
und für umsatzsteuerpflichtige Ausgangsumsätze verwendet.
So ermittelt sich der
Vorsteuerabzug ...
◼◼Beispiel
Ein Sportverein hat zum 1. Januar 2012 ein Vereinsheim mit Gastronomie gebaut.
Die Herstellungskosten ohne Betriebsvorrichtungen und Einrichtung haben
300.000 Euro zuzüglich 57.000 Euro Umsatzsteuer betragen. Der Verein nutzt die
Halle ab der Fertigstellung planungsgemäß zu insgesamt 40 Prozent für die Gastronomie und zu 60 Prozent für den Vereinsbetrieb.
Herstellungskosten, netto
... bei der Herstellung oder
Anschaffung von
Vereinsgebäuden
300.000 Euro
Umsatzsteuer
57.000 Euro
davon 40 Prozent
22.800 Euro
Folge: Der Vorsteuerabzug beträgt 22.800 Euro.
Fiskus verlangt umsatzsteuerliche Zuordnung schon bei der Anschaffung
Die Finanzverwaltung verlangt bereits im Zeitpunkt der Anschaffung eines
Wirtschaftsguts eine nachprüfbare Entscheidung, ob der Verein das Wirtschaftsgut für unternehmerische oder nichtunternehmerische Zwecke verwenden will (BMF, Schreiben vom 2.1.2014, Az. IV D 2 – S 7300/12/10002 :001).
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Steuergestaltung
VB
PRAXISHINWEIS | Insbesondere bei größeren Bauvorhaben sollten die Rechnungen der Handwerker außerhalb der Buchführung gesammelt (beim Architekt
oder Bauleiter) und erst nach Fertigstellung des Vereinsgebäudes im Rahmen
des Jahresabschlusses gebucht und steuerlich zugeordnet werden.
Nach Abschnitt 15.2c UStAE handelt es sich bei der Zuordnung eines einheitlichen Gegenstands (zum Beispiel Gebäude) um eine Prognoseentscheidung,
die sich grundsätzlich nach der im Zeitpunkt des Leistungsbezugs beabsichtigten Verwendung richtet. Die Verwendungsabsicht muss objektiv belegt und
in gutem Glauben erklärt werden.
Nutzungsänderungen und ihre
Folgen in punkto Vorsteuerberichtigung
Wichtig | Problematisch sind deshalb Planungsänderungen während der
Bauphase, mit denen die Nutzung geändert wird. Der Vorsteuerabzug in Höhe der ursprüngliche Zuordnungsentscheidung wird dabei nicht unmittelbar
korrigiert, sondern erst im Rahmen der zukünftigen fünf- bzw. zehnjährigen
tatsächlichen Nutzung durch die Anwendung des § 15a UStG (bei Gebäuden)
oder § 15 Abs. 4 UStG (bei anderen Wirtschaftsgütern) berichtigt.
◼◼Beispiel
Im oben genannten Beispiel ändert sich die unternehmerische Nutzung des Vereinsheims um 20 Prozentpunkte auf 60 Prozent. Damit erhöht sich der Vorsteuerabzug für die verbleibenden Jahre des Betrachtungszeitraums um 1.140 Euro.
Verringert sich dagegen der dem Unternehmen zugeordnete Grundstücksanteil
– etwa durch Aufgabe der Gastronomie und Nutzung als Vereinsraum –, ist eine
Vorsteuerkürzung nach § 15a UStG durchzuführen. Die Vorsteuerkürzung erfolgt
bei einer Nutzungsänderung dadurch, dass der bisher abgezogene Vorsteuerbetrag von 40 Prozent, also 22.800 Euro, auf zehn Jahre verteilt wird. Damit wären
pro Jahr 2.280 Euro Vorsteuern zurückzuzahlen und zwar gerechnet ab der Nutzungsänderung bis zum Ende des Betrachtungszeitraums. Erfolgt die Nutzungsänderung im Beispiel drei Jahre nach der Anschaffung, muss der Verein sieben
Jahre lang jeweils 2.280 Euro zurückzahlen (insgesamt 15.960 Euro).
Die Aufteilung der Vorsteuern richtet sich allein danach, wie der bezogene
Gegenstand oder die bezogene sonstige Leistung verwendet wird. Bei laufenden Aufwendungen ergibt sich das ausschließlich aus der Zurechenbarkeit
der wirtschaftlichen Verwendung oder nach Kostenzurechnungsgesichtspunkten. Eine Ermittlung der abziehbaren Vorsteuern nach dem Umsatzschlüssel der Ausgangsumsätze ist nach § 15 Abs. 4 UStG nur zulässig, wenn
keine andere Methode der wirtschaftlichen Zuordnung möglich ist.
Aufteilung der
abzugsfähigen
Vorsteuer
Wichtig | Der BFH hat jetzt den EuGH angerufen. Er soll entscheiden, nach
welcher Methode die abziehbaren Vorsteuerbeträge aus Eingangsleistungen
für Herstellungsaufwendungen eines gemischt genutzten Gebäudes zu ermitteln sind (BFH, Beschluss vom 5.6.2014, Az. XI R 31/09; Abruf-Nr. 142063).
ARCHIV
↘↘ WEITERFÜHRENDER HINWEIS
Ausgabe 10 | 2014
Seite 3 – 6
•Beitrag „Vereinsheime und anderen Vereinsanlagen: So werden sie steuerlich behandelt“, VB 10/2014, Seiten 3 bis 6
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9
Vereinsmanagement
VB
GEMEINNÜTZIGKEIT
Mittelverwendung und Rücklagenbildung:
Das macht Vermögenszuführungen so attraktiv
| In keinem Bereich des Gemeinnützigkeitsrechts hat sich in den letzten
beiden Jahren so viel geändert wie bei den Rücklagen und der zeitnahen
Mittelverwendung. Lernen Sie deshalb in einer Beitragsreihe den aktuellen
Stand kennen und stellen Sie Ihr Rücklagen- und Mittelverwendungsmanagement auf eine sichere Basis. Widmen Sie dabei vor allem den Vermögenszuführungen ihr besonderes Augenmerk. Sie unterliegen nämlich – wie
freie Rücklagen – weder einer unmittelbaren Nutzungsbindung für satzungsmäßige Zwecke noch der Pflicht zur zeitnahen Verwendung. |
Grundlegendes zu Vermögen und Vermögenszuführungen
„Vermögen“ im Sinne von § 62 Abs. 3 AO ist ein Ausstattungs- oder Dauervermögen. Es steht damit im Gegensatz zum nutzungsgebundenen Anlagevermögen, das bereits zweckgebunden verwendet wird, sowie zweckgebundenen Rücklagen und anderen Mitteln, die nach festgelegter Frist satzungsgemäß verwendet werden müssen.
Regelung aus § 62
Abs. 3 Abgabenordnung optimal nutzen
Was die Mittelverwendung anbelangt, gibt es bei den Vermögenszuführungen
keinen Unterschied zu den freien Rücklagen. Die Finanzverwaltung vertritt
deshalb die Auffassung, dass sie aus der Bemessungsgrundlage für freie
Rücklagen herausgerechnet werden müssen. Während freie Rücklagen aus
bestimmen Anteilen der Einnahmen und Überschüsse gebildet werden dürfen, kommt es bei den Vermögenszuführungen auf die Art und den Zweck der
Zuwendungen an.
Vorgaben für
Mittelverwendung
identisch mit denen
bei freien Rücklagen
Vier verschiedene Arten von Vermögenszuführungen
§ 62 Abs. 3 AO sieht vier verschiedene Arten von Vermögenszuführungen vor.
Das sind:
1. Zuwendungen von Todes wegen, wenn der Erblasser keine Verwendung für
den laufenden Aufwand der Körperschaft vorgeschrieben hat.
2.Zuwendungen, bei denen der Zuwendende ausdrücklich erklärt, dass diese zur Ausstattung der Körperschaft mit Vermögen oder zur Erhöhung des
Vermögens bestimmt sind.
3.Zuwendungen aufgrund eines Spendenaufrufs der Körperschaft, wenn aus
dem Spendenaufruf ersichtlich ist, dass Beträge zur Aufstockung des Vermögens erbeten werden.
4.Sachzuwendungen, die ihrer Natur nach zum Vermögen gehören.
Erbschaften
und andere
Zuwendungsanlässe
PRAXISHINWEIS | In den ersten drei Fällen kann es sich dabei sowohl um Geldauch als um Sachzuwendungen handeln
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10
Vereinsmanagement
VB
1. Erbschaften
Zuwendungen von Todes wegen dürfen dem Vermögen zugeführt werden,
wenn der Erblasser testamentarisch keine andere Verwendung vorgeschrieben hat. Es ist also keine besondere Erlaubnis für die Vermögensausstattung
erforderlich.
Vermögenszuführung hängt ab
vom Testament
des Erblassers
Da es oft um nicht unerhebliche Werte geht und eine vollständige Vermögenszuführung möglich ist, sind Erbschaften für den Vermögensaufbau gemeinnütziger Einrichtungen besonders attraktiv.
◼◼Beispiel
Einem gemeinnützigen Verein wird testamentarisch ein Mietshaus vermacht. Er
darf es im Vermögen behalten. Die Einkünfte aus der Vermietung sind steuerfreie
Einnahmen der Vermögensverwaltung.
2. Zuwendungen zur Vermögensausstattung
Die Regelung des § 62 Abs. 3 Nr. 2 AO erlaubt die Vermögenszuführung von
Zuwendungen (Spenden) mit ausdrücklicher Erlaubnis des Zuwendenden.
Eine betragsmäßige Begrenzung gibt es dabei nicht. Die Regelung gilt sowohl für Geld- als auch für Sachspenden.
Ausdrückliche
Erklärung des
Spenders
erforderlich
PRAXISHINWEIS | Besonders interessant ist das, wenn es um größere Spenden
geht, bei denen die gemeinnützige Einrichtung keinen unmittelbaren Verwendungsbedarf hat oder die mögliche Verwendung noch unklar ist. In solchen Fällen sollte man sich ein entsprechendes Schreiben vom Spender ausstellen lassen, in dem er die Verwendung für das Vermögen bestätigt. Damit bleiben alle
späteren Verwendungsmöglichkeiten offen.
Einschränkungen beim Spendenabzug gibt es hier nicht. Trotz der Vermögenszuführung darf die gemeinnützige Einrichtung also eine Spendenbescheinigung für die Zuwendung ausstellen.
Nicht geklärt ist, ob die Erklärung des Spenders auch nachträglich ausgestellt werden kann und damit eine bereits zugegangene Zuwendung für die
Verwendung im Vermögen umgewidmet werden kann. Nach Möglichkeit sollte deswegen die Erklärung bereits zum Zahlungszeitpunkt vorliegen.
3. Spendenaufruf zur Vermögensaufstockung
Neben einer entsprechenden Widmung durch den Spender können Spenden
auch dem Vermögen zugeführt werden, wenn im Spendenaufruf darauf hingewiesen wird (§ 62 Abs. 3 Nr. 3 AO).
Eine bestimmte Art des Spendenaufrufs ist nicht vorgeschrieben. Es muss
nur nachweisbar sein, dass der Spender von der beabsichtigten Verwendung
der Spende vorab Kenntnis bekommen konnte. Denkbar wäre also ein entsprechender Hinweis auf dem Überweisungsformular. Wurden Spendenbriefe verschickt, empfiehlt es sich, den Briefinhalt und die Empfängerliste zu
Spender muss
über Verwendung
der Spende
informiert sein
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VB
dokumentieren, damit eine Zuordnung des einzelnen Spendeneingangs zum
Spendenaufruf möglich ist.
4. Sachzuwendungen zum Vermögen
Auch „Sachzuwendungen, die ihrer Natur nach zum Vermögen gehören“,
dürfen von der zeitnahen Verwendung freigestellt werden. Was darunter zu
verstehen ist, wurde bisher weder durch die Rechtsprechung noch durch die
Finanzverwaltung klargestellt.
Unbestimmter
Rechtsbegriff ...
Nach dem AEAO (Ziffer 16 zu § 62 Abs. 3 AO) sind darunter „Wirtschaftsgüter
zu verstehen, die ihrer Art nach von der Körperschaft im ideellen Bereich, im
Rahmen der Vermögensverwaltung oder im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb genutzt werden können“. Das ist insofern widersinnig, als eine Nutzung
im ideellen Bereich eine zweckgebundene Verwendung ist und damit keine
besondere Vermögenszuführung nötig ist. Zudem wird hier in keiner Weise
konkretisiert, welche Sachgüter in Frage kommen.
PRAXISHINWEIS | Dem Sinn der Regelung nach wird es sich deshalb um Vermögensgegenstände handeln, die typischerweise zur Ertragserzielung genutzt
werden können. Denkbar wären also insbesondere Immobilien und Gesellschaftsbeteiligungen. Da in praktisch allen solchen Fällen eine Vermögenszuführung auch nach der Regelung des § 62 Abs. 3 Nr. 2 AO möglich ist, sollte der
Spender immer eine entsprechende schriftliche Erklärung ausstellen. Dann
muss nicht auf die unklare Regelung des § 62 Abs. 3 Nr. 4 AO Bezug genommen
werden.
5. Sonderregelung für Stiftungen
Für Stiftungen sieht § 62 Abs. 4 eine zusätzliche Möglichkeit zum Vermögensaufbau vor. Sie dürfen im Jahr ihrer Errichtung und in den drei folgenden
Kalenderjahren die Überschüsse aus der Vermögensverwaltung und die Gewinne aus wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben ganz oder teilweise ihrem
Vermögen zuführen. Zu den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben gehören
auch die Zweckbetriebe (AEAO, Ziffer 17 zu § 62 Abs. 4 AO).
... bedarf der
Auslegung
Vermögensaufbau
soll erleichtert
werden
Diese Regelung ist analog zur Bildung freier Rücklagen nach § 62 Abs. 1 Nr. 3
AO. Die Überschüsse/Gewinne dürfen aber nicht nur teilweise, sondern vollständig dem Vermögen zugeführt werden. In der Aufbauphase der Stiftung
kann so die Vermögensbasis vergrößert werden. Für die Ermittlung des Gewinns bzw. Überschusses müssen positive und negative Ergebnisse aus der
Vermögensverwaltung, aus den Zweckbetrieben und dem einheitlichen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zunächst saldiert werden.
Verwendet werden darf nur der Betrag, der nach der Verrechnung der Ergebnisse des jeweiligen steuerlichen Bereichs übrig bleibt.
Die Verwendung von Vermögenszuführungen
Vermögenszuführungen sind wie freie Rücklagen von der zeitnahen Verwendung freigestellt. Anders als bei zweckgebundenen Rücklagen, Wiederbeschaffungsrücklagen und Rücklagen zum Erwerb von Gesellschaftsrechten
Keine Pflicht
zur zeitnahen
Mittelverwendung
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12
Vereinsmanagement
VB
besteht keine Vorgabe für den Zeitpunkt der Verwendung und den Verwendungszweck.
Grundsatz der Vermögensbindung muss beachtet werden
Trotzdem gilt auch für diese freien Mittel der Grundsatz der Vermögensbindung. Sie dürfen nicht zweckfremd verbraucht werden. Sie sind nur insofern
freigestellt, als sie noch nicht – und das auf unbeschränkte Zeit – für satzungsbezogene Zwecke verwendet werden müssen. Nicht zulässig – und damit schädlich für die Gemeinnützigkeit – ist es also, wenn
„„ diese Mittel für zweckfremde Ausgaben verbraucht werden. Dazu gehört
auch die Deckung von Verlusten im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb über die zulässigen Sonderfällen hinaus (AEAO, Ziffer 4 bis
8 zu § 55 Abs. 1 Nr. 1 AO),
„„ sie für überhöhte Vergütungen verwendet werden oder
„„ daraus Gewinnausschüttung oder andere unentgeltliche Zuwendungen an
Gesellschafter oder Mitglieder getätigt werden.
Zwischenzeitliche Verwendung für nicht begünstigte Zwecke ist möglich
Da Vermögenszuführungen nicht der zeitnahen Verwendung unterliegen,
können sie aber „zwischenzeitlich“ für nicht begünstigte Zwecke verwendet
werden – immer unter der Voraussetzung, dass sie dabei nicht verloren gehen. Im Übrigen ist es die Intention des Gesetzgebers, steuerbegünstigten
Körperschaften mit diesen Regelungen den Vermögensaufbau und damit die
Erzielung von Erträgen zu ermöglichen.
In Frage kommen für die Verwendung der Mittel insbesondere
„„ die Beteiligung an steuerpflichtigen Kapitalgesellschaften,
„„ die Beteiligung an gemeinnützigen Kapitalgesellschaften, soweit die Vermögensausstattungsrücklage nach § 58 Nr. AO nicht ausreicht,
„„ die Anschaffung von Immobilien für die Vermietung und Verpachtung,
„„ die Anschaffung von Finanzanlagen (Wertpapiere), wobei auch hier das
Verlustrisiko beachtet werden muss,
„„ die Vergabe von Darlehen – allerdings nur gegen bankübliche Zinsen,
„„ der Auf- und Ausbau steuerpflichtiger wirtschaftlicher Geschäftsbetriebe,
zum Beispiel gastronomischer Einrichtungen.
Zweckfremder
Verbrauch ist
gemeinnützigkeitsschädlich
Zweckfremde
Verwendung ...
... darf aber
nicht zum Verlust
der Mittel führen
In all diesen Fällen kommt es lediglich zu einer Vermögensumschichtung.
Die Mittel bleiben also erhalten. Eine Mittelweitergabe, die zu einem Vermögensverlust führt, ist dagegen auch aus freien Mitteln nur nach den Regelungen des § 58 Nr. 1 bis 5 AO zulässig.
ARCHIV
↘↘ WEITERFÜHRENDE HINWEISE
Ausgaben 7 | 2014
bis 10 | 2014
•Bisherige Beiträge zur Rücklagenbildung im Verein: VB 6/2014, Seite 4 bis 9; 7/2014, Seite 13 bis 17; 8/2014, Seite 7 bis 10; 9/2014, Seite 7 bis 10 und 10/2014, Seite 8 bis 10
•Zusätzlich zu den Beiträgen im Archiv finden Sie in der nächsten Ausgabe noch einen
Beitrag zum Thema „Rücklagen zum Erwerb von Gesellschaftsrechten“
11-2014VEREINSBRIEF
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Vereinsmanagement
VB
GEMEINNÜTZIGKEIT
Mindestlohn im Verein: In diesen Fällen droht
Gefahr und so können Sie das MiLoG vermeiden
| Der gesetzliche Mindestlohn kommt. Ehrenamtliche Tätigkeit bleibt vom
Mindestlohn zwar weitgehend verschont. Aber der Teufel steckt im Detail.
Gemeinnützige müssen die Vorgaben des Mindestlohngesetzes (MiLoG) vor
allem dann beachten, wenn Vergütungen oberhalb der einschlägigen Steuerfreibeträge im gemeinnützigen Bereich gezahlt werden. Stellen Sie deshalb jetzt die Weichen, um ab dem 1. Januar 2015 nicht in den Geltungsbereich des MiLoG zu zu geraten. |
Vergütung im Rahmen der Steuerfreibeträge
Der einfachste Ausweg ist der, Ehrenamtler wenn, dann nur im Rahmen der
Steuerfreibeträge zu vergüten. Die Grenze beträgt 720 Euro im Jahr für die
allgemeine ehrenamtliche Tätigkeit und 2.400 Euro jährlich für Einnahmen
aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder der nebenberuflichen Pflege alter,
kranker oder behinderter Menschen.
Im Rahmen der
Freibeträge vergütete Ehrenamtler ...
Im Rahmen dieser Freibeträge stellt sich folglich die Frage zur Anwendung
des MiLoG nicht. Dieser Personenkreis ist nicht den abhängig Beschäftigten
zuzuordnen und unterliegt nicht der Beachtung von Arbeitsschutzgesetzen.
... fallen nicht
unter das MiLoG
Honorarempfänger und andere Selbstständige
Das MiloG schließt Selbstständige von der Anwendung des Mindestlohns aus.
Folglich motiviert das zu entsprechenden Gestaltungen (= Honorarvereinbarung auf freiberuflicher Basis), wenn die Zahlungen so hoch sind, dass die
Steuerfreibeträge überschritten werden (und der überschreitende Betrag
prinzipiell unter das MiLoG fiele). Für solche Gestaltungen interessieren sich
aber auch die Sozialversicherungsträger und -prüfer. Sie prüfen, ob es sich
tatsächlich um selbstständige Tätigkeiten handelt oder ob nicht doch tatsächlich ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt.
Honorarvertrag
als Ausweg bei
Vergütung oberhalb
der Freibeträge?
Wichtig | Die Prüfung dient dem Schutz der Beschäftigten und der gleichmäßigen sozialversicherungspflichtigen Behandlung aller Arbeitnehmer. Zukünftig wird in diesem Zusammenhang auch geprüft, ob gegen Bestimmungen des MiLoG verstoßen wird.
Abhängiges Beschäftigungsverhältnis oder Selbstständigkeit?
Eine sozialversicherungsrechtliche Beschäftigung liegt nach § 7 Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) IV vor, wenn die nichtselbstständige Arbeit insbesondere
in einem Arbeitsverhältnis erbracht wird. Anhaltspunkte für eine Beschäftigung sind eine Tätigkeit nach Weisungen und eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers.
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Vereinsmanagement
VB
Der maßgebliche sozialversicherungsrechtliche Status ergibt sich aus der
Gesamtschau der einzelnen Kriterien und der Beurteilung der tatsächlichen
Verhältnisse im Einzelfall. Im Vereinsbereich sind viele Mitarbeiter verantwortungsvoll tätig, schauen nicht auf die Arbeitszeit und organisieren die
Vereinsaktivitäten. Aus dieser Verhaltensweise, die vom Verein gerne angenommen wird, ergibt sich eine im Prinzip ungewollte abhängige Beschäftigungssituation.
Das kennzeichnet
abhängige Beschäftigungsverhältnisse
◼◼Beispiel
Im Sportverein rechnet der Übungsleiter seine Tätigkeiten stundenweise ab. Die
Betreuung der Sportler bei Wettkämpfen wird unentgeltlich mitübernommen.
Folge: Bei der Beurteilung, ob eine abhängige Beschäftigung vorliegt, wird
die gesamte Tätigkeit zusammenfassend beurteilt.
Gesamte Tätigkeit
wird beurteilt
Grenzen der Gestaltung im Verein
Für die Sozialversicherung bedeutsam wird ein Beschäftigungsverhältnis,
wenn damit die Zahlung von Arbeitsentgelt verbunden ist. Nach § 14 Abs. 1
SGB IV gehören zum Arbeitsentgelt „alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung, gleichgültig ob ein Rechtsanspruch auf die
Einnahmen besteht, unter welcher Bezeichnung oder in welcher Form sie
geleistet werden und ob sie unmittelbar aus der Beschäftigung oder im Zusammenhang mit ihr erzielt werden“.
Beachten Sie | Eines ist in allen Formen des sozialversicherungspflichtigen
Arbeitsverhältnissen gleich: Die Regelungen des MiLoG sind zu beachten und
anzuwenden. Für oben genannten Beispielsfall würden sich etwa diese Folgen ergeben.
Grenzen der
Gestaltungsmöglichkeiten
◼◼Fortführung des Beispiels
Im Sportverein rechnet der Übungsleiter seine Tätigkeiten stundenweise ab. Die
Betreuung der Sportler bei Wettkämpfen wird unentgeltlich zusätzlich übernommen. Die Zeit, in der der Trainer Sportler unentgeltlich bei Wettkämpfen betreut,
gilt als Arbeitszeit. Die Zahl der geleisteten Arbeisstunden erhöht sich (Training +
Betreuung bei Wettkämpfen). Da die Vergütung insgesamt aber gleich bleibt,
sinkt der Vergütungssatz pro Stunde. Fällt er so unter den Mindestlohn von 8,50
Euro pro Stunde, schnappt die MiLoG-Falle zu.
Diese Gestaltungsmöglichkeiten hat ein Verein
Ist die Anwendung des MiLoG sowohl vom Verein als auch vom Mitglied nicht
gewollt, ergeben sich nachstehende Gestaltungsempfehlungen:
1. Rahmenbedingungen klären
Verein und Beschäftigte verständigen sich vor dem Jahresende auf die Grundlagen der Mitarbeit im Jahr 2015. Zu klären sind folgende Punkte:
11-2014VEREINSBRIEF
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Zusammenarbeit
entsprechend
gestalten
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Vereinsmanagement
VB
„„ Zeitlicher Umfang der Tätigkeit
„„ Verteilung der Tätigkeit auf die einzelnen Monate
„„ Zu erwartende „Pausen“ der Mitarbeit
„„ Welche Aufgaben werden zusätzlich im Verein ohne Vergütung erledigt?
„„ Höhe der Vergütung bei pauschaler Monatsvergütung
„„ Höhe des Stundensatzes bei Abrechnung nach Stunden
2. Arbeitszeitkonto einrichten und führen
Werten Sie die Angaben nach Nummer 1 aus und errechnen Sie nach Art eines Jahres-Arbeitszeitkontos (gegebenenfalls im Rahmen einer vorausschauenden Schätzung)
„„ die voraussichtlich tatsächlich geleistete Beschäftigung nach Stunden,
„„ die insgesamt zu zahlende Vergütung im Jahr (Jahresverdienst) und
„„ den sich rechnerisch ergebenden Stundensatz (Vergütung : Stunden).
Stundensatz als
Prognoserechnung
ermitteln
3. Steuerbefreiungen einrechnen
Im dritten Schritt prüfen Sie, ob, und wenn ja, welcher Steuerfreibetrag zu
berücksichtigen ist. In Frage kommen
„„ 720 Euro nach § 3 Nr. 26a EStG im Jahr bzw.
„„ 2.400 Euro nach § 3 Nr. 26 EStG im Jahr.
PRAXISHINWEIS | Liegt der Jahresverdienst nur geringfügig über dem Steuerfreibetrag, ist zu überlegen, welche Tätigkeiten an andere Mitglieder verlagert
werden können, damit die Grenze der ehrenamtlichen Mitarbeit nicht überschritten wird. Möglich ist es natürlich auch, die Vergütung entsprechend zu verringeren bzw. bei der Höchstgrenze zu kappen.
4. Monatsbezogene Abrechnung
Die Sozialversicherungsträger verteilen die Steuerfreibeträge (Jahresfreibetrag) gleichmäßig auf die voraussichtliche Zahl der Monate der Beschäftigung. Der Ehrenamtsfreibetrag von 720 Euro ergibt 60 Euro im Monat. Der
Übungsleiterfreibetrag von 2.400 Euro ergibt 200 Euro im Monat.
Unterschiedliche
Monatsbeträge
angleichen
Bei unterschiedlichem Einsatz des Beschäftigten im Laufe eines Jahres kann
sich aus der Stundenabrechnung ein Überschreiten des anteiligen monatlichen Freibetrags ergeben. Wenn diese Überschreitung im Laufe des Jahres
durch Minderzeiten voraussichtlich ausgeglichen wird, ist der Freibetrag
ausdrücklich in Höhe des Abrechnungsbetrags anzusetzen.
◼◼Beispiel
Es liegt eine nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigte Übungsleitertätigkeit vor. In den
Monaten Januar bis Juni 2015 betragen die Abrechnungen jeweils rund 250 Euro
monatlich. Da der Übungsleiter im Juli und August nicht tätig sein wird und zum
Jahresende die Tätigkeit eingeschränkt wird, unterschreitet die voraussichtliche
Jahresvergütung den Steuerfreibetrag von 2.400 Euro. Es ist also zulässig und
geboten, den Steuerfreibetrag in den ersten sechs Monaten mit je 250 Euro geltend zu machen und entsprechend anzusetzen.
11-2014VEREINSBRIEF
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Vereinsmanagement
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5. Abgrenzung selbstständiger Tätigkeiten
Versuchen Sie, abhängige und selbstständige Tätigkeiten voneinander abzugrenzen.
◼◼Beispiel
Der Übungsleiter eines Tennisvereins ist verantwortlich für das Jugendtraining
und für die Betreuung der ersten Herrenmannschaft. Die Vergütung beträgt pauschal 300 Euro monatlich. Darüber hinaus gibt der Trainer auf dem Vereinsgelände Privatstunden im Tennis.
Nach dem Sachverhalt ist der Trainer in die Vereinsorganisation eingegliedert und als Arbeitnehmer einzustufen. Sind darüber hinaus die Privatstunden des Tennislehrers wegen unklarer Absprachen als Vereinstraining zu
qualifizieren, gibt es – solange der Mindestlohn pro Stunde erreicht wird –
zwar keine Probleme mit der Anwendung des MiLoG, aber es droht die Sozialversicherungspflicht der gesamten Erlöse des Trainers. Die Privathonorare
würden als Zahlungen von dritter Seite als sozialversicherungspflichtiges
Entgelt in die Abrechnung einbezogen werden.
Das Ziel „Selbstständigkeit“ wird wegen
Einbindung in den
Verein nicht erreicht
Folge: Verein und Tennislehrer müssen die Grundlagen ihrer Zusammenarbeit klar benennen, um die Anerkennung der Selbstständigkeit zu erreichen:
Kriterien für
die Abgrenzung
der Tätigkeiten
„„ Der zeitliche Umfang des Jugendtrainings wird klar festgelegt. Die Trainingszeiten legt der Trainer nach Verfügbarkeit der Tennisplätze selbst fest.
„„ Die Organisation der Wettkämpfe obliegt dem Jugend-Obmann.
„„ Auch bei den Herren-Wettkämpfen ist der Trainer nur noch für die sportliche Betreuung zuständig.
„„ Die Privatstunden werden nicht über die Geschäftsstelle des Vereins abgewickelt bzw. vermittelt.
„„ Für die Nutzung der Plätze im Rahmen des Einzeltrainings muss der Trainer an den Verein eine Vergütung zahlen.
„„ Über die Krankenkasse bzw. Deutsche Rentenversicherung wird eine Statusfeststellung beantragt.
Zuschläge und Aufwandsersatz in Vergütung einfließen lassen
Zusätzlich zur Vergütung werden häufig noch Zusatzleistungen, wie Sonntags-, Feiertags-, Nachtarbeits- oder Überstundenzuschläge sowie Urlaubsund/oder Weihnachtsgeld gezahlt. In anderen Vereinen ist es üblich, Kosten
für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte (Sportplatz des
Vereins) oder Kilometergeld zu weiteren Tätigkeitsstätten zu zahlen. Das
Steuerhandbuch des DFB hat seinen Sportvereinen diese Aufteilung sogar
ausdrücklich empfohlen, da diese zusätzlichen Zahlungen als Aufwendungsersatz gewertet und somit Mini-Job-Abgaben eingespart werden.
PRAXISHINWEIS | Wenn ab 2015 die Lohnuntergrenze von 8,50 Euro pro Stunde
nicht erreicht wird, kann überlegt werden, diese Zuschläge zu streichen und in
jedem Einzelfall ein Durchschnittsentgelt zu bilden, in dem diese Extrazahlungen
als Durchschnittswert einfließen. Damit steigt der Durchschnittslohn je Stunde.
11-2014VEREINSBRIEF
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Bisherige Vergütungsmodelle ...
... im MiLoG-Zeitalter
überdenken
und anpassen
17
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
PRAXISFALL
Verpachtung der Vereinsgaststätte zum Nulltarif
| Für Gaststätten auf Vereinsgeländen ist wegen der ungünstigen Lage oft
nur schwer ein Pächter zu finden. Es ist deshalb nicht unüblich, dass eine
Gaststätte pachtfrei überlassen wird. In der Summe darf daraus aber keine
„Zuschussgeschäft“ werden, sonst ist die Gemeinnützigkeit gefährdet. |
F R A G E : Die Vereinsgaststätte unseres Sportvereins wird dem Pächter seit längerer Zeit pachtfrei überlassen, um überhaupt eine Bewirtschaftung zu haben.
Bei den Verhandlungen über die Weiterführung des Vertrags verlangt der Pächter jetzt, dass wir ihm auch bei den Betriebskosten entgegenkommen. Lässt sich
das mit der Gemeinnützigkeit vereinbaren?
Pächter verlangt
neben pachtfreier
Überlassung ...
A N T W O R T : Die Vereinsgaststätte fällt in den zweckfremden Bereich, sie
darf also auf Dauer keine Verluste erwirtschaften. Das gilt sowohl bei der
Verpachtung als auch bei der Eigenbewirtschaftung.
Ortsübliche Pacht kann auch Null betragen
Grundsätzlich gilt, dass die Pachthöhe – wie auch die Vergütung für alle anderen Leistungen gemeinnütziger Körperschaften – „angemessen“ sein
muss. Andernfalls läge ein Verstoß gegen das Selbstlosigkeitsgebot vor, weil
zweckgebundene Mittel des Vereins zweckfremd verbraucht werden. Dabei
ist es durchaus möglich, die Gaststätte pachtfrei zu überlassen, wenn andernfalls wegen der ungünstigen Lage kein Pächter zu finden ist.
... auch teilweise
Übernahme der
Betriebskosten
Problematisch wird es allerdings, wenn der Betrieb der Vereinsgaststätte
insgesamt zu einem negativen Ergebnis führt. Das ist der Fall, wenn der
Pächter nicht nur keine Pacht zahlt, sondern selbst die anfallenden Betriebskosten nicht voll übernimmt. Dass die Angebote des Vereins attraktiver sind,
wenn eine Gaststätte am Sportgelände existiert, spielt dabei keine Rolle. Die
Gaststätte muss also die Kosten decken, die durch ihren Betrieb entstehen.
Ein Gesamtverlust wäre nur insoweit unschädlich, als er durch anteilige Abschreibungen auf die Immobilie entsteht. Das gilt aber nur, wenn die Gaststätte nicht in einem eigenen, selbstständig nutzbaren Gebäude(-trakt) untergebracht ist (AEAO. Ziffer 4 zu § 55 Abs. 1 Nr. 1 AO).
Verlustverrechnung und Kostenzuordnung
Führt der Betrieb der Gaststätte insgesamt zu einem Verlust, ist das unschädlich, wenn er mit Überschüssen aus anderen Einnahmen des gleichen
steuerlichen Bereichs verrechnet werden kann. Bei der Kostenbetrachtung
wäre auch zu prüfen, ob nicht ein Teil der Kosten dem ideellen Bereich zugeordnet werden kann. Das ist etwa der Fall, wenn die Gaststättenräume auch
als Versammlungs- oder Besprechungsraum des Vereins genutzt werden. So
könnte sich rechnerisch eine „schwarze Null“ für die Gaststätte ergeben.
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
LESERFORUM
PRAXISHINWEIS | Der Verein sollte nach Möglichkeit Nachweise über die „ortsübliche Pacht“ haben. Ein gutes Argument wäre etwa, wenn auch Nachbarvereine Vereinsgaststätten pachtfrei überlassen.
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VEREINSBRIEF STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT (ISSN 1862-6718)
Herausgeber und Verlag | IWW Institut für Wissen in der·Wirtschaft GmbH & Co. KG, Max-Planck-Str. 7/9, 97082 Würzburg,
Telefon: 0931 418-3070, Fax: 0931 418-3080, E-Mail: iww-wuerzburg@iww.de, Internet: iww.de
Redaktion | RA Norbert Rettner (Chefredakteur); Dipl.-Volksw. Günter Göbel (Stellvertretender Chefredakteur, verantwortlich)
Schriftleiter | Wolfgang Pfeffer, Drefahl
Bezugsbedingungen | Der Informationsdienst erscheint monatlich. Der Jahresbezugspreis beträgt 153 EUR inklusive Porto, Versand und Umsatzsteuer. Das Abonnement ist jederzeit zum Quartalsende kündbar. Zu viel gezahlte Jahresbeträge werden erstattet.
Hinweise | Alle Rechte am Inhalt liegen beim IWW Institut. Nachdruck und jede Form der Wiedergabe auch in anderen Medien sind
selbst auszugsweise nur nach schriftlicher Zustimmung des IWW Instituts erlaubt. Der Inhalt des Informationsdienstes ist nach
bestem Wissen und Kenntnisstand erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der Rechtsmaterie machen es notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.
Druck | H. Rademann GmbH Print + Business Partner, 59348 Lüdinghausen
11-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
IMPRESSUM
S E M I N A R E | Nutzen Sie das IWW-Seminarangebot für Ihre Fortbildung: seminare.iww.de
Umsatzsteuer effektiv
Neue Spielregeln
bei der Umsatzsteuer
Die Umsatzsteuer ist im ständigen Wandel und dies sowohl auf nationale als auf europäischer Ebene. Die Schnelllebigkeit, die häufigen
Gesetzesänderungen, die hohe Zahl der sich wandelnden Finanzverwaltungsauffassungen und insbesondere die Rechtsprechung der
Finanzgerichte, des BFH und des EuGH, machen es dem Praktiker
immer schwieriger „up to date“ zu bleiben. Gilt es doch, stets die
aktuellen Entwicklungen im Blick zu haben, um den Mandanten auch
proaktiv beraten zu können.
Das Online-Seminar „Umsatzsteuer effektiv“ bietet die beste
Gelegenheit sich schnell und praxisorientiert hinsichtlich
der aktuellen umsatzsteuerlichen Themen auf den neuesten Stand
zu bringen.
Marco Fuß,
Diplom-Finanzwirt
Teilnehmerkreis
Steuerberater
Themen am 02.12.2014
Termine
• Neues zum „Kroatiengesetz“ das BMF hat Stellung genommen
• Die wichtigsten umsatzsteuerlichen Neuerungen
zum Jahreswechsel
• Neues aus München – Aktuelle BFH Rechtsprechung
• Neues aus Berlin – Die neuen Ansichten
der Finanzverwaltungen
02.12.2014, 19.03.2015,
28.05.2015, 17.09.2015
Ihre Vorteile
• Regelmäßiges Wissens-Update: fortlaufend einmal
im Quartal (Einstieg jederzeit möglich!)
• Teilnahme wählbar und flexibel: per Einzelbuchung
oder im Rahmen eines Abonnements mit Preisvorteil
• Topaktuelle Themen schnell aufbereitet
• Sprachkommunikation zwischen Teilnehmern
und Referenten möglich
• Reisekosten und -zeiten entfallen
jeweils von 15:00 bis 17:00 Uhr
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Teilnahmegebühr
Einzelgebühr 105 € zzgl. USt.
Abonnement 85 € zzgl. USt. pro Seminar
Eine Online-Seminar-Reihe im
Abonnement umfasst vier Seminartermine in zwölf Monaten.
Buchungs-Nr. 446
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VEREINSBRIEF11-2014
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
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